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Shootout - Keine Gnade - Special

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Shootout - Keine Gnade - Special Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen



CONSTANTIN FILM
präsentiert
einen Walter Hill Film




SHOOTOUT – KEINE GNADE
(OT: BULLET TO THE HEAD)

mit
SYLVESTER STALLONE
SUNG KANG
SARAH SHAHI
ADEWALE AKINNUOYE-AGBAJE
CHRISTIAN SLATER
und
JASON MOMOA


Produzenten
Alexandra Milchan
Alfred Gough
Miles Milar
Kevin King Templeton

Drehbuch
ALESSANDRO CAMON

Regie
WALTER HILL

Kinostart: 7. März 2013

Länge ca. 91 min






DIE BESETZUNG


James Bonomo alias Jimmy Bobo
Sylvester Stallone

Taylor Kwon
Sung Kang

Lisa Bonomo
Sarah Shahi

Robert Nkomo Morel
Adewale Akinnuoye-Agabje

Marcus Baptiste
Christian Slater

Louis Blanchard
Jon Seda

Keegan
Jason Momoa

Lt. Lebreton
Dane Rhode

Towne Marcus
Lyle Browne

Prostituierte
Weronika Rasati



DER STAB


Regie
Walter Hill

Drehbuch
Alessandro Camon

nach der Graphic Novel
„Du plomb dans la tête“ von Alexis Nolent

Produzenten
Alexandra Milchan
Alfred Gough
Miles Millar
Kevin King-Templeton

Executive Producers
Stuart Ford
Brian Kavanaugh-Jones
Deepak Nayar
Steve Squillante
Joel Silver
Courtney Solomon
Allan Zeman
Steve Richards
Stuart Besser

Kamera
Lloyd Ahern

Produktionsdesign
Toby Corbett

Schnitt
Tim Alverson

Kostümbild
Ha Nguyen

Originalmusik
Steve Mazzaro




KURZINHALT






James Bonomo alias „Jimmy Bobo“ (SYLVESTER STALLONE) ist ein Auftragskiller in New Orleans. Er folgt nur einem Prinzip: Töte niemals einen Unschuldigen. Als aus diesem Grund ein Zeuge überlebt, muss Jimmys junger Partner zur Strafe dafür mit seinem Leben bezahlen. Detective Taylor Kwon (SUNG KANG) aus Washington trifft in New Orleans ein, um eine neue Spur in einem alten Fall zu verfolgen. Als er seinen Kollegen treffen will, findet er stattdessen nur noch dessen Leiche vor. Für das NOPD stehen Jimmy und sein mittlerweile toter Partner als Hauptverdächtige für diese Tat fest. Die Suche nach Hinweisen zu den Tätern zwingt Jimmy und Kwon schließlich zu einer ungewöhnlichen Partnerschaft und für die Jagd nach den Mördern sind Cop und Killer plötzlich aufeinander angewiesen. Auf ihrem Weg zu Gerechtigkeit und Vergeltung treffen die beiden auf zwielichtige Gestalten und blicken hinab in tiefste Abgründe, die bis in die höchsten Polizeikreise reichen. Manchmal liegt nur ein schmaler Grat zwischen Killer und Cop …


PRESSENOTIZ






In SHOOTOUT – KEINE GNADE inszeniert Altmeister Walter Hill (DIE WARRIORS, NUR 48 STUNDEN, DEADWOOD) die Hauptdarsteller Sylvester Stallone (ROCKY BALBOA, THE EXPENDABLES) und Sung Kang (THE FAST & THE FURIOUS – TOKYO DRIFT), neben Jason Momoa (CONAN), Sarah Shahi („The L WORD – Wenn Frauen lieben“), Christian Slater (TRUE ROMANCE, VERY BAD THINGS), u.v.a. Das rasante Action-Abenteuer nach einem Drehbuch von Alessandro Camon basiert auf der Graphic Novel „Bullet to the Head“ von Matz alias Alexis Nolent.


INHALT






JIMMY BONOMO (Sylvester Stallone) und sein Partner LOUIS BLANCHARD (Jon Seda) sind Killer und erfolgreich im Geschäft. Bis bei einem Auftrag in New Orleans plötzlich dreierlei schiefgeht. Erstens erkennt man Jimmys weiches Herz – er bringt es nicht über sich, das Mädchen, das zufällig beim Opfer ist, zu erschießen. Zweitens stellt sich heraus, dass das Zielobjekt ein ehemaliger Cop aus Washington D.C. war, und drittens entpuppt sich der ganze Auftrag als eine Falle. Das hat unschöne Konsequenzen: Aus Washington reist der junge Detective TAYLOR KWON (Sung Kang) an, um den Mord aufzuklären, schlimmer aber sind die mysteriösen Auftraggeber von Jimmy und Louis, die plötzlich den unerbittlichen Gangster KEEGAN (Jason Momoa) auf die beiden ansetzen. Louis wird in einer Bar erstochen, Jimmy kommt davon, aber natürlich muss sein Partner jetzt gerächt werden. Es bleibt Jimmy nichts anderes übrig, als sich mit Kwon zusammenzutun, um mit ihm gemeinsam nach den Hintermännern des Mordauftrags zu suchen.

Allerdings ist auch Kwon in der „Crescent City“ nicht besonders gern gesehen: Die lokale Polizei nimmt ihm als erstes seine Dienstwaffe ab und macht ihm anschließend klar, dass er in ihrer Stadt nichts zu melden habe. Wenn er ermitteln wolle, dann ohne ihre Unterstützung. Und schon kurz danach läuft Kwon in einen Hinterhalt, aus dem ihn ausgerechnet Jimmy Bonomo rettet. Das Gute an der Sache: Nachdem Kwon angeschossen wurde, bringt Jimmy ihn zu seiner Tochter LISA (Sarah Shahi), die nicht nur Kwons Wunde versorgt, sondern ihn mit ihrer entspannten Art auch sofort fasziniert.

Nach diesem familiären Intermezzo steht der Verbrüderung von Jimmy und Kwon eigentlich nichts mehr im Weg - außer, dass sie sich gegenseitig erschießen wollen. Sie gehören nun mal auf verschiedene Seiten des Gesetzes, der eine ist der natürliche Feind des anderen. Bald aber stolpern Cop und Killer in ihrer wilden Mischung aus Flucht und Rache in eine Immobilienintrige, die sich über das Polizeirevier von New Orleans bis in den Stadtrat hineinzieht. Dabei gelingt Walter Hill das, was er seit „Nur 48 Stunden“ schon immer am besten beherrscht: Ein Buddy-Movie, bei dem zwei ungleiche Kandidaten miteinander ein mal lustiges, mal tödliches Spiel treiben. Der Erfahrene und der Unerfahrenen reiten sich gegenseitig in Gefahren hinein und hauen sich gegenseitig wieder heraus, wobei mehr Gesetze gebrochen als eingehalten werden. Trotzdem muss der Polizist allmählich feststellen, dass er sich auf den Verbrecher an seiner Seite mehr verlassen kann als auf die eigenen Kollegen.



ÜBER DIE PRODUKTION






FRENCH CONNECTION



Für SHOOTOUT – KEINE GNADE taten sich zwei Ikonen des Actionkinos zum ersten Mal zusammen: Walter Hill, Regie-Altmeister, drehte mit Sylvester Stallone, Superstar.

Den Anstoß dazu gab Stallone, der Walter Hill das Projekt vorschlug: „Ich wollte immer schon ein Buddy-Movie mit Walter Hill machen, denn er ist derjenige, der dieses Genre am besten beherrscht. In SHOOTOUT – KEINE GNADE sind die Helden vorerst natürlich keine Buddies, im Gegenteil, sie stehen auf verschiedenen Seiten des Gesetzes. Trotzdem werden beide vom selben Feind bedroht, und nur um gegen den eine Chance zu haben, lassen sie sich zu einer Zusammenarbeit herab. Daraus allerdings entwickelt sich dann eine ziemlich interessante Beziehung.“

Walter Hill ergänzt: „Ich kenne Sly schon ewig, ich bin einer seiner großen Fans. Wir haben oft darüber gesprochen, gemeinsam einen Film zu drehen, aber es hat bisher nie geklappt. Jetzt hatten wir endlich die perfekte Gelegenheit dazu.“

Die Vorlage von SHOOTOUT – KEINE GNADE ist der Comic „Du plomb dans la tête“, der zwar aus Frankreich stammt, aber dennoch deutlich vom amerikanischen Kino beeinflusst ist. Der Autor Alexis Nolent publiziert unter dem Künstlernamen Matz und bestätigt dies: „Ich bin ein großer Liebhaber des Buddy-Movies, obwohl das ja eine rein amerikanische Spezialität ist. Für meine Graphic Novel hatte ich mit ein paar ähnlichen Ideen herumgespielt und dachte mir schließlich, dass es die Sache dramatischer machen würde, wenn ich einen Killer mit einem Cop zusammenspanne. Ihre Freundschaft müsste dann über dem Gesetz stehen, über ihren Prinzipien und über ihrer Moral. Ich habe den Cop etwas spießiger gestaltet als den Auftragsmörder, der imstande ist, unkonventionell zu denken, aber die Grundidee folgt natürlich dem klassischen Muster: Zwei Figuren, die auf den ersten Blick völlig gegensätzlich erscheinen, haben am Ende mehr gemeinsam, als sie sich das je hätten vorstellen können.“

Die Produzentin Alexandra Milchan entwickelte das Projekt zusammen mit den Produzenten Alfred Gough und Miles Millar. Sie kennt und schätzt die Arbeiten von Matz: „Sein Comic 'Du plomb dans la tête' hat mir großen Spaß gemacht, und Colin Wilsons Illustrationen dazu fand ich extrem beeindruckend. Das Ganze wirkte wie eine Hommage ans Hollywood-Kino, es war sofort klar, dass man das gut verfilmen könnte.“

Alexandra Milchan gab dem Drehbuchautoren Alessandro Camon den Comic zu lesen, und der war nach der Lektüre begeistert: „Das war ein richtiges Genrestück, man sah praktisch den Film vor sich. Die Grundidee war verlockend, denn sie ging von einer Art Anti-Buddy-Movie aus: Die beiden Figuren, die zusammen eine Mission erfüllen müssen, haben nicht nur gegensätzliche Charaktere, sondern sie wollen sich eigentlich auch gegenseitig erschießen. So etwas fördert sowohl die Spannung als auch das komödiantische Potenzial eines Films, und nicht zuletzt werden die Figuren gezwungen, weitreichende Entscheidungen zu treffen: Folgen sie ihrer Loyalität oder ihrer Pflicht, halten sie sich an ihr Gefühl oder an das, was sie gelernt haben?“

Sung Kang, der bei diesem Duo den Mann auf der richtigen Seite des Gesetzes spielte, stellt fest: „Die beiden verhalten sich wie Öl und Wasser. Diese beiden Stoffe kann man auch niemals mischen, sie trennen sich sofort wieder.“

Hill fügt hinzu: „Natürlich wollen wir, dass die Figuren und die Geschichte ernst genommen werden. Trotzdem ist etwas Humor bei einem solchen Film nicht verkehrt, man muss nur die richtige Balance finden. Man darf weder in Klamauk noch in Verbissenheit abrutschen, denn der Unterhaltungswert kommt mit der Ausgewogenheit. Aber Sly kennt das Problem, er kann Ernst und Witz perfekt dosieren.“

Die Besetzung der Hauptrolle wurde interessanterweise vom Cover der Vorlage inspiriert: „James Bonomo, oder Jimmy Bobo, wie er allgemein genannt wird, sieht in dem Comic erstaunlich ähnlich aus wie Sylvester“, erinnert sich Alexandra Milchan. „Irgendwann merkten wir plötzlich, dass die Antwort auf die Frage, wer Jimmy spielen solle, direkt vor uns lag. Ich war einverstanden, denn ich bewundere Sly seit Jahren. Als wir ihn dann trafen, war er nicht nur von der Rolle äußerst angetan, er bemühte sich auch organisatorisch um das Projekt. Er stieg zusammen mit seinem Firmenpartner Kevin King-Templeton in die Produktion ein und wir freuten uns über die Beteiligung.“

Produzent King-Templeton sagt dazu: „Sobald ich das Drehbuch zu SHOOTOUT – KEINE GNADE las, dachte ich mir, das wäre ein Projekt nach Slys Geschmack. Wir hatten gerade die EXPENDABLES gemacht, ein Ensemble-Stück mit vielen Menschen an vielen Orten. SHOOTOUT – KEINE GNADE konzentrierte sich auf weniger Figuren, ich fand, da könne Sly sich richtig austoben.“

In SHOOTOUT – KEINE GNADE finden sich diverse Stunt-Sequenzen, bei denen Stallone, Kang und ihr Kollege Jason Momoa ihr sportliches Können zeigen können. Der Höhepunkt ist eine wirklich atemberaubende Kampfszene, bei der Stallone und Momoa ein Duell mit zwei Äxten austragen.

Stallone und Hill, die beiden Veteranen, trafen bei SHOOTOUT – KEINE GNADE noch auf einen anderen alten Kampfgefährten: Auf den Produzenten Joel Silver, Vorstand von Dark Castle Entertainment, der bei diesem Film als Executive Producer einstieg. Silver hatte in den Neunzigern Jahren für Stallone schon DEMOLITION MAN und ASSASSINS – DIE KILLER produziert, und auch mit Hill hatte er an etlichen Projekten gearbeitet, darunter an Hills Klassiker NUR 48 STUNDEN. Silver kommentiert: „Es war toll, wieder mit Sly und Walter zu arbeiten, und dann noch mit beiden gleichzeitig. Walter gehört zu den wenigen Regisseuren, die wissen, was sie wollen. Er hat alles durchdacht und kommt mit einem Konzept ans Set, das ist ein Glücksfall für jeden Produzenten. Und dass es mir Spaß macht, mit einem Star wie Sly zu arbeiten, versteht sich von selbst.“

„Ich bin lang genug im Filmgeschäft um zu wissen, dass Joel Silver ein echtes Original ist“, versichert Stallone. „Er ist kreativ und tatkräftig. Silver in der Produktion und Hill als Regisseur – ich war zweifellos in guten Händen!“


KILLER CAST






SHOOTOUT – KEINE GNADE beginnt mit einem Mordauftrag. In New Orleans sollen die Killer Jimmy (Sylvester Stallone) und Louis (Jon Seda) einen Mann namens Hank Greely (Holt McCallany) umlegen. Sie wissen nicht, dass Greely früher in Washington D.C. ein Cop war, der wegen illegaler Machenschaften gefeuert wurde. Sie wissen auch nicht, warum sie ihn jetzt erschießen sollen, aber in ihrem Geschäft ist es nicht üblich, irgendwelche Fragen zu stellen.

Stallone hat kein Problem mit dem Beruf seiner Figur Jimmy Bobo: „Der Mann ist zufrieden. Er arbeitet nach seinen eigenen Regeln, und die sind ziemlich einfach: Er glaubt, dass er zum Allgemeinwohl beiträgt, indem er den Müll unserer Gesellschaft entsorgt. Er tötet nur Menschen, bei denen er überzeugt ist, dass sie es verdienen.“

Walter Hill stimmt ein: „Sly ist ein grandioser Schauspieler. Er hat ausdrucksstarke Augen, er hat eine Stimme, die man sofort erkennt, er hat einen Körper, dem man die Kraft ansieht. Aber die Hauptsache ist für mich sein großes Herz. Und dieses Herz spürt auch jeder Zuschauer, egal, was Sly für eine Rolle spielt. Das ist seine größte Gabe.“

Sobald der Job an Greely erledigt ist, gehen Jimmy und Louis in eine nahegelegene Bar, in der sie ihre Bezahlung erhalten sollen. Aber statt des Geldes erwartet sie dort eine Falle, die Louis das Leben kostet. Zudem taucht jetzt aus Washington der Kriminalbeamte Taylor Kwon (Sung Kang) auf, der den Mord an Greely untersuchen will, denn Greely war früher einmal sein Partner. Kwon hört, dass Louis kurz nach Greely starb und stellt eine Verbindung zwischen den beiden Morden her. Aber ihm sind die Hände gebunden, denn er hat keine Rechtsbefugnis in New Orleans und die örtliche Polizei ist unkooperativ. Also wendet er sich an den Partner des toten Killers, an Jimmy Bobo.

Sung Kang in der Rolle des Polizisten Taylor Kwon versteht diese Handlungsweise: „Meine Figur ahnt, dass diese beiden Morde zusammenhängen. Ihn interessieren weniger die Killer, die den Mord an seinem Ex-Partner ausführten, sondern vielmehr deren Auftraggeber. Also erklärt er sich bereit, gemeinsam mit Jimmy nach ihnen zu suchen, obwohl er weiß, dass Jimmy selbst ein Verbrecher ist und er ihn eines Tages zur Rechenschaft ziehen muss.“

Taylor ist bereit, für einen übergeordneten Zweck sein Rechtsverständnis zu vernachlässigen, aber auch Stallone muss feststellen: „Jimmy erlebt etwas, dass ihm noch nie begegnet ist. Er wird von Gangstern betrogen und muss sich auf einen Polizisten verlassen, der ihn irgendwann verhaften will. Das ist keine besonders beruhigende Perspektive.“

Kang fügt hinzu: „Die beiden haben einen anderen ethnischen Hintergrund, eine unterschiedliche Moral, und sie kommen aus verschiedenen Generationen. Jimmy Bobo entstammt einer Zeit, in der niemand politisch korrekt war, also sagt er ohne Rücksicht, was er denkt.“ King-Templeton ergänzt: „Man wird kaum zwei gegensätzlichere Charaktere finden. Jimmy ist grob und trampelt herum wie ein Elefant im Porzellanladen. Bei all seiner Härte aber ist er von Grund auf loyal. Taylor Kwon hingegen benimmt sich zurückhaltend. Er war bisher ein Cop, der nie eine Regel verletzt hat. Jetzt allerdings lernt er, der Mentalität des Killers etwas abzugewinnen. Mit der Zeit eignet er sich sogar ein paar von Jimmys Unterwelt-Methoden an.“ Was die Konflikte weiter verstärkt, ist die altmodische Haltung von Jimmy Bobo. „Er weiß nicht, wie man ein Smartphone bedient“, grinst Stallone, „also hält Taylor ihn für einen kompletten Trottel.“

Kang war begeistert, dass er mit Stallone und mit Walter Hill an einem Projekt arbeiten konnte: „Ich bin mit Sylvester-Stallone-Filmen aufgewachsen. Als mein Vater mich zum ersten Mal mit ins Kino nahm, schauten wir ROCKY an. Seit ich Schauspieler bin, wünsche ich mir, einmal mit Stallone zu drehen, bevor ich sterbe. Und dann kam Walter Hill noch dazu, ein Regisseur, der von Anfang an ein offenes Ohr für die Meinung seiner Schauspieler hatte. Er gab mir immer das Gefühl, mein Verbündeter zu sein. Dementsprechend glücklich war ich über dieses Projekt.“

„Alle Schauspieler haben Walter Hill verehrt“, sagt King-Templeton. „Er war immer gut vorbereitet, er wusste genau, was er wollte, und er glaubte daran, dass seine Schauspieler ihm das auch liefern konnten.“

Anfangs ist Jimmy nicht angetan von dem Gedanken, sich mit einem Cop zu verbünden, was bei seinem Beruf wenig verwunderlich erscheint. Zum Glück überlegt er es sich anders, denn dadurch kommt er noch rechtzeitig, um Taylor aus einem Hinterhalt zu retten. So merkt Jimmy, dass es Leute gibt, denen es gar nicht gefällt, dass der Polizist in ihren Angelegenheiten herumschnüffelt.

Trotz Jimmys Eingreifen wurde Taylor verletzt. Jimmy kann ihn nicht in ein Krankenhaus bringen, ohne dass die Ärzte seine Schusswunde bei der Polizei melden. Also fährt er Taylor zur einzigen Person, der er rückhaltlos traut: Zu seiner Tochter Lisa, die immerhin ein Semester Tiermedizin studiert hat.

Dieses Mädchen, eine unabhängige, dem Vater nicht immer gewogene Tätowiererin, wird von Sarah Shahi verkörpert: „Lisa hat keine Mutter, Jimmy ist alles, was es für sie an Familie gibt. Aber Jimmy hat Lisa nie an sein Leben herangelassen. Er hat sie finanziell unterstützt, aber er war nicht als Vater für sie da. Wahrscheinlich wollte er sie damit bloß schützen, aber bei Lisa hat das Spuren hinterlassen. Sie liebt ihn, aber sie war auch schon oft genug unglücklich wegen ihm. Ich musste eine Balance zwischen diesen Gefühlen finden, einen Mittelweg zwischen Liebe und Groll.“

Was Stallone selbst anging, brauchte Sarah Shahi keinen Mittelweg: „Ich liebe ihn. Ich musste mich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit zwicken, um sicherzugehen, dass ich nicht träume. Er ist einfach fantastisch.“

Die Schauspielerin erzählt, dass sie für diese Rolle ordentlich kämpfen musste: „Ich glaube, Stallone hatte an eine Frau gedacht, die wesentlich wilder aussieht als ich. Lisa ist ziemlich rauh und ruppig. Es war nicht einfach, zu zeigen, dass ich entsprechend düstere Seiten hervorbringen kann. Aber letztlich war es genau das, was mir am besten gefallen hat.“

Sobald Jimmy und Taylor die Verschwörung hinter dem Tod von Louis und Greely untersuchen, machen sie sich ein paar gefährliche Feinde. Der schlimmste unter ihnen ist der Auftragskiller Keegan. Die Rolle dieses „Hais“ übernahm Jason Momoa: „Keegan war früher beim Militär, jetzt ist er ein Söldner. Aber er arbeitet nicht bloß wegen des Geldes, sondern es gefällt ihm, was er tut. Möglicherweise gefällt es ihm sogar etwas zu gut.“ Momoa gibt zu, dass er die Rolle hauptsächlich deshalb annahm, um mit Stallone zu arbeiten: „Ich bewundere ihn außerordentlich. Es ist mir eine große Ehre, ihn jetzt persönlich zu kennen. Der Mann hat keinerlei Allüren, er hat mich mit seiner Bodenständigkeit wirklich erstaunt.“

Momoas Figur Keegan allerdings hegt andere Gefühle für Jimmy Bobo: „Jimmy ist der Einzige, mit dem Keegan nicht auf Anhieb fertig wurde. Das macht ihn verrückt. Er wurde zwar sowieso angeheuert, um Jimmy zu töten, aber jetzt wird daraus eine persönliche Angelegenheit. Er denkt nur noch daran, Jimmy umzulegen, genauso wie Jimmy nur an seine Rache an Keegan denkt. Die beiden haben eine echte Vendetta gegeneinander laufen.“

Ein anderes Mitglied der Verschwörung gegen Jimmy und Taylor ist der Anwalt Marcus Baptiste, gespielt von Christian Slater: „Baptiste steckt bis über beide Ohren im Dreck. Wahrscheinlich ist er durch eine Verkettung dummer Zufälle in schlechte Gesellschaft geraten, oder vielleicht war er auch einfach zu gierig, jedenfalls arbeitet er mit Männern zusammen, die nicht gerade grundehrlich sind. Ich glaube nicht, dass er das so geplant hat, aber er ist in ihre Welt hineingerutscht, und jetzt ist er ein Teil davon – und auch von den unschönen Dingen, die das mit sich bringt.“

In der obersten Riege der Bösen steht Robert Nkomo Morel, ein lokaler Immobilienhai, der so reich wie skrupellos ist. Die Rolle hat Adewale Akinnuoye-Agbaje übernommen: „Dieser Morel ist ein aalglatter Geschäftsmann, der hinter seinem konservativem Äußeren eine unbändige kriminelle Energie verbirgt. Er ist ein Immigrant der wohlhabenden Sorte, er hat sich sein Vermögen mit Korruption und dubiosen wirtschaftlichen Transaktionen in Afrika besorgt. Der einzige echte Preis, den er dafür zahlen musste, war eine Verletzung, die ihn zum Krüppel gemacht hat: er geht auf Lebzeit an Krücken. Ungeachtet dessen ist er eine einflussreiche Person, auf seiner Lohnliste stehen sowohl Politiker wie auch das New Orleans Police Department. Morel würde vor nichts haltmachen, um seinen Willen durchzusetzen. Sobald also Jimmy und Taylor seine Pläne durchkreuzen, spielt er seine ganze Macht aus, um sie zur Strecke zu bringen.“

Jon Seda und Holt McCallany spielen die beiden Männer Louis Blanchard und Hank Greely, die gleich am Anfang sterben müssen um die Geschichte in Gang zu bringen. In einer weiteren Rolle sieht man Brian Van Holt als Zwischenhändler Ronnie Earl, der Jimmy und Louis den Mordauftrag übermittelt, wohl wissend, dass sie hereingelegt werden sollen. Weronika Rasati ist die Prostituierte, die sich leider im falschen Hotelzimmer aufhält, Dane Rhode ist der Polizeichef Lt. Lebreton, und Marcus Lyle Browne spielt den korrupten afroamerikanischen Polizisten Towne.



VOR ORT IM BIG EASY






SHOOTOUT – KEINE GNADE wurde komplett in Louisiana gefilmt, in und um New Orleans. Es war das dritte Mal, dass Walter Hill dort einen Film drehte, denn: „New Orleans ist eine wunderbare Stadt. Nirgends macht es mehr Spaß, einen Film zu inszenieren. Alles hier hat ein eigenes Flair – die Atmosphäre, die Architektur, die Geschichte, sogar das Wetter. New Orleans ist keine typische Großstadt, aber nirgendwo anders findet man eine Stadt wie New Orleans. Sie ist einzigartig amerikanisch.“

Es kam Walter Hill sehr gelegen, dass er die Umgebung bereits von früheren Filmen kannte, denn er schätzt den schnellen Wechsel von einem Drehort zum anderen: „Ich glaube, man merkt es einem Film an, wie er entsteht. Wenn man relativ flott von Szene zu Szene wechseln kann, wirkt er viel impulsiver. Was dazu natürlich beitrug war mein Team, das den Überblick nie verlor – obwohl ich meine Sprache manchmal dem Tempo anpasse und in schwer verständlichen Kürzeln rede.“

Hill arbeitete, wie immer, mit dem Kameramann Lloyd Ahern, auch der Szenenbildner Toby Corbett, der Cutter Tim Alverson und die Kostümbildnerin Ha Nguyen sind alte Bekannte. Szenenbildner Corbett hat ebenfalls schon öfters in New Orleans gearbeitet. Wie Walter Hill schätzt er die Stadt: „Das Interessante hier sind Straßenstruktur, Architektur und Farben, solche Details geben dem Film sein besonderes Aussehen. Unsere Helden sollten in einer schwülen, verkommenen Welt agieren, und dieses Gefühl kann New Orleans allemal liefern.“ King-Templeton stimmt zu: „New Orleans hat eine sinnliche, sexy Atmosphäre. Das passte genau zu unserem Film. Die Stadt war der perfekte Hintergrund.“

Da jeder Stadtteil von New Orleans anders aussieht, gab es genug Auswahlmöglichkeiten für die Locations. Alexandra Milchan erinnert sich: „An diesem Ort ist alles machbar. Man kann aus den Sümpfen nach Central City wechseln und von dort ins farbenprächtige French Quarter. In wieder anderen Teilen von New Orleans sieht man die lang zurückreichende Geschichte - dort hat man das Gefühl, man sei in ein anderes Jahrhundert geraten.“ Corbett fügt hinzu: „Wir wollten natürlich ins French Quarter, aber das Problem dort ist, Orte zu finden, die nicht komplett von Touristen besetzt sind. Wir blieben dann an der Peripherie, da hatten wir Ruhe und man spürt trotzdem den Spirit des Viertels.“

Einer der schönsten Drehorte war das Holzhaus von Jimmy Bobo. Das Haus war Jimmys Versteck, es musste also entsprechend abgelegen aussehen, denn Jimmy brauchte niemanden, der ihm nachschnüffelt. Es wurde auf Scout Island gebaut, da wirkte es, als sei es umgeben von Sümpfen, aber Scout Island liegt in Wahrheit mitten im Stadtpark von New Orleans. In dem Haus gab es einen eingebauten Fluchtweg: eine Falltür, die direkt ins Wasser des Sumpfes führt. Man konnte bei Bedarf mit einem Kopfsprung selbst verschwinden - oder schnell mal eine Leiche verschwinden lassen.

An einem Punkt der Geschichte soll dieses Haus in die Luft gejagt werden. Das Problem für die Produktion lag nun darin, dass weder die umstehenden Bäume noch ihre Blätter beschädigt werden durften. Der Park liegt im Zentrum der Stadt, er hat sich immer noch nicht von den Schäden des Hurrikans Katrina erholt. Die Behörden blieben eisern, nichts durfte die Genesung des Parks gefährden. Schließlich gab die Produktion die geplante Explosion dort auf, stattdessen wurde die Szene in der Postproduktion durch Spezialeffekte hergestellt.

Andere Drehorte in und um New Orleans waren: der Garden District, der aus Herrschaftshäusern mit großzügigen Rasenflächen drum herum besteht; das Künstlerviertel Marigny; der Warehouse District mit seinen Museen, Galerien und Lofts; Central City, wo zusammengewürfelte Häuser aller Preisklassen stehen; und schließlich Riverfront, wegen der Fähren, die von dort aus den Mississippi überqueren.

SHOOTOUT – KEINE GNADE erreicht seinen Höhepunkt in einem riesigen leerstehenden Kraftwerk. Das war für Walter Hill ein besonderes Erlebnis, denn genau dort hatte er vor sehr vielen Jahren schon einmal gedreht. Corbett erinnert sich: „Unser Showdown war in dem alten Kraftwerk an der Market Street. Hier hatte Walter Hill seinen allerersten Film gemacht. Das ist über 30 Jahre her, es war HARD TIMES (1975).“

Zum Ort selbst fügt Corbett hinzu: „Das Kraftwerk ist ein eindrucksvolles Bauwerk, es ist ein Relikt vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Es ist verlassen und längst außer Betrieb, aber zum Glück wurde es nie abgerissen. Nach außen hat es hohe Kirchenfenster, innen drin stehen immer noch gewaltige Maschinen. An den Wänden entlang ziehen sich Stahlgerüste, die wir sofort mit in unsere Bilder einplanten. Sie sehen dadurch der Vorlage im Comic auf einmal viel ähnlicher.“


...UND ACTION!






In diesem Kraftwerk wurde Jimmys Entscheidungskampf mit Keegan inszeniert. Zwei Stunt-Koordinatoren arbeiteten mit den Schauspielern an den Kampfsequenzen – J.J. Perry, der zusätzlich noch beim Second Unit Regie führte, und Noon Orsati. Sie probten jeden Faustkampf, jede Schießerei, und vor allem das abschließende Duell mit zwei riesigen alten Äxten. Jimmy und Keegan, die Killer, aber auch Taylor, der Cop, mussten von Berufs wegen wie Experten mit Schusswaffen umgehen. Dafür trainierten Perri und Orsati die Schauspieler in einer Technik namens „Gun-Jitsu“. „Das ist eine Mischung aus Schießen und Jiu-Jitsu“, erklärt Orsati. „Dadurch sehen die Bewegungen flüssiger aus, und die Männer wirken, als reagieren sie instinktiv.“

Perry erläutert weiter: „Wir wollten gern jeder Figur ihren eigenen Stil geben. Jimmy etwa ist ein Schläger alter Schule, Keegan war beim Militär, also agiert er taktischer. Sly hatte keine Einwände gegen unsere Ideen, er ist einfach ein Profi.“ Orsati ergänzt, dass auch Jason Momoa und Sung Kang hervorragend mitgearbeitet hätten: „Sung lieferte jeden einzelnen Schlag zielgenau ab, und Jason war sowieso einfach immer bei unserem Team dabei. Er verwandelte sich fast in einen von unseren Stunt-Männern. Er hat eine Begabung für Stunts und war zu jeder Schandtat bereit, um seine Aufgaben richtig und sicher zu erfüllen. Egal was man von ihm verlangte, er stellte sich jeder Herausforderung.“

„Es hat der Stunt-Crew ungeheuer Spaß gemacht, für Walter Hill einen Actionfilm zu machen“ versichert J.J. Perry. „Ich persönlich wollte schon immer gern mit ihm drehen, denn Hill gehört zu meinen Helden. Regisseuren wie ihm ist es zu verdanken, dass die Action-Welle in den 1980ern nicht verebbte. Ich kann meinen Beruf bis heute ausüben, weil Regisseure wie Hill nie aufgehört haben, ihre Filme durchzusetzen. Im Grunde steht jeder einzelne Stuntman in seiner Schuld.“

Walter Hill sagt dazu: „Es freut mich, dass ich als Action-Regisseur gelte. Das Genre hat natürlich seine Regeln, und nach den vielen Jahren, die es schon durchs Kino geistert, kennt das Publikum die Strukturen allmählich. Deshalb müssen wir Regisseure manchmal aufpassen, dass wir uns nicht allzu sehr wiederholen. Aber ich hoffe, wir haben weiterhin die ein oder andere neue Idee, um unsere Filme frisch und ungewöhnlich zu gestalten, damit das Publikum sich amüsieren kann – und wir selber uns auch.“



DIE BESETZUNG






SYLVESTER STALLONE (James Bonomo alias Jimmy Bobo)

SYLVESTER STALLONE wurde 1976 weltweit zur Legende: Er schrieb als relativ unbekannter Schauspieler ein Drehbuch namens ROCKY, übernahm die Rolle der Hauptfigur Rocky Balboa, John Avildsen führte Regie, und der Film wurde nicht nur ein bahnbrechender Erfolg sondern auch für zehn Oscars nominiert. Drei davon sahnte er ab, darunter den als Bester Film.

ROCKY wurde zu einem kulturellen Phänomen, das vier Dekaden überspannte und inzwischen in insgesamt sechs Fortsetzungen vorliegt. Stallone schrieb, spielte und inszenierte ROCKY II, III (DAS AUGE DES TIGERS) und IV (DER KAMPF DES JAHRHUNDERTS), für ROCKY V war er nur Autor und Hauptdarsteller. 2006 erzählte er schließlich das Ende der ROCKY-Saga, wieder übernahm er Hauptrolle und Regie und verhalf ROCKY BALBOA, dem sechsten Teil der Legende, zu einem letzten Höhenflug bei der Kritik und an den Kinokassen. Im selben Jahr widmete der Bürgermeister Philadelphias Rocky Balboa eine Bronze-Statue, um für immer an eine der großen Kultszenen der Filmgeschichte zu erinnern: Die Statue steht am Fuß der breiten Treppe zum Philadelphia Art Museum, deren Stufen durch ROCKY so berühmt wurden, dass man inzwischen von den „Rocky Steps“ spricht.

Schon 1982 übernahm Sylvester Stallone eine weitere Figur, die aus dem Kino nicht mehr wegzudenken ist: John Rambo, den Vietnamveteranen. Der Siegeszug begann mit dem Film RAMBO, auch hier war Stallone wieder sowohl Drehbuchautor wie Hauptdarsteller, es folgten in dieser Konstellation erst RAMBO II – DER AUFTRAG und dann RAMBO III. 2008 entstand als letzter Film der Reihe JOHN RAMBO, bei dem Stallone wieder selbst Regie führte, um die Feldzüge des vernarbten Kämpfers nach all den Jahren zu beenden.

Vor kurzem brachte Stallone ein anderes ehrgeiziges Projekt auf die Leinwand: Er schrieb und inszenierte den Action-Thriller THE EXPENDABLES, in dem er eine ganze Riege von Kult-Stars versammelte – nämlich Arnold Schwarzenegger, Bruce Willis, Jason Statham, Mickey Rourke, Jet Li und Dolph Lundgren. Der Film startete im August 2010 und errang sofort landesweit die besten Einspielergebnisse. Damit ist Stallone der einzige Schauspieler, der in fünf aufeinander folgenden Dekaden einen Film am Startwochenende auf Platz eins befördern konnte. Dieser Erfolg sollte natürlich weiter geführt werden, also schrieb Stallone 2012 die Fortsetzung THE EXPENDABLES II, fügte der Besetzung Jean-Claude Van Damme hinzu, übergab aber die Regie an Simon West.

Zukünftige Filme von Sylvester Stallone sind THE TOMB, in dem auch sein Kollege Arnold Schwarzenegger mitspielt, danach GRUDGE MATCH mit Robert De Niro unter der Regie von Peter Segal, und Gary Fleders HOMEFRONT mit Jason Statham und James Franco.

Im vergangenen Herbst kam ROCKY in Hamburg als Musical heraus. Stage Entertainment produzierte die ungewöhnliche Version, die selbstverständlich auf Stallones Geschichte beruht und Publikum wie Kritik gut unterhielt.

Sylvester Stallones eigene Geschichte begann in New York, aber als er die Schule beendete, lebte er bereits in einem Vorort von Philadelphia. Stallone war ein Star auf dem Football-Feld, deshalb nahm er nach Ende der Schulzeit das Angebot an, für zwei Jahre nach Genf zu ziehen um dort am American College Football zu unterrichten. Zurück in den USA immatrikulierte er sich für Theaterwissenschaften an der University of Miami und begann zu schreiben. Noch vor dem Abschluss wechselte er jedoch wieder zurück nach New York, denn inzwischen wollte er Schauspieler werden. Da er auf diesem Gebiet so leicht keine Jobs fand, wandte er sich mehr und mehr dem Drehbuch zu – er schrieb ein Script nach dem anderen, während er darauf wartete, dass aus kleinen Schauspieljobs größere wurden. Eine erste Gelegenheit zum Ruhm kam 1974 mit einer Rolle in BROOKLYN BLUES – DAS GESETZ DER GOSSE. In diesem Film hatte er im Abspann auch seinen ersten Titel als Autor: er war verantwortlich für den „zusätzlichen Dialog“.

Mit der Gage aus diesem Film ging Stallone nach Hollywood, wo er mit ein paar kleinen Rollen bei Film und Fernsehen unterkam. Er gab währenddessen das Schreiben nie auf, und so entstand – handschriftlich! – das Drehbuch zu ROCKY. Verschiedene Produzenten wollten das Script über den Boxer kaufen, aber alle planten, die Hauptrolle mit einem Star zu besetzen. Obwohl Stallone allmählich pleite war, ließ er sich darauf nicht ein. Sein Plan war, diese Rolle selbst zu übernehmen, und am Ende wurde sein Durchhaltevermögen belohnt. Er fand einen Produzenten, der an ihn glaubte, der Film wurde nach Stallones Vorstellungen gedreht und gewann 1977 drei Oscars®. Stallone selbst wurde nominiert für einen Oscar®, einen Golden Globe®, einen BAFTA® Award und für den Preis der Writers Guild of America, und zwar sowohl in der Kategorie Bester Schauspieler wie in der Kategorie Bestes Drehbuch.

Neben den Rocky-, Rambo- und Expendables-Filmen schrieb Sylvester Stallone seit 1978 Actionreißer wie F.I.S.T. - EIN MANN GEHT SEINEN WEG, VORHOF ZUM PARADIES, DIE CITY-COBRA, OVER THE TOP, CLIFFHANGER – NUR DIE STARKEN ÜBERLEBEN oder DRIVEN, einen Film, den er auch produzierte. Die Hauptrollen übernahm er regelmäßig selbst.

Als Schauspieler holte er sich 1997 zudem besonderes Kritikerlob mit dem Thriller COPLAND. Die restliche Liste der Filme, in denen er seine Leinwandpräsenz bewies, enthält unter anderem FRANKENSTEINS TODESRENNEN, NACHTFALKEN, STAYING ALIVE, TANGO & CASH, DEMOLITION MAN, ASSASSINS – DIE KILLER, GET CARTER – DIE WAHRHEIT TUT WEH oder AVENGING ANGELO.

Ab 2006 hat Sylvester Stallone für den Sender NBC 21 Episoden der Serie „The Contender“ produziert.

Noch vor dem Start von THE EXPENDABLES erhielt Stallone 2010 den GUYcon Award bei der Spike TV Guy's Choice Preisverleihung. Überreicht wurde ihm der Preis vom damaligen kalifornischen Gouverneur: dem Kollegen Arnold Schwarzenegger. Das Los Angeles Filmfestival stiftete ihm einen Lifetime Achievement Award, die Key Art Preisverleihung einen Visionary Award, und auf der Comic-Con 2010 wurde er in die IGN Action Hero Hall of Fame aufgenommen.

Aber Stallone wird nicht nur in Amerika für seine Beiträge zum Action-Genre geschätzt. 2002 wurde er Action Star des Milleniums; 2004 bekam er in Deutschland die goldene Kamera der HÖRZU als Bester Internationaler Schauspieler; 2008 erhielt er auf dem Zürich Film Festival die 'Golden Icon' für seine Lebenswerk; 2009 wurde er in Venedig mit dem Glory to the Filmmaker Award geehrt; und 2012 überreichte ihm der Bürgermeister von Rom auf dem dortigen Festival den Lupa Capitoline.

Neben dem Filmgeschäft ist Sylvester Stallone noch im Restaurantbusiness: Er hat gemeinsam mit Kollegen wie Bruce Willis, Jackie Chan oder Arnold Schwarzenegger die Kette 'Planet Hollywood' gegründet, die inzwischen auch Entertainment anbietet, etwa ein Casino in Las Vegas.


SUNG KANG (Taylor Kwon)

SUNG KANG stammt aus Gainesville, Georgia. Nach der Schule ging er nach Los Angeles, um dort mit der experimentellen Theatergruppe F.A.T.E. (Friends Artist Theater Ensemble) zu arbeiten, was später zu einer ersten Rolle im Fernsehen führte.

Im Kino ist Sung Kang erst durch die verschiedenen Teile der FAST & FURIOUS- Serie weiträumig bekannt geworden. Kürzlich sah man ihn zusammen mit Vin Diesel in FAST & FURIOUS FIVE. Regie führte dabei Justin Lin, den Sung Kang bereits kannte. Er lernte Lin bei BETTER LUCK TOMORROW kennen, einem Spielfilm, der 2002 in Sundance Premiere hatte und dort auch für den Großen Preis der Jury nominiert war. Anschließend arbeitete er mit Lin bei THE FAST & THE FURIOUS: TOKYO DRIFT, bei FAST & FURIOUS – NEUES MODELL, und bei FINISHING THE GAME: THE SEARCH FOR A NEW BRUCE LEE. Auch beim nächsten FAST & FURIOUS 6 werden Lin und Kang wieder gemeinsam drehen.

2007 war Kang in Len Wisemans Blockbuster STIRB LANGSAM 4.0 dabei, danach in Philip G. Atwells WAR und 2010 in James McTeigues NINJA ASSASSIN. Frühe Nebenrollen hatte er in Denzel Washingtons ANTWONE FISHER oder Michael Bays PEARL HARBOR.

2005 drehte er mit Michael Kang zwei Independents, die Filme 4 WEDDING PLANNERS und DAS MOTEL. Letzterer wurde für die Premiere zum Sundance Film Festival eingeladen. Beim Los Angeles Film Festival wiederum war Kang 2006 mit dem Film UNDOING, für den er als Schauspieler und außerdem als Produzent tätig war.

Im Fernsehen hat man Sung Kang bei Gastauftritten in vielen Serien gesehen: In „Monk“, „CSI“, „Without a Trace – Spurlos verschwunden“, „Cold Case“, „The Shield – Gesetz der Gewalt“, „New York Cops – NYPD Blue“, „Girlfriends“ oder in „Martial Law – Der Karate Cop“.

SARAH SHAHI (Lisa Bonomo)

SARAH SHAHI gehört zu den bekannten Seriendarstellerinnen der USA: Aktuell ist sie Mitglied der Besetzung von „Chicago Fire“, einer NBC-Serie über die Feuerwehr in Chicago. In der Serie „Fairly Legal“ des USA-Networks spielte sie während der Jahre 2011 und 2012 die Hauptrolle der Kate Reed, eine Anwaltstochter, die mit dem Tod ihres Vaters fertigwerden muss. Zuvor verkörperte sie in der erfolgreichen NBC-Polizeiserie „Life“ 32 Folgen lang die Polizistin Dani Reese, Partnerin der Hauptfigur Charlie Crews. Und von 2005 bis 2009 trat sie in „The L Word – Wenn Frauen Frauen lieben“ als Produktionsassistentin Carmen auf, die sich ihre Nächte als DJane um die Ohren schlägt. „The L Word“ erhielt viel Kritikerlob für das ebenso einfühlsame wie unterhaltsame Porträt von Frauen, deren Leben, Karriere sowie homo- und heterosexueller Romanzen.

Sarah Shahis jüngste Kinofilme waren der Thriller STATIC mit Milo Ventimiglia oder die Komödie DER GANZ NORMALE WAHNSINN – WORKING MUM von Douglas McGrath. Davor drehte sie den Independentfilm THE TROUBLE WITH BLISS zusammen mit Lucy Liu und Michael C. Hall, 2009 spielte sie mit Harrison Ford in Wayne Kramers Immigranten-Thriller CROSSING OVER – DER TRAUM VON AMERIKA.

Aufgewachsen ist Sarah Shahi als Kind eines persischen Vaters und einer mexikanischen Mutter in Texas, wo sie 1997 die Wahl zur „Miss Fort Worth USA“ gewann. Zwei Jahre später war Shahi Mitglied der berühmten Cheerleaders von den Dallas Cowboys, auf deren Kalender-Titel sie im Jahr 2000 abgebildet wurde. Dieser Kalender führte sie auf eine Reise zu den amerikanischen Truppen in Bosnien, Mazedonien, im Kosovo und in Italien. Anschließend brachten die Cheerleaders sie auch noch zum Film: Im selben Jahr war Shahi zum ersten Mal in einer Kinorolle zu sehen – als Cheerleaderin in Robert Altmans Komödie DR. T AND THE WOMEN. Während des Drehs riet ihr der berühmte Regisseur, nach Los Angeles zu ziehen und eine Schauspielkarriere zu beginnen.

Diese startete Shahi dann im Jahr 2001 mit diversen Fernsehrollen, etwa bei „Alias – Die Agentin“ oder „Frasier“ und machte zwischendurch Kinoklamauk wie Todd Phillips Komödie OLD SCHOOL – WIR LASSEN NICHTS ANBRENNEN.


ADEWALE AKINNUOYE-AGABJE (Robert Nkomo Morel)

ADEWALE AKINNUOYE-AGABJE hat soeben die Dreharbeiten zu THOR – THE DARK WORLD an der Seite von Chris Hemsworth und Natalie Portman beendet, George Tillman Jr.'s Film THE INEVITABLE DEFEAT OF MISTER AND PETE, in dem Akinnuoye-Agabje zusammen mit Anthony Mackie und Jennifer Hudson spielt, feierte gerade in Sundance Premiere. Außerdem war er in der britischen Fernsehserie „Hunted“ zusammen mit Stephen Dillane und Melissa George zu sehen.

Adewale Akinnuoye-Agabje wurde als Sohn nigerianischer Einwanderer in London geboren. Er besuchte das renommierte King's College und machte dort einen Abschluss in Jura. Nachdem Regisseur Frank Marshall ihn 1995 für den Film CONGO – WO DER MENSCH ZUR BEDROHTEN ART WIRD gecastet hatte, merkte Akinnuoye-Agabje jedoch, dass sein Interesse mehr bei der Schauspielerei als beim Recht lag. Noch im selben Jahr hatte er eine weitere Filmrolle, in ACE VENTURA – JETZT WIRDS WILD. Relativ schnell folgten Angebote für TV-Filme und Serien, darunter „Deadly Voyage – Treibgut des Todes“, „20 000 Meilen unter dem Meer“ oder „Cracker“.

Seinen ersten TV-Erfolg hatte Akinnuoye-Agabje mit einer Rolle in der HBO-Serie „Oz“. Akinnuoye-Agabje war darin zwischen 1997 und 2000 über 32 Folgen als mörderischer, drogenabhängiger Gefangener Simon Adebisi zu sehen. Für dieses Porträt eines gefährlichen Psychopathen erhielt er zwei Jahre nacheinander eine Nominierung zum NAACP Image Award.

Akinnuoye-Agabjes nächster Kult-Serienauftritt folgte 2005 in dem überaus erfolgreichen ABC-Inseldrama „Lost“. Er gab dort 3 Jahre lang den mysteriösen Mr. Eko und erhielt 2006 zusammen mit seinen Kollegen einen Ensemble-Preis der Screen Actors Guild.

Zusätzlich finden sich etliche Spielfilme unter den Arbeiten von Akinnuoye-Agabje. 1999 drehte er DER LEGIONÄR, 2001 Stephen Sommers DIE MUMIE KEHRT ZURÜCK, 2002 neben Matt Damon DIE BOURNE IDENTITÄT, 2004 den Thriller UNSTOPPABLE, und 2005 Jim Sheridans GET RICH OR DIE TRYIN'. In den letzten zwei Jahren kam der Actiontriller KILLER ELITE mit Robert De Niro, Jason Statham und Clive Owen dazu sowie das Remake von John Carpenters Horror-Schocker THE THING.

Vor kurzem hat Akinnuoye-Agabjes Karriere eine weitere Wendung genommen: Er präsentierte einen selbst inszenierten Film in Robert Redfords angesehenem Screenwriters & Directors Lab in Sundance. Dieser Kurzfilm „Farming“ handelt von einem nigerianischen Jungen, der in einer brutalen Skinhead-Subkultur nach Liebe und Anerkennung sucht. Akinnuoye-Agabje bekam daraufhin eine Annenberg Film Fellowship Förderung.

CHRISTIAN SLATER (Marcus Baptiste)

CHRISTIAN SLATER wird im Jahr 2013 neben SHOOUTOUT – KEINE GNADE in mindestens drei weiteren neuen Filmen zu sehen sein: mit Christopher Walken in THE POWER OF FEW, in dem Sci-Fi-Thriller STRANDED, und in Lars von Triers Drama NYMPHOMANIAC.
Schon 2012 hat der Schauspieler große Aktivität an den Tag gelegt. Man sah ihn u.a. in Charlie Matthaus Action-Komödie FREAKY DEAKY, die Elmore Leonards gleichnamigen Thriller zur Vorlage hat, in dem Western DAWN RIDER, im Horror-Flick PLAYBACK, im Thriller DER ÜBERGANG – RITES OF PASSAGE und seit 2011 beim FOX Network in der Serie „Breaking In“.

Auch in den Jahren davor spielte Christian Slater in diversen TV-Serien, darunter HBOs „Curb Your Enthusiasm“, „The Forgotten – Die Wahrheit stirbt nie“ oder „Das Büro“. In der ABC-Serie „Alias – Die Agentin“ war Slater der Wissenschaftler Neil Caplan, in NBCs „The West Wing - Im Zentrum der Macht“ erschien er als Lieutenant Commander Jack Reese.

Sein Filmdebüt gab Slater 1985 mit ZEIT DER VERGELTUNG, nach diesem Teenager-Drama war er bald in den verschiedensten Genres tätig: In Jean-Jacques Annauds DER NAME DER ROSE, in Francis Ford Coppolas TUCKER – EIN MANN UND SEIN TRAUM, in Michael Lehmanns Kult-Klassiker HEATHERS oder wieder mit Teens unterwegs in REBELLEN AUF SKATEBOARDS. Schon damals drehte er drei bis vier Filme pro Jahr, 1990 etwa entstanden die Billy-the-Kid-Geschichte BLAZE OF GLORY – FLAMMENDER RUHM, das Piratensender-Drama HART AUF SENDUNG und die Horror-Compilation GESCHICHTEN AUS DER SCHATTENWELT. 1991 gab es ROBIN HOOD – KÖNIG DER DIEBE, 1992 STAR TRECK IV – DAS UNENTDECKTE LAND und 1993 schließlich Tony Scotts TRUE ROMANCE. Hier stammte das Drehbuch von Quentin Tarantino, Slaters Partnerin war Patricia Arquette, und der Film sorgte für bleibenden Ruhm bis heute. Ein Jahr später machte Slater mit Neil Jordan INTERVIEW MIT EINEM VAMPIR, tobte 1996 durch John Woos OPERATION – BROKEN ARROW und sicherte sich 1998 erneut die Liebe seiner Fans in Peter Bergs VERY BAD THINGS. Den Politthriller RUFMORD –JENSEITS DER MORAL spielte er an der Seite von Gary Oldman und Joan Allen, in WINDTALKERS tat er sich 2002 noch einmal mit Regisseur John Woo zusammen.

Im Jahr 2006 drehte Christian Slater unter der Regie von Emilio Estevez das Drama BOBBY – SIE ALLE HATTEN EINEN TRAUM, welches den Tag der Ermordung des Senators Robert F. Kennedy rekonstruierte. Die Besetzung bestand aus Anthony Hopkins, Demi Moore, Sharon Stone und William H. Macy, der Film holte für sie alle den Ensemble-Preis der Screen Actors Guild sowie Nominierungen bei den Critics Choice Awards. Im folgenden Jahr traf Christian Slater wieder mit Anthony Hopkins zusammen, sie spielten gemeinsam in dem Film SLIPSTREAM, der auf dem Sundance Festival Premiere feierte.

Christian Slater kommt aus New York, er besuchte dort als Kind die Dalton School und die Professional Children's School, was zu einem Broadway-Debüt mit neun Jahren führte. Er trat neben Dick Van Dyke in dem Stück „The Music Man“ auf und übernahm als nächstes die Hauptrolle in „Oliver“. Seit jenen Tagen ist Slater immer zur Bühne zurückgekehrt: 1998 war er am Broadway mit „Side Man“, danach mit „Macbeth“, „David Copperfield“ oder „Merlin“. Auch der Off-Broadway wurde nicht vernachlässigt, Slater übernahm Rollen in „Landscape of the Body“, „Between Daylight“, „Boonville“ oder „Dry Land“. 2005 war er zusammen mit Jessica Lange wieder am Broadway, sie zeigten Tennessee Williams' „Glasmenagerie“. Slater erhielt dafür den Publikumspreis des 'Lieblingsschauspielers in einem Broadwaystück'.

2006 und 2007 war Slater auch in London am Theater. Im Frühjahr 2006 übernahm er auf dem Edinburgh Festival die Rolle des Randle P. McMurphy in einer Produktion von „Einer flog über das Kuckucksnest“, die er bereits 2004 im Londoner West End über viele Wochen gespielt hatte. Er bekam den Whatsonstage Best Actor Award für diese Performance. 2007, ebenfalls in London, porträtierte er den finsteren Buddy Ackerman in dem Stück „Swimming With Sharks“, Regie führte dabei Wilson Milan.

JON SEDA (Louis Blanchard)

JON SEDA wollte ursprünglich Boxer werden. Nachdem er bei einem New Jersey Golden Gloves Wettbewerb den zweiten Platz belegte, war sein nächstes Ziel die Olympiade 1992. Als ihm jedoch Rowdy Herrington die Rolle eines Straßenboxers in seinem Film FÄUSTE – DU MUSST UM DEIN RECHT KÄMPFEN anbot, hängte Seda die Handschuhe an den Nagel. Seine Karriere im Kino setzte sich fort mit Filmen wie NEW YORK UNDERCOVER COP, CARLITO'S WAY, 12 MONKEYS, ZWIELICHT oder Michael Ciminos THE SUNCHASER – DIE SUCHE NACH DEM HEILIGEN BERG. Sein jüngster Erfolg war Tom Hanks' romantische Komödie LARRY CROWNE.

Nach Auftritten in verschiedenen TV-Serien wurde Jon Seda festes Ensemblemitglied bei „Homicide“, er spielte dort den Detective Paul Falsone von 1997 bis 1999. Dann wechselte er zu „Third Watch – Einsatz am Limit“, und in den folgenden Jahren hatte er ein buntes Spektrum an Rollen in Serien wie „UC: Undercover“, „Oz“, „Kevin Hill“, „Close to Home“, HBOs „Treme“ und „Chicago Fire“. In der preisgekrönten Miniserie über den 2. Weltkrieg, „The Pacific“, spielte er alle 10 Episoden lang den Soldaten John Basilone.
Damit nicht genug, hat Seda häufig Gastauftritte in anderen bekannten Serien, darunter „CSI: Miami“, „Dr. House“, „Burn Notice“ oder „The Closer“.


JASON MOMOA (Keegan)

JASON MOMOA hat man noch bestens in Erinnerung als den wilden Kriegerfürsten Khal Drogo aus der HBO-Serie „Game of Thrones“. Die Fantasy-Geschichte erzählt, frei nach R. R. Martins Fortsetzungsroman „A Song of Ice and Fire“, von Machtkampf und Intrigen in einem fiktiven Königreich. Für seine Rolle als Reiternomade, der sich von einer sesshaften blonden Adligen zähmen lässt, teilte Jason Momoa mit seinen Kollegen im Jahr 2012 eine Nominierung für den Ensemble-Preis der SAG.

Angefangen hat die Karriere des Hawaiianers Momoa 1999 bei der TV-Serie „Baywatch – Die Rettungsschwimmer von Malibu“, und er war auch beim zugehörigen TV-Movie „Baywatch – Hochzeit auf Hawaii“ dabei. In den Jahren 2005 bis 2009 gewann er eine große Fan-Base dank der Hauptrolle als Ronon Dex in der Serie „Stargate Atlantis“. Für das Kino drehte Momoa 2011 unter der Regie von Marcus Nispel den Film CONAN, er war darin der titelgebende Held. Bei der CinemaCon im Jahr 2011 wurde Jason Momoa von der Vereinigung der US-Kinobesitzer mit dem Rising Star Award ausgezeichnet.

Im Moment arbeitet Jason Momoa an dem Horrorfilm WOLVES von David Hayter. Zuvor gab er selbst sein Debüt als Regisseur: Er schrieb das Drehbuch ROAD TO PALOMA, inszenierte den Stoff mit sich in der Hauptrolle und übernahm gleichzeitig noch die Produktion.


DIE FILMEMACHER





WALTER HILL (Regie)

WALTER HILL feierte im letzten Jahr seinen siebzigsten Geburtstag und hat das Filmgeschäft im Lauf seines Lebens wohl so umfassend kennengelernt wie kaum ein Filmemacher. Er war Autor, Regisseur und Produzent bei Projekten, die vom Western über Actionfilme bis zur Buddy-Komödie reichten. Besonders in den 1980er Jahren schenkte er dem Actionkino jene typische Mischung aus Härte, trockenem Humor und ein bisschen Pathos, die niemand vergessen wird, der damals seine Filme sah.

Walter Hill hat bis heute über 20 Filme für die große Leinwand gedreht, aber auch dem Fernsehen hat er wegweisende Impulse gegeben. Für seine Tätigkeit bei HBO erhielt er 2004 einen Emmy und einen DGA Award, beides für den Piloten zur Serie „Deadwood“, einen Neo-Western, der sich um Wild Bill Hickok dreht. Einen weiteren DGA Award holte Hill sich 2006 mit dem Zweiteiler „Broken Trail“. Die Geschichte handelt wieder vom amerikanischen Westen am Ende des 19. Jahrhunderts, sie spielt zwischen Cowboys, Pferdedieben und fünf chinesischen Immigrantinnen, die für diverse Probleme sorgen. Zur Besetzung gehören Oscar®-Preisträger Robert Duvall und der Oscar®-nominierte Thomas Hayden Church, der Film brach mit seinen Zuschauerzahlen alle bisherigen Rekorde beim AMC Network. „Broken Trail“ wurde für 16 Emmys nominiert und erhielt davon vier - für ‚Außergewöhnliche Miniserie‘, ‚Hauptdarsteller‘, ‚Nebendarsteller‘ und ‚Casting‘. Hill selbst bekam einen weiteren Emmy als Produzent.

Walter Hill kommt aus Kalifornien, studierte aber im Norden an der Michigan State University Geschichte und Literatur. Im Anschluss trat er der Directors Guild of America bei und begann mit dem Filmemachen. Vorerst war er Regieassistent und schrieb währenddessen Drehbücher. 1972 verdiente er sich seinen ersten Titel als Drehbuchautor mit GETAWAY, ursprünglich ein Roman von Jim Thompson, der von Hill umgeschrieben und von Sam Peckinpah verfilmt wurde. Es folgten Scripts für WEBSTER IST NICHT ZU FASSEN, DER MACKINTOSH MANN, UNTER WASSER STIRBT MAN NICHT und EIN STAHLHARTER MANN. Bei diesem Film war es dann soweit: Walter Hill gab sein Debüt als Regisseur. Es war 1974, er engagierte James Coburn und Charles Bronson und inszenierte sein Drehbuch selbst. Das Boxerdrama wurde ein moderater Erfolg bei Kritikern und Publikum, aber von da an ging es stetig bergauf. Hills nächster Film war DRIVER mit Ryan O'Neal, Bruce Dern und Isabelle Adjani, dann kamen schon DIE WARRIORS, die Walter Hill einen Platz im Herzen sämtlicher Punkrock-Bewegungen sicherten. Er hatte sich mit diesen Projekten bereits eine Fan-Base geschaffen, die ihn als Kultregisseur verehrte, und mit seinen kommenden Filmen sollte er sich schließlich seinen Ruf als führender Action-Filmemacher sichern.

Die 1980er Jahre wurden dann besetzt von LONG RIDERS, DIE LETZTEN AMERIKANER, NUR 48 STUNDEN, STRASSEN IN FLAMMEN, AUSGELÖSCHT, RED HEAT oder UND WIEDER 48 STUNDEN, und das ist nur ein Teil der Filme, die Hill in jenen Jahren drehte. Auch in der Produktion war er zu der Zeit schon tätig, er gehörte 1979 zum Produzenten-Team von ALIEN, und an den diversen Sequels des legendären Science-Fiction-Thrillers arbeitete er ebenfalls als Produzent oder Executive Producer mit.

Mit LONG RIDERS hatte Walter Hill etwas begonnen, das er gut 10 Jahre später wieder aufnahm: Die Idee, klassische Westernhelden wieder ins Kino zu bringen, obwohl das nicht als sonderlich populär galt. Mit LONG RIDERS, einer Geschichte über die James- und Younger-Bande, war Hill 1980 der wirklich geniale Coup gelungen, die verschiedenen historischen Brüder mit tatsächlichen Brüdern zu besetzen. Es spielten darin also drei Brüder Carradine mit, zwei Keachs, zwei Quaids und zwei Guests. 1993 drehte Hill den nächsten Western über eine bekannte historische Figur, GERONIMO – EINE LEGENDE, 1995 schloss er die Trilogie mit WILD BILL ab. Er arbeitete bei diesen Filmen mit Gene Hackman, Jeff Bridges sowie John Hurt.

Für seine richtungweisenden Beiträge zur Filmkultur wurde Walter Hill weltweit geehrt. In Paris machte die Cinémathèque Francaise 2005 eine Retrospektive seiner Filme, auf die gleiche Idee kam im selben Jahr das Turiner Film Festival und auch das Maine International Film Festival, das Hill zusätzlich mit einem Preis für sein Lebenswerk auszeichnete. 1991 hatte bereits das BFI eine Walter-Hill-Retro gezeigt, 2006 wiederholte das die American Cinematheque, im Jahr 2007 schlossen sich die Pacific Film Archives der University of California dem an. Die letzte Retrospektive von Walter Hills Werk gab es erst 2011 auf dem Filmfestival in San Sebastian.

Seit den 1980er Jahren wurde Walter Hill mit zahlreichen Preisen für seine Filme bedacht: der Kritikerpreis für Beste Regie beim Cognac Filmfestival 1983 anlässlich von NUR 48 STUNDEN; einen Preis vom Turiner Filmfestival für Beste Regie und Bester Film für „Broken Trail“; zweimal erhielt er vom Motion Picture & TV Fund den Goldenen Stiefel, einmal für „Broken Trail“, einmal für sein Lebenswerk. Seine Western wurden außerdem zweimal mit dem Western Heritage Wrangler Award ausgezeichnet.

Weiterhin erhielt Walter Hill den Saturn Award der Academy of Science Fiction & Fantasy, einen Regie-Preis des Senders ACE für seine Episode „Deadline“ in der Serie „Tales From the Crypt“, und den Preis für den besten Regisseur des Jahres 1983 von Kinema Jumpo in Japan. Zuletzt wurde Hill im Jahr 2012 mit dem Maverick Director Award beim Filmfestival in Rom belohnt.


ALESSANDRO CAMON (Drehbuch)

ALESSANDRO CAMON war im Jahr 2009 für einen Oscar® in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch nominiert. Es handelte sich dabei um THE MESSENGER – DIE LETZTE NACHRICHT, eine Geschichte über die Männer, die im Auftrag des Militärs Todesnachrichten überbringen. Das Drehbuch bescherte Camon zudem einen Silbernen Bären bei der Berlinale, der Film gewann einen Friedenspreis und hatte Nominierungen bei den Independent Spirit Awards und beim Humanitas-Preis.

Camons nächste Drehbücher heißen MADAME T, eine Geschichte über Madame Tussauds Leben und ihr Wachsfigurenkabinett, sowie THE GREEN HAT GANG, ein Script, das von einer Gruppe amerikanischer Computerhacker erzählt.

Alessandro Camon kommt aus Padua und hat an der dortigen Universität ein Philosophiestudium absolviert bevor er nach Amerika ging. Dort ist er seither hauptsächlich als Produzent tätig, das Drehbuchschreiben ist eine eher neue Errungenschaft. Zu den Filmen, bei deren Produktion er beteiligt war gehören beide Folgen von THE CROW, sowie NEW ROSE HOTEL, AMERICAN PSYCHO, THE COOLER – ALLES AUF LIEBE und OWNING MAHONEY, für den er eine Genie-Award Nominierung erhielt. Auch THANK YOU FOR SMOKING, das Remake BAD LIEUTENANT – COP OHNE GEWISSEN oder Oliver Stones WALL STREET: GELD SCHLÄFT NICHT fallen unter seine Produktionsjobs.

Zusätzlich schreibt Alessandro Camon auch Bücher, etwa „The Killer Inside Us“, eine Studie über amerikanische Krimis, oder den Essay „The Godfather“. Er veröffentlicht bei Bertani in Italien und bei der Cambridge University Press.


ALEXANDRA MILCHAN (Produzentin)

ALEXANDRA MILCHAN wurde 2007 von der „Variety“ als eine der '10 Producers to Watch' gelistet. Dementsprechend voll ist ihr Kalender: Im Moment arbeitet sie als Executive Producer bei Martin Scorseses THE WOLF OF WALL STREET nach einem Buch von Jordan Belfort. Der Film soll noch dieses Jahr starten, beteiligt sind die Schauspieler Leonardo DiCaprio, Matthew McConaughey und Jonah Hill. Als Produzentin zeichnete sie gerade für den Film PARANOIA von Robert Luketic verantwortlich, einen Thriller mit Harrison Ford und Gary Oldman, sowie James Marshs HOLD ON TO ME, bei dem Robert Pattinson und Carey Mulligan mitwirken.

Alexandra Milchan ist die Tochter von Arnon Milchan, eines Veteranen im Filmgeschäft, der 1991 die Produktionsfirma New Regency gründete. Im Jahr 2011 übernahm Alexandra dort den Posten des Executive Vice President of Production, d.h. sie überwacht die Entwicklung und Produktion einer ganzen Reihe von Projekten. Dazu gehört etwa ASSASSIN'S CREED, eine Filmadaption des Ubisoft-Computerspiels, zu dessen prominenter Besetzung Michael Fassbender zählen wird. Auch ein zweites Ubisoft-Spiel wird von ihr umgesetzt, SPLINTER CELL, für die Verfilmung schreibt Eric Warren Singer das Drehbuch und Tom Hardy ist als Darsteller im Gespräch. Eine dritte aktuelle Adaption ist der Spielfilm FRAGGLE ROCK, beruhend auf der populären Kinderserie „Die Fraggles“, die in den 1980er Jahren von Jim Henson erfunden wurde.

Vor 2011 verantwortete Alexandra Milchan Projekte wie Jon Avnets Krimi KURZER PROZESS – RIGHTEOUS KILL mit Robert De Niro und Al Pacino als Polizistenduo, der Horrorfilm MIRRORS, bei dem Alexandre Aja Regie führte, oder auch David Ayers Actionthriller STREET KINGS mit Keanu Reeves und Forest Whitaker.

Alexandra Milchan hat einen Hochschulabschluss in Marketing und Kommunikationswissenschaft von der Emerson University in Boston. Sie begann ihre berufliche Laufbahn bei New Regency, wo sie 13 Jahre lang das Business lernte, 10 Jahre davon in der Filmproduktion. Während dieser Zeit arbeitete sie an Produktionen wie Jon Amiels COPYKILL, Michael Manns HEAT, Joel Schumachers DIE JURY, an Curtis Hansons berühmtem Film L.A.CONFIDENTIAL sowie an zwei Dramas von Gary Fleder, SAG' KEIN WORT und DAS URTEIL.
Für die Fernsehabteilung der Firma betreute sie die Serien „Michael Hayes“ mit David Caruso und den Telefilm „L.A.Confidential“, der von Eric Laneuville inszeniert wurde.


MILES MILLAR und ALFRED GOUGH (Produzenten)

MILES MILLAR und ALFRED GOUGH haben sich auf der University of Southern California kennengelernt, als sie beide am selben Produktionskurs teilnahmen. Sie schlossen sich zu einem kreativen Team zusammen und sind inzwischen sowohl anerkannte Autoren wie auch vielbeschäftigte Filmproduzenten.

Was die Drehbücher angeht, so schrieben die beiden unter anderem das Script für den Science-Fiction Thriller ICH BIN NUMMER VIER, der 2011 von Michael Bays Produktionsfirma produziert wurde. Sie waren Autoren für Rob Cohens DIE MUMIE – DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS, für Sam Raimis Blockbuster SPIDER-MAN 2, für die zwei Actionkomödien mit Jackie Chan und Owen Wilson SHANG-HIGH NOON und SHANGHAI KNIGHTS, sowie 1998 schon für LETHAL WEAPON 4 – ZWEI PROFIS RÄUMEN AUF.

Als Kino-Produzenten taten sie 2009 ihre ersten Schritte mit HANNAH MONTANA – DER FILM, der auch Hauptdarstellerin Miley Cyrus den Sprung von der Fernsehserie auf die Leinwand ermöglichte. Vorher hatten Millar und Gough allerdings schon sieben Jahre im Fernsehen Produktionserfahrung gesammelt: sie firmierten als Executive Producers für die Abenteuerserie „Smallville“, die sie auch entworfen hatten. Die Serie beruhte auf einem Comic, lief von 2001 bis 2008 und entwickelte sich zur erfolgreichsten Serie in der Geschichte vom WB Television Network.

Aktuell sind Millar und Gough mit Projekten wie dem Film PRODIGAL befasst, bei dem sie zum ersten Mal Regie führen werden. Außerdem sitzen sie an den Drehbüchern für BERMUDA TRIANGLE und für MONSTER HIGH, einem Film, der nach einer Spielzeug- und Comicbuch-Serie von Mattel entstehen soll.


KEVIN KING-TEMPLETON (Produzent)

ist ursprünglich Brite. Er zog nach Amerika, lernte dort Sylvester Stallone kennen und arbeitete die letzten 20 Jahre für dessen Firma Rogue Marble Productions. Er hat sich während dieser Zeit vor allem als Produzent um Actionfilme gekümmert, was ihn um die ganze Welt führte – von den brasilianischen Regenwäldern in den thailändischen Dschungel und durch die verschiedensten Großstädte Amerikas. King-Templeton arbeitete mit einigen der profiliertesten Schauspieler des Actiongenres und darüber hinaus, neben Stallone u.a. mit Robert De Niro, Bruce Willis, Harvey Keitel, Michael Caine oder Anthony Quinn auf den Besetzungslisten.

Viele der von King-Templeton produzierten Filme sind berühmt für ihre grandiosen Actionszenen. Eines der jüngsten Beispiele dafür sind die beiden Folgen THE EXPENDABLES und THE EXPENDABLES 2. Der letztere wurde von Simon West in Bulgarien inszeniert, für die außergewöhnlichen Kampfsequenzen darin sorgten Sylvester Stallone, Jason Statham, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger, Dolph Lundgren, Liam Hemsworth, Jean-Claude Van Damme, Jet Li und Chuck Norris. Zu beiden Filmen hat King-Templeton auch eine Dokumentation produziert, INFERNO: THE MAKING OF THE EXPENDABLES. Darin kann man sehen, unter welch extremen Umständen diese Filme gedreht wurden.

King-Templeton war 2008 der Produzent von JOHN RAMBO, der letzten Folge der Heldensage über den gleichnamigen Vietnamveteranen. Die Dreharbeiten fanden im Dschungel von Burma statt und waren nicht ungefährlich – da war seine vorhergehende Produktion ROCKY BALBOA sicher einfacher gewesen. Auch dabei hatte es sich um einen abschließenden Film gehandelt, um den sechsten Teil von Sylvester Stallones Boxertraum aus Philadelphia. Berühmte Stallone-Filme anderer Regisseure wie etwa DRIVEN von Renny Harlin oder COPLAND von James Mangold wurden bisweilen auch von King-Templeton produziert oder koproduziert.

Gelegentlich machte Kevin King-Templeton auch etwas fürs Fernsehen, so entwickelte und produzierte er den Pilotfilm „Father Lefty“ für den Sender CBS. Kürzlich erst arbeitete er für TNT als Executive Producer bei dem Film „The Last Cop“, der in diesem Jahr ausgestrahlt werden wird.

Aktuelle Arbeiten von King-Templeton sind der gerade beendete Thriller THE TOMB mit Stallone und Schwarzenegger, in Vorbereitung ist HOMEFRONT mit Jason Statham und James Franco.
Tatsächlich steckte King-Templeton auch als Executive Producer hinter der Idee, den Film ROCKY als Musical umzuschreiben, ein Plan, der 2012 in Hamburg erfolgreich zur Aufführung kam.


STUART FORD (Executive Producer)

gründete im März 2007 die internationale Produktionsfirma IM Global, deren Büros in Los Angeles, London oder Mumbai zu finden sind. Diese Firma ist inzwischen eins der führenden Häuser für Finanzierung, Verkauf und Verleih von Filmen. Die Auswahl der Projekte erstreckt sich vom kommerziellem Mainstream über Genrekino bis hin zum Arthouse, daher ist IM Global auf jedem internationalen Festival und auf jedem Filmmarkt prominent vertreten. Im Mai 2010 verkaufte Stuart Ford allerdings einen beträchtlichen Anteil der Firma an Reliance Entertainment, eine Tochter des indischen Konglomerats Reliance ADA Group.

Bevor er sich mit IM Global selbständig machte, war Stuart Ford kurzfristig der Präsident von First Look Studios. Dorthin kam er von Miramax, wo er sieben Jahre als zweiter Mann den Filmeinkauf geleitet hatte. Diese Abteilung akquirierte die besten fremdsprachigen Filme oder die originellsten Independents, um sie dann in den USA und international zu verleihen. Ford wechselte später ganz zum Verleih, zu Miramax International, der Distributions- und Verkaufsabteilung des Studios.

Während seiner Zeit bei der Akquise-Abteilung zogen Ford und sein 18köpfiges Team für Miramax Hits an Land wie DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE, CITY OF GOD, HERO, KLEINE SCHMUTZIGE TRICKS, FAHRENHEIT 9/11 oder STATION AGENT.

Bei Miramax International unterstanden Ford die Büros in New York, Los Angeles, Paris, Beijing und Sydney, sowie sämtliche internationalen Verleihaktivitäten. Darunter fielen Marketing und Werbung genauso wie Rechte und Finanzierung. Als Ford die Kontrolle von Miramax International übernahm, war er gerade 32 Jahre alt. Im Jahr 2004 wurde er vom „Hollywood Reporter“ auf der Liste von Hollywoods jüngsten Managern geführt, da gehörten Ford und sein Team schon zu den Hauptlieferanten für Independentfilme in Lateinamerika, Asien und Europa. Sie wickelten jährlich Verkauf und Vertrieb von über 30 Filmen in rund 42 Ländern ab.

Kurz nachdem Ford Miramax verlassen hatte, wandte er sich einer Liebhaberei zu: Er arbeitete 2006 als Executive Producer bei der offiziellen Weltcup-Doku der FIFA, und außerdem bei einer Disney-Trilogie von Fußballfilmen mit dem schönen Titel GOAL!.

Vielleicht hängt die Affinität zum Fußball mit Stuart Fords Herkunft zusammen: er stammt aus Liverpool. Später wurde er an der Bluecoat School in Oxford erzogen, wo er einen Bachelor und einen Master (with Honours) in Jura erhielt. Im Anschluss an Oxford arbeitete Stuart Ford sechs Jahre als Anwalt bei der Londoner Wirtschaftskanzlei Olswang, wo er sich bereits auf Finanzierung, Produktion und Vertrieb von Filmen spezialisierte.

Ford ist bei jedem internationalen Gremium als Redner gefragt sobald es um Themen wie Film-Ein- und Verkäufe geht, oder um die Finanzierung von Independentfilmen. Die britische Zeitung „The Guardian“ nahm ihn kürzlich in die „Film Power 100“ Liste auf, in das Ranking der hundert einflussreichsten britischen Filmschaffenden.


BRIAN KAVANAUGH-JONES (Executive Producer)

ist Präsident der Firma Automatik, einer Produktions- und Finanzierungsfirma mit Sitz in Los Angeles. Automatik entstand als Joint Venture zwischen IM Global und Alliance Films. Kavanaugh-Jones' erste Produktion mit Automatik war INSIDIOUS, ein Horrorfilm von James Wan, der 2011 mehr als 50 Millionen Dollar in den USA einspielte. Kavanaugh-Jones machte mit Horrorfilmen weiter und produzierte im letzten Jahr SINISTER, ein Meisterwerk des Grauens, geschrieben und inszeniert von Scott Derrickson. Etwas leichtere Kost war im Anschluss die Komödie THE BABYMAKERS. Als Executive Producer arbeitete Kavanaugh-Jones früher schon an SKYLINE oder an Jeff Nichols TAKE SHELTER – EIN STURM ZIEHT AUF, im Jahr 2012 an Boaz Yakins SAFE – TODSICHER, an Rob Zombies THE LORDS OF SALEM oder an Barry Levinsons THE BAY.

Im Lauf dieses Jahres werden diverse Filme starten, bei denen Kavanaugh-Jones als Executive Producer verantwortlich zeichnete: WELCOME TO THE PUNCH, ENDS OF THE EARTH oder ANGRY LITTLE GOD. Außerdem DARK SKIES mit Keri Russell, HUMMINGBIRD mit Jason Statham, und schließlich DEAD MAN DOWN mit Colin Farrell, Noomi Rapace und Terence Howard.

Kavanaugh-Jones studierte Kunst an der University of California Santa Cruz, aber bevor er in die Filmproduktion ging war er in der Finanzierung beschäftigt. Er arbeitete in LA bei der Creative Artists Agency, und zu den Filmen, denen Kavanaugh-Jones dort Geburtshilfe leistete, gehörte z.B. Oren Pelis PARANORMAL ACTIVITY. Der Gruselschocker wurde für 110.00 Dollar hergestellt und spielte weltweit über 200 Millionen Dollar ein, der Traum jedes Produzenten. Andere Filme, die Kavanaugh-Jones bei Creative Artists betreute, waren RABBIT HOLE mit Nicole Kidman, die Komödie RELIGULOUS von Larry Charles, John Woos Actiondrama RED CLIFF, KILLER ELITE von Gary McKendry und IT'S KIND OF A FUNNY STORY mit dem Comedian Zach Galifianakis.


DEEPAK NAYAR (Executive Producer)

begann seine Laufbahn als unabhängiger Produzent in seiner Heimat Indien. Er arbeitete dort in den 1980er Jahren mit der Merchant/Ivory Gruppe zusammen an Filmen wie HITZE UND STAUB, DAS GEHEIMNIS DER RITUALMORDE oder THE PERFECT MURDER.

In den 1990er Jahren zog Deepak Nayar nach Los Angeles und gründete dort seine eigene Produktionsfirma Kintop Pictures. Damit produzierte er 1997 David Lynchs legendären Film LOST HIGHWAY, aber auch drei der amerikanischen Filme von Wim Wenders: AM ENDE DER GEWALT, den oscarnominierten Dokumentarfilm BUENA VISTA SOCIAL CLUB, und, zusammen mit Bono als Koproduzent, den Thriller THE MILLION DOLLAR HOTEL. 1998 hatte Nayar bereits mit Wenders an dem Musikvideo WILLIE NELSON AT THE TEATRO gearbeitet, das eine Grammy-Nominierung erhielt. Im selben Jahr lernte er noch Mika Kaurismäki bei der Produktion von L. A. WITHOUT A MAP kennen.

Im Jahr 2001 beteiligte sich Nayar an Gurinder Chadhas Fussball-Hit KICK IT LIKE BECKHAM, der als Bester Film für einen Golden Globe und einen BAFTA Award nominiert wurde. Drei Jahre später tat Nayar sich für die Komödie LIEBE LIEBER INDISCH erneut mit Regisseur Chadha zusammen, 2005 produzierte er THE MISTRESS OF SPICES, bei dem das Drehbuch von Chadha stammte. 2007 machte Nayars Firma dann Paul Schraders Thriller THE WALKER.

Deepak Nayar arbeitet gelegentlich als Executive Producer bei Reliance Entertainment, nicht nur für SHOOTOUT – KEINE GNADE, sondern kürzlich für Boaz Yakins SAFE – TODSICHER, für die Komödie JESUS HENRY CHRIST mit Tony Colette und Martin Sheen, oder für DREDD 3D. Weitere bereits fertiggestellt Projekte sind DEAD MAN DOWN und WALKING WITH DINOSAURS 3D, aktuell in Arbeit ist PARANOIA mit Gary Oldman, Harrison Ford und Liam Hemsworth.

Neben den Produktionen für etablierte Filmemacher gab Nayar auch vielen jungen Regisseuren die Chance, ihre Ideen umzusetzen: Er beteiligte sich an Stephen Berras 7-TEEN SLIP, an William Jennings HARLEM ARIA und an CITY OF GHOSTS, dem Regiedebüt von Matt Dillon. Nayar produzierte die Filme SWINGING WITH THE FINKELS und FOSTER, beide von Jonathan Newman; er verhalf Mahesh Mathai zu BHOPAL EXPRESS und später zu BROKEN THREAD; und er ermöglichte Eli Craig sein Regiedebüt, den großartigen TUCKER & DALE VS EVIL, der 2010 seine Premiere in Sundance hatte und zwei Monate später den Publikumspreis auf dem South-By-Southwest Festival in Texas abräumte.

Ein weiteres Standbein hat Deepak Nayar im Fernsehen: Während der 1990er Jahre war er Produzent des Episodenfilms „On the Air – Voll auf Sendung“, der Serien „Second Chances“ und „Hotel Malibu“, des Episodenfilms „Hotel Room“ oder des TV-Movies „Rusta – Planet der Tränen“.

Neben seiner Tätigkeit als Produzent beschäftigt Nayar sich mit digitaler Unterhaltung: Er ist Mitgründer des Studios Filmaka, an dem Filmemacher aus über 150 Ländern gemeinsam online arbeiten, um neue Ideen zu verwirklichen. Auch die Firma India Take One Productions hat Nayar mit ins Leben gerufen. Diese Produktion hat Büros in Los Angeles und in diversen indischen Städten, sie beteiligte sich dementsprechend an Filmen wie SLUMDOG MILLIONÄR, EAT PRAY LOVE, BEST EXOTIC MARIGOLD HOTEL oder LIFE OF PI – SCHIFFBRUCH MIT TIGER.


STEVE SQUILLANTE (Executive Producer)

hat als freier Produzent viele Independent- und Studiofilme hergestellt. Jetzt arbeitet er bei IM Global und war bereits an etlichen neuen Produktionen beteiligt: Catherine Hardwickes PLUSH, Daniel Stamms ANGRY LITTLE GOD, Niels Arden Oplevs DEAD MAN DOWN, Stephen Knights HUMMINGBIRD oder Michael Tiddes' A HAUNTED HOUSE.

In seiner Zeit als unabhängiger Produzent hat Squillante z.B. die Produktion von Todd Phillips Komödienhit HANGOVER 2 in Thailand überwacht. Ansonsten hat er für die Firma QED International Produktionen geleitet, für Grindstone Entertainment (eine Unterabteilung von Lionsgate), für Arclight Films, Taewon Entertainment, Platinum Studios, IDG FILMS/Asia Fund, Xinhua Media Entertainment, Leeding Media und Radium/Reel FX Entertainment.

Squillantes Karriere begann mit Höchstgeschwindigkeit: In nur 16 Monaten arbeitete er sich vom Praktikanten hoch zu Harvey Weinsteins Assistenten und weiter zum Chef der Abteilung für Entwicklung und Produktion bei Miramax/Dimension Films. Bald entstanden unter seiner Führung 12 Filme quasi gleichzeitig, darunter Franchise-Erfolge wie SCREAM 2 und SCREAM 3, SCARY MOVIE 1 und 2 oder SPY KIDS 1 und 2. Weinstein sorgte dafür, dass Squillante einen weiteren Vertrag abschloss, mit dem er sich unter anderem als Produzent für NINE und SHANGHAI verpflichtete. Zusätzlich übertrug er Squillante die Verfügungsgewalt über einen Asia-Fonds von 285 Millionen Dollar, der dazu diente, zukünftige Projekte in Asien zu finanzieren.

Außer in den USA hat Squillante also in Asien gearbeitet, in Afrika, in Ost- und Westeuropa und in Kanada. Seine Ausbildung erhielt er auf drei Universitäten: am Emerson College, in Harvard und auf der Northeastern University in Boston.


JOEL SILVER (Executive Producer)

gehört zu den produktivsten und erfolgreichsten Produzenten der Filmgeschichte. Mehr als 65 Filme sind unter seiner Hand entstanden, darunter so berühmte Titel wie die MATRIX-Trilogie, die STIRB LANGSAM Folgen, PREDATOR oder die Blockbuster-Reihe LETHAL WEAPON – ZWEI STAHLHARTE PROFIS. Schätzt man die Einspielergebnisse aller Filme, die Joel Silver gemacht hat, kommt man weltweit etwa auf 12 Milliarden Dollar.

Im Jahr 2009 produzierte Joel Silver den Film SHERLOCK HOLMES, der sich schnell zu einem großen Wurf entwickelte: er erzielte über 518 Millionen Dollar an den Kinokassen. Daraufhin produzierte Silver 2011 eine Fortsetzung, SHERLOCK HOLMES 2 – SPIEL IM SCHATTEN, der auch auf 500 Millionen Dollar Einspielergebnisse kam. Regie führte bei beiden Filmen Guy Ritchie, Sherlock Holmes und Dr. Watson wurden von Robert Downey Jr. und Jude Law gegeben.

Silver ist Miteigentümer der Produktionsfirma Dark Castle Entertainment, bei der er die kreative Kontrolle über alle Filme besitzt, die produziert werden. Außerdem werden alle Filme erst nach seiner Zustimmung gestartet. Dark Castle befasste sich anfangs vorrangig mit Horrorfilmen, das begann 1999 mit HAUNTED HILL, setzte sich fort mit 13 GEISTER, mit GHOST SHIP, GOTHIKA und HOUSE OF WAX. Ab 2008 wurde das Genre allmählich erweitert wie z.B. mit Guy Ritchies Gangsterkomödie ROCK N ROLLA, der Comic-Verfilmung THE LOSERS oder mit den Action-Thrillern NINJA ASSASSIN und UNKNOWN IDENTITY.

In den späten 1990ern produzierte Joel Silver eines der innovativsten Werke der Kinogeschichte: MATRIX, nach eine Idee und unter der Regie der Wachowski-Brüder. Das Warner Bros. Studio finanzierte den Film mit 60 Millionen Dollar, er spielte über 460 Millionen wieder ein, so viel wie noch kein anderer Film seit Bestehen des Studios. Dazu kam, dass MATRIX in kürzester Zeit Kultstatus errang, zum einen wegen seiner formalen Experimente, zum anderen wegen der ungewöhnlichen Dramaturgie. Dafür erhielt er dann auch vier Oscars®, darunter den für Beste Spezialeffekte. Es heißt, als MATRIX auf DVD erschien, hätte das zum ersten Mal den Verkauf von DVD-Playern richtig angekurbelt. Natürlich produzierte Joel Silver daraufhin einen zweiten und einen dritten Teil der Geschichte, MATRIX RELOADED und MATRIX REVOLUTIONS, die beide ebenfalls an den Kinokassen explodierten. Insgesamt hat das Matrix-Franchise für etwa 3 Milliarden Gewinn gesorgt.

Während Silver eigentlich mit der Produktion der beiden MATRIX-Folgefilme beschäftigt war, produzierte er gleichzeitig das Computerspiel „Enter the Matrix“, und außerdem neun Animé-Kurzfilme namens ANIMATRIX, die als Trailer fungierten und schließlich gesammelt auf DVD erschienen.

Zwischen diesen bahnbrechenden Erfolgen produzierte Joel Silver noch andere Filme wie z.B. ROMEO MUST DIE, EXIT WOUNDS mit Steven Seagal und DMX, oder PASSWORT: SWORDFISH mit John Travolta und Halle Berry. Einer der besonders erwähnenswerten Filme im Anschluss an die MATRIX-Trilogie ist V WIE VENDETTA. Er entstand 2005 nach einer Comic-Vorlage von Alan Moore, sein Held trägt die inzwischen berühmte Guy-Fawkes-Maske.

Joel Silver arbeitete auch als Executive Producer für Fernsehserien. Mit seiner Hilfe entstand das CBS-Programm „Moonlight“, das 2007 den People's Choice Award als Beste Neue Serie gewann, oder davor „Veronica Mars“. In den Jahren 1989 bis 1996 erstellte er zusammen mit Richard Donner, David Giler, Walter Hill und Robert Zemeckis acht Staffeln der HBO-Serie TALES FROM THE CRYPT, daraus entwickelten sich die zugehörigen Kinofilme RITTER DER DÄMONEN und BORDELLO OF BLOOD.

Die Karriere von Joel Silver begann als Associate Producer bei Walter Hills DIE WARRIORS. Drei Jahre später, bei NUR 48 STUNDEN, war er schon Hills Produzent. Es folgten STRASSEN IN FLAMMEN und ZUM TEUFEL MIT DEN KOHLEN als weitere Kollaboration zwischen dem Produzenten Silver und dem Regisseur Hill.

Im Jahr 1985 gründete Joel Silver seine Firma Silver Pictures, mit der er dem Actiongenre neues Leben einhauchte. Silver Pictures' erster Film war DAS PHANTOM-KOMMANDO, dem folgte JUMPIN' JACK FLASH, eine Spionagekomödie mit Whoopi Goldberg. 1987 kam bereits der erste LETHAL WEAPON Film, gefolgt 1988 von STIRB LANGSAM. Beide Filme zogen bekanntlich etliche Fortsetzungen nach sich, außerdem erschienen von Silver Pictures während der 1990er Jahre Action-Perlen wie LAST BOY SCOUT, DEMOLITION MAN, EINSAME ENTSCHEIDUNG oder FLETCHERS VISIONEN.

Lang bevor Joel Silver seine legendäre Filmkarriere startete, noch an der Columbia Highschool in Maplewood, New Jersey, hatten er und ein paar Kumpels ein Spiel namens Ultimate Frisbee erfunden. Dieses Spiel ist inzwischen weltweit zu einem beliebten Mannschaftssport geworden, es gibt entsprechende Meisterschaften in über 50 Ländern.


LLOYD AHERN (Kamera)

LLOYD AHERN arbeitet schon seit fast 30 Jahren mit Walter Hill. Sie lernten sich 1984 kennen, als Lloyd Ahern bei STRASSEN IN FLAMMEN noch Kamera-Assistent war. Seinen ersten Job als Chefkameramann für Walter Hill bekam er 1992 bei dessen Film DIE RAP-GANG. Danach drehte er alle folgenden Kinofilme von Walter Hill, GERONIMO, WILD BILL, LAST MAN STANDING, SUPERNOVA und UNDISPUTED – SIEG OHNE RUHM. Auch bei den Fernsehproduktionen „Deadwood“ und „Broken Trail“ waren die beiden ein bewährtes Team, für „Broken Trail“ erhielt Aherns Kameraführung eine Emmy-Nominierung.

Dazwischen drehte Lloyd Ahern mit anderen Regisseuren, er war Chefkameramann bei Robert Butlers TURBULENCE, bei der Komödie ICH KANNS KAUM ERWARTEN, bei AMERICAN PIE – JETZT WIRD GEHEIRATET oder bei FUSSBALLFIEBER. Auch im Second Unit arbeitete er oft als Kameramann, er war beteiligt an so berühmten Filmen wie JURASSIC PARK oder OPERATION – BROKEN ARROW, an AUS NÄCHSTER NÄHE und DIE ERSATZKILLER, an AKTE X – DER FILM, TÖDLICHES VERTRAUEN oder WIR WAREN HELDEN.

Im letzten Jahr drehte Lloyd Ahern 13 Folgen für die TV-Serie „Drop Dead Diva“, in den Jahren 2007 bis 2009 war er Kameramann für 29 Folgen von „Army Wives“. Schon in den 1980er Jahren hatte er Erfahrungen bei Serien gesammelt, in „Inspektor Hooperman“, in „Simon und Simon“ oder bei „Magnum“.


TOBY CORBETT (Szenenbildner)

TOBY CORBETT erster großer Auftrag als Szenenbildner war Kathryn Bigelows Krimi BLUE STEEL. Danach arbeitete er über viele Jahre beim Fernsehen, bis ihn Wayne Kramer für seine drei Filme THE COOLER – ALLES AUF LIEBE, RUNNING SCARED und CROSSING OVER – DER TRAUM VON AMERIKA zurück zum Kino holte. Auch John Sayles engagierte ihn für seine Filme SILVER CITY und HONEYDRIPPER, es folgten BAD LIEUTENANT – COP OHNE GEWISSEN und vor SHOOTOUT – KEINE GNADE noch die Indie-Komödie THE DETAILS. Toby Corbett ist beim Kino geblieben, in diesem Jahr wird man MOVIE 43, BAREFOOT und BROKEN HORSES sehen, für die er das Szenenbild entwarf.

Während seiner Jahre beim Fernsehen erhielt Corbett drei Emmy-Nominierungen für die HBO Comedy Show „Tracy Takes On“, er hat Filme ausgestattet wie „Midnight Man – Killer der Regierung“, „Die Killer im Nacken“, „Das vierte Gebot“ oder „Verhängnisvolle Leidenschaft“.

Toby Corbett stammt ursprünglich aus England, er kam erst für sein Studium in die USA. Dort studierte er Kunst an der University of Washington unter den Professoren Jacob Lawrence und Richard Jameson. Nachdem er mit einem Bachelor of Fine Arts abgeschlossen hatte, ging Corbett vorerst zum Theater. Er malte Kulissen im Seattle Repertory Theatre und im Mark Taper Forum. Dann wechselte er nach New York und arbeitete als Bühnenbildner bei etlichen Off-Broadway Produktionen. Das führte schließlich zu ersten Aufträgen bei Film und Fernsehen, wo Corbetts Karriere als Szenenbildner endgültig begann.

TIM ALVERSON (Schnitt)

TIM ALVERSON stieß als Produktionsassistent in Robert Altmans Post-Production House zum Film. 1984, bei Alan Rudolphs Drama DER SONGSCHREIBER, fing er dann als Lehrling im Schneideraum an. Zwei Jahre später war er Cutterassistent bei KARATE KID II – ENTSCHEIDUNG IN OKINAWA, über die nächsten Jahre arbeitete er als erster Assistent verschiedener Cutter. Er begleitete den Schnitt von Klassikern wie Carpenters DIE FÜRSTEN DER DUNKELHEIT, den achten Teil von FREITAG DER 13. oder von John Milius' COOL WORLD.

Seinen ersten Film als Cutter übernahm er 1999, es war Rand Ravichs DIE FRAU DES ASTRONAUTEN. Es folgte Action-Ware wie D-TOX – IM AUGE DER ANGST, DER FLUCH VON DARKNESS FALLS, IMPACT POINT oder Horror wie SHUTTER – SIE SEHEN DICH.

Vor SHOOTOUT – KEINE GNADE schnitt Alverson den Thriller ORPHAN mit Vera Farmiga und Peter Saarsgard, und UNKNOWN IDENTITY mit Liam Neeson und Diane Kruger. Beide Filme entstanden unter der Regie von Jaume Collet-Serra.

HA NGUYEN (Kostüm)

kam während des Krieges in Saigon zur Welt. 1975 verließen ihre Eltern mit ihr das Land, einen Tag bevor Saigon von der nordvietnamesischen Armee erobert und der Vietnamkrieg damit beendet wurde. Die Familie ließ sich in San Diego nieder, wo Ha Nguyen später an der San Diego State University Kunst studierte. Nach ihrem Abschluss ging sie an das Fashion Institute of Design and Merchandising (FIDM) in Los Angeles und machte dort einen weiteren Abschluss in Modedesign. Ha Nguyen arbeitete für einige der führenden Modehäuser Amerikas, bevor sie ins Filmbusiness wechselte. Dort wurde sie eine gefragte Kostümbildnerin, die inzwischen für weit über 30 Filme das Styling der Schauspieler entwarf.

2012 und 2009 machte sie für die Serien „Revolution“ und „Drop Dead Diva“ einen Abstecher ins Fernsehen, sonst sah man Ha Nguyens Arbeiten meistens im Kino. Ihre letzte Filme vor SHOOTOUT – KEINE GNADE waren 2011 J.J. Abrams SUPER 8, Scott Stewarts Vampir-Science-Fiction PRIEST, die zwei Peter-Hewitt-Filme THE MAIDEN HEIST und ZOOM oder Antoine Fuquas SHOOTER mit Mark Wahlberg.

Roland Emmerichs MOON 44 war Ha Nguyens erster Film als Kostümbildnerin, zwischen ihm und der Gegenwart lagen dann Werke wie ROBOCOP 3, Oliver Stones ZWISCHEN HIMMEL UND HÖLLE, DIE MASKE mit Jim Carrey und Cameron Diaz, oder die Eddie-Murphy-Hits VAMPIRE IN BROOKLYN und DER VERRÜCKTE PROFESSOR. Ha Nguyen entwarf das Outfit von Mel Gibson und Julia Roberts in FLETCHERS VISIONEN und kümmerte sich erneut um Mel Gibsons Erscheinungsbild in LETHAL WEAPON 4 – ZWEI PROFIS RÄUMEN AUF oder in PAYBACK – ZAHLTAG. John Travolta und Halle Berry traf sie in PASSWORT: SWORDFISH, Robert Redford in DIE LETZTE FESTUNG. 2001 arbeitete sie mit Jet Li und DMX in Andrzej Bartkowiaks BORN 2 DIE, 2005 machte sie die Kostüme für Josh Hartnett und Rhada Mitchell in der Indie-Komödie MOZART UND DER WAL, 2007 für John Cusack in GRACE IS GONE.


STEVE MAZZARO (Musik)

hat für SHOOTOUT – KEINE GNADE seinen ersten vollständigen Spielfilm-Soundtrack komponiert. Bis dato machte er die Musik für den Kurzfilm THE SEANCE oder war beteiligt an den Soundtracks von Filmen wie THE DARK KNIGHT RISES, THE POKER CLUB, SKELETONS IN THE DESERT und JACK RIO.

Im Jahr 2011 arbeitete Steve Mazzaro mit an der Musik für die britische TV-Doku-Reihe „Harry Welcomes Artistic Heroes“, des Weiteren war er beteiligt am Soundtrack der Videospiele „Assassins Creed 3“ und „Assassins Creed Revelations“.






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