|
 |
Sherlock Holmes - Special |
Milan
Redakteur, Datenbank, Special & Galerie Manager
      

Dabei seit: 10.02.2007
Beiträge: 7.827
Herkunft: Kroatien
Level: 50 [?]
Erfahrungspunkte: 10.182.229
Nächster Level: 11.777.899
 |
|
| Sherlock Holmes - Special |
 |
Warner Bros. Pictures
präsentiert
Sherlock Holmes
Ab dem 28. Januar 2010 bundesweit in den Kinos!
Robert Downey Jr.
als Sherlock Holmes
Jude Law
als Dr. John Watson
Rachel McAdams
als Irene Adler
Mark Strong
als Lord Blackwood
Eddie Marsan
als Inspector Lestrade
Regie
Guy Ritchie
Drehbuch
Michael Robert Johnson
Anthony Peckham
Simon Kinberg
Produzenten
Joel Silver
Lionel Wigram
Susan Downey
Dan Lin
Inhalt:
Seinen Ruf erwarb sich Sherlock Holmes dadurch, dass er selbst die kniffligsten Kriminalfälle löst. Mit seinem unerschütterlichen Partner Dr. John Watson kommt der berühmte „beratende Detektiv“ flüchtigen Verbrechern auf die Spur, indem er sich auf seine unschlagbare Beobachtungsgabe ebenso verlässt, wie auf seine erstaunlichen Schlussfolgerungen und die Kraft seiner Fäuste. Derzeit braut sich über London allerdings ein Sturm zusammen, der selbst Holmes gefährlich werden könnte...Doch genau solche Herausforderungen sind ganz nach seinem Geschmack.
Nach einer Serie brutaler Ritualmorde gelingt es Holmes und Watson im letzten Moment, ein weiteres Opfer zu retten und den Mörder zu stellen: Es ist Lord Blackwood, der keinerlei Reue zeigt. Obwohl Blackwoods Hinrichtungstermin immer näher rückt, terrorisiert er seine Mitgefangenen und Wärter damit, dass er offenbar mit übernatürlichen Mächten im Bunde steht. Blackwood warnt Holmes und behauptet, dass der Tod ihm nichts anhaben kann, ja, dass der Tod am Galgen sogar zu seinem Plan gehört.
Und tatsächlich sieht es so aus, als ob Blackwood mit seinem Versprechen Recht behält: Seine augenscheinliche Auferstehung versetzt London in Panik und stellt Scotland Yard vor ein Rätsel. Doch damit, so Holmes, „hat das Spiel erst begonnen“.
Holmes und Watson versuchen Blackwoods tödliches Komplott zu vereiteln und geraten dabei ins Reich der schwarzen Magie und verblüffender technischer Apparate – oft hilft nur die Logik, um sich in diesem Labyrinth des Verbrechens zu behaupten...aber auch der eine oder andere rechte Haken erweist sich als durchaus nützlich.
Robert Downey Jr. verleiht Sir Arthur Conan Doyles berühmtester Figur ein äußerst dynamisches neues Gesicht: Der legendäre Detektiv Sherlock Holmes bewährt sich mit effektiven Kampftechniken, die seinen bewunderten Verstand bestens ergänzen, und er wendet seine unverwechselbaren Methoden an, um dem kniffligen Fall auf den Grund zu gehen. Dabei geht er Wege, die niemand sonst beschreiten würde, um aufzuspüren, was andere niemals wahrnehmen.
Jude Law spielt Holmes’ langjährigen Kollegen Watson, der den Detektiv in diesem möglicherweise letzten gemeinsamen Fall unterstützt, denn der Doktor will in Kürze heiraten. Rachel McAdams übernimmt die Rolle der Amerikanerin Irene Adler, die ebenso schön wie gefährlich ist – ihre stürmische Beziehung zu Holmes erweist sich als das einzige Rätsel, das er nicht lösen kann. Mark Strong ist als Lord Blackwood zu sehen – sein Intellekt macht ihn in Verbindung mit seinem gnadenlosen Ehrgeiz zu einem durchaus ebenbürtigen Gegner für Holmes. Mit dabei ist Eddie Marsan als Inspector Lestrade von Scotland Yard, der von dem großen Detektiv gleichermaßen beeindruckt und frustriert ist.
Warner Bros. Pictures präsentiert in Zusammenarbeit mit Village Roadshow Pictures eine Silver-Pictures-Produktion in Zusammenarbeit mit Wigram Productions, einen Film von Guy Ritchie: „Sherlock Holmes“. Ritchie inszenierte den Film nach dem Drehbuch von Michael Robert Johnson und Anthony Peckham und Simon Kinberg sowie der Screen-Story von Lionel Wigram und Michael Robert Johnson. Joel Silver, Lionel Wigram, Susan Downey und Dan Lin produzierten den Film, als Executive Producers sind Michael Tadross und Bruce Berman beteiligt, als Co-Produzent fungierte Steve Clark-Hall.
Zum renommierten kreativen Team gehören der Oscar-preisgekrönte Kameramann Philippe Rousselot („Aus der Mitte entspringt ein Fluss“), Produktionsdesignerin und Oscar-Kandidatin Sarah Greenwood („Abbitte“, „Stolz & Vorurteil“), Cutter James Herbert („RocknRolla“) und die Oscar-preisgekrönte Kostümdesignerin Jenny Beavan („Zimmer mit Aussicht“). Die Musik schrieb der Oscar-Preisträger und mehrfach für den Oscar nominierte Komponist Hans Zimmer („Der König der Löwen“, „Gladiator“).
„Sherlock Holmes“ kommt weltweit im Verleih von Warner Bros. Pictures, a Warner Bros. Entertainment Company, sowie in bestimmten Ländern im Verleih von Village Roadshow Pictures in die Kinos.
Eine zeitlose Figur in einem völlig neuen Abenteuer:
Seit vielen Generationen steht der Name Sherlock Holmes für die Fähigkeit, über das Offensichtliche hinauszusehen und die Wahrheit in einem Labyrinth der Täuschungen aufzuspüren. Sir Arthur Conan Doyle hat den genialen Detektiv Ende des 19. Jahrhunderts erfunden: Durch eine Reihe von Geschichten und Romanen entwickelte er sich zu einer der nachhaltigsten Ikonen der Popkultur. Seine Abenteuer gehören zu den meistgelesenen der englischen Literatur.
„Er war wahrscheinlich der erste Superheld, ein intellektueller Superheld“, stellt Robert Downey Jr. fest – der Oscar-Kandidat spielt in „Sherlock Holmes“ die Titelrolle. „Er war und ist wahrscheinlich heute noch eine der bekanntesten Figuren der Welt – das ging so weit, dass die Leute glaubten, er habe tatsächlich existiert. Je genauer man die Bücher von Arthur Conan Doyle studiert, desto deutlicher erkennt man, was für ein vielschichtiger Charakter Sherlock Holmes ist. Er hat sehr weit reichende Fähigkeiten: Er spielt Geige, beherrscht Martial Arts und den Kampf mit Stöcken, ist Boxer und weiß das Schwert zu führen. Seine ausgeprägte Ethik treibt ihn an, den Guten beim Kampf gegen die Bösen zu helfen – deshalb hat er sein Leben der Tätigkeit als beratender Detektiv gewidmet. Er tut das nicht, um mit seinem Genie anzugeben oder den anderen mit seinen Schlussfolgerungen immer um eine Nasenlänge voraus zu sein; vielmehr ist er ein Kreuzritter.“
In diesem Sinne machten sich die Darsteller und Filmemacher von „Sherlock Holmes“ daran, tiefer in Conan Doyles vier Romane und 56 eigenständige Geschichten vorzudringen und Holmes’ Wesen zu analysieren. „Wir haben versucht, ihn auf seine Ursprünge zurückzuführen – so wie wir sie verstehen –, also zu einer Figur, die eher aus dem Bauch heraus handelt“, sagt Regisseur Guy Ritchie, der schon als Kind ein Holmes-Fan war. „Das berücksichtigen wir dabei, und wir machen ihn auch pfiffiger. Er interessiert sich für Chemie, Martial Arts, die menschliche Existenz an sich. Dennoch fühlt er sich auch in allen Bereichen der englischen Gesellschaft zu Hause, die ungeheuer komplex ist. Doch damals wie heute war und ist Sherlock Holmes einzigartig – er ist wirklich mit niemandem sonst vergleichbar. Das ist wohl auch der Grund, warum er immer noch so anziehend wirkt. Und obwohl wir unsere Geschichte im London der 1890er-Jahre ansiedeln, haben wir uns bemüht, sie so modern wie möglich zu gestalten.“
„Dieser Film zeigt Holmes von einer Seite, die relativ unbekannt ist, aber unglaublich viele filmische Möglichkeiten bietet und der Figur und Conan Doyles Abenteuergeschichten durchaus gerecht wird“, fügt Produzent Joel Silver hinzu. „Die bisherigen Verfilmungen von Sherlock Holmes haben den Geschichten eher eine Film-noir-Atmosphäre verliehen, aber im Grunde handelte es sich um Action-Romane. Tatsächlich ist Holmes ein Action-Mann der 1890er-Jahre, der mit seiner Kombinationsgabe und seinem Verstand seine gesamte Umwelt übertrifft – Scotland Yard eingeschlossen.“
Das Drehbuch zu „Sherlock Holmes“ schrieben Michael Robert Johnson und Anthony Peckham und Simon Kinberg nach einer Orginalstory von Lionel Wigram und Michael Robert Johnson. Wigram, der den Film auch produziert hat, wurde schon als Kind zum Holmes-Fan, als er die Geschichten las. „Als ich dann Produzent wurde, habe ich alle Storys noch einmal gelesen, und mir fiel auf, dass man Sherlock aus einer neuen Perspektive betrachten kann“, sagt er. „Zunächst habe ich einen Comic gezeichnet, mit dem ich im Grunde zeigen wollte, wie cool Sherlock sein kann und wie viel Spaß das bringt. Aber es ging mir auch um seine Menschlichkeit, um seine Schwächen und die Probleme, die sich aus seiner Genialität ergeben. Diese Figur ist heute genauso modern wie zu der Zeit, als sie erfunden wurde.“
Wigram unterhielt sich mit Mitgliedern der Baker Street Irregulars, einer Gruppe von Holmes-Experten aus aller Welt, die sich einmal im Jahr in New York treffen, um Erkenntnisse und Ideen auszutauschen und über ihren Helden zu diskutieren. „Wenn man sie kennen lernt, wird man schnell sehr demütig“, erinnert sich Wigram. „Ich hielt mich selbst ja für einen Fan, der sich mit Holmes auskennt, aber mit dem Fachwissen dieser Leute kann ich überhaupt nicht mithalten. Sie haben unseren Film in jeder Phase voll unterstützt, was für mich eine große Beruhigung war. Les Klinger, einer der Kuratoren der Irregulars und anerkannter Sherlock-Fachmann, hat uns sogar in Bezug auf die Sprache und sachliche Details beraten." Die Filmemacher hoffen „Sherlock Holmes“ zu einem Filmerlebnis zu machen, das ähnliche Begeisterung auslöst wie die Originalvorlagen. „Wir merkten, dass wir mit der heutigen Technik die Möglichkeit haben, allen Aspekten der Geschichte gerecht zu werden, wenn wir sie zum Leben erwecken“, sagt Produzentin Susan Downey. „Eine ganze Generation kennt von Sherlock Holmes nämlich nicht viel mehr als seinen Namen. Dann gibt es aber auch langjährige Fans, die auf seinen Deerstalker-Hut und den Spruch ‚Elementar, mein lieber Watson‘ warten, die allerdings in unserem Film nicht vorkommen. Dennoch versuchen wir dem Originalstoff gerechter zu werden, indem wir die Action der Geschichten betonen. So können wir alle Aspekte der gesamten Bandbreite dieses Phänomens auf die Leinwand bringen.“
„Das war eindeutig ein Abenteuer – genau wie die Geschichten selbst, als ich sie zum ersten Mal las“, fügt Jude Law hinzu, der John Watson spielt. „Nach wie vor geht es um Holmes’ messerscharfen Verstand, die Intrigen, die Wissenschaft und die Spannung der Originalgeschichten, aber wir zeigen auch die Prügeleien und das Chaos, das ebenso originalgetreu aus den Romanen übernommen wird. Ich hoffe wirklich, dass die Conan-Doyle-Fans ihren Spaß daran haben, denn ich bin selbst ein großer Fan und respektiere die Vorlagen. Ich bin überzeugt, dass wir ihnen gerecht werden, und gleichzeitig eröffnen wir unseren Figuren neue Dimensionen, wie es sie bisher nicht zu sehen gab. Auf geniale Weise betont Guy Ritchie die physische Seite der Handlung – mit unglaublichem Gespür sorgt er für einen gleich bleibend hohen Energiepegel.“
Silver bestätigt das: „Obwohl der Film im viktorianischen Zeitalter spielt, behandelt Guy den Stoff einfühlsam, trendig und originell, verleiht ihm all die dramatischen Ebenen eines Krimis, um dann unerwartet Action und Humor hinzuzufügen: Sie machen ‚Sherlock Holmes‘ zu einem mitreißenden und unglaublich lustigen Kinoerlebnis.“
Freunde & Feinde: Besetzung und Figuren in "Sherlock Holmes":
„Sherlock Holmes“ spielt im London des Jahres 1890, als die Stadt noch der Mittelpunkt der Welt zu sein schien: Neue Techniken ermöglichten den Fortschritt der Menschheit, in rasantem Tempo ersetzten neue Erfindungen das Hergebrachte. „Mit Begeisterung stürzte man sich auf die kommenden Technologien, man konnte noch staunen“, stellt Robert Downey Jr. fest. „Dies ist die Schwelle eines faszinierenden Zeitalters.“
Aber neben den prestigeträchtigen Hochglanzprojekten ist das London der 1890er-Jahre auch ein Morast, in dem alle kriminellen Elemente der damaligen Gesellschaft versickern … dadurch wird die Stadt zum idealen Betätigungsfeld für Sherlock Holmes. Downey weiter: „Die Stadt ist ungeheuer faszinierend, aber auch gefährlich – und Holmes kennt sie wie seine Westentasche. Er hat das Gefühl, den Feind auf seinem ureigenen Terrain zu stellen. Und er weiß ganz genau, mit wem er es zu tun hat.“
Für Guy Ritchie war Downey als Titelheld der Schlüssel seiner neuen Interpretation von „Sherlock Holmes“. „Ich halte Robert für den perfekten Holmes“, sagt der Regisseur. „Er ist zwar Amerikaner, beherrscht den englischen Akzent aber vollkommen – er wirkt einfach international. Auch Robert ist auf seine Art ein Genie. Er ist äußerst smart und schlagfertig – es gelingt ihm ohne Schwierigkeiten, eine Figur wie Holmes zu verkörpern, ohne dass das künstlich oder aufgesetzt wirken würde.“
Produzentin Susan Downey stimmt ihm zu: „Holmes’ Redegewandtheit, seine Wortwahl, seine Sprache liegen Robert quasi im Blut. Aber die Rolle in unserem Film fordert ihn besonders auch körperlich. Mit bloßen Fäusten bestreitet Holmes Boxkämpfe, und er beherrscht die Martial Arts, die Robert seit sechs Jahren praktiziert. Es lag also wirklich nahe, Robert als Holmes zu besetzen.“
Holmes’ ungewöhnliche Schrullen und sein verhaltener Idealismus schlugen in dem Schauspieler eine besondere Saite an: „Er ist ein Archetyp. Er wirkt fast wie ein Mönch: Er hat ein klares Ziel vor Augen, seine Moral wird durch seine Entschlossenheit und seine Taten bestätigt. Wenn er sich einmal nicht durch eine kreative Aufgabe inspiriert oder motiviert fühlt, kann er in einen Zustand verfallen, in dem er drei Tage lang kaum ein Wort spricht. Doch wenn er gefordert wird, mobilisiert er ungeheure Energieströme, die fast übermenschlich sind. Er sagt: ‚Nichts regt mich mehr an als ein Fall, bei dem alles schief läuft.‘ Und das Besondere an ihm ist letztlich seine leidenschaftliche Neugier und seine Fähigkeit, nicht nur die Augen aufzumachen sondern die Details auch richtig zu interpretieren.“
Doch Holmes wäre nicht Holmes, hätte er nicht Watson an seiner Seite, der ihm den Weg ebnet und als treuer Freund unterstützt. Wie bei Holmes hatten die Filmemacher das Gefühl, dass Dr. Watson in den Büchern viel dynamischer wirkt als in den bisherigen Kino- und TV-Verfilmungen. „Watson wurde manchmal als eine Art tollpatschiger Trottel dargestellt, der sich deutlich von Holmes’ überragendem Genie absetzt“, sagt Ritchie. „Dabei ist das gar nicht so. Watson spielt eine viel bedeutendere Rolle. Die beiden sind ein echtes Team.“
In „Sherlock Holmes“ könnte Watson gar nicht tougher sein. „Als Kriegsveteran ist er gerade aus dem afghanischen Krieg zurückgekehrt, er wurde verwundet und hat einiges aushalten müssen“, berichtet Wigram. „Er ist gut gebaut, stark, weiß sich zu bewegen. Er ist zwar nicht ein irres Genie wie Holmes, aber doch sehr clever." In mancher Hinsicht war die Besetzung des Dr. Watson durch Jude Law genauso entscheidend wie Downey als Holmes. „Sobald wir Jude besetzt hatten, konnten wir uns überhaupt nicht mehr vorstellen, dass jemand anderer den Watson spielt“, sagt Ritchie. „Ich wollte einen attraktiven Watson: Er soll keineswegs unterwürfig oder zweitklassig sein, sondern ebenfalls ein Held, der Holmes auf Augenhöhe begegnet. Ich bin überzeugt, dass Conan Doyle sich diese Art Beziehung vorgestellt hat.“
Jude Law hatte die Geschichten über Holmes und Watson schon als Kind gelesen und wunderte sich entsprechend, wie wenig von Watsons Potenzial bisher ausgeschöpft worden ist: „Er hat einen grausigen Krieg mitgemacht, hat schreckliche Dinge erlebt und körperlich gelitten. Aufgrund dieser militärischen Erfahrungen wollte ich ihn etwas formeller, als Vollprofi darstellen, während Holmes eher unkonventionell, exzentrisch und amateurhaft auftritt. Und Watson läuft ihm durchaus nicht trottelig hinterher, er springt genauso mitten ins Geschehen und rennt Holmes manchmal sogar voraus.“ Watson begleitet Holmes nicht nur bei seinen Ermittlungen, sondern ist auch der Erzähler der Sherlock-Holmes-Geschichten. „Ohne Watson gäbe es keinen Holmes, denn Holmes redet nie über das, was er tut. Doch Watson ist immer an seiner Seite“, sagt Downey.
„Watson war immer und bleibt auch jetzt das Auge des Zuschauers: Mit ihm beobachten wir, wie dieser große Mann die verknäuelten Indizien entwirrt“, erklärt Law. „Watson packt zwar bei den gemeinsamen Fällen durchaus mit an, aber er schaut auch staunend zu, wenn Holmes loslegt und sein unglaubliches fotografisches Gedächtnis benutzt oder aufschlüsselt, was sich wie zugetragen hat.“ Ihre Freundschaft spielt sowohl bei der Arbeit als auch im Privatleben eine wichtige Rolle. „Sie sind sich sehr nah, und wir zeigen, wodurch das deutlich wird“, stellt Ritchie fest. „Das ist sehr humorvoll, doch es gibt auch Eifersucht, vor allem aber aufrichtige Zuneigung in dieser Partnerschaft. Sie ergänzen einander: Holmes ist das kreative Genie, Watson der Besonnenere, Diszipliniertere der beiden.“
Gleich als Downey und Law sich kennen lernten, begannen die beiden Schauspieler ihre intensive Zusammenarbeit, die sich in ihren Darstellungen niederschlägt. „Robert und Jude sind gute Freunde geworden“, sagt Silver. „Man spürt auf der Leinwand deutlich, wie gut sie harmonieren. Fast telepathisch stellen sie eine Übereinstimmung her und erreichen so eine Dynamik, die ihre Partnerschaft trägt.“
„Jude ist sehr intelligent und liebt unseren Beruf“, fügt Downey hinzu. „Sofort als wir uns erstmals begegneten, entwickelten wir Ideen und warfen uns gegenseitig die Bälle zu. Wir haben dieselbe Wellenlänge, und die ist ziemlich exzentrisch. Er hat sich voll im Griff, und er ist immer bereit, sich der Situation anzupassen und auf die anderen zu reagieren. Wir haben wirklich als Team gearbeitet, um den Figuren und ihrer Freundschaft gerecht zu werden.“
„Im Grunde ging es mir darum – und das wünschten sich Guy und Robert von mir –, dass ich sozusagen das Yin dem Yang von Holmes gegenüberstelle“, kommentiert Law. „Robert und ich diskutierten lange darüber, wie wir unsere Figuren so ergänzen können, dass sie gemeinsam eine perfekte Einheit bilden. Viele Beschreibungen der beiden in den Büchern machen deutlich, dass sie gemeinsam unschlagbar sind, weil sie sich gegenseitig bedingungslos unterstützen und in ihrer Freundschaft fest verwurzelt sind. Oft wirkt das auch unglaublich komisch, denn Holmes’ Macken bringen Watson manchmal auf die Palme und umgekehrt.“
In jedem Fall ist Holmes mit seiner meisterlichen, detektivischen Nase sowohl Verbündeter als auch Widersacher von Scotland Yard und dessen verantwortlichen Inspector Lestrade, den Eddie Marsan darstellt. „Lestrade ist Staatsbeamter und hält sich an die Regeln – ist also genau das Gegenteil von Holmes“, sagt Marsan. „Sie arbeiten zusammen, aber das fällt ihnen oft sehr schwer. Doch zu Lestrades Zeit wimmelt es in London von Kriminellen, und wenn er auch von Holmes’ Methoden nichts hält, will er die Fälle natürlich lösen und die Verbrecher einlochen, und in der Regel hilft ihm Holmes dabei.“
„Holmes ist sich seiner exzentrischen Methoden durchaus bewusst – es ist also höchst unwahrscheinlich, dass jemand zu ähnlichen Ergebnissen kommen könnte“, bemerkt Downey. „Ich denke, dass er darauf sehr stolz ist. Darauf beruht sein Selbstwertgefühl – er bemüht sich wirklich sehr. Er will dem Gemeinwohl dienen.“ Doch die erfolgreiche Partnerschaft zwischen Holmes und Watson wird überraschend auf die Probe gestellt, als Watson sich in Mary Morstan (Kelly Reilly) verliebt und sie heiraten will. „Mary liebt Watson sehr, und sie bewundert Holmes, der sich von ihr aber irgendwie bedroht fühlt“, sagt Reilly. „Er ist überzeugt, dass Watson nach seiner Hochzeit wegziehen und damit die Partnerschaft gefährden wird...und damit könnte er Recht haben.“
Holmes ist erschüttert, denn Watson ist fest entschlossen, mit Mary ein neues Leben zu beginnen. „Holmes versteht nicht, warum Watson den derzeitigen Zustand überhaupt jemals ändern wollte“, sagt Susan Downey. „Im Verlauf der Handlung begreifen wir, warum sie einander brauchen. Watson stellt für Holmes den Ausgleich dar. In mancher Hinsicht vermittelt er zwischen Holmes und dem Rest der Welt.“
„Holmes ist ein Eremit und konzentriert sich ganz auf seine detektivische Arbeit“, sagt Wigram. „Er glaubt nicht an die Liebe, weil sie seine Arbeit beeinträchtigen könnte. Er hält nichts von der Ehe oder sonst übliche Beziehungen zu Frauen – dazu ist er zu unkonventionell.“
Doch die Ausnahme der Regel heißt Irene Adler. Die Amerikanerin aus New Jersey reist viel und ist in ihrer Unverfrorenheit ihrer Zeit weit voraus. Selbst mit den Gesetzen nimmt sie es nicht sehr genau. Irene taucht in den Sherlock-Holmes-Geschichten zwar nicht oft auf, spielte aber eine sehr denkwürdige Rolle in Conan Doyles Kurzgeschichte „A Scandal in Bohemia“ (Skandal in Böhmen) als die einzige Frau, die Holmes jemals übertroffen hat. „Ich stellte sie mir als eine Art Geheimagentin vor, die Männer verführt und bestiehlt – ganz wie Mata Hari“, kommentiert Wigram. „Ich fand die Idee toll, sie in die Geschichte einzuführen, um Holmes’ Herz zu brechen und ihm richtig zuzusetzen.“
Die Rolle von Holmes’ großer Liebe und Achillesferse besetzten die Filmemacher mit Rachel McAdams. „Rachel überzeugte mich als die ideale Irene“, sagt Ritchie. „Sie spielt sie mit einer fantastisch harmlosen Fassade, hinter der sich eine Schlange mit höllischen Absichten verbirgt. Man kann ihr wirklich nicht trauen: Sie lächelt sogar noch, wenn sie jemandem das Messer an die Kehle drückt. Ihre Sanftmut ist eine Maske, die sie einsetzt, um sich in dieser Männerwelt zu behaupten.“
„Irene hat etwas Geheimnisvolles – es machte also Spaß, dieses Unwägbare Schicht für Schicht zu ergründen“, berichtet McAdams. „Irenes Beziehung zu Holmes ist völlig unberechenbar und unorthodox, eine Gratwanderung zwischen Liebe und Misstrauen. Sie hat schon viele Leben gelebt und konzentriert sich immer ganz auf die Gegenwart. Tatsächlich lebt sie wie ein Mann, und das war in jener Zeit äußerst ungewöhnlich. Ich musste also den Mittelweg zwischen ihrer femininen Eleganz und ihrer rücksichtslosen, gefährlichen Natur finden.“
Während Irene Holmes ablenkt, stellt sie für ihn gleichzeitig ein Puzzle dar, das sich durchaus mit seinen Profi-Fällen vergleichen lässt. Und der Profi in ihm muss sich voll und ganz auf Lord Blackwood konzentrieren. Blackwoods ursprüngliche Verbrechen – offensichtliche Ritualmorde an jungen Frauen – haben Holmes kaum herausgefordert, doch Blackwoods augenscheinliche „Auferstehung“ von den Toten ist für Holmes ein perfekter Fall.
Mithilfe des Spiritualismus stilisiert sich Blackwood selbst zu einem mächtigen Herrn der Finsternis, der die Mächte des Bösen einsetzen will, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. „Im späten Viktorianismus interessierte man sich intensiv für das Spirituelle“, kommentiert Wigram. „Zu jener Zeit gab es Leute wie Aleister Crowley und Rasputin, die sich dem Okkulten verschrieben und es blendend verstanden, den Menschen einzureden, dass sie über die Kräfte aus dem Jenseits gebieten konnten. Holmes findet es außerordentlich spannend, jemanden wie Blackwood zu entlarven.“
„Lord Blackwood bildet einen wunderbar obskuren, bösen Gegenpol zu Holmes“, sagt Mark Strong, der die Blackwood-Rolle übernimmt. „Er dilettiert im Bereich des Okkulten und redet den Leuten ein, dass er von den Toten auferstehen kann. Dadurch versetzt er London in Angst und Schrecken – die Leute glauben, dass er ein übernatürliches Wesen ist. Gleichzeitig ist er als Erfinder seiner Zeit voraus. Dadurch ergibt sich für Holmes ein interessantes Dilemma, denn er ist Wissenschaftler und Pragmatiker. Ich möchte Blackwood als geheimnisvolle Figur präsentieren, von der größte Gefahr ausgeht. Denn es gibt Gründe für seine furchtbaren Taten. Ich hoffe, dass ich ihn als würdigen Gegner für Holmes darstelle.“
„Sherlock Holmes“ ist bereits Ritchies dritter Film mit Strong – die beiden haben zuvor „Revolver“ (Revolver) und „RocknRolla“ (RocknRolla) gemeinsam gedreht. Ritchie wusste genau, dass der Schauspieler Blackwood die nötige Präsenz verleiht, um den Detektiv ernsthaft herauszufordern. „Mark ist ein fantastisches Chamäleon“, sagt der Regisseur. „Er gehört zu den wenigen Schauspielern, die einen ansonsten ziemlich theatralischen Satz durchaus überzeugend sprechen können, und genau das ist die Voraussetzung für Blackwood, der sehr dramatisch und imposant auftritt.“
Obwohl Blackwood den Mantel des Übernatürlichen über die Ereignisse deckt, „irrt sich Holmes trotz seiner Logik jedes Mal, denn er ist überzeugt: Je merkwürdiger etwas wirkt, desto einfacher muss es zu erklären sein“, sagt Downey. „Er glaubt, dass Blackwoods Taten wissenschaftlich erklärt werden können. Er sagt: ‚Man sollte nie eine Theorie entwickeln, bevor man nicht Daten gesammelt hat. Denn sonst verdreht man die Fakten, um sie der Theorie anzupassen. Dabei sollte es umgekehrt sein.‘ Aufgrund solch klarer Argumentation setzt sich Holmes von jedermann ab – vielleicht ist er der einzige Mensch auf der Welt, der Blackwood aufhalten kann.“
Das erste Angriffsziel: Die Action in "Sherlock Holmes"
Im Film wie in den Büchern bewähren sich Holmes und Watson in handfesten Auseinandersetzungen, und ihre Fähigkeiten werden immer wieder auf die Probe gestellt. Holmes ist in den Martial Arts versiert, eine Fertigkeit, die er mit dem Hauptdarsteller und mit dem Regisseur von „Sherlock Holmes“ gemeinsam hat, denn auch Downey und Ritchie praktizieren Martial Arts seit etlichen Jahren. Gemeinsam entwickelten sie Holmes’ ganz persönlichen Kampfstil. „Doyle nennt es in den Romanen Baritsu, was aus dem Jujitsu-Hybrid des 19. Jahrhunderts mit dem richtigen Namen Bartitsu entstand. Entwickelt hat ihn Edward William Barton-Wright“, erklärt Downey. „Guy hat sich persönlich für Jujitsu entschieden. Ich praktiziere Wing Chun Kung Fu. Daraus entwickelten wir für unseren Film eine eigene Kombination von Martial-Arts-Stilen.“
Holmes ist zwar bekannt dafür, in Ausübung seines Berufs Gegner höchst effizient zu neutralisieren, aber er lässt andererseits auch gern Dampf im Boxring ab: Er trainiert in einem von Arbeitern frequentierten Pub namens Punch Bowl. Hier, vor einem ungehobelten Publikum, stellt sich Holmes einem riesigen Boxer namens McMurdo, der von David Garrick dargestellt wird. Die beiden liefern sich einen brutalen Kampf mit bloßen Fäusten, und der Detektiv kann beweisen, über welch erstaunliche Körperkräfte er verfügt.
„Nur im Boxring, in dem mit bloßen Fäusten gekämpft wird, schaltet Holmes einmal seinen Verstand ab“, sagt Downey. „Dennoch überlegt er auch in dieser Situation: ‚Wie kann ich den Kampf gewinnen?‘ Aber seine sonstigen aktuellen Probleme blendet er aus. Menschliche Beziehungen spielen in diesem Moment keine Rolle. Es geht nur um ihn und seinen Gegner.“
„Im Punch Bowl trainiert Holmes, er leistet sich Fehler und probiert Techniken aus, um übermächtige Gegner zu überwinden“, kommentiert der Kampf-Berater Eric Oram, der seit Jahren mit Downey Wing Chun Kung Fu trainiert und dem Schauspieler bei der Vorbereitung auf die Kampfsequenzen half. „In der ersten Hälfte des Kampfes setzt er seine Kraft nur minimal ein. Erst als sein Gegner sich unfair verhält, will er ihm eine Lektion erteilen.“
Auch Watson kann sich in einer Schlägerei behaupten – nicht weil ihm das gefällt, sondern weil er keine Wahl hat. Entsprechend prügelt er im Vergleich zu Holmes’ elegantem Kampfstil einfach drauf los. „Watson ist es gewohnt, im Nahkampf sein Leben zu verteidigen“, bestätigt Downey. „Sein Stil ist viel offener, aber durchaus nicht weniger effektiv als Holmes’ Methode. Tatsächlich denkt Holmes oft viel zu lange über die beste Schlussfolgerung nach, während Watson mit allem um sich schlägt, was ihm unter die Finger kommt.“
„Watson ist ein Kriegsveteran – er ist es gewohnt, aus der Situation heraus zu reagieren“, sagt Stunt Coordinator Franklin Henson. „Wie in einer Straßenschlägerei kann er wild austeilen, und er setzt alles ein – Kopf, Knie oder Ellbogen –, um seinen Gegner zu überwältigen.“ An den Kampfszenen hatte Law besonders viel Spaß: „Wenn man sich in Guys Hände begibt, der ein ganz besonders filmisches Auge hat, ist klar, dass die Kampfszenen ungewöhnlich werden. Er denkt sich immer neue Wege aus, um die Hintergründe des Kampfes ins Bild zu bringen, und er weiß ganz genau, was er will. Das bringt richtig Spaß.“
Kameramann Philippe Rousselot setzte die Kamera und die Beleuchtung ein, um die Kämpfe möglichst körperlich und unmittelbar zu gestalten. „Guy gestaltet den Film so, als ob die Zuschauer mitten im Geschehen wären“, berichtet Rousselot. „Ein gutes Beispiel dafür ist der Kampf im Punch Bowl. Er legte größten Wert auf jedes Detail, vom kleinsten Schweißtropfen bis zur körperlichen Reaktion des Widersachers auf jeden Treffer, aber auch auf die Bewegungen und Balgereien in der Zuschauermenge.“
Ritchie setzt diese Sequenzen auch ein, um Holmes’ Gedanken während des Kampfes zu analysieren. Er und Rousselot benutzten bei diesen blitzartigen Momentaufnahmen eine digitale Hochgeschwindigkeitskamera namens Phantom, mit der man extreme Zeitlupeneffekte erzielen kann. „Das Phantom kann eine Sekunde bis zu 40, 50 Sekunden ausdehnen“, sagt der Regisseur. „Die Kamera speichert in kürzester Zeit sehr viele Bildinformationen – die perfekte Methode, um zu illustrieren, wie Holmes’ Verstand arbeitet. Er kann ungeheuer viel Information in den Bruchteil einer Sekunde komprimieren.“
Bei einer entscheidenden Action-Sequenz auf einem mehrere Stockwerke hohen Set, für das Teile der Tower Bridge nachgebaut wurden, probte Ritchie unter Anleitung von Oram, Henson und Kampf-Coordinator Richard R. Ryan sehr ausführlich mit den Darstellern. „Wir haben sehr intensiv mit dem vielköpfigen Stunt-Team gearbeitet“, stellt Co-Produzent Steve Clark-Hall fest. „Roberts Fähigkeiten waren bekannt, er versteht wirklich etwas davon, und wir konnten seine Fertigkeiten wirklich gut zur Geltung bringen. Derart intensive Action wie in diesen Stunt-Sequenzen erfordert sehr genaue Abstimmung im Team.“
Um die chaotischen Kämpfe in diesen Szenen wirkungsvoll zu gestalten, bemühte sich Ritchie um eine Mischung aus einstudierten Bewegungen und Spontaneität: „Vom kreativen Konzept her wollte ich den Film möglichst realitätsnah und schnörkellos strukturieren – die Szenen sollen also nicht choreografiert aussehen. Wir haben alles vorher abgesprochen, aber wir achteten darauf, dass auch noch Platz für Improvisationen blieb. Allzu perfekt soll es nicht wirken.“
Diese Einstellung gefiel Rachel McAdams, die in der Tower-Bridge-Sequenz umfangreiche Stunts zu absolvieren hat. „Guy legt auf das Chaos wert, um diese fantastische Welt möglichst wahrhaftig zu zeigen“, sagt sie. „Man ist immer wieder versucht, sich viel zu kultiviert zu verhalten, wenn man es mit dieser Epoche zu tun hat, doch Guy sorgte dafür, dass es auch rau, ungehobelt und modern zugeht. Durch die Filmarbeit mit Guy habe ich gelernt, mich sehr schnell und präzise zu bewegen, dabei aber immer offen und flexibel zu bleiben.“
Natürlich spielt auch der Humor eine wichtige Rolle und ist in allen Action-Szenen spürbar. „Lockere und ernste Momente müssen sich unbedingt abwechseln“, weiß Ritchie. „Während also die lustigen Momente im Verlauf immer lustiger werden, werden die düsteren Momente auch immer düsterer.“
Von Baker Street Nr. 221B bis auf die Spitze der Tower Bridge: So setzt sich Sherlock Holmes' London zusammen:
Sherlock Holmes’ London sollen die Zuschauer quasi anfassen können – deshalb zeigt Guy Ritchie die Stadt am Scheideweg zwischen der Vergangenheit und dem beginnenden neuen Zeitalter – eine riesige, düstere Metropole, in der sich kühne neue Gebäude gegen die alten durchsetzen. „London war das Zentrum der industriellen Revolution – Enthusiasmus und kreative Energie versetzten die Stadt regelrecht in Schwingungen“, berichtet Ritchie. „Die Tower Bridge wurde gerade gebaut – eine der vielen äußerst ehrgeizigen Vorhaben der Viktorianer.“
„Der Film zeigt das britische Imperium auf dem Höhepunkt seiner Macht“, fügt Robert Downey Jr. hinzu. „Man hat das Gefühl, den Zenit des modernen Zeitalters erreicht zu haben – das Interesse an den neuen technischen Entwicklungen ist ungeheuer.“
Für alle Filmabteilungen gab es die Vorgabe: Das Design sollte sich möglichst authentisch an der damaligen Realität orientieren, aber gleichzeitig einen neuen, originellen Blick auf Holmes’ Welt ermöglichen. „Das ist der Schlüssel zu diesem Film“, sagt Kostümdesignerin Jenny Beavan. „Ich wurde angewiesen, den berüchtigten Deerstalker-Hut wegzulassen, der das Markenzeichen des alten Holmes darstellt.“ Sie weist darauf hin, dass Conan Doyle diesen Hut gar nicht erwähnt, vielmehr taucht er erstmals in einer frühen Illustration einer der Geschichten auf. „Unser Holmes wirkt zerknittert und ungepflegt. Man hat das Gefühl, dass er seine Kleidung achtlos auf die Erde wirft, wenn er sie nicht mehr braucht, und wenn er sich wieder anzieht, dann sucht er sich das aus einem Haufen zusammen. Ein Beispiel: Bei dem Essen mit Watson und dessen Verlobten trägt Holmes einen Smoking, aber Hemd und Krawatte sitzen nicht ganz so, wie es sich gehört. Seine Kleidung wirkt ein bisschen so, als ob sie aus einem Secondhand-Laden stammt.“
„Aus den Büchern wissen wir und auch im Film erleben wir, dass Holmes sich manchmal wochenlang in seiner Wohnung verkriecht, auf dem Sofa liegt und gar nichts tut“, kommentiert Wigram. „In einer solchen Situation wird er wohl nicht gerade gepflegt aussehen. Er ist eine Art Bohemien. Wir gestalten seine Garderobe also unkonventionell und romantisch. Wir stellten uns vor, dass er sich eher wie ein Maler oder Dichter und nicht wie ein Geschäftsmann oder Gentleman jener Zeit kleidet – ich hatte die Rolling Stones in ihrer viktorianischen Phase vor Augen“, grinst sie.
In auffälligem Kontrast zu Holmes kleidet sich Watson untadelig und schick, makellos und sehr elegant. Als ehemaliger Soldat, der vor Kurzem aus dem Krieg in Afghanistan zurückgekehrt ist, lässt seine Kleidung auf seinen Militärdienst schließen. „Dicker Harris-Tweed lässt Watson sehr solide wirken – er steht mit beiden Beinen auf der Erde“, sagt Beavan. „Seine Anzüge mit Weste sind von Braun- und Blautönen geprägt, und er trägt einen kantigen Bowler, der angemessen männlich wirkt und sehr gut zu Watson passt.“
Auch bei Irene Adlers Kostümen geht es um die Details. Beavan benutzte authentische Vorlagen aus dem 19. Jahrhundert, um sie dann mit einer besonderen Note zu versehen: „Der Schnitt und die Muster entsprechen der damaligen Zeit, aber ich beschloss, durch die Farbe starke Akzente zu setzen – auffälliges Rosa und Blau –, um sie besonders hervorzuheben.“
In anderen Szenen trägt Irene verhaltene Farben, zum Beispiel ein blaues Kostüm mit schwarzer Spitzenbluse in den Punch-Bowl-Szenen und ein praktisches Donegal-Tweed-Kleid, als sie flieht. Irenes Kleider bestehen aus Duchess-Satin, der zu sehr ausdrucksstarken Rüschen geformt wird, und seidigem Samt. Beavans erfindungsreichste Kreation für Irene ist der Mantel mit Schlitz, der Platz für die Turnüre (Gesäßpolster) ihres Kleides lässt, und langen Ärmeln, in denen sie ihre Waffen verbergen kann. Sie trägt auch verschiedene Hüte, darunter zwei kleine Bowler.
Um auch Irenes sanftere Seite sowie ihren internationalen Stil zur Geltung zu bringen, gestaltete Beavan einen wunderschönen Seiden-Kimono in Lila- und Goldtönen. „Glücklicherweise fand ich den perfekten Stoff in meiner eigenen Werkstatt“, erinnert sie sich. „Es handelt sich um Seidendamast mit einem leichten Blumenmuster. Besonders ansprechend wurde der Stoff, als wir ihn einfärbten und das Muster sehr viel stärker zur Geltung kam.“
Irene Adler (Rachel McAdams) und Mary Morstan (Kelly Reilly) tragen nicht einfach nur Schmuckimitationen, sondern seltene, unschätzbare Juwelen, die von Martin Travis von der Firma Symbolic & Chase in der Old Bond Street in London zur Verfügung gestellt wurden. Diese Stücke wurden aus der privaten Kollektion ausgewählt, zum Beispiel ein 47-karätiger raffinierter, gelber Diamant, den Irene laut Drehbuch einem Prinz gestohlen hat; Irenes Spinell-Diamant-Anhänger aus dem 19. Jahrhundert; und Marys Diamantenhalsband aus dem 19. Jahrhundert, von dem Holmes korrekt annimmt, dass sie es von ihrem Arbeitgeber ausgeliehen hat.
„Die Kostüme sind phänomenal“, berichtet McAdams. „Es ist wunderbar, all die Details zu bestaunen, mit denen sich auch einige Fragen in Bezug auf meine Rolle beantworten lassen. Mir wurde dadurch deutlich, welchen Schmuck Irene trägt und welches Parfüm sie benutzt. Allein die Kleider sind wunderschön. Ganz erstaunlich, wie viel Arbeit und Energie Leute investierten, um sie herzustellen.“
Auch Produktionsdesignerin Sarah Greenwood variierte die üblichen Darstellungen des viktorianischen Englands, um Ritchies Vorstellungen gerecht zu werden. „Wir machen einen lustigen, intuitiven, temporeichen und dynamischen Film“, sagt sie. „Von Anfang an war die Vorgabe, diese Elemente bei allen Entwürfen mit zu bedenken.“
Greenwood schuf mit ihrem Team einen Look für die Sets, der absolut authentisch wirkt. „Holmes allein ist schon exzentrisch genug – er braucht keine fantastische Umgebung“, sagt sie. „Unter dieser Voraussetzung konnten wir das Design ein wenig abändern. Es geht doch darum, die damalige Epoche einzufangen und das Milieu als Unterstützung der Story einzusetzen.“
Die größte Herausforderung für das Produktions-Design-Team bestand in der gewaltigen Bandbreite des Films. „Wir wechseln aus der Gosse zur Erhabenheit des Parlamentsgebäudes, von den Werften auf den Chatham Docks in gruselige Grüfte und in Holmes’ intime Privatgemächer“, berichtet Greenwood.
Diese ungeheure Bandbreite bewältigte man durch die Verwendung von Originalschauplätzen, durch besonders für den Film eingerichtete Sets in Großbritannien und im Computer generierte Bilder. Dann wechselte das Team nach New York City, um im Studio die Szenen auf den größeren Innensets des Films zu drehen.
„Guy ist es gewohnt, an Originalschauplätzen zu filmen, und gestaltet das sehr effektiv“, sagt Clark-Hall. „Es bringt eine Menge, wenn man draußen dreht. Aber es ist in vieler Hinsicht auch komplizierter, weil man die Locations absperren muss etc. Doch was die Größe und Dimension der Schauplätze angeht, gewinnt man ungeheuer viel, vor allem, wenn es sich um eine Metropole wie London mit ihrer überall präsenten historischen Dimension handelt.“
Die Filmemacher drehten an Schauplätzen in London, Liverpool und Manchester, um das London wieder auferstehen zu lassen, wie es Ende des 19. Jahrhunderts ausgesehen hat. „Das war reichlich kompliziert, weil Sarah sich großräumige Schauplätze am Themse-Ufer, in der Altstadt und am Parlament wünschte. Das erwies sich als sehr schwierig, weil es dort zu viele moderne Gebäude gibt“, erinnert sich Clark-Hall. „Deshalb drehten wir neben London auch in Liverpool und Manchester, und in der Kombination der Details gelang es uns, unser viktorianisches London zu schaffen.“
„Die Locations dieses Films sind wirklich bemerkenswert“, stellt Law fest. „Ich bin hier aufgewachsen, aber wir haben in Vierteln gearbeitet, die ich überhaupt nicht kenne – ausgesprochen schöne viktorianische und edwardianische Ecken mit Kopfsteinpflaster in London, Manchester und Liverpool. Ich habe im Laufe der Dreharbeiten sehr viel Neues über meine Heimat erfahren.“
Im Film bewegen sich Holmes und Watson durch alle Ebenen der Londoner Gesellschaft – von den schmutzigen Industriegebieten bis zur formalen Pracht. Der Film beginnt in den dunklen Winkeln der Kirche St. Bartholomew the Great aus dem 12. Jahrhundert, wo Holmes und Watson den bösen Blackwood stellen, um den brutalen Ritualmord an einer jungen Frau zu verhindern. Weitere berühmte britische Gebäude in diesem Film sind St. Paul’s Cathedral; der Reform-Club, einer der ältesten und berühmtesten Privatclubs der Stadt (in dem Conan Doyle sogar Mitglied war); das alte Marine-College in Greenwich; Somerset House mit Blick über die Themse; und der Brompton-Friedhof in Kensington, wo der einzige Zeuge von Blackwoods Auferstehung seine bestürzende Aussage macht.
Eine der aufwändigsten Sequenzen – die Verfolgungsjagd durch ein in Betrieb befindliches Schlachthaus des 19. Jahrhunderts – findet in einem nicht mehr verwendeten Lagerhaus im Londoner East End statt, wo Greenwood mit ihrem Team ein überzeugendes, brutales Labyrinth aus beweglichen Maschinen aufbaute. Das gesamte Set wird geprägt von Messern, Sägen und riesigen Haken, die an Ketten von der Decke hängen.
Im Zuge ihrer Ermittlungen geraten Holmes und Watson in ein provisorisches Labor, wo Blackwoods Mitarbeiter Luke Reordan, gespielt von Oran Gurel, geniale und seltsame Experimente durchführt. Ein Gebäude in den Londoner Spitalfields wurde in eine sichtbare Ausformung von Reordans abartiger Psyche verwandelt: Gekritzelte Anmerkungen und lateinische und hebräische Bibelzitate sind an die Wände gepinnt, Kruzifixe und heidnische Amulette hängen von der Decke, überall liegen sezierte Frösche und Ratten herum.
„Das Chaos in Reordans Labor hat zwar einen methodischen Sinn, aber nur jemand wie Holmes kann ihn entdecken“, sagt Greenwood. „Ich wollte vermeiden, dass das Labor zu fantastisch wirkt – es soll nicht wie eine Idee von Jules Verne aussehen. Es ging uns darum, alles so realistisch wie nur möglich zu gestalten.“
Eine ausgedehnte Kampf- und Verfolgungssequenz beginnt in Reordans Labor und wird auf der anliegenden Werft fortgesetzt, wo gerade ein riesiges Schiff gebaut wird. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung bekommen es Holmes und Watson mit Blackwoods hünenhaftem Helfershelfer Dredger zu tun, der von dem Schauspieler und Profi-Wrestler Robert Maillet gespielt wird.
Dieses große Set wurde auf den Chatham Historical Docks am Stadtrand von London gebaut. Das Bauteam konstruierte die linke Seite des originalgroßen Schiffs, das 70 Meter lang und fünf Meter hoch war, wobei der fünf Meter lange Mittelteil sogar eine Höhe von zehn Metern hatte. In der Endfertigung wurde das Schiff mithilfe von Computereffekten noch weiter erhöht.
Zur Anfertigung der Bauteile waren fünf Wochen nötig, und weitere fünf Wochen brauchte das Team, um sie am Chatham-Set zusammenzusetzen. Dabei arbeitete Greenwoods Team eng mit der Abteilung für Spezialeffekte zusammen, denn es ging darum, zusammenbrechende Laufstege, ruckelnde Plattformen und hölzerne Balken mit Sollbruchstellen für die Dreharbeiten gleich mit einzuplanen.
Nach Abschluss der Dreharbeiten in Großbritannien reiste das Team über den Atlantik, um in den Studiohallen der Marcy Avenue Armory in Williamsburg/Brooklyn/New York weiterzuarbeiten. In dieser riesigen Halle entstanden drei wichtige Sets: der Dachboden über der Punch Bowl, die Innenräume von Sherlock Holmes’ Wohnung in der Baker Street Nr. 221B sowie ein Teil der berühmten Londoner Tower Bridge, wie sie in der Bauphase 1890 aussah.
Der Dachboden über der Bar Punch Bowl, wo Holmes an Boxkämpfen mit bloßen Fäusten teilnimmt, ist eng und schmutzig – hier meditiert Holmes, während er versucht, dem Geheimnis von Lord Blackwood auf die Spur zu kommen. Greenwood überlegte zusammen mit dem Regisseur, welche Art Bilder Holmes’ Beschäftigung mit Blackwoods Spiritualismus illustrieren könnten. „Der Symbolismus spielt eine große Rolle, viele Bilder beziehen sich auf den Tempel der Vier Orden, jene Geheimsekte, die Blackwood für sein Komplott instrumentalisiert“, erklärt sie.
Ein weiteres bedeutendes Set sind Holmes’ Privatgemächer in der Baker Street 221B – sie gehören zu der Wohnung, die er sich mit Watson und der gemeinsamen Haushälterin Mrs. Hudson (Geraldine James) teilt. „Der Raum gehört Mrs. Hudson und wurde vor 20 oder 30 Jahren eingerichtet, wirkt also etwas schäbig und zerschlissen, seit Holmes eingezogen ist“, berichtet Greenwood. „Er entspricht daher durchaus nicht einem üblichen viktorianischen Salon – im Gegenteil. Holmes hat sich dort eingenistet und ihn völlig verkommen lassen.“
Zeitgenössische Möbel, Vorhänge und viele Einrichtungsgegenstände, die man auf Flohmärkten, in Antiquitätenläden und Leihhäusern fand, wurden von England nach New York verschifft, um die Räume der Wohnung in der Baker Street einzurichten. „Alle Requisiten haben wir aus England mitgebracht, weil sich der britische Viktorianismus deutlich vom amerikanischen Viktorianismus unterscheidet“, sagt die Innenausstatterin Katie Spencer. „Dieser ganz besondere Stil ist nur noch schwer zu finden.“
Das chaotische Durcheinander der Wohnung entspricht Conan Doyles Beschreibung von Holmes’ schlecht organisierten Gewohnheiten, aber auch dem genialen, komplexen Verstand des Detektivs. „Alle Gegenstände erinnern an seine Reisen, seine Neugier auf menschliche Befindlichkeiten, menschliche Anatomie, Chemie, Fotografie … praktisch alles, was einen Mann wie Holmes interessieren könnte“, erklärt Ritchie.
Bücher mit Eselsohren, Zeitungen, orientalische Gemälde und Teppiche, unbezahlte Rechnungen, Landkarten von Großbritannien, Anatomiezeichnungen, ein Tigerfell als Vorleger, halb gegessene und dann vergessene Mahlzeiten finden sich in Holmes’ Privatgemächern – ganz zu schweigen von Watsons recht tolerantem Hund Gladstone. Entsprechend seinem Beruf finden sich dort auch Perücken, Schnurrbärte und falsche Nasen für seine Verkleidungen, außerdem ein gepolsterter Pfosten, an dem Holmes seine Martial-Arts-Übungen macht.
„Das sind nur Kleinigkeiten, aber für ihn sind sie sehr wichtig“, erklärt Downey. „Erst durch diese Details fühle ich mich auf diesem Set richtig wohl. Zu seinem Beruf gehört es nun mal, dass er viel Zeit allein verbringt, aber wenn er nicht angeregt wird, empfindet er das schlimmer als den Tod. Also bietet die Baker Street hoffentlich alles, was ihn davon abhält, sich zu Tode zu langweilen.“
„Es war wunderbar, mit einem Schauspieler wie Robert zusammenzuarbeiten, denn ihm bedeutet dieses Ambiente sehr viel – er verwendet die Requisiten, wie wir uns nie hätten träumen lassen“, sagt Katie Spencer. „Robert legte größten Wert darauf, dass es für die Anwesenheit jedes Requisits auch eine Begründung gibt – reine Dekoration wäre ihm zu wenig gewesen.“
Greenwood, Spencer und das Ausstattungsteam brachten auch zahlreiche „Ostereier“ auf dem Set unter, die Sherlock-Holmes-Fans aus den Geschichten von Conan Doyle wiedererkennen werden, zum Beispiel den Zitronensaft, den Holmes für seine Geheimschrift verwendet, ein Diorama mit Bienenstöcken unter einer Glasglocke und einen Bereich für seine phrenologischen Studien, denn die gebildeten Stände interessierten sich damals sehr für das Studium von Schädelformen. „Es gibt in diesem Film jede Menge Hinweise auf Doyle“, sagt Robert Downey Jr. „Der ganze Film ist davon geprägt, nicht nur die Ausstattung, sondern auch das Drehbuch.“
Watsons Praxis befindet sich ebenfalls in der Baker Street und wurde als Studioset gebaut: Im Gegensatz zu Holmes’ Räumen herrscht dort Ordnung, die Arztdiplome hängen an den Wänden neben Patriziergemälden, Kerzenhaltern in Form von Schwertern, und die medizinische Ausstattung ist sauber aufgereiht.
Nicht alle Studiosets stellen Innenräume dar. Das mit Abstand größte Set war der Schauplatz der Kampfsequenz auf dem Höhepunkt des Films: die Tower Bridge. Heute zählt sie zu den Wahrzeichen von London. Den Namen erhielt sie vom Londoner Tower, der sich am nördlichen Ende der fast 250 Meter langen Brücke befindet und auch das Design der beiden 60 Meter hohen Brückenpfeiler beeinflusst hat. 1890 befand sich die Tower Bridge noch im Bau, die Stahlkonstruktion und Laufstege waren noch ganz den Elementen ausgesetzt, was der abschließenden Auseinandersetzung im Film einen faszinierenden und unberechenbaren Schauplatz verschafft.
Das Tower-Bridge-Set wurde vor einer Greenscreen errichtet, mit deren Hilfe man später durch visuelle Effekte das Panorama der Stadt und der Themse des Jahres 1890 einfügen konnte. „Mithilfe der modernen Technik können wir dem damaligen London im Film sogar eine Hauptrolle geben“, sagt Wigram. „Die Umgebung wirkt ganz real. Mit unserem hervorragenden Team haben wir hoffentlich ein historisches London geschaffen, wie es so noch nie auf der Leinwand zu sehen war.“
„Guy kennt sich in London bestens aus, was auch bedeutet, dass er sich nicht allzu sklavisch an die Vorgaben hält“, berichtet Mark Strong. „Der Film spielt zwar zu einer genau definierten Zeit, aber Guy zeigt seine eigene Sicht der Stadt und verleiht ihr damit eine ungeheure Dynamik. Es war absolut genial, Sherlock Holmes mit Guy Ritchie zusammenzubringen. Guy bringt sehr viel Originalität und Energie in diese Mischung ein.“
Das letzte fehlende Element war Hans Zimmers Musik, die die dramatische Handlung, die Verspieltheit, Action und Intrigen untermalt. „Es ist wirklich ein Vergnügen, mit Guy zusammenzuarbeiten, um die unterschiedlichen Tonlagen in den Lebensbereichen von Holmes und Watson zu gestalten – vom Parlamentsgebäude über den Boxring bis zu den düsteren Grüften unterhalb einer Kathedrale“, kommentiert Zimmer, der erstmals einen Score für Ritchie schreibt. „Die Story ist sehr vielschichtig, stellt viele Figuren vor, sodass wir musikalisch eine große Bandbreite von Themen in den Film einbringen können.“
Dazu Ritchie: „Hans und ich haben weit gehend übereinstimmende Ansichten über den neuen Ansatz in unserer Filmmusik. Die Musik entwickelt eine Eigendynamik und spielt im kreativen Prozess eine wichtige Rolle. So gelingt es uns, ‚Sherlock Holmes‘ eine moderne Atmosphäre zu geben.“
Und Silver sagt abschließend: „Uns geht es darum, einen Film zu machen, der die Holmes-Fans anspricht und den abenteuerlichen Holmes-Stil auch einer neuen Generation nahe bringt. Und ich finde, das ist in allen Bereichen hervorragend gelungen. Das wird ein fantastischer, wilder Spaß.“
Die Darsteller:
Robert Downey Jr.
Robert Downey Jr. zählt zu den renommiertesten Schauspielern der Gegenwart. Vor Kurzem erhielt er seine zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie Nebendarsteller mit seiner Leistung in Ben Stillers Hitkomödie „Tropic Thunder“ (Tropic Thunder). Seine Darstellung des weißen australischen Schauspielers Kirk Lazarus, der einen schwarzen Amerikaner darstellt, brachte ihm auch Nominierungen für den Golden Globe, den Preis der British Film and Television Academy (BAFTA) und den Preis der Screen Actors Guild (SAG; US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) ein. Seine Titelrolle in Richard Attenboroughs gefeiertem „Chaplin“ (Chaplin; 1992) wurde mit einer ersten Oscar-Nominierung sowie dem BAFTA und dem Preis der Londoner Filmkritiker gewürdigt. Außerdem wurde er für den Golden Globe nominiert.
Im Sommer 2008 reagierten Kritiker und Zuschauer begeistert auf seine Darstellung des Titelhelden in Jon Favreaus Blockbuster „Iron Man“ (Iron Man). Die Kinoversion des Marvel-Comics-Superhelden spielte weltweit über 585 Millionen Dollar ein und machte den Film zu einem der größten Erfolge des Jahres. Dieselbe Rolle spielt Downey in dem Sequel, das im Sommer 2010 anläuft.
Zu Downeys aktuellen Filmen zählen „The Soloist“ (Der Solist) mit Jamie Foxx; „Charlie Bartlett“ (Charlie Bartlett); David Finchers „Zodiac“ (Zodiac – Die Spur des Killers) mit Jake Gyllenhaal und Mark Ruffalo; Richard Linklaters „A Scanner Darkly“ (A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm) mit Keanu Reeves, Winona Ryder und Woody Harrelson; „Fur“ (Fell – Eine Liebesgeschichte) mit Nicole Kidman in der Lebensgeschichte der berühmten Fotografin Diane Arbus; und „Kiss Kiss Bang Bang“ (Kiss Kiss Bang Bang).
Eine weitere SAG-Nominierung erhielt er als Ensemblemitglied in George Clooneys nach einer wahren Geschichte entstandenen „Good Night, and Good Luck.“ (Good Night, and Good Luck.). Und einen speziellen Jury-Preis erhielt er zusammen mit dem Ensemble von „A Guide to Recognizing Your Saints“ (Kids – In den Straßen von New York), der 2006 auf dem Sundance Film Festival lief.
Zu Downeys umfangreicher Filmografie gehören außerdem „Gothika“ (Gothika) mit Halle Berry; „The Singing Detective“ (The Singing Detective); Curtis Hansons „Wonder Boys“ (Die WonderBoys) mit Michael Douglas; „U.S. Marshals“ (Auf der Jagd); Robert Altmans „The Gingerbread Man“ (Gingerbread Man – Eine nächtliche Affäre; auch: Gingerbread Man – Gefährliche Träume); „Two Girls and a Guy“ (Ein Mann für zwei); Mike Figgis’ „One Night Stand“ (One Night Stand); Jodie Fosters „Home for the Holidays“ (Familienfest und andere Schwierigkeiten); „Richard III“ (Richard III.); Oliver Stones „Natural Born Killers“ (Natural Born Killers); und Altmans „Short Cuts“ (Short Cuts) – das hervorragende Ensemble dieses Films gewann eines speziellen Golden Globe Award.
Zu Beginn seiner Karriere übernahm Downey Hauptrollen in Filmen wie „Heart and Souls“ (Vier himmlische Freunde), „Soapdish“ (Lieblingsfeinde – Eine Seifenoper), „Air America“ (Air America), „Chances Are“ (Ein himmlischer Liebhaber), „True Believer“ (Das dreckige Spiel), „Johnny Be Good“ (Johnny Be Good), „Less Than Zero“ (Unter Null), „The Pick-up Artist“ (Jack, der Außenseiter), „Back to School“ (Mach’s noch mal, Dad; auch: Mein Alter lernt es nie), „Weird Science“ (L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn), „Firstborn“ (Moving In – Eine fast intakte Familie) und „Pound“, in dem er unter der Regie von Robert Downey Sr. sein Spielfilmdebüt gab.
Für sein TV-Debüt als Anwalt Larry Paul in der TV-Serie „Ally McBeal“ (Ally McBeal) gewann er 2001 den Golden Globe als Bester Nebendarsteller in einer TV-Serie sowie den Preis der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) als Herausragender Darsteller in einer Komödienserie. Außerdem war Downey für den Emmy nominiert.
Am 23. November 2004 veröffentlichte Robert Downey Jr. sein Debüt-Album „The Futurist“ auf Sony Classics. Das Album enthält acht eigene Songs, mit denen er sein Talent als Sänger beweist.
Jude Law
Jude Law gilt als einer der besten britischen Schauspieler, der sich mit höchst unterschiedlichen Rollen auf Leinwand und Bühne profiliert hat. Aktuell kehrte er zum Theater zurück, um in London im Donmar Warehouse die Titelrolle in Shakespeares „Hamlet“ (Hamlet) zu übernehmen – später trat er mit dieser Inszenierung auch am Broadway auf.
Im Kino machte Law die Kritiker zunächst mit seiner Darstellung als Oscar Wildes Liebhaber Lord Alfred Douglas in „Wilde“ (Oscar Wilde, 1997) auf sich aufmerksam, mit der er den British Film Award der Tageszeitung Evening Standard gewann. Internationales Lob heimste er mit Anthony Minghellas „The Talented Mr. Ripley“ (Der talentierte Mr. Ripley) ein. Laws Darstellung des zum Scheitern verurteilten Sonnyboys Dickie Greenleaf brachte ihm sowohl eine Oscar- als auch eine Golden-Globe-Nominierung sowie den British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) als Bester Nebendarsteller ein.
Dann erhielt Law Nominierungen für den Oscar, den Golden Globe und BAFTA als Hauptdarsteller in dem Bürgerkriegsepos „Cold Mountain“ (Unterwegs nach Cold Mountain; 2003), ebenfalls unter der Regie von Minghella. Für seine Rolle in Steven Spielbergs „AI: Artificial Intelligence“ (A.I. – Künstliche Intelligenz) erhielt er erneut eine Golden-Globe-Nominierung.
2004 übernahm Law Hauptrollen in fünf sehr unterschiedlichen Filmen, darunter zwei, die ihm zusammen mit dem Ensemble Preise einbrachten: Mike Nichols’ berühmter „Closer“ (Hautnah) mit Julia Roberts, Clive Owen und Natalie Portman, mit denen er als Bestes Ensemble den Preis des National Board of Review (branchenunabhängige Institution zur Förderung der Filmkunst) erhielt; und Martin Scorseses epische Filmbiografie „The Aviator“ (Aviator), mit dem das Ensemble den Preis der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) verbuchte. Im selben Jahr spielte Law den Titelhelden in Charles Shyers „Alfie“ (Alfie); er trat in David O. Russells „I Heart Huckabees“ (I Heart Huckabees) auf und außerdem in „Sky Captain and the World of Tomorrow“ (Sky Captain and the World of Tomorrow), den er auch produzierte. Daneben sprach er den Lemony Snicket in „Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events“ (Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse).
In seiner umfangreichen Filmografie finden sich auch Terry Gilliams „The Imaginarium of Dr. Parnassus“ (Das Kabinett des Dr. Parnassus); Kenneth Branaghs „Sleuth“ (1 Mord für 2), den Law auch produzierte; Wong Kar-Wais erster englischsprachiger Film, „My Blueberry Nights“ (My Blueberry Nights); Nancy Meyers’ romantische Hit-Komödie „The Holiday“ (Liebe braucht keine Ferien) mit Cameron Diaz, Kate Winslet und Jack Black; „Breaking and Entering“ (Breaking & Entering – Einbruch und Diebstahl), wiederum unter Regisseur Anthony Minghella; Sam Mendes’ „Road to Perdition“ (Road to Perdition) mit Tom Hanks und Paul Newman; Jean-Jacques Annauds „Enemy at the Gates“ (Duell – Enemy at the Gates); David Cronenbergs „eXistenZ“ (eXistenZ); Clint Eastwoods „Midnight in the Garden of Good and Evil“ (Mitternacht im Garten von Gut und Böse); und „Gattaca“ (Gattaca), mit dem er sein amerikanisches Film-Debüt gab.
Seine Bühnenkarriere begann Law im Alter von zwölf Jahren am National Youth Theatre. 1994 spielte er den Michael in Jean Cocteaus Stück „Les Parents Terribles“ (Die schrecklichen Eltern), der ihm als Hervorragendem Nachwuchsdarsteller eine Nominierung für den Ian Charleson Award einbrachte. Das Stück lief dann unter dem Titel „Indiscretions“ am Broadway, wo Law als Nebendarsteller für den Tony nominiert wurde. Weitere Bühnenauftritte: „’Tis Pity She’s a Whore“ (Schade, dass sie eine **** ist) am Londoner Young Vic Theatre und seine gefeierte Darstellung des Titelhelden in Christopher Marlowes „Dr. Faustus“ (Doktor Faustus) – beide unter der Regie von David Lan. Law engagierte sich kürzlich für die Spendenaktion zur gründlichen Renovierung des Young Vic Theatre.
2007 zeichnete ihn die französische Akademie mit einem César d’Honneur für seine Beiträge zum Kino aus. Und seine künstlerischen Leistungen wurden von der französischen Regierung mit dem Orden Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres gewürdigt.
Rachel McAdams
Rachel McAdams wird demnächst in der romantischen Komödie „Morning Glory“ (Morning Glory) neben Harrison Ford, Patrick Wilson und Diane Keaton unter der Regie von Roger Michell zu sehen sein. Der Film kommt im Sommer 2010 ins Kino.
Die geborene Kanadierin erregte 2002 in Hollywood Aufsehen, als sie die Hauptrolle in der Komödie „The Hot Chick“ (Hot Chick – Verrückte Hühner) ergatterte. Dann folgten schnell aufeinander zwei sehr unterschiedliche Hits: Mark Waters’ gefeierte Komödie „Mean Girls“ (Girls Club – Vorsicht bissig!) nach dem Drehbuch von Tina Fey mit Lindsay Lohan als Partnerin; und Nick Cassavetes’ Liebesfilm „The Notebook“ (Wie ein einziger Tag) mit Ryan Gosling.
Im Sommer 2005 spielte McAdams neben Vince Vaughn und Owen Wilson eine Hauptrolle in der sehr erfolgreichen Komödie „Wedding Crashers“ (Die Hochzeits-Crasher). Ende desselben Jahres war sie als Hauptdarstellerin in Wes Cravens Thriller „Red Eye“ (Red Eye – Nachtflug in den Tod) an der Seite von Cillian Murphy und im Ensemble des Weihnachtsfilms „The Family Stone“ (Die Familie Stone – Verloben verboten) neben Diane Keaton, Sarah Jessica Parker und Claire Danes zu sehen. 2005 wurde McAdams auf dem Kinobetreiber-Kongress ShoWest zur Nebendarstellerin des Jahres gekürt, und sie gewann den Nachwuchspreis auf dem Hollywood Film Festival 2005.
Anschließend trat McAdams neben Pierce Brosnan, Chris Cooper und Patricia Clarkson in Ira Sachs’ unabhängig produziertem, in den 1940er-Jahren spielendem „Married Life“ (Married Life) auf, der 2007 auf dem Toronto Film Festival uraufgeführt wurde. 2008 folgte der Independent-Film „The Lucky Ones“ (The Lucky Ones) mit Tim Robbins. 2009 wirkte sie in Kevin Macdonalds Thriller „State of Play“ (State of Play – Stand der Dinge) neben Russell Crowe, Ben Affleck und Helen Mirren sowie in dem romantischen Drama „The Time Traveler’s Wife“ (Die Frau des Zeitreisenden) neben Eric Bana mit.
2009 wurde McAdams auf dem Kinobetreiber-Kongress ShoWest zum weiblichen Star des Jahres gewählt.
Mark Strong
Mark Strong drehte mit Guy Ritchie bereits die Krimi-Komödie „RocknRolla“ (RocknRolla). Zu seinen aktuellen Filmen gehören auch „The Young Victoria“ mit Emily Blunt; Pete Travis’ Apartheid-Drama „Endgame“; „Good“ mit Viggo Mortensen; und Ridley Scotts Spionage-Thriller „Body of Lies“ (Der Mann, der niemals lebte) mit Leonardo DiCaprio und Russell Crowe.
Strong hat bereits etliche weitere Filme abgedreht, darunter Peter Weirs auf einer wahren Geschichte basierenden „The Way Back“ mit Colin Farrell; Matthew Vaughns Action-Komödie „Kick-Ass“ nach Mark Millars beliebtem Comic; Kevin Macdonalds Römer-Epos „The Eagle of the Ninth“; und „Robin Hood“, wiederum mit Russell Crowe unter der Regie von Ridley Scott.
Zu Strongs früheren Filmen zählen unter anderem „Miss Pettigrew Lives for a Day“ (Miss Pettigrews großer Tag); Matthew Vaughns Fantasy-Film „Stardust“ (Der Sternwanderer); Danny Boyles Science-Fiction-Thriller „Sunshine“ (Sunshine); „Scenes of a Sexual Nature“; Kevin Reynolds’ „Tristan & Isolde“ (Tristan & Isolde); Stephen Gaghans „Syriana“ (Syriana); Roman Polanskis „Oliver Twist“ (Oliver Twist); Guy Ritchies „Revolver“ (Revolver); „It’s All About Love“ (It’s All About Love); „Heartlands“ (Heartlands – Mitten ins Herz); der britische Film „Fever Pitch“ (Ballfieber); sowie „Captives“ (Captives – Gefangen).
Strong stammt aus London. Er studierte zunächst Jura in Deutschland, um dann Englisch und Schauspiel am Royal Holloway unter dem Dach der University of London zu studieren. Schauspielunterricht nahm er am Bristol Old Vic. Dann trat er acht Jahre lang auf britischen Bühnen und im Fernsehen auf. Seine erste große Chance bekam er mit der Rolle des Tosker Cox in der BBC2-Miniserie „Our Friends in the North“ (1994).
Seitdem ist Strong den britischen TV-Zuschauern ein Begriff. Für seine Hauptrolle in dem BBC2-TV-Film „The Long Firm“ (2004) wurde er für den British Academy Award (BAFTA) nominiert. Den damaligen Inspector Larry Hall spielte er 1993 in der ITV-Serienfolge „Prime Suspect 3“ (Heißer Verdacht: Aktion Soko), und zehn Jahre später trat er als Detective Chief Superintendent Larry Hall in „Prime Suspect 6“ (Heißer Verdacht: Die letzten Zeugen) auf. Zu seinen zahlreichen TV-Rollen gehören auch „Sharpe’s Mission“ (Die Scharfschützen – 11. Die Verräter); die ITV-Verfilmung von Jane Austens „Emma“; die BBC-TV-Filme „Trust“ (Mein – Bis in den Tod) und „Fields of Gold“; „Falling Apart“ auf Channel 4; die PBS-Miniserie „Anna Karenina“; „Low Winter Sun“; und die von Pete Travis inszenierten Projekte „The Jury“ und „Henry VIII“.
Als renommierter Bühnendarsteller spielte Strong im Londoner West End in Stücken wie Arthur Millers „Death of a Salesman“ (Tod eines Handlungsreisenden); in der Uraufführung von Patrick Marbers „Closer“ (Hautnah); in Kevin Spaceys Inszenierung von Eugene O’Neills „The Iceman Cometh“ (Der Eismann kommt); in David Mamets „Speed-the-Plow“ (Die Gunst der Stunde); und in Sam Mendes’ Inszenierungen von Tschechows „Uncle Vanya“ (Onkel Wanja) und Shakespeares „Twelfth Night“ (Was ihr wollt) – diese Rolle brachte Strong als Nebendarsteller eine Nominierung für den Olivier Award ein. Weitere Bühnenrollen: „The Treatment“ (Der Dreh) und „The Thickness of Skin“ (Dünnhäutig, dickfällig) am Royal Court Theatre; „Richard III“ (König Richard III.), „King Lear“ (König Lear), „Napoli Millionara“, „Fuente Ovejuna“, „Murmuring Judges“ (Mühlen des Gesetzes) und „Johnny on the Spot“ am Royal National Theatre; sowie etliche Auftritte an Repertoiretheatern.
Eddie Marsan
Marsan ist in einer großen Anzahl von Filmen aufgetreten, vom Blockbuster bis zu skurrilen Independent-Filmen. Für seine Filme mit dem berühmten Filmemacher Mike Leigh wurde Marsan ausgezeichnet: Sein Auftritt in Leighs „Vera Drake“ (Vera Drake; 2004) brachte ihm seinen ersten British Independent Film Award als Bester Nebendarsteller ein, außerdem wurde er für den Preis der Londoner Filmkritiker nominiert. Danach gewann Marsan den British Independent Film Award, den Preis der Londoner Filmkritiker und den Preis der britischen Filmkritiker als Bester Nebendarsteller für seine Darstellung des gestressten Fahrlehrers in Leighs lebensnaher Komödie „Happy-Go-Lucky“ (Happy-Go-Lucky).
Aktuell trat Marsan neben Zac Efron und Claire Danes in Richard Linklaters Drama „Me and Orson Welles“ auf – er spielt darin den amerikanischen Schauspieler und Produzenten John Houseman, der Ende der 1930er-Jahre mit Welles zusammen das Mercury Theatre leitete. Eine Hauptrolle spielt er in „The Disappearance of Alice Creed“, der 2009 auf dem Toronto Film Festival uraufgeführt wurde. Weitere Filme: „Hancock“ (Hancock), „Miami Vice“ (Miami Vice), „The Illusionist“ (The Illusionist – Nichts ist wie es scheint), „Mission: Impossible III“ (Mission: Impossible 3), „V for Vendetta“ (V wie Vendetta), „21 Grams“ (21 Gramm) und Martin Scorseses „Gangs of New York“ (Gangs of New York), um nur einige zu nennen. Demnächst ist er in „London Boulevard“ und „Moby Dick“ zu sehen, der derzeit gedreht wird.
Zu Marsans umfangreichen TV-Rollen zählen Auftritte in den preisgekrönten BBC-Miniserien „Criminal Justice“ (Criminal Justice) und „Little Dorrit“ sowie auf BBC2/PBS „God on Trial“, in dem er einen traumatisierten Vater in einem nationalsozialistischen KZ spielt. In Kürze tritt er in dem BBC-TV-Film „Dive“ auf.
Marsan stammt aus Bethnal Green/East London und machte eine Druckerlehre, bevor er Schauspieler wurde. Er absolvierte seine Ausbildung an der Mountview Academy of Theatre Arts und an der Academy of the Science of Acting & Directing.
Kelly Reilly
Kelly Reilly wurde für ihre Leistung in Stephen Frears’ berühmtem „Mrs. Henderson Presents“ (Lady Henderson präsentiert; 2005) mit dem Preis der Londoner Filmkritiker und mit dem Empire Award als Beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Außerdem erhielt sie eine Nominierung für den British Independent Film Award. Eine weitere Nominierung für den British Independent Film Award, diesmal als Hauptdarstellerin, verbuchte sie mit ihrer Leistung in „Eden Lake“ (Eden Lake; 2008). Eine Hauptrolle spielte sie in dem international erfolgreichen französischen Film „L’Auberge Espagnole“ (Barcelona für ein Jahr) sowie im Sequel „Les poupées russes“ (L’Auberge Espagnole – Wiedersehen in St. Petersburg), der ihr eine César-Nominierung einbrachte.
Aktuell trat Reilly in dem Independent-Film „Me and Orson Welles“ sowie in dem Thriller „Triage“ auf, der 2009 auf etlichen internationalen Filmfestivals lief, darunter in Toronto und Rom. Weitere Filme: „Last Orders“ (Letzte Runde), „The Libertine“ (The Libertine – Sex, Drugs & Rococo) und „Pride & Prejudice“ (Stolz und Vorurteil).
Im Theaterbereich wurde Reilly als jüngste Kandidatin aller Zeiten in der Kategorie Beste Darstellerin für den Olivier Award nominiert, als sie 2004 in „After Miss Julie“ im Londoner Donmar Warehouse Theatre auftrat. 2008 wurde sie wieder für den Olivier Award nominiert, diesmal als Desdemona in „Othello“ (Othello) im Donmar Warehouse.
Reilly ist auch im Fernsehen aufgetreten. Aktuell spielte sie Detective Anna Travis in dem Fernsehfilm „Above Suspicion“ (2009). Dieselbe Rolle verkörpert sie in dem ITV-Film „Above Suspicion 2: The Red Dahlia“, der 2010 ausgestrahlt wird.
Hinter der Kamera:
Guy Ritchie
Guy Ritchie schrieb, inszenierte und produzierte aktuell die Krimi-Komödie „RocknRolla“ mit internationaler Besetzung, darunter Gerard Butler, Tom Wilkinson, Thandie Newton, Mark Strong, Idris Elba, Tom Hardy, Jeremy Piven und Chris Bridges. Der Film wurde 2008 auf dem Toronto Film Festival uraufgeführt und startete dann in Großbritannien auf Platz 1 der Kino-Charts. „RocknRolla“ gewann als Bester Britischer Film den Empire Award.
Der geborene Londoner Ritchie begann seine Karriere in der britischen Filmbranche 1993 als Laufbursche in der Wardour Street. Er diente sich nach oben, wurde Regisseur von Musikvideos und Werbespots, bevor er 1995 den Kurzfilm „The Hard Case“ schrieb und inszenierte. 1996 schrieb und inszenierte Ritchie seinen ersten Spielfilm „Lock, Stock & Two Smoking Barrels“ (Bube, Dame, König, grAS), der sich als einer der größten britischen Kassenknüller bewährte, obwohl er nur bescheidene eine Million Dollar gekostet hatte. 1999 wurde der Film auf dem Sundance Film Festival gezeigt. Mit diesem Film kürten die Londoner Filmkritiker Ritchie zum Besten Drehbuchautor des Jahres. Der Film wurde in der Kategorie Bester britischer Film für den Preis der British Film Academy (BAFTA) nominiert und war in der Folge das Vorbild für eine ganze Serie britischer Gangsterfilme, die etlichen britischen Darstellern den Sprung nach Hollywood ermöglichten, zum Beispiel Jason Statham, Vinnie Jones und Jason Flemyng.
Der von Ritchie geschriebene und inszenierte Hit „Snatch“ (Snatch – Schweine und Diamanten; 2000) war sein zweiter Gangsterfilm. Die Hauptrollen spielten Brad Pitt, Benicio Del Toro, Dennis Farina, Jason Statham, Vinnie Jones, Alan Ford und Lennie James. Auch „Snatch – Schweine und Diamanten“ erwies sich als Kassenerfolg, und er brachte Ritchie als Bestem britischen Regisseur den Empire Award ein. Damit war er als neuer Visionär fest in der Filmbranche etabliert.
Nach „Snatch – Schweine und Diamanten“ war Ritchie als Co-Autor und Regisseur an „Swept Away“ (Stürmische Liebe – Swept Away) beteiligt, dem Remake des italienischen Klassikers „Travolti da un insolito destino nell’azzurro mare d’agosto“ (Hingerissen von einem ungewöhnlichen Schicksal im azurblauen Meer im August; 1974). Die Hauptrollen in dieser romantischen Komödie übernahmen Madonna, Adrianno Giannini, Bruce Greenwood, Elizabeth Banks und Jeanne Tripplehorn.
Einer neuen Herausforderung stellte Ritchie sich mit „Revolver“ (Revolver), der 2005 auf dem Toronto International Film Festival uraufgeführt wurde. In dem trendigen Krimi-Thriller übernahmen Jason Statham, Ray Liotta, Vincent Pastore und André Benjamin vom Hip-Hop-Duo OutKast die Hauptrollen. Im Dezember 2007 lief der Film in den USA an.
Neben seinen Spielfilmen hat Ritchie auch etliche berühmte Kurzfilme inszeniert, darunter „Star“ für die beliebte erste BMW-Serie „The Hire“. Für Nike drehte er den Kurzfilm „Take It to the Next Level“, in dem es um den Aufstieg eines viel versprechenden holländischen Fußballers geht. In dem Film traten einige der berühmtesten Fußballstars auf. Richie gewann damit 2008 den Goldenen Löwen beim Cannes Lions International Advertising Festival.
Ritchie bereitet derzeit als Autor und Regisseur etliche weitere Projekte vor. Dazu zählen zum Beispiel ein noch titelloser Animationsfilm und das Epos „The Siege of Malta“. Außerdem konzipierte er für Virgin Comics die Comic-Serie „Gamekeeper“. Daraus soll demnächst ein Spielfilm entstehen, den Joel Silver produziert.
Michael Robert Johnson
„Sherlock Holmes“ (Sherlock Holmes) ist Johnsons erstes verfilmtes Drehbuch. Johnson begann bereits Anfang der 1980er-Jahre als Teenager Kurzfilme mit der Super8-Kamera seiner Mutter zu drehen. Ende der 1990er-Jahre studierte er an der Londoner Film School. Dann arbeitete er jahrelang als Schärfezieher/Kameraassistent und war zufällig auch an der Endfertigung von Guy Ritchies Film „Swept Away“ (Stürmische Liebe – Swept Away) beteiligt.
In dieser Zeit schrieb Johnson weitere Drehbücher, vor allem in Zusammenarbeit mit Autor/Regisseur Duncan Jones. Aktuell verfassten die beiden das Spielfilmprojekt „Mute“.
Anthony Peckham
Peckham schrieb aktuell das Drehbuch zu der wahren Geschichte „Invictus“ (Invictus – Unbezwungen), die Clint Eastwood mit Morgan Freeman und Matt Damon in den Hauptrollen inszenierte.
Derzeit arbeitet er am Drehbuch zum Unterwasser-Abenteuer-Thriller „Deep Sea Cowboys“ für die Produzenten Alex Kurtzman und Roberto Orci. In Vorbereitung befinden sich die Drehbücher zu George Clooneys Produktion „The Tourist“ nach dem Buch von Olen Steinhauer und „The Limit“ mit Tobey Maguire nach der Buchvorlage von Michael Cannell.
Zu Peckhams bisherigen Filmen zählen der Thriller „Don’t Say a Word“ (Sag’ kein Wort!) mit Michael Douglas und auf dem Sci-Fi Channel die Miniserie „5ive Days to Midnight“ (5ive Days to Midnight) mit Timothy Hutton und Randy Quaid.
Peckham wuchs in Südafrika auf und studierte Politische Wissenschaften, Geschichte und Englisch an der Universität in Kapstadt. Außerdem machte er die Prüfung in Englischer Literatur über die Werke von Raymond Chandler bei dem Autor und Nobelpreisträger J.M. Coetzee. Als Reaktion auf die Apartheid und unter Chandlers Einfluss verließ Peckham Südafrika, um in Kalifornien an der San Francisco State University Film zu studieren – in diesem Fach machte er seinen Master of Arts.
Simon Kinberg
2008 war Kinberg als Co-Autor und Produzent an Doug Limans Science-Fiction-Thriller „Jumper“ (Jumper) beteiligt. Als Co-Autor schrieb er „X-Men: The Last Stand“ (X-Men – Der letzte Widerstand), der 2006 beim Start am Memorial-Day-Wochenende Rekorde brach. Zuvor verfasste er für Lee Tamahori „xXx: State of the Union“ (xXx 2 – The Next Level) sowie für Liman „Mr. & Mrs. Smith“ (Mr. & Mrs. Smith).
Kinberg kam in London zur Welt und wuchs in Los Angeles auf. Er studierte Film und Literatur an der Brown University in Rhode Island, wurde in die studentische Vereinigung Phi Beta Kappa aufgenommen und machte seinen Abschluss 1995 „Magma Cum Laude“. Einen weiteren Abschluss machte er an der Film School unter dem Dach der Columbia University in New York, wo er mit dem bedeutendsten Drehbuchpreis ausgezeichnet wurde, dem Zaki-Gordon-Stipendium. Noch als Student verkaufte er Filmideen und Drehbücher an etliche Studios – dabei arbeitete er mit Filmemachern wie Steven Spielberg, Jonathan Mostow, Stephen Sommers und McG.
Seine Abschlussarbeit an der Film School war sein Originaldrehbuch „Mr. & Mrs. Smith“. Er stellte das Konzept dem preisgekrönten Drehbuchautor Akiva Goldsman vor, der daraufhin das Projekt produzierte und Kinbergs Mentor wurde. Der Film wurde 2004 von Doug Liman mit Brad Pitt und Angelina Jolie in den Hauptrollen inszeniert. Im Sommer 2005 kam der Film ins Kino und setzte weltweit über 475 Millionen Dollar um – damit zählte er zu den größten Kassenerfolgen des Jahres.
2005 kürte das Magazin Premiere Kinberg zum Neuen Power-Filmautor des Jahres, und das Magazin Movieline zeichnete ihn mit dem Drehbuch-Durchbruch-Preis aus. Kinberg entwickelt derzeit etliche Projekte als Autor und Produzent. Außerdem hat er einen Produktionsvertrag mit Jerry Bruckheimer und Warner Bros. Television.
Lionel Wigram
2006 gründete Wigram seine Produktionsfirma Wigram Productions per Vertrag mit Warner Bros. Seitdem betreute er als Executive Producer die internationalen Blockbuster „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix) und „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz). In der gleichen Funktion betreut er auch die mit Spannung erwartete zweiteilige Verfilmung von „Harry Potter and the Deathly Hallows“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes). Derzeit bereitet Wigram etliche weitere Filmprojekte vor, darunter Zack Snyders Animationsabenteuer „Guardians of Ga’Hoole“ (Die Wächter von Ga’Hoole), der im September 2010 anläuft. Als Executive Producer fungierte er auch bei „August Rush“ (Der Klang des Herzens) mit Keri Russell, Jonathan Rhys Meyers, Freddie Highmore, Robin Williams und Terrence Howard.
Wigram studierte in Oxford und zählt zu den Gründungsmitgliedern der Oxford Film Foundation. Schon während seines Studiums begann er in den Semesterferien in der Filmbranche zu arbeiten – als Produktionsassistent von Produzent Elliott Kastner. Nach dem Abschluss arbeitete er für Kastner in Kalifornien. 1987 produzierte Wigram seinen ersten Film „Never on Tuesday“ (Das Highway-Trio). Es folgten „Cool Blue“ mit Woody Harrelson und 1988 „A Warm Summer Rain“ (Heißer Atem) mit Kelly Lynch. In dieser Zeit war er an der ersten Drehbuchfassung von „Carlito’s Way“ (Carlito’s Way) beteiligt.
1990 stieß Wigram als Manager im Entwicklungsbereich zu Alive Films und arbeitete an Filmen von Wes Craven und Sam Shepard. Er produzierte „Cool as Ice“ (Cool as Ice) und betreute Steven Soderberghs „The Underneath“ (Die Kehrseite der Medaille) als Executive Producer. 1993 gründete Wigram zusammen mit Alive-Eigner Shep Gordon eine Managementfirma für Köche, Alive Culinary Resources. Die beiden managen die meisten Spitzenköche der USA und produzierten eine Kochvideo-Serie für Time Life, in der erstmals Emeril Lagasse auftrat.
1994 stieß Wigram zu Renny Harlins und Geena Davis’ Firma The Forge, in der er die Entwicklungsabteilung leitete. Zu seinen Projekten dort gehören „The Long Kiss Goodnight“ (Tödliche Weihnachten), „Cutthroat Island“ (Die Piratenbraut) und der HBO-Film „Mistrial“ (Allein gegen das Recht).
Vor seinem Produktionsvertrag war Wigram zehn Jahre lang Senior Vice President of Production bei Warner Bros. In dieser Funktion verantwortete er den Erwerb der Harry-Potter-Buchreihe für das Studio, um anschließend die immens erfolgreiche Kinoserie zu betreuen. Außerdem verantwortete er Projekte wie „The Avengers“ (Mit Schirm, Charme und Melone), „The Big Tease“ (Der große Mackenzie), „Charlotte Gray“ (Die Liebe der Charolotte Gray), „Three Kings“ (Three Kings) und „The Good German“ (The Good German – In den Ruinen von Berlin).
Joel Silver
Silver ist einer der profiliertesten und erfolgreichsten Produzenten der Filmgeschichte – seine über 50 Filme – darunter die innovative „Matrix“-Trilogie, die vier Blockbuster der „Lethal Weapon“-Serie sowie die Actionfilm-Meilensteine „Die Hard“ (Stirb langsam) und „Predator“ (Predator) – haben in allen Medien weltweit insgesamt über zehn Milliarden Dollar eingespielt.
Mit seinem Label Silver Pictures produzierte Silver kürzlich Albert und Allen Hughes’ Action-Abenteuer „The Book of Eli“ (The Book of Eli) mit Denzel Washington – US-Start ist Januar 2010.
Silver hat für seine Produktionsfirma Dark Castle Entertainment einen Vertrag strukturiert, der ihm für alle Filme des Labels die wirtschaftliche und kreative Verantwortung sichert – den Verleih übernimmt Warner Bros. Silver produzierte Dark Castles aktuellen Action-Film „Ninja Assassin“ (Ninja Assassin) von Regisseur James McTeigue mit Rain in der Hauptrolle. Zu den kommenden Dark-Castle-Projekten zählen der Action-Film „The Losers“ nach den DC-Comic-Romanen – die Hauptrollen übernehmen Jeffrey Dean Morgan, Zoe Saldana, Idris Elba, Columbus Short, Chris Evans und Jason Patric; der Thriller „Unknown White Male“ mit Liam Neeson, January Jones und Diane Kruger; und den Psychothriller „The Factory“ mit John Cusack.
Zuvor produzierte Dark Castle eine Hitserie, die mit dem rekordträchtigen Start von „House on Haunted Hill“ (Haunted Hill; 1999) begann. Es folgten „Thir13en Ghosts“ (Dre13ehn Geister, 2001), „Ghost Ship“ (Ghost Ship; 2002), „Gothika“ (Gothika; 2003) und „House of Wax“ (House of Wax; 2005). Dark Castle produzierte seitdem Guy Ritchies von der Kritik gefeierten Action-Film „RocknRolla“ (RocknRolla) mit Gerard Butler, Tom Wilkinson, Thandie Newton und Mark Strong sowie den Horror-Thriller „Orphan“ (Orphan – Das Waisenkind) mit Vera Farmiga und Peter Sarsgaard.
Silvers Produktion „The Matrix“ (Matrix; 1999) setzte weltweit über 456 Millionen Dollar um und war zum Zeitpunkt seines Kinoeinsatzes der erfolgreichste Film in der Geschichte der Warner-Bros.-Studios. Der Film wurde für seine neuartige, mitreißende Erzählstruktur und Optik einhellig gefeiert und gewann vier Oscars – nicht zuletzt für die Besten visuellen Effekte. Als erster Film mit über einer Million verkaufter DVDs war „The Matrix“ maßgeblich für die Markteinführung der DVD-Player verantwortlich. Der zweite Teil der monumentalen „Matrix“-Trilogie, „The Matrix Reloaded“ (Matrix Reloaded) spielte weltweit über 739 Millionen Dollar ein. Das letzte, explosive Kapitel der Trilogie „The Matrix Revolutions“ (Matrix Revolutions), setzte am Startwochenende weltweit überwältigende 203 Millionen Dollar um. Insgesamt hat die „Matrix“-Reihe in allen Medien weltweit über drei Milliarden Dollar umgesetzt.
Neben „The Matrix Reloaded“ (Matrix Reloaded) und „The Matrix Revolutions“ (Matrix Revolutions), produzierte Silver das zur Saga gehörende Videogame „Enter the Matrix“ mit Jada Pinkett Smith und Anthony Wong, die ihre Rollen aus „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ wieder aufnehmen. Die Wachowski-Brüder inszenierten selbst und drehten dafür eine Stunde zusätzlichen Filmmaterials. Als Executive Producer betreute Silver auch „The Animatrix“ (Animatrix), die innovative Sammlung von neun Kurzfilmen, die die visionäre Action und die ungewöhnliche Story von „Matrix“ weiterspinnen.
Später produzierte Silver den Action-Thriller „V for Vendetta“ (V wie Vendetta) mit Natalie Portman; die Action-Thriller-Komödie „Kiss Kiss Bang Bang“ (Kiss Kiss Bang Bang) mit Robert Downey Jr., Val Kilmer und Michelle Monaghan, geschrieben und inszeniert von Shane Black; sowie „Speed Racer“ (Speed Racer) von den Wachowski-Brüdern. Außerdem produzierte er die Kinohits „Romeo Must Die“ (Romeo Must Die) mit Jet Li und Aaliyah; „Exit Wounds“ (Exit Wounds – Die Copjäger) mit Steven Seagal und DMX; und „Swordfish“ (Passwort: Swordfish) mit John Travolta, Hugh Jackman und Halle Berry.
Der erfolgreiche TV-Produzent Silver betreute als Executive Producer die CBS-Serie „Moonlight“ (Moonlight) – den romantischen Thriller mit einer neuen Variante der Vampirlegende, der als beliebteste neue dramatische Serie den People’s Choice Award gewann. Ebenfalls als Executive Producer war er zuvor an der von den Kritikern gelobten UPN-Serie „Veronica Mars“ (Veronica Mars) mit Kristen Bell beteiligt. Neben Richard Donner, David Giler, Walter Hill und Robert Zemeckis war Silver als Executive Producer an acht Staffeln der preisgekrönten HBO-Serie „Tales From the Crypt“ (Geschichten aus der Gruft) sowie an zwei „Geschichten aus der Gruft“-Kinofilmen beteiligt.
Silver begann seine Karriere als Associate Producer bei „The Warriors“ (Die Warriors) und produzierte dann „48 HRS.“ (Nur 48 Stunden), „Streets of Fire“ (Straßen in Flammen) und „Brewster’s Millions“ (Zum Teufel mit den Kohlen).
1985 gründete Silver seine eigene Firma Silver Productions und schwamm sich mit dem Schwarzenegger-Film „Commando“ (Phantom-Kommando) frei. Es folgten „Jumpin’ Jack Flash“ (Jumpin’ Jack Flash) und „Predator“ (Predator). Silver Pictures zementierte ihren Ruf als eine der führenden Produktionsfirmen in der Branche mit den vier „Lethal Weapon“-Filmen sowie den Action-Blockbustern „Die Hard“ (Stirb langsam) und „Die Hard 2“ (Stirb langsam 2). Silver produzierte auch „The Last Boy Scout“ (Last Boy Scout – Das Ziel ist Überleben), „Demolition Man“ (Demolition Man), „Richie Rich“ (Richie Rich), „Executive Decision“ (Einsame Entscheidung) und „Conspiracy Theory“ (Fletcher’s Visionen).
Lange vor seiner Produzentenkarriere erfand Silver 1967 mit einigen Schulfreunden an der Columbia High School in Maplewood/New Jersey ein Spiel namens Ultimate Frisbee. Das rasante Team-Spiel hat sich inzwischen weltweit durchgesetzt und wird in 50 Ländern wettbewerbsmäßig ausgetragen.
Susan Downey
Die erfolgreiche Filmproduzentin hat mit etlichen führenden Kräften der Filmbranche vor und hinter der Kamera zusammengearbeitet. In ihrer umfangreichen Filmografie finden sich Action-Blockbuster, Dramen, Komödien und Horror-Thriller.
Downey hat aktuell etliche Filme produziert, die 2010 anlaufen, darunter der Action-Film „The Book of Eli“ (The Book of Eli) mit Denzel Washington unter der Regie der Hughes-Brüder – US-Start 15. Januar. Als Executive Producer betreut sie „Iron Man 2“, die Fortsetzung des Blockbuster-Action-Hits „Iron Man“ (Iron Man), die im Mai 2010 in die Kinos kommt. Wieder spielt Robert Downey Jr. unter Jon Favreaus Regie den Titelhelden. Gwyneth Paltrow ist als ergebene Assistentin des Helden zu sehen. Weitere Rollen übernehmen Don Cheadle, Mickey Rourke und Scarlett Johansson. Downey produzierte außerdem Morgan O’Neills Horror-Thriller „The Factory“ mit John Cusack in der Hauptrolle.
Derzeit arbeitet Downey als Executive Producer an Todd Phillips’ neuer Komödie „Due Date“ mit Robert Downey Jr., Zach Galifianakis und Michelle Monaghan in den Hauptrollen. Der Film soll im Herbst 2010 anlaufen.
Zuvor war Downey gleichzeitig als Co-Präsident für Dark Castle Entertainment und als Executive Vice President of Production für Silver Pictures tätig. Sie kam 1999 zu Silver Pictures und betreute dort die Entwicklung und Produktion von Projekten wie „Thir13en Ghosts“ (Dre13ehn Geister) und „Swordfish“ (Passwort: Swordfish).
2002 gab sie ihren Einstand als Co-Produzentin von „Ghost Ship“ (Ghost Ship). 2003 co-produzierte sie „Cradle 2 the Grave“ (Born 2 Die). Dann produzierte Downey „Gothika“ (Gothika), „House of Wax“ (House of Wax), und als Executive Producer betreute sie die von den Kritikern gelobte Thriller-Komödie „Kiss Kiss Bang Bang“ (Kiss Kiss Bang Bang).
Später produzierte Downey Neil Jordans umjubeltes Psychodrama „The Brave One“ (Die Fremde in dir) mit Jodie Foster und Terrence Howard sowie Guy Ritchies viel gepriesene Krimi-Komödie „RocknRolla“ (RocknRolla) mit Gerard Butler, Tom Wilkinson, Thandie Newton, Idris Elba, Chris „Ludacris“ Bridges und Jeremy Piven, außerdem den Horror-Thriller „Orphan“ (Orphan – Das Waisenkind) mit Vera Farmiga und Peter Sarsgaard.
Vor ihrer Tätigkeit bei Dark Castle und Silver Pictures arbeitete Downey an den Spielfilmhits „Mortal Kombat“ (Mortal Kombat) und „Mortal Kombat: Annihilation“ (Mortal Kombat 2 – Annihilation). Ihre Ausbildung machte Downey an der School of Cinema/Television unter dem Dach der University of Southern California.
Dan Lin
Dan Lin ist Chief Executive Officer von Lin Pictures unter dem Dach von Warner Bros., wo er im Rahmen eines Exklusivvertrages mit Warner Bros. Pictures und New Line Cinema arbeitet. Kürzlich produzierte Lin den Thriller „The Box“ (The Box – Du bist das Experiment) mit Cameron Diaz sowie Ricky Gervais’ Komödie „The Invention of Lying“ mit Gervais und Jennifer Garner in den Hauptrollen. Als Executive Producer betreute Lin außerdem Robert Rodriguez’ Familienfilm „Shorts“ (Das Geheimnis des Regenbogensteins) und den Action-Thriller „Terminator Salvation“ (Terminator: Die Erlösung) mit Christian Bale und Sam Worthington.
Derzeit entwickelt er eine Reihe von Projekten, zum Beispiel „Justice League“, „The Gangster Squad“, „The Lego Movie“, „Suicide Squad“ und „Tom & Jerry“.
Bis zur Gründung von Lin Pictures im Januar 2008 arbeitete Lin als Senior Vice President of Production für Warner Bros. Pictures. Während seiner acht Jahre beim Studio, von 1999 bis 2007, verantwortete er die Entwicklung und Produktion von Filmen wie Martin Scorseses Oscar-preisgekröntem „The Departed“ (Departed – Unter Feinden); Roland Emmerichs „10,000 BC“ (10.000 BC); Scorseses „The Aviator“ (Aviator); „TMNT“ (TMNT – Teenage Mutant Ninja Turtles); „The Invasion“ (Invasion); „Unaccompanied Minors“ (Oh je, du Fröhliche!); „Alexander“ (Alexander); „Scooby-Doo 2: Monsters Unleashed“ (Scooby-Doo 2 – Die Monster sind los); und „Torque“ (Hart am Limit).
Im September 2008 nahm das Branchenfachblatt Variety Lin in die Liste der „10 Produzenten, auf die man achten sollte“ auf. 2005 war er im Branchenblatt The Hollywood Reporter in der „Next Generation List“ verzeichnet. Seinen Studienabschluss machte Lin an der Wharton School unter dem Dach der University of Pennsylvania. Seinen Master in Betriebswirtschaft machte er 1999 an der Harvard Business School.
Michael Tadross
Als Executive Producer betreute Tadross zwei Will-Smith-Hits: den Sci-fi-Action-Thriller „I Am Legend“ (I Am Legend) und die Komödie „Hitch“ (Hitch – Der Date Doktor). In der gleichen Funktion betreute er viele weitere Filme, darunter „Basic“ (Basic – Hinter jeder Lüge eine Wahrheit) mit John Travolta und Samuel L. Jackson; „Tony n’ Tina’s Wedding“; und „Rollerball“ (Rollerball) mit Chris Klein, LL Cool J und Jean Reno. Außerdem produzierte er „The Thomas Crown Affair“ (Die Thomas Crown Affäre) mit Pierce Brosnan und Rene Russo; „Jack Frost“ (Jack Frost – Der coolste Dad der Welt!) mit Michael Keaton; „The Devil’s Advocate“ (Im Auftrag des Teufels) mit Al Pacino und Keanu Reeves; sowie „Eraser“ (Eraser) mit Arnold Schwarzenegger und Vanessa Williams. Seine erste Produktion war „Die Hard: With a Vengeance“ (Stirb langsam – Jetzt erst recht) mit Bruce Willis, Jeremy Irons und Samuel L. Jackson, der größte Kassenknüller von 1995.
Für das Fernsehen produzierte Tadross die TV-Filme „When Will I Be Loved?“ (Zum Teufel mit den Männern) mit Stephanie Powers und „Deadly Illusion“ (Tödliche Täuschung) mit Billy Dee Williams.
Von 1992 bis 1994 fungierte Tadross als stellvertretender Leiter der Spielfilmabteilung bei Paramount Pictures. Dort verantwortete er Filme wie „Forrest Gump“ (Forrest Gump), „Naked Gun 33 1/3: The Final Insult“ (Die nackte Kanone 33 1/3), „The Firm“ (Die Firma), „Clear and Present Danger“ (Das Kartell), die „Wayne’s World“-Filme, „Searching for Bobby Fischer“ (Das Königsspiel – Ein Meister wird geboren), „Beverly Hills Cop III“ (Beverly Hills Cop III), „Coneheads“ (Die Coneheads) und „Sliver“ (Sliver).
Tadross stammt aus Brooklyn/New York, er machte seinen Abschluss im Hauptfach Kunst am Wagner College und war ein preisgekrönter Fotojournalist, bevor er seine Filmlaufbahn als Kamera-Azubi und Schnittassistent begann. Als Produktionsleiter/Regieassistent arbeitete er dann an „Coming to America“ (Der Prinz von Zamunda); „Black Rain“ (Black Rain); „Ghost“ (Ghost – Nachricht von Sam); „School Ties“ (Der Außenseiter), an dem er auch als Associate Producer beteiligt war; und „Indecent Proposal“ (Ein unmoralisches Angebot), den er auch co-produzierte. Zu seinen frühen Filmarbeiten zählen die Regieassistenz bei den Filmen „Masquerade“ (Masquerade – Ein tödliches Spiel) und „Cocktail“ (Cocktail).
Bruce Berman
Berman ist Vorsitzender und Chief Executive Officer von Village Roadshow Pictures. Mit Warner Bros. Pictures ist die Firma eine erfolgreiche Partnerschaft eingegangen, um eine große Bandbreite von Kinofilmen zu produzieren. Alle Filme werden weltweit von Warner Bros. Pictures verliehen – in einigen Ländern übernimmt Village Roadshow Pictures den Verleih.
Zu den ersten Filmen dieses Vertrages zählten Hits wie „Practical Magic“ (Zauberhafte Schwestern) mit Sandra Bullock und Nicole Kidman; „Analyze This“ (Reine Nervensache) mit Robert De Niro und Billy Crystal; „The Matrix“ (Matrix) mit Keanu Reaves und Laurence Fishburne; „Three Kings“ (Three Kings – Es ist schön ein König zu sein) mit George Clooney; „Space Cowboys“ (Space Cowboys) von und mit Clint Eastwood; sowie „Miss Congeniality“ (Miss Undercover) mit Sandra Bullock und Benjamin Bratt.
Unter dem Label Village Roadshow Pictures betreute Berman dann als Executive Producer so unterschiedliche Erfolge wie „Training Day“ (Training Day), der Denzel Washington den Oscar einbrachte; die „Ocean’s“-Trilogie; „Two Weeks’ Notice“ (Ein Chef zum Verlieben) mit dem Paar Sandra Bullock und Hugh Grant; Clint Eastwoods „Mystic River“ (Mystic River) mit Sean Penn und Tim Robbins in Oscar-prämierten Rollen; „The Matrix Reloaded“ (Matrix Reloaded) und „The Matrix Revolutions“ (The Matrix Revolutions); Tim Burtons „Charlie and the Chocolate Factory“ (Charlie und die Schokoladenfabrik) mit Johnny Depp; die Oscar-preisgekrönte animierte Abenteuerkomödie „Happy Feet“ (Happy Feet); den Blockbuster „I Am Legend“ (I Am Legend) mit Will Smith; die Hit-Komödie „Get Smart“ (Get Smart) mit Steve Carell und Anne Hathaway; die Komödie „Yes Man“ (Der Ja-Sager) mit Jim Carrey; das gefeierte Drama „Gran Torino“ (Gran Torino) von Regisseur und Hauptdarsteller Clint Eastwood; und Spike Jonzes „Where the Wild Things Are“ (Wo die wilden Kerle wohnen), die Verfilmung des beliebten Kinderbuchs.
Zu den kommenden Village-Roadshow-Filmprojekten gehören „Sex and the City 2“ und Zack Snyders animiertes Abenteuer „Guardians of Ga’Hoole“ (Die Wächter von Ga’Hoole). Seinen Einstand in der Filmbranche gab Berman als Mitarbeiter von Jack Valenti in der MPAA, während er noch an der Georgetown Law School in Washington/DC studierte. Nach seinem Jura-Abschluss bekam er 1978 einen Job bei Casablanca Films. Dann wechselte er zu Universal Pictures und wurde dort 1982 stellvertretender Produktionschef.
1984 wurde Berman Vizechef der Produktionsabteilung bei Warner Bros. und vier Jahre später Chef der Spielfilmabteilung. 1989 stieg er dort zum Leiter der Kinoproduktion auf, ab 1991 leitete er die weltweite Kinoproduktion der Firma. Diese Stellung behielt er bis Mai 1996. Unter seiner Führung produzierte und verlieh Warner Bros. Filme wie „Presumed Innocent“ (Aus Mangel an Beweisen), „GoodFellas“ (GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia), „Robin Hood: Prince of Thieves“ (Robin Hood – König der Diebe), Oscar-Sieger „Driving Miss Daisy“ (Miss Daisy und ihr Chauffeur), „Batman Forever“ (Batman Forever), „Under Siege“ (Alarmstufe: Rot), „Malcolm X“ (Malcolm X), „The Bodyguard“ (Bodyguard), „JFK“ (John F. Kennedy – Tatort Dallas), „The Fugitive“ (Auf der Flucht), „Dave“ (Dave), „Disclosure“ (Enthüllung), „The Pelican Brief“ (Die Akte), „Outbreak“ (Outbreak – Lautlose Killer), „The Client“ (Der Klient), „A Time to Kill“ (Die Jury) und „Twister“ (Twister).
Im Mai 1996 gründete Berman unter dem Dach der Warner Bros. Pictures die unabhängige Produktionsfirma Plan B Entertainment. Vorsitzender und Chief Executive Officer von Village Roadshow Pictures wurde er im Februar 1998.
Steve Clark-Hall
„Sherlock Holmes“ (Sherlock Holmes) ist Clark-Halls dritte Zusammenarbeit mit Guy Ritchie – zuvor war er Produzent von Ritchies Regiearbeiten „RocknRolla“ (RocknRolla) und „Revolver“ (Revolver).
Clark-Hall begann seine Laufbahn bei der BBC. 1972 machte er sich mit seiner Produktionsfirma Skyline Films selbstständig. Als einer der Ersten steuerte er Programme zum Channel 4 bei. Skyline produzierte über 300 Stunden TV-Programme, bevor Clark-Hall sich Anfang der 1990er-Jahre dem Spielfilm zuwandte.
In letzter Zeit produzierte Clark-Hall die Independent-Filme „Lesbian Vampire Killers“ (Lesbian Vampire Killers); Julian Fellowes’ „Separate Lies“ (Geliebte Lügen) mit Tom Wilkinson, Emily Watson und Rupert Everett; Kenneth Branaghs „The Magic Flute“ (Die Zauberflöte); „Love and Other Disasters“ (Love and Other Disasters) mit Orlando Bloom, Gwyneth Paltrow und Brittany Murphy; und „Body Armour“ (Der Bodyguard – Für das Leben des Feindes) mit Til Schweiger und Chazz Palminteri. Daneben produzierte er für Channel 4 Peter Kosminskys TV-Film „Britz“ (Dshihad in der City), der als Bestes TV-Drama den Preis der British Film Academy (BAFTA) gewann.
Clark-Hall co-produzierte außerdem „Man to Man“ (Man to Man) mit Joseph Fiennes und Kristin Scott Thomas; und die wahre Geschichte „Calendar Girls“ (Kalender Girls) mit Helen Mirren und Julie Walters. Weitere Filmproduktionen: „Saving Grace“ (Grasgeflüster) mit Brenda Blethyn; William Boyds „The Trench“ (Der Schützengraben) mit Daniel Craig; „Still Crazy“ (Still Crazy) mit Stephen Rea und Bill Nighy, für den Golden Globe nominiert in der Kategorie Bester Film – Komödie/Musical; Alan Rickmans „The Winter Guest“ (The Winter Guest) mit Emma Thompson; „Love and Death on Long Island“ (Leben und Tod auf Long Island) mit John Hurt; Gillies MacKinnons „Small Faces“ (Small Faces); und Derek Jarmans „Edward II“ (Edward II).
Phillipe Rousselot
1993 gewann Rousselot den Oscar mit Robert Redfords Film „A River Runs Through It“ (Aus der Mitte entspringt ein Fluss). Zuvor war er zweimal nominiert: für Philip Kaufmans „Henry & June“ (Henry & June) und John Boormans „Hope and Glory“ (Hope and Glory – Der Krieg der Kinder), der ihm auch eine Nominierung der British Film Academy (BAFTA) einbrachte.
In seiner Heimat Frankreich gewann Rousselot Césars für „La reine Margot“ (Die Bartholomäusnacht) und „Diva“ (Diva). Den BAFTA erhielt er für Neil Jordans „Interview With the Vampire“ (Interview mit einem Vampir). Mit Jordan drehte er auch „The Brave One“ (Die Fremde in dir), „The Miracle“ (Miracle – Ein geheimnisvoller Sommer) und „We’re No Angels“ (Wir sind keine Engel).
Zu Rousselots internationalen Auszeichnungen als Kameramann zählen César- und BAFTA-Nominierungen für Jean-Jacques Annauds „L’ours“ (Der Bär); außerdem BAFTA-Nominierungen für Stephen Frears’ „Dangerous Liaisons“ (Gefährliche Liebschaften) und Boormans „The Emerald Forest“ (Der Smaragdwald); und César-Nominierungen folgten für Bertrand Bliers „Trop belle pour toi“ (Zu schön für dich), Alain Cavaliers „Thérèse“ (Thérèse) und Jean-Jacques Beineix’ „La lune dans le caniveau“ (Der Mond in der Gosse).
Rousselot drehte drei Filme mit Regisseur Tim Burton: „Charlie and the Chocolate Factory“ (Charlie und die Schokoladenfabrik), „Big Fish“ (Big Fish) und „Planet of the Apes“ (Planet der Affen). Zu seinen zahlreichen Arbeiten mit anderen Regisseuren gehören Denzel Washingtons „The Great Debaters“ und „Antwone Fisher“ (Antwone Fisher); Robert Redfords „Lions for Lambs“ (Von Löwen und Lämmern); Francis Lawrences „Constantine“ (Constantine); John Boormans „The Tailor of Panama“ (Der Schneider von Panama); Boaz Yakins „Remember the Titans“ (Gegen jede Regel); Sydney Pollacks „Random Hearts“ (Begegnung des Schicksals); Jon Turteltaubs „Instinct“ (Instinkt); Milos Formans „The People vs. Larry Flynt“ (Larry Flynt – Die nackte Wahrheit); Stephen Frears’ „Mary Reilly“ (Mary Reilly); Jon Amiels „Sommersby“ (Sommersby); und Bertrand Bliers „Merci la vie“, um nur einige zu nennen.
Neben seiner Arbeit als Kameramann gab Rousselot sein Regiedebüt mit dem Film „The Serpent’s Kiss“ (Der Schlangenkuss), der 1997 in Cannes im Wettbewerb lief.
Sarah Greenwood
Ihre zwei Oscar-Nominierungen erhielt Sarah Greenwood für ihre Teamarbeiten mit Regisseur Joe Wright an den gefeierten Historienfilmen „Pride & Prejudice“ (Stolz und Vorurteil) und „Atonement“ (Abbitte). Mit „Abbitte“ gewann sie auch den Preis der British Film and Television Academy (BAFTA) und den British Film Award der Tageszeitung Evening Standard. Außerdem wurde sie von der Art Directors Guild (Gewerkschaft der Ausstatter) nominiert. 2008 wurde sie auf dem Hollywood Film Festival zur Produktionsdesignerin des Jahres gekürt.
Seitdem hat Greenwood mit Wright an „The Soloist“ (Der Solist) mit Robert Downey Jr. und Jamie Foxx gearbeitet. Weitere Spielfilme: „Miss Pettigrew Lives for a Day“ (Miss Pettigrews großer Tag), „Starter for 10“ (Starter for 10), „Born Romantic“ (Born Romantic – Herzensbrecher sollten tanzen können), „This Year’s Love“ (Lover oder Loser), „The Governess“ und „A Merry War“/„Keep the Aspidistra Flying“ (Liebe, Kunst und Zimmerpflanzen), mit dem sie ihr Film-Debüt gab.
Zu Greenwoods zahlreichen TV-Filmen gehören drei weitere Arbeiten mit Filmemacher Joe Wright: die Miniserie „Nature Boy“, „Bodily Harm“ und „The Last King“, der ihr eine BAFTA-Nominierung einbrachte. Zuvor gewann Greenwood mit der BBC-Miniserie „The Tenant of Wildfell Hall“ den Preis der Royal Television Society Award, außerdem wurde sie für den BAFTA nominiert.
Greenwood stammt aus England. Ihren Bachelor machte sie an der Wimbledon School of Art. Ihre Laufbahn begann sie am Theater. Dann wechselte sie zur BBC, wo sie etliche TV-Serien und Werbespots betreute.
James Herbert
Herbert hat bereits mehrfach mit Regisseur Guy Ritchie gearbeitet, zuletzt an dem Film „RocknRolla“ (RocknRolla). Zu ihren gemeinsamen Filmen zählen auch „Revolver“ (Revolver), die Dokumentation „The Ego Has Landed“ und der ABC-TV-Pilotfilm „Suspect“.
2009 schnitt Herbert die unabhängig produzierten Spielfilme „Echelon Conspiracy“ (Die Echelon-Verschwörung) und „Lesbian Vampire Killers“ (Lesbian Vampire Killers). Weitere Filme: das Remake des klassischen Kult-Horrorfilms „It’s Alive“ (Die Wiege des Bösen; 1974), der Thriller „Devil’s Harvest“, die Komödie „Dirty Sanchez: The Movie“ (Dirty Sanchez: The Movie), und Paul Verhoevens international gefeiertes Kriegsdrama „Black Book – Zwartboek“ (Black Book).
Als Schnittassistent arbeitete Herbert unter anderem an „Sahara“ (Sahara – Abenteuer der Wüste) mit Matthew McConaughey und Penélope Cruz; Wolfgang Petersens „Troy“ (Troja) mit Brad Pitt; P. J. Hogans „Peter Pan“ (Peter Pan); Jan de Bonts „Lara Croft Tomb Raider: The Cradle of Life“ (Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens) mit Angelina Jolie; am James-Bond-Film „Die Another Day“ (Stirb an einem anderen Tag); und an Tony Scotts „Spy Game“ (Spy Game – Der finale Countdown) mit Robert Redford und Brad Pitt.
Jenny Beavan
Den Oscar und den British Academy Award (BAFTA) gewann Beavan mit ihren Kostümen zu James Ivorys „A Room With a View“ (Zimmer mit Aussicht). Ihre Zusammenarbeit mit dem Merchant-Ivory-Filmteam ist mehrfach ausgezeichnet worden – weitere Oscar- und BAFTA-Nominierungen erhielt sie für ihre historischen Kostüme in „Howards End“ (Wiedersehen in Howards End) und „The Bostonians“ (Die Damen aus Boston); Oscar-Nominierungen folgten außerdem für „The Remains of the Day“ (Was vom Tage übrig blieb) und „Maurice“ (Maurice).
Den BAFTA und eine Oscar-Nominierung verbuchte Beavan mit Robert Altmans „Gosford Park“ (Gosford Park); eine Oscar- und eine BAFTA-Nominierung bekam sie für Ang Lees „Sense and Sensibility“ (Sinn und Sinnlichkeit); eine Oscar-Nominierung für Andy Tennants „Anna and the King“ (Anna und der König); und eine BAFTA-Nominierung für Franco Zeffirellis „Tea With Mussolini“ (Tee mit Mussolini).
In ihrer umfangreichen Filmografie finden sich auch Edward Zwicks „Defiance“ (Unbeugsam – Defiance); Michael Apteds „Amazing Grace“; Brian De Palmas „The Black Dahlia“ (Die schwarze Dahlie); Lasse Hallströms „Casanova“ (Casanova); Oliver Stones „Alexander“ (Alexander); Richard Donners „Timeline“ (Timeline – Bald wirst du Geschichte sein); Neil LaButes „Possession“ (Besessen); Tennants „Ever After“ (Auf immer und ewig); Zeffirellis „Jane Eyre“ (Jane Eyre); und die Merchant-Ivory-Filme „Jefferson in Paris“ (Jefferson in Paris) und „Jane Austen in Manhattan“ (Jane Austen in Manhattan).
Im Fernsehbereich lieferte Beavan die Kostüme zu etlichen TV-Filmen. Den Emmy gewann sie mit der Liebeskomödie „Emma“ für A&E. Emmy- und BAFTA-Nominierungen erhielt sie für die BBC-Miniserie „Cranford“ (Elizabeth Gaskell’s Cranford) und für den HBO-TV-Film „The Gathering Storm“ (Churchill – The Gathering Storm). Eine weitere Emmy-Nominierung folgte mit „Masterpiece Theatre: Lord Mountbatten – The Last Viceroy“.
Zu Beavans Theaterarbeiten gehören die Broadway-Neuinszenierung von Noël Cowards „Private Lives“ (Intimitäten; 2002), die ihr eine Tony-Nominierung einbrachte, und die Neuinszenierung von Cowards „Present Laughter“ (2007) im Londoner West End.
Hans Zimmer
Zimmer gehört zu den einflussreichsten Komponisten der Branche, seine Karriere umfasst weit über 100 Filme in 30 Jahren. Aktuell schrieb Zimmer zusammen mit Heitor Pereira den Score zu Nancy Meyers’ mit Spannung erwarteter Komödie „It’s Complicated“ (Wenn Liebe so einfach wäre) mit Meryl Streep und Alec Baldwin. Derzeit arbeitet er an mehreren Filmen: James L. Brooks’ „How Do You Know“; Gore Verbinskis Animationsfilm „Rango“; und „Inception“ (Inception) für Regisseur Christopher Nolan, mit dem er zuvor schon an dem Blockbuster „The Dark Knight“ (The Dark Knight) zusammengearbeitet hat.
1994 gewann er den Oscar und den Golden Globe für seine Originalmusik zu Disneys Zeichentrick-Blockbuster „The Lion King“ (Der König der Löwen), aus dem eines der erfolgreichsten Filmscore-Alben hervorging. Diese Musik begeistert das Publikum nach wie vor in der preisgekrönten Bühnenfassung des Musicals, das 1998 als Bestes Musical den Tony und als Bestes Album mit Originalbesetzung den Grammy gewann. Inzwischen läuft das Musical seit über zwölf Jahren am Broadway und wird auch in vielen anderen Ländern aufgeführt.
Weitere sechs Oscar-Nominierungen verbuchte Zimmer mit seinen Musiken zu „Gladiator“ (Gladiator), „The Thin Red Line“ (Der schmale Grat), „The Prince of Egypt“ (Der Prinz von Ägypten), „As Good as It Gets“ (Besser geht’s nicht), „The Preacher’s Wife“ (Rendezvous mit einem Engel) und „Rain Man“ (Rain Man). Den Golden Globe und eine Grammy-Nominierung bekam er für „Gladiator“. Außerdem erhielt er Golden-Globe-Nominierungen für seine Kompositionen zu „Frost/Nixon“ (Frost/Nixon), „The Da Vinci Code“ (The Da Vinci Code – Sakrileg), „Spanglish“ (Spanglish), „The Last Samurai“ (Last Samurai), „Spirit: Stallion of the Cimarron“ (Spirit – Der wilde Mustang), „Pearl Harbor“ (Pearl Harbor) und „Der Prinz von Ägypten“.
In Zimmers umfangreicher Filmografie finden sich auch „Angels & Demons“ (Illuminati), „Madagascar: Escape 2 Africa“ (Madagascar 2), „The Simpsons Movie“ (Die Simpsons – Der Film), „The Holiday“ (Liebe braucht keine Ferien), „Pirates of the Caribbean: At World’s End“ (Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt), „Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest“ (Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2), „Batman Begins“ (Batman Begins), „Madagascar (Madagascar), „Matchstick Men“ (Tricks), „Shark Tale“ (Große Haie – Kleine Fische), „Black Hawk Down“ (Black Hawk Down), „The Ring“ (The Ring), „Hannibal“ (Hannibal), „Crimson Tide“ (Crimson Tide – In tiefster Gefahr), „Thelma & Louise“ (Thelma & Louise), „Driving Miss Daisy“ (Miss Daisy und ihr Chauffeur), „Mission: Impossible II“ (Mission: Impossible 2), „A League of Their Own“ (Eine Klasse für sich), „Black Rain“ (Black Rain), „Backdraft“ (Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen), „True Romance“ (True Romance) und „My Beautiful Laundrette“ (Mein wunderbarer Waschsalon).
Um seine außergewöhnlichen Leistungen zu würdigen, zeichnete die American Society of Composers, Authors and Publishers (ASCAP) Zimmer 2003 für sein Lebenswerk mit dem renommierten Henry Mancini Award aus.
Neben seinen zahlreichen Kompositionen ist Zimmer auch als Musikproduzent und Berater für zahlreiche Produktionen tätig – dazu gehörte zuletzt der Blockbuster „Iron Man“ (Iron Man), in dem er als Executive Music Producer genannt wird.
Anmerkung:
Das Kopieren oder Verbreiten dieses Specials oder der Bilder ist ohne vorherige Genehmigung nicht erlaubt.
© 2010 Warner Bros. Entertainment Inc.
__________________

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Milan: 24.01.2010 13:46.
|
|
24.01.2010 13:43 |
|
|
|
|
|
 |
Impressum
|