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Brüno - Special |
Tomtec
Filmgott
      

Dabei seit: 25.03.2006
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Herkunft: - -
Level: 44 [?]
Erfahrungspunkte: 4.128.545
Nächster Level: 4.297.834
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Eine FOUR BY TWO / EVERYMAN PICTURES Produktion
im Verleih von
ÜNIVERSAL PICTURES INTERNATIONAL GERMANY
in Zusammenarbeit mit MEDIA RIGHTS CAPITAL
BRÜNO
SACHA BARON COHEN
GUSTAF HAMMARSTEN
Ausführende Produktion
ANTHONY HINES
Produktion
SACHA BARON COHEN
JAY ROACH
DAN MAZER
MONICA LEVINSON
Nach einer Idee von
SACHA BARON COHEN
Story
SACHA BARON COHEN &
PETER BAYNHAM &
ANTHONY HINES &
DAN MAZER
Drehbuch
SACHA BARON COHEN &
ANTHONY HINES &
DAN MAZER &
JEFF SCHAFFER
Regie
LARRY CHARLES
Start: 9. Juli 2009
Darsteller
Brüno
Sacha Baron Cohen
Lutz
Gustaf Hammarsten
Diesel
Clifford Banagale
O.J.
Chibundu Orukwowu &
Chigozie Orukwowu
Kookus
Josh Meyers
Mexikanische Gärtner
Toby Hoguin
Robert Huerta
Gilbert Rosales
Thomas Rosales, Jr.
Marco Xavier
“Dove of Peace”
Bono
Chris Martin
Elton John
Slash
Snoop Dogg
Sting
Stunt-Koordinator
Alex Daniels
Action-Berater
Oliver Keller
Eddie Braun
Shawn Lane
Stab
Regie
Larry Charles
Drehbuch
Sacha Baron Cohen
Anthony Hines
Dan Mazer
Jeff Schaffer
Story
Sacha Baron Cohen
Peter Baynham
Anthony Hines
Dan Mazer
nach einer Idee von
Sacha Baron Cohen
Produzenten
Sacha Baron Cohen
Jay Roach
Dan Mazer
Monica Levinson
Ausführender Produzent
Anthony Hines
Kamera
Anthony Hardwick
Wolfgang Held
Produktionsdesign
Denise Hudson
David Saenz de Maturana
Schnitt
James Thomas
Scott M. Davids
Kostüme
Jason Alper
Musik
Erran Baron Cohen
Musikalischer Leiter
Richard Henderson
Co-Produzenten
Jon Poll
Todd Schulman

PRESSENOTIZ
2006 brachte der zweifache BAFTA-Gewinner Sacha Baron Cohen in “Borat: Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation Kasachstan zu machen” den kasachischen Reporter Borat Sagdiyev auf die Leinwand. Mit Guerilla-Methoden entlarvten Cohen, Regisseur Larry Charles und ihre Crew schockierendes Heuchlertum und schufen damit ein weltweites Comedy-Ereignis, das Publikum und Kritik im Sturm eroberte. Baron “Borat” Cohen wurde mit einem Golden Globe als Bester Hauptdarsteller in der Kategorie Musical/Komödie ausgezeichnet und mit einer Oscar® -Nominierung für das beste adaptierte Drehbuch gewürdigt (als Co-Autor). Mit dem Mix aus Lachtränen und Fremdschämen landete das Team einen Sensationshit, der weltweit 260 Millionen Dollar einspielte und ganz neue Maßstäbe für gewagtes, provokantes Entertainment setzte.
Und das war erst der Anfang.
Nun präsentiert der Star, Autor und Produzent von “Borat” und “Da Ali G Show” die mutigste, schrägste und riskanteste Komödie, die je das Licht der Leinwand erblickt hat. In BRÜNO stellt Baron Cohen Kinogängern ein weiteres Alter Ego aus seiner preisgekrönten TV-Show vor: den schwulen Fashionista und Moderator der beliebtesten Late-Night-Modesendung des deutschsprachigen Raums… außer Deutschland.
Brünos Mission? Österreichs größter Star seit Hitler zu werden. Seine Strategie? Eine Reise um die Welt, um Ruhm und Liebe zu finden.
Auch bei BRÜNO erhielten Baron Cohen und Larry Charles bewährte Verstärkung von den Produzenten Jay Roach (BORAT; MEINE FRAU, IHRE SCHWIEGERELTERN UND ICH), Dan Mazer (Da Ali G Show, BORAT) und Monica Levinson (ZOOLANDER, BORAT) sowie Produzent und Co-Autor Anthony Hines (Da Ali G Show, BORAT).
Zum Team hinter den Kulissen zählen die Kameramänner Anthony Hardwick (BORAT, Trust Me) und Wolfang Held (AMERICAN TEEN, Carrier) sowie die Produktionsdesigner Denise Hudson (ACCEPTED, THE PERFECT GAME) und David Saenz de Maturana (Curb Your Enthusiasm, BORAT). Für den Schnitt zeichnen James Thomas (BORAT, The Flight of the Conchords) und Scott M. Davids (BORAT, The Flight of the Conchords) verantwortlich. Die Kostüme entwarf Jason Alper (Da Ali G Show, BORAT). Erran Baron Cohen (Da Ali G Show, BORAT) schrieb die Filmmusik, als musikalischer Leiter fungierte Richard Henderson (BORAT, RELIGULOUS).
Sacha Baron Cohen, Anthony Hines, Dan Mazer und Jeff Schaffer (EIN KATER MACHT THEATER, EUROTRIP) verfassten das BRÜNO-Drehbuch nach einer Story von Sacha Baron Cohen, Peter Baynham (BORAT, ARTHUR CHRISTMAS), Hines und Mazer.

PRODUKTIONSNOTIZEN
Das Ganze noch mal:
Die Dreharbeiten der Extrem-Comedy
Nach dem globalen Siegeszug von “Borat” begann die filmische Weltreise von Österreichs berühmtestem Mode-Guru (und Moderator von “Funkyzeit mit Brüno”) mit einer simplen Frage: “Können wir das noch mal durchziehen?” Wie sich herausstellen sollte, ja… Falls es dem Filmteam gelingen sollte, seinen Star und kreativen Kopf bis zum Schluss am Leben und auf freiem Fuß zu halten.
Eine goldene Regel hatten Regisseur Larry Charles sowie die Produzenten Sacha Baron Cohen, Dan Mazer, Jay Roach und Monica Levinson nach ihren “Borat”-Erfahrungen verinnerlicht: “Kenne und befolge die Gesetze – und immer einen Fluchtplan parat haben.” Allen war klar: Sollte Baron Cohen verhaftet oder verletzt werden, würde das die Produktion wochenlang lahmlegen. Das war die oberste Maxime, und zum Glück ging der Plan auf.
Naja, bis auf eine Ausnahme.
Die meisten Filmproduktionen arbeiten nach einem strikten Drehplan, so dass Darsteller und Crew wissen, was heute von ihnen verlangt wird. Das BRÜNO-Team kam nicht in diesen Genuss. Erst am Nachmittag vor dem jeweils nächsten Drehtag legte die Gruppe fest, was morgen gefilmt werden sollte. Sie planten ihren “Angriff”, traten auf den Plan und drehten in Schnellfeuer-Folge. Dann hieß es: Ab zum nächsten Drehort und an die äußersten Grenzen, ohne dabei das Gesetz zu überschreiten.
Da es galt, “Borat” noch zu übertreffen, legte das Team die Latte bei dieser Produktion noch höher – und hatte dabei umso mehr ernsthafte Zusammenstöße mit der Polizei. Und das war längst nicht alles: Das FBI informierte die Crew per Telefon, dass man Morddrohungen erhalten habe. Geballte Fäuste, aufgebrachter Pöbel und geladene Feuerwaffen pflasterten ihren Weg. Die Erfahrungen bei “Borat” hatten gezeigt, dass alle Beteiligten allzeit bereit (und mit äußerster Diskretion vorgehen) mussten, damit der Guerilla-Dreh funktionierte. Ob Baron Cohen von der Mailänder Polizei abgeführt wurde, nachdem er den Laufsteg von Agatha Ruiz de la Prada gestürmt hatte, bis hin zu Verhör und Leibesvisitation – langweilig wurde es am Weltenbummler-Set nie.
Nachdem Baron Cohen und seine Co-Autoren die Grundideen festgelegt hatten (Brüno wird von der Fashion Week ausgeschlossen, macht schockierte Individuen an und befragt Prominente zu ihren Charity-Projekten), begann die Suche nach geeigneten Schauplätzen und Gesprächspartnern. Das dabei entstandene Filmmaterial gab die jeweils nächsten Schritte vor.
Im Laufe von 19 (nicht aufeinanderfolgenden) Wochen über ein ganzes Jahr verteilt, machte die “gut geölte und völlig unorganisierte Maschinerie” ihre Aufnahmen. Indem sie die Produktion überschaubar und unauffällig hielten und auf die Talente einer Reihe Eingeweihter zurückgriffen, konnten sie Szenen auf Zelluloid bannen, wie man sie noch nie zuvor in einem Film gesehen hat.
In fünf Autos (drei Lieferwagen, ein Flucht-Minivan und ein Wohnmobil, das zugleich als Schaltzentrale und Umkleidekabine diente) reiste die Crew quer durch Amerika, Europa und den Nahen Osten. Von Los Angeles, New York, Washington D.C., Kansas, Texas, Alabama und Arkansas über London, Berlin, Paris und Mailand bis nach Jordanien und Israel hielt sich das Team an einen atemlosen Zeitplan.
Hier eine kleine Auswahl ihrer wilden Abenteuer.
Leibesvisitation:
Der hohe Preis der Mode
Nachdem Baron Cohen und seine Co-Autoren beschlossen hatten, Brüno als Reporter zu einer europäischen Fashion Week zu schicken, wo er sein persönliches Waterloo erlebt, erkundeten sie diverse Veranstaltungen, die in den Zeitraum der Dreharbeiten fielen. Da sie nicht auf eine Location allein bauen wollten, fuhren die Filmemacher nach New York City, Paris und Mailand und sicherten sich glaubhafte Nachweise für gleich mehrere Saisons der jeweiligen Fashion Weeks.
Im September 2008 traf das Team zur Modewoche in Mailand ein. Sie hatten sich einen Gag ausgedacht, bei dem Baron Cohen alias Brüno in einem Anzug aus Velcro (Klettband) in einer Limousine vorfährt und den Laufsteg erobert. Regisseur Charles und sein Kamerateam sollten das alles filmen. Erste Anläufe scheiterten bereits am Einlass, als Sicherheitsleute die Hauptakteure erkannten und vom Gelände wiesen. Die Beamten riefen die Polizei, beschuldigten das BRÜNO-Team, Kleider gestohlen zu haben, und warfen sie hinaus.
Brüno war also von der Mailänder Fashion Week verbannt. Die italienische Handelskammer gab gar eine Pressemitteilung heraus mit der Warnung, Baron Cohen könnte versuchen, die Schauen zu stören und riet, seiner Produktionsfirma den Zutritt zu verweigern. Mit seinem “Fahndungsfoto” auf Fernsehkanälen und im Internet war Baron Cohen fortan auf der Flucht. Die Polizei von Mailand verkündete, dass man ihn auf der Stelle verhaften werde. Jeder wollte den fabelhaften Moderator mit dem beißenden Witz ausschalten.
Obwohl weitere Versuche sinnlos erschienen, war das Team nicht bereit, das Handtuch zu werfen. Die Lösung? Baron Cohen bestand darauf, dass alle Beteiligten ihr Erscheinungsbild ändern, so dass eine völlig neue Crew entstand. Regisseur Charles etwa rasierte seinen Bart ab und legte sich eine andere Frisur zu; auch Produzent Mazer wurde ein neuer Haarschnitt verpasst, ebenso weiteren Mitarbeitern des Mailänder Kamerateams. Alle, die an der Nummer beteiligt waren, legten sich andere Outfits zu.
Angetan mit Haute-Couture-Schals und coolen Sonnenbrillen verwandelten sie sich in Modefans, die perfekt ins Bild passten. Für das Team war dies die letzte Chance, die Velcro-Szene, die die Autoren so sorgfältig entworfen hatten, in den Kasten zu bekommen. Nur zusätzliche Polizeibeamte, die das Gelände nach Brüno durchkämmten, und verschärfte Security-Kontrollen standen noch zwischen ihnen und dem großen Auftritt. 30 Minuten vor der Show von Agatha Ruiz De La Prada schlug der Mann hinter BRÜNO zu. Das Team besorgte ihm die nötige Legitimation, und er marschierte hinein… Diesmal allerdings nicht als Moderator von “Funkyzeit mit Brüno”, sondern als italienischer Fotograf getarnt – natürlich in einem fabelhaften neuen Outfit. Flankiert von Hair-&-Make-up-Stylist und Co-Autor Hines, fand Baron Cohen einen Schlupfwinkel hinter der Bühne und verwandelte sich in Brüno. Aufgeregt versuchte er, seine Atmung zu kontrollieren, während Models und Security nur Zentimeter entfernt an ihm vorbeigingen. Der Künstler wusste: Sollte er entdeckt werden, wäre die letzte, beste Chance auf diese entscheidende Szene vertan. Kurz nach Beginn der Modenschau packte er die Gelegenheit beim Schopf: Baron Cohen brach aus seinem Versteck und sprintete an erstaunten Models und postierten Bodyguards vorbei hinter die Bühne. Die Produzenten waren euphorisch, als Baron Cohen (als Brüno in seinem Klett-Anzug, an dem ein Haufen Kleider klebte) auf den Laufsteg stolperte. Vor laufenden Kameras flippte das aufgebrachte Publikum aus. Gerade als das Team die Szene im Kasten hatte, schaltete die Security die Bühnenbeleuchtung aus und zerrte Baron Cohen vom Laufsteg. Die Polizei führte ihn in Handschellen ab und beförderte ihn ins Gefängnis – dicht gefolgt von Cohens Crew. Obwohl er angab, es handle sich um ein Versehen – er habe eben heute seinen Velcro-Anzug angezogen und sei da einfach hereinspaziert – wurde Baron Cohen einer Leibesvisitation unterzogen und von nicht weniger als sieben Polizeibeamten verhört.
Unverdrossen zog das Team weiter ins nächste Abenteuer. Denn schon wenige Tage später stellte Baron Cohen die Frage: ”Können wir nächste Woche zur Fashion Week in Paris fahren?” Und die Produzenten antworteten, etwas matt: “Na gut, fahren wir nach Paris.” Sie drehten an zwei Oktobertagen und ergatterten beste Plätze für so begehrte Shows wie die von Stella McCartney und Jean-Charles de Castelbajac. Selbstverständlich trug Brüno wieder ein schrilles Outfit und geizte nicht mit Kommentaren, während die Kameras mitliefen.
Das war nicht das letzte Mal, dass die selbsternannten Modemacher es mit Brüno zu tun bekamen. Obwohl die Sequenz letztlich nicht im Film verwendet wurde, drehte das Produktionsteam außerdem in einem Berliner Nachtclub, wo Brüno seinen Abschied von der Modewelt nimmt. Mitten in einer langen Partynacht schlich Brüno ans DJ-Pult, drehte die Musik ab und hielt eine flammende Zehn-Minuten-Rede vor der verstörten Klientel. In seinem Wahn beglückte der Fashionista sein Publikum mit “der wichtigsten Rede seit Martin Luther Kings ‘Ich habe einen Traum’”. Es muss wohl kaum betont werden, dass die Raver wenig begeistert waren, als man ihnen die Musik abstellte, und umgehend anfingen, den unerwünschten Gastredner zu beschimpfen. Flaschen und randvolle Biergläser regneten auf Brüno herab. Als die Sicherheitsleute Baron Cohen aus dem Club eskortierten, stürzte die betrunkene Menge dem Störenfried nach. Im Gewühl schlug ein Angreifer dem Künstler in den Nacken, andere zerrten an seiner Kleidung.
Brüno war offiziell “aus”.
Die Suche nach Lutz
Während die Autoren Brünos Feldzug auf dem Papier entwickelten, wurde ihnen klar, dass er auf seiner Weltreise einen Komplizen brauchen würde. Und so startete die Produktion eine ausgiebige Suche nach Brünos zweitem duldsamen (und hoffnungslos in seinen Chef verliebten) Assistent Lutz. Die Castings fanden in den USA, Deutschland, London und vielen anderen Städten statt. Dieser Lutz sollte Brüno als Stichwortgeber bei all seinen verrückten Aktionen treu zur Seite stehen – etwa dabei, einem afrikanischen Stamm ein Baby abzuluchsen oder auf Hetero umzuschulen. Und er tut das alles aus Liebe.
Während der Vorsprechen erinnerte sich Produzent Dan Mazer an einen Schauspieler aus einem seiner Lieblingsfilme: der schwedischen Komödie “Zusammen” von Lukas Moodysson. Er war ergriffen von Gustaf Hammarstens Leistung und bestand darauf, ihn zum Casting anreisen zu lassen. Bei der Leseprobe mit Hammarsten wusste das Team, dass ihr Lutz gefunden war. An der Seite von Star Sacha Baron Cohen nahm Hammarsten während des Drehs viele Risiken auf sich und erwies sich als unerschütterlicher Teamplayer. Ob er nun in einem Hotelzimmer in Kansas mit Handschellen an Baron Cohen gefesselt war oder beim Cage Fight in Arkansas die Fäuste fliegen ließ – die Vielseitigkeit und der Mut des Schauspielers waren erstaunlich. Darüber hinaus hatte Hammarsten wie Baron Cohen in der Schule Deutsch gelernt und beherrschte es gut genug, um sich mit Brüno in “seiner” Sprache zu unterhalten.
Hechtsprünge und abgebrochene Absätze:
Ruhm tut weh
Auf seiner Suche nach Megaruhm stößt Brüno auf manch sonderbaren Interviewpartner. Dabei war niemand faszinierender als jene, die im Umgang mit den Medien eigentlich viel gewiefter sein sollten: die Stars. Von Paula Abdul über Brittny Gastineau bis Ron Paul: Baron Cohen brachte Sänger, Reality-Stars und Politiker dazu, vor seiner Kamera mehr preiszugeben, als man sich in seinen kühnsten Träumen ausgemalt hätte.
Eines der schrägsten sozialen Experimente war der Einsatz der “mexikanischen Möbelleute”. Der unerhörte Gag: Brüno stellt fest, dass er gar keine Möbel hat, auf denen seine prominenten Gäste Platz nehmen könnten. Was muss also als Stuhl oder Sofa herhalten? Die Latino-Gärtner, klar. Natürlich ging das BRÜNO-Team davon aus, dass sich niemand freiwillig auf die Männer (allesamt Stuntmen und Schauspieler) setzen würde. Weit gefehlt. Die Stargäste waren überraschend leicht zum Mitspielen zu bewegen: Alle nahmen ohne Umschweife Platz. “American Idol”-Jurorin Paula Abdul willigte ein, sich von Herrn Brüno interviewen zu lassen und dabei auf der Haushaltshilfe zu thronen. Kaum zu fassen? Regisseur Larry Charles weiß es besser: Wir lieben es, wenn man unserem Ego schmeichelt. Das liegt einfach in der menschlichen Natur. Und dabei gestatten wir uns eben “kleine” Fehltritte.
Schon bei der Arbeit an “Borat” und “Religulous” hatte Charles die Erfahrung gemacht, dass die Leute – einfach ausgedrückt – um jeden Preis interviewt werden wollen. Sobald man ihnen ein Mikro hinhält, werfen sie die Werbetrommel an. Das gehört eben zum Job, da darf man nicht pingelig sein.
Auch für Durchschnittsbürger gilt: Jeder will ein kleines Stück vom Ruhm. Sobald man eine Kamera auf sie richtet und ihnen ein Mikrofon ansteckt, sagen sie alles, was ihnen in den Sinn kommt, um vielleicht 15 Minuten Aufmerksamkeit zu ergattern.
Während Abdul und Gastineau in Los Angeles interviewt wurden, zog die Produktion weiter nach Washington D.C., um einen gewissen Politiker Stellung nehmen zu lassen: US-Präsidentschaftskandidat Ron Paul. Dieses spezielle Gespräch war ein besonders mühsames, riskantes Unterfangen. Das BRÜNO-Team musste sich mit der Staatspolizei und dem Secret Service auseinandersetzen, ganz zu schweigen von Pauls respekteinflößender Entourage. Kaum war das Gespräch vorbei und Paul vom Set gestürmt, raste Baron Cohen aus der Hotelsuite in ein (falsches) Polizeiauto und direkt ins Flugzeug nach New York City.
Daraufhin forderten die anstrengenden BRÜNO-Dreharbeiten ihren Tribut: Der Star lag mit Grippe flach und durfte auf keinen Fall fliegen. Die Produktion lag zwei Tage brach. Obwohl er noch nicht vollständig genesen war, wurde Baron Cohen soweit aufgepäppelt, dass er die “mexikanische Stühle”-Szene drehen konnte. Dann bestieg er ein Flugzeug nach Kansas. Hier entstanden jene Schlüsselszenen, in der er an Gustaf Hammersten gefesselt durch Hotelflure und ein Einkaufszentrum stolpert.
Bei der Hotelzimmer-Szene, in der Baron Cohen und Hammersten zusammen aufs Bett gekettet sind, hieß es plötzlich, die Polizei sei in der Lobby. Während die Beamten im Fahrstuhl nach oben fuhren, stürzte das Duo durch den Notausgang ins Treppenhaus. Unglücklicherweise endeten die Stufen im zweiten Stock. Sie saßen in der Falle.
Blitzschnell mussten sie sich zwischen der Konfrontation mit der Polizei (was eine mögliche Verhaftung und Ausweisung aus den USA bedeutet hätte) oder einem 4,5-Meter-Abgrund in die Freiheit entscheiden. Beide wagten den Sprung und schafften es ins Fluchtauto.
Baron Cohen war offiziell am Boden. Die Antibiotika erzeugten eine allergische Reaktion. Von dem Enthaarungsmittel, das er benutzte, bekam er Ausschlag. Nachdem er sich mit viel Disziplin und Durchhaltewillen von einer Nebenhöhlenentzündung erholt hatte, trat Brüno wieder in Aktion. Bis sein Alter Ego bei einem Stunt im Mittleren Westen auf seinen Plateauschuhen umknickte und die Produktion für weitere sieben Wochen lahmlegte.
Terroristen und Rassisten:
Zauberhafte Fundamentalisten
Regisseur Charles und die Produzenten hatten gelernt, dass man bei Sacha Baron Cohen stets auf alles gefasst sein muss. Selbst sie hatten jedoch nicht damit gerechnet, dass er sich in den Kopf setzen würde, Brüno als Friedensstifter in den Nahen Osten zu schicken.
Baron Cohens Interview-Taktik bestand schon immer darin, seine Gesprächspartner drauflos reden zu lassen und ihre spontane Reaktion auf das Szenario einzufangen, dass er mit seinen Co-Autoren vorbereitet hat. Als er nun aber vorschlug, sich mit Terroristen einzulassen, brachte er sogar seine sonst so tapferen Mitstreiter aus dem Konzept: “Wie zur Hölle soll das funktionieren, ohne dass wir alle dabei draufgehen?” Allen war klar, dass Jordanien, Israel oder das Westjordanland aus Sicherheitsgründen außer Frage standen.
Tja, das dachten sie zumindest.
Bevor sie ihren Plan weiterverfolgten, traf sich das Team mit Nahost-Experten, um herauszufinden, welche Grenzen sie unter keinen Umständen übertreten sollten. Sie informierten sich bei palästinensischen, jordanischen und israelischen Beratern, um diese ungeschriebenen Verhaltensregeln zu begreifen. Ob sie sich dann auch daran hielten – das stand auf einem anderen Blatt.
Der Dreh-Einsatz in dieser Region sollte der einschüchterndste und lebensgefährlichste von allen werden. Nachdem er Jordaniens ehemaligen Premierminister tatsächlich zu einem 90-minütigen Interview in dessen Residenz überlisten konnte, musste Baron Cohen sich anschließend mit der Königsfamilie treffen, um die Wogen wieder zu glätten. Als wäre dies – und weitere Treffen mit reizenden Mossad-Angehörigen und anderen fundamentalistischen Politikern – nicht genug, fuhr Baron Cohen alias Brüno auch noch in Zone C des Westjordanlandes, ein Gebiet außerhalb israelischer Kontrolle. Sollte hier etwas schieflaufen, hatte die Produktion von Israels Armee keine Hilfe zu erwarten. Die Filmemacher waren ganz auf sich allein gestellt.
Zur allgemeinen Überraschung willigte der Anführer der Terrorgruppe al-Aqsa Martyrs’ Brigade in Bethlehem tatsächlich ein, sich mit dem angeblichen “Korrespondenten” zu treffen. Ein Assistent übersetzte dem Kopf der Vereinigung, die für ihre Selbstmordattentate berüchtigt ist, Brünos kuriose, höchst unflätige Bemerkungen. Die Leibwächter des Terroristen waren während des gesamten Gesprächs dabei. Und Brünos Kommentare brachten sie immer mehr in Rage.
Kaum waren Baron Cohen und Charles an dem geheimen Treffpunkt im Westjordanland eingetroffen, teilte man ihnen mit, dass der palästinensische Geheimdienst über ihren Aufenthaltsort informiert sei und sie nicht aus den Augen lassen werde. In gebotener Eile drehte das Team das nötige Material und begab sich schleunigst zurück auf sicheres Territorium.
Aber was taugen Friedensverhandlungen, wenn man die Gegenseite nicht einbezieht? So zählte zu den Kamikaze-Experimenten der Produktion auch Brünos Ausflug in ein jüdisch-orthodoxes Viertel in Israel. Den Anhängern dieser konservativen Glaubensgemeinschaft ist es untersagt, Haut zu zeigen (auch nicht Beine und Arme). Als Baron Cohen in hautengen Hotpants und Häubchen über die Straße stolzierte, jagten ihm aufgebrachte Passanten nach. Sie wollten Blut sehen. Eine beachtliche, erzürnte Menschenmenge sammelte sich, um Baron Cohen für seine Verfehlung zu bestrafen. Der Star war gezwungen, sich im Laden eines mitfühlenden Krämers zu verstecken, bis ein Lieferwagen der Produktion zu ihm durchdringen und ihn aus der Bredouille befreien konnte. Erst dann konnte er sich, auf den Boden des Fluchtautos gekauert, vor der drohenden Randale in Sicherheit bringen.
Zurück in den USA wähnte sich das Produktionsteam auf sichererem Terrain. Falsch. Sie ließen sich mit einem ansässigen Terroristen ein, der ebenso gefährlich war wie jene im Nahen Osten. Im Haus eines bekannten weißen Rechtsextremisten drehte die Crew dramatische Szenen, die es allerdings nicht in die Endfassung von BRÜNO schafften. Der Mann, der für seine brutalen Hasskampagnen zehn Jahre im Gefängnis saß, nahm es gar nicht gut auf, als Brüno ihm seinen damaligen Lover Diesel vorstellte. Mit geballter Faust ging der Rassist auf Baron Cohen los, der dem Schlag gerade noch ausweichen und heil aus dem Haus flüchten konnte.
Skrupellose Bühnen-Eltern
Ein anderer Aspekt, den es bloßzustellen galt, war die weltweite Begeisterung für das Privatleben Prominenter und wie sie ihre Familien einer begierigen Öffentlichkeit präsentieren. So beschloss das Kreativteam: Wenn sich Brüno als selbstloser, hingebungsvoller Vater verkauft, könnte das (zumindest seiner Meinung nach) seinen Starstatus festigen.
Also musste er ein Kind adoptieren, logisch. Und was könnte ihn besser als liebevollen Promi-Daddy ausweisen, als einem afrikanischen Baby aus einem kleinen Dorf ein unkonventionelles neues Zuhause zu geben? Was Madonna und Angelina können, kann Brüno auch.
Fortan trug Brüno seinen Adoptivsohn (gespielt von Zwillingen) wie ein hippes Accessoire immer bei sich: von Castings über Spontan-Hochzeiten in Kalifornien bis zu Talkshows in Texas. Selbstverständlich stießen die Eltern der Jungen und ein Sozialarbeiter zum schlanken BRÜNO-Team, um jederzeit für das Wohlergehen der Zwillinge Sorge zu tragen. Nirgends sorgte das Adoptivkind für mehr Aufruhr als auf dem Flughafen Dallas/Fort Worth: Brüno und sein Assistent nahmen den eben eingetroffenen Kleinen mit den Koffern am Gepäckband entgegen, während Regisseur Charles die Reaktionen der Fluggäste filmte. Der Jetsetter war just von einer Safari in Afrika zurückgekehrt und das Kind sein kostbarstes Mitbringsel.
Doch Brüno war nicht der Einzige, der um jeden Preis zum Superstar aufsteigen wollte.
Kaum jemand strebt konsequenter nach Ruhm als die ehrgeizigen Eltern von aufstrebenden Kinderstars. Baron Cohen alias Brüno und die Filmemacher wollten diese Welt und ihre Akteure unter die Lupe nehmen und führten dazu im Februar 2008 mit den Erziehungsberechtigten “hoffnungsvoller” Kinderstars eine Reihe von Castings in Sherman Oaks, Kalifornien, durch. Den Bewerbern wurde mitgeteilt, dass ihre Kinder für ein Fotoshooting mit Brünos Baby in Betracht gezogen würden. Alle Beteiligten waren fassungslos, welchen bizarren und bedenklichen Maßnahmen manche Eltern ihre Kinder unterziehen würden, um sie ins Rampenlicht zu stoßen.
Als dann Brüno selbst vor die Kamera trat, stellte Baron Cohen gezielt umso abwegigere Testfragen: Wie weit würden diese Eltern wohl gehen – selbst wenn sie dabei die Gesundheit ihres Kindes aufs Spiel setzen? Danach war das Team durch die schockierenden Reaktionen der Eltern auf immer irrsinnigere Vorschläge so entnervt und verunsichert, dass sie vorsichtshalber unmissverständliche Absagen erteilten: Mitarbeiter riefen die übereifrigen Mamis und Daddys an und teilten ihnen mit, dass sie das Ganze nicht weiterverfolgen sollten. Ihr Kind sei bei dem Fototermin nicht dabei.
Schweres Kaliber:
Jagd auf Brüno
Als vor Jahren “Da Ali G Show” in Produktion ging, glaubte Sacha Baron Cohen noch, dass er sein ganzes Improvisationstalent aufbieten müsste, um die Leute in die gewünschte Richtung zu lenken und vor der Kamera eine Reaktion zu erzielen. Falsch gedacht. Dazu war gar nicht viel Aufwand nötig. Vielmehr stellte sich heraus: Sobald Gesprächspartner eine Kameralinse vor sich sehen – und sei die Situation auch noch so unbehaglich –, reagieren sie unglaublich ehrlich: Niemand sagt oder tut vor der Kamera Dinge, die er nicht auch so meint.
Regisseur Charles und die Produzenten waren gleichermaßen fasziniert, welche Entrüstung manche “Opfer” an den Tag legten, wenn man sie mit Brünos Homosexualität konfrontierte. Allein schon zwei Männer, die sich küssen, lösten bei manchen Wutanfälle aus – und alle Reaktionen wurden auf Film gebannt. Einige regten sich derartig auf, dass sie sich mit Baron Cohen prügeln wollten.
Das war definitiv der Fall, als er in Alabama mit vier Jägern auf die Pirsch ging. Die Männer waren bereit, den vermeintlichen Auslandskorrespondenten und seine Crew mit auf die Jagd zu nehmen. Ihre Waffen würden sie aber jederzeit tragen. Das Team versuchte, die vier dazu zu bringen, ihre Gewehre während des Drehs abzulegen, doch das war nicht so einfach. Im Gegenteil: Als es ans Eingemachte ging, wurden Waffen gezogen.
Als die Jäger begriffen, dass Brüno schwul ist, und glaubten, er würde einen von ihnen anmachen, luden sie ihre Gewehre durch. So fand sich das Filmteam in stockfinsterer Nacht als Zielscheibe schwer bewaffneter Kerle wieder – und Baron Cohens Streiche heizten ihre Zorn immer mehr an. Als die Produktion ihre Zelte abbrach, kochten die Jäger bereits vor Wut – und es kam noch schlimmer. Im Laufe einer hitzigen Diskussion zielte einer der Männer todernst auf ein Crewmitglied.
Es war dringend Zeit, Dodge zu verlassen.
Nicht fragen, nichts sagen:
Nationale Sicherheit auf dem Prüfstand
Nachdem Brüno beschließt, dass er heterosexuell werden muss, bevor er berühmt werden kann, begibt er sich auf einen Kreuzzug quer durch die Staaten, um jeden Hinweis auf seine Homosexualität auszuradieren. Eine naheliegende Station auf diesem steinigen Weg: Das Hauptquartier der US-Nationalgarde in Anniston, Alabama, rund 100 Kilometer von Birmingham entfernt. Unglücklicherweise war es dieser Einheit der Garde nicht möglich, die eigene Basis vor einem bestimmten gerissenen Eindringling aus England zu schützen.
Der Produktion glückte der “Einstieg”, indem sie bei ihrer Kontaktperson anfragte, ob das Kamerateam an diesem Tag den Moderator mitbringen dürfte. Anlass des Besuchs war angeblich, dem Publikum zu zeigen, wie sich der Alltag eines Offiziersanwärters in der Ausbildung gestaltet. Baron Cohens Auftritt – in brandneuer stylisher Tarnkleidung (sprich: Dolce & Gabbana) – stürzte die Soldaten vor Ort in tiefste Verwirrung.
Es war kein glanzvoller Tag für die Armee. Als der Wagen der Produktion auf dem Gelände vorfuhr, wurde von niemandem ein Ausweis verlangt. Absurderweise wurde dem Team ausgerechnet dadurch höchste Geheimhaltung garantiert, dass die jüngeren Rekruten nur auf Befehl des Kommandanten sprechen dürfen. Hätte man ihnen diese Erlaubnis erteilt, hätten die dienstälteren Offiziere wissen können, was diversen 20- bis 22-Jährigen längst klar war: Der Mann hinter “Borat” war mitten unter ihnen.
Sobald dem Filmteam zu Ohren kam, dass einige der jüngeren Soldaten Baron Cohen erkannt hatten, packten sie zusammen und suchten so schnell wie möglich das Weite. Als sie ihren Star in den Wagen verfrachtet hatten und mit Vollgas losfuhren, schrien die Wachmänner, sie sollten anhalten, und schlossen das Tor. Zehn Sekunden zu spät: Brüno (und das traumhafte Filmmaterial von seinem Offiziers-Training) waren bereits draußen. Hätte das Team nur Augenblicke länger gebraucht, hätte die Nationalgarde die Bänder beschlagnahmen können und sie wären nie an die Öffentlichkeit gedrungen.
Als man die Rekruten endlich fragte: “Wusstet ihr, wer das war?”, antworteten sie mit einem kräftigen: “Yes, Sir! Sacha Baron Cohen, Sir!”
Gewagte Cage Fights:
Homophobie entlarven
Neben dem Interview mit dem Terroristenführer im Nahen Osten, gehörte der Cage Fight, bei dem sich Brüno und die Liebe seines Lebens im Ring gegenüber stehen, zu den riskantesten Gags der Produktion. Wie so oft buchten Regisseur Charles und die Produzenten eine Ersatzhalle – für den Fall, dass sie nicht auf Anhieb die gewünschten Szenen bekämen. Falls nötig, könnten sie so anderes Material dazwischen schneiden und die Sequenz retten. Sobald bekannt würde, dass die Produktion in der Stadt ist, würde sich die Nachricht wie ein Lauffeuer verbreiten. Sie mussten der Öffentlichkeit also immer einen Schritt voraus sein.
Dennoch ging es bei keinem Dreh heikler zu als hier. Mitwirkende und Zuschauer wurden live Zeugen, als die Beziehung zwischen Brüno und seinem Reisegefährten Lutz erblühte.
Anfang Juni 2008 buchte die Produktion eine Halle in Texarkana, Arkansas, und veranstaltete einen “Blue Collar Brawlin”-Abend. Das Programm: Extrem-Wrestling und billiges Bier. Brüno, gestählt durch monatelange harte Feldstudien in Sachen “Wie werde ich ein Hetero?” auf Amerikas Straßen, würde gegen jeden antreten, der es wagt, den Macho herauszufordern. Im Namen der Sache wurden die rigiden moralischen Normen des Staates Arkansas auf eine harte Probe gestellt.
Für die Produktion war es äußerst wichtig, keine Statuten oder Regeln zu brechen. Stets wurde sichergestellt, dass man sich innerhalb des Legalen bewegte. Das Team wollte jeglichen Ärger mit Beamten vermeiden und gab sich daher alle Mühe, die Polizei informiert und auf seiner Seite zu haben. Trotzdem war es gut zu wissen, dass sie ruckzuck in zwei anderen Bundesstaaten wären, falls sie aus Texarkana flüchten müssten.
Am ersten Abend stellte die Arena im Südwesten von Arkansas zunächst nur Polizisten als Security ab. Doch als das Filmteam die Beamten wissen ließ, dass sich das Publikum echauffieren könnte, wenn sich im Laufe der Show zwei Männer küssen, machte die Polizei einen Rückzieher. Man werde jedoch anrücken, falls es Beschwerden von Seiten der Zuschauer geben sollte und Probleme auftreten. Und genauso sollte es auch kommen.
Darsteller und Crew standen allein da.
Als Produzent, Autor, Schöpfer und Star der Komödie wusste Baron Cohen nur zu gut, dass er seinen Auftritt nicht durchziehen kann, wenn er um die Sicherheit seines Teams fürchten muss. Kurz nach der ersten Umarmung der beiden Männer flogen Stühle und ein Kämpfer, der das Treiben aus dem Zuschauerraum verfolgt hatte, kletterte in den Käfig und forderte Baron Cohen zum Kampf. Regisseur Charles bekam zwar nicht die benötigten Aufnahmen, aber immerhin konnten Baron Cohen und die Crew gerade noch entkommen. Die Polizei ließ sich übrigens nicht blicken.
Über Nacht wurde die Operation BRÜNO einige Fahrstunden gen Norden nach Fort Smith, Arkansas, verfrachtet. Dort angekommen nahm die Polizei von Fort Smith wegen des Vorfalls in Texarkana Kontakt zum Team auf: Die Beamten standen für das Event nicht länger zur Verfügung. Da nur die örtliche Polizei als Sicherheitsdienst für das Convention Center zugelassen war, dachte die Produktion schon, das Glück habe sie verlassen. Erfreulicherweise konnten sich die Produzenten persönlich mit dem Polizeichef und diversen anderen Beamten treffen und ihre Unterstützung gewinnen. Sie verließen das Meeting mit einer Liste von Stadtverordnungen – noch strenger als die Kommunal-Vorschriften von Arkansas.
Mit einschlägigen Erfahrungen gerüstet sorgte das Team dafür, dass bei dem Event in Fort Smith keine Glasflaschen zugelassen waren (die als Wurfgeschosse benutzt werden könnten), und banden die Stühle mit Draht zusammen, damit die Fans sie nicht in den Ring wuchten konnten.
Nur Sekunden nach dem Kuss rastete das Publikum aus. Kurz darauf riss ein Zuschauer einen Stuhl los und schleuderte ihn nach Baron Cohens Kopf. Die Situation drohte völlig zu eskalieren, und die Mitwirkenden wurden in Windeseile aus der Halle gebracht. Zuschauer und Kämpfer schrien Schimpfwörter im Chor und umzingelten den Bus der Produktion, wo das Team mehrere Stunden in der Falle saß; 40 Polizeibeamte aus Fort Smith halfen mit, Cast und Crew zu befreien und die wütende Menge im Zaum zu halten.
ACHTUNG:
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Das Verstehen ist ein dreischneidiges Schwert - Deine Seite, die Seite der Gegner, und die Wahrheit" Kosh
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17.07.2009 16:14 |
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