|
 |
Star Trek (2009) - Special |
Tomtec
Filmgott
      

Dabei seit: 25.03.2006
Beiträge: 2.544
Herkunft: - -
Level: 44 [?]
Erfahrungspunkte: 4.128.544
Nächster Level: 4.297.834
 |
|
| Star Trek (2009) - Special |
 |
KINOSTART: 7. MAI 2009
IM VERLEIH VON PARAMOUNT PICTURES GERMANY GMBH
Diskutiert in unserem "STAR TREK (2009)" Forum - Hier klicken
Mehr Infos zum Film in unserer DATENBANK - Hier klicken
DIE ZUKUNFT BEGINNT
Das größte Abenteuer aller Zeiten beginnt mit STAR TREK, der spektakulären Story vom ersten Einsatz einer jungen Crew an Bord des modernsten Raumschiffs, das je gebaut wurde: U.S.S. Enterprise. Auf ihrer unglaublichen Reise erleben die optimistischen Rekruten im Weltall nicht nur Intrigen, sondern sowohl komische als auch lebensgefährliche Situationen, denn sie müssen einen bösartigen Gegner davon abhalten, auf seinem Rachefeldzug die gesamte Menschheit zu vernichten.
Das Schicksal der Galaxis liegt in den Händen erbitterter Rivalen, die aus völlig verschiedenen Welten stammen. Der eine ist ein straffälliger Farmerjunge aus Iowa, der gern über die Stränge schlägt und dem für seine natürlichen Führungsqualitäten nur noch die richtige Aufgabe fehlt: James Tiberius Kirk (Chris Pine). Der andere, Spock (Zachary Quinto), wächst auf dem Planeten Vulkan auf: Er ist ein Außenseiter, weil er menschliches Blut in sich hat und daher anfällig für unberechenbare Emotionen ist, die den Vulkaniern schon vor langer Zeit fremd geworden sind. Gleichzeitig ist er ein hoch begabter und zielstrebiger Schüler, der als Erster seines Volkes in die Sternenflotte aufgenommen wird.
Kirk und Spock sind grundverschieden. Doch auf ihrer Suche nach der eigenen Identität und Lebensaufgabe werden sie als Kadetten bald zu erbitterten Konkurrenten. Ihr Stil unterscheidet sich
drastisch: Der eine wird von großer Leidenschaft bestimmt, der andere von rigoroser Logik – so
entwickeln sie sich schnell zu trotzigen, streitbaren Gegnern, die nichts füreinander übrig haben,
aber alles daran setzen, in die kleine Elitegruppe aufgenommen zu werden, die auf dem modernsten
Raumschiff aller Zeiten eingesetzt werden soll: der U.S.S. Enterprise.
Geleitet wird die Crew von Captain Christopher Pike (Bruce Greenwood). Unter ihm dienen Bordarzt Leonard „Pille“ McCoy (Karl Urban), der Mann, der später der Chefingenieur des Schiffs wird, Montgomery „Scotty“ Scott (Simon Pegg), Kommunikationsoffizier Uhura (Zoë Saldana), der erfahrene Steuermann Sulu (John Cho); und der 17-jährige Senkrechtstarter Chekov (Anton Yelchin). Sie alle stellen sich der haarsträubenden ersten Bewährungsprobe, die die Crew auf ewig zusammenschweißt - mit Loyalität, Kameradschaft, Mut und Humor.
Mittendrin stellen sich Kirk und Spock ihrem unentrinnbaren Schicksal: Gegen jede Wahrscheinlichkeit müssen sie eine dynamische Partnerschaft entwickeln, um ihre Crew anzuführen und in Galaxien vorzudringen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.
Paramount Pictures und Spyglass Entertainment präsentieren eine Bad- Robot-Produktion: STAR
TREK mit John Cho, Ben Cross, Bruce Greenwood, Simon Pegg, Chris Pine, Zachary Quinto, Winona Ryder, Zoë Saldana, Karl Urban, Anton Yelchin, Eric Bana und Leonard Nimoy. Inszeniert
wurde der Film von J. J. Abrams („Mission: Impossible III“, „Lost“, „Alias“) nach dem Drehbuch von Roberto Orci und Alex Kurtzman („MI: III“, „Transformers“) und der Vorlage „Star Trek“ nach dem Konzept von Gene Roddenberry. Produziert wurde der Film von J. J. Abrams und Damon Lindelof. Als Executive Producers fungieren Bryan Burk, Jeffrey Chernov, Roberto Orci und Alex Kurtzman. Der Kameramann ist Dan Mindel, ASC. Das Produktionsdesign verantwortet Scott Chambliss. Den Schnitt übernahmen Maryann Brandon, A.C.E., und Mary Jo Markey, A.C.E. Die Kostüme entwarf Michael Kaplan. Die visuellen Effekte und Animationen stammen von Industrial Light & Magic. Die Musik komponierte Michael Giacchino.
ZURÜCK IN DIE UNENDLICHEN WEITEN
In über vierzig Jahren hat „Star Trek“ mehrere Generationen begeistert und sich als Ikone der modernen Popkultur etabliert: Die Story entwickelt sich stetig weiter – ein einzigartiges Phänomen, denn wie in keiner anderen Geschichte werden die Sternensucher vom Staunen, der Ehrfurcht und Tollkühnheit menschlichen Strebens getrieben. Unvergesslich sind die einführenden Worte im Vorspann der ursprünglichen Fernsehserie aus den 60er-Jahren: „Der Weltraum – unendliche Weiten.“ Damit begann eine Reihe von Reisen durchs All, auf denen bis heute Abenteuerlust, der Forschergeist der Pioniere und das Bemühen um eine noch spektakulärere Zukunft voll unbegrenzter Möglichkeiten im Mittelpunkt stehen. Die riskanten und provokanten Reisen des Raumschiffs Enterprise und der vielen Schiffe, die bald darauf folgen sollten, haben die Sternengucker in uns allen angesprochen – es geht um die Hoffnung, um den Traum, dass technische und kulturelle Weiterentwicklungen zum Wohl der Menschheit beitragen.
Die Original-TV-Serie war bei der ersten Ausstrahlung durchaus kein Hit, doch später breitete
sich ihre Beliebtheit unter den stetig wachsenden Fan-Legionen wie ein Buschfeuer aus – denn die
mitreißend komischen, streitbaren und charismatischen Persönlichkeiten der Crew auf ihrer fünfjährigen friedlichen Suche nach neuen Welten und Zivilisationen lösten zunehmend Begeisterung aus. Doch wie hat diese Mission begonnen? Wie wurde diese bunt zusammengewürfelte Gruppe frecher, begabter und ehrgeiziger junger Männer und Frauen zusammengeschmiedet, was trieb sie dazu, die unendlichen Weiten zu erforschen? Und wie entstand zwischen ihnen jene unverwechselbare Chemie, jene Entschlossenheit, mit der sie auf Entdeckungsreise gingen, fantastische Abenteuer erlebten und noch Jahrhunderte später ihre Nachfolger inspirierten?
Für Regisseur/Produzent J. J. Abrams, der die neue Zukunftsreise antreten wollte, gab es nur
einen möglichen Weg, nämlich zurück zu den Wurzeln der mittlerweile sechs Fernsehserien und
zehn Kinofilme. Er hatte vor, buchstäblich ganz von vorn anzufangen – mit James T. Kirk und seinem späteren Ersten Offizier, dem Vulkanier Spock, ihrer Ausbildung in der Akademie der Sternenflotte und ihrer spektakulären ersten gemeinsamen Reise.
Abrams machte sich mit größtem Respekt vor dem Serienschöpfer Gene Roddenberry und dem
Kulturphänomen „Star Trek“ an die Arbeit, denn mittlerweile handelte es sich dabei um einen archetypischen modernen Mythos. Gleichzeitig wollte er der Story eine neue Dimension eröffnen: Mit den neuesten technischen Entwicklungen wollte er ein Action-Epos über zwei freche junge Männer drehen, die das Zeug zu heldenhaften Führungspersönlichkeiten haben.
„Ich war zwar Fan der Originalserie, aber kein ausgesprochener Trekker“, sagt Abrams. „Dennoch
hatte ich immer das Gefühl, dass ,Star Trek‘ noch nicht komplett ausgelotet war. Es gibt zwar bereits zehn Kinofilme, doch jetzt gehen wir erstmals auf die eigentliche, fundamentale Story ein, die Gene Roddenberry 1966 geschaffen hat. Das Geniale an ,Star Trek‘ war die Prise Optimismus, und in diese Tradition möchten wir unseren neuen Film einreihen.“
Viele erwarteten von Abrams einen kompletten Neustart, doch er schlug mit großer Begeisterung
eine ganz unerwartete Richtung ein, nämlich rückwärts, zum noch nie gezeigten Stapellauf der
U.S.S. Enterprise im 23. Jahrhundert. Abrams hatte mit Produzent Damon Lindelof (und Jeffrey
Lieber) bereits das aktuelle Fernsehphänomen „Lost“ (LOST) aus der Traufe gehoben – jetzt stellte
er ihm die Idee vor, die Ursprünge von „Star Trek“ aufzuarbeiten, und Lindehof war sofort Feuer und Flamme: „Ich fand das total cool, denn niemand hat je die Ursprungsgeschichte von Kirk und Spock erzählt. In einem sehr anregenden Gespräch überlegten wir, wie die Crew zusammenkommen könnte, wobei die einzelnen Persönlichkeiten teilweise Kompromisse eingehen, weil sie ja miteinander auskommen müssen. Das brachte riesig Spaß, und im Handumdrehen machten sich Bob Orci und
Alex Kurtzman daran, das Drehbuch zu schreiben.“
Lindelof war schon als Kind „Star Trek“-Fan – für ihn liegt die Zeitlosigkeit des Konzepts und der
Figuren in dem zentralen Aspekt, den man im Mythos der Weltraumreisen entdecken kann – er wird
geprägt vom unverbrüchlichen Hoffnungsgedanken. „Heute schildern Visionen der fernen Zukunft
meist eine Welt mit trüben Aussichten, unangenehmen Lebensumständen und kaputten Gesellschaften. Die erste ,Star Trek‘-Fernsehserie war dagegen äußerst dynamisch, optimistisch, sehr cool. Sie präsentierte die Zukunft so, wie wir sie uns vorstellen wollten, eine Zukunft, auf die man gern hinarbeitet.“
Dieser Aspekt passte seiner Meinung nach bestens zu Abrams’ überbordendem Erzählstil, der
den Figuren ebenso viel Raum bietet wie den Actionelementen. „Alles, was J. J. anpackt, durchsetzt er mit neuen Ideen, aber er verliert die fundamentalen, eigentlich menschlichen Aspekte nie aus den Augen, sondern er übersetzt sie mit gewaltigen, komplizierten Bildpanoramen in einen Film, der das Publikum mitreißt – und nur so kann es gelingen, zu den Ursprüngen von ,Star Trek‘ zurückzugehen und sie mit der heutigen Filmtechnik zu verschmelzen“, sagt Lindelof.
Dazu Executive Producer Bryan Burk, der ebenfalls mit Abrams an „Lost“, „Alias“ (ALIAS) und
„Cloverfield“ (CLOVERFIELD, 2008 ) gearbeitet hat: „Wir stellten uns den neuen STAR TREK als
grandioses Abenteuer zweier höchst unterschiedlicher Männer vor, die das Schicksal nicht nur zu
wahren Freunden, sondern zu ikonenhaften Partnern, Beschützern und Forschern macht.“
Executive Producer Jeffrey Chernov, der als Herstellungsleiter mitarbeitet, fügt hinzu: „Für mich
bietet der Film nicht nur einen neuen Aspekt des ,Star Trek‘-Universums, sondern außerdem auch
eine Art Kombination aus ,The Right Stuff‘ (DER STOFF, AUS DEM DIE HELDEN SIND, 1983) und dem ersten ,Star Wars‘ (KRIEG DER STERNE, 1977). Die Erzählweise ist originell, voller frischer Ideen auf intergalaktischer Ebene, verliert dabei aber nie die Figuren, die jungen Männer und Frauen aus den Augen – es geht um Gefühle, um Kameradschaft. Und wenn das Ganze dann von einem Meister wie J. J. in Action und monumentale Bilder umgesetzt wird, dann kommt dabei ein äußerst unterhaltsamer Film heraus.“
immer bewusst, was wir wollten, und das ist uns auch gelungen.“
Aus einer ganz anderen Welt (sofern man das Live-Action-Gewerbe mal als Paralleluniversum bezeichnen möchte) stieß Produzentin Lisa Stewart („Almost Famous – Fast berühmt“, „Jerry Maguire“) dazu. Und ihr Leben nahm eine unerwartete Wende …
„Wenn Jeffrey Katzenberg anruft, geht man natürlich hin“, erinnert sie sich. Stewart hatte zu der Zeit gerade ein Live-Action-Projekt abgeschlossen und wollte eine Pause einlegen, als sie von Jeffrey Katzenberg eingeladen wurde, sich die DreamWorks Animation Studios in Glendale anzusehen. Dort entschied sich Stewarts Schicksal. „Ich sah dieses gewaltige Bild von Susan“, erklärt sie. „Sie saß auf dem Dach der Tankstelle. Ihr Verlobter hatte sie gerade verlassen; sie musste ihr Leben neu überdenken. Das war so ein bewegendes Bild. Ich dachte, ‚diese Frau möchtest du kennenlernen, ihre Geschichte erzählen, Teil ihrer Welt sein!‘“ Dass Stewart vorher noch nie an einem Animationsfilm mitgearbeitet hatte, war für sie kein Hindernis. „Großartiges Storytelling ist großartiges Storytelling, und Susans Geschichte wollte ich erzählen.“
Dass ihr Susans Entwicklung so gefiel, ist kein Wunder. Schließlich hat Lisa Stewart schon so einige starke Frauenfiguren auf die Leinwand gebracht. Als Reese Witherspoon die Sprechrolle annahm, war sowieso alles klar. „Ich bin mit Reese schon seit Jahren befreundet und sah das als willkommene Gelegenheit an, endlich auch einmal mit ihr zusammenzuarbeiten.“ Schließlich stießen noch die beiden Koproduzentinnen Jill Hopper Desmarchelier und Latifa Ouaou dazu, die es zusammen auf über 25 Jahre Produktionserfahrung bei DreamWorks Animation bringen.
TREK VON INEN: DAS DREHBUCH
Die Figuren in STAR TREK, allen voran Captain James T. Kirk und sein loyaler, aber durchaus auch streitsüchtiger Erster Offizier Spock gehören zu den bekanntesten fiktiven Filmhelden des 20. Jahrhunderts. Doch J. J. Abrams benötigte Autoren, denen es gelingen würde, diese sehr bekannten Persönlichkeiten im Rückwärtsgang bis zu den Anfängen zu führen: Woraus entstanden ihre Hoffnungen, ihre Träume, ihre Motivation?
Diese Aufgabe übertrug Abrams einem Team, dem er mit Recht zutraute, der Story den nötigen,
sehr dynamischen und spannenden Action-Stempel aufzudrücken, ohne dabei die Vorlage zu kompromittieren: Roberto Orci und Alex Kurtzman haben als Partner unvergessliche Drehbücher für Filme wie „Transformers“ (TRANSFORMERS, 2007), „Mission: Impossible III“ (MISSION: IMPOSSIBLE III, 2006) und für die aktuelle FOX-TV-Serie „Fringe“ (FRINGE – GRENZFÄLLE DES FBI) geschrieben. Besonders Orci begeistert sich schon sein Leben lang für alles, was mit „Star Trek“ zu tun hat. „Als ich Bob in der Schule kennen lernte, besaß er ein Enterprise-Telefon, bei dem die Brücke buchstäblich klingelte!“, lacht Kurtzman.
Trotzdem: Als das Autorenduo das Angebot für STAR TREK bekam, sagte es zugegebenermaßen
nicht sofort zu. „Wir haben eine ganze Weile überlegt, weil uns klar war, welch ungeheure Verantwortung wir uns auf die Schultern luden“, erklärt Kurtzman. „Das gesamte Trek-Universum steht heute am Scheideweg – es war offensichtlich, dass wir uns gewaltig anstrengen mussten, um die nächste Generation dafür zu interessieren. Vor einer solch monumentalen Aufgabe kann man schon zaghaft zurückschrecken. Aber wenn man vor etwas Angst hat, dann ergibt sich daraus natürlich erst recht eine persönliche Herausforderung. Obwohl uns anfangs die Knie schlotterten, setzten wir uns mehrfach mit J. J. zusammen und beschlossen dann, einfach ins kalte Wasser zu springen.“
Nach dem Motto „Jetzt erst recht“ wollten sie Gene Roddenberrys Vision einer aufgeklärten Zukunft unbedingt treu bleiben. Die Autorenpartner stellten zunächst eine Liste jener Attribute zusammen, die im „Star Trek“-Universum die bekanntesten und beliebtesten Elemente ausmachen. Dazu Orci: „Auf der Liste findet sich zum Beispiel das Konzept, eine Gruppe zu Freunden, zu einer Familie zusammenzuschweißen. Außerdem: Jede Figur wirkt herzlich, menschlich und echt; der Humor ist wahrhaftig, hat keine parodistischen oder ironischen Züge und ergibt sich aus realen Situationen; dienStory regt zum Nachdenken an, ist also wahre Science-Fiction, keine unmögliche Fantasy, sondern eine Vision der Zukunft, von der wir hoffen, dass sie für die Menschheit erreichbar ist.“
Kurtzman fährt fort: „Außerdem strebten wir etwas an, was sehr ,Star Trek‘-spezifisch ist: Männer
und Frauen müssen über ihr Selbstverständnis als Menschen nachdenken, weil sie mit scheinbar
unlösbaren Problemen konfrontiert sind. Der unwiderstehliche Reiz der Originalserie besteht zum
Teil darin, unglaublich intelligente und ansprechende Persönlichkeiten dabei zu beobachten, wie
sie zusammenarbeiten, um das Beste aus der Kombination ihrer Begabungen zu machen. Dieses
Konzept wollten wir durch eine neue Variante aktualisieren – das gab uns das Gefühl, dem Erbe von
,Star Trek‘ in unserem neuen Film gerecht zu werden.“
Mit diesem Gedanken als Fundament freuten sich Orci und Kurtzman auf die Gelegenheit, zwei
neue Aspekte auszuloten: Kirk (Chris Pine) und Spock (Zachary Quinto) als Jugendliche und ihre
Entwicklung als Freunde und Leitfiguren; und das Konzept der allerersten Enterprise-Mission.
Bei der Entwicklung des jungen Kirk und Spock machten sich die Autoren klar, was das eigentlich
Mitreißende der beiden Figuren ist: die Idee, zwei völlig verschiedene Männer wie zwei sich ergänzende Hälften zusammenzubringen und sie auf eine gefährliche Mission zu schicken, die keiner der beiden allein bewältigen könnte. Dazu Kurtzman: „Es war wirklich faszinierend, sich den jungen Spock vorzustellen – er ist buchstäblich hin- und hergerissen zwischen der vulkanischen und der menschlichen Welt: Wie jedes Kind versucht er herauszubekommen, wo er hingehört. Man kann seine Situation sehr gut nachvollziehen. Genauso faszinierend ist das Konzept des jungen Kirk, der auf seiner Identitätssuche als Rebell, als eine Art James Dean aufwächst. Als sich die beiden in der Akademie der Sternenflotte begegnen, könnten ihre Lebensentwürfe nicht unterschiedlicher sein, aber natürlich bemerken sie auch, dass sie manches gemeinsam haben. Ein wesentlicher Aspekt ihrer Biografie ist dieser Prozess, in dem sie lernen, die Fähigkeiten des anderen richtig einzusetzen und Führungsentscheidungen zu treffen, die die Existenz der Enterprise und des ganzen Universums sichern helfen.“
Als die Enterprise angegriffen wird, werden die Führungsstile von Kirk und Spock allmählich
sichtbar. Orci erklärt: „Das Befehlsritual an Bord eines Raumschiffs gründet sich auf die lange, authentische Geschichte von Befehl und Gehorsam auf Kriegsschiffen: Es geht um Pflicht, Ehre und Befehlshierarchie. Aber dennoch versucht Kirk innerhalb dieses Systems immer wieder nach Gelegenheiten, die Regeln zu umgehen und seinen Vorteil zu suchen, während Spock an die Logik
strikten Gehorsams glaubt. Dadurch kommt es zum ersten großen Streit zwischen ihnen, und uns
war sehr wichtig, dass beide Argumente nachvollziehbar bleiben. Keinesfalls soll der eine auf Kosten des anderen Recht bekommen. Kirk und Spock stehen vor einem echten moralischen Dilemma, lernen aber, dass sie es nur lösen können, indem sie zusammenarbeiten.“
J. J. Abrams wollte vor allem diesen Aspekt absolut richtig darstellen: „Auf einer allgemeinen Ebene geht es in diesem Film darum, dass Herz und Kopf zu einer Einheit verschmelzen. Das Schöne an Kirk und Spock ist nach wie vor ihre Beziehung. Doch diesmal bekommen wir nicht nur Gelegenheit, die komischen, lustigen Aspekte der entstehenden Spannungen auszuloten, sondern auch zu zeigen, wie sie ursprünglich zu Waffenbrüdern zusammengeschweißt wurden. Wir erleben mit, wir sie in ein Abenteuer katapultiert werden, das sie nicht nur bis zum Limit beansprucht, sondern auch eine lebenslange Freundschaft begründet.“
In welch ungeheurer Gefahr Kirk und Spock schweben, wird ihnen allmählich klar, als sie das
Vorgehen des wütenden, gnadenlosen Romulaners Nero (Eric Bana) begreifen. Bei der Entwicklung
dieser neuen Figur nahmen sich die Autoren genauso viel Zeit: So entstand ein würdiger Gegner
für die Enterprise-Crew – er ist mit allen Wassern gewaschen und absolut unberechenbar. „Nero
gehört in die große Tradition komplexer Schurken: Er glaubt wirklich, dass ihm Unrecht widerfahren ist, dass er tatsächlich mit der Sternenflotte abrechnen muss“, sagt Orci. „Sein Zerstörungstrieb geht weit über die intergalaktische Politik hinaus – das ist sein ganz persönlicher Feldzug. Er lehrt uns das Fürchten, aber wir können ihn durchaus verstehen.“
Zur Besetzung gehört auch eines der Mitglieder der Original-Enterprise, der legendäre Leonard
Nimoy. „Uns lag sehr viel daran, ihn im Film auftreten zu lassen. Wir schrieben eine Schlüsselrolle
für ihn, obwohl wir sehr wohl wussten, dass er ablehnen könnte – dann hätten wir noch einmal von
vorn anfangen müssen“, sagt Orci. „Doch als wir uns mit ihm trafen, merkten wir, dass wir zwei
Sechsen gewürfelt hatten – wir konnten unser Glück gar nicht fassen. Schon allein das, was er von
sich aus beizutragen hatte, gab uns einen unglaublichen Schub.“
„Uns lag an Leonards Mitwirkung, um die Verbindung zum bisherigen ,Star Trek‘-Kanon herzustellen“, erklärt Produzent Lindelof. „Doch das Risiko, Leonard Nimoy zu fragen, war sehr hoch, denn er hatte geäußert, keinen weiteren ,Star Trek‘-Film machen zu wollen.“
Als sie sich in die Feinheiten der Story einarbeiteten, erwies es sich als großer Vorteil, dass Orci
sich mit allen Aspekten der Trek-Saga bestens auskennt. „Statt alles in Büchern nachschlagen zu
müssen, konnten wir uns ganz frei coole Geschichten ausdenken und sie durchspielen, ohne ständig auf korrekte Details achten zu müssen“, sagt Orci. „Von vornherein war zwar ganz klar, dass unser Film jedermann ansprechen soll, aber dennoch müssen wir natürlich auch an die Erwartungen der langjährigen Fans denken und ihrer intimen Kenntnis der Serie Rechnung tragen. Uns lag also daran, die ganze Trek-Vergangenheit in die Story einfließen zu lassen. Wir stellten eine Liste der Dinge zusammen, die das Publikum unbedingt sehen will: Crew-Mitglieder in roten Hemden, ein grünes Orion-Girl, der Harfe spielende Spock – solche Sachen begeistern die Fans, aber auch die Zuschauer, die das Abenteuer ganz neu erleben, haben ihren Spaß daran.“
Wenn sie doch einmal Zweifel am Reglement der Sternenflotte oder der Geschichte einer Alien-
Rasse hatten, fragten die Autoren sofort bei den Legionen von Trekkern nach, die solchen Fragen
begeistert nachspüren. „Seit vier Jahrzehnten hüten die Fans das Erbe der Serie, und die zählen
zu den klügsten Fans der ganzen Welt“, sagt Orci. „Wenn sich also eine Frage ergab, wussten wir
genau, dass jeder Fan, der auf sich hält, ganz sicher eine Antwort parat haben würde. Und genauso
war es auch.“
Außerdem verließen sich die Autoren auf das Knowhow des Rechercheurs Sean Gerace, der sicherstellte, dass nichts in STAR TREK im Widerspruch zur umfangreichen Zukunft der Sternenflotte steht, wie sie in den Filmen und Serien wie „Next Generation“ (DAS NÄCHSTE JAHRHUNDERT) und „Deep Space Nine“ (DEEP SPACE NINE) aufgeblättert wurde. Gerace musste manche ungewöhnliche, aber anregende Aufgabe bewältigen – zum Beispiel schrieb er einen ausführlichen Bericht über die romulanische Mythologie. Außerdem schaute er sich alle 79 Episoden der ursprünglichen Serie und alle Kinofilme an, legte umfangreiche Dossiers über die persönlichen Lebensläufe und die charakterlichen Eigenarten an. Besonders interessierte die Filmemacher „The Wrath of Khan“ (DER ZORN DES KHAN, 1982), der allgemein als der anregendste der frühen Kinofilme gilt. Als Orci und Kurtzman die erste Drehbuchfassung zu STAR TREK fast vollendet hatten, bekamen sie reichlich Unterstützung von Abrams und den Produzenten, die gern bereit waren, mit ihnen die letzten Details der Charaktereigenschaften und Handlungselemente zu diskutieren. „Die Zusammenarbeit mit Bob und Alex und dem Produzenten gestaltete sich als lockerer Ideenaustausch“, sagt Abrams. „Es passte wunderbar, dass wir alle von unterschiedlichen Wissens- und Erfahrungsniveaus ausgingen. Bob Orci ist der eingefleischte Trekker, der jedes Detail auswendig kennt und auch voraussehen kann, ob wir die Fans etwa mit Thema X verärgern würden, während Bryan Burk die Originalserie nie gesehen hat und der Story also ganz unvoreingenommen begegnet. Deshalb konnte jeder Beteiligte etwas sehr Persönliches beitragen, als wir überlegten, wie der Film auf die verschiedenen Zuschauer wirken würde. Zusammengenommen ergab sich ein Gleichgewicht – wir konnten die Begeisterung des Newcomers ebenso bieten wie die Gewähr, dass die gesamte Serienvergangenheit berücksichtigt wird.“
DIE JUNGFERNFAHRT DER U.S.S. ENTERPRISE
Chris Pine ist James Tiberius Kirk
James T. Kirks Schicksal ist vorbestimmt – er hat das Zeug zum Sternenflottencaptain, aus dem
Legenden gemacht werden. Aber am Anfang von STAR TREK ist er zunächst nur ein grüblerischer
Teenager in Iowa, der seine Schwierigkeiten hat und trotz seines Charmes so aufmüpfig ist, dass
er leicht vom rechten Weg abkommen könnte. Kirk muss zunächst einmal lernen, seinen Impuls
zu zügeln, der im Film als „Instinkt, blindlings in den Abgrund zu springen“ beschrieben wird. Doch als er dann die gleißende, noch im Bau befindliche U.S.S. Enterprise im schwer bewachten Hangar sieht, ist er wie vom Donner gerührt – er entwickelt den Ehrgeiz, sich in der Sternenflotte zu beweisen und aus eigener Kraft bis an die Spitze aufzusteigen.
Kirk als ungehobelter, unangepasster junger Mann, der seine Berufung noch sucht, lange bevor er
die Verantwortung als leuchtende Leitfigur übernimmt – diesen Aspekt haben wir auf der Leinwand
noch nie gesehen. „Uns schwebte vor, Kirk als praktisch ziellosen Rebellen zu zeigen, als wir ihm
erstmals begegnen. Er ist ein Verweigerer, ein Nonkonformist, der nur aus dem Bauch heraus
handelt und letztlich nicht weiß, wohin er eigentlich will. Erst als er die Enterprise erblickt, sieht er
plötzlich sein Ziel vor Augen – jetzt ist die Richtung vorgegeben“, sagt Abrams.
Es war für die Filmemacher eine epische Odyssee ganz eigener Art, als sie auf die Suche nach
einem jungen Schauspieler gingen, der jene Rolle verkörpern sollte, die William Shatner unsterblich
gemacht hat, wobei der Nachfolger ihr durchaus einen eigenen Charakter verleihen soll. Erst
ganz am Ende dieser Suche sprach Chris Pine vor und überraschte die Filmemacher komplett.
Pines Rollen in mehreren Liebeskomödien und in dem Actionfilm „Smokin’ Aces“ (SMOKIN’ ACES, 2006) etablierten ihn als Nachwuchsstar, den man aufmerksam beobachten sollte. Aber niemand sah voraus, wie intuitiv er sich in Kirks Dynamik, Humor und Individualismus einzufühlen verstand. Executive Producer Bryan Burk erinnert sich: „Chris trat erstaunlich selbstbewusst auf, ohne ruppig oder anmaßend zu wirken. Er traf die Rolle genau auf den Punkt – uns war sofort klar, dass wir unseren Kirk gefunden hatten.“ Und Produzent Damon Lindelof fügt hinzu: „Wir suchten jemanden, der Shatner organisch entspricht, ohne ihn nachzuahmen – er soll ein Kerl zum Pferdestehlen sein, aber wenn er die Brücke der Enterprise betritt, muss er sofort Autorität ausstrahlen. Genau diese Qualitäten bringt Chris mit.“
J. J. Abrams fasst zusammen: „Chris hat Kirks Schlagfertigkeit, Intelligenz und die athletische Figur, aber – was genauso wichtig ist – er kann auch herumalbern und sehr verletzlich erscheinen.
Vor allem lässt er sich auf jede Situation ein, ist immer sehr konzentriert und aufmerksam bei der
Sache. Sein Kirk wirkt sehr echt – und genau das hatten wir uns gewünscht.“
Pine war seinerseits von Abrams schwer beeindruckt: „Er strahlt bei diesem Projekt eine Dynamik
aus, die man fast mit Händen greifen kann. Ich wollte unbedingt dabei sein.“
Pine begriff sofort, dass er mit dieser Rolle seinen eigenen Weg gehen muss und sich nur ansatzweise davon inspirieren lassen darf, wie Shatner die Rolle in eine weltberühmte Ikone verwandelt hat. „Mr. Shatner hat einen Actionheld und Frauenschwarm geschaffen, den er mit unglaublichem Humor ausstattete. Was mir an unserem Film so gut gefällt: Hier erfahren wir, warum und wie der Mann so geworden ist“, sagt Pine. „Es war natürlich absolut überwältigend, in Mr. Shatners Schuhe zu steigen und das Trek-Universum zu betreten. Wir waren uns einig, dass wir gar nicht erst versuchen sollten, seine Leistung nachzuahmen. Die eigentliche Herausforderung für mich bestand darin, mir die Rolle anzueignen.“
Aufgrund des Drehbuchs gelang es Pine, seine Vorstellungskraft in neue Bahnen zu lenken: „Weil
wir Kirk als jungen Mann erleben, können wir deutlich machen, woher seine Dynamik, seine Leidenschaft stammen und warum es so schwierig für ihn ist, seine Begabung auf ein Ziel zu konzentrieren.“
Kirks ausgeprägte Menschlichkeit wird durch jugendlichen Leichtsinn getrübt, ist aber in ihrer
raumgreifenden Energie nicht zu übersehen – das zu zeigen war Pines wichtigstes Anliegen: „Kirk
ist kein Superheld. Er ist ein Mensch wie du und ich, er steht vor haushohen Problemen, die er
irgendwie bewältigen muss. Seine besondere Fähigkeit ist der kompromisslose Einsatz seiner
ganzen Kraft – er hält unerbittlich durch, bis er sein Ziel erreicht hat.“
Pine absolvierte ein intensives Fitnesstraining, nahm Unterricht im Boxen und Martial Arts, um
mit Kirks unnachahmlicher Bauernschläue und Ruppigkeit Weltraummonster aller Art abwehren
zu können. „Ich habe mit unserem hervorragenden Stunt-Team zusammen trainiert, wobei mir
besonders Spaß macht, dass die Action ganz real ist. Kirk bezieht reichlich Prügel, aber er würde
sich nie unterkriegen lassen.“
Als wohl schwierigste Aufgabe empfand Pine, die nicht gerade einfache, unterschwellig sehr komische Beziehung zu Spock richtig zu dosieren. „Zach [Quinto] und ich versuchen den Zuschauern zu zeigen, wie das Schicksal mit Kirk und Spock zwei sehr aufgeweckte, auf Krawall gebürstete junge Männer auswählt, ihr Leben lang immer wieder aneinanderzugeraten, wobei sie sich aber aus demselben Grund im Lauf der Zeit immer mehr schätzen lernen“, erklärt er.
Am Ende ähnelte die Chemie in der gesamten jungen Besetzung laut Pine immer deutlicher der
in der Enterprise-Besatzung. „Es hat uns allen riesig Spaß gemacht“, sagt er. „Mit Zach arbeite
ich wirklich gern. John Cho, der Sulu spielt, ist echt lustig und sehr begabt – er zeigt die Rolle
in ganz neuem Licht. Karl Urban (als Dr. McCoy) spielt unsere Szenen sehr dynamisch – wie er
die Augenbraue hochzieht, das macht ihm im Filmgeschäft niemand so leicht nach. Zoë Saldana
ist als Uhura ebenso schön wie intelligent – eine wie sie findet man nur sehr selten. Simon Pegg
und Anton Yelchin sind als Scotty und Chekov einfach urkomisch. Ingesamt eine tolle Truppe. Wir
nehmen uns nie allzu ernst, sind aber als Team zusammengewachsen.“
So richtig fiel der Groschen laut Pine in dem Moment, als er das Brückenset sah und sich klar
machte, dass Kirk in naher Zukunft das Kommando der Enterprise übernehmen würde. „Als ich
erstmals das Enterprise-Set betrat, wurde mir schlagartig bewusst, dass wir hier etwas ganz Besonderes miterleben“, berichtet er. „Und dann folgte ein weiterer großer Moment, nämlich als ich
erstmals im Sessel des Captains Platz nahm: Dabei lief es mir kalt über den Rücken. Diesen Augenblick werde ich mein Leben lang nicht vergessen.“
Zachary Quinto ist Spock
Als die U.S.S. Enterprise erstmals das Dock verlässt und zu den Sternen aufbricht, steht ein Offizier an Bord abseits von den anderen: Er wird einfach nur Spock genannt. Spock stammt vom Planeten Vulkan, einer Welt, wo einst die Gefühle derart außer Kontrolle gerieten, dass man sie ein für alle Mal durch reine Logik ersetzte. Doch Spocks Mutter ist ein Mensch – deshalb kämpfen im heranwachsenden Spock zwei Seele: die Vernunft gegen den Instinkt. Spocks Vater Sarek belehrt ihn: „Du bist durchaus in der Lage, dein Schicksal selbst zu wählen … denn nur du kannst diese Entscheidung treffen.“
STAR TREK zeigt Spock in den Jahren seiner Entwicklung – er muss sich zwischen seiner menschlichen und seiner vulkanischen Seite entscheiden. „Spock muss die Wahl treffen: Soll er seine Gefühle im Griff behalten oder sich für seine menschlichen Charaktereigenschaften entscheiden? Die gesamte Story ist von diesem Zwiespalt geprägt“, sagt Abrams. „Mir gefiel es, dieser Figur dabei zuzuschauen, wie sie ihren Platz in der Welt sucht.“
Abrams gibt zu: „Anfangs waren wir gar nicht sicher, ob wir jemanden finden würden, der Spock gerecht werden kann, wenn man bedenkt, wie sehr Leonard Nimoy mit dieser Rolle identifiziert wird.“ Als die Filmemacher Zachary Quinto erlebten, der seine wohl bekannteste Rolle in der erfolgreichen TV-Serie „Heroes“ (HEROES) spielt, gab es für sie keinen Zweifel mehr: Sie hatten ihn gefunden. „Zach ist so intelligent und handelt so überlegt, wie man es bei jungen Schauspielern nur selten findet. Er erweist Leonards Leistung seine Reverenz, ohne sie in irgendeiner Weise zu imitieren.“ Quinto wollte die Rolle unbedingt spielen: „Ich fühle mich von der Spock-Figur magisch angezogen“, sagt er. „Und ich war von der Vorstellung begeistert, die gesamte Enterprise-Crew zu neuem Leben zu erwecken. Spock hat mich schon immer fasziniert, weil er den Konflikt zwischen seinem Verstand und seine Gefühlen auslebt. Außerdem gelingt es ihm, stets Haltung zu bewahren – egal was um ihn herum passiert. In dieser neuen Version erleben wir ihn dabei, wie er ausprobiert, jenes Gleichgewicht zu finden, mit dem er seine wahre Größe erreichen wird. Was er mit Kirk und dem Rest der Besatzung gemeinsam hat: Er will das Leben im All lebenswerter machen.“
Die enge Zusammenarbeit mit Chris Pine half Quinto, jene verschütteten Emotionen hervorzuholen,
die Spock zu schaffen machen. „Chris verkörpert Kirks Eigenarten einfach perfekt“, berichtet Quinto. „Weil Kirk so selbstbewusst und spontan ist, wird sehr deutlich, warum der absolut logische und ordentliche Spock ihn in höchster Gefahr wähnt. Aber wir verstehen auch, warum Kirk Spock anfangs einfach nur für eine übereifrige Nervensäge halten muss. Doch im Lauf der Handlung wird hoffentlich deutlich, wie sie sich gegenseitig zu Höchstleistungen inspirieren.“
Quinto freute sich auch auf die Begegnung mit zwei weiteren klassischen Figuren, die in STAR
TREK Schlüsselrollen übernehmen: Spocks aus zwei Welten stammende Eltern – die auf der Erde
geborene Mutter Amanda Grayson und der Vater Sarek, der vulkanische Botschafter. Gespielt werden sie von der bereits zweimal für den Oscar nominierten Winona Ryder („The Age of Innocence“ / ZEIT DER UNSCHULD, 1993; „Little Women“ / BETTY UND IHRE SCHWESTERN, 1994) und dem britischen Schauspieler Ben Cross, der mit seinem Auftritt in dem Oscar-preisgekrönten „Chariots of Fire“ (DIE STUNDE DES SIEGERS, 1981) berühmt wurde. Gemeinsam bilden sie ein sehr unterschiedliches, aber äußerst welterfahrenes Paar. „Winona wirkt in dieser Rolle sehr zart fühlend, und sie setzt besondere Akzente bei der Gegenüberstellung ihrer Herzensregungen und Sareks Logik“, sagt Quinto. „Ben überträgt seine Energie auf die gesamte Umgebung. Er weiß als Sarek genau, was er will, und er steht mit beiden Beinen auf der Erde – mir gelang es sofort, mich auf ihn einzustellen.“
Quinto hatte sogar die spannende Gelegenheit, mit jenem Mann zu arbeiten, der Spock seine ursprüngliche Gestalt verleiht: Leonard Nimoy. Dazu Abrams: „Leonard hat sich die Entscheidung
nicht leicht gemacht. In gewisser Weise war diesmal sein Beweggrund, die Figur zu ihrem Abschluss zu bringen und den Staffelstab an Zach weiterzureichen. Dass er die Rolle noch einmal annahm, war ihm wirklich wichtig, aber gleichzeitig hatte er auch seinen Spaß dabei.“
Nimoy berichtet, dass er sich nach seinem ersten Treffen mit Abrams und seinem ersten Gesprächmit Orci und Kurtzman für die Aufgabe zu interessieren begann. „Ich spürte, dass sie wirklich begriffen haben, wofür die wesentlichen Aspekte von ,Star Trek‘ stehen“, sagt er. „Ich merkte, dass sie der Story gerecht werden und den Film auf eine Ebene heben, die wir zuvor noch nicht erreicht hatten. Den Autoren gelingt es wunderbar, die Charaktereigenschaften der ursprünglichen Figuren aufzunehmen - was mich natürlich sehr ermutigt hat.“
Auch von Abrams’ Fähigkeiten als Regisseur zeigt er sich beeindruckt: „Es gibt Regisseure, die
gewaltige Panoramen mit jeder Menge Action auf die Leinwand bringen können, und andere Regisseure finden ihre Begabung darin, intime zwischenmenschliche Momente zu zeigen. Das Außergewöhnliche an J. J.: Er beherrscht beide Fertigkeiten.“ Über die endgültige Drehbuchfassung sagt er: „Ich sehe den Film in einer Reihe mit den großen Actionabenteuerfilmen, eine mitreißende Story voller Konflikte und Rachekomplotts, bei denen die Zukunft ganzer Galaxien auf dem Spiel steht. Aber gleichzeitig handelt es sich um eine sehr intime Geschichte, in der sich ganz besondere Leute erstmals begegnen.“
Nimoy gibt gern zu, dass weder er noch sonst ein Beteiligter an der Originalserie jemals vorhergesehen hat, welch langes Leben diesen Figuren vergönnt ist. „Uns war zwar klar, dass wir etwas Interessantes, Zeitgemäßes gestalteten“, sagt er. „Das war durchdachte Unterhaltung, aber niemand hätte voraussagen können, dass die Figuren und das Konzept auch vierzig Jahre später noch Bestand haben und immer wieder aufs Neue erfunden würden.“ Er freute sich besonders darüber, dass beim Casting zu STAR TREK sorgfältig darauf geachtet wurde, den Figuren eine neue Perspektive zuzugestehen. „Die Besetzung hat mich sehr beeindruckt“, kommentiert er. „Alle sind sie sehr begabte, sehr passend ausgewählte junge Leute, die manchen Charaktereigenschaften der Originalbesetzung entsprechen, aber dennoch sehr zeitgemäß wirken.“
Nimoy war natürlich besonders gespannt auf die Begegnung mit dem jungen Schauspieler, der als
Spock in seine Fußstapfen treten sollte. „Leonard und ich haben recht viel Zeit miteinander verbracht“, sagt Quinto. „Ich habe ihm eine Menge Fragen gestellt, und er hat mir sehr zuvorkommend seine Ansichten und Ratschläge nahegebracht. Wir sprachen über Spocks Psyche und das, was er in der Zeitspanne zwischen unseren beiden Darstellungen erlebt hat. Seine Beziehung zu dieser Figur währt schon so lange, dass er wirklich jeden Aspekt durchdacht hat. Das hat mir enorm geholfen. Ich empfand es als unschätzbaren Vorteil, so eng mit ihm zusammenarbeiten zu dürfen.“
Bryan Burk fasst zusammen: „Leonard wurde zu Zachs Mentor – beide haben das als sehr emotional erlebt. Wenn sie zusammen am Set waren, spürte man diese Intensität fast körperlich.“
Karl Urban ist Dr. Leonard „Pille“ McCoy
Dr. McCoy bezeichnet sich selbst als „Landarzt“, der das Fliegen hasst. Doch aufgrund persönlicher
Probleme auf der Erde hat er sich in seine Aufgabe als Schiffsarzt der Sternenflotte eingearbeitet.
Seine Patienten behandelt er zwar mit den modernsten medizinischen Techniken, aber in seinem
Auftreten wirkt er so derb und erdverbunden wie eh und je – was ihm helfen wird, eine eminent wichtige, manchmal aber auch sehr undankbare Rolle zu übernehmen: Er achtet darauf, dass Kirk und Spock sich nicht zu wichtig nehmen.
Die Rolle des Mannes, der bald nur noch als „Pille“ bekannt sein wird und die in der Originalserie
unvergesslich humorvoll vom inzwischen verstorbenen DeForest Kelley dargestellt wurde, vertrauten die Filmemacher Karl Urban an: Der aus Neuseeland stammende Schauspieler machte sich mit der Trilogie „The Lord of the Rings“ (DER HERR DER RINGE, 2001–2003) einen Namen und spielte in „The Bourne Supremacy“ (DIE BOURNE VERSCHWÖRUNG, 2004) den russischen Killer. Wer bei seinem Vorsprechen dabei war, merkte sofort, dass ihm die Rolle jenes störrischen, grantigen Mediziners wie auf den Leib geschrieben ist, von dem der kühne Spruch überliefert wird: „Das All ist eine Krankheit, und Gefahren lauern in der schweigenden Finsternis.“ Doch insgeheim macht es ihm dennoch Spaß, dieses All zu erforschen.
„Karl entspricht Pille derart genau, dass es fast schon unheimlich ist. Er verkörpert buchstäblich die
Originalfigur, ohne sie auch nur entfernt nachzuahmen“, sagt Abrams. „Er ist schroff, sarkastisch,
immer genervt – und dennoch muss man ihn sympathisch finden.“
Urban wollte die Rolle natürlich vor allem spielen, weil er immer schon ein Trek-Fan war. „Ich schwelge gern in den Erinnerungen, wie ich als Kind die Serie verfolgt habe – ich kenne mich also darin aus, in den Persönlichkeitsstrukturen und Beziehungen untereinander. Mein Vorsprechen war ein einziger großer Spaß“, erinnert er sich.
Sobald er als Dr. McCoy feststand, machte er sich ernsthaft daran, dessen Innenleben zu ergründen. „Unter der rauen Schale ist Pille sicher ein wahrer Humanist, der sehr viel Mitgefühl entwickelt – es kommt einfach nur sehr grantig, zynisch und zänkisch aus ihm heraus“, kommentiert Urban. „Er sorgt Tag und Nacht rührend für seine Patienten, benimmt sich dabei aber wirklich unmöglich. Mir gefällt, wie Pille, Kirk und Spock zu einer Art Triumvirat zusammengeschweißt werden. Kirk ist der Mann der Tat, Spock steht für Logik und Wissenschaft. Und Pille bildet sozusagen ihr menschliches Gewissen, er stellt ihre ursprünglichen Impulse infrage und hilft ihnen dadurch, den richtigen Weg einzuschlagen.“
Über seine Annäherung an eine derart berühmte Rolle sagt Urban: „Ich möchte mich damit eindeutig vor DeForest verbeugen, denn der hat sich wirklich außergewöhnlich ins Zeug gelegt, um aus Pille eine allseits beliebte Figur zu machen. Aber ich möchte auf keinen Fall sein Abziehbild spielen. Als wir McCoy im Film erstmals begegnen, befindet er sich in einer völlig anderen Situation als in den bisherigen Filmen, denn sein Leben liegt in Scherben, er versucht einen Schlussstrich zu ziehen. In gewisser Weise ist die Enterprise für ihn der letzte Ausweg – und an diesem Aspekt seiner Biografie liegt mir besonders.“
Urban war bereits Feuer und Flamme für seine Aufgabe, aber als er das Brückenset erstmals betrat, erlebte sein Enthusiasmus einen ersten Höhenflug: „Mich hat das Set wirklich umgehauen. Die High- Tech-Aspekte machen echt Spaß, und alles ist bis ins Detail liebevoll eingerichtet. Ich konnte einfach nicht widerstehen: Ich rannte überall herum und probierte alle Knöpfe, Schalter und Hebel aus, um herauszufinden, ob sie wirklich funktionieren. Die Filmemacher haben sich wirklich ins Zeug gelegt, um dieses Abenteuer so realistisch wie möglich zu gestalten – wir bekamen tatsächlich das Gefühl, als ob wir jederzeit mit dem Schiff durchstarten könnten.“
Simon Pegg ist Montgomery „Scotty“ Scott
Der überbordende, lebenslustige, in jeder Situation kompetente Bordingenieur der Enterprise wird
bald von allen nur noch „Scotty“ genannt, weil er mit einem einschlägig singendem Tonfall spricht.
Seine Ankunft an Bord ist eine Überraschung, die gleich die Richtung vorgibt für seinen inspirierenden Humor und sein Gespür für Auswege selbst aus dem schlimmsten Schlamassel. Damit bildet er quasi das Rückgrat der Crew. Die für einen Komiker prädestinierte Rolle des Scotty, ursprünglich von James Doohan gespielt, übernahm der britische Comedian, Schauspieler und Filmemacher Simon Pegg. Die STAR-TREK-Filmemacher hatten ihn von Anfang an im Auge, nachdem er sich mit unschlagbar witzigen Rollen in den britischen Komödienhits „Shaun of the Dead“ (SHAUN OF THE DEAD, 2004) und „Hot Fuzz“ (HOT FUZZ – ZWEI ABGEWICHSTE PROFIS, 2007) profiliert hatte. „Seit ,Shaun of the Dead‘ sind wir Simons Fans – wir kennen niemanden, der lustiger wäre: Für Scotty ist er also die Idealbesetzung“, sagt Bryan Burk.
Als Abrams Pegg bat, die Rolle zu übernehmen, war er so überwältigt, dass er spontan ablehnte.
„Simon schrieb mir eine E-Mail, in der er sagte: ,Ich weiß nicht, ob ich das schaffe – das ist mir eine Nummer zu groß‘“, erinnert sich Abrams. „Dann kam eine weitere E-Mail: ,Gib mir ein bisschen Zeit, ich denke mal drüber nach.‘ Und wir hatten Glück: Bald darauf sagte er zu.“
Pegg stand stark unter Druck, weil er die Originalserie schon als Kind ehrfürchtig verfolgt hatte. „Es ist ganz merkwürdig, eine Figur zu spielen, die man seit den Jugendtagen bestens kennt“, stellt er fest. „In diesem Fall hat James Doohan Scotty ganz unverwechselbar dargestellt. In gewisser Weise hat er einen sehr komplexen Charakter: Einerseits wirkt er immer recht locker, andererseits ist er ein Kämpfer, er trinkt, und er beherrscht die coolsten Bereiche der Enterprise: den Maschinenraum und den Transporterraum. Er hat einen legendären Ruf – ich hatte entsprechend große Probleme, mich damit messen zu müssen.“
Pegg freute sich, dass in der neuen Version die Ironie keine Rolle spielt: „Mir gefiel am Drehbuch
besonders, dass alle Figuren Sätze sagen, durch die sie berühmt geworden sind, aber es fehlt das
Augenzwinkern nach dem Motto: ,Sind wir nicht witzig?‘ Jede Figur bekommt zwar eine Art ikonischen Moment, aber nie auf Kosten der Geschichte“, stellt er fest.
Als die Zuschauer Scotty erstmals begegnen, lebt er in einer Art Exil auf dem Eisplaneten Delta
Vega. „Dass wir Scotty in einer Situation erleben, die uns völlig neu ist, bietet eine große Chance: Er wirkt fast verloren, ist betrunken, er hat keine Ahnung, was für einen großartigen Erfinder er in der Geschichte der Sternenflotte abgeben wird“, berichtet Pegg. „Es hat richtig Spaß gemacht, diese Phase seines Lebens auszuloten.“
Zoë Saldana ist Uhura
Die hoch begabte, schöne Xenolinguistin, die Uhura genannt wird, bringt ihre überragenden Fähigkeiten, zuzuhören und zu interpretieren, in ihre lebenswichtige Aufgabe als Kommunikationsoffizier der Enterprise ein.
Mit der Figur der Uhura schrieb die Original-TV-Serie Geschichte. Die Darstellerin Nichelle Nichols spielte damit eine der ersten wichtigen afroamerikanischen Rollen im Fernsehen. Als sie Kirk küsste, war dies der erste schwarz-weiße Kuss auf amerikanischen Bildschirmen. Diese Rolle übernimmt nun die aufstrebende Schauspielerin Zoë Saldana, deren Vorfahren aus Puerto Rico und der Dominikanischen Republik stammen. Bekannt wurde sie als unerschrockene Piratin Anamaria in dem modernen Abenteuerklassiker „Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl“ (FLUCH DER KARIBIK, 2003). Laut J. J. Abrams gab ihre dynamische Persönlichkeit den Ausschlag: „Zoë ist wunderschön, ihre großen Augen sind unwiderstehlich, aber sie weiß sich auch zu behaupten. Mir gefällt dieses Wechselspiel zwischen sanfter Weiblichkeit und selbstbewusster Stärke. Das entspricht Uhura ganz genau.“
Als sie sich daraufhin die Serien anschaute, war Saldana vor allem von der Uhura in der Originalserie beeindruckt: „Sie war nicht nur Afroamerikanerin, sondern auch die einzige Frau zwischen all den Männern auf der Brücke, und sie bekleidete einen hohen Rang“, stellt sie fest. „Nicht nur Uhura, sondern auch Nichelle war eine Pionierin, ein Vorbild für viele Frauen in Hollywood, und nicht nur für Farbige. Ich empfinde es als ganz besondere Ehre, diese Rolle jetzt spielen zu dürfen.“
Saldana weiter: „Ich bekam die Chance, ganz zu den Ursprüngen zurückzugehen und mir auszumalen, woher Uhura stammt, wer sie ist und wie sie es schafft, sich auf der Enterprise zu behaupten. Ich erlebe sie eindeutig als Kämpferin, sie lässt sich nie gehen, weil sie genau weiß, dass sie die anderen immer übertreffen muss.“
John Cho ist Sulu
Auf der Jungfernfahrt der U.S.S. Enterprise heißt der Steuermann Sulu, einer der erfahrensten Offiziere an Bord und ein hoch gebildeter Mann, der sich nicht nur mit der Navigation und Astrophysik auskennt, sondern auch im Fechten – all diese Fähigkeiten kann er in die allererste Mission der jungen Crew einbringen.
Sulu wurde ursprünglich von George Takei gespielt, der unter den asiatisch-amerikanischen Schauspielern zum Helden aufstieg, weil er asiatischen Amerikanern im Fernsehen ein so hinreißend positives Image verpasste. Ähnliche Qualitäten entdeckte Abrams in John Cho, der aus Korea stammt und seine bekanntesten Rollen in den erfolgreichen Serien „American Pie“ (AMERICAN PIE, 1999_2008 ) und „Harold and Kumar“ (HAROLD & KUMAR, 2004_2008 ) spielte. Dazu Abrams: „John erinnert mich sehr an George Takei, weil er die Rolle ebenfalls mit seiner starken Persönlichkeit ausfüllt. Er achtet sorgfältig darauf, Sulu absolut realistisch zu spielen.“
Cho fühlte sich besonders geehrt, in Takeis Fußstapfen treten zu dürfen: „Als asiatischer Amerikaner hat Sulu für mich das Image eines Pioniers. Damals gab es kaum Rollen für Asiaten, wenn sie nichts mit Martial Arts oder Stunts zu tun hatten. Seine Rolle hatte eine exemplarische Stellung in einer hervorragenden Serie, denn er ist eine faszinierende Persönlichkeit, die vielfältige Interessen und Fähigkeiten mitbringt. Ich war ganz berauscht, als ich an diesem neuen Abenteuer teilhaben durfte.“
Bei der Vorbereitung auf seine Rolle bekam Cho die Gelegenheit, Takei kennen zu lernen. „Ich sagte: ,George, es macht mich reichlich nervös, dass ich deine Schuhe anziehen soll und als neuer
George Takei gesehen werde.‘ Mit der ihm typischen Würde antwortete er: ,Mach dir keine Sorgen, denn sehr bald werden sie mich den alten John Cho nennen.‘ Er hat mir sehr geholfen.“
Bruce Greenwood ist Captain Pike
Der legendäre erste Captain der U.S.S. Enterprise, Captain Pike, trat in nur drei Episoden der Original- TV-Serie auf – er wurde von Jeffrey Hunter und dann von Sean Kenney dargestellt. Erstmals sehen wir ihn als voll durchgestaltete Figur, die von dem Kanadier Bruce Greenwood gespielt wird. Dessen Spektrum reicht von Präsident John F. Kennedy in „Thirteen Days“ (13 DAYS, 2001) bis zum ehemaligen Surfhelden in der unkonventionellen HBO-Serie „John From Cincinnati“. „Bruce stellt für Kirk die perfekte Vaterfigur dar“, sagt Abrams. „Er wirkt mit seiner Präsenz sehr stark, selbstbewusst und erwachsen – daher fällt es umso mehr auf, als er das Schiff verlässt. Die Dynamik verändert sich merklich.“
Greenwood ließ sich vom Drehbuch überzeugen: „Mir gefällt vor allem, wie die Autoren die Figuren aufbereiten. Sie spüren Kirks und Spocks Motivation nach, ihren inneren Konflikten, die in gewaltige dramatische Situationen münden.“
Am Set erlebte er das beglückende Gefühl, im berühmten Sessel des Captains Platz nehmen zu
dürfen: „Das ist ein ganz außergewöhnliches Gefühl“, gibt Greenwood zu. „Ich dachte: ,Wow, das ist wirklich Kino!‘ Aber es brachte mich auch zum Nachdenken – über das Wesen der Autorität, was die Brücke eigentlich bedeutet und ob sich die Führungsqualitäten in 200 Jahren von den heutigen unterscheiden werden.“
Wie Greenwood als Leitfigur auftritt, hat einen nachhaltigen Einfluss auf James Kirks Verhalten,
denn Pike inspiriert ihn dazu, Kadett in der Akademie der Sternenflotte zu werden – mit der Aussicht, das zu erreichen, was seinem Vater nie gelungen ist. „Vater-Sohn-Geschichten haben mir immer schon gefallen, und das schwingt auch in der Beziehung Pike _ Kirk mit“, sagt der Schauspieler. „Jeder Sohn möchte die Fehler seines Vaters vermeiden, und als Pike Kirk herausfordert, indem er sagt: ,Du kannst mehr aus dir machen‘, ist es genau das, was Kirk beeindruckt. Pike erkennt Kirks Potenzial und ist bereit, ihm eine Chance zu geben, obwohl er das aufgrund von Kirks Verhalten mehr als einmal bedauert!“
Anton Yelchin ist Chekov
Pavel Andreievich Chekov ist der jüngste Offizier an Bord der U.S.S. Enterprise, ein russischer Wunderknabe und Schachmeister, der bereits als Teenager ein Abenteuer erleben darf, das er sich nicht einmal in seinen kühnsten Träumen ausmalen konnte.
Walter Koenig spielte die Rolle mitten im Kalten Krieg – allein Chekovs Anwesenheit an Bord der
Enterprise signalisierte damals, dass es einst eine Ära geben wird, in der alle Nationen der Erde
friedlich zusammenarbeiten. Aber er war auch der vorlaute und naive junge Mann, der langsam
erwachsen wird, während er im All Unglaubliches erlebt. Um Chekov zeitgemäß realistisch zu prägen, suchten die Filmemacher nach einem Schauspieler, der nicht nur eine smarte Persönlichkeit mitbringt, sondern auch passend zur Figur tatsächlich russische Vorfahren hat. Genau das bot Anton Yelchin, der aus St. Petersburg stammt und sich mittlerweile mit Hauptrollen in „House of D“ (2004), „Alpha Dog“ (ALPHA DOG, 2006), „Charlie Bartlett“ (CHARLIE BARTLETT, 2008 ) und aktuell in „Terminator Salvation“ (2009) profiliert hat. „Anton wirkt wie ein echter russischer Schachmeister, ist dabei aber äußerst sympathisch. Mit seinem Charme wickelte er uns alle ein“, berichtet Abrams. Yelchin übernahm die Rolle völlig unvorbelastet – er hatte die TV-Serie nie gesehen. Erst anschließend schaute er sich jede einzelne Episode an. „Ich war rundum begeistert“, erinnert er sich. „Der Chekov der Originalserie gefällt mir besonders, weil er das seltsamste Crew-Mitglied ist, eine Mischung aus Stereotypen des Kalten Krieges und Davey Jones. Er ist jugendlich vital und sorgt oft für komische Momente, aber in unserem Film wird das deutlich nuanciert. Er ist der Jüngste und wirkt manchmal etwas schüchtern, obwohl er ein Genie ist. Mir hat es Spaß gemacht, meine eigene spezielle Sichtweise der Figur zu entwickeln.“
Um sich auf die Rolle vorzubereiten, traf sich Yelchin mit Walter Koenig, der die Rolle vor vier Jahrzehnten geprägt hat. „Walter sagte: ,Um eine Figur unverwechselbar zu gestalten, musst du sie dir völlig aneignen.‘ Genauso geht auch J. J. vor: Das war der Leitfaden für unseren gesamten Film, von den Kostümen bis zur Darstellung. J. J. übernahm die markantesten Elemente der Vergangenheit und fügte sie in seinen eigenen epischen Ansatz ein.“
Der erste Gegner: Eric Bana ist der Romulaner Nero
Captain Nero wird von dem Australier Eric Bana gespielt, der vor Kurzem begeisterte Kritiken für
seine Darstellung des israelischen Killers in Steven Spielbergs „Munich“ (MÜNCHEN, 2005) erhielt. Von Anfang an merkte Abrams, dass Bana dem Nero Nuancen verleiht, die weit über den üblichen rachsüchtigen Bösewicht hinausgehen. „Eric bot uns ein unglaubliches Spektrum, das die Figur sehr viel interessanter und wirklich bedrohlich macht“, sagt Abrams.
Eigentlich hatte Bana sich gerade eine Auszeit gegönnt, als Abrams ihn ansprach. Aber dieser Rolle konnte er nicht widerstehen: „Ich bestätigte J. J., dass das Skript von Anfang bis Ende derart spannend ist und Nero einen so wunderbar irren und unterhaltsamen Schurken abgibt, dass ich einfach nicht nein sagen konnte.“
Im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen musste sich Bana bei seiner Rollengestaltung nicht
an einem bestimmten Vorbild orientieren, aber er informierte sich intensiv über die romulanische
Kultur, in der großer Wert auf Gerissenheit, Leidenschaft, Ehre, Technologie und Aggression gelegt
wird. Dadurch begann er Neros Psyche zu begreifen: „Er kann eine fast Zen-artige Geduld aufbringen. Denn er hat das Konzept verinnerlicht, dass die Rache besonders süß ist, wenn man sie kaltblütig ausführt.“
Neros erstmaliges Auftreten reizte ihn ebenfalls: „Es war sehr spannend, eine Figur zu spielen, die
niemand kennt – so bekomme ich die Gelegenheit, etwas Neues, Andersartiges in eine Story einzubringen, die bereits eine so umfangreichen Hintergrund hat.“
Über Neros unverwechselbares Aussehen, für das Bana täglich etwa vier Stunden beim Maskenbildner und in der Kostümabteilung verbrachte, sagt Bana: „Mir gefiel es auf Anhieb. Bizarr zwar, aber ich finde es auch sehr schön. Ich hatte die Rolle nicht mal ein Woche gespielt, da kam mir mein Aussehen schon völlig alltäglich vor, während normale Menschen mir seltsam erschienen!“ Unwiderstehlich fand Bana auch Neros Schiff, die Narada, einen schnittigen, düsteren, fast skelettartigen Kriegsvogel. „Das ist ein echtes Schurkenschiff“, berichtet Bana. „Als ich das Set betrat, traute ich meinen Augen nicht. Ich begeistere mich für Mechanik, und hier sind all die Drähte und Leitungen offen zu sehen, die gesamte Struktur wird deutlich – ein ganz verblüffendes Design.“
Doch am meisten beeindruckt zeigt sich Bana von seinen Schauspielkollegen. Vor allem freute er
sich auf die Auseinandersetzungen mit Chris Pine als dem entschlossenen Kirk: „Ich habe schon
mit etlichen Kollegen Kampfszenen gedreht, aber Chris ist ganz besonders zäh und schnell – ein
ganz harter Bursche, der unserer Begegnung epische Dimensionen verleiht. Unsere Kämpfe waren
extrem spannend – hoffentlich empfinden das die Zuschauer genauso.“
Zwischen den Darstellern entwickelte sich eine spürbare Chemie, wie Abrams feststellte: „Ich hätte
gar keine bessere Besetzung zusammenbekommen können. Sie übernahmen Rollen, die bereits
von anderen Schauspielern geprägt sind, und eigneten sie sich an, mit Humor, Gefühl und Realismus. Trotzdem kommen sie uns bereits traumhaft bekannt vor.“
DIE SCHAUSPIELERAKADEMIE DER STERNENFLOTTE
Sobald die Besetzung feststand, unterzogen sich die Schauspieler ganz ähnlich wie ihre Figuren
in der Akademie der Sternenflotte einem rigorosen Vorbereitungstraining – dabei ging es von Bar-
Prügeleien bis zu Freizeitbeschäftigungen des 23. Jahrhunderts wie dem galaktischen Fallschirmspringen aus Raumgleitern. Dies war ein wichtiger Faktor in J. J. Abrams’ Konzept für seinen Film, der die Zuschauer in die unendlichen Weiten eines ausgelassenen, epischen Abenteuers entführen will. Dazu Abrams: „Dieser STAR TREK soll vor Energie überschäumen wie nie zuvor, mehr denn je liegt der Schwerpunkt auf Action, Abenteuern und spektakulären Bildern.“
Um die Darsteller auf die vielen spannenden Sequenzen auf fremdartigen Planeten und feindlichen
Schiffen vorzubereiten, übernahm Stunt Coordinator Joey Box ihr Fitnesstraining. „Das war ein reines Vergnügen für mich, denn die Besetzung besteht aus jungen, sportlichen Leuten, die sehr aufnahmefähig sind“, sagt Box. „Sie haben sich ganz natürlich in die Choreografie eingefügt, und was ihnen an Erfahrung mangelte, machten sie mit ihrem Enthusiasmus wett, denn sie begeistern sich wirklich für ihre Figuren.“
Box’ Aufgabe bestand vor allem darin, den altmodischen Actionstil der Serie aus den 60er-Jahren zu
aktualisieren und in ein realistischeres 23. Jahrhundert einzubetten, wobei die Action auf die Figuren zugeschnitten wird. „J. J. stellte sich einen großen Actionfilm vor, aber dabei legte er stets Wert darauf, dass auch die Action die persönlichen Eigenheiten der Figuren und ihre Beziehung zueinander betont“, erklärt er. „Zum Beispiel hat Spock seinen eigenen Kampfstil, den er auf Vulkan gelernt hat – sehr flüssig und direkt. Er braucht seine Fäuste genauso wenig wie Emotionen, während Kirk ein ausgesprochener Straßenkämpfer ist, ein cleverer Raufbold, der sich in jeder Situation behauptet – egal welche Mittel dazu nötig sind. Und bei jedem Detail dachten wir auch an die Fans. Wir haben uns große Mühe gegeben, damit die Romulaner wirklich wie Romulaner kämpfen und die Klingonen wie Klingonen – all diese kleinen Details beziehen sich genau auf die Vorlagen.“
Der neu auftauchende Nero entwickelte seinen eigenen romulanischen Kampfstil, wie er einer rachelüsternen Persönlichkeit zukommt. „Eric Bana ist ein verblüffender Sportler, sodass wir mit Nero viel Spaß hatten“, sagt Box. „Ich habe selten so spannende Kämpfe erlebt wie seine. Nero kämpft fast im griechisch-römischen Ringerstil mit vielen Überwürfen, Griffen und Drehungen.“
Box’ Team verwendete auch pneumatische Katapulte und Hochgeschwindigkeitswinden, um die
Schauspieler mit hohem Tempo, aber trotzdem sicher durch die Luft zu schleudern. „In diesem Film
fliegen ständig Leute durch die Gegend, und es gibt jede Menge großer Explosionen“, erklärt er. „All das gehört zu J. J.s Konzept, ganz realistisch zu zeigen, was diese Crew alles durchmachen muss, nämlich Action und Abenteuer.“
DREHORT: DER WELTRAUM
Immer wieder begeistert uns das „Star Trek“-Phänomen durch die Anstrengungen der menschlichen
Helden, die durch Einfallsreichtum, Engagement und Optimismus scheinbar unlösbare Probleme
anpacken. Diese Aspekte lagen den Filmemachern besonders am Herzen. Erstaunlicherweise fanden
die umfangreichen Dreharbeiten, die in Lichtjahre entfernten Galaxien angesiedelt sind, fast
ausschließlich im kalifornischen Süden statt, und zwar durchaus nicht vorwiegend in Studiohallen,
sondern an realen Locations. Das bedeutete zum Beispiel, dass die Crew eine Bierbrauerei in einen
Maschinenraum verwandelte und den Parkplatz eines Baseballstadions in einen wüstenhaften Eisplaneten.
Genauso hatte J. J. Abrams sich das vorgestellt, denn seine blühende Fantasie ist sein Markenzeichen. „In STAR TREK passieren jede Menge Dinge, die unglaublich, fast unvorstellbar sind – gerade deshalb bemühe ich mich, sie so real wie möglich zu gestalten, und zwar emotional und optisch“, sagt er. „Ich wollte mich nicht ausschließlich auf Effekte mit der Greenscreen oder Computertricks verlassen. Die Kulissen sollten so weit wie möglich real gebaut werden. Voraussetzung dafür war ein kompliziertes Verfahren, wir mussten jedes Detail ausführlich diskutieren – vom Bildschirm auf dem Armaturenbrett eines Autos im 23. Jahrhundert bis zum Feuerstoß, den ein Schiff auf ein anderes abgibt.“
Wie ein Schiffskapitän umgab sich Abrams mit Leuten, denen er bereits vertraute: Kameramann Dan Mindel („MI: III“, 2006), die Cutterinnen Maryann Brandon und Mary Jo Markey („MI: III“ und „Alias“), Produktionsdesigner Scott Chambliss („MI: III“, „Alias“) sowie ein Newcomer im Team, Kostümdesigner Michael Kaplan („I Am Legend“ / I AM LEGEND, 2007; „Miami Vice“ / MIAMI VICE, 2006; „Mr. & Mrs. Smith“ / MR. & MRS. SMITH, 2005). Erneut in Abrams’ Team arbeitete nach „MI: III“ auch Roger Guyett von Industrial Light & Magic. Er war für die visuellen Effekte einiger der größten Abenteuerfilme der letzten Jahre verantwortlich, zum Beispiel für alle Teile von „Pirates of the Caribbean“ (FLUCH DER KARIBIK, 2003_2007), für „Star Wars: Episode III“ (STAR WARS: EPISODE III, 2005) und mehrere „Harry Potter“-Filme. Guyett übernahm auch die Regie des zweiten Drehteams.
Chernov fährt fort: „J. J. und ich waren uns darin einig, dass wir die kreativsten Leute zusammenholen, die verfügbar sind, und sie ihre Arbeit machen lassen. Wir fordertenn sie immer wieder auf, Neues auszuprobieren, Ideen zu entwickeln. So inspirierten sie sich am Set gegenseitig.“ Kameramann Dan Mindel sagt: „Das Tolle am STAR-TREK-Dreh war: Wir haben die Erfahrungen der vorigen Woche sofort in die vor uns liegenden Szenen eingebracht und das Niveau ständig verbessert.“
Nach langen Diskussionen einigte man sich schließlich darauf, STAR TREK im anamorphotischen
Breitbildverfahren zu drehen. „Unser Film soll so ungeheuer riesig wirken wie der Weltraum selbst,
und die Breitwand ermöglicht uns eine ausufernde Kinoatmosphäre, wie es sie in den Trek-Filmen
bisher nicht gegeben hat. Ich bin der Überzeugung, dass Filme eine vollkommene Illusion schaffen
sollten. Was wir hier machen, grenzt an Magie: Wir verwenden die Effekte sehr organisch, wir setzen analoge Bilder um, um einen High-Tech-Weltraumfilm zu drehen“, sagt Mindel. Fans der früheren „Star Trek“-Filme dürfen also auf eine ganz neuartige Erfahrung gespannt sein.
„Dieser STAR TREK ist stark von J. J. geprägt“, sagt Mindel. „Unser Konzept besteht darin, dass
der Zuschauer mit der Kamera identisch ist, und die Kamera steht niemals still, was das Gefühl einer ständigen Abenteueratmosphäre vermittelt – so als ob man sich Lichtjahre entfernt an Bord der Enterprise befindet.“
AUF DER BRÜCKE
Wie aktualisiert und renoviert man eines der berühmtesten Filmsets aller Zeiten? Diese Frage stellte
sich das STAR-TREK-Produktionsteam, als es darum ging, die Entwürfe für die U.S.S. Enterprise
und vor allem für die Brücke zu gestalten, die Befehlszentrale auf dem Flug zu den Sternen. Die
Brücke ist nur über den Turbolift zugänglich und enthält das Kommunikationszentrum, den wissenschaftlichen Bereich, die Steuer- und die Navigationseinheit – sie alle gruppieren sich kreisförmig um eines der bekanntesten Requisiten moderner Mythen, den Sessel des Captains. Bei der Renovierung der Enterprise bewegten sich Abrams und sein Designteam auf einem sehr
schmalen Grat: Sie wollten ihrer Fantasie freien Lauf lassen, mussten aber dem Vermächtnis und
der Logik der zukünftigen Sternenflotte Rechnung tragen, die wir ja bereits aus den Fernsehserien
und Filmen kennen. „Wir mussten uns auf die zeitliche Abfolge der Serie beziehen, gleichzeitig aber einen eigenen futuristischen Look schaffen, der auf das heutige Publikum zugeschnitten ist“, erklärt Abrams. „Der Kommunikator beispielsweise wirkte vor vierzig Jahren wirklich futuristisch, aber inzwischen tragen wir alle kleine Telefone in der Tasche, die ganz ähnlich aussehen. Wir übernahmen also die bekannten Versatzstücke aus ,Star Trek‘, vor allem auf der Brücke der Enterprise, entwickelten sie aber weiter, gestalteten das Design formschöner, so wie wie uns das 23. Jahrhundert heute vorstellen.“
Die Hauptaufgabe fiel dem Produktionsdesigner Scott Chambliss zu, der zunächst einmal ein Reglement entwarf, das jedem Knopf, jedem Hebel und jeder technische Vorrichtung eine Funktion
zuwies. „Regel Nr. 1 war: Wir wollen dem ungebrochenen Optimismus der Original-TV-Serie unsere Reverenz erweisen – wir hoffen, dass die Technologie ein Segen für die Menschheit ist. Wir wollten die düsteren, morbiden Zukunftsvisionen vermeiden, die in letzter Zeit im Science-Fiction-Bereich Mode geworden sind, denn Gene Roddenberry sah das ganz anders“, beginnt er.
„Diesen Optimismus wollen wir durch eine umfassende Funktionalität des gesamten Sets ergänzen:
Alles soll so aussehen, als ob es wirklich funktioniert – darauf legt J. J. besonderen Wert“, fährt er
fort. „Als die Fernsehserie in den 1960er-Jahren begann, war alles von einer glatten, ausgeprägt
modernistischen Vision geprägt – und die soll auch unseren Look beeinflussen. Die Enterprise wirkt
stromlinienförmig und sexy, wähend die ältere Kelvin eher typisch militaristisch aussieht. Unsere
Enterprise bezieht sich auf berühmte Designer jener Zeit wie Pierre Cardin, aber auch auf Kubricks
,2001‘, indem wir uns vor diesen Konzepten verbeugen, ohne sie nachzuahmen.“
Nachdem Chambliss für Abrams zunächst eine Reihe von Illustrationen zusammengestellt hatte, arbeitete er mit einer größeren Gruppe Illustratoren, Modellbauern und Designern zusammen. „Jeder von ihnen brachte seine eigene ästhetische Begabung und Kreativität in dieses gigantische Abenteuer ein“, sagt er. Chambliss freute sich, die bekannten Versatzstücke der Brücke auszustatten, weil ihm heute eine viel weiter entwickelte Technik zur Verfügung steht. „Die Technologie erlaubt uns, der allgemeinen Atmosphäre der Brücke eine neue Tiefendimension hinzuzufügen“, sagt Chambliss. „Wir können auf dieser Brücke Sachen machen, wie sie bisher nicht möglich waren. Wir haben die alte Brücke nicht einfach nachgebaut. Sie wirkt ganz neu, und dennoch hat man sofort das Gefühl: ,Ich befinde mich auf der Brücke der Enterprise.‘“
Gleichzeitig arbeitete Chambliss eng mit dem für die visuellen Effekte zuständigen Roger Guyett
zusammen. „Scott und ich sprachen immer wieder darüber, wie wir am sinnvollsten vorgehen sollten, was er tatsächlich bauen sollte und was wir später im Computer hinzufügen würden“, berichtet Guyett. „Er wusste beim Bau der Enterprise-Brücke zum Beispiel, wie der Blick aus dem großen Fenster aussehen würde. Ich arbeite gern mit Scott – die Arbeitsmethode erwies sich als sehr fruchtbar.“
Guyett konzentrierte sich vor allem auf das Panoramafenster der Brücke, das von Anfang an im Konzept eine wesentliche Rolle spielte. „Im Original wirkt das Fenster wie ein TV-Monitor, der ein- und ausgeschaltet wird. Wir dagegen wollten ein echtes Fenster verwenden wie die Windschutzscheibe eines Autos oder Flugzeugs, sodass man sich sofort die Umgebung des Raumschiffs vorstellen kann – eine Verbindung zum ganz spezifischen Universum.“
Das Brückenset wurde kardanisch aufgehängt, sodass man es ruckartig erschüttern und kippen
konnte, um Angriffe oder die Beschleunigung auf Warp-Geschwindigkeit realistisch darzustellen. Explosionen an Bord wurden real inszeniert, um die Darsteller und das Kamerateam direkter einzubeziehen. „Die drohende Gefahr muss sich auf den Gesichtern der Helden spiegeln, damit man spürt, was für die Enterprise auf dem Spiel steht“, sagt Guyett. „Wir haben die realen Sequenzen in dem Bewusstsein gedreht, dass wir später viele Computereffekte hinzufügen würden, aber wir ließen J. J. alle Freiheit, das zu drehen, was ihm vorschwebte.“
Abrams war von der realistischen Atmosphäre begeistert: „Scott entwarf die Brücke völlig im Einklang mit der Originalserie und den Filmen, legte die Messlatte aber noch eine Stufe höher, sodass sie überzeugender und interessanter wirkt. Als ich das Brückenset erstmals betrat, stand ich nicht auf irgendeinem Set – dies war etwas ganz Besonderes. Ich überschritt eine bedeutende Schwelle und dachte in diesem Moment: ,Wow, jetzt können wir diese Welt wirklich völlig real gestalten.“
IM REICH DER FINSTERNIS: DIE NARADA
Im Vergleich zum eleganten, vorwärts gerichteten Look der Enterprise ist kein frappierenderer Kontrast denkbar als der gewaltige, düstere und bedrohliche romulanische Erztransporter Narada. Das STAR-TREK-Team freute sich darauf, ein bisher noch nicht bekanntes Schiff völlig neu zu entwerfen, vor allem weil es so unvorstellbar gigantisch (etliche Kilometer lang und hoch) und ungewöhnlich ist wie die Narada.
„Für die Narada gab es keine Vorbilder“, kommentiert Chambliss. „Hier haben wir die Gelegenheit,
auf die Kultur der Romulaner einzugehen, die ursprünglich mit den Vulkaniern verwandt sind, sich
aber von ihren Emotionen leiten lassen – so entstand eine völlig andere Gesellschaft. Romulaner
sind reizbar und gewalttätig, und daher hatte ich die Vorstellung, dass ihr Schiff einem lebendigen,
pulsierenden Organismus gleichen soll.“
Bei der Gestaltung des skelettartigen, exponierten Innenlebens der Narada ließ sich Chambliss vom
spanischen Architekten Gaudí beeinflussen, der gern die innere Struktur seiner Gebäude sichtbar
nach außen kehrte. „Die Grundidee war, all die Kabel und Rohre zu zeigen, die wie Sehnen, Bänder
und Nerven des Schiffs aussehen“, kommentiert er. „So wird man in eine geheimnisvolle, düstere
Welt hineingezogen.“
Nachdem das Konzept für die ausufernde Konstruktion des Schiffs feststand, musste sich Chambliss auch etwas einfallen lassen, um die praktisch unvorstellbaren Proportionen des Schiffs in einer der größten Paramount-Studiohallen unterzubringen. Über die kreative Lösung des Teams sagt er: „Wir bauten Module der Narada, die wir je nach Wunsch anders zusammensetzen konnten, um neue Räume zu schaffen. J. J. gefiel dieses Konzept auf Anhieb, und so gelang es uns, fünf oder sechs verschiedene Bereiche der Narada in einer einzigen Halle zu filmen.“
Die Szenen auf der Narada gehörten zu den spannendsten Aufgaben für Dan Mindels Kamerateam.
„Scott dachte sich diesen kreativen Geniestreich aus, ein nur aus beweglichen Modulen bestehendes Set zu bauen“, sagt Mindel. „Wir konnten uns nicht vorstellen, wie das funktionieren sollte, bis wir es mit eigenen Augen sahen – es war verblüffend einfach und wirkt völlig anders als die Enterprise: unheimlich, unheilvoll, unfassbar und auf ganz eigene Art sehr überzeugend.“
Die größten Schiffsbauaufträge des Designteams waren die Narada, die Enterprise und die Kelvin, aber auch kleinere Schiffe mussten entworfen werden, vor allem eine überarbeitete Version des berühmten Sternenflotten-Shuttles und Spocks sogenanntes „Quallen“-Schiff, das teilweise einem Teilchenbeschleuniger nachempfunden ist und in Form und Bewegung mit keinem anderen Raumschiff vergleichbar ist. „Jedes Schiff wurde von einem anderen Ausstatter entworfen“, erklärt Chambliss. „Dennis Bradford übernahm die Enterprise und die Kelvin; Gary Kosko verantwortete alles, was mit Vulkan zu tun hat, und Curt Beech kümmerte sich um die Shuttles. Koordiniert wurde das Ganze vom leitenden Ausstatter Keith P. Cunningham, der alles am Laufen hielt. Gemeinsam mit unserer unglaublich talentierten Innenrequisiteurin Karen Manthey steuerte dieses Team wesentliche Elemente zum Look des Films bei.“
DIE EISHÖLLE AUF DELTA VEGA
Ein immer wieder faszinierender Reiz des „Star Trek“-Universums besteht darin, dass die Crew (und im übertragenen Sinne die Zuschauer) ständig neue Gelegenheiten bekommen, fremdartige Planeten und ihre Bewohner kennenzulernen, die sich völlig von uns Erdlingen unterscheiden. Um die spannenden Forschungsexpeditionen auf fernen Sternen stets im Brennpunkt des Films zu halten, machte Abrams die Gestaltung realistischer Planetenoberflächen zur Chefsache: vom trockenen Felsenplaneten Vulkan bis zu den ausgedehnten Schneewüsten auf dem entlegenen Delta Vega. Gleich zu Anfang stellte sich das Team der kniffligen Frage, wie man den froststarrenden Eisplaneten Delta Vega gestalten sollte. Ursprünglich planten Chambliss und Abrams Dreharbeiten auf Island, aber dann stellte sich Chambliss selbst die Aufgabe, die Eiswüste unter der kalifornischen Sonne zu erschaffen.
Das gelang ihm dort, wo es niemand vermutet hätte – auf dem Parkplatz des Dodger-Stadions,
denn dort hatte das Team genügend Platz, um einen ganzen Planeten zu bauen, und das Gelände
befindet sich hoch genug über der Stadt, um einen freien Horizont zu gewährleisten. Auf dem
Parkplatz bestreute man ein Areal etwa in der Größe 15 x 40 Meter mit „Schnee“, der aus grundwasserneutralem Papierschnipseln bestand. Hinzu kamen zackige Felsspitzen. „Wir modellierten monumentale Gletscherbrocken, die wir wie riesige Schachfiguren auf dem Set verschieben konnten, um jede gewünschte Konstellation, jeden Blickwinkel zu ermöglichen“, sagt Chambliss. „Dann kamen achte große Windmaschinen zum Einsatz, um den chaotischen Schneesturm zu erzeugen. Mit klug gewählten Kamerapositionen, visuellen Effekten und wunderbar gestalteten Setteilen der Ausstattungsabteilung konnte J. J. Szenen gestalten, die alle möglichen, höchst unterschiedlichen Gegenden auf diesem Planeten darstellen.“
Mindel fügt hinzu: „J. J. hat ungeheuren Mut. Sobald er die Entscheidung getroffen hatte, unter freiem Himmel zu drehen und diese Sets zu bauen, stand er mit vollem Engagement zu seiner Idee.
Dadurch wirkt der Eisplanet sehr echt.“
Auf Delta Vega begegnet Kirk zwei außerirdischen Wesen – einem schrecklichen Monster und einem noch schlimmeren Untier. Dazu Roger Guyett: „Vor dem Dodger-Stadion sind wir auf dem Eisplaneten gelandet, wo uns eingebildete Bestien und der Schnee um die Ohren flogen – das wirkte
zunächst total chaotisch, aber tatsächlich war das eine äußerst effektive Methode, diese beiden Szenen zu drehen.“
DIE BOHRPLATTFORM
Vor dem Dodger-Stadion entstand auch ein völlig anderes, nicht weniger fremdartiges Set: die in
der Luft schwebende Bohrplattform, die bei der ersten großen Mission der Enterprise zum Einsatz
kommt, als die Crew per „Raumsprung“ in eine extrem gefährliche Situation gerät. Die Bohrvorrichtung im All ist einer der wichtigsten Schauplätze der Story. Chambliss baute das Set buchstäblich in der Luft, fünf Meter über dem Boden. Die Oberfläche wurde mit Gummi überzogen, damit die Schauspieler und Stuntleute weich fielen. Auch hier kamen riesige Windmaschinen zum Einsatz, um das Schwanken der Plattform zu simulieren. Die Darsteller bewegten sich an Drähten, die an Korsetts befestigt waren. So konnten sie sicher per Fallschirm auf der Plattform landen und dort ihre Kämpfe bestehen, ohne in den Abgrund zu stürzen.
„Schwierig war vor allem, den Eindruck zu erwecken, dass die Leute tatsächlich per Fallschirm abspringen, erst im freien Fall und dann ruckartig gebremst, wenn der Fallschirm sich öffnet“, sagt Burt Dalton. Anschließend ergänzte Roger Guyett mit seinem Effekte-Team die Szenen im Computer. „Alles zusammen ergibt eine mitreißende Sequenz“, sagt er.
Jeffrey Chernov fügt hinzu: „Der Raumsprung war eines der größten Puzzle-Stücke, die wir austüfteln mussten: Wie kann man das realistisch filmen, ohne die Sicherheit zu vernachlässigen? Wir mussten das Schritt für Schritt selbst ausprobieren, weil das vorher noch niemand versucht hat. Die Dreharbeiten auf Delta Vega und auf der Bohrplattform am Dodger-Stadion waren eigentlich purer Wahnsinn. Wenn wir das jemandem überlassen hätten, der sich nicht wirklich in allen Bereichen auskennt, hätte das katastrophal geendet. Aber J.J. war voll in seinem Element. Er schätzt solche Herausforderungen.“
Gleichzeitig brachte das Produktionsteam den Planeten Vulkan selbst ins Bild – auch er ein sehr
bedeutender Schauplatz. Zu diesem Zweck drehte man im nahen Vasquez Rocks Natural Area Park in Agua Dulce, der bereits zur Trek-Legende gehört, denn in den 60er-Jahren filmte man hier die Episoden „Shore Leave“ (LANDEURLAUB), „Arena“ (GANZ NEUE DIMENSIONEN), „The Alternative Factor“ (AUF MESSERS SCHNEIDE) und „Friday’s Child“ (IM NAMEN DES JUNGEN TIRU). „Vasquez Rocks ist in Bezug auf die Fernsehgeschichte ein historischer Ort – es war ein gutes Gefühl, dort zu drehen“, sagt Chambliss. „Dort befindet sich eine große, herausragende Felsformation, die sich als Öffnung des Tunnels eignet – sie führt in die vulkanische Behausung. Die haben wir dann in einer Paramount-Studiohalle gebaut. Ganz im Sinne der Trek-Chronik gibt es auf Vulkan kein Wasser.“
RUTSCHFAHRT DURCH DIE PIPELINE: BRAUEREI ALS MASCHINENRAUM
Einer der beliebtesten, aber selten gezeigten Bereiche der U.S.S. Enterprise ist der Maschinenraum, wo der Chefingenieur seine Zauberkunststücke vollführt, um das Schiff funktionsfähig zu halten – egal wie heftig es angegriffen wird. In „Star Trek“ lernt Scotty die Enterprise auf die harte Tour kennen – das allein ist schon ein Abenteuer, denn er wird aus Versehen ins Innere eines Kühlrohres gebeamt.
Um Scottys wilde Achterbahnfahrt durch die Eingeweide der Enterprise zu filmen, quartierte sich
das Produktionsteam dort ein, wo man es wohl am wenigsten vermuten würde: in einer Budweiser-
Brauerei im kalifornischen Van Nuys. Die Anlage mit ihren gigantischen Tanks und Edelstahlrohren
bot sich geradezu an, um das makellose Innenleben des einsatzbereiten Raumschiffs zu doubeln.
„Wir suchten einen Schauplatz mit gewaltigen Dimensionen, der sich deutlich vom Maschinenraum
der Kelvin abheben sollte, und den filmten wir in Long Beach in einem schäbigen Kraftwerk aus den 30er-Jahren“, sagt Chambliss. „Als unsere geniale Motivsucherin Becky Brake mit Fotos aus der Budweiser-Anlage mit ihren riesigen Hallen voller glänzender Edelstahltanks ankam, wussten wir sofort: Perfekter geht’s nicht. Die Dimensionen der Anlage sind einfach phänomenal.“
Dazu Mindel: „Mit den gewaltigen Hallen erlaubt uns die Brauerei eine räumliche Anmutung, wie sie sich J.J. für die Innenräume der Enterprise vorgestellt hatte. Die Patina der Wände und der Tanks ist genau richtig. So etwas könnte man im Studio niemals nachbauen.“
In der Brauerei herrschen konstant fünf Grad Celsius. Daher mussten alle Mitarbeiter Parkas tragen,
aber die prickelnde Atmosphäre trug erheblich zur guten Stimmung bei, wie Simon Pegg bemerkt:
„Noch nie zuvor haben wir das gesamte Innenleben des Raumschiffs erlebt. Die Budweiser-Brauerei beeindruckt ungeheuer mit ihren riesigen Dimensionen – genau wie J.J. sich das gewünscht hat.“
ROTE HEMDEN UND RAUMSPRUNG-ANZÜGE: DIE KOSTÜME
Es gibt in der Film- und Fernsehgeschichte wenige Kostüme, die uns so vertraut sind wie die Uniformen auf dem Raumschiff Enterprise mit ihren eng geschnittenen schwarzen Hosen, den farblich gestaffelten Hemden und dem bumerangförmigen Emblem der Sternenflotte. Die Aufgabe des „Star Trek“-Kostümdesigners Michael Kaplan war also ebenso gewaltig wie subtil, denn im Wettlauf mit der Zeit musste er tausende von Kostümen liefern, die sich an die bekannten Uniformen anlehnen, dabei aber auch J.J. Abrams’ Vorgaben in Bezug auf Funktionalität und einen intensiv-farbenfrohen Stil erfüllen.
Kaplan hat zuvor bereits den Preis der British Academy of Film and Television (BAFTA) gewonnen, und zwar mit seinen Kostümen für einen weiteren futuristischen Klassiker: Ridley Scotts düstere Zukunftsvision „Blade Runner“ (BLADE RUNNER, 1982). Vor Kurzem lieferte er die Kostüme zu Francis Lawrence’ erfolgreichem Fantasy-Film über den letzten Menschen auf Erden, „I Am Legend“ (I AM LEGEND, 2007), sowie zu vielen stilistisch innovativen Filmen wie „Mr. & Mrs. Smith“ (MR. & MRS. SMITH, 2005), „Fight Club“ (FIGHT CLUB, 1999) und „Miami Vice“ (MIAMI VICE, 2006). Doch als Abrams ihn ansprach, kannte Kaplan keinen einzigen der „Star Trek“-Filme und hatte nur eine Hand voll Episoden der Original-TV-Serie gesehen. Dennoch erklärte er sich mit einem Treffen einverstanden.
Da beide Männer gerade an der amerikanischen Ostküste Urlaub machten, traf sich Kaplan mit
Abrams in einem Coffee Shop in Maine, wo sie zwei Stunden lang über galaktische Welten und
Weltraumuniformen fachsimpelten. „Letztlich haben mich J.J.s Enthusiasmus, Dynamik und Charme überzeugt – mehr als das „Star Trek“-Konzept an sich“, sagt er. „Er sah mein mangelndes Vorwissen in Bezug auf die Trek-Saga als Plus, denn er legte Wert darauf, dass das gesamte Designteam ganz neuartige Entwürfe lieferte. Dieser Standpunkt gefiel mir – fortan fühlte ich mich von meiner Aufgabe nicht mehr so überwältigt.“
Sobald Kaplan zugesagt hatte, war keine Minute zu verlieren, denn der Drehstart stand kurz bevor.
Er stürzte sich in die Recherchen und verwendete dabei die berühmte „Star Trek Encyclopedia“,
um ein Gespür für die Entwicklung der Starflottenuniformen und all der Motive zu bekommen, die in jeder Neuauflage des Trek-Universums wieder auftauchen. Dann ließ er seiner Fantasie freien Lauf und begann, Entwürfe zu zeichnen. „Ich ging ganz intuitiv vor“, erklärt er. „Ich entschied von Fall zu Fall, was wir aus der Vergangenheit übernehmen sollten und wo wir neue Ideen einbringen konnten. J.J.s Begeisterung begleitete und motivierte unsere Arbeit.“
Kaplan teilte den Film in verschiedene Bereiche auf: Zum Beispiel gestaltete er eine frühere Ära der
Sternenflotte, die Zeit von Kirks Vater, in einem futuristischen Stil, bei dem ein Hauch der 50er-Jahre mitschwingt. „Ich schaute mir die Science-Fiction-Filme der 40er- und 50er-Jahre an und ließ mich von ihnen inspirieren: Lastex-Hosen und andere retrofuturistische Designs, die ganz natürlich dem Enterprise-Look vorausgehen, wie er dann in den 60er-Jahren entwickelt wurde“, sagt er. Weitere deutlich abgesetzte Epochen sind die zivile Erde in Kirks Jugend und wenige Jahre später die Akademie der Sternenflotte mit ihren jungen Kadetten.
Dann nahm er sich die eigentlichen Enterprise-Uniformen vor: „Sie vermitteln einen so gesunden
und kraftstrotzenden Look, dass wir ihn beibehalten wollten. Auf den unvergesslichen ,Star Trek’-
Look wollten wir auf keinen Fall verzichten. Wir modernisierten die Uniformen, indem wir sie vereinfachten und bei der Herstellung einige Techniken verwendeten, die es beim Start der Originalserie noch gar nicht gab“, berichtet er. „Beispielsweise ist jede Uniform mit winzigen Sternenflottenlogos bedruckt, die man aus der Entfernung gar nicht erkennen kann, aber sie geben dem Look eine coole Struktur. Es war ein sehr kompliziertes Verfahren, die Farbschattierungen auf dem roten Stoff im richtigen Verhältnis zu justieren.“
Die Kostüme der Romulaner auf der Narada passte Kaplan der schmutzig-schmierigen Umgebung
an, in der sie hausen. „Die Narada ist eigentlich ein Erzfrachter, also verpasste ich der Besatzung
grobe Kleidung“, erklärt er. „Auf einem Flohmarkt fand ich genau die richtigen Stoffe mit aufgesetzten Nähten und schäbig-abgenutztem Look – es sah aus, als ob sie eingefettet wären. Ich fragte beim Hersteller nach, der auf Bali beheimatet ist, und er lieferte mir meine Kostüme mit seinen Stoffen.“ Bei den Vulkaniern konzentrierte er sich auf ihre herausragendsten Eigenschaften. „Dort dreht sich alles um Eleganz und asketische Strenge – das ist eine richtige Kopf-Gesellschaft“, kommentiert er. „Für die weiblichen Vulkanier entwickelte ich außerdem ein ganz neues Konzept mit Korsetts, wie es sie bisher nicht gab.“
Sehr viel Spaß hatte Kaplans Team mit den Fallschirmspringer- oder besser Raumsprung-Outfits.
Die Enterprise-Crew trägt sie beim Sprung auf die Bohrplattform über dem Planeten Vulkan. „Das
war sehr schwierig, weil wir Anzüge brauchten, denen man zutrauen würde, dass sie einen so langen Sprung auch aushalten. Die Luftzufuhr im Helm musste wirklich funktionieren, denn sonst wären die Visiere von innen beschlagen. Außerdem mussten wir sie in verschiedenen Farben anfertigen, um die einzelnen Helden während des Flugs unterscheiden zu können. Das war sehr knifflig, aber wir haben das Problem erfolgreich gelöst.“
WARP-GESCHWINDIGKEIT: NEUE „STAR-TREK“-VISIONEN
Wenige so langlebige Sagas zeigen die blitzartige Entwicklung der visuellen Effekte so gut wie „Star Trek“ in den vergangenen Jahrzehnten. Die Original-TV-Serie entstand in Pappkulissen mit blinkenden Glühbirnen und kleinem Budget. Dann, nach „2001“ (2001 – ODYSSEE IM WELTRAUM, 1968 ), „Star Wars“ (KRIEG DER STERNE, 1977), „Alien“ (ALIEN, 1979) und anderen innovativen Effekte-Filmen mit dem Weltall als Schauplatz, trug der erste Trek-Kinofilm wesentliche Neuerungen zur Tricktechnik bei – hier kamen futuristische Technologien zum Einsatz, von denen das Fernsehpublikum damals nicht einmal träumen konnte.
In gewisser Weise findet diese Entwicklung mit „Star Trek“ ihren logischen Abschluss, denn zusammen mit Industrial Light & Magic (ILM) schuf J.J. Abrams das optisch spektakulärste Trek-Abenteuer überhaupt – in allen Bereichen wird das Bisherige überboten: Raumschiffe, Planeten, Explosionen und die Geografie der Galaxien an sich. Die visuellen Effekte verantwortet Roger Guyett, dessen Zusammenarbeit mit Abrams sich bereits bei „MI:3“ bewährt hatte. Allerdings spielt jener Film auf der Erde und wirkt regelrecht konventionell im Vergleich mit den kosmischen Dimensionen, in die sich Guyett mit „Star Trek“ begab.
Bei der optischen Gestaltung der sich pausenlos abwechselnden Raumschlachten, Monsterjagden
und Planetenkatastrophen fordert Abrams von Guyett vor allem eines: Realismus. „Ich will die Reisen der Enterprise wirklichkeitsnah zeigen und dabei spektakuläre Bilder verwenden, wobei die
Effekte niemals die Helden an Bord in den Hintergrund drängen dürfen. Roger ist der Einzige, dem
ich zutraue, die Erzählstrukturen des Films auf geniale Weise mit der Ästhetik zu kombinieren“, sagt der Regisseur.
Um den bisherigen Filmen der Saga gerecht zu werden, bat Abrams ILM, eine Collage aus den „absolut besten Effekten“ aller bisherigen Trek-Filme zusammenzustellen. „Sie sind wirklich toll, aber wir merkten schnell, dass wir ihnen heutzutage technisch weit überlegen sind“, sagt er. „Es ist für uns eine große Ehre, ,Star Trek’ jetzt mit dem hohen Niveau optischer Bravour auszustatten, wie
es dem Film angemessen ist. ILM hat mit den fremdartigen Planeten, außerirdischen Monstern und
kosmischen Panoramen sogar meine kühnsten Träume weit übertroffen.“
Guyetts Team ging hoch motiviert ans Werk, stand aber vor einer gigantischen Aufgabe. „Klar war
von vornherein, dass J.J. weit gehend auf Aufnahmen vor dem Bluescreen verzichten wollte“, erklärt er. „Deshalb entstanden die visuellen Effekte in präziser Abstimmung mit den Entwürfen der einzelnen Sets, die wir mit den Effekten auf spannende Art ergänzen konnten – erst dadurch bekommt der Film seine wahre Dimension. Dazu waren zahlreiche Produktionskonferenzen nötig – jede Szene wurde in ihre Komponenten aufgeschlüsselt. Wir mussten festlegen, was wir real drehen mussten und was man später per Computer hinzufügen konnte – ein gigantisches Puzzle.“
Guyett verwendete jedes zur Verfügung stehende Mittel in seinem Effekte-Arsenal, entwickelte die
neuesten Techniken weiter, zum Beispiel auch die Simulationstechnologie, die er bei „Transformers“ eingesetzt hatte, aber auch herkömmliche optische Effekte wie Miniaturen und Perspektivmanipulationen. In Bezug auf die Enterprise konzentrierte sich Guyett vor allem darauf, sie emotionaler ins Bild zu bringen. „Ich hatte vor Augen, wie Kubrik das Licht in ,2001‘ einsetzt, um Emotionen zu erzeugen – die Finsternis, das Unbekannte ist ständig präsent“, sagt er. „Dabei ist das Lichtkonzept in ,2001‘ recht naturalistisch – es diente uns als Vorbild bei der Lichtgestaltung unter der Anleitung von Kameramann Dan Mindel. Viele der Trek-Filme verwenden stilisiertes Licht, aber wir entschieden uns schon sehr früh, realistischer vorzugehen – das Licht erinnert beispielsweise eher an die Fotografien von den Apollo-Missionen. Das war die Richtung, die J.J. vorschwebte. Wenn wir die Enterprise bei ihrem Flug durch das All sehen, können wir uns gut vorstellen, dass es solche Bilder in naher Zukunft wirklich geben könnte.“
Auch die Erde selbst erscheint in neuem Licht: eine bekannte Welt, die im technischen Sinn nur ein
paar riesige Schritte von unserer Gegenwart entfernt ist. Guyett musste sich auf dieser Erde um
die Schlüsselszene kümmern, in der der Teenager James T. Kirk mit seiner alten Corvette wegen
überhöhter Geschwindigkeit von einem Cop angehalten wird, der ihm mit einem fliegenden „Hover
Cruiser“ verfolgt. „Beim ,Hover Cruiser‘ diskutierten wir ausführlich, wie wir ihn mit der heutigen
Technik absolut realistisch darstellen könnten“, sagt Guyett. „Hover-Fahrzeuge könnte es wohl bald
geben – aber derzeit gibt es sie eben noch nicht! Das für die Spezialeffekte zuständige Team baute
das Hover Bike auf den Schwenkarm eines Krans, der auf das sehr niedrige Chassis eines Wagens
montiert wurde, mit dem man gefahrlos fahren konnte.“
Guyett machte es ausgesprochen Spaß, die alten und neuen Hightechfunktionen aus neuer Perspektive zu zeigen – vom „Hover Cruiser“ bis zum berühmten Transporter auf der Enterprise. Aber vor allem die von Abrams geforderten Effekte in den unendlichen Dimensionen des Alls forderten Guyetts Kreativität außerordentlich.
Während sich J.J. Abrams’ fähiges Team ins Zeug warf, um ein majestätisch gestaltetes Universum
als Forschungsterritorium für die Enterprise auszugestalten, betonte der Regisseur immer wieder,
dass dieser Aufwand nur getrieben wurde, um den Figuren ein realeres, packenderes Umfeld zu
schaffen.
Abschließend sagt Abrams: „Die Schiffe sind zwar echt cool, aber letztlich stehen nicht sie im Mittelpunkt, sondern die Besatzungen an Bord. Die Action und die Abenteuer in diesem Film erhöhen unsere Pulsfrequenz, weil wir mit den Leuten auf der Enterprise mitfiebern. Wir wollen zum Team gehören, mit ihnen an Bord gehen, die Galaxien durchkreuzen, verblüffende und lustige Abenteuer erleben. Und in jeder Phase der Produktion haben wir auf dieses eine Ziel hingearbeitet.“
DARSTELLER
JOHN CHO (Sulu) bewährt sich nach wie vor als einer der begabtesten Schauspieler der Gegenwart, der sich durch mitreißende Leistungen in komischen und dramatischen Rollen profiliert. Bekannt wurde er mit der Hitkomödie „American Pie“ (AMERICAN PIE – WIE EIN HEISSER APFELKUCHEN, 1999), in der er den Slangausdruck „MILF“ prägte. 2004 übernahm Cho die Hauptrolle des Harold Lee neben Kal Penn in der Kultkomödie „Harold & Kumar Go to White Castle“ (HAROLD & KUMAR) für New Line Cinema. Im April 2008 spielte Cho dieselbe Rolle in dem mit Spannung erwarteten Sequel „Harold & Kumar Escape From Guantanamo Bay“ (HAROLD & KUMAR 2 – FLUCHT AUS GUANTANAMO), den das Branchenblatt Daily Variety als „Kombination aus ,Animal House‘ (ICH GLAUB, MICH TRITT EIN PFERD, 1978 ) und ,Dr. Strangelove’ (DR. SELTSAM, 1963) … eine der mutigsten Hollywood-Komödien der letzten Jahre“ bezeichnete.
Cho hat in zahlreichen Filmen mitgespielt: im Weitz-Brüder-Film „American Dreamz“ (AMERICAN DREAMZ – ALLES NUR SHOW, 2006) neben Willem Dafoe und Hugh Grant, in Margaret Chos Spielfilmkomödie „Better Luck Tomorrow“ (2002), in der „American Pie“-Serie (1999–2008 ), in „Pavilion of Women“ (DIE FRAUEN DES HAUSES WU, 2001), Steven Soderberghs „Solaris“ (SOLARIS, 2002) und im 2000 als bester Film mit dem Oscar® ausgezeichneten „American Beauty“ (AMERICAN BEAUTY, 1999). Neben seinen vielen Gastrollen im Fernsehen übernahm er eine Ensemble-Rolle in der Weitz-Brüder-Serie „Off Centre“ für den Sender WB und eine gelegentliche Rolle in der letzten Staffel der FOX-Serie „Kitchen Confidential“.
Cho stammt aus dem koreanischen Seoul und wuchs in Los Angeles/Kalifornien auf. Erste Rollen
spielte er während seines Englisch-Studiums an der University of California in Berkeley. Mit seiner
ersten Show, einer Bühnenfassung von „The Woman Warrior“, den berühmten Memoiren von Maxine Hong Kingston, ging er auf Tournee. Weitere Theaterrollen übernahm er als Laertes in der „Hamlet“- Inszenierung des Singapore Repertory Theater sowie in etlichen Aufführungen der East West Players. Daneben tritt Cho als Leadsänger der Band „Left of Zed“ auf.
BEN CROSS (Sarek) machte seine Ausbildung an der Londoner Royal Academy of Dramatic Art und im Ensemble der Royal Shakespeare Company. Sein beeindruckendes Filmdebüt gab er als olympischer Sportler Harold Abrahams in „Chariots of Fire“ (DIE STUNDE DES SIEGERS, 1981). Cross’ Leistung in dem Oscar®-gekrönten Film öffnete ihm in der Branche alle Türen. Er trat in der Folge in der BBC-Verfilmung des Cronin-Romans „The Citadel“ (DIE ZITADELLE, ) und in der gefeierten HBOMiniserie „Far Pavilions“ (PALAST DER WINDE, 1984) auf.
Im Laufe seiner Karriere hat Cross in vielen renommierten Filmen und TV-Projekten mitgewirkt, zum Beispiel in „Paperhouse“ (PAPERHOUSE – ALPTRÄUME WERDEN WAHR, 1988 ), „Live Wire“ (HYDROTOXIN – DIE BOMBE TICKT IN DIR, 1992), „First Knight“ (DER ERSTE RITTER, 1995), „Dark Shadows“ (1991), „20,000 Leagues Under the Sea“ (20.000 MEILEN UNTER DEM MEER, 1997), „Exorcist: The Beginning“ (EXORZIST: DER ANFANG, 2004) und kürzlich in „Wicked Little Things“ (ZOMBIES, 2006), in dem er als Schweinezüchter zu sehen ist, der sich wider Willen zum Helden entwickelt. Daneben war er die Originalbesetzung des Billy Flynn in der West-End-Inszenierung des Musicals „Chicago“. Aktuell spielte er im West End in „Coyote on a Fence“ und verbuchte damit einen großen Erfolg bei Kritik und Publikum. Cross lebt heute im bulgarischen Sofia und ist auf zwei aktuelle Produktionen besonders stolz: auf den BBC-Film „Nuremberg: Nazis on Trial“ (2006), in dem er Rudolf Hess spielt, und auf „When Nietzsche Wept“ (2007) in dem er den Joseph Breuer neben Armand Assante als Friedrich Nietzsche darstellt.
Cross hat nie Risiken gescheut – dazu zählt seine Hauptrolle als seltsam sympathischer Medusa Hair neben John Cusack in dem Film „War, Inc.“ (WAR INC. – SIE BESTELLEN KRIEG: WIR LIEFERN, 2008 ). Dann folgte „Hero Wanted“ (2008 ) mit Cuba Gooding Jr. und Ray Liotta. Weitere aktuelle Filme: „Finding Rin Tin Tin“ (RIN TIN TIN; auch: RIN TIN TIN – EIN HELD AUF PFOTEN, 2008 ), „Species Quatro“ (SPECIES IV – DAS ERWACHEN, 2007), die Fortsetzung der erfolgreichen „Species“- Filmserie für MGM, „Icon“ (FREDERICK FORSYTH: DAS SCHWARZE MANIFEST, 2005), „Grendel“ (GRENDEL, 2007) und „Undisputed 2“ (UNDISPUTED 2, 2006).
BRUCE GREENWOOD (Pike) war zuletzt neben Nicholas Cage in Disneys Action-Thriller „National Treasure: Book of Secrets“ (DAS VERMÄCHTNIS DES GEHEIMEN BUCHES, 2007) als amerikanischer Präsident zu sehen. Eine Doppelrolle spielte er in Autor/Regisseur Todd Haynes’ unkonventioneller Filmbiografie des legendären Sängers/Songschreibers Bob Dylan, „I’m Not There“ (I’M NOT THERE, 2007), mit Cate Blanchett und Richard Gere. Der Film wurde bei der Verleihung der Independent Spirit Awards mit dem erstmals vergebenen Robert Altman Award ausgezeichnet, und zwar für die Leistung des Regisseurs, des Besetzungschefs und des Ensembles. Inzwischen hat Greenwood die Dreharbeiten zu Bruce Beresfords „Mao’s Last Dancer“ (2009) abgeschlossen – es handelt sich um die Verfilmung der Bestseller-Memoiren des Tänzers Li Cunxin.
Große Aufmerksamkeit erregte Greenwood mit seiner herausragenden Leistung als Präsident John F. Kennedy während der Kubakrise in dem packenden Film „Thirteen Days“ (THIRTEEN DAYS, 2000) neben Kevin Costner und Steven Culp. Greenwood gewann damit als bester Nebendarsteller den Golden Satellite Award. Er trat in Tony Scotts Thriller „Déjà Vu“ (DÉJÀ VU – WETTLAUF GEGEN DIE ZEIT, 2006) an der Seite von Denzel Washington und Val Kilmer sowie in dem Disney-Abenteuer „Eight Below“ (ANTARCTICA – GEFANGEN IM EIS, 2006) neben Paul Walker auf.
Truman Capotes Partner, den Schriftsteller Jack Dunphy, spielte er in „Capote“ (CAPOTE, 2005) neben Philip Seymour Hoffman. Als Mitglied des Ensembles wurde er mit dieser Leistung für den Preis der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) nominiert. Im selben Jahr spielte er in Kentucky den Pferdetrainer Nolan Walsh in dem teils real gefilmten, teils animierten Familienfilm „Racing Stripes“ (IM RENNSTALL IST DAS ZEBRA LOS!, 2005). Neben Will Smith spielte Greenwood den skrupellosen U.S.-Robotics-Manager unter Mordverdacht in dem Science-Fiction- Kassenknüller „I, Robot“ (I, ROBOT, 2004). Im selben Jahr war er als schneidiger Liebhaber einer alternden Schauspielerin (Annette Bening) in dem von der Kritik gefeierten „Being Julia“ (ALLE LIEBEN JULIA, 2004) zu sehen und wurde in der Kategorie „Nebendarsteller“ für den kanadischen Genie Award nominiert. Neben Ashley Judd plante er als Ehemann ein Mordkomplott in dem Thriller „Double Jeopardy“ (DOPPELMORD, 1999). Diese Leistung brachte ihm in der Kategorie „Nebendarsteller“ eine Nominierung für den Blockbuster Entertainment Award ein.
Dreimal hat er mit dem berühmten kanadischen Regisseur Atom Egoyan gearbeitet: Eine Hauptrolle
spielte er in dem preisgekrönten Film „Exotica“ (EXOTICA, 1994) als Steuerprüfer, der einer Stripperin verfallen ist. Er trat in „The Sweet Hereafter“ (DAS SÜSSE JENSEITS, 1997) als Vater zweier Kinder auf, die bei einem tragischen Busunfall ums Leben kommen. Der Film gewann in Cannes den Jury- Preis und räumte bei den Genie Awards groß ab – unter anderem wurde er als bester Film ausgezeichnet. Greenwood selbst wurde in der Kategorie „Hauptdarsteller“ nominiert. Außerdem war er in
Egoyans „Ararat“ (ARARAT, 2002) zu sehen. Weitere Filme: „Firehouse Dog“ (REXX, DER FEUERWEHRHUND, 2007), „Hollywood Homicide“ (HOLLYWOOD COPS, 2003), „The World’s Fastest Indian“ (MIT HERZ UND HAND, 2005), „Below“ (BELOW – DA UNTEN HÖRT DICH NIEMAND SCHREIEN, 2002), „Rules of Engagement“ (RULES – SEKUNDEN DER ENTSCHEIDUNG, 2000), „Here on Earth“ (HERE ON EARTH – GRENZENLOSE LIEBE, 2000), „The Lost Son“ (THE LOST SON; auch: DER ZORN DES JÄGERS, 1999), „Thick as
Thieves“ (THE LAST BANDIT; auch: ZWEI GANGSTER HEIZEN EIN, 1998 ), „Disturbing Behavior“ (DICH KRIEGEN WIR AUCH NOCH!, 1998 ), „Passenger 57“ (PASSAGIER 57, 1992) und „Wild Orchid“ (WILDE ORCHIDEE, 1989).
Außerdem hat sich Greenwood mit sehr unterschiedlichen TV-Rollen profiliert. 2007 übernahm er neben Rebecca De Mornay die Hauptrolle in der HBO-Serie „John From Cincinnati“: Er spielt Mitch Yost, den Patriarchen einer kaputten kalifornischen Surfer-Familie. Jahre zuvor gehörte er als Dr. Seth Griffin zum Ensemble der preisgekrönten Serie „St. Elsewhere“ (CHEFARZT DR. WESTPHALL – DAS TURBULENTE KRANKENHAUS). Daneben trat er in der von der Kritik gefeierten „Larry Sanders Show“ (DIE LARRY SANDERS SHOW), in „Knots Landing“ (UNTER DER SONNE KALIFORNIENS) und in der Kultserie „Nowhere Man“ (NOWHERE MAN – OHNE IDENTITÄT) auf – darin spielte er einen Dokumentarfilmer, dessen gesamte Vorgeschichte ausgelöscht wird.
Hauptrollen übernahm er in dem Remake „The Magnificent Ambersons“ (2002) sowie in etlichen TVFilmen, zum Beispiel in „The Riverman“ (THE RIVERMAN, 2004) für A&E und „Saving Milly“ (SAVING MILLY, 2005) für CBS.
SIMON PEGG (Scotty) gewann den von der Tageszeitung London Evening Standard präsentierten
Peter Sellers Award in der Kategorie „Comedy“ und hat sich mit außergewöhnlichen TV- und Filmrollen profiliert. Berühmt wurde er auf Channel 4 mit der Sitcom „Spaced“, die nicht nur für den British Comedy Award, sondern auch für den britischen und internationalen Preis der British Film and Television Academy (BAFTA) sowie für den internationalen Emmy nominiert wurde.
Bei der Kritik und an der Kinokasse verbuchte Pegg dann einen riesigen Erfolg mit „Shaun of the Dead“ (SHAUN OF THE DEAD, 2004), seinem Debüt als Spielfilmdrehbuchautor zusammen mit Koautor Edgar Wright, in dem er auch als Titelheld auftrat. Die Working-Title-Produktion erreichte die Nummer eins der britischen Kinocharts und die Top 5 der amerikanischen Kinocharts. Der Film gewann zahlreiche Preise, wurde 2005 als Film für den BAFTA, den Preis der Londoner Filmkritiker (auch in der Kategorie „Drehbuch“), für den South Bank Show Award, den NME Award und den British Comedy Award nominiert. Einen weiteren Erfolg feierten Pegg und Edgar Wright mit dem Spielfilm „Hot Fuzz“ (HOT FUZZ – ZWEI ABGEWICHSTE PROFIS, 2007), der von der Kritik gefeiert wurde, beim Start ebenfalls Platz 1 der britischen Kinocharts und Platz 5 der amerikanischen Charts erreichte. Seine Erfolge setzte Pegg im selben Jahr mit der Hauptrolle in dem Spielfilm „Run Fatboy Run“ (RUN, FATBOY, RUN, 2007) fort – auch er platzierte sich am ersten Wochenende auf Platz 1 der britischen Kinocharts. Aktuell übernahm Pegg eine Hauptrolle in „How to Lose Friends and Alienate People“ (NEW YORK FÜR ANFÄNGER, 2008 ) mit Kirsten Dunst, Megan Fox, Gillian Anderson, Danny Huston und Jeff Bridges.
Zu Peggs früheren TV-Auftritten zählen auf BBC1 „Final Demand“ (2003), „Doctor Who“ (DOCTOR WHO), die BBC2-Sitcom „Hippies“ und die kultige BBC-Sketchreihe „Big Train“, die ihm in der Kategorie „Bester Entertainment-Auftritt“ eine Nominierung der Royal Television Society bescherte. Außerdem wirkte er in Steven Spielbergs und Tom Hanks’ TV-Serie „Band of Brothers“ (WIR WAREN WIE BRÜDER, 2001) mit. Weitere Spielfilm: „Mission: Impossible III“ (MISSION: IMPOSSIBLE 3, 2006), „Big Nothing“ (BIG NOTHING, 2006) und „The Good Night“ (THE GOOD NIGHT – TRÄUM WEITER …, 2007).
CHRIS PINE (Kirk) behauptet sich als einer der begehrtesten jungen Darsteller in Hollywood. Aktuell wirkte er in Alex Pastors „Carriers“ (2007) über eine Virus-Epidemie mit. Es folgte Autor/Regisseur Randall Millers „Bottle Shock“ (2008 ) mit Alan Rickman, Danny DeVito und Emmy Rossum. Inzwischen abgedreht hat Pine Autor/Regisseur Ryan Craigs „Small Town Saturday Night“ (2009). Pine trat für Working Title Films und Universal Pictures in Joe Carnahans schnörkellosem Ensemble- Film „Smokin’ Aces“ (SMOKIN’ ACES, 2006) auf. Darin spielt er Darwin Tremor, den Anführer dreier Brüder, die als Profikiller arbeiten. Die Titelrolle übernahm er in „Blind Dating“ (2006) neben Eddie Kaye Thomas und Jane Seymour, und er wirkte neben Lindsay Lohan in der FOX/New Regency- Liebeskomödie „Just My Luck“ (ZUM GLÜCK GEKÜSST, 2006) mit, die Donald Petrie inszenierte. Auf der Bühne verbuchte Pine aktuell begeisterte Kritiken für seine Leistung in Neil LaButes Stück „Fat Pig“ (FETTES SCHWEIN) am Geffen Playhouse in Los Angeles.
Pine machte seinen College-Abschluss im Fach Englisch an der University of California in Berkeley. Seine Schauspielausbildung absolvierte er am American Conservatory Theater und an der University of Leeds in Großbritannien. Zu seinem umfangreichen Theaterrepertoire zählen „Our Town“ (UNSERE KLEINE STADT), „American Buffalo“ (AMERICAN BUFFALO), „No Exit“, „Waiting for Godot“ (WARTEN AUF GODOT) und „Orestes“ (ORESTES).
Pines Eltern sind die Schauspieler Gwynne Gilford und Robert Pine. Seine verstorbene Großmutter
Anne Gwynne war Filmschauspielerin in den 30er- und 40er-Jahren.
ZACHARY QUINTO (Spock) tritt derzeit in der dritten Staffel der für den Emmy und den Golden Globe nominierten NBC-Serie „Heroes“ (HEROES) auf. Er spielt den geheimnisvollen Serienmörder Sylar, der Menschen mit übermenschlichen Fähigkeiten auflauert, um ihre Kräfte auf sich zu übertragen. Quinto stammt aus Pittsburgh. Seine erste Rolle spielte er mit elf Jahren – seine Karriere begann er auf der Theaterbühne mit Auftritten in „Side Man“, „Gross Indecency“ und „Oliver!“ (City Theatre Company) sowie „The Intelligent Design of Jenny Chow“ (Old Globe), „Endgame“ (ENDSPIEL, Odyssey), „Much Ado About Nothing“ (VIEL LÄRM UM NICHTS, L.A. Shakespeare Festival & Vineyard Playhouse), „The Bear“ (Tintreach Company im irischen Galway), „Map of Doubt and Rescue“, „Laying On of Hands“, „Pro Bono Publico“, „Lonesome Hollow“ (Ojai Playwrights Conference), „Stone“ (Taper New Works Festival) und „Lonely Impulse of Delight“ (Vineyard Playhouse).
Als Schüler machte Quinto sich klar, dass ihm die Schauspielerei mehr bedeutete als nur ein Hobby. Er wollte sie ernsthaft betreiben und schrieb sich an der Carnegie Mellon University School of Drama ein. Dort gewann Quinto als Generalmajor in „The Pirates of Penzance“ (DIE PIRATEN VON PENZANCE) den renommierten Gene Kelly Award der Universität.
Ab 2000 trat er auch im Fernsehen auf. Seine erste Rolle übernahm er in „The Others“. Schnell folgten unter anderem Gastrollen in „CSI“ (C.S.I. – DEN TÄTERN AUF DER SPUR), „Touched by an Angel“ (EIN HAUCH VON HIMMEL), „Charmed“ (CHARMED – ZAUBERHAFTE HEXEN), „Six Feet Under“ (SIX FEET UNDER – GESTORBEN WIRD IMMER), „Crossing Jordan“ (CROSSING JORDAN – PATHOLOGIN MIT PROFIL) und „Dragnet“ (POLIZEIBERICHT LOS ANGELES). Aktuell spielte Quinto eine gelegentliche Rolle in „24“ (24) sowie eine Ensemble-Rolle in Tori Spellings Sitcom „So NoTORIous“ (TORI SPELLING IN: So NoTORIous). Weitere Spielfilme: „Down With Love“ (DOWN WITH LOVE – ZUM TEUFEL MIT DER LIEBE!, 2003) und „Psychic Murders“ (2002).
WINONA RYDER (Amanda Grayson) ist bereits zweimal für den Oscar® und einmal für den Golden Globe nominiert worden. Sie zählt zu den begehrtesten Darstellerinnen und klassischen Schönheiten in Hollywood. Demnächst ist Ryder in Rebecca Millers „The Private Lives of Pippa Lee“ (2009) neben Robin Wright Penn, Alan Arkin, Keanu Reeves und Julianne Moore zu sehen; in Geoffrey Haleys „The Last Word“ (2008 ) neben Wes Bentley und Ray Romano; und in Gregor Jordans „The Informers“ (2009) nach dem Roman von Bret Easton Ellis (dt. Buchtitel: DIE INFORMANTEN).
Als Jo in „Little Women“ (BETTY UND IHRE SCHWESTERN, 1994), Gillian Armstrongs gefeierter Verfilmung des Klassikers von Louisa May Alcott wurde Ryder als Hauptdarstellerin für den Oscar® nominiert. Eine weitere Oscar®-Nominierung erhielt sie ein Jahr zuvor mit Martin Scorseses Film „The Age of Innocence“ (ZEIT DER UNSCHULD, 1993), der ihr als beste Nebendarstellerin den Golden Globe und des Preis des National Board of Review (branchenunabhängige Institution zur Förderung der Filmkunst) einbrachte. Eine weitere Golden-Globe-Nominierung erhielt sie als Nebendarstellerin in Richard Benjamins „Mermaids“ (MEERJUNGFRAUEN KÜSSEN BESSER, 1990). 1999 war Ryder als Hauptdarstellerin und Executive Producer an dem von der Kritik gefeierten „Girl, Interrupted“ (DURCHGEKNALLT, 1999) beteiligt. James Mangold inszenierte diese Verfilmung der Bestseller-Memoiren. Dies war der erste Film, den Ryder als Executive Producer betreute – zuvor produzierte sie die Dokumentation „The Day My God Died“ (2003), in der es um die menschlichen Tragödien indischer Kinderprostituierter geht.
Ryder ist dafür bekannt, dass sie sich mit jeder Rolle neuen Herausforderungen stellt. Sie hat in etlichen Filmen einiger der berühmtesten Regisseure der Gegenwart mitgewirkt, darunter Jean-Pierre Jeunets „Alien: Resurrection“ (ALIEN – DIE WIEDERGEBURT, 1997), Woody Allens „Celebrity“ (CELEBRITY – SCHÖN, REICH, BERÜHMT, 1998 ), Nicholas Hytners „The Crucible“ (HEXENJAGD, 1996), Bille Augusts „The House of the Spirits“ (DAS GEISTERHAUS, 1993), Francis Ford Coppolas „Bram Stoker’s Dracula“ (BRAM STOKERS DRACULA, 1992), Jim Jarmuschs „Night on Earth“ (NIGHT ON EARTH, 1991), Tim Burtons „Edward Scissorhands“ (EDWARD MIT DEN SCHERENHÄNDEN, 1990) und „Beetlejuice“ (BEETLEJUICE; auch: LOTTERGEIST: BEETLEJUICE, 1988 ), Michael Lehmans „Heathers“ (HEATHERS; auch: LETHAL ATTRACTION, 1988 ), Ben Stillers „Reality Bites“ (REALITY BITES – VOLL DAS LEBEN, 1994), Al Pacinos „Looking for Richard“ (AL PACINO’S LOOKING FOR RICHARD, 1996), Joan Chens „Autumn in New York“ (ES BEGANN IM SEPTEMBER, 2000), Janusz Kaminskis „Lost Souls“ (LOST SOULS – VERLORENE SEELEN, 2000), Jocelyn Moorehouse’ „How to Make an American Quilt“ (EIN AMERIKANISCHER QUILT, 1995), David Wains „The Ten“ (1997) sowie Richard Linklaters „A Scanner Darkly“ (A SKANNER DARKLY – DER DUNKLE SCHIRM, 2006). Im Fernsehbereich war Ryder als Sprecherin in „The Simpsons“ (DIE SIMPSONS) und „Dr. Katz“ zu hören. Als Erzählerin wirkte sie an dem für den Grammy nominierten Album „Anne Frank: The Diary of a Young Girl“ (DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK) mit. Außerdem trat Ryder in den Serien „Strangers With Candy“ und „Friends“ (FRIENDS) auf.
1997 wurde Ryder auf dem Kinobetreiber-Kongress ShoWest und durch den Motion Picture Club zum Weiblichen Star des Jahres gekürt. Das American Conservatory Theater in San Francisco verlieh ihr einen Ehrenpreis. Auf dem 51. Internationalen Filmfestival in Cannes gehörte sie zu der von Martin Scorsese geleiteten Jury. 2000 erhielt sie auf dem Filmfestival in San Francisco den Peter J. Owens Award für „hervorragende Leistungen, Unabhängigkeit und Integrität“. Außerdem wurde sie mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt. Sie gehörte dem Aufsichtsrat des American Indian College Fund an, der die amerikanischen Ureinwohner mit Bildungsprogrammen bei der Erhaltung ihrer Kultur unterstützt. Seit der Gründung der Stiftung Klaas Kids Foundation im Jahr 1994 unterstützt sie diese Organisation mit aktivem Engagement.
ZOË SALDANA (Uhura) zählt zu Hollywoods aufstrebenden Stars. Sie hat sich einen Ruf als vielseitige und angesehene Schauspielerin erworben, weil sie sich Rollen auswählt, für die sie sich leidenschaftlich engagiert. Demnächst tritt Saldana in James Camerons Science-Fiction-Thriller „Avatar“ (JAMES CAMERON’S AVATAR, 2009) neben Sigourney Weaver auf. „Avatar“ handelt von einer Gruppe Menschen, die auf einen anderen Planeten gebracht werden, wo sie mit einer humanoiden Rasse konfrontiert werden. Der Film läuft im Dezember 2009 an.
Ihre bekannteste Rolle spielte Saldana als Eva in dem Columbia/Tri-Star-Film „Center Stage“ (CENTER STAGE, 2000). Weitere Filme: „Vantage Point“ (8 BLICKWINKEL, 2008 ), „Haven“ (HAVEN, 2004), „Guess Who“ (GUESS WHO – MEINE TOCHTER KRIEGST DU NICHT!, 2005), „Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl“ (FLUCH DER KARIBIK, 2003), „The Terminal“ (TERMINAL, 2004), „Dirty Deeds“ (2005), „Temptation“ (2004), „Constellation“ (2005), „Get Over It“ (RAN AN DIE BRAUT, 2001), „Crossroads“ (NOT A GIRL, 2002), „Snipes“ (2001) und „Drumline“ (DRUMLINE, 2002). Fernsehrollen übernahm sie auf WB in „Keeping It Real“ und auf NBC in „Law & Order“ (LAW & ORDER: NEW YORK).
2004 erhielt Saldana den Young Hollywood „One to Watch“ Award des Magazins Movieline für ihre Leistung in „The Terminal“.
KARL URBAN (Pille) spielte seine wohl bekanntesten Rollen als dynamischer Rohan-Krieger Eomer im zweiten und dritten Teil von Peter Jacksons Trilogie „The Lord of the Rings“ (DER HERR DER RINGE; – 2. Teil: DER HERR DER RINGE: DIE ZWEI TÜRME, 2002; 3. Teil: DER HERR DER RINGE: DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS, 2003) sowie als bedrohlicher Kirill in Paul Greengrass’ „The Bourne Supremacy“ (DIE BOURNE VERSCHWÖRUNG, 2004).
Karl Urban stammt aus Wellington/Neuseeland. Schon als Kind trat er im Fernsehen auf. Als Schüler schrieb und inszenierte er etliche Filme und Theaterstücke, in denen er die Hauptrolle übernahm. Er hängte sein Studium zunächst an den Nagel, um als Schauspieler voranzukommen, nahm Unterricht in Australien, Asien und in seiner Heimat und spielte erste Theater-, Fernseh- und Filmrollen. Sein Kinodebüt gab er in der Miramax-Produktion „Heaven“ (HEAVEN, 1998 ) mit Martin Donovan und Richard Schiff. Seine erste Nominierung für den neuseeländischen Filmpreis verdiente er sich mit „Via Satellite“ (FAMILIENGLÜCK UND ANDERE KATASTROPHEN, 1998 ). Die zweite Nominierung folgte für den von der Kritik hoch gelobten Independent-Film „The Price of Milk“ (2000). Später gewann Urban als bester Darsteller den Quantas Film Award für seine Darstellung des Nick in „Out of the Blue“ (OUT OF THE BLUE – 22 STUNDEN ANGST, 2006).
Regisseur/Autor/Produzent Peter Jackson besetzte Urban in „The Lord of the Rings“, nachdem er
einen Rohschnitt von „The Price of Milk“ gesehen hatte. Jacksons Kommentar: „Karl ist ein ruppiger Held, kann aber auch sehr sensibel sein – er zählt zu den charismatischsten Filmschauspielern Neuseelands.“
Urban lebt in seiner Heimat und engagiert sich aktiv für die karitative Organisation Kids Can, die über 30.000 in Armut lebende neuseeländische Kinder mit Nahrung und Kleidung versorgt.
ANTON YELCHIN (Chekov) begann seine Karriere mit neun Jahren. Sein Filmdebüt gab er in dem Independent-Film „A Man Is Mostly Water“ (2000). Seitdem ist er ständig auf der Leinwand zu sehen. Es folgten „Hearts in Atlantis“ (HEARTS IN ATLANTIS, 2001) mit Anthony Hopkins (damit gewann Yelchin 2001 den Young Artists Award als bester Darsteller), „Delivering Milo“ (MILO – DIE ERDE MUSS WARTEN, 2001) mit Albert Finny und Bridget Fonda, „15 Minutes“ (15 MINUTEN RUHM, 2001) mit Robert De Niro und Ed Burns, „A Time for Dancing“ (A TIME FOR DANCING – GIB DIE HOFFNUNG NIEMALS AUF; auch: A TIME FOR DANCING – IHR EINZIGES ZIEL: LEBEN UM ZU TANZEN, 2000) mit Peter Coyote sowie „Along Came a Spider“ (IM NETZ DER SPINNE, 2001) mit Morgan Freeman. Eine Hauptrolle übernahm er in David Duchovnys Spielfilmregiedebüt „House of D“ (HOUSE OF D, 2004) mit Robin Williams. Damit gewann er den Breakthrough Award von Hollywood Life. Eine weitere Hauptrolle spielte Yelchin in „Terminator Salvation“ (TERMINATOR: DIE ERLÖSUNG, 2009) neben Christian Bale. Zuvor trat er in „Charlie Bartlett“ (CHARLIE BARTLETT, 2007) neben Robert Downey Jr. und Hope Davis auf. Er war in den Independent-Filmen „Middle of Nowhere“ (2008 ) neben Susan Sarandon unter der Regie von John Stockwell, in „New York, I Love You“ (NEW YORK, I LOVE YOU, 2008 ) unter der Regie von Brett Ratner und in „This Is Not Miami“ (2008 ) zu sehen, der in Moskau gedreht wurde.
Für Universal Pictures spielte er in „Alpha Dog“ (ALPHA DOG – TÖDLICHE FREUNDSCHAFT, 2006) von Nick Cassavetes – darin geht es um das Leben des Drogendealers Jesse James Hollywood. Weitere Rollen übernahmen Justin Timberlake und Sharon Stone. In „Fierce People“ (FIERCE PEOPLE – JEDE FAMILIE HAT IHRE GEHEIMNISSE, 2005) war er neben Diane Lane und Donald Sutherland zu sehen.
Auf dem Bildschirm war Yelchin in der Showtime-Serie „Huff“ als Hank Azarias jugendlicher Sohn
Byrd zu sehen. Prominente Gastrollen spielte Yelchin in TV-Serien wie „ER“ (EMERGENCY ROOM – DIE NOTAUFNAHME), „Curb Your Enthusiasm“ (LASS ES, LARRY!), „Without a Trace“ (WITHOUT A TRACE – SPURLOS VERSCHWUNDEN), „The Practice“ (PRACTICE – DIE ANWÄLTE), „Judging Amy“ (FÜR ALLE FÄLLE AMY) und „NYPD Blue“ (NEW YORK COPS – N.Y.P.D. BLUE). Weitere TV-Rollen: auf Showtime der Fernsehfilm „Jack“ (2004) mit Ron Silver und Stockard Channing; das Disney-Musical „Geppetto“ (GEPPETO, DER SPIELZEUGMACHER, 2000) mit Drew Carey; und auf USA Network die Miniserie „Taken“ (STEVEN SPIELBERGS TAKEN; auch: TAKEN: HINTER DEM HIMMEL), die Steven Spielberg als Executive Producer betreute.
ERIC BANA (Nero) profilierte sich beim amerikanischen Publikum als Titelheld Mark „Chopper“ Read im Spielfilm „Chopper“ (CHOPPER, 2000), der 2001 auf dem Sundance Film Festival uraufgeführt wurde und dann beim Kinostart gute Kritiken bekam, nachdem er sich bereits in Australien als Erfolg erwiesen hatte. Für diese Leistung wurde Bana mit den Preisen der australischen Filmkritiker und des Australian Film Institutes ausgezeichnet.
2001 trat Bana in Ridley Scotts „Black Hawk Down“ (BLACK HAWK DOWN, 2001) als Delta Sgt. First Class „Hoot“ Gibson auf, der zur Gruppe einer amerikanischen Eliteeinheit gehört. Weitere Rollen spielten Josh Hartnett, Ewan McGregor und Tom Sizemore. Diesen Kriegsfilm produzierte Jerry Bruckheimer für Sony – es handelt sich um die Verfilmung des Bestseller-Reports von Journalist Mark Bowden über den US-Einsatz 1993 im somalischen Mogadischu. Ein Jahr später war er in dem australischen Film „The Nugget“ (THE NUGGET, 2002) zu sehen.
Bana übernahm die Titelrolle des Bruce Banner in „Hulk“ (HULK, 2003), den Ang Lee für Universal Pictures nach dem Marvel-Comic inszenierte. Den trojanischen Prinz Hector spielte er in Warner Bros’ „Troy“ (TROJA, 2004) unter der Regie von Wolfgang Petersen. Der Film basiert auf Homers ILIAS. Weitere Hauptrollen übernahmen Brad Pitt und Orlando Bloom. Eine Hauptrolle spielte er in Steven Spielbergs „Munich“ (MÜNCHEN, 2005) über die Nachwirkungen des Massakers während der Olympischen Spiele 1972 in München.
Aktuell trat er in „The Other Boleyn Girl“ (DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN, 2008 ) neben Natalie Portman und Scarlett Johansson auf, in „Romulus, My Father“ (UNTER DER SONNE AUSTRALIENS, 2007) nach den Bestseller-Memoiren von Raimond Gaita, uraufgeführt auf dem Toronto Film Festival, und in Curtis Hansons „Lucky You“ (GLÜCK IM SPIEL, 2007) mit Drew Barrymore als Partnerin. Demnächst ist Bana in Judd Apatows „Funny People“ (FUNNY PEOPLE, 2009) neben Adam Sandler, Seth Rogen und Jonah Hill sowie in „The Time Traveler’s Wife“ (2009) neben Rachel McAdams zu sehen. Bei Letzerem handelt es sich um die Verfilmung des Bestsellers von Audrey Niffenegger (dt. Buchtitel: DIE FRAU DES ZEITREISENDEN).
Sein Debüt als Regisseur, die Dokumentation „Love the Beast“ (2009), wurde in den USA im April
während des Tribeca Film Festivals uraufgeführt. Darin treten Bana, Jay Leno, Jeremy Clarkson („Top Gear“) und Dr. Phil auf. Es geht in diesem Film um Banas 25-jährige Begeisterung für sein erstes Auto und die Bedeutung von Freundschaften, die durch gemeinsame Hobbys entstehen.
LEONARD NIMOY (der erste Spock) kam am 26. März 1931 zur Welt. Seine Jugend verbrachte er in einem Bostoner Wohnblock, wo er bereits als Achtjähriger und bis in seine Teenagerjahre in etlichen Amateurtheater-Inszenierungen auftrat. 1949 ging er nach Hollywood, wo er Schauspielunterricht nahm, in einer Pension wohnte und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hielt. Ab 1951 übernahm er kleine Rollen in unbedeutenden Filmen und Serien, die sich als wichtige Erfahrung für ihn erwiesen. Seine erste Hauptrolle spielte er in „Kid Monk Baroni“ (1952). Dann leistete er seinen zweijährigen Wehrdienst. Als er in Atlanta stationiert war, inszenierte Nimoy eine hoch gelobte Version von Tennessee Williams’ „A Streetcar Named Desire“ (ENDSTATION SEHNSUCHT) mit sich in der Hauptrolle. Nach seiner Entlassung arbeitete Nimoy weiter im Spielfilm-, Fernseh- und Theaterbereich. Ende der 50er- und Anfang der 60er-Jahre trat Nimoy in allen wichtigen Fernsehserien jener Zeit auf: „Wagon Train“, „The Man From U.N.C.L.E.“ (SOLO FÜR O.N.C.E.L.), „Rawhide“ (COWBOYS; auch: TAUSEND MEILEN STAUB), „Perry Mason“ (PERRY MASON) und „Combat!“, um nur einige zu nennen.
Weltweit bekannt wurde Nimoy mit der originalen Science-Fiction-TV-Serie „Star Trek“ (RAUMSCHIFF ENTERPRISE): 1966 war er erstmals als Mr. Spock zu sehen. Im Lauf der Jahre erreichte er Kultstatus, als die beliebte Serie immer wieder gezeigt wurde und später sechs Kinofilme nach sich zog. Als der Vulkanier wurde Nimoy dreimal für den Emmy nominiert.
Nimoy etablierte sich dann als erfolgreicher Filmregisseur, der „Star Trek III: The Search for Spock“ (STAR TREK III: AUF DER SUCHE NACH MR. SPOCK, 1984) und „Star Trek IV: The Voyage Home“ (STAR TREK IV: ZURÜCK IN DIE GEGENWART, 1986) inszenierte. Als Story-Autor war er an „Star Trek IV: The Voyage Home“ und an „Star Trek VI“ (STAR TREK VI: DAS UNENTDECKTE LAND, 1991) beteiligt, den er auch als Executive Producer betreute. In seinem „Star Trek IV: The Voyage Home“ ging es um die Rettung der Buckelwale – es handelt sich um den bis heute erfolgreichsten aller „Star Trek“-Filme. „Star Trek“-Schöpfer Gene Roddenberry bezeichnete Nimoy als „das Gewissen von Star Trek“. Weitere Regiearbeiten: „The Good Mother“ (DER PREIS DER GEFÜHLE, 1988 ) mit Diane Keaton und Liam Neeson, der Blockbuster-Hit „Three Men and a Baby“ (NOCH DREI MÄNNER, NOCH EIN BABY, 1987) mit Tom Selleck, Ted Danson und Steve Guttenberg, „Funny About Love“ (KEIN BABY AN BORD, 1990) mit Gene Wilder, Christine Lahti und Mary Stuart Masterson sowie „Holy Matrimony“ (HOLY DAYS; auch: HOLY DAYS – ICH HEIRATE EINE NERVENSÄGE, 1994) mit
Patricia Arquette und Joseph Gordon-Levitt.
Auf der Bühne spielte Nimoy Hauptrollen in „Camelot“, „The Man in the Glass Booth“, „Twelfth Night“ (WAS IHR WOLLT), „Oliver!“ und auf einer rekordträchtigen Tournee mit dem Musical „Fiddler on the Roof“ (ANATEVKA). Mit dem Einpersonenstück „Vincent“ über van Gogh, das er auch produzierte und inszenierte, trat Nimoy auf seiner Tournee in 35 amerikanischen Städten auf. Das Stück wurde schließlich im Guthrie Theater in Minneapolis aufgezeichnet und vom A&E Network ausgestrahlt sowie im Van Gogh Museum in Amsterdam gezeigt. Einen weiteren großen Erfolg verbuchte er mit der Titelrolle alsb„Sherlock Holmes“ auf der landesweiten Tournee der Royal Shakespeare Company. Am Broadway ist Nimoy in „Equus“ (EQUUS) und „Full Circle“ aufgetreten.
Auf dem Bildschirm wirkte er zwei Staffeln lang in der Serie „Mission: Impossible“ (KOBRA, ÜBERNEHMEN SIE) mit und war in etlichen TV-Filmen zu sehen. „A Woman Called Golda“ (GOLDA MEIR, 1982) brachte ihm als Partner von Judy Davis und Ingrid Bergman eine Emmy-Nominierung ein. Auf TNT spielte er in „Never Forget“ (DIE SCHMACH DES VERGESSENS, 1991) einen Überlebenden des Holocaust. Dieser Film, den er mit Partner Robert Radnitz ko-produzierte, wurde für den Kabel- TV-Preis ACE nominiert. Kürzlich trat er in der Episode „I, Robot“ (DER ROBOTER) der Serie „The Outer Limits“ (OUTER LIMITS – DIE UNBEKANNTE DIMENSION) auf, die sein Sohn Adam Nimoy inszenierte. Er moderierte die sehr erfolgreiche „In Search of ...“-Reihe und hat als Moderator/Erzähler auch in der Reihe „Ancient Mysteries“ des A&E Networks mitgewirkt.
Nimoy hat drei Lyrikbände veröffentlicht und als Sprecher zehn Alben aufgenommen. 1975 veröffentlichte er seine Autobiografie „I Am Not Spock“. Die Fortsetzung „I Am Spock“ (ICH BIN SPOCK) erschien im Verlag Hyperion. Nimoys Hörbuchversion wurde für den Grammy nominiert.
Nimoys Schwarz-Weiß-Fotografien sind landesweit in mehreren Galerien gezeigt worden sowie in
zahlreichen Museen und privaten Ausstellungen in den USA und im Ausland zu sehen gewesen. Sein fotografischer Essay über die weibliche Präsenz Gottes wurde unter dem Titel „Shekhina“ veröffentlicht. Sein zweiter Fotoband „The Full Body Project“ kommentiert die Darstellung des weiblichen Körpers in der amerikanischen Kultur.
Mit seinem Schauspielkollegen John de Lancie gründete Nimoy die Produktionsfirma Alien Voices.
Sie produzierten Hörspiele nach Jules Vernes „Journey to the Center of the Earth“ (REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE), Sir Arthur Conan Doyles „The Lost World“ (DIE VERLORENE WELT) und H. G. Wells’ „The Time Machine“ (DIE ZEITMASCHINE), „The Invisible Man“ (DER UNSICHTBARE) und „The First Men in the Moon“ (DER ERSTE MENSCH AUF DEM MOND). Den Vertrieb übernahm Simon and Schuster Audio. Ihr Fernsehprojekt „The First Men in the Moon“ (1997) war ein geschichtsträchtiger Event – wie früher wurden Radiosendungen live auf dem Sci-Fi Channel und gleichzeitig im Internet übertragen. Es folgten „The Lost World“ (1998 ) und „A Halloween Trilogy“, die aus drei Geschichte besteht: Rudyard Kiplings „The Mark of the Beast“, Oscar Wildes „The Canterville Ghost“ (DAS GESPENST VON CANTERVILLE) und „The Casque of Amontillado“ (DAS FASS AMONTILLADO) von Edgar Allan Poe. Nimoy machte seinen Master in Pädagogik und wurde dreimal mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.
HERR DER SIEBEN MEERE, 2003). James entwickelte den Look vieler DreamWorks-Filme mit, darunter zuletzt den der Komödie „Over the Hedge“ (AB DURCH DIE HECKE, 2006).
Bevor er bei DreamWorks anfing, arbeitete James als Art Supervisor für Sony Pictures’ Children’s
Television Animation.
Neben seiner Tätigkeit für DreamWorks gibt er das Design-Seminar „Visual Development“ im Art
Center College of Design in Pasadena. Er lebt mit seiner Frau, zwei Söhnen und ihrem Hund Boone
im kalifornischen Silverlake.
FILMEMACHER
J.J. ABRAMS (Regie/Produktion) stammt aus New York und wuchs in Los Angeles auf. Er studierte am Sarah Lawrence College, wo er in seinem Abschlussjahr ein Film-Treatment schrieb. Touchstone Pictures erwarb den Stoff, der dann die Grundlage für Abrams’ ersten produzierten Film bildete: „Taking Care of Business“ (FILOFAX – ICH BIN DU UND DU BIST NICHTS, 1990). Die Hauptrollen spielten Charles Grodin und Jim Belushi. Es folgten „Regarding Henry“ (IN SACHEN HENRY, 1991) mit Harrison Ford und „Forever Young“ (FOREVER YOUNG, 1992) mit Mel Gibson. Abrams arbeitete dann mit Produzent Jerry Bruckheimer und Regisseur Michael Bay an dem Sommer-Blockbuster „Armageddon“ (ARMAGEDDON – DAS JÜNGSTE GERICHT, 1998 ). Dann war er als Koautor und Produzent an „Joy Ride“ (JOYRIDE – SPRITZTOUR, 2001) beteiligt. Sein Spielfilmregiedebüt gab Abrams mit „Mission: Impossible III“ (MISSION: IMPOSSIBLE 3, 2006) – Hauptdarsteller war Tom Cruise. Als Executive Producer betreute er „Cloverfield“ (CLOVERFIELD, 2008 ).
1998 debütierte Abrams mit „Felicity“ (FELICITY) auf dem Bildschirm. Die Serie brachte es auf vier Staffeln beim Sender WB. Er entwickelte das Konzept (mit Matt Reeves) und betreute die Serie als Executive Producer. Mit seiner Produktionsfirma Bad Robot verantwortete Abrams das Konzept der Serie „Alias“ (ALIAS – DIE AGENTIN), bei der er als Executive Producer fungierte. Bei der Serie „Lost“ (LOST) war er (mit Damon Lindelof) am Konzept und als Executive Producer beteiligt. 2005 gewann er mit der Serie „Lost“ zwei Emmys: als Produzent und als Regisseur des Pilotfilms. Weitere Emmy-Nominierungen verbuchte er als Autor des „Alias“-Pilotfilms und des „Lost“-Pilotfilms (den er mit Lindelof schrieb). Neben seiner Arbeit als Autor und Regisseur komponierte er die Musik zu „Alias“ und „Fringe“ (FRINGE – GRENZFÄLLE DES FBI), und er war an der Komposition des Titelthemas zu „Felicity“ beteiligt.
An der aktuellen Serie „Fringe“ ist er zusammen mit Roberto Orci und Alex Kurtzman am Konzept sowie als Executive Producer beteiligt. Die Serie ist im Herbst 2008 auf FOX angelaufen.
Abrams und seine Frau haben drei kleine Kinder.
ROBERTO ORCI UND ALEX KURTZMAN (Drehbuch/Executive Producers) arbeiten seit Langem kreativ zusammen. Schon auf der Highschool in einem Vorort von Los Angeles machten sie sich als innovative Geschichtenerzähler einen Namen. Zunächst schrieben sie noch allein originelle Abenteuergeschichten, und sie drehten ambitionierte Amateurfilme. Bald begannen sie dann ihre Teamarbeit – und immer träumten sie davon, mit Filmen das große Publikum zu unterhalten. Mit „Transformers“ (TRANSFORMERS, 2007) ging dieser Traum in Erfüllung: Die Realverfilmung der beliebten Animationsserie hat weltweit über 700 Millionen Dollar eingespielt. Aktuell schrieben die beiden das Sequel „Transformers: Revenge of the Fallen“ (TRANSFORMERS – DIE RACHE, 2009) zusammen mit Ehren Kruger. Der Film kommt Ende Juni 2009 ins Kino.
Kurtzman und Orci ließen sich von Spielbergs Action-Abenteuern inspirieren, die besonderen Wert
auf die Story legen: Mit dem College-Abschluss in der Tasche taten sie sich wieder zusammen und
schrieben die beliebten TV-Serien „Hercules“ (HERCULES) und „Xena: Warrior Princess“ (XENA – DIE KRIEGERPRINZESSIN), bei der sie als 23-Jährige schnell zu den Hauptautoren aufstiegen.
2003 bot man Kurtzman und Orci an, für J.J. Abrams’ extrem beliebte Spionage-Serie „Alias“ (ALIAS – DIE AGENTIN) Drehbücher zu verfassen. Bald darauf stiegen sie zu Executive Producern der Serie auf. 2006 schrieb das Duo mit Abrams das Sequel „Mission: Impossible III“ (MISSION: IMPOSSIBLE 3, 2006) mit Tom Cruise als Superagent Ethan Hunt. Die Kritiker lobten den hohen humanitären Anspruch der Filmserie. Insgesamt spielte der dritte Film weltweit über 397 Millionen Dollar ein. Vor „Mission: Impossible III“ machten Kurtzman und Orci großen Eindruck mit ihrem Spielfilmdebüt, Michael Bays Science-Fiction-Thriller „The Island“ (DIE INSEL, 2005). Ende 2005 lief ihr „The Legend of Zorro“ (DIE LEGENDE DES ZORRO) mit Catherine Zeta-Jones und Antonio Banderas an. Kurtzman und Orci konzipierten auch die neue FOX-Serie „Fringe“ (FRINGE – GRENZFÄLLE DES FBI) mit Abrams. In der äußerst erfolgreichen Serie spielen Anna Torv, Joshua Jackson und JohnNoble die Hauptrollen.
Neben ihrer Arbeit als Autoren produzieren Kurtzman und Orci eine stetig wachsende Zahl von Filmen mit ihrer Firma K/O unter dem Dach von DreamWorks. Aktuell produzierten sie ihren Erstling, D. J. Carusos „Eagle Eye“ (EAGLE EYE – AUSSER KONTROLLE, 2008 ) mit Shia LaBeouf und Michelle Monaghan. Der Film hat weltweit fast 150 Millionen Dollar umgesetzt. Außerdem produzieren sie „The Proposal“ (DER ANTRAG, 2009) mit Sandra Bullock und Ryan Reynolds, „Cowboys and Aliens“ (2010), „Nightlife“ (2010), „Deep Sea Cowboys“ (2011) und „Atlantis Rising“ (2011). Daneben produzieren sie „28th Amendment“ (2011) für Warner Bros.
Aufgrund des Erfolgs von „Transformers“ und ihrer anderen Projekte nutzen Kurtzman und Orci
ihren Einfluss in der Entertainment-Branche, um Nachwuchsautoren bei der Entwicklung ihrer indi-
viduellen Handschrift zu fördern. Dazu schlossen die beiden einen speziellen Vertrag mit Dream-
Works und Paramount, um eigene Projekte zu produzieren und die Projekte anderer Autoren zu
entwickeln.
DAMON LINDELOF (Produktion) verbrachte einen Großteil seiner Jugend vor dem Bildschirm, obwohl man ihn immer wieder warnte, dass er davon Hirnerweichung bekommen würde. Nach einem kurzen Flirt mit der Filmbranche per Filmabschluss an der Tisch School of the Arts unter dem Dach der New York University setzte sich Lindelof in seinen Wagen und fuhr gen Westen. Er betrachtete Los Angeles einfach als faktisches Aufbaustudium, arbeitete für eine Autorenagentur, für Paramount Studios und schließlich als Manager im Kreativbereich für Produzent Alan Ladd Jr., bevor er sich daran erinnerte, dass ihm vor allem das Fernsehen am Herzen lag. Er hängte Schlips und Anzug an den Nagel, zog ein T-Shirt an, stieg in seine Birkenstocks und jobbte als Autorenassistent bei Kevin Williamsons ABC-Serie „Wasteland“. Das Schicksal meinte es gut mit ihm – bald darauf wurde er als regulärer Autor engagiert.
Nicht lange danach überlegte es sich das Schicksal anders – die Serie wurde abgesetzt. Lindelof
schrieb darauf für die CBS-Serie „Nash Bridges“ (NASH BRIDGES) – auch dies wurde die letzte
Staffel (Zufall?). Dann wechselte er zur neuen NBC-Serie „Crossing Jordan“ (CROSSING JORDAN – PATHOLOGIN MIT PROFIL), die er drei Staffeln lang als Autor und Produzent betreute. Dann kam „Lost“ (LOST). In nur zwölf absolut irrwitzigen Wochen konzipierten und produzierten er und J.J. Abrams den total abgedrehten, völlig unzureichenden und viel zu teuren Pilotfilm für ABC: Es geht um die Überlebenden eines Flugzeugabsturzes im Südpazifik. Trotz all dieser Widrigkeiten gewann „Lost“ gleich mit der ersten Staffel als beste TV-Serie/beste dramatische Serie den Golden Globe und den Emmy. Nach wie vor ist Lindelof als Autor und Produzent an „Lost“ beteiligt. Mittlerweile läuft die fünfte Staffel.
BRYAN BURK (Executive Producer) machte seinen Abschluss an der School of Cinema-Television unter dem Dach der University of Southern California. Seine Laufbahn begann er bei den Produzenten Brad Weston (Columbia Pictures), Ned Tanen (Sony Pictures) und John Davis (FOX). 1995 stieß Burk zu Gerber Pictures, wo er an der Entwicklung des für den Emmy nominierten TNT-Films „James Dean“ (2001) beteiligt war.
Ab 2001 arbeitete Burk mit J.J. Abrams an der Emmy-gekrönten ABC-Serie „Alias“ (ALIAS – DIE
AGENTIN) als Koproduzent aller fünf Staffeln. 2004 wechselten Burk und Abrams mit ihrer Firma
Bad Robot Productions zu Touchstone Television, wo Burk als Executive Producer die ABC-Serien
„Six Degrees“ (SIX DEGREES), „What About Brian“ (WHAT ABOUT BRIAN) und „Lost“ (LOST) betreute. Letztere wurde mit dem Golden Globe und dem Emmy als beste dramatische Serie ausgezeichnet. Als Executive Producer fungierte Burk für Warner Bros. Television bei der Serie „Fringe“ (FRINGE – GRENZFÄLLE DES FBI), die derzeit auf FOX ausgestrahlt wird.
Vor Kurzem produzierte er „Cloverfield“ (CLOVERFIELD, 2008 ). In Kürze folgt „Morning Glory“
(2010) für Paramount Pictures.
JEFFREY CHERNOV (Executive Producer) hat sich als Filmemacher ein großes Renommee erworben. Er begann als Produktionsassistent bei Dino De Laurentiis’ Hit „King Kong“ (KING KONG, 1976). Es folgten harte Jahre als Regieassistent bei Klassikern wie „Body Heat“ (HEISSBLÜTIG – KALTBLÜTIG; auch: DIE HEISSKALTE FRAU, 1981), „Cutter’s Way“ (CUTTER’S WAY – KEINE GNADE; auch: CUTTER & BONE – BIS ZUM BITTEREN ENDE, 1981), „The Thing“ (DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT, 1982), „Escape From New York“ (DIE KLAPPERSCHLANGE, 1981) und „Starman“ (STARMAN, 1984). Chernov arbeitete sich langsam nach oben. Als Aufnahmeleiter lernte er ganz neue Fertigkeiten zum Beispiel bei „Ruthless People“ (DIE UNGLAUBLICHE ENTFÜHRUNG DER VERRÜCKTEN MRS. STONE, 1986), „Halloween II“ (HALLOWEEN II – DAS GRAUEN KEHRT ZURÜCK, 1981) und „Halloween III“ (HALLOWEEN III, 1982). Es folgten „Clue“(ALLE MÖRDER SIND SCHON DA, 1985), „The Dead Zone“ (DEAD ZONE – DER ATTENTÄTER, 1983) und „Richard Pryor: Live in Concert“ (1979), bei dem er mit der Funktion Associate Producer genannt wurde. Als Koproduzent arbeitete er an „Eddie Murphy Raw“ (EDDIE MURPHY – RAW, 1987), als Executive Producer an „10 Things I Hate About You“ (10 DINGE, DIE ICH AN DIR HASSE, 1999), „Sleeping With the Enemy“ (DER FEIND IN MEINEM BETT, 1991) und „The Replacements“ (HELDEN AUS DER ZWEITEN REIHE, 2000). Er produzierte „A Line in the Sand“ (2008 ), „From a Place of Darkness“ (2008 ), „Bad Company“ (BAD COMPANY, 1995) und „Homeward Bound: The Incredible Journey“ (ZURÜCK NACH HAUSE – DIE UNGLAUBLICHE REISE, 1993).
Zwei Jahre lang war Chernov Senior Vice President der Produktionsabteilung bei Disney/Touchstone – er verantwortete Filme wie „Honey, I Shrunk the Kids“ (LIEBLING, ICH HABE DIE KINDER GESCHRUMPFT, 1989), „Pretty Woman“ (PRETTY WOMAN, 1990) und „Dead Poets Society“ (DER CLUB DER TOTEN DICHTER, 1989), um nur einige zu nennen. 2001 wechselte er zu Spyglass Entertainment, wo er sehr intensiv an „Shanghai Knights“ (SHANGHAI KNIGHTS, 2003), „The Recruit“ (DER EINSATZ, 2003), „The Lookout“ (DIE REGELN DER GEWALT, 2007), „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“ (PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS, 2005), „The Pacifier“ (DER BABYNATOR, 2005) und vielen weiteren erfolgreichen Produktionen arbeitete.
DAN MINDEL, ASC, (Kamera) hat mit J.J. Abrams bereits „Mission: Impossible III“ (MISSION: IMPOSSIBLE 3, 2006) gedreht. Er stammt aus Südafrika und absolvierte seine Ausbildung in Australien und Großbritannien. Seine Laufbahn als Kameramann begann er in der Werbung. Dabei arbeitete er mit einigen der erfolgreichsten Regisseure: Ridley Scott, Barry Kinsman, Hugh Johnson und Mike Seresin. Zu seinen bedeutenden Werbespots mit Tony Scott zählen Aufträge von Coca-Cola, Pepsi, Miller Brewing und Marlboro.
Als Kameramann drehte er unter anderem „Domino“ (DOMINO; auch: DOMINO – LIVE FAST,
DIE YOUNG, 2005) für Tony Scott, „The Skeleton Key“ (DER VERBOTENE SCHLÜSSEL, 2005) für Iain Softley, „Tooth Fairy“ (2004), „Stuck on You“ (UNZERTRENNLICH, 2003) und „Shanghai Noon“ (SHANG-HIGH NOON, 2000). Mindel war Kameramann des Westküstenteams von „G.I. Jane“ (DIE AKTE JANE, 1997) und lieferte zusätzliche Aufnahmen zu „The Bourne Identity“ (DIE BOURNE IDENTITÄT, 2002) und Tony Scotts „The Fan“ (DER FAN, 1996). „Enemy of the State“ (DER STAATSFEIND NR. 1, 1998 ) war sein Debüt als alleinverantwortlicher Kameramann eines bedeutenden Spielfilms. Vor Kurzem drehte Mindel Kate Hudsons „Cutlass“ (2007).
SCOTT CHAMBLISS (Produktionsdesign) hat schon mehrfach mit J.J. Abrams zusammengearbeitet: an „Mission: Impossible III“ (MISSION: IMPOSSIBLE 3, 2006) sowie den erfolgreichen TVSerien „Felicity“ (FELICITY) und „Alias“ (ALIAS – DIE AGENTIN).
Chambliss lieferte Entwürfe für Filme, Fernsehprojekte und Theaterstücke in New York und Los
Angeles. Zu seinen Spielfilmen zählen „Krippendorf‘s Tribe“ (JAGABONGO – EINE SCHRECKLICH NETTE URWALDFAMILIE, 1998 ), „13 Bourbon St.“ (1997), „I Like It Like That“ (LIFE IS TROUBLE, 1994), „The Celluloid Closet“ (GEFANGEN IN DER TRAUMFABRIK, 1995), „Bank Robber“ (BANK ROBBER, 1993) und „Chain of Desire“ (IM STRUDEL DER BEGIERDE, 1992). Als Ausstatter arbeitete er an „Malcolm X“ (MALCOLM X, 1992), „Leap of Faith“ (DER SCHEIN-HEILIGE, 1992), „Billy Bathgate“ (BILLY BATHGATE – IM SOG DER MAFIA, 1991) und „The Mambo Kings“ (MAMBO KINGS, 1992). Chambliss begann seine Laufbahn als Associate Designer von Tony Walton am Broadway – er arbeitete unter anderem an „Anything Goes“, „Macbeth“ (MACBETH) und „Grand Hotel“.
MARYANN BRANDON, A.C.E., (Schnitt) arbeitete mit Regisseur J.J. Abrams an „Alias“ (ALIAS – DIE AGENTIN) – dafür erhielt sie eine Emmy-Nominierung in der Kategorie „Schnitt für eine mit einer Einzelkamera gedrehte dramatische Serie“ – und an „Mission: Impossible III“ (MISSION: IMPOSSIBLE 3, 2006). Brandon arbeitete dann als Regisseurin für die dritte und vierte Staffel von „Alias“. Die vierte Staffel betreute sie auch als Produzentin.
Aktuell schnitt sie „The Jane Austen Book Club“ (DER JANE AUSTEN CLUB, 2007). Zu ihren Spielfilmen gehören auch „Grumpier Old Men“ (DER DRITTE FRÜHLING – FREUNDE, FEINDE, FISCH & FRAUEN; auch: EIN VERRÜCKTES PAAR – DER DRITTE FRÜHLING, 1995), „Born to Be Wild“ (BORN TO BE WILD – EIN GORILLA AUF DER FLUCHT; auch: EIN GORILLA ZUM VERLIEBEN, 1995), „Race for Glory“ (DONNER DES TODES, 1989) und „A Thousand Acres“ (TAUSEND MORGEN, 1997). Als Schnittassistentin war sie an „Bright Lights, Big City“ (DIE GRELLEN LICHTER DER GROSSSTADT, 1989) und an „Black Widow“ (DIE SCHWARZE WITWE, 1987) beteiligt.
Im Fernsehbereich arbeitete sie an „Child Star: The Shirley Temple Story“ (DAS LEBEN DER SHIRLEY TEMPLE, 2001), „The Miracle Worker“ (THE MIRACLE WORKER – WUNDER GESCHEHEN, 2000), an der Serie „Grapevine“ und für TNT an „The Hunley“ (HUNLEY – TAUCHFAHRT IN DEN TOD, 1999).
MARY JO MARKEY, A.C.E., (Schnitt) hat für Regisseur J.J. Abrams zuvor an den Serien „Felicity“ (FELICITY), „Lost“ (LOST – für den Pilotfilm erhielten sie und auch Abrams den Emmy), „Alias“ (ALIAS – DIE AGENTIN), der ihr eine Emmy-Nominierung einbrachte, am Spielfilm „Mission: Impossible III“ (MISSION: IMPOSSIBLE 3, 2006) und am TV-Film „Anatomy of Hope“ (2009). Weitere Spielfilme: „Rhapsody in Bloom“ (FAMILIENCHAOS, 1998 ), „Dawg/Bad Boy“ (MONEY FOR MERCY; auch: BAD BOY – EIN WEIBERHELD MUSS BÜSSEN, 2002) und „Medicine Man“ (MEDICINE MAN – DIE LETZTEN TAGE VON EDEN, 1992). 2007 verbuchte Markey ihre dritte Emmy- Nominierung und eine Nominierung für den Eddie (den Preis des Cutter-Verbands A.C.E.) mit ihrem Beitrag zum HBO-Film „Life Support“ (2007).
MICHAEL KAPLAN (Kostüme) entwarf die Kostüme zu dem apokalyptischen Science-Fiction-
Blockbuster „I Am Legend“ (I AM LEGEND, 2007). Zuvor gewann er den Preis der British Film and Television Academy (BAFTA) mit Ridley Scotts futuristischem Meilenstein „Blade Runner“ (BLADE RUNNER, 1982). Er kreierte eigenhändig den Modetrend einer ganzen Generation mit seinen Entwürfen zu Adrian Lynes „Flashdance“ (FLASHDANCE, 1983). Außerdem lieferte Kaplan die Kostüme zu Doug Limans erfolgreicher Action-Komödie „Mr. & Mrs. Smith“ (MR. & MRS. SMITH, 2005) mit Brad Pitt und Angelina Jolie sowie Michael Manns „Miami Vice“ (MIAMI VICE, 2006) mit Colin Farrell und Jamie Foxx.
Mit Ridley Scott arbeitete Kaplan dann wieder bei „Matchstick Men“ (TRICKS, 2003) zusammen.
Außerdem hat er etliche Filme mit David Fincher gemacht: „Panic Room“ (PANIC ROOM, 2002),
„Fight Club“ (FIGHT CLUB, 1999) „The Game“ (THE GAME – DAS GESCHENK SEINES LEBENS, 1997) und „Se7en“ (SIEBEN, 1995). Mit Michael Bay arbeitete er an „Pearl Harbor“ (PEARL HARBOUR, 2001) und „Armageddon“ (ARMAGEDDON – DAS JÜNGSTE GERICHT, 1998 ) und mit Jeremiah Chechik an „National Lampoon’s Christmas Vacation“ (HILFE, ES WEIHNACHTET SEHR; auch: SCHÖNE BESCHERUNG, 1989). Kaplan entwarf die Kostüme zu Edward Nortons Regiede-büt „Keeping the Faith“ (GLAUBEN IST ALLES!, 2000), Harold Beckers „Malice“ (MALICE – EINE INTRIGE, 1993) und Taylor Hackfords „Against All Odds“ (GEGEN JEDE CHANCE, 1984).
MICHAEL GIACCHINO (Musik) verbuchte eine Oscar®-Nominierung mit seiner Musik zum animierten Blockbuster „Ratatouille“ (RATATOUILLE, 2007), der den Oscar® als bester animierter Film gewann. Sein Durchbruch als Spielfilmkomponist gelang ihm mit dem gefeierten Soundtrack zu „The Incredibles“ (DIE UNGLAUBLICHEN – THE INCREDIBLES, 2004). Es folgten der real gefilmte Superheldenfilm „Sky High“ (SKY HIGH – DIESE HIGHSCHOOL HEBT AB!, 2005), die Tragikomödie „The Family Stone“ (DIE FAMILIE STONE – VERLOBEN VERBOTEN!, 2005), Albert Brooks’ „Looking for Comedy in the Muslim World“ (2005) und der Thriller „Mission: Impossible III“ (MISSION: IMPOSSIBLE 3, 2006). Zuletzt komponierte er die Musik zu „Speed Racer“ (SPEED RACER, 2006). Als Musikdirektor betreute er die 81. Oscar®-Verleihung.
Giacchino hat sich auch in anderen Medien und vielen Genres bewährt: Fernsehserien, animierte
Kurzfilme, Videospiele und Symphonien für den Konzertsaal. Seine Bandbreite umfasst melancholische Themen ebenso wie spannende und erhabene Melodien. Fans der erfolgreichen ABC-Serien „Lost“ (LOST) und „Alias“ (ALIAS – DIE AGENTIN) begeistern sich schon seit mehreren Staffeln für seine Musik.
Zuvor komponierte Giacchino das PlayStation-Videogame zu Steven Spielbergs Sommer-Kassenknüller „The Lost World“ (VERGESSENE WELT: JURASSIC PARK, 1997). Erstmals entstand damals eine Filmmusik mit Originalorchester ausschließlich für ein PlayStation-Spiel. Der Score wurde vom Seattle Symphony Orchestra eingespielt. Es folgten viele Orchestermusiken für interaktive Medien, darunter die äußerst erfolgreiche „Medal of Honor“-Serie, ein Simulationsspiel vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, das Spielberg konzipierte.
Am 13. Mai 2000 spielte die Haddonfield Symphony die Uraufführung von Giacchinos erster Symphony: „Camden 2000“. Das Konzert fand im Sony E-Center in Camden/New Jersey statt. Der Erlösndes Benefizevents wurde dem Heart of Camden gespendet, einer Organisation, die denn Wohnungsneubau in unterprivilegierten Stadtbezirken fördert.
Giacchino studierte Filmproduktion an der School of Visual Arts in New York City und anschließend Komposition und Musik an der Juilliard School in New York und an der University of California/Los Angeles.
ROGER GUYETT (Leitung der visuellen Effekte/Regie des zweiten Drehteams) arbeitet seit 1994 für Industrial Light & Magic (ILM): Damals kam er ins Team, um den innovativen Titelhelden „Casper“(CASPER, 1995) zu gestalten. Guyett gehörte zum Hauptteam, das über 40 Minuten 3-D-Animation produzierte. Erstmals in der Filmgeschichte spielte ein komplett im Rechner entstandener Held die Hauptrolle.
Guyett gehört heute bei ILM zu den führenden Experten im Bereich visuelle Effekte. Aktuell verantwortete er die visuellen Effekte von „Pirates of the Caribbean: At World’s End“ (PIRATES OF THEbCARIBBIAN – AM ENDE DER WELT; auch: FLUCH DER KARIBIK 3, 2007) und „Star Wars Episode III: Revenge of the Sith“ (STAR WARS: EPISODE III – DIE RACHE DER SITH, 2005). Weitere Filme: „Saving Private Ryan“ (DER SOLDAT JAMES RYAN, 1998 ), der ihm den Preis der British Film and Television Academy (BAFTA) einbrachte, „Harry Potter and the Sorcerer‘s Stone“ (HARRY POTTER UND DER STEIN DER WEISEN, 2001) und „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (HARRY POTTER UND DER GEFANGENE VON ASKABAN, 2004), mit dem Guyett Nominierungen für den Oscar® und den BAFTA verbuchte – außerdem gewann er den Preis der Visual Effects Society.
ACHTUNG:
Das Kopieren/Verbreiten dieses Specials ist ohne vorherige Genehmigung nicht erlaubt.
__________________
Das Verstehen ist ein dreischneidiges Schwert - Deine Seite, die Seite der Gegner, und die Wahrheit" Kosh
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Tomtec: 05.05.2009 20:11.
|
|
05.05.2009 19:58 |
|
|
|
|
|
 |
Impressum
|