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96 Hours - Special |
Tomtec
Filmgott
      

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(TAKEN)
Liam Neeson | Famke Janssen | Maggie Grace
Regie: Pierre Morel
Drehbuch: Luc Besson und Robert Mark Kamen
Produzent: Luc Besson
Länge: 93 Minuten
Kinostart: 19. Februar 2009
FSK 16
Website: http://www.96hours.de/
„Ich habe keine Ahnung wer Du bist. Ich weiß auch nicht was Du willst. Wenn Du auf ein Lösegeld aus bist, muss ich Dich enttäuschen: ich habe kein Geld. Was ich aber habe, sind ein paar ganz besonders ausgeprägte Fähigkeiten, die ich mir in einer langen Karriere in der Unterwelt zugelegt habe. Fähigkeiten, die mich für Leute wie Dich zu einem Albtraum machen. Wenn Du meine Tochter jetzt frei lässt, soll’s das gewesen sein. Ich werde nicht nach Dir suchen, ich werde Dich nicht verfolgen. Aber wenn nicht, dann werde ich nach Dir suchen und ich werde Dich finden. Und ich werde Dich töten.“
Synopsis
Mit diesen mehr als ernst gemeinten, an eine Bande von Kidnappern gerichteten Worten, beginnen für Bryan Mills, einen ehemaligen Ermittler im Staatsdienst, die längsten 96 Stunden seines Lebens – und die Jagd nach der skrupellosen Organisation, die seine Tochter Kim entführt hat.
Mills hatte gerade erst seine Beamtenkarriere als – wie er es sah - „Verhinderer“ aufgegeben, dessen Aufgabe es war, schlimme Dinge zu verhindern, bevor sie passierten, um sich mehr um seine Tochter Kim kümmern zu können, die bei seiner Ex-Frau und deren neuem Mann lebt. Zum Geldverdienen hat er sich einigen ehemaligen Kollegen angeschlossen, die spezielle Security-Jobs wie den Personenschutz einer Pop-Diva übernehmen. Aber den größten Teil seiner Energie braucht er, um die Beziehung zu seiner Tochter Kim zu reaktivieren.
Bryans Erziehungsmaximen werden strapaziert, als Kim ihn um Erlaubnis bittet, mit einer Freundin nach Paris reisen zu dürfen. Da er weiß, welche Gefahren in einem fremden Land auf eine Tochter lauern können, ist Bryans Antwort ein klares „Nein“. Aber Kims Enttäuschung lässt ihn mehr und mehr erweichen.
Seine schlimmsten Befürchtungen werden wahr, als Kim und ihre Freundin Amanda kurz nach ihrer Ankunft am helllichten Tage aus ihrem Pariser Appartement entführt werden. Kurz bevor Kim von den unbekannten Angreifern verschleppt wird, gelingt es ihr, Bryan anzurufen, der sogleich fachmännisch beginnt, Puzzleteile zusammenzusetzen, die ihn in die Dunkelheit der Pariser Unterwelt und die feudalsten Villen der glitzernden Stadt führen. Er durchlebt Albträume, die alles übertreffen, was er bisher kannte – aber nichts und niemand wird ihn davon abhalten, seine Tochter zu retten.
Produktionsnotizen
Der Thriller 96 HOURS stammt vom Autor und Produzenten des Films THE TRANSPORTER („Transporter“, 2002) und bietet Liam Neeson eine Paraderolle als Bryan Mills, ein ehemaliger Ermittler im Staatsdienst, dem weniger als vier Tage bleiben, um seine an ihrem ersten Ferientag in Paris entführte Tochter zu finden.
Laut Robert Mark Kamen, der das Drehbuch gemeinsam mit dem Produzenten Luc Besson schrieb, hatte sein Koautor die Idee zu 96 HOURS. „Luc hatte einen Pariser Kommissar getroffen, der ihm von einer Gruppe von Kidnappern erzählte, die junge Frauen entführen“, erinnert sich Kamen. „Die Mädchen wurden später in diesen beeindruckenden Villen direkt vor den Toren der französischen Hauptstadt meistbietend versteigert“.
Besson und Kamen entwickelten daraus eine mitreißende Geschichte mit großen Sets, viel Action, Kampfkunst und verrückten Stunts – und wenigen im Computer nachempfundenen Effekten. „Es ist der gleiche Mix, den wir in Filmen wie THE TRANSPORTER oder KISS OF THE DRAGON („Kiss of the Dragon“, 2001) benutzt haben“, ergänzt er.
Der persönliche Ermittler-Background ihrer Hauptperson gefiel Kamen, der viel über verblüffende Erfolge realer Ermittler gelesen hatte, als er während seines Studiums in Afghanistan war. „Ich erfuhr von Agenten, die in diesem Teil der Welt verdeckt ermitteln, so richtig verrückte Sachen, und war besonders beeindruckt von ihrem Selbstvertrauen und ihren handwerklichen Fähigkeiten. Diese Typen rufen nicht unbedingt nach der Polizei wenn sie in der Patsche sitzen. Sie betrachten Probleme als Aufgaben, die sie zu lösen haben, anstatt jemanden zu holen, der sie für sie löst. Sie halten sich nicht gerade zwanghaft an gesellschaftliche Regeln.“
Kamen und Besson hatten solche Vorbilder im Kopf, als sie die Figur Bryan Mills schrieben. Bryan erwartet keine Hilfe als Kim gekidnapped wird, nicht einmal von seinen Kollegen. Er verlässt sich lediglich auf seine persönlichen Fähigkeiten - und die kann er auf seiner Jagd nach den Entführern gut gebrauchen.
Als Regisseur verpflichtete Produzent Luc Besson Pierre Morel, der zuvor den international beachteten Actionfilm DISTRICT B13 („Banlieu 13“ fr. OT, „Ghetto Gangz - Die Hölle vor Paris“ DVD, 2004) inszeniert hatte. Besson war Koproduzent und Koautor des 2004 erschienenen Films, der Martial Arts-Fans weltweit mit seinen großartig choreografierten Kampfszenen begeisterte. Bei dem ebenfalls von Besson produzierten und geschriebenen Film UNLEASHED ("Unleashed - Entfesselt", 2005) hatte sich Morel bereits einen Namen als Chefkameramann gemacht.
Morels Verhalten am Set beeindruckte Kamen, der es mit dem der Hauptfigur Bryan Mills vergleicht. „Pierre ist ganz ruhig und gelassen“, bemerkt Kamen. „Er kommt rein, weiß was seine Aufgabe ist und was er tun muss, um sie zu lösen.“
Morel hingegen versichert, dass sich hinter seiner Ruhe die Verantwortung verbirgt, die Energie am Set ganz hoch zu halten. „Obwohl sehr viel vom Schnitt abhängt, muss der Rhythmus beim Drehen zu spüren sein. Es gibt keine zweite Chance, wenn er fehlt. Ich bitte die Schauspieler immer, ein hohes Tempo zu halten und so realistisch wie möglich zu sein. Ich persönlich bin so verstrickt in meine Art zu drehen, dass ich glaube, dass eine Menge dieser Energie in den Film übergeht. Wenn man abwartet bis man im Schneideraum sitzt, läuft man Gefahr, diesen Rhythmus zu verlieren.“
Liam Neeson, der zuvor mit so anerkannten Regisseuren wie Steven Spielberg, Martin Scorsese, George Lucas und Ridley Scott gearbeitet hat, zeigte sich beeindruckt von dem jungen Filmemacher. „Pierre gehört zu den Menschen, die Film im Blut und hat schon jede Menge Erfahrung gesammelt haben, besonders als Kameramann. DISTRICT B13 zeigte schon seine Fähigkeit als Regisseur und sein Gespür für Rhythmus und Energie, was auch am Set von 96 HOURS zu spüren war. Und es gefällt mir, dass er selbst an der Kamera stand.“
Neeson, ein Charakterdarsteller mit Nominierungen für alle nennenswerten Preise und Auszeichnungen, ist eine faszinierende und unkonventionelle Wahl als Darsteller eines Action-Helden. Aber gerade die Ernsthaftigkeit und Komplexität die er in die Rolle des Bryan Mills einbringt, verleiht dem Film, der ständig mit den Grenzen des Genres spielt, zusätzliche Tiefe. Für Thriller nicht gerade typisch, definiert sich Bryan anfangs über die Liebe zu seiner Tochter anstatt über seine Vergangenheit als Geheimagent. Dieser Aspekt der Rolle und der Geschichte war ein wesentlicher Faktor um Neeson die Rolle schmackhaft zu machen. „Mit gefiel die Idee, einen Thriller zu machen, der ein gutes Tempo vorlegt ohne dabei die emotionale Ebene zu vernachlässigen“, erzählt er. „Wir lernen Bryan als liebevollen Vater kennen, der geradezu vernarrt ist in seine Tochter. Aber dann, obwohl es nie mein Wunsch war einen Action-Helden zu spielen, kriegt man einfach nicht genug davon, jede Menge Filmgangster zu erschießen und wie ein Rennfahrer Auto zu fahren.“
Neeson hat volles Verständnis für die entsetzliche Situation, in der sich seine Rollenfigur befindet. „Als Vater kann man sich nichts Schlimmeres vorstellen, als dass sein Kind in Gefahr gerät“, sagt Neeson. „Natürlich überlegt man sich, wie man selbst in einer solchen Lage reagieren würde. Du stellst dir vor, was du mit den Kidnappern machen würdest und bist bald sicher, was du alles tun wirst, um das Leben deines Kindes zu retten. Ich fand diese Gedanken äußerst interessant, weil ich persönlich gegen jede Art von Gewalt bin, ganz besonders gegen die, zu der Bryan im Film als letztes Mittel greifen muss. Aber letztlich heißt es für ihn, ‚die oder ich’ und Bryan führt die Situation zu ihrem logischen Ende.“
Vor den Dreharbeiten absolvierte der Schauspieler ein hartes Training, um der Körperlichkeit der Rolle gerecht zu werden. „Ich halte mich ohnehin fit, aber ich musste mein Trainingsprogramm um einige Grade intensivieren“, sagt er. „Actionszenen sind immer schwierig. Du musst dich sehr auf deine Bewegung und deine Körperhaltung konzentrieren und du darfst deinen Partner nie aus den Augen lassen. Neben allen Vorsichtsmaßnahmen ist das auch ganz schön anstrengend. Es ist jedes Mal eine besondere Herausforderung. Die vielen Kampfszenen, die wir gedreht haben, haben den kleinen Jungen in mir geweckt. Besonders mit guten Stuntmen wird der Kampf zu einem Tanz, den du mit großer Freude tanzt.“
Um die Kampf- und Actionsequenzen so realistisch wie möglich zu gestalten, probte Regisseur Morel sie mit Neeson besonders intensiv. „Wir wollten, dass er möglichst viel selbst macht, ohne auf Stunt-Doubles zurück greifen zu müssen“, sagt Pierre Morel. „Natürlich springt er nicht selber von der Brücke oder wirft sich vor Autos, aber nach vielen Proben absolvierte er alle Kampfszenen selbst. Es forderte ihm einiges ab, denn ich wollte die Action nur in zweiter Linie mit der Kamera auf Touren bringen. Liam hat wirklich gelernt, hart zu kämpfen.“
Über die körperlichen Voraussetzungen hinaus, Bryans Kampfkunst zu zelebrieren, war es dem Regisseur und seinem Hauptdarsteller besonders wichtig, die starken Emotionen heraus zu arbeiten, die Bryan überkommen, wenn seine Tochter Kim (Maggie Grace) ihm telefonisch die erschütternde Nachricht von der drohenden Entführung überbringt. Liam Neesons Figur Bryan befindet sich in Los Angeles, die von Maggie Grace gespielte Kim hingegen in Paris – und Regisseur Morel drehte die Szenen an eben diesen Orten. Er erklärt:
„Wir fingen in Los Angeles mit Liams Reaktion an, als ob er live zuhörte. Maggie Grace kam zum Set und sagte ihren Text bis zum Schrei bei ihrem Kidnapping neben der Kamera auf, was es Liam ermöglichte, in Echtzeit zu reagieren. Es war einfach zauberhaft. Das vorgegebene Timing gab mir in Paris eine viel größere Freiheit. Ich konnte die physische Action der Entführung inszenieren und hatte Liams Gefühlsausbruch, den wir in nur zwei Takes in L.A. aufgenommen hatten, an einem Stück.“
Morel wollte keinen stilisierten oder in seinen Worten „kosmetischen“ Look der Paris-Szenen. „Ich wollte, dass Paris so aussieht, wie in Wirklichkeit“, erklärt er. „Es sollte so realistisch wirken wie möglich, um jede Künstlichkeit zu vermeiden. Man sollte sofort erkennen, dass der Film in Paris spielt, ohne auf die klischeehaften Postkartenbilder von Personen zurück zu greifen, die vor dem Eiffelturm oder dem Trocadéro posieren. Also suchten wir uns andere typische Drehorte als die bekannten Touristenfallen. Das führte dazu, dass wir einen Tag nach der Wahl des Staatspräsidenten auf den Champs Elysées drehten und die Hälfte der Straßen gesperrt war, weil der Wahlsieger dort eine feierliche Parade abhalten wollte. So drehten wir diese Szenen unter den Augen der entnervten Polizei der französischen Hauptstadt.“
Die Dreharbeiten in Paris, überwiegend bei Nacht und fast immer mit viel Action und Stunts, waren durchaus auch eine Herausforderung für Liam Neeson. Aber er konnte der Arbeit in der französischen Hauptstadt, für ihn zum ersten Mal mit einer französischen Crew, durchaus auch gute Seiten abgewinnen. „Ein sehr positiver Aspekt an der Arbeit in Paris war die große Zahl der weiblichen Crew-Mitglieder. Ich reagiere sehr sensibel auf die Verbindung von männlicher und weiblicher kreativer Energie am Set, britische und amerikanische Crews haben meist einen hohen Männerüberschuss. Ich war auch sehr erfreut über die zivilen Arbeitszeiten in Frankreich. Mit den Proben für Kampfszenen und die eigentlichen Dreharbeiten hatte ich ziemlich anstrengende Tage, aber uns blieben immer komplette Nächte, um uns zu erholen. Und die Annehmlichkeiten der Lebensqualität in Paris muss ich wohl nicht besonders hervorheben.“
Die Besetzung
Liam Neeson (Bryan) ist, seit er für die Rolle des Oskar Schindler in Steven Spielbergs SCHINDLER’S LIST („Schindlers Liste“ ,1993) für einen Oscar® nominiert wurde, einer der renommiertesten internationalen Filmschauspieler geworden.
Sein Portrait eines irischen Republikaners in Michael Collins („Michael Collins“, 1996) wurde genau so mit Preisen überhäuft, wie seine Rolle als umstrittener Sexualberater Alfred Kinsey in KINSEY („Kinsey“, 2004). Liam Neesons Vielseitigkeit wird nur von ganz wenigen erreicht.
Die Arbeit an Richard Eyres THe Other Man mit Laura Linney hat er gerade beendet und dreht jetzt „Five Minutes of Heaven“ für die nordirische BBC.
2008 sprach er in dem Disney-Erfolg The Chronicles of Narnia: Prince Caspian („Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia“), der Fortsetzung von The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe, („Die Chroniken von Narnia - Der König von Narnia“, 2005), den Löwen Aslan.
2006 spielte er neben Pierce Brosnan in dem Rächerdrama Seraphim Falls,
2005 in Christopher Nolans Batman Begins („Batman begins“) und Ridley Scotts Kreuzfahrerfilm Kingdom of Heaven („Königreich der Himmel“, 2005) und 2003 neben Hugh Grant, Emma Thompson und Keira Knightley in Love Actually („Tatsächlich... Liebe“) von Richard Curtis.
2002 erhielt Neeson für die Rolle des Alfred Kinsey in Bill Condons Kinsey („Kinsey“) den Preis der Filmkritik von Los Angeles, kehrte an den Broadway zurück und spielte zusammen mit seiner Freundin Laura Linney in Arthur Millers Klassiker The Crucible (Hexenjagd). Für seine Darstellung des John Proctor wurden er (auch Laura Linney) für einen Tony® nominiert.
2001 hatte er eine Hauptrolle in K-19: The Widowmaker („K-19 - Showdown in der Tiefe“), dem Film über die russische Atom-U-Boot-Tragödie mit Harrison Ford sowie 2000 neben Sandra Bullock in der Schwarzen Komödie Gun Shy („Ein Herz und eine Kanone“).
1999 war sein großer Auftritt in dem Blockbuster Star Wars: Episode I – The Phantom Menace („Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung“) als Qui-Gon Jinn.
Noch im selben Jahr spielte er neben Catherine Zeta-Jones in Jan De Bonts The Haunting („Das Geisterschloss“) und mit Geoffrey Rush, Uma Thurman und Claire Danes in Bille Augusts Victor-Hugo-Verfilmung Les Miserables („Les Misérables“) den Jean Valjean und stand im Londoner West End und anschließend am Broadway in David Hares neuem Schauspiel The Judas Kiss (Der Judaskuss) als Oscar Wilde auf der Bühne.
1996 verkörperte er die Titelrolle des Michael Collins in Neil Jordans gleichnamigen Film (s. o.) und erhielt dafür den Preis als Bester Schauspieler auf dem Festival in Venedig, der Film gewann den Goldenen Löwen. Außerdem erhielt Liam Neeson eine Nominierung für den Golden Globe® und den Preis des Londoner Evening Standard als Bester Darsteller. 1993 erregt Neeson weltweites Aufsehen mit seiner Rolle in Schindler’s List („Schindlers Liste“) für die er nicht nur für den Oscar®, sondern auch für einen Golden Globe® und den BAFTA® Preis nominiert wurde.
Der am 7. Juni 1952 in Nord-Irland geborene Schauspieler wollte, nachdem er an der Queens University in Belfast Physik, Informatik und Mathematik studiert hatte, eigentlich Lehrer werden, gab aber schon 1976 seinen Beruf auf und schloss sich dem Lyric Players Theatre in Belfast an, das er selber als ‚die beste Schule, die man haben kann’ bezeichnet. Seinen ersten Auftritt als Schauspieler hatte er in dem Joseph Plankett-Stück The Risen People.
Nach zwei Jahren bei den Lyric Players wechselte er zum Irischen Nationaltheater, dem Abbe Theater in Dublin, spielte dort in der Festivalproduktion von Brian Fields Translations („Sprachstörungen“) und in Sean O’Caseys The Plough and the Stars („Der Pflug und die Sterne“) am Royal Exchange Theatre Manchester in England.
1980 spielte er für John Boorman auf dem Theater den Lennie in John Steinbecks Of Mice and Men („Von Mäusen und Menschen“) und Boorman besetzte ihn anschließend in seiner Verfilmung der Arthurlegende Excalibur („Excalibur“, 1981). Seinem ersten Film folgten rund 40 weitere, in denen er sein ganzes schauspielerisches Spektrum entfalten konnte, darunter:
1984 die Hauptrolle in der Dino DeLaurentiis-Produktion des Remakes von THE Bounty („Die Bounty“) von Roger Donaldson, mit Anthony Hopkins und Mel Gibson;
1986 spielte er im dem von der Kritik gefeierten Lamb die Titelrolle eines von Selbstzweifeln geplagten Priesters und wurde dafür für den Evening Standard Schauspielpreis nominiert; im gleichen Jahr folgte eine Hauptrolle in Duet for One (1986) von Andrei Konchalovsky mit Julie Andrews; 1987 war er in A Prayer for the Dying („Auf den Schwingen des Todes“) neben Mickey Rourke und Bob Hoskin ein Polit-Terrorist und in Roland Joffes The Mission („Mission“) neben Robert De Niro und Jeremy Irons ein Jesuitenpriester und erregte als taubstummer Vietnamveteran in Peter Yates Suspect („Suspect - Unter Verdacht“) erhebliches Aufsehen. 1988 war er neben Diane Keaton ein leidenschaftlicher irischer Bildhauer in The Good Mother („Der Preis der Gefühle“), und 1990 als Peyton Westlake ein durch einen Unfall entstellter Wissenschaftler in Sam Raimis Fantasy-Thriller Darkman („Darkman - Der Mann mit der Gesichtsmaske“, TV).
1990 spielte er in David Lelands Film THE BIG MAN („Big Man“), nach dem Roman von William McIlvanne einen arbeitslosen schottischen Bergarbeiter und 1992 sowohl einen Nazi-Ingenieur in David Seltzers Adaption eines Romans von Susan Isaacs Shining Through („Wie ein Licht in dunkler Nacht“), neben Michael Douglas, als auch einen in Ungnade gefallenen Polizisten, der des Mordes verdächtigt wird in dem Erotik-Thriller Under Suspicion („Unter Verdacht“) und in Woody Allens Husbands and Wifes („Ehemänner und Ehefrauen“) einen Historiker, der um die Zuneigung von Mia Farrow und Judy Davis buhlt.
1993 folgte Ethan Frome mit Joan Allen, 1994 Nell („Nell“) von Michael Apted mit Jodie Foster und Natasha Richardson, 1996 Before and AFTER („Davor und danach - Nichts ist, wie es war“) mit Meryl Streep und die Titelrolle in Rob Roy („Rob Roy“) von Michael Canton-Jones mit Jessica Lange.
1993 wurde Neeson für sein Broadway-Debüt mit Natasha Richardson in der Wiederaufführung von Eugene O’Neills Drama Anna Christie (1921) mit einer TONY-Nominierung geehrt.
Maggie Grace (Kim) spielte letztes Jahr neben Maria Bello, Emily Blunt, Hugh Dancy und Amy Brenneman in der unabhängigen „Dramedy“ The Jane Austen Book Club („Der Jane Austen Club“) und hatte neben Sarah Michelle Gellar die Hauptrolle in Suburban Girl nach dem Bestseller-Roman The Girls Guide to Hunting and Fishing. Zuletzt spielte sie die Titelrolle in Malice in Wonderland des Produzenten von The Cooler („The Cooler - Alles auf Liebe“, 2003).
Maggie Grace wurde am 21. September 1983 in Ohio geboren und hat es in ihrer noch so jungen Karriere bereits auf eine stattliche Besetzungsliste gebracht. Weltbekannt wurde sie - nach einem eindrucksvollen Fernsehdebüt als Martha Moxley in dem USA Network-Film „Murder in Greenwich” („Mord in Greenwich“, 2002) mit der Rolle der Shannon Rutherford in den ersten beiden Staffeln der Serie „Lost“ („Lost“, TV 2004 ff.).
In der CBS-TV-Produktion „12 Mile Road”, 2003, spielt sie neben Tom Selleck, ein verwöhntes Großstadtkind, das mit seinem geschiedenen Vater auf einem Bauernhof leben muss.
Neben einer Serienrolle in „Oliver Beene“ bei Fox, hatte sie Einzelauftritte bei „Law and Order: SVU” („Law & Order“), „Cold Case” („Cold Case - Kein Opfer ist je vergessen“) und „CSI Miami” („CSI: Miami“).
Leland Orser (Sam) wurde mit David Finchers SE7EN („Sieben“, 1995) bekannt und hat seither mit vielen der bekanntesten Regisseure gearbeitet: er half in Roland Emmerichs INDEPENDANCE DAY („Independence Day”, 1996) die Welt zu retten, gab in Steven Spielbergs Saving Private Ryan („Der Soldat James Ryan“, 1998 ) einen Piloten und spielte Hauptrollen in Phillip Noyces Thriller The Bone Collector („Der Knochenjäger“, 1999) mit Denzel Washington und Angelina Jolie, in Peter Bergs Schwarzer Komödie Very Bad Things („Very Bad Things“, 1998 ) mit Jon Favreau, Cameron Diaz, Christian Slater, Daniel Stern und Jeremy Piven.
Außerdem wirkte er bei Michael Bays PeARL Harbor („Pearl Harbor“, 2001), bei Escape from LA („John Carpenter's Flucht aus L.A.“, 1996), in Phillip Kaufmans Twisted („Twisted - Der erste Verdacht“, 2004) und in Jean-Pierre Jeunets Alien: Resurrection („Resurrection - Die Auferstehung“, 1999) mit. Unter seinen weiteren Arbeiten sind Filme wie Confidence („Confidence“, 2003), Daredevil („Daredevil“, 2003), Runaway Jury („Das Urteil - Jeder ist käuflich“, 2003) und Excess Baggage („Ärger im Gepäck“, 1997).
Leland Orser hat eine Serienrolle als Chirurg Dr. Dubenko in der schon lange laufenden Fernsehserie „ER” („Emergency Room - Die Notaufnahme“, 2004 ff.), eine Hauptrolle in dem NBC-Piloten „Homeland Security” und Gastauftritte in den Serien „Law & Order: SVU” („Law & Order“) „CSI” („CSI: Miami“) und „Wonderland.”
Jon Gries (Casey) ist ein altgedienter Schauspieler, der schon in sehr vielen Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt hat. Unter seinen großen Kinofilmen sind Napoleon Dynamite („Napoleon Dynamite“, 2004), The Rundown („Welcome to the Jungle“ 2003), Men in Black („Men in Black“, 1997), Stick It („Rebell in Turnschuhen“, 2006), The Astronaut Farmer („Astronaut Farmer“, 2006) und demnächst Manure.
Seine wesentlichen Gastauftritte hatte er als Ben Linus’ (Michael Emerson) Vater in „Lost” („Lost“, 2007) , in zwei Episoden von „Seinfeld” („Seinfeld“, 1990) und in „ER” („Emergency Room - Die Notaufnahme“, 2004 ff.), „24” („24 - Twenty Four“, 2001) „Carnivale” (2003 ff.) , „Las Vegas” („Las Vegas“, 2003) und vielen anderen.
Eine feste Serienrolle hatte er in „The Pretender“ („Pretender“, 1996 ff.).
David Warshofsky (Bernie) spielte There Will Be Blood („There Will Be Blood“, 2007), The Best Thief in the World (Sundance 2004), Personal Velocity (Sundance Bester Film 2002), Welcome to Collinwood („Safecrackers oder Diebe haben's schwer“, Cannes 2002), Last Exit to Brooklyn („Letzte Ausfahrt Brooklyn“, 1989), Born on the Fourth of July („Geboren am 4. Juli“, 1989) und G.I. Jane („Die Akte Jane“, 1997).
Beim Fernsehen hatte Warshofsky Rollen u.a. in „ER” („Emergency Room - Die Notaufnahme“, 2004 ff.), „The Sopranos” („Die Sopranos“, 1999 ff.) und zahlreichen „Law & Order”-Episoden („Law & Order“) und in der HBO Mini-Serie „Generation Kill.”
Am Broadway spielte er in Stücken wie Biloxi Blues, Carousel und On the Waterfront; beim New York Shakespeare Festival spielte er Henry V, beim Manhattan Theatre Club in Blue Window, bei Playwright’s Horizons in Romance Language und absolvierte nationale Tourneen mit Biloxi Blues und South Pacific.
Bei der Weltpremiere von Tony Kushners A Bright Room Called Day im Eureka Theater spielte er unter der Regie Oskar Eustis den Swetts.
Katie Cassidy (Amanda) spielte zuletzt in Black Christmas („Black Christmas”, 2006) einem Remake des gleichnamigen Horrorfilms von 1974 und in Live! (2007), einem Pseudo-Dokumentarspielfilm (mockumentary) nach einer kontrovers diskutierten Reality-Show, in der die Kandidaten Russisches Roulett spielen müssen.
Sie hatte Rollen in Spielfilmen wie CLICK („Click”, 2006), WHEN A STRANGER CALLS („Unbekannter Anrufer”, 2006), Walk the Talk (2007) und You are Here (2007).
Auf dem Bildschirm sah man sie in jüngster Zeit als Ruby in „Supernatural” („Supernatural - Zur Hölle mit dem Bösen“, 2007 ff.). Ihr Auftritt in dieser Show war so erfolgreich, dass sie zu einer der Top-15-Gesichter wurde die aol.com zur weiteren Beobachtung empfahl.
Kate Cassidys spielte im Fernsehen zuletzt die Rolle der Zoe in der lang laufenden WB-Serie „Seventh Heaven” („Eine Himmlische Familie“, 2005) und war Gaststar in Episoden von „The Division” („Lady Cops - Knallhart weiblich“, 2003) und „Sex, Love and Secrets” (2005).
Vor ihrer Schauspielkarriere modelte Katie kurz für Abercrombie & Fitch und Rock & Republic.
Geboren wurde sie am 25. November 1986. Sie ist in Süd-Kalifornien aufgewachsen und wohnt jetzt in Los Angeles.
Holly Valace (Sheerah) wurde als Flick Scully in der in 57 Länder verkauften australischen Soap „Neighbours" („Nachbarn“, 1985 ff) über Nacht zum internationalen Star.
Seit 2002 entwickelte sie auch eine Gesangskarriere, in der bisher drei internationale Hit-Singles entstanden Kiss Kiss, Down Boy und Naughty Girl.
Hollys Debüt-Album Footprints, das bei Warner Bros. Music UK herausgekommen ist, erhielt Multi-Platin. Ende 2003 kam ihr Album State of Mind heraus, darauf der Top-10-Titel mit dem selben Namen. Nach diesem Album widmete sich wieder mehr der Schauspielerei und zog von London zurück nach Los Angeles.
So ganz nebenher drehte sie auch einige höchst erfolgreiche Commercials, darunter die für Pepsi in Australien und Südost-Asien.
Sie hatte eine Rolle in dem Thriller D.O.A („D.O.A.“, 2006) und eine feste Rolle in der Serie „Prison Break” („Prison Break”, 2005 f.). Gastauftritte hatte sie in „Entourage”, („Entourage“ 2005, Pay-TV), „Shark” („Shark“, 2007), „Moonlight” („Moonlight“, 2007), „CSI: New York” („CSI: NY“, 2005) und „CSI: Miami” („CSI: Miami“, 2004)
Famke Janssen (Lenore) lehnt es ab, Stereotypen zu spielen. Sie kann sich ihre Rollen bei großen Studio- und Independent-Filmen inzwischen aussuchen und arbeitete mit einigen der besten Hollywood-Regisseure. Dabei hat sie sich nicht nur als eine der schönsten, sondern auch als eine der vielseitigsten und talentiertesten Schauspielerinnen bewährt.
Das ungewöhnliche Talent von Famke Janssen wird in ihrem jüngsten Projekt, Turn the River (2007), ein Screen Media Independent-Film, der im Mai herauskam, besonders deutlich. In dem Film von Chris Eigeman spielte Famke Janssen eine kleine Nutte, die ihr ganzes Geld zusammenkratzt um vor ihrem gewalttätigen Ehemann mit ihrem Sohn nach Kanada zu fliehen. Für diese Rolle bekam Famke Janssen beim Hamptons Film Festival den Spezialpreis der Jury als Beste Darstellerin.
In 100 Feet (2008 ), der in Budapest gedreht wurde und in Kiddie Ride (2008 ) mit James Gandolfini, spielte sie eine Haupt- und in Jonathan Levines The Wackness (2008 ), eine Nebenrolle. 2000 spielte sie die Rolle der Jean Grey in Bryan Singers Blockbuster X-Men („X-Men”). Und sie spielte die Rolle noch zweimal: für Singers “X2” („X-Men 2“, 2003) und in X-Men: The Last Stand („X-Men - Der letzte Widerstand“, 2006) unter der Regie von Brett Ratner. Unter den großen Stars dieser Trilogie waren Schauspieler wie Sir Ian McKellan, Hugh Jackman, Halle Berry, Patrick Stewart, James Marsden und Anna Paquin ihre Kollegen.
Famke Janssen erhielt einen Saturn Award als Beste Nebendarstellerin in X-Men: The Last Stand („X-Men - Der letzte Widerstand“, 2006).
Mit ihrer Rolle in der Schönheitschirurgie-Serie „Nip/Tuck” („Nip/Tuck - Schönheit hat ihren Preis“, 2004/05) sorgte sie für Furore auf den Bildschirmen.
2006 spielte sie in dem Independent Film The Ten der beim Sundance Festival im Januar 2007 Premiere hatte. Im selben Jahr drehte sie neben Ian Holm den Independent-Film The Treatment. Janssen gewann diverse Preise und Auszeichnungen, darunter beim Hamptons Film Festival den Golden Starfish Award für ihre hervorragende Leistung als Schauspielerin.
2005 bekam Famke Janssen die Hauptrolle in dem Fox-Psychothriller Hide and Seek („Hide and Seek - Du kannst dich nicht verstecken“) neben Robert De Niro und Dakota Fanning. Davor spielte sie in dem Lionsgate Film Eulogy, der im Frühjahr 2004 beim Sundance Film Festival Premiere hatte und im Oktober des gleichen Jahres ins Kino kam; mit von der Partie waren Stars wie Piper Laurie, Ray Romano, Rip Torn, Debra Winger, Kelly Preston und Zooey Deschanel. 2002 war Famke Gegenspielerin von Eddie Murphy und Owen Wilson in Betty Thomas’ I SPY („I Spy”).
Janssen hatte Hauptrollen in Gary Fleders Thriller Don't Say A Word („Sag' kein Wort“, 2001) neben Michael Douglas und in Jon Favreaus Made („Made“, DVD, 2001) mit Favreau und Vince Vaughn. 2000 hatte beim Sundance Film Festival der Film Premiere, mit dem Famke Janssen Großes Kritikerlob erntete und der ihr zum Durchbruch verhalf, nämlich Love and Sex („Love & Sex“, 2000) von Valerie Breiman mit Jon Favreau.
Davor spielte sie in House on Haunted Hill („Haunted Hill“, 1999), The Faculty („Faculty - Trau keinem Lehrer“, 1998 ), Rounders (1998 ), Celebrity („Celebrity - Schön, reich, berühmt“, 1998 ) und im James Bond-Megahit Golden eye („James Bond 007 – Golden Eye", 1995) war sie die lüsterne Mörderin Xenia Onatopp.
Famke Janssen wurde am 5. November 1965 in Amsterdam in Holland geboren und lebt heute in den Vereinigten Staaten. Sie studierte an der Columbia University Literatur und Schreiben und bei Harold Guskin die Schauspielkunst.
Die Macher
Pierre Morel, der Regisseur verantwortete den gefeierten Action-Thriller District B13 („Banlieu 13“ fr. OT, „Ghetto Gangz - Die Hölle vor Paris“, DVD, 2004), der dem weltweiten Publikum die Chorreografie der Kampfkunst (Martial Arts) nahe brachte, die man heute als ‚parkour’ bezeichnet. Auch das Buch dieses Films wurde vom Produzenten Luc Besson, der Produzent und Co-Autor von 96 HOURS ist, mitgeschrieben.
Pierre Morel war Kameramann bei dem von Luc Besson produzierten Thriller Unleashed („Danny the Dog“ fr. OT, „Unleashed – Entfesselt, 2005) mit Jet Li und Bob Hoskins und beim Action-Film WAR („War”, DVD, 2008 ) mit Jet Li und Jason Statham.
Luc Besson, der Produzent und Co-Autor wurde am 18. März 1959 in Paris geboren und verbrachte einen Großteil seiner Kindheit in den malerischen Orten und Verstecken rund ums Mittelmeer, in denen seine Eltern als Tauchlehrer arbeiteten. Bei dieser Umgebung und unter dem Einfluss seiner Eltern schien es klar, dass Luc einen entsprechenden Weg gehen würde. Als er zehn war, war es für Luc nach einer Begegnung mit einem freundlichen Delfin klar, dass er Meeresbiologe werden und sich auf genau diese Tiere spezialisieren wollte.
Diesen Plan verfolgte er, bis er mit 17 einen Tauchunfall hatte und nicht mehr tauchen durfte. Sein langer Traum war mit einem Schlag vorbei. Besson änderte seine Perspektive und beschloss, Filmemacher zu werden.
Er brach die Schule ab, suchte einen Job beim französischen Film und fing an Experimentalfilme auf Super-8 zu drehen. Mit 19 zog er nach Los Angeles und jobbte drei Monate beim Film. 1983, nach drei Jahren Erfahrung als Regieassistent machte er seine ersten Spielfilm Le Dernier Combat („Der Letzte Kampf“) der zum Wettbewerb des Science Fiction Film Festivals in Avoriaz eingeladen wurde und prompt zwei Hauptpreise gewann, vergeben von einer Jury in der unter anderen Alan J. Pakula und Jean-Jacques Annaud saßen. Der Film wurde für den Cesar© nominiert und gewann weltweit 12 wichtige Preise. Luc Bessons zweiter Film Subway („Subway“, 1985) mit Christopher Lambert gewann einen Cesar©, war aber für 13 Cesars© nominiert. Dieser Film bedeutete Luc Bessons internationalen Durchbruch und wurde weltweit zu einem Kultklassiker.
Auf der Basis seiner Jugendträume drehte Luc Besson 1988 THE BIG BLUE („Le Grand Bleue“ fr. OT, „Im Rausch der Tiefe“, 1988 ), in dem Jean Reno einen italienischen Taucher mit einer unstillbaren Liebe zum Meer spielt. Es war Bessons erster englischsprachiger, hochklassig und international besetzter Film und wurde in den Vereinigten Staaten in einer nicht autorisierten, verstümmelten Fassung herausgebracht, die Musik wurde ausgetauscht und sogar das Ende geändert. Die intakte Version aber wurde nicht nur für sieben Cesars© nominiert, sondern auch ein riesiger internationaler Erfolg und einer der fünf erfolgreichsten Filme Frankreichs überhaupt. Die DVD mit dem Director’s Cut kam letztes Jahr heraus.
La Femme Nikita („Nikita“, 1990) war eine weltweite Sensation und wurde in den USA und in Hong Kong sofort wiederverfilmt. Die Geschichte eines wilden drogenabhängigen Mädchens, das gezwungen wird, sich als regimegetreue Killerin abrichten zu lassen, machte aus Anne Parrilaud und Jean Reno internationale Stars und brachte eine neue Form des Thrillers hervor: die Neo-Noir-Action, deren Einfluss auf den internationalen Film bis heute nachwirkt.
1991 dreht Luc Besson in 16 Monaten rund um die Welt Atlantis („Atlantis“).
Der Film ist ein Musterbeispiel reiner Filmsymbolik, kommt ohne Dialoge und erzählerische Elemente aus und vereint den musikalischen Klangteppich von Eric Serra mit den Unterwasserbildern: eine filmische Umsetzung der Liebe des Regisseurs zu der geheimen Welt in den Tiefen der Ozeane.
1993 begann Besson mit den Vorarbeiten zu The Fifth Element („Das Fünfte Element“, 1997). Über ein Jahr brauchte er um das Drehbuch nach seiner eigenen Geschichte zu schreiben, und es bedurfte eines internationalen Teams von Künstlern und Mitarbeitern um die 23.-Jahrhundet-Motive und Rollen zu visualisieren und umzusetzen. Als es mit dem Budget eng wurde, kam das Projekt zunächst zum Stillstand. Besson widmete sich mit The Professional („Leon - Der Profi“, 1994) einem weiteren Originalstoff und nahm dabei die in La Femme Nikita bewährten Motive und Themen wieder auf. Jean Reno und Natalie Portman spielen die Hauptrollen in der Geschichte um einen Berufskiller, der durch seine väterliche Liebe zu einem Waisenmädchen resozialisiert wird. Das Mädchen ist die Tochter eines abtrünnigen Agenten, gespielt von Gary Oldman. Der Film war ein internationaler Erfolg und brachte Luc Besson zwei Cesar©-Nominierungen für Bester Film und Beste Regie.
1997 endlich kam The Fifth Element („Das Fünfte Element“) mit Bruce Willis heraus. Die Kritik jubelte und die Kassen klingelten. Nebenbei gewann Besson einen British Academy Award als Produzent von Nil By Mouth mit Gary Oldman. Bessons achte Regiearbeit, das historische Epos The Messenger: The Story of Joan of Arc („Luc Besson’s Johanna von Orleans“, 1999) mit Milla Jovovich in der Titelrolle, kam 1999 heraus.
In diesem Jahr produzierte er außerdem Taxi 2 („Taxi Taxi“), Regie Gérard Krawczyk und The Dancer („The Dancer“) von Fred Garson.
2001 produzierte Besson Kiss of the Dragon („Kiss of the Dragon“). Danach 15 Août („Wochenende!“, 2001), Yamakasi - les Samouraïs des temps modernes („Yamakasi - Die Samurai der Moderne“, 2001) und schließlich Wasabi („Wasabi - Ein Bulle in Japan“, 2001), ein Film der in Frankreich und Japan unter der Regie von Gérard Krawczyk gedreht wurde.
Besson produzierte den Thriller Unleashed („Unleashed – Entfesselt“, 2005) von Louis Leterrier, war Co-Autor und Produzent von The Transporter („Transporter“, 2002) und Transporter 2 („Transporter - The Mission“, 2005), produzierte und führte Regie bei Angel-A („Angel-A“, 2005) schrieb und produzierte das Abenteuer Bandidas („Bandidas“, 2006), war durchführender Produzent des Thrillers Tell No One („Ne le dis à personne“ fr. OT, „Kein Sterbenswort“, 2006), produzierte und schrieb Taxi 3 („Taxi 3“, DVD) und Taxi 4, produzierte das amerikanische Remake von Taxi („New York Taxi“, 2004) und war Produzent, Co-Autor und Regisseur des Animationsfilms Arthur and the Invisibles („Arthur und die Minimoys“, 2006) nach seinem eigenen Stoff.
Unter Bessons nächsten Projekten ist die Jim Carrey-Komödie I Love You Phillip Morris, 2009 bei der er durchführender Produzent ist sowie Transporter 3, bei dem er als Produzent und Co-Autor fungiert.
Zusammen mit Pierre-Ange Le Pogam hat Luc Besson ein europäisches Filmstudio namens Europa gegründet. Mit ihm will er jährlich 4-8 Filme nicht nur produzieren und verleihen, sondern auch den Welt-, Video- und Musikvertrieb selbst übernehmen.
Robert Mark Kamen, der Co-Autor machte, bevor er nach Hollywood ging, seinen Dr. phil. in Anthropologie an der renommierten University of Pennsylvania.
1978 verkaufte er sein erstes Drehbuch Crossings an Warner Brothers.
Der erste Spielfilm, der nach seinem Buch gedreht wurde, war der von der Kritik gelobte Taps („Die Kadetten von Bunker Hill“, 1981). Danach schrieb er den höchst erfolgreichen The Karate Kid („Karate Kid“, 1984), der zu einem Dreiteiler wurde. Zu allen Teilen schrieb Kamen das Buch. Es folgten Gladiator („Fäuste - Du musst um Dein Recht kämpfen“, 1992), The Power of One („Im Glanz der Sonne“, 1992), A Walk in the Clouds („Dem Himmel so nah“, 1995) und der Blockbuster Lethal Weapon 3 („Lethal Weapon 3 - Brennpunkt L.A.: Die Profis sind zurück“, 1992).
Seit Mitte der 90er ist Robert Mark Kamen einer der gefragtesten Autoren Hollywoods und schrieb Filme wie The Devil’s Own („Vertrauter Feind“, 1997) und The Fifth Element („Das Fünfte Element“, 1997).
Er half Luc Besson The Professional („Leon - Der Profi“, 1994) zu schreiben und war Bessons Co-Autor für The Transporter („Transporter“, 2002), Kiss of the Dragon („Kiss of the Dragon“, 2001), TRANSPORTER 2 („Transporter - The Mission", 2005), Bandidas („Bandidas“, 2006) und Transporter 3. Außerdem war er künstlerischer Berater bei Unleashed („Unleashed – Entfesselt“, 2005).
Michael Abramowicz A.F.C. (Kameramann, Director of Photography) war unter anderem Kameramann bei den Filmen The Empire of Wolves („Das Imperium der Wölfe“, 2005), Michel Vaillant („Michel Vaillant - Jeder Sieg hat seinen Preis“, 2003), Sweat („Sweat“, DVD, 2002), April Captains („Nelken für die Freiheit“, TV, 2000), La Ballade de Titus (1997) und Vent d’est (1993).
Hugues Tissandier, Szenenbildner, gestaltete zuletzt für Luc Besson die Filme The Messenger: The Story of Joan of Arc („Luc Besson’s Johanna von Orleans“, 1999), The Transporter („Transporter“, 2002), District B13 („Ghetto Gangz - Die Hölle vor Paris“, 2004), Bandidas („Bandidas“, 2006), Arthur and the Invisibles („Arthur und die Minimoys“, 2006) und Taxi 4.
Frederic Thoraval, Schnitt, arbeitet zuletzt mit 96 HOURS-Regisseur Pierre Morel an District B13 („Ghetto Gangz - Die Hölle vor Paris“, 2004), Produzent und Co-Autor Luc Besson; Angel-A („Angel-A“, 2005), Regie Luc Besson; Bandidas („Bandidas“, 2006), Produzent und Co-Autor Luc Besson und L’invité.
Nathaniel Mechaly, Filmmusik, studierte am Conservatoire National de la Musique in Marseille, sowie in Paris und Boulogne Cello, Kammermusik und elektroakkustische Komposition. Er hat viele Preise gewonnen.
Seit 1996 hat er viel für das Fernsehen geschrieben, darunter die Erkennungsthemen für Cine-Cinema, Paris Premiere, den Kinderkanal TF1 Kids, die Nachrichtenkennung für France 3 und verschiedene Arte-Programme. Er komponierte auch Werbespots und Kurzfilme.
Besonders fruchtbar war seine Zusammenarbeit mit dem Komponisten Gabriel Yared.
Nathaniel Mechaly hatte 2004 sein Debüt als Spielfilmkomponist mit Raphael Nadjaris Avanim (Berlinale 2004). Seither schrieb er die Musik u.a. für holy Guests (2004) von Gidi Dar, „Revolver: Making the Music“ (Video, 2006) von Guy Ritchie, The Black Box („Black Box“, 2005, DVD) von Richard Berry, The Secret („Si j’étais toi“ fr. OT, „In deiner Haut“, 2007) von Vincent Perez, Melody’s Smile (Europäischer Filmmarkt Berlin 2008 ) von Alfred Lot und The Last Gang (2007) von Ariel Zeitoun.
Mechaly komponiert für das Theater und den zeitgenössischen Tanz, namentlich für die Tanzgruppe le groupe dunes.
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Das Verstehen ist ein dreischneidiges Schwert - Deine Seite, die Seite der Gegner, und die Wahrheit" Kosh
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02.03.2009 13:08 |
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