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Chroniken von Narnia, Die - Prinz Kaspian von Narnia - Special Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen


DIE CHRONIKEN VON NARNIA:
PRINZ KASPIAN VON NARNIA








Den Wandschrank gibt es nicht mehr ... die Weiße Hexe ist tot ... und Aslan ist seit über 1.300 Jahren vermisst.

In dieser Situation werden Peter, Susan, Edmund und Lucy Pevensie nach Narnia zurückgeholt, wo sie eine völlig andere Welt vorfinden: Ein neuer Feind schreitet über das Schlachtfeld und den sanften Wesen dieses Landes droht die Vernichtung.

Walt Disney Studios und Walden Media präsentieren DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA, den zweiten Film nach der beliebten Klassikerserie von C. S. Lewis. Der Film setzt die spektakuläre Geschichte fort, die 2005 mit dem Oscar®-preisgekrönten DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA begann. Der erste Teil spielte in den Kinos weltweit über 745 Millionen Dollar ein und wurde damit zu einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten und einem der größten Erfolge in der Geschichte der Walt Disney Studios.

Regisseur Andrew Adamson, gefeiert nicht nur für DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA, sondern auch für den Oscar®-prämierten SHREK – DER TOLLKÜHNE HELD und SHREK 2 – DER TOLLKÜHNE HELD KEHRT ZURÜCK, macht sich jetzt zu seinem zweiten Filmabenteuer in Narnia auf – mit einem Drehbuch, das er mit seinen Emmy®-preisgekrönten Kollegen Christopher Markus und Stephen McFeely (die
HBO-Produktion “The Life and Death of Peter Sellers”), seinen Ko-Autoren des ersten Films, schrieb. Adamson arbeitet auch wieder mit den Produzenten des ersten Narnia-Films zusammen ‑ Oscar®-Gewinner Mark Johnson (RAIN MAN, BUGSY, WIE EIN EINZIGER TAG) und Philip Steuer (THE ROOKIE, THE ALAMO). Ebenfalls in gleicher Funktion wieder mit dabei sind der ehemalige Walden Media-Manager Perry Moore als ausführender Produzent und Ko-Produzent Douglas Gresham, Stiefsohn von Buchautor C. S. Lewis.

In den Hauptrollen der Pevensie-Kinder kehren die vier jungen britischen Darsteller zurück, die Adamson für den ersten Teil entdeckte: die zwölfjährige Georgie Henley als Lucy, das Nesthäkchen der Familie, die auf der neuen Reise durch Narnia als erste dem großen Aslan wiederbegegnet, der 16-jährige Skandar Keynes als Edmund, der jüngere der beiden Brüder, der beim ersten Abenteuer seine Geschwister aus Selbstsucht verriet, die 19-jährige Anna Popplewell als Susan, die vorsichtige und praktisch veranlagte ältere Schwester, und der 21-jährige William Moseley als Peter, der Älteste der Vier und Hochkönig von Narnia, der heldenhaft in die Schlacht zieht, um sein Reich von der tyrannischen Herrschaft des bösen König Miraz zu befreien.

Der Titelheld wird gespielt von Ben Barnes. Der 26-jährige britische Bühnendarsteller machte vor allem in der Londoner Inszenierung von Alan Benetts preisgekröntem Drama ”The History Boys” auf sich aufmerksam, mit der die National Theatre Company das Stück zum ersten Mal auf die Bühne des West End brachte. Vor kurzem beendete er – an der Seite von Jessica Biel und Colin Firth – die Dreharbeiten zur Kinoadaption von Noel Cowards “Easy Virtue”. Er hatte die Hauptrolle in dem Independent-Film BIGGA THAN BEN und spielte auch in Matthew Vaughns Fantasy-Streifen DER STERNWANDERER einen wichtigen Part.

Zu den weiteren Darstellern des neuen Narnia-Films zählen Peter Dinklage (STATION AGENT, STERBEN FÜR ANFÄNGER, BUDDY – DER WEIHNACHTSELF) als Trumpkin, der Rote Zwerg, der die Pevensie-Kinder auf ihrer neuen Reise begleitet, und Warwick Davis (WILLOW, PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS, DIE RÜCKKEHR DER JEDI-RITTER) als Nikabrik, der argwöhnische Schwarze Zwerg.

Shane Rangi, ein altgedienter Kiwi-Schauspieler (HERR DER RINGE-Trilogie, DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA), spielt Asterius, den alternden Minotauren, und der britische Musical-Star Cornell S. John (Sir Trevor Nunns “Gershwin’s Porgy and Bess”, Julie Taymors “Der König der Löwen”) ist Talsturm, der Anführer der Zentauren.

Zur internationalen Besetzung gehören auch der berühmte italienische Schauspieler-Regisseur Sergio Castellitto (IM RAUSCH DER TIEFE – THE BIG BLUE, BELLA MARTHA, DON’T MOVE) als schurkischer König Miraz, sein italienischer Kollege Pierfrancesco Favino (NACHTS IM MUSEUM, ROMANZO CRIMINALE) als Anführer des Telmarer-Heeres, General Glozelle, der mexikanische Star Damián Alcázar (MEN WITH GUNS, AND STARRING PANCHO VILLA AS HIMSELF) als Lord Sopespian, ein weiterer hochrangiger Soldat in Miraz’ Armee, die spanische Schauspielerin Alicia Borrachero (PERIODISTAS, die TV-Serie “Hospital Central”, LIEBE IN DEN ZEITEN DER CHOLERA) als Miraz’ treue Ehefrau, Königin Pruniprismia, und der altgediente französisch-flämische Schauspieler Vincent Grass (VATEL, MEIN LEBEN IN ROSAROT) als der weise, alte Doktor Cornelius.

Der schottische Schauspieler Ken Stott (CASANOVA, KING ARTHUR, DER BOXER) leiht seine Stimme dem computeranimierten Dachs Trüffeljäger, Liam Neeson (Oscar®-nominiert für SCHINDLERS LISTE) ist wieder als Löwe Aslan zu hören und der erfahrene englische Komiker Eddie Izzard (“The Riches”) spricht die schwertschwingende Maus Riepischiep.

Inspiriert von den einfallsreichen Schöpfungen C. S. Lewis’ stößt ein ganzes Panoptikum an einzigartigen Wesen zu den menschlichen Darstellern. Diese Kreaturen entstanden in einer Mischung aus Real-Film und Computeranimation – unter der Leitung von Oscar®-Preisträger Dean Wright (TITANIC, Oscar®-nominiert für DER HERR DER RINGE – DIE RÜCKKEHR DES KÖNIGS), der als Visual Effects Co-Supervisor mit Wendy Rogers, einer Veteranin auf dem Gebiet der visuellen Effekte und langjährige Kollegin von Andrew Adamson (SHREK – DER TOLLKÜHNE HELD, FLUTSCH UND WEG), zusammenarbeitet.

Das Duo, das bei diesem Film für mehr als 1.600 digitale Einstellungen verantwortlich zeichnete, tat sich mit den Filmzauberern der Londoner Moving Picture Company (alle fünf HARRY POTTER-Filme, WALLACE & GROMIT AUF DER JAGD NACH DEM RIESENKANINCHEN), der Oscar®-preisgekrönten Framestore-CFC (SUPERMAN RETURNS, CHILDREN OF MEN, alle fünf HARRY POTTER-Filme) und der neuseeländischen Weta Digital zusammen. Der mit fünf Oscars® ausgezeichnete Trickkünstler Richard Taylor (HERR DER RINGE-Trilogie, KING KONG) und seine Hexenmeister vom Weta Workshop entwarfen die Waffen und Rüstungen für die Telmarer, die neuen Bewohner Narnias.

Die Oscar®-Gewinner Howard Berger, Gregory Nicotero und Tami Lane kehrten ebenfalls zurück, um das Spezial-Make-up zu kreieren. Dafür fertigten sie Hunderte von prosthetischen Masken für viele der einzigartigen Fabelwesen an. Die KNB EFX Group, Bergers preisgekrönte Design-Firma in Los Angeles, stellte mehrere originalgetreue animatronische Anzüge für die Tiermenschen Narnias wie Minotauren, Satyre und Kentauren her.

Der Oscar®-nominierte und preisgekrönte Bühnenbildner Roger Ford (EIN SCHWEINCHEN NAMENS BABE, PETER PAN, DER STILLE AMERIKANER), die preisgekrönte Kostümdesignerin Isis Mussenden (SHREK – DER TOLLKÜHNE HELD, SHREK 2 – DER TOLLKÜHNE HELD KEHRT ZURÜCK, 10 ITEMS OR LESS), Cutter Sim Evan-Jones (SHREK – DER TOLLKÜHNE HELD, SHREK 2 – DER TOLLKÜHNE HELD KEHRT ZURÜCK) und der für einen Grammy® nominierte Komponist Harry Gregson-Williams (SHREK – DER TOLLKÜHNE HELD, SHREK 2 – DER TOLLKÜHNE HELD KEHRT ZURÜCK, FLUTSCH UND WEG) sind in gleicher Funktion wie bei DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA mit von der Partie. Karl Walter Lindenlaub, A. S. C., bvk, (INDEPENDENCE DAY, STARGATE) stößt als Kameramann neu zu Adamsons technischem Team.

Neben seinem kommerziellen Erfolg erhielt DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA auch zahlreiche Auszeichnungen, darunter einen Oscar® für das ‘Beste Make-up’, darüber hinaus Nominierungen in den Kategorien ‘Beste visuelle Effekte’ und ‘Bester Ton’, die Auszeichnung der britischen Akademie (BAFTA) ‘Award für das beste Make-up’, daneben Nominierungen für visuelle Effekte und Kostüme, Golden Globe®-Nominierungen für die ‘Beste Filmmusik’ und Alanis Morissettes Song “Wunderkind” und des Weiteren zwei Grammy®-Nominierungen für die Filmmusik und Imogen Heaps Komposition “Can’t Take It In.”

Die Dreharbeiten zu DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA begannen am 12. Februar 2007. Sechs Wochen lang filmte man auf der neuseeländischen Nord- und Südinsel. Zu den Schauplätzen zählten die Bühnen der Henderson Studios ebenso wie brandneue Motive auf der traumhaft schönen Coromandel-Halbinsel im Norden. Die Lokalitäten auf der Südinsel umfassten das isolierte Haast River Valley, das an der grünen South-Westland-Küste an die Tasmanische See angrenzt, und zudem Wälder in der Nähe des Paradise Valley und bei Glenorchy im Umland von Queenstown.

Nachdem die Filmcrew die Aufnahmen in Neuseeland Ende März abgeschlossen hatte, zog sie nach Osteuropa in die legendären Prager Studios Barrandov und Modrany um. Wichtige Außenmotive fanden sich in der nordböhmischen Stadt Usti, dem Hauptschauplatz für die epische Endschlacht des Films, sowie in Polen und Slowenien.



DIE RÜCKKEHR NACH NARNIA: DIE GESCHICHTE VON PRINZ KASPIAN


In DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA erwachen die faszinierenden Charaktere von C. S. Lewis’ zeitloser Fantasy wieder auf grandiose Weise zum Leben. Diesmal gelangen die Pevensie-Geschwister ‑ Peter, Susan, Edmund und Lucy ‑ über eine U-Bahn-Station am Trafalgar Square aus dem London des Zweiten Weltkriegs nach Narnia. Und sie begeben sich auf ein neues, gefährliches Abenteuer, das ihren Glauben und Mut stärker denn je auf die Probe stellt.

Ein Jahr nach den unglaublichen Ereignissen von DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA finden sich die ehemaligen gekrönten Häupter des Wunderlands in ihrem fernen Reich wieder. Dabei müssen sie feststellen, dass nach der Zeitrechnung Narnias über 1.300 Jahre vergangen sind. Während ihrer Abwesenheit ist das Goldene Zeitalter Narnias zur Legende verblasst. Die sprechenden Zaubertiere und mythischen Kreaturen sind nur noch Stoff für die Märchen der Telmarer, eine von dem gnadenlosen Lord Miraz regierte Menschenrasse. Der mächtige Löwe Aslan wurde seit über 1.000 Jahren nicht mehr gesehen.

Zurückgeholt wurden die vier Kinder von Kaspian, dem jungen telmarischen Thronerben, der mit ihrer Hilfe seinen bösen Onkel Miraz bekämpfen möchte. Unterstützt von dem barschen, aber heldenhaften Zwerg Trumpkin, einer mutigen sprechenden Maus namens Riepischiep und dem argwöhnischen Schwarzen Zwerg Nikabrik führen sie die Narnianer in ein außergewöhnliches Abenteuer, um dem Land Magie und Glanz zurückzubringen.

“Prinz Kaspian von Narnia” ist das zweite Buch von C. S. Lewis’ siebenbändiger “Chroniken von Narnia”-Serie, die noch folgende Bände umfasst: “Die Reise auf der Morgenröte”, “Der silberne Sessel”, “Der Ritt nach Narnia”, “Das Wunder von Narnia”, “Der letzte Kampf” und “Der König von Narnia”, die Geschichte, die das ganze Epos einleitete. Lewis’ Bücher, die zwischen 1950 und 1956 veröffentlicht wurden, werden längst als literarische Klassiker betrachtet. In 35 Sprachen übersetzt, wurden sie über 100.000.000 Mal verkauft und avancierten so zu einer der weltweit erfolgreichsten Buchserien.

Als kreativer und künstlerischer Nachlassverwalter und Leiter der C. S. Lewis Company arbeitete Douglas Gresham (der Sohn von Lewis’ Frau, Joy Davidman Gresham, und ihrem ersten Mann, Romancier W. L. Gresham) über 20 Jahre daran, die Bücher seines Stiefvaters auf die Leinwand zu bringen. Nach dem überwältigenden Erfolg von DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA hat sich Gresham jetzt zu einem Unterfangen aufgemacht, das er “das zweite Kapitel eines lebenslangen Traums” nennt.

“Ich sah, wie dieser Traum wahr wurde, als DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA 2005 die Kinos der Welt eroberte”, so Gresham. “Ich hatte immer erwartet, dass der Film dem Publikum viel Freude und Vergnügen bereitet, aber das Ausmaß dieses Erfolgs hat mich doch ein wenig sprachlos gemacht.”

Produzent Mark Johnson glaubt, dass der zweite Teil den ersten in vielfacher Hinsicht übertrifft: “Dieser Film ist größer als DER KÖNIG VON NARNIA. Schon allein deshalb, weil mehr Leute hinter der Kamera stehen. Aber vor allem hat er in dramatischer Hinsicht eine neue Dimension bekommen. Die Themen und Beziehungen, die wir hier entwickeln, sind gewichtiger und auch düsterer als beim ersten Film.”

Regisseur Adamson erklärt: “DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA erzählt Narnias Geschichte 1.300 Jahre nach dem Abschied der Pevensies. Die Telmarer haben die Herrschaft übernommen und alle Fabelwesen in den Wald getrieben. Prinz Kaspian, der rechtmäßige Thronerbe, wurde von seinem Onkel Miraz vertrieben. So bläst er Susans Horn, um die Pevensie-Kinder nach Narnia zu holen und das Land vor dem unrechtmäßigen Herrscher Miraz zu retten.”
Die Geschichte erinnert Johnson an die Filme, die er als Kind liebte: “Sie steht in der Tradition der Abenteuer-Filme mit ihren schwertschwingenden, tapferen Helden. Wir haben sogar eine Burg mit Graben! Noch dazu spielt sich das alles in Narnia ab, und so kommt auch C. S. Lewis’ Fantasie ins Spiel.”

Im Gegensatz zum ersten Film, der absichtlich klein anfing und sich bis zu einer Schlachtszene von epischen Dimensionen steigerte, beginnt DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA groß und wird noch größer. “Wir haben diese epische Welt jetzt gesehen”, so Adamson. “Daher mussten wir episch anfangen und dann noch epischer werden. Wir hatten viel mehr Außenmotive. Wir hatten Burgen und Königreiche, die von den Telmarern, der neuen Menschenrasse, geschaffen wurden. Daher mussten wir eine ganz neue Welt konzipieren. Außerdem ist der Film wahrscheinlich ein wenig düsterer und härter als der letzte. Zum Teil liegt das daran, dass die Kinder älter geworden sind, was die Geschichte automatisch erwachsener werden ließ.”

“Im letzten Film zeigten wir einige sehr dunkle Momente”, fügt er hinzu. “Aslans Tod war sicher der dunkelste davon. Dieser Film hat das Potenzial, noch finsterer zu werden. Nicht zuletzt deshalb, weil Miraz eine Person ist, der wir auch im realen Leben begegnen könnten.”

“ DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA ist eine sehr emotionale Geschichte über Opfer und Vergebung”, so Adamson weiter. "In gewisser Weise handelt DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA von noch persönlicheren Themen. Diese Kinder kehren an einen geliebten Ort zurück, der nicht mehr existiert. Es geht also hier mehr um das Abenteuer des Erwachsenwerdens und der individuellen Reifung.”

Dieses Thema sprach Adamson auch persönlich an. Obwohl er in Neuseeland geboren wurde, verbrachte er die wichtigsten Jahre seiner Jugend in Papua-Neuguinea: “Es existiert nicht mehr so wie in meinen Erinnerungen. Für mich ist die Erfahrung ähnlich wie für diese vier Kinder, die eine Welt wieder aufsuchen, die sich gegenüber dem ersten Besuch grundlegend verändert hat.”

“Als ich ‘Der König von Narnia’ als Kind las, dachte ich am Schluss: ‘Moment mal, diese Kinder waren Könige und Königinnen, die Narnia 15 Jahre lang regierten. Sie kämpften in Schlachten, sie gewannen Kriege gegen Riesen und jetzt müssen sie zurück in die Schule?’” erinnert sich Adamson. “Ich wollte sehen, was als Nächstes passierte.”

“DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA ist gegenüber DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA eine völlig andere Geschichte”, erklärt Produzent Johnson. “Die Kinder haben sich mit unterschiedlichem Erfolg wieder an das Leben britischer Schüler gewöhnt. Plötzlich werden sie nach Narnia zurückgeholt, weil sie noch einmal helfen sollen, das Land zu retten.”



DIE CHARAKTERE VON PRINZ KASPIAN – ALTE UND NEUE BEKANNTE

Diese Geschichte ist wunderbar nostalgisch”, fügt Adamson hinzu. “Im Endeffekt sind die Kinder an einen Ort zurückgekehrt, den sie 15 Jahre lang regiert und nach dem sie sich gesehnt haben. Alles hat sich verändert. Cair Paravel liegt in Trümmern. Die Leute, die sie kennen, wurden in die Wildnis vertrieben. Aslan ist seit über 1.000 Jahren nicht mehr gesehen worden. Damit müssen sie zurechtkommen, und gleichzeitig versuchen sie, das vertraute Narnia wiederherzustellen.”

Von diesem Thema waren auch die Drehbuchautoren fasziniert. “C. S. Lewis ist kaum darauf eingegangen”, meint Christopher Markus. “Zwar zeigte er auf denkwürdige Weise, wie es sich für ein Schulkind der 40er Jahre anfühlt, König von Narnia zu werden. Aber er verschwendete kaum Gedanken darauf, wie es für den König von Narnia gewesen sein muss, in ein Leben als Schulkind zurückzukehren.”
“Das Jahr ihrer Rückkehr nach London kann nicht so toll gewesen sein”, ergänzt sein Schreibpartner McFeeley. “Da die Pevensie-Kinder unterschiedliche Persönlichkeiten besitzen, werden sie auch unterschiedlich mit der Lage fertig. Die plötzliche Rückkehr nach Narnia löst in jedem andere Gefühle aus.”

Wie lassen sich nun die Erlebnisse der vier jungen Schauspieler mit den Erfahrungen vergleichen, die ihre Filmfiguren in der neuen Geschichte durchmachen?

Als der Älteste des Quartetts, der 21-jährige William Moseley, vor die Kameras zurückkehrte, erinnerte ihn seine Vorfreude und Aufregung an die Befindlichkeiten seines Peter Pevensie. Denn wie dieser musste der gut aussehende Engländer ans Gymnasium zurückkehren. “Der erste Film war eine außergewöhnliche Erfahrung. Und dann wurde mir alles weggenommen. Auch wenn ich nicht so reagierte wie Peter, kann ich seine Gefühlslage gut verstehen.“

Sobald er nach Narnia zurückkehrt, “wird Peter ein wenig arrogant”, meint der Schauspieler von seiner Figur. “Es gibt Auseinandersetzungen in der Gruppe. Peter kann Kaspian nicht akzeptieren. Seine Pläne kommen nicht von Herzen, sondern von seinem Ego. Obwohl er Selbstzweifel hat, ist er zu stur, um nachzugeben und zu akzeptieren, dass er im Unrecht ist. Und letztlich zahlt er dafür einen sehr hohen Preis.”

Durch diese Erfahrungen wird Peter laut Moseley zum Mann: “Wenn er nach Narnia zurückkommt, sind 1.300 Jahre vergangen; die Leute wissen nicht, dass er der Hochkönig ist. Sie sehen nur einen Jungen. Daher muss Peter den Narnianern beweisen, wer er ist.”

“Als wir William besetzten, war die Figur des Peters erst 15 und hatte nie zuvor so etwas erlebt”, erklärt Adamson. “Dann wurde er von einem 17-Jährigen zu einem jungen Mann und Williams Entwicklungsprozess lässt sich mit seinem durchaus vergleichen. Zuvor war er, wie ich glaube, noch nie an einem Filmset gewesen. Er war nur dieser tolle Junge, den man sich als großen Bruder gewünscht hätte. Und jetzt ist aus ihm ein gut aussehender und fähiger junger Mann geworden.”

Seine Partnerin Anna Popplewell ergänzt: “Obwohl William 21 ist, spielt er einen 16- oder 17-Jährigen. Aber eigentlich ist er erwachsen. Ich sprach zum ersten Mal mit ihm vor, als ich 13 war. Wir sind wirklich miteinander groß geworden und haben uns ein wenig weiterentwickelt. Das gilt für uns alle.“

Bei der Lektüre des Drehbuchs erkannte Popplewell auch, wie sich die Rolle der Susan verändert hatte: “Diesmal nimmt Susan stärker an den Action-Szenen teil”, meint sie voller Begeisterung. “Ich liebte die Kampfsequenzen. Ich fand es toll, beim Sturm auf die Burg und bei der Schlacht dabei zu sein und sogar ein paar Stunts zu absolvieren. Im ersten Film habe ich nicht so viel davon abbekommen.”

Mit diesem Film geht die Geschichte für Peter und Susan, die beiden ältesten Pevensies, zu Ende. Popplewell gibt zu: “Es war ein unglaubliches Glück, dass ich das erleben durfte. Ich hatte eine fantastische Zeit. Aber gleichzeitig bin ich echt traurig, dass ich nicht zurückkommen werde.”

Nach dem Ende von DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA konzentrierte sich Popplewell auf ihren Gymnasialabschluss und ergatterte einen der sehr begehrten Studienplätze am Magdalen College der Oxford University, wo C. S. Lewis von 1925 bis 1954 unterrichtet hatte. Die Schauspielerin erfuhr davon allerdings erst, als sie eine Biografie des berühmten Autors las.

Ihre Partnerin Georgie Henley ist inzwischen zu einer intelligenten und wissbegierigen 12-Jährigen herangewachsen, die bereits selbst zwei Geschichten verfasste: “The Snow Stag” und “A Pillar of Secrets”.
Henley ist von Lewis’ imaginärer Welt sowie deren Geschichte und den Charakteren höchst angetan: “Sie sind großartig, weil C. S. Lewis sie auf die ihm eigene Art konzipiert hat. Er benutzte nicht zu viele Beschreibungen. Deshalb besteht Narnia weitgehend aus unseren Fantasien. Wir können diese Welt interpretieren, wie wir wollen. Und ich denke, dass die Menschen ihre eigene Sichtweise dieser Bücher und ihrer Charaktere haben.”

Henley weiß, dass es bei ihrer Figur gegenüber dem letzten Film zwei Veränderungen gibt: “Im letzten Film war ich die süße kleine Lucy. Jetzt bin ich ein wenig actionmäßiger drauf und das macht viel Spaß.” Aus diesem Grund lernte sie für diesen Film zu reiten und mit einem Dolch zu kämpfen. “Abgesehen davon steht Lucy stärker für das ein, an das sie glaubt – und zwar ihren Glauben an Aslan. Sie ist tapferer und sie weiß selbst, was sie für richtig hält. Sie sieht Aslan noch vor ihren Geschwistern. Meiner Meinung nach zeigt das, dass sie fester an ihn glaubt als die anderen.”
Laut Produzent Mark Johnson steckt hinter Lucy Pevensies Verhalten eine fundamentale Glaubensfrage: “Sie fragt: ‘Wer bin ich? Was soll ich tun?’ Schon im letzten Film waren ihre Entscheidungen sehr stark von ihrem Gewissen geprägt. Jetzt erlebt es noch härtere Bewährungsproben.”

Skandar Keynes, der Darsteller des Edmund, war beim Dreh des ersten Films zwölf, nach Drehschluss von DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA 16 Jahre alt. Obwohl fünf Jahre jünger als William Moseley, sieht Keynes seine Figur diesmal in der Rolle des älteren Bruders: “Edmund passt immer auf Peter auf. Er hilft ihm die ganze Zeit, aber nie erfährt er die Anerkennung, die ihm gebührt, und das macht ihm zu schaffen. Das ist auch eines der Leitthemen der Geschichte. Einmal hatten wir sogar eine Dispo, wo die Szene ‘Edmund rettet die Lage’ hieß. Und ich stellte sicher, dass das keiner vergaß. Den ganzen Tag ging ich mit der Dispo rum und sagte ‘Edmund rettet die Lage’. Das war echt cool.”

Sein Partner William Moseley glaubt, dass die Zuschauer die Pevensies nach DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA in einem neuen Licht sehen werden: “Ganz besonders Peter und Susan: Im ersten Film hatten sie zwar einige Herausforderungen zu meistern, aber nicht in dieser Größenordnung. Ich denke, dass das Publikum von ihren physischen und emotionalen Konflikten überrascht und gepackt sein wird.”

"Alle sind wirklich gut herangewachsen”, meint Regisseur Adamson, so als wäre er der stolze Vater der jungen Darsteller des Pevensie-Clans. “Dass ich wieder mit ihnen arbeiten konnte, war ein wichtiger Grund, warum ich diesen zweiten Film drehen wollte. Zwischen den Kindern gibt es eine wunderbare Beziehung. Sie wurden zu einer Familie, und sie ließen uns Teil dieser Familie werden. Indem sie heranwuchsen, haben sie sich sehr positiv entwickelt, und doch sind sie dieselben geblieben. Und darüber bin ich wirklich glücklich.”



DIE NEUEN CHARAKTERE

Die Personen, die um die Herrschaft über das völlig veränderte Narnia kämpfen, werden von zwei Darstellern gespielt, die in der Hollywood-Szene noch neu sind – dem jungen, charismatischen englischen Bühnenschauspieler Ben Barnes als Titelhelden und dem erfahrenen italienischen Filmstar Sergio Castellitto, der als König Miraz das Böse verkörpert.

Barnes war mit C. S. Lewis’ Buch-Serie sehr wohl vertraut. “Als Kind war ich ein riesiger Narnia-Fan. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie wichtig diese Bücher in meiner Kindheit waren. Als ich herausfand, dass ich die Rolle bekommen hatte, durchsuchte ich mein Regal und ich fand eine Ausgabe von ‘Prinz Kaspian von Narnia’ aus dem Jahr 1989, als ich acht Jahre alt war.”

“Wir brauchten lange, bis wir Ben fanden, und wir sahen uns viele Schauspieler an”, so Produzent Johnson. “Wir suchten einen jungen Mann, der eine heroische Ausstrahlung hatte, aber auch die Erfahrungen reflektieren musste, die die Figur im Laufe des Films macht.”

Der Assistent der erfahrenen englischen Besetzungsagentin Gail Stevens hatte Barnes am Londoner West End in dem preisgekrönten Drama “The History Boys” gesehen. Als sie dessen Agenten kontaktierte, sprach der Schauspieler für Adamson auf Video vor.

Das führte zu einem persönlichen Vorsprechtermin, bei dem ihn der Regisseur zum Star seines Films krönte. “Als wir Ben persönlich begegneten, fanden wir ihn sehr charmant, umgänglich und amüsant. Er nahm uns ganz für sich ein”, erinnert sich Adamson. “An seinem Einsatz und seiner Begeisterung konntest du sehen, wie sehr er diese Rolle wollte. Sein Arbeitsethos war bewundernswert.”

Barnes fand sich fast umgehend in einem stürmischen Abenteuer wieder. Seine ersten Tage und Wochen in Neuseeland verbrachte er mit Kostümanproben, Reitstunden, Sprachtraining sowie Fecht- und Stunt-Proben.
Doch er musste sich nicht nur in die Rolle vertiefen, sondern auch einen Platz in der fest zusammengewachsenen Filmfamilie finden. Als er in Neuseeland ankam, konnten es die vier Pevensies kaum erwarten, Barnes kennen zu lernen und zu sehen, wie er sich einfügen würde.
“Er wurde ein Ehren-Pevensie”, scherzt Keynes. “Da er mit 25 älter als wir anderen war, benahmen wir uns alle ein wenig reifer.”

“Ben musste vielen Erwartungen gerecht werden, noch bevor wir ihn kennen lernten”, so Popplewell. “Insbesondere aus Sicht von William und mir, denn wir wussten, dass wir nicht in der nächsten Geschichte auftauchen würden. In gewissem Sinne übergaben wir die Filme an jemanden, den wir sehr mochten. Und Ben hatte etwas an sich, sodass wir gleich einen Draht zueinander fanden.”

Bevor Kaspian die Pevensies in Narnia trifft, versucht er die Narnianer zu einem Feldzug gegen sein eigenes Volk, die Telmarer, um sich zu scharen. “Sie versuchen ihn umzubringen”, erklärt Barnes. “Ich blase das magische Horn und hole damit die Pevensies nach Narnia zurück. Peter als Hochkönig nimmt verständlicherweise an, dass er das Kommando hat. Wir sind unterschiedlicher Auffassung darüber, wie wir meinen bösen Onkel besiegen können, und das führt zum Konflikt.”

“Obwohl die Geschichte in einer Fantasiewelt angesiedelt ist, musst du jeden Moment wahrhaftig spielen”, so Barnes. “Ich hoffe, dass daraus etwas entstand, mit dem sich die Zuschauer voll identifizieren können. Falls ja, dann werden sie auf Kaspians Seite stehen und mit ihm vom Anfang bis zum Ende seiner Reise mitfiebern.”
“In diesem Film sind die erwachsenen Charaktere viel furchteinflößender”, so Moseley. “Das galt zwar auch für die Weiße Hexe, aber Miraz übertrifft alles. Ich habe mit beiden Mann gegen Mann gekämpft und bei Miraz hat es mir den Atem verschlagen. Es war wirklich faszinierend zu sehen, wie sich Sergio in ihn verwandelte. Er nahm eine völlig neue Persönlichkeit an!”

Als sie nach einer Besetzung für den bösen Miraz suchten, waren die Filmemacher sofort von Castellitto angetan. “Sergio ist einer der gefeiertsten und geachtetsten europäischen Schauspieler unserer Tage”, so Produzent Johnson über seinen Leinwand-Schurken. “Sobald wir das Band mit den Aufnahmen von seinem Vorsprechen sahen, sagten wir: ‘Das müssen wir uns näher anschauen.’”

Castellittos umfangreiche Filmografie als Schauspieler umfasst einige der bekanntesten italienischen Filme der letzten 25 Jahre. Sein Renommee verdankt er Rollen wie in Luc Bessons IM RAUSCH DER TIEFE – THE BIG BLUE oder in DIE FAMILIE und DER MANN, DER DIE STERNE MACHT, die beide für Italien für den Oscar® als ‘Bester fremdsprachiger Film’ nominiert waren.

“Ich bewundere Andrew Adamson sehr, denn er achtet auf die psychologischen Aspekte einer schauspielerischen Leistung und einer Rolle”, so Castellitto. “Wir unterhielten uns über meine Figur als menschliches Wesen. Wir sprachen über den Kampf zwischen Jugend und Alter. In der Kluft zwischen Kaspian und Miraz tritt der Unterschied zwischen Gut und Böse zutage.”

Nachdem Schauspieler und Regisseur Miraz’ psychologisches Profil entwickelt hatten, wandten sie sich seiner Physis zu. Für den Look der menschlichen Darsteller war ein Team von Make-up-Zauberern zuständig, das von Paul Engelen (CASINO ROYALE, Oscar®-nominiert für GREYSTOKE und FRANKENSTEIN) und Haar-Designer Kevin Alexander (CASINO ROYALE) geleitet wurde.

Engelen, der auf eine der besten Filmografien seines Metiers verweisen kann, arbeitet seit 40 Jahren in der Branche. In Zusammenarbeit mit Adamson schuf er für die Telmarer einen mediterranen Look. Der Make-up-Künstler wusste sofort, dass Miraz eine Art Bart tragen sollte. “Diese Figur musste etwas Gewalttätiges und Einschüchterndes an sich haben, um überzeugend zu wirken. So fand ich sehr bald das Dreiecks-Design, das wir dann auch verwendeten. Für die Kinnpartie nahm ich eine künstliche Verlängerung. Hinzu kamen verlängerte Augenbrauen und eine etwas dunklere Farbe um die Augen herum. Auf diese Weise entwickelten wir für Sergio den geeigneten Look.”
Hinzu kam ein Kostüm, das laut Designerin Iris Mussenden einen leicht piratisch-barbarischen Charakter mit einem raffinierten Stil verband. Inspiriert war es von den Bildern spanischer Soldaten aus dem 15. Jahrhundert. Diese Elemente und die großartige Rüstung und Waffen aus den Werkstätten von Weta erweckten Miraz auf ebenso intensive wie furchteinflößende Weise zum Leben.



DIE KREATUREN

Howard Berger und seine preisgekrönten Make-up-Künstler hatten zwei Jahre gewartet, um nach Narnia zurückzukehren. “Wir konnten den zweiten Film und das Wiedersehen mit den Bewohnern von Narnia, die wir für den ersten Film mit geschaffen hatten, kaum erwarten”, so Berger.

Berger war darauf versessen, einen wilderen Look für die Kreaturen Narnias zu entwickeln, die zu Beginn des Films seit Jahrhunderten im Versteck lebten. “In DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA haben wir korpulente Faune, altertümliche Faune, weibliche Zwerge, afro-narnianische Zentauren und ihre Familien. Die Minotauren stehen jetzt auf der Seite des Guten. Wir haben eine neue Hexe, einen Werwolf und auch die Satyre sind zurück, aber alle haben jetzt ein tierähnlicheres Aussehen.”

Dazu war ein großes Team von Experten nötig, von Konzeptkünstlern über Haar-Designer bis zu Herstellern für die Kreatur-Anzüge und Latex-Teile. “Wir dachten, wir würden knapp 3.000 Make-ups brauchen. Damit war die Schaumstoff-Abteilung die nächsten neun Monate ausgelastet, fast sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag. Letztlich wurden 4.600 Make-ups daraus, was, glaube ich, einen Weltrekord darstellt.
Howard Berger und ein Team von 40 Special-Make-up-Künstlern erweckten die fantastischen Wesen des Films zum Leben. “Meine liebsten Narnianer sind die Zwerge”, meint Berger. “Wir hatten zwei großartige Exemplare in diesem Film: Trumpkin, gespielt von Peter Dinklage, und Nikabrik, den Warwick Davis darstellte. Wir bastelten einige sehr komplizierte Make-up-Applikationen, um sie in Narnianer zu verwandeln.”

Als die Rolle des Trumpkin entwickelt wurde, war Dinklage für Regisseur Adamson sofort die erste Wahl: “Als ich THE STATION AGENT sah, wusste ich sofort, dass ich ihn wollte.”
“Peter Dinklage war der erste Schauspieler, den wir für diesen Film besetzten”, erklärt Mark Johnson. “Er ist einfach phänomenal.” Sobald der Vertrag perfekt war, vertiefte sich Dinklage in die Bücher, die er in seiner Jugend nicht gelesen hatte, zu Recherchezwecken und um sich inspirieren zu lassen. Er beschreibt seine Figur als “Brummbär” und fügt hinzu: “ Sagen wir einfach, dass ihm die Pevensies auf die Nerven gehen und er viel lieber ein Glas Wein in seinem Baum trinken würde.”

Bevor er für die Rolle zusagte, warf Dinklage bei einem Einstimmungstreffen mit Adamson in Los Angeles einen Blick auf den voraussichtlichen Look Trumpkins. Der Filmemacher zeigte ihm einige Materialien aus der Prävisualisierung. “Einige digitale Animationen – offenbar von den großen Schlachten”, erinnert sich der Schauspieler. “Ich saß also in diesem Zimmer, das mit Computern vollgestopft war, und sah zu, wie mein Ebenbild unter diesen Animationen auftauchte.”

Selbst nach diesem unerwarteten Blick auf Trumpkins Aussehen hatte Dinklage keine Ahnung, auf welche Weise ihn Berger und sein Team in ein Lebewesen Narnias verwandeln würden. Berger und Tami Lane, die beide für den ersten Film einen Oscar® gewannen, machten ihn völlig unkenntlich, mit Ausnahme seiner eindringlichen blauen Augen.
Berger hatte für die Figur eine Konzeptzeichnung erstellt. Auf dieser Grundlage verwandelte Lane den Schauspieler jeden Tag zweieinhalb Stunden lang. Sie rasierte Dinklages Kopf und bemalte ihn, sie färbte seine Augenbrauen und klebte Gesichtspartien aus Latex an. Zu guter Letzt befestigte sie das elaborierte Haar-Design, das Dinklage endgültig zu einer fantastischen Kreatur aus einer anderen Welt machte.
“Zum Schluss kamen immer dieser sehr lange rote Bart und die Perücke aus Yak-Haar”, so Dinklage. “Nun leben Yaks irgendwo auf der Spitze eines Berges, wo es sehr kalt ist. Leider filmten wir aber im Sommer von Prag, und so war das nicht unbedingt das kühlste Make-up meiner Karriere.”
“Mit sehr vielen Make-up-Schichten kannst du den Schauspieler darunter nicht mehr erkennen”, so Dinklage weiter. “Howard und Tami ließen mich zwar völlig anders aussehen, aber trotzdem kamen mein Ausdruck und meine Emotionen durch.”

“Peter hat dieser Figur so viel Seele verliehen”, so Berger. “Wenn wir unseren Job gut machen, dann ist ein Make-up nur halbwegs erfolgreich. Aber zusammen mit seiner darstellerischen Leistung wurde Trumpkin wirkungsvoll und glaubhaft zum Leben erweckt. Wir haben Trumpkin nur seinen Look gegeben, Peter gab ihm sein Herz.”

Während sich Lane täglich auf Peter Dinklage konzentrierte, hatte ihre Kollegin Sarah Rubano die Aufgabe, aus Warwick Davis einen Charakter zu machen, den der Schauspieler als “aus tiefster Seele sauertöpfisch” beschreibt.

“Howards Make-up half mir enorm, diese Figur zu verstehen”, so Davis. “Dann fand ich ihre Stimme. Als Nächstes kam Isis’ Kostüm, das ein so makelloses Stück Maßarbeit war. Die ganzen Details sind vielleicht nicht für das Publikum sichtbar, aber unterbewusst ist das alles vorhanden. Mit seiner Hilfe kannst du dich in einer Rolle richtig zuhause fühlen. Ich habe in diesen Kleidern gelebt, gearbeitet und gekämpft. Und wenn du dich dann auch noch an die Drehorte und die Sets begibst, dann landest du auf magische Weise in Narnia.”

“Warwick hat alle seine Figuren unterschiedlich gestaltet”, so Produzent Johnson. “Das schätze ich an einem Schauspieler am meisten – Überraschungen. Sein Nikabrik steckt ebenfalls voller Überraschungen, denn er ist reizbar und doch macht er völlig logische Aussagen. Nikabrik hat dafür bezahlt, dass Narnia von den Telmarern unterdrückt wird. Deshalb hat er einige echte Tricks auf Lager.”

Davis war fasziniert, als er eine überaus durchdachte Illustration seiner Figur sah, die John Wheaton, einer von Bergers Kollegen bei KNB, angefertigt hatte. “Sie war brillant, denn sie zeigte mich, aber als alten Mann. Er hatte mein Foto genommen und den Entwurf meiner Figur darüber gemalt. Damit hatte er Nikabrik perfekt eingefangen.”

Wenn Davis nach den Marathon-Make-up-Sitzungen in den Spiegel schaute, sah er “den Charakter in drei Dimensionen, den Howards Künstler in zwei Dimensionen porträtiert hatte. Es war erstaunlich.”

Ein weiterer täglicher Besucher in Bergers Wohnwagencamp war der englische Musicalstar Cornell S. John. Er spielt den mächtigen afro-narnianischen Zentauren Talsturm, der Prinz Kaspian und die Pevensies bei ihrem Kampf gegen Miraz unterstützt.

“Für Talsturm wollte Andrew einen großen, imposanten Schauspieler afrikanischer Herkunft”, erinnert sich die Besetzungsagentin Stevens. “Talsturm ist weise und spirituell, aber auch ein großer Krieger. Deshalb musste er sich mit Eleganz und Würde bewegen können. Wir gingen auf eine weltweite Suche, die uns bis nach Afrika führte, aber letztlich fanden wir Cornell in London. Wir kannten und bewunderten ihn wegen seiner vielen Hauptrollen in Musical und Oper, vom ‘König der Löwen’ bis zu ‘Porgy and Bess’.”

John ließ eine langwierige Make-up-Prozedur über sich ergehen, die ihn in eines der bekanntesten Wesen der Mythologie verwandelte – den Zentauren, eine Kreatur, die halb Mensch, halb Pferd ist. Er erhielt dafür nicht nur Latex-Applikationen für das Gesicht, sondern auch Greenscreen-Strümpfe. Auf diese Weise konnten die Effektkünstler Pferdekörper- und
-beine darüberlegen und aus dem liebenswürdigen Schauspieler eine der imposantesten Kreationen des Films machen.

“Ich bestehe zu 160 Prozent aus Mike Fields – dem Mann, der mein Make-up gemacht hat”, meint John. “Anfangs hatte ich keine Ahnung, wie ich aussehen sollte. Ich hoffte auf etwas, das Ehre, Stolz und Tradition ausdrückte. Denn Zentauren können Hunderte von Jahren alt werden; da gibt es kein Limit. Ich wählte für mich selbst ein Alter von 170 Erdenjahren. Talsturms Gesicht ist das Gesicht der Zeit.”

Wie schon beim ersten Film schuf KNB für den computergenerierten Aslan lebensgroße animatronische Puppen und Anzüge, die während der Dreharbeiten eingesetzt wurden. “Andrew wollte, dass er 15 Prozent größer ist”, so Berger. “Wir konnten die Daten der digitalen Scans aus dem ersten Film nutzen. Damit fertigte Cyper FX die neue größere Skulptur an. So hatten wir einen sehr großen Löwen in unserer Werkstatt stehen.”
Das Gesicht der schwertschwingenden Maus Riepischiep wurde nicht mit den Strichen eines Pinsels, sondern einer Keyboard-Maus geschaffen. Um die entsprechende Software kümmerte sich Wendy Rogers, Ko-Supervisor für die visuellen Effekte.

“Ich wurde mit den Narnia-Büchern groß und Riepischiep war definitiv eine meiner Lieblingsfiguren”, meint Regisseur Adamson über den ritterlichen, ehrenwerten und noblen Mäuserich, der nach C. S. Lewis’ Beschreibung mit einem “winzigen Rapier” kämpft. “Er war regelrecht in meine Vorstellungskraft eingeprägt. Das Kunststück bestand darin, für ihn die richtige Stimme zu finden. Das war schwierig, aber letztlich besetzten wir Eddie Izzard für diese Rolle.”

Laut Mark Johnson hörten sich die Filmemacher über 100 verschiedene Stimmen an, um den Schauspieler zu finden, der diese Figur zum Leben erwecken konnte. “Eddie Izzards Stimme vermittelte die Ernsthaftigkeit des Charakters am besten. Sie hatte nichts Unangenehmes, und gleichzeitig weckte sie nicht gleich große Sympathien für Riepischiep.”

Sobald Izzard ausgewählt war, konzentrierte sich Rogers darauf, das Aussehen der Figur zu gestalten: “Riepischiep ist eine große Maus, über einen halben Meter groß. Davon müssen wir das Publikum erst einmal überzeugen. Trotz dieser Größe muss er so wirken, als sei er tatsächlich eine Maus. So war es notwendig, ihn einerseits bis zu einem gewissen Grad menschenähnlich zu machen und ihn andererseits als reales Tier zu zeigen.”

“Der Sprecher spielt bei der Gestaltung dieser Figur eine ganz große Rolle”, so Rogers weiter. “Dabei geht es nicht darum, dass der Charakter dem Schauspieler ähnelt. Aber dieser kann Manierismen zeigen oder Gebärden machen, zum Beispiel ein Schwert schwingen. Wir verwenden bei den Aufnahme-Sitzungen Lipstick-Kameras, die so etwas einfangen. Das hilft uns dabei, die Figur noch detaillierter zu entwickeln.”

Von allen narnianischen Charakteren, die die Londoner Effektfirma The Moving Picture Company (MPC) für DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA schuf, erforderte Riepischiep die intensivste Designarbeit und die größte Detailtreue. “Eine unserer ersten Herausforderungen bestand darin, dass eine sehr große Maus nicht gerade ‘maushaft’ aussah”, so Greg Butler. “Wir wollten sicherstellen, dass Riepischiep nicht zu einer Ratte mutierte. Daher mussten wir einen Körperbau ausarbeiten, der auf dem einer Maus basierte, aber trotzdem zuließ, dass er mit dem Schwert kämpfte, eine Rüstung trug und sowohl auf zwei wie auf vier Beinen gehen konnte.”

“Diese Geschichte führt Riepischiep ein”, so Adamson. “ DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DIE REISE AUF DER MORGENRÖTE wird dann seine Geschichte sein. Wir haben ihn damit für das nächste Narnia-Abenteuer etabliert. Ich kam leider nicht dazu, so viel mit ihm zu arbeiten wie mit vielen anderen Charakteren, dabei ist er unglaublich interessant.”



DIE PRODUKTION: DIE NEUERSCHAFFUNG VON NARNIA

C. S. Lewis begann “Prinz Kaspian von Narnia” mit den folgenden Sätzen: “Es waren einmal vier Kinder, die hießen Peter, Susan, Edmund und Lucy. In einem anderen Buch mit dem Titel ‘Der König von Narnia’ wurde davon berichtet, wie sie ein bemerkenswertes Abenteuer erlebten.”

Das zweite bemerkenswerte Abenteuer für Adamson und sein Team aus Kunsthandwerkern und Schauspielern (rund 2.000 bei Ende der Dreharbeiten) begann, als das erste noch in der Postproduktion steckte. Während die Autoren Markus und McFeely sich mit dem Drehbuch beschäftigten, koordinierte Prävisualisierungskünstler Rpin Suwannath zwölf Künstler, mit denen er den Film im Computer konzipierte.
“Die Prävisualisierung ist ein Prozess, bei dem im Computer animierte Storyboards geschaffen werden, die sowohl in kreativer wie technischer Hinsicht ein sehr nützliches Werkzeug sind. Mit ihrer Hilfe lässt sich der Film budgetieren, und Andrew kann seine Szenen Monate vor dem Dreh visualisieren”, erklärt Suwannath, der bereits beim ersten Film in gleicher Funktion dabei war.

Dieser Prozess war für Adamson eine entscheidende Hilfe, einen Film von solcher Größenordnung auf die Beine zu stellen. “Du kannst dadurch die Puzzlestücke sehen, die du an dem Tag, wo du diese riesigen Szenen drehst, nicht mehr bemerkst. Ich kann es mir nicht vorstellen, so einen Film ohne Prävisualisierung zu machen.”

Während Suwannath und sein Team Narnia in ihren Computern entwarfen, gingen die Filmemacher auf ihre lange, weltweite Suche, um Schauplätze zu finden, die ein ganz anderes Reich heraufbeschworen als die Winterlandschaften von DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA.

“Narnia existiert nicht”, so Mark Johnson. “Nur in C. S. Lewis' Imagination. Und in Andrew Adamsons Vision. Um dieses physische Narnia zusammenzubauen, schickten wir knapp ein Jahr vor Beginn der Dreharbeiten Locationscouts um die ganze Welt."

James Crowley, bereits Locationmanager beim ersten Film, und ein Team lokaler Scouts suchten 20 Länder auf sechs Kontinenten auf. “Wir hatten ein sicheres Vorgefühl in Bezug auf Neuseeland”, so Crowley. “Europa wurde auch in Betracht gezogen, aber keine spezifischen Länder. Das lag teilweise an den Jahreszeiten. Für diese Geschichte brauchten wir einen endlosen Sommer. Daher spielten die Jahreszeiten und die Hemisphäre für die Festlegung der Drehorte eine entscheidende Rolle.”

Letztlich entschieden sich die Filmemacher für die Tschechische Republik (einschließlich Prag, Usti und die Brdo-Region in der Nähe von Dobris), Polen (den Stolowe-Nationalpark in der Nähe von Kudowa-Zdrój, die Kamiencyka-Schlucht in Szklarska Poreba), Slowenien (den Fluss Soca in Bovec in der Nähe des Triglavski-Narodni-Park, des einzigen slowenischen Nationalparks) – und Neuseeland.

“Im Gegensatz zu den meisten Orten hat Neuseeland große Flächen alter Wälder zu bieten”, so Adamson über die Gründe für die Rückkehr in sein Heimatland. “In Europa gibt es keine Gegend, wo die Wälder nicht irgendwann einmal gerodet und dann neu gepflanzt wurden. Daher ist es schwierig, hier einen alten Wald zu finden. Auf der neuseeländischen Südinsel dagegen ist die ganze Westküste voll davon.”

Die Dreharbeiten begannen an zwei atemberaubenden Schauplätzen in der Mercury Bay auf der Coromandel-Halbinsel: Die Szenen, in denen die Pevensies ihre ersten Schritte nach ihrer Rückkehr nach Narnia unternehmen, entstanden am Cathedral Cove, einem spektakulären Strand an der Ostküste, und einem majestätischen Steilufer ein paar Hundert Meter über dem Ozean, wo die Geschwister die Ruinen von Cair Paravel entdecken.

Die Filmcrew begab sich dann auf die Südinsel, einen magischen Ort mit einigen der großartigsten Landschaften der Welt. Für den zweiwöchigen Dreh hatte man drei Motive ausgesucht: Den ersten beiden, zwei spektakulären Flüssen, gab man Decknamen, damit sie nicht künftig von Touristen überlaufen würden – den “Westland-Fluss”, der sich auf dramatische Weise in die tasmanische See ergießt, und den “Glaswasser-Fluss”. Der letztere wird geprägt von einer atemberaubenden Schlucht, an deren Enden der Fluss in rund 65 Meter langen Kaskaden in glasklares Wasser stürzt. “Die Zuschauer werden glauben, das sind Spezialeffekte”, meint Anna Popplewell beeindruckt.

Der dritte Drehort auf der Südinsel war Paradise, eine Pferderanch im Privatbesitz, etwa eine Stunde Fahrtzeit von Queenstown entfernt. “Es gab für diesen Film einige perfekte Motive, die nur Neuseeland bieten konnte”, so Mark Johnson. “In vielfacher Hinsicht ist es ein Märchenland mit Schauplätzen, bei denen dir die Kinnlade herunterfällt. Neuseeland hat uns den Zauber von Narnia gegeben.”

Nach einer zehnwöchigen Drehpause, in der Scharen von Crewmitgliedern und das Filmequipment sprichwörtlich um die halbe Welt transportiert wurden, ging es in Prag weiter – wegen der Vielzahl der Kirchen und Burgen, die die Skyline prägen, auch als “Stadt der 100 Türme” bekannt.
“Prag ist aus verschiedenen Gründen als Drehort beliebt”, so Johnson, “Es gibt dort sehr gute Crews ebenso wie das notwendige Equipment und Studiobühnen und es ist relativ kostengünstig, was heutzutage eine große Rolle spielt.”
Prag hatte auch für die Besetzung seine Vorteile. “Beim letzten Film war es für die Kinder und ihre Familien sehr schwer, sechs bis sieben Monate in Neuseeland zu verbringen. Von Zentraleuropa bis in ihre englische Heimat dagegen sind es nur wenige Flugstunden. Das war für sie enorm wichtig.”
Mit der kollektiven Unterstützung von Kostüm- und Szenenbild und der Transportabteilung doubelte die tschechische Hauptstadt das England des Zweiten Weltkriegs. Die Straße vor dem Praha Rudolfinum, einem der großen Konzertsäle der Stadt, wurde in den Trafalgar Square aus der Zeit um 1941 verwandelt. VFX Supervisor Wright bastelte zudem noch Rotoskop-Aufnahmen von damals hinzu.

Prag ist auch Heimat der legendären Barrandov-Studios, die in den letzten zehn Jahren zahlreiche Großproduktionen anzogen – die aufwändigste war angeblich DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA. Seit seinen Anfängen im Jahr 1931 war Barrandov das Sprungbrett für Kinolegenden wie Milos Forman, Jirí Menzel und den inzwischen verstorbenen Ján Kadár. In den letzten Jahren hielt dort Hollywood mit Produktionen wie CASINO ROYALE, BROTHERS GRIMM, DIE BOURNE IDENTITÄT und natürlich DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA Einzug.

Die Studios sind groß genug, um darin einen kleinen Wald unterzubringen. Die brandneue ‘Max’ Bühne 8 wurde zu C. S. Lewis’ Tanzwiese, einem Wald mit einer elaborierten Sprinkleranlage, die zur Bewässerung der realen Pflanzen diente. “Die Tanzwiese liegt so tief im Wald, dass die Telmarer sie nie gefunden haben”, erklärt Szenenbildner Roger Ford. “Im Buch gehen die Faune und anderen Wesen Narnias nachts dorthin, um zu tanzen. Im Film versammeln sie sich dort, um mit Kaspian ihren Feldzug zu planen.”

Der Szenenbildner nahm Lewis’ sparsame Beschreibungen als Inspiration für seine lebhafte Fantasie. Aber er war sich dabei seiner Verantwortung voll bewusst, denn die Fans würden seine Interpretation genau studieren.
Fords Meisterstück war die gigantische Burg, die auf dem Studiogelände errichtet wurde. Das Set, das er selbst als eigenständige Filmfigur betrachtet, entstand durch Lewis’ schlichten Satz: “Kaspian lebte in einer großen Burg …” Die sechsstöckige Anlage reicht gut 70 Meter in die Höhe – dank digitaler Erweiterungen – und erstreckt sich über eine Innenfläche von 1.900 Quadratmetern. 200 Schreiner, Maler, Bildhauer und andere Handwerker bauten 15 Wochen lang an diesem prächtigen Gebäude.

Laut Ford wählte man zwei Symbole, um zu zeigen, dass die Telmarer “ein kriegerischer und nicht besonders freundlicher Haufen” sind. Das Hauptsymbol der telmarischen Welt ist ein Adlerkopf, der nicht nur den Burghof und die Armbrüste der Soldaten schmückt, sondern auch die Armlehnen der verschiedenen Thronsessel, die über Miraz’ Große Halle verstreut sind.
Darüber hinaus ließ sich Ford von den Piraten-Ursprüngen der telmarischen Kultur inspirieren. Daher findet sich ein Kompass als Designelement auf den Schilden, in der Großen Halle und auf den Bannern, die für die 21 Lords unter Miraz’ Herrschaft angefertigt wurden.

Ähnlich eindrucksvoll in Umfang und Detailgrad sind die Ruinen des Steinernen Tisches in Aslans Haug, wo der Löwe in der ersten Geschichte geopfert wurde. Die kryptaähnliche Kreisstruktur wurde mit Gips und Polystyrol gestaltet. Ihre Pfeiler reichten mehrere Meter bis hoch zur gewaltigen Decke. Diese enthält eine Reihe detaillierter Gipsschnitzereien, die die narnianische Geschichte in den letzten 1.300 Jahren darstellen.
“Wegen des Steinernen Tisches war der Haug ein wichtiges Element der Geschichte”, erklärt Frank Walsh, der leitende Art Director. “Wir mussten die Historie dieser fehlenden Jahrhunderte entwickeln und erzählen. Diese Schnitzereien enthalten alle wichtige Bilder.” Adamson hatte die Idee für einen “Kanal oder eine Rinne, die direkt unterhalb der Wandreliefs um den Haug herumführte”, so Ford. “Sie enthält Öl, das Kaspian mit einer Fackel entzündet; die Flammen laufen im Kreis durch den Raum und erleuchten die Steintafeln.”

“Wir konnten weder echtes Öl noch Brennflüssigkeit benutzen, da sich das nur schwer kontrollieren lässt”, erklärt Gerd Feuchter, der für Design und Durchführung der mechanischen Effekte zuständig war. “Wir mussten einen speziellen Propanbrenner entwickeln, den wir unter einer Ebene von gefärbtem Wasser platzierten.” Ein Gitter mit Propanventilen befand sich unter dem Wasser der Kreisrinne, was großen Eindruck auf Besucher machte, die keine Ahnung hatten, dass Propan unter Wasser brennen konnte.
Fords Crew verbrachte mehr als zwei Monate in der slowenischen Bovec-Region, wo sie eine massive Brücke über den Fluss Soca und seinen Nebenlauf Gljun errichtete. Das war das Ambiente für den vielleicht denkwürdigsten Moment des Films, die Flussgott-Sequenz.
“Im Buch ist die Brücke bei Beruna vor Hunderten von Jahren von den Telmarern erbaut worden”, meint der Designer. “Als die Narnianer endlich den Sieg errungen haben, ruft Aslan den Flussgott herbei, der die Brücke zerstört und den Strom befreit.”

Eigens dafür angeheuerte Ingenieure leiteten den Lauf des Flusses um, sodass sich Fords Bauten wie geplant konstruieren ließen. Die Filmbrücke wurde aus übergroßen Kiefernstämmen errichtet, die mit massiven Seilen befestigt waren. Die Brücke musste voll funktionsfähig sein, damit 200 Soldaten (und Dutzende Crewmitglieder samt schwerer Ausrüstung) darüber hinwegstürmen konnten. “Die Ingenieursleistung und die ganze Maschinerie waren absolut außergewöhnlich”, lobt Ford.

“Das war eine Meisterleistung des Tiefbaus”, fügt Frank Walsh, der leitende Art Director hinzu. “Man brachte uns mit dem größten Brückenbauer Sloweniens, der Primorje-Gruppe, zusammen und die zuckten nicht einmal mit der Wimper. Sie kamen an Bord und stellten sich in ihrer Arbeits- und Vorgehensweise ganz auf unsere Bedürfnisse ein – es war einfach fantastisch.”
Ford entwarf für den Film auch bizarre Designs wie die Höhle des Dachses Trüffeljäger, einen achteckigen Bau auf Rädern, sodass man Teile des Sets für komplizierte Kameraeinstellungen abnehmen konnte. Regisseur Adamson montierte eine Standfotokamera auf einem Pfosten, um damit einen echten Dachsbau im Inneren einer hohlen Eiche zu fotografieren. Diese Fotos inspirierten Fords Bühnenbild und Kerrie Browns Innenrequisiten, die Lewis’ Fantasiewelt einen Hauch von Realismus verliehen.
In den neuseeländischen Henderson-Studios außerhalb von Auckland baute Fords Crew die Schatzkammer, eine verfallene unterirdische Höhle mit zwei Geschossen. Um sich für die große Schatzsammlung inspirieren zu lassen, besuchte Brown mehrere Museen in London und Paris und fotografierte aufwändige Geschenke, mit denen Adlige verschiedener Nationen bedacht worden waren. “Der Raum sollte zeigen, dass Peter, Edmund, Susan und Lucy während ihrer Regentschaft Schätze aus aller Herren Länder erhalten hatten.”

Als Nächstes durchstöberte Brown Requisitenläden in Australien und Neuseeland, um Kelche, Urnen, Waffen und ähnliche Gegenstände zu mieten. “Aber es gab nicht genügend, um diesen riesigen Raum damit zu füllen.” Daher ließ sie ihre Abteilung über 2.000 Stücke designen, modellieren und schnitzen. 35 Mitarbeiter, geleitet von Roland Stevenson, arbeiteten rund um die Uhr, um insgesamt über 7.000 Requisiten für den gesamten Film anzufertigen.

Kostümbildnerin Isis Mussenden sorgte dafür, dass 70 Mitarbeiter in Prag und Auckland Hunderte von original designten Kostümen für die Telmarer anfertigten. Für ihre eindrucksvollen Entwürfe griff Mussenden auf zwei Vorlagen zurück – die Tracht Sardiniens und die Gemälde des aus Kreta stammenden Malers El Greco, der nach seinen byzantinischen Ikonen zu einem Meister des Manierismus avancierte. Außerdem war sie von Pauline Baynes’ Illustrationen des Romans inspiriert: “Hier gibt es unvergessliche Bilder, die wir nie außer Acht lassen wollten. Gleichzeitig durfte ich mich nicht sklavisch danach richten, denn wir designten ja dreidimensionale Kostüme.”

“Ich fange gerne mit einer Farbpalette an”, meint sie zu den kühlen Silber- und Grauschattierungen der telmarischen Armee. “Wir hatten bereits die Palette für die Narnianer, aber für die Telmarer mussten wir eine neue schaffen. Dabei wollten wir auf Rot und Gold verzichten, denn das sind die narnianischen Farben. So wählte sie letztlich mehrere Gemälde El Grecos aus. Die Töne der Bilder sind düster, ätzend und kühl, und so waren sie genau das, was wir brauchten.”

Das nächste Puzzlestück entdeckte sie in einem Buch über sardinische Trachten, das sie auf einer Einkaufstour in Italien fand. “Sardinien ist eine berüchtigte, raue und harte Insel, die genau den Look bot, den ich suchte”, so Mussenden. “Röcke, Westen, breite Gürtel, Strumpfbänder und Jacken … keine Umhänge! Wir entschieden uns für dieses mediterrane Flair. Zumal uns auch Andrew vorgegeben hatte, uns an einem anderen Ambiente, einer neuen Kultur und einer leicht unterschiedlichen Hautfarbe zu orientieren.“

Mussenden besuchte auch den Kurator einer der besten Waffensammlungen der Welt, Stuart Pyhrr vom New Yorker Metropolitan Museum of Art. Eine private Führung und ein Nachmittag in den Archiven brachten sie auf die Idee für die Kampfausrüstung der Telmarer.

“Für die Kostümabteilung war dieser Film zehnmal größer als der erste”, erklärt sie. “Nicht nur in der Zahl der Filmfiguren und Statisten, für die wir Kleidungsstücke herstellen mussten, sondern auch, weil wir mehrfache Kostüme für Stuntdoubles und Fotodoubles brauchten. Zudem wuchsen die jugendlichen Schauspieler, und im Lauf von sechs Monaten Dreharbeiten verschlissen die einzelnen Stücke.”

“Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich die Ausrüstung für eine ganze Armee entworfen und angefertigt”, so Mussenden. “Das war zwar faszinierend und interessant, aber auch viel mehr Arbeit, als ich es mir ausgemalt hatte.” Mussenden und ihre Associate Designerin Kimberly Adams, eine Freundin und langjährige Kollegin, fabrizierten schätzungsweise 262 Outfits für die Besetzung und 3.722 individuelle Ausrüstungsgegenstände für die telmarische Armee, darunter Helme, Masken, Ganzkörperrüstungen aus kleinen Metallplatten, Hemden, Hosen, Stiefel, Handschuhe und Beinschoner, 1.003 Lagerteile für die telmarischen Dorfbewohner und 2.184 Metallnieten pro Ganzkörperrüstung (ingesamt 1 Million Nieten).

Beim Design der telmarischen und narnianischen Waffen und Rüstungen arbeitete Mussenden eng mit Richard Taylor von Weta zusammen. “Außerdem hatten wir ein wunderbares Team von Waffenschmieden in der Tschechischen Republik, die unter Verwendung von Richards Prototypen für Helme und Gravurmotive die ganze Ausrüstung für die telmarischen Soldaten und Lords anfertigten. Es war sehr interessant, den Kontrast zwischen diesen traditionellen Techniken Europas und dem Hightech-Design von Weta zu beobachten.”

“Miraz und seine Lords brauchten spezielle Waffen”, erklärt Taylor. “Weta kreierte Schwerter, Scheiden und Helme mit maßgefertigtem Gesichtsschutz für die wichtigen Lords wie Glozelle, der auch einen schönen Dolch besitzt. Miraz selbst hat einen besonderen Schild, Schwert, einen Plattenpanzer und einen verzierten Helm mit Gesichtsmaske.”

“Miraz’ Helm und Gesichtsmaske stehen stellvertretend für die Art und Weise, wie er seine Armeen befehligt”, kommentiert Taylor das einzigartige Design. “Die Idee, dass wir hinter diesen Masken eine gesichtslose Armee haben, die keine Emotionen zeigt, findet sich in diesen höchst stilvollen italienischen Ritualmasken ausgedrückt.”

Taylor war der festen Überzeugung, dass das Schwert die telmarische Kultur definiert. Für Miraz und seine grimmige Armee wählte er Rapiere und Falchions, einschneidige Hiebwaffen. “Das Rapier ist eine anspruchsvolle Waffe mit sehr langer Klinge und einem Korbgriff. Es wird auf viel raffiniertere und subtilere Weise geführt als die Waffen im ersten Film, mit denen man nur hauen und stechen konnte. Die verschiedenen Bestandteile haben einen stark zeremoniellen Charakter und sie besitzen auch Ornamentierungen, was den pompös-zeremoniellen Lebensstil von Miraz und seinen Leuten illustriert.”

Taylors Team fertigte 200 Stangenwaffen in zwei verschiedenen Stilen an, dazu 200 Rapiere in verschiedenen Designs, über 100 Falchions, 250 Schilde und 55 Armbrüste, einschließlich der ebenso schönen wie tödlichen Waffe von Miraz’ Frau, Königin Prunispimia. Die telmarische Kavallerie war mit weichen Schilden und Stuntausrüstung ausgestattet, einschließlich stuntsicheren Gesichtsmasken für die Kriegspferde und außergewöhnlichen maßgefertigten Helmen mit Gesichtsmasken für die Soldaten.

“Es war sehr aufregend, die Rasse der Telmarer zu designen”, meint Taylor abschließend. “Ihr Hintergrund ist beinah feudal, ihre funkelnden Rüstungen sind sehr elaboriert und schön, hinzu kommen die großartigen Waffen. Sie bilden eine überaus dynamische Streitmacht und sind daher für die Kreaturen Narnias ein mächtiger Gegner.”

Auf magische Weise veredelt wurde die Welt von Narnia durch die vereinten Talente und Bemühungen der visuellen Effekt-Künstler die wieder von dem 2006 für einen Oscar®-nominierten Dean Wright geleitet wurden. Wright und Wendy Rogers, eine langjährige Kollegin Adamsons, arbeiteten bei DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA mit einer völlig neuen Gruppe von Computerzauberern zusammen.

Wright und Rogers heuerten drei der besten Designer für visuelle Effekte an, um die Welt Narnias in diesem neuen Kapitel zum Leben zu erwecken. Zwei Londoner Firmen, The Moving Picture Company und die Oscar®-preisgekrönte Framestore/CFC, taten sich mit den Oscar®-Gewinnern der neuseeländischen Weta Digital zusammen. Mit digitalen Animationen stylten sie reale Szenerien zum Universum von Narnia und schufen Computerkreaturen wie den Flussgott Jadis, die Weiße Hexe, den treuen Dachs Trüffeljäger, den Löwen Aslan und das mutige, schwertschwingende Nagetier Riepischiep.
Wie im ersten Film enthält praktisch jeder Moment irgendeine Art von Effekt-Aufnahme. “Das ist einer der größten Effekt-Filme aller Zeiten”, meint Wright. “Andrew war auf Teufel komm raus entschlossen, den Einsatz diesmal noch zu erhöhen. Wir begannen mit der doppelten Zahl von Effekt-Aufnahmen wie bei DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA.”

Für den Sturmangriff auf die Burg, ein episches Action-Highlight des Films, tat sich Wright mit zwei Kollegen zusammen – Greg Butler von der Moving Picture Company, der die Action- und Charakter-Effekte für die Sequenz betreute, und Guy Williams von Weta Digital, der dafür die Hintergrundszenerien schuf.

Um alle Elemente dieser ersten großen Action-Szene zusammenzuführen, kam eine regelrechte Bibliothek von visuellen Effekt-Praktiken zum Einsatz. Wright schätzt, dass allein diese Szene mindestens 300 VFX-Aufnahmen umfasst.

Adamson wollte auch einen neuen Maßstab für digitale Animationen setzen, indem er reale Personen mit computergenerierten Akteuren zusammenfügte. Herausragende Beispiele für die komplizierten Effekte finden sich, wenn Lucy Aslan umarmt, Susan bei der Flucht aus der Burg auf Talsturms Rücken reitet oder wenn die Pevensies, Trumpkin und Kaspian von Greifen in die Burg getragen werden.

Die letztgenannte Szene erforderte monatelange Designarbeit, Forschung und Entwicklung. Daran beteiligt war der Motion-Control-Experte Ian Menzies. Die Effekt-Teams auf der ganzen Welt mussten in absolutem Gleichklang arbeiten, um diesen überwältigenden Effekt perfekt zu realisieren.

Animatoren bei der Motion Picture Company in London planten die Flugstrecke, die die Kinder zurücklegen, und überwachten ihre exakten Bewegungen beim Dreh in Prag. Die digitalen Dateien dieser Aufnahmen wurden nach Neuseeland zu Weta Digital geschickt, wo sogenannte “Kuppler” sie für Alex Funkes Miniatur-Team konvertierten. Dieses wiederum verwendete sie für Kameratests an einem Burgmodell im Maßstab 1:24. Wenn Änderungen notwendig waren, wurden diese an die Animatoren am Prager Set kommuniziert, die die neuen Kamerabewegungen in ihre Animationen einfügten und dann an Menzies’ Team weiterleiteten. Menzies wiederum gab die Daten in die computergesteuerte “Greifen-Konstruktionen” ein. Diese waren ihrerseits mit den Motion Control Kameras verbunden, mit denen man die Schauspieler vor der Bluescreen filmte.

Monate nachdem der Dreh der eigentlichen Angriffssequenz in Prag beendet war, kehrte Wright nach Neuseeland zurück, wo er und Funke, einer der besten Regisseure für Miniatureffekte, Aufnahmen von Miniaturversionen der Burg in verschiedenen Maßstäben drehten.

“Andrew versucht, so viel Reales wie möglich ins Bild zu bringen”, so Wright. “Miniatursets lassen das Ganze viel organischer aussehen. Mit einer gut ausgeleuchteten Miniatur gerätst du wieder in eine Welt, wo du alles glaubst, was du siehst. Und genau das wollten wir erreichen.”

“Andrew als Regisseur ist ein Gottesgeschenk für uns”, so Dean Wright. “Als Effekt-Profis wollen wir angetrieben werden. Die ganzen Innovationen in diesem Gebiet kommen von Regisseuren, die dich weiter treiben, als du es dir je ausgemalt hattest.”

“Andrew wollte einen noch größeren Film als beim letzten Mal. Und das bedeutet, dass wir in der Effektabteilung noch kompliziertere Aufgaben bewältigen mussten”, so der VFX Supervisor weiter. “Wenn es für visuelle Effekte Auszeichnungen gibt, sollte der Regisseur einen Ehrenplatz bekommen. Er entwickelt 95 Prozent der Vision, die du dann umsetzt. Wir sind nur dazu da, ihm zu helfen und das Ganze weiter zu steigern.”

Adamsons erklärtes Ziel war es, dem Publikum etwas zu geben, das es noch nie zuvor gesehen hatte. “Und ich denke, das ist uns gelungen. In technischer Hinsicht entwickelten und experimentierten wir mit vielen Dingen, von denen wir künftig profitieren. Wie macht man einen Minotauren? Wir haben einen Wald voller Bäume, die diesmal bei den Schlachten mitkämpfen, und wir haben dafür Bäume geschaffen, die sich bewegen und durch die Erde stapfen können. Jetzt wissen wir, wie das geht, und wir müssen dafür künftig kein Geld mehr ausgeben.”
Laut Produzent Johnson besteht die größte Herausforderung darin, den Standards von DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA gerecht zu werden. “Die Zuschauer auf der ganzen Welt hatten ihre Freude mit dem ersten Film. Jetzt sind ihre Erwartungen noch höher. Wir können daher nicht so gut wie DIE CHRONIKEN VON NARNIA: DER KÖNIG VON NARNIA sein. Wir müssen noch besser sein.”

In seiner Karriere fand Adamson selten so viel Befriedigung wie bei den CHRONIKEN VON NARNIA-Filmen. “Ich bekam die Chance, eine extrem wichtige Kindheitserinnerung zu verarbeiten und den Menschen etwas zu zeigen, das nur in unserer kollektiven Fantasie existierte. Ich wollte Filme machen, die von meinen Erinnerungen an die Bücher inspiriert waren. Du kannst dich sehr glücklich schätzen, wenn dir so etwas einmal im Leben passiert … aber ich habe das ein zweites Mal erlebt.”



DIE BESETZUNG


BEN BARNES (Prinz Kaspian) spielt als Titelheld in C. S. Lewis’ zweitem Narnia-Abenteuer seine erste Hauptrolle in einem Hollywoodfilm.

Mit seinen 26 Jahren ist Barnes bereits ein altgedienter britischer Bühnendarsteller. Der gebürtige Engländer studierte Schauspiel an der Kingston University und war Mitglied des National Youth Music Theatre, wo er mit 15 Jahren in “The Ballad of Salomon Pavey” sein Bühnendebüt feierte. Mit dem NYMT spielte er auch in “The Ragged Child”, “Bugsy Malone” am Queen’s Theatre, “The Dreaming” und “Andrew Lloyd Webber's 50th Birthday” in der Royal Albert Hall.

Vor kurzem feierte Barnes einen neuen Bühnentriumph und erhielt begeisterte Rezensionen für die Rolle des ebenso charmanten wie manipulativen Verführers Dakin in Alan Bennetts preisgekröntem Drama “The History Boys,” das seine West End Premiere am Londoner Wyndhams Theatre feierte.

Weitere Bühnenrollen in England waren “Sex, Chips & Rock n' Roll” am Royal Exchange in Manchester, "Loving Ophelia" am Pleasance Theatre, die “Judi Dench & Friends”-Gala am Kingston Rose Theatre sowie die Werkstatt-Produktionen von the “Blag” und "Talking to Mr. Warner" an der Chocolate Factory.

Zu seinen jüngsten Filmrollen gehört die Hauptrolle im Independent-Film BIGGA THAN BEN (2008 ), wo er Cobbakka, einen russischen Straftäter, spielt, der sich in London austobt. Er hatte vor kurzem auch einen wichtigen Part in Matthew Vaughns LAYER CAKE (”Layer Cake”, 2004) und im Fantasy-Epos STARDUST (“Der Sternwanderer”, 2007). Regisseur Simon West [LARA CROFT: TOMB RAIDER (“Lara Croft: Tomb Raider”, 2001)] gab ihm jüngst eine der Hauptrollen in seinem TV-Movie “Split Decision” für das CW Network. Vor kurzem beendete er an der Seite von Jessica Biel und Colin Firth den Dreh zu Stephan Elliotts romantischer Komödie EASY VIRTUE (2008 ).


WILLIAM MOSELEY (Peter) spielt wieder Narnias Hohekönig, der mit seinen drei Geschwistern in das verzauberte Land zurückkehrt. Sein Ziel ist es dabei nicht, Kaspian zu ersetzen, sondern mit dem jungen Prinzen zusammen Narnia von der Tyrannei des bösen Miraz zu befreien. Mit DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA tritt Peter zum letzten Mal in der Serie auf.

William (jetzt 21) hatte seine erste Film-Hauptrolle im ersten NARNIA-Film, der ihm Nominierungen für den Saturn und den Young Artist Award einbrachte.

Der Sohn des englischen Kameramanns Peter Moseley stammt aus der Gegend von Cotswold in Gloucestershire. Vor beinahe zehn Jahren, als er noch in der Grundschule war, wurde die Casterin Pippa Hall zum ersten Mal auf ihn aufmerksam, als sie 1998 das englische TV-Movie “Cider with Rosie” besetzte. Der Film basierte auf Laurie Lees Memoiren über seine Kindheit in Cotswold Valley (zufälligerweise das Nachbardorf der Moseleys).

In den folgenden Jahren behielt sie das junge Talent im Auge, was ihm im Juni 2004, 18 Monate vor Beginn der Dreharbeiten, das erste Vorsprechen für THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (“Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005) einbrachte. Halls Casting-Partnerin Gail Stevens hatte Moseley schon 2002 in dem TV-Movie “Goodbye, Mr. Chips” in seiner ersten professionellen Rolle besetzt.


ANNA POPPLEWELL (Susan) kehrt in der Rolle der älteren Schwester Susan nach Narnia zurück, wobei sie eine sanftere, emotionalere Seite offenbart im Gegensatz zu ihrer pragmatischen Persönlichkeit im ersten Abenteuer. Mitten im Vorfeld der Schlacht verliebt sie sich in den jungen, gut aussehenden Prinz Kaspian. Auch für den Teenager Susan ist das der letzte Auftritt in der Serie.

Die 16-jährige gab ihr professionelles Schauspieldebüt im Jahr 1998 in einer Fernsehadaption des Du-Maurier-Romans „Frenchman's Creek“. Seither sah man sie in Spielfilmen wie The Little Vampire („Der kleine Vampir“, 2000), Me Without You (2001), MANSFIELD PARK („Mansfield Park“, 1999) und Thunderpants (2002). Ihre Fernsehrollen umfassen „Dirty Tricks“ (2000) und die BBC-Dramen „Love in A Cold Climate“ (2001) und „Daniel Deronda“ (2002). Vor ihrer Rolle in THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (“Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005) war die 19-jährige als älteste Tochter Vermeers in Peter Webbers weltweit gefeiertem Drama GIRL WITH A PEARL EARRING (“Das Mädchen mit dem Perlenohrring”, 2005) zu sehen.

Die Tochter eines Rechtsanwalts und einer Ärztin wurde in London geboren, wo sie auch aufwuchs. Sie ist die Älteste von drei Geschwistern, die allesamt die Samstag-Morgen-Klasse ‚Allsorts Drama for Children’ besuchten. Ihre Schwester Lulu sah man in Richard Curtis’ Love, Actually („Tatsächlich Liebe“, 2004) und ihr Bruder Freddie war Michael Darling in PJ Hogans PETER PAN („Peter Pan“, 2003).
Nach ihrer Arbeit an PRINCE CASPIAN (“Prinz Kaspian von Narnia”, 2008 ) nahm Anna ein Studium in Englischer Literatur am Oxforder Magdalen College auf, wo Buchautor Lewis den Großteil seiner Universitätslaufbahn verbrachte.


SKANDAR KEYNES kehrt in der Rolle des jüngeren Bruders Edmund Pevensie zurück. Auf der ersten Reise durch Narnia hatte er seine Geschwister aus selbstsüchtigen Gründen verraten, doch dann rehabilitierte er sich, indem er auf der Seite der Guten gegen das Böse kämpfte. Obwohl noch ein Junge, hat er viel an Klugheit und Mut dazugewonnen, als die vier Pevensies ein neues Abenteuer antreten, um dem jungen Prinz Kaspian beim Sturz des bösen Thronräubers Miraz zu helfen.

Skandar Keynes ist ein 16-jähriger Bühnenschauspieler, der zum ersten Mal mit neun Jahren in der TV-Produktion “Macbeth” (2000) der Royal Shakespeare Company auftrat. Unmittelbar darauf folgte seine zweite TV-Rolle als viktorianisches Straßenkind im Dokudrama “The Victorians”, das Jonathan Meade für BB2 drehte.

2001 spielte Skandar in der Duemila Productions Biografieverfilmung “Ferrari” den weltberühmten italienischen Rennfahrer Enzo Ferrari als Kind. 2004, kurz vor Beginn der Dreharbeiten zu THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (”Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005), wurde Skandar als Edmund Pevensie besetzt.


GEORGIE HENLEY (Lucy) kehrt als Jüngste der Pevensie-Geschwister zurück. Lucy, die sich immer noch lebhaft an Aslan erinnert, bleibt in der zweiten Geschichte im Herzen ein Kind. Mit ihrer Einsicht ihrem Verständnis und bedingungslosen Glauben hilft sie ihrer Familie und ihren Freunden, Miraz zu stürzen und Narnias früheren Glanz wiederherzustellen.

Georgie gab in THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005) ihr professionelles Schauspieldebüt. Die 12-Jährige aus lkley in West Yorkshire im Norden Englands, war ein Mitglied des örtlichen Dramaclubs ‘Upstagers’. Dort wurde sie von Pippa Hall entdeckt, als diese im Juni 2003 einen landesweiten Casting-Aufruf gestartet hatte. Georgie wurde unter 2.000 anderen Kandidatinnen ausgewählt.

Für ihre Arbeit am ersten Film erhielt Georgie zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen von Organisationen aus der ganzen Welt. Sie gewann den Phoenix Film Critics Award (‘Beste darstellerische Leistung eines Jugendlichen in einer Haupt- oder Nebenrolle, Weiblich’) den Michael Eliot Trust Award (‘Kinderstar des Jahres’), den Total Film Award (‘Dakota-Fanning-Preis für den besten Kinderdarsteller’) und den Young Artists Award (‘Beste darstellerische Leistung/Spielfilm – bis zu 10 Jahren’).

Außerdem wurde Georgie mehrfach nominiert – als ‘Beste Junge Schauspielerin’ von der Broadcast Film Critics Association, als ‘Vielversprechendste Newcomerin’ bei den englischen Empire Awards, für den ‘Größten darstellerischen Durchbruch’ von der Online Film Critics Society und als ‘Beste Newcomerin’ vom Chicago Film Critics Circle.

Seit ihrem Debüt im ersten NARNIA-Film spielte Georgie die junge Titelheldin in der BBC-Produktion “Jane Eyre” (2006).


PETER DINKLAGE (Trumpkin, der Rote Zwerg) kennen die Zuschauer aus Thomas McCarthys viel gepriesener Tragikomödie THE STATION AGENT (“Station Agent”, 2003), wo er den mutlosen Einzelgänger Finbar McBride spielt, der nach dem unerwarteten Tod eines Freundes in einen verlassenen Kleinstadtbahnhof einzieht. Für seine Leistung in dem bewegenden Film wurde Dinklage für einen Independent Spirit Award, den Screen Actors Guild Award (als ‘Bester Schauspieler’ und Mitglied des ‘Besten Ensembles’) und einen Online Film Critics Association Award nominiert.

Der aus New Jersey stammende Dinklage studierte Schauspiel am Bennington College in Vermont, bevor er seine Ausbildung an der Royal Academy of Dramatic Arts in London und an der Welsh School of Music and Drama in Wales vertiefte.

Sein Filmdebüt gab er 1995 in Tom DiCillos Independent-Komödie LIVING IN OBLIVION (“Living in Oblivion“). Darauf folgten Rollen in John Hambergs SAFE MEN (“Safe Men”, 1997), neben Sam Rockwell, Steve Zahn und Paul Giamatti, Michel Gondrys HUMAN NATURE (“Human Nature – Die Krone der Schöpfung”, 2001) nach einem Drehbuch des späteren Oscar®-Gewinners Charlie Kaufman, Alexandre Rockwells 13 MOONS (“13 Moons”, 2002), wieder mit Steve Buscemi, und die romantischen Komödien NEVER AGAIN (“Never Again”, 2001) und JUST A KISS (“Just a Kiss”, 2001), bevor er mit THE STATION AGENT triumphierte, der 2003 beim Sundance Film Festival viel Lob erntete.

Seit seinem verheißungsvollen Kinodebüt arbeitete Dinklage an über zwei Dutzend Projekten, insbesondere Jon Favreaus neuem Weihnachtsklassiker ELF (“Buddy – Der Weihnachtself”, 2003), Sidney Lumets Gerichtssatire FIND ME GUILTY (“Find Me Guilty”, 2006), der viel gepriesenen TV-Serie “Nip/Tuck”, LASSIE (“Lassie”, 2005) mit Peter O'Toole, TIPTOES (“Tiptoes”, 2003) mit Gary Oldman, THE BAXTER (“The Baxter”, 2005) sowie zuletzt in PENELOPE (“Penelope”, 2006) mit Reese Witherspoon, DEATH AT A FUNERAL (“Sterben für Anfänger”, 2007), Regie Frank Oz, und UNDEROG (“Underdog – Unbesiegt, weil er fliegt”, 2007).

Im Fernsehen hatte er Gastrollen in “Third Watch” (2002), “I’m With Her” (2004) und “Life As We Know it” (2005) und spielte neben Brent Spiner eine Hauptrolle in der CBS-Serie “Threshold” (2005‑2006).

Zu Dinklages Theaterarbeiten gehörten: die Titelrolle in "Richard III" am Public Theatre, "I Wanna Be Adored” "Hollywood” "Imperfect Love” und Charles Sturridges Produktion von Becketts "Endspiel" am Gate Theatre in Dublin und dem Barbican Theatre in London. Nach Ende der Dreharbeiten zu DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA spielte er am Acorn Theater in “Things We Want”, bei dem Ethan Hawke zum ersten Mal Off-Broadway-Regie führte.

WARWICK DAVIS’ (Nikabrik, der Schwarze Zwerg) Rollen entführten den altgedienten Schauspieler aus dem heimischen Surrey seit über 20 Jahren in weit entfernte Galaxien, die magische Welt von J. K. Rowlings Hogwarts bis in C. S. Lewis’ Fantasieland Narnia.

1981 begann Warwick seine Karriere durch einen puren Zufall. Seine Großmuter hörte einen Aufruf im Radio, nach dem Leute bis zu einer Körpergröße von 1,20 Meter für den neuen STAR WARS-Film, THE RETURN OF THE JEDI (“Die Rückkehr der Jedi-Ritter”, 1983), gesucht wurden. Ursprünglich sollte Warwick nur im Hintergrund auftreten, aber seine Gesten passten so sehr zu George Lucas’ Vision eines Ewoks, dass man ihn in der Rolle des Wicket, eine der wichtigsten Kreaturen des Films, besetzte. Nach dem Riesenerfolg des dritten STAR WARS-Epos machte Lucas zwei Ewok-Filme für den Sender ABC, “The Ewok Adventure” (“Die Ewoks – Karawane der Tapferen”, 1984) und “Ewoks: Battle for Endor” (“Kampf um Endor”, 1986), in denen Warwick als Wicket zurückkehrte.

Zwei Jahre später wurde der 1,05 Meter große Schauspieler in die Londoner Elstree Studios bestellt. Dort traf er Produzent George Lucas und Regisseur Ron Howard wegen eines Projekts namens WILLOW (“Willow”, 1988 ), dessen Titelrolle man ihm auf den Leib geschrieben hatte. Der Film, in dem Val Kilmer sein Partner war, erlaubte Warwick, ein Schauspieltalent zu demonstrieren, das über die Darstellung seltsamer Wesen mit Spezial-Make-up hinausging. Prompt nominierte ihn die Academy of Science Fiction, Fantasy and Horror für einen Saturn Award.

Nach diesem Kinoerfolg kehrte der Teenager sofort in einem weiteren Fantasyepos vor die Kamera zurück, diesmal aber fürs Fernsehen. Man besetzte ihn für zwei BBC-Serien, wo er in dem Narnia-Abenteuer “Prince Caspian and the Voyage of the Dawn Treader” (1989) die schwertschwingende Maus Riepischiep spielte. Als Eule Glimmfeder in “The Silver Chair” (1990) befand er sich erneut in C. S. Lewis’ Zauberwelt. Darauf folgte sein erster Auftritt als Bösewicht in dem Horror-Klassiker LEPRECHAUN (“Leprechaun”, 1992). Dessen Erfolg führte zu nicht weniger als fünf Fortsetzungen, in denen Warwick jedes Mal die Titelrolle spielte.

1997 kehrte er für Filmemacher Lucas in eine berühmte, weit entfernte Galaxis zurück. In Star Wars ‑ Episode 1: The Phantom Menace (“Star Wars ‑ Episode 1: Die dunkle Bedrohung”) versuchte er sich gleich an drei Rollen – neben den Figuren Wald und Weazel spielte er den legendären Jedimeister Yoda in den Szenen, in denen die Figur zu Fuß gehen musste.

2001 wurde aus dem Literaturphänomen Harry Potter auch ein Kinoereignis und Warwick war mit von der Partie. In HARRY POTTER AND THE SORCERER’S STONE (“Harry Potter und der Stein der Weisen”, 2001) spielte er für Regisseur Chris Columbus zwei Rollen ‑ Professor Flitwick und den Bankkassierer-Kobold. Als Flitwick kehrte er in den nächsten vier Fortsetzungen zurück: Harry Potter and the Chamber of Secrets (“Harry Potter und die Kammer des Schreckens”, 2002), wieder für Columbus, Harry Potter and the Prisoner of Azkaban (“Harry Potter und der Gefangene von Askaban”, 2004), Harry Potter and the Goblet of Fire (“Harry Potter und der Feuerkelch”, 2005) und HARRY POTTER AND THE ORDER OF THE PHOENIX (“Harry Potter und der Orden des Phönix”, 2007). Auch beim sechsten Teil, HARRY POTTER AND THE HALF BLOOD PRINCE (“Harry Potter und der Halbblutprinz”, 2008 ) ist er wieder mit dabei.

2005 beförderte ihn seine Karriere zurück in den Weltraum, wo er als Marvin, der paranoide Androide in The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy (“Per Anhalter durch die Galaxis”, 2005), der Kinoadaption von Douglas Adams’ Kultroman, durchs All trampte. In Taylor Hackfords Oscar®-prämiertem RAY (“Ray”, 2004) spielte er Oberon, den Jazzclub-Conferencier, der Ray Charles ins Showbusiness einführt.

Warwick hatte auch Rollen in LABYRINTH (“Labyrinth”, 1986) - neben David Bowie - dem NBC-TV-Movie “Gulliver’s Travels” (“Gulliver’s Travels”, 1995) mit Ted Danson, PRINCE VALIANT (“Prinz Eisenherz”, 1997), A VERY UNLUCKY LEPRECHAUN (1998 ), The New Adventures of Pinocchio (“Die neuen Abenteuer von Pinocchio”, 2000), THE WHITE PONY (“Das verwunschene Pony”, 1999), der spektakulären NBC-Miniserie “The 10th Kingdom” (“Das zehnte Königreich”, 1999), der BBC-Sitcom “The Fitz,” dem ABC-TV-Movie “Snow White” (“Snow White”, 2001), der Gaunerkomödie AL’S LADS (2002) und in zwei BBC-Produktionen, “Dr. Terrible’s House of Horrible”(2001) und “Murder Rooms: The Kingdom of Bones” (2001). Unlängst hatte er eine Rolle in SMALL TOWN FOLK (2007). In einer Episode von Ricky Gervais’ köstlicher Branchensatire “Extras” spielte er sich selbst. Als nächstes wird er das Drehbuch zum Actionfilm AGENT ONE-HALF schreiben, bei dem er auch als Hauptdarsteller und Produzent fungieren wird.

Neben seinen vielen Rollen für Film und Fernsehen war Warwick auch in ganz England auf den Bühnenbrettern zu sehen. Neben zahlreichen Auftritten in “Schneewittchen” spielte er den Smee in “Peter Pan” und den Geist in “Aladin und die Wunderlampe”.

Warwick hat auch eine eigene Website: www.warwickdavis.co.uk.


SERGIO CASTELLITTO (König Miraz) bezeichnete man als “einen der populärsten internationalen Schauspieler Italiens seit den wilden Tagen von Mastroianni und Gassman”. Neben seiner ausgedehnten Schauspielkarriere, die Arbeiten für Film, Fernsehen und die italienische Bühne umfasst, ist Castellitto auch ein bekannter Filmemacher, dessen letztes Werk, NON TI MUOVERE (“Don’t Move”, 2004), in dem er neben Penelope Cruz die Hauptrolle spielte, zu einem der größten italienischen Kritiker- und Publikumserfolge des Jahres 2004 avancierte.

Castellitto und Cruz gewannen für ihre Hauptrollen je einen David di Donatello. Der Film, der auf dem mit einem ‘Strega’ ausgezeichneten Bestseller von Castellittos Frau, der berühmten italienischen Autorin Margaret Mazzantini, beruht, erhielt neun weitere Nominierungen, darunter für den ‘Besten Film’, während Castellitto selbst für die ‘Beste Regie’ und das ‘Beste Drehbuch’ nominiert wurde. NON TI MUOVERE wurde 2004 im Rahmen einer Castellitto-Retrospektive im Film Society of Lincoln Center gezeigt.

Der in Rom geborene Castellitto machte seinen Abschluss 1978 an der Silvio D'Amico National Academy of Dramatic Art. Seine italienische Theaterkarriere begann er mit “Measure for Measure” am Teatro di Roma, es folgten Rollen in Brechts “Die Mutter”, “The Merchant of Venice” und Giordano Brunos “Candelaio”. Darauf spielte er am Teatro di Genova den Tuzenbach in Tschechows “Drei Schwestern” und den Jean in Strindbergs “Miss Julie” – beide Male unter der Regie von Otomar Krejka. In den folgenden Jahren spielte er Hauptrollen in den Theaterproduktionen “L'Infelicita Senza Desideri" und “Piccoli Equivoci” beim Festival Dei Due Mondi in Spoleto, des Weiteren in Neil Simons “Barefoot in the Park” und “Zorro”, einem Monolog, den seine Frau Margaret Mazzantini geschrieben hatte. Sie spielte wiederum unter seiner Regie in ihrer eigenen Komödie "Manola”.

Parallel zu seiner erfolgreichen Bühnenlaufbahn gab der Schauspieler 1982 neben Marcello Mastroianni, Michel Piccoli und Anouk Aimée sein Filmdebüt in L’ARMATA RITORNA (“Pforte zum Fleisch”), Regie: Luciano Tovoli. Im darauf folgenden Jahr drehte er mit Stefania Sandrelli IL MOMENTO MAGICO.

Im italienischen Kino arbeitete er weiter mit einigen herausragenden jungen Autorenfilmern wie Marco Colli (GIOVANNI SENZAPENSIERI, 1986) und Felice Farina (Sembra Morto Ma E’ Solo Svenutoi, 1986), für den Castellitto auch das Drehbuch schrieb. 1986 spielte er zudem neben Vittorio Gassman und Fanny Ardant in Ettore Scolas Saga La Famiglia (“Die Familie”), die eine Oscar®-Nominierung als ‘Bester fremdsprachiger Film’ erhielt und fünf David di Donatellos gewann, darunter einen für den ‘Besten Film’.

Mit Fanny Ardant stand er auch gemeinsam für Margarethe von Trottas Paura e amore (“Fürchten und lieben”, 1988 ) vor der Kamera, dann spielte er neben Jean Reno und Rosanna Arquette in Luc Bessons berühmtem Drama LE GRAND BLEU (“Big Blue ‑ Im Rausch der Tiefe”, 1987), der für einen Cesar als ‘Bester Film’ nominiert wurde. Seinen ersten David di Donatello (als ‘Bester Nebendarsteller’) gewann er für seine Rolle neben Gian Maria Volonte in Tre colonne in cronaca (1990).

Mit Beginn des nächsten Jahrzehnts ging Castellitto zu Hauptrollen über, etwa in der Kinoadaption von Claudio Bigaglis Stück Piccoli Equivoci (1989), in der er ‑ wie schon auf der Bühne ‑ die Rolle des Paolo spielte, La Carne (“Fleisch”, 1991), Mario Monicellis Rossini! Rossini! (1991), Giuseppe Tornatores L’Uomo delle stelle (“Der Mann, der die Sterne macht”, 1995), der für den Oscar® als ‘Bester Auslandsfilm’ nominiert wurde und Castellitto einen Nastro d'Argento Kritikerpreis einbrachte, sowie Francesca Archibugis Il Grande Cocomero (1993), für den er seinen ersten David Di Donatello als ‘Bester Hauptdarsteller’ erhielt. Ende der 90er Jahre versuchte sich der Schauspieler zum ersten Mal als Regisseur – für sein Debüt mit LIBERO BURRO (1999) schrieb er das Drehbuch gemeinsam mit seiner Frau Margaret Mazzantini, die an seiner Seite die weibliche Hauptrolle spielte. Die Produktion wurde bei den Los Angeles Italian Film Awards als ‘Bester Film’ ausgezeichnet.

Castellittos Karriere lief aber nicht nur in Italien auf Hochtouren, er verbrachte auch viel Zeit in Paris, wo seine Popularität dank verschiedener Filme weiter wuchs, darunter Alberto Express (1990) und NE QUITTEZ PAS (2004) von Arthur Joffe, Laetitia Massons A Vendre (“Zu verkaufen”, 1998 ) und Le Cri De La Soie (“Der Schrei der Seide”, 1996) von Yvon Marciano.

2001 arbeitete er wieder mit Regisseur Ettore Scola bei dessen viel gerühmtem Drama Concorrenza sleale zusammem, dann erwarb er sich internationales Renommee in Jacques Rivettes VA SAVOIR (“Va Savoir”, 2001) wo er den künstlerischen Leiter einer italienischen Theatertruppe auf Parisbesuch spielt. Als nächstes hatte er die Hauptrolle als temperamentvoller Chefkoch in der bekannten internationalen Komödie BELLA MARTHA (“Bella Martha”, 2001), für die er den Europäischen Filmpreis als ‘Bester Schauspieler’ erhielt, um danach in der bittersüßen italienischen Komödie Caterina va in città (2003) zu triumphieren, die ihm seinen zweiten Nastro d'Argento Kritikerpreis einbrachte. Seine dritte Donatello-Nominierung erhielt er für Marco Bellocchios preisgekröntes Drama L’Ora di religione: IL SORRISO DI MIA MADRE (2002). 2006 arbeitete er in Il registra dei matrimoni wieder mit Bellocchio zusammen und spielte in Gianni Amelios La Stella che non c'E. Außerdem war er einer der Sprecher der französischen Fassung von ARTHUR ET LES MINIMOYS (“Arthur und die Minimoys”, 2006). In der Paris-Hommage PARIS JE T’AIME (“Paris Je T’Aime”, 2006) tritt er als einziger italienischer Schauspieler auf (in der Episode, bei der Isabel Coixet Regie führte).

Zu seinen Fernseharbeiten gehören die Miniserie "Cinéma" (1988 ) mit Alain Delon, die großen italienischen Biografieverfilmungen "Don Milani ‑ Il Priore di Barbiana" (1997), "Il Grande Fausto" (1995), das Leben Fausto Coppis, "Padre Pio" (2000) und "Enzo Ferrari" (“Enzo Ferrari – Der Film”, 2002) (Regie bei den beiden letztgenannten: Carlo Carlei), "Victoire ou la douleur des femmes" (2000) (Regie: Nadine Trintignant) sowie zwei Projekte, bei denen er auch am Drehbuch beteiligt war: “Il Commissario Maigret : L'ombra cinese” (2004) und “Il Commissario Maigret: La trappola di Maigret” (2004). Hauptdarstellerin der beiden Maigret-Filme war Margherita Buy. Sein letztes TV-Projekt war "O'Professore” (2007) (Drehbuch: Stefano Rulli und Sandro Petraglia, Regie: Maurizio Zaccaro).

Mit seiner Frau Margaret Mazzantini schreibt Castellitto einen neuen Film, bei dem er auch Regie führen wird. Zudem wird er als Regisseur von John Patrick Shanleys preisgekröntem Stück “Doubt” ans Theater zurückkehren.


PIERFRANCESCO FAVINO (General Glozelle) spielte vor kurzem den Christopher Columbus in dem amerikanischen Komödien-Megahit NIGHT AT THE MUSEUM (“Nachts im Museum”, 2006).

Der gebürtige Römer erwarb seinen Abschluss an der Silvio d'Amico National Drama Academy, bevor er sein Handwerk am Teatro di Roma unter der Regie Luca Ronconis weiterentwickelte. Er begann seine Karriere am Theater (unter so berühmten italienischen Regisseuren wie Ronconi und Gigi Proietti), bevor er 1995 sein Filmdebüt in dem Boxerdrama PUGILI (1995) (Regie: Lino Capolicchio) gab.

In den letzten zehn Jahren zeigte Favino seine Vielseitigkeit als Dramen- und Komödiendarsteller in den Streifen junger, neuer italienischer Filmemacher, darunter Luigi Magni (LA CARBONARA, 2002), Marco Bellocchio (IL PRINCIPE DI HOMBURG, 1997, nominiert für die Goldene Palme beim Cannes Filmfestival), Gabriele Muccino [L’Ultimo bacio (“Der letzte Kuss”), Publikumspreis beim Sundance Filmfestival 2002, nominiert für einen David di Donatello als ‘Bester Film’], Giuseppe Tornatore [La Sconosciuta (“Die Unbekannte”, 2006)], Francesco Apolloni (La Verità, vi prego, sull'amore, 2002), Gianni Amelio [Le Chiavi di casa (“Die Hausschlüssel”), Pasinetti Award beim Filmfestival von Venedig 2004] und Michele Placido (ROMANZO CRIMINALE, 2005). Nach dem Narnia-Film spielte er eine wichtige Rolle in Spike Lees Drama über den Zweiten Weltkrieg MIRACLE AT ST. ANNA (2008 ).

Für ROMANZO CRIMINALE gewann er einen David di Donatello für seine Nebenrolle als ‘Der Libanese’, eines rücksichtslosen Gangsters, der um jeden Preis Roms Unterwelt erobern will; der Film erhielt insgesamt 14 Nominierungen, darunter als ‘Bester Film’. Mit dieser Rolle gewann Favino auch den Nastro d'Argento-Kritikerpreis als ‘Bester Schauspieler’. Für diese Auszeichnung war er mit LE CHIAVI DI CASA als ‘Bester Nebendarsteller’ nominiert. Seine erste Nominierung für den prestigereichen Donatello erhielt er für die Nebenrolle eines italienischen Afrika-Soldaten im Zweiten Weltkrieg in EL ALAMEIN (2002) (Regie: Enzo Monteleone).


DAMIÁN ALCÁZAR (Lord Sopespian) ist einer der prominentesten Schauspieler Mexikos. Abgesehen von seiner preisgekrönten Karriere in Film und Fernsehen ist Alcázar auch ein engagierter Schauspiellehrer und Gründungsmitglied des Veracruzano Theaterforums an der Veracruzana Universität, wo er an der Fakultät unterrichtete, und des Zentrums für Experimentaltheater.

Der aus Jiquilpan, Michoacán, an Mexikos Westküste stammende Alcázar spielte in zahlreichen mexikanischen Filmen mit, darunter Baja, california: El Limite del Tiempo (1998 ), EL ANZUELO (1996), Katuwira (1996), Tres Minutos en la Oscuridad (1996), Dos crímenes (1995) (‘Bester Hauptdarsteller’, Cartagena Filmfestival), Arturo Ripsteins La Mujer del Puerto (1991), La Leyenda de una Mascara (1991), Un Mundo Maravilloso (2006) (‘Bester Schauspieler’, Los Angeles Latino Film Festival), La Ciudad al Desnudo (1989), John Sayles’ spanischsprachigem Drama MEN WITH GUNS (1997) und Sebastian Corderos CRÓNICAS (“Crónicas”, 2004), für den er seinen siebten Ariel, das mexikanische Gegenstück zum Oscar®, und die Auszeichnungen als ‘Bester Schauspieler’ bei den Filmfestivals von Cartagena und San Sebastian erhielt.

Einen Ariel erhielt er zudem für Las Vueltas del citrillo (‘Bester Schauspieler’, 2006; zudem ‘Bester Schauspieler’, La Havanna, Cuba), El crimen del padre Amaro (“Die Versuchung des Padre Amaro”, 2002) (‘Bester Nebendarsteller’, 2002; zudem ‘Bester Schauspieler’, Muestra Internacional de Cine de Guadalajara), La Ley de Herodes (1999) (‘Bester Schauspieler’, 1999; zudem ‘Bester Schauspieler’, Valladolid, Spanien), Baja, California: El limite del tiempo” (‘Bester Schauspieler’, 1998 ), El Anzuelo (‘Bester Nebendarsteller’, 1996) und LOLO (1994) (‘Bester Nebendarsteller’, 1994). Drei weitere Nominierungen für diese prestigeträchtige Auszeichnung holte er sich für Dos crimines, Pachito Rex: Me voy pero no del todo (2001) und La Habitacion azul (2002). Für CRÓNICAS wurde er zudem beim Miami International Film Festival zum ‘Besten Schauspieler’ gekürt.

Alcázar spielte auch in englischsprachigen Filmen mit, darunter in John Duigans ROMERO (1989), Alex Cox’ HIGHWAY PATROLMAN (1991), Bruce Beresfords HBO-TV-Movie “And Starring Pancho Villa as Himself” (2003), Cruz Angeles Don’t Let Me Drown (2008 ) in dem TV-Movie "Nurses on the Line: The Crash of Flight 7” (1993).

Zu seinen künftigen Projekten gehören El Camino del diablo, El Viaje de Teo, Mordidas, Satanás und El Soldado Perez.


VINCENT GRASS (Doktor Cornelius) ist ein gebürtiger Belgier, der seine Schauspiellaufbahn bereits während seiner Kindheit in Brüssel begann. Während seine Familie eine Ausbildung in klassischer Musik absolviert hatte (sein Vater als Dirigent, seine Mutter als Sängerin), entschied sich Grass, seiner Liebe zur Schauspielerei zu folgen, und besuchte das Conservatoire Royal de Bruxelles, wo er in einem runden Dutzend Aufführungen seine ersten Auftritte absolvierte. Mit seinem musikalischen Hintergrund wurde er aber auch Frontmann einer lokalen Coverband namens Crash. Indem er die Texte der populärsten Rocksongs der 60er Jahre auswendig lernte, erwarb er gleichzeitig seine Englischkenntnisse.

Nach dem Ende des Studiums in Brüssel ging er nach England, wo er an der London Academy of Music and Dramatic Art (LAMDA) an seinem Handwerk feilte. Er wirkte in mehreren Produktionen des LAMDA Theatre Clubs mit, darunter in “The Plain Dealer” (Regie: Norman Ayrton).

Grass, der seit 30 Jahren in Paris lebt, erfreut sich einer überaus ereignisreichen Karriere auf der Bühne und in Film und Fernsehen. Er arbeitete für Regisseure wie Roland Joffe [VATEL (“Vatel”, 2000)], Mike Binder (FOUR PLAY, 2001) Agnieska Holland [To Kill A Priest (”Der Priestermord”, 1988 ), das französische TV-Movie “Largo Desolato”, 1991, Jacques Demy (LADY OSCAR, 1979) und Peter Greenaway (The Tulse Luper Suitcases II, 2004).

Zu seinen französischen Filmen gehören Valerie Lemerciers Palais Royal (2005), Chris Nahons L’EMPIRE DES LOUPS (“Das Imperium der Wölfe”, 2005), Gerard Corbiaus LE ROI DANSE (“Der König tanzt”, 2000), Claude Berris URANUS (1990), Michel Blancs GROSSE FATIGUE (1994), Catherine Corsinis LES AMOUREUX (1994), Je Pense À vous (1992) von den Gebrüdern Dardenne, Bertrand Bliers MERCI LA VIE (1991) und Alain Berliners MA VIE EN ROSE (“Mein Leben in Rosarot”, ein Festivalhit im Jahr 1997 und Gewinner eines Golden Globe® als ‘Bester Auslandsfilm’). Grass spielte auch in mehreren Kurzfilmen, insbesondere in LA CARTE POSTALE von Vivian Goffette, der 1999 in seiner Kategorie eine Oscar®-Nominierung erhielt. Nach seinen Narnia-Abenteuern drehte er mit Isabelle Huppert Un barrage contre le Pacifique (200cool (Regie: Rithy Panh) an Originalschauplätzen in Kambodscha.

Im französischen Fernsehen war Grass in Dutzenden von Serien und TV-Movies zu sehen, darunter in “David Nolande” (2006), “Louis La Brocante” (2006), “Le Frère Irlandais” (1999), “Julie Lescaut” (1997), “L’Enfant de L’Absente” (1996), “Les Vacances de Maigret” (1995), “Maigret ches les Flamands” (1992) und “Saint-Germain ou La négociation” (“Verrat im Namen der Königin”, 2003). Zu seinen englischsprachigen Fernsehprojekten gehören Yves Simoneaus “Napoléon” (“Napoléon”, 2002), das Emmy®-preisgekrönte TV-Movie “Horatio Hornblower: The Even Chance” (1998 ), “Sharpe’s Enemy” (1994), “Memories of Midnight” (“Schatten der Macht”, 1991) und “Night of the Fox” (1990).

Auf der Pariser Bühne spielte Grass in drei Produktionen am Theatre Silvia Montfort: “Masterclass” (“Staline Melodie”), “La Question D’Argent” und Arthur Millers “Death of a Salesman”. Er trat in Genets “High Surveillance” am Theatre Le Lucernaire auf, ebenso wie in vielen belgischen Produktionen, darunter “Mistero Buffo” an der Brüsseler Nationaloper, Kafkas “Schloss” (Tournee), “Murder in the Cathedral” beim Flobecq Festival, Molieres “Le Bourgeois Gentilhomme” am Nationaltheater, Ionescos “Tueur sans gages” an der Compagnie de Bruxelles, Hamptons “Total Eclipse” am Rideau de Bruxelles, Tschechows “Möwe” am Theatre Royal de Namur und “The Knack, Or How to Get It” am Brüsseler Waltra Theatre.

Grass ist auch ein überaus erfolgreicher Synchronsprecher. So übernahm er die französischen Dialoge in Filmen wie der MATRIX-Trilogie (“Matrix”, 1999‑2003) (Hugo Weavings Agent Smith), der LORD OF THE RINGS-Trilogie (“Der Herr der Ringe”, 2001‑2003) (John Rhys-Davies als Gimli und Baumbart), der britischen TV-Serie “Spooks” (2002) (Peter Firth), George Millers Oscar®-preisgekröntem Animationsfilm HAPPY FEET (“Happy Feet,” 2006), wiederum mit Hugo Weaving als Noah, der Alte, und vielen anderen Produktionen.

ALICIA BORRACHERO (Königin Prunaprismia) stammt aus Madrid und schloss ihr Schauspielstudium an der Nazareth University in Rochester, New York, mit einem ‘Bachelor’ ab. Sie kehrte daraufhin in ihre Heimat zurück, um eine Karriere in Film, Fernsehen und Theater zu verfolgen.

Im Kino war sie kürzlich in Mike Newells LOVE IN THE TIME OF CHOLERA (“Liebe in den Zeiten der Cholera”, 2007) nach dem gleichnamigen Roman von Gabriel Garcia Marquez zu sehen. Sie spielte in Peter Yates’ TV-Abenteuer “Don Quixote” (2000) für Hallmark Entertainment und erhielt für Fidel Corderos Drama La Fabulosa historia de Diego MariN (1996) beim Bendaldamene Filmfestival eine Auszeichnung als ‘Beste Schauspielerin’.

Kinorollen spielte sie in Vidas pequeñas (2008 ), Cosas que olvidé recordar (1999), Muerte en Granada (1997), SANGRIE CIEGA (1994), La lenga asesina (1996), TRES PALABRAS (1993) und SHOOTING ELIZABETH (1992).

Im Fernsehen trat sie in verschiedenen Filmen, Serien und Shows auf, darunter in “Dentro del paraiso” (2005),” “Las Hijas de Mohamed” (2003), “Un Lugar en el Mundo” (2003), “7 Vidas” (1999), “Médico de Familia” (1996), “Farmacia de Guardia” (1991), der Miniserie “Delantero” (1993) und “Kinsey” (1990) (für BBC Television).

Auf der spanischen Bühne spielte sie in Strindbergs "Fräulein Julie" (für den sie einen Cope als ‘Beste Schauspielerin’ gewann), Shakespeares “Much Ado About Nohing”, “Cambio de Marea,” Beth Henleys “Crimes of the Heart,” “Untimely Death”, “Pack of Lies”, “The Lover”, das Musical “The Robber Bridegroom” und Wilders “Our Town”.
Borrachero spielte die Hauptrollen in zwei der populärsten spanischen Fernsehserien: “Periodistas” (1998‑2002), einem Drama, das im Redaktionsbüro einer bedeutenden Großstadt-Zeitung angesiedelt war, und – seit 2003 – in “Hospital Central”, einer wöchentlichen Arztserie (vergleichbar mit “Emergency Room”), in der sie die Dr. Cruz Gándara spielt.

Für ihre Hauptrolle in “Periodistas” gewann Borrachero die Auszeichnung der spanischen Schauspielergewerkschaft; in der gleichen Kategorie war sie für ihre Arbeit an “Hospital Central” nominiert. Für “Periodistas” erhielt sie auch einen Atv Award und eine Nominierung für den TP de Oro.

SHANE RANGI (Asterius, der Minotaur) kehrt nach Narnia zurück, nachdem er in THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (“Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005) den wilden Minotauren Gen. Otmin, den Heerführer der Weißen Hexe, porträtierte.

Fantasy-Fans kennen Rangi in seiner Rolle als Hexenkönig von Angmar in Peter Jacksons Oscar®prämiertem The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring (“Der Herr der Ringe – Die Gefährten”, 2001). Er kehrte auch im zweiten Teil, THE TWO TOWERS (“Der Herr der Ringe – Die zwei Türme”, 2002) zurück, wo er den Ostling NCO spielte, und er porträtierte einen Anführer des Volks der Harad in RETURN OF THE KING (“Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs”, 2003). Darüber hinaus war er Double für Lawerence Makaore, den Darsteller des Gothmog und des Schwarzen Hexenkönigs, und für Paul Norell, den König der Toten. Des Weiteren war er als Stuntman an allen drei Teilen von Jacksons richtungweisender Filmtrilogie beteiligt.

Wenn er nicht gerade spezifische Rollen spielt, ist der in Wellington lebende Neuseeländer ein vielbeschäftiger Stuntman. In dieser Funktion arbeitete er an Jacksons KING KONG (“King Kong”, 2005), X-Men: The Last Stand (“X-Men: Der letzte Widerstand”, 2006), Vincent Wards RIVER QUEEN (“River Queen”, 2007), Jay Russells Familienfilm THE WATER HORSE (“Mein Freund, der Wasserdrache”, 2007) und wirkt auch an Patrick Tatopoulos Fantasyfilm Underworld 3 The Rise of the Lycans (“Underworld 3”, 2008 ) mit.

Zwischen seinen Filmeinsätzen kann man Rangi bei Weta Digital finden, der preisgekrönten neuseeländischen VFX-Firma von Peter Jackson, Jamie Selkirk, die eine ganze Bandbreite von Computerbildern für Film, Fernsehen und Games produziert.

Rangi wuchs auf der neuseeländischen Nordinsel auf, stammt aber aus dem Ostküsten-Dorf Tiki Tiki in der Nähe von Gisborne. Der imposante 1,90 Meter große Maori begann seine Schauspiellaufbahn in seiner Oberschul-Zeit, wo er zunächst mit einer lokalen Operntruppe auftrat, bevor er als einer von 12 Kandidaten – unter 600 Bewerbern – in die New Zealand Drama School aufgenommen wurde. Seine Berufslaufbahn begann er an lokalen Theatern, bevor er den Sprung ins Filmgeschäft schaffte.

CORNELL S. JOHN (Talsturm, der Zentaur) wurde im englischen Birmingham geboren. Er ist ein prominenter englischer Bühnendarsteller, der in verschiedenen Musicals triumphierte, darunter “George Gershwins Porgy and Bess” (Regie: Sir Trevor Nunn), “Les Misérables”, “The Full Monty” und Disneys “The Lion King”, wo er für Regisseurin Julie Taymor die Rolle des König Mustafa zum ersten Mal am West End spielte (die Figur, die im Zeichentrick-Klassiker von 1994 von James Earl Jones gesprochen wurde).

Seine umfangreiche Liste von (Musik)theaterrollen umfasst auch Sondheims “Pacific Overtures”, ”You Don't Kiss”, den Satan in der Europatour von Steven Berkoffs “Messiah”, Rodgers’ and Hammersteins “South Pacific”, “Brother to Brother”, “Rum Shop Opera”, “Romeo and Juliet”, “Heavenly Bodies”, Medgar Evers in “JFK”, die Japan-England-Tournee von “Carmen Jones” (Regie: Simon Callow), “Dutchman”, “Buddy”, “Kiss Me, Kate”, Leonard Bernsteins “Trouble in Tahiti”, Steinbecks “Of Mice and Men”, “Bad Boy Johnny”, “Scratches”, “Damn Yankees”, und Kander und Ebbs’ “Chicago”. Den persönlichen Wendepunkt in seiner Karriere erlebte er in der Rolle des Oscar Lindquist, des schüchternen Steuerberaters in der West End-Produktion von “Sweet Charity” (Regie: Carole Metcalf).

Fernsehrollen spielte er unter anderem in der populären BBC-Serie “EastEnders”, in “Holby City” (2002), “Doctors” (2001, 2005), “The Block”, und “3 Minute Heroes” (2005) ebenso wie in “Revolver” (2001), “The Final Passage” (1996), “Lenny Henry in Pieces” (2002), “The Knock” (1999), “Thief Takers” (1996) und in der ITV-Serie “The Upper Hand” (1990). Auf der Leinwand war er zu sehen in KIDULTHOOD (“Streets of London – Kidulthood”, 2006), und demnächst in der Fortsetzung ADULTHOOD, in ROTTWEILER (“Rottweiler”, 2005) und RAGE .

Unlängst war John mit den Inszenierungen “Dutchman” und “Birth of a Blues” für Bush Boy Productions in London als Theaterregisseur erfolgreich.


LIAM NEESON (Aslan, der Sprecher) gilt als einer der führenden internationalen Filmschauspieler. Denn er zeigt eine darstellerische Bandbreite, die nur wenige seiner Kollegen erreichen ‑ ob in seiner Oscar®-nominierten Rolle als Oskar Schindler in Steven Spielbergs legendärem Film SCHINDLER’S LIST (“Schindlers Liste”, 1993), in seinem preisgekrönten Porträt des irischen Nationalhelden und Freiheitskämpfers MICHAEL COLLINS (“Michael Collins”, 1996) oder als kontroverser Sextherapeut Alfred Kinsey in dem Kritikererfolg KINSEY (“Kinsey”, 2004).
2007 beendete Neeson die Dreharbeiten zu Pierre Morels TAKEN (“Taken”, 2008 ), der im Laufe des Jahres 2008 in den USA starten wird. Neeson spielt darin einen Exsoldaten auf der Spur albanischer Sklavenhalter, die seine Tochter entführt haben. Aktuell dreht er mit Laura Linney Richard Eyres THE OTHER MAN. In THE CHRONICLES OF NARNIA: PRINCE CASPIAN (“Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia”, 2008 ) spricht er erneut den Löwen Aslan wie schon in dem Kinohit THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (“Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005).
2006 war Neeson neben Pierce Brosnan in dem klassischen Rachedrama SERAPHIM FALLS (“Seraphim Falls”) zu bewundern. 2005 hatte er eine Schlüsselrolle in Ridley Scotts Kreuzfahrerepos Kingdom of Heaven (“Königreich der Himmel”); im gleichen Jahr spielte er in Christopher Nolans BATMAN BEGINS (“Batman Begins”).

Für Neesons Porträt des Alfred Kinsey in Bill Condons KINSEY – neben Laura Linney – zeichnete ihn die Los Angeles Film Critics Association als ‘Besten Schauspieler’ aus. Zuvor spielte er neben Hugh Grant, Laura Linney, Emma Thompson und Keira Knightley in der Working Title-Produktion LOVE ACTUALLY [“Tatsächlich Liebe”, 2003 (Buch und Regie: Richard Curtis)].

2002 kehrte Neeson an den Broadway zurück, wo er in der Rolle des John Proctor mit seiner Freundin Laura Linney in Arthur Millers Klassiker “The Crucible” auftrat. Beide erhielten dafür eine Tony®-Nominierung.

2001 spielte er mit Harrison Ford in K-19: The Windowmaker (“K-19 ‑ Showdown in der Tiefe”), der Verfilmung einer realen russischen U-Boot-Tragödie. Des Weiteren drehte er mit Sandra Bullock die schwarze Komödie GUN SHY (“Ein Herz und eine Kanone”, 2000).

In dem Blockbuster Star Wars: Episode I – The Phantom Menace (“Star Wars: Episode 1 – Die dunkle Bedrohung”, 1999) spielte er den Jedi-Meister Qui-Gon Jinn, der Obi-Wan Kenobi und den jungen Anakin Skywalker in die Geheimnisse der Macht einweiht. Im gleichen Jahr trat er mit Catherine Zeta-Jones in Jan De Bonts The Haunting (“Das Geisterschloss”) auf.

Darüber hinaus hatte er die Hauptrolle des Jean Valjean in der Kinoadaption von Victor Hugos Les Misérables (“Les Misérables”, 1997) – neben Geoffrey Rush, Uma Thurman und Claire Danes. Im gleichen Jahr spielte er Oscar Wilde in David Hares neuem Stück “The Judas Kiss”, das am Londoner West End und dann am Broadway Premiere hatte.

Neeson hatte die Titelrolle in Neil Jordans MICHAEL COLLINS, für den er beim Filmfestival von Venedig als ‘Bester Schauspieler’ ausgezeichnet wurde; in der gleichen Kategorie erhielt er den Evening Standard Award und eine Golden Globe®-Nominierung. Der Film selbst erhielt zudem den Hauptpreis von Venedig: den Goldenen Löwen.

1993 erregte Neeson weltweite Aufmerksamkeit durch seine Hauptrolle in dem Oscar®-prämierten Film SCHINDLERS LISTE. In der Kategorie ‘Bester Schauspieler’ wurde er für einen Oscar®, einen Golden Globe® und einen BAFTA Award nominiert.

Der gebürtige Ire strebte ursprünglich die Laufbahn eines Lehrers an, nachdem er an der Queens University in Belfast Physik, Computerwissenschaft und Mathematik studiert hatte. Doch 1976 ließ Neeson das Unterrichten sein und schloss sich dem renommierten Lyric Players Theatre in Belfast an (“Das beste Training für jeden Schauspieler”). Sein professionelles Schauspieldebüt gab er in Joseph Plunketts “The Risen People”. Nach zwei Jahren bei den Lyric Players kam er zum Abbey Theatre in Dublin, dem berühmten irischen Nationaltheater. Neeson trat mit dem Abbey in der Festivalproduktion von Brian Friels “Translations” auf. Für das Royal Exchange Theatre im englischen Manchester spielte er in Sean O’Caseys “The Plough and the Stars”, wofür er eine Auszeichnung als ‘Bester Schauspieler’ erhielt.


KEN STOTT (Trüffeljäger, der Sprecher), ein Allround-Talent in der englischen Schauspielszene und Olivier Award-Preisträger, sammelte langjährige Erfahrungen in Theater, Film und Fernsehen.

Der 1955 in Edinburgh geborene Stott erfuhr seine Ausbildung an der George Heriot's School, wo sein Vater Dekan der Englischfakultät war, und danach an der Mountview Theatre School. Bereits mit 18 Jahren begann er seine Schauspielkarriere am Lyric Theatre im irischen Belfast.

Die nächsten zehn Jahre spielte er Repertoiretheater (unter anderem in Belfast, Ipswich, Manchester und Plymouth), bevor er in “Through the Leaves” am Traverse Theatre in Edinburgh seine erste Hauptrolle erhielt. Als er mit der Aufführung in London gastierte, sorgte er für Aufmerksamkeit und fand sich ein Jahr später am Royal National Theatre wieder. In den nächsten Jahren etablierte sich der Schotte als einer der besten Schauspieler Englands und erhielt zahlreiche Nominierungen und Preise, darunter 1994 einen Olivier Award als ‘Bester Nebendarsteller’ in “Broken Glass”. Seine zweite Nominierung bekam er für “Recruiting Officer” am National Theatre.

Seine ersten Bühnenrollen spielte er in verschiedenen Produktionen der Royal Shakespeare Company, insbesondere “Henry V”, “Henry IV, Pt. 1 & 2” und “The Merry Wives of Windsor”, bevor er größere Parts in Tennessee Williams “The Rose Tattoo” und Molieres “Le Misanthrope” erhielt. In Arthur Millers “Death of A Salesman” spielte er den Willy Loman – mit Jude Law in der Rolle von Sohn Happy.

Aber erst seine Rolle in der Anfangsbesetzung des West End-Hits “Art” (die ihm seine dritte Olivier Nominierung einbrachte), in dem er mit Albert Finney und Tom Courtenay am Wyndham's auftrat, rückte ihn ins Rampenlicht.
So feierte er in den 1990ern große Erfolge im britischen Fernsehen, während er mit seiner Bühnenkarriere pausierte. Doch 2001 kehrte er wieder auf die Bühnen des West Ends zurück – zunächst in Brian Friels “Faith Healer” am Almeida Theatre in King's Cross. In dem Drama “Heroes”, in dem er neben Richard Griffiths and John Hurt spielte, war er 2006 wieder am Wyndham’s zu sehen.

Während er sich im Repertoiretheater zu etablieren versuchte, debütierte Stott 1977 in “The Secret Army” im englischen Fernsehen. In den nächsten 20 Jahren spielte er kleine Rollen in den verschiedensten Programmformaten, darunter in “Your Cheatin’ Heart” (1990) und Dennis Potters “The Singing Detective” (1988 ) auf BBC. Wirklich bekannt wurde er als alkoholkranker Krankenhaus-DJ in der schwarzhumorigen BBC-Miniserie “Taking Over The Asylum” (1994), die einen BAFTA als ‘Bestes Seriendrama’ gewann.

Ein vertrautes Gesicht bei der BBC wurde er mit verschiedenen Serien und Programmformaten: “Mug’s Game” (1996), “Rhodes” (1996), “Stone, Scissors, Paper” (1997), “Messiah” (“Messias”, 2001), “Vicious Circle” (1999). Auch aus dem Sender ITV war er bald nicht mehr wegzudenken: In fünf Staffeln von “The Vice” (1999, 2003), einer der populärsten englischen TV-Serien, spielte er Det. Inspector Pat Chappel (BAFTA-Nominierung 1999) und holte so jede Woche 10 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Große Anerkennung erntete er für die zwei Staffeln der ITV-Serie “Rebus” (2006‑2007), in der er Schottlands beliebtesten Antiheld-Polizisten darstellte.

Gleichzeitig konnte sich Stott auch im Kino etablieren. In BEING HUMAN (“Wer hat meine Familie geklaut?”, 1993) hatte er ein 30 Sekunden kurzes Debüt als Spanier des 16. Jahrhunderts. Danach spielte er in dem Oscar®-preisgekrönten Kurzfilm Franz Kafka's It’s A Wonderful Life (1993) mit Richard E. Grant.

Seine erste große Leinwandrolle spielte er als alkoholkranker Coach Ike Weir in Jim Sheridans The Boxer (“Der Boxer”, 1997); Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis hatte ihn in “Art” auf der Bühne gesehen und für die Rolle vorgeschlagen. Zwei Jahre später bekam er seine erste, speziell für ihn geschriebene Hauptrolle neben Billy Connolly in dem düsteren Thriller The Debt Collector (199cool . Er spielte den sadistischen Chance in Jake Scotts Plunkett & Macleane (“Plunkett & Macleane”, 1999) ‑ neben Liv Tyler, Robert Carlyle und Jonny Lee Miller ‑ und hatte tragende Rollen in Danny Boyles Shallow Grave (“Kleine Morde unter Freunden”, 1994), Antoine Fuquas KING ARTHUR (“King Arthur”, 2003), Lasse Hallströms CASANOVA (“Casanova”, 2005) und Mike Hodges’ I’ll Sleep When I’m Dead (“I’ll Sleep When I’m Dead”, 2003).

Zu seinen letzten Kinoarbeiten zählt die Rolle des Zvi Rafiah in Mike Nichols Charlie Wilson’s War (“Der Krieg des Charlie Wilson”, 2007). Momentan spielt er neben Ralph Fiennes, Tamsin Greig und Manet McTeer in Yazmina Rezas neuem Stück “Le Dieu du Carnage” am Gielgud Theatre.



DIE FILMEMACHER


ANDREW ADAMSON (Regie/Produktion/Drehbuch) kehrt mit THE CHRONICLES OF NARNIA: PRINCE CASPIAN (“Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia”, 2008 ) in das Land Narnia zurück, nachdem er bei dem außerordentlich erfolgreichen THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE ("Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005) für Regie und Ko-Drehbuch verantwortlich gezeichnet hatte. Innerhalb kurzer Zeit etablierte sich Adamson als Pionier auf den Feldern der Filmregie und der visuellen Effekte. Gleichzeitig bewies er ein einzigartiges Talent als Autor von Fantasy- und Abenteuerstoffen und schuf auf diese Weise Filme für Zuschauer aller Altersgruppen. Mit THE CHRONICLES OF NARNIA: PRINCE CASPIAN (“Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia”, 2008 ) stellt er seine Fähigkeiten bei einer ähnlich epischen Geschichte unter Beweis.

THE CHRONICLES OF NARNIA: PRINCE CASPIAN (“Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia”, 2008 ), der auf dem zweiten Band von C. S. Lewis Kinderfantasy-Franchise “Die Chroniken von Narnia” beruht, ist die zweite gemeinsame Produktion von Walt Disney Pictures und Walden Media. In diesem Film werden die Geschwister Pevensie in das Land Narnia zurückgeholt, in dem seit ihrem letzten Aufenthalt 1.300 Jahre vergangen sind. Wieder kommen die Kinder den schillernden Kreaturen Narnias zu Hilfe, um einen Bösewicht zu bekämpfen, der dem rechtmäßigen Herrscher den Weg an die Macht verwehrt. THE CHRONICLES OF NARNIA: PRINCE CASPIAN (“Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia”, 2008 ) ist am 16. Mai 2008 in den Vereinigten Staaten gestartet.
Adamsons Regiedebüt mit SHREK (“Shrek – der tollkühne Held”, 2001) schrieb Filmgeschichte, als es den ersten Oscar® in der neu geschaffenen Kategorie ‘Bester animierter Spielfilm’ gewann. Drei Jahre später ließ er auf diesen unglaublichen Erfolg eine glorreiche Fortsetzung folgen: SHREK 2 (“Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück”, 2004), bei dem er Regie führte und am Drehbuch beteiligt war. SHREK 2 gilt bislang als Hollywoods erfolgreichster Animationsfilm aller Zeiten. Er erhielt Oscar®-Nominierungen als ‘Bester animierter Spielfilm’ und für den ‘Besten Originalsong’.
Danach führte Adamson bei seinem ersten Realfilm Regie: THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (“Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005), wo er ebenfalls als Ko-Autor verantwortlich zeichnete. Abgesehen von seinem kommerziellen Erfolg gewann der Film einen Oscar® für das ‘Beste Make-up’ und erhielt zwei weitere Nominierungen für Effekte und Ton. In jüngster Vergangenheit fungierte Adamson als ausführender Produzent bei SHREK THE THIRD („Shrek der Dritte“, 2007).
Vor 20 Jahren begann Adamson in seiner neuseeländischen Heimat eine Berufslaufbahn im Bereich Computergraphik, wo er als Computeranimator, Design-Regisseur und Animator arbeitete. Im Jahr 1991 stieß er zu PDI/ DreamWorks (ehemals Pacific Data Images), wo er als Visual Effects Supervisor unter anderem an ANGELS IN THE OUTFIELD („Angels – Engel gibt es wirklich!“, 1994) und DOUBLE DRAGON („Double Dragon – Die 5. Dimension“, 1994) arbeitete. Er war auch an den visuellen Effekten von Filmen wie TRUE LIES („True Lies“, 1994), HEART AND SOULS („Vier himmlische Freunde“, 1993) und Barry Levinsons TOYS („Toys“, 1992) beteiligt. Darüber hinaus war Adamson als leitendes Mitglied in der Werbefilm-Abteilung von PDI/DreamWorks tätig und mit der Arbeit an zahlreichen preisgekrönten Spots befasst, unter anderem an „Planet Kevin“ für Converse, „Scrubbing Bubbles Greatest Show“ für Dow´s und „Juke Box“ für Miller Genuine Draft.
Von seiner Tätigkeit für PDI/DreamWorks abgesehen, arbeitete Adamson als VFX Supervisor an BATMAN FOREVER (“Batman Forever”, 1995), A TIME TO KILL („Die Jury“, 1996) und BATMAN & ROBIN („Batman & Robin“, 1997).
Zu seinen weiteren Auszeichnungen gehören der Animationspreis Annie (‘Achievements in Animation’),ein BAFTA Children’s Award für SHREK, eine Grammy®-Nominierung für SHREK 2 und zwei Nominierungen für die Goldene Palme beim Filmfestival von Cannes für die beiden ersten SHREK-Filme.

CHRISTOPHER MARKUS und STEPHEN McFEELY (Drehbuch) kehren nach Narnia zurück, nachdem sie bereits am Drehbuch des ersten Teils, des weltweiten Blockbusters THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (“Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005) beteiligt waren. Für ihre Arbeit an diesem Film erhielten sie Nominierungen für einen Saturn Award, einen Hugo Award und einen Humanitas Award.
Christopher Markus und Stephen McFeely schreiben seit 1995 gemeinsam Drehbücher. Die beiden in Buffalo bzw. San Francisco geborenen Autoren lernten sich im Graduate Fiction Writing Program der kalifornischen UC Davis kennen, nachdem Markus an der Rutgers University und McFeely an der University of Notre Dame studiert hatten. Vor ihrem Erfolg mit dem C. S. Lewis-Projekt verfassten Markus und McFeely für HBO das Drehbuch zu dem Kritikererfolg THE LIFE AND DEATH OF PETER SELLERS („The Life And Death Of Peter Sellers“, 2004), in der Oscar®-Gewinner Geoffrey Rush die Hauptrolle spielte. Der Film, für den sie zum ersten Mal eine Nennung als Drehbuchautoren bekamen, feierte 2004 seine Premiere im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes. Die Produktion erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter neun Emmys®. Markus und McFeely erhielten selbst einen Emmy® für ‚die ‚herausragende schreiberische Leistung bei einer Miniserie, einem Film oder Spezial-Drama’ ebenso wie den Preis der Schauspielergewerkschaft.

Letztes Jahr kam YOU KILL ME (“You Kill Me”) in die US-Kinos, eine Verfilmung ihres Originaldrehbuchs, bei der John Dahl Regie führte. Ihr jüngstes Projekt ist The Chronicles of Narnia: The Voyage of The Dawn Treader (“Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte”)

C. S. LEWIS (Buchvorlage) ist einer der am meisten geschätzten und produktivsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er verfasste alle Arten von belletristischer Literatur: Kinderbücher, Fantasy und Science Fiction und realistische Romane. Seine wissenschaftliche Arbeit ‑ von Abhandlungen über Mittelalter- und Renaissance-Literatur bis hin zu Linguistischen Theorien ‑ sowie seine geistreichen und phantasievollen schriftlichen Darlegungen über den christlichen Glauben machten ihn zu einem intellektuellen und auch spirituellen Mentor für Millionen Menschen.
Clive Staples Lewis wurde am 29. November 1898 in Belfast geboren. Er wurde an mehreren Oberschulen unterrichtet, ehe er 1917 sein Studium in Oxford begann. Seine Ausbildung wurde durch den Militärdienst im Ersten Weltkrieg unterbrochen. Lewis kämpfte als Second Lieutenant bei der Leichten Infanterie direkt an der Front und wurde 1918 verwundet. Nach einem längeren Aufenthalt im Lazarett kehrte er 1919 nach Oxford zurück und schloss vier Jahre später sein Studium mit Auszeichnung ab. Er wurde 1924 als Dozent für Philosophie an die Universität von Oxford berufen. 1925 begann für ihn eine drei Jahrzehnte währende Amtszeit, als er zum Kollegiums-Mitglied und Ordentlichen Dozenten am Magdalen College in Oxford ernannt wurde. Er behielt diesen Posten, bis er 1954 zum Professor für Mittelalterliche und Renaissance-Literatur am Magdalene College in Cambridge gewählt wurde. Diese Position hatte er bis zu seinem Tod im Jahre 1963 inne.
C. S. Lewis ist Autor von mehr als 40 Büchern, die beinahe jedes literarische Sujet abdecken, mit Ausnahme von Drama und Biografie. Er wollte ursprünglich Dichter werden und hatte unter dem Pseudonym Clive Hamilton (bestehend aus seinem Vornamen und dem Mädchennamen seiner Mutter) sogar zwei Gedichtbände veröffentlicht: „Spirits in Bondage“ (1919) und „Dymer“ (1926).
Seine wissenschaftliche Reputation erwarb er sich mit der 1936 veröffentlichten umfassenden Abhandlung „The Allegory of Love: A Study of Medieval Tradition“, die ihm den hoch angesehenen Gollancz Memorial Prize für Literatur einbrachte. In die Science Fiction wagte er sich erstmals 1938 mit dem Roman „Jenseits des Schweigenden Sterns“ („Out of the Silent Planet“), den ersten Band einer Trilogie, die mit „Perelandra“ (1943) und „Die Böse Macht“ („That Hideous Strength“, 1945) fortgesetzt wurde. Im Zentrum der Handlung steht der kosmische Kampf zwischen Gut und Böse.
Weitere Beachtung fand Lewis mit seinen Interpretationen des Christentums. „Dienstanweisungen für einen Unterteufel“ („The Screwtape Letters“) etwa wirft aus der Perspektive des Teufels einen einzigartigen Blick auf das Leben auf der Erde – was Lewis einen seiner größten Bucherfolge bescherte. „Die Große Scheidung oder Zwischen Himmel und Hölle“ („The Great Divorce“) aus dem Jahr 1946 schildert aus der Perspektive des Icherzählers, wie ein Bus voller Seelen von der Hölle zum Himmel reist, wo sie ihre Sünden bereuen sollen. Des Weiteren veröffentlichte C. S. Lewis 1952 „Pardon, ich bin Christ“ („Mere Christianity“), eine Sammlung von Vorträgen und Aufsätzen über die Grundsätze des Christentums, die während des Zweiten Weltkriegs von der BBC gesendet worden waren.
1950 wandte sich C. S. Lewis der Welt der Fantasy zu und verfasste das erste Buch einer sieben Bände umfassenden Kinderbuch-Serie, die zusammen als „Die Chroniken von Narnia“ („The Chronicles of Narnia“) betitelt wurden. „Der König von Narnia“ („The Lion, the Witch and The Wardrobe“), der als erster Band veröffentlicht wurde, führt den Leser in das fantastische Land Narnia. Über einen Wandschrank in einem englischen Landhaus entdeckt eine Gruppe von vier Kindern die verzauberte Welt von sprechenden Tieren und mythischen Kreaturen, in der der edle Löwe Aslan herrscht.
Lewis veröffentlichte darauf sechs weitere Bände, jeweils einen pro Jahr: 1951 „Prinz Kaspian von Narnia“ („Prince Caspian“), dann „Die Reise auf der Morgenröte“ („The Voyage of the Dawn Treader“, 1952), anschließend 1953 „Der Silberne Sessel“ („The Silver Chair“) und im Jahr 1954 „Der Ritt nach Narnia“ („The Horse and His Boy“). Der im Jahr 1955 veröffentlichte Band „Das Wunder von Narnia“ („The Magician’s Nephew“) erzählt die Vorgeschichte zum ersten Buch. Mit „Der letzte Kampf“ („The Last Battle“) schloss Lewis 1956 seine Serie ab. Dieser Band wurde mit dem prestigeträchtigen Carnegie Award ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung für Kinderliteratur. Bis zum heutigen Tage wurden „Die Chroniken von Narnia“ mehr als 85 Millionen Mal verkauft.
Lewis weiteres literarisches Schaffen umfasst unter anderem „Flucht aus Puritanien“ („The Pilgrim's Regress: An Allegorical Apology for Christianity, Reason and Romanticism“, 1933), „Über den Schmerz“ („The Problem of Pain“, 1940), „Das Gespräch mit Gott" („Reflections on the Psalms“, 1958 ), „Du selbst bist die Antwort“ („Till We Have Faces: A Myth Retold“, 1956) und zwei stark autobiografisch geprägte Werke: „Überrascht von Freude“ („Surprised by Joy: The Shape of My Early Life“, 1955) und „Über die Trauer“ („A Grief Observed“, 1961). Das erste beschreibt Lewis Weg vom Atheismus zum christlichen Glauben. Im zweiten setzt er sich mit dem Tod seiner Frau auseinander, die 1960 ihrem Krebsleiden erlag. C. S. Lewis selbst verschied am 22. November 1963, am selben Tag, als auch der Schriftsteller Aldous Huxley starb und US-Präsident John F. Kennedy einem Attentat zum Opfer fiel. Drei Jahre nach seinem Tod wurde eine Edition von C. S. Lewis Briefen veröffentlicht, für die sein älterer Bruder, W. H. Lewis, eine Denkschrift verfasste. Mit den zahlreichen Übersetzungen von Dutzenden seiner Werke und einer weltweiten Millionenauflage wurde C. S. Lewis zu einem Denker von internationaler Bedeutung.

MARK JOHNSON (Produktion), einer der renommiertesten Produzenten der Branche, kehrt nach THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (“Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005) in die Welt Narnias zurück. Der erste Teil war mit einem Einspiel von 745 Millionen Dollar zu einem weltweiten Box-Office-Hit avanciert und hatte zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter einen Oscar® für die ‘Beste Leistung im Make-up’ (ebenso wie Nominierungen für visuelle Effekte und Ton).

Johnson kennt das Oscar®-Podium aus persönlicher Anschauung – er erhielt eine Auszeichnung für den ‘Besten Film’ für Barry Levinsons bewegendes Drama RAIN MAN (“Rain Man”, 1988 ), in dem Dustin Hoffman (Oscar® für den ‘Besten Schauspieler’) und Tom Cruise die Hauptrollen spielten. Der Film, der insgesamt vier Oscars® und einen Golden Globe® als ‘Bester Film’ gewann, ist eine von mehreren Produktionen, die Johnson mit Levinson in einem Zeitraum von zwölf Jahren realisierte. Vier Jahre später kehrte Johnson zu den Oscar®-Zeremonien zurück, als Levinsons Biografieverfilmung BUGSY (“Bugsy”, 1991) zehn Nominierungen erhielt, darunter für den ‘Besten Film’ und die ‘Beste Regie’.
Johnson wurde in Maryland geboren, verbrachte aber zehn Jahre seiner Kindheit und Jugend in Spanien, wo er häufig als Filmstatist arbeitete, unter anderem in Franklin Schaffners NICHOLAS AND ALEXANDRA („Nikolaus und Alexandra“, 1971) und David Leans Epos DR. ZHIVAGO („Doktor Schiwago“, 1965). Diese frühen Erfahrungen führten bald zu kleinen Schauspielrollen in dem europäischen Western CAVALCA E UCCIDI (1964) und dem Kriegsdrama THE THIN RED LINE (1964).
Bevor Mark Johnson seine Karriere im Filmgeschäft begann, legte er sein theaterwissenschaftliches Vordiplom an der Universität von Virginia ab und beendete sein Studium mit einem Master-Abschluss in Filmwissenschaft an der Universität von Iowa. Von dort zog er nach New York und schrieb sich für das Ausbildungsprogramm der Regisseursgewerkschaft ein. Eine seiner ersten Arbeiten war Paul Mazurskys berührendes autobiografisches Drama NEXT STOP, GREEN VILLAGE („Ein Haar in der Suppe, 1976). Anschließend zog er nach Los Angeles und arbeitete sich vom Produktions- zum Regie-Assistenten hoch bei Projekten wie MOVIE, MOVIE („Movie, Movie“, 1979), THE BRINKS JOB (1978 ), ESCAPE FROM ALCATRAZ („Flucht von Alcatraz“, 1979) und Mel Brooks HIGH ANXIETY („Mel Brook’s Höhenkoller“, 1978 ), an dessen Drehbuch sein späterer Geschäftspartner Berry Levinson mitgeschrieben hatte.
Während der erfolgreichen Partnerschaft der beiden, die von 1982 bis 1994 währte, produzierte Johnson jeden Film Levinsons. Neben RAIN MAN („Rain Man“, 1988 ) zählen dazu unter anderem GOOD MORNING, VIETNAM („Good Morning, Vietnam“, 1987), THE NATURAL („Der Unbeugsame“, 1984); TIN MEN („Tin Men“, 1986), TOYS („Toys“, 1992), YOUNG SHERLOCK HOLMES („Das Geheimnis des verborgenen Tempels“, 1985), AVALON („Avalon“, 1990), ihr Debüt-Projekt DINER („Diner“, 1982), für das Levinson eine Oscar®-Nominierung in der Kategorie ‚Bestes Originaldrehbuch’ erhielt, sowie BUGSY („Bugsy“, 1991), der insgesamt zehn Oscar®-Nominierungen bekam, darunter für ‚Bester Film’ und ‚Beste Regie’. BUGSY wurde auch mit dem Golden Globe® in der Kategorie ‚Bester Film’ ausgezeichnet.
1994 gründete Mark Johnson seine eigene unabhängige Produktionsfirma und gewann den Los Angeles Film Critics New Generation Award für seinen Film A LITTLE PRINCESS („Little Princess“, 1995), den Alfonso Cuarón inszeniert hatte. Johnson produzierte mit seiner Firma anschließend die Komödie HOME FRIES („Verliebt in Sally“, 1998 ) mit Drew Barrymore und den dramatischen Thriller DONNIE BRASCO („Donnie Brasco“, 1996) mit Al Pacino und Johnny Depp. Johnson fungierte als ausführender Produzent bei der TV-Serie „L. A. Doctors (1998‑1999) von CBS und „Falcone“ (2000), außerdem bei dem CBS-Hit-Drama „The Guardian“ („The Guardian – Retter mit Herz“, 2001‑2004). Aktuell betreut er als ausführender Produzent AMCs Episodendrama “Breaking Bad”.

Zuletzt produzierte Johnson Nick Cassavetes’ Erfolgs-Drama THE NOTEBOOK („Wie ein einziger Tag“, 2004), das auf Nicholas Sparks’ gleichnamigem Bestseller basiert, das Regiedebüt der Filmemacher Luke und Andrew Wilson THE WENDELL BAKER STORY („The Wendell Baker Story“, 2005) sowie die Adaption von Thomas Rockwells Kinderbuch HOW TO EAT FRIED WORMS (2006). Bei diesem Projekt kooperierte Johnson wieder mit Walden Media. Im letzten Jahr stellte er zwei weitere Spielfilme fertig – das Independent-Drama BALLAST (als ausführender Produzent) und Richard Shepards THE HUNTING PARTY (“Hunting Party – Wenn der Jäger zum Gejagten wird”) mit Richard Gere und Terrence Howard.

Zu Mark Johnsons Kinoproduktionen der letzten Jahre zählen THE ALAMO („The Alamo – Der Traum, das Schicksal, die Legende“, 2004) und THE ROOKIE („Die Entscheidung – Eine wahre Geschichte“, 2002), die beide von John Lee Hancock inszeniert wurden, THE BANGER SISTERS („Groupies Forever“, 2002) mit Susan Sarandon und Goldie Hawn, Brad Silberlings Drama MOONLIGHT MILE („Moonlight Mile“, 2002) mit Susan Sarandon und Dustin Hoffman, Tom Shadyacs übernatürlicher Thriller THE DRAGONFLY („Im Zeichen der Libelle“, 2002) mit Kevin Costner und Kathy Bates, Levinsons irische Satire AN EVERLASTING PIECE („Mit oder ohne – Was Männer haben sollten“, 2000), Robert Zemeckis’ Horrorthriller WHAT LIES BENEATH („Schatten der Wahrheit“, 2000) mit Harrison Ford und Michelle Pfeiffer, die Hit-Komödie GALAXY QUEST (1999) mit Tim Allen und Sigourney Weaver und das beliebte Familiendrama MY DOG SKIP („Mein Hund Skip“, 2000) mit Frankie Muniz, Diane Lane, Kevin Bacon und John Lee Hancock als Ko-Produzent.
Darüber hinaus präsentierte oder fungierte er als ausführender Produzent bei Luis Llosas Regiedebüt SNIPER („Sniper – Der Scharfschütze“, 1994), Tim Robbins’ Debüt BOB ROBERTS („Bob Roberts“, 1992), Steven Soderberghs KAFKA („Kafka“, 1991) und Robert Redfords Oscar®-nominiertem Film QUIZ SHOW („Quiz Show – Der Skandal“, 1994). Mark Johnson steht zudem dem Auswahl-Komitee für die Kategorie ‚Bester fremdsprachiger Film’ der Academy of Motion Picture Arts and Sciences vor und ist Mitglied im ‚Board of Governors’ der Academy (Produzentenabteilung).

PHILIP STEUER (PRODUKTION) arbeitet jetzt zum fünften Mal mit Mark Johnson zusammen. Neben dem ersten NARNIA-Projekt war Steuer ausführender Produzent von zwei Filmen John Lee Hancocks – THE ROOKIE (“Die Entscheidung – eine wahre Geschichte”, 2002), einem der Kritiker- und Publikumshits des Jahres 2002, und THE ALAMO (“The Alamo – Der Traum, das Schicksal, die Legende”, 2004), der die Schlacht um die texanische Unabhängigkeit episch nacherzählte. Steuer und Johnson produzierten auch mit Walden Media die Adaption von Thomas Rockwells populärem Kinderbuch HOW TO EAT FRIED WORMS (2006).

Philip Steuers Vater Robert war ein Produktions- und Vertriebsmanager bei American International Pictures. Auf diese Weise absolvierte Steuer jr. in den Sommerferien Praktika bei mehreren Produktionen der Firma. Während dieser Lehrzeiten lernte der künftige Produzent alle Aspekte des Filmemachens eingehend kennen.

Zunächst arbeitete er als Top-Requisiteur der Branche für renommierte Filmemacher wie Mike Nichols, Neil Jordan, Ken Russell und Bruce Beresford, bevor er zum Production Supervisor aufstieg. In dieser Funktion war er an einer Reihe von Filmen beteiligt: an Peter Weirs preisgekrönter TRUMAN SHOW (“Die Truman Show”, 1998 ), David Mirkins Komödie Romy and Michele’s High School Reunion (”Romy und Michele”, 1997) und Bruce Beresfords Gefängnisdrama LAST DANCE (“Last Dance”, 1996).

Steuer ging daraufhin eine lang währende künstlerische Zusammenarbeit mit dem renommierten Filmemacher Neil LaBute ein. Sie gründeten zusammen Propaganda Films und produzierten YOUR FRIENDS AND NEIGHBORS („Your Friends And Neighbors“, 1998 ), eine bissige Romantik-Komödie mit Ben Stiller, Aaron Eckhardt und Jason Patric. Sie arbeiteten erneut bei der überaus innovativen und ungewöhnlichen Komödie NURSE BETTY („Nurse Betty“, 2000) zusammen, einem Kritikererfolg, in dem Renée Zellweger, Morgan Freeman und Chris Rock die Hauptrollen spielten. Der Film wurde auf den Filmfestspielen von Cannes im Jahr 2000 für die prestigeträchtige Goldene Palme nominiert. Steuer und LaBute stemmten auch die schrullige Romantik-Komödie THE SHAPE OF THINGS (2002) mit Rachel Weisz und Paul Rudd.
Abgesehen von seinen außergewöhnlichen Projekten in der Filmbranche wandte sich Steuer auch der Werbewelt zu. So war er ausführender Produzent der zweiten Reihe von BMWs Aufsehen erregender Internet-Kurzfilmreihe. In der zweiten Trilogie, „The Hire: The Hostage“, spielte erneut Clive Owen die Hauptrolle, dieses Mal unter der Regie von John Woo, Joe Carnahan und Tony Scott. Darüber hinaus produzierte Philip Steuer über 40 nationale Werbekampagnen ‑ mit so angesehenen Produktionsfirmen wie etwa RSA, Propaganda oder Anonymous Content.

PERRY MOORE (ausführende Produktion) arbeitete lange Zeit als Produktionsverantwortlicher bei Walden Media und sicherte der Firma in dieser Funktion auch die Narnia-Franchise ‑ beim ersten Film debütierte er als ausführender Produzent eines Spielfilms. Nachdem er die Rechte der C. S. Lewis-Serie erworben hatte, schloss er mit seinem früheren Arbeitgeber einen Produktionsvertrag ab. Neben seiner Arbeit in Produktion und Drehbuchentwicklung schrieb Moore auch das offizielle ‘Making-of’-Buch, das unter dem Titel “The Chronicles of Narnia ‑ The Lion, the Witch, and the Wardrobe Official Illustrated Movie Companion” bei HarperCollins erschien und zu einem New York Times-Bestseller avancierte.

Perry Moore stammt aus Virginia Beach und erwarb einen Englischabschluss an der Universität von Virginia, wo er Stipendiat des Echols-Programms war. Bevor er seine Karriere in der Entertainment-Branche bei MTV und VH1 begann, war er Praktikant im Weißen Haus. Er arbeitete als einer der Segment Producers an der Entwicklung der „Rosie O’Donnell Show“, einer der erfolgreichsten TV-Sendungen der letzten Jahre. Danach wechselte er vom Fernsehen zum Film und fungierte als Leiter der Drechbuchentwicklung Drehbuchentwicklung unter anderem als Ersatz für den verstorbenen Filmemacher Ted Demme [BLOW („Blow“, 2001)] und für den Produzent Joel Stillermann. Wenig später heuerte er bei Walden Media an, wo er Filmprojekte wie I AM DAVID („I Am David“, 2003), die Adaption von Anne Holms gefeiertem Roman „North to Freedom“, entwickelte und betreute.

Während seiner Zeit bei Walden akquirierte und entwickelte Moore auch Filme wie THE GIVER, BRIDGE TO TERABITHIA (“Die Brücke nach Terabithia”, 2007) und MANHUNT. Vor kurzem debütierte er auch als Drehbuchautor und Regisseur (zusammen mit Hunter Hill) mit dem unabhängig produzierten Drama LAKE CITY (2008 ), in dem Sissy Spacek, Rebecca Romijn, Dave Matthews, Keith Carradine, Drea De Matteo und Troy Garity die Hauptrollen spielen.

Neben seinen filmischen Aktivitäten veröffentlichte Moore auch einen neuen Roman, “Hero”, der im August 2007 bei Hyperion erschien. Mit diesem Verlag hat er einen Vertrag über mehrere Bücher.


DOUGLAS GRESHAM (Ko-Produktion) war bereits in gleicher Funktion an THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (“Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005) beteiligt.

Er ist der Sohn der Schriftsteller Joy Davidman und William Lindsay Gresham sowie Stiefsohn von C. S. Lewis. Nachdem sein Vater im Jahr 1946 den Roman „Nightmare Alley“ veröffentlicht hatte, zog die Familie nach Ossining, New York, und später nach Staatsburg. Bereits wenig später stellten sich Eheprobleme ein. Die Mutter verbrachte 1952 mehrere Monate in England, um ihr Buch „Smoke on the Mountain“ fertigzustellen. Während dieses Aufenthalts freundete sie sich mit C. S. Lewis an und verbrachte Weihnachten bei den Brüdern Lewis in Oxford. Nachdem die Ehe mit William Gresham 1953 endgültig zerbrochen war, verlegte Joy Davidman ihren Wohnsitz wieder nach London und nahm ihre beiden Söhne mit.
1954 besuchte der junge Gresham die Schule in Surrey; ein Jahr später zog die Familie nach Headington in der Nähe von Oxford. 1956 heirateten seine Mutter und C. S. Lewis standesamtlich, eine kirchliche Zeremonie folgte erst, als bei Joy eine unheilbare, bösartige Krebserkrankung diagnostiziert wurde. Nach dem Tod seiner Mutter lebte Douglas Gresham weiter mit C. S. Lewis in ihrem Heim in Headington – bis zu Lewis Tod 1963, ein Jahr, nachdem auch Greshams leiblicher Vater verstorben war.
In den nächsten Jahren studierte Douglas Gresham Landwirtschaft und arbeitete auf Bauernhöfen. Während dieser Zeit traf er Meredith („Merrie“) Conan-Davis und verliebte sich in sie. Das Paar heiratete schließlich im Jahr 1967. Kurz nach der Hochzeit zogen seine Frau und er nach Australien. Dort arbeitete er einige Jahre als Landwirt, betrieb Radio- und Fernseh-Stationen, führte ein Restaurant und ging zahlreichen anderen Berufen nach. In Australien wurden auch die Kinder der beiden geboren: James 1968, Timothy ein Jahr später, Dominick 1971 und Lucinda 1976. Im Jahr 1990 schließlich adoptierte das Ehepaar die damals fünfjährige Melody aus Korea. Meredith und Douglas haben heute neun Enkelkinder.
Seit 1973 befasst sich Gresham mit allen Aspekten des Nachlasses von C. S. Lewis. Im Jahr 1993 zog die Familie nach Irland, damit Douglas Gresham dieser Aufgabe mehr Aufmerksamkeit widmen konnte. Seine Frau und er sind gläubige Christen und schufen sich ihr Heim in County Carlow, in einer facettenreichen, nicht konfessionsgebundenen Christlichen Gemeinde, die sich auf Kirchlichen Dienst und Seminararbeit spezialisiert hat. 1988 veröffentliche Gresham sein autobiografisches Buch „Lenten Lands“. Sein neues Buch, „Jack’s Life: The Life Story of C. S. Lewis“, erschien im Oktober 2005 bei Broadman and Colman. Er arbeitet nun Vollzeit für die C. S. Lewis Company und widmet seine Freizeit seiner Glaubensarbeit.

KARL WALTER LINDENLAUB, A. S. C., bvk (Kamera) wurde in Bremen geboren und wuchs in Hamburg auf. Der preisgekrönte Kameramann studierte sein Fach an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF). Mit einem Stipendium setzte er sein Studium an der berühmten englischen National Film and Television School fort.

Nach seinen ersten Kameraarbeiten für Studentenfilme an der HFF und für europäische Produktionen baute Lindenlaub Partnerschaften mit verschiedenen Filmemachern auf: mit Michael Caton-Jones [CITY BY THE SEA (“City by the Sea”, 2002), ROB ROY (“Rob Roy”, 1995), THE JACKAL (“Der Schakal”, 1997)], Wayne Wang [Maid in Manhattan (“Manhattan Love Story”, 2002), Because of Winn-Dixie (“Winn-Dixie ‑ mein zotteliger Freund”, 2004)], Garry Marshall [The Princess Diaries (“Plötzlich Prinzessin!”, 2001), GEORGIA RULE (“Georgia Rule”, 2007)], Jon Avnet [RED CORNER (“Red Corner – Labyrinth ohne Ausweg”, 1997)], Up Close and Personal (“Aus nächster Nähe”, 1996)] und mit seinem Landsmann Roland Emmerich, mit dem er insgesamt sieben Mal zusammenarbeitete.

Für Emmerich fotografierte er die Science-Fiction-Epen INDEPENDENCE DAY (“Independence Day”, 1966) und STARGATE (“Stargate”, 1994) ebenso wie UNIVERSAL SOLDIER (“Universal Soldier”, 1992), MOON (“Moon 44”, 1988/89 – das ihm den Deutschen Kamerapreis einbrachte), HOLLYWOOD-MONSTER (“Hollywood Monster”, 1997) und EYE OF THE STORM (“Eye of the Storm”, 1991, bei dem Emmerich als ausführender Produzent fungierte). Sein Kameradebüt lieferte er an der Filmhochschule mit dem Film ALTOSAX (“Altosax”, 1980), zu dem er mit Emmerich zusammen das Drehbuch schrieb.

Lindenlaub arbeitete auch mit den Regisseuren Jan De Bont [THE HAUNTING (“Das Geisterschloss”, 1999)], Bob Dolman [The Banger Sisters (“Groupies Forever”, 2002)] sowie zuletzt mit Paul Verhoeven [ZWARTBOEK (“Black Book”, 2006)].

ROGER FORD (Szenenbild) ist einer der angesehensten Filmkünstler Australiens, der für seine Arbeit – sowohl als Szenenbildner als auch als Kostümdesigner – zahlreiche Auszeichnungen erhielt, insbesondere eine Oscar®-Nominierung für seine Bauten in Chris Noonans reizendem Klassiker BABE („Ein Schweinchen namens Babe“, 1996). Nachdem er schon für THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE („Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia,“ 2005) Dutzende von atemberaubenden Sets kreierte, kehrt er jetzt wieder in die Welt von Narnia zurück.
Ford gewann den Australian Film Institute (AFI) Award für das Szenenbild von Peter Duncans CHILDREN OF THE REVOLUTION („Children of the Revolution“, 1996), John Duigans FLIRTING (1991) sowie den Preis in der ‚Open Craft-Kategorie’ des AFI für Russell Mulcahys Miniserie „On the Beach“ (2000). Er erhielt sechs weitere AFI-Nominierungen: für das Szenenbild von DOING TIME FOR PATSY CLINE (1997) und von Mulcahys SWIMMING UPSTREAM („Gegen den Strom – Swimming Upstream“, 2002), für die Kostüme in THE NOSTRADAMUS KID (1993) und sein Debüt mit THOSE DEAR DEPARTED („Tot lebt sich’s besser“, 1987). Gleich zweimal nominiert wurde er für seine Arbeit an Philip Noyces bemerkenswertem Doku-Drama RABBIT-PROOF FENCE („The Long Walk Home“, 2002); Ford zeichnete dort für das Szenenbild und die Kostüme verantwortlich. Der Film gewann den Inside Film Award in der Kategorie ‚Bestes Produktionsdesign’.
Ford war ebenfalls an Philip Noyces Oscar®-nominiertem Drama THE QUIET AMERICAN („Der stille Amerikaner“, 2003) künstlerisch beteiligt und arbeitete mit Regisseur Duigan bei drei weiteren Projekten zusammen: THE YEAR MY VOICE BROKE (1987), ROMERO („Romero“, 1987) und SIRENS („Verführung der Sirenen“, 1994).
Für Regisseur George Miller gestaltete er auch das Szenenbild von BABE: PIG IN THE CITY („Schweinchen Babe in der großen Stadt“, 1998 ) und arbeitete mit ihm zusammen an mehreren Kennedy Miller-Produktionen. Seine Filmografie umfasst unter anderem noch LILIAN’S STORY (1995), den IMAX-Film SYDNEY – STORY OF A CITY und PJ Hogans gefeierte Märchenverfilmung PETER PAN („Peter Pan“, 2003).
Der gebürtige Engländer besuchte das Leicester College of Art, ehe er für die BBC zu arbeiten begann. Seine ersten Projekte als Szenenbildner waren unter anderem „The Cliff Richard Show“, „The Cilla Black Show“, „The Spike Milligan Show“, „The Dave Allen Show“ und der Klassiker „Dr. Who“ (1963‑1989). Nachdem er sechs Jahre lang für die BBC tätig war, kam Ford nach Australien, um für die Australian Broadcasting Corporation (ABC) zu arbeiten. Eigentlich wollte er nur zwei Jahre bleiben, avancierte dann aber schnell zum Leiter von ABCs Designabteilung ‑ so wurden aus dem Besuch drei Jahrzehnte, und Roger Ford wurde mittlerweile von den Australiern „adoptiert“.

SIM EVAN-JONES, A. C. E. (Schnitt) arbeitete bereits für Andrew Adamson an SHREK („Shrek – Der tollkühne Held“, 2001), für den er eine Eddie (American Cinema Editors Award)-Nominierung erhielt, SHREK 2 („Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück“, 2004) und natürlich an THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE („Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“, 2005). Geboren in Großbritannien, absolvierte Evan-Jones das Goldsmiths College der Universität London und schloss sein Studium in Film und Kommunikation mit Diplom ab. Nachdem er in Steven Spielbergs Amblimation Studio in London gearbeitet hatte, ging er 1995 in die USA und stieß zu DreamWorks, S. K. G. Er arbeitete als Schnittassistent an den Sequels von AN AMERICAN TAIL („Feivel der Mauswanderer“, 1986), als Ko-Cutter an WE´RE BACK! A DINOSAUR STORY (1993) und BALTO („Balto ‑ Ein Hund mit dem Herzen eines Helden”, 1995). Sim Evan-Jones war auch Associate Cutter und dann VFX Supervisor bei DreamWorks’ Animations-Musical THE PRINCE OF EGYPT („Der Prinz von Ägypten“, 1997).

ISIS MUSSENDEN (Kostüm) hatte für Andrew Adamson bereits die Kostüme für die Animationsklassiker SHREK (“Shrek – Der tollkühne Held”, 2001) und SHREK 2 (“Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück”, 2004) und THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (“Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005) entworfen. Für letzteres Projekt gewann sie die Auszeichnung der Kostümdesignergewerkschaft und den ’Saturn Award’ der Academy of Science Fiction, Fantasy and Horror Saturn. Außerdem erhielt sie eine Nominierung für den ‘British Academy Award’ (BAFTA).

In ihrer 20-jährigen Karriere schuf die gebürtige Kalifornierin Kostüme für eine enorme Vielfalt von Bühnen- und Filmprojekten, darunter JAY AND SILENT BOB STRIKE BACK („Jay & Silent Bob schlagen zurück“, 2001), THIRTEEN DAYS („Thirteen Days“, 2000), AMERICAN PSYCHO („American Psycho“, 2000), THE ASTRONAUT’S WIFE („The Astronaut’s Wife“, 1999), SOME GIRL (1998 ), DANTE’S PEAK („Dante’s Peak“, 1996), DAYLIGHT („Daylight“, 1997), ALBINO ALIGATOR („Albino Aligator“, 1997), WHITE MAN’S BURDEN (“Straße der Rache”, 1995), GHOST IN THE MACHINE („Der Killer im System“, 1993), SHOCKER („Shocker“, 1989), BODIES, REST & MOTION („Bodies, Rest & Motion“, 1993), MATINEE („Matinee“, 1993), THE WATERDANCE („Waterdance“, 1992), DIRTY DANCING: HAVANNA NIGHTS (“Dirty Dancing 2”, 2004), BREAKING’ ALL THE RULES (“Breaking’ All The Rules”, 2004), LIFE OF A PARTY (“Life Of A Party”, 2005) und Brad Silberlings ausgefallene Dramödie 10 ITEMS OR LESS (“10 Items or Less”, 2006).

Sie feierte ihr Spielfilmdebüt mit der romantischen Komödie THE ALLNIGHTER („Die Nachtschwärmer“, 1986) und fungierte bereits sehr früh als Assistenzdesignerin bei CROCODILE DUNDEE („Crocodile Dundee – Ein Krokodil zum Küssen“, 1987) und FALLING IN LOVE („Der Liebe verfallen“, 1984). Als Kostümassistentin wirkte sie bei Robert Bentons Oscar®-prämiertem PLACES IN THE HEART („Ein Platz im Herzen“, 1985) and Woody Allens THE PURPLE ROSE OF CAIRO („The Purple Rose Of Cairo, 1985) mit.
Mussenden arbeitete ebenfalls an einer ganzen Reihe von TV-Movies, darunter HBOs „A Private Matter“ (1992), „Storm and Sorrow“ (1990) von Lifetime, CBS-TVs „Taken Away“ (1989) und Turner Pictures' „Memphis“ (1992), wofür sie eine CableACE Nominierung in der Rubrik ‚Design’ erhielt. Sie war auch als Kostümassistentin an der Miniserie „Kennedy“ (1983) beteiligt, in der Martin Sheen die Hauptrolle spielte.
Sie besuchte die Universität von Kalifornien in Santa Barbara und absolvierte später die renommierte New Yorker Parson School of Design mit einem Bachelor-Abschluss in Mode-Design. Am Anfang ihrer Karriere arbeitete sie zwei Spielzeiten lang bei Joseph Papps berühmten New York Shakespeare Festival mit. So verdiente sie sich ihre Sporen in der Theaterwelt, wo sie Dutzende von Stücken mitgestaltete, darunter „Been Taken“, „The Crate“, „At Home“ und Roger Heddens „Bodies, Rest & Motion“ im Lincoln Center. Sie entwarf auch die Kostüme für das „Marathons Festival“ für Einakter (von Dramatikern wie Hedden, David Mamet und Shel Silversein) am New Yorker Ensemble Studio Theatre.

Momentan bereitet sie mit Sam Raimi den Horrorfilm DRAG ME TO HELL vor.


HARRY GREGSON-WILLIAMS (Musik) arbeitet bei THE CHRONICLES OF NARNIA: PRINCE CASPIAN (“Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia”, 2008 ) wieder mit Regisseur Andrew Adamson zusammen, für den er schon die Soundtracks für den Oscar®-prämierten SHREK („Shrek – Der tollkühne Held“, 2001), den Box-office-Hit SHREK 2 („Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück“, 2004) und natürlich THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE („Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“, 2005) komponiert hatte. Gregson-Williams ist in der Welt der Animationsfilme eine feste Größe, schrieb er doch auch die Musik für die DreamWorks-Blockbuster ANTZ („Antz“, 1998 ) und CHICKEN RUN („Chicken Run – Hennen Rennen“, 2000) sowie zuletzt FLUSHED AWAY („Flutsch und weg“, 2006) und SHREK THE THIRD („Shrek der Dritte“, 2007).

Gregson-Williams ist ausgebildeter Dirigent, Arrangeur und Orchestrator. Er wuchs in London auf und studierte Gesang, Klavier und Geige. Bereits als Kind trat er auf Bühnen in ganz Europa auf, tourte mit dem Chor des St. John's College von Cambridge, wo er bereits mit sieben Jahren ein Stipendium hatte, und spielte als Solist zahlreiche Aufnahmen ein. Gregson-Williams erhielt ein Musik-Stipendium nach dem anderen und studierte schließlich an der bedeutenden Guildhall School for Music und Drama in London. Unmittelbar danach begann er selbst Musik zu lehren, erst in England und Ägypten, dann in einem ähnlichen Programm im Rift Valley in Kenia, wo er Kinder in Musik unterrichtete. Nach seiner Rückkehr nach London begann Gregson-Williams mit dem britischen Filmkomponisten Stanley Myers zu arbeiten. Kurz darauf tat er sich mit Hans Zimmer zusammen und war an dessen Filmmusiken für K2 („K2 – Das letzte Abenteuer“, 1991), THE LION KING („Der König der Löwen“, 1994), CRIMSON TIDE („Crimson Tide – In tiefster Gefahr“, 1995) und BEYOND RAGOON („Rangoon“, 1995) beteiligt. Nachdem er mit dem legendären britischen Regisseur Nicholas Roeg an TWO DEATHS (1995) gearbeitet hatte, komponierte er für ihn zwei komplette Soundtracks, und zwar zu den Filmen FULL BODY MASSAGE (1995) und HOTEL PARADISE (1995).
1995 folgte Gregson-Williams Hans Zimmer nach Los Angeles, um an MUPPET TREASURE ISLAND („Muppets – Die Schatzinsel“, 1995) zu arbeiten, dem ersten von vielen familienorientierten Film-Projekten. Mit Hans Zimmer arbeitete er bei Media Ventures (als Komponist und Arrangeur) an verschiedenen Soundtracks mit: BROKEN ARROW („Operation: Broken Arrow“, 1996), THE FAN („The Fan“, 1996), THE ROCK („The Rock – Fels der Entscheidung“, 1996) und THE PRINCE OF EGYPT („Der Prinz von Ägypten“, 1997). Er dirigierte auch viele der Soundtracks Zimmers, allen voran für den Oscar®-nominierten AS GOOD AS IT GETS („Besser geht’s nicht“, 1997). Gregor-Williams war auch an anderen bekannten Projekten beteiligt: Zunächst arbeitete er mit Trevor Rabin an ARMAGEDDON („Armageddon – Das Jüngste Gericht“, 1998 ) und ENEMY OF THE STATE („Der Staatsfeind Nr. 1“, 1998 ), danach mit Media Ventures-Komponist John Powell an Projekten wie ANTZ („Antz“, 1998 ), SHREK („Shrek – Der tollkühne Held“, 2001) und CHICKEN RUN („Chicken Run – Hennen Rennen“, 2000).

Außerdem komponierte Gregson-Williams bemerkenswerte Soundtracks für Bille Augusts Spionage-Thriller SMILLA’S SENSE OF SNOW (“Fräulein Smilla’s Gespür für Schnee”, 1997), Antoine Fuquas Actionfilm THE REPLACEMENT KILLERS (“The Replacement Killers”, 1997), THE BORROWERS (“Ein Fall für die Borger”, 1997), LIGHT IT UP (“Light It Up”, 2002), SPY KIDS (“Spy Kids”, 2001), SPY GAME (“Spy Game – Der finale Countdown”, 2001), PHONE BOOTH (“Nicht auflegen”, 2002), Sindbad: Legend of the Seven Seas (“Sindbad: Der Herr der sieben Meere”, 2003), PASSIONADA (“Passionada”, 2002), Veronica Guerin (“Die Journalistin”, 2003), THE RUNDOWN (“Welcome to the Jungle”, 2003) und Bridget Jones: The Age of Reason (“Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns”, 2004). Er schrieb auch die Musik für ”Father of the Pride”, eine Animationsserie von NBC (2004), den Kinozeichentrickfilm MADAGASCAR (“Madagascar”, 2005), Tony Scotts Thriller MAN ON FIRE (“Mann unter Feuer”, 2004) sowie DÉJÀ VU (“Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit”, 2006) und dessen dramatische Biografieverfilmung DOMINO (“Domino”, 2005), des Weiteren Ridley Scotts Epos KINGDOM OF HEAVEN (“Königreich der Himmel”, 2005), Joel Schumachers Thriller Number 23 (“Nummer 23”, 2007) und das Bürgerkriegsdrama SERAPHIM FALLS (“Seraphim Falls”, 2006). Zu seinen frühen Arbeiten zählen eine Serie von Kurzfilmen für die BBC, die Independent-Produktion WHITE ANGEL (“White Angel”, 1993) und Dan Irelands THE WHOLE WIDE WORLD („The Whole Wide World“, 1995).

Gregson-Williams erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Preis der American Society of Composers (zusammen mit John Powell) für CHICKEN RUN und ANTZ, die Animationsauszeichnung Annie für SHREK (wiederum mit Powell) sowie drei weitere Nominierungen für ANTZ, SHREK 2 und SinDbad: Legend of the Seven SeaS. Des Weiteren ehrte man ihn mit vier BMI Awards (für SHREK, CHICKEN RUN und 1999 gleich doppelt für ANTZ und ENEMY OF THE STATE – ein Glanzstück, das er 2005 mit SHREK 2 und MAN ON FIRE wiederholte) sowie einer BAFTA-Nominierung für SHREK.

Vom Kino abgesehen steuerte Gregson-Williams bemerkenswerte Soundtracks für die Videospiel-Serie “Metal Gear Solid” bei (“Metal Gear Solid 3: Snake Eater”, “Metal Gear Solid 2: Substance”) und arbeitete mit vielen Rock- und Popkünstlern an deren Alben.


DEAN WRIGHT (Visual Effects Supervisor) erhielt für seine Arbeit als Visual Effects Supervisor an THE CHRONICLES OF NARNIA: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (“Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005) Nominierungen für den Oscar®, BAFTA, Saturn und Visual Effects Society Award (eine Ehre, die er mit seinen Kollegen Jim Berney, Scott Farrar und Bill Westenhofer teilte).

Vor seinen Erfolgen mit THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (“Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005) war Wright maßgeblich beteiligt an so prestigeträchtigen Projekten wie TITANIC („Titanic“, 1997), WHAT DREAMS MAY COME TRUE („Hinter dem Horizont – Das Ende ist nur der Anfang“, 1998 ), THE LORD OF THE RINGS – THE TWO TOWERS („Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“, 2002) und THE LORD OF THE RINGS – THE RETURN OF THE KING („Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“, 2003). All diese Filme erhielten Oscars® für ihre innovativen und bahnbrechenden Effekte.

Dean Wright stammt aus Michigan und schrieb sich an der Filmhochschule der Universität von Arizona ein, um Filmemacher zu werden. Nachdem er sein Studium 1986 abgeschlossen hatte, ergatterte er seinen ersten Job bei einer Episode von „Western Movie Of The Week“ mit dem Titel „Desperado“. Nach seinem Umzug nach Los Angeles arbeitete er jedoch schon bald mit einem der prominentesten Regisseure der Branche, noch dazu an einem Projekt, das die Filmwelt nachhaltig verändern sollte: TERMINATOR 2: JUDGEMENT DAY („Terminator 2: Tag der Abrechnung“, 1992) von Regisseur James Cameron. Der Film erhielt vier Oscars®, darunter einen in der Kategorie ‚Beste visuelle Effekte’. Als Konsequenz erhielt Wright zunehmend wichtigere Positionen in einer großen Bandbreite von Projekten: Er arbeitete als Produktionskoordinator, Postproduktionskoordinator und schließlich Produktionsleiter für so berühmte Filmemacher wie Wes Craven [SCREAM („Scream" Schrei!“, 1996), Christopher Guest (ALMOST HEROES, 1998 ), Ron Underwood [HEART AND SOULS („Vier himmlische Freunde“, 1993); SPEECHLESS („Sprachlos“, 1994)], Glenn Jordan [JAKE’S WOMAN (1995)], Diane Keaton (WILDFLOWER, 1991) und Danny DeVito [SUNSET PARK („Sunset Park“, 1996)]. Und Wright sollte das Glück haben, als VFX-Produktionsleiter noch einmal in Camerons eigener Effekt-Schmiede, Digital Domain, zu arbeiten. In Zusammenarbeit mit Visual Effects Supervisor Rob Legato vertiefte sich Wright in ein Projekt, das zum erfolgreichsten und populärsten Film aller Zeiten werden sollte: TITANIC („Titanic“, 1997), der elf Oscars® gewann, inklusive dem für die besten visuellen Effekte.
Nach diesem Triumph wurde Wright zum Visual Effects Producer befördert und war so maßgeblich am nächsten Coup der Firma beteiligt: WHAT DREAMS MAY COME TRUE. In enger Zusammenarbeit mit Regisseur Vincent Ward und Visual Effects Supervisor Kevin Scott Mack halfen Wright und Digital Domain erneut, derart bahnbrechende Effekte auf die Leinwand zu zaubern, dass der Film 1998 ebenfalls einen Oscar® in der Kategorie ‚Beste visuelle Effekte’ erhielt.

Nachdem Dean Wright die visuellen Effekte für einige weitere Projekte produziert hatte, stieß er zu Dream Quest Images. In den vier Jahren, in denen er dort arbeitete (1998‑2002) war er für die gesamten VFX der Firma verantwortlich. Er betreute in dieser Funktion über 30 Spielfilme, dazu Effekte für Themenparks und Animationsprojekte. Dazu zählten unter anderem KANGAROO JACK („Kangaroo Jack“, 2003), REIGN OF FIRE („Die Herrschaft des Feuers“, 2002), 102 DALMATIANS („102 Dalmatiner“, 2001), MISSION TO MARS („Mission to Mars“, 2000), INSPECTOR GADGET („Inspektor Gadget“, 1999), MIGHTY JOE YOUNG („Mein großer Freund Joe“, 1998 ), UNBREAKABLE („Unbreakable – Unzerbrechlich“, 2000), GONE IN 60 SECONDS („Nur noch 60 Sekunden“, 1999), THE SIXTH SENSE („The Sixth Sense“, 1999), BICENTENNIAL MAN („Der 200-Jahre-Mann“, 1999) und SHANGHAI NOON („Shang-High-Noon“, 2000), um nur einige zu nennen.

Im Frühjahr 2002 bot ihm schließlich Filmemacher Peter Jackson die Position des Visual-Effects-Produzenten bei THE LORD OF THE RINGS – THE TWO TOWERS und THE LORD OF THE RINGS – THE RETURN OF THE KING an. Wright konnte dabei eng mit Oscar®-Gewinner und VFX-Supervisor Jim Rygiel zusammenarbeiten. Ein Jahr später hatte THE LORD OF THE RINGS – THE TWO TOWERS völlig neue Maßstäbe in Sachen visuelle Effekte gesetzt. Der Film erhielt die außergewöhnliche Zahl von acht Auszeichnungen der Visual Effects Society sowie einen BAFTA Award und einen Oscar® für visuelle Effekte.
THE LORD OF THE RINGS – THE RETURN OF THE KING erwies sich schließlich als das dritte und größte Juwel in Jacksons Krone. Der Film brach beinah alle Einspiel-Rekorde, entwickelte sich zum zweiterfolgreichsten Film aller Zeiten und war der zweite Film, der die Schallmauer von einem weltweiten Box-office von 1 Milliarde Dollar durchbrach. Lediglich TITANIC („Titanic“, 1997) rangiert in beiden Kategorien vor Jacksons Meisterwerk. Das Finale der inzwischen schon legendären Fantasy-Trilogie triumphierte auch bei den Oscars® 2004 und gewann die Auszeichnung in allen elf Kategorien, in denen es nominiert worden war, darunter ‚Bester Film’, ‚Beste Regie’ und ‚Beste visuelle Effekte’. Im gleichen Jahr erhielt Dean Wright für dieses Projekt den höchsten Preis der Visual Effects Society.


WENDY ROGERS (Visual Effects Supervisor) arbeitete vor THE CHRONICLES OF NARNIA: PRINCE CASPIAN (“Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia”, 2008 ) mit Regisseur Andrew Adamson schon bei den Effekten seines Oscar®-prämierten SHREK (“Shrek – der tollkühne Held”, 2001) und Schumachers BATMAN-Filmen zusammen – BATMAN & ROBIN (“Batman & Robin”, 1997) und BATMAN FOREVER (“Batman Forever”, 1995, wo sie Technical Director der aufregenden ‘Rennschlitten’-Sequenz war).

Die aus dem australischen Melbourne stammende Rogers studierte an der Universität von Brisbane im Hauptfach Betriebswirtschaftslehre. Dann begann sie eine Karriere als Computerprogrammiererin, bevor sie sich auf Graphikdesign und Visuelle Effeke spezialisierte.

1991 zog sie in die USA und arbeitete zunächst als Senior Animator bei Pacific Data Images (jetzt PDI/DreamWorks), wo sie einen anderen aufstrebenden Effektkünstler kennenlernte, Andrew Adamson, mit dem sie zuerst bei Barry Levinsons TOYS (“Toys”, 1992) zusammenarbeitete.

Ihre ersten Animationsarbeiten und digitalen Effekte lieferte sie für Realfilme wie Oliver Stones NATURAL BORN KILLERS (“Natural Born Killers”, 1994) und Brian de Palmas CARLITO’S WAY (“Carlitos Weg”, 1993). Sie war CG Supervisor beim Epos WATERWORLD (“Waterworld”, 1995) und Digital Artist bei Peter Jacksons Horrorkomödie THE FRIGHTENERS (“The Frighteners”, 1996).

1997 kam sie zu DreamWorks, wo sie zunächst als CG Visual Development Artist an Adamsons SHREK arbeitete. Danach fungierte sie beim Animationsfilm Spirit: Stallion of the Cimmaron (“Spirit – der wilde Mustang”, 2002) als Digital Effects Supervisor und bei SinDbad: Legend of the Seven Seas (Sindbad: Der Herr der sieben Meere”, 2003) als Lead Effects Artist. Zuletzt war sie VFX Supervisor beim Computeranimationsfilm FLUSHED AWAY (“Flutsch und weg”, 2006).


The MOVING PICTURE COMPANY/MPC (Visuelle Effekte) ist eines der weltweit führenden Unternehmen für digitale visuelle Effekte und Computeranimationen für Spiel- und Werbefilme, Musikvideos und Fernsehen. Die im Londoner Stadtteil Soho beheimatete MPC besitzt die ideale digitale Infrastruktur, damit ihre 550-köpfige Belegschaft, darunter die besten Effektkünstler der Welt, die effizientesten VFX-Prozesse nutzen kann.

Neben THE CHRONICLES OF NARNIA: PRINCE CASPIAN (“Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia”, 2008 ) arbeitete dieses Team an den Effekten verschiedener aktueller Prestigeprojekte. So war man allein zuständig für alle VFX von Tim Burtons Musical SWEENEY TOOD (“Sweeney Todd”, 2007). Die Auftragspalette umfasste zudem 10,0000 B. C. (“10.000 B. C.”, 2008 ) (Roland Emmerich), Golden Age (“Elizabeth – Das goldene Königreich”, 2007) (Shekhar Kapur), THE Other Boleyn Girl (“Die Schwester der Königin”, 2008 ) (Justin Chadwick) und Fred Claus (“Die Gebrüder Weihnachtsmann”, 2007) (David Dobkin). MPC ist auch stolz auf seine Arbeit an fünf Filmen der HARRY POTTER-Franchise, zuletzt THE ORDER OF THE PHOENIX (“Der Orden des Phönix”, 2007), bei dem David Yates Regie führte.

Im vorletzten Jahr kreierte MPC die visuellen Effekte für internationale Spielfilme wie Wolfgang Petersens POSEIDON (“Poseidon”, 2006), der für einen Effekt-Oscar® nominiert wurde, Ron Howards The Da Vinci Code (“Der Da Vinci Code”, 2006), Brett Ratners X-Men 3: The Last Stand (“X-Men 3: Der letzte Widerstand”, 2006) und Danny Boyles Weltraum-Thriller SUNSHINE (“Sunshine”, 2006).

In den letzten Jahren gelang es der Mannschaft, stilisierte CG-Animationen für hochkarätige Stop-Motion-Projekte zu schaffen. So animierte man digitale Hasen für den Oscar®-prämierten Wallace and Gromit – THE Curse of the Were-Rabbit (“Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen”, 2005) und den wehenden Schleier, Vögel und Spinnen für Tim Burtons gefeierten Animationsfilm THE CORPSE BRIDE (“Tim Burton’s Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche”, 2005).

MPC gewann auch den VES (Visual Effects Society) Award für Ridley Scotts
Kingdom of Heaven (“Königreich der Himmel”, 2005). Die Firma sicherte sich zwei weitere Nominierungen für das TV-Movie “Hogfather” (2006) und das Musikvideo zu “Bones” von The Killers. Sie gewann auch einen Emmy® für “Virtual History: The Secret Plot to Kill Hitler” (2004) (‘Herausragende individuelle technische Leistung: Künstlerisches Graphikdesign’) und einen Annie Award für die animierten Effekte von Wallace and Gromit – The Curse of the Were-Rabbit.

Mit seiner maßgeschneiderten Technik führte das Londoner Digital Lab die Farbkorrekturen an verschiedenen Prestigeprojekten durch, darunter bei Joe Wrights Pride and Prejudice (“Stolz und Vorurteil”, 2005), Burtons The Corpse Bride und Nick Parks und Steve Box' Wallace and Gromit – THE Curse of the Were-Rabbit. Bei MPC wurden auch die Farbkorrekturen an weiteren Filmen durchgeführt – so zum Beispiel bei Paul Weilands’ SIXTY SIX (“Sixty Six 2, 2006), Wolfgang Petersens Epos TROY (“Troja”, 2004), die überaus erfolgreiche ‘Zombie-Comedy’ SHAUN OF THE DEAD (“Shaun of the Dead”, 2004) (Edgar Wright) sowie bei Danny Boyles Filmen SUNSHINE, 28 DAYS LATER (“28 Days Later”) und MILLIONS (“Millions”, 2005).

Eine weitere Abteilung von MPC arbeitet an einigen der aufregendsten Werbefilmen der heutigen Zeit. Indem junge Talente aus verschiedensten Kulturen angeheuert wurden, gelang es, ein dynamisches Team von Künstlern und eine breit gefächerte kreative Palette aufzubauen. Zu den Arbeiten der jüngeren Vergangenheit gehören Spots wie die der BTAA ‘Spot des Jahres 2006’, Sony Bravias “Paint“ (Jonathan Glazer), Audis “Satellite” (Johnny Green) und Ballantines’ “Underground” (Lynn Fox). Das Team spielte auch eine Schlüsselrolle bei modernen Klassikern wie Guiness®’ “Redemption” (Anthony Minghella), Volkswagen Golf GTIs “Singin' in the Rain” (N-eo), dem BTAA “Spot des Jahres 2005” und Stella Artois’ “Ice Skating Priests” (Jonathan Glazer) sowie bei den neuen Kampagnen für Prestigemarken wie Levis (“Moonbathe”, Anthony Atanasio), Orange (“'Illuminations”, Nicolai Fuglsig), Vodafone (“Work and Play”, Dougal Wilson) und vielen Spots der “Planet 3”-Serie (Traktor).

Eine Abteilung von MPC widmet sich den Digitaleffekten für TV-Formate, darunter Sky One's "Hogfather”. Zu den Arbeiten gehören die Entwicklung der neuen Logos von Channel 4, BBC Ones "The Truth about Killer Dinosaurs" (2005) und “Auschwitz: The Nazis and the Final Solution” (2005) für BBC History. Zusammen mit Tiger Aspect stellte das Team die preisgekrönten Effekte für die Discovery Channel-Sendung “Virtual History: The Secret Plot to Kill Hitler” fertig. In dieser bahnbrechenden Dokumentation wurden zum ersten Mal im Fernsehen Gesichter detailgetreu ersetzt mit Hilfe von Computereffekten legte man Archivmaterial von Adolf Hitler, Sir Winston Churchill und Franklin D. Roosevelt auf die Gesichter von Schauspielern.

Für THE CHRONICLES OF NARNIA: PRINCE CASPIAN (“Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia”, 2008 ) beauftragte die Moving Picture Company zwei ihrer Top-Kreativen mit dem Job des VFX Supervisors: Tom Wood und Greg Butler.

Tom Wood, der zunächst Erfahrungen in bildender Kunst und in Graphikdesign sammelte, bringt seinen nonkonformistischen Ansatz in die Arbeit der VFX-Abteilung ein. Nachdem er elf Jahre als Digital Effect Supervisor und fünf Jahre als Visual Effect Supervisor in London arbeitete, genießt Wood den Ruf eines Profis, der Qualitätsarbeit für einige der einflussreichsten Regisseure der Welt abliefert.

Er arbeitete als VFX Supervisor an drei Projekten – Sunshine, SYLVIA (“Sylvia”, 2003) und Ridley Scotts Kingdom of Heaven. Für den letzteren Film war er einer der Preisträger des VES Awards für die ‘Besten unterstützenden visuellen Effekte in einem Spielfilm’. Bei MPC arbeitete er zudem in den Bereichen digitale Effekte, Compositing und Titeldesign an den beiden 007-Thrillern Tomorrow Never Dies (”Der Morgen stirbt nie”, 1997) und The World Is Not Enough (”Die Welt ist nicht genug”, 1999) sowie an LOST IN SPACE (“Lost in Space”, 1999), EVENT HORIZON (“Event Horizon – Am Rande des Universums”, 1997), Enemy at the Gates (“Duell”, 2001), Harry Potter and the Chamber of Secrets (“Harry Potter und die Kammer des Schreckens”, 2002) und SNATCH (“Snatch – Schweine und Diamanten”, 2000).

Greg Butler hat eine lange Erfahrung, wenn es um visuelle Kreaturen- und Charakter-Effekte geht. Schon früh lernte er bei ILM digitale Effekt-Produktion im großen Maßstab kennen. Dann stieß der aus Connecticut stammende Künstler zu einem kleinen Team beim Tippett Studio, das die Bug-Monster für Paul Verhoevens STARSHIP TROOPERS (“Starship Troopers”, 1997) schuf. Dieses Team war gerade dabei, von traditionellen Stop-Motion-Aufnahmen zu digitalen Effekten überzugehen.

In der letzten Phase von Charlie and the Chocolate Factory (“Charlie und die Schokoladenfabrik”, 2005) kam Butler zur Moving Picture Company. Zuvor verbrachte er sechs Jahre in Neuseeland, wo er die Kreatur-Abteilung von Weta Digital aufbaute und danach als Supervisor der entsprechenden Sequenzen bei den LORD OF THE RINGS-Filmen (“Der Herr der Ringe”, 2001‑2003) agierte. Beim letzten Kapitel, RETURN OF THE KING (“Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs”, 2003) war er einer der Preisträger des VES Awards für ‘Herausragende Charakter-Animationen’.

Der Absolvent des Hampshire College, der Film-, Fernseh- und Theaterdesign studierte, verbindet bei seiner Effekt-Arbeit die traditionellen Regeln älterer Techniken mit den modernsten visuellen Technologien.

Als CG Supervisor arbeitete er neben Peter Jacksons LORD OF THE RINGS-Filmen auch an KING KONG (“King Kong”, 2005), I, ROBOT (“I, Robot”, 2004) und My Favorite Martian (“Der Onkel vom Mars”, 1999), bevor er zum VFX-Supervisor bei Harry Potter and the Order of the Phoenix (“Harry Potter und der Orden des Phönix”, 2007) und Michael Apteds Historiendrama AMAZING GRACE („Amazing Grace“, 2006) befördert wurde.

Darüber hinaus hatte er verschiedene Funktionen bei folgenden Filmen inne: Baby’s Day Out (“Juniors freier Tag”, 1994), THE MASK (“Die Maske”, 1994), PRACTICAL MAGIC (“Zauberhafte Schwestern”, 1998 ), THE FLINTSTONES (“Flintstones – Die Familie Feuerstein”, 1994) und FORREST GUMP (“Forrest Gump”, 1993), der 1994 den Oscar® für die ‘Besten visuellen Effekte’ gewann.

Mehr Informationen zur Firma bietet die Website: www.moving-picture.com.


FRAMESTORE CFC (Visuelle Effekte) ist Europas größtes Studio für visuelle Effekte und Computeranimationen, das über eine 20-jährige Erfahrung in digitalem Filmemachen und Videotechnologie verfügt.

Die Firma erhielt zahlreiche internationale Preise, darunter zwei Technik-Oscars® von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, drei BAFTA Craft Awards und 13 Primetime Emmys®.

Zu den Arbeiten der Jahre 2007/2008 gehören Harry Potter and the Order of the Phoenix (“Harry Potter und der Orden des Phönix”, 2007), His Dark Materials: The Golden Compass (“Der goldene Kompass”, 2007) und Christopher Nolans Batman-Fortsetzung THE DARK KNIGHT (“The Dark Knight”, 2008 ). Die Firma arbeitet weiter an ihrem ersten Animationslangfilm THE TALE OF DESPEREAUX und der zweiten Staffel der TV-Serie “Primeval.”

Framestores Filmografie umfasst CHILDREN OF MEN (“Children of Men”, 2006), SUPERMAN RETURNS (“Superman Returns”, 2006), X-Men: The Last Stand(“X-Men: Der letzte Widerstand”, 2006), Charlie and The Chocolate Factory(“Charlie und die Schokoladenfabrik”, 2005) und die vier vorangegangenen HARRY POTTER-Filme. In jüngster Vergangenheit schuf sie die Digital Intermediates für folgende Projekte: Mr. Bean’s Holiday (“Mr. Bean macht Ferien”, 2007), HOT FUZZ (“Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis”, 2007), HANNIBAL RISING (“Hannibal Rising”, 2007), United 93 (“Flug 93”, 2006), THE QUEEN (“Die Queen”, 2006), THE LAST KING OF SCOTLAND (“Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht”, 2006) und CASINO ROYALE (“Casino Royale”, 2006).

Im Fernsehen arbeitete Framestore zuletzt an “Primeval” (“Primeval – Rückkehr der Uhrzeitmonster”, ab 2007), “Prehistoric Park” (“Prehistoric Park – Aussterben war gestern”, 2006), “Ocean Odyssey” (2006), “Space Odyssey: Voyage to the Planets” („Space Odyssey - Mission zu den Planeten“, 2004) und an allen Episoden von “Walking with Dinosaurs/Walking with Beasts/Walking with Cavemen” (“Dinosaurier – Im Reich der Giganten”, 1999).

Zu den bekanntesten Werbeclips von Framestore CFC zählen CASINO ROYALE (Titelsequenz), Vauxhalls “C’mon”, Sures ”Go Wild”, Guinness “noitulovE” und “Surfer”,
Dairy Crests “Cityside”, Johnnie Walkers “Fish” and Levis “Odyssey”.

Der Oscar®-prämierte VFX Supervisor Jon Thum war für die visuellen Effekt-Kreationen bei PRINCE CASPIAN (“Prinz Kaspian von Narnia”, 2008 ) zuständig. Er erhielt Hollywoods wichtigste Auszeichnung für den Science-Fiction-Klassiker der Gebrüder Wachowski, THE MATRIX (“Matrix”, 1999). Für SUPERMAN RETURNS erhielt er seine zweite Oscar®-Nominierung. Dieser Film brachte ihm auch seine dritte BAFTA-Nominierung ein (er gewann den BAFTA für THE MATRIX und wurde für Tim Burtons Charlie and the Chocolate Factory nominiert). Seine Zusammenarbeit mit Framestore CFC begann er als Compositing Artist bei What Lies Beneath (“Schatten der Wahrheit”, 2000), CHICKEN RUN (“Hennen Rennen”, 2000) und MISSION IMPOSSIBLE II (“Mission Impossible II”, 2000), bevor er zum VFX Supervisor befördert wurde – bei Wolfgang Petersens TROY (“Troja”, 2004) und Ridley Scotts KINGDOM OF HEAVEN (“Königreich der Himmel”, 2005).

WETA WORKSHOP (Rüstungen/Waffendesign und -herstellung) ist eine facettenreiche Effekt-Firma im neuseeländischen Wellington, die in Film und Fernsehen aktiv ist. 1986 von Richard Taylor und seiner Partnerin Tania Rodger gegründet, schuf Weta die Kreaturen- und Make-up-Effekte für die TV-Serien „Hercules: The Legendary Journeys“ („Hercules“), „Xena: Warrior Princess“ („Xena – Die Kriegerprinzessin“) und für alle Filme von Peter Jackson, darunter seine vielfach Oscar®-prämierte LORD OF THE RINGS-Trilogie („Der Herr der Ringe“, 2001‑2003), MEET THE FEEBLES („Meet the Feebles“, 1989), BRAINDEAD („Braindead“, 1991), THE FRIGHTENERS („The Frighteners“, 1996) und für den Oscar®-nominierten HEAVENLY CREATURES („Heavenly Creatures“, 1994). Zu dem letztgenannten Film produzierte Weta Digital 1993 auch die digitalen Effekte – auf einem einzigen Computer!
Weta setzte die Zusammenarbeit mit Jackson bei dessen LORD OF THE RINGS-Trilogie („Der Herr der Ringe“, 2001-2003) fort, die der Firma weltweit ein überwältigendes Renommee einbrachte. Weta fertigte mit ihren sieben Aufnahmeteams und zwei Miniatur-Drehteams für Jacksons drei Filme, über 1.200 Rüstungen, 2.000 Waffen und 72 Miniatur-Sets an und kümmerte sich um das gesamte Spezial-Make-up und die prosthetischen Effekte. Zusammen mit Tania Rodger, seiner innovativen Ko-Gründerin und Partnerin, gewann Taylor vier Oscars® für LORD OF THE RINGS, für die ‘Besten visuellen Effekte’ und ‘Bestes Make-up’ (neben einer Nominierung für das ‚Beste Kostümdesign’) für FELLOWSHIP OF THE RING (“Die Gefährten”, 2001) sowie für das ‘Beste Kostümdesign’ und das ‘Beste Make-up’ für RETURN OF THE KING (“Die Rückkehr des Königs”, 2003). Er gewann British Academy (BAFTA) Awards für die Kostüme von THE TWO TOWERS (“Die zwei Türme”, 2002) sowie für Effekte und Make-up von THE FELLOWSHIP OF THE RING. Des Weiteren erhielt er Nominierungen für das ‘Beste Make-up’ von THE TWO TOWERS und RETURN OF THE KING und das Kostümdesign von RETURN OF THE KING.

Sein jüngstes gemeinsames Projekt mit Jackson, KING KONG (“King Kong”, 2005), die epische Neuaufbereitung des Horrorklassikers von 1933, brachte Taylor einen weiteren Oscar® und einen BAFTA Award ein.

Neben seiner Zusammenarbeit mit Peter Jackson fungierte Richard Taylor als Miniature Effects Supervisor bei Peter Weirs MASTER AND COMMANDER: THE FAR SIDE OF THE WORLD („Master and Commander – Bis ans Ende der Welt“, 2003); er produzierte 1.700 Waffen für Ed Zwicks THE LAST SAMURAI („Last Samurai“, 2003) und sämtliche Schusswaffen in HELLBOY („Hellboy“, 2004). Bereits vor Jahren war er maßgeblich an der Entstehung von Peter Jacksons BRAINDEAD („Braindead“, 1991) und THE FRIGHTENERS („The Frighteners“, 1996) beteiligt. Taylor arbeitete auch an der TV-Miniserie „The Tommyknockers“ („Tommyknockers“, 1993) und den Serien „Hercules: The Legendary Journeys“ („Hercules“), „Xena: Warrior Princess“ („Xena – Die Kriegerprinzessin“), zudem kreierte er die Effekte für Lee Tamahoris ONCE WERE WARRIORS („Die letzte Kriegerin“, 1994). Sein letztes Projekt war Jonathan Kings neuseeländische Horrorkomödie BLACK SHEEP (“Black Sheep”, 2007).
Taylor ist auch im Merchandising-Geschäft erfolgreich, für das er aufwändige Sammlerfiguren entwickelte: für die Filme THE LORD OF THE RINGS, KING KONG, THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (“Der König von Narnia”, 2005), SUPERMAN RETURNS (“Superman Returns”, 2006), HELLGATE (“Hellgate”, 1996) und Jim Hensons Muppets.

Weta Digital VFX Supervisor Guy Williams bringt mehr als 14 Jahre Erfahrung in der Branche mit, in der er sich auf fotorealistische Effekte und Real-Film-Kreaturen spezialisierte.

Der in Jackson im Bundesstaat Mississippi geborene Williams studierte ursprünglich Luft- und Raumfahrttechnik an der Mississippi State University. Doch während seiner College-Zeit entdeckte er sein Interesse für digitale Effekte und wechselte in ein Computerkunst-Studium.

Nach der Universität arbeitete Williams zunächst bei Boss Films, dann bei Warner Bros, Rhythm and Hues, Rainmaker LA, Cinesite und Pacific Title. 1999 zog er nach New Zealand, um an der LORD OF THE RINGS-Trilogie (“Der Herr der Ringe”, 2001‑2003) zu arbeiten. Er war an Kino-, Fernseh- und Werbefilmen sowie an Produktionen für Themenparks beteiligt. Auf diese Weise erwarb er umfangreiche Erfahrungen in zweidimensionalen und dreidimmensionalen Effekten.

Seit er zu Weta Digital kam, arbeitete er auch an I, ROBOT (“I, Robot”, 2004), KING KONG (“King Kong”, 2005) (für den er einen VES Award erhielt), “X-Men: The Last Stand (“X-Men: Der letzte Widerstand”, 2006) und ERAGON (“Eragon”, 2006). Bei letzterem fungierte er als Ko-VFX Supervisor. Am Anfang seiner Karriere arbeitete Williams als Digital Artist und Compositor an Filmen wie ERASER (“Eraser”, 1997), TRUE LIES (“True Lies”, 1994), DROP ZONE (“Drop Zone”, 1994) und BATMAN FOREVER (“Batman Forever”, 2005). Er war zudem Digital Effects Supervisor bei MARS ATTACKS! (“Mars Attacks!”, 1996) und Harry Potter and the Goblet of Fire(“Harry Potter und der Feuerkelch”, 2006).

Der Ko-Gründer der KNB EFX Group (Spezial-Make-up/prosthetische Effekte für Kreaturen und Charaktere), Howard Berger, gewann 2006 zusammen mit Tami Lane einen Oscar® für die ’Beste Make-up-Leistung’ für seine innovativen Charakter-Kreationen, animatronischen und prosthetischen Effekte in Andrew Adamsons The Chronicles of Narnia: THE LION, THE WITCH AND THE WARDROBE (“Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia”, 2005). Zusammen mit Bergers Firmenpartner Greg Nicotero teilte sich das Duo einen BAFTA Award für das Make-up des Films ebenso wie einen Saturn Award von der Academy of Science Fiction, Fantasy and Horror.
Die KNB EFX Group wurde 1988 von Greg Nicotero und Howard Berger gegründet und hat sich seither für einige herausragende Künstler der Filmbranche als Effekt-Schmiede ihrer Wahl etabliert. KNB EFX arbeitete zum Beispiel schon für Regisseure wie Quentin Tarantino [KILL BILL, VOL. 1 + 2 („Kill Bill, Vol. 1 + 2“, 2003)], Robert Rodriguez [SIN CITY („Sin City“, 2005), SPY KIDS-Trilogie („Spy Kids“, 2001; „Spy Kids 2“, 2002; „Mission 3D“, 2003), ONCE UPON A TIME IN MEXICO („Irgendwann in Mexiko“, 2003)], Steven Spielberg [AMISTAD („Amistad“, 1997); MINORITY REPORT („Minority Report“, 2002)] und Jay Roach [AUSTIN POWERS IN GOLMEMBER („Austin Powers in Goldständer“, 2002)].

Nicotero und Berger schlossen sich zusammen, nachdem sie gemeinsam an Sam Raimis EVIL DEAD II (“Tanz der Teufel 2”, 1987) gearbeitet hatten. Sie setzten auch ihre Tätigkeit für Raimi bei Projekten wie ARMY OF DARKNESS (“Armee der Finsternis”, 1992), A SIMPLE PLAN (“Ein einfacher Plan”, 1998 ) und zuletzt SPIDERMAN 3 (“Spiderman 3”, 2007) fort. Seit RESERVOIR DOGS (“Reservoir Dogs – Wilde Hunde ”, 1991) arbeiten sie durchgehend mit Regisseur Quentin Tarantino zusammen. Für den von Tarantino geschriebenen und von Robert Rodriguez inszenierten Vampir-Thriller FROM DUSK TILL DAWN („From Dusk Till Dawn“, 1995) lieferten sie die prosthetischen Kreatur-Effekte sowie die Spezial-Make-up-Effekte – eine Kooperation, die zuletzt mit Tarantinos und Rodriguez’ GRINDHOUSE-Filmen („Grindhouse: Death Proof – Todsicher“, Grindhouse: Planet Terror“, 2007) einen neuen Höhepunkt fand.

In jüngerer Vergangenheit arbeitete die Firma an dem Remake des Thrillers THE HITCHER von 1986 (“The Hitcher”, 2007), Lemony Snicket’s Series of Unfortunate Events (“Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse”, 2005) (ein Oscar®-Gewinner für das ‘Beste Make-up’), HOUSE OF WAX (“House of Wax”, 2005) von Produzent Joel Silver, SERENITY (“Serenity – Flucht in neue Welten”, 2005) für Regisseur Joss Whedon, Michael Bays THE ISLAND (“Die Insel”, 2005) und TRANSFORMERS (“Transformers”, 2007), George Romeros LAND OF THE DEAD (“Land of the Dead”, 2005) und DIARY OF THE DEAD (“Diary of the Dead”, 2007), Wolfgang Petersens POSEIDON (“Poseidon”, 2006), den beiden HOSTEL-Filmen von Eli Roth (“Hostel”, 2005, “Hostel 2”, 2007) und dem Remake von Wes Cravens Kultklassiker von 1977 THE HILLS HAVE EYES (“The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen”, 2006). Die Firma kreierte auch das Make-up für Jamie Foxx, das den Schauspieler in Taylor Hackfords RAY (“Ray”, 2004) in den Sänger Ray Charles verwandelte.

Die innovativen Make-up-Effects von KNB EFX sind zudem noch in Paul Thomas Andersons BOOGIE NIGHTS („Boogie Nights“, 1997), Frank Darabonts THE GREEN MILE („The Green Mile“, 2000), Eli Roths Horror-Hit CABIN FEVER („Cabin Fever“, 2004), David Lynchs MULHOLLAND DRIVE („Mulholland Drive“, 2001) und Simon Wells’ THE TIME MACHINE („The Time Machine“, 2002) zu sehen. Letzterer wurde für den Make-up-Oscar® nominiert. KNB war darüber hinaus für die prosthetischen Effekte in THE CELL („The Cell“, 2000) verantwortlich, der ebenfalls für einen Oscar® nominiert wurde. Bei der ambitionierten Adaption von Todd McFarlanes Comic-Bestseller SPAWN („Spawn“, 1997) entwickelte KNB EFX die Vorrichtungen für Superhelden und -schurken, darunter das prosthetische Make-up und die Körperanzüge für John Leguizamos Clown und eine vier Meter große Puppe des Violator, Spawns dämonischem Erzfeind.

Obwohl die meisten der Arbeiten für das Kino entstanden – in bereits über 600 Filmen –hat KNB EFX auch im Fernsehen Fuß gefasst. Seine herausragenden Leistungen waren beispielsweise in „Masters of Horror“ („Masters Of Horror“), der Kultserie „24“ („24“), „Law and Order“ („Law & Order“), „Invasion“ und „Deadwood“ zu sehen. Nicotero und Berger gewannen darüber hinaus einen Emmy® für die TV-Miniserie „Dune“ („Dune – Der Wüstenplanet“, 2000).

Die beiden KNB EFX-Partner haben unterschiedliche Backgrounds. Nicotero stammt aus Pittsburg, wo er seine Karriere unter den Fittichen von Horror-Kultregisseur George Romero und Make-up-Effekt-Guru Tom Savini begann. Seine langjährige Zusammenarbeit mit Romero setzte er bei LAND OF THE DEAD fort, wo er als Regisseur des zweiten Aufnahmeteams und Kreaturen-Make-up-Supervisor fungierte.
Berger, dessen Vater als Tonmischer in der Postproduktion arbeitete, wuchs in Los Angeles auf. In jungen Jahren besuchte er die Studios der Oscar®-Gewinner Stan Winston und Rick Baker, zweier legendärer Pioniere für animatronische und Make-up-Effekte, mit denen er später bei ALIENS (“Aliens – Die Rückkehr”, 1996), PUMPKINHEAD (“Das Halloween-Monster”, 1988 ), PREDATOR (“Predator”, 1987), HARRY AND THE HENDERSONS (“Bigfoot und die Hendersons”, 1987) und MEN IN BLACK (“Men in Black”, 1997) zusammenarbeiten sollte.
Die Firma ist mit ihren 82 Mitarbeitern derzeit in einem 6.600 Quadratmeter großen Studio im kalifornischen Van Nuys angesiedelt.


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