Kaze-chan
Es wundert mich ehrlich gesagt, dass noch keiner hier im Forum einen Thread zu dieser abartig-legendären Filmreihe eröffnet hat. Gut... könnte wahrscheinlich daran liegen, dass viele sich nich trauen die Filme anzuschauen oder man kommt ganz schwer an die Filme ran. Ich vermute mal, verständlicherweise, letzteres
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Wie soll man Guinea Pig eigentlich beschreiben? ... ... ... Ziemlich schwer. Zumal hinzukommt, dass man wirklich ein riesiger Horror- bzw. Splatterfilmfan sein muss um sich überhaupt dazu durchzuringen die Filme ohne Augenzukneifen anzuschauen. Guinea Pig is wirklich nichts für zarte Gemüter und die Reihe zeigt sehr gut wozu kranke japanische Köpfe fähig sein könnten. Das ganze geht sogar so weit, dass nach der Ausstrahlung des des zweiten Filmes "Flowers of Flesh and Blood" die japanische Kriminalpolizei eingeschaltet werden musste, weil Gerüchte und Vermutungen laut wurden, dass die Frau, die im Film verstümmelt und getötet wird, angeblich wirklich verstümmelt wurde!!! Die Untersuchungen dauerten ein paar Monate und führten zu nix. Die Frau war unverletzt und bei bester Gesundheit. Allerdings bleibt ein bitterer Beigeschmack. Warum? Nun ja... wenn man bedenkt wie gut die Verstümmelungszenen sein müssen, damit die Masse überlegt ob das nu echt war oder nicht... Das is schon herb. In manchen Filmfankreisen gilt eben genau deshalb, und irgendwo geb ich den Leuten auch recht, "Guinea Pig 2 - Flowers of Flesh and Blood" als König der Spezialeffekte. Was mich aber am meisten verunsichert ist die Tatsache das diese Filme ursprünglich nur fürs Japanische Privat-Fernsehen gedreht wurden und die Filme im Nachmittagsprogramm gezeigt wurden. Großartig. Wenn ich mir vorstelle das ARD, RTL oder Pro7 jemals solche Filme hier in Deutschland machen würden... Oh mein Gott. Bei arte würde ichs ja noch im Rahmen eines Themenabends verstehen... "Reise in die Menschlichen Vorstellungskräfte" oder so ähnlich.
Ich häng mal die einzelnen Reviews zu den Filmen hier an und ich persönlich kann dem Schreiber in jedem Wort zustimmen.
Insgesamt sind 6 Teile in der Guinea Pig-Reihe erschienen.
. Wie soll man Guinea Pig eigentlich beschreiben? ... ... ... Ziemlich schwer. Zumal hinzukommt, dass man wirklich ein riesiger Horror- bzw. Splatterfilmfan sein muss um sich überhaupt dazu durchzuringen die Filme ohne Augenzukneifen anzuschauen. Guinea Pig is wirklich nichts für zarte Gemüter und die Reihe zeigt sehr gut wozu kranke japanische Köpfe fähig sein könnten. Das ganze geht sogar so weit, dass nach der Ausstrahlung des des zweiten Filmes "Flowers of Flesh and Blood" die japanische Kriminalpolizei eingeschaltet werden musste, weil Gerüchte und Vermutungen laut wurden, dass die Frau, die im Film verstümmelt und getötet wird, angeblich wirklich verstümmelt wurde!!! Die Untersuchungen dauerten ein paar Monate und führten zu nix. Die Frau war unverletzt und bei bester Gesundheit. Allerdings bleibt ein bitterer Beigeschmack. Warum? Nun ja... wenn man bedenkt wie gut die Verstümmelungszenen sein müssen, damit die Masse überlegt ob das nu echt war oder nicht... Das is schon herb. In manchen Filmfankreisen gilt eben genau deshalb, und irgendwo geb ich den Leuten auch recht, "Guinea Pig 2 - Flowers of Flesh and Blood" als König der Spezialeffekte. Was mich aber am meisten verunsichert ist die Tatsache das diese Filme ursprünglich nur fürs Japanische Privat-Fernsehen gedreht wurden und die Filme im Nachmittagsprogramm gezeigt wurden. Großartig. Wenn ich mir vorstelle das ARD, RTL oder Pro7 jemals solche Filme hier in Deutschland machen würden... Oh mein Gott. Bei arte würde ichs ja noch im Rahmen eines Themenabends verstehen... "Reise in die Menschlichen Vorstellungskräfte" oder so ähnlich.
Ich häng mal die einzelnen Reviews zu den Filmen hier an und ich persönlich kann dem Schreiber in jedem Wort zustimmen.
Insgesamt sind 6 Teile in der Guinea Pig-Reihe erschienen.
| Zitat: |
| GUINEA PIG 1 – DEVIL´S EXPERIMENT aka DEVIL´S EXPERIMENT Irgendwann in den 80ern. Drei junge Männer entführen sich eine junge Frau und beginnen Experimente an ihr durchzuführen. Erst bekommt sie einen Schlag nach dem anderen ins Gesicht. Es geht weiter mit Tritten und wüsten Beschimpfungen und danach wird ihre Haut mit Wasserpumpenzangen malträtiert. Damit nicht genug, die junge Frau wird solange gedreht, bis sie sich die Seele aus dem Leibe kotzt und bewusstlos wird. Dann wird sie mit üblen und schmerzhaften Geräuschen in voller Lautstärke per Kopfhörer über Stunden hinweg gefoltert, bevor ihr die Fingernägel mit einer Zange entfernt werden. Nach einer kurzen Erholungsphase wird kochendes Öl an ihr ausprobiert und mit Innereien beworfen. Was danach passiert, vermag man gar nicht in Worte zu fassen... Das ist der erste Teil der japanischen Serie, die durch unglaublich realistische Gewaltdarstellungen einen zweifelhaften Ruf erhalten hat. Das diese Filme, die jeweils unter einer Stunde laufen, für das japanische Fernsehen produziert wurden, kann man kaum glauben. Die düstere Legende, dass sie sogar im Nachmitagsprogramm gelaufen sein sollen, ebenfalls nicht. Wenn so eine Art „Unterhaltung“ zum täglichen Leben der Japaner gehört, dann kann man es wohl nicht verdenken, dass man ihnen eine krankhafte Phantasie bescheinigen muss. Auf der anderen Seite haben diese Filme auch einen gewissen Kunstanspruch, den man ihnen auf keinen Fall absprechen kann. „DEVIL´S EXPERIEMENT“ zum Beispiel fasziniert aufgrund seiner absoluten Sinnlosigkeit. Warum zum Beispiel wurde ausgerechnet diese junge Frau ausgesucht? Wer sind diese Männer, die man niemals wirklich sieht, bzw. nur unter einer Maske? Was ist die Intention der Filmemacher? Was soll die Aussage dieses obskuren Streifens sein? Wollte da nur jemand seine Minderwertigkeitskomplexe Frauen gegenüber ausleben. Man weiss es nicht. GUINEA PIG 2 – FLOWERS OF FLESH AND BLOOD aka FLOWERS OF FLESH AND BLOOD Im April 1985 erhielt der Cartoonist Hideshi Hibino ein Päckchen eines seiner Fans. Der Inhalt war ein Brief, viele Fotos und ein Super 8-Film. Der Brief weist auf ein Verbrechen hin und der Super 8-Film zeigt, wie eine Frau zerstückelt wird. Aufgrund des Snuff-Charakters sollte der Film natürlich niemandem gezeigt werden und deshalb hat Hideshi Hibino diesen Film neu inszeniert. In diesem Film verfolgt ein Unbekannter Mann eine junge Frau, betäubt sie und als sie aufwacht, liegt sie gefesselt auf einem Bett. Sie erhält von einem Mann, der sich als Samurai verkleidet hat, eine Spritze und wird betäubt, so dass sie keine Schmerzen mehr verspürt, aber bei vollem Bewusstsein bleibt. Nun beginnt er, mit Messern, Hammer und Meissel, Sägen und anderen Utensilien das arme Mädchen auseinander zu nehmen... Das ist der wohl bekannteste Teil der Serie, als natürlich auch der umstrittenste, wobei man natürlich anmerken muss, dass alle Titel sehr umstritten sind. Es steht tatsächlich zu befürchten, dass Japaner eine solche Sache, das Zerteilen eines Körpers bei Bewusstsein des Opfers, als Ideal der Schönheit sehen. Wir jedenfalls sehen unglaubliche und haarsträubende Dinge in diesem 46-Minuten-Streifen. Absolut realistische und wirklich schrecklich anzuschauende Make Up-Effekte beim Auseinandernehmen der Frau können den normalen Menschen eigentlich nur schockieren. Am heftigsten ist neben den grausamen Splattereffekten mal wieder die absolute Sinnlosigkeit dieses Gemetzels. Es ist so realistisch, weil es so sinnlos ist. Man ist schockiert und fasziniert zugleich. GUINEA PIG 3 – HE NEVER DIES Ein Wissenschaftler zeigt uns einen Film, dessen Inhalt sich wissenschaftlich nicht erklären lässt. Man sieht den jungen Hideshi, der keine Lust mehr auf das Leben hat. Sein Job als Programmierer langweilt ihn und so hat er sich schon seit vier Tagen in seinem Zimmer eingeschlossen und langweilt sich auch hier. Aus lauter Frust beginnt er, sich seine Pulsadern aufzuschneiden. Es blutet und es tut weh. Doch beides lässt schnell nach. Der tiefe Schlitz im Handgelenk ist da, aber das war es auch schon. Er verletzt sich weiter, durchsticht seinen Arm, doch der gleiche Effekt. Er fragt sich, ob er unsterblich sei. Er lädt sich seinen Freund Nakamura ein und vollführt vor ihm eine makabre Show. Unglaublich realistische Make Up-Effekte machen diesen Teil der Serie aus. Dazu kommt eine gehörige Portion schwarzer Humor, was zu den bierernsten ersten Teilen der Serie erfrischend wirkt. Dementsprechend wirkt der Film natürlich auch eher lustig, als schockierend und verstörend. Dazu trägt natürlich der Abspann bei, bei welchem man die blutigen Szenen noch einmal rückwärts zeigt. GUINEA PIG 4 - DEVIL WOMAN DOCTOR Devil Woman Doctor hat eigentlich keine Zulassung und behandelt Leute, die seltsame Krankheiten haben, bei denen die Allgemeinmedizin keinen Rat weiss. Sie stellt uns auf dieser DVD einen Teil ihrer merkwürdigsten Fälle vor. Zuerst stellt sie eine Familie vor, die unter Demenz leidet. Wenn sie sich aufregen, explodieren ihre Köpfe. Das gleiche passiert zum Beispiel auch mit Herzen. Dann gibt es einzelne Körperteile mit Eigenleben oder Tumore in Form eines Gesichtes. Zomiekrankheiten, lebende Gedärme und eine bildliche Form von Blut schwitzen Wieder mal eine gehörige Portion Humor. Die Geschichte mit der Familie ist fast schon Monty Python-like und es geht auf genau die gleiche Art und Weise weiter. Der definitiv humoristische Höhepunkt der Serie, wobei der Humor der Japaner ja bekanntlich Geschmackssache ist und manch einen eher zum Kotzen oder wenigstens zum Kopfschütteln verleitet, anstatt zum Lachen. Am besten ist das Gespräch vierer Patienten, die sich gegenseitig ihre Krankheiten vorführen. Unappetitlich und extrem abgefahren. Da steckt eine gewisse Art „SOUTHPARK“-Humor drin, Fans der Serie werden beim Anschauen wissen, was ich meine. GUINEA PIG 5 – ANDROID OF NOTRE DAME Ein kleinwüchsiger Wissenschaftler ist auf der Suche nach einem Medikament für seine herzkranke Schwester. Es geht ihr extrem schlecht und wahrscheinlich wird sie bald an ihrem Leiden sterben müssen. Weil er weiss, das die Zeit drängt, beginnt er, seine Forschungen intensiver zu betreiben, auch aufgrund eines mysteriösen Anrufers, der ihm menschliche Leichen für Experimente ins Haus schickt. Als dieser Fremde beginnt, den Wissenschaftler zu erpressen, bekommt ihn das nicht gut. Nach den letzten zwei sehr humoristisch ausgefallenen Titeln kommt hier der bislang düsterste Film dieser unglaublichen japanischen Filmreihe, die in die Geschichte eingegangen ist. Wiederum kann man unfassbar realistische Make Up-Effekte bewundern. Es beginnt ganz langsam. Hier mal ein Ohr, da mal ein Auge, doch schon bald gibt es immer fürchterlichere Dinge zu begutachten, die mitunter auch dem Hartgesottensten auf dem Magen schlagen können. Fakt ist jedenfalls, das „ANDROID OF NOTRE DAME“ der bislang schwermütigste Teil ist, der nur noch von dem folgenden „MERMAID IN A MANHOLE“ (meinem persönlichen Lieblingsfilm) geschlagen wird. Diese beiden Teile gehören auch zu den zwei besten Teilen überhaupt. Übrigens: Wer sich fragt, was dieser seltsame Titel „ANDROID OF NOTRE DAME“ bedeuten soll, muss einfach nur mal aufpassen. GUINEA PIG 6 - MERMAID IN A MANHOLE aka MERMAID IN A MANHOLE Die Ehefrau des Malers Hayashi ist vor kurzem gestorben. Seitdem zieht er sich manchmal in die Kanalisation zurück und trauert seinem alten Leben, insbesondere seiner Kindheit hinterher. Eines Tages findet er dort unten eine Meerjungfrau, die am Bauch eine Art Entzündung oder ein Geschwür hat. Er nimmt sie mit in seine Wohnung und pflegt sie in seiner Badewanne, doch die Geschwüre breiten sich immer weiter auf ihrem Körper aus. Auch das Aufschneiden der Blasen und das Ablassen der merkwürdigen Flüssigkeiten darin bringt keine Besserung (der Maler nutzt diese Flüssigkeiten zum Malen), bald machen sich Würmer auf ihr breit und der Maler, der sie wie unter Zwang immer wieder malen muß, kommt langsam dem Wahnsinn nahe... Das gleiche passiert auch dem Zuschauer, wenn er diesen extrem krassen Film anschaut. Er ist zwar nicht grausam im Sinne von brutal, er ist grausam in der Darstellung der Krankheit, alles wird in Großaufnahme gezeigt und es kann einen wirklich übel werden, da wirklich alles megaeklig ist, ganz besondes, wenn aus den aufplatzenden Beulen Würmer kriechen oder wenn die Meerjungfrau minutenlang Blut und Würmer kotzt. Die Schauspielerin Mari Somei kann einem wirklich leid tun, was die über sich ergehen lassen muß in Sachen Make Up ist nicht schlecht, aber sie macht das ganze wirklich nicht schlecht und spielt die leidende Meerjungfrau erstklassig. Alles ist überstilisiert, es wird kaum gesprochen und man kann es eigentlich nicht als Horrorfilm bezeichnen, sondern als trauriges Drama. Übrigens handelt es sich hier um den vierten Teil der berüchtigten "Guinea Pig"-Serie, die für das japanische Kabelfernsehen produziert wurde. Die Kassette von Japan Shock Video ist übrigens in japanischer Sprache mit englischen Untertiteln und ist wirklich nichts für Leute mit schwachem Magen. |
habs mir mal durchgelesen. besonders der teil mit der frau die gefoldert wird find ich sehr brutal.