Hab den Film nun gestern Abend auch angeschaut.
Vorweg:
Ich hab das Buch NICHT gelesen...obwohl die gesamte Kolleginnen- und Freundinnenschar es mir unzählige Male wärmstens empfohlen haben.

Es gab da echt mal Zeiten, da fühlte ich mich regelrecht von diesem Buch verfolgt. Egal, mit wem Du dich unterhalten hast, jeder kannte P.S. ICH LIEBE DICH und in jeder Buchhandlung haben mich die Stapel schier erdrückt.
Vielleicht hab ich es auch deshalb nicht gelesen...ich mag es nicht, wenn etwas zu sehr gehypt wird.
Tja und irgendwann kam ich als gut informierter MI-User dann an die Nachricht, dass das Buch verfilmt wird.
Mir war das im doppelten Sinne recht...denn so konnte ich also nun endlich meine ach so große Wissenslücke füllen und schon vorneweg das Buch zigtausend Mal dankend ablehnen, in dem ich auf den Film verwiesen hab. ("Will mich überraschen lassen" und so...

)
Denkt jetzt nichts falsches...ich hab generell nichts gegen dieses Buch, denn die Geschichte, die Cecilia Ahern darin erzählt, ist wunderschön. Als ich mal den Rückentext des Buches gelesen habe, dachte ich mir. "Wie sehr muss der Kerl seine Frau geliebt haben?"
Die Geschichte ist außerdem mal was, was man nicht alle Tage hat und deshalb war gestern Abend ein klein wenig Vorfreude auf den Film schon da.
Tja...und aus dem klein wenig Vorfreude
vor dem Film resultierte ein klein wenig Enttäuschung
nach dem Film.
Wenn ihr mich fragt, dann fehlt P.S. ICH LIEBE DICH irgendwas...um ehrlich zu sein, gab es im ganzen Film nur eine Sache, die mich 100%ig überzeugt hat.
Und das war
Gerard Butler.
Die Art und Weise wie sich Gerry von Holly verabschiedet ist sehr außergewöhnlich...aber ich hab es ihm abgenommen...für mich war klar, dass dieser Kerl sowas machen könnte - es passte zu seinem Charakter, zu seinem Schauspiel, zur ganzen Art der Figur, die er darstellte.
Leider war das drumherum dann doch sehr mäßig.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage, aber ich fand Hillary Swank leicht fehlbesetzt...liegt vielleicht auch an ihrer doch relativ seichten Rolle. Ich konnte bis auf 1 oder 2 Ausnahme eigentlich nie mit ihr mitfühlen.
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Als sie im Bett liegt und sich unzählige Male Gerry's AB anhört, um seine Stimme zu hören...da tat sie mir echt leid.SPOILER ENDE Ja, das war's dann auch schon...war also doch nur 1 Mal.
Die anderen Rollen wurden nett besetzt - ich hab mich über ein Wiedersehen mit Lisa "Phoebe" Kudrow sehr gefreut. Auch war es schön, Kathy Bates mal wieder zu sehen.
James Marsters war mit seinen braunen Haaren leicht gewöhnungsbedürftig. ^^
Wie gesagt, nett besetzt sind sie...aber ihre Charaktere sind so verdammt flach, dass ich die Darsteller nur als Zuschauermagnet ansehe...lediglich Lisa Kudrow's Charakter war manchmal ganz amüsant, aber irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass es eine Hommage an ihre Phoebe sein soll...
Über die Handlung werd ich mich jetzt nicht lange auslassen...ist vielleicht einfach nicht mein Ding.
Einige Mal musste ich wirklich verwundert den Kopf schütteln.
So schön die Idee mit den Briefen ja sein mag, aber es gab da was, das mir sauer aufgestoßen ist.
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Die ach so trauernde Holly schläft, kaum im Irland angekommen, mit einem anderen Kerl? Ist das dann die ach so große Liebe, die sie im Film vorher immer und immer wieder beteuert hat?SPOILER ENDE Kann sein, dass sowas nur Frauen verstehen können, aber da musst ich mir echt das Lachen verkneifen...war das im Buch auch so? Denn wenn ja, dann hätte ich es (wenn ich es denn gelesen hätte) spätestens da wieder ins Regal gestellt und auf ewig verstauben lassen. Wir reden hier von fast 10 Jahren Ehe und inniger Liebe...und die beiden haben sich nicht getrennt, sie wurden auseinander gerissen - das macht auch nochmal nen großen Unterschied.
Und dann sowas?
Nee, das passt für mich nicht zusammen.
Über den weiteren Sinn und Unsinn der Handlung will ich mich nicht auslassen.
Das Buch hat ne Frau geschrieben.
Und Frauen denken anders als Männer.
Diskussionen hierzu wären sicherlich witzig und interessant aber auch aufwändig.
Deshalb belass ich meine Kritik mal dabei und gebe dem Film gut gemeinte
6/10 Briefen
die auf das Konto von Gerard Butler, der wunderschönen Grundidee und der Tatsache, dass ich heut gut drauf bin gehen.