Brause Klaus

Deutschland 2005
Genre: Psycho-Thriller
Laufzeit: 126 Minuten
FSK-Einstufung: ab 16 Jahren
Kinostart: 7. Juli 2005
Regie:Christian Alvart
Kamera: Hagen Bogdanski
Schnitt: Philipp Stahl
Musik: Michl Britsch
Buch: Christian Alvart
Produzenten: Theodor Baltz, Rainer Kölmel
Darsteller:
Wotan Wilke Möhring, Heinz Hoenig, André Hennicke, Ulrike Krumbiegel, Hauke Diekamp, Nina Proll, Jürgen Schornagel, Isabel Bongard, Nadeshda Brennicke, Cocoa Brown, Domenico D´Ambrosio, Hans Diehl, Holger Franke, Bruno Grass, Konstantin Graudus, Horst-Dieter Hedram, Lydia Karunyn, Frank Kusche, Rainer Laupichler, Marie Lindner, Laila Mohmand, Leonardo Nigro, Natascha Paulick, Norman Reedus, Gudrun Ritter, Elisa Schrey, Maria Schuster, Laura Alberta Szalski, Jockel Tschiersch, Martin Umbach, Christian von Aster, Milton Welsh, Waltraud Witte, Klaus Zmorek
Inhalt:
Der Serienkiller Gabriel Engel (André Hennicke) wird vom erfahrenen Kommissar Seiler (Heinz Hoenig) überwältigt. Eben noch für diese Heldentat gefeiert, muss er im nächsten Moment dem wahren Grauen ins Gesicht blicken. Auch im Heimatdorf des Polizisten Michael Martens (Wotan Wilke Möhring) wurde ein kleines Mädchen bestialisch ermordet. Daher reist Martens nach Berlin, um den gefangenen Gabriel Engel dazu zu befragen. Dieser verstrickt Martens jedoch in verwirrende Spielchen. Die Situation spitzt sich mehr und mehr zu, als die Indizien Martens plötzlich zu einem genaueren Blick in die eigenen Reihen zwingen.
Kritik:
Ich musste ehrlich gesagt erst einmal eine Nacht über diesen Film schlafen. Er hat derart teils harte Bilder geboten, auf die ich nicht vorbereitet war. Von Beginn ist der Film ausgelegt, die psychoabnormale Welt eines Serienkillers mit all seinen perversen Fantasien darzustellen. Die schauspielerische Leistung von André Hennicke sticht dabei heraus, als neutraler Kinobeobachter entwickelt man im Laufe der Handlung ein Gefühl der Ignoranz, Verachtung auf der einen und Respekt auf der anderen Seite. Die Story wirkt eigentlich durchleuchtend, aber zum Ende, bereits in Sicherheit des Filmausgangs gewähnt, gibt es unerwartete Wendungen, die die Spannung auf ein Weiteres ansteigen lassen. Der Film arbeitet mit einer enormen Symbolik und spiegelt in Andeutungen Missstände in unserer Gesellschaft wider.
Nach dem Film erlaubte ich mir ein vorschnelles Urteil und bewertete ihn oberflächlich als deutschen Psychotrash, doch nach ein wenig Überdenken komme ich zum Schluss, dass dies ein doch recht guter, harter und tiefgründiger Thriller ist, den man sich mal im Kino anschauen kann.
Weitere Meinungen gerne erwünscht