Per Anhalter durch die Galaxis SPECIAL

Master-of-Movie


Science-Fiction/Fantasy/Komödie - USA 2005
Kinostart: 9.06.2005
Dauer: 109 Minuten
FSK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Verleih: Buena Vista
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Story




Was wir Menschen, die wir uns gemeinhin für die am weitesten entwickelte Spezies auf dem Planeten Erde halten, nicht wissen: Delfine sind intelligenter als wir. Tatsächlich handelt es sich bei ihnen sogar um die zweitintelligenteste Spezies auf der Erde. Das ist gewiss der Grund, dass die Delfine längst wussten, dass die Erde untergehen wird, während wir immer noch ahnungslos unserem Tagwerk nach-
gingen. Es mag auch der Grund sein, warum ihre Warnungen von den Menschen lediglich als freundliches, aber insgesamt wenig verständliches Geschnatter abgetan wurden. Und warum niemand verstand, als sie sich mit den Worten „Macht’s gut und danke für den vielen Fisch“ für immer verabschiedeten und in einer einzigen Nacht den Planeten verließen.

Von all dem kann Arthur Dent (MARTIN FREEMAN) nichts wissen. Er befindet sich gerade im Clinch mit der Baubehörde, die mit Baggern und Arbeitern angerückt ist und sein einsam im Grünen gelegenes Häuschen abreißen will, um eine Umgehungsstraße bauen zu können. In die kurz vor der Eskalation
stehende Auseinandersetzung greift Arthurs bester Freund Ford Prefect (MOS DEF) ein, der ihn kurzerhand ins nächst gelegene Pub entführt. Bevor Ford ihm bei ein paar schnellen Pints Bier erzählen kann, dass er tatsächlich ein Außerirdischer von einem kleinen Planeten in der Nähe von Beteigeuze ist, er sich eigentlich nur auf der Durchreise befindet, und die Erde noch ziemlich exakt zwölf Minuten hat, bevor sie zusammen mit der Menschheit und dem restlichen Leben auf dem Planeten vaporisiert wird, vertraut Arthur seinem Freund an, was ihm auf der Seele liegt: Auf einer Party hat er die bezaubernde Tricia McMillian (ZOOEY DESCHANEL) kennengelernt und sich auf den ersten Blick in sie verliebt. Ganz wunderbar und aussichtsreich verlief ihr Flirt zunächst, bis Tricia ihn aufforderte, mit ihm auf der Stelle nach Madagaskar durchzubrennen. Hätte er doch nicht gezögert! Dann hätte sich nicht die Gelegenheit für einen anderen Typen ergeben, sich zwischen sie zu drängen: Seiner Ankündigung, er stamme von einem anderen Planeten und wolle Trish sein Raumschiff zeigen, und seinem exaltierten und coolen Auftreten hatte Arthur natürlich nichts entgegen zu setzen. Weshalb er nun mit gebrochenem Herzen dasitzt und zu allem Überfluss auch noch um sein Häuschen kämpfen muss.

Aber all das spielt schon gleich keine Rolle mehr. Ein gewaltiges quaderförmiges Raumschiff taucht auf. Ford weiß, dass jetzt der Moment gekommen ist, den Daumen in den Wind zu halten, wenn man als Anhalter in die Galaxis mitgenommen werden und der Zerstörung der Erde entkommen will. Den ungläubigen Arthur, immer noch in Schlafanzug und Bademantel gewandet, nimmt er mit, weil Arthur auch ihm einst das Leben gerettet hat. Unverzüglich werden sie in eine muffige Halle des Raumschiffs gesogen, während die Erde ohne größeres Aufsehen aus dem Universum radiert wird. Einfach so. Sie war im Weg: Da wo der blaue Planet einst seine Bahnen zog, soll nun eine intergalaktische Umgehungsstraße für Raumschiffe gebaut werden.

Arthur kann die unerwartete Entwicklung der Ereignisse nicht so recht fassen. Also gibt sich Ford Mühe, seinem ungläubigen Freund so umfassend wie möglich einige wichtige Informationen zu geben. Wie praktisch und wichtig Handtücher für Reisen im Weltall sind, zum Beispiel. Dass er freier Mitarbeiter der Redaktion des Galaktischen Reiseführers „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist und deshalb wusste, was der Erde blühte. Erstens informiert der Galaktische Reiseführer nicht nur schnell und umfassend über alles nur Erdenkliche, was man über das Weltall wissen können wollte, zweitens stehen auf seinem Umschlag zwei entscheidende Worte: KEINE PANIK! Und das hilft, wenn man sich an Bord eines Raumkreuzers der Vogonen befindet. Man muss wissen: Die Vogonen sind notorisch schlecht gelaunte Weltallbürokraten, die große Stücke auf ihre außerordentlich schlechte Poesie halten und nicht sonderlich amüsiert sind, wenn sie an Bord ihrer Schiffe Anhalter oder blinde Passagiere finden – wie Ford und Arthur.

Und ehe sie sich versehen werden Ford und Arthur geschnappt, gefesselt und mit schlechter Vogonen-Poesie – übrigens der drittschlechtesten im ganzen Universum - traktiert. Obwohl Arthur einigermaßen überzeugend versichern kann, der Vortrag habe ihm gefallen, werden die beiden zum Tode verurteilt – und wissen selbst nicht, was ihnen widerfährt, als sie ohne Vorankündigung vom Vogonen-Raumschiff gebeamt und kurz in Sofas verwandelt werden, nur um sich danach an Bord des flinken Weltraumkreuzers „Herz aus Gold“ wiede zufinden. Damit nicht genug der Überraschung: Denn die „Herz aus Gold“ wird ausgerechnet von Tricia gesteuert, jener Tricia, an die Arthur auf eingangs erwähnter Party sein Herz verloren hat. Der Typ, der sie auf der Party damals anmachte, hatte nicht gelogen, als er von seinem Raumschiff sprach.

Er ist Zaphod Beeblebrox (SAM ROCKWELL) – nicht nur ein alter Bekannter von Ford Prefect, sondern auch (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge): Präsident des Universums, Besitzer von zwei Köpfen, Rockstar, Abenteurer, Ex-Hippie, Lebemann, großer Anhänger des Pangalaktischen Donnergurglers - dem härtesten Drinks des Universums – und eben auch Lebensgefährte von Tricia McMillian, die sich neuerdings ganz weltraumgemäß Trillian nennt. Gemeinsam sind sie auf der Flucht, denn Zaphod hat sich die „Herz aus Gold“ - den Prototyp des modernsten Raumschiffs, das das Universum je gesehen hat - bei der feierlichen Einweihung einfach unter den Nagel gerissen und damit aus dem Staub gemacht. Mit an Bord ist auch der Roboter Marvin, ein paranoider Android, der unter seinem viel zu großen Gehirn, ständiger geistiger Unterforderung und an aus dieser Kombination resultierenden chronischen Depressionen leidet.

Schnell wird klar, wozu Zaphod die Herz aus Gold braucht. Vor langer, langer Zeit wollten die Bewohner des Planeten Magrathea unbedingt wissen, was die Antwort auf die wichtigste und entscheidende aller Fragen ist, und bauten dafür eigens einen überdimensional großen Supercomputer. Der vertröstete die Fragenden auf schlappe 7,5 Millionen Jahre, um ihnen dann die Antwort zu geben: 42! Richtig: 42. Weil aber die Antwort nur dann Sinn macht, wenn man weiß, was denn nun genau die wichtigste und entscheidende aller Fragen ist, baute der allwissende Computer einen noch viel größeren Computer, der in nur zehn Millionen Jahren erörtern sollte, wie diese Frage heißt. Zaphod ist nun überzeugt, dass der Moment gekommen ist, sich diese Frage abzuholen, und setzt deshalb den Unendlichen Unwahrscheinlichkeitsdrive ein, eine neue Methode, riesige interstellare Entfernungen ohne überflüssiges Warten im Hyperraum in einem bloßen Nichtigstel einer Sekunde zurückzulegen.

Auf ihrer unglaublichen Reise treffen Zaphod, Arthur, Trillian und Ford zunächst auf den charismatischen Propheten und Sektenführer Humma Kavula (JOHN MALKOVICH), der gemeinsam mit seiner Gefolgschaft auf die Ankunft des großen Taschentuchs wartet, und der noch ein Hühnchen mit dem aktuellen Präsidenten der Regierung zu rupfen hat. Mit Gewalt ermächtigt Humma sich dessen zweiten Kopfs und behält ihn als Geisel ein. Zaphod wird ihn nur dann zurück erhalten, wenn er Humma vom Planeten Magrathea die sagenumwobene Perspektiven-Pistole, mit der man jederzeit jedes Wesen
seiner eigenen Meinung unterwerfen kann, mitbringt. Erschwert wird die Mission dadurch, dass längst die Vogonen Jagd auf die Besatzung der „Herz aus Gold“ machen und Trillian in ihre Gewalt bringen. Für Arthur gibt es keinen Zweifel: Bevor man sich auf Magrathea mit den bedeutenden Dingen des Lebens befasst, muss Trillian gerettet werden. Koste es, was es wolle. Auf dem Weg dahin bringt er unter anderem in Erfahrung, wie nützlich Handtücher sein können, wem wir die Zerstörung der Erde zu verdanken haben, dass auch Planeten irgendwo hergestellt werden müssen, dass Mäuse über verblüffend viel mehr geistigen Tiefgang verfügen, als man sich das immer gedacht hat – und dass auch in ihm ein furchtloser Abenteurer steckt, wenn er nur auf sein Herz hört…



Was ist was im Universum


Arthur Dent

Herkunftsplanet: Erde
Spezies: menschlich
Arthur Dent hat einen miesen Tag. Sein Haus wird abgerissen, um den Weg für eine neue Expressroute frei zu machen, er erfährt, dass sein bester Freund von einem fremden Planeten stammt, und das Mädchen seiner Träume ist mit einem kompletten Idioten zusammen. All das bedeutet freilich nicht das Ende der Welt – wenigstens nicht in den nächsten zwölf Minuten. Aber es stellt sich heraus (dank seines besten Freundes, des Außerirdischen), dass das Ende der Welt erst der Anfang ist…

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Ford Prefect

Herkunftsplanet: aus der Nähe von Beteigeuze
Spezies: unbekannt
Ford Prefect, der beste Freund von Arthur Dent, ist ein Außerirdischer, der sich als arbeitsloser Schauspieler ausgibt. Sein wirklicher Job hat mit der Recherche für den Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis“ zu tun. Nachdem er vor mittlerweile 15 Jahren auf der Erde gestrandet ist, bekommt er nun die Gelegenheit, den Planeten zu verlassen – eine höchst unfreundliche Alien-Rasse gibt nämlich ihre Pläne bekannt, den primitiven Planeten zu zerstören. Und weil Arthur ihm einmal das Leben gerettet hat (das ist eine lange, ein wenig peinliche Geschichte), entschließt sich Ford, ihm diesen Gefallen ebenfalls zu erweisen und nimmt seinen Freund mit, bevor die Erde explodiert. Glücklicherweise (für Arthur) stellt sich heraus, dass Ford der perfekte Begleiter für ein Abenteuer galaktischen Ausmaßes ist…

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Trillian

Herkunftsplanet: Erde
Spezies: menschlich
Trillians Geschichte müsste allseits bekannt sein: Mädchen trifft Jungen, Mädchen verlässt Jungen wegen außerirdischem Präsidenten der Galaxis, Mädchen trifft Jungen wieder (unter ziemlich unwahrscheinlichen Umständen, nebenbei bemerkt), nachdem die Erde verdampft ist, Junge hat immer noch Gefühle für Mädchen, Mädchen spielt „schwer zu kriegen“, Junge gibt auf, Mädchen entdeckt, dass sie mit Präsident der Galaxis einen Fehler gemacht hat.

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Zaphod Beeblebrox


Herkunftsplanet: Beteigeuze Fünf
Spezies: ja, bitte!
Cool, abenteuerlich, arrogant und nicht ganz helle – Zaphod Beeblebrox ist der Präsident der Galaxis. Diesen Job hat er nur aus einem einzigen Grund angenommen: um das Raumschiff „Herz aus Gold“ zu stehlen, das bemerkenswerteste, einzigartigste Schiff in der Geschichte der Galaxis. Kürzlich flog Zaphod mal eben an der Erde vorbei, um dort eine weibliche Begleitung aufzureißen (nämlich Tricia McMillian alias Trillian) – er hat es tatsächlich geschafft, sie mit einem Anmach-Spruch rumzukriegen, den er oft geübt und getestet hat: „Ich komme von einem anderen Planeten. Willst du mal mein Raumschiff sehen?“

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Marvin

Hersteller: Sirius Cybernetics Corporation
Bauart: EMP (Echtes Menschliches Persönlichkeitsbild)
Marvin gehört zu einer neuen Generation von Robotern der Bauart EMP (Echtes Menschliches Persönlichkeitsbild). Marvin ist chronisch deprimiert, für seine Aufgaben meist hoffnungslos überqualifiziert – worauf er seine Begleiter ständig hinweist – und findet darum selten Befriedigung in seinem Job. Allerdings, um fair zu bleiben: das Öffnen von Türen und Gegenstände zu tragen kann ein bisschen öde sein für jemanden, dessen Gehirn in der Lage ist, deine Persönlichkeits-Probleme bis auf dreißig Dezimalstellen auszurechnen und dabei auch noch das Wetter auf einem völlig anderen Planeten vorherzusagen. Das Ergebnis seiner finsteren Stimmung ist meist auch noch die Angst, dass er die Menschen um sich herum auch noch runter zieht.

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Prostetnik Vogon Jeltz

Herkunftsplanet: Vogosphäre
Spezies: vogonisch
Prostetnik Vogon Jeltz ist der Kommandant der Vogonischen Bauflotte und kein wirklich erfreulicher Anblick, nicht mal für andere Vogonen. Seine dunkelgrüne Gummihaut ist dick genug, dass er – gar nicht mal schlecht! – das Spiel des Vogonischen Geheimdienstes beherrschte, und so wasserdicht, dass er in Wassertiefen bis zu 300 Metern ohne unangenehme Folgen unendlich lange überleben konnte.

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Humma Kavula

Herkunftsplanet: unbekannt
Spezies: Prophet
Humma Kavula ist ein intergalaktischer Missionar mit einer nur sehr schwach ausgeprägten Zurechnungsfähigkeit – was ihn wahrscheinlich für den Posten des größenwahnsinnigen Führers eines religiösen Kultes geradezu prädestiniert. Derzeit trifft man ihn am besten bei seinen Predigten zu dem Volk der Jatravartid auf Viltvodle VI an, wo er auf die Ankunft des Großen Taschentuchs wartet.

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Slartibartfass


Herkunftsplanet: Magrathea
Spezies: magratheanisch
Slartibartfass ist ein Planetenbau-Ingenieur vom legendären Planeten Magrathea. Magrathea ist für den Service berühmt, luxuriöse Welten für die vornehmsten und – machen wir uns nichts vor – reichsten Klienten der Galaxis herzustellen. Magrathea bedient jeden Geschmack. Slartibartfass ist ein versierter Handwerker und betrachtet manchmal mit Bestürzung die neueren, protzigeren Planeten. Um die Wahrheit zu sagen: Wenn man ihn ließe, würde Slartibartfass nur wunderschöne Küstenlandschaften mit kühnen Fjordläufen konstruieren. Immerhin hat er dafür schon mal Preise gewonnen

Das Universum


DER REISEFÜHRER

Der Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist genau das, wonach er sich anhört: ein Handbuch für alles, was man wissen muss. „Per Anhalter…“ ist geradezu lebensnotwendig für jeden, der durch die Galaxis reist. Das leicht zu benutzende Bedienfeld und der günstige Preis des Buches haben es überall populär gemacht. Ford Prefect hat kürzlich erst am jüngsten Update des Reiseführers mitgearbeitet – von ihm stammt der neue Eintrag „Erde“. Nach 15 Jahren akribischer Recherche war er in der Lage, den Eintrag „Harmlos“ in „Größtenteils harmlos“ zu erweitern.

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„HERZ AUS GOLD“


Haben Sie sich schon mal gedacht: „Ich kann ja nicht überall gleichzeitig sein“? Nun, mit dem Raumschiff „Herz aus Gold“ können Sie’s. Mit ihm können Sie zum gleichen Zeitpunkt an jeden Punkt der Galaxis reisen – und aussteigen, wo immer Sie wollen. Klingt unmöglich? Ist es aber nicht. Nur unwahrscheinlich. So unwahrscheinlich, dass das Schiff mit dem Unendlichen Unwahrscheinlichkeitsdrive ausgestattet ist. Unwahrscheinlicher Weise hat die „Herz aus Gold“ auch noch zwei Anhalter mitgenommen: Sie rettete Arthur Dent und Ford Prefect vor dem sicheren Tod in den kalten Regionen des Weltalls.

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UNENDLICHER UNWAHRSCHEINLICHKEITSDRIVE


Der Unendliche Unwahrscheinlichkeitsdrive ist eine wundervolle neue Methode, weite interstellare Strecken im Bruchteil einer Sekunde zurückzulegen, ohne dabei im öden Hyperraum abzuhängen. Wegen eines sensationellen Durchbruchs in der Unwahrscheinlichkeits-Physik kann ein Raumschiff, sobald es durch diese neue Antriebstechnik die Unendliche Unwahrscheinlichkeitsgeschwindigkeit erreicht, jeden Punkt des Universums passieren. Dann muss man sich nur entscheiden, an welchem dieser Punkte man ankommen will – und schon ist man da. So einfach kann’s sein.

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VOGONEN

Vogonen sind übellaunig, bürokratisch, aufdringlich und abgebrüht. Außerdem sind sie für die Zerstörung der Erde verantwortlich, weil sie den Weg für eine interstellare Expressroute frei gemacht haben. Vogonen sind berüchtigt wegen ihrer grausamen und ungewöhnlichen Art der Folter: Sie lesen selbst verfasste Gedichte. Die vogonische Dichtkunst ist die drittschlechteste im Universum, und es geschieht nicht
selten, dass ihre Zuhörer sich Gliedmaßen abnagen, um zu entkommen.

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WELTRAUM

Der Weltraum ist groß. Verdammt groß. Du kannst dir einfach nicht vorstellen, wie groß, gigantisch, wahnsinnig riesenhaft der Weltraum ist.

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ERDE

Die Erde ist ein Planet, auf dem es nicht möglich ist, mehr als 16.000 Meilen von seinem Geburtsort entfernt zu sein – was in den Maßeinheiten des Weltraums wirklich keine Entfernung ist. Die Zerstörung der Erde stand auf dem Konstruktionsplan einer Vogonischen Bauflotte, die den Bau einer intergalaktischen Expressroute durch den Hyperraum vorbereitete. Die Erde wird von Menschen, Mäusen, Walen und weiteren, uninteressanteren Lebensformen bevölkert und von dem Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis“ als „Harmlos“ beschrieben. Es ist überflüssig zu erwähnen, dass Ford Prefect diesen Eintrag durch seinen 15jährigen Aufenthalt auf der Erde ausweiten konnte. Und obwohl sein Update noch redaktionell bearbeitet wurde, ziert sein neuer und differenzierterer Beitrag schon bald die Seiten des Reiseführers. Er lautet: „Größtenteils harmlos“.

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DEEP THOUGHT


Deep Thought ist ein außergewöhnlich intelligenter Computer, der vor Jahrmillionen von hyperintelligenten, pandimensionales Wesen gebaut wurde, denen es zum Halse raus hing, sich ewig über den Sinn des Lebens rumzuzanken. Als Deep Thought fertig erstellt war, fragten sie ihn nach der Antwort auf die Große Frage nach dem Leben, dem Universum und Allem. Es gab eine kleine Verzögerung während Deep Thought die Antwort berechnete. Eine kleine Verzögerung von siebeneinhalbmillionen Jahren, um ehrlich zu sein, an deren Ende Deep Thought verkündete, die Antwort laute „42“.

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DELFINE

Die Menschen sind immer davon ausgegangen, dass sie intelligenter sind als Delfine, denn schließlich haben sie so viel zustande gebracht – das Rad, New York, Kriege und so weiter –, wogegen Delfine nur im Wasser herumtoben und eine gute Zeit haben. Aber umgekehrt haben die Delfine geglaubt, dass sie viel intelligenter sind als die Menschen – aus genau den gleichen Gründen. Die Delfine haben schon lange um die drohende Zerstörung der Erde gewusst und haben viele Versuche unternommen, die Menschheit vor dieser Gefahr zu warnen, aber ihre Kommunikation wurde meist fehl interpretiert. Die letzte Botschaft eines Delfins beispielsweise wurde als erstaunlich kunstfertiger Versuch missverstanden, einen doppelten Salto rückwärts durch einen Reifen zu vollführen und dabei „Heil dir im Siegerkranz“ zu flöten – aber in Wirklichkeit lautete die Botschaft: „Macht’s gut und danke für den vielen Fisch.“

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DER BABELFISCH

Glauben Sie’s oder nicht, diese kleine, gelbe Kreatur ist wahrscheinlich das Eigentümlichste, was es im ganzen Universum gibt. Mit Hilfe von komplexen Gehirnströmen, deren Entstehung einfach zu kompliziert ist, um sie hier zu erklären, überwindet der Babelfisch die Grenzen der Kommunikation verschiedener Rassen und Kulturen, in dem er die Sprachmuster, die man hört, durch die Gehirnstrommatrix, entschlüsselt. Man muss ihn sich einfach ins Ohr schieben, kaum zu glauben, aber wirklich sehr nützlich.

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HANDTÜCHER

Ein Handtuch ist unbestreitbar der nützlichste Gegenstand, den ein interstellarer Anhalter mit sich führen kann. Neben seinem großen praktischen Nutzen ist ein Handtuch auch von immensem psychologischem Wert. Wenn ein Strag (=Nicht-Anhalter) bemerkt, dass ein Anhalter sein Handtuch dabei hat, wird er automatisch davon ausgehen, dass er auch im Besitz von Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompass, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug etc., etc. sei. Infolge dessen wird der Strag dem Anhalter mit Freuden eines dieser – oder ein Dutzend anderer – Dinge leihen, das der Anhalter unglücklicherweise „verloren“ hat. Der Strag wird respektvoll anerkennen, dass ein Mann, der die Galaxie der Länge und Breite nach bereist, sich durchbeißen, in primitiven Unterkünften leben und erfolgreich gegen widrige Umständen kämpfen muss und dann immer noch weiß, wo sein Handtuch ist, jemand ist, auf den man sich verlassen kann.

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42

Deep Thought, der zweitgrößte Computer, der jemals gebaut wurde, hat siebeneinhalb Millionen Jahre gebraucht, um den Sinn des Lebens zu errechnen und am Ende bekannt gegeben, dass die Antwort 42 lautet. Das hat eine Menge Leute ärgerlich gestimmt und wurde in weiten Teilen der Galaxis als schlechter Schachzug betrachtet. Der Computer erklärte darauf hin, das Problem sei, dass niemand wirklich die Frage verstanden habe. Also wurde ein weiterer, größerer Computer gebaut, der herausfinden sollte, wie denn eigentlich die Frage lautete.

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PERSPEKTIVEN-PISTOLE

Die Perspektiven-Pistole ist eine sehr ungewöhnliche Waffe – einfach gesagt: Wenn Sie die Waffe auf jemanden richten und abfeuern, wird er die Dinge augenblicklich aus Ihrer Perspektive betrachten. Sie wurde von einer Gruppe Hausfrauen erfunden, die es ziemlich satt hatten, dass jeder häusliche Streit mit den Worten „Du kapierst es einfach nicht, oder?“ endete. Die Pistole war danach in Marketing-Abteilungen, Regierungen und Religionen sehr gefragt, wurde aber „in den falschen Händen als zu gefährlich“ eingestuft und an einem geheimen Ort weggeschlossen, um zu verhindern, dass sie jemals
wieder benutzt werden würde.

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PANGALAKTISCHER DONNERGURGLER


Der Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis“ bezeichnet den Pangalaktischen Donnergurgler als besten Drink, den es gibt. Der Effekt eines Pangalaktischen Donnergurglers ähnelt dem Zustand, wenn einem mit einem großen, in Zitronenscheiben gehüllten Goldbarren das Gehirn aus dem Kopf gedroschen wurde. Der Reiseführer verrät darüber hinaus, auf welchen Planeten die besten Pangalaktischen Donnergurgler gemixt werden, wie viel man wahrscheinlich für einen bezahlen muss und welche Wohltätigkeitsorganisationen es gibt, die einem hinterher bei der Rehabilitierung helfen. Außerdem enthüllt das Buch, wie man sich selbst einen mixen kann – aber aus rechtlichen Gründen sowie Gründen der Gesundheit und Sicherheit waren wir nicht in der Lage, diese Information hier wiederzugeben.

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LIEBE


Die „Encyclopedia Galactica“ beschreibt „Liebe“ als entkräftende, psychosomatische Krankheit, die bei der Produktion von verschiedenen Hormonen im Körper des Opfers ausbrechen kann, das wiederum entweder nichts ahnt oder unfähig ist, die Kontrolle zu behalten. Darüber hinaus verrät die Enzyklopädie die Liste der verschiedenen erhältlichen Medikamente, wie man mit der ungebetenen Zuwendung von Freunden umgeht und auf welchen Planeten in der Galaxis man sich am besten
tränenreich quälende Lieder anhören kann. Der Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis“ beschreibt das Thema Liebe wie folgt: „Größtenteils schmerzhaft“.



42 Fakten



1. Der Mensch ist die drittintelligenteste Bioform auf dem Planeten Erde.

2. Die Geschichte jeder bedeutenderen galaktischen Zivilisation macht drei klar und deutlich von einander getrennte Phasen durch - das bare Überleben, die Wissensgier und die letzte Verfeinerung. Die erste Phase zum Beispiel ist durch die Frage gekennzeichnet: „Wie kriegen wir was zu essen?“, die zweite durch die Frage: „Warum essen wir?“, und die dritte durch die Frage „Wo kriegen wir die besten Wiener Schnitzel?“

3. Da sie als eines der 10 nervtötensten Musikinstrumente aller Zeiten gilt, wurde die Geige von jedem zivilisierten Planeten der Galaxis verbannt.

4. Der Roman PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS von Douglas Adams erschien erstmals im Jahr 1979, wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt und verkaufte sich bis zum heutigen Tage weltweit über 20 Mio. Mal.

5. Vogonen sind eine der unausstehlichsten Rassen der Galaxis.

6. Ein Hadtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was ein interstellarer Anhalter besitzen kann. Naß ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe.

7. 7x6=42

8. Die Wirkung eines Pangalaktischen Donnergurglers ist so, als werde einem mit einem riesigen Goldbarren, der in Zitronnenscheiben gehüllt ist, das Gehirn aus dem Kopf gedroschen. Zaphod Beebebrox hat ihn erfunden.

9. Mit einem Babelfisch im Ohr versteht man augenblicklich alles, was einem in irgendeiner Sprache gesagt wird.

10. Delphine sind die zweitintelligenteste Bioform auf dem Planeten Erde. Das ganze Umhertoben im Wasser ist bloß Tarnung.

11. PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS war ursprünglich eine sechsteilige Hörfunkserie, die erstmals 1978 von BBC Radio 4 ausgestrahlt wurde.

12. Als großer Beatles Fan wäre Douglas Adams sicher von der Tatsache begeistert gewesen, dass das Anfangslied des Films im No. 1 Studio in der Abbey Road aufgenommen wurde.

13. Die Tatsache, dass die Möbel zerstört werden, wenn man Zaphod Beeblebrox zu einer Party einläd, ist allgemein bekannt.

14. 3x14=42

15. Die Wahrscheinlichkeit, von einem vorbeifliegenden Raumschiff gerettet zu werden, wenn man gerade im Hyperraum schwebt, beträgt 1:276.709.

16. Falls irgendwer jemals herausbekommen sollte, wozu das Universum gut ist und warum es existiert, wird es auf der Stelle verschwinden und durch etwas noch Bizarreres und Unwahrscheinlicheres ersetzt werden.

17. Der Gefräßige Plapperkäfer von Traal ist ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen - bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig.

18. Bevor er PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS schrieb, war Douglas Adams als Script Editor für die Produktion DOCTOR WHO tätig. Außerdem arbeitete er als Bodyguard, Scheunenbauer, Krankenhauspförtner und Hühnerstallausmister.

19. Mäuse sind die intelligenteste Bioform auf dem Planeten Erde.

20. Die Zeit ist eine Illusion. Die Mittagszeit erst recht.

21. Mit einem IQ von 161612 ist Marvin der Roboter 30 Milliarden mal intelligenter als eine Matratze.

22. Die TV Fassung von PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS wurde erstmals im Januar 1981 ausgestrahlt.

23. Der Konsum von Bier und Erdnüssen hilft gegen Nebenwirkungen von Weltraumflügen.

24. Die Außenseite von Humma Kavulas Tempel ist der Nase von Douglas Adams nachempfunden worden.

25. „Deep Thought“ ist der zweitgrößte Computer, der je gebaut wurde.

26. Das einzige, was wir über das Universum wissen müssen, ist, dass es noch komplizierter ist als wir glauben.

27. Die Vogonen Dichtkunst gilt als die drittschlechteste im Universum.

28. Ford Prefect und Zaphod Beeblebrox sind Halbcousins. Sie haben drei gleiche Mütter.

29. An dem Gemälde, das den Bugkonus der „Herz aus gold“ ziert, hat ein Künstler vier Monate gearbeitet. Es ist im Film nicht ein einziges mal als Close-up zu sehen.

30. Bis zu seiner Sprengung war der Planet Erde der größte Computer, der jemals gebaut wurde – seine Aufgabe bestand darin, die Große Frage zu berechnen.

31. Wenn man auf einem fremden Planeten auf eine fremde Lebensform trifft, kocht man am besten erst mal eine schöne Tasse Tee.

32. Wenn man den ANHALTER DURCH DIE GALAXIS in normaler Buchform gedruckt hätte, wäre der interstellare Anhalter gezwungen gewesen, mehrere Lagerhallen mit sich rumzuschleppen

33. Zaphod Beeblebrox wurde nun schon zum siebenten Male hintereinander zum schlechtestgekleidetsten fühlenden Wesen des Universums gewählt.

34. Der Reiseführer PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS ist das erfolgreichste Buch der Galaxis. Erstens ist er ein bißchen kleiner und billiger als die große ENCYCLOPEDIA GALACTICA, und zweitens stehen auf seinem Umschlag in großen, freundlichen Buchstaben die Worte KEINE PANIK.

35. Ein Sub-Etha-Sens-O-Matic ist ein kleiner schwarzer Apparat, der interstellare Anhalter auf die Anwesenheit vorbeifliegender Raumschiffe aufmerksam macht.

36. Es hat ganze 27 Jahre gedauert, bis PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS den Weg auf die Kinoleinwände gefunden hat. Die Dreharbeiten begannen schließlich am 19. April 2004 in den englischen Elstree Studios.

37. PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS gibt es: als Hörfunkserie, als Roman (eine Trilogie in fünf Bänden), als diverse Theaterstücke und Comics, als TV Serie, als Bildband, als mit dem BAFTA Award ausgezeichnetes Computerspiel... und als Handtuch.

38. Ford Prefect verbrachte 15 Jahre auf der Erde, in denen er sich als arbeitslosen Schauspieler ausgab.

39. Die HERZ AUS GOLD ist 150 Meter lang und wie eine Weltkugel geformt. Das Film Set für das Raumschiff wurde von über 3.000 Glühbirnen beleuchtet, die alle per Hand eingesetzt wurden.

40. Durch sonderbare Umstände, bei denen Zeitreisen eine Rolle spielten, ist der Roboter Marvin 37 mal älter als das Universum selbst.

41. Der Originalsprecher und -darsteller der Figur „Arthur Dent“ aus der Hörfunk- und TV Serie, Simon Jones, hat einen kurzen Cameo-Auftritt im Film (bringt eure 3D-Brillen mit!)

42. ist die Antwort auf die Letzte der Fragen nach dem Leben, dem Universum und allem.



Über die Produktion


Keine Panik

Nach zwanzig Jahren Vorbereitungszeit bringt PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS eine Geschichte, die weltweit von Millionen Fans geliebt wird – und einen Teil des popkulturellen Zeitgeists – auf die Leinwand. Wegen seiner kühnen Mischung aus Sciencefiction, Comedy, Abenteuer und Philosophie, die der viel gepriesene Autor Douglas Adams zu einer einzigartigen Entertainment-Erfahrung verarbeitete, wurde die Romanvorlage stets als ihrer Zeit voraus angesehen. Mit der Verfilmung seiner Geschichte, an der Douglas Adams vor seinem frühen Herztod selbst lange gearbeitet hatte, bricht ein neues Zeitalter für die Anhänger von PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS an.

Es gibt ihn tatsächlich – einen Reiseführer durch unseren verrückten Kosmos. Oder wenigstens, wenn man der Fantasie von Douglas Adams folgt. Und seitdem ist nichts mehr, wie es vorher war. Seit Adams die Geschichte des Erdlings Arthur Dent und seiner Entdeckung der größten Enzyklopädie galaktischer Weisheiten diesseits des Urknalls geschrieben hatte, bewegt sein „Per Anhalter durch die Galaxis“ die Gemüter, begeistert die Menschen und zeigt seinen Fans, wie komisch das Leben, Universum und der ganze Rest sein könnte, wenn wir das Wochenende am Rande von Zeit und Raum verbringen würden.
Mit einzigartigem Witz, eigentümlichen Kreaturen, die anders waren als alle, die man sich vorher erträumt hatte, dem Mut, sich über Sciencefiction-Traditionen lustig zu machen und einem selbstbewussten Gedankenspiel über die Sicht auf die größten Mysterien des Lebens hatte die Welt, die Adams schuf, einen mächtigen Einfluss auf die Popkultur. Vom Physiker Stephen Hawking über den Ex-Beatle Paul McCartney bis hin zum Fantasy-Filmemacher George Lucas verliebten sich Künstler, Wissenschaftler, Philosophen und Hipster rund um den Globus in Arthur Dent und seine seltsamen Abenteuer an der anderen Seite der Realität. Aus der Geschichte, die ursprünglich als Hörspielserie fürs Radio konzipiert war, wurden eine fünfteilige Roman-Trilogie, eine BBC-TV-Serie, ein bahnbrechendes Computerspiel, Themen von College-Seminaren und noch viel mehr.

Die einzige Reise, die noch ausstand, war die auf die Kinoleinwand. Bis jetzt. Durch die Inspiration von Adams‘ schier unerschöpflicher Kreativität ist die Filmversion von PER ANHALTER DURCH DIE
GALAXIS eine Hommage an den Geist der Respektlosigkeit und des Erfindungsreichtums, die seine Geschichte so einzigartig macht. Mit einer atemberaubenden Mischung aus ultramodernen und traditionellen Specialeffects katapultiert der Film seine Zuschauer – ob sie nun langjährige Fans sind oder im Kinosaal der Geschichte zum ersten Mal begegnen – aus der Alltagsroutine in ein zwerchfellerschütterndes Universum, in dem ganz eigene Gesetze gelten.


„Wir waren immer der Ansicht, dass PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS das für den Sciencefiction-Film sein kann, was Austin Powers für James Bond war“, sagt der Produzent Roger Birnbaum, „eine liebevolle Parodie, aber gleichzeitig ein eigenständiges Abenteuer. Diese wunderbar frische Version der Geschichte zollt der unglaublichen Kreativität von Douglas Adams Tribut und bietet einer neuen Generation, die hier der Komik von PER
ANHALTER… zum ersten Mal begegnet, eine rasante Achterbahnfahrt

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Ein kleiner Führer durch den Reiseführer: Das Vermächtnis von Douglas Adams und die Wurzeln von Per Anhalter...

Am Anfang wurde das Universum geschaffen. Das machte eine Menge Leute
verdammt wütend und wurde größtenteils als dumme Idee bezeichnet. (Douglas Adams)

Also was ist PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS überhaupt, und wo, zum Teufel, kommt es her?

Im Jahr 1978 wurden die Hörer von BBC Radio 4 von einem neuen, spektakulären Hörspiel unterhalten, das so vorher noch niemand vernommen hatte. „Per Anhalter durch die Galaxis“, im Original: „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“, war teilweise eine Scienceficition-Weltraumodyssee, teilweise eine hinreißend komische satirische Komödie und teilweise eine Untersuchung der Natur der Realität; es erzählte eine Geschichte von Robotern, Gefahren im Weltraum und intergalaktischen Enzyklopädien und jonglierte mit einigen ziemlich schwergewichtigen Fragen – Was ist die Natur des Universums? Wie nahm das Universum seinen Anfang? Was ist Realität? Können wir den Sinn des Lebens erforschen? –, ohne sich dabei selbst allzu ernst zu nehmen. Der Autor dieser Hörspielserie war ein junger Mann namens Douglas N. Adams (der sehr stolz darauf war, dass seine Initialen D.N.A. lauteten…), der Englische Literaturwissenschaft an der Universität von Cambridge
studiert hatte, von jedem Aspekt wissenschaftlicher Entdeckung fasziniert war und schon als Comedy-Autor mit dem Monty-Python-Mitglied Graham Chapman gearbeitet hatte. Douglas war davon überzeugt, dass es eine Bedienungsanleitung für oder einen Reiseführer durch das Universum geben müsse, realisierte aber, dass die Chance, einen zu finden, relativ gering war. Also musste er selbst einen schreiben.

Und das tat er, indem er die unwahrscheinliche und unvergessliche Fabel von Arthur Dent niederschrieb, der gerade rechtzeitig vom explodierenden Planeten Erde entkommt und eine wilde Reise durchs All auf einem schicken Raumschiff unternimmt – in Schlafanzug und Bademantel, versteht sich. Glücklicherweise entdeckt Arthur schon bald den Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis“, der auf seinem Cover mit dem besten Ratschlag des Universums aufwarten kann KEINE PANIK! Durch sein Standard-Nachschlagewerk bietet der Reiseführer Tipps, die sich manchmal als unglaublich praktisch und hin und wieder als absolut lächerlich erweisen.

Nach dem Erfolg der Radioversion wurde Douglas Adams von einem Verleger gebeten, einen Roman basierend auf dem Hörspiel zu verfassen – und schon fand sich Adams als galaktischer Star der literarischen Welt wieder. Sein Buch wurde zu einem Bestseller und zu einem modernen Klassiker, er schrieb fünf weitere Romane aus der Serie und verkaufte davon über 15 Millionen Exemplare, bevor er starb.
Die „Per Anhalter…“-Bücher avancierten jedoch zu mehr als bloßen Bestsellern: Sie wurden zu einem kulturellen Phänomen. Fans debattierten darüber, Lesezirkel grübelten über den Ideen, dem Einfallsreichtum und dem einzigartigen Humor, und selbst berühmte Wissenschaftler wie der Darwinist Richard Dawkins und der Physik-Theoretiker Stephen Hawking diskutierten es im gleichen Atemzug mit den jüngsten
wissenschaftlichen Theorien. Zwei von Douglas Adams‘ größten Helden – John Cleese und Paul McCartney – arbeiteten mit ihm an anderen Projekten zusammen.

Adams wurde zu einem Erneuerer und originellen Denker, indem er sich schon früh das Internet und die Multimedia-Technologien zu Nutze machte. Neben seiner Arbeit als Schriftsteller trat er mit der Band Pink Floyd auf (als Geschenk zu seinem Geburtstag), entwarf interaktive Computerspiele, gründete eine Multimedia-Firma, startete die „echte“ Erdlings-Edition des Reiseführers auf der Website h2g2.com und engagierte sich leidenschaftlich für vom Aussterben bedrohte Tierarten, besonders für Berggorillas und Nashörner. Nachdem sein „Per Anhalter durch die Galaxis“ schon als Radio-Show, Romanserie, TV-Reihe, Computerspiel und noch mehr verarbeitet wurde, wusste Douglas Adams, dass sein Buch dafür bestimmt war, eines Tages fürs Kino verfilmt zu werden. Aber erst musste Hollywood sich technisch ein bisschen weiterentwickeln. Mit der Erfindung der digitalen Tricktechnik beobachtete Adams, wie seine Scienceficiton-Komödie Einfluss auf ein völlig neues Genre von Hollywood-Filmen nahm. Fast zwanzig Jahre lang kämpfte er mit dem Schreiben eines Drehbuchs. Im Jahr 1998 schließlich unterschrieb Adams einen Deal mit Disney und setzte sich hin, um einen neuen Versuch zu wagen. Doch zum Erschrecken der Welt starb Douglas Adams an einem Herzanfall, kurz nachdem er den zweiten Drehbuchentwurf für Disney beendet hatte. Freunde und Fans waren von dem Verlust erschüttert und organisierten Gedenkfeiern in über 15 Ländern auf dem ganzen Globus, darunter in den USA, in Brasilien, Deutschland und, natürlich, in Großbritannien. Seit seinem Tod wurden zwei Planeten in Adams‘ Andenken benannt: einer als Arthurdent nach seiner berühmten Figur aus „Per Anhalter durch die Galaxis“, der zweite als Asteroid Douglasadams.

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PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS startet durch: Die Suche nach einem Team, das Douglas Adams‘ Vision weiter führt

Die Geschichte von „Per Anhalter durch die Galaxis“ besteht aus Idealismus, Kampf, Verzweiflung, Leidenschaft, Erfolg, Versagen und unglaublich langen Mittagspausen. (Douglas Adams)

Douglas Adams hat einmal zu Protokoll gegeben, der Prozess des Filmemachens sei „wie der Versuch, ein Steak zu grillen, in dem nacheinander Menschen in den Raum kommen und es anhauchen“. Dennoch glaubte er fest daran, dass PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS für die große Leinwand bestimmt ist. Und dennoch stand die Große Frage im Raum: Wer wäre in der Lage, einen Stoff zu verfilmen, der zu gleichen Teilen aus einem außergewöhnlichen Sciencefiction-Abenteuer, aus gnadenloser Satire und aus der schrulligen Betrachtung auf die surreale Seite des Lebens von einem ganz gewöhnlichen Mann besteht? Nach dem Tod von Douglas Adams wurde diese Frage noch drängender – besonders bei Adams‘ langjährigem guten Freund und kreativen Partner Robbie Stamp, der darauf hoffte, dass der Lebenstraum seines Freundes doch noch wahr werden würde.

„Douglas hat diese außergewöhnliche Galaxis voller Figuren, Ideen und Konzepte geschaffen und damit die Herzen und Hirne von Millionen Menschen auf der ganzen Welt angeregt“, sagt Stamp, der mit Adams zusammen eine Multimedia-Firma gegründet hatte und nun als Ausführender Produzent an der Produktion von PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS beteiligt war. „Daraus wurden Bücher, TV-Serien, Handtücher… was Sie wollen. Das einzige, was in Douglas‘ Augen zur Erfüllung seines Lebenswerkes noch gefehlt hat, war ein Spielfilm.“

„Diese Vision war für ihn unglaublich wichtig, und er hat über zwanzig Jahre lang mit ihr schwer gerungen“, fährt Stamp fort. „Es war für Douglas immer sehr, sehr klar, dass ‚Per Anhalter…‘ nichts Statisches sein dürfte, sondern vielmehr etwas, was sich in den verschiedenen Inkarnationen verschiedener Medien und Zeiten immer wieder erweitert und verändert. Das Hörspiel unterscheidet sich von den Büchern, die sich wiederum vom Computerspiel unterscheiden und so weiter. Und ihm war klar, dass ein Film die Neuerfindung der Geschichte sein müsste, mit vielen Dingen, die seine Fans lieben, aber eben auch neuen Ideen. Tragischerweise nahm sein Leben gerade dann ein Ende, als er kurz davor war, diesen Anspruch zu erfüllen.“

„Nach seinem Tod traf ich mich mit seiner Familie, und wir hatten alle das Gefühl, dass die Arbeit an diesem Film das Schönste ist, mit dem wir Douglas Tribut zollen können“, erinnert sich Stamp. „Wir wollten beweisen, dass er Recht behielt mit der Meinung, dass ‚Per Anhalter…‘ ein großartiger Film sein könne. Also haben wir weitergemacht. Glücklicherweise haben uns die Leute bei Spyglass Entertainment sowie Jay Roach – der ursprünglich sogar Regie führen sollte und den Film nun als Produzent verantwortet – bei unseren Ideen sehr unterstützt. Es war herzerfrischend zu sehen, dass jeder so hingebungsvoll mit dabei war und an einem Film gearbeitet hat, der Douglas stolz machen würde. Spyglass und Jay Roach haben zentrale Rollen dabei gespielt, und ohne sie würde es den Film nun nicht geben.“

Dass die Entwicklung und die Vorbereitung stets im Fluss blieben, ist vor allem der persönlichen Leidenschaft der Produzenten für den Stoff zu verdanken, die auch dann nicht versiegte, wenn mal wieder alles verloren schien. „Diese Geschichte ist ein großartiges Vermächtnis, und wir waren uns alle sicher, dass sie eine starke Anziehungskraft auf das Publikum von heute ausüben würde“, erläutert der Produzent Gary Barber. „Man wird in diese Welt voller Comedy, Abenteuer, fernen Planeten und außerirdischen Kreaturen gezogen, und es ist anders als alles, was man je vorher erfahren hat.“

„Wir waren alle der Meinung, dass es Douglas Adams war, der die moderne Sciencefiction-Comedy erfunden hat“, ergänzt der Produzent Jonathan Glickman. „Vor GHOSTBUSTERS („Ghostbusters – Die Geisterjäger, 1984) und MEN IN BLACK („Men in Black“, 1997) gab es ‚Per Anhalter durch die Galaxis‘. Viele Filme aus den Achtzigern und Neunzigern wurden von Douglas Adams inspiriert. Und wir wollten jetzt endlich die Geschichte auf die Leinwand bringen, mit der alles angefangen hat.“ Das Erste, was die Filmemacher brauchten, war ein geeigneter Drehbuchautor, der aufgrund von Douglas Adams‘ Entwurf ein Skript schreiben sollte. Keine leichte Aufgabe, denn die wilde, visionäre Geschichte war berüchtigt dafür, nur sehr schwer in ein typisches Drehbuch mit drei Akten transformiert werden zu können. Auf der Suche nach jemandem, der über den Tellerrand hinaus schauen konnte, stießen die Produzenten auf Karey Kirkpatrick, dessen Drehbuch für den Trickfilm CHICKEN RUN („Chicken Run – Hennen rennen“, 2000) genau den Humor, das Herz und die rasante Art des Geschichtenerzählens hatte, den sie sich vorstellten.

Kirkpatrick war von dem Angebot sehr geschmeichelt, aber seine erste Reaktion darauf war ungeachtet Douglas Adams‘ berühmten Ratschlags – Panik! Obwohl er den Einfluss des Buches kannte, hatte Kirkpatrick es nie gelesen. Dennoch: Als er es sich vornahm, wurde er sofort davon inspiriert.

„Ich weiß: Es wird Leute geben, die ‚Blasphemie!‘ schreien, wenn sie erfahren, dass ich das Buch nicht mal gelesen hatte, bevor mir der Job angeboten wurde“, sagt Kirkpatrick. „Aber ich glaube daran, dass ich dadurch beim Zugang zu dem Material nur Vorteile hatte. Ich hatte keine vorgefertigten Ansichten im Kopf. Ich hatte keine Ahnung von dem Babelfisch, der Großen Frage oder den Vogonen, und darum konnte ich sie als das sehen, was sie waren: Eine Vorlage für eine wunderbar andere Art von Sciencefiction-Abenteuerfilm.“
Dennoch hatte Kirkpatrick Zweifel, ob er der Richtige für diese Aufgabe sei. „Mein erster Gedanke war: ‚Das kann ich nicht schreiben – der Autor war ein Genie, und in dieser Liga spiele ich einfach nicht mit‘“, fährt er fort. „Ich meine, Douglas Adams ist der Mann der Sätze geschrieben hat wie: ‚Fliegen ist ganz einfach, du musst dich nur auf den Boden werfen und ihn verfehlen.‘ Ich war nicht wirklich optimistisch, dass ich Zeilen wie diese schreiben könnte, aber ich habe trotzdem an dem Meeting teilgenommen.“
Mal ehrlich: Wie kann man nicht begeistert davon sein, über Poesie als Folterinstrument zu reden, oder über Nuklearraketen, die sich in einen Pottwal verwandeln oder in einen Petunientopf?“, grinst Kirkpatrick. „Aufgaben wie diese bekommt man nicht alle Tage. Eigentlich bekommt man sie nie – also habe ich den Job angenommen.“

„Zugang zu der Computer-Festplatte von Douglas Adams zu bekommen war ein echter Thrill“, erinnert sich Kirkpatrick. „Es war die seltene Gelegenheit, Einblick in seine kreativen Prozesse zu haben – und ich habe viele seiner neuen Ideen im Drehbuch verarbeitet. Wir hatte einige Gemeinsamkeiten: Wir wären beide gerne Rock-Gitarristen geworden, waren Weltklasse im Hinauszögern und teilten die Liebe zur Satire und den festen Glauben, dass nichts so heilig ist, dass man sich nicht darüber lustig machen kann. Der größte Unterschied zwischen uns ist, dass Douglas ein unglaublich konzeptuell denkender Mann war und ich eher strukturell denken kann. Das stellte sich allerdings als Glücksfall heraus, denn natürlich hatte Douglas schon viele Konzepte vorgegeben – und die brauchten jetzt eine straffere Struktur.“

„Ich war noch nie zuvor in ein Projekt involviert, bei dem alle einem höheren Ziel dienten: nämlich dem Andenken an Douglas Adams gerecht zu werden“, fährt Kirkpatrick fort. „Das war großartig, denn wirklich alle haben ihr Ego an der Tür abgegeben. Jedes Mal, wenn wir bei der Entwicklung des Films einen Teilerfolg erzielt haben – bei der Auswahl des Regisseurs, als wir grünes Licht für die Produktion bekamen, bei der Zusammenstellung der Schauspieler… – hatten wir ein bittersüßes Gefühl, denn wir waren glücklich darüber, dass der Lebenstraum von Douglas langsam wahr wurde, aber wir waren tieftraurig, dass er nicht mehr bei uns war, um dies alles mitzuerleben.“ Als Kirkpatricks Drehbuch fertig war, wurde es von allen bislang beteiligten Filmemachern begeistert aufgenommen. „Ich erinnere mich daran, dass ich es zum ersten Mal las und ich Gänsehaut bekam“, sagt Robbie Stamp. „Ich wusste: Das ist es! Das war unverkennbar ‚Per Anhalter…‘ und dennoch ein straff strukturierter Film mit einem Anfang, einer Mitte und einem Ende. Die brillante Comedy und der Erfindungsreichtum waren darin enthalten, aber der Zugang zielte auf ein wesentlich breiteres Publikum. Karey hat die Hürde erfolgreich gemeistert, an der sich Douglas immer und immer wieder die Zähne ausgebissen hat.“

Die Suche nach einem Drehbuchautor war schon schwierig genug, aber nun befürchteten die Produzenten, dass die Auswahl eines Regisseurs, der Adams‘ visionären Witz umsetzen könnte, sich als Herausforderung von kosmischen Ausmaßen herausstellen würde. Aber als sie sich mit dem auf-
strebenden Duo Hammer & Tongs – auch bekannt als Regisseur Garth Jennings und Produzent Nick Goldsmith – trafen, wurde eine weitere Suche unnötig. Als Bilderstürmer und kulturelle Wegbereiter einer neuen Generation schufen Jennings und Goldsmith von einem Hausboot aus (das übrigens nur zehn Minuten von Douglas Adams‘ früherer Wohnung entfernt ist) einige der visuell einfallsreichsten Werbespots und Musikvideos der jüngeren Geschichte. Ihr stilistischer Erfindungsgeist und ihr smarter kollektiver Witz passten für Adams‘ Arbeit wie die Faust aufs Auge.

„Die Wahl von Garth Jennings als Regisseur war bemerkenswert einfach“, sagt Roger Birnbaum. „Jay Roach, der Regisseur von AUSTIN POWERS: INTERNATIONAL MAN OF MYSTERY („Austin Powers – Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat“, 1997) und MEET THE FOCKERS („Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich“, 2005), wollte den Film ursprünglich selbst inszenieren, aber er hatte sich schon anderweitig verpflichtet, als wir grünes Licht bekamen. Spike Jonze, der Regisseur von BEING JOHN
MALKOVICH („Being John Malkovich“, 1999), sagte ihm bei einem Gespräch, dass er einen jungen, sehr komischen und höchst innovativen Regisseur kenne, der in England großartige Musikvideos und Werbeclips inszeniert. Auf Spikes Empfehlung hin flogen wir Garth in die USA, und als er zu unserem Treffen schon mit einem Berg Skizzen und fantastischen Ideen über die Dreharbeiten für unsere Geschichte kam, verliebten wir uns auf der Stelle in ihn. Wir waren uns einig, dass er und Nick die perfekte Wahl waren.“

„Ich habe viel Zeit mit Douglas verbracht, und ich bin sicher, dass er von der Denkweise und der visuellen Kraft, die Garth und Nick in dieses Projekt einbringen, begeistert wäre“, ergänzt Robbie Stamp. „Ich glaube, er wäre von der Sensibilität und ihrem Stil hingerissen – mal ganz abgesehen von ihrer Verspieltheit, ihrem Witz und ihrer kreativen Leidenschaft. Ich war mir von Anfang an sicher, dass Douglas‘ Geschichte bei ihnen in sehr guten Händen ist.“

Darüber hinaus waren die Filmemacher angetan von der Vorstellung, dass Hammer & Tongs in der Lage waren, eine völlig neue Generation von Fans und die Kulturen auf der ganzen Welt anzusprechen. „Wir suchten nach einem Regisseur, der unserer Geschichte eine neue Frische und einen globalen Sinn für Jugend verleihen konnte“, bemerkt der Ausführende Produzent Derek Evans. „Nick und Garth brachten genau das für das Projekt mit – und außerdem noch eine angenehme Lässigkeit. Sie müssen nicht unbedingt komisch und stylish sein, weil sie dies durch alles, was sie machen, schon ausstrahlen. Sie haben die Energie, den Enthusiasmus und die visuelle Brillanz, um Douglas‘ Universum für das 21. Jahrhundert zum Leben zu erwecken.“

Für Jennings und Goldsmith war dieses Projekt genau das, wonach sie schon lange gesucht hatten: groß, kreativ und der wüsteren Seite des Lebens zugewandt. „Es gibt nicht viele Geschichten wie diese, und wir schätzten uns unwahrscheinlich glücklich, dass sie uns angeboten wurde, sagt Jennings, der schon als neunjähriger Junge von „Per Anhalter durch die Galaxis“ angetan war und sich nun begeistert in Arthur Dents Abenteuer stürzte. „Es war so, als ob uns nicht nur ein paar Sterne leuchten, sondern die ganze Galaxis Spalier stand und uns sagen wollte: ‚Dann mal los, Jungs!‘“

Goldsmith gibt zu, dass die beiden anfangs eine Millisekunde lang Bedenken hatten: „Es gab einen Moment ganz am Anfang, in dem wir uns dachten: ‚Wie sollen wir dieser unglaublichen Geschichte überhaupt gerecht werden?‘ Aber wir konnten der Tatsache nicht widerstehen, dass sich uns hier eine gigantische Gelegenheit bot, die wir beim Schopf packen mussten. Und als wir uns immer intensiver mit dem Kern von Douglas Adams‘ Arbeit befasst haben – mit dieser ungezügelten Intelligenz und dem Humor –, haben wir gemerkt, dass wir ihn hintreiben konnten, wo immer wir wollten.

Auch die Familie von Douglas Adams war hingerissen von der Begeisterung des Duos, den Traum von Adams wahr werden zu lassen. „Am Anfang waren wir wegen unserer Loyalität zu Douglas noch etwas skeptisch“, sagt Adams‘ Schwester Jane Thrift. „Aber als wir Nick und Garth getroffen haben, bemerkten wir ihre Kreativität, Integrität und Hingabe. Die beiden wollten sich mir gegenüber beweisen, aber ich bin nur vom Film-Set gegangen und habe mir gedacht: ‚Dies wird ein atemberaubender Film!‘ und‚ Oh mein Gott, ich bin so stolz.‘“

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Der Zugang zum ANHALTER: Ein visueller Stil für das Leben, Universum und den ganzen Rest

Nichts reist schneller als die Geschwindigkeit des Lichts, mit Ausnahme von schlechten Nachrichten, aber die folgen ihren ganz eigenen,
speziellen Gesetzen.

(Douglas Adams, „Per Anhalter durch die Galaxis“)


Als Garth Jennings die gewaltige Aufgabe annahm, PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS zu inszenieren, gab es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Es handelte sich um eine der beliebtesten Geschichten des 20. Jahrhunderts. Und die schlechte: Es handelte sich um eine der beliebtesten Geschichten des 20. Jahrhunderts. Jennings und Goldsmith waren sich natürlich im Klaren darüber, dass Millionen von hingebungsvollen Fans jeden Aspekt ihrer Arbeit mit Adleraugen beobachten würden, aber sie entschieden sich, furchtlos voranzugehen und nicht zurückzuschauen. Natürlich legten sie Wert auf die Unterstützung der Fans. Aber in ihren Augen gab es nur einen Weg, das zu tun, was Douglas Adams für sie gewollt hätte: einen respektablen Job mit den visuellen Elementen der Geschichte zu leisten, ohne den Druck so weit als möglich zu ignorieren. Wir wussten, dass ein gewaltiges Gewicht auf unseren Schultern lastete, wenn wir Douglas treu bleiben wollten, aber wenn wir uns davor zu sehr geängstigt hätten, wären wir nicht in der Lage gewesen, diesen Film zu drehen“, erläutert Goldsmith. „Also haben Garth und ich uns einfach vorgenommen, einen wirklich unterhaltsamen, lustigen, visuell aufregenden Film aufgrund dieser wunderbaren Geschichte und ihrer Figuren zu machen. Unsere oberste Priorität war es, die Cleverness und Komik der Buchvorlage einzufangen, aber wir haben uns unsere Freiheiten genommen, um mit Ideen herumzuspielen und kreativ zu sein – schließlich war es immer das, worum es Douglas Adams ging.“

Ironischerweise war eine der größten Herausforderungen von PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS dessen unablässige Kreativität. Douglas Adams hatte eine so komplexe und lebendige Welt geschaffen, dass jeder, der die Bücher gelesen oder die Radioshow gehört hatte, ein anderes Bild vor Augen hatte, wie die Dinge wohl aussehen könnten. Für jedes Individuum hatten die „Herz aus Gold“, die Vogonen oder der depressive Roboter Marvin ein anderes Aussehen. „Douglas hatte so viele unglaubliche Ideen – komische, brillante, wunderbare Ideen – und darum haben sich auch so viele Menschen, die das Buch gelesen haben, in die Geschichte verliebt“, erklärt Jennings. „Die Große Frage für uns war, wie wir diese originellen Ideen in etwas verwandeln können, dass visuell ebenso einzigartig ist. Offensichtlich konnten wir nicht das Aussehen von Marvin oder den Vogonen einfangen, wie sie jeder Fan sieht – aber wir haben gehofft, dass alle Fans von unserer eigenen Vision angetan sind und sie genießen.“ Bevor die Produktion begann, stellte sich Jennings der Aufgabe, einen Großteil des Films in Storyboards zu fassen, indem er die Ideen skizzierte, die er mit Nick Goldsmith, Karey Kirkpatrick, Robbie Stamp und all den Produzenten monatelang diskutiert hatte. „Ich habe bemerkt, dass wir die Produktion nur dann starten konnten, wenn ich jedem zeigen konnte, wie um alles in der Welt wir dieses hyperrealistische Universum erschaffen wollten“, sagt der Regisseur.

Von Anfang an war es die Vision von Jennings, eine Mischung aus hochmodernen Animatronics und traditionellen, teilweise in der Stummfilmzeit entwickelten Film-Tricks für die Erschaffung von Adams‘ komödiantischem Sciencefiction-Universum zu nutzen. Dieser Mix würde seiner Meinung nach den Geist und die Sinne der Zuschauer anregen und visuelle Gags hervorzaubern, die dem Wortwitz von Douglas Adams gerecht würden.

Das, was die Filmemacher auf gar keinen Fall wollten, war irgendetwas Typisches aus den massiven, effektgeladenen Weltraum-Dramen von heute, die mit Konventionen gespickt sind, die das Publikum erwarten und erhoffen. „Wir sind alle so übersättigt von den Specialeffects“, bemerkt Jennings. „Also empfanden wir es als Schande, wenn unser Film nur von Effekten vorangetrieben wird. Natürlich ist er durchsetzt mit allen möglichen Tricks, aber der Punkt ist, dass diese Tricks nicht dazu da sind, Ihnen den Kopf weg zu blasen. Vielmehr sind sie Teil des Spaßes und des Einfallsreichtums der Geschichte. Sie lassen stets ein wenig Raum für die eigene Vorstellungskraft, die in unseren Augen für das Universum von Douglas Adams ungeheuer wichtig ist. Wir haben auch nicht komplett auf computergenerierte Effekte verzichtet – es gibt eine Menge davon im Film –, aber wir haben uns ziemlich zurückgehalten und sie eher dazu benutzt, die Dinge ein wenig aufzupeppen anstatt uns komplett auf dieses Werkzeug zu verlassen. Die meiste Zeit befanden wir uns auf einer Mission, auf der wir irren und originellen Kram erschaffen
wollten – und wenn Sie glauben, dass das wild ist, was Sie auf der Leinwand sehen, dann sollten Sie sich mal die Skizzen anschauen, die wir verworfen haben.“

Das Duo wurde von einem Team unterstützt, das bereit und willens war, an kreative Extreme zu gehen und diese Ideen in die Realität umzusetzen. Die meisten von ihnen hatten schon vorher mit Jennings und Goldsmith an deren Musikvideos und Werbespots gearbeitet. „Für uns war es essenziell, dass wir mit Menschen zusammengearbeitet haben, mit denen uns eine lange großartige Arbeitsbeziehung verbindet und mit denen wir gleich ans Erfinden gehen konnten“, sagt Jennings. „Dazu gehörten Igor Jadue-Lillo als unser hoch kreativer Chefkameramann, Joel Collins, ein hochgradig origineller Denker, der uns als Produktionsdesigner zur Seite stand, und unsere Kostümdesignerin Sammy Sheldon, die sich in die ziemlich ungewöhnliche Materie der interplanetarischen Bekleidung hineindachte und diese mit ihrem wunderbaren Sinn für Humor aufbereitete.“ Selbst für die vielen seltsamen Aliens in dem Film bevorzugten Jennings und Goldsmith physische Realität gegenüber im Computer generierten Wesen: Sie entschieden sich, Spezies wie die Vogonen real in Lebensgröße herzustellen. „Wir wussten, dass es schwer werden würde, aber für uns waren echte Kreaturen am Set glaubwürdiger – und sie machen die Bilder hinterher einfach magischer“, sagt Nick Goldsmith.

Für die Menagerie der vielen Lebensformen in PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS nahmen Jennings und Goldsmith die Hilfe von Jim Henson’s Creature Shop in Anspruch, der berühmten Firma, die sich auf das Design und die Herstellung von Kreaturen spezialisiert hat und von dem verstorbenen, legendären Puppenspieler Jim Henson gegründet worden war. Jamie Courtier, der Creative Director von Henson’s Creature Shop, war von dem Auftrag besonders begeistert. „Es war eine Herausforderung, der wir uns nur allzu gern stellten“, sagt er. „In Douglas Adams‘ Arbeit liegt so viel Menschlichkeit, Geist und ein fantastischer Sinn für Fantasie und Humor. Genau mit diesen Qualitäten hat Jim Henson die Welt und diese Firma bis heute inspiriert. PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS und der Creature Shop sind wie für ein ander geschaffen.“ Das piece de resistance, das Henson’s Creature Shop herstellen sollte, waren die mehr als zwei Meter großen animatronischen Vogonen, deren Gesichter durch ausgeklügelte Kontrollmechanismen sowohl ausdrucksstark und sympathisch als auch monströs und bürokratisch aussehen konnten – sie
wurden durch eine Mischung aus Lehm, Gummi, Schaumstoff und menschliche Performance geschaffen. Jennings, Goldsmith und der Rest der Crew und der Besetzung sahen, wie die Vogonen zum Leben erweckt wurden, und es war ihnen, als würden sie Zeuge der Geburt einer neuen Lebensform.

„Die Kreationen von Henson’s Creature Shop waren genau das, was wir uns erträumt hatten“, bringt es Jennings auf den Punkt. „Ich liebte es, dass man sie wie lebende, atmende Schauspieler dirigieren konnte. Wir waren begeistert, wie sehr die Künstler von Henson’s mit Herz und Seele an diesem Projekt gearbeitet haben. Wir konnten schlicht und einfach nicht mehr Kreativität erwarten.“

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Von gewöhnlichen Menschen und abscheulichen Aliens: Die Suche nach einem Ensemble komödiantischer Schauspieler, die PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS zum Leben erwecken

Als der Look von PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS langsam Gestalt annahm, wartete schon die nächste Herausforderung auf die Filmemacher: die Besetzung der Schauspieler für einige der beliebtesten und außergewöhnlichsten Figuren der Popkultur, die vom durchschnittlichen Erdling, der in den Weltraum katapultiert wird über den zweiköpfigen, rebellischen Präsidenten der Galaxis bis hin zu einem depressiven Roboter mit einem Hirn von der Größe eines Planeten reichten. Für den Regisseur Garth Jennings war nichts wichtiger als das richtige Ensemble aus hippen, smarten und liebenswert-exzentrischen Menschen zu finden, die den Ton dieses Projektes treffen und es in den Zeitgeist des 21. Jahrhunderts übertragen sollten. „Mir war klar: Selbst wenn das Skript und das Design noch so erfindungsreich waren, – ohne die Darsteller würde es nicht zum Leben erwachen“, sagt er. „Die Besetzung, die wir zusammengestellt haben ist eine bemerkenswerte Bande aus sehr seltsamen und wunderbaren Menschen – und irgendwie sind alle ein bisschen wie die Figuren, die sie spielen. Aber was mich am meisten erstaunt hat, ist die Tatsache, wie hervorragend sie zusammengearbeitet haben. Wenn man sie alle miteinander vor sich hat, sind sie einfach brillant komisch. Sie sind ziemlich chaotisch, und als Regisseur fühlt man sich bei ihnen ein wenig wie bei einem Kindergeburtstag, aber die Ergebnisse waren immer sehr, sehr gut.“

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Arthur Dent: Ein unglaublich gewöhnlicher Mann im Weltraum, gespielt von Martin Freeman



Alles beginnt mit dem glücklosen Arthur Dent, dessen ohnehin schon mieser Tag eine dramatische Wendung nimmt, als er gezwungen wird, den kurz vor seiner Zerstörung stehenden Planeten zu verlassen und auf die Reise zu unbekannten stellaren Zielen zu gehen – ein unglaubliches Abenteuer, auf dem es frustrierenderweise keinen Tee gibt. Für einen der wohl beliebtesten Helden des Scienceficiton-Genres – und einen der gewöhnlichsten Männer in der Literaturgeschichte – suchten die Filmemacher nach einem relativ unbekannten Schauspieler, der auf Dent-mäßige Weise unauffällig, aber dennoch spektakulär komisch sein konnte.

In dem britischen Comedy-Star Martin Freeman, der wohl am besten bekannt ist durch die beliebte britische TV-Comedy-Serie „The Office“, fanden sie, was sie suchten. „Martin mag der offenste, typischste Mann sein, den man finden kann“, sagt Jennings, „aber er hat auch etwas Zeitgenössisches und Kantiges, das die Geschichte in unsere Zeit transportiert.“ Und Nick Goldsmith ergänzt: „Martin ist auf der gleichen Wellenlänge mit Douglas‘ Sinn für Humor. Die Witze hörten sich aus seinem Mund natürlich und niemals übertrieben an. Man braucht einen bestimmten Typ Mensch, der ‚Mit Donnerstagen kam ich noch nie zu Rande‘ sagen kann, so dass da auch noch Humor aufblitzt – und Martin hat genau diese Gabe.“ Für Freeman bedeutete der Part eine Rolle, die kein Schauspieler ablehnen konnte. „Ich würde sagen, dass die Gelegenheit, den letzten Mann auf Erden zu spielen, immer attraktiv für einen Schauspieler ist“, bemerkt er. „Ich fand es klasse.“ Und er fährt fort: „Außerdem liebe ich diese Geschichte, weil sie so vielschichtig ist. Manchmal ist sie albern und manchmal tiefgründig. Viel von der Tiefgründigkeit kommt aus der Albernheit heraus und umgekehrt. In gewisser Weise zeigt sie für mich, wie es ist, zu leben – allein zu sein, verliebt zu sein, verblüfft und erstaunt zu werden.“ Freeman tauchte immer tiefer in Arthurs Persönlichkeit ein – indem er sich von dem Gewöhnlichen hin zum Unglaublichen bewegte. „Arthur ist eine extrem interessante Figur, denn die Welt um ihn herum ändert sich radikal, und er muss damit schnell klar kommen“, bemerkt er. „Ihm wird komplett der Boden unter den Füßen weggezogen. Er verliert seinen Planeten. Er verliebt sich. Er realisiert, dass sein bester Freund von einem anderen Planeten stammt. Also zwingen ihn die Umstände, sich selbst ebenfalls zu ändern. Er verwandelt sich von einem typischen, passiven Engländer, der sich immer nur sagt: ‚Was zum Teufel geschieht hier?‘ zu einem Mann, der erkennt, dass er die Kontrolle übernehmen muss.“

Obwohl Freeman sich ebenfalls bewusst war, dass der Roman Legionen von Fans hat, die alle ein
strenges Auge auf Arthur Dent werfen würden, entschied er sich – ebenso wie die Filmemacher – sich nicht allzu sehr unter Druck setzen zu lassen. „Je mehr ich über Douglas Adams las, desto klarer wurde mir, dass die Bücher und Figuren für ihn nicht in Stein gemeißelt waren“, erläutert der Schauspieler. „Er wusste, dass sich die Geschichte und die Figuren bewegen, dass sie bis zu einem bestimmten Grad mit der Zeit gehen mussten, und ich denke, dass wir dem gerecht geworden sind. Der Geist der Geschichte hat sich keinen Deut verändert, aber er ist ein wenig upgedatet worden. Ich finde es cool, dass sich junge Menschen die Geschichte heute ansehen und sagen: ‚Ja genau, so denke ich auch über die Welt.‘“

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Ford Prefect: Ein Außerirdischer mit Köpfchen, der immer weiß, wo sein Handtuch ist.

Arthur Dents Abenteuer beginnt in dem Moment, in dem er herausfindet, dass sein bester Freund Ford Prefect ein Außerirdischer ist, der auf der Erde gestrandet ist und eigentlich als rasender Reporter für den Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis“ arbeitet. (Unbekannt für die meisten ist, dass der Name Ford Prefect der eines preisgünstigen britischen Autos ist. Douglas Adams bemerkte, dass Ford, als er erstmals die Erde betrat, sich vielleicht nach dem benannt haben könnte, was er für die dominante Lebensform dieses Planeten hielt.) Durch Fords Hilfe bekommt Arthur lebenswichtige Informationen – warum es so wichtig ist, auf interstellaren Reisen ein Handtuch mit sich zu führen zum Beispiel, oder warum es eine gute Idee ist, sich einen Fisch ins Ohr zu stecken.

Für den Part von Prefect trafen die Filmemacher die unerwartete Entscheidung, den populären HipHop-Star Mos Def zu besetzen, der bereits im frühen Stadium seiner noch jungen Karriere als Schauspieler für Bühnen- und Kinorollen zahlreiche Preise und viel Kritikerlob bekommen hatte. „Ich liebe an Mos Def in dieser Rolle, dass er ein so starker Kontrast zu Martin Freeman ist“, kommentiert Garth Jennings. „Martin spielt den typischen, reservierten Engländer, Mos ist das smarte, sehr lässige, komische krasse Gegenteil zu ihm.“ „Ich konnte an niemand anderen denken als an Mos Def, wenn ich Ford Prefect vor Augen hatte“, sagt Nick Goldsmith. „Die Chemie zwischen ihm und Arthur ist fantastisch – sie sind wie eine neue Version von EIN SELTSAMES PAAR.“ Auch Mos Def war von Anfang an von dem Projekt begeistert. „Ich liebe den Roman, er war schon immer eines meiner Lieblingsbücher“, sagt er. „Ich liebe das Grundthema, Sie wissen schon: ‚Keine Panik!‘. Es geht um die Idee, dass die Neugier immer stärker sein sollte als die Angst. Als ich also hörte, dass Douglas Adams selbst an dem Skript gearbeitet hatte, war ich sehr interessiert. Nach dem ersten Treffen mit Nick und Garth war ich begeistert. Ich bewundere ihre Ambitionen. Sie haben eine total originelle Welt auf ihre einzigartige Art und Weise geschaffen.“ Und in Bezug auf Ford Prefect selber spürte Mos Def definitiv eine Art Verwandtschaft. „Ich denke, er ist sehr geradeheraus, ein Problemlöser, ein heldenhafter Typ“, gibt er zu Protokoll. „Er ist Berater, Kapitän, Philosoph, Lehrer und James Bond in einem – er hat viele Talente. Für mich ist er ein furchtloser Kerl, der die Dinge beim Namen nennt. Er hält sich nicht lange auf, er lässt sich nicht aus dem Konzept bringen, er sieht die wahre Natur der Dinge, wie sie wirklich ist. Und ich glaube, Arthur mag an ihm, dass er dieser hippe, smarte Kerl ist, der überall dort hineinpasst, wo Arthur fehl am Platz ist.“

Obwohl der Humor von Douglas Adams meist als ausdrücklich britisch angesehen wird, wollte er seiner Figur seinen eigenen Stempel aufdrücken und ihn eher in amerikanischem Stil spielen. „Das Großartige an diesem Humor ist für mich, dass er so scharf und gleichzeitig liebenswert und modern ist, ohne je gehässig zu werden“, sagt er. Im Lauf dieses Films passiert so viel. Jede Person, die ihn sich ansieht, wird an anderen Stellen lachen, andere Lieblingssätze haben und andere verrückte Ideen lieben, egal woher sie kommt und wo sie ist. Das finde ich ziemlich cool.“

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Zaphod Beeblebrox: Ein galaktischer Präsident mit dem Gehabe eines Rock-Stars,

Nachdem er sich im Weltraum befindet, sieht sich Arthur Dent als Rivale von ausgerechnet dem flüchtigen Raumpiloten gegenüber, der ihn gerettet hat: Zaphod Beeblebrox, zweiköpfiger Präsident der Regierung des Galaktischen Imperiums und unverbesserlicher Partylöwe. Als die Wahl der Filmemacher auf Sam Rockwell fiel, hatten sie noch keine Ahnung, wie ernst er seine Rolle nehmen würde. „Er verschmolz wahrhaftig mit seiner Figur“, bemerkt Garth Jennings. „Selbst sein Anrufbeantworter hörte sich an wie der von Zaphod. Sam hörte sich ständig diese Rock-Platten von Queen und so weiter an, und er wurde immer mehr, immer spektakulärer verrückt.“

Und Nick Goldsmith ergänzt: „Wir hatten unwahrscheinliches Glück mit Sam Rockwell, denn er brachte eine Energie und eine Imaginationskraft mit, von der wir nicht zu träumen gewagt hatten.“

Rockwell ist selbstverständlich auch ein Fan des Buches, und er war begierig zu erfahren, was ein junges, modernes Team von Filmemachern aus Adams‘ zeitloser Geschichte machen würde. „Die Gags sind sehr lustig, aber sie sind auch sehr relevant – viele von ihnen handeln davon, dass Bürokratie, Inkompetenz und Dummheit universelle Konzepte sind: Sie existieren nicht nur auf der Erde – sie sind überall“, sagt Rockwell. „Und natürlich ist die ultimative Botschaft am Ende, dass die Liebe alles rettet, selbst am Ende des Universums – das kann niemand leugnen. Als ich mich mit Garth und Nick traf und sie mir von ihren smarten, innovativen Ideen erzählten machte es Klick in mir.“
Ursprünglich wollte Rockwell für den Part von Ford Prefect vorsprechen, aber als ihm der von Zaphod Beeblebrox angeboten wurde, inspirierte ihn das, die Rolle in eine ganz eigene Richtung zu führen. „Mir kam diese sehr seltsame Idee, von der Nick und Garth prompt begeistert waren“, sagt er. „Meine Idee war es, Elvis Presley, Bill Clinton und Freddy Mercury von der Rockband Queen irgendwie zu kombi-
nieren und so einen rockigen Präsidenten der Galaxis zu schaffen. Sogar ein bisschen George W. Bush ist in dieser Figur zu finden.“ „Für mich ist Zaphod einer dieser ekelhaft anziehenden und widerlich charismatischen Typen, der sich aufführt als sei er der coolste Kerl im Universum, aber in Wahrheit ein großer Hanswurst ist“, fährt Sam Rockwell fort. „Man sagt, dass zwei Köpfe besser seien als einer, aber im Falle von Zaphod scheint es, dass sich dadurch die Schwierigkeiten nur verdoppeln. Er wäre gern eine tiefgründigere Person, also geht er auf diese Reise, um die Große Antwort zu finden – auch wenn sich am Ende natürlich herausstellt, dass niemand mehr die Frage weiß. Seine eigentliche Rolle ist es aber, für die Komik zu sorgen, also wollte ich ihn richtig wild spielen. Garth war wunderbar, denn er ließ es zu, dass ich die Rolle nach meinen Vorstellungen personalisierte.“ Ebenso wie die anderen Hauptdarsteller wusste Rockwell, dass die Fans sehr neugierig sein würden, wie er die Figur anlegen wollte – das nahm allerdings keinen Einfluss auf seine Darstellung. „Es gibt nur einen Weg, eine solche Rolle zu spielen – und zwar so, als wäre sie noch nie zuvor gespielt worden und als gäbe es keine vorgefertigten Bilder in den Köpfen der Zuschauer – auch wenn das nicht der Fall ist“, sagt er. „Es ist sehr heftig, wenn man sich klar macht, wie beliebt das Buch ist und wieviel Douglas Adams vielen Menschen bedeutet. Aber der Trick ist, sich genau das nicht klar zu machen.“

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Trillian: Eine atemberaubend umwerfende Astrophysikerin mit einem außerirdischen Freund, gespielt von Zooey Deschanel

In einer von vielen evolutionären Abzweigungen wollte Douglas Adams in der Verfilmung von PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS im Gegensatz zur Romanvorlage mehr Gewicht legen auf das romantische Dreieck zwischen Arthur Dent, Zaphod Beeblebrox und der wunderschönen Frau, der beide bis ans Ende des Universums folgen würden: die mysteriöse Erdenfrau Trillian. Für Adams war der Zusatz einer Liebesgeschichte eine Möglichkeit, die emotionale Seite der Geschichte stärker zu betonen – vorausgesetzt, die Liebesgeschichte passte zu dem ausgefallenen Geist der Figuren.

Für die Rolle von Trillian, dem einzigen Erdling, der außer Arthur Dent die Explosion des Planeten überlebt hat, suchten die Filmemacher eine Schauspielerin mit einem außergewöhnlichen, aber unbestreitbaren Charme. Den fanden sie bei Zooey Deschanel (ALMOST FAMOUS – „Almost Famous – Fast berühmt“, 2000). „Jeden Tag verliebten wir uns ein Stück mehr in Zooey“, sagt Nick Goldsmith. „Sie hat diese klassischen, altmodischen Film-Star-Qualitäten, die das Herz zum Klopfen bringen, wenn man sie nur auf der Leinwand sieht.“ Deschanel kannte das Buch selbstverständlich auch – und war von dem Drehbuch regelrecht erschrocken. „Ich war geradezu geschockt, denn das Skript hatte es tatsächlich geschafft, den Humor einzufangen, den ich aus dem Roman kannte“, sagt sie. „Der Geist der Vorlage war vorhanden, aber es war in einer Art und Weise umgesetzt, die man förmlich auf der Leinwand funktionieren sah. Und ich war immer davon ausgegangen, dass das überhaupt nicht möglich ist.“
Als sie sich mit Garth Jennings traf, war sie umso überzeugter, dieses Abenteuer mit zu bestreiten. „Ich hatte das Gefühl, dass Garth die treuesten Fans von Douglas Adams repräsentiert“, erläutert die Schauspielerin. „Er liebt diese Geschichte so stark, dass ich voll und ganz auf seine Sichtweise und seine Ideen, diese Welt auf die Leinwand zu bringen und so aufzubereiten, dass die Menschen auf dem ganzen Globus sie ge-
nießen können, vertraut habe. Absolut alles war bis ins Detail durchdacht, bis hin zu den verschiedenen Sprachen der Außerirdischen.“

Der Charakter von Trillian, einer intellektuellen Powerfrau, die auch in einem schicken Kleid auf einer Party eine gute Figur macht, sprach Zooey Deschanel gleich an. „Sie ist sehr smart und tough, so was liebe ich“, bemerkt sie. „Ich habe sie als jemanden betrachtet, der sich auf der Erde nicht so richtig entfalten konnte und nun im Weltraum richtig aufblüht. Möglichkeiten wie die, ein Raumschiff steuern zu lernen sind das Größte, was ihr bisher passiert ist – und dann hat sie auch noch die Chance herauszufinden, wer sie wirklich ist. Und das ist etwas, nach dem jeder im Leben sucht.“

Darüber hinaus hat Trillian zwei Verehrer aus den verschiedenen Enden der Galaxis. „Für mich hilft der ausgeprägtere romantische Aspekt in dem Drehbuch, die Geschichte zu erden, und er hilft, all die wunderbaren komödiantischen Vignetten zusammenzuhalten“, erklärt Deschanel. „Außerdem hat es mir einen Riesenspaß gemacht. Ich glaube, Trillian sieht Zaphod als einen Kerl, der ihr eine gute Zeit verschafft – und er ist für sie das Ticket in den Weltraum. Mit Arthur gehen die Dinge ein wenig ruhiger an. Aber später findet sie heraus, dass es mehr geben muss, als im Universum herumzuflippen und große Antworten zu suchen: Es gibt diese altmodische Einstellung, sich um andere Personen zu kümmern. Ihre Beziehung wird zu einem wunderbaren roten Faden, der den ganzen Film zusammenhält.“

Das letzte große Plus für Zooey Deschanel war das Ensemble. „Wir waren wie unser eigenes kleines Rat Pack“, verrät sie. „Zwischen uns herrschte ein fantastischer Sinn für die gemeinsame Arbeit und die Chemie stimmte zwischen diesen verschiedenen Menschen, die alle ihre einzigartigen Talente einbrachten. Es fühlte sich fantastisch an, dazu zu gehören.“

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Marvin: Warwick Davis und Alan Rickman spielen einen Roboter in den Schmerzen der Depression

Schon die ersten Fans, die „Per Anhalter durch die Galaxis“ für sich entdeckten, wussten: Eine der populärsten und beliebtesten Figuren der Geschichte war Marvin, der paranoide Android – ein Roboter, der von der Firma Sirius Cybernetics Corporation gebaut und mit EMP – Echtem Menschlichen Persönlichkeitsbild – ausgestattet wurde. In der Tat bringt Marvins Programmierung einige ziemlich menschliche Gefühle hervor, die ihn komplett unglücklich machen. Douglas Adams sagte einmal, dass Marvin „einer langen Linie literarischer Depressiver entstammt, von A.A. Milnes Ii-Aah bis hin zu Jacques in Shakespeares ‚Wie es euch gefällt.‘“

Wo immer er auch herkommt: Marvins ständig pessimistische Sicht auf das Leben schlug offensichtlich eine Saite bei den Fans auf der ganzen Welt an. Die gefeierte Rockband Radiohead schrieb sogar einen Song mit dem Titel „Paranoid Android“. Also wussten die Filmemacher, dass die Fans besonders neugierig darauf sein würden, wie Marvin wohl dargestellt werden würde.

Um Marvin zu erschaffen kamen die Filmemacher zunächst auf den Produktionsdesigner Joel Collins zu, der ein originelles Konzept für den unglücklichen Androiden erstellen sollte, das andere Roboter-Klischees vermeidet. Marvin hat laut Adams ein Gehirn von der Größe eines Planeten, allerdings eines sehr deprimierten. Collins entwarf das Konzept für ein Kostüm mit einem enorm großen Kopf, der sich auf seinem Hals – mit einem typisch griesgrämigen Gesichtsausdruck – drehen konnte. Außerdem beschloss er, dass Marvins Körper sehr klein sein sollte – und definitiv zu niedlich, um so schlechte Laune zu haben. Wir haben uns gefragt: ‚Was könnte noch zu seiner Depression beitragen?‘ und kamen auf folgende Idee: ‚Wenn alle auf dich herabsehen, wird alles nur noch schlimmer.‘“, erläutert Nick Goldsmith. „Also haben wir ihn sehr klein und niedlich gemacht – ausgehend von der Theorie, dass, wenn man so ungeheuer intelligent und depressiv ist, es ein echter Albtraum sei, dann auch noch so süß auszusehen.“

Das Design wurde Jim Henson’s Creature Shop übergeben, die Marvin aus Fiberglas herstellten. Der 43 Kilo schwere kleinwüchsige Schauspieler Warwick Davis, der die Hauptrolle in dem Fantasy-Abenteuer
WILLOW („Willow“, 1988) gespielt hat und in STAR WARS: RETURN OF THE JEDI („Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, 1983) dabei war, wurde besetzt, um in dem 28 Kilo schweren Kostüm die körperlich höchst anstrengende Rolle von Marvin zu übernehmen. Unter der Last von Marvins gewaltigem Kopf drohte Warwick Davis ständig, vornüberzukippen, aber er schaffte es letztlich doch, den Roboter in sich herauszukitzeln.

„Dies ist eines der schwierigsten Projekte, an denen ich je gearbeitet habe“, sagt Davis. „Ich habe Filme gedreht, bei denen ich vier Stunden in der Maske sitzen musste, aber der hier war härter. Das Kostüm wog fast so viel wie ich selbst, aber ich musste trotzdem eine kontrollierte Darstellung abliefern. Es war sehr schwierig für Marvin, sich am Anfang überhaupt zu bewegen, und ich habe mir gedacht: ‚Kein Wunder, dass er deprimiert ist.‘ Nach einer Weile wurde aber alles lebendig. Selbst unter dem Kostüm kamen Nuancen und Subtilität zum Vorschein. Ich habe entdeckt, dass die Performance von Marvin aus mir heraus kommen musste, aus meinen Emotionen. Es ging nicht nur darum, ein Kostüm zu handhaben.“ Später wurde einer von Hollywoods meistgepriesenen Schauspielern engagiert, um in der Originalfassung dem andauernd depressiven Roboter seine Stimme zu leihen: Alan Rickman. „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, Alan Rickman aufzunehmen“, sagt Nick Goldsmith. „Seine Stimme passte zu dem sich selbst hassenden Roboter wie die Faust aufs Auge.“

Das Ensemble wird von zwei weiteren famosen Schauspielern abgerundet: Bill Nighy (LOVE ACTUALLY – „Tatsächlich… Liebe“, 2003) spielt den magratheanischen Planeten-Designer Slartibartfass, der fünf Millionen Jahre lang geschlafen hat und nun einen zweiten Planeten Erde entwerfen soll. Und John Malkovich ist als Humma Kavula zu sehen, seines Zeichens Führer eines religiösen Kultes, der ein paar ganz eigene Überraschungen auf Lager hat. Humma Kavula ist eine brandneue Figur im ANHALTER-Universum, die Douglas Adams speziell für den Film geschaffen hat.

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Willkommen in einer Galaxis, in der nichts so ist, wie es scheint: Design-Highlights aus PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS

Als die Besetzung für PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS feststand, fanden sich die Schauspieler an einem Set voller fremdartiger Requisiten, intergalaktischer Design-Stücke und 2,15 Meter großer Vogonen und anderer kühner Kreationen wieder. Sie stellten schnell fest, dass die Entscheidung von Garth Jennings, so viel von dem Universum des Films liebevoll per Hand anfertigen zu lassen, für ihre Performance ungeheuer anregend war. „Es ist schon schwer genug für einen Schauspieler, so zu tun, als säße er in einem Raumschiff oder als rede er mit einem gigantischen Gedichte rezitierenden Alien“, sagt Zooey Deschanel. „Und wenn man vor der Green Screen steht und sich diesen ganzen Kram auch noch vorstellen muss, ist es umso schwerer. Aber in PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS hatten wir viel von dem lustigen, verrückten Zeug direkt vor uns, und das fühlte sich so extrem real an. Das macht einen großen Unterschied, und ich glaube, die Zuschauer werden das auch spüren.“

Obwohl viele der Effekte physisch sind, wurde auch einiges am Computer generiert, darunter der zweite Kopf von Zaphod Beeblebrox, die Zerstörung des Planeten Erde und besonders die Figur des Humma Kavula, der sich in verschiedene Gestalten verwandeln kann und sich als nicht annähernd das herausstellt, was er auf den ersten Blick zu sein scheint.


Master-of-Movie
Zu den vielen visuellen Highlights des Films gehören:

Der Reiseführer

Im Zentrum von PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS steht der gleichnamige Reiseführer, ein elektronisches Buch, das so ziemlich jede Tatsache und jedes Gerücht über alle möglichen Themen im bekannten Universum gespeichert hat – und über ein paar unmögliche Themen ebenfalls. Für viele Fans des Buches war der Reiseführer eine von Douglas Adams prophetischsten Kreationen – sie sagte die Mobiltelefone, das Internet und PDAs wie den Blackberry voraus. Man kann sich kaum vorstellen, dass keines dieser technischen Geräte auch nur ansatzweise existiert hat, als Adams zum ersten Mal über den Reiseführer schrieb.

Obwohl Garth Jennings den Reiseführer als kleines technologisches Wunder präsentieren wollte, war der eigentliche Zugang stets der, dass das Buch in erster Linie Informationen liefern sollte. „Der Reiseführer ist wegen seiner einzigartigen Persönlichkeit und seiner vergnügten Sicht aufs Universum zu einem fantastischen Gerät für das Publikum geworden“, sagt er. „Wir dachten uns, die Ideen des Buches seien viel aufregender als viele Knöpfe oder das Anzeigenfeld. In unserem Film ist es vielmehr wie eine der Figuren.“ Darum wurde auch Stephen Fry, der berühmte britische Komiker und gute Freund von Douglas Adams, engagiert, um dem Reiseführer im Original seine Stimme zu leihen. „Für mich war Stephen Fry von Anfang an die perfekte Wahl für diese Stimme“, sagt Robbie Stamp. „Bei ihm findet man diese präzise Mischung aus hoher Intelligenz, trockenem Witz und einem leichten Hang zur Autorität, die man von dem Reiseführer erwartet.“

Physisch wurde der Reiseführer als alltagstauglicher Gebrauchsgegenstand gestaltet, den man in seinen Rucksack stecken und mit auf eine Wanderung durch den Kosmos nehmen könnte. Das Anzeigenfeld – voller kühner, heller und bunter Grafiken – wurde von der angesehenen britischen Animationsfirma Shynola designt. „Shynola musste sich schwer abplagen, um die Einträge des Reiseführers zu gestalten“, sagt Garth Jennings, „aber die Jungs haben einen absolut fantastischen Job gemacht.“

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Die Vogonen


Die Bürokraten des Universums, bewaffnet mit unfassbar schlechter Dichtkunst, stellten sich als wesentlicher und schwierigster Design-Baustein für den Film heraus. Obwohl sie zu den Hauptfiguren in dem Roman von Douglas Adams zählen, weiß niemand so genau, wie sie leibhaftig aussehen. Die Beschreibung von Adams lautet, die Vogonen seien „nicht direkt böse, aber mies gelaunt, bürokratisch, aufdringlich und gefühllos. Sie würden nicht mal den kleinen Finger rühren, um ihre eigene Großmutter vor dem Gefräßigen Plapperkäfer von Traal zu retten, ohne dass Anweisungen in dreifacher Ausfertigung unterschrieben werden.“ Und Garth Jennings fragte sich von Anfang an: Wie verwandelt man das in eine visuell überzeugende Kreatur aus dem Weltall?

Jennings arbeitete eng mit Jamie Courtier zusammen, dem Creative Director von Jim Henson’s Creature Shop, um ein Design zu entwickeln, das die Ideen von Douglas Adams in etwas Fassbares verwandeln könnte. Courtier überlegte sich, wie bekannt uns die Vogonen vorkommen – selbst uns Erdlingen aus dem 21. Jahrhundert. „Vogonen sind im Grunde nutzlose, schreckliche Kreaturen, die in absolut nichts gut sind. Abgesehen davon dass sie das Universum beherrschen“, sagt Courtier. „Genau das ist der Humor, der den Vogonen zugrunde liegt. Sie sind genauso wie die Menschen aus unserer Welt, die Verantwortung tragen, aber trotzdem inkompetent sind. Diesen Humor wollten wir herausarbeiten und sie gleichzeitig ein wenig komisch und fast ein bisschen liebenswert gestalten. Auf ihre ganz eigene, erschreckende vogonische Art natürlich.“

Inspiriert wurden die Filmemacher schließlich weder von bekannten Monstern noch von Außerirdischen, die sie schon einmal auf der Leinwand gesehen hatten, sondern von James Gillray, einem Cartoonisten aus dem 18. Jahrhundert. In der Kunstszene ist Gillray als „Vater des politischen Cartoons“ bekannt, und seine scharfen, satirischen Zeichnungen von fetten Politikern, korrupten Richtern und oftmals schrecklich anzusehenden Mitgliedern des King’s Court brachten deren menschliche Abgründe zum Vorschein.

„Wir stellten uns die Frage: Wo sucht man nach Aliens aus dem 21. Jahrhundert“, lacht Robbie Stamp, „und die Antwort war: im 18. Jahrhundert. Gillray hat diese riesigen, fetten, schweinegesichtigen Politiker mit zahllosen Kinnen gezeichnet, und wir mussten dabei immer an die Vogonen in den Figuren denken.“ Garth Jennings fährt fort: „Also haben wir diese wirklich hässlichen Porträts von Richtern und Adligen genommen und die grünlichen, walroßartigen Elemente hinzugefügt, die in dem Buch beschrieben sind. Damit haben wir einen sehr ungewöhnlichen Hybrid geschaffen.“ Danach begann Courtiers Team, die ersten Versionen zu modellieren. „Wir machten sie immer ein bisschen klappriger und buckliger, und eines Tages sagte Garth einfach: ‚Das ist ein Vogone’.“ Henson’s Creature Shop baute einen ganzen Schwarm 2,15 Meter großer animatronischer Vogonen aus Lehm, Gummi und Schaumstoff. Die Köpfe der Vogonen mussten am meisten „schauspielen“ – in ihnen steckten 35 eigenständige Motoren, die ihre extrem ausdrucksstarken Gesichter bewegen konnten. „Wir hatten ein fantastisches Team von Ingenieuren, die eine unglaublich komplexe mechanische Matrix entwickelten und in jedem vogonischen Kopf installierten“, erläutert Courtier. „Dutzende von kleinen elektronischen Motoren sind innen auf der Oberfläche der Haut angebracht und bringen sozusagen als Muskeln die Ausdrücke auf die Gesichter der Vogonen. Die Gesichter mit unserem computergesteuerten Bedienungssystem zum Leben zu erwecken war keine leichte Aufgabe. Jede der beiden Handkonsolen hat mehr Knöpfe als ein Mobiltelefon, aber uns standen brillante Puppenspieler zur Verfügung, die mit den Konsolen wie mit Musikinstrumenten umgehen konnten und außergewöhnliche Nuancen aus den Figuren herausgekitzelt haben.“
„Wir haben ausgiebig vorsprechen lassen, um entscheiden zu können, wen wir zum Tragen eines vogonischen Kostüms casten“, fährt Courtier fort. „Die Jungs haben mit unserem Choreografen Peter Elliot geübt, auf die schlurfende, wiegende vogonische Art zu laufen. Die Darsteller haben geäußert, in den Kostümen fühle man sich wie eine gebackene Kartoffel – und richtig heiß war es darin wohl auch. Als die frisch erschaffenen Vogonen an das Set kamen, waren Schauspieler und Crew gleichermaßen sprachlos. „Wenn Sie einen über zwei Meter großen Vogonen auf sich zulaufen sehen, können Sie gar nicht anders: Sie reagieren“, sagt Robbie Stamp. „Es war ein Triumph, denn sie sahen wirklich aus wie echte Tiere. Für die Darsteller waren sie eine unglaubliche Erfahrung, und ich glaube, dass es den Zuschauern genauso gehen wird.

Für Garth Jennings hatten die Puppen ihre eigene, eigentümliche Schönheit, wenn man von der durchaus beabsichtigten Hässlichkeit mal absah. „Ich fand sie sehr liebenswert, weil sie so voller Leben waren“, sagt er. „Es ist fast ein bisschen tragisch, wie wir die Vogonen dargestellt haben – sie haben offensichtliche Makel, und die haben wir auch noch hervorgehoben. Vogonen sind nicht nur diese großen, seltsamen Kreaturen, für die wir keine Gefühle aufbringen. Ich glaube, wir haben es geschafft, sie wunderbar Mitleid erregend zu machen.“

Darüber hinaus hatte Jennings eine andere, ziemlich vogonische Vision – nämlich was die vogonischen Schiffe betraf: Raumschiffe, die gebaut waren wie aus Betonklötzen. „Im Buch gibt es eine ganz reizende Beschreibung, nach der die Schiffe in der Luft schweben wie es Ziegelsteine nicht tun. Wir haben uns gedacht: ‚Okay, das ist ziemlich einfach.‘ Wir wussten, dass es den Vogonen an Vorstellungskraft mangelt, also haben wir diese Idee genommen und einfach visuell umgesetzt.“
Die „Herz aus Gold“ Das Raumschiff, das Arthur Dent und Ford Prefect unwahrscheinlicherweise vor dem sicheren Tod im Vakuum des Weltraums rettet – die „Herz aus Gold“ – wird bald schon zu ihrem Gefährt, das sie zu den außergewöhnlichsten Abenteuern bringt. Obwohl Douglas Adams kurz bemerkt hat, dass das Raumschiff aussieht wie ein gigantischer Tennisschuh, waren sich die Filmemacher einig, dass dies zwar einen
netten visuellen Gag abgeben, darüber hinaus aber nicht funktionieren würde.

Also versuchten sie, etwas zu entwerfen, das ebenso ungewöhnlich sein könnte, aber gleichzeitig auf moderne Art visuell aufregend. Der Produktionsdesigner Joel Collins wurde mit der Aufgabe betraut, seine Fantasie spielen zu lassen und erste Skizzen vorzulegen. „Das Schwierige ist, dass wir alle über die Jahre hinweg in zahllosen Filmen so viele Raumschiffe gesehen haben. Das Publikum ist von der Idee schon ganz gelangweilt“, sagt er. „Die Herausforderung war es, sich ein Design auszudenken, das völlig anders aussieht als alle Raumschiffe, die man bereits kennt – das man aber dennoch filmen könnte, wie es durch den intergalaktischen Weltraum fliegt als wäre es ein echtes Schiff.“

Am Ende hatte Collins zusammen mit Jennings und Goldsmith über 80 Raumschiffe entworfen und hoffte, dass das Richtige irgendwo darunter sein würde. Manche waren fantastisch, manche verspielt, manche elegant und manche ganz simpel“, erinnert er sich. „Wir hatten sogar einige in der Form eines Turnschuhs, nur um das mal auszuprobieren. Aber schließlich haben wir einfach die besten Ideen genommen und sie zu dem verarbeitet, was nun die ‚Herz aus Gold‘ geworden ist: eine Art fliegender Porzellan-Teekessel mit dem blauen Design einer Ming-Vase rundherum. Es ist ein sehr ruhiges, beruhigendes Raumschiff… als wäre Arthur Dent in einem sehr netten Weltraum-Hotel angekommen.“ Als das Design beendet war, dauerte es fast viereinhalb Monate, bis die lebensgroßen Sets des Schiffes und seiner Ausstattung aufgebaut waren – von der Nutramatic-Maschine, die die Mahlzeiten nach jedem individuellen Anspruch zusammenstellt bis hin zur Bar, an der die Pangalaktischen Donnergurgler serviert werden. Danach mussten 3.000 Glühbirnen per Hand eingedreht werden. Das Ergebnis war jedoch die Mühe wert.

„Als ich das erste Mal die ‚Herz aus Gold‘ betrat, fühlte ich mich wie auf P. Diddys Yacht“, lacht Jennings. „Sie hat uns alle umgehauen. Wir hatten immer diese Idee, dass sie sich anfühlen sollte, als sei man in einem Palast, mit ausziehbaren Treppen und einem großen Balkon. Dieses Gefühl hat Joel erzeugt.“

„Eines der wichtigsten Dinge war es für uns, dass Arthur auf der ‚Herz aus Gold‘ komplett fehl am Platz wirkt“, fährt Jennings fort. „Also haben wir dieses weiße, makellose Weltraum-Interieur mit lächerlichen Mätzchen entworfen, in das er überhaupt nicht hineinpasst. Teil des visuellen Konzeptes war es, dass alle Figuren so aussehen sollten, als seien sie in den falschen Film hineingeplumpst. Erst am Ende, wenn Arthur wieder auf seinem eigenen Planeten ist, scheint er ins Bild zu passen – weil er erwachsener geworden ist und mit einer neuen Identität aufgewacht ist: als Abenteurer und als Anhalter.“

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Der Deep Thought Computer

Eine weitere Ikone in PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS ist Deep Thought – der mega-gigantische Supercomputer, der 7 1/2 Millionen Jahre damit verbracht hat, die große Antwort auf das Leben, das Universum und alles zu finden – die sich, schlicht und ergreifend als 42 herausstellt. Obwohl zahllose Fans die kosmische Signifikanz dieser Zahl diskutiert haben ist diese Antwort nicht gerade hilfreich, wenn man die Frage vergessen hat. Bei der Gestaltung von Deep Thought für den Film ließen sich die Filmemacher von einem anderen berühmten großen Denker inspirieren: der Bronze-Skulptur „Der Denker“, den der Franzose Auguste Rodin im Jahr 1880 als Heldenfigur geschaffen hat und der, mit seinem Kopf in die Hand gestützt, dort sitzt, träumt, erschafft und sich Antworten ausdenkt. Die zweite Idee war es, eine Maschine zu kreieren, die „wirklich ziemlich riesig groß“ ist, sagt Garth Jennings.

Offensichtlich verfügt Deep Thought über eine unfassbare Rechnerkapazität, darum sahen wir ihn immer als massives Gerät. Natürlich wurde er schon vor Millionen Jahren gebaut, darum haben wir ihm ein wenig Retro-Gefühl verliehen. Und die Tatsache, dass er in diesem überwucherten Dschungel steht, liefert noch einen amüsanten Kontrast zur autoritären Weisheit und der Macht von Deep Thought.

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Zaphods zweiter Kopf

Um seine Kandidatur für die Präsidentschaft zu erleichtern, entschied sich Zaphod Beeblebrox dafür, sein Hirn in zwei Köpfen aufzuteilen. Um die Dinge noch ungewöhnlicher zu machen, ist in der Leinwand-Version von PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS Zaphods zweites Hirn versteckt. Diese Entscheidung fällte der Autor Karey Kirkpatrick schon recht früh, und laut Regisseur Garth Jennings funktioniert dieser Twist bestens. „Wir wussten, dass wir keinen unkomplizierten zweiköpfigen Mann haben konnten“, sagt er. „Meiner Meinung nach hat das Drehbuch dieses Problem brillant gelöst – indem Zaphods zweiter Kopf im Innern des ersten versteckt ist und nur dann zum Vorschein kommt, wenn die Probleme nicht mehr mit dem schmeichelnden Kopf zu lösen sind. Ich mochte diese Idee und stellte mir immer vor, dass Zaphods Kopf wie ein Pez-Spender sei.“

Der zweite Kopf von Zaphod wurde durch einen sorgfältigen Mix aus computergenerierten Effekten und Prothesen hinzugefügt. „Es war seltsam: Manchmal musste ich ein prothetisches Modell meines eigenen Kopfes auf meinem Kopf tragen, weil in der finalen Szene der zweite Kopf herausspringt“, grinst Sam Rockwell. „Bei anderen Gelegenheiten, bei denen der zweite Kopf später am Computer eingefügt wird, musste ich mit meinen Augen an die Decke blicken. Es war alles ziemlich schräg. Aber die finalen Effekte machen unglaublich viel Spaß.“

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Der Wal

Wenn es eine Szene aus PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS gab, die sämtliche an der Produktion Beteiligten dazu brachte, den Atem anzuhalten, dann war es eine der berühmtesten Sequenzen aus dem Roman: Eine Nuklear-Rakete wird von dem Unendlichen Unwahrscheinlichkeitsdrive in einen existenziell grübelnden Wal verwandelt, der auf die Oberfläche des Planeten unter ihm plumpst. „Ich habe diese spezielle Szene immer als eine Art Lackmustest für den ganzen Film angesehen“, sagt Robbie Stamp. „Ich wusste: Wenn wir diese Szene schaffen, schaffen wir auch das ganze Ding. Es gab Menschen, die der Meinung waren, wir sollten uns gar nicht erst an dieser Szene versuchen, weil sie niemals funktionieren könne. Aber ich hatte immer das Gefühl, dass alles, was mit dem Genie Douglas Adams zu tun hat, auf einmal in dieser Szene zusammenkommt: sie ist surreal, sie ist witzig, sie ist philosophisch, sie dreht sich um das Wunder der Natur und sie kommt absolut unerwartet. Und nun glaube ich, dass sie die Lieblingsszene vieler Fans in dem Film sein wird.“

Obwohl die Szene mit computergenerierten Effekten hätte erreicht werden können, wollte Jennings sie mit einem Miniatur-Modell eines detailgetreu ausgestatteten Buckelwals im freien Fall drehen. Jim Henson’s Creature Shop baute ein über drei Meter langes Modell des rund 15 Meter langen Meeressäugers.

„Der Wal von Henson’s Creature Shop war wirklich wunderbar“, bemerkt Jennings. „Wir haben ihn mit einem Kamera-Effekt gefilmt, so dass es aussieht, als fiele er durch die Luft. Später haben wir noch ein paar Effekt-Aufnahmen hinzugefügt. Aber im Prinzip wurde die ganze Wal-Szene mit Kamera gedreht. Und sie sieht so realistisch aus – für mich scheint es, als hätte ein Fallschirmspringer versucht, den Fall des Wales zu filmen.“

In Momenten wie diesen stellt sich heraus, warum so viele Menschen – von den Fans, die lautstark nach einem Film verlangen, über die Produzenten, die selbst im Angesicht des Todes zu ihrem Projekt stehen, und den Schauspielern, die das Risiko auf sich nehmen, einen unkonventionellen Charakter zu spielen, bis hin zu den Künstlern und Puppenspielern, die ihre ganze kreative Kraft darauf verwenden, eine Galaxis zu schmieden – so leidenschaftlich daran gearbeitet haben, PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS auf die Leinwand zu bringen.

Vielleicht fasst es Robbie Stamp für alle am besten zusammen: „Immer, wenn ich am Set war und mit ansehen durfte, wie all diese bemerkenswerten Kreationen zum Leben erwacht sind und die Kameras surrten – ich musste stets daran denken, dass mein Freund Douglas Adams nichts mehr geliebt hätte als hier neben mir zu stehen. Er hat immer gesagt, dass diese Geschichte einmal ein Film sein sollte, und jeder, der jetzt daran beteiligt ist, war mit vollem Herzen dabei – um Douglas Adams zu bestätigen und ihn mit Stolz zu erfüllen.“





Über die Darsteller


Sam Rockwell (Zaphod Beeblebrox)

Nachdem er durch sein dynamisches Spiel in zahlreichen Independent-Filmen bekannt wurde, hat es Sam Rockwell geschafft, sich auch als gefragter Hauptdarsteller in Mainstream-Produktionen zu etablieren. Zuletzt war er in Ridley Scotts Tragikomödie MATCHSTICK MEN („Tricks“, 2003), einer Fabel über zwei Kleingangster, neben Nicolas Cage im Kino vertreten. Außerdem spielte er die Hauptrolle in der Komödie PICCADILLY JIM (2004) von P. G. Woodhouse an der Seite von Tom Wilkinson, Frances O’Connor, Brenda Blethyn und Amanda Peet. Demnächst wird er in JARHEAD (2005) von Regisseur Sam Mendes zu sehen sein.

Davor heimste Rockwell Kritikerlob, den Preis als bester Schauspieler beim Berliner Film Festival sowie den Breakthrough Performance of the Year Award der US-Zeitschrift „Movieline“ ein, und zwar für seine Darstellung des Chuck Barris in George Clooneys Regiedebüt CONFESSIONS OF A DANGEROUS MIND („Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind“, 2002). Darüber hinaus spielte Rockwell in zahl-reichen weiteren Filmen denkwürdige Figuren, unter anderem in der Komödie WELCOME TO COLLINWOOD („Safecrackers oder Diebe haben’s schwer“, 2002) von den Russo-Brüdern mit George Clooney, Patricia Clarkson, Jennifer Esposito und William H. Macy; in David Mamets HEIST („Heist – Der letzte Coup“, 2001) mit Gene Hackman, Rebecca Pidgeon und Danny DeVito, in dem Blockbuster CHARLIE’S ANGELS („Drei Engel für Charlie“, 2000) mit Drew Barrymore, Cameron Diaz und Lucy Liu und in Frank Darabonts Oscar®-nominiertem Drama THE GREEN MILE („The Green Mile“, 1999) mit Tom Hanks in der Hauptrolle. Außerdem war er in DreamWorks‘ Box-office-Erfolg GALAXY QUEST („Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall“, 1999) an der Seite von Tim Allen, Sigourney Weaver, Alan Rickman und Tony Shalhoub zu sehen. Aufmerksamkeit bekam Sam Rockwell allerdings anfangs durch drei Independent-Filme: erstmals in John Duigans LAWN DOGS („Heimliche Freunde“, 1997), für den er die Preise als bester Schauspieler auf den Filmfestivals in Montreal und Barcelona bekam, in John Hamburgs SAFE MEN (1998 ) und in Saul Rubineks schwarzer Komödie JERRY AND TOM („Jerry & Tom – Killer unter sich“, 1998), in dem er einen Gebrauchtwagenhändler spielte, der nachts als Teilzeit-Auftragskiller arbeitet.

Zu den weiteren Filmen von Rockwell zählen Woody Allens CELEBRITY („Celebrity – Schön, reich, berühmt“, 1998 ), Michael Hoffmans A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM („Ein Sommernachtstraum“, 1999) mit Kevin Kline und Michelle Pfeiffer, Tom DiCillos BOX OF MOONLIGHT („Der Mond in meiner Hand“, 1996) mit John Turturro, Peter Cohens DRUNKS (1995) mit Richard Lewis, Parker Posey und Faye Dunaway, Paul Schraders LIGHT SLEEPER („Light Sleeper“, 1992) mit Willem Dafoe, Uli Edels LAST EXIT TO BROOKLYN („Letzte Ausfahrt Brooklyn“, 1989) mit Jennifer Jason Leigh und schließlich sein Spielfilmdebüt in Francis Ford Coppolas CLOWN HOUSE („Clownhouse“, 1990), das Rockwell absolvierte, als er noch Student an der High School of the Performing Arts war. Auf der Bühne trat Rockwell zuletzt in dem Stück „The Last Days of Judas Iscariot“ an der Seite von Eric Bogosian auf. Die Produktion der Labyrinth Theater Company wurde am Public Theater gespielt und von Philip Seymour Hoffman inszeniert. Außerdem spielte er in „Face Divided“, einem Teil der EST-Marathon-Serie, sowie in der Off-Broadway-Produktion von „Goosepimples“, die von dem bekannten Film-Autor und -Regisseur Mike Leigh geschrieben wurde.

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Martin Freeman (Arthur Dent)

Am besten bekannt ist Martin Freeman den Comedy-Kennern durch seine Rolle als Tim Canterbury in der BBC-Serie „The Office“. Freeman wurde an der Central School of Speech and Drama ausgebildet. Während
dieser Zeit spielte er regelmäßig in Amateur-Produktionen des Young Action Theatre in Teddington und trat mit diesem Ensemble sogar im Rahmen eines Austauschprogramms mit Michail Gorbatschows UdSSR in Kiew auf. Er hatte bereits in einigen Produktionen des National Theatre gespielt, bevor er das College beendet hatte.

Zu den weiteren TV-Credits von Martin Freeman zählen die Comedy-Serie „Black Books“ auf Channel 4, der Film „Charles II“ und die Sitcom „Hardware“. Im Kino war er als Ricky C in ALI G IN DA HOUSE („Ali G in da House“, 2002) und als Porno-Stand-in John in LOVE ACTUALLY („Tatsächlich… Liebe“, 2003) zu sehen. Abgedreht ist bereits CONFETTI (2005), eine Komödie über drei Paare, die an einem Wettstreit um die originellste Hochzeitsfeier teilnehmen, sowie „The Robinsons“, eine sechsteilige Comedy-Drama-Serie für die BBC, in der er eine der Titelrollen spielt.

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Mos Def (Ford Prefect)

Mos Def gilt als einer der cleversten und vielseitigsten Künstler der HipHop-Szene und kann bereits auf eine Karriere zurückblicken, in deren Verlauf er musikalisch und künstlerisch neue Grenzen ausgelotet hat. Er wuchs in Brooklyn auf und verbrachte als Kind der goldenen Ära des HipHop seine Jugend mitten in dieser Kultur, absorbierte aber auch gleichzeitig das Wissen außerhalb dieses künstlerischen Spektrums. Mit der Veröffentlichung des Songs „Universal Magnetic“ (1996) wurde Mos Def zu einem Underground-Favoriten, was ihn zu der legendären Zusammenarbeit mit Talib Kweli führte. Die beiden gründeten Black Star, und ihr Debüt-Album „Mos Def and Talib Kweli Are… Black Star“ avancierte zu einer der beliebtesten und gelobtesten HipHop-Platten. Dieser Veröffentlichung folgte im Jahr 1999 der Release von Mos‘ Solo-Debüt „Black On Both Sides“, das prompt Gold-Status erreichte und von den Kritikern als das Album gepriesen wurde, das den HipHop zurück zu
seinen Wurzeln auf der Straße führte.

Wie mit seiner Musik hat Mos Def auch als Schauspieler sein Talent und seine Leidenschaft unter Beweis gestellt: Jüngst war er für den Emmy nominiert und wurde mit einem Golden Globe ausgezeichnet, und zwar für seine Hauptrolle in dem HBO-Film „Something the Lord Made“ (2004). Für den gleichen Sender drehte er unter der Regie von George C. Wolfe den Film „Lackawanna Blues“ (2005). Im Kino spielte er zuletzt in THE WOODSMAN („The Woodsman“, 2004) mit Kevin Bacon. Zu den weiteren Filmen von Mos Def zählen THE ITALIAN JOB („The Italian Job – Jagd auf Millionen“, 2003), BAMBOOZLED („It’s Showtime“, 2000), MONSTER’S BALL („Monster’s Ball“ , 2001) und BROWN SUGAR (2002), für den er mit einer Nominierung für einen NAACP Image Award geehrt wurde. Außerdem spielte er die Hauptrolle neben Jeffrey Wright in dem Tony-nominierten und mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Stück „Topdog/Underdog“ am Broadway unter der Regie von George C. Wolfe. Für das Off-Broadway-Stück „****in A“ bekam er einen Obie Award. Darüber hinaus ist Mos Def der Gastgeber und Moderator der HBO-Serie „Russell Simmons Presents Def Poetry“. Im Fernsehen trat er außerdem in Gastrollen der Serien „Spin City“, „NYPD Blue“ und „Chappelle’s Show“ auf.

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Zooey Deschanel (Trish McMillan/Trillian)

Zooey Deschanel zählt in Hollywood zu den gefragtesten jungen Schauspielerinnen ihrer Generation. Zuletzt war sie in dem Box-office-Hit ELF („Buddy – Der Weihnachtself“ , 2003) an der Seite von Will Ferrell sowie in dem Independent-Film EULOGY (2004) mit Debra Winger, Ray Romano und Hank Azaria zu sehen. Unter der Regie von David Gordon Green stand Zooey Deschanel in ALL THE REAL GIRLS (2003) vor der Kamera und bekam dafür auch eine Nominierung als beste Hauptdarstellerin für den Independent Spirit Award. Außerdem spielte sie neben Don Cheadle in dem Independent-Film MANIC (2001), der beim Sundance Film Festival uraufgeführt wurde. Darüber hinaus spielte sie neben Katie Holmes und Benjamin Bratt in dem Thriller ABANDON (2002), erhielt bravouröse Kritiken für ihre Performance neben Jennifer Aniston in THE GOOD GIRL („The Good Girl“, 2002) und bezauberte in Barry Sonnenfelds Disney-Ensemblekomödie BIG TROUBLE („Jede Menge Ärger“ , 2002) an der Seite von Tim Allen und Rene Russo. Ihr Spielfilmdebüt gab Zooey Deschanel in Lawrence Kasdans Ensemblefilm MUMFORD („Dr. Mumford“, 1999), danach stand sie neben Billy Crudup, Kate Hudson und Frances McDormand in Cameron Crowes wunderschönem und viel gepriesenen Film ALMOST FAMOUS („Almost Famous – Fast berühmt“, 2000) vor der Kamera. Demnächst wird sie mit WINTER PASSING (2005) neben Ed Harris und Will Ferrell sowie mit Michael Lehmans FLAKES (2006) neben Aaron Stanford in die Kinos kommen. Derzeit arbeitet Zooey an dem Animationsfilm SURF’S UP (2005) mit Shia LeBeouf.

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Bill Nighy (Slartibartfass)

Seit über zwei Dekaden ist Bill Nighy einer der vielseitigsten Schauspieler Großbritanniens, der auf eine beeindruckende Liste von Hauptrollen im Film, Fernsehen und auf der Bühne zurückblicken kann. Nighys Szenen als Altrocker Billy Mack in Richard Curtis‘ LOVE ACUTALLY brachte ihm den BAFTA Award in der Sparte Bester Nebendarsteller ein. Zuletzt war er in der hoch gelobten Zombie-Komödie SHAUN OF THE DEAD („Shaun of the Dead“, 2004) und in dem Thriller ENDURING LOVE (2004) nach dem Roman von Ian McEwan zu sehen. Bill Nighy sprach die Rolle des Dillin in Pathés Trickfilm SPRUNG! THE MAGIC ROUNDABOUT MOVIE (2005), und seine Rolle in Peter Cattaneos LUCKY BREAK („Lucky Break – Rein oder raus“, 2001) brachte ihm eine Nominierung als bester Nebendarsteller vom London Film Critics Circle ein. Für seine Hauptrolle in THE LAWLESS HEART (2001) wurde er von den British Independent Film Awards in der Kategorie Bester Schauspieler nominiert. Den Peter Sellers Award des Evening Standard in der Sparte Beste Comedy-Performance gewann er für die erfolgreiche Ensemble-Komödie STILL CRAZY („Still Crazy“, 1998). Zu seinen weiteren Filmen zählen UNDERWORLD („Underworld“, 2003), I CAPTURED THE CASTLE (2003) und FAIRY TALE: A TRUE STORY (1997). Im Jahr 2001 wurde Nighy für seine Rolle in der National Theatre Produktion von Joe Penhalls „Blue/Orange“ als bester Schauspieler für einen Olivier Award nominiert. Die Liste seiner Theaterrollen umfasst Produktionen von renommierten Autoren und Regisseuren wie David Hare, Trevor Nunn, Richard Eyre, Tom Stoppard, Harold Pinter, Roger Mitchell und Karol Reisz. Unter anderem stand er auf den Bühnen von so bekannten Theatern wie dem National Theatre, dem Donmar Warehouse und dem Almeida Theatre. Neben „Blue/Orange“ sah man ihn auch in Pinters „A Kind of Alaska“ und „Betrayal“ sowie in „Skylight“, Stoppards „Arcadia“,, „Mean Tears“, „King Lear“ und „Map of the World“. Auch im BBC-Fernsehen ist er regelmäßig zu sehen. Als Nächstes wird Bill Nighy an der Seite von Kate Beckinsale in UNDERWORLD: EVOLUTION (2005) zu sehen sein.

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Warwick Davis (Marvin)


Seine Karriere als Schauspieler hat Warwick Davis einem reinen Zufall zu verdanken. Im Jahr 1981 hörte seine Großmutter im Radio, das für die Dreharbeiten des neuen Teils von STAR WARS, RETURN OF THE JEDI („Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, 1983), Menschen unter 1,20 Meter Körpergröße gesucht wurden. Ursprünglich sollte er nur eine Komparsenrolle im Hintergrund bekommen, aber seine Körpersprache war charakteristisch für George Lucas‘ Vision eines Ewoks, und so wurde er als Wicket besetzt, der zu einem der heimlichen Hauptdarsteller des Films avancierte. Nach dem Erfolg von RETURN OF THE JEDI produzierte George Lucas für das US-Network ABC zwei Ewok-Filme – „Caravan of Courage“ („Die Karawane der Tapferen“, 1984) und „Battle for Endor“ („Die Schlacht um Endor“, 1985) –, in denen Davis erneut die Rolle des Wicket spielte. Außerdem trat er in dieser Zeit neben David Bowie in dem Fantasy-Film LABYRINTH („Labyrinth“, 1986) auf. Im Jahr 1987 tat sich Davis mit Ron Howard und George Lucas zusammen und spielte die Hauptrolle in dem Fantasy-Film WILLOW („Willow“, 1988) neben Val Kilmer. Dem Film widerfuhr die Ehre, bei einer Königlichen Premiere in Anwesenheit des Prinzen und der Prinzessin von Wales uraufgeführt zu werde