Van Nistelrooy
Orlando Bloom
Den Geist eines Poeten, das Herz eines Draufgängers - und das bei einem Aussehen, das den britischen Schauspieler seit seiner Rolle als eleganter Bogenschütze in der "Herr der Ringe"-Trilogie schlagartig in die Reihe der "Sexiest Men Alive" beförderte.

Dabei gleicht Orlando Bloom ohne die für Mittelerde blond gefärbten Haare eher einem italienischen Erntehelfer als einem Elbenkönig - und ist nicht nur damit einer der widersprüchlichsten Charaktere unter den begehrten Jungstars Hollywoods. 1977 im britischen Canterbury in der Grafschaft Kent geboren und nach einer Romanfigur von Virginia Woolf benannt, wurde Orlando von seiner Mutter zum christlichen Glauben erzogen. Sein Vater, der südafrikanische Anwalt und Bürgerrechtler Harry Bloom, verstarb, als Orlando noch ein Kleinkind war. "Meine Mutter hat mich und meine Schwester Samantha immer dazu angehalten, Bibelverse zu lernen", erklärt Bloom. "So kam ich zum Auswendiglernen und damit auch zur Schauspielerei."

Doch im zarten Alter von neun Jahren fand Orlando ein weiteres Argument für die Berufswahl. Da erklärte man ihm, dass sich hinter "Superman" ein ganz normaler Mensch verbirgt, dem die Frauen trotzdem zu Füßen liegen: "Wenn ich nur die Gelegenheit habe, in einem Film jemanden zu küssen, müssen sie mich eigentlich gar nicht mehr bezahlen. Wenn ich ehrlich bin, hab' ich tatsächlich nur wegen der Mädchen mit der Schauspielerei angefangen."
Mit 16 Jahren machte sich Orly deshalb auf nach London, trat dem "National Youth Theatre" bei, erhielt ein Stipendium an der "British American Drama Academy" und übernahm bald seine erste Hauptrolle in einem Theaterstück. Damit wurde er an der renommierten "Guildhall School of Music and Drama" aufgenommen, die seine klassische Schauspielausbildung abrundete.

Während des Studiums spielte er kleine Parts im britischen Fernsehen, mit 20 Jahren landete er seinen ersten winzigen Auftritt in einem Kinofilm - als Stricher in dem Oscar-Wilde-Biopic "Wilde". Die folgenden Filmangebote lehnte er erst mal ab - die Bretter, die für ihn die Welt bedeuteten, lagen auf der Theaterbühne. Kurz vor seinem Abschluss stieß er allerdings auf die Rolle, die alles ändern sollte: die des Elben Legolas Greenleaf in Peter Jacksons grandioser "Der Herr der Ringe"-Trilogie. Seitdem reißen sich Agenten und Produzenten um den talentierten Briten mit den messerscharfen Wangenknochen: An der Seite von Heath Ledger war er in dem Australo-Western "Ned Kelly" zu sehen und bald darauf kämpfte er als Paris in Wolfgang Petersens Historienspektakel "Troja" gegen Brad Pitt um die schöne Helena.

Beschwingt auf der Erfolgswelle surfte Orlando auch als tapferer Schmied, der zum Seeräuber wird, mit Johnny Depp in dem spektakulären Piratenabenteuer "Fluch der Karibik". Teil 2 und 3 sind bereits in Vorbereitung, und Blooms Image als junger Romantiker war durch einen Kuss mit Keira Knightley besiegelt. Demnächst liegt Kirsten Dunst dem Kostümfilmhelden in "Elizabethtown" in den Armen. Doch auch wenn der Schönling im Film gerne seine sanfte Seite zeigt, heißt das noch lange nicht, dass er ein Weichei ist. Privat ist er nämlich ganz schön hart im Nehmen. Da liegt er dank seiner Vorliebe für Extremsport jeglicher Art - Skydiving, Bungeejumping, Paragliding, Surfen, Snowboarden - bandagiert, eingegipst oder sonstwie lädiert öfter mal im Krankenhaus. Vor ein Paar Jahren brach er sich auf einer Party sogar das Rückgrat.

"Ich wollte cool sein und versuchte, aus einem Fenster im dritten Stock auf die Dachterrasse meiner Freunde zu klettern. Dabei habe ich den Halt verloren, bin 15 Meter tief gefallen. Seitdem halte ich mich nicht mehr für unsterblich," meint Orlando - spazierte allerdings damals entgegen ärztlicher Ratschläge bereits zwölf Tage nach der Operation wieder munter aus der Klinik. Kein Wunder, dass Ridley Scott ihn als den Star seines Historienepos "Königreich der Himmel" sah. Wer mit so viel Mut jeder Gefahr ins Auge blickt, hat eine Rolle als tapferer Kreuzritter wahrlich verdient. Und so kam es, dass der Jungstar neben Liam Neeson seine Glaubensmission antrat. Von seinen spektakulären Taten erholt sich der unverwüstliche Schöngeist gerne beim Bildhauen und Lesen. Ansonsten trinkt er lieber Tee als Alkohol, hat das Rauchen "des Images wegen" aufgegeben und frönt seiner Liebe zur Fotografie, zu Tieren im Allgemeinen und im Speziellen zu seinem Hund Sidi.
Filmographie
2006 The Pirates of the Caribbean ll
2005 Elizabethtown
2005 Kingdom of Heaven
2004 Troy
2003 Calcium Kid
2003 The Pirates of the Caribbean l
2003 Ned Kelly
2003 The Return of the King
2002 Making of 'The Lord of the Rings
2002 Lullaby of Clubland Finney
2002 The Two Towers
2002 Black Hawk Down
2001 The Fellowship of the Ring
2001 Making of Lord of the Rings
2001 Quest for the Ring
1997 Wilde Rentboy

Quelle Nilder: www.theorlandobloomfiles.com
Und sie sind sich alle einig, das Orlando Bloom NICHT sexy ist, sondern überflüssig und albern.
. Wird meiner Meinung nach frueher oder spaeter wieder in der Versenkung verschwinden