Sunday
Schade, dass der Film hier so wenig Anklang gefunden hat. Habe den Film vor einiger Zeit mal in der Videothek ausgeliehen, angesehen und fand ihn ganz lustig. Gestern wurde dann die DVD geholt, konnte den im Geschäft einfach nicht aus der Hand legen. Zuhause siegte dann meine Neugierde auf die englischen Stimmen, wie die von Patrick Steward, Joan Cusack und Zach Braff. Durch ihn bin ich auch auf den Film gestoßen und wurde nicht enttäuscht. "Chicken little" reiht sich zwar nicht in die Reihe der wirklich tollen Animationsfilme ein, gehört für mich aber doch zu den guten.
Normalerweise bin ich kein fanatischer Verfechter von "guckt euch die original englische Version" an. Das wird einfach zu oft gesagt. Aber bei diesem Film würde ich es sehr empfehlen. Die deutsche Synchro von Chicken Little finde ich nicht wirklich gelungen, die ist sehr viel schwächer als das Original. Da lohnt es sich.
Vorsicht, Spoiler!
Humor ist natürlich Geschmackssache, darüber lässt sich einfach nicht streiten. Ich konnte bspw. mit "Robots" nicht viel Anfangen und finde "Chicken Little" viel lustiger. Wenn man sich auf diese Art von Humor einlässt, wird man Spaß an dem Film haben. Der Fisch, einer der coolsten Charaktere in dem Film ist einfach klasse. Ihm hat man die King- Kong Parodie, coole Tanzeinlagen (beim Völkerball) und noch einige andere Klasse Szenen zu verdanken.
Abby ist imo der schwächste Charakter in dem Film, sie hat aber ihre Glanzszene beim Showdown in dem Feuerwehrauto und auch kurz davor.
Das singende Schwein war mal was anderes, eben weil es den Fukos auf Musik legte, ohne selber allzuviel zu singen. Dadurch hat man nicht die typischen "wir lassen die Charaktere extrem viel singen, am besten mit moraltriefenden, abgewetzten Songs"- nein: Hier wird eine etwas andere Schiene betreten und so sind weder Barabara Streisand und Queen (lustige Gesangseinlage von Braff), noch die Spice Girls oder Gloria Gaynor vor dem Film sicher. Auf diese Weise wirken die Musikeinlagen erfrischend, es ist einfach etwas neues.
Das Stachelschwein mit seiner extrem kleinen Rolle ist für mich auch eines der Highlights. Sagt es im Film nicht mehr als 5 Wörter, treffen diese immer genau ins Schwarze. Minimalistisch, aber gut.
In dem Film gibt es zuhauf kleine Witze und Anspielungen, die zwar zünden, aber so kurz sind, dass man sie schon fast wieder vergisst. Selbst die Politik ist in ein paar vereinzelten Szenen nicht verschont geblieben: Der Bürgermeister ist ein paradebeispiel von kompletter Imkompetenz.
(Die Szene beim Spiel/ als er vor dem Alien steht /die Penny Szene als Chicken Little das Raumschiff zeigen will)
Und hey, es ist Disney, die Massage darf natürlich nicht fehlen(keine Kritik, ich finde die Moral gehört einfach zu Disney Filmen!
). Was ich nicht störend finde, aber in dem Film wäre weniger mehr gewesen. Teilweise waren es einfach zu viele oberflächliche Szenen, mit denen Chicken Littles Vater-Sohn Problem gezeigt wurde. Denn das Chicken Little uncool und unbeliebt ist, ist schon nach den ersten 10 MInuten mehr als einleuchtend. Auch dass die Beziehung zu seinem Vater zwar freundlich, aber nicht wirklich tiefgehend ist, merkt der Zuschauer sehr schnell. Klasse fand ich aber die Szene, wo der Vater und Little zusammen auf dem Bett liegen und beide nicht ganz wissen, was sie tun sollen und dann peinlich berührt zustimmen, dass sie kein klärendes Gespräch brauchen. Das hat das Verhältnis gut thematisiert. Aber irgendwann ist dann zuviel Moral-Geschwafel drin, bis es auch der letzte kapiert hat.
Die Aliens fande ich ne coole Idee, kann aber verstehen, wenn einige den Weg etwas befremdlich fanden. Von da an wurde die Comedy auch etwas in den Hintergrund verdrängt, bis zum Ende, wo dann wieder mehr Gags den Weg zurück in den Film finden.
Auch die Schlussszene mit dem ach so "authentischen" Film ist klasse.
Alles in allem ein Film, der mir Spaß gemacht hat. Von mir gibts
7 von 10 kleinen Alien- Babys (man war das süß!)
Normalerweise bin ich kein fanatischer Verfechter von "guckt euch die original englische Version" an. Das wird einfach zu oft gesagt. Aber bei diesem Film würde ich es sehr empfehlen. Die deutsche Synchro von Chicken Little finde ich nicht wirklich gelungen, die ist sehr viel schwächer als das Original. Da lohnt es sich.
Vorsicht, Spoiler!
Humor ist natürlich Geschmackssache, darüber lässt sich einfach nicht streiten. Ich konnte bspw. mit "Robots" nicht viel Anfangen und finde "Chicken Little" viel lustiger. Wenn man sich auf diese Art von Humor einlässt, wird man Spaß an dem Film haben. Der Fisch, einer der coolsten Charaktere in dem Film ist einfach klasse. Ihm hat man die King- Kong Parodie, coole Tanzeinlagen (beim Völkerball) und noch einige andere Klasse Szenen zu verdanken.
Abby ist imo der schwächste Charakter in dem Film, sie hat aber ihre Glanzszene beim Showdown in dem Feuerwehrauto und auch kurz davor.
Das singende Schwein war mal was anderes, eben weil es den Fukos auf Musik legte, ohne selber allzuviel zu singen. Dadurch hat man nicht die typischen "wir lassen die Charaktere extrem viel singen, am besten mit moraltriefenden, abgewetzten Songs"- nein: Hier wird eine etwas andere Schiene betreten und so sind weder Barabara Streisand und Queen (lustige Gesangseinlage von Braff), noch die Spice Girls oder Gloria Gaynor vor dem Film sicher. Auf diese Weise wirken die Musikeinlagen erfrischend, es ist einfach etwas neues.
Das Stachelschwein mit seiner extrem kleinen Rolle ist für mich auch eines der Highlights. Sagt es im Film nicht mehr als 5 Wörter, treffen diese immer genau ins Schwarze. Minimalistisch, aber gut.
In dem Film gibt es zuhauf kleine Witze und Anspielungen, die zwar zünden, aber so kurz sind, dass man sie schon fast wieder vergisst. Selbst die Politik ist in ein paar vereinzelten Szenen nicht verschont geblieben: Der Bürgermeister ist ein paradebeispiel von kompletter Imkompetenz.
(Die Szene beim Spiel/ als er vor dem Alien steht /die Penny Szene als Chicken Little das Raumschiff zeigen will) Und hey, es ist Disney, die Massage darf natürlich nicht fehlen(keine Kritik, ich finde die Moral gehört einfach zu Disney Filmen!
). Was ich nicht störend finde, aber in dem Film wäre weniger mehr gewesen. Teilweise waren es einfach zu viele oberflächliche Szenen, mit denen Chicken Littles Vater-Sohn Problem gezeigt wurde. Denn das Chicken Little uncool und unbeliebt ist, ist schon nach den ersten 10 MInuten mehr als einleuchtend. Auch dass die Beziehung zu seinem Vater zwar freundlich, aber nicht wirklich tiefgehend ist, merkt der Zuschauer sehr schnell. Klasse fand ich aber die Szene, wo der Vater und Little zusammen auf dem Bett liegen und beide nicht ganz wissen, was sie tun sollen und dann peinlich berührt zustimmen, dass sie kein klärendes Gespräch brauchen. Das hat das Verhältnis gut thematisiert. Aber irgendwann ist dann zuviel Moral-Geschwafel drin, bis es auch der letzte kapiert hat.
Die Aliens fande ich ne coole Idee, kann aber verstehen, wenn einige den Weg etwas befremdlich fanden. Von da an wurde die Comedy auch etwas in den Hintergrund verdrängt, bis zum Ende, wo dann wieder mehr Gags den Weg zurück in den Film finden.
Auch die Schlussszene mit dem ach so "authentischen" Film ist klasse.
Alles in allem ein Film, der mir Spaß gemacht hat. Von mir gibts
7 von 10 kleinen Alien- Babys (man war das süß!)