House Of Wax - Special

Blade
House Of Wax




Deutscher Kinostart: 02. Juni 2005
US-Kinostart: 06. Mai 2005
Filmdauer: 107 Min.
FSK: Keine Jugendfreigabe
Verleih: Warner Brothers
News zum Film: CLICK
Bilder zum Film: CLICK
Offizielle Webseite: CLICK
Deutsche offizielle Webseite: CLICK
Trailer: CLICK


Story:

Was als harmloser Wochenendausflug beginnt, entwickelt sich für sechs Freunde zum grausigen Kampf ums nackte Überleben… Der Horrorklassiker „House of Wax“ von 1953 kommt jetzt in einer mitreißenden Neufassung der Produzenten Joel Silver und Robert Zemeckis unter ihrem gemeinsamen Label Dark Castle Entertainment in die Kinos.
Carly (ELISHA CUTHBERT), Paige (PARIS HILTON) und ihre Freunde sind per Auto zu einem der wichtigsten College-Football-Spiele des Jahres unterwegs und beschließen, im Freien zu übernachten, bevor sie zum Spiel fahren. Auf ihrem Zeltplatz jagt ihnen ein seltsamer Trucker einen gehörigen Schrecken ein, und Carly muss außerdem ständig zwischen ihrem Freund Wade (JARED PADALECKI) und ihrem rauflustigen Bruder Nick (CHAD MICHAEL MURRAY) vermitteln.
Am nächsten Morgen entdecken sie, dass sich jemand an ihrem Wagen zu schaffen gemacht hat. Weil sie in der Einöde nicht versauern wollen, nehmen sie das Angebot eines Einheimischen an und fahren mit ihm in die einzige Stadt der Umgebung. Dort, in Ambrose, entdecken sie die Attraktion des Ortes, Trudys Wachsmuseum, in dem es erstaunlich lebensechte Wachsskulpturen zu bestaunen gibt. Die sechs reagieren panisch, als sie erfahren, warum die Wachsfiguren so realistisch wirken.
Schnell kommen die Freunde dem düsteren Geheimnis des Ortes auf die Spur, doch dabei setzen sie ihr Leben aufs Spiel, denn ein irrer Killer hat es auf sie abgesehen. Wenn ihnen die Flucht aus Ambrose nicht umgehend gelingt, werden sie bald das Wachsmuseum bereichern – als ständige Ausstellungsstücke.


Cast:

Elisha Cuthbert ......................................................................Carly
Jones
Chad Michael Murray...............................................................Nick Jones
Brian Van Holt .........................................................................Bo
/Vincent
Paris Hilton ........................................................................Pai
ge Edwards
Jared Padalecki ...........................................................................
....Wade
Jon Abrahams...................................................................Dalton Chapman
Robert Ri'chard ...........................................................................
......Blake



Elisha Cuthbert (Carly Jones)

Elisha Cuthbert wurde am 30. November 1982 im kanadischen Calgary geboren. Schlagartig bekannt wurde sie als Kiefer Sutherlands Tochter Kimberly Bauer in der gefeierten Fox-Serie „24“ (24), die 2005 von der Screen Actors Guild (Gewerkschaft der Filmschauspieler) in der Kategorie Hervorragende Ensembleleistung in einer dramatischen Serie nominiert wurde.
Inzwischen abgedreht hat Cuthbert Jamie Babbits Drama „Dot“ mit Edie Falco.
2004 spielte Cuthbert die Hauptrolle in der romantischen Komödie „The Girl Next Door“ (The Girl Next Door) mit Emile Hirsch. Weitere Filme: Die erfolgreiche Komödie „Old School“ (Old School – Wir lassen absolut nichts anbrennen), Richard Curtis’ „Love Actually“ (Tatsächlich… Liebe), „Time at the Top“ (Der magische Fahrstuhl) auf Showtime, „Mail to the Chief“ (E-Mail ans Weiße Haus), „Airspeed“ (Airspeed) und „Believe“ (Ein Geist kommt selten allein).

Ihre Karriere begann Elisha Cuthbert schon mit sieben Jahren: Sie arbeitete als Model und ergatterte bald eine feste Rolle in der Nickelodeon-Serie „Are You Afraid of the Dark?“ (Grusel, Grauen, Gänsehaut). Und als Korrespondentin der preisgekrönten Serie „Popular Mechanics for Kids“ reiste sie um die ganze Welt.
2001 übernahm Cuthbert eine Hauptrolle in dem TV-Film „Lucky Girl“. Sie spielte eine 16-jährige Spitzenschülerin, die spielsüchtig ist und ihre Sucht in den Griff zu bekommen versucht. Diese Bravour-Leistung brachte ihr den kanadischen TV-Preis (das Pendant zum Emmy) als Beste dramatische Schauspielerin ein.
Cuthbert lebt heute in Los Angeles.

Chad Michael Murray (Nick Jones)

Der aufstrebende junge Schauspieler hat sich beim Publikum und bei den Kritikern bereits erste Sporen verdient.
Derzeit ist er in der Hauptrolle der erfolgreichen WB-Serie „One Tree Hill“ zu sehen. Er spielt Lucas Scott, einen grüblerischen Intellektuellen, der nur schwer seinen Platz in der Gesellschaft findet.
Weitere Fernsehrollen: der Freund von Katie Holmes und Michelle Williams in der Serie „Dawson’s Creek“ (Dawson’s Creek) und Alexis Bledels sehr selbstbewusster Mitschüler in der Serie „Gilmore Girls“ (Gilmore Girls).
In dem Warner-Bros.-Film „A Cinderella Story“ (Cinderella Story) spielte er neben Hilary Duff den Märchenprinzen. Zuvor war er in dem von der Kritik gefeierten Remake „Freaky Friday“ (Ein voll verrückter Freitag) neben Jamie Lee Curtis und Lindsay Lohan zu sehen.
Murray wurde am 24. August 1981 in Buffalo/New York geboren. Heute lebt er in Los Angeles. Er engagiert sich im Kampf gegen Drogenmissbrauch und für karitative Institutionen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen.

Brian Van Holt (Bo/Vincent)

In seinen zurückhaltenden, beeindruckenden Auftritten demonstriert Van Holt eine ruhige Intensität, die sich hervorragend auf die Leinwand überträgt.
Sein Spielfilmdebüt gab er in der romantischen Komödie „Whipped“ (Vernascht!). Es folgten eine Gastrolle in der HBO-Serie „Sex and the City“ (Sex and the City), und eine ganze Reihe weiterer Rollen, an denen er seine Begabung ausprobieren durfte.
Neben Josh Hartnett spielte Van Holt in Ridley Scotts „Black Hawk Down“ (Black Hawk Down) den Task Force Ranger Sgt. Jeff Struecker, der einen Jeep-Konvoi befehligt und einen abgestürzten Black-Hawk-Piloten im somalischen Mogadischu retten soll. Zu sehen war er auch in John Woos Action-Drama „Windtalkers“ (Windtalkers) mit Nicolas Cage und Christian Slater. Van Holt spielte einen jungen U.S.-Marine-Offizier mit dem Auftrag, im Zweiten Weltkrieg einen Navajo-Code-Funker zu beschützen.
Außerdem wirkte Van Holt neben John Travolta und Samuel L. Jackson in John McTiernans Militär-Thriller „Basic“ (Basic) mit. Weitere aktuelle Titel: „S.W.A.T.“ (S.W.A.T. – Die Spezialeinheit) mit Colin Farrell, Samuel L. Jackson und Michelle Rodriguez sowie „Confidence“ (Confidence), in dem Van Holt mit Edward Burns gemeinsame Sache macht, um von Dustin Hoffman Geld zu erschwindeln.
Zuletzt war Van Holt neben Tommy Lee Jones in Stephen Hereks „Man of the House“ zu sehen.

Paris Hilton (Paige Edwards)

Viel Lob heimste Hilton ein, als sie Hollywood mit ihrer erfolgreichen Reality-Show „The Simple Life“ (The Simple Life) eroberte. Mit ihren Auftritten im Kino, auf dem Bildschirm und im Musikbereich hat Paris Hilton sich als echter Superstar etabliert.
Die Zuschauer verliebten sich in Paris, als sie begann, wöchentlich in ihrer Fox-Reality-Serie „The Simple Life“ aufzutreten. Darin ließen Paris und ihre beste Freundin Nicole Richie ihr Leben in Los Angeles hinter sich, um auf einer Farm in Altus/Arkansas zu arbeiten. Diese Reality-Show über eine typische „Fisch auf dem Trockenen“-Situation zählt zu den erfolgreichsten Shows des Fox-Networks. In „The Simple Life 2“ reisten Paris und Nicole quer durch die Vereinigten Staaten – von Miami nach Beverly Hills. Derzeit tritt Paris in der dritten Staffel von „The Simple Life“ auf. Diesmal versuchen sich die Girls als Praktikantinnen in großen Firmen. Zu sehen war Paris außerdem in „The O.C.“ (O.C., California), „Las Vegas“, „Veronica Mars“ und „The George Lopez Show“.
Ohne Schwierigkeiten wechselte sie vom Bildschirm auf die Leinwand: Inzwischen abgedreht ist die Komödie „National Lampoon’s Pledge This!“, die im Herbst 2005 anläuft. Seit dem Frühjahr arbeitet sie an dem unabhängig produzierten Film „Bottoms Up“. Weitere Titel: „Raising Helen“ (Liebe auf Umwegen) mit Kate Hudson, „Zoolander“ (Zoolander) mit Ben Stiller, „The Cat in the Hat“ (Ein Kater macht Theater) mit Mike Myers und „Wonderland“ mit Val Kilmer.

Ständig dehnt Hilton ihre Karriere auf neue Bereiche aus. Im September 2004 erschien ihr erstes Buch „Confessions of an Heiress: A Tongue-in-Chic Peek Behind the Pose“ als Fireside-Ausgabe im Verlag Simon and Schuster. Der Titel kletterte auf Anhieb auf Platz 6 der Bestsellerliste der New York Times und ist nach wie vor darin platziert. Außerdem ist Paris Hilton als neues Gesicht in der Guess?-Werbung ebenso zu sehen wie in der Kampagne für die neue Marciano-Kollektion, die Ellen Von Unwerth fotografiert.
Daneben arbeitet Hilton an einem Album, das von ihrem eigenen Label Heiress Records veröffentlicht und über Warner Bros. Records vertrieben wird. Ihre Songs verbinden Rock und Pop und klingen wie frühe Tracks von Blondie und Madonna. Auf Amazon.com bietet Hilton ihr eigenes Parfüm namens „Paris Hilton“ an. Außerdem eröffnet sie weltweit Clubs unter dem Namen „Club Paris“. Silvester 2004 wurde der erste Club in Orlando/Florida eingeweiht.
Hilton praktiziert Yoga, spielt gern Tennis und engagiert sich für zahlreiche karitative Institutionen. Daneben unterstützt sie auch mehrere Tierschutz-Organisationen.
Paris Hilton lebt derzeit in Los Angeles.

Jared Padalecki (Wade)
Seine bekannteste Rolle ist Dean, der Freund von Rory (Alexis Bledel), in der Fernsehserie „Gilmore Girls“ (Gilmore Girls). Derzeit spielt er die Hauptrolle in dem Pilotfilm „Supernatural“ für Warner Brothers Television.
Aktuell ist Padalecki als Partner von Dennis Quaid und Giovanni Ribisi in „Flight of the Phoenix“ (Der Flug des Phoenix) zu sehen. Und „Cry Wolf“ ist für den Herbst angekündigt.
Im letzten Jahr begeisterte er das Publikum neben Mary-Kate und Ashley Olsen in „New York Minute“ (Ein verrückter Tag in New York). Kürzlich war Padalecki als Nebendarsteller in „Cheaper by the Dozen“ (Im Dutzend billiger) zu sehen – Regisseur Shawn Levy hatte ihn ausdrücklich dafür angefordert. Außerdem übernahm er auch neben Kathy Baker und Hallie Kate Eisenberg eine Hauptrolle in dem unabhängig produzierten Baseball-Film „A Little Inside“.
Mit seinen sporadischen Auftritten als Dean in „Gilmore Girls“ begeisterte Padalecki das Publikum derart, dass er in den folgenden beiden Staffeln fest ins Ensemble aufgenommen wurde. In seiner ersten Sommer-Seriendrehpause spielte er zwei Monate lang in Australien die Hauptrolle in dem TV-Film „Ring of Endless Light“ (Die Stimme des Meeres) nach dem Roman von Madeline L’Engle.
Padalecki stammt aus San Antonio/Texas. In der Mittelstufe begann er sich für die Schauspielerei zu interessieren, belegte Schauspielkurse und trat in Schulaufführungen auf. In der Highschool nahm er an Schauspielwettbewerben teil und wurde auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene ausgezeichnet. 2000 gewann er den Presidential Scholar Award der National Foundation for Advancement of the Arts (Nationalstiftung zur Förderung der Künste) im Theaterwettbewerb, wo er sich gegen 7000 Konkurrenten durchsetzte.
Im Zuge einer anderen landesweiten Talentsuche führte das Schicksal Padalecki nach Hollywood. Er bewarb sich vor Ort in einem „Planet Hollywood“-Restaurant und bekam die Chance, bei der ersten Verleihung der Teen Choice Awards die Preise zu überreichen. Im Sommer vor Beginn seines letzten Schuljahres trat Padalecki in dieser Preispräsentation auf und erregte die Aufmerksamkeit eines Agenten.
Ein Jahr später hatte er den Schulabschluss in der Tasche, kam nach Los Angeles und ergatterte die Rolle in „Gilmore Girls“. Aktuell übernahm er die begehrte Rolle des „Macgyver“ in der Serie auf dem WB-Network.

Jon Abrahams (Dalton Chapman)
Abrahams hat sich schnell zu einem der gefragtesten Schauspieler in Hollywood entwickelt. Abgedreht hat er inzwischen den Spielfilm „Prime“ mit Uma Thurman und Meryl Streep – der Start ist für den Herbst vorgesehen.
Mit seinen 27 Jahren hat Abrahams bereits in 20 Filmen mitgewirkt. Sein Spielfilmdebüt gab er als Steven in dem heiß diskutierten „Kids“ (Kids). Später stellte er Sean Penns Bruder in dem berühmten „Dead Man Walking“ (Dead Man Walking – Sein letzter Gang) dar. Weitere Filme sind die Superhits „Scary Movie“ (Scary Movie) und „Meet the Parents“ (Meine Braut, ihr Vater und ich), in dem er als Robert De Niros Sohn zu sehen ist. Aufmerksamkeit erregte Abrahams auch als Drugs Delany in dem Film „Outside Providence“, in dem unabhängig produzierten Hit „Boiler Room“ (Risiko – Der schnelle Weg zum Reichtum) und in dem Horrorfilm „They“ (They – Sie kommen).
Außerdem spielte er in „The Faculty“ (Faculty), „Bringing Out the Dead“ (Bringing Out the Dead), „Texas Rangers“ (Texas Rangers) und „Scenes of the Crime“ mit Jeff Bridges. Fernsehrollen übernahm er in David E. Kelleys berühmter Serie „Boston Public“ (Boston Public) sowie in „Law and Order“ (Die Aufrechten – Aus den Akten der Straße) und „Law and Order: SVU“ (Law and Order: New York).
Neben seinen Auftritten in Film und Fernsehen wirkte Abrahams auch in den Off-Broadway-Produktionen „Change Beds & Dance“ und „Sugar Down Billie Hoak“ mit.
Abrahams stammt aus New York City, wo er auch heute noch lebt, wenn er nicht gerade in Los Angeles arbeitet.

Robert Ri’chard (Blake)
Ri’chard begann sein Karriere als Profi-Schauspieler bereits mit 13 Jahren. Derzeit dreht er die vierte Staffel der UPN-Komödienserie „One on One“.
Eine dramatische Rolle übernahm Ri’chard kürzlich neben Samuel L. Jackson in „Coach Carter“ (Coach Carter): Er spielt Damien Carter, den Sohn des umstrittenen, authentischen Highschool-Basketball-Trainers im nördlichen Kalifornien, der sich 1999 weigerte, sein unbesiegtes Team spielen zu lassen, weil die Schulnoten der Spieler durchweg miserabel waren.
1998 gewann Ri’chard den Daytime Emmy Award für seine Leistung in dem TV-Film „In His Father’s Shoes“ (Power in Vaters Schuhen) mit Lou Gossett Jr. Weitere Film- und Fernsehrollen: „Light It Up“ (Light It Up) mit Vanessa Williams und Usher Raymond, „Cousin Skeeter“ auf Nickelodeon, die gefeierte Serie „Once and Again“ (Nochmal mit Gefühl), „Boston Public“ (Boston Public), „Touched by an Angel“ (Ein Hauch von Himmel), „My Wife and Kids“ (What’s Up, Dad?), „Nash Bridges“ (Nash Bridges), „The Jamie Foxx Show“ und der Fernsehfilm „Feast of All Saints“ nach der Vorlage von Anne Rice.
Ri’chard stammt aus Los Angeles und studiert dort derzeit an der Loyola Marymount University. In seiner Freizeit ist er ein begeisterter Snowboarder, Footballer und Baseballer.

Crew:


Regie: Jaume Serra
Produzenten: Joel Silver, Robert Zemeckis, Susan Levin
Drehbuch: Chad Hayes & Carey W. Hayes
Executive Producers: Herbert W. Gains, Steve Richards, Bruce Berman
Kamera: Stephen F. Windon
Koproduzent: Richard Mirisch
Produktionsdesign: Graham "Grace" Walker
Schnitt: Joel Negron
Musik: John Ottman

Jaume Collet-Serra (Regie)

Der renommierte Werbespot-Regisseur kam vor zwölf Jahren aus Barcelona nach Los Angeles. Nach Abschluss seiner Ausbildung an der Filmschule begann er seine Laufbahn in der Filmbranche zunächst als Cutter. Bald darauf inszenierte er Musik-Videos und dann Werbespots.
Er drehte unter anderem die Spots „Socom: Navy Seals“ für Playstation, „Skipping CD“ für Budweiser, „The Cat in the Hat“ für Mastercard, „Seat“ für Delta, „Lowrider“ für Miller Lite, „NASCAR“ für Pontiac, „Cell Phone“ für Smirnoff Ice, „Missile“ für Renault, „Office“ (mit Brad Pitt) für JT Roots und „Mermaids“ für 7UP.
Mit „House of Wax“ gibt Collet-Serra sein Debüt als Spielfilmregisseur.

Joel Silver (Produktion)
Silver gehört zu den erfolgreichsten Produzenten der Filmgeschichte. Seine über 40 Filme – darunter die „Matrix“-Trilogie, die vier Blockbuster der „Lethal Weapon“-Serie sowie die Actionfilm-Meilensteine „Die Hard“ (Stirb langsam) und „Predator“ (Predator) – haben insgesamt über fünf Milliarden Dollar eingespielt, das sind durchschnittlich mehr als 100 Millionen Dollar pro Film.
Silver produzierte den Horror-Thriller „House of Wax“, das Remake des Klassikers von 1953, mit Elisha Cuthbert, Chad Michael Murray und Paris Hilton, unter seinem Firmenlabel Dark Castle Entertainment. Silver gründete die Firma zusammen mit Robert Zemeckis in Erinnerung an den verstorbenen Horror-Produzenten William Castle. Unter dem neuen Label entstand ein Remake von Castles Horrorklassiker „The House on Haunted Hill“ (Haunted Hill), der am Rekord-Halloween-Wochenende 1999 auf Platz eins der Kinocharts landete. Es folgten „Thir13en Ghosts“ (Dre13ehn Geister; 2001), „Ghost Ship“ (Ghost Ship; 2002) und der Gruselthriller „Gothika“ (Gothika) mit Oscar-Preisträgerin Halle Berry, Robert Downey Jr. und Penélope Cruz. Derzeit produziert Silver „The Reaping“ mit Oscar-Preisträgerin Hilary Swank, den Dark Castle 2006 in die Kinos bringt.
Mit seinem Label Silver Pictures produziert Silver mit seinen „Matrix“-Mitarbeitern, den Wachowski Brothers, derzeit den Action-Thriller „V for Vendetta“ mit Natalie Portman und James Purefoy. Diese Verfilmung des Comic-Romans „V for Vendetta“ (V wie Vendetta) von Alan Moore und Illustrator David Lloyd kommt am 4. November 2005 in die amerikanischen Kinos und läuft am 10. November in Deutschland an.
Außerdem startet 2005 die Thriller-Lovestory „Kiss Kiss, Bang Bang“, geschrieben und inszeniert von „Lethal Weapon“-Autor Shane Black. Robert Downey Jr., Val Kilmer sowie Michelle Monaghan spielen Hauptrollen. Der Film wird im Mai 2005 auf dem Filmfestival in Cannes uraufgeführt.
Silvers bahnbrechender Hit von 1999, „The Matrix“ (Matrix), setzte weltweit über 456 Millionen Dollar um und war zum Zeitpunkt seines Kinoeinsatzes der erfolgreichste Film in der Geschichte des Warner-Bros.-Studios. Der Film wurde einhellig für seine neuartige, mitreißende Erzählstruktur und Optik gefeiert und gewann vier Oscars – nicht zuletzt für die Besten Special Effects. Auf DVD war „Matrix“ der erste Film, der über eine Million Mal verkauft wurde und so den Absatz von DVD-Playern intensiv ankurbelte.
Inzwischen hat der zweite Teil der „Matrix“-Trilogie, „The Matrix Reloaded“ (Matrix Reloaded), weltweit über 739 Millionen Dollar eingespielt – damit ist er der erfolgreichste Film des Jahres 2003 und sowohl in den USA als auch international der größte Kassenknüller mit R-Rating (entspricht etwa der Freigabe „Ab 16 Jahren“) in der Geschichte des Kinos. Das letzte, explosive Kapitel der Trilogie „The Matrix Revolutions“ (Matrix Revolutions), setzte am Startwochenende weltweit überwältigende 203 Millionen Dollar um und verbuchte die erfolgreichsten ersten fünf Tage eines Films in der gesamten Kinogeschichte.
Neben „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ produzierte Silver das zur Saga gehörende Videogame „Enter the Matrix“ mit Jada Pinkett Smith und Anthony Wong, die ihre Rollen aus „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ wieder aufnehmen. Die Wachowski-Brüder inszenierten selbst und drehten dafür eine Stunde zusätzlichen Filmmaterials. Als Executive Producer betreute Silver auch „The Animatrix“ (Animatrix), die innovative Sammlung von neun Kurzfilmen, die die visionäre Action und die ungewöhnliche Story von „Matrix“ weiterspinnen.
Außerdem produzierte Silver die Filmhits „Cradle 2 the Grave“ (Born 2 Die) mit DMX und Jet Li, „Swordfish“ (Passwort: Swordfish) mit John Travolta, Hugh Jackman und Halle Berry, „Exit Wounds“ (Exit Wounds – Die Copjäger) mit Steven Seagal und DMX sowie „Romeo Must Die“ (Romeo Must Die) mit Jet Li und Aaliyah.
Joel Silver stieg als Assistent von Lawrence Gordon ins Filmgeschäft ein. Schon nach kurzer Zeit wurde er Leiter der Kinoabteilung bei Lawrence Gordon Productions. Als Associate Producer betreute er „The Warriors“ (Die Warriors), und zusammen mit Gordon produzierte er „48 HRS.“ (Nur 48 Stunden), „Streets of Fire“ (Straßen in Flammen) und „Brewster’s Millions“ (Zum Teufel mit den Kohlen).
1985 gründete Silver seine eigene Firma Silver Productions und erzielte einen ersten Erfolg mit dem Schwarzenegger-Film „Commando“ (Phantom-Kommando). Es folgten „Jumpin’ Jack Flash“ (Jumpin’ Jack Flash) und „Predator“ (Predator). Anschließend produzierte er die vier „Lethal Weapon“-Filme sowie „Die Hard“ (Stirb langsam), „Die Hard 2: Die Harder“ (Stirb langsam 2), „The Last Boy Scout“ (Last Boy Scout – Das Ziel ist Überleben), „Demolition Man“ (Demolition Man), „Richie Rich“ (Richie Rich) und „Conspiracy Theory“ (Fletchers Visionen). Für den Kabelsender HBO entwickelte er die TV-Serie „Tales From the Crypt“ (Geschichten aus der Gruft), bei der er sich die Funktion als Executive Producer mit Richard Donner, David Giler, Walter Hill und Robert Zemeckis teilte. Die preisgekrönte Serie lief acht Jahre lang, außerdem entstanden zwei „Geschichten aus der Gruft“-Kinofilme.
1967 erfand Silver mit einigen Schulfreunden an der Columbia High School in Maplewood/New Jersey ein Spiel namens Ultimate Frisbee. Das rasante Team-Spiel hat sich inzwischen weltweit durchgesetzt und wird in 42 Ländern wettbewerbsmäßig ausgetragen. 2001 konnte man in dieser Disziplin bei den World Games in Akita/Japan sogar Medaillen gewinnen. Im Juli 2005 treten bei den World Disc Games der World Flying Disc Federation in Santa Cruz/Kalifornien Spieler aus über 40 Ländern gegeneinander an.

Robert Zemeckis (Produktion)
Den Oscar, den Golden Globe und den Preis der Director’s Guild of America (Gewerkschaft der US-Regisseure) gewann Robert Zemeckis 1994 als Bester Regisseur für „Forrest Gump“ (Forrest Gump). „Forrest Gump“ wurde außerdem als Bester Film und für die Beste Hauptrolle (Tom Hanks) mit Oscars ausgezeichnet. Seitdem arbeitete Zemeckis erneut mit Tom Hanks zusammen: Sie drehten „Cast Away“ (Cast Away – Verschollen), wobei die Produktion in zwei Abschnitte unterteilt wurde – zwischendurch entstand die Produktion „What Lies Beneath“ (Schatten der Wahrheit). Zemeckis und Hanks fungierten bei „Cast Away“ neben Steve Starkey und Jack Rapke auch als Produzenten. Ein weiteres Mal inszenierte Zemeckis Tom Hanks in „The Polar Express“ (Der Polarexpress), dem mitreißenden Abenteuer nach dem beliebten Kinderbuch von Chris Van Allsburg, das im November 2004 in die Kinos kam.
1985 war sein „Back to the Future“ (Zurück in die Zukunft) der erfolgreichste Film des Jahres – er hatte ihn (mit Bob Gale) geschrieben und inszeniert. Als Autor wurde er für den Oscar und den Golden Globe nominiert. Auf diesen Einstieg in eine der populärsten Filmtrilogien überhaupt folgten „Back to the Future, Part II and Part III“ (Zurück in die Zukunft II & III).
Zemeckis inszenierte und produzierte außerdem „Contact“ (Contact) mit Jodie Foster nach dem Romanbestseller von Carl Sagan und den makabren Komödienhit „Death Becomes Her“ (Der Tod steht ihr gut) mit Meryl Streep, Goldie Hawn und Bruce Willis. Zuvor schrieb und inszenierte er „Who Framed Roger Rabbit?“ (Falsches Spiel mit Roger Rabbit), die clevere Verbindung von Realfilm und Zeichentrick. Außerdem inszenierte er das romantische Abenteuer „Romancing the Stone“ (Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten) mit Michael Douglas und Kathleen Turner sowie die Komödien „Used Cars“ (Mit einem Bein im Kittchen) und „I Wanna Hold Your Hand“ (I Wanna Hold Your Hand).
Neben seinen Aufgaben als Regisseur und Drehbuchautor betreute Zemeckis als Produzent „Gothika“ (Gothika), „House on Haunted Hill“ (Haunted Hill) und als Executive Producer Peter Jacksons „The Frighteners“ (The Frighteners), „The Public Eye“ (Der Reporter) und Walter Hills „Trespass“ (Trespass), zu dem er mit Bob Gale auch das Drehbuch lieferte. Mit seinem Kommilitonen Bob Gale hatte er bereits das Drehbuch zu „1941“ (1941 – Wo, bitte, geht’s nach Hollywood?) geschrieben, bei dem er erstmals mit Steven Spielberg zusammenarbeitete.
Fernsehstoffe hat Zemeckis ebenfalls inszeniert, zum Beispiel die abendfüllende Showtime-Dokumentation „The Pursuit of Happiness“, in der er die Auswirkungen von Drogen und Alkohol auf die Gesellschaft des 20. Jahrhunderts untersucht. Hinzu kommen eine Folge von Steven Spielbergs Serie „Amazing Stories“ (Fantastische Geschichten) und drei Episoden der HBO-Serie „Tales From the Crypt“ (Geschichten aus der Gruft), die er außerdem als Executive Producer verantwortete.
1998 gründeten Zemeckis, Steve Starkey und Jack Rapke gemeinsam die Film und TV-Produktionsfirma ImageMovers. „Schatten der Wahrheit“ war der erste Film, der unter diesem Label startete. Es folgten „Cast Away“, der im Herbst 2000 von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen wurde, und „Matchstick Men“ (Tricks).
Im März 2001 weihte die School of Cinema-Television unter dem Dach der University of Southern California das Robert Zemeckis Center for Digital Arts ein. Dieses Institut ist das einzige, das komplett digitalisierte Arbeitsplätze auf dem neuesten Stand der Technik anbietet. Es ist auf die aktuellsten Computer-Filmproduktions- und Post-Production-Verfahren und Studios ausgerichtet. Hinzu kommen ein Vorführraum mit 50 Plätzen und ein von den Studenten geleiteter Uni-Fernsehsender namens Trojan Vision.

Susan Levin (Produktion)
Levin arbeitet seit 1999 als stellvertretende Leiterin der Produktionsabteilung für Silver Pictures, sie betreute die Entwicklung und Produktion von Projekten wie „Thir13en Ghosts“ (Dre13ehn Geister) und „Swordfish“ (Passwort: Swordfish). Sie co-produzierte „Ghost Ship“ (Ghost Ship) sowie „Cradle 2 the Grave“ (Born 2 Die) und produzierte „Gothika“ (Gothika). Mittlerweile ist sie Executive Vice President of Production. Gleichzeitig überwacht sie auch die Entwicklung von Filmstoffen wie „Wonder Woman“, „Superfly“ und „Speedracer“. Als Executive Producer betreut sie die Thriller-Komödie „Kiss Kiss, Bang Bang“ mit Robert Downey Jr. und Val Kilmer. Der Film wird im Mai in Cannes uraufgeführt.
Mit Silver und Zemeckis produziert sie derzeit „The Reaping“ mit Oscar-Preisträgerin Hilary Swank, den Dark Castle 2006 in die Kinos bringt.
Vor 1999 arbeitete Levin an den Spielfilmhits „Mortal Kombat“ (Mortal Kombat) und „Mortal Kombat: Annihilation“ (Mortal Kombat 2), verantwortete die Entwicklung zur gleichnamigen Realfilm- und zur Zeichentrickserie, und sie betreute den Spielfilm „Beowulf“ (Beowulf) für Dimension Films.
Ihre Ausbildung machte Levin an der School of Cinema/Television unter dem Dach der University of Southern California.

Chad Hayes & Carey W. Hayes (Drehbuch)
Nach großen Erfolgen als Fernsehautoren und -produzenten haben sich die Zwillingsbrüder kürzlich dem Spielfilm zugewandt. Nach „House of Wax“ folgt ihr nächster Thriller für Dark Castle Entertainment: „The Reaping“ mit der zweifachen Oscar-Preisträgerin Hilary Swank. Geplant sind außerdem der Action-Film „Powell“ und ein Remake von „The Blob“ (Blob – Das Grauen aus dem All).

Herbert W. Gains (Executive Producer)
Aktuell fungierte Gains als Executive Producer bei „Little Black Book“ (Die Ex-Freundinnen meines Freundes) mit Brittany Murphy, und er produzierte Michael Tollins „Radio“ (Sie nennen ihn Radio) mit Cuba Gooding Jr. und Ed Harris. Als Executive Producer betreute Gains auch „Cradle 2 the Grave“ (Born 2 Die). Er arbeitete mit Regisseur Jake Kasdan an der Komödie „Orange County“ (Nix wie raus aus Orange County). Als Executive Producer betreute er die Tollin/Robbins-Produktion „Hardball“ (Hardball) mit Keanu Reeves und Diane Lane sowie „Summer Catch“ (Summer Catch) mit Freddie Prinze, Jr. Als Co-Produzent war er an dem Riesenhit „Varsity Blues“ (Varsity Blues), an „Ready to Rumble“ (Ready to Rumble), „Daylight“ (Daylight) und „Dragonheart“ (Dragonheart) beteiligt.
Als Produktionsleiter arbeitete er zuvor an „The Negotiator“ (Verhandlungssache) und „Mouse Hunt“ (Mäusejagd). Zu seinen Arbeiten als Regieassistent zählen „Natural Born Killers“ (Natural Born Killers), „Heaven & Earth“ (Zwischen Himmel und Erde), „Point Break“ (Gefährliche Brandung), „Pacific Heights“ (Fremde Schatten), „Dragon: The Bruce Lee Story“ (Dragon: Die Bruce Lee Story), „Dirty Dancing“ (Dirty Dancing) und „The Fan“ (The Fan).
Derzeit arbeitet er an „The Reaping“ mit Oscar-Preisträgerin Hilary Swank, den Dark Castle 2006 in die Kinos bringt.

Steve Richards (Executive Producer)
Richards begann seine Manager-Karriere in Ridley und Tony Scotts Produktionsfirma Scott Free, wo er unter anderem für das Projekt „White Squall“ (White Squall – Reißende Strömung) zuständig war. 1995 wechselte er zu Silver Pictures und half bei der Gründung von Decade Pictures, als Produzent betreute er „Double Tap“ (Cypher) und „Made Men“ (Made Men).
Als Joel Silver und Robert Zemeckis 1999 Dark Castle Entertainment gründeten, kümmerte Richards sich um die Auslandsfinanzierung und den Verleih des ersten Dark-Castle-Films, des Remakes von William Castles „House on Haunted Hill“ (Haunted Hill).
Seitdem hat Richards „Jane Doe“ for das USA Network produziert und im Produktionsbereich auch „Dungeons & Dragons“ (Dungeons & Dragons), „Thir13en Ghosts“ (Dre13ehn Geister) und „Proximity“ (Proximity – Außerhalb des Gesetzes) und „Ghost Ship“ (Ghost Ship) sowie „The Animatrix“ (Animatrix) und „The Matrix Reloaded“ (Matrix Reloaded) betreut.

Bruce Berman (Executive Producer)
Nach dem Studium am Bennington College und an der Film School des California Institute of the Arts machte Berman 1975 seinen Abschluss magna cum laude im Fach Geschichte an der University of California/Los Angeles. Seinen Jura-Abschluss machte er 1978 an der Georgetown Law School. Im selben Jahr wurde er in Kalifornien als Anwalt zugelassen.
Seinen Einstand in der Filmbranche gab Berman als Assistent von Jack Valenti in der MPAA in Washington/DC, während er noch studierte. Mit dem Abschluss in der Tasche trat er im September 1978 in Los Angeles seine Stellung als Peter Grubers Assistent bei Casablanca Filmworks an. Ab Juli 1978 arbeitete er als Assistent von Sean Daniel und Joel Silver für Universal Pictures, und dort wurde er 1982 stellvertretender Produktionschef.
1984 wurde Berman Vizechef der Produktionsabteilung bei Warner Bros. und bald darauf Chef der Spielfilmabteilung. 1989 stieg er dort zum Leiter der weltweiten Kinoproduktion auf. Unter seiner Führung produzierte und verlieh Warner Bros. Welthits wie Oscar-Sieger „Driving Miss Daisy“ (Miss Daisy und ihr Chauffeur) sowie „GoodFellas“ (GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia), „Presumed Innocent“ (Aus Mangel an Beweisen), „Robin Hood: Prince of Thieves“ (Robin Hood – König der Diebe), „Batman Forever“ (Batman Forever), „Malcolm X“ (Malcolm X), „The Bodyguard“ (Bodyguard), „JFK“ (John F. Kennedy – Tatort Dallas), „The Fugitive“ (Auf der Flucht), „Dave“ (Dave), „A Time to Kill“ (Die Jury) und „Twister“ (Twister).
Im Mai 1996 gründete Berman unter dem Dach der Warner Bros. Pictures die unabhängige Produktionsfirma Plan B Entertainment, die er leitete, bis die Firma zwei Jahre später von Village Roadshow Pictures übernommen wurde. Dort ist er inzwischen als Vorsitzender und Chefmanager tätig. Zusammen mit Warner Bros. Pictures arbeitet die Firma an 60 Spielfilmen in unterschiedlichen Produktionsstadien, die bis 2007 entstehen werden.
Aktuelle Titel sind Tim Burtons „Charlie and the Chocolate Factory“ (Charlie und die Schokoladenfabrik) mit Johnny Depp, „Constantine“ (Constantine), „Ocean’s Twelve“ (Ocean’s Twelve), „Mystic River“ (Mystic River), „The Matrix Revolutions“ (The Matrix Revolutions), „The Matrix Reloaded“ (Matrix Reloaded), Clint Eastwoods „Mystic River“ (Mystic River) mit Sean Penn und Tim Robbins, „Ocean’s Eleven“ (Ocean’s Eleven) mit George Clooney, Brad Pitt und Julia Roberts, „Training Day“ (Training Day), der Denzel Washington den Oscar einbrachte, „Two Weeks’ Notice“ (Ein Chef zum Verlieben) mit Sandra Bullock und Hugh Grant, „Cats & Dogs“ (Cats & Dogs – Wie Hund und Katz’), „Three Kings“ (Three Kings), „The Matrix“ (Matrix), „Deep Blue Sea“ (Deep Blue Sea) mit Samuel L. Jackson, „Space Cowboys“ (Space Cowboys) mit Clint Eastwood und Tommy Lee Jones, „Analyze This“ (Reine Nervensache) in dem Joint Venture zwischen Village Roadshow und Warner Bros. Pictures sowie die Hitkomödie „Miss Congeniality“ (Miss Undercover) mit Sandra Bullock und Benjamin Bratt, die von Warner Bros. Pictures zusammen mit Castle Rock Entertainment produziert wurde.
Derzeit arbeitet Berman an Rob Reiners „Rumor Has It…“ mit Jennifer Aniston, Kevin Costner und Shirley MacLaine, „Dukes of Hazzard“, der Kinofassung der berühmten TV-Serie „Ein Duke kommt selten allein“ mit Johnny Knoxville, Seann William Scott und Jessica Simpson, „The Wrong Element“ mit Harrison Ford und Paul Bettany sowie an dem im Computer generierten Musical „Happy Feet“ des „Babe“-Regisseurs George Miller mit den Sprechern Robin Williams, Nicole Kidman, Hugh Jackman, Elijah Wood und Brittany Murphy.

Stephen Windon, A.C.S. (Kamera)
Der Australier Stephen Windon steht bereits seit 28 Jahren hinter der Kamera. Er begann im Fernsehbereich bei der Australian Broadcasting Corporation und machte bei diesem renommierten Network Karriere – zunächst als Kameraassistent, dann als Kameramann.
Für das Fernsehen arbeitete er an über 30 Dokumentationen („A Big Country“), an der Miniserie „The Bite“ und an dem TV-Film „In Pursuit of Honor“ (Blutiger Befehl), der ihm das Goldene Stativ bei der Verleihung der ACE-Kabel-TV-Preise einbrachte. Hinzu kommen „The Leaving of Liverpool“ (ebenfalls Gewinner des Goldenen ACE-Stativs), „Act of Necessity“ und Folgen der Serien „Mission: Impossible“ (In geheimer Mission), „Prejudice“ und „The Challenge“. Die TV-Produktionen „Come in Spinner“ (Sydney: U.S. Garnison 1944), „Children of the Dragon“ und „Police Rescue“ (Police Rescue – Profis unter Verdacht) brachten ihm jeweils ein weiteres Goldenes ACE-Stativ ein.
Anschließend arbeitete er als Freier im Kino- und Werbebereich. International hat er an Hunderten von TV-Spots mitgewirkt.
Windon hat siebenmal den Preis des Kameramannverbands Australian Cinematographers Society gewonnen. Er gehört nicht nur diesem Verband an, sondern auch der amerikanischen Gewerkschaft International Cinematographers Guild. Zweimal wurde er für den Kamerapreis des Australian Film Institute nominiert, nämlich für Michael Blakemores „Country Life“ (Liebe in Australien) und David Elficks „No Worries“ (Land hinter dem Regenbogen; auch: Mathilda Bell). Windon setzte Dean Semlers „The Patriot“ und „Firestorm“ (Firestorm – Brennendes Inferno) sowie Kevin Costners „The Postman“ (Postman) ins Bild. Es folgte der aufwändige Warner-Bros.-Film „Deep Blue Sea“ (Deep Blue Sea), inszeniert von Renny Harlin („Cliffhanger“/Cliffhanger; „Die Hard 2“/Stirb langsam 2). Aktuell drehte Windon für Regisseur Kevin Donovan „The Tuxedo“ (Tuxedo – Gefahr im Anzug) mit Jackie Chan und Jennifer Love Hewitt.
Windon hat aber auch schon bei etlichen anderen Filmen hinter der Kamera gestanden, darunter Craig Rosenbergs „Hotel de Love“ (Hotel de Love), Kevin Reynolds’ „Rapa Nui“ (Rapa Nui; Windons internationales Debüt), David Elficks „Love in Limbo“ (Liebe, Lust und Limbo) und James Bogles „Kadaicha“ (Kadaicha). Als Kameramann des 2. Drehteams arbeitete er an „Crocodile Dundee II“ (Crocodile Dundee II) und „The Rescue“ (The Rescue; auch: Sonderkommando Südkorea). Als Kameraassistent wirkte er an „The Rainbow Warrior Conspiracy“ (Rainbow Warrior – Verschwörung der Atommächte) mit.

Richard Mirisch (Co-Produktion)
Für Dark Castle Entertainment co-produzierte Mirisch „Gothika“ (Gothika), „Ghost Ship“ (Ghost Ship) und „Thir13en Ghosts“ (Dre13ehn Geister). Als Associate Producer betreute er zuvor Warner Bros. Pictures’ viel gerühmten Hit „The Matrix“ (Matrix) sowie die sehr erfolgreiche HBO-Serie „Tales From the Crypt“ (Geschichten aus der Gruft). Für Silver Pictures arbeitete Mirisch auch an „Ricochet“ (Ricochet – Der Aufprall), „The Last Boy Scout“ (Last Boy Scout – Das Ziel ist Überleben) und „Tales From the Crypt Presents: Bordello of Blood“ (Bordello of Blood).
Seinen Einstieg in die Branche fand Mirisch in der Avnet/Kerner Company, wo er Regisseur Paul Brickman bei „Men Don’t Leave“ (Verrückte Zeiten) mit Jessica Lange assistierte.

Graham „Grace“ Walker (Produktionsdesign)
Walker zählt in Australien zu den führenden Kräften seiner Branche. Sein Design prägte „Gothika“ (Gothika) und „Ghost Ship“ (Ghost Ship) für Dark Castle Entertainment, Warner Bros. Pictures’ „Queen of the Damned“ (Die Königin der Verdammten), „Pitch Black“ (Pitch Black – Planet der Finsternis) mit Vin Diesel, John Frankenheimers „The Island of Dr. Moreau“ (DNA – Die Insel des Dr. Moreau) mit Marlon Brando und Val Kilmer, George Millers „Mad Max: Beyond Thunderdome“ (Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel) und „Mad Max II“ (Mad Max – Der Vollstrecker), Peter Faimans „Crocodile Dundee“ (Crocodile Dundee), Phillip Noyces „Dead Calm“ (Todesstille) mit Nicole Kidman und Sam Neill, Geoff Burtons und Kevin Dowlings „The Sum of Us“ (Die Summe der Gefühle; auch: Immer Ärger mit der Liebe) mit Russell Crowe, Yahoo Serious’ „Reckless Kelly“ (Robin Hood Junior), „Sons of Steel“ (Sons of Steel), George T. Millers „Round the Bend/Over the Hill“ und „Les Patterson Saves the World“ (Les Patterson rettet die Welt), Dusan Makavejevs „The Coca-Cola Kid“ (Coca-Cola Kid), „The Winds of Jarrah“ (Jenseits von Australien; auch: Ein Sommer in Australien), „Hoodwinked“ (Jake Spanner – Aufs Kreuz gelegt; auch: Kidnappern auf der Spur), „Chain Reaction“ (Die Kettenreaktion) und „Summerfield“ (Summerfield).
Viermal wurde Walker für den Preis des Australian Film Institute nominiert, ausgezeichnet wurde er als Bester Produktionsdesigner für „Mad Max 2“. Als Design-Berater wirkte er an dem Zeichentrickfilm „Fern Gully“ (Ferngully – Christa und Zaks Abenteuer im Regenwald) mit.

Joel Negron (Schnitt)
Aktuell arbeitete Negron an „Man of the House“. Zu seinen Filmen zählen auch „Big Fish“ (Big Fish), „xXx“ (xXx), „Sleepy Hollow“ (Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen) und „Planet of the Apes“ (Planet der Affen).
An etlichen Filmen war Negron als zusätzlicher Cutter oder Schnittassistent beteiligt: „True Lies“ (True Lies – Wahre Lügen), „Mars Attacks!“ (Mars Attacks!), „Con Air“ (Con Air), „Armageddon“ (Armageddon), „Enemy of the State“ (Der Staatsfeind Nr. 1), „Gone in Sixty Seconds“ (Nur noch 60 Sekunden) und „Pearl Harbor“ (Pearl Harbor).

John Ottman (Musik)
Mit Bryan Singers Film „The Usual Suspects“ (Die üblichen Verdächtigen) hat John Ottman sich bei Kritik und Publikum in Hollywood einen Namen gemacht, wie er in der Branche seinesgleichen sucht. 1997 verzeichnete das Branchenblatt Daily Variety ihn auf der Liste der „50 Menschen, deren Karriere man genau verfolgen sollte“. Ottman zählt nicht nur zu den markantesten und intelligentesten Filmkomponisten, die derzeit tätig sind, er profiliert sich auch als begabter Film-Cutter. In beiden Funktionen arbeitete er an Bryan Singers „Public Access“, „The Usual Suspects“, „Apt Pupil“ (Der Musterschüler) und „X-Men 2“ (X-Men 2), bei dem er nicht nur ganz allein die gesamte Riege von Cuttern des ersten Teils ersetzte, sondern noch dazu auch den Soundtrack lieferte.
Ottman gewann als Cutter den British Academy Award (BAFTA) für „Suspects“ und den Saturn Award für die Musik zu diesem Film. Mit seiner geheimnisvoll verspielten Musik zu Barry Sonnenfelds neuer Fernsehfassung von „Fantasy Island“ (Fantasy Island) wurde er für den Emmy nominiert.
1988 beendete Ottman seine Ausbildung an der School of Cinema-Television an der University of Southern California. Schon als Kind drehte er Amateurfilme, wobei die Filmmusik gewöhnlich im Vordergrund stand – zur Musik schnitt er dann seine Bilder. Die Filmmusik geht er aus einer ungewöhnlichen Perspektive an – nämlich der eines Filmemachers. Das ging so weit, dass Ottman eigenhändig „Urban Legends 2“ (Düstere Legenden 2) inszenierte, schnitt und (mithilfe des Münchner Symphonieorchesters) musikalisch untermalte.
Inzwischen setzt Ottman eine der abwechslungsreichsten Karrieren Hollywoods fort, wobei die Filmmusik seine größte Leidenschaft bleibt. Nach Abschluss des mitreißenden Scores zu „Gothika“ (Gothika) sprach Produzent Dean Devlin Ottman wegen „Cellular“ (Final Call) an – die beiden hatten bereits bei „Eight Legged Freaks“ (Arac Attack – Angriff der achtbeinigen Monster) zusammengearbeitet.
Zu seinen inzwischen über 30 Spielfilmmusiken zählen auch „Halloween H20: 20 Years Later“ (Halloween H20), „The Cable Guy“ (Cable Guy – Die Nervensäge), „Bubble Boy“ (Bubble Boy), „Trapped“ (24 Stunden Angst) und „Hide and Seek“ (Hide and Seek – Du kannst dich nicht verstecken).
Aktuell arbeitete er an „Kiss Kiss, Bang Bang“, „Fantastic Four“ und „Superman Returns“.

Über die Produktion:

Besuchen Sie Trudys berühmtes Wachsmuseum

Dark Castle Entertainment, die Produktionsfirma des erfolgreichen Spuk-Thrillers „Gothika“ und der Horror-Hit-Remakes „House on Haunted Hill“ (Haunted Hill) und „Thir13en Ghosts“ (Dre13ehn Geister), präsentiert nun „House of Wax“, die gruselige Story von sechs Freunden, denen ein Autotrip zum Verhängnis wird: Ein geheimnisvoller Killer setzt alles daran, um sie als Neuzugänge seiner grausigen Sammlung hyperrealistischer Wachsfiguren einzuverleiben.
„,House of Wax‘ ist eine moderne Variante der Slasher-Filme aus den 1970er- und 1980er-Jahren“, sagt Produzent Joel Silver, der zusammen mit seinem Partner Robert Zemeckis 1999 mit dem Horror-Hit „Haunted Hill“ den Einstand von Dark Castle Entertainment produzierte. „Diese Achterbahnfahrt packt uns bei unseren Urängsten – wir fürchten uns vor Verfolgung, vor dem Eingesperrtsein. Plötzlich stecken wir in einem Albtraum-Szenario, in dem nichts so ist, wie es scheint – und Fluchtwege gibt es nicht.“
„House of Wax“ bezieht sich mit seinem Titel auf den Horrorklassiker von 1953 (dt. Titel: „Das Kabinett des Professor Bondi“), in dem Vincent Price als talentierter Bildhauer ein Wachsmuseum leitet, dessen Ausstellungsstücke unheimlich lebensecht wirken.
„Wachsfiguren strahlen eine bestimmte Faszination aus“, meint Silver. „Sie wirken beunruhigend, irgendwie gruselig, aber man kann die Augen nicht von ihnen abwenden.“
Richtig schauerlich wird es, als herauskommt, dass der Professor (Price) seine kostbaren Wachsskulpturen aus echten Leichen herstellt. Doch abgesehen von dieser Grundidee hat die neue Dark-Castle-Produktion kaum Ähnlichkeit mit dem Vorbild. „Uns gefiel die Idee eines Wachsmuseums, in dessen Figuren echte Menschen stecken: Das war unser Ausgangspunkt. Der Rest ist eine völlig neue Geschichte, die das Konzept um wahrhaft schaurige Dimensionen erweitert“, sagt Silver.
„Aus dem Wachsmotiv holen wir wirklich alles heraus“, bestätigt Regisseur Jaume Collet-Serra. „Blut und Wachs ergeben eine tolle Kombination aus Sex und Grusel, und was wir mit dem Wachs anstellen, hat es auf der Leinwand noch nie gegeben: Wir kreieren eine ganze Stadt voller Wachsfiguren, und im Finale gehen unsere Darsteller und das Wachsmuseum spektakulär in Flammen auf. Nach diesem Film werden Sie Wachs mit anderen Augen wahrnehmen!“
Das Drehbuch schrieben die Zwillinge Chad Hayes und Carey W. Hayes, die bereits Episoden zu vielen TV-Serien verfasst haben, darunter auch zu „Mysterious Ways“ (Mysterious Ways). In ihrer Filmstory fahren ein paar Freunde zu einem College-Football-Spiel, und plötzlich bekommen sie es mit irren Zwillingen zu tun, die ihre Opfer blutig abmurksen, um sie dann als ständige Bewohner in die gespenstische Bevölkerung ihrer Heimatstadt einzureihen.
„Chad und Carey haben sich eine sehr ungewöhnliche Geschichte mit interessanten Beziehungen zwischen den Figuren und originellen Einfällen ausgedacht“, sagt Produzentin Susan Levin, die als Produktionschefin bei Silver Pictures arbeitet, die Entwicklung der Filmstoffe bei Dark Castle überwacht und „Gothika“ produziert hat. „Im Horrorgenre sieht man gern starke Frauen, die in Bedrängnis geraten, aber sich ihrer Haut zu wehren wissen. Diesem Motiv fügen wir eine neue Variante hinzu: Unsere Hauptfiguren sind Bruder und Schwester, die am Anfang der Story zerstritten sind und sich erst vertragen müssen, denn nur gemeinsam können sie um ihr Leben kämpfen.“
„Traditionell geht es in Horrorfilmen um Bedrohungen von außen, die das Leben des Helden total auf den Kopf stellen – entweder nimmt er den Kampf auf, oder er versucht zu fliehen“, berichtet Collet-Serra. „Doch wer flieht, muss normalerweise dran glauben – nur wer sich der Situation stellt, kommt meist mit dem Leben davon. In unserem Film geht es um Bruder und Schwester, die ein noch größeres Problem haben als die tödliche Bedrohung, nämlich ihre eigene Beziehung. Sie müssen nicht nur die in ihnen schlummernden Kräfte mobilisieren, sondern auch ihre Streitfragen klären und einander vertrauen lernen, denn nur als Team können sie es mit den Killern aufnehmen.“
Carly ist eine ehrgeizige College-Studentin, die in New York Karriere machen möchte. Diese Rolle vertrauten die Filmemacher Elisha Cuthbert an, einer fähigen jungen Schauspielerin, die mit der Hit-Serie „24“ (24) ihren Durchbruch erzielte und in der Kinokomödie „The Girl Next Door“ (The Girl Next Door) die Titelrolle spielte. „Elisha ist ungeheuer begabt“, sagt Silver. „Sie wirkt sehr überzeugend, bringt eine große darstellerische Bandbreite mit, bewältigt intensive dramatische Szenen ebenso wie Slapstick. Wir merkten sofort, dass sie die Idealbesetzung für Carly ist. Carly hat ihre Ziele, ihre Zukunft ganz klar vor Augen, doch plötzlich geht es nicht mehr um ihre Karriere, sondern ums nackte Überleben.“

„Eine Rolle wie die Carly habe ich noch nie gespielt“, sagt Cuthbert. „Klamotten und Aussehen sind ihr völlig egal. Sie konzentriert sich ganz auf ihren beruflichen Werdegang. Doch plötzlich muss sie um ihr Leben kämpfen. Ihr Bruder Nick riskiert gern eine dicke Lippe, er ist auf Krawall gebürstet. Doch Carly hat sich noch nie geprügelt, und einen Albtraum wie diesen hat sie natürlich erst recht nicht erlebt. Eine Lara Croft ist sie absolut nicht – sie muss das alles mit ihrem körpereigenen Adrenalin in den Griff bekommen.“
Chad Michael Murray, Hauptdarsteller der beliebten WB-Serie „One Tree Hill“, spielt Carlys straffälligen Bruder Nick, der sich einbildet, dass Carly auf ihn herabsieht und dagegen aufbegehrt. „Wahrscheinlich hatte Nick als Jugendlicher großes Potenzial, aber im Vergleich zu seiner sehr ehrgeizigen Schwester schnitt er immer schlecht ab“, meint Murray. „Irgendwann lehnte er sich dagegen auf, hat sich oft geprügelt. Er trainierte sich eine harte Schale an, die eigentlich nicht seinem Wesen entspricht. Ich fühlte mich also von der reizvollen Aufgabe herausgefordert, die innere Verletzlichkeit zu zeigen, die sich hinter seiner Fassade aus Wut und Frust verbirgt.“
„Chad arbeitet Nicks Charaktereigenschaften sehr überzeugend heraus: Wir spüren, dass er unter der rauen Schale eine Menge für seine Freunde und seine Schwester übrig hat“, sagt Collet-Serra. „Wir wissen also, dass er nicht kneifen wird: Er steigt in den Ring und beschützt sie.“
Nick beschreibt sich selbst als „bösen Zwilling“, der sich ständig mit dem „guten Zwilling“ Carly in den Haaren liegt – diese Beziehung findet ihre Entsprechung in der komplizierten und verkorksten Beziehung ihrer Peiniger: Zwischen beiden Geschwisterpaaren gibt es Streit um Selbstbehauptung, Minderwertigkeitskomplexe und Vertrauen. „Chad und Elisha gestalten die Geschwisterbeziehung sehr überzeugend“, stellt Levin fest. „Man spürt förmlich die Spannungen, die sich durch viele ähnliche Situationen zwischen ihnen aufgebaut haben. Doch gleichzeitig gewinnt ihr Verhältnis dadurch auch an Tiefe.“
Im Gegensatz zu dem rauflustigen Nick wirkt Carlys Freund Wade wie „ein normaler, sehr lockerer Typ“, sagt Jared Padalecki, der mit Murray schon in der Serie „Gilmore Girls“ vor der Kamera gestanden hat und ab dem 2. Juni in Deutschland in dem Kino-Abenteuer „Flight of the Phoenix“ (Der Flug des Phoenix) zu sehen ist. „Wade macht gerade seinen College-Abschluss und weiß nicht so recht, was er mit seinem Leben anfangen soll. In Gainesville ist Wade bekannt und beliebt, daher zögert er, mit Carly nach New York zu ziehen, denn da ist er nur ein kleiner Fisch in einem großen Teich. Dadurch kommt es zu Spannungen zwischen den beiden, und wenn Nick dabei ist, wird alles nur noch schlimmer.“
Obwohl Wade den sympathischen Typ abgibt, wird ihm schließlich seine grenzenlose Neugierde zum Verhängnis. „Wade geht ins Wachsmuseum, als er dort nichts zu suchen hat“, erzählt Collet-Serra. „Er betritt die Garage, um sich einen Keilriemen zu besorgen – er wartet nicht darauf, dass der Besitzer ihm einen überlässt. Er schleicht sich in das Sinclair-Haus und schnüffelt herum. Wir hatten schon mehrere Wochen gedreht, und immer musste Jared den netten und sehr neugierigen Typen spielen – ich wusste also überhaupt nicht, wie er mit den schwierigen Szenen zurecht kommen würde, in denen er überfallen und in die Wachsfigur verwandelt wird. Aber er hat das bravourös gemeistert. Aus seinen Augen spricht die nackte Angst, als der Raum plötzlich dunkel wird und er nicht weiß, wo der Killer steckt. Und später, als der Killer Wade als Wachsfigur präpariert, wirkt Jareds Darstellung erstaunlich überzeugend. Sein Leiden verstärkt den Realismus dieser wirklich gruseligen Sequenz.“
Mit dem Schlimmsten rechnen muss auch Carlys beste Freundin Paige, die von Paris Hilton gespielt wird. „Sie war begeistert bei der Sache und brachte sich wirklich sehr intensiv ein“, sagt Silver.
„Paige ist eher bodenständig“, beschreibt Hilton ihre Rolle. „Sie unterstützt zwar Carlys Pläne, aber sie kann sich nicht vorstellen, selbst aus Gainesville wegzugehen. Sie ist ganz zufrieden mit ihrem Leben. Meine Erfahrung mit meiner Reality-Show ,The Simple Life‘ hat mir bei der Rollengestaltung durchaus geholfen. Auf unserer Reise durch die Staaten kamen wir auch nach Louisiana, wo ich mich mit vielen Leuten unterhalten habe, die sich gar nicht vorstellen konnten, in eine Großstadt zu ziehen.“

„Paris hat sich gründlich vorbereitet“, bestätigt Collet-Serra. „Sie nahm begierig jede Anregung auf und hat sehr intensiv an ihrer Rollengestaltung gearbeitet, um Paige glaubwürdig darzustellen und ihre Position innerhalb der Freundesgruppe zu definieren.“
Über ihre erste große Rolle als Schauspielerin sagt Hilton: „Ich fand es schwer, echte Angst auszudrücken, mich in diese schreckliche Situation einzufühlen. Und meine Sterbeszene war wirklich schwierig. Als Beweis kann ich eine Menge blauer Flecken vorweisen! Aber ich finde, dass ich die coolste Todesszene des ganzen Films spiele. Sie ist einfach schauerlich.“
Robert Ri’chard spielt Paiges Freund Blake, der mit seinem GPS-Empfänger die verhängnisvolle Abkürzung entdeckt und das Wohnmobil in die tödliche Falle lenkt. „Blake ist der Gastgeber an diesem gemeinsamen Wochenende“, sagt Ri’chard, der aktuell neben Samuel L. Jackson in dem Basketball-Drama „Coach Carter“ (Coach Carter) zu sehen war. „Um ihn gruppiert sich die Clique, und er fühlt sich für die gute Stimmung verantwortlich. Denn ohne ihn hätten sie den Trip nie unternommen. Blake fordert Nick und seinen Kumpel Dalton auf mitzukommen, dadurch verändert sich die Atmosphäre in der Gruppe – die anderen hatten das so nicht erwartet.“
„Wie Wade setzt auch Blake sich nie mit seinen Problemen auseinander – was beide angreifbar macht“, sagt Collet-Serra. „Wade will nicht riskieren, mit Carly nach New York zu ziehen. Blake ignoriert einfach die Möglichkeit, dass seine Freundin schwanger sein könnte. Weil sie die Tatsachen einfach nicht zur Kenntnis nehmen, bekommen sie die tödlichen Konsequenzen zu spüren.“
Der Letzte der Gruppe ist Dalton (gespielt von Jon Abrahams), der bei der Stadtreinigung arbeitet und schon lange heimlich in Carly verliebt ist – was er zu verbergen sucht, indem er sich ständig hinter seiner Videokamera versteckt. „Dalton ist schüchtern, und dass er aus der Arbeiterklasse stammt, setzt ihn von den anderen ab“, sagt der erfahrene Abrahams, der unter anderem in „Meet the Parents“ (Meine Braut, ihr Vater und ich) und „Scary Movie“ (Scary Movie) zu sehen war. „Er versucht sich also über seine Videokamera in die Gruppe zu integrieren. Dadurch kann er die sozialen Unterschiede überbrücken.“
Laut Collet-Serra „gibt Dalton ein bisschen die Witzfigur der Story ab, und Jon hat nicht nur seine Rolle mit großem Engagement gestaltet, sondern auch unter den Kollegen jeden Tag für gute Stimmung gesorgt. Er improvisierte, erfand neue Dialoge und trug wesentlich zur authentischen Gruppendynamik bei. Selbst wenn ich nicht da war und offiziell Drehpause angesagt war, hockten die Schauspieler zusammen, und er drehte mit seiner Videokamera, um glaubhafte Situationen für den Film zu gestalten.“
Die ahnungslosen Freunde werden in eine tödliche Falle gelockt, die ihnen die Brüder Bo und Vincent Sinclair stellen. Brian Van Holt, der bedeutende Auftritte in „Black Hawk Down“ (Black Hawk Down) und „S.W.A.T.“ (S.W.A.T. – Die Spezialeinheit) absolviert hat, übernimmt beide Rollen: Bo, den Eigner der einzigen Tankstelle im Ort, und seinen eher künstlerisch interessierten, aber genauso sadistischen Zwillingsbruder Vincent. „Ich habe mich sehr angestrengt, diese düsteren Abgründe auszuloten und in ihre Haut zu schlüpfen“, berichtet Van Holt. Als Vorbild für das Verhältnis der Brüder diente ihm die sehr enge Beziehung seiner eigenen Zwillingsschwestern. „Diese Rollen haben Spuren in mir hinterlassen. Aber es bringt sehr viel Spaß, als Schauspieler auf dieses extreme Niveau vorzustoßen.“
„Brian hat sich in diesen beiden anspruchsvollen Darstellungen hervorragend geschlagen“, stellt Collet-Serra fest. „Aber nicht nur das: Vincents Outfit hat ihn zudem sehr stark behindert, er trug eine Maske und konnte nur mit einem Auge sehen, während er sich über den rutschigen Wachs-Fußboden bewegte. Das gelingt ihm fabelhaft, und der Effekt wirkt entsprechend absolut haarsträubend.“
In Jaume Collet-Serra fanden Silver und Levin einen renommierten Werbespot-Regisseur, der sich mit präzisem Blick für Bildgestaltung und ausgereifter Erzähltechnik als perfekte Wahl anbot: Es gelang ihm, das ehrgeizige junge Ensemble auf ihrem schaurigen Trip zu dirigieren und bis an die Pforten der Hölle zu führen.
„Ich schaue mir ständig die neuesten Arbeiten von Werbespot-Regisseuren an“, berichtet Levin. „Aber als ich mir Jaumes Cassette ansah, merkte ich sofort den Unterschied. Er hat ein Händchen für unheimliche, außergewöhnliche Situationen, wirkt unangepasst. Jeder seiner Werbespots unterscheidet sich völlig von den anderen, und dennoch verbindet sie alle seine visionäre Kraft, seine erkennbare Handschrift. Ich zeigte Joel die Cassette, und er wollte sich sofort mit Jaume treffen.“
„Was mich an Jaume noch mehr beeindruckte als sein unglaubliches optisches Gespür, war seine kluge Analyse des Drehbuchs und vor allem der Figuren“, berichtet Silver von seinem ersten Treffen mit dem Regisseur. „Ihm lag sehr viel daran, die Beziehung der Hauptfiguren glaubwürdig zu gestalten und als Rückgrat der Geschichte aufzubauen. Und in Bezug auf die Erzählstruktur entwickelte er durchdachte Ideen und überzeugende Vorstellungen.“
„Ich will vermeiden, dass der Film schick aussieht“, erklärt Collet-Serra. „Am Anfang soll er unstrukturiert, fast dokumentarisch wirken. Erst im Lauf der Handlung, wenn die Helden langsam kapieren, in welche grauenvolle Situation sie geraten, wirkt die Optik präziser, eleganter – aber nie lenkt sie von der Entwicklung der Figuren ab.“
Zusammen mit Kameramann Steve Windon („Anacondas“, „Deep Blue Sea“), gestaltete Collet-Serra die unheimlichen Nuancen des Film-Looks – teilweise mithilfe natürlich wirkender Beleuchtung und Handkameras. „Jaume hat seinen ganz eigenen Filmstil“, stellt Silver fest. „Seine Bilder wirken ungehobelt, rau und improvisiert – tatsächlich plant er aber alles ganz strategisch, um die fahrige, dynamische Atmosphäre am Anfang des Films einzufangen. Dann leitet er nahtlos über zu den komplexeren Einstellungen, durch die die Angst und Erwartung der Zuschauer gesteigert und der Grusel umso intensiver wird.“
„Jaume dreht Einstellungen, bei denen wir echt Gänsehaut bekommen – egal, ob wir nun einen Gruselfilm drehen oder nicht“, fügt Jared Padalecki hinzu.

Der Regisseur machte sich auch den ungewöhnlichen Drehplan zunutze, der vorsah, dass der Beginn des Films fast vollständig in der Szenenfolge des Skripts gedreht wurde. „In den Szenen, die die Hauptfiguren erstmals präsentieren, lernten auch die Schauspieler ihre Rollen erst kennen“, sagt Collet-Serra, der seine Darsteller dabei zum Improvisieren aufforderte. „Wegen anderer Verpflichtungen der Mitwirkenden konnten wir nie mit allen Darstellern zugleich proben, bevor wir dann tatsächlich zu drehen anfingen. An diesem ersten Abend wuchs das Team zusammen.“
„Als ich die anderen Kollegen kennen lernte, haben wir uns auf Anhieb derart gut verstanden, als ob wir immer schon Freunde waren“, erinnert sich Paris Hilton.
Elisha Cuthbert merkte, dass ihr der Dreh in der richtigen Reihenfolge der Szenen sehr bei der Gestaltung von Carlys Verhältnis zu ihrem Peiniger Bo half. „Die Arbeit an dieser Sequenz war körperlich sehr anstrengend. Denn ich musste auf die Ereignisse reagieren, ohne dass ich schreien oder sonstwie Lärm machen konnte“, sagt Cuthbert. „Das hat mich sehr mitgenommen, aber weil wir in der richtigen Reihenfolge drehten, konnten wir die wachsende Intensität in der Beziehung der Figuren besser gestalten, während der Konflikt eskaliert.“
„Mich hat Elisha schwer beeindruckt, vor allem in diesen Szenen“, sagt Collet-Serra. „Zwei Tage lang war sie praktisch ständig an einen Stuhl gefesselt, sie schwitzte, wurde geschlagen. In jeder Einstellung zeigte sie eine unglaublich emotionale, starke und intensive Leistung, die einen Schauspieler völlig auslaugt. Aber sie war sehr zuvorkommend und hat sich in jeder Einstellung bis zum Anschlag verausgabt.“
Van Holt äußert sich ähnlich wie seine Kollegen über das präzise Konzept des Regisseurs, seine Konzentration auf überzeugend entwickelte Hauptfiguren und seine genaue Vorbereitung jedes Details. „Ich arbeite sehr gern mit Jaume“, sagt er. „Er hört immer zu, sucht das Gespräch mit uns, und manchmal, wenn es mir nicht gelingen wollte, in meinen Rollen zu den nötigen Extremen vorzustoßen, hat er mich so lange angetrieben, bis ich es schaffte.“
„Sie haben sich wirklich sehr, sehr angestrengt“, sagt Collet-Serra über seine Darsteller. „Sterben ist eben kein Zuckerschlecken.“


Poesie in Wachs: Die Dreharbeiten
Der Film spielt zum Großteil in dem fiktiven Ort Ambrose, einem unheimlichen, seltsamen, völlig abseits gelegenen Nest in Louisiana. Gedreht wurde „House of Wax“ in den Warner Roadshow Studios in Queensland/Australien und in dem Städtchen Guanaba, 45 Autominuten vom Studio entfernt. Dort schufen Regisseur Collet-Serra, Kameramann Steve Windon und Produktionsdesigner Graham „Grace“ Walker („Gothika“, „Ghost Ship“) den umfangreichen Hauptset extra für diesen Film.
„Für ,Ghost Ship‘ haben wir einen Ozeandampfer gebaut, und für ,Gothika‘ die Innenräume des Irrenhauses“, sagt Silver. „Für ,House of Wax‘ stampften wir schließlich eine ganze Stadt aus dem Boden.“
„Als ich das Skript gelesen hatte, entwarf ich den Straßenplan von Ambrose, und unabhängig von mir las auch Grace das Drehbuch und zeichnete einen Grundriss – und beide Entwürfe stimmten haargenau überein“, erinnert sich Collet-Serra. „Was den Architekturstil der Stadt angeht, wollte Joel deutlich über den Look einer ,normalen‘ Kleinstadt und die typische Gothik üblicher Horrorfilme hinausgehen.“
„Wann kommt es schon mal vor, dass man für einen Film eine ganze Stadt baut“, fragt Silver, der schon über 40 Filme produziert hat – doch Ambrose ist die erste Stadt, die er in Auftrag gab. „In allen unseren Dark-Castle-Filmen bemühen wir uns immer wieder um einzigartige Sets, wie man sie in noch keinem Gruselfilm gesehen hat. Mit Ambrose konnten wir nun noch einen großen Schritt weiter gehen.“
Als Anregung wies Silver seine Designer auf die kleine Stadt Asmara in Ostafrika hin: Die Architektur von Asmara ist vor kurzem wiederentdeckt worden – der Ort diente italienischen modernistischen Architekten in der 30er-Jahren als Spielwiese für innovative Experimente und gilt seither als „Miami von Afrika“.
Executive Producer Herb Gains entdeckte das ideale Gelände für Ambrose auf einer ausgedehnten Rinderweide in Guanaba. „Das freie Feld ist von Hügeln umgeben und wirkt dadurch sehr isoliert“, sagt Gains.
„Die Kühe mussten wir wegtreiben“, sagt Walker, der die Stadt Ambrose mit seinen Zimmerleuten und Bauarbeitern in nur zehn Wochen aufbaute. Bevor die Gebäude errichtet werden konnten, wurden Gräben ausgehoben, Wasser- und Stromleitungen gelegt – Leitungen von insgesamt vier Kilometer Länge versorgten die strategisch angebrachte Straßenbeleuchtung, die Windon und seine Beleuchter individell dimmen konnten.
Auf der staubigen Hauptstraße wuchs in den Spalten der Gehwege echtes Unkraut. Walkers Team baute eine Tankstelle, ein Kino, einen Frisörsalon, einen Eckladen, eine Tierhandlung und mehrere alte Wohnhäuser. Am Ende der Straße stand eine Kirche mit einem Friedhof, und noch weiter weg auf einem Hügel befand sich das alte Haus der Sinclairs.
Die gottverlassene Stadt Ambrose wird von seiner größten Attraktion beherrscht: Trudys Wachsmuseum. Die vom Pech verfolgten Besucher entdecken im Film sehr schnell, dass buchstäblich das gesamte Museum aus Wachs besteht, von der stromlinienförmig-modernen Fassade über die Kuriositäten und Möbel, die dem Inneren des Museums einen seltsamen Charme verleihen: Zahlreiche Wachsfiguren formieren sich dort zu einer riesigen Party-Szene, die wie eine Fotografie eingefroren erscheint.
„Graces Design des Wachsmuseums enthält jede Menge unheimliche Details“, berichtet Silver begeistert. „Die elegante Fassade wirkt sehr einladend, aber je näher man hinschaut, desto bedrohlicher wirkt das Museum.“
20 Tonnen Wachs waren nötig, um die Sets des Wachsmuseums zu gestalten: Gebaut wurden sie aus traditionellen Baumaterialien – erst zum Schluss sprühte man eine Wachsschicht auf. „Das farblich überzeugendste natürliche Wachs ist Bienenwachs“, erzählt Walker. „Es enthält ein sattes Braun mit goldorangefarbenem Schimmer. Diese Bienenwachs-Tönung benutzten wir als Grundfarbe des Wachsmuseums, aber auch bei dem Wachs, mit dem Vincent im Film arbeitet.“
Das Wachsmuseum besteht aus vier Haupt-Sets: dem Wohnzimmer, dem Musikzimmer, der Küche und Vincents unheilvoller Werkstatt im Keller. Alle vier wurden für das heiße Finale des Films dupliziert und abgeändert: In diesem Moment geht alles in Flammen auf, so dass die Wachsfiguren langsam schmelzen.
„Diesen Schmelzzustand zwischen festem und flüssigem Wachs zeigen wir ganze zehn Filmminuten lang“, sagt Collet-Serra. „Deswegen waren diese Szenen technisch am kompliziertesten zu bewerkstelligen. Es gibt nämlich keine Anleitung dafür, wie man Wachs so aussehen lässt, als ob es schmilzt – wie erreicht man das ohne Hitzeeinwirkung? Denn sonst wären auch unsere Schauspieler geschmolzen.“
Walkers Team probierte unterschiedliche Wachsarten aus, um ein geeignetes Material zu finden, mit dem man „weiche Sets“ bauen konnte, die sich bei Berührung durch die Darsteller verformten. Nach jeder Einstellung musste der Ausgangszustand jeder Oberfläche wiederhergestellt, jedes Möbelstück aufwändig per Hand bemalt werden, um eine Wiederholung der Aufnahme zu ermöglichen.
„Ich schätze an meiner Arbeit als Designer vor allem, mit einem so kreativen Team arbeiten zu dürfen“, lobt Walker seine Mitarbeiter. „Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn meine Entwürfe vor meinen Augen zum Leben erwachen und sogar meine höchsten Erwartungen noch übertreffen.“
Auch bei einem anderen Walker-Set läuft es einem kalt den Rücken hinunter: Carly und ihre Freunde entdecken auf ihrem Weg nach Ambrose eine alarmierend große Grube mit von Autos überfahrenen Tieren – ein grausiger Hinweis auf die entsetzlichen Erlebnisse, die ihnen noch bevorstehen.
Die Ausstattungsabteilung gestaltete die Grube mithilfe von Tierschädeln und präpariertem Fell, wobei Beamte des Gesundheitsamtes auf die Einhaltung aller Vorschriften achteten. Weitere Überreste toter Tiere formte man aus Gipsteilen. (In dieser Sequenz wurden keinerlei echte Tierleichen verwendet.) Das Ganze wurde mit Filmblut übergossen, bis sich ein ekelhafter Sumpf bildete, der tatsächlich so abstoßend stank, wie er im Film wirkt.
„Das war echt eklig“, lacht Walker. „Alles war von Filmblut durchtränkt und stank fürchterlich. Offenbar hat sich vorher niemand ausgemalt, wie schlimm das tatsächlich werden würde!“
„Als ich das Drehbuch las, fragte ich mich, wie sie das wohl machen würden“, erzählt Chad Michael Murray. „Aber sie haben’s geschafft. Sie haben eine ganze Stadt gebaut, völlig abgelegen, gruselig und absolut realistisch, von all den anderen tollen Sets ganz zu schweigen. Das erleichtert unsere Arbeit ungemein.“
„Durch meine Erfahrung mit Werbespots bin ich es gewohnt, neben der Regie auch die Ausstattung und die Kamera zu verantworten“, erklärt Collet-Serra. „Als ich nun die Regie eines Spielfilms übernahm, musste ich die Verantwortung delegieren und vertrauensvoll in Graces Hände legen – und das ist das Beste, was mir passieren konnte.“

Schöne Leichen: Was Sie schon immer über Wachsfiguren wissen wollten


Das Herzstück der gruseligen Atmosphäre in dem Bilderbuchort Ambrose sind die „Bewohner“ aus Wachs, die den umfangreichen Stadtset bevölkern. Der für die Wachsfiguren verantwortliche Jason Baird ist Experte für Masken und Spezial-Make-up – er hat bereits an „The Matrix Reloaded“ (Matrix Reloaded), „The Matrix Revolutions“ (Matrix Revolutions) und „Star Wars: Episode II“ (Star Wars: Episode II) mitgearbeitet. In diesem Fall befehligte er ein Team von 35 Künstlern, die sich ausschließlich auf Design und Anfertigung der Wachsfiguren konzentrierten.
Sieben Monate lang schufteten Bairds Mitarbeiter – Bildhauer, Gussformexperten, Maler und Perückenmacher – täglich zwölf Stunden, um über 100 bis ins kleinste Detail ausgestaltete Wachsfiguren für den Film anzufertigen: die Party-Gäste in Trudys Wachsmuseum, die Trauergemeinde (inklusive Organist und Pastor), die sich zu einer Beerdigung in der Kirche eingefunden hat, sowie Zuschauer und Platzanweiser – ständige Besucher im örtlichen Kino, in dem ewig der Thriller „What Ever Happened to Baby Jane?“ (Was geschah wirklich mit Baby Jane?, 1962) läuft (wiederum eine nette Variante der Geschwisterrivalität, die in „House of Wax“ eine so bedeutende Rolle spielt).
Die Figuren, die Bos und Vincents menschliche Opfer darstellen, bezeichnete das Team als „Wachsleichen“: Sie sind laut Drehbuch ermordet, mit Wachs überzogen und dann überall in der Stadt aufgestellt worden. Diese Figuren bestehen aus Fiberglas und transparenten Silikonschichten. Eine Reihe von Effekte-Figuren wurden speziell angefertigt, um sie vor der Kamera zu zerbrechen oder zu verbrennen. Bairds Team betrieb ausführliche anatomische Studien, um dann per Gussform künstliche Skelette anzufertigen, die unter der Silikonhaut steckten, um die verwesenden Leichen in der Wachshülle darzustellen.
Vier Figuren „ganz aus Wachs“ repräsentieren die Virtuosität der Wachskünstlerin Trudy Sinclair, die ursprünglich jene lebensechten Skulpturen auf traditionelle (also nicht mörderische) Art anfertigte und im Wachsmuseum von Ambrose ausstellte. Trudys ewige Gäste sind zwei Damen in Kleidern und Kopfschmuck im Stil der Goldenen 20er-Jahre: Eine trägt ein mit schwarzen Perlen besetztes Kleid, die andere ein graubraun schimmerndes Gewand. Hinzu kommt ein Zigarre rauchender Gentleman und ein Hausmädchen, das in der Küche putzt. Diese Figuren mussten wie rohe Eier behandelt werden, weil sie bei Temperaturschwankungen extrem leicht Risse bekamen und aus der Form gerieten.
Alle Figuren im Film sind tatsächlichen Menschen nachgebildet. Baird leitete mit Regisseur Jaume Collet-Serra richtige Casting-Termine, um Statisten für jede einzelne Figur und Pose auszusuchen. Von diesen stellte man Gussformen ihrer Köpfe, Hände und Körper her, mit deren Hilfe dann die Fiberglas-Puppen entstanden. Die Models, die die „Wachsleichen“ in der Kirche und in dem vollbesetzten Kino darstellen sollten, posierten in den tatsächlichen Kirchenbänken und Kinositzen der Filmsets, um später, bei den Dreharbeiten, die genaue Passform der Wachsfiguren zu garantieren.
Nachdem die rohen Abgüsse ihre endgültige Oberflächenbehandlung erhalten hatten, übernahmen die Maler und Perückenmacher den letzten Schliff: Make-up, Haare und Bärte. Von den Abgüssen der Körperformen bis zur Einkleidung der fertigen „Person“ dauerte die Bearbeitung jeder einzelnen Figur drei bis vier Wochen.
„Das war ein gewaltiges Unternehmen“, sagt Baird. „Ich bin sehr stolz auf die hohe Qualität, die wir innerhalb so kurzer Zeit geliefert haben. Es fällt mir zwar schwer, eine Lieblingsfigur unter den Wachspuppen auszusuchen, aber ich mag die alte Dame mit Hut sehr, die in der Kirche sitzt und einen Rosenkranz hält. Die sieht unglaublich echt aus!“ (Und in einer Schlüsselszene verliert sie dank Carly einen Arm.)
„Ich bin schwer beeindruckt von der hervorragenden Arbeit, die Jason mit seinem Team geleistet hat“, sagt Joel Silver. „Immer wenn sie mir neue Figuren präsentierten, schickte ich sie sofort los, um noch mehr anzufertigen.“
Als weitere „Wachsleichen“ für die Massenszenen in der Kirche und im Kino stattete Baird lebende Statisten mit Silikonmasken, falschen Augen, Perücken und farblich abgestimmtem Make-up auf den Händen aus und platzierte sie zwischen den Wachsfiguren.

Bairds Team gestaltete auch Duplikate jener Hauptdarsteller, die auf grausige Art umkommen und dabei das schreckliche Schicksal erleiden, unter einem Wachsmantel zu verschwinden. Carlys Freund Wade gehört zu den Unglücklichen, die Vincents tödlichem Ritual zum Opfer fallen.
„Mit Wades Tod demonstrieren wir den Zuschauern, wie Vincent vorgeht: Er fängt sein Opfer ein und bedeckt es noch lebend mit der Wachsschicht“, sagt Collet-Serra, der Wert darauf legte, die Wachsprozedur des abartigen Killers und seine dabei verwendete Maschine – die an ein mittelalterliches Folterinstrument erinnert – in realistischer Detailfreude zu demonstrieren. „Ich wollte genau wissen, wie man tatsächlich einen Menschen zur Wachsfigur machen könnte. Als effektivste Methode stellte sich ein Ganzkörper-Sprühverfahren heraus. Eines der kniffligsten Probleme, die ich mit Grace Walker für diesen Film lösen musste, war diese Sprühapparatur. Ich stellte mir eine Maschine vor, die furchterregend, aber realistisch wirkt und wie selbstgebaut aussieht.“
Jared Padalecki unterzog sich vor den Dreharbeiten einem 3-D-Scan seines Körpers, um so eine Vorlage für seine Wachsleiche zu ermöglichen. Diese Daten wurden im Computer gespeichert und vom KNB-FX-Team in Los Angeles in eine Hartschaum-Puppe verwandelt, die exakt Padaleckis Körperformen entspricht. Von dieser Puppe fertigte man dann eine Reihe von Abgüssen. In den Szenen, in denen Wade innerhalb seiner Wachshülle noch am Leben ist, trug der Schauspieler ein „Wachsleichen-Outfit“: Eine Silikonmaske wurde Padaleckis Gesicht und Händen angepasst – sie entspricht jenen Masken, die auch die Statisten in den Rollen der Wachsleichen tragen.

Tido
hey cooles Special.

Viele Informative Sachen sind zu finden. Werde ihn mir wohl im Kino ansehen.

Gute Arbeit!!! smile
xel
Jap stimmt, sehr viel Arbeit wurde darein gesteckt. Und ist sehr informativ.

Großes Lob! Gute Arbeit