Sahara Special

Master-of-Movie




Kinostart Deutschland: 2.06.2005
Kinostart USA: 8.04.2005
Länge: 124 Minuten
Verleih: Universum Film
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Story

Für den wagemutigen Schatzsucher, Unterwasserforscher und Frauenschwarm Dirk Pitt (Matthew McConaughey) beginnt das Abenteuer seines Lebens, als er eine antike Münze zugespielt bekommt, die mit einer alten Legende verknüpft ist. Das Artefakt, so glaubt es zumindest Pitt zu wissen, stammt von dem so genannten „Schiff des Todes“ - einem verschollenen Kriegsschiff aus Zeiten des amerikanischen Bürgerkrieges, das angeblich eine sagenumwobene Fracht mit sich führte.

Gemeinsam mit seinem langjährigen Expeditionspartner und besten Freund Al Giordino (Steve Zahn) macht sich Pitt auf die Suche - unterstützt von dem ehemaligen Navy-Admiral Sandecker (William H. Macy), der Pitts Unternehmungen mit Hilfe der von ihm gegründeten Organisation NUMA (National Underwater and Marine Agency) finanziert.

Bei ihrer ersten Station in dem afrikanischen Staat Mali stoßen Pitt und Giordino zunächst jedoch auf die attraktive Dr. Eva Rojas (Penélope Cruz), eine Ärztin im Einsatz der Weltgesundheitsorganisation, die einer mysteriösen Epidemie auf den Spuren ist, die vermutlich in vergifteten Wasserquellen in Afrika ihren Ursprung hat.

Als sie jedoch bei ihrer Arbeit zunächst durch den undurchsichtigen Geschäftsmann Yves Massarde (Lambert Wilson) gehindert und kurz darauf von waffenstarrenden Schergen fast ums Leben gebracht wird, die unter dem Kommando des afrikanischen Generals Kazim (Lennie James) stehen, wird Pitt klar, dass seine Schatzsuche unmittelbar mit den Nachforschungen der Ärztin in Verbindung steht.

Nachdem Pitt und Giordino einer Attacke durch mehrere Motorboote auf dem Niger nur durch halsbrecherische Tricks entgehen können und Dr. Rojas anschließend ein weiteres Mal vor dem sicheren Tod retten, beschließt das nunmehr zum Trio gewachsene Team, die Afrika-Geschäfte von Massarde etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Dabei stoßen sie auf eine als Solaranlage getarnte Giftmülldeponie mitten in der Wüste der Sahara, die tatsächlich für die rasante Ausbreitung der tödlichen Seuche verantwortlich ist. Doch selbst nachdem sie das Gelände dem Erdboden gleichgemacht und ihren Weg durch die Wüste nur mit größter Mühe und manch unorthodoxem Fahrzeug fortgesetzt haben, sind die drei noch lange nicht aus der Gefahrenzone.

Attackiert von Helikoptern und der Armee des skrupellosen Generals Kazim flüchten Pitt, Giordino und Dr. Rojas immer tiefer in die Wüste, wo sie sich zwar der Unterstützung befreundeter Tuareg-Krieger sicher sein können, aber kaum ihren Augen trauen, als sie beim Showdown auf das „Schiff des Todes“ stoßen, dessen Fracht sich wohl selbst Pitt in seinen kühnsten Träumen nicht so spektakulär vorgestellt hatte...





Cast

Matthew McConaughey-----------Dirk Pitt
Steve Zahn---------------------------Al Giordino
Penélope Cruz----------------------Eva Rojas
Lambert Wilson--------------------Yves Massarde
Glynn Turman-----------------------Dr. Hopper
Delroy Lindo-------------------------Carl
William H. Macy-------------------Admiral Sandecker
Rainn Wilson ----------------------Rudi Gunn
Lennie James ---------------------General Zateb Kazim




Crew


Regie: Breck Eisner
Produzenten: Howard Baldwin, Karen Baldwin, Mace Neufeld, Stephanie Austin
Drehbuch: Thomas Dean Donnelly, Joshua Oppenheimer, John C. Richards, James V. Hart
Musik: Clint Mansell
Kamera: Seamus McGarvey, BSC
Produktionsdesign: Allan Cameron
Schnitt: Andrew MacRitchie
Kostümdesign: Anna Sheppard
Casting: Anne McCarthy, Nina Gold



Über die Figuren

Die Hauptfigur des Dirk Pitt in SAHARA entstammt einer Romanreihe des Schriftstellers Clive Cussler und gibt nach Überzeugung des auch als ausführender Produzent fungierenden Stars Matthew McConaughey noch Stoff für jede Menge turbulenter Filme her. „Man könnte Dirk einen Träumer nennen, der verlorene Schätze sucht“, begründet der Mime, „doch sein Enthusiasmus basiert auch auf langjährigem Training, geschichtlichen Kenntnissen und wissenschaftlicher Expertise. Er kommt in Cusslers Romanen aus einer privilegierten Familie, lebt aber ein völlig freies und unabhängiges Leben. Und am besten gefällt mir, dass er nie besonders streng nach Plan vorgeht, sondern sich jeder Situation geistesgegenwärtig anzupassen weiß. Sein einziger Plan ist nämlich, dass es für einen Abenteurer keinen verbindlichen Plan gibt!“

„Pitt ist gewiss ein Actionheld“, ergänzt Filmemacher Eisner, „aber weil er zugleich ein ganz normaler Kumpel zum Pferdestehlen ist, ragt dieser Charakter aus der Masse heraus. Er kann lachen, er kann lieben, er kann kämpfen und er kann acht Schritte im Voraus denken - Matthew bezeichnet ihn völlig zu Recht als glücklichsten Abenteurer auf dem Planeten.“ Ähnlich positiv fällt das Urteil zu Pitts Sidekick Al Giordino aus, über den McConaughey bemerkt: „Al ist die Stimme der Vernunft und sorgt dafür, dass sich Dirks wagemutige Ideen tatsächlich in die Tat umsetzen lassen. Und ohne ihr enges Verhältnis könnte die Geschichte von SAHARA sicher nicht so gut funktionieren.“ Steve Zahn, der Darsteller der Figur, ergänzt: „Al ist im Verhältnis zu Dirk ungleich zynischer und zweifelt so manches Mal, ob sich Dirks Einfälle auch realisieren lassen, aber letztlich steht er ihm jederzeit zur Seite. Das ist eine Frage des langjährigen Respekt und Vertrauens - was bei diesen beiden auf Gegenseitigkeit beruht.“

Zahn wurde für den Part ausgewählt, als die Verantwortlichen realisierten, dass seine Vorstellung von der Figur exakt mit den ihren identisch waren. „In lebensbedrohlichen Situationen kann man sich fraglos auf Al verlassen“, beschreibt McConaughey, „aber er besitzt auch einen trockenen Sinn für Humor, der beider Professionalität nicht beeinträchtigt. Steve Zahn begriff diesen Aspekt instinktiv, denn es war wichtig, dass die Figur nicht zum Clown wird. Vielmehr begreift er die Balance zwischen Witz und Wagemut genau und besaß darüber hinaus noch weit reichende Kenntnisse auf historischen und militärischen Feldern. Sein Interesse an der Thematik reicht so weit, dass Steve zu Hause eine ausführliche Sammlung von Bürgerkriegs-Artefakten besitzt.“

Das Verhältnis der Figuren in SAHARA übertrug sich zum Vergnügen aller Beteiligten auch auf die Chemie beider Schauspieler, wie McConaughey berichtet: „Man spürt meines Erachtens als Zuschauer, ob sich Schauspieler auch persönlich gut miteinander verstehen. Zwischen Steve und mir entwickelte sich rasch eine Vertrautheit, weil wir auch abseits der Kamera miteinander abhingen und uns die Bälle so ähnlich zuwarfen, wie es im Film bei Dirk und Al der Fall ist. Wir sind Freunde geworden - und das zeigt eine Lockerheit, die man nicht spielen kann und ihr Teamwork mehr als glaubwürdig macht.“ Dessen ungeachtet hatte die Arbeit an SAHARA auch ihre harte Seiten, als die Schauspieler vor Drehbeginn ein einmonatiges Training mit der Marine-Einheit der US-Armee absolvierten. „Es mag wie ein Klischee klingen“, erinnert sich Zahn, „aber wenn man zwölf Stunden gemeinsam in der Hitze schwitzt und sich physisch wie psychologisch stählt, wächst man auch menschlich zusammen. Schließlich sollte auf der Leinwand nichts so aussehen, als ob es Matthew und ich nicht auch im realen Leben meistern könnten.“

Auch bei der Gestaltung der Rolle der Ärztin Dr. Rojas, die für die WHO arbeitet und den Ursprung einer gefährlichen Epidemie aufzuspüren versucht, mühten sich die Macher um Realitätsnähe. „Ich habe etliche Drehbücher gelesen“, sagt Penélope Cruz, „in denen die männlichen Charaktere ungleich interessanter sind als die weibliche Hauptfigur. Doch Eve hat viele Seiten und Eigenschaften und ist ein organischer Teil der Story. Auch mein Alter war perfekt, denn im wahren Leben sind es wirklich die jüngsten Ärztinnen, die in den gefährlichsten Krisenregionen arbeiten. Zudem gefällt mir ihre Persönlichkeit, weil sie für Abenteuer ebenso zu haben ist wie die Jungs.“ Eisner ergänzt: „Penélope ging es übrigens bei den Dreharbeiten genau so wie Eve im Film, weil wir schon eine Weile in Marokko gedreht hatten, als sie zum Team stieß. Wir waren bereits eine eingeschworene Gemeinschaft und sie musste sich als vermeintliche Außenseiterin erst ein wenig durchsetzen, was ihr aber bekanntlich sehr gut gelang.“

Abgerundet wird das SAHARA-Ensemble durch erfolgreiche Charakterdarsteller wie William H. Macy (FARGO), Lambert Wilson (THE MATRIX REVOLUTIONS) oder Delroy Lindo (MALCOLM X). So spielt Macy etwa den Admiral Sandecker, der Pitts Expeditionen finanziert, und der Mime bemerkt zu seiner Rolle augenzwinkernd: „Mir gefällt die Macht des Generals, denn ich bin so langsam in einem Alter, in dem mir außer einem kalten, stahlharten Blick nicht viel geblieben ist. Sandecker war in den Büchern viele Jahre bei der Navy, bevor er sie unter dubiosen Umständen verließ und verbittert beschloss, nie wieder für die Regierung zu arbeiten. Lieber leitet er die private National Underwater and Marine Agency (NUMA) und gewährt Männern wie Pitt den nötigen Freiraum für ihre Expeditionen.“ Regisseur Eisner fügt hinzu: „Bill war von Beginn an unsere erste Wahl für den Part, da er nicht nur ein herausragender Schauspieler ist, der nicht nur jedes Detail seiner Arbeit hinterfragt, sondern auch seinen speziellen Humor einbringt und das Skript beim Improvisieren um viele wunderbare Einfälle ergänzte.“

Die Organisation NUMA steht im Zentrum vieler Clive Cussler-Bücher und Dirk Pitt-Romane und wird von Regisseur Eisner folgendermaßen beschrieben: „Numa bündelt eine Gruppe von Wissenschaftlern, Abenteuern und Schatzjägern, die überall in der Welt einsetzbar sind und hauptsächlich in den Ozeanen arbeiten. NUMA hat die Zeit, das Geld, den Willen, die Manpower und das Equipment, um sowohl nach einem versunkenen Schatz als auch nach einer Uhr zu suchen, die dein Großvater in einem See verloren hat. Dirk und Al lieben es, global eingesetzt zu werden und in Admiral Sandecker einen erfahrenen Anführer zu haben. Und ich hoffe, dass SAHARA auch den Zuschauern das Gefühl vermittelt, dass Abenteuer ihr Alltag sind und sie durch vergangene Expeditionen geformt wurden, wenn sie ganz kurz frühere Einsätze in Panama oder anderswo erwähnen. Diese Jungs waren vor SAHARA in einer Million Einsätzen und werden nach dieser Geschichte noch eine weitere Million Abenteuer folgen lassen - hoffentlich auch im Kino!“



In der Wüste

„Die wörtliche Übersetzung des Wortes Sahara lautet Wüste“, sagt Matthew McConaughey, „und genau das findet man dort: Nicht als Hitze, Sandstürme und offenes Gebiet in jeder Himmelsrichtung, so weit das Auge reicht.“ Gedreht wurden die zahlreichen Wüstensequenzen von SAHARA dann in Marokko, wo die Crew unter anderem in der Nähe von Marrakesch und im Umfeld der kleinen Stadt Erfoud drehte, die am Rande der Sahara und nahe der algerischen Grenze gelegen ist. „Es ist bemerkenswert, wie sehr sich die marokkanische Filmindustrie entwickelt hat“, staunt Regisseur Eisner, „denn während noch vor zehn Jahren niemand dort drehte, gibt es inzwischen eine professionelle Infrastruktur für Filmproduktionen mit eingespielten Crews und einer staatlichen Hilfsbereitschaft, die man nicht in vielen Ländern findet. So waren wir zum Beispiel ohne Probleme in der Lage, drei Panzer und eine Huey-Hubschrauber samt Personal zu mieten - im Prinzip eine komplett bewaffnete Division.“

„Erfoud liegt mitten in der Wüste und ist eine wunderschöne und friedliche Stadt“, erläutert McConaughey weiterhin, „doch um erst mal dorthin zu gelangen, muss man von Amerika aus eine halbe Weltreise unternehmen. Wir flogen von Los Angeles über London und Casablanca in die Stadt Ouarzazate und fuhren dann noch weitere sieben Stunden nach Erfoud. Das Städtchen ist einer der letzten Stopps vor der Sahara, vor deren Toren ein französisches Legionärs-Fort zu finden ist.“

Produktionsdesigner Allen Cameron, der in Marokko bereits DIE VIER FEDERN gedreht hatte, stand vor der schwierigen Aufgabe, Motive sprichwörtlich aus dem Nichts zu generieren, zumal Marokko visuell wenig mit Mali gemein hat, wo weite Teile der Story von SAHARA angesiedelt sind. „Man kann natürlich keinen Film namens SAHARA drehen, ohne irgendwann tatsächlich in der Wüste zu landen“, erinnert Cameron, „und so verwandelten wir ein Dörfchen namens Rissani, das in der Nähe unseres Basislagers in Erfoud lag, in einen Ort , wie man ihn im nördlichen Mali vorfände. Weil das urbane Leben in Marokko nicht so farbenfroh ist wie in anderen afrikanischen Ländern, mussten wir etwa die Farben von Fahrzeugen oder Taxis anpassen oder Geschäfte mit Gütern und Dekorationen bestücken, wie sie in Mali zu finden wären.“

„Für die gewaltige Solar-Anlage, die im Film ein dunkles Geheimnis birgt“, fährt Cameron fort, „bauten wir eine Reihe von Spiegeln und ergänzten sie mit computergenerierten Motiven, während wir für andere Action-Sequenzen das Legionärs-Fort bei Erfoud übernehmen konnten, um dort Mauern und Tore explodieren zu lassen oder Helikopter-Attacken zu filmen. Als größere Herausforderung erwies es sich indes, den Wüstensee und -fluss zu finden, die im Film eine wichtige Rolle spielen. Wir durchkämmten die ganze Region und fanden schließlich perfekte Drehorte in Azzemmour, in einem Wasserreservoir bei Marokko und im Süden Spaniens, die wir beim Schnitt miteinander kombinierten.“

In Spanien drehte das SAHARA-Team auch in Barcelona, das im Film die nigerianische Stadt Lagos ersetzt. „Dank des Museums für Naturgeschichte in Barcelona konnten wir die Statisten mit traditionellen Kostümen und darüber hinaus mit Artefakten der Nigerianer und des Wüstenvolkes der Tuareg ausstatten“, so Cameron weiter, „bis man nicht mehr das Gefühl hatte, überhaupt noch in Spanien zu sein.“ Zu Camerons weiteren Aufgaben zählte die Ausstattung einer Höhle, deren Wandmalereien die Geschichte der Tuareg-Nomaden erzählen. Doch besonders interessant gestaltete sich das Design der Anfangssequenz: „Der Film beginnt mit einer Bürgerkriegs-Schlacht auf dem James River im amerikanischen Virginia, für die wir das Kriegsschiff Ironclad bauten, um es später mitten in die Wüste zu versetzen. Dafür mussten wir es auf eine Sanddüne setzen, was recht einfach klingt. Doch wenn man beginnt, hunderte Tonnen von Sand zu bewegen und zu einer Düne zu formen, steht man vor einem logistischen Alptraum, da sich der Sand natürlich ständig bewegt und man Stunden für das Zurücklegen von Strecken braucht, die für gewöhnlich eine Viertelstunde beanspruchen würden.“

Obwohl SAHARA im Frühjahr des Jahres 2004 gedreht wurde und das Klima in der Wüste zu dieser Zeit relativ verträglich war, musste sich die Crew während der zwölf Wochen Drehzeit in Marokko den Launen der Natur anpassen. „Plötzliche Sandstürme sind die Regel“, erinnert sich etwa McConaughey, „und so begann mancher Tag mit einem wunderbar klaren Himmel, während wir mittags mitten in einem Sandsturm steckten. Selbst bei kleineren Stürmen verringert sich die Sicht auf wenige Meter und wenn es ein schlimmer Sturm ist, sieht man kaum die Hand vor Augen. Noch dazu handelt es sich um sehr heißen Sand, der sich den Weg durch jede Ritze in der Kleidung bahnt.“ Breck Eisner fügt hinzu: „Ich vermutete immer, dass Sandstürme in Filmen übertrieben dargestellt werden, aber sie sind tatsächlich ein so erschreckendes wie beeindruckendes Schauspiel. Sie entstehen so schnell, dass man keine Minute Zeit hat, um Schutz zu finden - und leider können dann auch komplette Drehtage ruiniert werden.“

„Obwohl es immer heißt, dass es in der Wüste nie regnet“, sagt Produzent Howard Baldwin überdies, „kann man sehr wohl von fürchterlichen Regenschauern überrascht werden. Auch eine Heuschreckenplage machte das Filmen zeitweilig unmöglich, weil die Insekten dann wirklich überall sind und die Kamera keinen Weg an ihnen vorbei findet. Und selbst ganz gewöhnliche Winde erleichtern die Produktionsbedingungen nicht eben, weil sie den sehr feinen Wüstensand aufwirbeln, der zum Beispiel in das Gehäuse von Kameras dringt und generell das technische Equipment beeinträchtigen kann. Irgendwann sah Breck Eisner das alles mit Galgenhumor und vergab Punkte im Spiel zwischen SAHARA, dem Film, und Sahara, der Wüste.“

Trotz dieser Beeinträchtigungen und allgemein widriger Bedingungen, die das Team öfter zum Schlafen in Zelten zwangen, blieb das Engagement der Schauspieler ungebrochen, was sich an ihrer Bereitschaft zum Ausführen von Stunts zeigte. „Zuschauer spüren bei einer Totalen ganz genau“, so McConaughey, „ob ein Schauspieler durch einen Stuntman ersetzt wurde, weshalb wir Steve oder Dirk stets etwas länger im Bild ließen als üblich, um die Figuren glaubwürdiger zu machen. In London haben wir darüber hinaus eine Woche mit unserem militärischen Ratgeber Harry Humphries ein Waffentraining durchgeführt und waren dann zwei Wochen vor allen anderen Schauspielern in Erfoud, um uns an die Umgebung zu gewöhnen und das schwierige Bewegen auf sandigem Untergrund zu lernen. Es wird zu einer Art Extremsport. Ich habe jedenfalls garantiert noch keinen Film mit mehr physischen Herausforderungen gedreht.“ Sein Regisseur ergänzt: „Matthew hätte am liebsten auch die halsbrecherischen Stunts selbst probiert, wenn es die Versicherung nur erlaubt hätte. Für mich als Filmemacher ist das aber eine perfekte Ausgangsposition. Ich kann sehr oft mit der Kamera bei Matthews Gesicht bleiben und muss mich nicht sorgen, zufällig das Gesicht eines Stuntman einzufangen.“