@DarkAnderson: Die Serie Firefly ist von 2002. RTL hat die Rechte daran und wollte sie ursprünglich ab Frühjahr 2003 zeigen, hat es aber immer weiter rausgeschoben. Vor ein paar Wochen hat man mir auf Anfrage mitgeteilt, dass sie von der Qualität der Serie zwar überzeugt seien und dass der Start von Serenity in den Kinos sicherlich auch die Quoten pushen würde, sie würde jedoch zurzeit nicht in das Serien-Konzept passen und liegt darum weiter auf Eis.
@Topic: Ich habe alle Folgen von Firefly auf DVD und liebe diese Serie einfach. Leider hatte FOX bei einer schlechten Sendezeit mit viel zu wenig Promotion extrem überzogene Erwartungen an die Quoten und hat die Serie abgesetzt, bevor sie so richtig in Gang kommen konnte. Nach einiger Zeit hat Universal die Rechte daran bekommen und Joss Whedon, von dem auch Firefly stammt, angagiert, einen Kinofilm daraus zu machen, weil die DVD-Verkäufe phänomenal liefen.
Die Serie lebt davon, dass sie völlig anders ist als andere Sci-Fi-Serien. Es ist eine Mischung aus Science-Fiction und Western und die Geschichte wird aus Sicht der "Bösen" erzählt, die sich von der Allianz (der Regierung) abgekapselt haben und durch Schmuggel und Diebstahl über Wasser halten können. Dabei ist jeder Charakter völlig dreidimensional, ohne klischeehaft zu wirken, und es ist klar, dass die meisten von hnen einander verraten würden, wenn ihnen dafür genug Geld geboten würde. Da aber die Allianz auch nicht gerade die Werte und Normen von Star Treks Vereinter Nationen der Planeten vertritt und die Mitglieder der Serenity (so heißt das Raumschiff) auf ihre Art alle äußerst cool und sympathisch sind, fieber man immer mit der Crew um Malcolm Reynolds mit.
Auch sehr gut ist, dass es in der Serie nie Außerirdische zu sehen gab (abgesehen von einem mutierten Kuh-Fötus

), wenngleich nicht wirklich klar ist, wer oder was die Reapers sind (niemand, der sie gesehen hat, konnte überleben, um anderen davon zu erzählen).
Etwas zur Story der Serie: 500 Jahre in der Zukunft hat sich die Technologie zwar stark weiterentwickelt, durch beinnahe unkontrolliertes Kolonialisieren vieler Planeten ist die Wirtschaft jedoch arg heruntergekommen. Die Bewohner vieler Kolonien des äußeren Sternen-Rings leben bis auf einige Technologien vergleichbar mit den Menschen im Wilden Westen. Wer Geld hat, hat Macht und Essen, ansonsten sind Nahrungsmittel knapp.
Die Crew des Transportschiffs Serenity ("Firefly"-Klasse, daher der Name der Serie) macht auf einem Planeten stopp, um gestohlene Güter zu laden, Aufträge einzuheimsen und Reisende mitzunehmen (alles natürlich nur gegen Bares). Unter den Passagieren ist auch der junge Doktor Simon, der, wie sich nach einiger Zeit herausstellt, seine Schwester River mit an Bord geschmuggelt hat. Diese gilt als hochintelligent und wurde im Kindesalter von der Allianz auf eine Schule für Hochintelligente geschickt, von der sie nie wieder kam. Ihr Bruder hat nach ihr gesucht, und es stellte sich heraus, dass die Allianz geheime Experimente an Hochintelligenten durchführt, durch diese River völlig verändert und verstört ist (also so richtig psycho

). Die Allianz hat davon Wind bekommen, dass sich River an Bord der Serenity befindet (weil Jayne, ein Crewmitglied, sie verpfiffen hat, um eine hohe Belohnung zu kassieren), und ist von da an auf der Jagd nach ihnen.
So fängt die Serie an. In den einzelnen Episoden geht es hauptsächlich um illegale Aufträge, die die Crew annimmt, um am Leben zu bleiben, um die Flucht vor der Allianz und natürlich um River, die sich nach und nach erholt, aber bis Ende der Serie noch ungeklärte Fähigkeiten davon bekommen haben, dass ihr Forscher der Allianz im Hirn rumgebrutzelt haben.
Die Serie ist absolut genial und ich habe bisher von ein paar Vorabscreenings zu Serenity gehört (Sneak-Previews und von den Besuchern hatte vorher kaum jemand etwas von Firefly gehört) und sie sollen allesamt mit Standing Ovations geendet haben. Es ist gewiss gut, die Serie gesehen zu haben (sind ja nur 14 Folgen), aber der Film soll auch für diejenigen völlig klar verständlich sein, die Firefly nicht kennen. Wenn der Kinofilm nur halb so gut ist wie die Serie, ist er immer noch phantastisch.
Ob er erfolgreich wird, ist eine andere Frage. Die Serie hatte zwar eigentlich keine wirklich miesen Quoten, aber trotzdem konnte sie in der Zeit nicht allzu viele Zuschauer gewinnen. Ursprünglich sollte Serenity in den US-Kinos zwei Wochen vor Star Wars anlaufen, nachdem die Dreharbeiten abgeschlossen waren, sollen die Verantwortlichen von Universal jedoch so angetan gewesen sein von dem Material, dass sie es nicht im Schatten von Star Wars laufen lassen wollten, sondern noch Zeit haben, die große Werbetrommel zu rühren.