Master-of-Movie
The Ring 2
Kinostart: 31.03.2005
Die Hollywood-Version des japanischen Horror-Hits „Ring“ (2002) von Gore Verbinski war weltweit ein sensationeller Erfolg. Wie schon im US-Original spielt Naomi Watts auch im Sequel „The Ring 2“ die Journalistin Rachel Keller, die unter Lebensgefahr dem tödlichen Terror eines mysteriösen Videos auf die Spur kommt. Regie bei dieser beklemmenden Fortsetzung führte – wie schon beim japanischen Original „Ringu“ – Hideo Nakata, der damit auch gleichzeitig seinen Einstand in Hollywood gibt.

Cast
Rachel Keller- Naomi Watts
Max Rourke- Simon Baker
Aidan- David Dorfman
Evelyn- Sissy Spacek
Dr. Emma Temple- Elizabeth Perkins
Martin Savide- Gary Cole
Emily- Emily Vancamp
Evil Samara- Kelly Stables
Stab
Studio/Verleih: Dreamworks SKG, MacDonald & Parkes Productions/UIP
Regie: Hideo Nakata
Produzent(en): Walter F. Parkes, Laurie MacDonald
Ausführende Produzenten: Mike Macarii, Roy Lee, Neil Machlis, Michele Weisler
Drehbuch: Ehren Kruger
Kamera: Gabriel Beristain
Musik: Hans Zimmer
Produktionsdesign: Jim Bissell
Kostümdesign: Wendy Chuck
Schnitt: Michael N. Knue
Spezialeffekte Make-Up: Rick Baker
Spezialeffekte-Koordination: Pete Chesney
Story:
Sechs Monate nach den schrecklichen Geschehnissen, die die Journalistin Rachel Keller (Naomi Watts) und ihren Sohn Aidan (David Dorfman) im wahrsten Sinne des Wortes fast zu Tode ängstigten, haben die beiden Seattle verlassen, um möglichst viele Kilometer zwischen sich und die alptraumhaften Erinnerungen an das - von Samara (Kelly Stables) mit einem tödlichen Fluch belegte - Video zu bringen. In dem kleinen Küstenstädtchen Astoria, im US-Bundesstaat Oregon, hoffen Rachel und Aidan auf ein neues, friedvolles Leben. Zu ihrem großen Schreck muss Rachel aber sehr bald feststellen, dass es in Astoria zu einem Verbrechen gekommen ist, bei dem ein unbeschriftetes Video eine wesentliche Rolle zu spielen scheint. Rachel ist zutiefst schockiert. Doch das ist erst der Anfang. Denn schon bald wird ihr klar, dass hier wieder der grausame Racheengel Samara am Werk ist. Und diesmal, so scheint es, kann niemand Samaras Teufelskreis aus Terror und Tod entkommen...
Produktion:
Wiedereintritt in den Ring
Im Jahr 1998 brachte der japanische Regisseur Hideo Nakata mit „Ringu“ den sogenannten „J-Horror“ – oder auch Japanischen Horror – in die asiatische Kino- und Popkultur ein. Der J-Horror zeichnete sich besonders dadurch aus, dass er mehr Wert auf die Story und die Charaktere legte, als auf Spezial- und Gore-Effekte. Basierend auf den Horror-Romanen von Koji Suzuki war Nakatas „Ringu“-Verfilmung der erfolgreichste Film in der japanischen Kinogeschichte und zog zwei Sequels nach sich, bei denen ebenfalls Nakata Regie führte.
Aufgrund des phänomenalen Welterfolges von „Ringu“ produzierten Walter F. Parkes und Laurie MacDonald eine amerikanische „Ring“-Version, in der Naomi Watts die Hauptrolle spielte. Der absolute Horror des Films bestand darin, dass jeder, der sich das mit einem schrecklichen Fluch belegte Video angesehen hatte, mit tödlicher Sicherheit exakt sieben Tage später starb. Als der Film dann im Frühjahr 2002 in die US-Kinos kam, wurde aus dem anfänglichen „Sleeper“ ein Mega-Hit, der - wie vorher schon ganz Asien - nun Amerika in seinen Bann schlug.
Walter F. Parkes, der auch diesmal wieder mit Laurie MacDonald „The Ring 2“ produzierte, meint zu diesem Phänomen: „In den letzten Jahren wurde das Horror-Genre ja mehr und mehr eine Domäne für Slasher-Movies. Dabei gab es einmal eine Zeit, da waren Horror-Filme tatsächlich Mainstream in Hollywood und für die besten Regisseure, Autoren und Schauspieler von großem Interesse. Erinnern wir uns nur an solche Meisterwerke wie „Der Exorzist“, „Das Omen“ und „Rosemarys Baby“. Mit unserer „Ring“-Version wollten wir das Horror-Genre wieder auf dieses Niveau anheben. Und da zu unserer größten Überraschung der Film so erfolgreich war, wie wir es uns nie hätten träumen lassen, waren wir in der glücklichen Lage, den „Ring“-Mythos weiterführen zu können. Unser Hauptziel bei „The Ring 2“ war es, dem ersten Film voll und ganz gerecht zu werden.“
Um das zu erreichen, versammelten Parkes und MacDonald wieder die bewährte Riege, die schon „Ring“ zum Erfolg führten, also den Drehbuchautoren Ehren Kruger, der das Sequel schrieb, sowie drei der ausführenden Produzenten, Mike Macari, Roy Lee und Michele Weisler. Und natürlich am wichtigsten von allen: Naomi Watts als Journalistin Rachel Keller und David Dorfman als ihr Sohn Aidan.
„Ich glaube nicht, dass wir den ersten „Ring“ ohne Naomi hätten machen können. Und ganz sicher nicht den zweiten“, stellt Parkes sachlich fest. „Nach einer über zweijährigen Pause las Naomi das Drehbuch und war sofort wieder Rachel Keller, diese leicht ängstliche, aber dann wieder furchtlos-aggressive, und dabei doch so verletzbare, starke Frau. Sie ist wirklich eine Sensation.“
Dazu Watts: „Ein Sequel zu drehen ist eine ziemlich knifflige Angelegenheit, vor allem wenn das Original von den Fans des Genres so gut aufgenommen wurde. Auf der einen Seite wollen wir die Zuschauer natürlich keinesfalls in ihren Erwartungen enttäuschen – ohne uns freilich zu wiederholen. Auf der anderen Seite ist es schon toll, dass ich wieder eine Rolle spielen kann, die mir schon beim ersten Mal sehr viel gegeben hat und bei der ich jetzt die Möglichkeit habe, sie weiterzuentwickeln. Es ist also eine große Herausforderung und gleichzeitig auch ein großer Spaß.“
Gore Verbinski, der beim ersten Teil Regie führte und diesmal nicht zur Verfügung stand, schlug als Regisseur für die Fortsetzung keinen anderen als Hideo Nakata selbst vor. MacDonald erinnert sich: „Wir sprangen alle sofort auf diese großartige Idee an, mussten aber feststellen, dass Hideo an einen anderen Film gebunden war und somit nicht in Frage kam. Also entschlossen wir uns, den Film mit einem hochtalentierten Regisseur-Newcomer zu realisieren, was aber leider nicht richtig funktionierte. Da erfuhren wir, dass auch Hideos Filmprojekt geplatzt und er plötzlich frei für unser Projekt war. Es schien, als ob das Schicksal es eben doch so gewollt hatte, dass er - und kein anderer - bei „The Ring 2“ auf dem Regie-Stuhl sitzen sollte.“
Und Parkes fügt hinzu: „Hideo war ja auch deshalb genau der Richtige dafür, da er es nicht einfach als Job, sondern als große Aufgabe betrachtete, den Mythos, den er schließlich selbst kreiert hatte, auf Hollywood-Niveau weiterzuführen.“ MacDonald meint: „Natürlich war Hideos japanisches Original sehr stark. Und obwohl es mit einem kleinen Budget realisiert wurde, kam darin doch die große Vision und die ganz besondere Sensibilität des Filmemachers zum Ausdruck. Genau das hatte natürlich auch schon unseren ersten „Ring“ beeinflusst. Aber es war nun doch ein ganz besonderes Ereignis, dass bei „The Ring 2“ genau dieser Mann hinter der Kamera stand. Außerdem gab das Naomi, die ein großer Fan von „Ringu“ ist, sehr viel Auftrieb.“
Watts stimmt dem gerne zu: „Hideo ist ein ganz außergewöhnlicher Horrorfilm-Regisseur. Ich kannte sowohl „Ringu“ als auch seinen Film „Dark Water“ und vertraute ihm deshalb vollkommen. Er versteht nicht nur eine Geschichte in Bildern zu erzählen, sondern hat auch das nötige Timing dafür. Er weiß ganz genau, wie und wann er uns Dinge zeigt und wann es besser ist, dass er sich damit noch etwas Zeit lässt. Dass Hideo Regie führte, machte nicht nur sehr viel Sinn, sondern es war auch so, als ob sich dadurch ein Kreis geschlossen hätte.“
Mit „Ringu“, wie auch seinen anderen Filmen, ist es Nakata auf sehr kunst- und stilvolle Art und Weise gelungen, Schockelemente zu kreieren, die er vor allem in Geschichten einbettet, die von Rache, dem Bösen an sich und von unbeschreiblichem Grauen handeln. Nicht umsonst fand man Nakata letztes Jahr im Time Magazin auf der Liste der „100 einflussreichsten Personen der Welt“ in der Kategorie „Künstler und Entertainer“, aufgrund seiner stilbildenden Geister-Filme.
Auch bei „The Ring 2“ finden sich ganz bestimmte Motive aus seinen früheren Werken wieder: Allein lebende Mütter, Waisenkinder, rachsüchtige Geister, Wasser sowie gewisse Auswirkungen, die technologische Errungenschaften auf die Gesellschaft haben. In Nakatas Oeuvre sind so banale Rituale des Alltagslebens wie zum Beispiel das Klingeln eines Telefons oder das Zudrehen eines Wasserhahns mit nervenaufreibender Spannung aufgeladen. Dadurch wird aus Normalität wahrer Terror.
Oder wie es Ehren Kruger sieht: „Das Interessante an den ersten beiden japanischen „Ring“-Filmen war ja, was Hideo da an neuen Ideen und Erfindungen hineingepackt hatte. Auch diesmal hat er wieder viel Neues in das einfließen lassen, was er vor Jahren so einzigartig kreierte. Es war tatsächlich so, dass Hideo uns damit überraschte, dass er noch sehr viel mehr von seiner ganz eigenen Mythologie und seiner Sichtweise auf das Übernatürliche einbrachte. Es war ganz eindeutig ein großer Vorteil einen Regisseur zu haben, der die komplexe „Ring“-Thematik so gut wie kein Zweiter kannte. Schon beim ersten Film hatten wir ja versucht – ohne es je für möglich zu halten, dass er selbst einmal einen „Ring“-Film für uns machen würde -, seiner künstlerischen Vision eine Art Reverenz zu erweisen.“
Nakata wiederum legte Wert darauf, dass es Krugers Drehbuch war, das ihn veranlasste wieder zum „Brunnen des Bösen“ zurückzukehren. „Als ich das Drehbuch zu „The Ring 2“ las“, so Nakata, „fand ich es äußerst interessant, dass es sich von meinem Drehbuch zu „Ringu 2“ sehr unterschied. Und genau das gab mir schließlich die Möglichkeit, einer Geschichte auf die Spur zu kommen, die sich sowohl von meinem Original als auch von der US-Version von „Ring“ deutlich abhob.“
„Die große Herausforderung bei einem Sequel ist, dass es sowohl dem ersten Teil standhalten, als auch für sich selbst Bestand haben muss“, meint Kruger. „Und so war es von besonderer Bedeutung, dass wir wieder genügend gute Gründe dafür fanden, die Geschichte von Rachel und ihrem Sohn weiterzuerzählen, die auch plausibel machten, warum der böse Rachegeist ihnen das Leben erneut zur Hölle macht.“
„Zwischen den beiden Filmen gibt es allerdings einen wesentlichen Unterschied“, stellt MacDonald fest. „Bei „Ring“ wurde die Geschichte vor allem in Sinn-Bildern erzählt. Das Video beinhaltete nicht nur die ultimative Todesgefahr, sondern war auch die einzige Spur, die Rachel bei der Entschlüsselung des schrecklichen Geheimnisses einsetzten konnte. Es war also möglich, mittels dieser Bilder - fast wie anhand einer Landkarte - der Filmhandlung zu folgen. Diesmal ist die Geschichte nicht so metaphorisch, sondern basiert mehr auf Emotionen und ist auch viel tiefer in der Psyche der Protagonisten verankert. „The Ring 2“ beruft sich zwar auf Aspekte des ersten Teils, weitet diese aber enorm aus.“
Die Ausweitung des Ringes
In „Ring“ spielte Naomi Watts die Journalistin Rachel Keller, die alles daran setzt, das Geheimnis zu lüften, das hinter einem tödlichen Video steckt - nicht zuletzt um so ihr eigenes Leben und das ihres Sohnes zu retten. Dabei kommt Rachel einer furchtbaren Tragödie auf die Spur. Es ist die Tragödie von Samara Morgan, einem kleinen Mädchen, das von seiner Adoptivmutter in einem tiefen Brunnen zurückgelassen wird, mit der Absicht es dort umkommen zu lassen. Doch Samara stirbt nicht, sie überlebt gewissermaßen – und ist seither von blinder Rachsucht getrieben und hat nur noch ein Ziel: Tod und Verderben über die Menschen zu bringen. Außerdem findet Rachel noch heraus, dass die einzige Möglichkeit, Samaras Todesfluch zu brechen, darin besteht, dass man das todbringende Video kopiert - und weitergibt. Da Rachels Sohn ganz oben auf der Todesliste steht, entschließt sich Rachel zum Äußersten...
Dazu Nakata: „Der Film „Ring“ endet damit, dass Rachel das Video kopiert, um so ihren Sohn zu retten. Das aber bedeutet, dass sie dadurch Samaras Fluch in der ganzen Welt verbreitet. Der Fluch endet im ersten Film also nicht. Jetzt, zwei Jahre später, lebt Rachel mit ihrem Sohn in dem malerischen Städtchen Astoria, in Oregon. Es scheint alles ruhig und friedlich zu sein – aber natürlich ist es alles andere als das.“
Naomi Watts fügt hinzu: „Nach all dem, was geschehen ist, war Seattle für Rachel und ihren Sohn sicher nicht mehr der richtige Ort. Deshalb sind die beiden weit weg in ein kleines, beschauliches Städtchen gezogen. Rachel hat sich inzwischen sehr verändert. Sie muss ja schließlich immer noch mit diesem schrecklichen Geheimnis leben - und mit der großen Schuld. Immer wieder fragt sie sich: „Was habe ich getan? Welchen Schaden habe ich mit meiner Tat angerichtet?“ Dadurch ist sie zu einer Person geworden, die sehr isoliert lebt und in Hinblick auf ihren Sohn einen großen Beschützerinstinkt entwickelt hat. Als damals die ganze Geschichte ins Rollen kam, war es leicht, sie nicht gerade für die Beste aller Mütter zu halten. Sie war viel zu ichbezogen und karriereorientiert. Jetzt hingegen ist sie nur für ihr Kind da. Und die Ironie der Geschichte ist, dass sich diese schlechte Mutter in genau den Typ Mutter verwandelt hat, den Samara dringend braucht...“
„Tatsächlich übertreibt sie es bei diesem Film anfangs etwas mit dem Beschützen“, meint Parkes. „Sie weiß natürlich, dass sie allein dafür die Verantwortung trägt, dass sich das Böse so ungehindert in der Welt verbreiten konnte. Und es hat sich verbreitet, wie sie sehr bald feststellen muss. Und diesmal muss sie dem Horror selbst ins Auge blicken – und nicht, wie im vorigen Film, vor ihm davonlaufen oder anderen aufladen.“
Watts stimmt dem voll und ganz zu: „Natürlich weiß sie nur zu gut, dass sie die Einzige ist, die sich dem Horror entgegenstellen kann, denn nur sie weiß, wodurch er in die Welt kam und wie er sich verbreiten konnte. Sie ist, wie wir alle wissen, dabei durch die Hölle gegangen. Und sie wird wieder durch die Hölle gehen müssen, wenn das ganze Unheil sich ein weiteres Mal voll entfaltet.“
„Naomi spielt ihre Rolle mit sehr viel Gefühl“, sagt Nakata. „Als Heldin des Films muss sie sowohl in der Lage sein, Angst und Furcht ausdrücken zu können, als auch genügend Kraft und Stärke zu zeigen, die nötig sind, diesem bösen Geist erneut die Stirn zu bieten. Und ich bin der Meinung, das hat sie perfekt hingekriegt. Sie war immer hoch konzentriert und wirklich sehr gut darin, die Gefühle einer Mutter auszudrücken, die ihren Sohn beschützen will und dabei mit sehr unnatürlichen Gefahren konfrontiert wird.“
Rachels sensiblen Sohn Aidan spielt natürlich, wie auch schon im ersten Teil, David Dorfman, der mit Samara auf eine ganz besondere Art und Weise verbunden ist. Und dieser unheilvolle Bund wird im zweiten Teil noch weitaus lebensbedrohlicher.
MacDonald meint: „David hat diesmal eine viel anspruchsvollere Rolle als das letzte Mal, denn er ist nicht mehr nur Rachels süßer Sohn Aidan – jetzt verkörpert er auf gewisse Weise sogar Samara selbst. Seine Rolle war diesmal wirklich sehr komplex, aber er hat die Herausforderung blendend gemeistert. Außerdem haben sich er und Naomi bei den Dreharbeiten wunderbar verstanden. Es sah sogar manchmal so aus, als wären sie tatsächlich Mutter und Sohn.“
Für Dorfman war diese persönliche Nähe sehr wichtig, nicht zuletzt um die Filmfigur Aidan besser darstellen zu können. „Aidans einziger Bezugspunkt im Film ist seine Mutter Rachel. Er hat sonst niemanden – keinen Vater, keine Freunde -, nur Rachel und die alptraumhafte Erinnerung an Samara.“
Nakata meint hierzu: „ David Dorfmans Figur ist auch deshalb so schwierig zu spielen, weil er tatsächlich zu Samara wird. Das geschieht nicht etwa plötzlich, sondern in einem schleichenden Prozess. Wie ich das mit David während des Drehens klärte, war etwa so: „Okay, David. Auf der Samara-Skala stehst du in dieser Szene bei 25, 50 oder 75 Prozent.“ Es war natürlich eine ziemliche Vereinfachung, aber es funktionierte. David ist sehr intelligent und hat außerdem ein gutes Bauchgefühl. Er war auch immer sehr gut vorbereitet. Kurz, er hat hervorragende Arbeit geleistet.“
„Ich stellte mir einfach vor, dass ich gleich ein paar Figuren spielte“, erinnert sich Dorfman. „Ich war nicht nur Aidan, ich war auch Aidan/Samara und Samara/Aidan. Und am Ende des Films bin ich dann tatsächlich voll und ganz Samara.“
Abgesehen von ihrem Sohn Aidan hat Rachel nur noch zu einer Person Kontakt, nämlich zu ihrem Boss Max Rourke. Ihm gehört die Lokalzeitung The Daily Astorian, bei der Rachel jetzt arbeitet. Max hat zwar keinen blassen Schimmer von der Vorgeschichte, wird aber doch zunehmend neugierig und besorgt, als er Rachels Persönlichkeitsveränderung wahrnimmt. Max wird vom australischen Schauspieler Simon Baker gespielt, der frei bekennt, dass er eigentlich kein großer Fan des Horrorgenres ist, sich aber der Faszination von „Ring“ nicht entziehen konnte. „Der erste Film war eine wunderbare Kombination aus Horror-Movie und klassischem Drama. Der Horror war in dem schrecklichen Video begründet und das Drama entstand aus der komplizierten Mutter-Sohn-Beziehung. Das hat mir sehr gut gefallen und war auch der Grund, weshalb ich sehr gerne bei dem Sequel mitmachen wollte.
Zur Besetzung der Max-Rolle meint Parkes: „Wir wollten jemanden, der offen und sensibel genug war, um sich mit dem Schicksal von Rachel auseinander zu setzen, und der gleichzeitig genügend Stärke und Selbstvertrauen aufwies, um glaubhaft als eventueller Beschützer der beiden auftreten zu können. Wir sahen sehr schnell, dass Simon all diese Voraussetzungen erfüllt. Und es half sicher auch, dass Simon und Naomi alte Freunde sind. Die Chemie zwischen den beiden stimmte auf Anhieb. Das kann man auch auf der Leinwand sehen.“
Baker dazu: „Naomi und ich hatten zwar noch nie zuvor gemeinsam vor der Kamera gestanden, aber da wir schon viele Jahre miteinander befreundet sind, hatten wir ein instinktives Vertrauen zueinander, was dem Film sicher zugute kam. Mit Naomi kann man sehr viel Spaß haben, was gut war, denn schließlich arbeiteten wir an einem sehr düsteren Film. Es tat uns beiden wohl sehr gut, in den Drehpausen ein paar helle Momente zu haben.“
„Es war wirklich sehr schön mit jemanden einen Film zu drehen, den ich schon gut kannte“, meint Naomi. „Max sollte ja dieser sehr starke, sehr männliche Typ sein, der aber einen ganz sanften Charakter hat, sodass Rachel sich bei ihm sicher fühlen konnte. Außerdem erkennt Rachel, dass er auch nicht wirklich in diese Kleinstadt gehört. Und so fühlen sie sich durchaus etwas seelenverwandt.“
„Max und Rachel sind beide irgendwie Außenseiter, obwohl Max, den ich spiele, dort geboren wurde, dann zwar wegging, aber schließlich doch wieder zurückkehrte“, meint Baker. „Max interessiert sich für Rachel und fragt sich, warum sie so geheimnisvoll tut und so zurückgezogen lebt. Als Rachel ihm schließlich die Hintergründe eröffnet, kann er kaum glauben, was sie ihm da erzählt. Es klingt einfach zu verrückt. Es war gar nicht so einfach da die richtige Balance zu halten, nach dem Motto: ‚Okay, meine süße Freundin, du bist zwar komplett durchgeknallt, aber ich beschütze dich trotzdem und werde dir helfen.‘“
Max macht sich die größten Sorgen, als Aidan plötzlich mysteriöse Symptome entwickelt, die von der Ärztin des Astoria Hospital als ziemlich bedenklich eingestuft werden und für die sie Rachel verantwortlich macht. Elizabeth Perkins spielt die Ärztin und Psychologin, Dr. Emma Temple, die äußerst alarmiert ist, als Aidan mit nicht erklärbaren Symptomen einer extremen Unterkühlung ins Krankenhaus eingeliefert wird. Als sich Aidans Zustand noch verschlimmert, weiß Rachel, dass sie nur eine einzige Chance hat, dem grausamen Spuk ein Ende zu machen. „Samara ist inzwischen viel cleverer geworden, um sich auf Rachels Leben Zugriff zu verschaffen“, meint Naomi Watts. „Als Aidan diese seltsamen Dinge passieren, wird nur allzu klar, dass Samara mit den beiden noch lange nicht fertig ist. Von diesem Zeitpunkt an gilt es, Samaras Beweggründe zu erforschen und zu begreifen, warum sie so aggressiv ist und soviel Leid und Chaos in die Welt bringt. Dazu muss sich Rachel noch einmal den seelischen Abgründen stellen und zu den schrecklichen Ursachen zurückkehren, die das Unglück damals ausgelöst haben.“
MacDonald meint hierzu: „Rachel begreift, dass sie diesmal nicht davonlaufen kann... dass sie sich Samara stellen muss. Das Einzige, was sie unternehmen kann, ist, zum Ursprung von Samaras Unglück zurückzukehren – nur will sie nun nichts über Samaras Adoptivmutter erfahren, sondern über die leibliche Mutter.“
Rachels Odyssee führt sie in ein Irrenhaus, wo sie auf eine geheimnisvolle Frau mit dem Namen Evelyn trifft, die das Geheimnis von Samaras wahrer Herkunft kennt. „Als wir das Drehbuch entwickelten, wussten wir bereits, dass Evelyn eine Schlüsselfigur werden sollte“, sagt MacDonald. „Es ist im Film nur eine einzige Szene, aber eine ungeheuer wichtige – alle Elemente der Geschichte fließen in dieser Szene zusammen.“
Die Filmemacher sind überzeugt, bei der Besetzung von Evelyn einen wahren Casting-Coup gelandet zu haben: Sie wird von Oscar-Preisträgerin Sissy Spacek gespielt, die hier seit 1973, also seit ihrer Oscar-nominierten Darstellung der Titelrolle in Brian De Palmas Verfilmung des Stephen King-Romans „Carrie- Des Satans jüngste Tochter “, zum ersten Mal wieder in einem Horror-Film zu sehen ist. Parkes erinnert sich: „Als Sissys Name fiel, meinten alle im Raum: ‚Ob das wohl möglich wäre?‘ – denn sie ist ja nicht nur eine Oscar-preisgekrönte Schauspielerin, sondern leistet für Horror-Fans auch mit der klassischen Verbindung zu „Carrie – Des Satans jüngste Tochter“ einen großen Beitrag. Aber Sissy ist eine sehr seriöse Künstlerin, und sie war einfach wunderbar. Die Zusammenarbeit mit ihr war einer der echten Höhepunkte dieses Films.“
Nakata meint: „Ich war begeistert, als sie für die Rolle der Evelyn zusagte. Sie ist eine der besten Schauspielerinnen weit und breit, und das war bestimmt keine einfache Rolle. Sie ist nur in einer einzigen Szene, trägt aber in sich den Schlüssel dazu, wie Rachel mit Samara umgehen muss. Es ist eine sehr stille, aber gleichzeitig nervenaufreibende und verstörende Szene.“
Rachels Suche führt sie auch erneut auf die unheimliche Morgan Ranch zurück, wo sie auf den ortsansässigen Immobilienmakler Martin Savide trifft, der die Ranch an unwissende Käufer abstoßen will. In einem der heitereren Momente des Films hat Gary Cole – bestens bekannt aus seinen Rollen in der TV-Serie „Office Space“ und dem Comedy-Hit „Voll auf die Nüsse“ – einen Cameo-Auftritt als Makler, der die grausige Geschichte der Ranch vor Rachel verbergen will – nicht wissend, dass sie nur allzu gut über deren fürchterliche Vergangenheit informiert ist.
Zum Schauspielensemble gehören außerdem auch Emily VanCamp (aus der TV-Serie „Everwood“) und Ryan Merriman, der in „Steven Spielberg’s Taken“ zu sehen war – gemeinsam spielen sie die Teenager, die eine katastrophale Begegnung mit dem verfluchten Video haben.
Der Ring des Todes
Im Mittelpunkt des geheimnisvollen „The Ring 2“ steht Samara selbst; Drehbuchautor Ehren Kruger bezeichnet sie als „Racheengel – oder eher Dämon – aller verlassenen Kinder. Denn in vielerlei Hinsicht ist ihr Verhalten, so grausam und zerstörerisch es auch wirkt, aus dem Blickwinkel eines ungerecht behandelten Kindes völlig nachvollziehbar und verständlich. Trotz ihres monströsen Aussehens ist sie eine tragische Figur.“
Hideo Nakata stimmt dem zu: „Wir können Angst, aber auch Mitgefühl empfinden – was oft die Schlüsselelemente in japanischen Geistergeschichten sind. Und da „Ring“ ja ursprünglich ein japanischer Roman war, findet sich diese Dualität auch hier wieder.“
„Mehr als alles andere geht es hier um die Gegenüberstellung von Unschuld einerseits und dem reinen Bösen andererseits“, meint Parkes. „Da ist dieses unschuldige kleine Mädchen in einem weißen Kleid, langes schwarzes Haar bedeckt ihr Gesicht und verdeckt ihre wahren Absichten... ein hilfloses kleines Mädchen, das in Wahrheit mächtiger ist, als man sich jemals vorstellen könnte."
Kelly Stables, die Schauspielerin, die schon in „Ring“ eine von Samaras Doubles verkörperte, spielt in der Fortsetzung nun die Evil Samara. Obwohl sie ironischerweise panische Angst vor Horrorfilmen hat, bereitete sie sich auf ihre Rolle vor, indem sie sowohl „Ringu“ als auch „Ring“ ansah, um Samaras physische Eigenheiten einzufangen. „Samaras besondere Körpersprache ist für die Rolle von grundlegender Bedeutung“, meint sie. „Samara hat ganz typische Abläufe, sie bewegt sich im Stakkato. Und wenn ich vollständig geschminkt war, habe ich mich vor mir selbst gefürchtet!“
In „The Ring 2“ ist Samara ausschließlich in ihrem bösartigsten Zustand zu sehen, weshalb Kelly Stables auch täglich eine mindestens fünfstündige Make-up-Sitzung durchzustehen hatte. Der sechsmalige Oscarpreisträger Rick Baker, verantwortlich für das Spezialeffekte-Make-up, erschuf bereits für „Ring“ Samaras Look sowie die grotesken, verzerrten Gesichter ihrer Opfer. In „The Ring 2“ mussten er und sein Team die attraktive Mittzwanzigerin Stables in den Geist eines jungen Mädchens verwandeln, der die Narben eines schauerlichen Todes und des Lebens danach in einem tiefen, dunklen Brunnenschacht trägt.
Hideo Nakata erzählt: „Rick und ich haben ausführlich darüber gesprochen, wie viel wir von Samaras Gesicht zeigen sollten; wir sind beide zu dem Schluss gekommen, dass in diesem Fall weniger mehr ist. Er mochte den Ansatz, in „Ringu“ nur eines von Samaras Augen zu zeigen, also konzentrierten sich Rick und sein Team stärker auf das Aussehen ihres gesamten Körpers, auf die Art, wie ihr Haar ihr Gesicht bedeckt, und auf die Details an Armen und Beinen. Es ist eine sehr ausgefeilte Arbeit, und Samaras Make-up musste praktisch vor jedem Take überarbeitet werden.“
Rick Baker fügt hinzu: „Am beängstigenden war bei Samara im ersten Teil, dass man nur ihre Haare sieht und nicht wirklich erkennt, was sich darunter verbirgt. Nichts ist furchteinflößender als die eigene Phantasie.“
Die Verwandlung von Stables zog sich über Stunden hin und begann damit, dass sie von Kopf bis Fuß mit einem Spray in geisterhafte Blässe eingefärbt wurde. Dann wurden im Airbrush-Verfahren die blauen Venen aufgetragen, die sich durch die weiße Haut abzeichnen. Da die Schauspielerin Mitte 20 ist, wurden besondere Accessoires erschaffen, damit ihr Gesicht kindlicher wirkt – obwohl ihr Antlitz meist von dem langen, dunklen Haar verdeckt wird.
Für Samaras Körper führte Baker lange forensische Recherchen durch um zu erfahren, was mit einem Körper geschieht, der lange im Wasser gelegen hat. „Man kennt das ja, wenn man lange gebadet hat und die Hände so schrumpelig werden; mit der Zeit wird das nur noch schlimmer“, erklärt Baker. „Genau dieses Aussehen wollten wir auch erzielen.“ Dafür wurden Hunderte Einzelteile kreiert, die überall auf Stables Händen, Armen, Beinen und Füßen befestigt wurden. Es waren so viele Kleinteile, dass Baker seufzt: „Es war schwer festzustellen, was genau wohin genau gehörte, also fertigten wir kleine „Landkarten“ dafür an und legten die Reihenfolge fest, in der sie aufgetragen werden mussten.“ Außerdem musste jedes Teilchen mehrmals vorhanden sein – denn jedes konnte nur ein einziges Mal verwendet werden und wurde dann weggeworfen.
Doch die wahrscheinlich größte Herausforderung für das Make-up-Team lag wohl darin, diese Teile auch wasserbeständig zu machen. „Wir haben eine neue Technik entwickelt und unsere Einzelteile aus dem gleichen Material gefertigt wie Prothesen zum Aufkleben, sodass sie auch besonders durchscheinend wirken. Uns gefiel dieser Look, aber besonders die Beständigkeit im Wasser war wichtig. Wir haben wirklich gut haltbaren Klebstoff verwendet...!“
Der Nachteil dieser Prozedur bestand darin, dass es fast genauso lange dauerte, das Make-up zu entfernen, wie es gedauert hatte, es aufzutragen. Doch trotz der vielen Stunden, die Kelly Stables am Beginn und am Ende eines jeden Drehtages in der Maske verbringen musste, sagt Baker über sie: „Kelly hat sich toll gehalten. Sie hatte während der gesamten anstrengenden Prozedur immer gute Laune.“
Samaras augenscheinlichstes Markenzeichen, ihr langes, schwarzes Haar, war eine aus echtem menschlichen Haar geknüpfte Perücke. Kelly Stables musste außerdem maßgefertigte Kontaktlinsen tragen, um blind zu wirken – was dazu führte, dass sie nicht gut sehen konnte. Durch das weiße Kleid war Stables‘ Verwandlung in Evil Samara dann vollständig gelungen.
Die Nuancen des Ringes
Die Dreharbeiten zu „The Ring 2“ begannen in Downtown Los Angeles, wo die Nachrichtenredaktion des ehemaligen Los Angeles Herald Examiner-Gebäudes als Büro des The Daily Astorian diente. Die real existierende Zeitung der Gemeinde von Astoria, im US-Bundesstaat Oregon, war so großzügig es den Filmemachern zu gestatten, ihren wirklichen Namen und Schriftzug im Film zu verwenden.
Weitere Drehorte in Kalifornien, die in der Anfangsphase der Dreharbeiten zum Einsatz kamen, waren auch das St. Luke Hospital in Pasadena, die Mary Adrews Clark Residence – ein um 1912 errichteter Apartment-Komplex, der sich in der Gegend von Mid-Wilshire befindet und heute ein Frauenhaus ist – sowie das Terminal Annex-Gebäude in Downtown Los Angeles.
Nach dreiwöchigen Dreharbeiten in und um Los Angeles zog die Produktion in das seltsam altmodische und pittoreske Städtchen Astoria, in Oregon, wo das oft wolkenverhangene Wetter viel dazu beitrug, dem Film seinen düsteren Unterton zu verleihen. Astoria liegt auf einer Halbinsel und hat eine Beziehung zum Wasser, die mit einem der großen Themen der Geschichte absolut im Einklang steht. Hideo Nakata erläutert die Bedeutung des Wassers im Film: „Ich stamme aus Japan, einer von Wasser umzingelten Insel. Durch Naturkatastrophen kann Wasser zu einem Symbol für den Tod werden, also haben Japaner eine angeborene Angst vor dem Wasser, und das beeinflusst mich. Und in diesem Film ist Wasser natürlich ein Symbol für Samaras bösartigen Geist, denn sie musste lange Zeit auf dem Grund eines tiefen, dunklen Brunnens ausharren.“
Ehren Kruger fügt an: „Symbolisch ist Wasser die Quelle des Lebens – aber es ist auch ein Umfeld, in dem wir nicht auf natürliche Weise überleben können. Also bildet Wasser die perfekte elementare Metapher für beides, Leben und Tod.“
Das Thema Wasser hatte auch großen Einfluss auf die Farbnuancen, die im Film eingesetzt werden. Produktionsdesigner Jim Bissell erklärt: „Wasser ist im Film sehr bedeutsam, und das hatte zur Folge, dass meist auf kalte Blau- und Grüntöne zurückgegriffen wurde. Der grau verhangene Himmel, der oft an der Nordwest-Pazifikküste auftritt, beeinflusste die Farbwahl ebenfalls. Es ist ein sehr monochromatischer Look, wirkt etwas klaustrophobisch – und das ist das perfekte Setting für unseren Horror-Film. Meiner Meinung nach ist alles noch viel beängstigender, wenn man nicht großartig ankündigt, dass gleich etwas Grausiges geschehen wird. Man nimmt einfach eine Umgebung, die ganz natürlich wirkt, fast einladend – und verändert nur ein wenig die Lichtintensität, und schon befällt einen diese unheilvolle Ahnung...“
Zu diesem Zweck arbeitete Bissell bei der gesamten Farbpalette eng mit Kameramann Gabriel Beristain zusammen, der meint: „Wir mussten berücksichtigen, dass das Wasser in diesem Film ein wiederkehrendes Thema ist, genau wie das Grün der idyllischen ländlichen Umgebung. Deshalb haben wir dichte Pastellfarben und intensive Primärfarben vermieden und stattdessen auf Blau, Grün, Grau und Erdtöne zurückgegriffen.“
Beristain setzte auch das wechselvolle Wetter zu seinen Zwecken ein: „Rachel sehnt sich nach Normalität und nach einer friedvollen Umgebung, einer Welt, in der sie die Alpträume der Vergangenheit vergessen kann. Also kamen uns auch sonnige Tage gelegen, denn wir sind in einer neuen Welt, einer neuen Zeit, einer neuen Stadt. Doch das Klima in Astoria ist sehr wechselhaft – die Sonne kann scheinen, doch schon fünf Minuten später gießt es wie aus Eimern.“
Um die Szenen zu harmonisieren, entschlossen sich die Filmemacher dazu, jede Einstellung zu befeuchten, wie Beristain sagt: „Für alle Fälle eben. Und das erwies sich als wunderschön – diese Stimmung, wenn sich die Sonne nach einem Regenschauer wieder zeigt und alles glitzert. Egal welches Wetter uns Astoria zu bieten hatten – wir haben das Beste daraus gemacht. Man konnte ja nicht auf das perfekte Wetter warten – also war unser perfektes Wetter eben die Unvorhersehbarkeit des Klimas in Astoria.“
Als Verstärkung der unheilvollen Beziehung zwischen den Tieren und der bösartigen Ausstrahlung von Samara wurde Rachels und Aidans verstörende Begegnung mit einer Rotwildherde auf den von Bäumen gesäumten Straßen des Nationalparks von Fort Stevens gedreht, der in Hammond, Oregon, knapp 16 Kilometer außerhalb von Astoria liegt. Aus praktischen Gründen und zur Einhaltung der Tierschutzgesetze wurde kein echtes Rotwild eingesetzt, denn sie sind bekanntlich schwer zu dressieren. Stattdessen wurde das Wild per Computeranimation generiert; verantwortlich dafür waren die Visual Effects Supervisor Betsy Patterson und ihr Team von Rythm & Hues.
Die Einbeziehung des Rotwildes in die Geschichte war für Regisseur Hideo Nakata sehr bedeutsam, denn im alten Japan galten sie als heilige Tiere – göttliche Boten, die auch heute noch als nationaler Schatz gehütet werden.
Der Brunnen
Nach Abschluss der Dreharbeiten in Astoria kehrten die Filmemacher nach Los Angeles zurück. Die Schlussszenen wurden dann in den Soundstages der Universal Studios und der LA Center Studios gedreht. Erneut spielte Wasser eine grundlegende Rolle in zwei der wichtigsten Szenen des Films. Die erste spielt in Max‘ Badezimmer, wo das Wasser von Samaras Anwesenheit wortwörtlich zurückweicht. Wie in einer Anti-Schwerkraft-Kammer drängt das Wasser aus der Badewanne hinaus und überzieht Wände und die Decke, bevor es flutartig herabströmt. Nakata erklärt: „Der Grundgedanke lautet, dass Samara, die lange Jahre auf dem Grund eines Brunnens ausharren musste, nun die Macht hat, Wasser zu verdrängen.“
Um diese Szene zu realisieren, benutzte der Koordinator der Spezialeffekte, Pete Chesney, zwei verschiedene Badezimmer-Sets. Eines war ein vollständig auf dem Kopf stehendes Badezimmer, in dem ca. 100 dünne Drähte alle Handtücher und Vorhänge an Ort und Stelle hielten. Somit konnte man die „Decke“ mit einer kleinen Pfütze fluten. Danach wurde im richtig herum konstruierten Badezimmer gedreht, in welchem das Team eine Reihe von sieben langen, schmalen Tanks aus durchsichtigem Kunststoff eingebaut hatte. Die Tanks wurden zeitversetzt und der Reihe nach geöffnet, sodass sich das Wasser von einer Seite des Raums zur anderen hin ausbreitete. Mehrere Kameras wurden eingesetzt, um diese Sequenz einzufangen, wobei einige davon in Hochgeschwindigkeit drehten, um die Bilder dann in Zeitlupe zur Geltung zu bringen. Betsy Pattersons Team vervollständigte dann die Szene, indem alle visuellen Elemente integriert und vergrößert wurden.
Die letzten Drehtage zu „The Ring 2“ gehörten auch zu den schwierigsten, denn sie spielten im schrecklichen Brunnen, in dem Samara zu Tode kam und in den sie Rachel erneut hineinzieht. Die symbolträchtige Lichtung mit der Brunnenöffnung, die zu Beginn des verfluchten „Ring“-Videos erscheint, wurde in den L.A. Center Studios in Los Angeles erschaffen. Produktionsdesigner Jim Bissell und seine Crew füllten das gesamte Stage 1 mit frisch ausgelegtem Rasen und 220 Erlen, umgeben von einem gigantischen Green-Screen, auf welches das Spezialeffekte-Team dann das Bild einer steilen Klippe am Rande der Lichtung projizierte.
Für den Höhepunkt in der Verfolgungsszene im Brunnen wurden mehrere Sets, sowohl trockene als auch wassergefüllte, für die Innenaufnahmen in zwei Soundstages in den Universal Studios errichtet. Nakata meint: „Für mich war es die dritte Rückkehr zum Brunnen-Drehort, und das vermittelte mir ein sehr klaustrophobisches Gefühl. Es war sehr hart, dort zu arbeiten.“
Naomi Watts gibt zu: „Es ist etwas sehr Unheimliches daran, dort drinnen zu sein – obwohl man weiß, dass es gar nicht echt ist. Es war ein tolles Set.“ Die Schauspielerin hat auch die meisten der Klettersequenzen unter der Anleitung von Stunt-Koordinator Keith Campbell selbst absolviert. Ein Double wurde eingesetzt, um die Sequenz auszuarbeiten, dann wurden Watts die Sicherheitsleinen angelegt und sie begann mit dem Einsatz. „Die Arbeit in diesem Klettergeschirr ist wahnsinnig unbequem“, sagt Campbell. „Unglücklicherweise ist es auch ein sehr steiler Winkel, und die Steine waren unglaublich hart. Es waren ja keine echten Steine, aber genauso hart wie echte, und außerdem war alles feucht, rutschig und voller Moos. Es roch sogar feucht und faulig, also war die Arbeit extrem hart – doch Naomi hat einen großartigen Job gemacht.“
Samaras unnatürliche, spinnenartige Bewegungen machten die Verfolgungsjagd noch furchterregender. Nakata offenbart: „Samaras Bewegungen werden immer verrückter, also haben wir darüber beraten, wie das umzusetzen wäre – vielleicht sogar mit Computeranimation -, aber ich war der Überzeugung, das würde in der Szene nicht funktionieren.“ Stattdessen engagierte man Bonnie Morgan, eine professionelle Stuntfrau und Kontorsionistin, die ihre einzigartige Schlangenmensch-Begabung bereits in Filmen wie „Minority Report“ und „Men in Black 2“ zur Geltung brachte. Als Stunt für Samara im Brunnen verdrehte Morgan ihre Arme und Beine so gekonnt, dass Samaras bizarre Bewegungen wahr werden konnten.
Beunruhigendes
Auch hinter der Kamera spielten sich einige bizarre Ereignisse ab - während der gesamten Produktion von „The Ring 2“ wurde man wiederholt von verstörenden Vorfällen heimgesucht.
Die eigenartigen Geschehnisse begannen am 20. Mai 2004, der zufällig auch der „siebte Tag“ der Produktion war. Frühmorgens traf das Personal ein und stellte fest, dass die Büroräume unter Wasser standen. Obwohl als Ursache schon bald ein Rohrbruch ausgemacht werden konnte, bedeutete die Überflutung – die in so engem Zusammenhang mit einem großen Thema des Films zu stehen schien – für manche ein Omen bezüglich zukünftiger Ereignisse.
Um mögliche Schwierigkeiten für die Zukunft aus dem Weg zu räumen, ließ Regisseur Hideo Nakata eine japanische Reinigungszeremonie durchführen, die vom Shinto-Priester Igawa geleitet wurde, und zwar sowohl in den überfluteten Büroräumen als auch an den Sets. Walter Parkes erinnert sich: „Ich habe mir den Tagesplan angeschaut, und darauf stand: 8.30 Uhr – Reinigungszeremonie. Ich habe schon bei über 30 Filmen mitgearbeitet, so etwas war mir jedoch noch nie untergekommen. Also wollte ich es auf keinen Fall verpassen“, meint er lachend. „Es war großartig. Und meiner Meinung nach hat es die Schauspieler und die Crew schon früh zusammengeschweißt.“
Und obwohl die Dreharbeiten nun gesegnet worden waren, setzte sich eine Kette höchst eigenartiger Ereignisse fort.
An einem Drehort ließ sich urplötzlich ein Schwarm aus Tausenden von Bienen auf den Lkw mit der Ausstattung nieder, was die sofortige Evakuierung der gesamten Abteilung zur Folge hatte – worauf die Bienen so schnell wieder verschwanden, wie sie gekommen waren.
Ohne erkennbaren Grund brach im Produktionsbüro ein 20-Liter-Wasserkanister urplötzlich auseinander und setzte so genau die Räume, die erst vor wenigen Wochen durch den Rohrbruch beschädigt worden waren, erneut unter Wasser.
An einem Morgen in den Universal Studios trat ein Mitarbeiter der Kostümabteilung aus der Garage, nur um festzustellen, wie ein gehörnter Rehbock über den Asphalt in ihre Richtung rannte. Obwohl es relativ häufig vorkommt, dass Wild aus den umliegenden Hügeln auf das Studiogelände gerät, war die Ähnlichkeit mit der Rotwild-Attacke im Film schon beängstigend.
Diese Vorfälle brachten etliche Mitarbeiter und Schauspieler zu der Annahme, Samaras Anwesenheit mache sich irgendwie bemerkbar.
Nakata meint: „Die Vorstellung einer Schwelle zwischen der Realität und einer anderen Welt kann sehr beängstigend sein, und ich denke, Samaras Anwesenheit ist in diesem Film viel greifbarer als in den vorangehenden. Samara ist nicht nur auf dem TV-Bildschirm, sie ist direkt an deiner Seite. Und das löst unter den Zuschauern dieses Film wohl die größte Furcht aus.“
Cast und Crew
Naomi Watts
Für ihre Rolle in Alejandro González’ Iñárritus Drama „21 Gramm“, an der Seite von Sean Penn und Benicio Del Toro, erhielt Naomi Watts eine Oscar-Nominierung als Beste Schauspielerin. Ihre herzzerreißende Darstellung einer trauernden Mutter und Witwe brachte ihr außerdem den Screen Actors Guild (SAG) Award ein sowie Nominierungen für einen BAFTA und den Critics Choice Award. Zusätzlich wurde sie hierfür von etlichen Kritikerverbänden als Beste Schauspielerin ausgezeichnet, darunter auch von der Los Angeles Film Critics Association, gewann auf dem Filmfestival in Venedig 2003 den Publikumspreis als Beste Schauspielerin und wurde auf dem Palm Springs Film Festival geehrt.
Zu ihren neueren Filmen gehören Hauptrollen in drei sehr unterschiedlichen Independent-Produktionen: David O. Russells „I Heart Huckabees“ mit Jude Law und Dustin Hoffman, „We Don’t Live Here Anymore“ mit Laura Dern, Peter Krause und Mark Ruffalo sowie „The Assassination of Richard Nixon“ mit Sean Penn und Don Cheadle.
Demnächst wird sie neben Ewan McGregor in Marc Fosters dramatischem Thriller „Stay“ zu sehen sein. Zurzeit befindet sie sich in Neuseeland bei den Dreharbeiten zu einem Remake des Klassikers „King Kong“ unter der Regie von Peter Jackson. Naomi Watts spielt Ann Darrow, Adrien Brody verkörpert Jack Black.
Zu internationalem Ruhm kam Naomi Watts erstmalig durch ihre Rolle in David Lynchs kontroversem Drama „Mulholland Drive“, der im Jahre 2001 auf dem Filmfestival in Cannes Premiere feierte. Ihre Darstellung einer ehrgeizigen Jungschauspielerin brachte ihr verschiedene Auszeichnungen von Kritikerverbänden ein, darunter den Preis der National Society of Film Critics, außerdem vom National Board of Reviews den Preis als Beste Bahnbrechende Darstellung einer Schauspielerin sowie den Breakthrough Acting Award auf dem Hollywood Film Festival 2002. Zusätzlich wurde sie auf der ShoWest Convention 2002 zum Female Star of Tomorrow ernannt.
Daraufhin übernahm sie eine Hauptrolle in Gore Verbinskis Horror-Hit „Ring“, wirkte neben Kate Hudson, Glenn Close und Stockard Channing im Schauspieler-Ensemble der Merchant-Ivory-Produktion „Eine Affäre in Paris“ mit und war neben Heath Ledger und Rachel Griffiths in „Ned Kelly“ zu sehen.
Naomi Watts wurde in England geboren und zog mit 14 Jahren nach Australien, wo sie Schauspielerei studierte. Ihre erste große Filmrolle hatte sie in John Duigans „Flirting – Spiel mit der Liebe“ an der Seite von Nicole Kidman. Sie war Produzentin und Hauptdarstellerin des Kurzfilms „Ellie Parker“, der 2001 auf dem Sundance Film Festival im Wettbewerb lief, und für den sie auf dem Method Fest mit dem Preis als Beste Darstellerin in einem Kurzfilm ausgezeichnet wurde.
Simon Baker
Der gebürtige Australier Simon Baker erhielt für seine Arbeit in der TV-Serie „The Guardian“ eine Golden Globe-Nominierung und ist dabei, sich ein beeindruckendes Film-Oeuvre zu schaffen. Nach „The Ring 2“ wird er demnächst neben Dennis Hopper, John Leguizamo und Asia Argento in einer Hauptrolle in „Land of the Dead“ zu sehen sein, dem vierten Teil der lang erwarteten „Dead“-Serie von George A. Romero. Baker spielt einen Soldaten, der die drohende Zombie-Gefahr in einem panzerähnlichen Fahrzeug mit dem Namen Dead Reckoning bekämpfen soll. Derzeit probt er gerade für einen Film, in dem es um eine Liebesgeschichte zwischen Menschen verschiedener Hautfarbe geht; er spielt neben Sanaa Lathan die Hauptrolle.
Zu seinen neuesten Filmen gehört z.B. die Independent-Produktion „Book of Love“, der 2004 auf dem Sundance Film Festival im Wettbewerb lief. Drehbuch und Regie waren von Alan Brown, zu den Hauptdarstellern gehörten auch Gregory Smith und Frances O’Connor. In einer Nebenrolle war Simon Baker außerdem in Ang Lees von der Kritik gefeiertem Film „Ride With the Devil – Die Teufelsreiter“ zu sehen, der 1999 auf dem Filmfestival in Deauville sowie auf einer Galavorstellung im Rahmen des Toronto Film Festivals 1999 gezeigt wurde. Zu seinen weiteren Filmen gehören u.a. Curtis Hansons Oscar-preisgekröntes Drama „L.A. Confidential“, „Das Halsband der Königin“, „Red Planet“, „Sunset Strip“, „Love From Ground Zero“, „Judas Kiss“ und „Restaurant“.
Im Fernsehen war er von 2001 bis 2004 in der TV-Serie „The Guardian“ zu sehen. Er spielte einen sturen Anwalt, der dazu verurteilt wurde, in der Jugendfürsorge zu arbeiten, nachdem er wegen Drogenbesitzes für schuldig befunden wurde. Für die erste Serien-Staffel wurde Baker von der Hollywood Foreign Press Association mit einer Golden Globe-Nominierung als Bester Darsteller in einer Serie bedacht.
David Dorfman
In „The Ring 2“ spielt David Dorfman wieder die Rolle von Aidan Keller, die er bereits 2002, im Alter von 9 Jahren, im ersten Teil des Horror-Hits „Ring“ innehatte.
Sein Spielfilmdebüt gab er im Jahr 2000 mit dem gefeierten Drama „Panic – Der Tod hat Tradition“, in der Rolle als William H. Macys Sohn. Daraufhin spielte er im romantischen Drama „Bounce – Eine Chance für die Liebe“ den Sohn von Gwyneth Paltrow; 2003 war er im Remake des Horror-Streifens „Michael Bay‘s Texas Chainsaw Massacre“ auch als Jedidiah zu sehen. Zu seinen weiteren Filmen gehören die Independent-Produktion „100 Mile Rule“ und die Musical-Komödie „The Singing Detective“, in der er den jungen Robert Downey, Jr. spielt.
Im Fernsehen hatte er die zentrale Hauptrolle als Charles Wallace Murry in der Miniserie „A Wrinkle in Time“ inne, basierend auf dem beliebten Kinderbuch von Madeleine L’Engle. Außerdem spielte er die Rolle von Rocky Tardio im Serienerfolg „Joan of Arcadia“; zu seinen weiteren TV-Auftritten gehören auch „The Invisible Child“, die Rolle als Kathleen Quinlans Sohn in der Serie „Family Law“ sowie eine Gastrolle in „Ally McBeal“ als Sohn von Robert Downey Jr.
Sissy Spacek
Seit über drei Jahrzehnten gehört Sissy Spacek zu den angesehensten Schauspielerinnen in Hollywood. Zu ihren vielen Auszeichnungen gehören auch ein Oscar, fünf Oscar-Nominierungen, drei Golden Globe Awards und unzählige Preise von Kritikerverbänden.
1972 erregte sie zum ersten Mal die Aufmerksamkeit der Kritik und des Publikums mit ihrer Darstellung in Terrence Malicks hoch gelobtem Drama „Badlands – Zerschossene Träume“, in dem sie neben Martin Sheen zu sehen war. 1976 bekam sie für ihre furchteinflößende Darstellung der Titelrolle in Brian De Palmas „Carrie – Des Satans jüngste Tochter“, basierend auf Stephen Kings gleichnamigem Roman, ihre erste Oscar-Nominierung und wurde mit dem National Society of Film Critics Award ausgezeichnet. Im Jahr darauf erhielt sie für ihre Arbeit in Robert Altmans „Drei Frauen“ den New York Film Critics Award.
1980 spielte sie die Hauptrolle der Loretta Lynn in der gefeierten Filmbiographie „Nashville Lady“, und gewann hierfür sowohl einen Oscar als auch einen Golden Globe. Für ihre Verkörperung dieser Country-Music-Legende wurde sie außerdem mit weiteren Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem New York Film Critics Award, dem Los Angeles Film Critics Award, dem National Board of Review sowie dem National Society of Film Critics Award.
Im folgenden Jahr wurde sie erneut für einen Golden Globe nominiert, und zwar für ihre Rolle in „Der geheimnisvolle Fremde“ unter der Regie ihres Ehemannes, Jack Fisk. 1982 bekam sie ihre dritte Oscar- und Golden Globe- Nominierung für Costa-Gavras Drama „Vermisst“ an der Seite von Jack Lemmon; die vierte Oscar- und Golden Globe-Nominierung wurde ihr 1984 für „Menschen am Fluss“ zuteil, in dem sie an der Seite von Mel Gibson zu sehen war.
1987 bekam Sissy Spacek für die schwarze Komödie „Verbrecherische Herzen“ ihre fünfte Oscar-Nominierung und wurde auch mit einem weiteren Golden Globe und dem New York Film Critics Award ausgezeichnet. Ihre jüngste Oscar-Nominierung wurde ihr für „In the Bedroom“ zuteil, in dem sie eine um ihren ermordeten Sohn trauernde Mutter spielt; für diese Rolle wurde sie zusätzlich mit einem Golden Globe, einem Independent Spirit Award, einem AFI Award als Beste Schauspielerin sowie etlichen Preisen der Kritikerverbände ausgezeichnet, darunter dem Preis der Filmrezensenten in Los Angeles, in New York und dem des Broadcast Film Critics-Verbandes. Außerdem erhielt sie für diesen Film zwei SAG-Award-Nominierungen, eine in der Kategorie Herausragende Hauptdarstellerin, die andere gemeinsam mit den übrigen Schauspielern in der Kategorie Herausragende Besetzung.
Zu ihren weiteren Filmen gehören u.a. „A Home at the End of the World“, „The Straight Story – Eine wahre Geschichte“, „Eve und der letzte Gentleman“, „Der Gejagte“, „Die Grasharfe“, „JFK- Tatort Dallas“, „Der lange Weg“, „Nacht, Mutter“ und „Marie – Ein Mutter in Angst“. Demnächst wird sie in “Nine Lives”, der 2005 auf dem Sundance Film Festival Premiere feiert, sowie in anderen Kinofilmen zu sehen sein, darunter „An American Haunting“.
Auch für ihre Fernsehfilme wurde Sissy Spacek mehrmals ausgezeichnet und war in etlichen hochkarätigen Produktionen zu sehen. Emmy-Nominierungen erhielt sie z.B. für ihre Darstellung der Zelda Fitzgerald in „Last Call“ sowie für ihre Arbeit in Tommy Lee Jones Western „The Good Old Boys; für „Midwives“ und „A Place for Annie“ wurde sie jeweils für einen SAG-Award nominiert. Zu ihren weiteren TV-Filmen gehören u.a. „If These Walls Could Talk“, „Beyond the Call“, „Streets of Laredo“ und „A Private Matter“.
Elizabeth Perkins
Elizabeth Perkins ist dem Kinopublikum gut bekannt seit ihrer Rolle in Penny Marshalls Erfolgskomödie “Big”, in der sie an der Seite von Tom Hanks zu sehen war.
Sie ist in New York geboren und in Vermont aufgewachsen, studierte an der renommierten Goodman School of Drama in Chicago und begann ihre Schauspielkarriere auf der Bühne. Nach ihrer Rückkehr nach New York gab sie ihr Theaterdebüt mit Neil Simons „Brighton Beach Memoirs“ und spielte dann im Playwrights’ Horizon, dem Ensemble Studio Theatre, auf dem New York Shakespeare Festival sowie am Steppenwolf Theater. Jüngst stand sie in John Patrick Shanleys schwarzer Komödie „Four Dogs and a Bone“ im Geffen Playhouse in Los Angeles auf der Bühne.
Ihr Spielfilmdebüt gab sie 1986 in Edward Zwicks „Nochmal so wie letzte Nacht“, einer Filmadaption von David Mamets Theaterstück „Sexual Perversity in Chicago“. Zu ihren weiteren Filmen gehören u.a. „Big“, Robert Greenwalds Drama „Sweet Hearts Dance – Liebe ist mehr als nur ein Wort“ mit Susan Sarandon und Jeff Daniels, Alan Rudolphs romantischer Thriller „Die Liebe eines Detektivs“ mit Tom Berenger, Barry Levinsons „Avalon“ und Randa Haines Drama „Der Doktor – Ein gewöhnlicher Patient“ mit William Hurt. Außerdem war sie in zwei klassischen Familienfilmen zu sehen: Die Kinoversion von „Familie Feuerstein“, in der sie die Steinzeit-Hausfrau Wilma Flintstone spielte, sowie das Remake des Feiertags-Klassikers „Das Wunder von Manhattan“.
Zu ihren weiteren Filmen zählen z.B. „Na typisch!“ mit Kevin Bacon, „Indian Summer – Eine wilde Woche unter Freunden“, „Moonlight & Valentino“ mit Whoopi Goldberg, Gwyneth Paltrow und Jon Bon Jovi, Antonio Banderas „Verrückt in Alabama“, „28 Tage“ mit Sandra Bullock und „Cats and Dogs – Wie Hund und Katz“. Außerdem synchronisierte sie auch eine Rolle im Animations-Blockbuster „Findet Nemo“. Demnächst wird sie u.a. in „Kids in America“, „Fierce People“ und „Must Love Dogs“ zu sehen sein.
Im Fernsehen war sie als Marilyn Lovell in der von Tom Hanks produzierten Miniserie „From Earth to Moon“ zu sehen; zu ihren weiteren TV-Rollen gehören auch das gefeierte Drama „If These Walls Could Talk 2“, „My Sister’s Keeper“, „What Girls Learn“, die Serie „Battery Park“ und eine Hauptrolle in der Miniserie „Hercules“, die 2005 auf NBC ausgestrahlt wird.
Gary Cole
Gary Cole ist ein erfahrener Schauspielveteran, dessen über 20jährige Karriere sich auf Film, Fernsehen und Theater erstreckt. Die TV-Zuschauer kennen ihn aus einer Vielzahl von Rollen, darunter seine Hauptrolle in Mike Judges „Office Space“ und seine Version des Patriarchen Mike Brady in beiden „Brady Family“-Filmen sowie im TV-Film „The Brady Bunch in the White House“. Vor kurzem war er auch in der erfolgreichen Komödie „Voll auf die Nüsse“ zu sehen. Im preisgekrönten TV-Drama „The West Wing“ ist Cole außerdem ständig als Vize-Präsident Russel zu sehen. In diesem Sommer wird er als Chef einer Elite-Truppe der LAPD im Kampf gegen das Verbrechen in der neuen TNT-Serie „Rush“ mitwirken.
Zu seinen weiteren Filmen gehören u.a. „Total verknallt in Tad Hamilton“, „I Spy“, „One Hour Photo“, „The Rising Place“, „The Gift – Die dunkle Gabe“, „Kiss the Sky“, „Ein einfacher Plan“, „Gangland – Cops unter Beschuss“ and „Lucas“. Demnächst wird er in “Mozart and the Whale” sowie der Independent-Produktion “Cry Wolf” zu sehen sein.
Zu erster Bekanntheit kam Gary Cole in der Miniserie „Fatal Vision“ mit seiner Darstellung des Jeffrey MacDonald, dem berüchtigten ehemaligen Green Beret-Kämpfer, der für die Ermordung seiner Familie verurteilt wurde. Seither war er u.v.a. in hochkarätigen TV-Produktionen wie „Echoes in the Darkness“, „Son of the Morning Star“ und „From the Earth to the Moon“ sowie in Hauptrollen in den Serien „Midnight Caller“, „American Gothic“ und dem Remake von „Family Affair“ zu sehen. Außerdem lieh er seine Stimme den Zeichentrickserien „Kim Possible“ und „Harvey Birdman, Attorney at Law“.
Gary Cole stammt aus Illinois und ist eines der Gründungsmitglieder des Remains Theatre Ensemble in Chicago. Er hat intensiv am Theater gearbeitet und wurde für seine Darstellung in der Chicagoer Inszenierung von „Bang!“ mit dem Joseph Jefferson Award als Bester Schauspieler ausgezeichnet.
Emily Vancamp
Zurzeit ist Emily Vancamp im von der Kritik gefeierten TV-Drama „Everwood“ in der Rolle der Amy Abbott an der Seite von Treat Williams und Gregory Smith zu sehen.
Sie ist in Port Perry, Ontario, Kanada, geboren und aufgewachsen und tritt seit ihrem dritten Lebensjahr als Tänzerin auf. Mit 12 zog sie nach Montreal, nachdem sie an der renommierten L’Ecole Superieure de Danse de Quebec, dem Trainingszentrum für Les Grands Ballet Canadiens, angenommen wurde. Als ihre ältere Schwester Katie, die ebenfalls Tänzerin ist, als Ballerina für eine Filmrolle engagiert wurde, besuchte Emily sie bei den Dreharbeiten und verliebte sich in die Schauspielerei.
Schon kurz darauf bekam sie ihre erste größere Rolle und spielte im Jahr 2000 in der Miniserie „Jackie Bouvier Kennedy Onassis“ die junge Jaqueline Bouvier. Zu ihren weiteren TV-Rollen gehören z.B. die Serie „Glory Days“, „Dice“ und „Redeemer“.
Ihr Spielfilmdebüt gab sie in der Independent-Produktion „Lost & Delirious“, die 2001 auf dem Sundance Film Festival ein großer Erfolg war. Zu ihren weiteren Filmen gehören auch „The House on Turk Street“ mit Samuel L. Jackson sowie jüngst eine Rolle neben Sharon Stone und Rupert Everett im Drama „A Different Loyalty“.
Kelly Stables
Kelly Stables hält sich zurzeit in London auf, wo sie für den Thriller „Telling Lies“ vor der Kamera steht. Zuvor spielte sie im Independent-Film „Pride & Prejudice“, der nun auch auf DVD erhältlich ist, die Hauptrolle der Lydia. Zu ihren weiteren Filmen gehören auch Nebenrollen in „Bring It On Again“ und „Die Geistervilla“; ihre jugendliche Stimme brachte ihr außerdem die Rolle von Will in der Animations-Serie „W.I.T.C.H“ ein.
Sie stammt aus St. Louis, Missouri, und machte sich zunächst als Tänzerin und Sängerin an der The Muny Opera einen Namen, als sie noch an der University of Missouri studierte, wo sie einen B.A. erwarb. Daraufhin zog sie nach Los Angeles, um ihre Schauspielkarriere voranzubringen; schon bald wurde sie für den Pilotfilm zur Serie „Boarding School“ engagiert und ergatterte auch eine ständige Rolle in der Serie „The Grubbs“ sowie Auftritte in der beliebten Serie „General Hospital“.
Neben ihrer Arbeit in Film und Fernsehen war sie auch in verschiedenen Theaterinszenierungen in Los Angeles zu sehen: Sie hatte u.a. eine Hauptrolle in der Weltpremiere des Musicals „W.R. and Daisy“ am Theatre West inne, spielte die Wendy in der Produktion von „Peter Pan“ an der Thousand Oaks Civic Light Opera und auch die Hauptrollen in fünf verschiedenen Musical-Produktionen am Lloyd Schwartz’s Storybook Theatre.
Regisseur Hideo Nakata:
Seit er bei dem „Ring“-Original „Ringu“ in seiner Heimat Japan Regie geführt hat, machte sich Hideo Nakata einen Namen als einer der einflussreichsten Horrorfilm-Regisseure der Welt. Dieser Film, der auf einer Roman-Trilogie des japanischen Horror-Meisters Suzuki Koji basiert, wurde zum erfolgreichsten Horror-Film in der Geschichte des japanischen Kinos und löste einen Trend zu den sogenannten „J-Horror“-Filmen aus, in denen der Schwerpunkt nicht mehr auf vor Blut triefenden Spezialeffekten liegt, sondern die ihre Wirkung durch grauenerregende und furchteinflößende Mystery-Elemente erzielen. 1999 legte Nakata mit dem zweiten Teil der Serie, „Ringu 2“, noch eins drauf. Drei Jahre später entwickelte sich aus dem ersten Teil das erfolgreiche amerikanische Remake „Ring“.
Nakata wurde 1961 in Okayama, Japan, geboren und studierte angewandte Physik und Kommunikationswissenschaften an der Universität von Tokio. Nach seinem Studienabschluss bekam er in den Nikkatsu-Studios einen Job als Regie-Assistent, wo er sieben Jahre lang unter seinem Mentor, Regisseur Masaru Konuma arbeitete. 1993 zog er nach England und begann mit der Produktion eines Independent-Dokumentarfilms unter dem Titel „Joseph Losey: The Man With Four Names“. Anderthalb Jahre später kehrte er nach Japan zurück. 1996 führte er bei seinem ersten Spielfilm Regie: „Joyurei“ (Ghost Actress) beinhaltete bereits viele seiner übernatürlich wirkenden Markenzeichen, die ihn berühmt machen sollten.
1999, im gleichen Jahr also, als er in „Ringu 2“ Regie führte, wechselte Nakata in ein anderes Genre und realisierte das Krimi-Drama „Kaosu“ (Chaos). 2002 kehrte er dann wieder zu seinen Wurzeln zurück und führte Regie bei „Honogurai mizu no soko kara“ (Dark Water), basierend auf einem Roman des „Ringu“-Autors Suzuki Koji. Die US-Versionen von „Chaos“ und „Dark Water“ befinden sich zurzeit in Produktion. Im Jahr 2000, zwischen der Arbeit an seinen Spielfilmen, führte Nakata auch bei einem Dokumentarfilm über seinen Mentor Masaru Konuma mit dem Titel „Sadistic and Masochistic“ Regie.
„The Ring 2“ ist Nakatas US-Spielfilmdebüt. Zurzeit entwickelt er außerdem etliche neue Spielfilme, darunter einen Thriller mit dem Titel „Out“ sowie ein Remake des übernatürlichen Horror-Films „The Entity“.
Produzent Walter F. Parkes:
Walter F. Parkes ist einer der meistbeschäftigten Filmproduzenten unserer Zeit und leitet gemeinsam mit seiner Ehefrau und Partnerin Laurie MacDonald außerdem die Geschäfte bei DreamWorks Pictures. Zu seinen neuesten Filmen gehört u.a. das Fantasy-Abenteuer „Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse“ mit Jim Carrey, Meryl Streep und Jude Law in den Hauptrollen unter der Regie von Brad Silberling. Zu den von ihm produzierten Spielfilmen, die demnächst in die Kinos kommen, gehören z.B. „The Legend of Zorro“ – die Fortsetzung von „Die Maske des Zorro“, in der erneut Antonio Banderas und Catherine Zeta-Jones die Hauptrollen übernehmen werden -, der futuristische Action-Thriller „The Island“ von Michael Bay mit Ewan McGregor und Scarlett Johansson sowie „Just Like Heaven“ von Mark Water mit Reese Witherspoon und Mark Ruffalo in den Hauptrollen.
Gemeinsam mit Laurie MacDonald produzierte Walter Parkes bereits „Ring“ unter der Regie von Gore Verbinski; dieser Film wurde zu einem der großen Überraschungserfolge des Jahres 2002. Im selben Jahr produzierte er außerdem „Minority Report“ mit Tom Cruise sowie „Catch Me If You Can“ mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks, beide unter der Regie von Steven Spielberg, sowie – gemeinsam mit Ehefrau MacDonald – dessen dramatische Komödie „Terminal“ mit Tom Hanks und Catherine Zeta-Jones. Zu den weiteren gemeinsamen Produktionen des Ehepaares gehören auch „Men in Black II“, in der wieder Tommy Lee Jones und Will Smith unter der Regie von Barry Sonnenfeld vor der Kamera standen; schon 1997 hatten sie den Blockbuster „Men in Black“ realisiert und wurden zu den ShoWest Producers of the Year ernannt.
Zu Parkes weiteren Filmen als ausführender Produzent oder Produzent gehören u.a. der Oscar- und Golden Globe-preisgekrönte „Gladiator“, Sam Mendes’ „Road to Perdition“, der Jackie-Chan-Film „The Tuxedo – Gefahr im Anzug“, das Remake von „The Time Machine“, „Die Maske des Zorro“, „Deep Impact“, „Amistad“, „Projekt - Peacemaker“, „Sneakers - Die Lautlosen“ – für den er auch das Drehbuch verfasste -, „Alles hört auf mein Kommmando“, „Project X“ und „Das dreckige Spiel“.
Als einer der Geschäftsführer von DreamWorks Pictures zeichnete Parkes außerdem für Erfolge wie Michael Manns dramatischen Thriller „Collateral“ mit Tom Cruise verantwortlich, außerdem für die Oscar- und Golden Globe-preisgekrönten Filme „American Beauty“ und „Der Soldat James Ryan“; letztgenannter brachte 1998 an den US-Kinokassen auch das beste Einspielergebnis ein.
Parkes wurde bereits drei Mal für einen Oscar nominiert: Die erste Nominierung erhielt er als Regisseur und Produzent des Dokumentarfilms „California Reich“ aus dem Jahr 1978, in dem über die Aktivitäten von Neo-Nazis in Kalifornien berichtet wurde. Die zweite Nominierung wurde ihm für das gemeinsam mit Lawrence Lasker verfasste Originaldrehbuch zu „War Games“ zuteil, die dritte dann für seine Produktionsarbeit in dem ebenfalls als Bester Film nominierten „Zeit des Erwachens“.
Produzent Laurie MacDonald:
Laurie MacDonald führt gemeinsam mit Ehemann Walter F. Parkes die Geschäfte von DreamWorks Pictures und ist außerdem eine vielbeschäftigte Filmproduzentin. Zusammen mit Parkes produzierte sie jüngst „Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse“ mit Jim Carrey, Meryl Streep und Jude Law in den Hauptrollen; Regie führte Brad Silberling. Zusammen produzierte das Ehepaar auch eine Reihe von Spielfilmen, die demnächst in die Kinos kommen: „The Legend of Zorro“ - die Fortsetzung von „Die Maske des Zorro“, in der erneut Antonio Banderas und Catherine Zeta-Jones die Hauptrollen übernehmen werden -, der futuristische Action-Thriller „The Island“ von Michael Bay mit Ewan McGregor und Scarlett Johansson sowie „Just Like Heaven“ unter der Regie von Mark Water mit Reese Witherspoon und Mark Ruffalo in den Hauptrollen.
Gemeinsam mit Steven Spielberg produzierte das Ehepaar im vergangenen Jahr außerdem „Terminal“ mit Tom Hanks. 2002 war Laurie MacDonald ausführende Produzentin von Spielbergs „Catch Me If You Can“ mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks. Zu den weiteren gemeinsamen Produktionen des Ehepaares gehören auch „Men in Black II“, in der wieder Tommy Lee Jones und Will Smith unter der Regie von Barry Sonnenfeld vor der Kamera standen; schon 1997 hatten sie den Blockbuster „Men in Black“ realisiert und wurden zu den ShoWest Producers of the Year ernannt.
Laurie MacDonald fungierte auch als ausführende Produzentin des Oscar-preisgekrönten Films „Gladiator“, einem der erfolgreichsten und meistausgezeichneten Filme des Jahres 2000. Zu ihren weiteren Filmen als ausführende Produzentin gehören ebenso das Remake von „The Time Machine“, „Die Maske des Zorro“, „Projekt - Peacemaker“, „Amistad“ und „Twister“.
Während ihrer Amtszeit als Ko-Chefin von DreamWorks Pictures überwachte sie auch die Entstehung so erfolgreicher Filme wie „Collateral“ mit Tom Cruise und Jamie Foxx unter der Regie von Michael Mann, „American Beauty“, der u.a. mit dem Oscar als Bester Film ausgezeichnet wurde, sowie Steven Spielbergs Oscar-preisgekröntes Drama „Der Soldat James Ryan“, das an den US-Kinokassen das beste Einspielergebnis des Jahres 1998 verzeichnete.
Ihre Karriere begann in der Sparte Dokumentarfilme und Nachrichten, als sie in San Francisco bei KRON, einem Tochtersender von NBC, als Produzentin arbeitete. Später war sie als Vize-Präsidentin der Produktion bei Columbia Pictures tätig; nach vier Jahren gründete sie mit Parkes eine Produktionsfirma. Bevor sie die Leitung von DreamWorks übernahm, war sie bei Amblin Entertainment für die Entwicklung und Produktion von Spielfilmen verantwortlich.
Hans Zimmer (Musik):
Hans Zimmer ist einer der profiliertesten Komponisten in der Filmbranche und hat bereits für über 100 Spielfilme die Filmmusik komponiert. Nachdem er bereits für die Musik zu „Ring“ aus dem Jahr 2002 verantwortlich war, übernimmt er diese Arbeit nun auch in „The Ring 2“.
Für seine Musik zum Animations-Erfolg „Der König der Löwen“ wurde Hans Zimmer 1994 sowohl mit einem Oscar als auch mit einem Golden Globe ausgezeichnet; der Soundtrack dazu entwickelte sich zu einem der meistverkauften Filmmusikalben aller Zeiten, und seine Kompositionen reißen auch das Publikum in Musical-Theatern zu begeistertem Applaus hin. Das gleichnamige Musical wurde 1998 mit dem Tony Award als Bestes Musical sowie mit einem Grammy in der Kategorie Best Original Cast Album ausgezeichnet.
Sechs weitere Oscar-Nominierungen wurden ihm bisher zuteil, darunter für „Gladiator“ – für den er einen Golden Globe gewann und eine Grammy-Nominierung erhielt -, „Der schmale Grat“, „Besser geht’s nicht“ und „Rain Man“. In diesem Jahr bekam er seine siebte Golden Globe-Nominierung für seine Komposition zu James L. Brooks’ Komödie „Spanglish“; für den gleichen Preis war er zuvor schon für seine Arbeit zu „Last Samurai“, „Pearl Harbor“, „Spirit – Der wilde Mustang“ und „Der Prinz von Ägypten“ nominiert.
Demnächst kommen einige neue Filme in die Kinos, für die er ebenfalls komponierte, darunter „The Weather Man“ von Gore Verbinski, „Batman Begins“ und der Animationsfilm „Madagascar“. Zu seinen vielen weiteren Filmen gehören u.a. „Tricks“, „Große Haie – Kleine Fische“, „Black Hawk Down“, „Hannibal“, „USS Alabama - Crimson Tide“ – für den er mit einem Grammy ausgezeichnet wurde -, „Thelma & Louise“, „Miss Daisy und ihr Chauffeur“, „Mission: Impossible 2“, „Eine Klasse für sich“, „Black Rain“, „Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen“, „True Romance“, „Tage des Donners“ und „Mein wunderbarer Waschsalon“.
Neben seiner Arbeit als Komponist ist Hans Zimmer auch Leiter der Filmmusikabteilung bei DreamWorks. Seit den Zeiten, in denen Dimitri Tiomkin bei MGM und Alfred Newman bei Twentieth Century Fox die gleiche Position innehatten, ist er der erste Komponist, der wieder in ein solches Amt berufen wurde.
Bilder der Australien-Premiere




Noch mehr Bilder: hier
Trailer: hier