Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

Blonder
51. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen 5 - 10 Mai




"Hier habe ich meine erste Zigarette geraucht. Hier habe ich bei den Westdeutschen Kurzfilmtagen jahrelang jeden Film gesehen, mich alljährlich gefreut auf die Tage in Oberhausen. Diese Ereignisse waren für mich, für meinen Entschluss Filme zu machen, wichtig."
Wim Wenders

Die Kurzfilmtage, eines der ältesten und berühmtesten Festivals der Welt, waren stets ebenso flexibel im Umgang mit politischen und ästhetischen Veränderungen wie eigenwillig in ihren Qualitätsstandards der "kurzen" Idee. Gut gemacht zu sein, hat in Oberhausen niemals genügt. Eine Arbeit muss sich immer auch an ihrem Anspruch, neu zu sein, messen lassen - unabhängig von Genre, handwerklicher Qualität und Budget. Entscheidend ist die Stellung einer Arbeit im Hinblick auf gesellschaftliche Realität, kulturelle Differenz und ästhetische Innovation.


Die Kurzfilmtage zeigen mehr als ein Sammelsurium der aktuellen kurzen Produktion - sorgfältige Programmierung ist eines der hervorragendsten Merkmale des Festivals. Einzelwerke werden dadurch zueinander in Beziehung gesetzt, Ideen und Trends herausgearbeitet sowie Wechselwirkungen ermöglicht, die zu neuartigen Kurzfilm-Erlebnissen führen. Heute werden in Oberhausen alle möglichen Formate des bewegten Bildes und das gesamte Spektrum der kurzen Form präsentiert. Der Kurzfilm hat sich lange schon aus der unterhaltenden oder didaktischen Funktion eines Vorfilms verabschiedet und führt heute ein sehr lebendiges Dasein - auch jenseits des Kinos.


Kurzfilmtage

Pressestimmen

Ohne sie (die Kurzfilmtage) wäre Wim Wenders vielleicht Schaffner geworden.
Claudia Hantrop, VDI nachrichten, 30. April 2004


Da dieses Festival ... Jahr um Jahr über wechselnde Kunst- und Polit-Moden hinweg die Pionierrolle des Kurzfilms für die Befreiung und Erneuerung der Filmsprache herausgestellt hat, ist Oberhausen für das deutsche wie für das europäische Kino längst ebenso wichtig wie die Berlinale.
Der Spiegel, 18/2004, 26. April 2004



Oberhausen ist der Granddaddy aller Kurzfilmfestivals, die so zahlreich aus dem Boden schießen, es ist und bleibt das Original. Etwas, das es gar nicht mehr gibt und gewiss noch lange geben wird.
Hans Schifferle, Süddeutsche Zeitung, 6. Mai 2004


Das Festival definierte seinen Standort niemals nur als reine Abspielstätte von Kurzfilmen, sondern stets als Ort, an dem kurze Formen in all ihren Facetten präsentiert, bewertet und diskutiert werden. Und es bildete auch nicht einfach politische und gesellschaftliche Strömungen ab, sondern verfolgte engagiert und pointiert den Wandel der Kunstform Kurzfilm und bezog eindeutig Position.
Elfriede Schmitt, Kölner Stadt-Anzeiger, 29. April 2004



Ein Schlaglicht, das mehr erhellt als politische Kommentare, ein Nadelstich, der ins Zentrum trifft. Im Kino kann das nur der Kurzfilm, doch der Kurzfilm kommt kaum mehr ins Kino: Verdrängt von den Werbeblöcken, hat er seinen festen Platz und mit ihm seine Nischen-Existenz verloren. Das hat ihn wirtschaftlich geschwächt, aber auch selbständiger, ungebundener werden lassen, ihn von der Rolle als Vorfilm befreit. Um so wichtiger sind die Festivals für den Kurzfilm geworden.
Andreas Roßmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Mai 2004


... Mit der einen Ausnahme vielleicht, die Kurzfilmtage als einen jener Schauplätze zu empfehlen, die sich dem kulturellen Wissen über Bilder widmen, der ein Wissen produziert, das den Bildern vorausgeht und Teil ihrer Konstituierung ist. Dieses Wissen ist aber auch Teil der Konstruktion gesellschaftlicher Wirklichkeit - die unabgeschlossene und unabschließbare Verhandlung eines medialen Dispositivs zeigt gleichzeitig die Unabschließbarkeit der gesellschaftlichen Wirklichkeiten. Vielleicht besteht darin eine aktuelle Politik des Bildes jenseits einer Politik der Verschränkung von Bild und Politik.
Reinhard Braun, camera austria 86/2004


Hier finden Sie alle Festivalorte.

1: Rent a bicycle
Restaurants
2: Albert's; 3: Al Dente; 4: Bangkok; 5: Brùlot; 6: Café im RIM, 7: Café Lux, 8: Cafe Sahne, 9: Café Transatlantik; 10: Döner Express; 11: Festival-Lounge; 12: Gdanska; 13: Imbiss Aladdin; 14: Keimblatt Naturkost; 15: Konditorei Bauer; 16: La Conchiglia; 17: La Terrzza; 18: Moczygemba Lucky Lobster; 19: Naturwaren Lichtblick; 20: NH Oberhausen; 21: Uerige Treff; 22: Zentrum Altenberg
23: Ruhrland Apotheke
Hotels
24: Best Western Parkhotel; 20: NH Oberhausen; 25: Hotel Residenz Oberhausen; 26: Tryp Centro Oberhausen

A: Filmpalast Lichtburg; B: Presse & Organisation; C: Filmmarkt; 11: Festival-Lounge; D: Villa; E: Festivalcafé

PS: Im Kinofilm Solino gewann Gigi seinen ersten Preis mit seinem Kurzfilm über seine Freundin bei den Kurzfilmtagen in Ob.
Blonder
Ich war heute auf den Kurzfilmtagen ( falls es irgendjemanden hier interessiert Freaky ). Hatte bis dato kaum Erfahrungen mit Kurzfilmen, muss aber sagen dass es wirklich Spaß gemacht hat. Es war ein Block von 5 Kurzfilmen die jeweils ca 20 - 30 Minuten gedauert haben. Die Beiträge kamen aus den USA, China, Korea, Ungarn und Portugal. Vor jedem Film hat der Regisseur ein paar Worte an das Publikum und die Jury gerichtet. Die Filme hatten alle ein sehr hohes Niveau, obwohl mir der chinesische Beitrag etwas zu abstrakt war. Nach dem Filmen hatte man die Möglichkeit mit den Regisseuren in einer netten Atmosphäre zu diskutieren. Also wer sich für Kurzfilme interessiert, den kann ich nur dieses Festival ans Herz legen.