Cüneyt Arkin - Eine Homage an den größten Filmstar der Türkei

Stormbringer
Zitat:
Und wenn man sich den Titelthread durchliest erkennt man auch das es sich um jemanden handelt der aus der Türkei ist


das erkennt man auch am name!

Zitat:
@Mr. Spinner
was soll denn das heissen?? kein anderer! als besser formulieren um missverständnisse zu vermeiden


das wird ein nachspiel haben Totlachen
O-Lee
Ich dachte hier geht es um Cüneyt Arkin ?! Ausserem sollte man sich nicht in nem Thread streiten den ein anderer nem Schauspieler gewidmet hat.
Mr.Lee
sorry nochmal Off Topic:

Zitat:
das erkennt man auch am name!

Natürlich.Aber ich denke man muß wohl Neo alles in den "Mund legen" damit er versteht was oder wer gemeint ist.
Solaris
Von Cüneyt Arkin habe ich bisher noch nichts gehört. Beachtliche Leistung, dass er bei über 300 Filmen mitgewirkt hat. Schade, dass er bei uns nicht mehr bekannt ist. Wurde einer seiner Filme schon mal in Deutschland gezeigt?
SlaveOfLove
Es wurden viele Filme von ihm in Deutschland gezeigt, aber leider sind die meisten Filme verboten worden!
Er ist hier eigentlich eher bekannt als George Arkin oder Steve Arkin!

Komisch ist eigentlich eins, seine Filme wurden hier verboten, weil sie zu brutal sind, aber in der Türkei haben wir als Kinder diese Filme gesehen!
Und so brutal sind die auch wieder nicht!
sedai
jo cüneyt arkin ist kult das ist klar, jeder türke ist mit seinem filmen gross geworden obwohl man manche filme schon in und auswendig kennt kann man sie trotzdem immer wieder anschauensmile beachtlich oder rekordverdächtig scheint mir das er 1966 sage und schreibe in 19 filmen mitgespielt hat hätte ich auch nicht gedacht , seine hau drauf filme sind unvergessen aber seine , jön filme gefallen mir auch sehr gut , für mich unvergessen in The Man Who Saves The World eine szene wo er sich verdammt grosse steine an die beine fesselt und damit meter hoch springt smile , diesen film haben sie in göreme gedreht ne stadt wo viele touristen hingehen cüneyit meinte selber ihm war es peinlich weil sie genau vor diesen touristen diesen film gedreht haben und die fassungslos dastanden als er diese papp und schaumonster kurz und klein schlug smile .

p.s
ich kann mich nur an einem film erinnern der hier in deutschland ausgestrahlt wurde im zdf war es glaub ich und zwar kara murat sein kung fu ist tödlich oder so hiess der titelsmile

achja hier hab ich eine kritik über den film gefunden hehe müsst ihr euch unbedingt durchlesen wurde von einem menschen geschrieben der sich das teil angeschaut hattesmile

Jo, der "Turkish Star Wars" ist schon eine Granate. Um mich als einer der wenigen, die dieses oft übersehene Werk türkischer Filmkunst begutachten konnten, zu profilieren, hier mal meine anno dazumal verfasste Kritik:


„Wenn man nicht auch einmal einen richtig schlechten Film genießen kann, dann liebt man Filme nicht wirklich“ – Dies sagte einst Filmkritikerin Pauline Kael, und sie hatte Recht. So sehr, dass man auf viele Filmemacher zurückblicken kann, die einst den „schlechtesten Film aller Zeiten“ drehen wollten, um ordentlich zu unterhalten. Oft verfehlten sie ihr Ziel und langweilten nur. Ed Wood kam dem Ziel sehr Nahe. Doch der Preis geht mit ziemlicher Sicherheit an Çetin Inanç für sein ’82er-Meisterwerk „Dünyayi kurtaran adam“, auch bekannt unter „The Man who saves the World“, aber zu Berühmtheit gekommen unter dem Titel „Turkish Star Wars“. Dieser Film kann sich eindeutig mit den Attributen „schlecht“, so wie auch „maßlos unterhaltsam“ schmücken.

Nach dem Erfolg von George Lucas’ „Star Wars“-Trilogie, wollte der türkische Regisseur Çetin Inanç das Science-Fiction-Pendant in seinem Heimatland drehen. Das Minimum an Budget reduzierte allerdings die „Star Wars“-Oper auf eine recht eigentümliche Geschichte zweier Männer mittleren Alters, gekleidet in eigenartigem Polyester-Anzügen, die die Welt vor einem despotischen Osmanen mit Stachel-Maske, retten versuchen. Soweit so gut, unsere Helden sind also Cüneyt Arkin, der Schauspieler, den man ruhig als türkischen Volkshelden bezeichnen kann, und Aytekin Akkaya. Beide sehen unbeteiligt und cool genug aus, um dem absurden Sammelsurium aus Gegnern, die allesamt entweder der Muppetshow oder einem Bastelkurs aus der dritten Klasse entsprungen zu sein scheinen, ordentlich in den Arsch zu treten.

Was das mit „Star Wars“ zu tun hat? Die Anfangssequenz, nachdem die höllisch dillethantischen Anfangscredits beendet sind, besteht aus Arkin und Akkaya, wie sie mit Motorradhelm und Walkie-Talkie-Ohrstöpseln vor einer Rückprojektion von der finalen „Krieg der Sterne“-Schlacht um Yavin IV sitzen, und mächtig ernst dreinschauen. Während also die X-Wings und TIE Fighters im Hintergrund eine der aufregendsten Weltraumschlacht der Filmgeschichte austragen, scheinen unsere beiden Helden ganz in Ruhe und ohne mit der Wimper zu zucken, zu kommunizieren. Zwischen dem „Krieg der Sterne“-Footage wurde dann auch noch Bildmaterial von echten Raketenstarts und Leute, die irgendwelche Hebel bedienen, montiert. Dazu spielt John Williams’ Originalmusik aus dem Indiana Jones-Film „Jäger des verlorenen Schatzes“. Das sieht alles sehr verwirrend, und in keinster Weise organisiert aus. Dieser legendäre Anfang sieht so unmenschlich billig aus – und ist tricktechnisch noch der bessere Part des Films.

Denn was jetzt folgt ist Pseudo-Martial Arts gegen die hanebüchensten Monstren der Galaxis. Die Helden versuchen also irgendwelche Höhlenbewohner, deren Frauen nichts besseres zu tun haben, als Cüneyt Arkin derart verstört anzugrinsen, als hätten sie sich zuvor Sehnerven und Gehirn wegge****t, vor den Mumien und Skeletten des bereits oben erwähnten stachelhelmigen Obermotzes zu verteidigen. Dass wir uns richtig verstehen: Die Mumien sind nichts weiter als in Toilettenpapier eingewickelte Extras, die an ihren Fingern Stoffdreiecke angeklebt haben, damit es so aussieht, als würden Krallen das Leben Cüneyts gefährden, und die Skelette sind nichts weiter als normale Schauspieler in Kostümen, auf denen die weißen Umrisse eines Skeletts draufgezeichnet sind…

Und so geht das die ganzen 90 Minuten. Zu den Filmmusiken aus „Star Wars“, „Kampfstern Galactica“, „Ben Hur“, „Moonraker“ und „Planet der Affen“ prügeln sich die Türken mit den beängstigend schlechten Frisuren gegen eigenartige Aliens mit noch eigenartigeren Oberlippenbärtchen auf einem außerirdischen Planeten, der durch Einbinden von Dokumentaraufnahmen von den Pyramiden von Gizeh und der Sphinx leicht lächerlich gemacht wird. Wegen des Fehlens multipler Tonspuren wird der geklaute Score immer wieder von den völlig überzogenen Sound Effects unterbrochen. Und auch das Design des Films sieht nicht besser aus. Die Kulissen bestehen aus Pappmache, wenn der Bösewicht seine Macht einsetzt, schiebt der Kameramann nur ein rotes Glas vor die Linse, und wenn wir etwas auf dem außerirdischen Schirm sehen, dann scheint ein Walumriss in Tonpapier ausgeschnitten, und vor die Kamera geklatscht worden zu sein.

Eins der Highlights des Filmes ist die Trainingssequenz, in der die beiden Helden in köstlicher Beharrlichkeit auf irgendwelche Felsbrocken einhämmern, um ihre Kräfte aufzufrischen. Mit ernsthafter Mine bindet sich Cüneyt ein Haufen Steine an die Beine und rennt wie ein Irrer durch die türkische Wüste. Klasse auch das Monsterdesign: Neben den oben bereits angesprochenen Mumien, haben wir hier zwei waschechte Fieslinge: Ein Chewbacca-Vieh, dessen Finger aus einem Meter Lametta besteht, der unmotiviert von seinen Händen herabhängt. Heimlicher Star ist aber das rote Wuschelmonster, das ein mutierter Sesamstraßen-Character zu sein scheint. Er hat das originale „Power Rangers“-Posing drauf und scheint auch sonst wenig intelligent zu sein. Ein echter Brüller sind die Schätze, nach denen die beiden Opponenten suchen: Ein Zick-Zack-Schwert, anscheinend aus Pappe hergestellt, das so scharf zu sein scheint, dass es kein Problem für Cüneyt ist, es sowohl am Griff, als auch mit der Hand an der Klinge zu führen, sowie ein separiertes Supergehirn.

Man könnte noch so viel berichten. Von der Transformation der Geliebten des Bösewichts zu einer Zombiedame, und dann in eine Spinne, von der krassen Gehirnwäsche, bei der Aytekin auf einem Telefonkabel herumkauen muss, und von den gemeinen „Splatter“-Effekten zum Ende des Films. Nachdem nämlich Cüneyt das goldene Schwert in einem Eimer verflüssigt hat, gibt er seine Hände in die Pampe und hat seitdem goldene Handschuhe an, die es ihm ermöglichen ganze Köpfe von den Körpern der Mumien und Monstern zu schlagen. Erwähnenswert ist auch, dass die Köpfe, beim Auftreffen auf andere Gegner effektvoll explodieren – warum auch immer.

Der Leser wird gemerkt haben, „The Man who saves he World“ ist ein Riesenspaß. Obwohl unendlich billig und debil hergestellt, besitzt der Film einen Charme durch seine gewollte Ernsthaftigkeit. Dem türkischen Kino ist es zu verdanken, dass dieses Sammelsurium aus Absurdität, ja fast surrealer Blödheit, überhaupt verwirklicht wurde. Und auch wenn man keinen Satz türkisch versteht – „The Man who saves he World“ ist und bleibt ein echtes Meisterwerk aus dem Trash-Sektor. Oft gibt es Filme, die so schlecht sind, dass sie wieder gut sind – Dieser ist so schlecht, dass er schlicht genial ist!
John J. Rambo
Cüneyt Arkin ist mein Lieblingsschauspieler in der Türkei.
SlaveOfLove
@sedai:

Die Kritik hatte ich auch gelesen, der Mann hat Recht! Gute Arbeit
Übrigens hab ich den Film auch auch zuletzt auf ZDF gesehen und der Titel ist richtig, der Film heißt wirklich "Kara Murat - Sein Fung Fu ist tödlich".
Da gab es ja eine Parodie zu seinem "Battal Gazi" Filmen, der Film heißt "Kahpe Bizans", da wurde er ja richtig durch den Kakao gezogen, in einem Interview sagte er, dass er es eine Unverschämtheit fand, dass solche türkischen Filmhighlights durch den Kakao gezogen werden, aber da bin ich mit ihn nicht einer Meinung.
1. Ist das auch eine Art Tribut für seine Historienfilme
2. Bekann er wieder einen Schub nach vorne (was er eigentlich nicht wollte)
3. Fand ich den Film wirklich witzig.
Gute Arbeit
SlaveOfLove
ATTN: DER ERSTE BEITRAG WURDE EDITIERT, ES GIBT JETZT MEHR FILMPOSTER, EINIGE RANDINFOS WURDEN HINZUGEFÜGT UND ENDLICH GIBT ES 2 TRAILER:

TRAILER : Dünyayi Kurtaran Adam / Turkish Star Wars / The Man Who Saves The World - Ein muss für jeden Trash Fan - ca. 3 min

TEASER: Dünyayi Kurtaran Adam / Turkish Star Wars / The Man Who Saves The World - Wer sich das entgehen läßt, ist selber Schuld - ca. 5 sek

FANTRAILER: Ein Fan Trash Trailer mit vielen lustigen Filmausshnitten, besonders die erste Szene, da könnt ihr sehen wie cool Cüneyt Arkin war. ANSCHAUEN!!! ca. 1:30 min.
John J. Rambo
Habe mir gerade SON AKIN auf "BETA-Video" angesehen und irgendwie fand ich mich im Jahre 1985 wieder. Der Film ist eines meiner Lieblings Cüneyt Movies.

Als Kind war jeder türk. Junge ein Fan von dem Mann und ich wollte sogar so heissen wie der. Mein Freund Mikayil hatte inen älteren Bruder der erst sehr späöt nach Deutschland kam und der hiess zur Krönung auch noch Cüneyt und natürlich war er mir direkt sympathisch und zugleich war ich neidisch auf ihn wegen dem Namen.

Das nur soviel dazu, wie sehr der Mann die Kinder bzw. die Jugend beeinflusste. Für mich einer der Top 5 Weltstars, allerdings muss man mit dem türk. Kino aufgewachsen sein.

Cüneyt Abi, herzaman kalbimde yasayacaksin. Sonsuz sevgiler ve saygilar. Knuddel
Samo
@Rambo

Der Türkische Stallone, oder was?
John J. Rambo
@Samo


Ja so ungefähr, denn das war auch ca. die Zeit wo noch Stallone mit Rambo und Rocky sehr viel bewirkte. Das schöne an diesen Filmen war ja, daß es egal war woher sie stammten, wichtig war nur die Glaubwürdigkeit des Helden und das war bei den beiden oder eben Bruce Lee so. Dabei ist es schlichtweg uninteressant aus welchem Land oder Kulturkreis die Protagonisten entstammten.

Nur, snieff Heulen , gibt es eben diese Art von Held heutzutage nicht mehr und das ist für mich ein sehr grosser Minuspunkt im Filmgenre.

Was mir auch nicht in den Kopf geht ist die Meinung vieler, daß ein Action Film oder diese Art Heldenmovie heutzutage keinen Erfolg mehr haben könnte.

Hatte heute noch eine Unterhaltung mit paar Kumpels die ich lange nicht mehr gesehen habe und alle waren sie sehr erfreut darüber über die News im Bereich Rambo/Rocky. Das allein zeigt mir, wie gross das Interessa noch an solchen Helden oder Filmen ist.
erzincanli24
Danke...............................................................
SlaveOfLove
Zitat:
Original von Samo
@Rambo

Der Türkische Stallone, oder was?


@Samo:

Es gibt ein Zitat von Cüneyt Arkin, da sagt er:
"Als ich damals in meinen Filmen mit einem Schwert 10 Männer auf einmal umbrachte oder mit einem Boden 4 Männer tötete, sagte jeder, dass das völliger Quatsch sei. Aber als Rambo dann kam, haben sie ihm alles abgekauft. Eigentlich habe ich alles Rambo gezeigt."

Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage. Augenzwinkern
Krug Stillo
Hilfe! Ich suche dringend Plakat- und Cover-Artworks von Insan Avcisi. Kann mir wer helfen?

Außerdem: vor "Insan Avcisi" ist auf der Telestar-Kassette noch ein Trailer, in dem sich Arkin vor dem Hintergrund eines Staudamms mit Finsterlingen anlegt. Leider wurde der Titel nicht eingeblendet und aufgrund der Sprachbarriere konnte ich ihn nicht ganz raushören. Zu welchem Film gehört denn der Trailer?

Aus welchem Jahr ist "Insan Avcisi" eigentlich wirklich? Einige Quellen sprechen von 1975, andere von 1979.
Krug Stillo
Aah, hab da was gefunden:





SlaveOfLove
Zitat:
Original von Krug Stillo
Hilfe! Ich suche dringend Plakat- und Cover-Artworks von Insan Avcisi. Kann mir wer helfen?

Außerdem: vor "Insan Avcisi" ist auf der Telestar-Kassette noch ein Trailer, in dem sich Arkin vor dem Hintergrund eines Staudamms mit Finsterlingen anlegt. Leider wurde der Titel nicht eingeblendet und aufgrund der Sprachbarriere konnte ich ihn nicht ganz raushören. Zu welchem Film gehört denn der Trailer?

Aus welchem Jahr ist "Insan Avcisi" eigentlich wirklich? Einige Quellen sprechen von 1975, andere von 1979.


"Insan Avcisi" ist 1979 gedreht worden, der Trailer von dem einen Film müsste vom Film "Soysuzlar" (in dem Film kann man auch sein Roris sehen :tlolsmile sein, obwohl ich mir da nicht ganz so sicher bin. Bei einem Schauspieler, der fast (offiziell) 300 Filme gedreht hat, da müssten einige Szenen mit einem Staudamm sein.
Übrigens hat Cüneyt Arkin mehr als 30 Filme zurück gezogen, die nach seinem Geschmack zu persönlich waren.
Von Insan Avcisi hab ich auch noch 2 Bilder, bin leider nicht zu Hause, schreibe von der Arbeit, bei nächster Gelegenheit werde ich die Bilder mal hier reinposten!
Aber Du hast schon das offizielle Poster reingepostet!

Übrigens kommt bald die offizielle Cüneyt Arkin Home Page, aber noch verrate ich nicht viel!
SlaveOfLove
@Krug:

Vielleicht hilft Dir dieses hier.
Krug Stillo
Zitat:
Original von SlaveOfLove
@Krug:

Vielleicht hilft Dir dieses hier.


Vielen Dank! Wo kommt das her? Ist das ein Ausschnitt des Tele-Star-Covers (s.o.)?
SlaveOfLove
Gern geschehen.
Nein, das ist kein Auszug dem Cover. Wenn Du auf Filmcover oder noch mehr auf türkische Filmposter stehst/suchst, dann empfehle ich Dir dieses Buch.
Es hat 5.555 Orginal Filmposter der türkischen Filme, alles was Erfolg hatte, wurde in dem Buch abgebildet.
Hier ein Bild von diesem Buch: