Road to Perdition

SonOfTheDark
Zitat:
Original von Bombstman
Ist der Film wirklich ne Comicverfilmung? Confused
Habe ich gar nicht gewusst...


Jep, basiert auf dem Comic von Max Allan Collins und Richard Piers Rayner...
kane
mich hatte der film nie interessiert und wenn meine schwester ihn nicht schon seit ewigkeiten auf dvd zu hause hätte, hätte ich ihn wohl immer noch nicht gesehen. nunja. mein instinkt hat mich irgendwie wohl doch nicht getrügt, war leider eher enttäuscht von dem film.
ich will sam mendes’ arbeiten mögen, weil ich ihn (ok, zugegeben nach erst zwei gesehenen filmen) für einen wirklich talentierten regisseur halte (bin mal gespannt auf jarhead), und ich kann durchaus sehen, warum road to perdition ein meisterwerk genannt worden ist, aber mir war er schon fast zu perfekt.
die an den figuren vorbeischwebenden (und eben nicht mit den figuren "mitschwebenden") kamerafahrten, die akkurat ausgemessen wirkenden bilder, der atmosphärische, sehr schöne, aber für meine ohren stellenweise echt unpassende und daher nervende score, der fast alle realen geräusche absorbiert...
diesen ich nenne es mal "sterilen" stil hielt ich für die mit dem lineal ausgemessenen rosenbeete in carolyn burnhams vorgarten noch für durchaus passend, doch in road to perdition hat mich das so auf distanz gehalten, dass ich nicht mehr zu der recht einfach, nur angerissenen handlung (vor allem die vater-sohn-beziehung hätte sehr viel mehr möglichkeiten geboten) oder gar zu den figuren hätte durchdringen können. hat mich einfach kalt gelassen. schade.
Blade
Da stimme ich dir zu. Ich fand der war auch etwas zu perfekt gemacht. damit meine ich dass der Film ein ziemlich enttäuschendes und typisch SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Hollywood Ende hatte. Papa ist böse und stirbt, der Sohn ist gut, erschiesst keinen und lebt bei der guten Familie weiter, der böse Law muss natürlich auch sterben...
SPOILER ENDE
Aber insgesamt wurde ich nicht enttäuscht, die Schauspieler waren genial und einige Szenen einfach brilliant: SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
die Szene wo Hanks alle im Regen erschiesst.
SPOILER ENDE
Gut, sehr gut, aber für mich kein Meisterwerk wie viele sagen, dennoch auf jeden Fall sehenswert... Hammer
Bombstman
Diesen genialen Film spielt es am 20.11 in ORF 1 um 20.15! Alle Österreicher anschauen! Hammer
Werde ihn mir demnächst auf DvD zulegen! Freude
Selina
@ Blade

Für das Ende kann der Regisseur wohl nichts. Er hat es einfach vom Comic übernommen. Und ein typisches Hollywood Ende hat der Film bestimmt nicht. Das wäre nämlich:

SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Wenn Tom Hanks überleben würde und seine Lektion in Sachen Vater/Sohn Beziehung gelernt hätte Augen rollen
SPOILER ENDE
gonn
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
j
SPOILER ENDEder comic basiert auf immerhin wahren ereignissen die in dieser zeit passierten, inspiriert wurde der comic durch den japanischen manga lonewolf and cube (auch bekannt als okami) dort zieht eibn samuri mit seinen sohn durch japan als auftrags mörder.

das was road auf predition ausmachte war eigendlich das er auf wahren ereignissen beruht. z.b die schiesserei im hotel; di es im film leider nicht gab, im comic war es schon cool wie er sich durch das hotel ballert, im film habe ich gedacht was ist denn nun los.
den für den film wurde die ganze grund idee verworfen eine geschichte zu erzählen die auf wahre begeben heiten basiert, wie okami.
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)

das ende ist im comic ist das ende auch nicht so kitschig , ich glaube da erschiest der junge auch einen, anschliesend fahren sie zu kirchre wo der vater stirbt.

SPOILER ENDE
Blade
Zitat:
Original von Selina
@ Blade

Für das Ende kann der Regisseur wohl nichts. Er hat es einfach vom Comic übernommen. Und ein typisches Hollywood Ende hat der Film bestimmt nicht. Das wäre nämlich:

SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Wenn Tom Hanks überleben würde und seine Lektion in Sachen Vater/Sohn Beziehung gelernt hätte Augen rollen
SPOILER ENDE


SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Ich mache Mendes dafür auch nicht verantwortlich, eher die Drehbuchautoren. Die trauten sich einfach nicht etwas mutiges reinzubrigen, nämlich jemanden sterben zu lassen, der es eigentlich nicht verdient. Sieh Eastwood ("Mystic River", "Million Dollar Baby", "Unforgiven")
SPOILER ENDE
-=Zodiac=-
Zitat:
Original von kane
aber mir war er schon fast zu perfekt.
...
dass ich nicht mehr zu der recht einfach, nur angerissenen handlung (vor allem die vater-sohn-beziehung hätte sehr viel mehr möglichkeiten geboten) oder gar zu den figuren hätte durchdringen können. ....


Ist das nicht irgendwie ein Widerspruch in sich? Ich meine, fast schon zu perfekt und so eine Vater-Sohn Beziehung die dann nicht vollständig ausgereizt wurde ist doch, nun ja, nicht gerade ein "Klacks" in der Charakterendarstellung. Wobei ich mich irgendwie frage, kann ein Film wirklich ZU perfekt sein?

@blade

Bitte? Typisches Hollywood Ende? Ich stimme da Selina vollkommen zu. Ein typisches Hollywood Ende wäre gewesen, wenn

SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Hanks lebendig und putzmunter aus der Türe der Pflegeeltern am Ende rausmarschiert wäre
SPOILER ENDE

Also von mir kriegt dieser Film ganz klar:

10/10

Ich mag solche Filme halt einfach.
l1an
ich fand das Ende auch hart und bitter genug. SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Gerade als man dachte, dass Vater und Sohn endlich eine Beziehung aufbauen können, wird diese Hoffnung wieder zerstört.
SPOILER ENDE Es war großes Kino und da würde selbst ein Happy-End keinen Abstrich mehr bei meiner Bewertung machen
kane
@ethan
das mit dem "zu perfekt" bezog sich vor allem auf die opitk. auf mich wirkte das alles wie mit dem lineal ausgemessen - das konnte man auch schon in american beauty beobachten, da passte es wie gesagt super gut zu der akkuraten vorstadtidylle (oder sollte ich lieber -fassade sagen?), aber ein ausgewachsener gangsterfilm "darf" so eigtl nicht aussehen, hier ist nichts in ordnung, alles ist rauh und grob - die konflikte treten deutlich sichtbar zu tage und bleiben nicht unter der scheinbar schönen oberfläche verborgen.
eines der dinge, die ich an den alten paten so liebe: das war von coppola damals vielleicht gar nicht beabsichtigt, aber es ist genau dieses grobkörnige, schattige, langsame, durchaus leicht antiquierte - einfach dieses imperfekte, das auf so viele heute schlicht und ergreifend "langweilig" wirkt, aber gleichzeitig so wunderbar zu dieser familie passt à la "och, lasst uns erstmal ne runde anständige spaghetti essen, dann können wir die immer noch umlegen" Augenzwinkern - im gegensatz dazu zb casino. gut, auch ein mafiafilm, aber ins schillernde, glitzernde las vegas verlegt. der muss dann natürlich anders aussehen und diese andere, reichtum verheißende atmosphäre hat scorsese phänomenal einzufangen verstanden. in road to perdition bleibt die atmosphäre komisch "steril", möchte ich fast sagen, dass ich emotional nicht zu den figuren und der handlung durchdringen konnte.
was die vater-sohn-beziehung betrifft bleibt der film etwas wortkarg. doch, find ich schon.
Akuma
Gestern im TV gesehen .. und bin doch enttäuscht.

Sam Mendes hat ohne Zweifel ein perfektes atmosphärisches Drama hinbekommen, das durch opulente Ausstattung und perfekte Darstellerleistungen hervorsticht. Leider kommt die Action doch etwas zu kurz, dramatisch kann er auch nie sein da die Story extrem vorraussehbar ist. Deswegen die Wertung von:

6,5 - 7 / 10 Punkten
gonn
das liegt aber auch daran das die story sehr verändert, wurde der comic orientiert sich an wahren ereignissen, z.b die schiesserei im hotel die historisch belegt ist wurde weggelassen. eben laws chara(erfunden) der wirklich nur zu einen zweck da war.
.SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
ebenso so das ende, wo der junge abdrückt darf anstatt moral walten zulassen, auch ist der showdown realer.
SPOILER ENDE

der comic orientiert sich auch ehr bei okami wo im feudalen japan ein auftragskiller mit seinen sohn abenteuer erlebt.
Van Nistelrooy
Sam Mendes ist ein guter Regisseur. American Beauty ist genial, Jarhead gut und Road To Perdition find ich letztenendes auch recht ordentlich. Nach dem Film war ich enttäuscht und hatte irgendwie keine Meinung, doch schon da waren mir einige positive Punkte sofort klar: Das Set-Design und die Atmosphäre im Film ist der Hammer. Man fühlt sich sofort in den 30ern und die düstere Atmosphäre zieht einen sofort in seinen Bann und passt perfekt zum Film. Ich hatte hier auch etwas mehr Action erwartet aber der Film ist in erster Linie ein Drama. Nachdem Tod seiner Familie hat Sullivan (Hanks) nur noch einen Menschen an seinr Seite, seinen Sohn Mike und den will er auf keinen Fall verlieren deshalb rechnet er ab. Hierbei entwickelt sich auch eine stärkere und persönlichere Beziehung zwischen den beiden, die gut dargestellt wurde. Die Darsteller machen Ihre Sachen allesamt gut, Hanks überzeugt - wenn auch erst gewöhnungsbedürftig - ebenfalls auch Jude Law, Daniel Craig und Paul Newman der ja für den Oscar nominiert wurde. Ein weiterer Pluspunkt ist der geniale Score, die irischen Melodien passen einfach perfekt und tragen in den düsteren Momenten zur Gänsehaut bei. Der einzige Kritikpunkt ist wohl der, das der Film manchmal zu langatmig wirkt aber wenn man mal drüber hinwegsieht dann hat man hier doch ein sehr gutes Drama geboten bekommen. Das Ende konnte man eigentlich nicht unbedingt besser machen, entweder wäre es zu düster gewesen oder aber ein Happy End so passt es doch recht gut.. Hammer
Silent Assassin
Hallo,
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
kann mir jemand sagen, wie Harlen Maguire aka Jude Law am Ende des Films stirbt? Er wird erschossen, aber wo genau trifft's ihn eigentlich?
SPOILER ENDE
Bombstman
Erstmal Willkommen im Forum!

Aber wir haben bereits ein Road to Perdition Thema und da kannst du deine Frage reinstellen! Augenzwinkern

Zu deiner Frage:
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Soweit ich mich erinnere wird er in die Brust geschossen.. oder hm er zieht ja auf den Sohn und wir dann vom Vater der angeschossen worden ist erschossen.. bin mir nicht ganz sicher
SPOILER ENDE
Travis Bickle
Nachdem ich den Film vor ca. 2 Jahren mal auf RTL aufgenommen hatte, sah ich ihn gestern zum ersten mal.

Zu aller erst mal zu Tom Hanks. Er spielt die Rolle des Sullivan´s eigentlich, wie fast in jeder seiner Rollen, sehr gut. Ich wüsste nicht was man an seiner Darstellung bemängeln sollte / könnte. Vorallem bei den 2-3 tragischen Szenen konnte er überzeugen. Man sollte ihn öfters in etwas härteren Filmen einsetzen, finde ich. Da es auch sehr gut zu ihm passt.

Paul Newman sehe ich auch gerne, habe ihn zuletzt in "Die Farbe des Geldes" gesehen, und ich dachte mir, "Verdammt, ist der alt geworden". Seinen Part spielt er solide, hätte mir aber mehr Screentime gewünscht. ich fande besonders eine Szene sehr stark von ihm gespielt: SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Als er sich entscheiden musste ob er Hanks und / oder seinen Sohn umbringen lassen soll.
SPOILER ENDE

Daniel Craig finde ich von Film zu Film immer besser. Ich mag seine Art wie er seine Charaktere spielt, und seine ultra blauen Augen sind einfach spitzesmile . Er überzeugt ebenfalls als naiver schießwütiger Sohn von Paul Newmann.SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Ich fande es natürlich schade das er sterben musste, aber es war ja schon logisch.
SPOILER ENDE

Bei Jude law war ich nur etwas geschockt als ich sein Haar gesehen habe smile Ich mag die deutsche snychro Stimme von ihm übrigens überhaupt nicht.

Die Story begann etwas schleppend, finde ich. Die Eröffnungsszene war dagegen fantastisch. Überall schöner, weißer Schnee und die gut anzusehene Umgebung mit den alten Karren der 30er, sehr stark! Während der Beerdigungszene musste ich auch zugleich an die Pate Trilogie denken, wo es ja auch immer zuerst eine große Feier gab.

Aber mit der Zeit wurde "Road to Perdition" immer stärker, zudem wurden auch die Locations immer schöner. man fühlte sich wie in den 30ern, was ich bei manchen neuen Filmen, die zu dieser Zeit spielen, etwas vermisse.

Die Shotouts die der Film zu bieten hat waren allesamt Klasse, vorallem die letzte. SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Als Tom Hanks die Männer von Paul Newmann umbrachte und dabei Keine Waffengeräusche sondern nur Wundervolle Musik gespielt wurde, einfach nur super.
SPOILER ENDE

im Mittelteil gab es zwar 2-3 Längen, die aber aufgrund der schauspielerischen Leistungen nicht besonders störend waren. das letzte Drittel ist dann sehr spannend gestaltet wurde, was nur durch der Werbung seitens RTL etwas getrübt wurde, aber zum Glück gibt es die Vorlauf Taste.

Der Score war ganz ok, leider nix herausragendes, da hätte man vieleicht mehr rausholen können. Die Kamera- und Regiearbeit waren aber Grandios, auch wie man in manchen das Licht einsetzte war sehr schön anzusehen.

Das Ende war für mich nicht überraschend, eher sowas das man nicht verhindern konnte. Aber es gefiel mir ganz gut

Alles in allem ein starker Film, den man sich auch öfters anschauen kann.

8 / 10