FanFiction (X) The Second Generation

Hikari129
Okay, diese nette FF habe ich praktisch aus Frust geschrieben, weil der 19. band so auf sich warten läßt...und irgendwann macht das keinen Spaß mehr und ich will garnicht erst dran denke wie das dann erst bei Band 20, 21, 22 werden soll....jedenfalls preiset CLAMP, sie arbeiten sicher hart nur ANDERE LEUTE KOMMEN NICHT AUS DEM KNICK und so bin ich gezwungen eine FF zu schreiben.

Und ich hatte Lust eine Fortsetzung zu schreiben (und ich bin mir sicher, manche werden mich jetzt ausbuhen, weil das nicht die feinste Sache ist).
Weil ich das Ende des Mangas (meiner Meinung nach besser als TV_Serie und movie) nicht kenne, obwohl mir das lieber wäre, halte ich mich an das Ende der TV-Serie, für alle die dieses Ende nicht kennen, wird die ganze FF wohl leider SPOILER sein.
Das tut mir leid.
Außerdem sah ich mich gezwungen neue Personen dazuzuerfinden.
(bitte nicht schlagen!)
Und...es spielt 10 Jahre nach dem TV-Ende.

Deswegen hoffe ich jetzt einfach mal, dass einige es lesen werden und mir ihre Meinung sagen, als weitere Warnungen gebe ich an, dass es ursprünglich etwas, ich betone ETWAS Shônen-Ai-orientiert ist.
Aber ich will es damit nicht übertreiben, das würde den Charakter von X zerstören.
Es ist Shônen-Ai drin, nicht allzu wenig.
Das war die Warnung, aber über den Rest müsst ihr euch selbst ein Bild machen.



Teil 1

Der Bus quietschte, als würde er jeden Moment in tausend Einzelteile zusammenbrechen. Er sah ja auch schon aus wie ein einziges Ersatzteillager. Sie spürte die Blicke der alten Herrschaften tief in ihrem Genick. Das Gemurmel drang in ihren Kopf. "Was ist das denn für eine?" - "Sowas wie die gibt's noch???" - "Ich dachte diese Gothics wären ausgestorben!?" Und die Blicke bohrten sich noch tiefer in sie...in ihren Schädel. Eigentlich kein Wunder, denn ihr ganzes Erscheinungsbild, war nun, im Jahre 2009, etwas was man nur noch selten sah.
Man beschrieb sie als Gothic.... . War sie das??? Langes, fransig geschnittenes pechschwarzes Haar. In einem Seitenscheitel weg gekämmt. Die Augen mit Lidschatten tief schwarz ummalt. Die Augen Kristallblau. Ihre Lippen und der Rest ihres Gesichtes ungeschminkt (was ihrer Schönheit keinen Abbruch tat), außer die Wimpern. Diese waren kräftig getuscht. Sie trug eine schwarze Jeans, an den Hosenbeinen ausgewaschen. Ein schwarzes Spaghetti-Top. Darüber ein hauchdünner Mantel, schwarz aus Spitze, der nur bis zu ihren Knien reichte. Sie trug eine Tasche bei sich und der MP-3 Player im Metallic-Look dröhnte. Man hörte lauten Alternative/Rock aus ihren Kopfhörern strömen. Der Hörsturz stand anscheinend kurz bevor. Durch den ganzen Bus hallte das Kreischen des Frontmans und das Schallen der Gittaren und des Schlagzeugs. Und sie redeten...redeten....redeten, flüsterten immer mehr.
Plötzlich kam der Bus zum Stehen. Sie sprang auf und rannte sofort zu der Tür und stürzte hinaus.
Erleichtert blieb sie stehen und hörte das letzte "So ein verrücktes Gör" der alten Leute. Sie drehte die Musik noch lauter. Der gesamte Player vibrierte bereits.
In der Ferne sah sie ihn...den Tokyo Tower.
"Mein Ziel...."


<Ob Kamui auch damals den Himmel so gesehen hat, wie ich jetzt??? --- Eigentlich ist der Himmel ja das einzige, was sich verändert hat. Er ist viel klarer, als noch vor 10 Jahren. Aber vielleicht bilde ich mir das ja ein. Was sagst du??? Kamui??? > plötzlich setzte sich ein Vögelchen auf Fumas Schulter und riss ihn aus seinen Gedanken, während er hoch oben in der Baumkrone saß.
Er war jeden Tag hier...aber selten nahm er sich die Zeit sich hier niederzulassen. Der Baum war riesig geworden und ragte über den Baumkronen des Parks hervor.
Er sah die Veränderungen der Stadt in den letzten 10 Jahren.
Seit dem Kampf waren nun haargenau 10 Jahre vergangen. Er hatte jeden Tag gezählt.... . Alle Gebäude wurden wieder vollkommen neu errichtet. Manche wurden ebenfalls architektonisch vollkommen von Grund auf neu hergerichtet. Japan litt schwer unter den Kosten, ganz Tokyo erneuern zu müssen. Doch erstaunlicherweise nahmen sie den Hauptplatz als technisches Importland ein....und alles Geld kam wieder in die Kassen. Japan war reich...die Hochhäuser in Tokyo waren noch höher....der Tokyo Tower, ein Symbol aus alten Tagenhatte Nachbarn bekommen, die es mit seiner Höhe versuchten aufzunehmen. Er war längst nicht mehr der Blickpunkt Tokyos, trotz seiner Größe und Unerreichbarkeit. Ein High-Tech-Urwald lag zu seinen Füßen. Bedrohte ihn und alles traditionelle.

Wenn man abends durch Tokyo ging, war es hell erleuchtet. Man konnte glauben, es wäre Tag. Dunkle Gestalten verzogen sich in dunkle Ecken. Die Kriminalität nahm stetig zu. Von Woche zu Woche. Menschen wurden auf offener Straße ermordet. Das Drogengeschäft boomte. Neue Modedrogen killten die Jugendlichen nacheinander. Japan begann zu versumpfen. Aber nicht nur das.... .
Wenn Fuma in solchen Momenten weiterblickte, begann etwas in ihm zu kochen.
Und eines wollte er defintiv nicht....dass es begann zu brodeln.
Denn er nahm an, dass diese Hitzewelle, tief im Kopf drin, daran Schuld war, dass er sich an kaum etwas nach dem ersten Widertreffen mit Kamui erinnerte. Bis zum Kampf......den wusste er noch ganz genau. Jedes Detail.
Und es ließ ihn kochen, wenn er sich Japan ankuckte. Das nun ein einziges Babylon war. Ein Babylon das gerade unterging, während der Rest der Welt schon untergegangen war. Es wurde fast ein 3. Weltkrieg angezettelt, doch das schlimmste konnte verhindert werden. Amerika putschte gegen den gesamten europäischen Ostblock, durch die anfänglichen Kriege wurden Staaten Europas, die früher andere Ländern zum Zittern bewegten mobil. Deutschland, England und Frankreich wurden aufmüpfig gegenüber Amerika....und das alles während Afrika an einer Hitzewelle zu Grund ging. Die Menschen vertrockneten dort. Asien versuchte sich aus den Zwistigkeiten herauszuhalten. Aber als die EU begann sich insgesamt zu rüsten....plötzlich brachen deren Pläne nieder. Sie sahen wie 17-Jährige Jungen in den Krieg gerufen wurden um die größte Armee zu rüsten. Und sie bemerkten, dass etwas falsch war.... . Sie schafften es den Krieg zu beenden und feierten große Friedensverträge. Doch letztendlich wurden alle Länder von anderen Feinden zerfressen. Dem einzigen wirklichen Feind. DER MENSCH.
Während einige dasaßen, Sekt schlürften - Erfolge feierten, haben andere gemordet.....und mit jedem Mord geht die Welt einem Ende hinzu.
Plötzlich rutschte Fuma vom Ast, auf dem er saß ab und landete eine Etage tiefer.
So solltest du nicht denken....sagte er sich selbst. Es ist wie es ist....alle Länder sind geplagt...keiner hat mehr etwas unter Kontrolle. Sie versippen in Kriminalität und die meisten in Armut. Afrika ist eine Wüste trockenen Bodens...dort gibt es keine Menschen mehr....doch im Rest der Welt sprießt der Boden vor Hass, Gewalt und Elend....dort wird es auch bald keine Menschen mehr geben. Die Zukunft ist schlechter denje. Wofür hast du sie bewahrt, Kamui???

Doch während er inmitten dieser Gedanken betrübt aufsah holt er tief Luft. Er sah zum Tokyo Tower auf...."10 Jahre...Kamui, 10 Jahre! Dafür hast du gekämpft."
Plötzlich stockte sein Atem....kalter Schweiß rannte in sekundenschnelle über seine Stirn....ihm stiegen Tränen in die Augen....Sein ganzer Körper zitterte. An der obersten Rampe des Tokyo Towers erblickte er etwas....eine dunkle Gestalt...die ihn direkt ansah. Und ein Flüstern rauschte durch den Wind, jedes einzelne Blatt.......durch die Baumkronen:

"KA MU I"

Sofort sprang er ab von der hohen Eiche und lief verstört auf und ab in dem Park. Nervös zog er sein Handy aus der Hosentasche.
Er bediente 2 Tasten und hielt es mit zitternden Händen an sein Ohr. Der kalte Schweiß an seinen Händen ließ das winzige Handy beschlagen. Während er dem mit Melodie unterlegten Rufzeichnen lauschte, spürte er auf einmal einen kalten Schauer über seinen angespannten Rücken jagen. Seine Nackenhaare stellten sich auf...er spürte seine eigene Gänsehaut....und er spürte Blicke. Das Rauschen des Windes ängstigte ihn....das Wirbeln der Blätter um ihn herum machte ihn fast wahnsinnig.
Er spürte wie sie ihn auslachten...die Blätter des Baumes........Kotoris Grab.......die Bäume.........10 Jahre und es verfolgte ihn immer noch.............er klappte das Handy zusammen, gerade als sich eine Stimme gemeldet hatte. Aufgelegt.
Beschämt sah er zu dem Grab seiner Schwester...wieder blickte er gedankenversunken in den Himmel, von dem er nur glänzende Bruchstücke zwischen den Blättern der Baumkronen sah.
"10 Jahre...und es verfolgt uns immer noch!"


"Bye Schatz!!!! Pass auf dich auf!!!" rief Yuzuriha. Das halblange, bewusst zerstrubbelte Haar schüttelnd und mit der anderen Haar winkend ging sie ihres Weges. Ihr Mann, Kusanagi mit sichtbar dunkelgrauem Haar winkte ihr lächelnd zu und verschwand im Militärswachtgebäude.
Er war Vertreter friedlich gesinnter Partnerschaften für Japan geworden und damit ein wichtiger Mann. Doch ausgerechnet heute war ein schwerer Tag. Er würde kündigen. Wer schenkt schon einem Menschen Gehör, der Frieden will???
Yuzuriha stand noch lange vor dem Gebäude und sah wie ihr Gatte die Stufen des gläsernen Treppenhauses hinaufhastete wie ein junger Hüpfer.
Ihm war nichts anzumerken....weder die Spuren des letzten Kampfes die bei ihm einen späten Lungenschaden hinterlassen hatten, noch sein Alter.
Wenn sie so über ihn nachdachte, würde Yuzuriha sich am liebsten selbst eine scheuern. "So alt ist er ja nich....und das beweist er regelmäßig...." plötzlich lief sie knallrot an.
Kusanagi blieb stiegen und winkte ihr breit grinsend erneut zu, als er ihren roten Kopf sah. Doch sie lächelte liebevoll zurück und gab ihm mit einer Geste eines zu verstehen: "Toi toi toi!" Er warf ihr einen Handkuss zu und sprintete die restlichen Stufen auch noch nach oben. In der obersten Etage angekommen....lehnte er sich an das Geländer und atmete tief aus und hastig wieder ein. "Kusanagi....du wirst alt! Für dich wurde der Lift erfunden...."

Yuzuriha hingegen lief gemütlich durch den Park. Um die Uhrzeit war es hier seltsam ruhig...sie und Kusanagi hatten Glück mit ihren Arbeitszeiten. Yuzurihas Gatte musste nur zu seinem Arbeitsplatz, wenn es Besprechungen gab, die nicht via Computer durchgeführt werden konnten. Ansonsten arbeitete er von zu Hause, obwohl er nicht das Sitzfleisch dafür hat. Inuki gab ihm aber Zeit seines Lebens immer Beschäftigung. Die Ehegattin selber hatte das Glück erst relativ spät zur Arbeit zu müssen. Zu einer Zeit, wenn alle anderen an ihren Arbeitsplätzen sind, Kinder und Jugendliche in der Schule....und wenn der Park leer ist. So ist der Weg zur Arbeit angenehm. Da sie eine Angestellte in einer Jugendzeitschriftenagentur war (den Job hatte ihr einst Seiichiro verschafft) war sie dafür aber stets beschäftigt. Ein Kind war noch nicht vorstellbar....aber wenn Kusanagi kündigte....hätte er Zeit und Geld hätten beide genug. Sie begann wie ein kleines Kind zu kichern.
Doch sie war keines mehr. Wenn man sie nun sah, viel der Blick auf ihre frauliche Gestalt und ihr schönes, schmales Gesicht mit haselnussbraunen Mandelaugen.
Aber das Lachen war das eines jungen Mädchens. Plötzlich stockte dieses kurz, als sie ein junges Mädchen, ca. 18 Jahre alt auf einer Parkbank sitzen sah. Die Augen geschlossen...die Musik des Discmans oder was auch immer sie hatte laut aufgedreht, schon von weitem zu hören. Vollkommen in schwarze Klamotten gehüllt und dick geschminkte schwarze Augen.
Yuzuriha wusste nicht, was es war...aber dieses Mädchen verängstigte sie.
Sie war noch gut 10 Meter entfernt......doch mit jedem Schritt umklammerte sie die Handtasche fester. Die Musik wurde lauter, je näher sie der Unbekannten kam. Yuzurihas Herz begann wie wild zu pochen und ihr wurde etwas schwindelig.....mit jedem Schritt mehr....ihr Arme und Beine und Augenlider wurden schwer.
Plötzlich zog ein Gedanke durch ihren Kopf...wann hattest du so ein Gefühl das letzte Mal??? Das....war....vor.....10 Jahren....

Äußerlich wirkte sie wie eine ganz normale Passantin, als sie an dem jungen Mädchen vorbeiging. Innerlich tobte ein Orkan aus Schwere und Angst.
Endlich war sie an der Unheimlichen auf der Parkbank vorbeigegangen. Gerade wollte Yuzuriha aufatmen....da schallt es laut "Himmelsdrache!".
Sie stockt.
Bleibt stehen.
<Einbildung....das macht nur der Gedanke.....es ist 10 jahre vorbei...VORBEI!>
Sie geht weiter.

"Ich rede mit dir, Himmelsdrache!!!!"
Ihr Herz bleibt stehen....Lunge, Niere, Leber, Kopf setzt aus.....sie bricht zusammen...innerlich.
"Sieh mich an, wenn ich mit dir rede!"
Langsam dreht sich Yuzuriha um, direkt vor ihr, fast berühren sich die Gesichter, steht das Mädchen. Sie hatte sie nichteinmal kommen hören.... .
"Himmeldrache." Flüstert sie.
"Was willst du???" spricht Yuzuriha gefasst.
"Ich muss dir etwas sagen. Ich habe eine Botschaft." Flüstert sie wieder, mit verzerrter Stimme.
"F...für mich???"
"Nein....für euch!" spricht die Fremde.
"Meine Botschaft lautet - ES IST NOCH NICHT VORBEI -!"
Sagte sie leise und fast nur gehaucht....nicht mit ihrer Stimme.
Yuzuriha schreckt zurück......tausend Menschenstimmen tönten aus dem Mund des Mädchens. "WER BIST DU??? LASS MICH IN RUHE!!! WIR HABEN ALLE VIEL GELITTEN...UND ES IST VORBEI!!! DAS LEID!" schreit sie entrüstet und lässt während ihres Ausbruchs sogar die Tasche fallen....Verzweiflungstränen rollen über ihre Wangen.
"Zu deiner ersten Frage, mein Name ist Koko. Ich bin Traumseherin, ich bin EURE Traumseherin. Du musst dich nicht aufregen, ich erkläre es euch, heute abend, beschaff alle ehemaligen Erdrachen und Himmelsdrachen. Sag ihnen, ES GEHT WEITER! Ich erwarte euch dort, wo einst Hinoto hauste." Flüsterte sie.
Yuzuriha schrie noch lauter als zuvor "HAST DU EINEN KNALL??? BIST DU VERRÜCKT??? DIE ZUKUNFT IST ENTSCHIEDEN....JEDER LEBT SEIN LEBEN...ICH KANN NIEMANDEN AUS SEINEM NEUEN DASEIN REIßEN!"
Koko jedoch zuckt nur kurz mit der Augenbraue. "Nicht so laut."
Yuzuriha stockt. "Was?" fragt sie mit verdattertem Blick.
"Bitte nicht so laut." Wiederholt sich die Jüngere.
Doch Yuzuriha starrt nur auf die Kopfhörer. "Und die Musik?" fragte sie verstört kreischend.
"Das ist nur um die Stimmen zu unterdrücken. Aber ich höre sie trotzdem." Flüstert sie.
"Welche Stimmen???" hakt die Ältere erneut nach.
Koko bückt sich, packt Yuzurihas Tasche, sagt "DIE Stimmen" und dreht ihr den Rücken zu, geht in die entgegengesetzte Richtung.
Yuzuriha rennt ihr jedoch hinterher. "Warte mal....du....!"
Koko wendet sich wieder.
Sie zeigt diabolisch an dem Kopf der Älteren vorbei, in die Richtung die Yuzuriha einst gegen wollte. "Du - da lang." Ruckartig zeigt sie mit ihrem Daumen über ihre Schulter in die Richtung in die sie eben aufgebrochen war. " Ich - da lang. Wir sehen uns heute Abend."