Stormbringer
Mir hat der Film gut gefallen! Allerdings fand ich das diese komischen Blut effekte sehr billig waren. war wohl absicht!
Die Kämpfe fand ich sehr gut, bin ein kleiner Schwertkampf fan
nixon
also ich bin mir ja nicht hundert prozentig sicher, ob ich das richtig gesehen habe. aber kann mir jemand sagen, was eine szene aus KILL BILL Vol.2, unzwar die in der uma thurman mit dem verrückten alten den schlangenstile trainiert, in dem titelmenü von zatoichi verloren hat... ist wirklich seltsam, und garantiert nicht rechtens.
bin ich blöde oder kommt das wirklich im menü vor?
könig von jin
hi du weisst aber schon das zatoichi schon vor nem halben jahr lief oder ?
nixon
ist mir schon klar, ich rede vom dvd titelmenü. und ich glaub irgendwie nicht an eine genehmigung von warner bros.
the mannequin
Musik und Kampf passen gut zusammen. Die bildgewaltigen Konfrontationen von Schwertkämpfern in Filmen wie Hero oder Tiger and Dragon wurden oft und zu Recht mit den Choreografien des Balletts verglichen, die Inszenierung der Körper, ihre Bewegungen in der Luft waren weit wichtiger für die Bilder der jeweiligen Filme, als der kriegerische Inhalt. Takeshi Kitanos Zatoichi entzerrt die beiden Ebenen wieder: Die körperliche Auseinandersetzung und die Musik bekommen ihre eigenen Sequenzen zurück, Kämpfe stehen neben Musiknummern wie in einem indischen Actionfilm. So entstehen wunderbare Szenen bei Kitano, Szenen wie jene, in denen die Schritte oder die Hark-Geräusche der Feldarbeiter den Takt angeben für die Filmmusik. Die Figuren bekommen eine Selbstständigkeit zurück auf diesem Wege, die sie in vielen Filmen verlassen hat. Wo oftmals die Musik unbemerkt Stimmung und Emotion der Figuren kommentiert und den Zuschauer zu beeinflussen versucht, sind es hier die Charaktere des Films, die zur Quelle des Musikalischen werden. Lange steht die Kamera still und beobachtet die Arbeiter auf ihrem Feld, meditativ beinahe und sehr ruhig, verglichen mit den blutigen Actionsequenzen.
Es sind jene Gegensätze, die Kitanos Film seine vollendete Struktur verleihen - die Gegensätze zwischen der Gewalt und der Meditation, zwischen der Musik für den Film und jener, die in der Geschichte selbst entsteht, und die Gegensätze ziehen sich von der Form des Filmes hinein in seine Narration: Um einen blinden Masseur mit erstaunlichen Geschick beim Schwertkampf geht es da (dargestellt von Kitano selbst), einen unerkannten Samurai, der trotz oder wegen seines mangelnden Augenlichtes mehr sieht als alle anderen. Er wandert durch die Lande und landet in einem Dorf, das unter der Herrschaft der Ginzo-Gang, einer brutalen Bande von Schutzgelderpressern, zu leiden hat. Was folgt, hätte genauso gut im modernen Japan angesiedelt sein können, statt im 19. Jahrhundert, in der die Legende um Zatoichi angesiedelt ist. Zwei Schwestern tauchen auf, die die Ermordung ihrer Familie rächen wollen und seit 10 Jahren auf der Suche nach den Tätern sind, eine Spielhölle gibt es, in der die Würfel nicht immer ganz zufällig fallen und einen Samurai, dessen Schwertkampfkünste im Dienste der Ginzo-Gang deren Alleinherrschaft brutal zu sichern wissen. Es ist wohl gerade die Zeitlosigkeit dieser Themen um Rache, Erpressung und Macht, die das historische Setting von Zatoichi reichlich unbedeutend erscheinen lassen - vor den Kulissen des präindustriellen Japan spielen sich die gleichen Konflikte ab, die auch das in der Gegenwart angesiedelte Kino durchziehen.
Ganz wunderbar anzusehen ist Zatoichi, und man begreift langsam, aus welchem Bildreservoir Tarantino schöpfen konnte, als er das Blut spritzen ließ (in der asiatischen Fassung von Kill Bill übrigens noch weit mehr als in der hierzulande gezeigten). Die Blutfontänen, die aus den Stümpfen der abgehackten Arme und Beine sprudeln, die grotesken Mengen an Körpersäften, die die Samurai und Gangmitglieder vergießen, geben den Kämpfern ihre Vitalität, sie verleihen ihnen noch im Augenblick des Todes etwas ungemein körperliches, beinahe sexuelles. Auch in diesem sexuellen Element zeigen sich die Gegensätze, die Widersprüche, die Zatoichi thematisiert: Eine Frau stellt sich im Laufe der Handlung als Mann heraus, und selbst als die Zeit vorbei ist, da diese Travestie der Verkleidung diente, bleibt der Mann seinem Make-Up und den Frauenkleidern treu. Es verschönere ihn, sagt er, und er hat Recht. Die Faszination mit den blinden Sehenden und den femininen Männern, den Kämpfen und den Liedern, der Geschwindigkeit und der Ruhe verleihen Zatoichi seine Kraft.
Der plakativste Gegensatz freilich in einem Film wie diesem sind seine beiden Helden: Der blinde Masseur und der Samurai der Ginzo Gang. Lange werden die beiden Gestalten als unbesiegbare Kämpfer aufgebaut - nur ein einziges Mal ziehen sie dabei schon vor dem Showdown ihre Schwerter gegeneinander. "Der Raum ist zu klein, um ein Schwert zu ziehen", sagt Zatoichi, als seine Klinge und die seines Kontrahenten unbewegt im Raum zu stehen scheinen, in jenem fragilen Gleichgewicht, das erst spät im Film entschieden wird. Der Balanceakt, den die Machtverhältnisse in Zatoichi gehen, stets schwankend zwischen böser Unterdrückung und dem Sieg der Guten, der Balanceakt zwischen den Genres der Musik und des Kampfes und zwischen den Geschlechtern, er gelingt Takeshi Kitano auf bewundernswerte Weise: immer im richtigen Augenblick wechselt das Erzähltempo, und auch, was hier eigentlich erzählt wird, überrascht. Bis in die allerletzte Filmsekunde hinein versorgt uns Zatoichi mit überraschenden Wendungen des Plots. Und wenn die fremden japanischen Zeichen dann im Abspann über die Leinwand laufen, dann ist es, als würden schließlich sie den Takt angeben für die Musik der Stepptänzer, die noch immer läuft. Gegensätze haben selten ein so harmonisches Bild geschaffen wie hier.
Blade
"Zatôichi - Der Blinde Samurai" ist ein neues Meisterwerk von und mit Takeshi Kitano.
Kritik:
Takeshi Kitano wollte die alten Geschichten vom blinden Masseur wieder auferstehen lassen in dem er selbst der exzellente Schwertkämpfer verkörpert.
Wie Kitano auch schon mehrmals verdeutlicht hat, wollte er, dass sein Zatôichi sich von den anderen unterscheidet - sein Masseur hat platinblonde Haare und nicht dunkle und sein Schwert ist blutrot.
Kitanos Stil Filme zu machen, erkenne ich Sofort, wenn ich "Brother" oder "Sonatine" sehe, dann fällt es irgendwie auf, dass "Zatôichi" Ähnlichkeiten mit den hat, nicht von der Story, aber irgendwie von der Atmosphäre und von den Schnitten.
Kitano (als Schauspieler) überragt zwar nicht, schafft es aber den einsamen und blinden Rächer perfekt und gefühlvoll darzustellen, sein Gegenspieler Tadanobu Asano bemüht sich zwar, kommt aber leider zu gespielt rüber.
Der Stil und die Kämpfe zeichnen diesen Film aus, kommen wir zum Zweiten. Die Schwertkämpfe, die ich über alles gerne sehe, sind genial und meisterlich choreographiert und inszeniert - die Bewegungen, die Züge - alles stimmt perfekt.
Die melancholische Geschichte der zwei Geschwistern kann Kitano auch wunderbar rein bringen, ebenfalls wie Tarantino, gelingt Kitano das Genrewechsel tadellos.
Ein Püktchen kriegt bei mir aber nicht die volle Punktzahl - die computeranimierten Blut-Effekte, die leider total unrealistisch wirkten, was vermutlich von Kitano so gewollt war um sich bei den Prüfstellen "anzuschleimen".
Also haben wir einen Gewinner, Kitano schafft es durchaus in allen Punkten zu überzeugen und stellt dem jungen Publikum den berühmten, blinden Masseur so gut wie nie zuvor vor.
Trotzdem bin irgendwie bisschen sauer auf Kitano, der zwar mit seinem Ende den Schlussstrich der Auflösungen zieht, aber wegen den vorherigen Geschehenissen zum dauernden Nachdenken erregt.
Fazit:
Wie erwartet, ein Meisterwerk von und mit Takeshi Kitano mit überragenden Kämpfen, toller Musik und kleinen CGI-Problemen.
9,5/10
Soljah

Ich liebe dieses Meisterwerk von Kitano
Noch nie einen tollen Samurai Film gesehen,der alte Elemente mit modernen Elementen mischt. Super!
Besonders die Endszene,die Party,ist so richtig genial
Soljah
@ Miike
ok,dann notier ich mir das mal
BigBadBorg
Hab mir den Film gestern angesehen und weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich ihn jetzt gut oder schlecht finden soll. Die CGIs haben mich nicht gestört, die Action war top, aber ich wußte nie, ob der Film jetzt eine Komödie, ein Drama oder ein Actionfilm werden wollte. Ich fand, diese Mixtur hat nicht richtig gezündet...
Krass fand ich auf jeden Fall, wo eines der beiden Geschwister anschaffen geht! Da wurde es mir echt anders!
Ich denke, man sollte diesen Film auf jeden Fall mal gesehen haben. Sind die anderen Filme von dem Regisseur auch in diesem Stil?
Zatoichi
Zatoichi, der blinde Samurai, ist einfach nur pures Unterhaltungskino...denkt man....
Am Ende des Films taucht jedoch ein Satz auf und der macht den Film mit einem Schlag anspruchsvoll...interessantes Phänomen, finde ich...
ebenfalls interessant finde ich die verschiedenen Stilmittel die Kitano eingesetzt hat um das Publikum zu unterhalten, viele Sachen waren mir vollkommen neu und gehören zu der Art von Stilmittel, die man sich nicht traut nachzumachen da man dann einfach als Plagiator dasteht (Ausnahmen bilden da Parodien)....
Man merkt schnell, dass Kitano eigentlich von der Bühne kommt und man merkt sofort wieviel Erfahrung der Regisseur (und Hauptdarsteller) in diesen Film gebracht hat.....
Takeshi Kitano kann ewig lange Schwertkämpfe in denen die Schwerter aneinanderprasseln nicht leiden, das merkt man eindeutig. Die Kämpfe sind großartig und wirklich sehr realistisch (und blutig, was solls)
Die Musik ist eher solala, aber da das ein Mantel und Degen Film (würde man in westlichen Ländern sagen) ist passt das auch.
Die Story ist originell und ist genau so eine Art von Geschichte wie sie eigentlich nur mündlich überliefert werden...eben eine Geschichte über einen sehr mysteriösen Helden der ein Dorf befreit....sehr, sehr, sehr japanisch-altertümlich...
und das ganze gibt dem ganzen Film einen sehr individuellen Charme..
ein Film zum liebhaben und immer-wieder-gucken
eine Frage habe ich noch...und zwar, im DVD-Menü erscheinen halt immer wieder Schattengestalten und sowas während man sich überlegt welchen Menüpunkt man jetzt wählt...mir ist aufgefallen, dass da eine Szene aus Kill-Bill 2 eingebaut ist:
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Dieses Silhuetten-Spiel, Die Braut trainiert mit dem Kung-Fu MeisterSPOILER ENDE
Kann mir das bitte jemand erklären?!! Ich kann mir daraus absolut keinen Reim machen! Was hat Kill Bill mit Zatoichi zu tun?!!
liverbird
Hab ihn mir endlich angesehen und muss sagen ein Meisterwerk von Kitano. DVD wird am Montag gekauft.
Als nächstes in Planung ist Violent Cop, mal sehen wie der so ist - leider noch nicht dazu gekommen!
mondsuechtiges
ein Film, in dem mich Kintano sympathisch ist wie nie. zwischendurch hat er seine Längen. z. B. finde ich diese ewig lange Geschichte um die Geishas relativ unnötig. die „billigen“ Bluteffekte fand ich grade trashig und gehören für mich zu solchen Filmen. völlig unerwartet aber gut fand ich die witzigen Szenen. ich möchte an dieser Stelle nicht unpassend sagen, obwohl mir das während des Films hin und wieder so gegangen ist. hervorzuheben sind natürlich die klasse Musikeinlagen (Feldarbeiter). der Schluss war mir wieder ein wenig zu glanzlos, wenn man doch bedenkt, dass beide Kämpfer Meister auf ihrem Gebiet sind.
8/10 Wetten
Master_MO
Die musikeinlagen fand ich auch klasse...!
Und ich würde den Film auch mit 8/10 bewerten ...!
kami
Ich mag ja den deutschen Untertitel "DER BLINDE SAMURAI", dabei ist Ichi kein Samurai, sondern ein Yakuza, also ein Gangster (wandernde Spieler wurden als solche kategorisiert). Ansonsten ist ZATOICHI ein großartiger Film, den ich mir allerdings optisch etwas kohärenter gewünscht hätte, so wechseln sich optisch wunderschöne Szenen zu häufig mit eher belangslosen Bildern ab. Die Musik passt wunderbar, der Humor auch, die Fights sind erstklassig, und mir gefallen auch die wunderbar stilisierten CGI-Blutfantänen (die ich übrigens keineswegs für trashig halte). Ich kann sonst mit Kitano als Regisseur nicht sonderlich viel anfangen, DOLLS war einfach nur sterbenslangweilig und auch seine Yakuza-Werke stimulieren mein Schlafzentrum aufs Extremste, aber ZATOICHI ist gut und unterhaltsam, so dass ich auch guten Gewissens 8,5 /10 Blutfontänen vergebe.
Milan
Hab den nun auf DVD, wurde auch gleich angeschaut. Ich bin jedenfalls vollkommen zufrieden, der Blindkauf hat sich gelohnt. Der Film bietet tolle Kampfszenen, schoenen Aufnahmen und einige gute Story. Vorallem hat mir aber Takeshi Kitano als Zatoichi gefallen, er spielt den Samurai genial. 9/10
Dr.Zoidberg
Als ersten muss ich sagen, dass ich den Film nicht kannte, bis ich ihn in der TV Movie gesehen habe - das waren ungefähr 10 Minuten bevor er anfing.

Habe es nicht bereut den Film gestern gesehen zu haben. Für mich ist es zwar kein Meisterwerk, da er doch zu viele längen hatte und die CGI-Effekte nicht ganz passend waren - nichtsdestotrotz gibt's von mir 8/10 Punkte.

Besonders lustig fand ich die Szene, wo
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Shinkichi für 3 Jungs den "Meister" gibt.
SPOILER ENDEHätte da aber noch eine Frage:
| Zitat: |
Original von Soljah
Besonders die Endszene,die Party,ist so richtig genial
|
Da der Film ziemlich spät endete und ich wohl zu lange blinzelte, bekam ich die allerletzte Szene nicht ganz mit: Zatoichi ging die Strasse entlang und stolperte und dabei sagte er etwas, nur was ( war irgendwie bei der ganzen Szene abgelenkt... )? Auch ist er auf irgendetwas gefallen, oder? Hoffe jemand kann mir die letzte Szene beschreiben.
nixon
also hier mal für alle ZATOICHI begeisterten. ich hatte da mal vor 1-2 jahren nen video gemacht. gefällt bestimmt, wenn nicht gibts geld zurück
klickst du hier
der link besteht mindestenst 7 tage lang
O-Lee
Nicht schlecht, aber auch nich überragend. Wie er im Vergleich zu anderen Samurai/Zatoichi Filmen ist kann ich nicht beurteilen, kenn mich da nicht aus. Fand den Film stellenweise langweilig, da die Story sehr einfach ist und Kitano es nicht schafft, das zu kompensieren. Bisschen mehr "Humor" hät's für meinen Geschmack sein können, da ich Kitanos Humor sehr mag. Ausserdem waren die Sets (Innenräume, Stadt etc) teilweise zu trist gestaltet. (Oder liegts daran, dass ich zu sehr an chinesische Inneneinrichtungen gewohnt bin, die viel farbenfroher sind als die der Japaner?) Allein an dem wird's nicht liegen, denn auch in der Stadt ist nicht viel los und irgendwie sieht alles zu neu aus. Ausserdem hätte man sich etwas mehr Mühe geben können bei den billigen Blutspritzern, die sehr oft zu sehen sind.
6/10
Sachen, die mich persönlich sehr gestört haben waren die doofen Tanzszenen am Ende und die Kämpfe. Da bleib ich stur und meinen Hongkong-Stars treu. Ich mag einfach keine Filme, in denen man in Kämpfen meistens nicht mehr als den Oberkörper und die wirbelnden Arme der Darsteller sehen kann. "Meine" HK-Filme mögen auch doofe Storys haben, doch dort hab ich wenigstens sehenswerte Kämpfe.
Würd ich das auch beachten, käme der Film bei mir auf 4/10 Punkten.