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DIE MUMIE 3
Das GRABMAL DES DRACHENKAISERS
Kinostart: 7. August 2008
DIE BESETZUNG
Rick O’Connell - Brendan Fraser
Drachenkaiser - Jet Li
Evelyn O’Connell - Maria Bello
Jonathan Carnahan - John Hannah
Ming Guo - Russell Wong
Maguire - Liam Cunningham
Alex O’Connell - Luke Ford
Lin - Isabella Leong
Zi Yuan - Michelle Yeoh
DER STAB
Regie - Rob Cohen
Drehbuch - Alfred Gough, Miles Millar
Produktion - Sean Daniel, James Jacks, Stephen Sommers, Bob Ducsay
Ausführende Produktion - Chris Brigham
Kamera - Simon Duggan, ACS
Produktionsdesign - Nigel Phelps
Schnitt - Joel Negron, Kelly Matsumoto
Kostümdesign - Sanja Milkovic Hays
Musik - Randy Edelman
DIE SYNCHRONISATION
ROLLE - DARSTELLER/IN - SPRECHER/IN
Rick O’Connell - Brendan Fraser - Torsten Münchow
Drachenkaiser - Jet Li - Jet Li
Evelyn O’Connell - Maria Bello - Claudia Urbschat-Mingues
Jonathan Carnahan - John Hannah - Stefan Staudinger
Maguire - Liam Cunningham - Erich Räuker
Alex O’Connell - Luke Ford - Marcel Collé
Lin - Isabella Leong - Manja Doering
Zi Yuan - Michelle Yeoh - Arianne Borbach
Buch/Regie: Norman Matt
Originaltitel: The Mummy – Tomb of the Dragon Emperor
Filmlänge: 113 Minuten

DIE PRESSENOTIZ
Das Epos „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ verleiht der „Die Mumie“-Serie - die weltweit bisher über 800 Millionen US-Dollar eingespielt hat - eine faszinierende neue Wendung: Im neuen Kapitel spielt die Action in Asien. Blockbuster-Action-Regisseur Rob Cohen („The Fast and the Furious“, „xXx – Triple X“) lädt die Zuschauer ein, die Geheimnisse eines verbotenen Landes zu enträtseln.
„DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ wird mit den unverwechselbaren Markenzeichen – wie zum Beispiel die atemberaubenden Fantasy-Elemente und der charmante Humor von Brendan Fraser - und der visuell hochkarätigen Action der Serie für eine neue Generation ganz neue Maßstäbe setzen.
Neben den Archäologen-Ehepaar Rick (Brendan Fraser) und Evelyn O’Connell (Maria Bello) gibt es auch diesmal wieder aufregende neue Figuren zu entdecken: Russell Wong („Romeo Must Die“) spielt Ming Guo - den Geliebten von Zauberin Zi Yuan -, der als loyaler Diener seines Kaisers von diesem hintergangen wird; Liam Cunningham („Breakfast on Pluto“)
spielt Ricks alten Freund, den Piloten Desi „Mad Dog“ Maguire; und die gefeierte chinesische Schauspielerin Isabella Leong („Missing“) gibt hier ihr US-Spielfilmdebüt in der Rolle der alterslosen Lin, der Wächterin des Grabmals des Drachenkaisers.
„DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ – ohne Frage das absolute Fantasy-Action-Highlight des Sommers. Hingehen und staunen!

KURZINHALT
Seit dem letzten „Mumie“-Abenteuer sind einige Jahre vergangen. Der Zweite Weltkrieg ist gerade vorüber und eine letzte Mission für die britische Regierung führt das Archäologen-Ehepaar Rick (Brendan Fraser) und Evelyn O’Connell (Maria Bello) nach Shanghai – und mitten hinein in eine politische Verschwörung.
Zur selben Zeit hält sich auch ihr mittlerweile erwachsener Sohn Alex (Luke Ford) in China auf und stößt bei Ausgrabungen auf das Grab des Drachenkaisers.
Der Legende nach wurden der Furcht erregende Herrscher und seine Armee vor über 2000 Jahren von einer Zauberin mit einem Fluch belegt und in Terrakotta verwandelt. Um China zurückzuerobern, sollen sie offenbar wiedererweckt werden – und plötzlich stehen nur noch die O’Connells und Alex’ Schwager Jonathan (John Hannah) zwischen dem Drachenkaiser und einem neuen Zeitalter des Schreckens…

DER INHALT
Der Zweite Weltkrieg ist gerade zu Ende gegangen, als sich das Archäologen-Ehepaar Rick (Brendan Fraser) und Evelyn O’Connell (Maria Bello) für eine letzte Mission für die britische Regierung nach Shanghai aufmachen.
Plötzlich finden sie sich mitten in einer politischen Verschwörung wieder, die sie aus den Katakomben des alten Chinas über die neonbeleuchteten Straßen Shanghais bis auf die Gipfel des Himalayas führt.
Das Abenteuer nimmt seinen Lauf, als ihr mittlerweile erwachsener Sohn Alex (Luke Ford) bei Ausgrabungen in China auf das Grab des Drachenkaisers stößt. Der Legende nach wurden der Furcht erregende Herrscher und seine Armee vor über 2000 Jahren von einer Zauberin (Michelle Yeoh) mit einem Fluch belegt und in Terrakotta verwandelt. Der machtgierige chinesische Drachenkaiser (Jet Li), der damals die mächtige Zauberin auf die hinterhältigste Art und Weise betrogen und belogen hatte, war dazu verdammt worden, in Ewigkeit eingemauert zu verharren. Und gemeinsam mit seiner Armee von 10.000 Kriegern wurde der Kaiser an einen geheimen, düsteren Ort verbannt.
Doch der wagemutige und etwas übermütige Alex lässt sich dazu verleiten, diesen gnadenlosen Tyrann aus seinem ewigen Schlaf zu wecken – daher braucht der junge Archäologe nun dringend die Hilfe der einzigen Menschen, die mehr über die Untoten wissen als er selbst: seine Eltern.
Der Drachenkaiser drängt mit aller Gewalt ins Leben zurück – und unsere Helden müssen feststellen, dass die Jahrtausende lange Zwangspause seine Gier nach der Weltherrschaft nur noch verschärft hat. Und es dauert nicht lange, da hat die Kaiser-Mumie den fernen Osten mit unvorstellbar großen, übermenschlichen Kräften in Aufruhr versetzt und ist drauf und dran alle, die sich ihm entgegenstellen, entweder zu töten oder grausam zu unterjochen. Doch damit nicht genug: Die losgelassenen Krieger-Legionen können zu einer übernatürlichen und alles überrollenden Streitmacht werden. Eine neues Zeitalter des Schreckens steht bevor… es sei denn, den O’Connells gelingt es mit vereinten Kräften , die Mumie doch noch aufzuhalten...

PRODUKTIONSNOTIZEN
Abenteuer in Fernost: Die triumphale Rückkehr der O’Connells
Zu den Filmen bei denen Rob Cohen Regie führte, gehören u.a. Action-Blockbuster wie „xXx – Triple X“ und „The Fast and the Furious“ – aber nur wenige Zuschauer wissen, dass dieser Filmemacher ein Student der Anthropologie ist, der sich schon lange für Asien interessiert und zeitweise sogar dort lebte. Als man ihn darauf ansprach, die Regie eines Abenteuer-Epos zu übernehmen, das „Die Mumie“ nach Fernost bringen sollte, war Cohen auf Anhieb bewusst, dass er hiermit zwei seiner größten Leidenschaften würde vereinen können: groß angelegtes Kino und China.
Sein lebenslanges Interesse an diesem Land erläutert Rob Cohen im Vorwort des Begleitbuches zu „„DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“: „Ich hege eine tiefe Zuneigung zur chinesischen Kultur und bin von der turbulenten, über 5000-jährigen Geschichte des Landes vollkommen fasziniert. Seit ich auf der High School war – das Hobby meiner Mutter waren damals chinesische Aquarelle -, hat China meine Phantasie angeregt und ich habe viel darüber gelesen. Besonders interessiert haben mich die verschiedenen Dynastien, vor allem die Tang und die Ming, mit ihren frühen Entdeckungsreisen nach Indonesien und Afrika, sowie die gigantischen Schatzsegler, die wohl lange vor Magellan die Welt umsegelten und wahrscheinlich sogar vor Kolumbus den amerikanischen Kontinent erreicht haben.“
Als er das Drehbuch zu „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ – aus der Feder von Alfred Gough und Miles Millar – las, war Cohen vom Humor sowie von dem epischen Abenteuer der O’Connells sehr beeindruckt. Mehrmals hatte er sich bereits auf der Suche nach Quellenmaterial nach Fernost hin orientiert; er war davon überzeugt, dass dieses Projekt sich wunderbar in seine Wissbegierde und Recherchen zu China einfügen würde. Cohen erklärt: „Ich bin ein Geschichts-Fanatiker und hatte bereits sehr viel zur chinesischen Geschichte gelesen, bevor ich für dieses Projekt an Bord kam. Seit meiner Regie an „Dragon: Die Bruce Lee Story“ und der Miniserie „Vanishing Son“ – über zwei chinesische Brüder, die in die USA auswandern - liebe ich die chinesische Kultur.“
Es war ein Glücksfall für alle Beteiligten, dass die Produzenten der Erfolgsfilme, die diese Serie lancierten – „Die Mumie“ (1999) und „Die Mumie kehrt zurück“ (2001) – der Fortsetzung nun eine neue Wendung geben wollten und Gough und Millar damit beauftragten, die Franchise aufzupeppen. Die Produzenten waren der Meinung, Ägypten sei als Schauplatz ausgiebig genutzt worden; man suchte nach einem Filmemacher, der die abenteuerlustigen O’Connells bei neuen Unternehmungen in Asien begleiten könnte. Zum anhaltenden Interesse der Zuschauer an den Film-Eskapaden der O’Connells meint Produzent Stephen Sommers: „Meiner Meinung nach waren sie so erfolgreich, weil es sich um romantische Abenteuer in exotischer Umgebung handelt. Die Leute lieben das.“
Bei „„DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ sind die Produzenten James Jacks und Sean Daniel zum dritten Mal mit von der „Mumie“-Partie; hinzugekommen sind für den dritten Teil die Produzenten Bob Ducsay und Stephen Sommers. Gemeinsam hatten alle vier schon für die Erschaffung der ersten zwei „Mumie“-Folgen zusammengearbeitet: Sommers führte Regie, Ducsay übernahm bei beiden Teilen den Schnitt und fungierte in „Die Mumie 2“ außerdem als ausführender Produzent.
In Rob Cohen fanden die Produzenten einen Regisseur, der über ausreichend Erfahrung verfügte, um einen Film in der Dimension, die ihnen vorschwebte, realisieren zu können. „Dankenswerterweise wollte Rob diesen Film übernehmen, denn er war genau der richtige Mann dafür“, fasst Ducsay zusammen. „Er hat die Fähigkeiten, um eine gigantische Produktion auf zwei verschiedenen Kontinenten aufzustellen, ist großartig bezüglich der Action und der Schauspieler und verfügt über einen tollen Sinn für Humor. All das sind essentielle Zutaten für die DNA eines „Mumie“-Films.“
„Die Vorstellung, dass die Terrakotta-Krieger von Hi’an eigentlich die Mumien sind, hat mir sehr gefallen“, erzählt Cohen. „Es ging darum, die wahre Geschichte Chinas in zwei unterschiedlichen Epochen auszuloten: um 200 vor Christus und die Nachkriegszeit um 1946. Das sollte auf ungewöhnliche Weise gezeigt werden und viel Spaß bringen. Außerdem bot es die Gelegenheit, sämtliche Ressourcen von „Die Mumie“ und die wundervollen Figuren, die Stephen Sommers eingeführt hat, zu nutzen. Sämtliche großartigen Elemente sind darin enthalten, aber ich wollte die Story auf einen neuen Kurs bringen: weg von Ägypten, hin nach Asien. Es ist ein brandneues Abenteuer für unsere Helden, es ist spektakulär, farbenfroh und vollkommen asiatisch.“
Zu seinem Interesse daran, erneut für „Die Mumie“-Serie zu arbeiten, gibt Produzent Sean Daniel unumwunden zu, dass seine Faszination für das Genre schon im Kindesalter begann und bis heute nicht nachgelassen hat: „Als Kind habe ich mir jede Boris Karloff-Version (der Mumien-Filme), die ich finden konnte, angeschaut, außerdem alle weiteren folgenden Mumien-Filme“, erinnert sich Daniel. „Ich habe mir aus Famous Monsters of Filmland Fotos der Mumie ausgeschnitten und an die Wand geklebt. Als ich dann zu Universal ging, habe ich sofort damit begonnen, über eine neue Mumien-Produktion zu reden – denn es sind meine persönlichen Lieblingsfilme.“
Produzent Jacks fügt hinzu: „Seit fast einem Jahrzehnt gehören wir bereits zur O’Connell-Familie. Jetzt dazu beitragen zu können, dass ihre Abenteuer fortgesetzt und Rick und Evy ihr Erbe an den gemeinsamen Sohn Alex weitergeben, macht uns alle sehr stolz. Ich gebe es zu: Man fühlt sich, als seien die eigenen Kinder erwachsen geworden.“
Nachdem Regisseur Cohen mit an Bord war, um der Serie den richtigen asiatischen Dreh zu verpassen, die Produzenten aus den ersten beiden Teilen aktiv wurden und Gough und Millar das Drehbuch aufgepeppt hatten, war es an der Zeit, einen Drachenkaiser und Gestaltwandler sowie die streitlustige O’Connell-Familie zu besetzen – ganz zu schweigen von den vielen Stunden, die dafür aufgewendet werden mussten, um Schlachten und Hochgeschwindigkeits-Verfolgungsjagden zu kreieren. Die Welt um 200 vor Christus und um 1946 sollte sich als ziemliche Herausforderung erweisen.
Zeitlose Helden und brutale Kriegstreiber: Die Besetzung
Unser Abenteuer beginnt mit dem Erwachen der Kaiser-Mumie - der junge Forscher Alex O’Connell, gerade 21 Jahre alt, wird dazu verleitet, sie wieder zum Leben zu erwecken. Der blutrünstigste Krieger, den China jemals gesehen hat, musste einst die Pläne zur Eroberung der Weltherrschaft aufgeben, als er vor tausenden von Jahren von der Zauberin Zi Yuan mit einem Fluch belegt wurde. Frisch erwacht, weiß der Drachenkaiser nur zu gut, dass es eine ganze Welt zu erobern gilt. Zuvor muss er aber das ewige Leben erlangen – und dafür das sagenumwobene Shangri-La aufspüren. Wenn er dort aus der Quelle des ewigen Lebens trinken kann, wird er in der Lage sein, eine Armee aufmarschieren zu lassen, die seit Jahrtausenden unterirdisch begraben liegt… es sei denn, Rick, Evy und Alex können ihn doch noch aufhalten.
Brendan Fraser erneut für die Rolle des wagemutigen Abenteurers Rick O’Connell engagieren zu können war ausschlaggebend für das Projekt; alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass er einer der wenigen Schauspieler ist, die Action und leichte Komödie so gelungen vereinbaren können. Ducsay meint: „Wir könnten uns keinen „Mumie“-Film ohne Rick O’Connell vorstellen. Brendan ist die Verkörperung dieser Figur. Er sieht toll aus und ist noch besser in Form als im ersten Teil; außerdem absolviert er diese unglaublichen Stunts selbst.“
Fraser wusste es zu schätzen, dass die seit dem vorangegangenen „Mumie“-Teil verstrichene Zeit auch in seiner Leinwandfamilie widergespiegelt wurde. Der Schauspieler meint: „Die Familie konnte sich weiterentwickeln und die Geschichte hat einen schauspielerischen Bogen bekommen: man hatte sich auseinander gelebt und wird nun wieder vereint. Wir sehen einen Ehemann und eine Ehefrau, die sich – gelinde gesagt – als Rentner langweilen, und einen Sohn, der sich nach Anerkennung sehnt. Alex will seinem Vater zwar gefallen, ist aber doch eher ein **************, macht ein paar Fehler und stolpert über den Größten aller Schurken: ein Kaiser in seinem Grab, der ein schlimmer Despot war. Durch eine ganze Reihe von Missgeschicken – ganz in der Tradition dieser Filme – geht alles wieder los. Eine neue Mumie wird auf die Welt losgelassen, und die O’Connells müssen den Untoten aufhalten.“
In der Vorstellung von Regisseur Cohen gab es nicht den geringsten Zweifel daran, wer die Rolle des Drachenkaisers spielen sollte: „Jet Li war die erste und einzige Wahl“, berichtet der Regisseur. „Er sollte auch in „Sindbad“ für mich den Schurken spielen, also kannten wir uns bereits.“
Da der internationale Action-Star Jet Li nicht für die gesamte Dauer der Dreharbeiten zu „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ zur Verfügung stehen konnte, schlug Cohen vor, das Drehbuch solle erklären, dass der Kaiser mit einem Fluch belegt und in einen Terrakotta-Krieger verwandelt worden sei. Cohen erinnert sich: „Wir hatten den Plan, dass ein computeranimierter Terrakotta-Krieger genau wie Jet Li laufen und sprechen sollte – und ab einem gewissen Zeitpunkt tritt er dann als Jet Li aus Fleisch und Blut auf. Er mochte diese Idee – und das Studio auch.“
Jet Li war seinerseits sehr von Regisseur Cohen und dessen tiefer Liebe zur und Verständnis der chinesischen Kultur beeindruckt; beide sind Buddhisten. Li gefiel Cohens Ansatz bei diesem Projekt und sagte für die Rolle des Drachenkaisers zu. Der Schauspieler sagt: „Sein Stil ist wie der eines Regisseurs aus Hongkong: voller Energie, abwechslungsreich und sehr schnell.“
Oscargewinnerin Rachel Weisz beschloss, die Rolle der Evy, die sie in den ersten beiden „Mumie“-Folgen gespielt hatte, nicht zu wiederholen; die langen Drehpläne und die Drehorte im Ausland wären für jeden Schauspieler, dessen Leben sich um eine junge Familie dreht, eine große Belastung. Daher machte man sich auf die Suche nach einer neuen Darstellerin.
„Nach vielen Casting-Meetings haben wir mit fünf Schauspielerinnen Screen-Test absolviert“, erinnert sich Cohen. „Diejenige, die uns umgehauen hat, war Maria Bello. Die Chemie zwischen ihr und Brendan ist sehr stark, also fiel uns die Entscheidung sehr leicht. Sie verfügt über die Schönheit und Präzision, den Humor und das innere Feuer, die sie schon in Filmen wie „The Cooler – Alles auf Liebe“ und „A History of Violence“ antrieben. Maria hatte sich bereits den englischen Akzent angeeignet und verlieh der Rolle einen frischen Wind, so dass ich noch mehr Hoffnungen in die Wiederbelebung der Franchise setzen konnte.“
Bello konnte es kaum erwarten, die Rolle der Heldin zu übernehmen, in der sie eine Seelenverwandte sieht: „Mit Evy verbindet mich die Abenteuerlust“, erzählt Bello. „Ich habe mich selbst schon immer als Zigeunerin gesehen, und ich springe oft von hohen Klippen. Schon im Grundschulalter habe ich romantische Abenteuergeschichten gelesen, ich war richtig süchtig danach. Es ging darin immer um irgendeine Frau, die sich als Mann ausgab, auf einem Schiff anheuerte, und der Kapitän verliebte sich in sie. Außerdem waren das immer großartige Fechterinnen und Kämpferinnen. Genau so eine Heldin wollte ich immer schon sein.“
„Maria zeigte soviel Stärke, als sie zum Vorsprechen kam“, erinnert sich Fraser. „Sie ist eine großartige Schauspielerin, die in sehr unterschiedlichen Rollen zu sehen war. Wenn man sie aber fragt, sagt sie: ‚Mein Traum ist es, in einem Film mitzuspielen, in dem ich eine Peitsche knallen lasse, eine Pistole abfeuere und auf einem Pferd herumgaloppiere.’ Jetzt haben Ricky und Evy jeweils ihre Pistolen und archäologische Gerätschaften an den Nagel gehängt, sind ziemlich bequem geworden – und sie langweilt sich. Deshalb ist sie auch Feuer und Flamme, als es wieder an die Feldforschung vor Ort geht.“
Fans der Serie wird es freuen, dass John Hannah wieder die Rolle als Evys Bruder Jonathan übernimmt, der bei den Missionen der O’Connells mindestens genauso hinderlich wie hilfreich ist. Produzent Ducsay meint: „Ich weiß noch, wie wir für den ersten Teil John auf diese Rolle ansprachen – und er sich nicht vorstellen konnte, weshalb wir gerade ihn für eine komödiantische Rolle besetzen wollten. Er findet sich selbst einfach nicht witzig – aber natürlich ist er das, und in den Filmen ist das meines Erachtens mehr als deutlich geworden.“
Jonathan sorgt im Film oft für den Comic Relief und erinnert die Zuschauer daran, wie man selbst wohl reagieren würde, wenn man von einem Untoten verfolgt wird: jeder würde Hals über Kopf davonrennen. Hannah lacht: „Jonathan sucht immer zuerst nach einem Ausweg. Genau das wäre die Herangehensweise eines Durchschnittstypen, wenn ein unsterblicher, 2000 Jahre alter Kerl hinter dir her liefe, um dir den Kopf abzuschlagen. Mein erster Instinkt wäre, davonzulaufen, nicht ihm die Stirn zu bieten und mit ihm zu kämpfen.“
Die Besetzung der Rolle von Alex, dem Sohn von Rick und Evy, war eine Herausforderung. Es sollte ein junger und aufregender Schauspieler sein, von überzeugender physischer Präsenz, der aber gleichzeitig ein Gefühl der Verletzlichkeit angesichts der Ereignisse vermittelt, die er selbst heraufbeschworen und mitverschuldet hat. Alex sollte die Kraft und Heldenhaftigkeit seines Vaters, dazu den Wagemut und die Neugierde seine Mutter mitbringen. Nach einer intensiven Suche trafen sich die Filmemacher mit dem charismatischen australischen Schauspieler Luke Ford, in dessen Darstellung eine selten anzutreffende Mischung aus Unschuld und Power zu finden ist. Er passte perfekt in die Reihe der „alter Bulle/junger Bulle“-Rivalitäten, die Cohen im Drehbuch zwischen Alex und Rick vorgesehen hatte.
Cohen erinnert sich an sein erstes Treffen mit Ford: „Ich machte Screen-Tests mit etlichen jungen Darstellern, manche davon waren in den USA schon berühmt. Als ich aufblickte, standen sie alle in einer Gruppe, blickten zu Luke und sprachen mit ihm – aber Luke dominierte offensichtlich die Runde. Damit junge Männer einen anderen jungen Mann mögen, muss der einfach cool sein, darf weder bedrohlich sein noch vor Ego strotzen – denn junge Männer wissen sehr genau, wie sie einen Schauspieler zurückdrängen, der sich selbst für allzu cool hält. Ich weiß noch, wie ich dachte: ‚Da stehen diese ganzen Stars herum und unterhalten sich mit diesem Jungen, der vollkommen natürlich und entspannt wirkt.’ Hinzu kam, dass Luke der beste Schauspieler war.“
Seinen Durchbruch bekam Luke Ford also in der Rolle eines jungen Mannes, der viele Fehler begeht, die sein Vater auch schon begangen hat – und dieser Vater zögert, dem Sohn sein Erbe anzuvertrauen. „Alex stand immer im Schatten seines Vaters“, erklärt Ford. „Rick hat in der Welt der Archäologie viel geleistet, und Alex will das auch schaffen. Als er dann den Kaiser entdeckt, sieht er darin seine Chance. Es gibt Spannungen zwischen Alex und seinen Eltern, denn sie sehen in ihm noch immer den kleinen achtjährigen Jungen. Das frustriert ihn sehr, denn er will Teil des Teams sein, das gemeinsam Abenteuer besteht, und nicht ständig bemuttert werden.“
Die aus Malaysia stammende Schauspielerin Michelle Yeoh wurde für die Rolle der alterslosen Zauberin Zi Yuan engagiert, die dafür verantwortlich ist, dass der Drachenkaiser zum Terrakotta-Gefangenen wurde, nachdem er ihr Liebesglück zerstört hatte. Yeohs Anmut und Schönheit zogen die Schauspieler und Filmemacher in ihren Bann. Fraser fasst die Bewunderung für sie zusammen: „Sie verleiht Zi Yuan große Würde – als zauberhafte, scheinbar zerbrechliche Wächterin der Quelle der ewigen Jugend. Michelle ist so huldvoll, dass man wirklich glaubt, sie sei eine in sich ruhende Schönheit, die seit tausenden von Jahren darauf wartet, den Richtigen Moment für ihre Rache zu wählen.“
Die Rolle der Zi Yuan war für die international erfolgreiche Schauspielerin, die bereits für Filme wie „Tiger and Dragon“ und „Die Geisha“ hoch gelobt wurde, auf Anhieb interessant: „Ich habe mich sehr auf diese Rolle gefreut, denn sie kann zaubern“, meint Yeoh. „In der Geschichte trifft sie die Liebe ihres Lebens, wird vom Kaiser aber verraten - denn der will Zi Yuan für sich selbst und bittet sie, ihm das Geheimnis des ewigen Lebens zu schenken. Sie verweigert es und setzt ihre Macht dazu ein, den Kaiser mit einem Fluch zu belegen. Es ist eine wunderbare Rolle.“
Für die Rolle als Lin, der Tochter von Zi Yuan und unsterblichen Wächterin des Grabmals, besetzte Cohen die junge chinesische Schauspielerin Isabella Leong. Sie freute sich darauf, in einem englischsprachigen Film mitzuwirken sowie auf die Herausforderungen der Dialoge und die Martial-Arts-Szenen, notwendig für die Rolle der Killerin, die darauf eingeschworen wurde, die Mumie des Kaisers auf Ewig unter Schloss und Riegel zu halten.
Als General Yang entschieden sich die Filmemacher für den aus Hongkong stammenden Schauspieler Chau Sang Anthony Wong, bekannt aus „The Painted Veil“ und „Infernal Affairs“. Der Darsteller hatte zuvor bereits an zwei Filmen mit Michelle Yeoh zusammengearbeitet und wurde für die Rolle der gnadenlosen rechten Hand des Drachenkaisers besetzt – ein Mann, der daran glaubt, die Menschheit müsse mit Gewalt beherrscht werden.
Abschließend wurden der irische Schauspieler Liam Cunningham als Ricks alter Freund und Piloten-Kumpel Desi „Mad Dog“ Maguire, der Brite David Calder als Forscherkollege Wilson sowie US-Schauspieler Russell Wong für die Rolle des Ming Guo engagiert, dem loyalen Diener des Kaisers und Geliebten von Zi Yuan.
Nachdem die Besetzung abgeschlossen war, wurde es Zeit, die Reisen über zwei Kontinente aufzunehmen, um die exotische Welt von „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKDRACHENKAISERS“ Gestalt annehmen zu lassen.
Zeitreisen: Zwei Kontinente über zwei Jahrtausende
Die Dreharbeiten zu „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ erstreckten sich über fünf Monate und fanden in Nordamerika und Asien statt. Gedreht wurde u.a. in Montreal, Kanada, sowie in Beijing und Shanghai in China, wo die Filmemacher die Schauplätze errichteten, die eine Epoche von 2.200 Jahren umspannen.
Dreharbeiten in Montreal
Mit einer packenden Szene, die im Shanghai Museum spielt, begannen die Dreharbeiten in Mel’s Cite du Cinema in Montreal. Rick und Evy O’Connell wurden überredet, das Auge von Shangri-La zurück nach China zu bringen, was jedoch schwerwiegende Folgen hat…
Die Szenen wurden an einem wunderbaren Set gedreht, entworfen von Produktionsdesigner Nigel Phelps. Natürlich gibt es darin einen ausgefeilten Stunt, und der Designer musste seine Arbeit auf diese Vorgabe abstimmen. Phelps erklärt: „Wir mussten einen Weg finden, wie Alex und Lin eintreffen können ohne gesehen zu werden. Das war schwer zu bewerkstelligen, denn die Kutsche (die vom Drachenkaiser gelenkt wird) war noch nicht entworfen. Also haben wir viele Anpassungen vorgenommen, um diese Szene hinzukriegen.“
Dann zog die Produktion an das Außen-Set der Stupa, des Eingangstores zu Shangri-La, dass direkt neben dem Gateway-Set errichtet worden war, einer riesigen Bergkette, die das Himalaya-Gebirge darstellt und das geheimnisvolle Portal zur sagenumwobenen Quelle des ewigen Lebens in Shangri-La verbirgt. Das Gelände war mit Kunstschnee ausgestattet, der vom Team des für die Spezialeffekte zuständigen Bruce Steinheimer erschaffen worden war. „Rob gab ganz spezifische Anweisungen für die Art Schnee, die er wollte“, erklärt Steinheimer. „Für die Schneedecke am Boden haben wir 160 Tonnen Magnesiumsulfat verwendet.“
Im Herbst ist das Wetter in Montreal sehr unbeständig, und eines Nachts traf ein schwerer Sturm das Set und vernichtete den gesamten Kunstschnee. Unter Einsatz der dem Filmbusiness eigenen Zauberkunst wurde das Team noch in der Nacht zusammengetrommelt, um den Schaden zu beheben – und bereits beim Eintreffen der Filmemacher um sieben Uhr morgens war das Set wieder perfekt.
Einige Setdesigns wurden ebenfalls angepasst, nachdem Phelps, Duggan und Cohen die Modelle analysiert und die besten Kamerawinkel festgelegt hatten. In Szenen mit der Stupa im Hintergrund stellen sich die O’Connells, Jonathan und Lin dem Drachenkaiser, worauf ein ohrenbetäubender Schusswechsel – mit der Hilfe eines Yetis – folgt.
Action Unit-Regisseur Vic Armstrong choreographierte eine komplexe Sequenz am Gateway-Set, doch anschließend sollten dort auch der heldenhafte Yeti und Schneeberge platziert werden. In dieser Szene sind die O’Connells von General Yangs Armee eingekesselt, werden aber von Helfern gerettet. „Yang wird auf die Hängebrücke geschleudert, und eine riesige Lawine bricht los“, erzählt Armstrong. „Diese Lawine wird von einem unserer Helden absichtlich ausgelöst, um die Armee auszulöschen; der Schnee-Tsunami verschlingt alles und die Brücke stürzt ein.“
Nachdem die Filmemacher dem schlechten Wetter meist erfolgreich ausgewichen waren, zogen sie ans ADF-Stage, rund 40 Meilen von Mel’s. Dort erschufen Phelps und sein Team eines der atemberaubendsten Sets des Films: das Grabmal. Während der Ausgrabungen hat Alex das Grab des Kaisers entdeckt. Als er die Kypta betritt, stößt er auf ein unglaubliches Mausoleum mit tausenden von Terrakotta-Kriegern. Während er mit seinen Begleitern durch die Reihen schreitet, geraten sie immer wieder in tödliche Fallen.
„Als ich über die echte Terrakotta-Armee recherchierte, stellte ich fest, dass sie immer in Vierer-Reihen stehen“, meint Phelps. „Eine weitere Überraschung war, dass ich sie mir als kleine Figuren vorgestellt hatte - aber in Wirklichkeit sind sie fast 1,80 groß und jeder sieht anders aus. Setdekorateurin Anne Kuljian legte ein besonderes Augenmerk auf die Details bei den Soldaten. Wir haben 20 unterschiedliche Köpfe angefertigt, die man untereinander austauschen konnte.“
Das Team musste auch Waffen erschaffen, die vor hunderten von Jahren von Grabräubern gestohlen worden waren. „Wir haben einen Soldaten und ein Pferd in China gekauft und sie dann in Serienfertigung in einer Werkstatt in Montreal nachgebaut“, erklärt Kuljian. „Sämtliche Waffen, Rüstungen und andere notwendigen Gerätschaften, wie z.B. das Zaumzeug der Pferde und die Ornamente des Mausoleums, wurden vom Team des PROPMASTER Kim Wai Chung in China gefertigt und dann nach Montreal geschickt.“
Zurück bei Mel’s arbeiteten die Filmemacher dann in der geheimnisvollen Welt der unterirdischen Grundmauern-Kammer, dem Schauplatz des brutalen Kampfes zwischen dem Drachenkaiser und Rick O’Connell. Es war die erste Szene unter Mitwirkung von Jet Li.
„Im Drehbuch wird der Innenaufbau der Chinesischen Mauer sehr betont“, meint Phelps. „Dahinter steckt die Vorstellung, dass während des Baus der Großen Mauer die Feinde Lebend in die Fundamente eingemauert wurden. Im Mittelpunkt befand sich ein Tempel, und die Decke der unterirdischen Kammer reflektiert eine Welt, die all diese Körper und Seelen in sich birgt. Hier liegt der Kern der sogenannten „Foundation Army“, die wiederaufersteht, um gegen die Terrakotta-Armee zu kämpfen.“
Von der Brutalität der Schlacht zogen die Filmemacher in die Geborgenheit der Höhle von Shangri-La. Hier findet die anrührende Begegnung von Zi Yuan mit ihrer Tochter statt, die zwei Jahrtausende lang voneinander getrennt waren. „Rob hat voll ins Schwarze getroffen… denn er wollte unterschiedliche Reaktionen nach einer über 2000 Jahre währenden Trennung“, meint Yeoh. „Es war die reine Freude, meine Tochter wieder zu sehen. Aber für Lin kam hier große Trauer zum Ausdruck, über all die Jahre in der Ferne, in denen sie auf sich alleine gestellt war. Sie hat es großartig gemeistert.“
Die Höhle schimmerte im Kerzenlicht, das den herrlichen schlafenden Buddha erstrahlen ließ, der längs platziert war. In den Alkoven standen wunderschöne geschnitzte Statuen, am Eingang befand sich eine atemberaubende Pagode. Die Zielsetzung des Teams war ganz einfach: Shangri-La sollte so groß, offen, üppig und magisch wie nur irgend möglich sein.
Am 15. Oktober waren die Dreharbeiten in Montreal abgeschlossen und man bereitete sich auf ein noch größeres Abenteuer vor: die Dreharbeiten in China.
Dreharbeiten in China
Von Beginn an war den Filmemachern sehr wichtig, die Authentizität der jeweiligen Epochen zu wahren. Ducsay erläutert: „Obwohl diese Filme großartige Fantasiewelten beinhalten, die sich auch viele kreative Freiheiten gestatten, sind sie doch auch sehr wahrhaftig, denn wir haben wirklich an den Orten gedreht, wo sich die Ereignisse abspielen sollen.“
Glücklicherweise verlief der Umzug nach China reibungslos. Cohen erinnert sich: „Unser ausführender Produzent Chris Brigham, die chinesischen Produzenten Chiu Wah Lee und Doris Tse Karwai sowie die in China zuständigen Produktionsleiter Mitch Dauterive und Er Dong Liu haben wirklich Wunder gewirkt. 200 Abendländer an einem Freitag eintreffen zu lassen, um bereits am Dienstag die Arbeit aufzunehmen, schien unmöglich –aber sie haben es geschafft.“
Die Entscheidung, so weite Teile des Films vor Ort in China zu drehen, war sowohl aus praktischen Erwägungen heraus als auch durch kreative Vorgaben begründet. Brigham erklärt: „Die Shanghai Studios, wo die unglaubliche Verfolgungsjagd gedreht wurde, bieten Möglichkeiten, wie sie sonst nirgends auf der Welt existieren. Nachdem wir beschlossen hatten, hierher zu kommen, mussten wir auch Sets als Cover errichten. Da wir also sowieso vor Ort sein würden, kam dann der Drehort Tian Mo hinzu.“
Für die Drehs der epischen Szenen in China benötigte man auch eine weitaus größere Cast und Crew. Zu einem bestimmten Zeitpunkt waren über 2000 Personen daran beteiligt; die Gruppe bestand aus 200 US-Amerikanern und Kanadiern aus Quebec, 1700 Festlandchinesen und 100 Hongkong-Chinesen, dazu Crew-Mitglieder aus Malaysia, Kroatien, Slowenien und Taiwan.
Obwohl am Set viele verschiedene Sprachen gesprochen wurden, machte sich der Regisseur keine Sorgen über die vermeintliche Missverständnisse: „Ich habe schon immer einen Zusammenhalt unter der internationalen Filmgemeinschaft gespürt“, sagt Cohen. „Jedermann hat dabei die gleichen Probleme: Geld, Zeit, Visionen. Mein C-Kamera-Operator in China, Tony Cheung, stand schon für viele Filme hinter der Kamera. Wenn er, Simon und ich uns über T-Stops, Filter und Linsenwechsel unterhalten, sind die Vokabeln vielleicht unterschiedlich, aber die Aussage ist jedem vollkommen klar.“
Die Dreharbeiten in Asien begannen in der Wüste von Tian Mo. „Wir sind in China. Hunderte Mitarbeiter des chinesischen Art Department haben monatelang gearbeitet, um den Drehort für diesen Tag vorzubereiten“, staunte Cohen in seinem Blog. „Die Sonne geht über der Chinesischen Mauer auf, der echten Mauer aus gestampfter Erde, die sich entlang des Horizonts erstreckt. Die Sonne ist echt; die Mauer habe ich bauen lassen. Der Drachenkaiser höchstpersönlich wird einen 150-Meter-Koloss besteigen, um seine 5000 Terrakotta-Krieger nach 20 Jahrhunderten aus ihrem unterirdischen Grab zu erwecken und sie in die letzte Schlacht zu führen - gegen die O’Connells und die mystischen Kräfte seines alten Feindes Ming Guo, der von Zi Yuan erweckt wurde. Mit anderen Worten: wir haben Montag und sind am Set von „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“.“
In Tian Mo wurden etliche Szenen gedreht, darunter der beeindruckende Schwertkampf zwischen Jet Li und Michelle Yeoh, außerdem der Höhepunkt, die epische Schlacht zwischen den Armeen der Untoten. „Um das Schlachtfeld zu erzeugen mussten wir einen geografischen Bezugspunkt einsetzen, damit man genau weiß, woher die Terrakotta-Armee kommt und wer zur Foundation Army gehört“, erklärt Phelps. „Eigentlich gab es dort nur einen großen, leeren Raum; wir haben die Ruinen hinzugefügt, um es interessanter zu gestalten.“
Die Replika der Chinesischen Mauer hätte ohne die Beratung durch den chinesischen Art Director Mr. Yi nicht errichtet werden können; er fungierte sowohl als historischer als auch als technischer Berater der Produktion. Dieser Film ist die sechste Mitwirkung dieses Künstlers bei der Nachbildung eines der Sieben Weltwunder. Zu den weiteren in Tian Mo gedrehten Szenen gehören General Yangs Camp – errichtet in einem Dorf aus der Zeit der Ming-Dynastie, in einem Höhlenkomplex bei Tian Mo – sowie die Innenaufnahmen im schwarzen Zelt, in dem sich der Kaiser mit seinen Generalen trifft.
Während der Dreharbeiten in Tian Mo waren die Filmemacher in der rund eine Stunde mit dem Auto entfernt liegenden Stadt Yanqing untergebracht. Die Straßen in dieser Gegend sind ständig durch Staus und Lkw-Transporte überlastet, daher entwickelte die Produktion mit den Transport-Teams ein Unterstützungs-System, bei dem Personal entlang der Strecke postiert war, um die Fahrzeuge auf der für die jeweilige Tageszeit besten Route ans Ziel zu bringen.
Abgesehen von einem Sandsturm hatte die Produktion mit dem Wetter großes Glück. Gegen Ende der Dreharbeiten sanken die Temperaturen jedoch rapide ab und das Team zog nach Süden, Richtung Shanghai. Die Dreharbeiten wurden in den renommierten Shanghai Film Studios fortgesetzt, die rund eine Stunde von der Stadt entfernt liegen.
In diesem Filmstudio befinden sich riesige Sets, die die Straßen von Shanghai in den 40er Jahren nachbilden, alles in Originalgröße: Kirchen, Bars, Clubs und Restaurants sowie Häuser und ein Oberleitungsbus. Diese Straßen sind die Kulisse für die Verfolgungsjagd zwischen den O’Connells und der Kaiser-Mumie während der chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten. Inklusive Main Unit und Action Unit dauerten diese Drehs drei Wochen. Während die Main Unit in der Inneren Mongolei drehte, kümmerte sich Action Unit-Regisseur Vic Armstrong mit seinem Team um den Großteil der Spezialeffekte, dazu um etliche Stunts, bevor die Main Unit eintraf.
Die Verfolgungsjagd durch die Straßen von Shanghai beinhaltet eine komplizierte Sequenz, in der Schauspieler und Stuntleute sowie Computeranimation eingesetzt werden. Bronze-Pferde ziehen eine Kutsche, die der Terrakotta-Kaiser lenkt (während Alex und Lin sich festkrallen). Hunderte von Statisten in Kostümen aus der Epoche ducken sich in die Art-Deco-Gebäude, während Rick, Evy und Jonathan in einem mit Feuerwerkskörpern beladenen Laster versuchen, den Kaiser aufzuhalten.
Cohen erinnert sich an diese Dreharbeiten, bei denen nicht weniger als acht Kameras eingesetzt wurden: „Vic Armstrong hat in der Shanghai Bund-Sektion einen Oberleitungsbus auf der Hauptstraße in die Luft gejagt. Rick und Jonathan zielten mit der größten aller Raketen direkt auf die flüchtende Kutsche. Jonathan zündete die Lunte mit seinem Dunhill-Feuerzeug; die Rakete zischte über den Boulevard und die Mumie lenkte die Rakete direkt in den Bus. Der flog dann über drei Meter hoch in die Luft und das Feuerwerk konnte man noch aus dem Weltraum sehen.“
„R. Bruce Steinheimer hatte alles mit einem großen Team von amerikanischen und chinesischen Feuerwerks-Spezialisten entworfen“, fährt Cohen fort. „Die Explosion war derart intensiv, dass sämtliche Fensterscheiben in der Straße barsten, und der rote Feuerschweif der Rakete setzte den dritten Stock des Sets in Brand. Es war absolut großartig!“
In den Shanghai Studios befanden sich auch etliche weitere Sets, darunter der Thronsaal des Kaisers, ein Beweis für das große filmische Kunsthandwerk. Ein Team von kulturellen Beratern unterstützte Cohen dabei, die komplexe Sprache, Zeremonien und Verhaltensweisen der Qin-Dynastie zu verstehen. Cohen berichtet: „Diese Film ist randvoll mit neuen Erkenntnissen: Künstler und Intellektuelle standen links vom Kaiser, Militärs rechts von ihm; Musiker durften keine Waffen tragen; niemand durfte dem Kaiser den Rücken zuwenden. Die Filmgötter erfreuen sich an solchen Details; auch wenn man nicht viel über diese Welt weiß, so fühlt sie sich doch echt an.“
Die abschließenden Szenen spielen sich in Jonathans fantastischem Nachtklub im ägyptischen Stil ab, der als Hommage an die ersten zwei „Mumie“-Filme „Imhotep“ getauft wurde. Dieser Klub sollte genau das darstellen, was man sich für die 40er Jahre in Shanghai als Hotspot vorstellt: eine glamouröse und üppig ausgestattete Szene.
Während die Main Unit die Arbeit in den Shanghai Studios beendete, unternahm die Action Unit eine vierstündige Fahrt in den Süden von Shanghai, um in den Hengdian World Studios eine dramatische Schlacht-Szene zu drehen. Hengdian gehört zu den größten Filmstudios in Asien und bietet komplexe Schauplätze, die unterschiedliche Perioden der chinesischen Geschichte darstellen. Dazu gehören lebensgroße Replicas des Palastes von Kaiser Qin, Qing Ming Shang He Tu, die Paläste der Ming- und Qing-Dynastien sowie die Große Halle des Dazhi-Tempels, inklusive einer über 28 Meter hohen Sakyamuni-Statue, die größte überdachte Buddha-Darstellung in China.
Die Filmemacher waren überaus beeindruckt von der Arbeit der Requisiteure, darunter Chueng Kim Wai, der ein Team leitete, das die mystische Welt des Kaisers wieder auferstehen ließ. Es war zum Beispiel nicht ungewöhnlich, einen Kunsthandwerker anzutreffen, der aus einem Styropor-Block einen detailgenauen und ausgefeilten Altar für den Tempelplatz schnitzte – und dabei nur ein grobkörniges Schwarzweißfoto als Vorlage hatte.
Der Produktionsdesigner war sprachlos, als er entdeckte, dass viele der Ausstattungsgegenstände in Hengdian tatsächlich echt waren. „Die Waffen für die Terrakotta-Armee waren wirklich aus Bronze, und sämtliche Armbrüste hatten funktionierende Mechanismen. Bei internationalen Produktionen mag es teilweise Missverständnisse geben, aber niemand hatte Waffen aus Bronze erwartet, denn hinsichtlich des Budgets würde das keinen Sinn ergeben. Aber so, wie es in China gemacht wird… ist es tatsächlich billiger, die echten Bronzewaffen herzustellen als Glasfaser zu verwenden. Das verleiht der Action eine weitaus größere Glaubwürdigkeit, wenn die Schauspieler die Schwerter berühren, die dann wirklich kalt sind.“
Eine epische Kulisse erschaffen: Das Produktionsdesign
Schon beim ersten Treffen zwischen Phelps und dem Regisseur wurde deutlich, dass man sich auf eine große kreative Herausforderung eingelassen hatte. Cohen wollte in „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ wahrhaft epische Qualitäten sehen, weshalb Phelps der Produktion eine einzigartige und mythische visuelle Kulisse verleihen musste. Der Lebenstraum des Regisseurs – die großartige Kultur und das beeindruckende Erbe Chinas in einem Film solcher Ausmaße zu verwirklichen – war eine Herausforderung, die keiner der beiden Männer bisher gekannt hatte. Und alles begann mit dem Design.
„Wenn man mit einem solchen Projekt startet und alles sehr groß aussehen soll, muss man entscheiden, wie viel davon wirklich gebaut und wie viel digital erzeugt werden soll“, erklärt Phelps. „Das legt man gemeinsam mit dem Regisseur fest. Dass auch in China gedreht wurde, eröffnete unzählige weitere Möglichkeiten für echte Schauplätze. Wenn man ein Set wie das Mausoleum mit der Terrakotta-Armee entwirft, dann wird das natürlich kein intimes, kleines Set werden.“
Der Stil des Films entwickelte sich auf natürliche Art aus Cohens lebenslanger Leidenschaft für die chinesische Kultur und den Buddhismus. Er legte großen Wert darauf, alles so originalgetreu wie möglich zu gestalten, und seine Mitarbeiter der Designabteilung sorgten für die Darstellung spirituell beseelter Szenen – besonders im Himalaya und auf dem Gelände mit der Stupa. Für Cohen spiegelt das Filmdesign eine Welt, in der „die chinesische Geschichte auf ungewöhnliche Weise dargestellt wird, was uns großen Spaß machte, denn es werden zwei Epochen gezeigt: die wahre Historie um 200 vor Christus und die Lage um das Jahr 1946.“
Cohen arbeitete eng mit Phelps zusammen und verschlang Bücherberge über die Terrakotta-Armee von Xi’an, die Kriegsjahre vor der Vereinigung Chinas, dem Streben des Ersten Kaisers nach dem ewigen Leben und den Bau der Chinesischen Mauer.
Regisseur und Produktionsdesigner kamen überein, dass sie die Kamerabewegungen nicht einengen wollten, wenn es daran ging, den mächtigsten Kaiser der Welt dabei zu filmen, wie er den Kontinent überrollt (innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahrtausenden) – deshalb mussten die meisten Sets dem Kameramann Simon Duggan und seinem Team auch 360-Grad-Einstellungen ermöglichen. Um diese ausladenden Sets in Kanada und China zu erschaffen, recherchierte Phelps vor und während der Dreharbeiten. Ein Recherche-Team in Montreal unterstützte ihn dabei, und alle arbeiteten mit Hochgeschwindigkeit, um das Produktionsdesign zu verwirklichen. Dies setzte sich bei jedem Setwechsel fort, wobei jeweils hunderte von Mitarbeitern für die Errichtung der Sets gemäß der Entwürfe verantwortlich waren.
Die Form war jedoch nicht immer für die im Drehbuch vorgesehene Funktion geeignet; Phelps und Cohen arbeiteten weiterhin gemeinsam daran, das Drehbuch zu erweitern, während sie nach geeigneten Drehorten fahndeten. Der Produktionsdesigner gibt ein Beispiel dafür, wie gegenüber dem Drehbuch der Anfang des Films verändert wurde: „Als wir nach China kamen, um nach Drehorten zu suchen, reisten wir nach Ningxia, um uns diese Sanddünen – die so groß wie Dänemark sind – anzusehen. Ich blätterte gerade in einer Hotelbroschüre vom Typ „Was gerade in Ningxia los ist“, und entdeckte diese absolut genialen Pyramiden.“
„Die Landschaft ähnelt stark den geographischen Gegebenheiten in Tian Mo, einer Wüstengegend im Norden von Beijing; die Hügel, Berge und die gesamte Umgebung“, fährt Phelps fort. „Es stand nicht im Drehbuch, aber ich wusste, dass es Rob gefallen würde, also trug ich ihm die Idee vor und wir beschlossen, sie für den Anfang des Films einzusetzen. Die Zuschauer werden vielleicht glauben, die Pyramiden seien computergeneriert… so etwas erwartet man einfach nicht in China.“
Die massiven Pyramiden liegen in einem Tal mit hunderten von Gräbern, in denen die Überreste eines von den Mongolen ausgelöschten chinesischen Volksstammes liegen – denn Mitglieder dieses Stammes hatten einst den Pfeil abgeschossen, der Dschingis Khan tötete. Erst seit wenigen hundert Jahren begannen die Chinesen diese einst vollkommen vergessene Region wiederzuentdecken. Diese Grabmale sind die letzen Überbleibsel eines Volkes, das einen Furcht erregenden Herrscher zu Fall brachte.
Produktionsdesigner Phelps, der u.a. auch für Epen wie den Blockbuster „Troja“ verantwortlich zeichnete, erläutert seine einzigartige Herangehensweise an einen Spielfilm: „Wenn ich ein Drehbuch lese, beobachte ich die Story bezüglich der Helligkeit und Form. Das eine sehe ich hell, das andere wiederum dunkel; das eine ist lang und dünn, das andere klein und dick. Man braucht eine Vielfalt und ein Gleichgewicht, das sich in die Erzählweise des Drehbuchs einfügt. Es ist ein bisschen wie Musik, und das gleiche Prinzip gilt für die Farbgebung.“
Bei der Arbeit mit seinem Team an den Illustrationen zu „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ bezog Phelps seine Inspiration aus dem goldenen Licht, das die gesamte Farbpalette des Films steuern sollte. Zu den ersten Sets, die er mit seinem Team erschuf, gehörte z.B. das Stupa-Gelände, wo sie „thangkas“, bunt bemalte Pergamentrollen und Freskos einsetzten. Da das Set im Schatten lag und Phelps und Duggan einen Farbtupfer brauchten, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer darauf zu lenken, schlug ein Mitglied des Teams vor, in bestimmten Bereichen des Gemäldes goldene Blätter einzufügen.
„Gold ist eine wundervolle Farbe, die zu allem passt“, meint Phelps abschließend. „Man kann es betonen oder abtönen, es passt auch perfekt zu Erdtönen und Rot. Durch das Gold wurden alle Sets miteinander verbunden – sogar im Imhotep-Nachtklub, wo der Lichtschein alles in Bernsteinfarben schimmern lässt.“
Gegen die Untoten: Schwertkämpfe und Martial Arts
Es wäre kein „Mumie“-Film ohne die ausgefeilten Kampfsequenzen. Jede Szene unter Mitwirkung des Martial Arts-Meisters Jet Li setzt bereits Maßstäbe; dazu kommen im Film die Krav Maga-Einlagen von Brendan Fraser, die Schwertkunst von Michelle Yeoh, das Kung Fu von Isabella Leong, die der asiatischen Kampfkunst nachempfundenen Bewegungen von Luke Ford und die Kombinationsschläge von Maria Bello – und man hat ein wahres Bankett für Fans des Genres.
Über die beeindruckenden Fähigkeiten des Regisseurs hinsichtlich der Inszenierung von packenden Kampfszenen sagt Jet Li: „Rob versteht sehr genau, welches Timing und schnelle Tempo für eine Kampfszene wichtig ist, und das setzt er mit interessanten Einstellungen um.“
Zu den Schlüsselszenen des Films gehört ein Set in der unterirdischen Kammer, ein Tempel, in dem der Kaiser versucht, seine Terrakotta-Armee aufmarschieren zu lassen. Die Decke des Tempels besteht aus den Knochen der besiegten Feinde; die Kammer ist erfüllt von flirrenden Flammen, während der Kaiser seine schwarze Magie heraufbeschwört.
In dieser Szene stellt sich Rick O’Connell dem Kaiser in den Weg, indem er ihm ein Messer in den Rücken wirft. Der Kaiser ist jedoch nicht beeinträchtigt, zieht sich das Messer aus dem Fleisch und greift O’Connell an – mit der ganzen Wut, die sich über 2000 Jahre in ihm angestaut hat. O’Connell stürzt ihm entgegen, und ein unglaublicher Kampf Mann gegen Mumie entbrennt.
Cohen hatte die Idee, dass sich Rick O’Connell in den Jahren, seit wir ihn zuletzt gesehen haben, die Kampfkunst des Krav Maga mit ihren typischen kurzen, scharfen Bewegungen angeeignet haben sollte. „Es ist eine Art der Selbstverteidigung, die während des Zweiten Weltkrieges von tschechischen Juden entwickelt wurde“, erklärt Fraser. „Sie begannen, sich mit auf Instinkt basierenden Bewegungen zu verteidigen. Grundsätzlich geht es darum, selbst auf das Problem zuzugehen, statt sich angreifen zu lassen. Es stärkt das Selbstbewusstsein und man muss gar nicht erst betonen, dass es auch ein toller Sport ist.“
„Brendan ist ein toller Action-Darsteller“, sagt Vic Armstrong. „Er hat wirklich viel Sport gemacht und ist vollkommen durchtrainiert. Er liebt Action und weiß, worin er gut ist, und darauf haben wir all seine Kampfszenen abgestimmt.“
Kampfkoordinator Mike Lambert, der mit Michelle Yeoh bereits an ihrer Durchbruchrolle in „Tomorrow Never Dies“ zusammengearbeitet hatte, war hauptsächlich dafür verantwortlich, die Schauspieler zu trainieren und die Kampfszenen zu choreographieren, gemeinsam mit Stunt-Koordinator Mark Southworth. Lambert, der etliche Jahre lang in Hongkong lebte, kannte viele Darsteller bereits aus Projekten, die sie dort gemeinsam durchführten.
Eine der Szenen, von denen die chinesische Presse besonders fasziniert war, fand mit dem Schwertkampf zwischen Jet Li und seiner langjährigen Freundin Michelle Yeoh statt. Schauplatz ist die wunderschöne Einöde der Tian Mo-Wüste; es ist das erste Mal, dass Li und Yeoh sich in einem Film gegenseitig bekämpfen. „Das ist lustig“, meint Yeoh. „Wenn man auf unsere Tagespläne guckte, stand da: Der Kampf, auf den ganz Asien gewartet hat!“
Zu den Kampfszenen und den Trainern erklärt Yeoh: „Jets Kampfkoordinator De De Ku – liebevoll Master De genannt – ist ein langjähriger Mitarbeiter. Er ist so brillant… wir stehen nur da und er überzieht uns mit seiner Magie. Jet und ich verstehen uns. Wir schlagen im gleichen Takt und geben einfach unser Bestes.“
Jet Li stimmt zu: „Wenn man einen guten Darsteller findet, gegen den man kämpfen kann, dann ist das wie ein guter Gegner beim Tennis. Man muss auf der gleichen Stufe stehen, um gut spielen zu können. Ich habe die Arbeit mit Michelle sehr genossen und hoffe, in Zukunft noch mehr davon machen zu können.“
Auch andere Schauspieler bekamen ihre Portion Action ab. Maria Bello erfüllte sich als Evy ihren Kindheitstraum: ein Schwertkampf – eine Hommage an die klassischen Piratenfilme.
„Marias Figur ist viel komplexer“, erklärt Lambert. „Sie beherrscht mehr Martial Arts, hat sich aber auch Ricks Kampfstil angeeignet. Alex ist schon etwas stylischer, zeigt aber auch etwas von der ungehobelten Vorgehensweise seines Vaters.“
Luke Ford bereitete sich vor Beginn der Dreharbeiten drei Monate lang vor. Das war auch notwendig, denn er muss etlichen Fallen ausweichen, um den neuesten Schrecken des Planeten zum Leben zu erwecken… „Ich habe fünf Tage pro Woche mit Kampftraining zugebracht“, berichtet der Schauspieler. „Angefangen habe ich mit Cardio, Gewichten und Stretching, dann kam das eigentliche Kampftraining: etwas Martial Arts, aber auch viel Fechten, Boxen und Treten. Es war ziemlich anstrengend.“
Auch Fords Sparring-Partnerin Leong verbrachte viel Zeit im Training. Lambert fügt hinzu: „Bei jeder möglichen Gelegenheit kam Isabella zum Trainieren und Stretchen. Sie hat viele Stunden investiert und dabei Lust auf mehr bekommen.“
Armstrong ist dafür bekannt, seine Action-Sequenzen auf die Spitze zu treiben, und übertraf sich bei dieser Produktion noch selbst: „Es läuft nonstop“, meint der Stunt-Choreographie-Meister. „Das ist ein Film, in dem ich mich wirklich austoben kann, denn er bietet alles: groß angelegte Action, interessante Verfolgungsjagden, Kämpfe und Martial Arts.“
Während der Schlüsselszene – der Verfolgungsjagd in Shanghai, bei der die Kaiser-Mumie eine Vierspänner-Kutsche lenkt – rast der Sarkophag durch die Straßen, während Lin und Alex sich verzweifelt daran klammern. Verfolgt wird das Gespann von den übrigen O’Connells in einem mit Feuerwerkskörpern beladenen Laster.
„Das ist etwa so wie „Stagecoach“ mit „Ben Hur“ gemischt“, lacht Armstrong. „Die zwei jungen Hauptdarsteller kämpfen mit Yang, der vorne auf der Kutsche mit dem Kaiser fährt. Es war eine große und sehr komplizierte Sequenz. Jede Nacht brauchten wir eine 500-köpfige Menschenmenge, und das über zwei Wochen lang.“
Der Film verlangte außerdem nach etlichen Reitszenen, die in Tian Mo gedreht wurden. Viele der Ritte wurden von den Schauspielern selbst absolviert, die notwendigen Stunts übernahmen chinesische Stunt-Reiter. Michelle Yeoh reitet mit Russell Wong, der mit seiner Gruppe von zwölf Kriegern Action-Szenen hat, und Jet Li reitet zu Pferd in die Schlacht.
Nachdem Armstrong und die Crew die Schlüsselszenen beendet hatten, zogen sie in das Hengdian World Studio, um die abschließenden Actionszenen zu drehen. Armstrong meint: „Bei jeder Fortsetzung muss die Messlatte etwas höher angesetzt werden; hier waren die vorangegangenen Filme sehr gut, also standen wir vor einer echten Herausforderung. Es ist sehr interessant, Rob bei der Arbeit zu beobachten, wenn es um die Geschwindigkeit und Länge der jeweiligen Einstellungen geht, die er sich vorgenommen hat.“
Cohen erfreute sich ebenfalls an der Zusammenarbeit, besonders an Armstrongs Fähigkeit, anspruchsvolle Projekte unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorkehrungen zu verwirklichen: „Vic hat schon alles gemacht, von Bond-Filmen bis hin zu „Indiana Jones“ und vieles mehr“, freut sich der Regisseur. „Er kann deine Idee aufnehmen, darauf aufbauen und sie zum Leben erwecken - und alles absolut sicher ablaufen lassen.“
Visuelle Effekte und Spezialeffekte: Fantasie und Realität
Für die komplexesten Szenen in „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ brauchte man einen nahtlosen Übergang von der visuellen zur mechanischen Kunstfertigkeit. Mit einer beeindruckenden Palette von Effekten – von uralten Kreaturen über Lawinen, komplizierten Schlachten mit Massen von computergenerierten Figuren und Landschaften bis hin zu realen Effekten – hatten die Filmemacher alle Hände voll zu tun.
Die renommierte VFX-Produzentin Ginger Theisen leitete die Abteilung für Visuelle Effekte. Für die große Anzahl an benötigten Drehs – über 800 – engagierte sie zwei digitale Produktionsfirmen: Digital Domain unter der Leitung von Mark Butler und Joel Hynek sowie Rhythm & Hues unter der Leitung von Derek Spears.
Die Abteilung für Spezialeffekte stand unter der Leitung des Veteranen R. Bruce Steinheimer. Um die vielen mechanischen Effekte des Films zu erzeugen, überwachte er vier verschiedene Werkstätten in Montreal und China. Steinheimer berichtet: „Über 100 Leute arbeiteten gleichzeitig auf zwei verschiedenen Kontinenten an den Spezialeffekten, um alles rechtzeitig für die Main Unit und die Action Unit bereitzustellen.“
Steinheimer wurde damit beauftragt, die mechanischen Effekte zu erzeugen, die dann per Computer mit den digital erzeugten Kreaturen ergänzt werden sollten. Bei der Verfolgungsjagd in Shanghai musste die Kutsche zum Beispiel so fahren, als würde sie tatsächlich von echten Pferden gezogen. Steinheimer erklärt: „Wir haben vorne einen Pflug angebracht, um in die Dinge hineinkrachen zu können, denn der Terrakotta-Kaiser und die Bronze-Pferde befinden sich im digitalen Universum. Dann gerät die Kutsche außer Kontrolle, und dafür haben wir einen hydraulischen Unterbau eingesetzt, der auf Schienen fährt, um den Effekt des Drehens zu erzielen. Der Sarkophag wird herausgeschleudert, saust durch die Straßen und verursacht Chaos und Verwüstung.“
Nach den Drehs für die Kutsche, die durch die Straßen rast, wurde ein Plastikpferd eingespannt, um den Darstellern einen konkreten Anhaltspunkt zu geben: „So konnten die Schauspieler darauf reiten“, erklärt Spears. „Später haben wir das Plastikpferd durch unser computergeneriertes Bronzepferd ersetzt.“
„Sämtliche Pferde waren ursprünglich sehr schwere Bronzestatuen, die im alten China gefertigt wurden“, erklärt Animations-Regisseur Craig Talmy. „Als sie ihren toten Kaiser begruben, schmückten sie sein Grab mit wundervollen Pferdestatuen.“ Nachdem Alex O’Connell versehentlich den Fluch aufhebt, werden die Pferde „lebendig“. „Sie mussten wie echte Pferde aussehen“, fährt Talmy fort. „Dazu gehörten das Gewicht, die Struktur und die darunter liegenden Knochen und Muskeln. Gleichzeitig sind sie jedoch aus Bronze, also müssen sie sich auf eine Art bewegen, die uns an eine hohle Metallfigur mit etwa drei Zentimeter dicker Metallhaut denken lässt.“
Die Kaiser-Mumie erwacht
Für die Kaisermumie und die Terrakotta-Armee entwickelte das Spezialeffekte-Team eine Reihe von „flüssig-festen“ Kriegern aus Ton, die man nach Belieben verbiegen kann. Sobald sie sich bewegen, bilden sich Risse, die sich jedoch sofort wieder zu schließen beginnen.
Vor Beginn der Arbeit an der Kaisermumie wurde Jet Li mithilfe von mehreren dreidimensionalen Kameras einem Cyberscan unterzogen; es entstand ein dreidimensionales, digitales Modell des Schauspielers. Digital Domain versetzte dieses Körpermodell in Bewegung und animierte es in einem „Staccato“, um den Eindruck einer Terrakotta-Statue zu erwecken.
Cohen erläutert: „Statt Makeup einzusetzen haben wir ein dreidimensionales Abbild von Jet Lis Gesicht erschaffen, nachdem sehr komplizierte Messungen genommen worden wahren, während er die Rolle spielte. Daraus entstand eine computeranimierte Version, die sprechen kann – die Essenz eines Schauspielers aus Fleisch und Blut. Dann wurden neue Algorithmen geschrieben, um die Geometrien darzustellen, wenn etwas zerbricht und dann wieder repariert wird. Jedes Mal, wenn er spricht, bröckelt er, es ist ein konstanter Prozess.“
Da der Drachenkaiser sämtliche irdischen Elemente (Erde, Feuer, Luft, Wasser und Holz) kontrolliert, ist er ein sehr gefährlicher Gegner. Um alles noch schlimmer zu machen beherrscht er auch noch die Kunst, auf der Stelle zu heilen. Joel Hynek von Digital Domain erklärt: „Er ist von Magma erfüllt, und wenn er zerbröselt, fallen Stückchen herunter. Das Magma tritt an die Oberfläche und härtet sofort aus – so wird er wieder ein vollständiger Terrakotta-Kaiser.“
Der Trick des für die visuellen Effekte zuständigen Teams lag darin, den Kaiser in Bewegung zu setzen, ohne dass er dabei aussah wie ein Mensch, der eine Gummimaske trägt. Digital Domain führte dazu etliche wissenschaftliche Belastungstests mit Terrakotta durch. Man wollte wissen, was mit dem Material geschieht, wenn es sich ausdehnt, bröckelt und eingedrückt wird; die Ergebnisse dieser Studien wurden auf die computergenerierte Mumie und die Armee des Schreckens übertragen. Hynek sagt: „Die Terrakotta-Krieger können nicht heilen, außer sie schaffen es auf die andere Seite der Mauer; sie werden nach und nach zerfallen. Wenn sie aber die Mauer überwinden sollten, werden sie unsterblich.“
Legionen von Kriegern
Obwohl nur ein kleiner Teil der Terrakotta-Armee aus den Tiefen der chinesischen Erde geborgen wurde, sollten die Filmemacher alle wieder zum Leben erwecken. Digital Domain war dafür verantwortlich, sowohl die riesige Terrakotta-Armee des Drachenkaisers als auch die Foundation Army, bestehend aus den vom Kaiser getöteten Feinden, auferstehen zu lassen: insgesamt 2.5000 Foundation-Soldaten und 4.800 Terrakotta-Krieger.
„Die Foundation Army sind die guten Jungs“, erklärt Butler. „Es sind die Arbeiter, die über Jahrtausende unter der Großen Chinesischen Mauer begraben lagen. Sie erwachen als ausgemergelte Kreaturen, die wirklich beängstigend aussehen. Wie haben sie nicht einfach als Skelette dargestellt, sondern in vielen unterschiedlichen Stadien des Verfalls – von „gesunden Kerlen“ bis hin zu vollständigen „Klappergerüsten“. Das war wirklich hart, denn es ist schwer, solchen Kreaturen glaubwürdig einen guten Charakter zu verleihen.“
Das Team nahm Quellenmaterial mit antiken, einbalsamierten Körpern sowie manchmal makabres Anatomie- und Pathologiematerial zu Hilfe und analysierte Bewegungs- und Muskelaufbausysteme. „Mit diesen Recherchen“, sagt Butler, „konnten wir Werkzeuge erschaffen, die es uns erlauben, einen Körper in den verschiedensten Phasen darzustellen - angefangen von einer unverletzten, aber gealterten Form bis zu sichtbaren Muskeln oder nackten Knochen.“
Damit jede Figur sich unabhängig bewegen konnte, setzte Digital Domain eine Software namens „Massive“ ein - entwickelt von Stephen Regelous und bereits in etlichen Filmen für Schlachten verwendet, darunter auch in der „Herr der Ringe“-Trilogie. „Stephen hat hier eine Software entwickelt, die es ermöglicht, tausende lebendige Wesen darzustellen, seien sie Menschen oder andere Kreaturen“, erklärt Butler. „Jede Figur kann individuelle Entscheidungen treffen. Er nennt diese unterschiedlichen Charaktere ‚Agenten’. Jeder Agent kann, gemäß eines vom Künstler festgelegten Regelwerks, unabhängig von den anderen agieren. Der Künstler steuert also buchstäblich das Gehirn der Figur.“
Die Original-Terrakotta-Krieger waren dazu die Vorlage, denn jeder einzelne der echten Soldaten wurde mit einem individuellen Gesicht, einer eigenen Haartracht und besonderem Körperbau ausgestattet. Nachdem man Abbilder einiger dieser Krieger eingescannt hatte, fand das Team eine clevere Lösung, mit der einzelne digitale Körperteile untereinander ausgetauscht werden konnten – so sieht der Zuschauer nie zwei gleiche Krieger auf dem Schlachtfeld. Nachdem man eine geometrische Krieger-Datei mit einer Auswahl von Terrakotta-Strukturen, Beleuchtungswinkeln und Schattenwürfen verbunden hatte, waren tausende einzigartige Soldaten geboren.
Jetzt musste das Team die Armee nur noch in Bewegung setzen, wobei die Soldaten wieder und wieder in Stücke zerfielen. Keine leichte Aufgabe, denn man musste von leblosen Objekten ausgehen und sie mit Bewegung und Kampfszenen ausstatten. „Vor allem anderen haben wir ein Schlachtfeld-Actionmuster gedreht“, berichtet Hynek. „Vic Armstrong, Matt Butler und ich haben uns um unterschiedliche Schlachtenereignisse gekümmert; dann haben Matt und Vic in Montreal das gedreht, was wir brauchten.“
„Für Rob war es wichtig, dass die Soldaten echt aussehen und nicht wie Computerklone“, erklärt Armstrong. „Es sind grandiose, epische Schlachten, und glücklicherweise ist uns die Technologie des 21. Jahrhunderts dabei eine große Hilfe. Ich habe eng mit den für die visuellen Effekte Verantwortlichen zusammengearbeitet, um jede Einstellung festzulegen. Ich habe viele Stop-Motion-Tricks mit einer Mischung aus lebendigen Darstellern genutzt, um die zwei Armeen darzustellen – blaue Gewänder für die Terrakotta-Krieger und grüne für die Foundation Army. Sie kämpfen wirklich, also sieht alles sehr echt aus. Der Computer übernahm die Bewegungen einer realen Person und ersetzte diese dann durch die computergenerierten Terrakotta- und Skelett-Krieger. Auch die Inszenierung der Schlacht ist wichtig. Es muss genug Humor enthalten sein, um die Spannung zu lösen, aber gleichzeitig brutal und realistisch wirken.“
Neue Kreaturen erschaffen
Jet Li ist nicht nur die Verkörperung des Terrakotta-Kaisers; er ist auch ein Gestaltwandler und kann die Form anderer Kreaturen annehmen, insbesondere die eines dreiköpfigen Drachen, eine Mischung aus westlichen und chinesischen Mythen. Image Matrix übertrug Lis Darstellung auf eine computergenerierte Kreatur, die Feuer spuckt, ein Opfer packt und davonfliegt.
„Der Kaiser wählte als erste Reinkarnation die Form eines zehn Meter langen, dreiköpfigen Drachen“, erklärt Rhythm & Hues-Leiter Bob Mercier. „Also mussten wir entscheiden, wie sehr das Gesicht dem von Jet Li oder dem eines Reptils ähneln sollte. Jets Geist sollte sichtbar bleiben, aber der Charakter der Mumie musste mittels einer beseelten Schlange sichtbar werden bleiben. Das Antlitz der Kreatur wollten wir asiatisch wirken lassen. Man kann Jet Li darin schon erkennen, und doch ist es eine ganz andere Kreatur.“
Eine weitere Reinkarnation des Kaisers ist Nian, eine Kreatur, die halb Löwe, halb Hund ist, basierend auf dem Foo-Hund, Tempelwächter im alten China. Cohen erläutert: „Diese Kreatur haben wir weitaus bestialischer gestaltet; es ist ein sehr großes Wesen, dass ein Flugzeug von Himmel pflücken kann. Jets Figur ist ja ein Gestaltwandler, und Nian ist eine seiner Verkörperungen.“
Für jede Kreatur erschuf Rhythm & Hues ein dreidimensionales computergeneriertes Modell inklusive Muskeltonus und Hauttextur. Diese Modelle wurden den Filmemachern gezeigt. „Nachdem alle zugestimmt hatten, begannen wir mit der Animation“, erklärt Animations-Regisseur Talmy. „Die Modelle durchliefen die Pipeline, angefangen bei der Rigging-Abteilung, wo die Modelle mit den Mechanismen ausgestattet werden, um die gewünschten Bewegungen zu erzeugen.“
Da noch nie jemand einen Yeti aus nächster Nähe gesehen und das überlebt hat, um darüber zu berichten, wurde auch diese Figur computergeneriert – und das Team für die visuellen Effekte hatte freie Fahrt beim Design des Schneemenschen. „Der Yeti lag uns Filmemachern besonders am Herzen“, meint Produzent Daniel. „Wir fanden es sehr cool, den Yeti und Shangri-La in diesem Film zu zeigen. Der Yeti ist, genau wie die Mumie, eine Kreatur, zu der Menschen aller Kulturen einen Bezug haben.“
Cohen wünschte sich für seinen abscheulichen Schneemenschen ganz einmalige Persönlichkeitsmerkmale. Da der Yeti keine Dialoge hat - abgesehen von Grunzen und lautem Knurren –, musste das Animationsteam alles über dessen Körpersprache vermitteln. Talmy lacht: „Wir mussten einen Weg finden, unsere Figur wie ein Charakterdarsteller wirken zu lassen – und das in einer Szene, wo er lediglich einen Hügel hinunterlaufen und einem Typen mitten ins Gesicht schlagen muss.“
Der Yeti wurde als Zwitter aus Mensch, Eisbär und Schneeleopard konzipiert. Im Laufe der Zeit legten die Animations-Spezialisten den Schwerpunkt jedoch auf die menschlichen Merkmale. Ihnen gefiel der Ansatz, dass die Kreatur – wenn sie der enigmatischen Lin gehorcht – einen Feind ergreifen, ihm einen rasiermesserscharfen Blick der Verachtung zuwerfen und diesen dann in die vereiste Wildnis schleudern kann.
Action-Kostüme
„DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ ist die dritte Zusammenarbeit von Kostümdesignerin Sanja Milkovic Hays und Regisseur Cohen. Zu den größten Herausforderungen zählten hier die Kostüme für den Beginn des Films. „Wir hatten kaum Anhaltspunkte“, erklärt Hays. „Es gab einige Anmerkungen zu Schmuck, ein paar Zeichnungen, einige Stücke Stoff und bekannte Mumien. Die meisten Ideen habe ich durch Recherchen in Museen und Büchern ausgearbeitet. Am nützlichsten war die archäologische Stätte von Xi’an; wir haben die Terrakotta-Armee vor Ort besucht.“
Zusammen mit zwei Zeichnern arbeitete Hays vier Monate lang ununterbrochen, um die Kostüme für den Film zu erschaffen. „Nachdem ein Entwurf abgesegnet wird, beginnt der zweite Teil des kreativen Prozesses“, erklärt die Kostümbildnerin. „Man sucht nach Materialien und Details in aller Welt – aus Hongkong, China, Thailand und Indien bis nach New York und Europa. Ich habe hunderte Meter Stoff gebraucht, und vieles davon in Montreal erstanden.“ Viele Sorten von Seide – die sich wunderbar einfärben lässt – wurden verwendet, um das asiatische Thema des Films abzurunden.
Die Designerin leitete ein großes Team auf zwei Kontinenten. Ein Atelier arbeitete in Mel’s Cite du Cinema, wo sie verschiedene Fachleute beschäftigte: Zeichner, Schneider, Stickerinnen und Goldschmiede. Auch die Firma Film Illusions wurde mit einbezogen; das Unternehmen ist spezialisiert auf die Herstellung von Filmgewändern und zeichnete für die Rüstung des Kaisers verantwortlich.
Hays entwarf für Rick einen neuen Look; Fraser bekam John-Wayne-artige Outfits. Sie sagt: „Brendan trägt jetzt auch Anzüge und sieht im Stil der 40er ganz toll aus; er ist jetzt so muskulös. Sobald die Action beginnt, stecken wir ihn in eine Bomberjacke, damit er tougher aussieht, und gegen Ende des Films trägt er wieder seinen „Mumien“-Jäger-Look: Hosen, Hemden und große Waffen… er wird also wieder der Rick O’Connell, den alle kennen.“
Die Entwürfe für Luke Ford waren amüsant: „Am Anfang des Films ist Luke abgerissen und schmutzig; er sieht aus wie ein unrasierter Marlboro-Mann mit einer Lederjacke aus dem Jahr 1946. Diesen Look trägt er mit Gelassenheit, denn er ist groß und hat viel Charisma. Später ist er frisch geduscht und trägt einen weißen Anzug im Bogart-Stil. Alex wirkt wie ein Hip-Hopper der 40er, trägt weite Pilotenhosen, große alte Schuhe, weite Jacketts. Alles passt zur damaligen Epoche, aber die Silhouette ist etwas moderner und ansprechender.“
Isabella Leongs Figur ist zu Anfang eine anonyme Killermaschine. Cohen und Hays entschieden sich, sie in eine Tunika zu kleiden, die den sich bewegenden Schatten verbergen sollte… und jeden Beobachter dazu verleiten würde zu glauben, Lin sei ein Mann. „Für die Szene im Museum, in der sie versucht, Rick und Evy zu retten, habe ich ihr für die chinesische Neujahrsfeier einen Mantel angezogen – im Stil von „Matrix“. Sie sollte bereit sein für die Action, also trug sie darunter Hosen. Es ist ein lang geschnittener Mantel, und wenn sie durch die Luft fliegt, fliegt er mit ihr.“
Für Lis lange Reise zurück nach Shangri-La stattete die Kostümbildnerin sie mit einem warmen Outfit aus, das sich an der tibetischen Nationaltracht orientiert.
Für Michelle Yeoh entwarf die Designerin neun atemberaubende Kostüme, die sich nicht ausschließlich an die jeweiligen Epochen halten. Hays meint: „Sie ist eine Zauberin, das gab mir mehr Gestaltungsfreiheit. Durch Michelle wurden die Kostüme lebendig, denn sie ist überaus anmutig. Wie sie die Kleidung trägt, sich bewegt und ihren Kopf hält – sie scheint zu schweben.“
Eines der Kostüme für Yeoh war an den Trachten einer chinesischen Minderheit inspiriert. Hays berichtet: „Für den großen Schwertkampf mit Jet Li trägt sie einen Faltenrock. Ich hatte für mich selbst einen solchen knielangen Rock in Shanghai gekauft; als ich ihn schwenkte, bewegte er sich auf wundervolle Weise. Wir haben eine lange Version davon geschneidert, und eines der Mädchen, Malika, musste durch die Hölle gehen, um das richtige Schnittmuster herauszufinden. Jede einzelne Falte war von Hand gelegt, aber wir haben es schließlich hingekriegt. Wenn Michelle steht, fällt der Rock ganz gerade - aber wenn sie tritt, kämpft und sich dreht, bläht er sich wunderbar auf. Ich kann es kaum erwarten, das auf der Leinwand zu sehen.“
Auch die Rüstung für Jet Li brauchte viel Zeit; Hays begann schon Monate vor den Dreharbeiten daran zu arbeiten. Es war ihr erster Entwurf für den Film, denn viele Beteiligte mussten wissen, wie die Rüstung aussehen würde – besonders die Verantwortlichen für die visuellen Effekte und das Art Department.
Hays musste etliche Versionen der Rüstung entwerfen, denn jede sollte einem anderen Zweck dienen. „Für die Szenen, in denen er schreitet und majestätisch aussieht, haben wir die schwereren Outfits gemacht, bei denen Jade-Nachbildungen eingesetzt sind. Für die Kampfszenen brauchten wir eine weitaus leichtere Version, damit er sich angemessen bewegen kann. Schließlich brauchten wir noch eine Version für die Spezialeffekte, wenn er sich in Terrakotta verwandelt und mit Schlamm bedeckt ist.“
„Anfangs führte ich mit Rob diese philosophischen Gespräche über den Kaiser und seine Suche nach der Unsterblichkeit“, meint Hays abschließend. „Wir haben festgestellt, dass Jade im alten China für das ewige Leben stand, und dass der Kaiser kurz von seinem Tod in Jade gekleidet gewesen sein könnte. Rob und ich waren sehr aufgeregt, denn eine Rüstung aus Jade hatte es noch nie gegeben. Dann begann die Suche nach dem perfekten Jadestein, um die richtige Farbe und Herstellungsart zu finden. Jedes einzelne Teil wurde individuell gefertigt und dann mit den anderen verbunden.“
Nach 91 Drehtagen und über 2000 Einstellungen auf in zwei Kontinenten fiel die letzte Klappe für „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“. Für Rick O’Connell selbst war es sehr schwer, wieder „Good-bye“ zu sagen, aber gleichzeitig war er begierig darauf, eine neue Seite aufzuschlagen. Brendan Fraser sagt: „Der Geist dieses Film ist Abenteuer, Spaß, Romantik, Dinge, die aus dem Ruder laufen, viel Action, einige tolle Kämpfe. Wir wollen unterhalten.“
Um den Abschluss der Dreharbeiten in echt chinesischer Manier zu feiern, ließ Steinheimer ein fast 80-minütiges Feuerwerk in den Himmel steigen. Sämtliche Mitarbeiter – die berufsbedingt auch eine große Explosion kaum noch beeindrucken kann – waren hingerissen von dieser unglaublichen Show; ein würdiger Schlusspunkt für die abenteuerliche Reise mit „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“.
Das letzte Wort gebührt dem Regisseur; Cohen sagt über die Zeit, die er für diesen Film mit der von ihm so geschätzten Kultur verbrachte: „China war ein großartiger Ort für einen Film, der so viel Fantasie, visuelle Kraft, Geschichte und Action zu bieten hat. Mein Wunsch ist, dass die Menschen erkennen, dass die chinesische Kultur hier respektvoll und wunderbar zur Geltung kommt. Die Chinesen sind sehr warmherzige und gefühlvolle Menschen. Wenn man ihrer Kultur den angemessenen Respekt entgegenbringt, werden sie einem immer entgegenkommen – und nicht nur auf halbem Wege, sondern über 80 Prozent der Strecke. Sie leisten einen wunderbaren künstlerischen Beitrag.“

DIE BESETZUNG
BRENDAN FRASER (Rick O’Connell)
Brendan Fraser schlägt schon lange einen coolen Bogen von cleveren Independent-Filmen zu actiongeladenen Blockbustern und wieder zurück. Er erfreut sich begeisterter Kritiken für seine vielseitigen und starken Performances sowie für sein gutes Händchen bei der Auswahl von Rollen, die nachhaltig zum Nachdenken anregen.
Durch seine Rolle als Rick O’Connell etablierte er sich an den Kinokassen auch als begehrter Action-Held. Schon Regisseur Stephen Sommers Erfolgshit „Die Mumie“ (1999) war eine anspruchsvolle Weiterführung des Horrorklassikers aus dem Jahr 1932; Fraser spielte darin den in der französischen Fremdenlegion dienenden Amerikaner, der in eine britische Archäologie-Expedition verwickelt wird und sich mit den dadurch freigesetzten uralten Geheimnissen auseinandersetzen muss. 2001 nahm er erneut unter der Regie von Sommers und an der Seite von Rachel Weisz diese Rolle auch in der Fortsetzung „Die Mumie kehrt zurück“ wieder auf. Die beiden ersten Teile haben bisher weltweit über 800 Millionen Dollar eingespielt.
Zu seinen neueren Projekten gehören u.a. der Abenteuer-Fantasy-Familienfilm „Tintenherz“ mit Hellen Mirren, Paul Bettany, Jim Broadbend und Andy Serkis sowie „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ über einen Wissenschaftler, der nach seinem verschollenen Bruder sucht und am Mittelpunkt der Erde eine fantastische und gefährliche Welt entdeckt. Bei „Reise“ fungiert Fraser außerdem als ausführender Produzent.
Fraser war in einer ganzen Reihe der erfolgreichsten Independent-Filme der letzten zehn Jahre zu sehen, darunter auch der in der Kategorie Bester Film mit dem Oscar preisgekrönte „L.A. Crash“ unter der Regie von Paul Haggis, „Der stille Amerikaner“ von Phillip Noyce – basierend auf Graham Greenes gleichnamigen Thriller aus dem Jahr 1955 – und Bil Condons „Gods and Monsters“ mit Sir Ian McKellen und Lynn Redgrave.
Zu seinen weiteren Filmen gehören auch der Kinohit „George – Der aus dem Dschungel kam“, Harold Ramis’ „Teuflisch“ mit Elizabeth Hurley und Frances O’Connor, Henry Selicks „Monkeybone“, Hugh Wilsons „Eve und der letzte Gentleman“ mit Alicia Silverstone, Christopher Walken und Sissy Spacek sowie „Dudley Do“ mit Sarah Jessica Parker und Alfred Molina.
Bemerkenswert war auch seine Darstellung in Richard Benjamins „Mrs. Winterbourne“ an der Seite von Shirley MacLaine sowie seine Rollen in Ley Mayfields „Steinzeit Junior“, Robert Mandels „Der Außenseiter“, Alek Keshishians „Ein Genialer Freak“, Michael Lehmanns „Airheads“, Michael Ritchies „Der Scout“ sowie seine Performance in dem TV-Movie „The Twilight of the Golds“.
Auch am Theater stand er in etlichen Rollen auf der Bühne, darunter 2001 am Lyric Theatre an der Shaftesbury Avenue sowie am Londoner Westend in einer Inszenierung von Tennessee Williams „Cat on a Hot Tin Roof“ unter der Regie des Tony-preisgekrönten Anthony Page; Fraser spielte Brick an der Seite von Frances O’Connor als Maggie Pollitt. Für seine Darstellung als nervöser Schriftsteller in John Patrick Shanleys „Four Dogs and a Bone“ am Geffen Playhouse bekam Fraser ebenfalls hervorragende Kritiken; er spielte hier an der Seite von Martin Short, Parker Posey und Elizabeth Perkins unter der Regie von Lawrence Kasdan.
Brendan Fraser kam in Indianapolis zur Welt und ist in Europa und Kanada aufgewachsen; schon mit 12 Jahren widmete er sich der Schauspielerei und besuchte das Theater, während er mit seiner Familie in London lebte. In Toronto besuchte er das Upper Canada College und machte seinen Abschluss im Fach Schauspiel am Actors Conservatory des Cornish College of the Arts in Seattle. Zurzeit lebt er in Conncecticut.
JET LI (Drachenkaiser)
Der international renommierte Martial-Arts-Meister und Filmstar Jet Li hatte mit seinem ersten englischsprachigen Spielfilm, „Lethal Weapon 4 – Zwei Profis räumen auf“, 1998 seinen großen Durchbruch in Hollywood. Nachdem er in China und Hongkong über 25 Filme gedreht hatte, wurde er für die Rolle des Schurken an der Seite von Mel Gibson und Danny Glover unter der Regie von Richard Donner engagiert.
Derzeit spielt er eine Hauptrolle im Familien-Abenteuerfilm „The Forbidden Kingdom“, in dem er an der Seite seines Kollegen Jackie Chan einen alten chinesischen Martial-Arts-Kämpfer spielt.
Vor kurzem war Li im Action-Thriller „War“ an der Seite von Jason Statham zu sehen, der zweiten Zusammenarbeit der Darsteller. 2006 stand er in der Filmbiographie „Fearless“ unter der Regie von Ronny Yu vor der Kamera und verkörperte den legendären Martial-Arts-Kämpfer Huo Yuanjia, der Anfang des 20. Jahrhunderts berühmteste Kämpfer in China.
Unter der Regie von Louis Leterrier drehte Li an der Seite von Morgan Freeman „Unleashed - Entfesselnd“; mit DMX war er im von Joel Silver produzierten „Born To Die“ zu sehen.
Li und seine Familie waren 2004 unmittelbar vom Tsunami betroffen, der weite Teile Südasiens zerstörte. Diese Naturkatastrophe gab Li den Anstoß, im April 2007 das The Jet Li One Foundation Project zu gründen, eine in China ansässige Hilfsorganisation, die vom Hauptquartier in Beijing aus Menschen auf der ganzen Welt Hilfe zukommen lässt. Die Organisation arbeitet nach dem Prinzip „1 Person + 1 Dollar + 1 Monat = 1 große Familie“. Durch die Zusammenfassung individueller Spenden mobilisiert die One Foundation die Kraft der Massen, um die verwundbarsten Mitgliedern unserer Weltgemeinschaft zu unterstützen.
2002 hatte Li eine Hauptrolle in „Hero“; dieser Film war in der Kategorie Bester Fremdsprachiger Film zum Oscar nominiert und wurde Anfang 2002 vollständig vor Ort in Asien gedreht. Als Hintergrund dient die Geschichte der versuchten Ermordung des historischen Figur Qin Shi Huang Di, der erste Kaiser von China; erzählt wird vom chinesischen Konzept dessen, was aus jemandem einen Helden macht. Regie führte der renommierte Regisseur Yimou Zhang.
Im gleichen Jahr spielte Li an der Seite von Delroy Lindo und Jason Statham auch eine Hauptrolle im Action-Abenteuer „The One“ unter der Regie von James Wong. In einer beeindruckenden Doppelrolle spielte Li hier den Polizisten Gabriel Yulaw, der sich einer düsteren Version seiner selbst stellen muss. Dann spielte er in „Kiss of the Dragon“, bei dem er außerdem als Produzent verantwortlich zeichnete; er verkörpert in diesem Film einen Ausländer, der während einer Geschäftsreise in Paris in eine tödliche Verschwörung verwickelt wird. Seine Co-Stars sind Bridget Fonda und Tchéky Karyo; Regisseur war Chris Nahon, das Drehbuch schrieben Luc Besson und Robert Mark Kamen.
Begeisterte Kritiken erntete er für seine Darstellung im Kassenerfolg „Romeo Must Die“; in dieser modernen Shakespeare-Version spielte Li den Romeo (Han Sing) an der Seite der von Aaliyah verköperten Julia (Trish O’Day). Produzent dieses Films, der Hip-Hop mit Kung Fu verbindet und ein ganz neues Actionfilm-Genre schuf, war Joel Silver.
Im November 2001 produzierte Li gemeinsam mit Mel Gibsons Firma Icon Entertainment eine Martial-Arts-TV-Serie unter dem Titel „Invincible“. Das Thema war Wushu (der chinesische Oberbegriff für Martial Arts) und offenbarte dem amerikanischen Publikum spektakulär choreographierte Action-Sequenzen im Stil des Hongkong-Kinos.
Jet Li stammt aus Beijing und begann bereits mit acht Jahren die Kunst des Wushu zu erlernen, als er in die Amateur-Sportschule seiner Heimatstadt eintrat. Nach drei Jahren intensivem Training gewann Li seine erste Nationalmeisterschaft für das Wushu-Team aus Beijing. Im Rahmen der Welttournee im Jahr 1974 hatte er die Ehre, einen Zwei-Mann-Kampf im Garten des Weißen Hauses für Präsident Nixon vorzuführen. In den folgenden vier Jahren konnte er seinen Meistertitel ununterbrochen verteidigen.
Schon kurz nachdem er sich mit 17 vom Kampfsport zurückgezogen hatte, wurden ihm viele Hauptrollen angeboten; seine Filmkarriere begann unter Regisseur Xinyan Zhang mit „The Shaolin Temple“. Als dieser Film in die Kinos kam wurde Li über Nacht zum Filmstar; dieser große Filmerfolg wurde in zwei Fortsetzungen fortgeführt. So drehte Li in Asien 25 erfolgreiche Spielfilme, bevor er nach Amerika ging. Mit seiner Familie lebt Li derzeit in Singapur.
MARIA BELLO (Evelyn O’Connell)
Maria Bello hat sich als Hauptdarstellerin mit beeindruckender und betörender Präsenz etabliert. Die coole, unglaublich gebildete Blondine hat die Zuschauer mit ihren vielen verschiedenen Rollen in ihren Bann gezogen, darunter in „The Cooler – Alles auf Liebe“ mit William H. Macy (Nominierungen zum Golden Globe und SAG), in David Cronenbergs „A History of Violence“ mit Viggo Mortensen und Ed Harris (mit dem New York Film Critics Circle Award preisgekrönt und einer Nominierung zum Golden Globe bedacht), in Oliver Stones „World Trade Center“, Jason Reitmans „Thank You For Smoking“ und jüngst im „Der Jane Austen Club“. Demnächst wird sie in Alan Balls neuem Film „Towelhead“ zu sehen sein.
Zu ihren weiteren Filmen gehören „Auto Focus“ mit Greg Kinnear, „Permanent Midnight – Voll auf Droge“ mit Ben Stiller, „Payback - Zahltag“ mit Mel Gibson, „Flicka“ mit Tim McGraw, „Traumpaare“ von Bruce Paltrow, „Coyote Ugly“ von Produzent Jerry Bruckheimer, „Das geheime Fenster“ mit Johnny Depp, „Silver City“ mit Chris Cooper und „Das Ende - Assault on Precinct 13“ mit Ethan Hawke.
Ihr TV-Debüt gab sie mit einer ständigen Rolle an der Seite von Scott Bakula in „Mr. & Mrs. Smith“. Außerdem war sie eine Staffel lang in der Rolle der leidenschaftlichen und willenstarken Kinderärztin Dr. Anna Del Amico in der gefeierten Serie „ER“ zu sehen.
Maria Bello engagiert sich aktiv für etliche karitative Organisationen, darunter Street Poets Inc, Save Darfur, Offe of the Americas und das American Friends Service Committee.
JOHN HANNAH (Jonathan Carnahan)
Bevor er sich dem Action-Abenteuer in „Die Mumie“ und „Die Mumie kehrt zurück“ verschrieb, machte John Hannah bereits im von der Kritik gefeierten Drama „Sie liebt ihn – sie liebt ihn nicht“ an der Seite von Gwyneth Paltrow sowie im internationalen Hit „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ – der ihm den schottischen BAFTA in der Kategorie Bester Schauspieler einbrachte – von sich reden.
Vor kurzem hatte er Hauptrollen im Action-Abenteuer „Die letzte Legion“, in „Alle loben Lucy“, „Memory of Water“, „Pandaemonium“ sowie im Thriller „Circus“ inne und war außerdem in „Hurricane“, „Ressurection Man“ und „Die James Gang“ zu sehen.
Zu seinen vielen TV-Rollen gehören u.a. die britische „Cold Blood“-Filmserie, die BBC-Serien „New Street Law“ und „Out of the Blue“, der Dokumentarfilm „Sinking of the Lusitania: Terror at Sea“ für die BBC, der TV-Film „Dr. Jekyll and Mr. Hyde“, „MDs“ und „Alias“ bei ABC sowie die Titelrollen in zwei weiteren britischen TV-Serien: „McCallum“ und „Rebus“.
Für seine Darstellung in „Madagascar Skin“ wurde er auf dem Internationalen Filmfestival in Stockholm mit dem Preis als Bester Schauspieler ausgezeichnet. Ausgebildet wurde er drei Jahre lang an der Royal Scottish Academy of Music and Drama. Er stand mit den renommiertesten britischen Theaterensembles auf der Bühne, darunter auch mit der Royal Shakespeare Company.
Bevor er als Schauspieler durchstartete, arbeitete Hannah in Schottland als Elektriker.
RUSSELL WONG (Ming Guo)
Russell Wong ist ein charismatischer und talentierter Schauspieler und gehört zu den begehrtesten asiatisch-amerikanischen Darstellern in Hollywood. Demnächst werden seine neuesten Filme „Dim Sum Funeral“ und „Undoing“ in die Kinos kommen. Zu seinen weiteren Filmen gehören u.a. „Takedown“ mit Skeet Ulrich, Tom Berenger und Angela Featherstone, „Romeo Must Die“ mit Jet Li, Delroy Lindo, Isaiah Washington und Aalyah und „The Joy Luck Club“.
Vor kurzem hatte er Gastauftritte in etlichen beliebten TV-Serien, darunter „Numb3rs“, „CSI“ und „Commander in Chief“.
Sein US-amerikanisches Filmdebüt gab er in der Spielfilmadaption von James Clavells „Tai-Pan“; daraufhin war er in Wayne Wangs „Eat a Bowl of Tea“ und Abel Ferraras „Krieg in Chinatown“ zu sehen und hatte dann Hauptrollen in „China Cry: A True Story“, im Box-Office-Hit „New Jack City“ sowie in der Serie und im TV-Film „Vanishing Son“.
1994 wurde Wong mit zwei Preisen ausgezeichnet: dem Image Award der Organization of Chinese Americans sowie dem Media Achievement Award des Media Action Network for Asian Americans, in Anerkennung seiner herausragenden Leistungen in der Unterhaltungsindustrie sowie seiner Vorbildfunktion für asiatischstämmige Amerikaner. Im Oktober 1997 wurde er (gemeinsam mit John Woo, Terence Chang und Tia Carrere) auch von der Asian American Arts Foundation in San Francisco geehrt.
Wong stammt aus New York und hat sechs Geschwister; mehrere Jahre lang studierte er Martial Arts und ist daher in der Lage, viele seiner eigenen Stunts zu absolvieren. Im Prozess des Filmemachens gibt es immer etwas Neues zu lernen; vor kurzem hat er sich an der renommierter New York University im Fach Filmproduktion weitergebildet, um seine Kenntnisse der Branche in sämtlichen Bereichen zu vertiefen, darunter auch im Regiefach. Zu seinen Lieblingshobbys gehört die Fotografie.
LIAM CUNNINGHAM (Maguire)
Liam Cunningham stammt aus Irland und war vor kurzem im preisgekrönten Film „The Wind that Shakes the Barley“ an der Seite von Cillian Murphy unter der Regie von Ken Loach zu sehen. Für seine Rolle wurde Cunningham mit dem Irish Film & Television Award in der Kategorie Bester Nebendarsteller in einem Spielfilm ausgezeichnet; der Film gewann als Bester Irischer Spielfilm.
Zu seinen weiteren Filmen gehören „Breakfast on Pluto“, „The League of Gentlemen’s Apocalypse“, „The Card Player“, „Mystics“, „Dog Soldiers“, „Revelation“, „The Abduction Club“, „The Island of the Mapmaker’s Wife“, „A Love Divided“ (für den er auf dem Cherbourg-Octeville Festival des Irischen und Britischen Films als Bester Darsteller ausgezeichnet wurde), „Herzen in Aufruhr“ und „Der erste Ritter“. Demnächst wird er in „Hunger“ und „Blood: The Last Vampire“ zu sehen sein.
Zu seinen TV-Filmen zählen u.a. „Northanger Abbey“, „Anner House“, „Murphy’s Law“ und „Hotel Babylon“ für die BBC, „The Clinic“, „Prime Suspect“ und „Messiah: The Promise“, „The Crooked Man“, „Stranded“, „Final Demand“, „Attila“, „RKO 281“ und „Too Rich: The Secret Life of Doris Duke“.
Zu seinen vielen Theaterrollen gehören auch „Poor Beast in the Rain“ am Gate Theatre in Dublin, „The Cavalcaders“ am Tricycle Theatre, „A Streetcar Named Desire“ am Gate Theatre in Dublin und „As You Like It“ mit der Royal Shakespeare Company.
LUKE FORD (Alex O’Connell)
Der junge australische Schauspieler Luke Ford gibt hier sein US-amerikanisches Filmdebüt, nachdem er in seinem Heimatland bereits rasch Karriere gemacht hat. Zu seinen Spielfilmen gehören „The Black Balloon“ mit Toni Collette unter der Regie von Elissa Down, „Kokoda“ unter der Regie von Alister Grierson und „The Junction Boys“.
Derzeit steht er gerade für den australischen TV-Film „Blood in the Sand“ in Westaustralien vor der Kamera. Ian David und Sue Taylor (das Team, das für die gefeierte Miniserie „The Shark Net“ verantwortlich zeichnet) verfassten und produzieren diesen Telefilm.
Im Fernsehen war Ford bereits an der Seite von Elizabeth Perkins in „Hercules“ zu sehen, hatte eine Dauerrolle in „McLeod’s Daughters“ inne und spielte ebenfalls in „All Saints“, „No Turning Back“, „Home and Away“, „Water Rats“ und „Breakers“ mit.
ISABELLA LEONG (Lin)
Die 19jährige Isabella Leong hat bereits etliche chinesische Spielfilme in ihrem Oeuvre, darunter „Spider Lillies“ („Ci qing“), „Diary“ („Mon seung“) – für den sie für einen Hongkong Film Award in der Kategorie Beste Nebendarstellerin nominiert wurde -, „Isabella“ – für den sie mit dem Director’s Week Award als Beste Schauspielerin in Fantasporto und einem Golden Bauhinia Award als Beste Neue Schauspielerin ausgezeichnet wurde und eine Nominierung zum Hongkong Film Award in der Kategorie Beste Schauspielerin erhielt -, „Dragon Squad“ („Maang lung“), „Bug Me Not!“ (Chung buk ji“) – für den sie ebenfalls für einen Hongkong Film Award in der Kategorie Beste Neue Schauspielerin nominiert war – und „The Eye 10“ („Gin gwai 10“). Demnächst wird sie unter der Regie von Tsui Hark in „Missing“ („Sam hoi tsam yan“) zu sehen sein.
Leong ist auch in der Musikbranche erfolgreich und hat in Asien etliche erfolgreiche Alben herausgebracht. In „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ gibt sie ihr amerikanisches Spielfilmdebüt.
MICHELLE YEOH (Zi Yuan)
Michelle Yeoh war vor kurzem in Danny Boyles Sci-Fi-Thriller „Sunshine“ sowie in Rob Marshalls von der Kritik gefeiertem „Die Geisha“ zu sehen. Im Sommer soll der Kostümfilm „Children of Huan Shi“ in die Kinos kommen; Ende August wird sie an der Seite von Vin Diesel, Charlotte Rampling und Gérard Depardieu im postapokalyptischen Action-Thriller „Babylon A.D.“ unter der Regie von Mathieu Kassovitz zu sehen sein. 2007 hatte sie außerdem eine Hauptrolle im Independent-Film „True North“ unter der Regie von Asif Kapadia inne.
Dem internationalen Publikum ist sie besonders als Schwertkämpferin aus Ang Lees mitreißendem „Tiger and Dragon“ in Erinnerung sowie in der Rolle der charmanten Geheimagentin in „James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie“, doch die aus Malaysia stammende Schauspielerin beeindruckt das asiatische Kinopublikum bereits seit über 20 Jahren. Seit sie 1984 in actiongeladenen Hongkong-Streifen begann, stand sie für über 30 Filme vor der Kamera und veränderte das traditionelle Bild asiatischer Frauen durch ihre Darstellungen starker weiblicher Filmfiguren.
Im Epos „Tiger and Dragon“ stellte sie endgültig unter Beweis, dass sie weitaus mehr ist als eine internationale Action-Queen; ihre Darstellung in diesem Film brachte ich auf dem Taipei Golden Horse Film Festival, den Hongkong Film Awards und den BAFTAS 2001 jeweils Nominierungen in der Kategorie Beste Schauspielerin ein. 2001 wurde von ShoWest ebenfalls als International Star of the Year nominiert. 1997 hatte sie auf den Hongkong Film Awards für ihre Rolle im historischen Drama „The Soong Sisters“ bereits eine Nominierung in der Kategorie Beste Nebendarstellerin erhalten.
2002 konnte sie als Produzentin und Hauptdarstellerin des romantischen Action-Abenteuers „The Touch“ einen weiteren Erfolg verbuchen. Im gleichen Jahr wurde ihr in Anerkennung ihrer Leistungen und ihres Engagements für die Unterstützung kreativer Talente der Montblanc de la Culture Arts Patronage Award zuteil. Außerdem wurde sie von CineAsia zur Produzentin des Jahres gekürt und bekam von der Junior Chamber International den The Outstanding Young Persons of the World Award. 2003 fungierte sie ebenfalls als Produzentin und Hauptdarstellerin des futuristischen Action-Abenteuers „Silver Hawk“.
Im Oktober 2007 wurde sie in Anerkennung ihres Beitrages zum künstlerischen und kulturellen Austausch zwischen Asien und Frankreich vom französischen Staatspräsidenten zum Ritter der Ehrenlegion geschlagen.
Yeoh engagiert sich für etliche karitative Organisationen und ist außerdem Ehrenmitglied der Aids-Forschungs-Stiftung amfAR, des Hongkong Cancer Fund und des Institute for Cerebral and Medullary Disorders ICM. Jüngst wurde sie zur Sonderbotschafterin der Make Roads Safe-Kampagne ernannt.

DER STAB
ROB COHEN (Regie)
Rob Cohen wartet mit nahezu drei Jahrzehnten Erfahrung in der Spielfilmindustrie auf, zunächst als überaus aktiver Produzent, dann als einer der vielseitigsten und erfolgreichsten Regisseure in Amerika, und nimmt so in der Unterhaltungsbranche einen ganz besonderen Rang ein. Im Sommer 2008 kommt sein vierter Sommer-Kinohit „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ in die Kinos.
Dieses Action-Abenteuer ist der erste Spielfilm eines großen Studios, der vollständig in China spielt und der am 21. Juli 2008 im Opernhaus von Beijing seine Welt-Premiere feierte.
Mit seinen aufeinanderfolgenden Kassenhits „The Fast and the Furious“ und „xXx – Triple X“ stellte Cohen erneut unter Beweis, dass er zum Pioniertrupp der kulturellen und technologischen Entwicklungen im Filmbusiness gehört. Die beiden genannten Filme spielten über eine Milliarde Dollar ein. Als Produzent und als Regisseur zeichnete er für Filme mit einer breitgefächerten Themen- und Kulissenpalette verantwortlich und erwies sich als Filmemacher, der stets danach strebt seinen filmischen Horizont zu erweitern.
Sein von der Kritik gefeierter HBO-Film „The Rat Pack“ mit Ray Liotta als Frank Sinatra, Joe Mantegna als Dean Martin und Don Cheadle als Sammy Davis Jr. zeichnete die Chronik einer ganzen Ära nach und erzählte dabei die Geschichte der berühmtesten Swinger von Hollywood und Las Vegas auf dem Höhepunkt ihres Ruhms. „The Rat Pack“ bekam elf Nominierungen zum Emmy, wurde mit drei dieser begehrten Preise ausgezeichnet, brachte Cheadle einen Golden Globe ein und Cohen eine Nominierung der Directors Guild of America in der Kategorie Outstanding Directorial Achievement in Movies for Television.
Auch seine vorherigen Filme als Regisseur zeugen von seinem expansiven Interesse am Geschichtenerzählen. Sein Filmdebüt „A Small Circle of Friends“ mit Brad Davis und Karen Allen war eine Romanze vor dem Hintergrund der politischen Unruhen der späten 60er Jahre an der Harvard University, Cohens Alma Mater. Für „Dragon: Die Bruce Lee Story“ – bei dem er für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnete -, in dem die menschliche Seite des legendären Actionhelden aus Honkong auch jüngeren Generationen nähergebracht wurde, machte er Jason Scott Lee und Lauren Holly zu Stars und wurde von der Kritik und dem Publikum stürmisch gefeiert.
Mit seiner epischen Fabel „Dragonheart“ machte Cohen auch im Bereich der visuellen Effekte einen weiteren Quantensprung; die Geschichte handelt von der ungewöhnlichen Allianz zwischen einem Ritter (Dennis Quaid) und einem furchterregenden, doch edlen Drachen, der sprechen kann (mit der Stimme von Sean Connery). Cohen betätigte sich sowohl am Design der massiven Kreatur als auch an der Anwendung der neuesten Effekte von Industrial Light & Magic – es war das erste Mal, dass eine große Hauptfigur in einem Spielfilm vollständig digital erschaffen wurde. Der Film wurde 1996 mit dem Saturn Award in der Kategorie Bester Fantasy-Film ausgezeichnet und bekam eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Visuelle Effekte.
Cohen stammt aus Cornwall-on-Hudson in New York. Er studierte in Harvard, wo er in Anthropologie mit Magna Cum Laude abschloss. Seine Filmkarriere begann bereits als Studienanfänger, als er Regisseur Daniel Petrie bei dem TV-Film „Silent Night, Lonely Night“ assistierte. Nach seinem Universitätsabschluss zog Cohen nach Los Angeles, arbeitete als Lektor für die International Famous Agency (IFA) und entdeckte in dieser Funktion den Kult-Klassiker „Der Clou“.
Er wechselte dann zu 20th Century Fox Television und wurde schon bald zum Director of Television Movies befördert; in dieser Funktion entwickelte er u.a. Projekte wie „Mrs. Sundande“ und „Stowaway to the Moon“. Mit dem Wunsch, sich auch in der Spielfilmbranche zu betätigen, ging Cohen bereits mit Anfang 20 als Executive Vice President der Spielfilmabteilung zu Motown.
Bei Motown produzierte er etliche Schlüsselwerke des Kinos der 70er Jahre, etliche davon als Gegenmittel zu den damaligen Blaxploitation-Streifen. „The Bingo Long Travelling All-Stars & Motor Kings“ mit Billy Dee Williams, James Earl Jones und Richard Pryor war ein hochorigineller Blick auf die Negro Leagues der 1930er Jahre. Der Fernsehfilm „Scott Joplin“, ebenfalls mit Williams in der Hauptrolle, erzählte die Geschichte des großen Ragtime-Pianisten und Komponisten, dessen Musik im Soundtrack zu „Der Clou“ weltberühmt wurde. „Mahogany“ und „The Wiz“, in denen Diana Ross jeweils die Hauptrolle übernahm, waren ein romantisches Drama in der Welt der Haute Couture respektive eine Leinwandadaption des beliebten Broadway-Musicals. Für „The Wiz“ wurde Cohen mit dem NAACP Image Award in der Kategorie Bester Film ausgezeichnet; „Mahogany“ war für „Theme from Mahogany“ (Do You Know Where You’re Going To) für einen Oscar nominiert.
Bei Motown produzierte Cohen auch „Thank God It’s Friday“, den quintessentiellen Disco-Film jener Ära, mit Superstar-Diva Donna Summer und damals jungen und vielversprechenden Talenten wie Jeff Goldblum, Debra Winger und Terri Nunn (später Leadsängerin der Band Berlin).
Zu Cohens Regiearbeiten für das Fernsehen zählen u.a. eine Emmy-nominierte Episode von „Miami Vice“ sowie Episoden von „thritysomething“, „Hooperman“, „A Year in the Life“ und „Private Eye“. Außerdem war er der Erschaffer, Drehbuchautor und ausführende Produzent der Serie „Vanishing Son“, eine der wenigen TV-Serien, die ihren Schwerpunkt auf asiatische Figuren legte und alle Rollen mit asiatischen Schauspielern besetzte. „Vanishing Son“ wurde mit zwei MANAA Awards (Media Action Network for Asian Americans) ausgezeichnet, in Anerkennung der positiven Darstellung von Asiaten in den Medien; einer der beiden Preise ging an die Serie selbst, der andere an Hauptdarsteller Russell Wong.
Cohen ist begeisterter Surfer und Sammler von Erstausgaben; er hat Wohnsitze in Malibu, Kalifornien sowie auf Bali in Indonesien.
ALFRED GOUGH & MILES MILLAR (Drehbuch)
Alfred Gough und Miles Millar sind vielbeschäftigte Autoren und Produzenten. Ihre Arbeit an „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“ dauerte von den ersten Schritten bis zur Fertigstellung insgesamt drei Jahre; sie arbeiteten sehr eng mit Regisseur Rob Cohen zusammen, um das unglaublich erfolgreiche Franchise zu revitalisieren.
Zu ihren weiteren Spielfilm-Credits gehören der Action-Komödien-Hit „Shanghai Noon“ mit Jackie Chan, Owen Wilson und Lucy Liu sowie die Fortsetzung „Shanghai Knights“, unter der Regie von David Dobkin. Zu ihren weiteren Drehbüchern zählen auch „Spider-Man 2“ mit Tobey Maguire, „Herbie Fully Loaded – Ein toller Käfer startet durch“ mit Lindsay Lohan und „Lethal Weapon 4 – Zwei Profis räumen auf“ mit Mel Gibson und Danny Glover.
Auch für das Fernsehen war das Duo tätig; sie waren die Erschaffer und ausführenden Produzenten der von der Kritik gefeierten Action-Abenteuer-Serie „Smallville“, die bereits in der achten Staffel läuft. „Smallville“ ist die langlebigste auf einer Comicbuch-Vorlage basierende TV-Serie aller Zeiten und steht in der Geschichte von WB Television unangefochten auf Platz 1.
Gough und Millar lernten sich als Studenten im Rahmen des Peter Stark Producing Program an der University of Southern California kennen.
Derzeit arbeiten sie an der Produktion von „Hannah Montana: The Movie“. Der Film basiert auf der überaus erfolgreichen Disney Channel-Serie; Teenie-Star-Phänomen Miley Cyrus spielt die Titelrolle.
SEAN DANIEL (Produktion)
Sean Daniel produzierte „Die Mumie“, „Die Mumie kehrt zurück“ und „DIE MUMIE 3 - DAS GRABMAL DES DRACHENKAISERS“. Derzeit arbeitet er gerade für Universal Pictures an „The Wolfman“ mit Benicio del Toro und Anthony Hopkins in den Hauptrollen. 1992 gründete er gemeinsam mit Geschäftspartner Jim Jacks die Produktionsfirma Alphaville Productions. Zusätzlich zur „Mumie“-Serie produzierte er auch Spielfilme wie Richard Linklaters gefeierter „Confusion – Sommer der Ausgeflippten“, den renommierten Western „Tombstone“ mit Kurt Russell, „The Scorpion King“, Nora Ephrons Komödie „Michael“ mit John Travolta, „Ein einfacher Plan“ unter der Regie von Sam Raimi, „Ein (un)möglicher Härtefall“ von den Coen-Brüdern, die Komödie „Einmal Himmel und zurück“ mit Chris Rock unter der Regie der Weitz-Brüder, Jerry Zuckers „Der nackte Wahnsinn“, John Woos ersten US-Film „Harte Ziele“, William Friedkins „Die Stunde des Jägers“ mit Tommy Lee Jones und Benicio Del Toro, „Der Schakal“ mit Richard Gere und Bruce Willis sowie „The Gift – Die dunkle Gabe“ mit Cate Blanchett und Hilary Swank unter der Regie von Sam Raimi.
Für das Kabelfernsehen produzierte er u.a. den TV-Film „Freedom Song“ mit Danny Glover unter der Regie von Phil Robinson, HBOs „Everyday People“ und die vierstündige USA-Network-Miniserie „Attila“.
Vor seiner Tätigkeit als Produzent arbeitete Daniel von 1984 bis 1989 bei Universal Pictures als Präsident der Produktionsabteilung. In dieser Zeit zeichnete er u.a. für „Nashville Lady“, „Blues Brothers“, „Ich glaub’ ich steh’ im Wald”, „Der Frühstücksclub“, „Feld der Träume“, „Do the Right Thing“, „Brazil“ und „Gorillas im Nebel“ verantwortlich.
Seinen Bachelor in Kunstgeschichte machte Daniel 1973 am California Institute of Fine Arts. Er beteiligte sich auch intensiv an der Debatte zu Medien und Kultur, darunter mit Auftritten in „The McLaughlin Group“ und „Which Way L.A.?“ und Kommentaren in der The New York Times, der Los Angeles Times und der The Huffington Post.
JAMES JACKS (Produktion)
James Jacks war ausführender Produzent von „Arizona Junior“, dem Kultfilm der Coen-Brüder, bevor er als Vice President of Acquisitions zu Universal Pictures ging. Während seiner fünfjährigen Amtszeit beteiligte er sich u.a. an Filmen wie „Feld der Träume“, „Do the Right Thing“, „Jungle Fever“ und „Das Gesetz der Gewalt“.
1992 gründete er gemeinsam mit Geschäftspartner Sean Daniel eine der erfolgreichsten Produktionsfirmen der USA, Alphaville Productions. Zusätzlich zur „Mumie“-Serie produzierten sie auch Spielfilme wie Richard Linklaters gefeierter „Confusion – Sommer der Ausgeflippten“ William Friedkins „Die Stunde des Jägers“, „Der nachte Wahnsinn“, „Ein (un)möglicher Härtefall“ von den Coen-Brüdern, Nora Ephrons Komödie „Michael“, den gefeierten Western „Tombstone“, John Woos ersten amerikanischen Spielfilm „Harte Ziele“, „The Gift – Die dunkle Gabe“ mit Cate Blanchett und Hilary Swank unter der Regie von Sam Raimi und „Einmal Himmel und zurück“ mit Chris Rock unter der Regie de Weitz-Brüder.
STEPHEN SOMMERS (Produktion)
Stephen Sommers war der Drehbuchautor und Regisseur von „Die Mumie“ und „Die Mumie kehrt zurück“. Auch beim Spin-Off „The Scorpion King“ zeichnete er für das Drehbuch verantwortlich. Als Autor und Regisseur betätigte er sich außerdem an „Die Abenteur des Huck Finn“ mit Elijah Wood und Jason Robards, „Das Dchungelbuch“ mit Jason Scott Lee, Cary Elwes, Sam Neill und John Cleese sowie „Deep Rising“ mit Treat Williams und Famke Janssen. Als Autor und ausführender Produzent war er beteiligt an „Tom and Huck“ mit Jonathan Taylor Thomas und Brad Renfro.
Für das Fernsehen war er Drehbuchautor und ausführender Produzent von „Olvier Twist“ mit Elijah Wood und Richard Dreyfuss in den Hauptrollen. Derzeit dreht er gerade „G.I. Joe“ mit Channing Tatum, Sienna Miller, Marlon Wayans, Dennis Quaid, Joseph Gordon-Levitt und Jonathan Pryce.
Sommers stammt aus Minnesota und studierte an der St. John University sowie an der Universität von Sevilla in Spanien. Daraufhin verbrachte er vier Jahre in Europa, arbeitete im Straßentheater und managte Rockbands.
Dann zog er nach Los Angeles und studierte drei Jahre lang an der USC School of Cinema-Television, wo er seinen Master machte und auch für das Drehbuch und die Regie seines preisgekrönten Kurzfilms „Perfect Alibi“ verantwortlich zeichnete. Mit unabhängiger Finanzierung realisierte er als Autor und Regisseur seinen ersten Spielfilm, „Catch Me If You Can“ (1989), der in seiner Heimatstadt St. Cloud in Minnesota gedreht wurde.
BOB DUCSAY (Produktion)
Bob Ducsay ist einer der Väter der „Die Mumie“-Franchise; er war bei „Die Mumie“ und „Die Mumie kehrt zurück“ sowohl Produzent als auch Cutter.
2001 tat er sich mit seinem langjährigen Kollegen Stephen Sommers zusammen, um die Sommers Company zu gründen. Die erste Produktion unter diesem Banner war „Van Helsing“, bei dem Ducsay als Produzent und Cutter fungierte.
Zu seinen weiteren Filmen als Cutter gehören „Die Abenteuer von Huck Finn“, „Das Dschungelbuch“ und „Deep Rising“, ebenfalls unter der Regie von Sommers, außerdem „Impostor“, „Star Kid“ und „Love and a .45“. Derzeit produziert er gerade „G.I. Joe“ für Paramount Pictures.
Als ausführender Produzent betätigte sich Ducsay ebenfalls am Oscar-preisgekrönten Kurzfilm „Two Soldiers“. Seinen Bachelor machte er an der University of Pennsylvania, seinen Master an der USC School of Cinema-Television.