Tomtec

THE FIGHTERS
Bundesweiter Start: 14.08.2008
Mit
SEAN FARIS, AMBER HEARD,
DJIMON HOUNSOU, CAM GIGANDET
u.v.m.
Regie
Jeff Wadlow
USA 2008 / Farbe / 110 Minuten/ 1:2,35 / SR*D
BESETZUNG
Jean Roqua - Djimon Hounsou
Jake Tyler - Sean Faris
Baja Miller - Amber Heard
Ryan McCarthy - Cam Gigandet
Margot Tyler - Leslie Hope
Max Cooperman - Evan Peters
Charlie Tyler - Wyatt Smith
Aaron - Neil Brown Jr.
Jenny - Lauren Leech
STAB
Regie - Jeff Wadlow
Drehbuch - Chris Hauty
Produzenten - Craig Baumgarten, David Zelon
Kamera - Lukas Ettlin
Produktionsdesign - Ida Random
Schnitt - Victor DuBois, Debra Weinfeld
Kostüme - Judy Ruskin Howell
Stuntkoordinator - Jonathan Eusebio

KURZINHALT
An seiner alten Schule war Jake (SEAN FARIS) ein Football-Star, aber auch ein Hitzkopf, der immer wieder in Streitereien geriet. Mit dem Umzug nach Florida, hofft seine Mutter, soll Jake seine Probleme in den Griff kriegen, zum Vorbild für den jüngeren Bruder werden. Doch sein Ruf folgt ihm auch an die neue High School. Schnell hat ihn Ryan (CAM GIGANDET) im Visier. Er ist der härteste, populärste Fighter der Schule, der eine reiche Familie im Rücken und mit Baja (AMBER HEARD) ein Dreamgirl an seiner Seite hat. Von Ryan provoziert, lässt sich Jake auf eine Auseinandersetzung ein. Doch der erfahrene Free Fighter erteilt dem Neuling eine schmerzhafte Lektion. Auf Revanche aus, nimmt Jake Unterricht bei Jean Roqua (DJIMON HOUNSOU). Ein Coach, der keine Schläger, sondern disziplinierte Sportler formt. Roqua lehrt ihn, dass Free Fight ein Sport mit festen Regeln ist, der blinder Aggression keinen Platz bietet. Im Training mit seinem neuen Mentor verbessert und verändert sich Jake. Er lernt, seinen Zorn zu kontrollieren, verliert sogar das Interesse, sich dem Rivalen beim legendären Untergrundturnier der Free Fighter zu stellen. Doch Ryan findet einen Weg, Jake zu einem letzten Kampf zu zwingen...

PRESSENOTIZ
Vor dem Hintergrund eines neuen, auch in Deutschland populären Phänomens erzählt Regietalent Jeff Wadlow die Geschichte eines Teenagers, der über den Free Fight Kontrolle über seine Aggressionen gewinnt und zu sich selbst findet. „The Fighters“ ist die moderne, dynamische Antwort auf den Kultklassiker „Karate Kid“ - eine Lektion in Selbstverteidigung und Lebensführung. Als charismatischer Coach ist Djimon Hounsou zu sehen, zweifach oscarnominiert für „In America“ und „Blood Diamond“. In der Rolle seines Schülers zeigt Sean Faris („Plötzlich verliebt“) Qualitäten, die schon Tom Cruise zum Star machten. Als sein Rivale glänzt Cam Gigandet, die Entdeckung aus dem TV-Hit „O.C., California“. Als High-School-Engel zwischen den harten Fightern beweist Amber Heard („Alpha Dog – tödliche Freundschaft“), warum sie zu den gefragtesten Jungstars Hollywoods zählt.

INHALT
An seiner Schule ist Jake (SEAN FARIS) populär, ein gefeierter Football-Star. Doch seiner Mutter (LESLIE HOPE) sind Verhaltensveränderungen aufgefallen, die sie zunehmend beunruhigen. Seit dem tödlichen Autounfall seines Vaters hat Jake sein emotionales Gleichgewicht verloren, lebt seinen Zorn immer wieder in Streitereien aus. So auch bei seinem letzten Footballspiel für seine alte Schule, das mit einer heftigen Auseinandersetzung der Teams Schlagzeilen macht. Als Jakes jüngerer Bruder Charlie (WYATT SMITH), ein aufstrebendes Tennistalent, in Florida ein Sportstipendium erhält, sieht die Mutter darin eine Chance für die ganze Familie. Der Umzug nach Orlando soll auch Jake einen Neustart ermöglichen. Dort soll der gute, aber aufbrausende Schüler endlich seine Balance wiederfinden, ein echtes Vorbild für Charlie werden.
Große Veränderungen bewirkt der Ortswechsel aber zunächst nicht. Schon am ersten Schultag mischt sich Jake in einen Streit ein, um einem bedrängten Schüler zu helfen. Dabei fällt er Ryan (CAM GIGANDET) auf, der Jakes entschlossenes Eingreifen beobachtet und als härtester Fighter der Schule reichlich Erfahrung in vergleichbaren Auseinandersetzungen gemacht hat. Als echter Held erweist sich Jake auch im Unterricht. Bei der Gedichtanalyse hilft er der attraktiven Baja (AMBER HEARD)– er zeigt ihr, dass gute Athleten auch kluge Köpfe haben können. Als ihn der blonde Engel nach der Schule auf eine Riesenparty einlädt, schwebt Jake auf Wolken. Zumal ihn sein neuer Kumpel Max (EVAN PETERS) bewundert, der sich Jakes denkwürdigen Footballauftritt schon auf sein Handy geladen hat. Jake fühlt sich geschmeichelt, aber an Orlandos Fightszene ist er nicht interessiert. Das macht er Max klar.
Als das Duo auf der Party eintrifft, zeigt sich das Leben von seiner besten Seite. Es gibt Alkohol, Spaß und ein Überangebot von hübschen Girls in verführerischen Outfits. Doch als er Ryan vorgestellt wird, erkennt Jake, warum er wirklich als tauglich für diesen Event befunden wurde. Er soll dessen Hauptattraktion sein, soll den Ruf, der ihm bis nach Orlando gefolgt ist, mit Ryan als Gegner bestätigen. Enttäuscht, von Baja nur geködert worden zu sein, lehnt Jake ab. Doch Ryan lässt nicht locker, zeigt mit einem Kuss, an wen Baja schon vergeben ist, und lässt dieser Provokation eine weit schlimmere folgen. Vor der johlenden Menge erinnert er Jake an dessen bitterste Stunde, als sein betrunkener Vater gegen einen Baum krachte - mit dem hilflosen Sohn auf dem Beifahrersitz. Jetzt brennen bei Jake die letzten Sicherungen durch. Wütend stürzt er sich auf Ryan, bleibt aber gegen den erfahrenen Free Fighter chancenlos. Nach dieser schmerzhaften Demütigung muss sich der Junge, der eigentlich niemals aufgibt, schließlich doch zurückziehen.
Am nächsten Morgen hat die nächtliche Begegnung auch äußerlich Spuren bei Jake hinterlassen- eine Lektion, die er nicht wiederholen will. Als Max ihm von Jean Roqua (DJIMON HOUNSOU) erzählt, durch dessen Kurse die besten Free Fighter gegangen sind, kennt Jake seinen nächsten Schritt. Im Combat Club, Roquas Trainingsstudio, reiht er sich selbstbewusst unter den Fortgeschrittenen ein. „Ich lerne schnell“, entschärft er die Bedenken des Trainers. Doch dann demonstriert ihm ein körperlich unterlegener Gegner, dass Roquas Zweifel berechtigt waren. Trotz der Niederlage imponiert dem Coach das Engagement des neuen Schülers. Ins Team passt er damit, jetzt muss er noch Roquas wichtigste Regel befolgen: „Kein Fight außerhalb der Trainingshalle!“
Eine Zeitlang sieht es so aus, als könnte sich Jake an diese Vorgabe halten. Im Training mit Roqua lernt er, dass Free Fight eine athletische Kunst ist, die nur mit Disziplin und festen Regeln zu meistern ist. Es ist ein Sport, der blinde Aggressionen nicht fördert, sondern hilft, sie zu kontrollieren. Als Baja ihrem Freund Ryan in aller Öffentlichkeit den Laufpass gibt und der folgende Streit zu eskalieren droht, zeigt Jake erste Fortschritte. Er meistert den Zorn und hält sich zurück. Vier aufdringliche, muskulöse Kerle, die ihn später im Auto auf der Straße bedrängen, haben weniger Glück. Was Jake den Männern demonstriert, macht ihn an der High School zum neuen Star. Ryan bleibt unbeeindruckt, zeigt dem Neuen kurz darauf abermals die Grenzen auf. Und diese Lektion will er beim Beatdown, dem legendären Untergrundturnier der Free Fighter, unbedingt fortsetzen.
Jakes Rückfall bleibt nicht folgenlos. Erst wirft ihn Roqua, sein Mentor, aus dem Kurs, dann kommt es zu Hause zum Eklat. Wütend wirft ihm seine Mutter vor, für den jüngeren Bruder ein schlechtes Vorbild zu sein. Charlie fand das Fighterimage nämlich so cool, dass er behauptete, sein blaues, von einem Tennisball verursachtes Auge, bei einer Streiterei bekommen zu haben. Es ist der Moment, der Jake endgültig zur Einsicht bringt. Er entschuldigt sich bei Roqua und gesteht ihm, wie ihn der Tod seines Vaters und Selbstvorwürfe zu einem Menschen voller Aggressionen gemacht haben. Berührt nimmt der Coach seinen Schüler wieder auf und formt ihn zu einem versierten, engagierten, aber disziplinierten Free Fighter.
Als Sportler stark verbessert und als Mensch für immer verändert, erntet Jake jetzt den Lohn. Nachdem er sich lange von ihr verraten fühlte, versöhnt er sich mit Baja, die ihm nicht mehr von der Seite weicht. Seine Mutter bezahlt sogar das Training - beeindruckt vom Statement des Coachs, dass Schüler seine Kurse zwar aggressiv beginnen, sie aber nicht so beenden. Als der Tag kommt, auf den Orlandos Free Fighter und vor allem deren Champ Ryan gewartet haben, hat Jake jedes Interesse daran verloren. Zur Überraschung, auch von Kumpel Max, will er am Beatdown, der unmittelbar bevorsteht, nicht teilnehmen. Doch Ryan findet einen Weg, seinen Rivalen doch noch zu einem Entscheidungskampf zu zwingen...

PRODUKTIONSNOTIZEN
Ein Sport wird filmreif
Produzent Craig Baumgarten erkannte im Drehbuch sofort eine „großartige Idee für einen Film. Mit Autor Chris Hauty verstand ich mich auf Anhieb. Schließlich wandte ich mich an Produzent David Zelon, denn er kannte sich mit Free Fight und der entsprechenden Szene bestens aus.“
THE FIGHTERS war für den jungen Regisseur Jeff Wadlow ein Projekt mit vielen Herausforderungen. Große Fights mit hunderten von Statisten mussten gedreht werden. Und als dramatische Schwerpunkte zogen sich durch den Film die Dynamik einer Familienkrise und die Bemühungen eines jungen Mannes, Frieden mit seiner Vergangenheit zu schließen. Auf der einen Seite gab es die komplexen, dynamischen Free Fight-Sequenzen, auf der anderen Seite die ganz von den Charakteren getragene Beziehung zwischen dem Meister und Mentor Jean Roqua und seinem wilden, aufsässigen Schüler Jake. Auch der Drehplan mit langen Tagen und Nächten voller Arbeit war eine Herausforderung, zumal in der mörderischen, feuchten Sommerhitze Floridas.
Gerade aber die emotionalen und körperlichen Aspekte des Projekts nahmen Wadlow für den Film ein. Sie waren die Mühen der damit verbundenen Anstrengungen wert. „Ich verstand sofort, was Jake Tyler emotional durchmachte“, erklärt Wadlow. „Ein Junge, der seinen Vater verliert und auf dieses Trauma mit Wut und Explosivität reagiert. Die tragische Ironie ist natürlich, dass er jetzt mehr denn je eine starke Vaterfigur braucht, die ihm eine wichtige Lektion lehrt: Dass nämlich das Leben für jeden ein Kampf ist und es in unserer Verantwortung liegt, aus jeder Situation das Beste zu machen. Das genau vermittelt ihm sein Coach Jean Roqua. Ich spürte, wie spannend das sein könnte, wie Jake sich körperlich verbessert und sich gleichzeitig auch emotional weiterentwickelt.“
„Was mich außerdem für dieses Projekt begeisterte“, fährt Wadlow fort, „war die Möglichkeit, Fightszenen zu drehen, die man so noch nicht gesehen hat. Es geht hier um Free Fight, eine Sportart, die die verschiedensten Techniken kombiniert. In den USA ist Free Fight im Augenblick der Sport, dessen Popularität am schnellsten wächst, der dabei ist, sogar beliebter als Boxen zu werden. Zwar hat man Free Fight-Szenen schon ein paar Mal im Kino gesehen, aber noch nie so, dass man sich als Zuschauer mitten im Geschehen fühlt. Ich dachte, wenn mir das für den Free Fight gelänge, nämlich wirklich die Details, die Strategien, die Athletik dieser Sportler zu zeigen, dann könnte ich ein Gefühl vermitteln, das den Zuschauer mitten in die sportliche Auseinandersetzung rückt.“
Darsteller und Athleten gesucht
Die Besetzung für die männlichen Hauptrollen zu finden – bei dieser Suche befand sich Wadlow ursprünglich in einem „großen Dilemma“. „Sollten wir junge Männer engagieren, die den Sport oder die darstellerischen Anforderungen meistern konnten? Schließlich orientierten wir uns in beide Richtungen und hatten damit enormes Glück. Sean Faris und Cam Gigandet setzten sich beim Casting allein mit ihren schauspielerischen Qualitäten durch. Um aber sicherzugehen, ließen wir sie in der Sporthalle zeigen, was sie drauf hatten. Sie brachten uns zum Staunen. Sie waren nicht nur großartige Darsteller, sondern hatten auch die körperlichen Voraussetzungen, die Anforderungen dieses Sports schnell zu lernen. Das war enorm wichtig, denn für sie begann die Arbeit sofort. Vom Krafttraining und der Free Fight-Choreographie bis hin zu Dehnübungen und Ernährung haben wir die Jungs vor Beginn der Dreharbeiten so hart rangenommen, dass sie die Tage bis zum Drehbeginn zählten, damit sie endlich eine Pause einlegen konnten.“
Wie Wadlow, sprach auch Sean Faris das Drehbuch auf mehreren Ebenen an. In der Ausarbeitung seiner Rolle entdeckte Faris, dass auch er seine Anschauungen überdenken und sich anpassen musste. „Ich liebte das Drehbuch und auch die Vorstellung, Free Fight zu lernen und zu trainieren“, schwärmt Faris. „Zu Beginn der Geschichte ist Jake wütend auf die Welt, gibt sich für alles die Schuld. Wir alle haben diese Gefühle an bestimmten Tagen, aber er konnte sich davon nicht befreien. Um das spielen zu können, habe ich diese Stimmung manchmal mit nach Hause genommen, hatte dann schlicht schlechte Laune. Tatsächlich aber geht es darum, das abzuschütteln und das Gute im Leben zu erkennen, denn wir haben nicht über alles Kontrolle, was uns passiert. Ich musste erkennen, dass ich Herr meiner Stimmungen sein konnte. Ich konnte mich dafür entscheiden, nach der Arbeit einen guten Tag zu haben.“
Die junge Besetzung komplettieren Amber Heard als Baja und Evan Peters in der Rolle von Max. Es zeigte sich, dass Heards Vorstellung beim Casting Wadlow nicht nur überzeugte, sie zu besetzen, sondern auch die Figur der Baja leicht zu verändern. „Für Baja suchte ich jemanden“, führt Wadlow aus, „der glaubwürdig vermitteln konnte, dass es für diese Figur ein Fehler war, mit dem Strom zu schwimmen. Dass sie sich damit selbst verleugnete und in der Folge mit dem falschen Typen (Ryan) zusammenkam. Ich war immer davon ausgegangen, dass Baja erst bewusst wurde, was für ein übler Kerl Ryan war, als er Jake vor ihren Augen fertig machte. Aber als Amber für die Rolle vorsprach, entdeckte ich ungeachtet ihrer Schönheit diese Traurigkeit in ihren Augen. Da dämmerte es mir, wie interessanter es doch wäre, wenn Baja sehr wohl Ryan durchschaut hätte, aber erst nach der Begegnung mit Jake den Mut aufbringen würde, diese Beziehung zu beenden. Ich bin sicher, sogar Chris Hauty, unser hoch talentierter Drehbuchautor, würde mir zustimmen, dass das Potenzial dieser Figur erst durch die Besetzung mit Amber voll ausgeschöpft wurde.“
Evan Peters brachte in seine Darstellung Humor und Pathos ein. Damit machte er Max zu einer Figur, die über die eindimensional komische Kumpelrolle hinausging. „Ich wusste, wir brauchten jemanden, der wirklich komisch sein konnte“, erinnert sich Wadlow, „aber ich hatte große Befürchtungen, dass wir am Ende mit einem Clown dastehen würden. Eine Figur also, über die man lachen konnte, die einem aber nicht wirklich etwas bedeutete. Obwohl Evan hinreißend komisch war (sein Casting schaute ich mir immer wieder an, wenn mir nach Lachen zumute war), war es seine Offenheit, die ihm schließlich die Rolle einbrachte. Man bekam einfach den Eindruck, dass ihm Free Fight und sein Kumpel Jake wirklich wichtig waren. Evans aufrichtige Lebenslust macht Max zu einer sympathischen Figur. Aber es ist die von ihm glaubwürdig vermittelte Freundschaft, die der finalen Auseinandersetzung mit Ryan wirklich einen Grund gibt.“
Für die Rolle des Meisterfighters Jean Roqua hatte Wadlow nur einen einzigen Schauspieler ernsthaft im Visier: Djimon Hounsou. „Es war für mich von größter Bedeutung, dass Roqua nicht Mystisches an sich hatte. Es gibt keine kitschigen alten Karatelektionen, die man in dieser Geschichte lernen müsste. Es geht um die reale Welt und wie man darin zurechtkommt. Deshalb ist Free Fight meiner Ansicht nach auch so populär... es ist ein sehr pragmatischer Sport. Hat man einen Gegner vor sich, der attackiert, will man ihn zu Boden bringen. Wenn er versucht, dich zu drehen und mit einem Griff zur Aufgabe zu zwingen, muss man kontern. Diesen pragmatischen Ansatz verkörpert Roqua. Wenn er Inspiration für Jake sein soll, muss er das zu Lernende auch selbst beherrschen. Für mich ist Djimon Hounsou der einzige Schauspieler, der diese Art Weisheit ausstrahlen kann und auch die notwendigen körperlichen Fähigkeiten besitzt. Ohne ihn gäbe es diesen Film nicht.“
Der bereits zweimal für den Oscar® vorgeschlagene Schauspieler beäugte Wadlow zunächst misstrauisch, lobt heute aber den jungen Regisseur in vollen Zügen: „In der Vergangenheit wurde ich sehr verwöhnt, habe mit großartigen Regisseuren bei Filmen unterschiedlichster Genres zusammenarbeiten können. Einem neuen Regisseur begegne ich immer mit Skepsis. Aber Jeff hat alles, was man braucht, weiß genau, was er will. Er hat eine klare Vision und lädt dich ein, daran teilzuhaben – das ist das Wichtigste.“
Ein Sport für Körpertraining und Persönlichkeitsbildung
Hounsou lässt keinen Zweifel aufkommen, warum er diesen Film drehen wollte. Er erkannte in dieser Story eine Botschaft, die er den Zuschauern nahe bringen wollte, vor allem dem jungen Publikum. „Einige Kids sind einfach total verloren“, beklagt Hounsou einen generellen Mangel an elterlicher Aufsicht. „Sport- und Trainingsschulen, wie sie etwa Roqua betreibt, sind sehr wichtig. Sie holen die Kids von der Straße und erziehen sie dazu, Körper und Geist zu entwickeln. Roqua betont auch immer, dass Martial Arts nur zu sportlichen Zwecken oder zur Selbstverteidigung eingesetzt werden darf, was ich für sehr wichtig halte.“
„In keinster Weise tritt diese Geschichte für die Anwendung von Gewalt ein“, ergänzt Sean Faris. „Meine Figur lernt eine Lektion. Zunächst ist Jake voller Zorn und Hass, hat richtig Lust, zu zerstören, und zwar alles, was ihm ein Gefühl der Unsicherheit gibt. Als er selbstbewusster wird, will er sein Training fortsetzen, denn es bietet ihm nicht nur ein Ventil für seine Frustrationen, sondern ist auch ein Mittel dazu, der bestmögliche Mensch zu werden. Er will sich auf keine Auseinandersetzung mehr einlassen, nur um Vergeltung zu üben. Das ist eine sehr wichtige Lektion für ihn.“
Vor Beginn der Dreharbeiten mussten die Schauspieler ein extrem hartes Training auf sich nehmen. Geleitet wurde es von Damon Caro und Jonathan Eusebio, zwei Stunt- und Fightkoordinatoren, die schon an zahlreichen Filmen mitgearbeitet hatten. So etwa an Zack Snyders 300 (300, 2007), Paul Greengrass’ DIE BOURNE VERSCHWÖRUNG (The Bourne Supremacy, 2004) und DAS BOURNE ULTIMATUM (The Bourne Ultimatum, 2007), Len Wisemans STIRB LANGSAM 4.0 (Live Free or Die Hard, 2007), Doug Limans MR. & MRS. SMITH (Mr. & Mrs. Smith, 2005), Sam Raimis SPIDER-MAN 3 (Spider-Man 3, 2007), David Finchers FIGHT CLUB (Fight Club, 1999) und Clark Johnsons S.W.A.T – DIE SPEZIALEINHEIT (S.W.A.T., 2003).
Sportliche Auseinandersetzungen sind über den ganzen Film verstreut. Caro und Eusebio hatten die Aufgabe, die Actionszenen aufregend zu gestalten, wobei die Glaubwürdigkeit der Geschichte gewährt bleiben musste und die Bewegungsabläufe tauglich für die große Leinwand bleiben mussten. Darüber hinaus verbrachten sie Monate damit, die Schauspieler vorzubereiten, ihre Stunts auch selbst ausführen zu können und deren Fitness dann zu konservieren. Acht Wochen vor Drehbeginn begann das Training, das die Darsteller mit den körperlichen Anforderungen dieses Sports vertraut machte.
„Free Fight ist eine Mischung aus Kickboxen, Ringen, Dreh- und Wurftechniken, kombiniert mit dem Einsatz von Ellbogen und Knie“, erklärt Caro. „Der Sport bedient sich in seinen Bewegungsabläufen und Techniken beim Wrestling, Jiu-Jitsu, Karate, Sambo, Muay-Thai, bei allen möglichen Disziplinen. Die meisten Athleten, die diesen Sport betreiben, kommen vom Ringen, vom Jiu-Jitsu oder sind Striker. Sie beherrschen also eine dieser Techniken und arbeiten darauf hin, auch andere zu meistern und diese dann einzubauen.“
Caro hebt hervor, dass ein großer Filmstar maßgeblich dafür verantwortlich war, nicht nur Martial Arts populär zu machen, sondern auch die Grenzen zwischen den verschiedenen Disziplinen aufzubrechen. Damit bereitete er auch den Weg für den Free Fight. „Martial Arts wurde erstmals in den Fünfzigerjahren durch Karate, Judo oder Kung-Fu populär. Und diese Disziplinen waren strikt voneinander getrennt. Das war fast wie eine Religion: Wer Karate trainierte ließ von Judo die Finger, andernfalls wäre er bei seinem Meister in Ungnade gefallen. Bruce Lee hatte großen Einfluss darauf, diese Einstellung zu verändern. In seinen Filmen aus den Siebzigerjahren kombinierte er verschiedene Martial Arts-Disziplinen und verärgerte damit jeden. Wer ihn herausforderte, verließ diese Auseinandersetzung entweder mit seinen Zähnen in der Hand oder der Überzeugung: Super, das funktioniert ja wirklich! Nach und nach wurden so diese Barrieren abgebaut.“
Sean Faris und Cam Gigandet waren sehr athletisch und körperlich in guter Verfassung. Dennoch mussten sie strenge Ernährungsprogramme auf sich nehmen und lernen, die komplizierten Bewegungsabläufe des populären Sports sicher und authentisch zu beherrschen. Faris hatte auf der Leinwand bereits einen Athleten verkörpert, aber Free Fight stellte für ihn eine absolut neue Herausforderung dar. „Jeden Tag trainierten wir etwa dreieinhalb Stunden“, erzählt der Jungstar. „Mit Martial Arts hatte ich vorher noch nie etwas zu tun gehabt. Jetzt lernte ich Taekwondo, Jiu-Jitsu, Muay-Thai, Ringen, lauter unterschiedliche Disziplinen. Und dann kam auch noch das eineinhalbstündige Krafttraining dazu, ganz zu schweigen von der verordneten Diät, damit wir an Gewicht zulegen konnten. Noch während der Dreharbeiten trainierten wir zwölf Stunden täglich und ich verlor genau so viel, wie ich für den Film ursprünglich zugenommen hatte.“
Obwohl Faris als Kind und Jugendlicher Fußball, Football und Rugby gespielt hatte, war für ihn dieser neue Sport genauso exotisch wie für seine Figur Jake. Während er sich diese neuen Fähigkeiten aneignete, machte er körperlich und emotional eine ähnliche Entwicklung durch wie Jake. „Das Training gehörte definitiv zu den härtesten Prüfungen, denen ich mich je unterziehen musste, aber letztlich auch zu denjenigen, von denen ich am meisten profitieren konnte“, erklärt Faris. „Im Film hatte ich bisher Sportarten betrieben, die ich auch als Kind und Jugendlicher ausgeübt hatte. Das hier war etwas völlig anderes. Dieser Sport war mir völlig fremd und es gab keinen Bereich, in dem ich mich sicher fühlen konnte. Es gab schon Momente, in denen ich zweifelte, ob ich das durchstehen würde. Aber als ich dann die Kurve gekriegt hatte, spürte ich, dass ich mich wirklich weiterentwickelt und etwas geleistet hatte. Plötzlich konnte ich meinen Fuß über den Kopf meines Gegenübers führen, plötzlich fügte sich alles zusammen. Während des Trainings begriff ich außerdem, dass es hier auch um eine Geisteshaltung ging, nicht darum, ein harter Bursche zu sein. Es ging nur um Selbstverteidigung.“
Cam Gigandet ist überzeugt davon, dass das Training der Darstellung seiner Rolle, Jakes Erzrivale Ryan, zugute kam. Der junge Schauspieler besaß bereits Martial Arts-Erfahrung, war aber weit entfernt vom Niveau seiner Figur eines Meisterfighters, der sich aus den völlig falschen Gründen auf Streitereien einlässt. Natürlich war es sehr hilfreich, dass Gigandet und Faris viel Zeit miteinander verbringen mussten, um die Bewegungsabläufe einzustudieren, die dann in der finalen Auseinandersetzung zwischen Jake und Ryan zu sehen sind.
„Ein ganz normaler Trainingstag“, erinnert sich Gigandet, „begann mit Basisübungen, mit Faust– und Fußangriffen, Abblockgriffen und Kombinationen daraus. Dann konzentrierten wir uns auf die Planung und Choreographie der Fightszenen. Erst übten wir mit den Stuntmännern, dann studierten Sean und ich gemeinsam das Gelernte ein. Nach einer Weile wirkte das alles sehr flüssig und auf den verschiedensten Ebenen sehr realistisch, obwohl es einer festgelegten Choreographie folgte.“
Djimon Hounsou hatte in seiner Jugend in Frankreich Martial Arts gelernt und auch geboxt. Trotzdem empfand er das Training als nützlich und als Herausforderung. „In Frankreich trainierte ich sieben Jahre Kung-Fu und fünf Jahre Boxen. Das war für mich eine große Hilfe, aber natürlich musste ich für diesen Film trotzdem wieder ins Training. Vor Beginn der Dreharbeiten arbeitete ich zwei bis drei Wochen mit den Stuntkoordinatoren. Ehrlich gesagt, hat mich das Free Fight-Training ganz schön geschlaucht. Hier wurden Muskeln und Körperteile in Anspruch genommen, die ich nie benutzt hatte, die sich jetzt aber bemerkbar machten. Aber mir machte das Spaß. Außerdem besteht immer ein gewisser Druck, wenn man eine Rolle spielt, in der man den Eindruck vermittelten muss, alles schon zu wissen.“
Wie schon Roqua, die von ihm gespielte Figur, ist sich auch Hounsou bewusst, welche großen Kräfte bei diesem Sport involviert, welche potenzielle Gefahr und auch Verantwortung damit verbunden sind. „Ob es nun um Kung-Fu, Karate, Free Fight oder um andere verwandte Sportarten geht, sollte es ein Gesetz geben, das die Anwendung außerhalb der Trainingsstätten verbietet“, fordert Hounsou mit Überzeugung. „Wenn man jemanden verletzt, trägt man selbst auch die Verantwortung.“
Die Stuntkoordinatoren waren nicht die einzigen Experten am Set. So hatte Produzent David Zelon zwei Jahre die israelische Selbstverteidigungskunst Krav Maga gelernt. Grundsätzlich, aber vor allem auch für Zelon, der viele Kontakte zur Martial Arts-Szene unterhält, war es von größter Bedeutung, dass die Fights absolut authentisch wirken mussten. „Wochenlang drehten wir nur Fightszenen – mit verschiedenen Spezialkameras und Apparaturen“, erzählt Zelon. „Unser Ziel war es, ganz nah an die Fights heranzugehen, man sollte jeden Treffer fast spüren können. Natürlich mussten wir mit einkalkulieren, dass sich jemand verletzen oder verausgaben könnte. Deshalb gingen wir auf Nummer sicher. Aber unsere Intention blieb unverändert: alles sollte realistisch, instinktiv ausgeführt wirken. Wir wollten mit unseren Fightszenen neue Maßstäbe setzen. Das begann mit unseren Stuntkoordinatoren und der Planung der Choreographie und setzte sich mit unseren Darstellern fort, die so viel wie möglich selbst machen mussten, damit wirklich alles echt aussah.“
„Den Morgen am ersten Trainingstag werde ich nie vergessen“, erinnert sich Regisseur Wadlow. „Ich habe Sean und Cam zufällig auf dem Parkplatz vor der Trainingshalle getroffen. Ich habe beiden in die Augen gesehen und ihnen gesagt, dass für uns – obwohl es noch acht Wochen bis Drehbeginn waren – heute schon der Film beginnen würde. Aufgeregter hätten sie nicht sein können und meiner Ansicht nach sieht man dem Film ihre harte Arbeit an. Jede ihrer Fightszenen haben sie gelernt – und es gibt im ganzen Film nicht einen Bewegungsablauf, den sie nicht selbst hätten ausführen können.“
Vor Beginn der Dreharbeiten wusste Wadlow nicht viel über Free Fight, aber er entwickelte sich schnell zum Experten. „Gleich nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, war ich Feuer und Flamme für dieses Projekt, ich begann sofort mit meinen Vorbereitungen. Ich besuchte Sportstudios und Dojos, sah mir so viele Fights wie möglich live an, darüber hinaus hunderte DVD-Zusammenstellungen von Free Fight-Highlights. Ich verbrachte mehr Stunden als ich sie noch zählen könnte, mit unserem Stunt-Team in der Trainingshalle, besprach die Choreographie und stellte Fragen über Fragen. Nicht nur über die Fights, sondern auch über verschiedene Trainingsmethoden, ihren eigenen Martial Arts-Background und auch über die Geschichte der einzelnen Disziplinen, aus denen sich Free Fight schließlich zusammensetzt. Nach Ankunft unseres Kameramannes Lukas Ettlin sah ich mir mit ihm in meinem Büro und bis spät in die Nacht hinein Fightfilme an. Wir versuchten herauszufinden, warum einige Fights so wuchtig und dramatisch, andere dagegen so langweilig wirkten.“
Wadlows Begeisterung für den Sport und seine Aufmerksamkeit für die kleinsten Details inspirierte vorbildhaft auch den Dreh der Fightszenen. „Die Vorbereitung für die Fightszenen waren extrem anstrengend“, gibt Wadlow zu. „Zunächst habe ich jeden einzelnen Fight im Skript mit Damon Caro und Jonathan Eusebio besprochen. Ich sagte ihnen, was ich hinsichtlich der Entwicklung der Story für wichtig hielt, was ich mit jedem Aspekt eines Fights dramaturgisch erreichen wollte. Sie begannen dann, mir für die großen dramatischen Momente bestimmte Bewegungsabläufe vorzuschlagen. So nahm der Fight allmählich Konturen an. Der nächste Schritt war dann, in die Trainingshalle zu gehen und zuzusehen, wie Mitglieder des Stuntteams in den Rollen von Jake und Ryan den Fight in groben Zügen darstellten. Meine erste Frage war immer, ob das auch wirklich Free Fight-tauglich war. In der Regel bejahten sie es, schließlich sind das absolute Experten. Wenn sie aber irgendwelche Zweifel hatten, arbeiteten sie die Choreographie noch genauer aus.“
Die Kameras wurden ausschließlich an Drehorten in Orlando, Florida aufgestellt. Orlando ist zwar für seine Freizeitparks bekannt, aber die Filmemacher fanden auch geeignete Locations für weniger exotische Schauplätze – wie etwa für Jakes altes Haus in Iowa. Außerdem bekam das Team schnell mit, dass Free Fight in Zentralflorida immer populärer wird. Um seinen Darstellern so viel Zeit wie möglich für das Training geben zu können, schob Regisseur Wadlow den Dreh der Fightszenen ans Ende des Drehplans, bis es schließlich an den „Beatdown“ ging, das jährlich abgehaltene Turnier für nichtprofessionelle Free Fighter. Gedreht wurden die Fights vor Publikum, mit fast 1000 leidenschaftlich agierenden Statisten, die sich mit ganzem Herzen ins Zeug legten und mehrere Tage lang Runde für Runde den Fightern zujubelten.
Das Phänomen Free Fight
Free Fight ist der derzeit angesagteste Kontaktsport. Seine schnell wachsende Popularität hat zu Titelgeschichten in wichtigen Magazinen wie „Sports Illustrated“ oder „ESPN The Magazine“ sowie weltweit zu unzähligen Artikeln auf den Sportseiten der Printmedien geführt. Auf über drei Millionen Webseiten ist Free Fight zu finden. Darüber hinaus bricht der Sport auch im Pay-per-View-Geschäft alle Rekorde. Nachdem vor kurzem Ultimate Fighting Championship seinen bedeutendsten Konkurrenten, Japanese Pride Fighting Championships, aufkaufte, sind damit die beiden größten Organisationen des Sports fusioniert. Das verspricht einen weiteren Popularitätsschub für diesen Sport.
Die Geschichte des Free Fight begann bereits in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts, als die Familie Gracie in Brasilien Turniere veranstaltete, in denen alles erlaubt war (auf Portugiesisch: vale tudo). Japan hat in den Siebzigerjahren die Herausforderung angenommen, wie auch Bruce Lee in dieser und der vorausgehenden Dekade. Ursprünglich gab es kaum Regeln und dieser Sport wurde für recht gefährlich gehalten. Mittlerweile ist er standardisiert, es gibt ein allgemeingültiges Regelwerk, die riskanteren Griffe und Bewegungen gelten heute als illegal. Der Sport ist tatsächlich sicherer als Football oder Boxen. Es gibt nur einen bestätigten Todesfall und dieser ereignete sich 1998 bei einem nicht genehmigten Turnier.
Die Athleten, die diesen Sport ausführen, kombinieren brasilianisches Jiu-Jitsu, Ringen, Muay-Thai, Karate, Sambo, Judo und andere Sportarten. Sie ringen, boxen, benutzen Angriffstechniken und artistische Fußbewegungen, die sich der Schwerkraft entziehen, um den Herausforderer zu besiegen und mit der meisterlichen Beherrschung der verschiedensten Techniken ihr Publikum zu begeistern. Ein Fight ist beendet, wenn ein Athlet das Bewusstsein verliert, ein Ringrichter wegen technischem K.o. abbricht oder einer der beiden Kämpfer aufgibt. Dies signalisiert der Fighter, indem er mit der Hand dreimal auf den Körper des Kontrahenten klopft. Wird ein Fight nicht vorzeitig entschieden, fällen drei Ringrichter das Urteil – auf der Basis eines Zehnpunktesystems. Bedient sich ein Fighter eines illegalen Griffs, kann das zur Disqualifikation und zum Abbruch des Fights führen.

DIE SCHAUSPIELER
Djimon Hounsou (Jean Roqua)
Bereits zweimal ist der Schauspieler, der in seiner Karriere viele stolze Figuren mit großer Autorität verkörpert hat, für den Oscar® als Bester Nebendarsteller nominiert worden. Zunächst für seine Rolle als todkranker, völlig zurückgezogen lebender Maler in Jim Sheridans Familiendrama IN AMERICA (In America, 2002), für die er außerdem einen Independent Spirit Award bekam, bei der ShoWest des Jahres 2004 die Auszeichnung als Bester Nebendarsteller des Jahres erhielt und als Mitglied eines herausragenden Ensembles für einen Screen Actors Guild Award nominiert wurde. Vier Jahre später bekam er ein zweites Mal die Chance auf einen Oscar® für seine Darstellung eines verzweifelt um seine Familie kämpfenden Afrikaners in Edwards Zwicks politischem Abenteuerfilm BLOOD DIAMOND (Blood Diamond, 2006). Für diese Rolle wurde er außerdem mit dem Image Award der NAACP (National Association for the Advancement of Colored People) und einem Award des National Board of Review ausgezeichnet. Des Weiteren gab es eine Nominierung für den Screen Actors Guild Award.
Geboren im westafrikanischen Benin, war Hounsou mit 13 Jahren nach Paris gezogen, um dort eine bessere Ausbildung zu erhalten. Jahre später entdeckte ihn Modezar Thierry Mugler als Model, was der Beginn einer großen Karriere vor der Kamera war, im Laufe derer er auch mit Fotografenlegende Herb Ritts zusammenarbeitete. Den Sprung zu bewegten Bildern verdankt Hounsou Regisseur David Fincher, der ihn in mehreren Musikvideos einsetzte. Kleinere Film- und Fernsehrollen folgten, bis dem Schauspieler mit AMISTAD (Amistad, 1997) der Durchbruch gelang. In Steven Spielbergs historischem Drama strahlte er Charisma als verschleppter Afrikaner Cinque aus, der eine Rebellion auf einem Sklavenschiff anführt, um seine Freiheit wiederzuerlangen. Lohn für diese Darstellung war eine Golden Globe-Nominierung und ein NAACP Image Award. Eine weitere wichtige Auszeichnung, eine Nominierung für den Screen Actors Guild Award, folgte drei Jahre später als Mitglied des Ensembles von Ridley Scotts Welthit GLADIATOR (Gladiator, 2000). Hier unterstützte er Russell Crowes Titelfigur auf ihrem Weg, Rache für sein zerstörtes Leben zu nehmen.
In den letzten Jahren war Hounsou in einer Reihe aufwändiger Produktionen zu sehen, darunter als Jäger entflohener Klone in Michael Bays Sci-Fi-Thriller DIE INSEL (The Island, 2005), als geheimnisvoller Ratgeber von Keanu Reeves in Francis Lawrences Comicverfilmung CONSTANTINE (Constantine, 2005) und als Rebellenführer in Stefen Fangmeiers Fantasyfilm ERAGON - DAS VERMÄCHTNIS DER DRACHENREITER (Eragon, 2006). Ganz der realen Welt verbunden war er als Ensemblemitglied in Bille Woodruffs Komödie BEAUTY SHOP (Beauty Shop, 2005), in der er sich in seine von Queen Latifah gespielte Nachbarin verliebte. Darüber hinaus unterstützte er Angelina Jolie in Jan de Bonts Actionfilm LARA CROFT TOMB RAIDER: DIE WIEGE DES LEBENS (Lara Croft Tomb Raider: The Cradle of Life, 2003) sowie den kürzlich verstorbenen Heath Ledger in Shekhar Kapurs Abenteuerfilm DIE VIER FEDERN (The Four Feathers, 2002). Schließlich wirkte er auch in Stephen Sommers Horrorfilm OCTALUS – DER TOD AUS DER TIEFE (Deep Rising, 1998 ) mit.
Gelegentlich war Hounsou auch im TV zu sehen, er spielte in sechs Folgen der Ärzteserie „Emergency Room - Die Notaufnahme“ („E.R.“) einen nigerianischen, um Asyl bittenden Flüchtling und in drei Folgen der Agentenserie „Alias“ („Alias“) einen Gegenspieler von Hauptdarstellerin Jennifer Garner. Schließlich gelang Hounsou im Herbst 2007 etwas, was noch kein männliches afrikanisches Model vor ihm erreicht hatte: Zum 25-jährigen Jubiläum von Calvin Kleins Unterwäschelabel sah man ihn in der Werbekampagne für Calvin Klein Steel, dem jüngsten Produkt der berühmten Marke.
Nach THE FIGHTERS hat Djimon Hounsou bereits seinen nächsten Film abgedreht. Dakota Fanning und Chris Evans sind seine Partner in Paul McGuigans PUSH und werden in diesem Sci-Fi-Thriller wegen ihrer telekinetischen Fähigkeiten von der Regierung gejagt.
Sean Faris (Jake Tyler)
Sieben Jahre nach seinem Kinodebüt mit einer kleinen Rolle in Michael Bays Kriegsepos PEARL HARBOR (Pearl Harbor, 2001) startet Sean Faris im Filmgeschäft richtig durch. Neben seiner Hauptrolle in THE FIGHTERS (Never Back Down, 2008 ) spielt er eine weitere in Jessy Terreros, an Walter Hills Klassiker DIE WARRIORS (The Warriors, 1979) erinnernden Thriller BROOKLYN TO MANHATTAN (2008 ). Seine Partnerin ist Arielle Kebbel – wie auch in Ryan Littles Sportdrama FOREVER STRONG, in dem er als Rugbyspieler gegen das von seinem Vater gecoachte Team antritt.
Zu seinen weiteren Kinofilmen vor THE FIGHTERS zählen unter anderem Raja Gosnells Familienkomödie DEINE, MEINE & UNSERE (Yours, Mine and Ours, 2005), in der er Dennis Quaids ältesten Sohn spielte, sowie Joe Nussbaums Teenkomödie PLÖTZLICH VERLIEBT (Sleepover, 2004), in der er als High School-Prinz vielen Schülerinnen den Kopf verdrehte.
Ein starker Kontrast dazu war seine Rolle in der hoch gelobten TV-Serie „Reunion“, die den Weg von sechs engen Freunden vom Schulabschluss bis zur Wiederbegegnung 20 Jahre später beobachtet. Ebenfalls eine Hauptrolle spielte Sean Faris in der ABC-Serie „Life As We Know It“. Nach Melvin Burgess’ kontroversem Roman „Doing It“ („Doing It“) verfolgte diese Serie die sexuellen Abenteuer einer Gruppe von Schulfreunden in Seattle. Für seine Darstellung des sensiblen Sportcracks Dino Whitman wurde Faris von Branchenmagazinen und Zeitungen wie „Daily Variety“, „The Hollywood Reporter“ und „USA Today“ als herausragendes Talent gepriesen. Zu seinen weiteren TV-Auftritten zählen Gastrollen in den Hitserien „Smallville“ („Smallville“), „One Tree Hill“ („One Tree Hill“) und „Boston Public“ („Boston Public“).
Amber Heard (Baja Miller)
Wie ihr Filmpartner Sean Faris ist Amber Heard in Texas geboren und zählt zu den gefragtesten Jungstars in Hollywood. Neben THE FIGHTERS (Never Back Down), wird sie 2008 mit zwei weiteren Filmen in den deutschen Kinos vertreten sein. An der Seite von Winona Ryder und Mickey Rourke spielt sie eine junge, nach sexuellen Abenteuern suchende Frau in Gregor Jordans DIE INFORMANTEN (THE INFORMERS) – eine Verfilmung von Bret Easton Ellis’ Roman über das dekadente Leben auf der Überholspur im Los Angeles der Achtzigerjahre. Des Weiteren hat sie neben James Franco und Seth Rogen die weibliche Hauptrolle in David Gordon Greens THE PINEAPPLE EXPRESS – eine Kriminalkomödie über zwei Freunde, die einen Mord beobachten und sich eine Drogengang zum Feind machen. Vor THE FIGHTERS erregte die Texanerin in der Titelrolle von Jonathan Levines Horrorfilm ALL THE BOYS LOVE MANDY LANE (2006) nicht nur Aufsehen, sondern im Film auch das Interesse eines Psychopathen, der fortan Jagd auf sie machte.
Großen Eindruck hinterließ Amber Heard neben Bruce Willis und Justin Timberlake auch in Nick Cassavetes’ Drama ALPHA DOG – TÖDLICHE FREUNDSCHAFT (Alpha Dog, 2006). Hier bescherte sie dem von Anton Yelchin gespielten jungen Entführungsopfer ein denkwürdiges Poolerlebnis. Zu ihren weiteren Filmen zählt Niki Caros für zwei Oscars® nominiertes Drama KALTES LAND (North Country, 2005), in dem sie in Rückblenden als junge Ausgabe von Charlize Theron zu sehen war. Außerdem wirkte sie mit in Patrick Johnsons Horrorfilm SIDEFX (2005) sowie in Peter Bergs Sportdrama FRIDAY NIGHT LIGHTS - TOUCHDOWN AM FREITAG (Friday Night Lights, 2004) – eine Verfilmung von H.G. Bissingers Buch, das mittlerweile ein erfolgreiches Spin-off im TV initiiert hat. Zu ihren weiteren TV Auftritten zählen zum Beispiel die Teenserie „O.C., California“ („The O.C.“) und die Familienserien „The Mountain“ und „Jack & Bobby“. Schließlich spielte Heard auch die weibliche Hauptrolle in „Hidden Palms“, der jüngsten, in Palm Springs angesiedelten Serie von „Dawson’s Creek“-Schöpfer Kevin Williamson.
Cam Gigandet (Ryan McCarthy)
Der athletische Jungstar Cam Gigandet feierte seinen Durchbruch als Mischa Bartons Bad-Boy-Surfer-Lover in der Hitserie „O.C., California“ („The O.C.“). Im Fernsehen hat auch seine Karriere begonnen. So konnte man Gigandet unter anderem in mehreren Folgen der Familienserie „Jack & Bobby“ sehen, in der auch Amber Heard, seine Partnerin in THE FIGHTERS (Never Back Down), auftrat.
Der in Auburn im US-Bundesstaat Washington geborene, mittlerweile aber in Los Angeles lebende Top-Sportler und Träger eines braunen Gürtels in Karate, stand in Eric Colleys Kurzfilm MISTAKEN (2004) erstmals vor einer Filmkamera. Drei Jahre später gehörte er zum Ensemble von Don Michael Pauls WHO’S YOUR CADDY? (2007), einer Komödie über einen Rap-Mogul, der in einen elitären Golfclub aufgenommen werden möchte. Nachdem Oliver Stones Vietnamdrama PINKVILLE, in dem Gigandet bereits in einer zentralen Rolle besetzt war, wegen des Autorenstreiks in Hollywood auf Eis gelegt wurde, sind zwei weitere Projekte in Arbeit. So spielt er in Wesley Wittkampers Regiedebüt MAKING CHANGE sowie an der Seite von Carla Gugino in David S. Goyers Geisterthriller UNBORN.
Leslie Hope (Margot Tyler)
Seit 27 Jahren arbeitet die Kanadierin Leslie Hope als Schauspielerin – für Film, Fernsehen und auf der Bühne. Bereits mit 15 feierte sie ihr Filmdebüt, als Regisseur Paul Almond in ihrem Internat die Komödie UPS & DOWNS (1981) drehte und die junge Schülerin in seine Besetzung aufnahm. Ein Crewmitglied stellte sie danach Regisseur und Independentikone John Casavetes vor, der für sie eine Extra-Rolle in sein Drama LOVE STREAMS (Love Streams, 1984) schrieb, in dem er selbst mit Ehefrau Gena Rowlands auch die Hauptrollen spielte. Nach Drehschluss zog Hope nach Los Angeles, lernte in Cassavetes’ Crew die wichtigsten Geheimnisse des Filmemachens und wurde bald für Film- und TV-Rollen engagiert.
Fernsehzuschauern ist Leslie Hope vor allem durch die erste Staffel der Thrillerserie „24“ bekannt. Hier spielt sie an der Seite von Kiefer Sutherland Jack Bauers kämpferische Ehefrau Teri, die erst entführt und schließlich ermordet wird. In den deutschen Kinos war sie zuletzt mit Kevin Costner in Tom Shadyacs romantischem Geisterdrama IM ZEICHEN DER LIBELLE (Dragonfly, 2002) zu sehen. Des Weiteren wirkte sie mit in George A. Romeros Horrorfilm BRUISER (Bruiser, 2000), Derek van Lints Thriller SPREADING GROUND (2000), Murray Battles Thriller LOST MEMORY - WATER DAMAGE (Water Damage, 1999), Jerry Ciccorittis Krimi THE LIFE BEFORE THIS (1999) und in der vom gleichen Regisseur inszenierten erotischen Farce PARIS, FRANCE (1993) sowie in Eddy Matalons Kriminaldrama SWEET KILLING (1993).
Noch weiter zurück in ihrer Karriere drehte sie unter anderem David Stevens’ Drama KANSAS (Kansas, 1988 ), in dem sich Andrew McCarthy in sie verliebte. Außerdem spielte sie in David Beairds Komödie KOPFLOS DURCH DIE NACHT (It Takes Two, 1998 ), als Produzentin von Eric Bogosians Radioprovokateur in Oliver Stones Drama TALK RADIO (Talk Radio, 1988 ) sowie mit Charlie Sheen und Emilio Estevez in der Komödie MEN AT WORK (Men At Work, 1990), die Estevez auch inszenierte.
Ihre jüngste TV-Rolle hat Leslie Hope im TV-Krimi „Jesse Stone: Thin Ice“. Sie verkörpert an der Seite des von Tom Selleck gespielten titelgebenden Polizeichefs eine Frau namens Sidney Greenstreet – zumindest dem Namen nach eine Hommage an den gleichnamigen Schauspieler aus CASABLANCA (Casablanca, 1942). Ebenfalls aktuell ist ihre Rolle in Darren Starrs neuer Serie „Runaway“, in der sie als Ehefrau von Donnie Wahlberg zu sehen ist. Außerdem spielte sie eine Generalbundesanwältin in Geena Davis’ Politserie „Welcome Mrs. President“ („Commander in Chief“) und eine FBI-Agentin in der Politserie „Line of Fire“ – beide kreiert von Autor-Produzent Rod Lurie.
Zu ihren weiteren TV-Engagements zählen unter anderem die Miniserie „Everest“ („Everest“), die Serien „The District – Einsatz in Washington“ („The District“) und „Chicago Hope - Endstation Hoffnung“ („Chicago Hope“), das Liebesdrama „An Unexpected Love“, der TV-Film „Baby entführt! – Drama am Weihnachtsabend“ („Stolen Miracle“), das Sci-Fi- Spin-off „Robocop: Prime Directives“ („Robocop: Prime Directives“), das TV-Drama „Sanctuary“, die TV-Thriller „H20“ und „Kuss des Todes“ („First Degree“) sowie das Drama „The Incredible Mrs. Ritchie“, das sie 19 Jahre nach LOVE STREAMS wieder an die Seite von Gena Rowlands führte. Darüber hinaus hatte Hope auch Gastrollen in den Serien „Für alle Fälle Amy“ („Judging Amy“), „Party of Five“ („Party of Five“) und „Outer Limits – die unbekannte Dimension“ („The Outer Limits“). Außerdem wurde sie auch für mehrere CBS-Miniserien verpflichtet.
Zusammen mit Charlie Stratton gründete Leslie Hope die Theatergruppe The Wilton Project. In deren zehnjährigem Bestehen war sie bei zahllosen Aufführungen Produzentin, Regisseurin und Schauspielerin. Darunter in der preisgekrönten Inszenierung von „Therese Raquin“, in „Slide“ und „Ghost Stories“. Zu ihren weiteren Bühnenengagements jenseits des Wilton Projects zählen Auftritte in „Emerald City“, „Taking Off“ und „The Rattle of the Moon“.
Neben ihrem Beruf fand Leslie Hope immer wieder auch Zeit für Reisen, besuchte Peru, Laos, die Türkei, Island, China und den Regenwald von Ecuador, wo sie im Dorf eines Eingeborenenstammes lebte. Bei ihrer Reise nach Kambodscha berührte sie die Not verwaister und obdachloser Kinder so sehr, dass sie dorthin zurückkehrte und für „Friends International“ die Dokumentation WHAT I SEE WHEN I CLOSE MY EYES drehte. Für ihre erste Arbeit als Regisseurin steht sie demnächst für den TV-Film „Daughter of the Bride“ hinter der Kamera.
Evan Peters (Max)
Neben THE FIGHTERS (Never Back Down) hatte 2008 auch Peters’ kontroverses Drama GARDENS OF THE NIGHT seine Premiere, das Autor-Regisseur Damian Harris auf der Berlinale vorstellte. Im Jahr zuvor war der junge Schauspieler in drei weiteren Filmen zu sehen. Er spielte mit Jungstar Ellen Page in Tommy O’Havers Kriminaldrama AN AMERICAN CRIME (An American Crime, 2007), mit Diane Keaton und John Heder in Tim Hamiltons Komödie MAMA’S BOY (2007) sowie in Brandon Beckners Komödie REMARKABLE POWER (2007).
Peters wuchs an seinem Geburtsort St. Louis im US-Bundesstaat Missouri auf und zog als Teenager mit seiner Familie nach Michigan. Dort traf er den Fotografen Bob Lamb, der den Jungen auf Video aufnahm, um ihn mit diesem Band einem Agenten vorzustellen. Nachdem Peters mit seiner Familie nach Los Angeles umgezogen war, fand er auf Anhieb eine Agentur. Dies führte zu seinem Filmdebüt in der Titelrolle von Michael Picchiottinos Familiendrama CLIPPING ADAM (2004) und schließlich auch zu Joe Nussbaums Teenkomödie PLÖTZLICH VERLIEBT (Sleepover, 2004). Dort stand er erstmals auch mit Sean Faris vor der Kamera, dessen besten Freund er jetzt in THE FIGHTERS spielt.
Seinen ersten Fernsehauftritt hatte Peters 2004 als Seth in Disneys futuristischer Komödienserie „Phil aus der Zukunft“ („Phil of the Future“). Es folgten die Familienserie „The Days“ sowie die Sci-Fi-Serie „Invasion“ („Invasion“).
Wyatt Smith (Charlie Tyler)
In den letzten vier Jahren stand Wyatt Smith, der in THE FIGHTERS den jüngeren Bruder von Sean Faris spielt, in verschiedenen Produktionen vor der Kamera. In Peter Hewitts Komödie GARFIELD – DER FILM (Garfield, 2004) lieh er einer jungen Ratte die Stimme, arbeitete als Performance Capture-Model für Robert Zemeckis’ digital animiertes Märchen DER POLAR EXPRESS (The Polar Express, 2004), spielte mit in Sam Weismans Komödie DICKIE ROBERTS: KINDERSTAR (Dickie Roberts: Former Child Star, 2003) und hatte eine kleine Rolle in Judd Apatows Komödienhit JUNGFRAU (40), MÄNNLICH, SUCHT (The 40 Year Old Virgin, 2005). Sein aktuelles Projekt ist William Dears Sportdrama THE PERFECT GAME.
Obwohl Wyatt Smith während der Dreharbeiten von THE FIGHTERS erst 12 Jahre alt war, hatte er im Fernsehen bereits reichlich Erfahrung vor der Kamera sammeln können. Darunter in den Familienserien „Drake & Josh“ und „Für alle Fälle Amy“ („Judging Amy“), in „Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen“ („Cold Case“), „Joey“ („Joey“), „Lost at Home“, in der Soap „Harmony’s Passion“, im Dauerbrenner „Akte X“ („The X Files“) sowie in Pamela Andersons neuer Serie „Stacked“. Bereits mit fünf Jahren drehte er für „Disney Cruise Line“ seinen ersten landesweit ausgestrahlten Werbespot, dem bisher 73 weitere folgten.

DIE FILMEMACHER
Jeff Wadlow (Regie)
Jeff Wadlow machte seinen Abschluss am angesehenen Darthmouth College in New Hampshire und absolvierte danach das Peter Stark Producing Program an der School of Cinema-Television, die zur University of Southern California gehört. Dort erhielt er für seine Leistungen ein begehrtes Stipendium, das USC Associates Endowment Scholarship. Darüber hinaus zählte er zu den zehn landesweit ausgewählten Finalisten für den Coca-Cola Refreshing Filmmakers Award.
Im letzten Jahr seines Filmstudiums schrieb und inszenierte er den Kurzfilm THE TOWER OF BABBLE (2002) und konnte dafür mit Kevin Spacey einen prominenten Erzähler gewinnen. Das spannende, innovative Filmexperiment stellte in 22 Minuten die gleichen Worte in den Kontext von drei unterschiedlichen Geschichten, womit schließlich eine Love Story, ein Copdrama und eine Komödie entstanden. Dank dieser Originalität erhielt der Film einen Zuschuss von Stark Special Projects, lief schließlich im offiziellen Programm von über 30 amerikanischen und internationalen Festivals und wurde mit über zwei Dutzend Preisen ausgezeichnet.
Im ersten Jahr nach seinem Abschluss an der Filmschule wurde Wadlow der von Kodak gesponserte George Méliès Award for Innovation zugesprochen. Im Rahmen der Eröffnungsgala für das Virginia Film Festival präsentierte Wadlow einige seiner Kurzfilme und wurde darüber hinaus bei der Young Director’s Night des Los Angeles County Museums vorgestellt. Neben THE TOWER OF BABBLE erregte er auch mit seinen anderen Kurzfilmen Aufsehen. MANUAL LABOR (2002) folgte den Abenteuern eines Paars in einem Parkhaus, CATCHING KRINGLE (2004) war ein Animationsprojekt, für das Wadlow mit Danny DeVito und Larry King prominente Stimmen fand. Mit LIVING THE LIE (2005), besetzt mit den Stars Topher Grace und Estella Warren, nahm er schließlich am Wettbewerb des Chrysler Million Dollar Film Festival teil und wurde mit dem produktionsgebundenen Hauptpreis in Höhe von 1 Million Dollar ausgezeichnet. Damit konnte Wadlow sein Spielfilmdebüt CRY WOLF – YOU LIE, YOU DIE (Cry Wolf, 2005) finanzieren. Der unter anderem mit Jon Bon Jovi als Lehrer besetzte Horrorfilm über Schüler, die die Geschichte eines Serienmörders erfinden, der dann tatsächlich einen tödlichen Auftritt hat, spielte schließlich mehr als das Zehnfache seines Budgets ein. Darüber hinaus äußerten sich einige renommierte Blätter sehr wohlwollend über dieses Debüt, darunter die LA Times und die New York Post.
Neben seiner Arbeit an THE FIGHTERS (Never Back Down, 2008 ) schrieb der Neffe der amerikanischen Starmoderatorin Katie Couric mit Beau Bauman und dem südafrikanischen Regisseur Darrell Roodt das Drehbuch zu PREY (Prey, 2007) – ein Abenteuerfilm über eine von aggressiven Löwen belagerte Familie, den Roodt auch selbst inszenierte. Ebenfalls mit Bauman schrieb Wadlow das Drehbuch zur Bankraubstory HAIL TO THE THIEF, die unter seiner Regie für einen Drehstart vorbereitet wird. Außerdem arbeitet Wadlow für Universal Studios und Stephen Sommers, Produzent und Regisseur der Fantasyhits DIE MUMIE (The Mummy, 1999) und VAN HELSING (Van Helsing, 2004), an einer Adaption von R.L. Stines Kinderbuchreihe „Gänsehaut“ („Goosebumps“).
Schließlich unterstützt Wadlow seit drei Jahren als kreativer Leiter von The Adrenaline Film Project selbst aufstrebende Filmemacher jeden Alters. Im Rahmen dieses von ihm lancierten und betreuten Programms müssen die Film-Talente innerhalb von drei Tagen einen Kurzfilm kreieren, produzieren und zur Aufführung bringen.
Chris Hauty (Drehbuch)
Seine Karriere als Autor begann Chris Hauty mit seinem Drehbuch DON COYOTE – einer modernen, humorvollen Neuinterpretation von Cervantes’ Klassiker „Don Quijote“, für die Komödienspezialist Jonathan Lynn als Regisseur vorgesehen ist. Diesem bisher unrealisiert gebliebenen Stoff folgte Hautys Skript zum erfolgreichen Sequel EIN TIERISCHES TRIO – WIEDER UNTERWEGS (Homeward Bound II: Lost in San Francisco, 1996), das David R. Ellis, unterstützt von prominenten Sprechern wie Michael J. Fox und Sally Field, inszenierte.
Wie vielseitig Hauty ist, zeigt sich in den unterschiedlichen Genres, die er mit seinen Drehbüchern bedient. So schrieb er mit ARENA ein düsteres Gladiatorenepos und mit MOBY DICK eine Adaption des Romanklassikers für Dreamworks Animation. Des Weiteren verfasste er den Thriller BEAUTIFUL KILLER, für den Jessica Alba im Gespräch ist, das Wikingerepos LAND OF LEGEND, für das sich Regisseur Renny Harlin interessiert, sowie den Rachethriller VIGILANTE, den Ed Burns mit sich selbst in der Hauptrolle inszenieren soll.
Craig Baumgarten (Produzent)
Seit mehr als 25 Jahren ist Multitalent Craig Baumgarten in der Branche tätig. Sowohl als Film- und TV-Produzent wie auch als Manager. Darüber hinaus hat er als leitender Studioangestellter die Produktion einiger der erfolgreichsten Filme des letzten Vierteljahrhunderts überwacht. Darunter fallen Alan J. Pakulas Drama SOPHIES ENTSCHEIDUNG (Sophie’s Choice, 1982), Ivan Reitmans Hit GHOSTBUSTERS – DIE GEISTERJÄGER (Ghostbusters, 1984), Richard Marquands Thriller DAS MESSER (Jagged Edge, 1985) und John McTiernans Actionhit STIRB LANGSAM (Die Hard, 1988 ). Schließlich hat er als Manager auch die Karrieren einiger renommierter Regisseure mitbestimmt, darunter von Roland Joffe, Peter Hyams und Ted Kotcheff.
Nach jahrelanger Tätigkeit für die großen Filmstudios machte sich Baumgarten mit Erfolg als Produzent selbständig, betreute unter anderem Steven Spielbergs HOOK (Hook, 1991). Unter seine weiteren Produktionen fallen Billy Rays Journalistendrama SHATTERED GLASS (2003), Brian Helgelands Horrorfilm SIN EATER – DIE SEELE DES BÖSEN (Sin Eater, 2003), Jeff Franklins Komödie LIEBE? LIEBER NICHT! (Love Stinks, 1999), William Friedkins Erotikthriller JADE (Jade, 1995), Rupert Wainwrights Komödie MAC MILLIONÄR (Blank Check, 1994), Andrew Bergmans Romanze 2 MILLIONEN DOLLAR TRINKGELD (IT COULD HAPPEN TO YOU, 1994) und Roland Emmerichs Actionhit UNIVERSAL SOLDIER (Universal Soldier, 1992). Vor kurzem beendet wurden die Dreharbeiten zu Baumgartens jüngstem Projekt BOOT CAMP – ein mit Peter Stormare und Mila Kunis besetzter Thriller, bei dem Christian Duguay Regie führte.
Vor der Gründung seiner eigenen Produktionsgesellschaft bekleidete Baumgarten diverse hohe Positionen bei verschiedenen Studios, war Vice President von Paramount Pictures, Executive Vice President von Columbia Pictures, President von Lorimar Pictures und Executive Vice President von Twentieth Century Fox. Dabei überwachte er die Produktion einiger der bekanntesten und populärsten Filme der Achtzigerjahre. Darunter fallen James Camerons Unterwasserabenteuer ABYSS (The Abyss, 1989), Adrian Lynes Erotikdrama 9 ½ WOCHEN (9 ½ Weeks, 1986), Joel Schumachers romantisches Drama ST. ELMO’S FIRE – DIE LEIDENSCHAFT BRENNT TIEF (St. Elmo’s Fire, 1985), John G. Avildsens Welthit KARATE KID (The Karate Kid, 1984), Franco Zeffirellis Lovestory ENDLOSE LIEBE (Endless Love, 1981) und Paul Schraders erotisches Drama AMERICAN GIGOLO (American Gigolo, 1980).
Auch für das Fernsehen war Baumgarten mehrfach als Produzent tätig. So entstanden unter anderem das mit James Caan besetzte Sci-Fi-Drama „Lathe of Heaven“ und die hoch gelobte Anwaltsserie „Michael Hayes – Für Recht und Gerechtigkeit“ („Michael Hayes“) - mit David Caruso in der Titelrolle. Außerdem produzierte Baumgarten mit Salma Hayek, Mandy Patinkin und Richard Harris in den Hauptrollen eine Neuauflage von „Der Glöckner von Notre Dame“ („The Hunchback of Notre Dame“), mit Anne Margret und Treat Williams eine Neuverfilmung von „Endstation Sehnsucht“ („A Streetcar Named Desire“) und zuletzt das biografische Drama „Fighting the Odds“, in dem Jamie Gertz und Ernie Hudson vor der Kamera standen.
David Zelon (Produzent)
Seit 1996 ist David Zelon Produktionschef von Mandalay Pictures und hat in dieser Zeit die Produktion unterschiedlichster Filme überwacht. Dazu gehören John Stockwells Karibikabenteuer INTO THE BLUE (Into The Blue, 2006) mit Jessica Alba und Paul Walker, Martin Campbells Drama JENSEITS ALLER GRENZEN (Beyond Borders, 2003) mit Angelina Jolie und Clive Owen, Frank Oz’ Krimi THE SCORE (The Score, 2001) mit Robert DeNiro, Edward Norton und Marlon Brando sowie Jean-Jacques Annauds Kriegsepos DUELL- ENEMY AT THE GATES (Enemy At The Gates, 2001) mit Jude Law, Joseph Fiennes, Rachel Weisz und Ed Harris.
In den Neunzigerjahren war er mitverantwortlich für Tim Burtons Horrorfantasyfilm SLEEPY HOLLOW (Sleepy Hollow, 1999) mit Johnny Depp, Jim Gillespies Teenhorrorhit ICH WEISS, WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST (I Know What You Did Last Summer, 1997) mit Jennifer Love Hewitt und Sarah Michelle Gellar, Danny Cannons Fortsetzung ICH WEISS NOCH IMMER, WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST (I Still Know What You Did Last Summer, 1998 ) sowie für John McNaughtons Kultkrimi WILD THINGS (Wild Things, 1998 ) mit Neve Campbell, Denise Richards, Matt Dillon und Kevin Bacon.
Vor seiner Tätigkeit für Mandalay Pictures arbeitete Zelon bei Columbia Pictures und überwachte dabei die Produktion von insgesamt 18 Filmen. Darunter fallen Ben Stillers Komödie CABLE GUY – DIE NERVENSÄGE (Cable Guy, 1996) mit Jim Carrey, Andrew Flemings Horrorfilm DER HEXENCLUB (The Craft, 1996) mit Neve Campbell, Robert Rodriguez’ moderner Western DESPERADO (Desperado, 1995) mit Salma Hayek und Antonio Banderas, Irwin Winklers Thriller DAS NETZ (The Net, 1995) mit Sandra Bullock, Gus Van Sants Mediensatire TO DIE FOR (To Die For, 1995) mit Nicole Kidman, John McTiernans parodistischer Actionfilm LAST ACTION HERO (Last Action Hero, 1993) und Robert Harmons Actionthriller OHNE AUSWEG (Nowhere To Run, 1993) mit Jean-Claude Van Damme.
Seine Karriere als Produzent begann David Zelon 1990 im Fernsehen – mit dem mit James und Josh Brolin besetzten Sportdrama „Finish Line“, das für Geldgeber Turner Network Television den Einstieg ins Produktionsgeschäft bedeutete.
Lukas Ettlin (Kamera)
Wie Kollege Ueli Steiger ist Lukas Ettlin auch ein gebürtiger Schweizer, der in Hollywood Karriere gemacht hat. Der Absolvent der zur New York University gehörenden Tisch School of the Arts wurde 2006 von der Branchenbibel Variety unter den „Ten Cinematographers to Watch“ aufgeführt. Zuletzt setzte Ettlin das Licht bei FAN BOYS, Kyle Newmans Komödie über besessene STAR WARS-Fans, die für eine Vorabsichtung von George Lucas’ STAR WARS: EPISODE I – DIE DUNKLE BEDROHUNG (Star Wars: Episode I – The Phantom Menace, 1999) alle Grenzen überschreiten.
Zuvor stand Ettlin hinter der Kamera von Brad Furmans mit John Leguizamo besetztes Kriminaldrama THE TAKE (2007), Jonathan Liebesmans Horrorsequel TEXAS CHAINSAW MASSACRE: THE BEGINNING (Texas Chainsaw Massacre: The Beginning, 2006) und die beiden ebenfalls von Liebesman inszenierten Kurzfilme RINGS (2005) und GENESIS AND CATASTROPHE (2000). Letztere Adaption einer Kurzgeschichte von Roald Dahl brachte Ettlin 2001 den Heritage Award der American Society of Cinematographers ein. Außerdem gewann der Kurzfilm diverse wichtige Preise bei Filmfestivals, darunter beim Hollywood Film Festival und beim Austin Film Festival.
Darüber hinaus zählte Ettlin als Kameramann des 2. Aufnahmeteams zur Crew von Michael Bays Actionhit TRANSFORMERS (Transformers, 2007) und gehörte auch zum Kamerateam von Takashi Shimizus Horrorremake DER FLUCH – THE GRUDGE (The Grudge, 2004). Schließlich war er auch zuständig für die Bildgestaltung der Musikdokumentationen TENACIOUS D: LIVE IN SEATTLE und BURIED ALIVE IN THE BLUES.
Zur Musikbranche besitzt Ettlin beste Kontakte, war er doch auch Kameramann bei vielen Videos prominenter Künstler und Bands. Dazu zählen unter anderem Usher, 50 Cent, Elvis Costello, Marilyn Manson, die Metal-Band Disturbed sowie die Alternative-Rocker Queens of The Stone Age. Außerdem drehte er eine Hintergrunddokumentation mit Musiklegende Boz Skaggs und eine Vielzahl von Werbespots.
Ida Random (Produktionsdesign)
Seit fast 30 Jahren ist Ida Random als Ausstatterin und Produktionsdesignerin tätig und wurde für Barry Levinsons Klassiker RAIN MAN (Rain Man, 1988 ) für den Oscar® nominiert. Aktuell arbeitet sie für Regisseur Justin Lin an einer weiteren Fortsetzung der FAST AND FURIOUS-Reihe, nachdem sie schon Lins Crew bei THE FAST AND THE FURIOUS: TOKYO DRIFT (The Fast And The Furious: Tokyo Drift, 2006) angehört hatte.
Ihre Karriere begann Random im Ausstattungsdepartment mit Robert Aldrichs Westernkomödie EIN RABBI IM WILDEN WESTEN (The Frisco Kid, 1979). Diesem Debüt folgten James Bridges’ Drama URBAN COWBOY (Urban Cowboy, 1980) und Mary Rydells Familiendrama AM GOLDENEN SEE (On Golden Pond, 1981). Mit Lawrence Kasdans Regiedebüt DER GROSSE FRUST (The Big Chill, 1983) feierte sie auch ihren Einstand als Produktionsdesignerin und bekleidete diesen Posten auch bei Kasdans Western SILVERADO (Silverado, 1985) und WYATT EARP (Wyatt Earp, 1994). Eine ähnlich loyale Arbeitsbeziehung verbindet sie mit Regisseur Danny DeVito. Sie begann mit SCHMEISS’ DIE MAMA AUS DEM ZUG (Throw Momma From The Train, 1987) und setzte sich fort mit DER ROSENKRIEG (War Of The Roses, 1989) und JIMMY HOFFA (Hoffa, 1992).
Zu ihren weiteren, gänzlich unterschiedliche Anforderungen stellenden, Filmen zählen James L. Brooks’ Romanze SPANGLISH (Spanglish, 2004), F. Gary Grays Actiondrama EXTREME RAGE (A Man Apart, 2003), Lee Tamahoris Thriller IM NETZ DER SPINNE (Along Came A Spider, 2001), Kevin Costners postapokalyptisches Epos POSTMAN (The Postman, 1997), Frank Oz’ Komödie HOUSESITTER – LÜGEN HABEN SCHÖNE BEINE (Housesitter, 1992) und Albert Brooks’ Komödie RENDEZVOUS IM JENSEITS (Defending Your Life, 1991).
Victor DuBois (Schnitt)
Victor DuBois wurde dreimal für den Emmy nominiert, kann aber auch Erfahrung mit vielen Kinofilmen vorweisen. Zu seinen letzten Erfolgen zählt das Historienepos LAST SAMURAI (The Last Samurai 2003), für dessen Regisseur Edward Zwick DuBois auch die Dramödie AUF UND DAVON (Leaving Normal, 1992) schnitt. Darüber hinaus wurde der Cutter verpflichtet und für Dirk Benedicts Drama CAHOOTS (2001) und Bernard Roses Literaturverfilmung ANNA KARENINA (Anna Karenina, 1997), gehörte schließlich auch zur Cutter-Crew von Mel Gibsons Welterfolg BRAVEHEART (Braveheart, 1995).
Zu seinen Engagements fürs Fernsehen zählen diverse Serienerfolge wie zuletzt die Copserie „Life“ sowie davor „Kidnapped“, „Grey’s Anatomy – Die jungen Ärzte“ („Grey’s Anatomy“), „That’s Life“ („That’s Life“), „Roswell“ („Roswell“), „Profiler“ („Profiler“), „Willkommen im Leben“ („My So-Called Life“) und „Die besten Jahre“ („thirtysomething“). Für letztere von Edward Zwick mitkreierte Serie erhielt DuBois Emmynominierungen für Schnitt und Visuelle Effekte. Seine dritte Nominierung für den wichtigsten TV-Preis wurde ihm für das TV-Ereignis „Die Zehn Gebote“ („The Ten Commandments“) ausgesprochen, inszeniert vom gebürtigen Rumänen Robert Dornhelm. Für Dornhelm arbeitete DuBois noch mehrfach, darunter bei der Neuauflage von „Spartacus“, dem biografischen Drama „Rudy: The Rudy Giuliani Story“, dem Drama „RFK“ und dem Kriminaldrama „Die Sünden der Väter“ („Sins of the Father“).
Die Arbeit hinter der Kamera hat DuBois auch mehrfach auf den Regiestuhl geführt. So bei jeweils einer Folge der TV-Serien „The Journey of Allen Strange“ und „Too Soon For Jeff“ sowie beim TV-Film „Rock The Vote“.
Debra Weinfeld (Schnitt)
Wie ihr Kollege Victor DuBois gehörte auch Debra Weinfeld zum Cutter-Team der Thrillerserie „Kidnapped“. Die in New Jersey geborene Absolventin der zur Syracuse University gehörenden S.I. New House School of Public Communications sammelte viele ihrer beruflichen Erfahrungen unter ihren Mentoren John Badham und Frank Morriss. Für Badham, Regisseur von Hits wie NUR SAMSTAG NACHT („Saturday Night Fever, 1977) und WAR GAMES – KRIEGSSPIELE (War Games, 1983), schnitt sie unter anderem das biografische TV-Drama „Evel Knievel – Ein Leben am Limit“ („Evel Knievel“). Bei letzterem Projekt arbeitete sie mit Frank Morriss zusammen, selbst langjähriger Cutter mehrerer Badham-Filme wie DAS FLIEGENDE AUGE (Blue Thunder, 1983). Für diesen Thriller hatte Morriss eine Oscar®-Nominierung erhalten – wie auch für Robert Zemeckis’ Abenteuerkomödie AUF DER JAGD NACH DEM GRÜNEN DIAMANTEN (Romancing The Stone, 1984).
Von diesen langjährigen Arbeitsbeziehungen abgesehen, wurde Weinfeld auch von Stephen Gyllenhaal für dessen TV-Thriller „Timebomb“ verpflichtet.
Judy Ruskin Howell (Kostüme)
Mit ihrem jüngsten Film EVAN ALLMÄCHTIG (Evan Almighty, 2007) setzte Judy Ruskin Howell ihre langjährige Zusammenarbeit mit Komödienspezialist Tom Shadyac fort. Vorausgegangen waren unter anderem BRUCE ALLMÄCHTIG (Bruce Almighty, 2003), PATCH ADAMS (Patch Adams, 1998 ) und DER DUMMSCHWÄTZER (Liar Liar, 1997). Daneben entwarf die in Philadelphia geborene Absolventin der zur Temple University gehörenden Tyler School of Art die Kostüme für John Gatins’ Familiendrama DREAMER – EIN TRAUM WIRD WAHR (Dreamer, 2005), für Kevin Rodney Sullivans Komödie GUESS WHO – MEINE TOCHTER KRIEGST DU NICHT (Guess Who, 2005), für Woody Allens Komödie MELINDA UND MELINDA (Melinda and Melinda, 2004), für Boaz Yakins Sportdrama GEGEN JEDE REGEL (Remember The Titans, 2000), für Robert Redfords Romanze DER PFERDEFLÜSTERER (The Horsewhisperer, 1998 ), für Albert Brooks’ Komödie MOTHER (Mother, 1996) sowie für Forest Whitakers Regiedebüt WARTEN AUF MR. RIGHT (Waiting For Exhale, 1995).
Ihr Filmdebüt als Kostümdesignerin hatte Ruskin Howell Regisseur Oliver Stone ermöglicht, der sie für sein Oscar®-gekröntes Vietnamdrama GEBOREN AM 4.JULI (Born On The Fourth Of July, 1989) engagierte. Danach folgten unter anderem Geoff Murphys Western BLAZE OF GLORY – FLAMMENDER RUHM (Young Guns II, 1990), Ron Underwoods Komödie CITY SLICKERS – DIE GROSSSTADTHELDEN (City Slickers, 1991) und Paul Weilands Fortsetzung CITY SLICKERS II – DIE GOLDENEN JUNGS (City Slickers II, 1994), Bruce Joel Rubins Drama MY LIFE (My Life, 1993) sowie Nora Ephrons Welthit SCHLAFLOS IN SEATTLE (Sleepless in Seattle, 1993).
Jonathan Eusebio (Stuntkoordinator/ Fightchoreograph)
Seit über zehn Jahren ist Jonathan Eusebio für Film und Fernsehen tätig – als Stunt- und Fightkoordinator, als Martial Arts-Berater, Stuntman und auch als Darsteller. Der Absolvent der berühmten, in Kalifornien ansässigen Inosanto Academy of Martial Arts beherrscht ein umfangreiches Spektrum an Disziplinen, in denen er sich fortlaufend weiter zu verbessern sucht. Dazu zählen unter anderem der Umgang mit Schwertern und anderen Waffen, Kali und andere philippinische Kampfkünste, brasilianisches Jiu-Jitsu, Boxen, Ringen, Judo und Kickboxen.
Dank seiner Erfahrung und Fähigkeiten ist er im Actionkino ein gefragter, viel beschäftigter Spezialist und wurde zuletzt engagiert für Zack Snyders Historienepos 300 (300, 2007), Gore Verbinskis Trilogieabschluss PIRATES OF THE CARIBBEAN – AM ENDE DER WELT (Pirates of the Caribbean - At World’s End, 2007), Antoine Fuquas Actiondrama SHOOTER (Shooter, 2007) und Michael Manns Thriller COLLATERAL (Collateral, 2004). Darüber hinaus assistierte Eusebio in der Kampfchoreographie von Paul Greengrass’ Thriller DAS BOURNE ULTIMATUM (The Bourne Ultimatum, 2007), kämpfte schließlich selbst in Greengrass’ Vorgängerfilm DIE BOURNE VERSCHWÖRUNG (The Bourne Supremacy, 2004) und war bei Doug Limans Trilogiestart DIE BOURNE IDENTITÄT (The Bourne Identity, 2002) Martial Arts-Berater.
Jonathan Eusebio ist Mitglied von „87 Eleven“, einer Company, die sich auf alle Aspekte spezialisiert hat, die in der Produktion von Actionszenen für Kino und Fernsehen von Bedeutung sind. Zu seinen weiteren Filmengagements zählen Rob Marshalls Bestsellerverfilmung DIE GEISHA (Memoirs of a Geisha, 2005), Bo Welchs Kinderbuchadaption EIN KATER MACHT THEATER (The Cat in the Hat, 2003), Stephen Norringtons Comicverfilmung DIE LIGA DER AUSSERGEWÖHNLICHEN GENTLEMEN (The League of Extraordinary Gentlemen, 2003), Jay Roachs Agentenparodie AUSTIN POWERS IN GOLDSTÄNDER (Austin Powers: Goldmember, 2002) sowie Guillermo del Toros Comicsequel BLADE II (Blade II, 2002).
Eusebios aktuelle Projekte sind James Wongs Actionfilm DRAGONBALL und Gavin Hoods Comicprequel X-MEN ORIGINS: WOLVERINE.
ACHTUNG:
Das Kopieren/Verbreiten dieses Specials ist ohne vorherige Genehmigung nicht erlaubt.