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AKTE X – JENSEITS DER WAHRHEIT
AKTE X – JENSEITS DER WAHRHEIT (The X-files: I Want To Believe) ist die zweite Kinoproduktion, die auf der unglaublich erfolgreichen und vielfach ausgezeichneten Serie „The X-Files“ („Akte X“) basiert. Der lang erwartete Film vereint die Stars der Serie, David Duchovny und Gillian Anderson, wieder vor der Kamera. Regie führte der Erfinder der Serie Chris Carter, der zusammen mit Frank Spotnitz auch das Drehbuch verfasste.
In gewohnter AKTE X-Tradition wird auch diesmal der Plot nicht verraten, den nur die Studio-Chefs sowie die Schlüsselpersonen der Crew und die Schauspieler kennen. Aber so viel darf verraten werden: AKTE X – JENSEITS DER WAHRHEIT steht ganz in der Tradition der besten und beliebtesten Episoden der Serie und lenkt die komplizierte Beziehung zwischen Fox Mulder (DAVID DUCHOVNY) und Dana Scully (GILLIAN ANDERSON) in eine neue, unerwartete Richtung. Mulder begibt sich wie immer mit unerschütterlichem Glauben auf die Suche nach der Wahrheit, und Scully, die kluge, leidenschaftliche Ärztin, weicht dabei nicht von seiner Seite.
Noch Monate nach Ende der Dreharbeiten gibt sich Carter in Sachen Inhalt verschlossen: „Mulder und Scully befinden sich wieder mitten in einem typischen AKTE-X-Fall.“ Punkt.
Ein paar Hinweise finden sich vielleicht im Originaltitel des Films. „I Want to Believe“ ist für Fans der Serie ein bekannter Satz, schmückt er doch ein Poster in Mulders FBI-Büro. „Es ist ein ganz logischer Titel“, sagt Chris Carter. „Unsere Geschichte handelt von der Schwierigkeit Glaube und Wissenschaft mit einander zu vereinbaren. Man kann diesen Satz direkt auf Mulders Ringen mit seinem Glauben beziehen.“
Viel lieber als über den Inhalt spricht Carter über die Intention seines Films: „Kurz gesagt, wollten wir unseren Zuschauern eine Heidenangst machen.“ Dabei wurden die Möglichkeiten des modernen Kinos in Sachen Ausstattung, Größe und Effekte voll ausgeschöpft, während man sich inhaltlich ganz auf die Wurzeln der Serie besann. Die ausgewogene Mischung aus Thriller, übernatürlicher Mär und Horrorgeschichte hielt die Fans vor dem Bildschirm. „Diesen Mix haben wir nun auch beim zweiten Kinofilm angestrebt,“ führt Carter aus. „Unser Film ist gruselig, erschreckend und schwer zu entschlüsseln. Bei AKTE X haben wir die Zuseher damit erschreckt, dass wir oft etwas nicht gezeigt haben. Das tun wir nun im Kino auch!
Frank Spotnitz, Co-Autor und Produzent ergänzt: „Das beste an AKTE X war, dass man da vor allem und jedem Angst haben konnte. Es waren keine klassischen, typischen Horror-Stories, die bestimmten Genre-Konventionen folgten. In dieser Tradition steht nun auch AKTE X – JENSEITS DER WAHRHEIT“.
Im Gegensatz zum ersten Kinoprojekt AKTE X: DER FILM - FIGHT THE FUTURE, der 1998 erschien, muss man für JENSEITS DER WAHRHEIT die komplexe Serie mit ihren neun Staffeln und deren Mythologie nicht kennen. „Der erste Kinofilm war eigentlich eine Art epische Episode“, erklärte Carter, „unseren Film kann man jedoch ohne jegliches Vorwissen genießen. Gäbe es die Serie gar nicht, hätte es unsere Geschichte trotzdem auf die große Leinwand geschafft“.
Zehn Jahre nach dem ersten Film – und sechs Jahre nach Ende der Serie – glaubten Carter und Spotnitz, dass es Zeit für einen neuen AKTE X-Film sei. Nicht nur, um den treuen Fans der Serie einen neuen Fall mit Mulder und Scully zu präsentieren, sondern auch um eine neue Generation von Zuschauern zu erschließen. „Ich war erstaunt zu hören, dass viele Kids von heute die Serie gar nicht mehr kennen,“ erklärt Carter. „Ein heute Zwanzigjähriger war viel zu jung für diese Art Serie, als sie vor 16 Jahren anlief. Es gibt also Tausende potenzielle neue AKTE X-Fans. Unser Film sollte sie auf den Geschmack bringen – und die alten zufrieden stellen.“
„Das Drehbuch zu schreiben und den Film zu realisieren, war weit mehr als eine Übung in Nostalgie,“ fügt Frank Spotnitz hinzu. „Chris und ich überlegten uns ganz genau, wie es heute um Mulder und Scully stehen würde. Wie hatten sie sich verändert etc. Wir diskutierten stundenlang über dieses Thema und was es für unseren Film bedeuten würde.“
Die beiden Filmemacher entschlossen sich, ihre Story inklusive der komplexen Mulder-Scully-Dynamik in so genannter „Echtzeit“ anzusiedeln. Das heißt, der Film spielt sechs Jahre nach dem Ende der Serie und so viel Zeit ist nun auch im Film vergangen. „Die beiden sind sechs Jahre älter und sechs Jahre klüger und auch ihre Beziehung hat sich sechs Jahre weiterentwickelt,“ formuliert Carter. „Mulder und Scully haben in der Zwischenzeit einiges durchgemacht. Auch bezüglich ihrer Beziehung – und davon erzählt der Film. Genauso wie von ihrer Zukunft.“
Mulder und Scully so zu zeigen wie sie heute sind, war nach David Duchovnys Meinung eine gewagte, aber richtige Entscheidung: „Die Welt hat sich weiterentwickelt. Auch die AKTE X-Welt. Ich glaube, es war richtig, dieser Tatsache Rechnung zu tragen. Und für Schauspieler, glaube ich, ist es eine der größten und befriedigendsten Herausforderungen, Charaktere weiterzuentwickeln, die man schon einmal gespielt hat. Es macht Spaß, dem veränderten Bewusstsein Rechnung zu tragen.“
Das Mulder-Scully-Verhältnis definiert sich erneut über deren ungewohnt gute Chemie – und es sperrt sich den Konventionen normaler Leinwand-Romanzen. „Mit David zu arbeiten, ist sehr leicht,“ sagt Anderson. „Es ist, als würden wir einfach zusammengehören. Wir reagieren blind aufeinander. Vom ersten Drehtag an war die alte Vertrautheit wieder da.“
Am Set von AKTE X – JENSEITS DER WAHRHEIT war die stimmige Chemie zwischen Duchovny und Anderson, zwischen Mulder und Scully geradezu greifbar. „Alle waren erstaunt, wie gut die beiden sofort wieder harmonierten,“ erinnert sich Chris Carter. „Als ich David und Gillian am ersten Drehtag zusah, liefen mir kalte Schauer den Rücken hinunter. Die beiden hatten immer schon diese gewisse Chemie gehabt. Aber dass diese sofort wieder da war, war wirklich unglaublich. Es war, als wäre man bei einem Familientreffen.“
Von einer riesigen Fangemeinschaft namens ‚Shippers“ – der Name bezieht sich auf die letzte Silbe des Wortes „relationship“ (zu deutsch: Verhältnis) – verehrt, werden Scully und Mulder auch wegen ihrer etwas anderen Art von Kino-Romanze geliebt. „Es war immer eine keusche Liebe,“ sagt Duchovny. „Eine wahrlich altmodische Beziehung, die sich durch Blicke, Händchenhalten und Küsse auf die Stirn manifestiert. Mulder und Scully sind für einander bestimmt. Aber es gibt da ein Hindernis, das ihre Beziehung bedroht. Dieses Hindernis ist ein zentraler Moment des Films.“
Chris Carter geht sogar noch weiter. Nach seiner Aussage interessierte ihn das Verhältnis von Scully und Mulder schon immer ganz besonders: „Für mich war AKTE X immer schon eine Romanze – eine intellektuelle Romanze. So etwas ist sehr selten. Sie ist höchst intim, dabei jedoch nicht körperlich. Die Chemie ist also nicht sexuell. Vom Beginn der Serie war es diese Wechselwirkung zwischen David und Gillian, die uns den Erfolg garantierte. Ohne sie hätte AKTE X nicht funktioniert.“
Aller stimmigen Chemie zum Trotz war es für Carter und Spotnitz leichter, in die Welt von AKTE X zurückzukehren als für die beiden Serienstars David Duchovny und Gillian Anderson. Carter, der die Serie 17 Jahre lang als Erfinder und Ausführender Produzent begleitet hat, empfand die Wiedervereinigung mit den Darstellern und deren Universum als „die natürlichste Sache der Welt“.
Spotnitz führt aus: „Als Chris und ich uns zusammensetzten, um den neuen Film zu schreiben, waren wir erstaunt, wie schnell Mulder und Scully wieder da waren. Es fiel uns leicht zu überlegen, was sie in der Zwischenzeit getan hatten und wie es ihnen nun ging. Wir merkten, wie sehr wir sie und ihre Stimmen vermisst hatten.“
Aber egal wie sehr die Filmemacher – und natürlich auch die Fans – ihre Helden vermisst hatten, es gab zahlreiche Verzögerungen, ehe letztes Jahr mit der Arbeit am neuen AKTE X-Kinoabenteuer begonnen werden konnte. Carter sagt, dass es David Duchovny war, der maßgeblich „Schuld“ daran hatte, dass der Film zustande kam: „Ich würde sagen, dass David sich am meisten ins Zeug gelegt hat, dass der Film realisiert wurde. Er hat richtiggehend die Werbetrommel gerührt. Er wollte AKTE X – JENSEITS DER WAHRHEIT wirklich machen“.
Tatsächlich wollte Duchovny AKTE X wiederbeleben, seit die Serie 2002 abgesetzt wurde. „Ich hatte immer das Gefühl, dass AKTE X auch im Kino funktionieren müsste,“ erinnert sich Duchovny. Er hatte Mulder neun Jahre lang gespielt und war sich sicher, dass er gleich wieder in seinen Part zurückfinden würde. Aber als dann letzten Winter die Kameras zu laufen begannen, entdeckte Duchovny, dass Mulder doch nicht so leicht zu fassen war. „Ich dachte, ich würde mich gleich wieder wohl fühlen als Mulder. Aber dem war nicht so. Schließlich ist Mulder gealtert, hat sich über die Jahre verändert. Das musste ich zeigen, auf der Leinwand rüberbringen – und doch noch der ’alte’ Mulder sein.“
Ganz ähnlich erging es auch Gillian Anderson, als sie erneut in die Rolle der Dana Scully schlüpfte. Das war auch nicht so einfach wie sie es sich gedacht hatte: „Am ersten Drehtag war ich davon überzeugt, dass alles ganz glatt laufen würde. Normalerweise bin ich bei Drehbeginn immer sehr nervös, aber hier war das nicht so.“ Aber dann fiel Anderson auf, dass der Charakter der Scully sich verändert hatte: „Die ersten paar Drehtage waren wirklich kompliziert. Ich tat mich ungeheuer schwer beim Finden der richtigen ’Stimme’ Scullys. Das hing damit zusammen, dass ich seit Ende der Serie bewusst nach Rollen Ausschau gehalten habe, die anders waren als Scully. Ich wollte in keinem Schema gefangen sein. Entsprechend musst ich mich bei AKTE X – JENSEITS DER WAHRHEIT wieder in meinen Part hineinfinden.“
„Für diesen Film“, so Anderson, „ging es weniger darum, die Scully des Drehbuchs zum Leben zu erwecken, als mich daran zu erinnern, wie Scully einmal war – und wie sie sich seitdem verändert hat. Das zu bewerkstelligen, bereitete mehr Mühe als ich gedacht hatte.“
Obwohl die Verbindung Mulder-Scully, sprich Duchovny-Anderson, viel zum Erfolg von AKTE X beitrug, darf man nicht vergessen, dass auch zahlreiche andere herausragende Schauspieler ihren Teil zum Gelingen der Serie beisteuerten. Bei AKTE X – JENSEITS DER WAHRHEIT ist das nicht anders. Amanda Peet aus der Serie „Studio 60 on the Sunset Strip“ hat beispielsweise den Part der ASAC Dakota Whitney übernommen. Über ihre Rolle weiß man aber genauso wenig Konkretes wie über den ganzen Film. Auch sie wurde von den Verantwortlichen verpflichtet, Stillschweigen zu bewahren.
Nur so viel: „Whitney hilft Mulder bei seinem Fall.“ Peet weiter: „Sie ist eine FBI-Agentin, die sich vielleicht oder auch nicht in Mulder verliebt.“
Peet gesteht, dass es etwas ungewöhnlich war, dem AKTE X-Team beizutreten: „Es fühlte sich merkwürdig an, plötzlich Gast bei diesem Phänomen zu sein. Aber es machte auch ungeheuer viel Spaß, in diese so etablierte, durchdachte und gut eingeführte Welt einzudringen. Besonders David und Gillian dabei zuzusehen, wie sie dieses Kult-Pärchen spielen, war einfach toll.“
Die größte Herausforderung des Drehs bestand für Peet aber wohl in der immensen körperlichen Anstrengung. „Ich hätte schon etwas stutzig werden sollen, als Carter mich fragte, ob ich fit wäre – ob ich in der Lage wäre, im Schnee zu laufen. Ich hatte acht Monate zuvor ein Baby bekommen und war dementsprechend nicht in Form für einen Marathonlauf. Aber natürlich antwortete ich Chris: ’Klar, kein Problem!’ Und dann ließ er mich die ersten vier Tage des Films durch Schnee laufen – und ich hoffte, dabei cool auszusehen...“ „Was gar nicht geht“, wie David Duchovny trocken hinzufügt.
Ein weiterer FBI-Neuling an der Seite von Peets Dakota Whitney ist der bekannte Rapper und MTV-Host Alvin „Xzibit“ Joiner („Pimp My Ride“), der den Agenten Mosley Drummy gibt. Ein AKTE X-würdiger Zufall führte zur Verpflichtung von Xzibit. Chris hatte nämlich diesen Song gehört, in dem der Rapper und Schauspieler auf die Serie Bezug nimmt. Das hatte Carter gefallen und so bekam der Musiker diesen Job. Aber, so Xzibit: „Man kann Carter nicht auf irgendetwas, auf irgendeinen Stil festnageln. Ihm gefällt, was ihm gefällt.“ Dazu passt, dass Carter gerade als Stipendiat einen Kurs über Saiteninstrumente und die dazugehörige Musiktheorie absolviert hat.
Xzibit, ein langjähriger Fan der Serie, freut sich immens, beim zweiten Spielfilm mitwirken zu dürfen: „Es ist toll, an diesem Phänomen teilzuhaben.“ Auch er ist sich klar darüber, dass er über den Inhalt des Films nichts verraten darf. Er gibt lediglich zu, dass Agent Drummy ein FBI-Mann wie aus dem Bilderbuch ist: „Er will allen Dingen immer auf den Grund gehen und ’nein’ oder ’geht nicht’ gibt’s für ihn als Antwort nicht. Außerdem hat er für Mulders merkwürdige Ideen keinen Sinn. Was er nicht sehen, fühlen, berühren oder töten kann, existiert für ihn nicht.“
Einen ganz anderen Typen Mensch spielt Billy Connolly als Pfarrer Joseph Crissman. Dieser ist ein komplexer dunkler Charakter mit einer geheimnisvollen Vergangenheit. „Das Publikum wird auf ihn sehr stark reagieren,“ sagt Connolly, „das war auch einer der Gründe, der mir an dem Part zugesagt hat. Als Chris Carter mir von Pfarrer Joe erzählte, wusste ich, dass ich die Rolle übernehmen musste – und so meine Familie und Freunde schockieren würde.“
„Am meisten hat mich aber erschreckt, dass Chris schon an mich dachte, als er meine Figur schrieb,“ lacht Connolly. Dazu muss gesagt werden, dass Carter seit langer Zeit ein Fan von Connollys Schauspielkunst ist und besonders seinem Auftritt in MRS. BROWN („Ihre Majestät, Mrs. Brown”, 1997) bewunderte.
Beim Dreh von AKTE X dabei zu sein, ist eine gruselige Erfahrung – und Futter für Connollys Art von Humor: „Wenn man bei einem AKTE X-Film mitmacht, weiß man, dass man nicht ums Lagerfeuer springen und ’Kum Ba Yah’ singen wird. Man weiß von Beginn an, dass es eine merkwürdige Sache sein wird.“ Der Schauspieler weiter: „Wir krochen mitten in der Nacht im tief verschneiten kanadischen Skiort Whistler herum und suchten nach merkwürdigen Dingen.“ Wirklich merkwürdigen, erschreckenden Dingen, die man irgendwie aus der Serie kennt. „Nur viel, viel erschreckender,“ verspricht Connolly. „So etwas haben Sie im Kino noch nie gesehen.“
Ohne Geheimnis und Überraschung, Schreck und Schock kommt man bei AKTE X – JENSEITS DER WAHRHEIT nicht aus. Alles ist und bleibt ein Rätsel. Und so soll es auch sein. Sagt Carter: „Unser Film ist wie ein Weihnachtsgeschenk. Man will, dass die Beschenkten ihr Geschenk erst am Weihnachtstag aufmachen. Nicht früher. Man möchte auch nicht, dass die Leute ihr Geschenk schütteln, unters Papier lugen etc. Und ich glaube auch, dass unser Publikum überrascht werden will. Sie wollen die Geschichte, den Plot gar nicht kennen. Deshalb haben wir alles nur Mögliche getan, um die Überraschung zu wahren.“
Das ging sogar so weit, dass nur der Regisseur und die Produzenten komplette Drehbücher besaßen. Die Schauspieler, die zum Vorsprechen eingeladen wurden, bekamen nur Passagen aus dem Drehbuch zu lesen und mussten diese nach Ende des Termins wieder abgeben. Die Chefs diverser Abteilungen – Baubühne, Beleuchtung etc. – mussten das Buch in einem verschlossenen Raum unter Videoüberwachung durchgehen. Nach Abschluss der Lektüre wurde das Skript wieder in einen Safe weggeschlossen. All jene, die das Buch kannten, mussten eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. Bei dieser Art von Geheimhaltung blieben 90 Prozent der am Film Beteiligten übrig, die das Skript nicht kannten. Das machte ihnen die Vorbereitung auf ihre Arbeit extrem schwierig.
Aber das hatte auch sein Gutes. Denn mit dieser professionellen Herausforderung wuchs auch der Leistungswille. „Es war alles wirklich höchst spannend,“ erinnert sich Produktionsdesigner Mark Freeborn. „Ich habe noch nie an einem Film gearbeitet, bei dem ich vorher nicht das Skript kannte. Und als ich es schließlich doch zu lesen bekam, war es mit einem persönlichen Wasserzeichen versehen und ich durfte es nur in einem verschlossenen Raum lesen, in dem ich von drei Videokameras überwacht wurde.“
„Es gab da unter uns diesen Witz, wenn wir wegen irgendetwas nicht weiter wussten,“ schmunzelt Freeborn. „Man sagte: ’Lass mich doch kurz mal im Drehbuch nachschauen.’ Pause. Dann: ’Oh, Augenblick mal, ich hab’ ja gar keins...“
Die Schauspieler bekamen ihre Seiten Tag für Tag in verkleinerter Form aus dem Originaldrehbuch herauskopiert. Jede Seite trug den Namen des Darstellers. Am Ende des Drehtages wurden die Seiten eingesammelt und zerrissen. Die Schauspieler erhielten/führten alle Alias-Namen, ebenso wie ihre Rollen, und unter diesen Pseudonymen wurden sie auch auf den Drehplänen und Tagesdispositionen geführt. Zweifelhafte Informationen und merkwürdige Bilder wurden ins Internet eingestellt, so konnte auch der ausgeschlafenste AKTE X-Fan nicht mehr zwischen Fiktion und Wahrheit unterscheiden.

HEIMKEHR
Im Zuge der Vorbereitungsarbeiten beschlossen die Filmemacher, AKTE X – JENSEITS DER WAHRHEIT dort zu drehen, wo alles begonnen hatte: in Vancouver, British Columbia, Kanada. Die ersten fünf Staffeln hatte man dort realisiert. „In Vancouver nahm unsere Erfolgsgeschichte ihren Ausgang,“ konstatiert Carter. „Wenn ich zehn Dinge nennen müsste, warum AKTE X zum Erfolg wurde, stünde Vancouver sehr weit oben auf meiner Liste.“
„Von Anfang an,“ so stimmt Spotnitz zu, „gefiel uns der Gedanke, nach Vancouver zurückzukehren. Es fiel uns damals nach fünf Jahren sehr schwer, der Stadt den Rücken zu kehren. Wir vergossen viele Tränen. Und so ermöglichte es uns unsere Rückkehr mit AKTE X – JENSEITS DER WAHRHEIT, viele Freunde und Bekannte wieder zu sehen, die wir hier kennen gelernt und lieb gewonnen hatten. Während Chris und ich am Drehbuch saßen, hatten wir zudem immer unsere Drehorte in und um Vancouver im Kopf. Als wir sie dann wirklich wieder sahen, waren sie noch besser, als wir sie in Erinnerung hatten.
Carter, Spotnitz, Duchovny und Anderson freuten sich sehr, wieder mit vielen Mitgliedern des alten AKTE X-Teams zusammenzuarbeiten – und natürlich auch mit den Leuten aus Vancouver, der Belegschaft von Carters Firma Ten Thirteen, die Shows wie „Millennium“, „The Lone Gunmen“ und „Harsh Realm“ verantwortete. Zu den „alten“ Mitarbeitern des neuen Films zählten Tom Braidwood (erster Regie-Assistent des zweiten Drehteams und Darsteller des „Lone Gunman“ Frohike bei „Akte X“ sowie deren Spin-off-Serie „Lone Gunmen“), John Bartley (Chef-Kameramann des zweiten Drehteams), Davis Gauthier (Spezialeffekte-Koordinator), William Terezakis (Spezialeffekte Make-up-Effekte-Designer), Mat Beck (Überwachung der visuellen Effekte), Michael Williamson (Tonmischung), Shirley Inger (Ausstattung) und Portia Belmont (Skript-Überwachung).
Die Dreharbeiten begannen letzten Dezember in Vancouver, drei Monate lang wurde in der Stadt und der benachbarten Umgebung gefilmt. Obendrein reiste man auch noch rund 170 Kilometer nach Norden, in die Gegend um den berühmten Skiort Whistler, wo 2010 die Olympischen Winterspiele stattfinden werden. Hier schlug man drei Wochen lang in der tief verschneiten Gemeinde Pemberton die Zelte auf, wo beständig Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschten. Eines Nachts war es sogar so kalt, dass Anderson Schwierigkeiten hatte, ihre Lippen zu bewegen um den Text sprechen zu können.
In Pemberton wurden die dramatischsten Außenaufnahmen mit jeder Menge Stunts in Szene gesetzt. Aber auch hier herrschte Tag und Nacht... ja genau... höchste Geheimhaltung. Carter dazu: „Hier fand definitiv einer unsere schwierigsten Drehtage statt. Genauer gesagt war es Nacht. Tiefe, finstere Nacht. Niemand, ich schwöre, niemand, nicht einmal David (Duchovny) wusste, was in dieser Szene passiert. Ich leitete alle einfach an: ’Wir machen das so... und so... und so...’ Und es klappte. Jeder vertraute mir und wir bekamen die Szene super in den Kasten.“
Mit der Rückkehr nach Vancouver schloss sich der AKTE X-Kreis perfekt. „Einer der Gründe für den Erfolg von AKTE X besteht sicherlich darin, dass Chris sich so ein einzigartige Akte X-Welt ausgedacht hat. Alles passt genau zusammen,“ sagt Spotnitz. „Er hat zwei sehr starke Charaktere geschaffen, die ideale Besetzung für sie gefunden und sie mit konträren Sichtweisen ausgestattet – der eine glaubt, der andere ist ein ewiger Skeptiker. Mulder und Scully stoßen immer wieder an die Grenzen dessen, was man landläufig über das Leben und unsere Welt verstehen kann. Und es ist ein sehr reiches, komplexes Universum – was wiederum einen unerschöpflichen Fundus für verschiedenartigste Formen von Geschichten darstellt. Ton und Tonalität unseres zweiten Kinofilms stehen ganz in der Tradition der Serie wie sie Chris Carter in seinem Pilotfilm vor 16 Jahren angelegt hat.“
Sicher, es hat lange gedauert, bis man einen zweiten Kinofilm auf die Beine stellen konnte, aber Carter glaubt, dass alle diese Verzögerungen und Schwierigkeiten dem Projekt nur gut getan haben. Chris Carter: „Die Erwartungshaltung ist einfach gestiegen. Die Fans interessiert jetzt noch brennender, wie alles weiter gehen wird. Wir schlagen ein neues Kapitel auf, gewinnen neue Fans und erschließen neue Zuschauerschichten. Vielleicht stehen wir am Beginn eines neuen Franchise. Mein Appetit ist auf alle Fälle schon mal geweckt.“
Mit dem „Heißhunger“ auf Neues steht Chris Carter sicherlich nicht alleine da. Legionen von treuen „X-philen“ warten schon lange auf den neuen mysteriösen Fall, der Mulder und Scully wieder alles abverlangen wird....

ÜBER DIE AKTE X
Kopf hinter „The X-Files“ („Akte X“) ist Chris Carter, der als Erfinder und Ausführender Produzent des TV-Hits verantwortlich zeichnet. Die Serie debütierte am 10. September 1993 beim Fernsehsender FOX und handelt von den Abenteuern der ganz gegensätzlichen FBI-Agenten Fox Mulder und Dana Scully, die beauftragt werden, bis dato ungelöste Fälle zu klären. Fälle, die mit paranormalen, übernatürlichen und meist unerklärbaren Dingen zu tun haben.
AKTE X gewann zahllose Auszeichnungen, darunter einen George Foster Peabody Award für Excellence in Broadcasting, drei Golden Globes als Beste dramatische Serie, einen Golden Satellite Award als Beste Drama-Serie, Science Fiction und Fantasy Saturn Awards als überragende TV-Serie und einen Parent’s Choice Honor als Beste Serie. 1997 wurde Gillian Anderson mit einem Emmy als Beste Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie prämiert.
Die Serie war auf der ganzen Welt ebenso erfolgreich wie in ihrer Heimat, den USA. Der konspirative Ton der einzelnen Folgen, deren ausgewogene Mischung aus Paranoia, Horror und Suspense ließ AKTE X zur beliebtesten Fernsehshow Kanadas werden. Auf BBC Two avancierte AKTE X zum Quotenhit, und in Japan ist sie nach wie vor eine der großen Sensationen der dortigen TV-Geschichte.
Nach neun Staffeln wurde die Serie 2002 abgesetzt. 1998 brachte Twentieth Century Fox den ersten auf der Serie basierenden Film, THE X-FILES: FIGHT THE FUTURE („Akte X – Der Film“), in die Kinos. Der Film, von Spotnitz mitverfasst, von Carter geschrieben und produziert, wurde ein globaler Erfolg und spielte weltweit 187 Millionen Dollar ein.

DIE DARSTELLER
David Duchovny (Fox Mulder)
David Duchovy wurde in New York City geboren und wuchs dort auch auf. Er besuchte die Princeton University (wo er eine Saison lang das Basketball-Team verstärkte), schloss sein Yale-Studium in Englischer Literatur ab und war gerade dabei, seinen Doktor zu machen, als ihn der „Schauspiel-Virus“ erfasste.
In der Folge avancierte Duchovny zu einem der renommiertesten Schauspieler Hollywoods. Im Moment kann man ihn in dem Showtime-Quotenhit „Californication“ bewundern, für den er einen Golden Globe in der Kategorie Bester Schauspieler in einer Comedy-Serie erhielt. Er brilliert hier nicht nur als Hauptdarsteller, sondern fungiert auch als einer der Ausführenden Produzenten der Serie. Seit kurzem steht Duchovny für die zweite Staffel von „Californication“ vor der Kamera.
Von 1993 bis 2002 war Duchovny Star der sensationell erfolgreichen Fox-TV-Serie AKTE X, für die er eine Emmy-Nominierung als Outstanding Actor in a Drama Series erhielt. Eine weitere Nominierung in der Kategorie Outstanding Guest Actor in a Comedy Series durfte er für seinen vielbeachteten – und gewagten – Auftritt in „The Larry Sanders Show“ in Empfang nehmen. Im Januar 1997 gewann Duchovny einen Golden Globe als Best Actor in a Drama Series. Darüber hinaus wurde er als Best Actor in a Drama Series jeweils drei Mal für den Golden Globe, den Screen Actors Guild Award und ein Mal für den TV Critic’s Award nominiert. Publikum und Presse sind sich darüber einig, dass Duchovny wie kein Zweiter Scharfsinn, Intensität und Esprit in seinen Fernseh- und Kinorollen auf einzigartige Weise miteinander verquickt.
Seit dem Debüt von AKTE X verbrachten Abermillionen von „X-Philes“ ihre Sonntag Abende vor den US-Fernsehern, um mit weit aufgerissenen Augen ihrem Helden, dem brillanten und mürrischen FBI-Agenten Fox Mulder (Duchovny) dabei zuzusehen, wie er mysteriöse Fälle, die vom Büro längst als unlösbar abgehakt worden waren, erforscht. Seine bemerkenswerten Auftritte in dieser Kultserie brachten Duchovy bereits Titel wie „Zeitgeist Icon“ von Laura Jacobs in The New Republic oder „the first Internet sex symbol with hair“ von Maureen Dowd in The New York Times ein.
Auch als Regisseur hat sich Duchovny einen Namen gemacht. So übernahm er bei zwei vielbeachteten Folgen der Kultserie AKTE X, nämlich bei „The Unnatural“ mit Jesse L. Martin und bei „Hollywood A. D.“ mit Garry Shandling und Tea Leoni, neben Drehbuch und Hauptrolle auch die Inszenierung.
Seine Leidenschaft für unbequeme Rollen brachte Duchovny große Anerkennung ein – unter anderem für seine darstellerischen Leistungen in KALIFORNIA („Kalifornia“, 1993) neben Brad Pitt und Juliette Lewis, in Michael Tolkins kontroversem THE RAPTURE („Dunkle Erleuchtung“, 1991) mit Mimi Rogers und in JULIA HAS TWO LOVERS („Julia Has Two Lovers“, 1991), in dem er einen Telefonsex-Gauner verkörperte. Darüber hinaus spielte er Roland „Rollie“ Totheroh, den langjährigen Vertrauten und Kameramann von Charlie Chaplin, in Sir Richard Attenboroughs Filmbiographie CHAPLIN („Chaplin“, 1992) mit Robert Downey, Jr. und den hinterhältigen Yuppie in BEETHOVEN („Ein Hund namens Beethoven“, 1992), der es auf die Firma von James Grodin abgesehen hat.
Zu seinen Leinwand-Arbeiten gehören Auftritte in Ivan Reitmans Action-Komödie EVOLUTION („Evolution“, 2001) mit Julianne Moore als Partnerin, die romantische Komödie RETURN TO ME („Zurück zu Dir“, 2000) mit Minnie Driver, die von Bonnie Hunt inszeniert wurde, Rob Bowmans THE X FILES: FIGHT THE FUTURE („Akte X – Der Film“, 1998 ) und den Action-Thriller PLAYING GOD („Playing God“, 1997), in dem Timothy Hutton und Angelina Jolie seine Partner waren und Cable-Ace-Award-Gewinner Andy Wilson Regie führte. Darüber hinaus hatte er einen unglaublich komischen Cameo-Auftritt in der Ben-Stiller-Komödie ZOOLANDER („Zoolander“, 2001).
Im Fernsehen wurde David Duchovny als Transvestit und Detektiv Dennis/Denis Byson aus David Lynchs Kultserie „Twin Peaks“ bekannt. Außerdem fungierte er vier Jahre lang als leidenschaftlicher Erzähler in Zalman Kings erotischer Anthologie „Red Shoe Diaries“, die mit einem abendfüllenden TV-Film für den Kabelsender Showtime begonnen hatte.
Im Jahre 2002 trat Duchovny an der Seite von Julia Roberts, George Clooney und David Hyde Pierce in Steven Soderberghs FULL FRONTAL („Voll Frontal“) auf. Außerdem arbeitet er immer wieder für das Fernsehen. So spielte er in „Life With Bonnie“, der Serie seiner guten Freundin Bonnie Hunt, einen Wetterfrosch namens Johnny Volcano. Diese Rolle brachte ihm 2003 eine Emmy-Nominierung ein. Kurz darauf absolvierte er einen sehenswerten Auftritt in einer weiteren Kultserie, „Sex and the City“. Hier spielt er einen ehemaligen Liebhaber von Sarah Jessica Parkers Charakter Carrie Bradshaw.
Im Jahre 2005 gab David Duchovny mit HOUSE OF D sein Debüt als Kinoregisseur. Der Film, zu dem er auch das Drehbuch verfasste und eine Rolle übernahm, ist mit Robin Williams und Anton Yelchin erstklassig besetzt und handelt von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens mit all seinen Licht- und Schattenseiten.
Darüber hinaus war er in der romantischen Komödie TRUST THE MAN („Liebe ist Nervensache“, 2005) an der Seite von Julianne Moore sowie in Jake Kasdans THE TV SET (2006) zu sehen. Auch hinter der Kamera war er wieder aktiv. Duchovny inszenierte eine Episode der Fox-Fernseh-Serie „Bones“, in der David Boreanaz und Emily Deschanel die Hauptrollen spielen.
Zuletzt spielte Duchovny in den Kinofilmen THINGS WE LOST IN THE FIRE („Things We Lost in the Fire“, 2007) mit Halle Berry und Benicio Del Toro und in SI J’ETAIS TOI („In deiner Haut“, 2006), bei dem Vincent Perez Regie führte und den Luc Besson ausführend produzierte.
David Duchovny ist mit der Schauspielerin Téa Leoni verheiratet. Das Paar hat eine Tochter und einen Sohn.
Gillian Anderson (Dana Scully)
Gillian Anderson wurde in Chicago, Illinois, geboren. Im Alter von zwei Jahren zog ihre Familie nach London, wo Gillian die folgenden neun Jahre ihrer Kindheit verbrachte. Schließlich kehrten die Andersons wieder in die Vereinigten Staaten zurück und ließen sich in Grand Rapids, Michigan, nieder.
Anderson begann bereits während ihrer High-School-Zeit mit dem Schauspielen, indem sie in Laientheaterproduktionen auftrat. Später studierte sie an der Goodman Theater School der DePaul University in Chicago, wo sie am Alter von 22 Jahren ihren Abschluss machte. Danach zog sie nach New York, um ihre Karriere als Schauspielerin voranzutreiben.
In New York spielte sie in einer Inszenierung des Manhattan Theatre Club von Alan Ayckbornes „Absent Friends“, für den sie 1991 den Theatre World Award erhielt. Darüber hinaus trat sie am Long Wharf Theatre in New Haven, CT. in Christopher Hamptons „The Philanthropist“ auf. Kurze Zeit später entschloss sie sich, nach Los Angeles zu gehen, um ihr Glück im Film- und Fernsehbusiness zu versuchen.
Im September 1993 sprach Anderson für einen Fox-Pilotfilm namens AKTE X vor, für die Rolle der Dana Scully, einen Part, der sie über Nacht berühmt machen und ihr auf Anhieb internationale Beachtung schenken sollte. Im Laufe der folgenden neun Jahre wurde Andersons Arbeit an der Serie mit zwei Screen Actors Guild Awards, einem Emmy, einem Golden Globe in der Kategorie Best Actress in a Drama Series und unzähligen Nominierungen honoriert. 1998 konnte sie ihre Figur der Dana Scully auch in der auf der Serie basierenden Leinwand-Adaption THE X FILES: FIGHT THE FUTURE („Akte X – Der Film“) verkörpern. Und 1999 schrieb Anderson AKTE X -Geschichte, nämlich als erste Frau, die bei einer Episode der Serie (mit dem Titel „All Things“) als Autorin und Regisseurin fungierte.
Im Kino konnte man Anderson in THE MIGHTY („The Mighty – Gemeinsam sind sie stark“, 1998 ) neben Kieran Culkin bewundern sowie in PLAYING BY HEART („Leben und Lieben in L.A.“, 1998 ), in dem unter anderem Ellen Burstyn, Sean Connery, Angelina Jolie und Madeline Stowe ihre Partner waren.
HOUSE OF MIRTH von Terrence Davies kam im Dezember 2000 in die US-Kinos. Der Film wurde von den Kritikern des Rolling Stone, von Entertainment Weekly, Newsday, New York Daily News, The Village Voice und The New York Press in die Liste der Top-Ten-Filme des Jahres 2000 aufgenommen. Für ihr Porträt der Lily Bart gewann sie sowohl den British Independent Film Award als Beste Schauspielerin wie auch den Best Performance Award des Village Voice Film Critic’s Poll.
Für ihre Hauptrolle neben Robert Carlyle in THE MIGHTY CELT (2005), zu dem Pearse Elliot Drehbuch und Regie beisteuerte, wurde Anderson bei den IFTA Awards mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Einen Cameo-Auftritt absolvierte sie außerdem in Michael Winterbottoms Komödie TRISTRAM SHANDY: A COCK AND BULL STORY (2005), der von der internationalen Kritik hoch gelobt wurde.
In dem BBC-Mehrteiler „Bleak House“, einer Neuverfilmung des gleichnamigen Klassikers von Charles Dickens, spielte Anderson die gefühlskalte Lady Dedlock. Diese Rolle brachte ihr 2006 eine Nominierung als Beste Darstellerin bei den British Academy of Film and Television Awards ein.
Die Dreharbeiten zu HOW TO LOSE FRIENDS AND ALIENATE PEOPLE („Die Partycrasher und wie ich sie alle nervte“) mit Jeff Bridges und Megan Fox in den Hauptrollen sowie BOOGIE WOOGIE, bei dem Duncan Ward Regie führt, sind erst vor kurzem zu Ende gegangen. Darüber hinaus lieh sie Queen Vorkana in dem Animations-Kurzfilm ROBBIE THE REINDEER IN CLOSE ENCOUNTERS OF THE HERD KIND ihre Stimme. Unvergessen wird ihr Part als Sarah Merrit in dem von der Kritik hoch gelobten THE LAST KING OF SCOTLAND („Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht“, 2006) bleiben, den Kevin MacDonald inszenierte und in dem Forest Whitaker die Hauptrolle spielte. Für Autor und Regisseur Dan Reed stand sie in STRAIGHTHEADS („Straightheads“, 2007) ebenfalls vor der Kamera.
Amanda Peet (ASAC Dakota Whitney)
Amanda Peet ist eine besonders versierte und vielseitige Filmschauspielerin, die vor allem für ihr breites Rollenspektrum in romantischen Komödien, Dramen und Thrillern bekannt ist. Zuletzt war sie an der Seite von John Cusack in der New Line Cinema Produktion THE MARTIAN CHILD („Mein Kind vom Mars“, 2007) zu sehen. Zudem spielt sie die Hauptrolle der Jordan McDeere in Aaron Sorkins Fernsehserie „Studio 60 on the Sunset Strip“, in dem Matthew Perry und Bradley Whitford ihre Partner sind. Zudem arbeitet sie gemeinsam mit ihren Kollegen Luke Wilson, Evan Rachel Wood und Dennis Quaid als Synchronsprecherin für den Animationsfilm TERRA.
Demnächst wird man Peet außerdem in der Independent-Produktion REAL MEN CRY neben Mark Ruffalo und Ethan Hawke sowie an der Seite von Catherine Keener in einer noch nicht betitelten Komödie von Nicole Holofcener bewundern können.
Im Jahre 2006 gab Amanda Peet in der Wiederaufnahme von Neil Simons Komödie „Barefoot in the Park“ ihr Broadway-Debüt. Sie und Patrick Wilson gaben das neuverheiratete Paar im Greenwich Village der sechziger Jahre. Im letzten Sommer stand sie – unter dem Beifall der Kritik – in Neil LaButes off-Broadway-Inszenierung „This Is How It Goes“ neben Ben Stiller und Jeffrey Wright auf der Bühne.
Zu ihren zahlreichen Arbeiten fürs Kino zählt auch der Oscar-nominierte Thriller SYRIANA („Syriana“, 2005) mit Matt Damon, George Clooney und Chris Cooper in den Hauptrollen. Im gleichen Jahr war Ashton Kutcher in A LOT LIKE LOVE („So was wie Liebe“) ihr Partner. In folgenden Filmen war Peet ebenfalls mit von der Partie: in Woody Allens MELINDA AND MELINDA („Melinda und Melinda“, 2004) mit Will Ferrell, in THE WHOLE NINE YARDS („Keine halben Sachen“, 1999) und seiner Fortsetzung THE WHOLE TEN YARDS („Keine halben Sachen 2 – Jetzt erst recht“, 2004) sowie in dem Komödienhit SOMETHING’S GOTTA GIVE („Was das Herz begehrt“, 2003) mit Jack Nicholson und Diane Keaton und in dem Thriller IDENTITY („Identität“, 2003) mit John Cusack und Ray Liotta. Im Jahre 2002 war sie neben Morgan Freeman und Ashley Judd in HIGH CRIMES („High Crimes – Im Netz der Lügen“) und an der Seite von Samuel L. Jackson, Ben Affleck und Sydney Pollack in CHANGING LANES („Spurwechsel“) zu sehen. Im gleichen Jahr spielte sie in IGBY GOES DOWN („Igby“) Jeff Goldblums Geliebte, eine hübsche und privilegierte, aber drogensüchtige junge Frau. Einem breiten Publikum wurde Peet erstmals bekannt als Jack in dem Serienhit „Jack and Jill“.
Amanda Peet stammt aus New York und schloss die Columbia University im Fach amerikanische Geschichte ab. Parallel zu diesem Studium nahm sie bei Uta Hagen Schauspielunterricht. Die renommierte Lehrerin überredete sie letztlich dazu, ihre Karriere als Darstellerin zu forcieren.
Billy Connolly (Vater Joseph Crissman)
Den Schotten Billy Connolly kennt man in erster Linie aus Komödien, unvergessen bleibt seine Performance als John Brown, loyaler Diener seiner Königin, in MRS. BROWN („Ihre Majestät Mrs. Brown“, 1997). Der Stand-Up Comedian, der mit seinen Programmen schon durch die ganze Welt getourt ist, spielte außerdem in folgenden Filmen mit: FIDO („Fido – Gute Tote sind schwer zu finden“, 2006), GARFIELD: A TAIL OF TWO KITTIES („Garfield 2“, 2006), LEMONY SNICKET: A SERIES OF UNFORTUNATE EVENTS („Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse“, 2004), THE LAST SAMURAI („Last Samurai“, 2003) und TIMELINE („Timleline“, 2003). Ebenfalls mit von der Partie war Connolly in Peter Kosminskys WHITE OLEANDER („Weißer Oleander“, 2002), Troy Duffys THE BOONDOCK SAINTS („Der blutige Pfad Gottes“, 1999), Stephen Metcalfes BEAUTIFUL JOE („Beautiful Joe“, 2000), Barry Levinsons AN EVERLASTING PIECE („Mit oder ohne – Was Männer haben sollten!“, 2000), Stanley Tuccis THE IMPOSTORS („The Impostors“, 1998 ), ABSOLUTION („Absolution“, 1978 ) mit Richard Burton, WATER („Wasser – Der Film“, 1985) mit Michael Caine, THE BIG MAN („Big Man“, 1989) mit Liam Neeson, MUPPET TREASURE ISLAND („Muppets – Die Schatzinsel“, 1996), GABRIEL AND ME (2001) und THE MAN WHO SUED GOD („Der Mann, der Gott verklagte“, 2001). Des Weiteren übernahm er Hauptrollen in den vielbeachteten BBC-Produktionen „Down Among the Big Bad Boys“ und The Life And Crimes Of Deacon Brodie“. Seine Stimme kann man in den englischen Originalfassungen der Animationsfilme POCAHONTAS („Pocahontas“, 1995) und OPEN SEASON („Jagdfieber“, 2006) hören.
Vielleicht am bekanntesten ist Connolly durch die Fernsehserie „Head of the Class“, die später zu seiner eigenen Serie „Billy“ wurde. Zu seinen weiteren Arbeiten fürs Fernsehen zählen Auftritte in der Sitcom „Pearl“ mit Rhea Pearlman und Malcolm MacDowell, Comedy-Specials für HBO und BBC, „Billy Connolly’s World Tour of Scotland“, eine sechsteilige Serie, die seine Tour durch sein geliebtes Heimatland dokumentiert, und „The Bigger Picture“, eine Serie über schottische Kunst. Connolly hat auch schon mehrere Home Videos veröffentlicht, darunter „25 BC“, „Billy And Albert“, „An Audience With Billy Connolly“, „Billy Connolly Live“ und „Live ´94“.
Seine Vielseitigkeit stellte Connolly außerdem in der BBC-Produktion „Androcles and the Lion“, in einer Inszenierung der Schottischen Oper von „Die Fledermaus“ sowie in seinem eigenen Stück „The Red Runner“, das auf dem Edinburgh Festival vor ausverkauften Häusern gegeben wurde, unter Beweis.
Connolly begann seine Karriere als Musiker. So tourte er mit Gerry Rafferty und der Folkband The Humblebums. Seine witzigen Einführungen kamen beim Publikum besonders gut an und schließlich gab er 1971 sein erstes Solo-Konzert. Dies führte zur The Great Northern Welly Boot Show, einer Mischung aus Musik und Talk, mit dem er sein Talent als Entertainer manifestierte. In der Folge veröffentlichte er ein Doppel-Album und die Nummer-Eins-Single „D.I.V.O.R.C.E.“. Seit dieser Zeit hat Connolly mehrere Hit-Comedy-Platten und diverse Komik-Bücher veröffentlicht.
Alvin „Xzibit” Joiner (Agent Mosley Drummy)
Alvin „Xzibit“ Joiner stammt aus Detroit und zog bereits als Teenager erst nach New Mexico und dann nach Los Angeles. Mit der Veröffentlichung seines Albums „At the Speed of Life“ machte er sich schon in jungen Jahren einen Namen in der Rap-Szene. Aus dem Album gingen die Klassiker „Paparazzi“ und „Foundation“ hervor. Der Nachfolger „40 Dayz and Nightz“ zog das revolutionäre Video für „What U C is what U Get“ nach sich. Sein drittes Album „Restless“ schaffte Platin, nicht zuletzt dank der erfolgreichen Zusammenarbeit von Xzibit/Snoop Dogg bei „B Please“ und dem Hit „X“. Auch in der Folge schrieb Xzibit weiter Rap-Geschichte, sei es durch seine zahlreichen Tourneen mit Eminem, Dr. Dre, Snoop Dogg. Linkin Park und vielen anderen, oder durch die beiden Gold-Alben „Man Vs. Machine“ und „Weapons of Mass Destruction“ von 2004 sowie das 2006 erschienene „Full Circle“.
Sein Raptalent durfte Xzibit auch schon auf der Leinwand unter Beweis stellen, nämlich an der Seite seines Kollegen und Freundes Eminem in Curtis Hansons 8 MILE („8 Mile“, 2002). Sein schauspielerisches Talent blieb auch MTV nicht verborgen. Der Sender gab X 2003 die Gelegenheit, ein neues Kapitel in seiner beruflichen Laufbahn zu öffnen. Der weltweite Erfolg seiner populären MTV-Show „Pimp My Ride“ hat den Bekanntheitsgrad von Xzibit um ein Vielfaches gesteigert, nicht zuletzt weil er seinen Charme und seine Ausstrahlung durch die Moderationstätigkeit voll zur Geltung bringen konnte. „Pimp My Ride“, von dem bereits die vierte Staffel läuft, ist eine Reality Show, bei der die schrottreifen Autos von jungen Leuten in Traumwagen umgebaut werden. Die Show wird inzwischen in mehr als 40 Ländern gezeigt, und der Markt wächst weiter.
Nach einer Gastrolle in „CSI: Miami“ spielte X an der Seite von Ice Cube und Samuel L. Jackson in Lee Tamahoris XXX: STATE OF THE UNION („xXx 2 – The Next Level“, 2005) den Waffenspezialisten Zeke. In der Folge sah man ihn als Dexter neben Jennifer Aniston und Clive Owen in Mikael Hafströms DERAILED („Entgleist“, 2005). 2006 erhielt er seine erste größere Kinorolle als Malcolm Moore neben The Rock in Phil Joanous GRIDIRON GANG („Spiel auf Bewährung“). Darüber hinaus arbeite Xzibit auch schon als Synchronsprecher. So lieh er Chief Grizzly in dem Animationsfilm HOODWINKED („Die Rotkäppchen-Verschwörung“, 2005) seine Stimme.
DER STAB
Chris Carter (Regie/Drehbuch/Produktion)
Chris Carter wurde vom Time Magazine als „Televisionär“ bezeichnet sowie als „Prophet, der eine Idee über Außerirdische und die Suche nach der Wahrheit entwickelt und daraus nicht weniger als ein kulturelles Phänomen kreiert hat, das weltweit Millionen treu ergebener Fans hinter sich weiß.“
Von der Serie AKTE X, die in 60 Ländern zu sehen war und im Mittelpunkt von zahllosen Websites stand, wurden bemerkenswerte neun Staffeln für Fox produziert. In dieser Zeit erhielt sie einen Emmy und drei Golden Globes in der Kategorie Best Television Drama, den Peabody Award für Excellence in Broadcasting und 52 Emmy-Nominierungen. Die Bedeutung der von Carter erfundenen Serie war so immens, dass Time ihn im Jahre 1997 in die Liste der „25 einflussreichsten Persönlichkeiten Amerikas“ aufnahm.
Als Autor wurde Carter für einen Emmy und einen Writers Guild Award nominiert, als Regisseur erhielt er eine Emmy- sowie drei Directors Guild-Nominierungen. Unter dem Banner seiner eigenen Produktionsfirma Ten Thirteen war er Erfinder und Ausführender Produzent der Fox-Serien „Harsh Realm“, „Millennium“ und „The Lone Gunmen“ – sie alle setzten die Erforschung des Mysteriösen und unseren Ängsten fort, die einst mit AKTE X begonnen hatte.
Im Sommer 1998 wurde THE X FILES: FIGHT THE FUTURE („Akte X – Der Film“), der erste Spielfilm, der auf der Serie basierte, von Twentieth Century Fox in die Kinos gebracht und spielte in der Folge mehr als 185 Millionen Dollar weltweit ein. Carter schrieb am Drehbuch mit und war Produzent dieses Films.
Carter, geboren und aufgewachsen in Bellflower, einem Vorort von Los Angeles, machte im Jahre 1979 seinen Abschluss als Journalist an der Long Beach State University. Als passionierter Surfer, der er bis zum heutigen Tage geblieben ist, begann Carter gleich nach dem College für das Magazin Surfing zu schreiben. Die nächsten fünf Jahre reiste er sowohl als freier Journalist wie auch als Mitherausgeber des Magazins um den Globus, um über die Welt des Surfsports zu berichten.
Im Jahr 1985 startete Carter seine Laufbahn als Autor für die Walt Disney Studios. 1992 landete er einen Deal bei Twentieth Century Fox Television und fing an, seine eigenen Projekte zu entwickeln.
Chris Carter lebt mit seiner Frau Dori in Malibu und Montecito.
Frank Spotnitz (Drehbuch/Produktion)
Frank Spotnitz ist als preisgekrönter Autor und Produzent für seine Arbeit an der AKTE X -Fernsehserie bekannt. An acht der neun Staffeln war er beteiligt, vier Jahre war er Ausführender Produzent und drei Jahre stand er Chris Carters Firma Ten Thirteen Productions als Präsident vor. Er führte bei zwei Episoden Regie und fungierte bei mehr als 40 Folgen als Autor bzw. Co-Autor, darunter bei der Emmy-nominierten „Memento Mori“ (gemeinsam mit Carter, Vince Gilligan und John Shiban) aus dem Jahre 1997.
Nach der letzte Staffel von AKTE X im Jahr 2002 diente Spotnitz gemeinsam mit Michael Mann als Ausführender Produzent bei der von der Kritik viel beachteten Krimi-Serie „Robbery Homicide Division“.
Im Jahre 2005 variierte Spotnitz für ABC Television das klassische „Night Stalker“ Franchise mit Stuart Townsend und Gabrielle Union in den Hauptrollen. Und zuletzt war er ausführender Produzent von „Samurai Girl“, einer Serie für ABC Family, die im August 2008 auf Sendung gehen wird.
Als Spotnitz 1994 als Autor zum AKTE X -Team stieß, war er nicht nur mit der Entwicklung der eigenständigen Episoden der Serie beschäftigt, er war auch in die ausgeklügelte „Mythologie“, die sich mit Verschwörungstheorien und Außerirdischen auseinandersetzt, involviert.
Zu den weiteren Preisen, die Spotnitz für seine Arbeit an AKTE X entgegen nahm, gehören drei Golden Globes für Best Dramatic Series, ein Peabody Award und drei Emmy-Nominierungen in der Kategorie Outstanding Drama Series.
Bei dem Kinofilm THE X FILES: FIGHT THE FUTURE („Akte X – Der Film“, 1998 ) fungierte er als Koproduzent und Koautor der Story. Darüber hinaus war er koausführender Produzent von „Millennium“ (1997-1999) und Ausführender Produzent der Ten Thirteen Serien „Harsh Realm“ (2000) und „The Lone Gunmen“ (2001). Zudem hat Spotnitz eine Dokumentation über den in Los Angeles lebenden und wirkenden Schriftsteller John Fante realisiert.
Spotnitz begann seine berufliche Karriere als Autor für verschiedene Zeitungen und Magazine, unter anderem arbeitete er für United Press International, Associated Press und Entertainment Weekly.
Spotnitz, der in Japan geboren wurde, studierte an der UCLA englische Literatur und machte anschließend am American Film Institute sein Diplom als Drehbuchautor.
Brent O´Connor (Ausführende Produktion)
Brent O´Connor arbeitete bei folgenden Filmen als Ausführender Produzent: Bei BULLETPROOF MONK („Bulletproof Monk – Der kugelsichere Mönch“, 2003) mit Chow Yun-Fat und Seann William Scott, dem Familienabenteuer DOO 2: MONSTERS UNLEASHED („Scooby-Doo 2: Die Monster sind los“, 2004), bei WE ARE MARSHALL („Sie waren Helden“, 2006), dem Thriller FIREWALL („Firewall“, 2006) mit Harrison Ford und bei dem Action-Thriller ELEKTRA („Elektra“, 2006) mit Jennifer Garner. Bei : THE WIDOWMAKER („K-19 Showdown in der Tiefe“, 2002) mit Harrison Ford und Liam Neeson war er Koproduzent.
Am Anfang seiner Karriere arbeitete O´Connor als IATSE-Agent. Die Funktion des Produktionsleiters übernahm er bei folgenden Filmen: dem Schwarzenegger-Thriller THE 6TH DAY („The 6th Day“, 2000), der Komödie RAT RACE („Rat Race – Der nackte Wahnsinn“, 2001) mit Cuba Gooding, jr., Whoopi Goldberg, John Cleese und Rowan Atkinson, dem Oscar-Gewinner GOOD WILL HUNTING („Good Will Hunting“, 1997) mit Robin Williams, Ben Affleck und Matt Damon, bei SEVEN YEARS IN TIBET („Sieben Jahre in Tibet“, 1997) mit Brad Pitt, EYE SEE YOU („D-Tox: Im Auge der Angst“, 2000), JUMANJI („Jumanji“, 1995), DEEP RISING („Octalus – Der Tod aus der Tiefe“, 1997), DISTURBING BEHAVIOUR („Dich kriegen wir auch noch!“, 1998 ) und bei ANDRE („Andre“, 1994).
Bill Roe (Kamera)
Als die Produktion von Vancouver nach Los Angeles verlagert wurde, arbeitete Bill Roe nach THE X FILES: FIGHT THE FUTURE („Akte X – Der Film“, 1998 ) und der AKTE X-Fernsehserie, erneut mit Chris Carter zusamm
Roe wuchs im wahrsten Sinne des Wortes in der Filmindustrie auf. Sein Vater Jack Roe war Regieassistent und später Aufnahmeleiter, der oft an Independent-Filmen des legendären Produzenten und Regisseurs Herbert Ross beteiligt war. Während seiner Kindheit war Roe regelmäßiger Gast an den Drehorten seines Vaters. Dazu gehört auch ein längerer Aufenthalt in Deutschland, als dort WILLY WONKA AND THE CHOCOLATE FACTORY („Charlie und die Schokoladenfabrik“, 1971) gedreht wurde. Roe steckte am liebsten mit den Kamerabühnenleuten zusammen. Aber sein Vater sagte ihm, dass er diesen Karriereweg vergessen sollte. Wenn er wirklich in der Filmindustrie anfangen wolle, dann als Kameramann.
In der Folge arbeitete sich Roe durch die komplette Hierarchie des Kamera-Crew-Systems nach oben, 1978 begann er als Filmlader von Owen Roizman bei SGT. PEPPER´S LONELY HEART CLUB BAND. Erstmals als zweiter Kameraassistent fungierte er unter Victor Kemper bei MR. MOM („Mr. Mom“, 1983). Der verhalf ihm später zu einem Job als erster Assistent (PEE-WEE´S BIG ADVENTURE, „Pee-Wee’s Big Adventure“, 1985) und schließlich als Operator. Darüber hinaus arbeitete er mit Kamera-Crews, die von so renommierten Kameramännern geleitet wurden wie Bill Fraker, Laszlo Kovacs, Bill Butler, Michael Chapman, Adam Greenberg, Michael Watkins und dem Werbespot-Pionier Joe Pytka. Roe behauptet, dass jeder Kameramann, für den er gearbeitet hat, ihn auf bestimmte Art und Weise auch beeinflusst habe.
Als Michael Watkins 1997 den Fernsehfilm „Detention: The Siege at Johnson High“ inszenierte, verhalf er Roe zu seinem ersten Job als Chefkameramann. Ein Jahr darauf, als Watkins die neue Serie „Brooklyn South“ produzierte und inszenierte, engagierte er Roe erneut. Im Jahr 1999 übernahm Roe den Posten des Chefkameramanns bei AKTE X. Insgesamt setzte er bei 85 Episoden der Serie das Licht und schaffte etwas noch nie Dagewesenes: Er wurde vier Mal hintereinander für den alljährlichen American Society of Cinematographers Achievement Award nominiert. 1999 gewann er ihn für die Episode „Drive“, 2000 konnte er diesen Erfolg mit „Agua Mala“ wiederholen. 2001 wurde er für „Patience“ nominiert, 2002 folgte für „This is Not Happening“ eine weitere Nominierung. Für seine Arbeit an AKTE X wurde Roe außerdem 1999 und 2001 für den Emmy nominiert.
Mark Freeborn (Produktionsdesign)
Mark Freeborn arbeitete bereits mehrfach mit Chris Carter zusammen, und zwar bei der ersten Staffel von „The Lone Gunmen“, drei Staffeln von „Millennium“ und einer Staffel von „Harsh Realm“, allesamt für Fox Television. Er studierte Bildende Kunst an der Queens University und Architektur am Algonquin College in Ottawa. Seit den frühen siebziger Jahren ist er bereits im Design-Business tätig.
Zu seinen Arbeiten fürs Kino gehören folgende Filme: TRICK ´R TREAT (2008 ), GOOD LUCK CHUCK („Der Glücksbringer“, 2007), BLACK CHRISTMAS („Black Christmas“, 2006), FINAL DESTINATION 3 („Final Destination 3“, 2005), WILLARD („Willard“, 2003), SEE SPOT RUN („Spot“, 2001), SCREWED („Dumm gelaufen – Kidnapping für Anfänger“, 2000), COUSINS („Seitensprünge“, 1989), IMMEDIATE FAMILY („Second Hand Family“, 1989), BINGO („Bingo – Kuck Mal Wer Da Bellt“, 1991), LOVE FIELD („Love Field“, 1992), FAR FROM HOME. THE ADVENTURES OF YELLOW DOG („Gefährliche Wildnis“, 1995), PITTSBURGH (2006) und DIGGER (1993), für den er eine Genie-Nominierung erhielt.
Bei folgenden Fernsehfilmen besorgte Freeborn das Produktionsdesign: „In Cold Blood“, „A Child Is Missing“, „Dying To Remember“, „Shadow of a Stranger“, „Sexual Advances“, „Still Not Quite Human“, „Anything To Survive“, „The Lady Forgets“ und die Pilotfilme „Dark Angel“, „Tarzan“, „Missing Persons“ und „Big Girls Don´t Cry“. Darüber hinaus stattet er diese Serien aus: „Bionic Woman“, „Reunion“, „Tru Calling“, „The Marshall“ und „Wolf Lake“.
Sein Kurzfilm A FEELING CALLED GLORY gewann im Jahre 2000 den Leo Award für das Beste Produktionsdesign.
Richard A. Harris (Schnitt)
Richard A. Harris ist ein preisgekrönter Cutter, dessen Karriere mittlerweile schon vier Jahrzehnte umspannt und nahezu jedes Genre umfasst, von der Politsatire und Sozial-Reportage bis hin zu Komödie, Drama, Action-Abenteuer und Science Fiction.
Für seine Arbeit an James Camerons Blockbuster TITANIC („Titanic“, 1997) wurde Harris mit dem Oscar, dem American Cinema Editors Award und dem Golden Satellite Award ausgezeichnet. Zudem erhielt er eine BAFTA-Nominierung. Für TERMINATOR 2: JUDGMENT DAY („Terminator 2 – Tag der Abrechnung“, 1991) wurde er sowohl für den Oscar als auch für den American Cinema Editors Award nominiert. Darüber hinaus bekam er 1995 für den Fernsehfilm „Indictment: The McMartin Trial“ einen Eddie Award sowie einen Emmy in der Kategorie Outstanding Individual Achievement in Editing for a Mini-series or Special. Eine Eddie-Nominierung gab es außerdem 1994 für den Kinofilm TRUE LIES („True Lies“).
Zu seinen weiteren Arbeiten fürs Kino gehören; DOWNHILL RACER („Schußfahrt“, 1969) und THE CANDIDATE („Bill McKay – Der Kandidat“, 1972), THE BODYGUARD („Bodyguard“, 1992), THE BAD NEWS BEARS („Die Bären sind los“, 1975), SMILE („Lauter nette Mädchen“, 1974), FLETCH („Fletch – der Troublemaker“, 1984) und L.A. STORY („Los Angeles, Ich liebe Dich“, 1990).
Richard A. Harris hat auch schon mehrere Aufklärungsfilme für Studenten über die Gefahren des Rauchens und den Missbrauch von Drogen für die Conrad Hilton Foundation gedreht. Zudem diente er als Berater von Dokumentationen der Rock-Musiker David Crosby und Rob Thomas, war Gastredner an diversen US-Colleges und saß in der Jury von verschiedenen Filmfestivals, darunter Taos, Reno und Santa Barbara.
In seiner Freizeit kümmert er sich um seinen Weinberg, der schon preisgekrönte Weine hervorgebracht hat.
Mark Snow (Musik)
Mark Snow komponierte die Musik für mehr als 100 Spielfilme, TV-Serien und Fernsehfilme. Er erhielt mehr als ein Dutzend Emmys und ASCAP Awards. Snow ist der einzige amerikanische Komponist, der für einen César, den wichtigsten französischen Filmpreis, nominiert wurde. Und zwar für seinen Soundtrack zu COEURS („Herzen“, 2006), den Frankreichs Altmeister Alain Resnais inszenierte. Im letzten Jahr wurde ihm als erstem Komponisten der prestigeträchtige Golden Note Award der ASCAP zuteil, mit dem man Künstler ehrt, die einen besonderen Einfluss auf die Musikkultur ausüben. Zu früheren Preisträgern des Golden Note Awards zählen unter anderem Elton John, Sean Combs und Stevie Wonder.
Abgesehen von seiner unglaublich umfangreichen Arbeit ist es vor allem Snows unvergessliches Titelthema von AKTE X, das als weltweites Phänomen in Erinnerung bleibt.
Zu seinen weiteren Soundtracks für Film und Fernsehen zählen jene zu „Starsky & Hutch“, DISTURBING BEHAVIOR („Dich kriegen wir auch noch!“, 1998 ), „Smallville“ und „Ghost Whisperer“. Permanent stellt er seine Fähigkeit unter Beweis, Genre-übergreifend zu arbeiten und dabei gleichzeitig die gesamte Bandbreite von Orchester- bis zu elektronischer Musik zu nutzen.
Der in Brooklyn geborene Mark Snow begann mit zehn Jahren, Klavierunterricht zu nehmen. Später studierte er zunächst an Manhattans High School of Music and Art und wechselte dann nach Juilliard, wo einige prominente Musiker, darunter auch der Komponist Earle E. Hagen (er komponierte das Titelthema zur „The Andy Griffith Show“), seine Lehrmeister waren. Dort lernte er auch seinen Schulkameraden Michael Kamen kennen, mit dem er das New York Rock and Roll Ensemble gründete. Die Mischung aus Rock und klassischer Musik machte Atlantic Records auf die Band aufmerksam. Es folgten ein Vertrag, fünf Alben und eine höchst erfolgreiche Tournee durch die USA.
Nach dem Ende der Band versuchte sich Snow kurzzeitig als Plattenproduzent. Als er jedoch den Soundtrack zu PLANET OF THE APES („Der Planet der Affen“, 1968 ) hörte, wusste Snow, dass er von nun an nur noch Musik für Film und Fernsehen komponieren will. Snow zog mit seiner Frau Glynn nach Los Angeles, und nur sechs Monate später hatte er seinen ersten Job. Er komponierte die Musik für eine Episode von Aaron Spellings Serie „The Rookies“, was seine Film- und Fernsehkarriere sehr beförderte.
Snows Name steht für einige der populärsten Musik-Themen der TV-Geschichte. Dazu gehören „Starsky and Hutch“, „Hart to Hart“, „Dynasty“, „Cagney and Lacey“, „T.J. Hooker“ und selbstverständlich AKTE X. Für den Soundtrack zu dem Fernsehfilm „Something About Amelia“ erhielt er seine erste Emmy-Nominierung. Eine weitere Emmy-Nominierung teilt er sich mit seiner Frau für ihre gemeinsame Arbeit an „The Lost Capone“.
Im Jahre 1993 feierte AKTE X auf Fox Premiere. Ein Jahr später gab es bereits die ersten beiden Emmy-Nominierungen – in den Kategorien Outstanding Main Title Design und Outstanding Main Title Theme. Snow konnte zwar nicht gewinnen, aber sein Thema zu AKTE X wurde zum internationalen Phänomen. Snow mag zwar für seine elektronische Arbeit bei AKTE X und „Millennium“ berühmt geworden sein, aber auch seine Orchesterkompositionen werden immer wieder von der Kritik hoch gelobt. Dazu zählen die Scores zu „Oldest Living Confederate Widow Tells All“, „Children of the Dust“ und „20.000 Leagues Under the Sea“.
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