Nevermore
Wer sich den ganzen geschichtlichen Abwasch nicht antun will, kann gleich zum letzten, gekennzeichneten Abschnitt springen.
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Hintergrund: 1983 entdecken Mitarbeiter der amerikanischen Spielzeugfirma Hasbro auf einer japanischen Spielzeugmesse Figuren aus den Reihen "New Microman: MicroChange" und "Diaclone" von der Firma Takara. Dabei handelt es sich um Autos, Flugzeuge (Diaclone), Waffen, Cassettenspieler und andere Alltagsgegenstände (MicroChange), die sich in Roboter verwandeln lassen. Das Konzept ist in Japan nicht neu, auch die Konkurrenz ist groß (etwa MachineRobo von Bandai, in den USA und Europa von Tonka als "GoBots" veröffentlicht). In Japan laufen die Figuren daher nur mit mäßigem Erfolg.
Hasbro erkennt jedoch das Potential und sichert sich die Rechte für einen Vertrieb der Figuren in den USA. Die New Yorker Werbeagentur Griffin Bacal hat die Idee, die Figuren aus beiden Reihen zusammenzulegen, die "Piloten" der Fahrzeuge zu entfernen und der neuen Reihe den Namen "The Transformers" zu geben. Die Figuren werden in "Autobots" (gut) und "Decepticons" (böse) unterteilt. Anschließend wendet sich Hasbro an den Comicverlag Marvel, der bereits einige Jahre zuvor der Hasbro-Spielzeugserie "G.I. Joe" zu einer Frischzellenkur ("G.I. Joe: A Real American Hero", inklusive Zeichentrick- und Comicserie) verholfen hat. Marvel macht sich nun daran, auch zu den Transformers eine Hintergrundgeschichte auszuarbeiten sowie eine Comic- und eine Zeichentricksere (letztere wieder zusammen mit Sunbow) zu Werbezwecken zu produzieren.
Spielzeug- und Comicserie kommen im Mai 1984 in den Handel, die Zeichentrickserie startet im September im Fernsehen. Aufgrund des großen Erfolges in den USA stellt Takara in Japan "Diaclone" und "Microman" ein, erwirbt von Hasbro umgekehrt die Lizenz für den Namen "Transformers", läßt die Zeichentrickserie ins Japanische synchronisieren und bringt ab 1985 ebenfalls die Spielzegfiguren als "Transformers" heraus.
Hasbro plant derweil schon einen Kinofilm, "The Transformers: The Movie", der 1986 ins Kino kommen soll. Die neuen Spielzeugfiguren zum Film werden erstmals zuerst als Zeichentrickfiguren entworfen und anschließend als Spielzeugfiguren umgesetzt - mit eher bescheidenen Ergebnissen. Im Anschluß überläßt Hasbro die Entwicklung neuer Transformers-Spielzeuge erst mal wieder Takara. Auch der Kinofilm entwickelt sich zu einem gewaltigen Flop an den Kinokassen und wird erst Jahre später auf Video und DVD nachträglich zum Erfolg.
Die Zeichentrickserie endet 1987 nach vier Staffeln (der Film spielt zwischen der zweiten und dritten Staffel; die vierte Staffel umfaßt nur drei Folgen), die Marvel-Comicserie (die inhaltlich unabhängig von der Zeichentrickserie ist) wird dagegen erst 1990 nach 80 Heften und diversen Miniserien eingestellt (außerdem gab es in Großbritannien eine Comicserie von Marvel UK, die wöchentlich erschien und es auf 332 Hefte plus diverse "Annuals" brachte). 1990 entdete auch die Spielzeugserie.
In Japan produzierte Takara derweil nach Ende der US-Zeichentrickserie eigene neue Serien wie "Headmasters", "Masterforce", "Victory" oder "Zone" (von letzterer wurde nur eine Folge produziert, die als OAV erschien), und auch die Takara-Spielzeugfiguren unterschieden sich im Laufe der Jahre immer mehr von denen, die Hasbro veröffentlichte. Die Takara-Spielzeugserien liefen auch 1991 und 1992 noch weiter, und auch hier in Europa (mehr zur Situation in Deutschland später) gab es trotz der Einstellung der Serie in den USA noch neue Figuren, die speziell für den europäischen Markt produziert wurden.
1993 wagte Hasbro dann auch in den USA einen Neuanfang namens "Transformers: Generation 2". Die Spielzeugserie stellte eine Mischung aus Neuauflagen älterer Figuren (in schreiend grellbunten Farben) und neuen Figuren (auch in schreiend grellbunten Farben) dar. Die "Generation 2"-Zeichentrickserie war genaugenommen Etikettenschwindel, da es sich dabei lediglich um Folgen aus der Originalserie handelte, die mit billigen Comupter- und Soundeffekten aufgemotzt wurden. Dafür erschien bei Marvel eine Comicserie, die eine Fortsetzung der Originalserie darstellte und, für Marvel-Comics aus den frühen 1990er Jahren nicht ungewöhnlich, sehr düster und brutal war. Nach zwölf Heften war jedoch auch hier schon wieder Schluß, und die Spielzeugserie endete 1995.
Danach überließ Hasbro das Schicksal der Transformers der einige Zeit zuvor aufgekauften Tochterfirma Kenner. Dort beschloß man einen kompletten Richtungswechsel: "Beast Wars" sollte die neue Serie heißen, und statt in Autos und Flugzeuge sollten sich die Roboter nunmehr in Tiere verwandeln. Die Spielzeugfiguren wurden fortan gemeinsam von Kenner und Takara entwickelt. Das kanadische Animationsstudio Mainframe entwickelte eine computeranimierte Serie, die sich - genau wie die Spielzeugserie - zu einem Überraschungserfolg entwickelte, nicht zuletzt durch gute Interaktion zwischen den Autoren der Serie und der damals noch jungen Internet-Fanszene und damit verbundenen häufigen Bezügen der "Beast Wars"-Serie auf die Originalserie. Aufgrund des großen Erfolges übernahm Hasbro bald selbst wieder die Kontrolle über die Transformers. Beast Wars überdauerte bis 1999 drei Staffeln, außerdem ließ Takara in Japan neben einer synchronisierten Fassung der US-Serie auch wieder eigene Zeichentrickserien, "Beast Wars II" und "Beast Wars Neo", entwickeln, zu denen wieder eigene Spielzeugfiguren erschienen.
Nach Ende der "Beast Wars" ging es in den USA weiter mit "Beast Machines" (Spielzeug- und computeranimierte Fernsehserie), die jedoch nicht so gut ankam wie die "Beast Wars". In Japan hatte Takara derweil eine eigene neue Spielzeug- und Zeichentrickserie namens "Car Robots" herausgebracht, die daraufhin von Hasbro unter dem Namen "Robots in Disguise" in die USA importiert wurde.
Danach entwickelten Hasbro und Takara gemeinsam drei neue Serien, "Micron Densetsu" alias "Transformers: Armada", "Superlink" alias "Transformers: Energon" und "Galaxy Force" alias "Transformers: Cybertron". In den USA waren die Serien weitaus erfolgreicher als in Japan, insbesondere "Armada" war in den USA die erfolgreichste "Transformers"-Serie seit "Beast Wars", während "Galaxy Force" in Japan ein Rohrkrepierer war.
Parallel dazu gab es auch eher an Fans und ältere Sammler gerichtete Spielzeugserien wie "Alternators"/"Binaltech" (Charaktere aus der Originalserie, die sich in lizenzierte Automodelle verwandeln lassen), "Universe" (Zweitverwertung von Figuren aus älteren Serien in kunterbunten neuen Farben) sowie Neuauflagen von Originalfiguren aus den Jahren 1984-1986.
Ferner veröffentlichte der kanadische Comicverlag Dreamwave Productions ab 2002 neue Transformers-Comics. Neben Begleitserien zu "Armada" und "Energon" gab es auch neue Comics zur "Generation 1" mit den Charakteren aus der Originalserie, wobei die Geschichten inhaltlich unabhängig waren von der Original-Zeichentrickserie sowie von den Marvel-Comics. Aufgrund der Geschäftspraktiken von Dreamwave-Eigentümer Pat Lee meldete der Verlag jedoch Anfang 2005 Bankrott an und hinterließ viele unbezahlte Mitarbeiter. Seit 2006 erscheinen neue Transformers-Comics im Verlag IDW Publishing. Der Schwerpunkt liegt auch hier wieder auf den Charakteren aus der Originalserie (abermals inhaltlich unabhängig von früheren Geschichten), ferner gab und gibt es einige "Beast Wars"-Comics sowie diverse Comics zum Transformers-Kinofilm von 2007.
Seit 1994 gibt es diverse Transformers-Fan-Conventions. Die bekannteste darunter ist die BotCon. Ursprünglich wurde sie von den Brüdern Jon und Karl Hartman ins Leben gerufen. In den Folgejahren wurde die BotCon von unterschiedlichen Leuten veranstaltet, bis Jon und Karl die Firma "3H Enterprises" gründeten, um damit die BotCon zu finanzieren. Von Anfang an stellte Hasbro den Veranstaltern der BotCon Exklusivfiguren zur Verfügung, die auf der jeweiligen Convention erhältlich waren. Nach der Jahrtausendwende wurde die BotCon zunehmend professioneller und offizieller. Doch Glen Hallit, den Jon und Karl als drittes der "3H" an Bord geholt hatten, warf die Brüder schließlich aus der Firma und organisierte die mittlerweile wirklich von Hasbro lizenzierte offizielle Convention fortan im Alleingang. Dafür namen Jon und Karl jedoch den Namen "BotCon" mit und organisierten 2004 eine inoffizielle BotCon als Konkurrenzprogramm, während Glen Hallit 2003 und 2004 die "Official Transformers Collectors' Convention" abhielt. Aufgrund zahlreicher Mißstände entzog Hasbro Hallit jedoch schon 2004 wieder die Lizenz. Diese ging im Anschluß an die von Brian Savage geleitete Firma Fun Publications, die bereits die offizielle "G.I. Joe"-Convention sowie einen Sammlerclub zur selben Serie organisierte. Fun Publications ist nun seit 2005 Veranstalter der BotCon (die Hartmans haben den Namen zur Verfügung gestellt, Karl ist bis heute als Berater beteiligt), und auch einen "Official Transformers Collectors' Club" gibt es, mit Exklusivfiguren, einem Clubmagazin mit Exklusivcomic sowie Eintrittsermäßigung auf der BotCon (oder sollte es "Aufpreis für Nichtmitglieder" heißen?).
Zur Jahreswende 2006/2007 brachte Hasbro eine kurzlebige Spielzeugserie namens "Classics" heraus, deren Schwerpunkt auf modernisierten Versionen der Charaktere aus der Originalserie lag. Die Serie war als Lückenfüller nach dem Ende von "Cybertron" gedacht, wird jedoch seit Mitte 2008 in Form der neuen Serie "Transformers: Universe" (nicht zu verwechseln mit der vorigen Serie dieses Namens) fortgesetzt. In Japan veröffentlich Takara Figuren aus beiden Serien unter dem Namen "Henkei! Henkei!"
2003 wurde ein Transformers-Kinofilm beschlossen, der primär auf der Originalserie basieren sollte. Ursprünglich für 2006 angekündigt, kam der Film erst ein Jahr später ins Kino. Regie führte Michael Bay, die Ähnlichkeiten vieler Charaktere zu ihren Gegenstücken aus der Originalserie (sofern überhaupt vorhanden) hielt sich in Grenzen. Dennoch war der Film ein großer Erfolg, nicht zuletzt auch für Hasbro.
Die aktuelle Transformers-Spielzeug- und Zeichentrickserie trägt den Titel "Transformers: Animated". 2009 soll außerdem eine Fortsetzung des Kinofilms von Michael Bay erscheinen, der Titel lautet "Transformers: Revenge of the Fallen".
So... und jetzt zur Situation in Deutschland.
Die Spielzeugfiguren wurden hier ab 1985 von der neu übernommenen Hasbro-Tochter Milton Bradley (wie in "MB Spiele") vertrieben, ab 1986 übernahm Hasbro dann selbst den Vertrieb. Es waren nicht alle Figuren, die es in den USA gab, auch in Deutschland erhältlich.
Die Zeichentrickserie lief 1985 auf dem britischen Sky Channel, der auch im deutschen Kabelnetz zu empfangen war, bevor der Programmplatz durch Eurosport ersetzt wurde. Eine synchronisierte deutsche Fassung lief dagegen erst ab 1989 auf RTL plus. Die Ausstrahlungsreihenfolge war... bizarr. RTL begann mit dem Ende der dritten Staffel, machte weiter mit der kurzen vierten Staffel, zeigte dann insgesamt sechs (!) Folgen aus den ersten beiden Staffeln und beschränkte sich im Anschluß auf die übrigen Folgen der dritten Staffel, die in willkürlicher Reihenfolge gezeigt wurden. Insgesamt zeigte RTL gerade mal 39 von 98 Folgen. Der Kinofilm "The Transformers: The Movie" lief hierzulande nie im Kino, sondern wurde erst 1994 unter dem Titel "Transformers - Der Kampf um Cybertron" auf RTL gezeigt - als "Pilotfilm" zur "Generation 2"-Serie, die im Anschluß mit komplett neuer Synchro (im Falle der Folgen, die RTL zuvor schon im Rahmen der Originalserie gezeigt hatte) auf RTL lief. Mittlerweile sind sowohl "Transformers: The Movie" als auch einige Folgen der Zeichentrickserie in deutscher Sprache auf DVD erhältlich, allerdings ist hier in beiden Fällen Vorsicht angebracht: Der Film hat im Vergleich zur RTL-Fassung eine komplett neue, hundsmiserable Synchronisation, während die Episodenboxen eine noch kleinere und willkürlichere Auswahl als die auf RTL ausgestrahlten Folgen darstellen und zu allem Überfluß auch noch auf eine englische Tonspur verzichtet wurde.
Die Marvel-Comicserie wurde in Deutschland vom Condor-Verlag, der schon für seine lieblosen Umsetzungen diverser Marvel-Superheldenserien berüchtigt ist, veröffentlicht. Zunächst erschien 1986 eine dreiteilige Miniserie mit dem Titel "Die Transformer", ab 1989 gab es dann parallel zur Zeichentrickserie eine fortlaufende Comicserie unter dem Titel "Transformers" bei Condor. Die Reihenfolge der Geschichten war auch hier chaotisch, zumal Condor irgendwann die US-Geschichten ins neue "Transformers Taschenbuch" verbannte und das "Transformers Magazin" statt dessen Geschichten aus den UK-Heften enthielt. Die Condor-Serie hielt sich 24 Hefte, vier Taschenbücher und drei Sonderhefte lang.
Die Spielzeugserie lief, wie schon gesagt, in Europa weiter, nachdem Hasbro die Serie in den USA eingestellt hatte. Das hatte jedoch zur Folge, daß die Charaktere, die ab 1989 in der auf RTL ausgestrahlten Zeichentrickserie und den bei Condor veröffentlichten Comics damals eigentlich überhaupt nicht als Spielzeuge erhältlich waren. Über zwielichtige Kanäle gelangten jedoch ab Ende 1989 Figuren, die urprünglich von der mexikanischen Firma Plasticos IGA unter Lizenz von Hasbro für den mexikanischen Markt produziert worden waren und sich dort nicht verkauft hatten, auf den europäischen Markt, wo sie mit den offiziellen Hasbro-Veröffentlichungen konkurrierten. Ab 1990 veröffentlichte Hasbro dann exklusiv in Europa unter dem Namen "Classics" Neuauflagen der Originalfiguren aus den Jahren 1984-1987.
Ihren Höhepunkt hatte die Popularität der Transformers in Deutschland zu Beginn der 1990er Jahre. Die "Generation 2"-Neuauflage, die auch in Europa erschien, war dagegen nicht mehr so erfolgreich. Auch die "Beast Wars", die in den USA der Beginn einer neuen Erfolgswelle waren, waren hierzulande eher ein Flop. Von der Zeichentrickserie strahlte RTL 2 nur die erste von drei Staffeln aus.
Die "Beast Machines"-Fernsehserie lief irgendwann mal auf Premiere und ist mittlerweile auch auf DVD erhältlich. Die Spielzeugfiguren liefen in Deutschland unter "ferner liefen". Auch die "Robots in Disguise"-Spielzeugserie wurde von Hasbro Deutschland eher stiefmütterlich behandelt, die Zeichentrickserie gab es hierzulande überhaupt nicht zu sehen.
"Transformers: Armada" stellte den ersten, halbherzigen Versuch eines Neustarts in Deutschland dar. Der abenteuerliche Vertrieb der Spielzeugfiguren (zigmal dieselbe Figur im Regal, dafür sucht man alle anderen Figuren vergeblich) und die ablehnende Haltung von RTL 2 (es wurden zur Jahreswende 2003/2004 innerhalb von fünf Wochen gerade mal 20 von 52 Folgen durchgerasselt) waren jedoch nicht gerade Erfolgsgaranten. Auch die Dreamwave-Comicserie, die der Dino-Verlag parallel zur Zeichentrickserie veröffentlichte, überdauerte gerade mal zwei Ausgaben.
Von "Energon" gab es in Deutschland wieder nur die Spielzeugserie (wobei die Zeichentrickserie auch kein großer Verlust ist). Anfang 2005 beschloß Hasbro, die Transformers in Deutschland vorübergehend einzustellen. Erst Ende 2006 ging es mit der "Cybertron"-Spielzeugserie weiter, begeleitet von der Zeichentrickserie auf Kabel 1, allerdings gab es auch hier wieder Vertriebsschwächen (Toys'R'Us begann mit Figuren vom Ende der Rehe, die zur selben Zeit gerade im übrigen Europa erhältlich waren, jedoch nicht in der Zeichentrickserie auftraten). Von der Zeichentrickserie zeigte Kabel 1 nur die ersten 26 von insgesamt 52 Folgen.
Der Kinofilm von Michael Bay kam in Deutschland mit einem Monat Verzögerung im August 2007 ins Kino. Die Verschiebung erfolgte so kurzfristig, daß die Hasbro-Spielzeugfiguren monatelang im Regal lagen. Hinzu kamen wieder die übrigen Vertriebsprobleme (zigmal dieselben zwei Figuren, alles andere nur in geringer Stückzahl ausgeliefert). Der Film war in Deutschland ein mäßiger Erfolg. Von den IDW-Comics zum Film erschienen nur die ersten 17 von 22 Seiten des ersten Prequel-Comics im Rahmen des "offiziellen Magazins zum Film" einer Firma namens "Comma Publishing". Eine zweite Ausgabe des Magazins erschien nie.
"Transformers: Animated" läuft seit etwa zwei Monaten auf RTL 2. Die Spielzeugserie soll angeblich seit wenigen Tagen im Handel sein, ich habe davon aber bisher nichts gesehen.
Angesichts dieser durchweg stiefmütterlichen Behandlung des Standorts Deutschland dürfte es nicht wirklich überraschen, wenn Wissen um die Inhalte der diversen Serien hierzulande eher spärlich verbreitet ist, oder?
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So. Jetzt zur Originalserie. Wie weiter oben schon angeführt, wurde diese als Werbung für die Spielzeugserien konzipiert. Die Hintergrundgeschichte wurde von Marvel Comics ausgearbeitet, die Produktion der Zeichentrickserie unterstand Marvel Productions und Sunbow Productions (gehört heute zur deutschen Firma TV Loonland).
Es gab insgesamt:
Pilotfilm (1984) - 3 Folgen, Animation: Toei (Japan)
Erste Staffel (1984-85) - 13 Folgen, Animation: Toei (Japan)
Zweite Staffel (1985-86) - 49 Folgen, Animation: Toei (Japan; 39 Folgen), AKOM (Korea, unbekannte Folgenzahl) und ein nicht namentlich bekanntes Studio aus den Philippinen
The Transformers: The Movie (Kinofilm, 1986) - Animation: Toei (Japan)
Dritte Staffel (1986-87) - 30 Folgen, Animation: Toei (Japan, 13 Folgen), Akom (Korea, vermutlich 16 Folgen), Tokyo Movie Shinsha (Japan, eine Folge)
Vierte Staffel (1987) - 3 Folgen, Animation: AKOM (Korea)
Außerdem gab es die Serie "Transformers. Generation 2" (1993-1995), die aus Episoden der Originalserie mit neuen, miesen Computer- und Soundeffekten bestand.
In Deutschland war zu sehen:
Erste Staffel auf Englisch - Sky Channel, 1985 (später im Kabelnetz durch Eurosport ersetzt)
Synchronisierte Serie auf RTL, 1989 bis 1992 - 39 Folgen in konfuser Reihenfolge (Beginn mit dem Finale der dritten Staffel, danach die drei Folgen der vierten Staffel, danach zwei Folgen der ersten Staffel, vier Folgen der zweiten Staffel sowie der Rest der dritten Staffel)
"The Transformers: The Movie" - lief nie im Kino, 1994 erstmals auf RTL ausgestrahlt, unter dem Titel "Transformers - Der Kampf um Cybertron"
"Generation 2"-Serie - 1994 auf RTL, mittendrin abgebrochen
Auf DVD:
In den USA, Großbritannien und Australien gibt es zahlreiche nett aufgemachte Staffelboxen. Zudem gibt es "The Transformers: The Movie" in schätzungsweise drei Millionen verschiedenen Fassungen auf DVD, remastered, Farbkorrekturen, "Ultimate Edition" usw. usf.
In Deutschland gibt es eine Zwei-DVD-Box und eine Drei-DVD-Box mit Episoden. Die Auswahl der Folgen ist noch willkürlicher als bei RTL, eine englische Tonspur sucht man vergebens. "The Transformers. The Movie" gibt es ebenfalls in zwei Fassungen auf DVD, wbei der einzige Unterschied das Cover ist (das zweite ist noch übler). Die Synchro ist anders (und viel schlechter) als bei RTL, dafür gibt es jedoch eine englische Tonspur.
Inhalt der Serie:
(Staffel 1-2) Auf dem Machinenplaneten Cybertron lebt ein Volk intelligenter, eigenständig agierender Roboter, die über die Fähigkeit verfügen, sich in Fahrzeuge und andere technische Geräte zu verwandeln. Seit Millionen von Jahren tobt auf Cybertron ein Bürgerkrieg: Die Decepticons unter der Führung von Megatron wollen das Universum erobern, während sich die Autobots, angeführt von Optimus Prime, dem Erhalt des Friedens und der Freiheit aller Wesen im Universum verschrieben haben. Auf einer Erkundungsmission im All wird ein Raumschiff der Autobots unter dem Kommando von Optimus Prime von Megatrons Decepticons geentert und stürzt auf der Erde ab. Vier Millionen Jahre verbringen die Roboter leblos im Inneren ihres Raumschiffs, bis ein Vulkanausbruch im Jahr 1984 den Computer des Schiffs wieder aktiviert. Dieser repariert die Transformers und gibt ihnen die Fähigkeit, sich nunmehr in irdische Formen (Autos, LKWs, Flugzeuge usw) zu verwandeln. Da der Computer jedoch beschädigt ist, kann er nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden und erweckt auch die Decepticons wieder zum Leben. Die Autobots freunden sich mit einigen Menschen an und versuchen, die Decepticons daran zu hindern, die Energievorräte der Erde zu plündern.
Inhalt (The Transformers: The Movie):
Es ist das Jahr 2005. Die Decepticons haben Cybertron erobert, während die Autobots auf der Erde eine Stadt, Autobot City, erbaut haben. Megatron und seine Decepticons erobern ein Shuttle der Autobots und greifen Autobot City an. Optimus Prime wird im Kampf mit Megatron verwundet und übergibt vor seinem Tod die "Matrix der Führerschaft" an seinen Nachfolger Ultra Magnus. Inzwischen setzt der hinterlistige Starscream den ebenfalls schwer verwundeten Megatron im All aus. Dort begegnet Megatron dem Planetenvernichter Unicron, der ihn in Galvatron verwandelt. Galvatron besiegt Ultra Magnus und nimmt ihm die Matrix ab. Inzwischen hat Unicron Cybertron angegriffen, doch der junge Autobot Hot Rod stellt sich im Inneren Unicrons dessen widerwilligem Diener Galvatron, nimmt ihm die Matrix ab, wird von dieser in den neuen Autobot-Anführer Rodimus Prime verwandelt, besiegt Galvatron und benutzt die Matrix, um Unicron zu zerstören.
Inhalt (Staffel 3):
Rodimus Prime ist der neue Anführer der Autobots, die die Kontrolle über Cybertron zurückerlangt haben, doch ihn plagen immer wieder Selbstzweifel. Die in "The Transformers: The Movie" eingeführten Quintessons entpuppen sich als die Schöpfer der Transformers, die ihre rebellierenden Ex-Sklaven wieder unter ihre Kontrolle bringen wollen. Zu diesem Zweck erwecken sie sogar Optimus Prime als Zombie wieder zum Leben, doch am Ende opfert Prime abermals sein Leben für die Autobots. Galvatron ist inzwischen infolge eines Plasmabades wahnsinnig und kaum mehr eine ernstzunehmende Bedrohung. Am Ende der Staffel kehrt Optimus Prime (infolge zahlreicher Proteste enttäuschter Fans bzw. von deren Eltern) endgültig zum Leben zurück und vernichtet mit Hilfe der Matrix eine Galaxie-weite Haß-Seuche, während Rodimus Prime wieder zu Hot Rod wird. Nebenbei heilt Optimus damit auch Galvatron von seinem Wahnsinn.
Inhalt (Staffel 4):
Galvatrons Decepticons greifen sowohl Autobot City auf der Erde als auch Cybertron an. Dort wollen sie sich der Plasmaenergie-Kammer bemächtigen, doch eine Entladung katapultiert ein Schiff der Autobots und ein Schiff der Decepticons auf den Planeten Nebulos. Dort verbünden sich die Decepticons mit den tyrannischen Herrschern des Planeten, den Hive, während sich die Autobots mit den Rebellen anfreunden. Sowohl Autobots als auch Decepticons verbinden sich mit den Nebulons (Nebulanern), es entstehen die Headmasters (deren Köpfe sich in Nebulans verwandeln können) und die Targetmasters (deren Waffen sich in Nebulans verwandeln können). Am Ende kommt es auf Cybertron zum großen Endkampf, der mit einer Niederlage für die Decepticons und die Hive und einem neuen goldenen Zeitalter für Cybertron endet.
Entgegen einem weitverbreiteten Irrglauben handelt es sich bei "Transformers" NICHT um eine Anime-Serie. Die Serie wurde zwar in Japan (später auch in Korea) animiert, aber die Konzeption der Serie sowie die Drehbücher und die Originalvertonung stammen alle aus den USA. Wenn "Transformers" eine Anime-Serie ist, dann gilt das auch für die "Simpsons". Spätere Transformers-Serien ("Armada, Energon, Cybetrron), die in Japan geschrieben, animiert und vertont und erst anschließend ins Englische synchronisiert wurden, sind dagegen tatsächlich Animes. Die neue Serie "Transformers: Animated" dagegen ist wieder eine US-Produktion.
Das Aussehen der Figuren wurde gegenüber den Spielzeuggegenstücken verändert, in vielen Fällen wurden Details vereinfacht und die Proportionen "menschlicher" gestaltet. Das führte jedoch häufig zu enttäuschten Kindergesichtern, wenn die Spielzeugfigur nun so gar nicht aussah wie das Zeichentrick-Gegenstück. In späteren Transformers-Serien tritt dieses Problem dagegen nicht mehr in dem Maße auf.
So... meine Meinung zur Serie? Aus nostalgischer Sicht sicher nett, aber... Ich habe mir vor einigen Jahren mal die komplette Serie auf Englisch angesehen und fand die meisten Folgen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, strunzdämlich. Positiv hervorzuheben wären - neben einzelnen wirklich gut geschriebenen Perlen wie "Dark Awakening" - nur die Animation in einigen Folgen ("Atlantis, Arise!", "Auto Berserk", "Call of the Primitives") sowie die Sprecher (Peter Cullen durfte ja auch in Michael Bays Film wieder Optimus Prime sprechen, während Bay für Megatron Hugo Weaving statt Frank Welker den Vorzug gab). Ansonsten ist die Serie aus heutiger Sicht nicht so der Bringer. Auch die Qualität der Animation ist sehr schwankend, so ist die Folge "Carnage in C-Minor" nicht ohne Grund für ihre zahlreichen Animationsfehler berüchtigt. Hinzu kommt die unvollständige und chaotische Umsetzung in Deutschland (alleine Optimus Prime hatte in Deutschland offenbar drei oder vier verschiedene Stimmen, von denen Willi Röbke wohl den bleibendsten Eindruck hinterlassen haben dürfte).
Welche Erinnerungen habt ihr an die Serie? An welche Figuren erinnert ihr euch?
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Hintergrund: 1983 entdecken Mitarbeiter der amerikanischen Spielzeugfirma Hasbro auf einer japanischen Spielzeugmesse Figuren aus den Reihen "New Microman: MicroChange" und "Diaclone" von der Firma Takara. Dabei handelt es sich um Autos, Flugzeuge (Diaclone), Waffen, Cassettenspieler und andere Alltagsgegenstände (MicroChange), die sich in Roboter verwandeln lassen. Das Konzept ist in Japan nicht neu, auch die Konkurrenz ist groß (etwa MachineRobo von Bandai, in den USA und Europa von Tonka als "GoBots" veröffentlicht). In Japan laufen die Figuren daher nur mit mäßigem Erfolg.
Hasbro erkennt jedoch das Potential und sichert sich die Rechte für einen Vertrieb der Figuren in den USA. Die New Yorker Werbeagentur Griffin Bacal hat die Idee, die Figuren aus beiden Reihen zusammenzulegen, die "Piloten" der Fahrzeuge zu entfernen und der neuen Reihe den Namen "The Transformers" zu geben. Die Figuren werden in "Autobots" (gut) und "Decepticons" (böse) unterteilt. Anschließend wendet sich Hasbro an den Comicverlag Marvel, der bereits einige Jahre zuvor der Hasbro-Spielzeugserie "G.I. Joe" zu einer Frischzellenkur ("G.I. Joe: A Real American Hero", inklusive Zeichentrick- und Comicserie) verholfen hat. Marvel macht sich nun daran, auch zu den Transformers eine Hintergrundgeschichte auszuarbeiten sowie eine Comic- und eine Zeichentricksere (letztere wieder zusammen mit Sunbow) zu Werbezwecken zu produzieren.
Spielzeug- und Comicserie kommen im Mai 1984 in den Handel, die Zeichentrickserie startet im September im Fernsehen. Aufgrund des großen Erfolges in den USA stellt Takara in Japan "Diaclone" und "Microman" ein, erwirbt von Hasbro umgekehrt die Lizenz für den Namen "Transformers", läßt die Zeichentrickserie ins Japanische synchronisieren und bringt ab 1985 ebenfalls die Spielzegfiguren als "Transformers" heraus.
Hasbro plant derweil schon einen Kinofilm, "The Transformers: The Movie", der 1986 ins Kino kommen soll. Die neuen Spielzeugfiguren zum Film werden erstmals zuerst als Zeichentrickfiguren entworfen und anschließend als Spielzeugfiguren umgesetzt - mit eher bescheidenen Ergebnissen. Im Anschluß überläßt Hasbro die Entwicklung neuer Transformers-Spielzeuge erst mal wieder Takara. Auch der Kinofilm entwickelt sich zu einem gewaltigen Flop an den Kinokassen und wird erst Jahre später auf Video und DVD nachträglich zum Erfolg.
Die Zeichentrickserie endet 1987 nach vier Staffeln (der Film spielt zwischen der zweiten und dritten Staffel; die vierte Staffel umfaßt nur drei Folgen), die Marvel-Comicserie (die inhaltlich unabhängig von der Zeichentrickserie ist) wird dagegen erst 1990 nach 80 Heften und diversen Miniserien eingestellt (außerdem gab es in Großbritannien eine Comicserie von Marvel UK, die wöchentlich erschien und es auf 332 Hefte plus diverse "Annuals" brachte). 1990 entdete auch die Spielzeugserie.
In Japan produzierte Takara derweil nach Ende der US-Zeichentrickserie eigene neue Serien wie "Headmasters", "Masterforce", "Victory" oder "Zone" (von letzterer wurde nur eine Folge produziert, die als OAV erschien), und auch die Takara-Spielzeugfiguren unterschieden sich im Laufe der Jahre immer mehr von denen, die Hasbro veröffentlichte. Die Takara-Spielzeugserien liefen auch 1991 und 1992 noch weiter, und auch hier in Europa (mehr zur Situation in Deutschland später) gab es trotz der Einstellung der Serie in den USA noch neue Figuren, die speziell für den europäischen Markt produziert wurden.
1993 wagte Hasbro dann auch in den USA einen Neuanfang namens "Transformers: Generation 2". Die Spielzeugserie stellte eine Mischung aus Neuauflagen älterer Figuren (in schreiend grellbunten Farben) und neuen Figuren (auch in schreiend grellbunten Farben) dar. Die "Generation 2"-Zeichentrickserie war genaugenommen Etikettenschwindel, da es sich dabei lediglich um Folgen aus der Originalserie handelte, die mit billigen Comupter- und Soundeffekten aufgemotzt wurden. Dafür erschien bei Marvel eine Comicserie, die eine Fortsetzung der Originalserie darstellte und, für Marvel-Comics aus den frühen 1990er Jahren nicht ungewöhnlich, sehr düster und brutal war. Nach zwölf Heften war jedoch auch hier schon wieder Schluß, und die Spielzeugserie endete 1995.
Danach überließ Hasbro das Schicksal der Transformers der einige Zeit zuvor aufgekauften Tochterfirma Kenner. Dort beschloß man einen kompletten Richtungswechsel: "Beast Wars" sollte die neue Serie heißen, und statt in Autos und Flugzeuge sollten sich die Roboter nunmehr in Tiere verwandeln. Die Spielzeugfiguren wurden fortan gemeinsam von Kenner und Takara entwickelt. Das kanadische Animationsstudio Mainframe entwickelte eine computeranimierte Serie, die sich - genau wie die Spielzeugserie - zu einem Überraschungserfolg entwickelte, nicht zuletzt durch gute Interaktion zwischen den Autoren der Serie und der damals noch jungen Internet-Fanszene und damit verbundenen häufigen Bezügen der "Beast Wars"-Serie auf die Originalserie. Aufgrund des großen Erfolges übernahm Hasbro bald selbst wieder die Kontrolle über die Transformers. Beast Wars überdauerte bis 1999 drei Staffeln, außerdem ließ Takara in Japan neben einer synchronisierten Fassung der US-Serie auch wieder eigene Zeichentrickserien, "Beast Wars II" und "Beast Wars Neo", entwickeln, zu denen wieder eigene Spielzeugfiguren erschienen.
Nach Ende der "Beast Wars" ging es in den USA weiter mit "Beast Machines" (Spielzeug- und computeranimierte Fernsehserie), die jedoch nicht so gut ankam wie die "Beast Wars". In Japan hatte Takara derweil eine eigene neue Spielzeug- und Zeichentrickserie namens "Car Robots" herausgebracht, die daraufhin von Hasbro unter dem Namen "Robots in Disguise" in die USA importiert wurde.
Danach entwickelten Hasbro und Takara gemeinsam drei neue Serien, "Micron Densetsu" alias "Transformers: Armada", "Superlink" alias "Transformers: Energon" und "Galaxy Force" alias "Transformers: Cybertron". In den USA waren die Serien weitaus erfolgreicher als in Japan, insbesondere "Armada" war in den USA die erfolgreichste "Transformers"-Serie seit "Beast Wars", während "Galaxy Force" in Japan ein Rohrkrepierer war.
Parallel dazu gab es auch eher an Fans und ältere Sammler gerichtete Spielzeugserien wie "Alternators"/"Binaltech" (Charaktere aus der Originalserie, die sich in lizenzierte Automodelle verwandeln lassen), "Universe" (Zweitverwertung von Figuren aus älteren Serien in kunterbunten neuen Farben) sowie Neuauflagen von Originalfiguren aus den Jahren 1984-1986.
Ferner veröffentlichte der kanadische Comicverlag Dreamwave Productions ab 2002 neue Transformers-Comics. Neben Begleitserien zu "Armada" und "Energon" gab es auch neue Comics zur "Generation 1" mit den Charakteren aus der Originalserie, wobei die Geschichten inhaltlich unabhängig waren von der Original-Zeichentrickserie sowie von den Marvel-Comics. Aufgrund der Geschäftspraktiken von Dreamwave-Eigentümer Pat Lee meldete der Verlag jedoch Anfang 2005 Bankrott an und hinterließ viele unbezahlte Mitarbeiter. Seit 2006 erscheinen neue Transformers-Comics im Verlag IDW Publishing. Der Schwerpunkt liegt auch hier wieder auf den Charakteren aus der Originalserie (abermals inhaltlich unabhängig von früheren Geschichten), ferner gab und gibt es einige "Beast Wars"-Comics sowie diverse Comics zum Transformers-Kinofilm von 2007.
Seit 1994 gibt es diverse Transformers-Fan-Conventions. Die bekannteste darunter ist die BotCon. Ursprünglich wurde sie von den Brüdern Jon und Karl Hartman ins Leben gerufen. In den Folgejahren wurde die BotCon von unterschiedlichen Leuten veranstaltet, bis Jon und Karl die Firma "3H Enterprises" gründeten, um damit die BotCon zu finanzieren. Von Anfang an stellte Hasbro den Veranstaltern der BotCon Exklusivfiguren zur Verfügung, die auf der jeweiligen Convention erhältlich waren. Nach der Jahrtausendwende wurde die BotCon zunehmend professioneller und offizieller. Doch Glen Hallit, den Jon und Karl als drittes der "3H" an Bord geholt hatten, warf die Brüder schließlich aus der Firma und organisierte die mittlerweile wirklich von Hasbro lizenzierte offizielle Convention fortan im Alleingang. Dafür namen Jon und Karl jedoch den Namen "BotCon" mit und organisierten 2004 eine inoffizielle BotCon als Konkurrenzprogramm, während Glen Hallit 2003 und 2004 die "Official Transformers Collectors' Convention" abhielt. Aufgrund zahlreicher Mißstände entzog Hasbro Hallit jedoch schon 2004 wieder die Lizenz. Diese ging im Anschluß an die von Brian Savage geleitete Firma Fun Publications, die bereits die offizielle "G.I. Joe"-Convention sowie einen Sammlerclub zur selben Serie organisierte. Fun Publications ist nun seit 2005 Veranstalter der BotCon (die Hartmans haben den Namen zur Verfügung gestellt, Karl ist bis heute als Berater beteiligt), und auch einen "Official Transformers Collectors' Club" gibt es, mit Exklusivfiguren, einem Clubmagazin mit Exklusivcomic sowie Eintrittsermäßigung auf der BotCon (oder sollte es "Aufpreis für Nichtmitglieder" heißen?).
Zur Jahreswende 2006/2007 brachte Hasbro eine kurzlebige Spielzeugserie namens "Classics" heraus, deren Schwerpunkt auf modernisierten Versionen der Charaktere aus der Originalserie lag. Die Serie war als Lückenfüller nach dem Ende von "Cybertron" gedacht, wird jedoch seit Mitte 2008 in Form der neuen Serie "Transformers: Universe" (nicht zu verwechseln mit der vorigen Serie dieses Namens) fortgesetzt. In Japan veröffentlich Takara Figuren aus beiden Serien unter dem Namen "Henkei! Henkei!"
2003 wurde ein Transformers-Kinofilm beschlossen, der primär auf der Originalserie basieren sollte. Ursprünglich für 2006 angekündigt, kam der Film erst ein Jahr später ins Kino. Regie führte Michael Bay, die Ähnlichkeiten vieler Charaktere zu ihren Gegenstücken aus der Originalserie (sofern überhaupt vorhanden) hielt sich in Grenzen. Dennoch war der Film ein großer Erfolg, nicht zuletzt auch für Hasbro.
Die aktuelle Transformers-Spielzeug- und Zeichentrickserie trägt den Titel "Transformers: Animated". 2009 soll außerdem eine Fortsetzung des Kinofilms von Michael Bay erscheinen, der Titel lautet "Transformers: Revenge of the Fallen".
So... und jetzt zur Situation in Deutschland.
Die Spielzeugfiguren wurden hier ab 1985 von der neu übernommenen Hasbro-Tochter Milton Bradley (wie in "MB Spiele") vertrieben, ab 1986 übernahm Hasbro dann selbst den Vertrieb. Es waren nicht alle Figuren, die es in den USA gab, auch in Deutschland erhältlich.
Die Zeichentrickserie lief 1985 auf dem britischen Sky Channel, der auch im deutschen Kabelnetz zu empfangen war, bevor der Programmplatz durch Eurosport ersetzt wurde. Eine synchronisierte deutsche Fassung lief dagegen erst ab 1989 auf RTL plus. Die Ausstrahlungsreihenfolge war... bizarr. RTL begann mit dem Ende der dritten Staffel, machte weiter mit der kurzen vierten Staffel, zeigte dann insgesamt sechs (!) Folgen aus den ersten beiden Staffeln und beschränkte sich im Anschluß auf die übrigen Folgen der dritten Staffel, die in willkürlicher Reihenfolge gezeigt wurden. Insgesamt zeigte RTL gerade mal 39 von 98 Folgen. Der Kinofilm "The Transformers: The Movie" lief hierzulande nie im Kino, sondern wurde erst 1994 unter dem Titel "Transformers - Der Kampf um Cybertron" auf RTL gezeigt - als "Pilotfilm" zur "Generation 2"-Serie, die im Anschluß mit komplett neuer Synchro (im Falle der Folgen, die RTL zuvor schon im Rahmen der Originalserie gezeigt hatte) auf RTL lief. Mittlerweile sind sowohl "Transformers: The Movie" als auch einige Folgen der Zeichentrickserie in deutscher Sprache auf DVD erhältlich, allerdings ist hier in beiden Fällen Vorsicht angebracht: Der Film hat im Vergleich zur RTL-Fassung eine komplett neue, hundsmiserable Synchronisation, während die Episodenboxen eine noch kleinere und willkürlichere Auswahl als die auf RTL ausgestrahlten Folgen darstellen und zu allem Überfluß auch noch auf eine englische Tonspur verzichtet wurde.
Die Marvel-Comicserie wurde in Deutschland vom Condor-Verlag, der schon für seine lieblosen Umsetzungen diverser Marvel-Superheldenserien berüchtigt ist, veröffentlicht. Zunächst erschien 1986 eine dreiteilige Miniserie mit dem Titel "Die Transformer", ab 1989 gab es dann parallel zur Zeichentrickserie eine fortlaufende Comicserie unter dem Titel "Transformers" bei Condor. Die Reihenfolge der Geschichten war auch hier chaotisch, zumal Condor irgendwann die US-Geschichten ins neue "Transformers Taschenbuch" verbannte und das "Transformers Magazin" statt dessen Geschichten aus den UK-Heften enthielt. Die Condor-Serie hielt sich 24 Hefte, vier Taschenbücher und drei Sonderhefte lang.
Die Spielzeugserie lief, wie schon gesagt, in Europa weiter, nachdem Hasbro die Serie in den USA eingestellt hatte. Das hatte jedoch zur Folge, daß die Charaktere, die ab 1989 in der auf RTL ausgestrahlten Zeichentrickserie und den bei Condor veröffentlichten Comics damals eigentlich überhaupt nicht als Spielzeuge erhältlich waren. Über zwielichtige Kanäle gelangten jedoch ab Ende 1989 Figuren, die urprünglich von der mexikanischen Firma Plasticos IGA unter Lizenz von Hasbro für den mexikanischen Markt produziert worden waren und sich dort nicht verkauft hatten, auf den europäischen Markt, wo sie mit den offiziellen Hasbro-Veröffentlichungen konkurrierten. Ab 1990 veröffentlichte Hasbro dann exklusiv in Europa unter dem Namen "Classics" Neuauflagen der Originalfiguren aus den Jahren 1984-1987.
Ihren Höhepunkt hatte die Popularität der Transformers in Deutschland zu Beginn der 1990er Jahre. Die "Generation 2"-Neuauflage, die auch in Europa erschien, war dagegen nicht mehr so erfolgreich. Auch die "Beast Wars", die in den USA der Beginn einer neuen Erfolgswelle waren, waren hierzulande eher ein Flop. Von der Zeichentrickserie strahlte RTL 2 nur die erste von drei Staffeln aus.
Die "Beast Machines"-Fernsehserie lief irgendwann mal auf Premiere und ist mittlerweile auch auf DVD erhältlich. Die Spielzeugfiguren liefen in Deutschland unter "ferner liefen". Auch die "Robots in Disguise"-Spielzeugserie wurde von Hasbro Deutschland eher stiefmütterlich behandelt, die Zeichentrickserie gab es hierzulande überhaupt nicht zu sehen.
"Transformers: Armada" stellte den ersten, halbherzigen Versuch eines Neustarts in Deutschland dar. Der abenteuerliche Vertrieb der Spielzeugfiguren (zigmal dieselbe Figur im Regal, dafür sucht man alle anderen Figuren vergeblich) und die ablehnende Haltung von RTL 2 (es wurden zur Jahreswende 2003/2004 innerhalb von fünf Wochen gerade mal 20 von 52 Folgen durchgerasselt) waren jedoch nicht gerade Erfolgsgaranten. Auch die Dreamwave-Comicserie, die der Dino-Verlag parallel zur Zeichentrickserie veröffentlichte, überdauerte gerade mal zwei Ausgaben.
Von "Energon" gab es in Deutschland wieder nur die Spielzeugserie (wobei die Zeichentrickserie auch kein großer Verlust ist). Anfang 2005 beschloß Hasbro, die Transformers in Deutschland vorübergehend einzustellen. Erst Ende 2006 ging es mit der "Cybertron"-Spielzeugserie weiter, begeleitet von der Zeichentrickserie auf Kabel 1, allerdings gab es auch hier wieder Vertriebsschwächen (Toys'R'Us begann mit Figuren vom Ende der Rehe, die zur selben Zeit gerade im übrigen Europa erhältlich waren, jedoch nicht in der Zeichentrickserie auftraten). Von der Zeichentrickserie zeigte Kabel 1 nur die ersten 26 von insgesamt 52 Folgen.
Der Kinofilm von Michael Bay kam in Deutschland mit einem Monat Verzögerung im August 2007 ins Kino. Die Verschiebung erfolgte so kurzfristig, daß die Hasbro-Spielzeugfiguren monatelang im Regal lagen. Hinzu kamen wieder die übrigen Vertriebsprobleme (zigmal dieselben zwei Figuren, alles andere nur in geringer Stückzahl ausgeliefert). Der Film war in Deutschland ein mäßiger Erfolg. Von den IDW-Comics zum Film erschienen nur die ersten 17 von 22 Seiten des ersten Prequel-Comics im Rahmen des "offiziellen Magazins zum Film" einer Firma namens "Comma Publishing". Eine zweite Ausgabe des Magazins erschien nie.
"Transformers: Animated" läuft seit etwa zwei Monaten auf RTL 2. Die Spielzeugserie soll angeblich seit wenigen Tagen im Handel sein, ich habe davon aber bisher nichts gesehen.
Angesichts dieser durchweg stiefmütterlichen Behandlung des Standorts Deutschland dürfte es nicht wirklich überraschen, wenn Wissen um die Inhalte der diversen Serien hierzulande eher spärlich verbreitet ist, oder?
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So. Jetzt zur Originalserie. Wie weiter oben schon angeführt, wurde diese als Werbung für die Spielzeugserien konzipiert. Die Hintergrundgeschichte wurde von Marvel Comics ausgearbeitet, die Produktion der Zeichentrickserie unterstand Marvel Productions und Sunbow Productions (gehört heute zur deutschen Firma TV Loonland).
Es gab insgesamt:
Pilotfilm (1984) - 3 Folgen, Animation: Toei (Japan)
Erste Staffel (1984-85) - 13 Folgen, Animation: Toei (Japan)
Zweite Staffel (1985-86) - 49 Folgen, Animation: Toei (Japan; 39 Folgen), AKOM (Korea, unbekannte Folgenzahl) und ein nicht namentlich bekanntes Studio aus den Philippinen
The Transformers: The Movie (Kinofilm, 1986) - Animation: Toei (Japan)
Dritte Staffel (1986-87) - 30 Folgen, Animation: Toei (Japan, 13 Folgen), Akom (Korea, vermutlich 16 Folgen), Tokyo Movie Shinsha (Japan, eine Folge)
Vierte Staffel (1987) - 3 Folgen, Animation: AKOM (Korea)
Außerdem gab es die Serie "Transformers. Generation 2" (1993-1995), die aus Episoden der Originalserie mit neuen, miesen Computer- und Soundeffekten bestand.
In Deutschland war zu sehen:
Erste Staffel auf Englisch - Sky Channel, 1985 (später im Kabelnetz durch Eurosport ersetzt)
Synchronisierte Serie auf RTL, 1989 bis 1992 - 39 Folgen in konfuser Reihenfolge (Beginn mit dem Finale der dritten Staffel, danach die drei Folgen der vierten Staffel, danach zwei Folgen der ersten Staffel, vier Folgen der zweiten Staffel sowie der Rest der dritten Staffel)
"The Transformers: The Movie" - lief nie im Kino, 1994 erstmals auf RTL ausgestrahlt, unter dem Titel "Transformers - Der Kampf um Cybertron"
"Generation 2"-Serie - 1994 auf RTL, mittendrin abgebrochen
Auf DVD:
In den USA, Großbritannien und Australien gibt es zahlreiche nett aufgemachte Staffelboxen. Zudem gibt es "The Transformers: The Movie" in schätzungsweise drei Millionen verschiedenen Fassungen auf DVD, remastered, Farbkorrekturen, "Ultimate Edition" usw. usf.
In Deutschland gibt es eine Zwei-DVD-Box und eine Drei-DVD-Box mit Episoden. Die Auswahl der Folgen ist noch willkürlicher als bei RTL, eine englische Tonspur sucht man vergebens. "The Transformers. The Movie" gibt es ebenfalls in zwei Fassungen auf DVD, wbei der einzige Unterschied das Cover ist (das zweite ist noch übler). Die Synchro ist anders (und viel schlechter) als bei RTL, dafür gibt es jedoch eine englische Tonspur.
Inhalt der Serie:
(Staffel 1-2) Auf dem Machinenplaneten Cybertron lebt ein Volk intelligenter, eigenständig agierender Roboter, die über die Fähigkeit verfügen, sich in Fahrzeuge und andere technische Geräte zu verwandeln. Seit Millionen von Jahren tobt auf Cybertron ein Bürgerkrieg: Die Decepticons unter der Führung von Megatron wollen das Universum erobern, während sich die Autobots, angeführt von Optimus Prime, dem Erhalt des Friedens und der Freiheit aller Wesen im Universum verschrieben haben. Auf einer Erkundungsmission im All wird ein Raumschiff der Autobots unter dem Kommando von Optimus Prime von Megatrons Decepticons geentert und stürzt auf der Erde ab. Vier Millionen Jahre verbringen die Roboter leblos im Inneren ihres Raumschiffs, bis ein Vulkanausbruch im Jahr 1984 den Computer des Schiffs wieder aktiviert. Dieser repariert die Transformers und gibt ihnen die Fähigkeit, sich nunmehr in irdische Formen (Autos, LKWs, Flugzeuge usw) zu verwandeln. Da der Computer jedoch beschädigt ist, kann er nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden und erweckt auch die Decepticons wieder zum Leben. Die Autobots freunden sich mit einigen Menschen an und versuchen, die Decepticons daran zu hindern, die Energievorräte der Erde zu plündern.
Inhalt (The Transformers: The Movie):
Es ist das Jahr 2005. Die Decepticons haben Cybertron erobert, während die Autobots auf der Erde eine Stadt, Autobot City, erbaut haben. Megatron und seine Decepticons erobern ein Shuttle der Autobots und greifen Autobot City an. Optimus Prime wird im Kampf mit Megatron verwundet und übergibt vor seinem Tod die "Matrix der Führerschaft" an seinen Nachfolger Ultra Magnus. Inzwischen setzt der hinterlistige Starscream den ebenfalls schwer verwundeten Megatron im All aus. Dort begegnet Megatron dem Planetenvernichter Unicron, der ihn in Galvatron verwandelt. Galvatron besiegt Ultra Magnus und nimmt ihm die Matrix ab. Inzwischen hat Unicron Cybertron angegriffen, doch der junge Autobot Hot Rod stellt sich im Inneren Unicrons dessen widerwilligem Diener Galvatron, nimmt ihm die Matrix ab, wird von dieser in den neuen Autobot-Anführer Rodimus Prime verwandelt, besiegt Galvatron und benutzt die Matrix, um Unicron zu zerstören.
Inhalt (Staffel 3):
Rodimus Prime ist der neue Anführer der Autobots, die die Kontrolle über Cybertron zurückerlangt haben, doch ihn plagen immer wieder Selbstzweifel. Die in "The Transformers: The Movie" eingeführten Quintessons entpuppen sich als die Schöpfer der Transformers, die ihre rebellierenden Ex-Sklaven wieder unter ihre Kontrolle bringen wollen. Zu diesem Zweck erwecken sie sogar Optimus Prime als Zombie wieder zum Leben, doch am Ende opfert Prime abermals sein Leben für die Autobots. Galvatron ist inzwischen infolge eines Plasmabades wahnsinnig und kaum mehr eine ernstzunehmende Bedrohung. Am Ende der Staffel kehrt Optimus Prime (infolge zahlreicher Proteste enttäuschter Fans bzw. von deren Eltern) endgültig zum Leben zurück und vernichtet mit Hilfe der Matrix eine Galaxie-weite Haß-Seuche, während Rodimus Prime wieder zu Hot Rod wird. Nebenbei heilt Optimus damit auch Galvatron von seinem Wahnsinn.
Inhalt (Staffel 4):
Galvatrons Decepticons greifen sowohl Autobot City auf der Erde als auch Cybertron an. Dort wollen sie sich der Plasmaenergie-Kammer bemächtigen, doch eine Entladung katapultiert ein Schiff der Autobots und ein Schiff der Decepticons auf den Planeten Nebulos. Dort verbünden sich die Decepticons mit den tyrannischen Herrschern des Planeten, den Hive, während sich die Autobots mit den Rebellen anfreunden. Sowohl Autobots als auch Decepticons verbinden sich mit den Nebulons (Nebulanern), es entstehen die Headmasters (deren Köpfe sich in Nebulans verwandeln können) und die Targetmasters (deren Waffen sich in Nebulans verwandeln können). Am Ende kommt es auf Cybertron zum großen Endkampf, der mit einer Niederlage für die Decepticons und die Hive und einem neuen goldenen Zeitalter für Cybertron endet.
Entgegen einem weitverbreiteten Irrglauben handelt es sich bei "Transformers" NICHT um eine Anime-Serie. Die Serie wurde zwar in Japan (später auch in Korea) animiert, aber die Konzeption der Serie sowie die Drehbücher und die Originalvertonung stammen alle aus den USA. Wenn "Transformers" eine Anime-Serie ist, dann gilt das auch für die "Simpsons". Spätere Transformers-Serien ("Armada, Energon, Cybetrron), die in Japan geschrieben, animiert und vertont und erst anschließend ins Englische synchronisiert wurden, sind dagegen tatsächlich Animes. Die neue Serie "Transformers: Animated" dagegen ist wieder eine US-Produktion.
Das Aussehen der Figuren wurde gegenüber den Spielzeuggegenstücken verändert, in vielen Fällen wurden Details vereinfacht und die Proportionen "menschlicher" gestaltet. Das führte jedoch häufig zu enttäuschten Kindergesichtern, wenn die Spielzeugfigur nun so gar nicht aussah wie das Zeichentrick-Gegenstück. In späteren Transformers-Serien tritt dieses Problem dagegen nicht mehr in dem Maße auf.
So... meine Meinung zur Serie? Aus nostalgischer Sicht sicher nett, aber... Ich habe mir vor einigen Jahren mal die komplette Serie auf Englisch angesehen und fand die meisten Folgen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, strunzdämlich. Positiv hervorzuheben wären - neben einzelnen wirklich gut geschriebenen Perlen wie "Dark Awakening" - nur die Animation in einigen Folgen ("Atlantis, Arise!", "Auto Berserk", "Call of the Primitives") sowie die Sprecher (Peter Cullen durfte ja auch in Michael Bays Film wieder Optimus Prime sprechen, während Bay für Megatron Hugo Weaving statt Frank Welker den Vorzug gab). Ansonsten ist die Serie aus heutiger Sicht nicht so der Bringer. Auch die Qualität der Animation ist sehr schwankend, so ist die Folge "Carnage in C-Minor" nicht ohne Grund für ihre zahlreichen Animationsfehler berüchtigt. Hinzu kommt die unvollständige und chaotische Umsetzung in Deutschland (alleine Optimus Prime hatte in Deutschland offenbar drei oder vier verschiedene Stimmen, von denen Willi Röbke wohl den bleibendsten Eindruck hinterlassen haben dürfte).
Welche Erinnerungen habt ihr an die Serie? An welche Figuren erinnert ihr euch?