Unglaubliche Hulk, Der - Special

Tomtec

CONCORDE
FILMVERLEIH



Bundesweiter Start: 10. Juli 2008

Universal Pictures und Marvel Entertainment
präsentieren
eine Marvel Studios Produktion
eine Valhalla Motion Pictures Produktion




Ein Film von
Louis Leterrier

Mit
Edward Norton
Liv Tyler
Tim Roth
Tim Blake Nelson
Ty Burrell
und
William Hurt

Nach einem Drehbuch von
Zak Penn und Edward Harrison

Produziert von
Avi Arad, Gale Anne Hurd und Kevin Feige


BESETZUNG


Bruce Banner / Hulk
Edward Norton

Betty Ross
Liv Tyler

Emil Blonsky / Abomination
Tim Roth

Samuel Sterns
Tim Blake Nelson

Leonard
Ty Burrell

General Thaddeus ‘Thunderbolt’ Ross
William Hurt



STAB


Regie
Louis Leterrier

Story, Drehbuch
Zak Penn

Produzenten Avi Arad
Gale Anne Hurd
Kevin Feige

Ausführende Produzenten
Stan Lee
David Maisel
Jim van Wyck

Kamera (A.C.S.)
Peter Menzies, jr.

Ausstattung
Kirk M. Petruccelli

Schnitt
John Wright (A.C.E.)
Rick Shaine (A.C.E.)
Vincent Tabaillon

Leitung Visuelle Effekte
Kurt Williams

Musikalische Leitung
Dave Jordan

Musik
Craig Armstrong

Kostüme
Denise Cronenberg





INHALT

Durch biochemische Experimente verstrahlt, führt der Wissenschaftler Bruce Banner (EDWARD NORTON) ein Leben im Abseits. In seinem Körper ruht eine unbändige Kraft, die nicht mehr zu kontrollieren ist: Bei jedem Anflug von Wut mutiert er zu Hulk, einem gewaltigen, grünen Monster. Jegliche Suche nach einem Gegenmittel verlief bis dato erfolglos und die Zeit wird immer knapper. Denn General ’Thunderbolt’ Ross (WILLIAM HURT) ist ihm mit seinem gesamten Militärapparat auf den Fersen, um diese Kräfte für seine Zwecke brutal auszunutzen. Doch Banner gibt nicht auf, kämpft um ein Leben ohne Superkräfte und mit Ross’ Tochter Betty (LIV TYLER), die sich unsterblich in den Wissenschaftler verliebt hat.
Als die Heilung für Banner endlich zum Greifen nah ist, erscheint die alles zerstörende Bestie Abomination: Der mutierte Super-Soldat Emil Blonsky (TIM ROTH) hat sich aus purer Machtgier ähnlichen Experimenten unterworfen wie Banner - und seine Zerstörungswut übertrifft die des grünen Hünen bei weitem. Ist Hulk den Kräften dieses Gegners gewachsen? Um Abomination zu bekämpfen, muss der Wissenschaftler eine quälende wie endgültige Entscheidung treffen: Entweder er wählt das friedliche Leben als Bruce Banner, oder er akzeptiert sein inneres Monster und formt es zum Helden – DER UNGLAUBLICHE HULK.





PRESSENOTIZ

Mit einem Budget von ca. 150 Mio. US-Dollar setzt Regisseur Louis Leterrier („Transporter“, „Transporter II – The Mission“, „Unleashed – Entfesselt“) bei DER UNGLAUBLICHE HULK auf große Namen: In der Hauptrolle als Bruce Banner/Hulk überzeugt Edward Norton („Fight Club“, „25 Stunden“), der neben Zak Penn („X-Men: Der letzte Widerstand" ) auch am Drehbuch mitarbeitete. An Nortons Seite übernimmt Liv Tyler („Der Herr der Ringe 1-3“) die Rolle der Betty Ross, deren Vater General ’Thunderbolt’ Ross spielt Oscar®-Preisträger William Hurt („A History of Violence", „Mr. Brooks – Der Mörder in Dir“). Tim Roth („Pulp Fiction“), als das personifizierte Böse, Abomination, rundet den hochkarätigen Cast ab.




VOR DER PRODUKTION

Den HULK im Nacken:
Die Geschichte des Helden

Dank seiner unglaublichen Kampfkraft, Größe, Stärke und Schnelligkeit hat sich Hulk zu einem der populärsten Superhelden des letzten Jahrhunderts entwickelt. Die Figur, die von Autor Stan Lee und Zeichner Jack Kirby erfunden wurde, debütierte im Mai 1962 in einer Marvel-Comic-Serie. Zu der Zeit hatte der junge Lee gerade den ersten Comic der bis dato noch unbekannten „Fantastic Four“ fertig gestellt. Jetzt suchte er nach einem Helden, der nicht schön oder makellos war – einer oder „etwas“, das sich von allen anderen unterscheiden sollte und die Marvel-Leser in ihren Bann ziehen würde. Lee und Kirby schwebte ein „missverstandener Held“ vor.
Lee erinnert sich: „Ich war immer ein großer Frankenstein-Fan. Dabei war mir stets klar, dass das Monster, das von Boris Karloff gespielt wurde, nicht wirklich böse war. Er war viel mehr der Gute, wollte niemandem wehtun. Erst die ganzen Idioten mit ihren Forken, die ihn gejagt haben, haben ihn wütend und aggressiv gemacht. Und ich dachte: ‚Wäre es nicht witzig, ein Monster zu erfinden, das zu den Guten gehört?’“
Und während Lee überlegte, wie er der klassischen Figur von Mary Shelley, die James Whale 1931 so wunderbar in Szene gesetzt hatte, eine neue Wendung verpassen könnte, fiel ihm ein anderer Klassiker ein, der zu den Lieblingsfilmen seiner Kindheit zählte: Rouben Mamoulians Version von Robert Louis Stevensons Halb-Mensch-Halb-Monster-Geschichte Dr. Jekyll und Mr. Hyde von 1931. „Ich habe beide Geschichten einfach miteinander kombiniert“, erzählt Lee, „und so das Monster geschaffen, das mir vorschwebte: Eines, von dem niemand weiß, dass es eigentlich gut ist. Außerdem konnte er sich von einem normalen Mann in ein Monster verwandeln. Das war die Geburt einer Legende.“
Lee und Kirby erfanden einen Atomphysiker, der während eines Bombentests durch einen Unfall intensiver Gammastrahlung ausgesetzt wird. Als Fan von Alliterationen (siehe Sue Storm, Scott Summers, Peter Parker) gab Lee ihm den Namen Dr. Bruce Banner. Jedes Mal, wenn er wütend wird, verwandelt er sich plötzlich in den gigantischen Hulk, ein aggressives Monster mit übermenschlichen Kräften. In diesem Zustand ist er eine Gefahr für seine Umgebung, doch er lernt, diese Kräfte zu kontrollieren und sie für die Schwachen und Hilflosen einzusetzen. Dennoch befindet sich Dr. Banner ständig im Clinch mit seinem Alter Ego.
Obwohl die Comic-Serie bereits im März 1963 nach nur sechs Ausgaben wieder eingestellt wurde, tauchte Hulk sofort als Gastfigur in „Fantastic Four #12“ auf, und gehörte kurz darauf zu den berühmten Comic-Rächern in den ersten beiden Ausgaben von „The Avengers“. Zwei Jahre später war Hulk neben Giant-Man in „Tales to Astonish #59“ dabei, woraufhin er gleich in der darauf folgenden Ausgabe eine eigene Geschichte erhielt.
Bis 1968 wuchs Hulks Popularität dermaßen, dass ihm die komplette Serie „Tales to Astonish“ gewidmet und in „The Incredible Hulk“ umbenannt wurde. Erst 1999 wurde sie nach 474 Ausgaben eingestellt – allerdings nur, um kurze Zeit später nach einem Relaunch unter dem Titel „The Hulk“ weitergeführt zu werden. Beginnend mit Ausgabe Nr. 12 nannte man die Serie, die bis heute zu den beliebtesten des ganzen Marvel-Fundus gehört, wieder „The Incredible Hulk“.
Fast ein halbes Jahrhundert lang begeistern sich die Fans nun schon daran, dass Bruce Banner und Hulk zwei Persönlichkeiten desselben Mannes sind, extreme Ausprägungen des Es und Über-Ich, die nach Siegmund Freuds Theorie jeden Menschen kontrollieren. Als Hulk ist Banners Bewusstsein so gut wie ausgelöscht und er hat nahezu keine Kontrolle mehr über sich.
Lee fand es sehr unterhaltsam, „wenn sich Monster und Mann gegenseitig hassen würden. Der Gute, Bruce Banner, will sich nicht in das Monster verwandeln und hofft, sich selbst heilen zu können. Das Monster hält Banner für einen Schwächling, und würde sich am liebsten nie wieder in ihn zurückverwandeln.“ Ein Zweikampf, der zur Freude der Leser nun schon mehrere Jahrzehnte dauert.
Während dieser Zeit hat Hulk viele Wandlungen durchlaufen. Er tauchte im Fernsehen und im Kino auf, verwandelte sich von grau zu grün und vom schwerfälligen Klotz zu einem brillanten Kollegen. Er hieß zeitweise Annihilator und Joe Fixit, Green Scar und Green Goliath, aber im Kern ist er stets derselbe geblieben: unberechenbar und auf Gedeih und Verderb mit einem Wissenschaftler verbunden, der über sein Schicksal zutiefst verwirrt ist.
Fünfzehn Jahre nach seinem Debüt führte Hulks immense Popularität zu der TV-Serie „The Incredible Hulk“, die 1977 von Universal Television produziert wurde und ab 1978 auf CBS lief. Die Serie mit Bill Bixby als Bruce Banner und dem jungen Bodybuilder Lou Ferrigno als Hulk war ein großer Hit. Bis 1982 entstanden fünf Staffeln. Sechs Jahre später veranlassten hartnäckige Fans den Sender dazu, drei weitere TV-Filme zu produzieren, die dann in den späten 1980er Jahren ausgestrahlt wurden. 1993 starb Bill Bixby an Krebs und mit ihm die TV-Serie „The Incredible Hulk“.
2003 drehte Oscar©-Preisträger Ang Lee den Kino-Blockbuster Hulk für Universal Pictures. Darin zeichnete er Bruce Banner als einen Mann, der mit sich und der ganzen Welt auf Kriegsfuß steht. Hulk erzählte die Geschichte eines Biests – Held und Monster zugleich – dessen unkontrollierbare Kräfte zu Banners Alptraum wurden. Der Film setzte bei seinem Start in Amerika rekordverdächtige 62 Millionen Dollar um. Das ist das dritthöchste Wochenend-Einspielergebnis eines Marvelhelden nach Spider-Man (2002) und Iron Man (2008 ).
Dieses neue Hulk-Kapitel konzentriert sich auf die elementarsten Eigenschaften der Saga und hat mit Louis Leterrier einen französischen Regisseur, der für seine rasant mitreißende Kamera-Arbeit bekannt ist, und die TV-Serie seit seiner Kindheit liebt. DER UNGLAUBLICHE HULK ist im Geiste der TV-Serie mit Bixby/Ferrigno gehalten und gibt den Fans endlich den Hulk zurück, den sie verlangen. DER UNGLAUBLICHE HULK ist ein Kino-Ereignis voller atemberaubender Actionszenen, Heldentaten und einem Gegner, der noch gefährlicher und mächtiger ist als Hulk selbst.




ÜBER DIE PRODUKTION

Grüner (und gemeiner) wird’s nicht:
Die Wiedergeburt des HULK

Marvel und Universal war von Anfang an klar, dass sie mit einem neuen Film über den berühmten grünen Superhelden unbedingt die Wünsche des Publikums erfüllen wollten. Zum Glück konnte Marvel auf einen schier unendlichen Fundus an Hulk-Geschichten zurückgreifen, der bis in die 1960er Jahre zurückgeht. Und da gibt es nichts, was es nicht gibt: Hulk war Mitglied der „Avengers“ und der „Defenders“, kämpfte mit den „X-Men“, war einer der „Four Horsemen of the Apocalypse“, heiratete, wurde vom Präsidenten begnadigt und legte sich mit den „Illuminati“ an. Die Filmemacher konnten aus den Vollen schöpfen und ließen Hulk zu seinen Wurzeln zurückkehren.
Mit DER UNGLAUBLICHE HULK wollte Marvel an die Handlungselemente der Serie mit Bill Bixby und Lou Ferrigno aus den 1970er/1980er Jahren anknüpfen. Das Studio wusste, dass den Fans Banner auf der Flucht, wie er verzweifelt versucht, das Monster in sich zu bekämpfen, am liebsten war.
Banner nutzt die Kräfte des Monsters, um Unschuldige zu beschützen, die ihm bei seiner Suche nach einem Heilmittel begegnen, was ihn zum Helden wider Willen macht. Auf der Flucht vor den Militärs, die seine übermenschlichen Kräfte für ihre Zwecke ausbeuten wollen, wird Banner gezwungen, sich mit seiner dunklen Seite auseinander zu setzen und seine Gewaltausbrüche ins Positive zu kehren. Bixby und Ferrigno unterstrichen diesen Aspekt in der TV-Serie besonders und gaben so das Grundthema für diese Neuerzählung von DER UNGLAUBLICHE HULK vor.
David Maisel, Chairman von Marvel und ausführender Produzent des Films, sagt: „Hulk ist ein Juwel in der Marvel-Krone, und wir freuen uns, ihn wieder auf die Leinwand zu bringen. DER UNGLAUBLICHE HULK enthält alles, was die Figur in den letzten, nahezu fünfzig Jahren so beliebt gemacht hat. Mit ihm kehren wir zu den Wurzeln der Comics und der TV-Serie zurück.“
Kevin Feige, Produzent und Chef der Marvel Studios, fügt hinzu, dass er schon als Kind von Banners gespaltener Persönlichkeit – und natürlich von Hulk selbst – fasziniert war. Er erinnert sich: „Im Marvel-Universum gibt es über 5000 verschiedene Figuren. Und alle Marvel-Helden haben Stärken und Schwächen. Genau deshalb sind sie seit Generationen so beliebt. Sie sind komplex und tiefgründig, aber die Beziehung zwischen Bruce Banner und Hulk gehört zu den tiefgründigsten.“
Blockbuster-Produzentin Gale Anne Hurd, die Actionklassiker wie Aliens (Aliens – Die Rückkehr, 1986), The Abyss (Abyss – Abgrund des Todes, 1989) und die Terminator-Trilogie (1984-2003) produzierte, stimmt Feige zu: „Was mir an Hulk immer gefallen hat, war, dass er zwar ein Superheld ist, aber keiner im eigentlichen Marvel-Sinne“. „Banner stülpt kein Kostüm über und rettet die Welt. Er hat es ja selbst kaum in der Hand, wann er sich in Hulk verwandelt.“
„Seine unbändigen Kräfte machen ihm Sorgen, aber er erkennt ihr Potential und ist so in der Lage, den Fluch in Heldentum zu verwandeln“, fügt Hurd an. „Das ist einer der Gründe, warum man sich mit der Figur so gut identifizieren kann. Wir wünschen uns doch alle in bestimmten Situationen, unsere Bürde an jemand stärkeren weiterzugeben, an den eigenen kleinen Hulk, der sich darum kümmert. Davon handelt dieser Film.“
Die Verantwortlichen und Produzenten bei Marvel wollten unbedingt, dass Banners Heldentum, das aus seinem inneren Konflikt erwächst, in DER UNGLAUBLICHE HULK im Mittelpunkt steht. Aber, so wie Lee und Kirby den „ungewöhnlichsten Mann aller Zeiten“ angelegt hatten, wollte Banner nie ein Held sein. Er ist vielmehr ein brillanter Forscher, dem ein beschauliches Leben vorschwebt, in dem er sich komplizierten Hypothesen widmen kann. Dazu Lee: „Banner versucht mit allen Mitteln, Hulk zu eliminieren. Er braucht einfach nur genug Zeit, um im Labor an einem Gegenmittel zu arbeiten. Doch dazu kommt es nie, weil immer etwas passiert.“ – Die Bösen lassen ihm keine Ruhe.
„Die Hauptaussage des Films lautet: ‚Hulk ist ein Held’“, sagt Feige. „Seine düsteren, ängstlichen Seiten haben wir bereits gezeigt. Diesmal geht es darum, die innere Kraft zu nutzen, etwas, das stärker ist, als man selbst. Eine Macht, die sich zum Guten wendet, wenn man mit ihr umzugehen weiß. Diese universelle Wunschvorstellung macht Hulks Popularität aus.“
Um diese Geschichte von Bruce Banner und seinem Alter Ego zu erzählen, brauchten die Produzenten einen Regisseur, der ihre Vision teilte. Sie fanden ihn schnell in dem französischen Filmemacher Louis Leterrier, Regisseur der Jason-Statham-Actionkracher The Transporter (2002) und Transporter 2 (Transporter II – The Mission, 2005) und Unleashed (Unleashed – Entfesselt, 2005) mit Jet Li, Morgan Freeman und Bob Hoskins. Gleich nach dem ersten Treffen war klar, dass nur Leterrier für die Regie von DER UNGLAUBLICHE HULK in Frage kam.
„Louis passte zu dem Projekt wie die Faust auf’s Auge“, sagt Hurd. „Seine früheren Filme zeigen, dass er ein großartiges Gespür für Actionszenen und stilistisch hervorragende Kamera-Arbeit besitzt. Und dann ist er auch noch ein leidenschaftlicher Fan des Genres! Er liebt die Figuren über alles.“
Feige ergänzt: „Louis’ Enthusiasmus ist grenzenlos, was Hulk angeht. Man braucht jemanden wie ihn, um den richtigen Ton zwischen Spaß und Action zu treffen. Als Louis zu uns stieß, hatte er bereits genaue Vorstellungen, wie der Film aussehen sollte. Davon und von seinen späteren Storyboards und Konzeptdesigns waren wir völlig begeistert. Er findet grandiose Bilder und weiß, wie wichtig es ist, eine sorgfältig ausgearbeitete Story mit klasse Action zu kombinieren. Wo Hulk hintritt, wächst kein Gras mehr; das hat Louis perfekt eingefangen.“
Dazu Produzent Avi Arad: „Louis weiß um Hulks Tiefgründigkeit und die Wurzeln der Figur – und als Franzose, so sagte er, gehe ihm die Love-Story natürlich ganz einfach von der Hand.“
Leterrier, der in Paris aufwuchs, wo Marvel-Comics nicht gerade an jeder Ecke zu haben waren, erzählt, dass seine Begeisterung für Hulk durch die TV-Serie der 1970er Jahre entstand. „In Frankreich haben wir als Kinder eher französische und belgische Comics gelesen und weniger amerikanische. Aber an die TV-Serie kann ich mich noch bestens erinnern. Die war auch bei uns ein Riesenhit und hat mein Bild von Hulk geprägt.“
Wie alle Fans, begeisterte sich Leterrier natürlich für die starke Action in der Serie. Aber es berührte ihn auch, wie Bill Bixby diesen tiefen Konflikt rüberbrachte, das Dilemma, das übermenschliche Kräfte mit sich bringen. Leterrier: „Es war wirklich herzzerreißend, wie Banner Folge für Folge versuchte, ein neues Leben zu beginnen, Freunde zu finden. Und jedes Mal, wenn es ihm fast gelungen war, tauchte Hulk auf und machte alles wieder kaputt.“
Leterrier mag Protagonisten, die in kein Schema passen, was er schon mit seinen vorangegangen Filmen bewiesen hat: „Bruce Banner ist ein Antiheld. Er will seine Superkräfte nicht, weiß aber, dass er sie auch nicht aufgeben kann, weil dann jemand anderes käme, um sie zum Bösen zu wenden. Das ist der Kern seiner Figur – eine Geschichte, die von Akzeptanz handelt. Jeder von uns hat eine aggressive Seite. Einige können besser damit umgehen als andere. Banner versteht, dass sich Wut leicht in Mut verwandeln lässt.“
Da im Kino bereits erzählt wurde, wie der Atomphysiker verstrahlt wird und seine Superkräfte entdeckt, konnte Leterrier jetzt mittendrin einsteigen – mit allen Mitteln, die die neueste Filmtechnik bietet. „Die technischen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung standen, waren großartig. Dann noch die Wurzeln, auf die wir bei der Figur zurückgreifen konnten, die tolle Story, die Action, Spannung und Rasanz machen unser Hulk definitiv zu einem Held, der voll einschlägt!“


Monster und Retter:
Eine UNGLAUBLICHE Besetzung

Bei der Besetzung von DER UNGLAUBLICHE HULK kam es Leterrier und den Produzenten darauf an, ein Ensemble zu rekrutieren, das einen Action-Sommerhit mit herausragender schauspielerischen Leistung unterstützt. „Heutzutage sind die Zuschauer sehr kritisch“, sagt Produzentin Gale Anne Hurd mit einem Augenzwinkern. „Eine großartige CGI-Figur und sensationelle Visual Effects reichen einfach nicht mehr aus. Darüber hinaus muss man eine klasse Story liefern und Charaktere, mit denen man mitfiebern kann. Selbst, wenn man auf soviel tolles Material aus den „Hulk“-Comics und der Serie zurückgreifen kann wie wir, muss man die beste Story finden und die besten Darsteller, um sie zu erzählen.“
Für die Hauptrolle suchte das Team einen Schauspieler, der Bruce Banners brillanten Intellekt und seinen inneren Kampf glaubwürdig verkörpern konnte. Außerdem musste er das ganze Hulk-Universum durchdrungen haben, um zu jeder Zeit sein Bestes geben zu können. Die Filmemacher fanden die perfekte Besetzung: den zweifach Oscar©-nominierten Edward Norton.
„Bruce Banner hat ein kompliziertes Innenleben und ist deshalb sehr schwer zu spielen“, sagt Produzent Feige. „Edward war genau der Richtige dafür. Wir wussten, dass er der Figur eine ganz neue Dimension verleihen würde. Er ist einer der besten Schauspieler seiner Generation. Sein Talent und seine Fähigkeit in schwierige Rollen zu schlüpfen, prädestinierten ihn geradezu für die Bruce Banner/Hulk-Rolle.“
Der wiederum nahm seine Aufgabe sehr ernst. Schließlich ist er seit Kindesbeinen ein großer Fan der Banner/Hulk-Story. Norton dazu: „Bruce Banner lässt sich mit geheimen Mächten ein und verbrennt sich anständig die Finger, was ihn in die Isolation treibt. Die Geschichte dieses einsamen Mannes, der versucht, die Welt vor dem gewalttätigen Ding zu beschützen, das immer wieder aus ihm hervorbricht, spricht viele an. Sie mögen es, wie er sich wehrt, wenn man ihn wütend macht und in die Enge treibt.“
„Vor allem als Teenager ist es natürlich fantastisch zu sehen, wie ein einsamer Außenseiter über sich hinauswächst und sich wehrt“, fügt Norton an. „Genauso fühlt man sich schließlich in dem Alter.“
Dazu Gale Anne Hurd: „Edward brachte nicht nur sein Können als Schauspieler mit sondern auch sein Wissen und seine Liebe für die Figur. Außerdem ist er alles andere als eindimensional und geht gern in die Tiefe; er sucht unter der Oberfläche nach Wahrhaftigkeit. Der überlebensgroße Hulk und sein ebenso gigantischer Gegenspieler Abomination boten Edward dafür die beste Gelegenheit.“
Regisseur Louis Leterrier stimmt zu: „Edward bringt für seine Rolle diese gewisse Niedergeschlagenheit und diesen scharfen Verstand mit, ohne sich selbst zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Edward ist ähnlich in sich gekehrt wie Bruce Banner und Hulk ist das genaue Gegenteil, viel ursprünglicher. Wir verdanken Edwards Kreativität sehr viel. Ohne ihn wäre Hulk nicht so einzigartig geworden.“
Norton gibt das Kompliment an den Regisseur zurück: „Louis und ich wollten ästhetisch genau dasselbe. Ihm schwebte etwas vor, das ähnlich düster und grimmig wie Alien sein sollte. Er wollte Handkamera-Aufnahmen verwenden und dem Film einen dreckigen Look verpassen. Damit meinte er, dass die Bilder nicht immer perfekt komponiert sein sollten, sondern Chaos und Horrorfilm-Aspekte beinhalten sollten. Das gefiel mir sehr.“
Etwas, das Hulk-Fans seit jeher beschäftigt, ist die Liebesgeschichte zwischen Banner und seiner Ex-Harvard-Kommilitonin und Freundin Betty Ross, eine brillante Biologin, die in den Comics zeitweise auch seine Ehefrau war. Die Tragik ihrer Liebe – sie müssen getrennt bleiben, bis Banner ein Heilmittel entwickelt hat – vergrößert Banners Leid ins fast Unerträgliche. Dabei stand Bettys Liebe und Zuneigung immer außer Frage. Trotz ihrer komplizierten Beziehung sind Bettys Gefühle für Bruce so groß, dass sie selbst in seinem grünen Alter Ego seine menschliche Seite erkennt.
Leterrier gefiel es, dass Bruce ausgerechnet durch Bettys Zuneigung in die Hände seines ärgsten Feindes fällt, General Thaddeus ’Thunderbolt’ Ross – Bettys Vater. Dazu der Regisseur: „Ich liebe diese Dynamik, dass Bruce aus Liebe schwere Fehler begeht, die ihn wieder in Ross’ Fänge treiben.“
Für die Schlüsselrolle der Betty kam eigentlich nur Liv Tyler in Frage, eine Favoritin auch unter Hulk-Fans, seit sie als unsterbliche Elbenprinzessin in Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Trilogie zu sehen war. „Liv ist eine klassische Schönheit und ein großes Talent“, sagt Feige. „Durch ihre Rollen in The Lord of the Rings (Der Herr der Ringe, 2001-2003) und Indie-Filmen wie Stealing Beauty (Gefühl und Verführung, 1996) verfügt sie über immense Erfahrungen in Dramen und Action-Abenteuern gleichermaßen, was zu unserem Film natürlich perfekt passt.“
„Es musste jemand sein, der die Rolle ganz ausfüllen konnte, mit der passenden Kombination aus Intelligenz und Stärke“, ergänzt Hurd, die mit Tyler bereits an dem 1990er Mega-Hit Armageddon (Armageddon – Das jüngste Gericht, 1998 ) zusammengearbeitet hat. „Sie musste über eine mutige und eine verletzliche Seite verfügen. Liv ist perfekt, sie ist smart, umgänglich und wunderschön – und verkörpert die Figur deshalb ideal.“
Die körperlichen Anstrengungen, die ihre Rolle verlangten, haben Tyler überrascht, besonders die, mit einer rund drei Meter großen Kreatur spielen zu müssen, die in den Film erst nachträglich per CGI eingefügt wurde. Sie lacht: „So etwas habe ich nicht einmal bei Der Herr der Ringe machen müssen. Da reagierte ich zwar auch auf Dinge, die es gar nicht gab, musste aber nicht notwendigerweise interagieren. Ich wurde z. B. nie durch die Luft gewirbelt.“
Nach der Besetzung der beiden unglücklich Verliebten suchten Louis Leterrier und die Produzenten nach einem Darsteller, der General ’Thunderbolt’ Ross spielen kann, Hulks unerbittlichen und unermüdlichen Jäger. Dazu Leterrier: „Da Liv sehr attraktiv und groß ist, konnte ihr Filmvater natürlich nicht klein und korpulent sein. Wir mussten einen General finden, der wie Ross in den Comics aussah: ein großer, Furcht einflößender Schrank von einem Mann. Mir schwebte jemand vor, den man in so einer Rolle weder schon mal gesehen hatte, noch erwarten würde. Oscar©-Preisträger William Hurt entpuppte sich als Idealbesetzung“.
Als Fan der Hulk-Comics fiel Hurt die Entscheidung für diese Rolle leicht. „Die Comics haben mich immer sehr bewegt“, erinnert sich der Schauspieler. „Ich bin völlig von dem Projekt überzeugt. Deshalb habe ich mitgemacht. Und mein Sohn ist ein noch größerer Hulk-Fan als ich – er weiß absolut alles über ihn. Wir haben stundenlang über Ross’ Entwicklung und die Beziehung zwischen Betty und Banner geredet.“
Hurt erklärt: „’Thunderbolt’ Ross ist zerrissen zwischen der Liebe und Loyalität zu seiner Tochter und seinem Vaterland. Und er ist absolut besessen davon, Bruce Banner und sein Alter Ego aufzuhalten. Durch diese Verbohrtheit bringt er seine Tochter letztlich in Lebensgefahr. Er verliert die Kontrolle über sich und sein Handeln, ignoriert seinen väterlichen Beschützerinstinkt und fühlt sich dadurch erniedrigt, dass ausgerechnet das Ding, das er am meisten hasst, seiner Tochter das Leben rettet – eine hochemotionale Angelegenheit.“
Jeder Superheld braucht einen Bösewicht und während sich Banner mit General Ross anlegt, musste für sein Alter Ego etwas viel Monströseres her, das dem Event-Charakter des Films entsprach. In DER UNGLAUBLICHE HULK kommt es zum Kampf zwischen Hulk und einem der großartigsten Gegenspieler aus den Comics: General Ross mag Banners schlimmster Feind sein, aber er ist nicht allein im Kampf gegen Hulk – Abomination steht an seiner Seite!
Dazu Feige: „Als der Film einsetzt, befindet sich Banner bereits seit fünf Jahren auf der Flucht und ist auf der Suche nach einem Heilmittel. Er macht, was er für richtig hält, indem er ständig in Bewegung bleibt und sich versteckt – vor denen, die er liebt und denen, die seine Kräfte für böse Zwecke missbrauchen wollen. Erst als er der Liebe seines Lebens und seinen alten (und ein paar neuen!) Feinden wiederbegegnet, erkennt er, dass das Monster in ihm letztlich ein Held ist.“
Als Emil Blonsky, Soldat für Spezialaufträge und mit unbändigem Willen zu Herrschaft und Ruhm, besetzten die Filmemacher den britischen Schauspieler Tim Roth. Blonsky verwandelt sich in Abomination, nachdem er sich für General Ross freiwillig derselben Gammastrahlung wie Banner aussetzt. Gegen Abominations Power und Gewalttätigkeit wirkt Hulk glatt wie ein Zwerg. Der Soldat verwandelt sich durch zwei unterschiedliche Prozeduren in diese Kreatur. Von General Ross erhält Blonsky zuerst Injektionen eines Super-Soldaten-Serums, die ihn in eine Militärmaschine verwandeln. Doch erst durch eine Transfusion von Banners Blut, die der skrupellose Dr. Sterns vornimmt, ist seine Transformation in Abomination vollständig abgeschlossen.
Im Gegensatz zum Hulk, der wieder zu Banner wird, sobald das Adrenalin in seinen Adern nachlässt, gibt es für Blonsky kein zurück mehr. Er verwandelt sich durch die Strahlen in ein Monstrum, dessen Wirbelsäule und andere Knochen aus seinem Körper brechen. Mit ihnen kann der blassgrüne Mutant seine Feinde aufspießen und ist viel stärker als Hulk.
Produzent Avi Arad hält Emil Blonsky für den perfekten Gegenspieler: „Bösewichte, die sich bewusst für ihr Dasein entscheiden, sind die Besten. Schließlich ist Blonskys Verwandlung kein Unfall – er will es so. Er sieht Hulks Macht, will sie haben und nimmt sie sich. Hulk ist für ihn eine persönliche Herausforderung, wie früher im Wilden Westen: ‚Leg’ den Schnellsten um, dann bist du selbst der ultimative Revolverheld’. So denkt Blonsky und er macht vor gar nichts halt, um Hulk zu vernichten.“
„Blonsky ist ein Mann der Tat, den nichts mehr beeindruckt“, sagt Roth. „Er hat alles mitgemacht und langweilt sich. Doch dann sieht er Hulk und merkt, da geht noch was. Blonsky will unbedingt ein Stück vom Kuchen, er will die Macht!“
Roth gefiel Blonskys Machthunger: „Als er erkennt, welches Abenteuer auf ihn wartet, gibt es vor Begeisterung kein Halten mehr“, erklärt der Schauspieler. „Es geht mit geringfügigen Injektionen los. Doch als er deren Wirkung feststellt, will er die volle Dröhnung: ‚Schluss mit dem Kleinkram. Ich kann rennen wie der Teufel, bin größer, stärker und schlauer – ich will mehr!’“
Bruce Banners Zustand hat seine Beziehung zu Betty Ross nahezu unmöglich gemacht. Sie will, nach fünf Jahren ohne wirklichen Kontakt zu ihm, gerade die Vergangenheit begraben und sich auf ihren neuen Verehrer Leonard einlassen. (Fans der Comics dürfte der Name bekannt vorkommen: So hieß der Psychiater, der Banner zu heilen versuchte und Bettys Leben rettete [nachdem sie auf Spider-Mans Erzfeind Sandman gestoßen war]. Seine Selbstversuche mit Gammastrahlen verwandelten ihn schließlich in den riesigen, 190 Kilo schweren Doc Samson. Aber das ist eine andere Geschichte…).
Leterrier wusste, dass der Rivale um Bettys Gunst jemand sein musste, „der etwas älter war und von Banner respektiert wird. Der Typ ist großartig, er sieht fabelhaft aus, ist witzig. Es war schwer, jemanden für die Rolle zu finden.“
Die Suche endete, als Norton Ty Burrell vorschlug, mit dem er 2003 in Lanford Wilsons Off-Broadway-Stück „Burn This“ aufgetreten war. Leterrier lacht: „Ich sagte ‚Moment mal, hat Ty Burrell nicht den Deppen in Dawn of the Dead (2004) gespielt?’ Ich traf mich mit ihm und er war so lustig und charmant, dass ich ihn sofort wollte. Ich sagte: ‚Du bist Leonard; Banner und du, ihr passt fabelhaft zusammen.’“
Wichtiger Angelpunkt von DER UNGLAUBLICHE HULK ist Banners Suche nach einem Heilmittel, das ihn wieder gesellschaftsfähig macht. Tim Blake Nelson erhielt die Rolle des Professor Samuel Sterns, ein Zellbiologe, der Banner unter Umständen heilen könnte (und der in den Comics schließlich zum bösen Leader wird, ein zukünftiger Feind Hulks mit einem gewaltigen Schädel). Er steht mit Banner die ganze Zeit in Kontakt, denn Banner glaubt, dass Sterns’ Forschung ein Gegenmittel finden könnte. Was er nicht weiß: In Wirklichkeit will Sterns noch viele andere Hulks erschaffen, sodass sich den Zuschauern einmal mehr die Frage stellt: ‚Wer ist hier eigentlich das Monster?’“
„Sterns ist brillant, aber moralisch verkommen“, erklärt Nelson. „Das macht den Reiz vieler Figuren in DER UNGLAUBLICHE HULK aus – dass sie ihre düstere Seite erforschen. Sterns hält sich ja nicht wirklich für einen Bösewicht. Im Gegenteil, er glaubt, seine Brillanz erhebt ihn über jegliche moralische Grenzen. Sein Leben ist für ihn nur lebenswert, so lange er Neues entdecken kann. Ob das nun gut ist oder nicht, interessiert ihn wenig. Das gefällt mir an der Figur.“
Als die Besetzung feststand und Cameos der Hulk-Schöpfer sowie des Bodybuilders, der für immer mit der Figur verbunden sein wird, eingeplant waren, widmeten sich die Filmemacher dem Hulk selbst, der – halb Mensch, halb Monster – versucht, seine Umgebung nicht zu kurz und klein zu schlagen.


So entstand HULK, der „ungewöhnlichste Mann aller Zeiten“:
Visual Effects

Die meisten Superheldenfilme brauchen CGIs, um zu zeigen, wie sich jemand in sein Superhelden-Ich verwandelt. Und während sie dank Computereffekte fliegen, mit Netzen schießen, Adamantium-Krallen ausfahren oder durch Wände gehen können, ist Hulk tatsächlich einer der wenigen Helden, der komplett computeranimiert ist. Trotzdem sollte er organisch wirken und die Zuschauer sollten es dem Film abkaufen, dass ein drei Meter großer grüner Hüne gegen einen Psychopathen namens Abomination kämpft und dabei ganz Manhattan zertrümmert wird.
Dazu Produzent Feige: „Louis wollte, dass DER UNGLAUBLICHE HULK ein Fun-on-the-Run-Actionfilm wird. Dabei spielen Visual-Effects-Sequenzen meist nur eine unterstützende Rolle. Man fügt sie ein, wo sie erforderlich sind, sei es bei einer Autoverfolgungsjagd, einer Hetzjagd zu Fuß oder per Hubschrauber. Dieser Film kombiniert die Action und das Chaos mit der realen Welt. Louis gestaltete alles so, dass Hulk sich ganz natürlich in diese Geschehnisse einfügt.“


HULK wird erschaffen

Alles begann logischerweise mit dem grünen Hünen selbst. Um das perfekte Design für Hulk zu finden, gingen die Filmemacher Hunderte von Entwürfen und Zeichnungen durch. „Die Vorproduktionphase war unendlich“, wie Produzent Arad zugibt. „Bei uns stapelten sich die Entwürfe. Jeder hatte sein eigenes Bild von Hulk im Kopf. Aber es war wichtig, das alles hinter uns zu lassen, um unseren Hulk zu finden.“
Regisseur Leterrier wusste, was er von dem finalen Design erwartete: „Es sollte etwas Übermenschliches sein“, sagt er. „Ich wollte Gewebe, Haut und Adern. Der Feinschliff an Hulks Aussehen war sehr wichtig. Es sollte nicht einfach eine ‚aufgepumpte Version von Edward Norton’ dabei herauskommen. Hulk sollte anders aussehen, eng angelehnt an seine Ikonografie.“
Darum wandten sich Louis Leterrier und die Produzenten an Visual-Effects-Supervisor Kurt Williams, einen Marvel-Veteranen, der schon an Blockbustern wie Fantastic Four (2005) und X-Men: The Last Stand (X-Men – Der letzte Widerstand, 2006) gearbeitet hatte. Zusammen mit der Oscar©-prämierten Trickschmiede Rhythm & Hues ging Williams – Hulk-Fan seit seiner Kindheit – an die Arbeit: Das Team war für über 900 Visual-Effects-Szenen verantwortlich, von denen allein 450 die vollständig computergenerierte Hauptfigur betrafen.
Dabei war ihnen genauso wichtig, Hulks Wurzeln zu bewahren, wie mit allen technischen Möglichkeiten ein zeitgemäßes Update seines Looks zu schaffen. Um dem Original möglichst nahe zu kommen, nahmen sich Williams und sein Team erstmal die Comics vor. „Konzeptionell machte es natürlich Sinn, zu dem Ursprungsmaterial zurückzugehen“, sagt Williams, „zu dem klassischen Hulk mit allem, was ihn ausmacht. Wir fanden Artworks, die zu unseren Vorstellungen passten – mit längerem Haar und den Posen einer klassischen Skulptur. Die nahmen wir als Grundlage und entwickelten sie weiter. Dann versuchten wir, alles in die echte Welt zu übertragen, was bei Comics wirklich schwierig ist.“
Williams erwartete eine monströse Aufgabe. Er wollte eine Figur schaffen, die mehr wie ein „Linebacker beim Football denn wie ein Bodybuilder“ wirken sollte, und bärenstark, Furcht einflößend und gleichzeitig gefühlvoll sein musste. Hulk-Fans haben große Erwartungen, und das Visual-Effects-Team eines Films muss sich gewaltig anstrengen, um heutige, CGI-erfahrene Zuschauer zu überzeugen.
Visual-Effects-Supervisor Williams erklärt, am wichtigsten sei es gewesen, dass man Hulks Emotionen wahrnehmen kann: „Als Mensch scannt man ununterbrochen Gesichter ab, um Gefühle zu erkennen. Der Unterschied zwischen einem echten und einem computergenerierten Gesicht mag noch so klein sein, aber man spürt instinktiv, wenn da etwas nicht stimmt. Wenn beispielsweise die Gesichtsmuskeln nicht korrekt reagieren oder sich die Augen merkwürdig bewegen.“
Hulk sollte nicht nur Wut und Ärger glaubhaft vermitteln, er musste damit auch neben den echten Schauspielern bestehen können. Um das zu erreichen und die Empathie des Publikums zu wecken, griff das Visual-Effects-Team auf Hilfsprogramme zurück, die darstellen sollten, was Hulk denkt und fühlt. Williams erklärt: „Wir verwendeten beispielsweise Programme, mit dem sich die Muskel- und Gefäßstrukturen vergrößern und verkleinern ließen oder der Sättigungsgrad seiner Farbgebung, um zu zeigen, wie wütend er war. So, wie jemand rot im Gesicht wird, dem etwas peinlich ist. Kleine, aber immens wichtige Details, die Hulk ausmachen.“
Zufälligerweise kam Stan Lee vor über 45 Jahren zu einem ähnlichen Ergebnis. Dazu Lee: „Zuerst ließ ich Hulk grau aussehen, weil es meines Wissens bislang keinen grauen Superhelden oder Bösewicht gab. Doch bei der ersten Ausgabe verursachte das Grau Probleme beim Druck. Die Techniker meinten, die meisten anderen Farben wären einfacher zu drucken, und ich müsste eine andere Farbe wählen. Einen grünen Superhelden kannte ich auch nicht. Dann also grün!“
Schließlich kümmerten sich die Designer und Animatoren um die Größe. Dazu Williams: „Die Entscheidung, wie groß Hulk sein sollte, war sehr wichtig. Wir wollten, dass er eine feststehende Größe besitzt, er sollte weder wachsen noch schrumpfen. Wir haben uns für eine Größe von knapp drei Metern entschieden, weil er damit einerseits immer noch zu den Menschen passt und glaubwürdig wirkt, also nicht unfassbar riesig oder gar wie ein Alien. Andererseits war er immer noch groß genug, um glaubhaft Autos durch die Luft zu werfen oder mit seiner Faust gewaltige Risse in die Straße zu schlagen.“


Das „scheußliche“ Design: ABOMINATION

Produzent Gale Anne Hurd fasst den Schlusskampf von DER UNGLAUBLICHE HULK zusammen – den absoluten Höhepunkt des Films: „Die Story treibt unerbittlich auf eine Schlacht der Titanen zu. Hulk trifft auf einen Gegner, der viel größer, stärker und gefährlicher ist. Und dieser Clash findet mitten in den Straßen von New York statt – ist das was, oder ist das was?“
In den Comics war Abomination die 2,15m große, 440 kg schwere Mutation eines ehemaligen KGB-Agenten. In DER UNGLAUBLICHE HULK ist er ein Superspion, dessen Weltmachtträume ihn ungleich größer machen. Roth erklärt, was Blonsky antreibt: „Er ist ein fantastischer Soldat, der an die Grenzen des Machbaren stößt, zumindest in seinem Körper. Der nächste logische Schritt für ihn ist, sich in diese Kreatur zu verwandeln.“
Das Design des Hulk-Gegenspielers stellte die Filmemacher vor noch größere Probleme als die Hauptfigur. Arad gibt zu: „Hulk ist ein Klassiker, eine Ikone, auf die wir aufbauen konnten, Abomination nicht. Es war sehr schwierig, ihn glaubwürdig, menschlich und Furcht einflößend zu gestalten – eine falsche Entscheidung und wir wären bei Alien gelandet.“
Leterrier erklärt, warum Hulks Feind eine der wildesten und miesesten Kreaturen überhaupt sein musste: Banner glaubt, die Schöpfung seines Feindes ist allein seine Schuld. „Alles begann in Bruce Banners Gehirn: Er schuf ein Monster, er schuf die Technik“, sagt der Regisseur. Als Banner erkennt, dass die Regierung sein belastetes Blut und die von ihm entwickelte Methode benutzt, um einen Super-Soldaten zu schaffen, ist der Physiker von Schuld zerfressen. „Als ihm klar wird, was General Ross aus Emil Blonsky mit Hilfe eines Superserums und Banners Blut erschaffen hat – Abomination – bleibt Banner nichts anderes übrig, als ein Held zu werden“, so Leterrier weiter. „Er will seine Fehler wiedergutmachen.“
Wie bei Hulk griffen die Designer auch bei Abomination auf die Comicvorlagen zurück, passten das Aussehen jedoch genug an, um die Zuschauer ganz in seinen Bann zu ziehen. Während Abomination in den Comics schlangenartig aussah, sollte er im Film wie eine mutierte Version des Hulk wirken. Sie überlegten, wie es wäre, wenn die Gamma-Injektionen dazu führen würden, dass Abominations Knochen aus ihm herauswachsen? Das Außenskelett bekam einen grotesken Aufbau. Gesicht, Brust und Rücken waren viel härter als Hulks…und die Wirbelsäule ragte aus der Haut. Und um den Look zu vervollständigen, bekam das Monster riesige knochige Hände.
Im Film ist Abomination mit rund 3,5m einen halben Meter größer als Hulk, was ihm bedeutende Vorteile verschafft. „Ein Schritt von ihm ist zwischen 1,5m und 3m lang, je nachdem, ob er rennt“, sagt Williams. „Und er kann sich problemlos bis zu 50km/h schnell bewegen. Wir wollten, dass Abomination klar im Vorteil ist, gerade im letzten Drittel, weil Hulk ein Held mit Herz sein sollte. Am Ende des Films wendet er dann das Blatt, weil er Betty retten muss.“


Motion Capture

Während sich die Darsteller ihre Charaktere erarbeiteten, tüftelten die Visual-Effects-Spezialisten an den Effekten. Unermüdlich und kontinuierlich wurde an den Bewegungsabläufen von Hulk und Abomination gearbeitet, um sie zu perfektionieren. Alle Szenen, in denen sie vorkamen, bestanden aus einer bahnbrechenden Kombination aus Computereffekten und Motion Capture (mo-cap), die seinerzeit für Gollum aus Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Trilogie entwickelt wurde.
Dazu Visual-Effects-Supervisor Williams: „Das Motion-Capture-Verfahren ermöglicht es, Körperbewegungen digital zu speichern und auf eine digitale Figur zu übertragen. Dadurch entstehen menschliche Nuancen, die bei einer rein computeranimierten Figur unmöglich wären. Das Verfahren spielte eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung sämtlicher Action-Sequenzen.“
Um die Bewegungsabläufe von Hulk und Abomination für die digitalen Master bei Rhythm & Hues zu gewährleisten, holte man den Bewegungstrainer Terry Notary. Einen Veteran, der schon an 4: Rise of the Silver Surfer (Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer, 2007), Planet of the Apes (Planet der Affen, 2001) und James Camerons kommendem Epos Avatar (2009) beteiligt war. Notary begann seine Karriere als Turner und Mitglied von Cirque du Soleil’s „Mystère“, bevor er ins Filmgeschäft einstieg.
Bereits in einer frühen Phase der Vorproduktion legten Williams, Notary und Rhythm & Hues’ Visual-Effects-Animation-Supervisor Keith Roberts jede einzelne Bewegung und Position der Figuren fest, insgesamt mehr als 2500. Per Motion-Capture-Verfahren definierten sie die unterschiedlichen Bewegungsarten und Kampfstile von Hulk und Abomination.
Dazu Roberts: „Motion Capture ist mittlerweile soweit, dass das Rendern sehr schnell geht. Im Grunde kann man die Ergebnisse in Echtzeit sehen und sofort überprüfen, ob eine Performance die richtige Dynamik besitzt. Man kann Motion-Capture-Schauspielern Regieanweisungen geben wie regulären Schauspielern – sofort vor Ort. Diese Interaktivität war für uns ausschlaggebend. Denn obwohl es sich letztlich um computeranimierte Figuren handelt, liegen ihnen menschliche Bewegungen zugrunde.“
In Abstimmung mit Leterrier entwickelten Notary und Roberts auf der Grundlage der Original-Comiczeichnungen ein Basisprogramm für Hulks und Abominations Bewegungen – von Hulks berühmt berüchtigtem Donnerschlag bis zu Abominations schnellen Schritten. Anschließend begann das Team damit, den Figuren Leinwandleben einzuhauchen.
Notary verbrachte über zwei Monate mit der Choreographie und Verfeinerung der charakteristischen Schläge, Treffer und Tritte der Feinde. Dabei trug er einen Spezialanzug, der es den Kameras ermöglichte, jede Nuance seiner Bewegungen aus jedem Winkel aufzunehmen und auf zwei Monitore zu übertragen. So ließ sich jede Bewegung genauestens studieren. Notarys Performances basierten auf den Comicvorlagen: „Die Hommage an die Comics war sehr wichtig“, erklärt er. „Hulk ist sehr menschlich und lässt sich von seinen Gefühlen leiten. Darum habe ich seine Bewegungen und seine ganze Erscheinung sehr realistisch angelegt. Abomination ist dagegen sehr kopfgesteuert. Sein Verstand leitet ihn, der Körper folgt nur. Im Gegensatz zu Hulk fühlt er nichts.“
Ihre Art zu gehen, wie sie ihre Köpfe drehen, um auf etwas zu reagieren, das alles ist bei Hulk und Abomination komplett unterschiedlich. Das einzige, was sie miteinander verbindet, ist ihr verstrahltes Blut. Alles wurde penibel ausgearbeitet, vom unterschiedlichen Knochenbau bis zu ihren verschiedenen Arten, einen Menschen anzusehen. Abominations Kopf ruckt wie eine Peitsche, während Hulk eine viel langsamere und behutsamere Art hat.
„Die charakteristischen Bewegungen haben sich aus Terrys und Keiths Motion-Capture-Arbeit entwickelt“, sagt Williams. „Hulk bewegt sich beispielsweise sehr rund und defensiv. Stieße man ihn weg, würde er für einen Moment zurückweichen, um dann mit aller Gewalt auf einen loszugehen. Abomination würde sich dagegen kaum bewegen, sondern sofort zum Angriff übergehen. Landet er auf dem Rücken, lässt er sich blitzartig hochschnalzen und ist sofort wieder kampfbereit, wogegen Hulk sich erst abrollen muss, aufspringt und dann weitermacht.“
Sowohl Norton als auch Roth waren an ihren CGI-Charakteren durch ein Cyber-Scannning-Verfahren beteiligt, das Mova heißt. Dabei bemalt man das Gesicht eines Schauspielers mit Infrarotfarbe und hält ihre Performance mit 37 Infrarotkameras aus allen Blickwinkeln fest. „So wirkt die Mimik absolut real. Zusätzlich drehten wir Referenzmaterial ihrer Gesichter auf HD“, erklärt Leterrier.

Die Integration zweier Welten

Keiner weiß besser als Leterrier, wie schwierig es ist, in einem Film so zu tricksen, dass es das Publikum nicht merkt. Er sagt: „Ein gut gemachter Visual-Effects-Film ist ein Sack voller verschiedener Tricks. Man muss die Zuschauer hinters Licht führen, weil wir mittlerweile so an CG-Elemente gewöhnt sind, dass wir sie sofort erkennen. Wenn man sie aber mit Prothesen, echten Menschen und Body-Doubles mischt und so geschickt schneidet, dass es wie aus einem Guss aussieht, kommen die Zuschauer aus dem Staunen nicht mehr heraus.“
Dabei ist der tatsächliche Produktionsvorgang eines CGI-Films die eigentliche Herausforderung. Denn Hulk ist ja nicht nur mit den Hauptdarstellern gemeinsam zu sehen, er spielt mit und neben ihnen. Da aber der größte Star von DER UNGLAUBLICHE HULK natürlich niemals selbst am Set erscheinen konnte, bestand eine wichtige Aufgabe des Visual-Effects-Teams darin, Stellvertreter für ihn zu konstruieren.
Dazu Williams: „Sind die Bewegungen der Figuren per Motion-Capture-Verfahren definiert, müssen die Darsteller auf die Größe sowie Art und Schnelligkeit der Bewegungen eingenordet werden. Es ist ziemlich schwer für einen Schauspieler, sich vorzustellen, was in Szenen mit CG-Charakteren gerade vor sich geht, die sie nicht sehen können, deren Bewegungen sie aber einschätzen müssen.“
Deshalb griff die Visual-Effects-Abteilung auf einige visuelle Hilfsmittel zurück, um Leterrier, den Schauspielern und der Crew zu vermitteln, wie Hulk und Abomination auf der Leinwand aussehen würden. Jede wichtige Szene wurde erst gestoryboarded und dann per Computeranimation prävisualisiert (pre-vis). So konnte Williams allen Beteiligten zeigen, wie Hulk eine Szene „spielen“ würde. Aber dieses Verfahren löste nicht das Problem, dass sowohl die Darsteller wie auch das Team um Kameramann Peter Menzies visuelle Bezugspunkte benötigten. „Das war ein Knackpunkt“, gibt Williams zu. „Wir griffen letztlich auf viele unterschiedliche Stand-Ins für Hulk zurück, je nachdem, welche Szene und welcher Drehort auf dem Plan standen. Wir haben alle Register gezogen. Wir stellten Terry auf Stelzen und befestigten Tennisbälle samt LED-Anzeigen an Teleskopstangen, um damit Hulks Gesicht darzustellen – Hauptsache, die Schauspieler sahen in die richtige Richtung.“
Am schwersten hatten es Liv Tyler und Edward Norton. Tyler musste als Betty Ross auf Norton als Hulk reagieren, der dafür manchmal auf eine Kiste vor ihr stieg. „Alle Szenen wurden abgesprochen, und ich habe dann versucht, ihr zu vermitteln, was passierte“, sagt Norton. „Wir waren alle extrem aufeinander angewiesen, ich, Louis und Terry, der Mann mit dem Dummy-Kopf, damit Liv immer genau nachvollziehen konnte, was in der Szene gerade vor sich ging. Wir versuchten dabei, so spezifisch wie irgend möglich zu sein. Es hat super funktioniert und Liv war großartig.“
Liv Tyler war ebenfalls begeistert, obwohl sie nie wusste, was sie am nächsten Tag erwartete. „Während der Dreharbeiten sind uns immer wieder neue Möglichkeiten eingefallen, was meine Interaktion mit Hulk betraf“, lacht sie. „Ursprünglich sollte ich beispielsweise von einem mechanischen Arm gehoben werden. Aber dann wurde daraus ein großer Mann, bis das Team die brillante Idee hatte, zwei Männer einzusetzen – schließlich ist Hulk ja ein ziemlich großer Kerl.“ Um noch mehr Realismus zu schaffen, bat Leterrier den Waffenberater mit Platzpatronen in die Luft zu schießen, um Tyler und Hurt dazu zu bringen, auf ihren Co-Star zu reagieren.
Tim Blake Nelson fasst zusammen, wie sich die Schauspieler fühlten: „Es ist schwierig vor einer großen, grünen Leinwand auf ein grünes, menschenähnliches Plastikding mit Augen obendrauf zu reagieren (das Leterrier übrigens spontan „The Hulkinator“ taufte). Aber vieles am Schauspielerdasein ist extrem affig. Wir haben intensive Gespräche oder Liebesszenen oder betrauern einen Toten in Großaufnahme – während von überall Scheinwerfer auf uns gerichtet sind und eine Kamera auf uns zufährt – das alles ist sehr irreal. Da macht es auch keinen großen Unterschied mehr, auf etwas wie Hulk zu reagieren, das eigentlich gar nicht da ist.“
Prothesen und Make-Up halfen dabei, die Comicwelt von DER UNGLAUBLICHE HULK mit der wirklichen und den CGIs zu verbinden. William Hurt wollte, dass seine Figur aussieht, als sei sie direkt aus dem Comic gesprungen. Dafür musste er Stunden im Schminkstuhl verbringen. „Ross’ Look ist in den Comics sehr wichtig: das silberne Haar, der silberne Oberlippenbart, die buschigen Augenbrauen und alles andere“, sagt Hurt. „Er wirkt extrem aufgeblasen, so sollte er auch im Film aussehen.“
Hurt hat sich so in seine Figur verwandelt, dass man ihn am ersten Drehtag kaum wieder erkannte. „Als William aus seinem Trailer kam, mussten wir alle zweimal hinsehen“, erinnert sich Hurd. „Es war, als wäre er verschwunden und ’Thunderbolt’ Ross hätte seinen Platz eingenommen. Es war William sehr wichtig, dass er den General so porträtierte, wie ihn sich die Fans immer vorgestellt hatten. Er hatte mit Hilfe seines Sohnes, dem wahrscheinlich größten Marvel-Fan der ganzen Welt, eine komplette Akte über Ross angelegt, um nur nichts falsch zu machen.“


Ein HULK geht um die Welt:
Design und Drehorte des Films

Die Dreharbeiten von DER UNGLAUBLICHE HULK begannen im Juli 2007 in Toronto und endeten nach 88 Tagen in Rio de Janeiro. Leterrier und die Produzenten wollten ihrem „Mann auf der Flucht“-Epos von Anfang an ein globales Feeling verpassen. Dazu Feige: „Bruce Banner flüchtet ans Ende der Welt, weg von allem in die Einsamkeit. Die Story beginnt mit seiner Rückkehr nach Amerika zu Menschen, die er kennt und liebt. Die Reise führt ihn über Südamerika und die Ostküste der Vereinigten Staaten direkt bis ins Herz von Manhattan.“

Brasilien im Sucher

Produktionsdesigner Kirk M. Petruccelli und sein Team bauten über 100 Sets für den Film. Am Anfang von DER UNGLAUBLICHE HULK befindet sich Banner in Brasilien, wo er unauffällig lebt und in einer Abfüllanlage arbeitet, während er unermüdlich nach einem Heilmittel sucht. Als General Ross herausfindet, wo Banner ist, flüchtet er durch Lateinamerika, die Ostküste der USA und landet schließlich in Harlem.
Für einen Produktionsdesign-Veteranen wie Petruccelli ist ein Film mit so einer Bandbreite natürlich ein Leckerbissen. Die düstere Welt, in die Banner abgetaucht war, sollte sich auch in allen visuellen Elementen des Films wiederfinden. „Louis sagte zu mir gleich am Anfang, das Hulk auf seiner Zerstörungs-Tour durch die Welt so realistisch wie möglich wirken sollte“, erinnert sich Petruccelli. „Dies ist ein Roadmovie, ein Chase-Film. Banner ist kontinuierlich auf der Flucht, was dem Produktionsdesigner natürlich die herrlichsten Möglichkeiten eröffnet.“
Petruccelli und seine Crew mischten echte Drehorte mit einer Handvoll Kulissensets. An vielen Straßen und in Gebäuden wählten sie die Ecken mit hohem Wiedererkennungswert. Norton war jedes Mal verblüfft über die Sets: „Die meisten von ihnen habe ich mir viel kleiner vorgestellt, aber Louis und Kirk schwebten ganz andere Dimensionen vor als mir. Die Größe war beeindruckend.“
Leterrier wollte einen Film, der einerseits „eine gewisse Zen-Mentalität haben und andererseits extrem lebhaft sein sollte.“ Wenn Banner gejagt wird – sei es durch die Favelas Südamerikas oder die Schluchten von Manhattan – wollte ich auf ihn schneiden, um die Ruhe vor dem Sturm zu betonen, wie er versucht, die Kontrolle über sich zu behalten. Doch dazu ist Banner nicht in der Lage und Hulk bricht explosionsartig aus ihm heraus.“
Die Filmemacher nutzten zahlreiche Schauplätze in und um Rio de Janeiro, was DER UNGLAUBLICHE HULK einen ganz besonderen Look gab, den sie mit einem künstlichen Set nie erreicht hätten. Einige der aufregendsten Szenen entstanden in einer Favela am Hang von Tavares Bastos, einem verschlungenen Irrgarten aus engen finsteren Gassen und steilen Treppen. Diese liefert auch den spektakulären Hintergrund für Banners Flucht vor Ross’ Kommando am Anfang des Films.
Zusätzlich zu den Haupt- und Second-Unit-Actionszenen in Tavares Bastos, drehte man auch an einigen anderen Orten der geschichtsträchtigen Stadt, darunter in den alten Kolonialvierteln von Lapa und Santa Teresa. Im nahe gelegenen Tijuca-Nationalpark, dem weltgrößten Regenwald in einem Stadtgebiet, machte das Team atemberaubende Landschafts- und Luftaufnahmen.
Während der Vorproduktion recherchierte Petruccelli vor Ort in den Favelas Brasiliens, um die Inneneinrichtung von Banners Rio-Wohnung auf einer Bühne in Toronto gestalten zu können. „Da wir auch vor Ort in Brasilien drehten, war es umso wichtiger, dass unsere Inneneinrichtung authentisch und möglichst detailreich ausgestattet war. Schließlich sollte man zwischen den Location- und Studioszenen keine Unterschiede erkennen“, sagt Petruccelli. „Die Favelas sind so individuell – ein bisschen Gips hier, ein Stein da, leuchtende Farben oder gar keine Farbe, alles ist sehr organisch gewachsen.“
Leterrier kamen die Favelas mit ihren endlosen Treppen und wuseligen Pfaden wie „Ameisenhaufen“ vor. Der Regisseur erinnert sich: „Es war etwas schwierig, dort zu drehen. Aber als wir mit den richtigen Leuten sprachen und ihnen versicherten, dass wir nichts missbrauchen und kaputtmachen, sondern den Ort respektieren und der Welt in strahlendem Glanz präsentieren würden, gab es keine Probleme. Die meisten Menschen haben völlig falsche Vorstellungen von einer Favela. Das ist tatsächlich ein sehr sauberer Ort mit einer Kanalisation, Elektrizität, Video-Clubs, Videotheken und Friseuren. Eine Stadt innerhalb einer Stadt.“ Zu seiner Freude und seinem Leidwesen, gleichermaßen fanden die Dreharbeiten mitten in der brasilianischen Regenzeit statt. Das war gut für die düstere Stimmung des Films und schlecht für die Schauspieler und die Crew-Mitglieder, die natürlich lieber trocken geblieben wären.
Die Abfüllanlage, in der Banner während seines selbstgewählten Exils in Brasilien arbeitet, gehörte zu den anspruchsvollsten Sets, die das Team bauen musste. Dort analysiert er Blumen und Pflanzen, um ein mögliches Heilmittel für seinen verstrahlten Körper zu finden, und dort trifft auch Blonsky erstmals auf Hulk. Die Aufnahmen des Fabrikgeländes entstanden in der früheren Behring Schokoladenfabrik in Rio de Janeiros Stadtteil Santo Cristo. Aber weil ein wesentlicher Teil des ersten Akts im Inneren der Abfüllanlage spielt, musste ein gewaltiges Set konstruiert werden. Der Dreh dieser Actionsequenzen dauerte mehrere Wochen.
„Das war eine sehr aufwändige Sequenz mit schwierigen Raumverhältnissen“, erklärt Petruccelli. „Wir benötigten viel Platz, den wir nach unseren Vorstellungen gestalten konnten – Hulk braucht einfach viel Platz, um Dinge durch die Gegend zu schleudern.“ Nachdem sich die Filmemacher so ziemlich jede alte Fabrik in und um Toronto angesehen hatten, fanden sie die ideale Location: eine verlassene Glasfabrik in Hamilton. In einem achtwöchigen Marathon schufen Zimmerer, Maler und Monteure zusammen mit Set-Gestaltern und Requisiteuren die Illusion einer intakten Abfüllanlage. Ein Ort, der schließlich bei einer explosiven Auseinandersetzung zwischen Hulk und General Ross’ Kommando vollkommen zerstört wird.
Damit DER UNGLAUBLICHE HULK wirklich den Zerstörungs- und Actionfaktor bekam, der den Filmemachern vorschwebte, wandten sie sich an Special-Effects-Coordinator Laird McMurray und Stunt-Coordinator John Stoneham jr.. McMurray und sein Special-Effects-Team verpassten Hulks destruktiven Wutausbrüchen den nötigen Realismus, indem sie mit ausgeklügelten Drahtseil-Mechanismen und Maschinen arbeiteten, die Zugkräfte und Druck von mehreren tausend Kilogramm aushielten. Mit diesen Apparaten war es möglich, schwere Gegenstände so schnell zu bewegen, dass es aussah, als würde Hulk sie durch die Gegend schmeißen. Stoneham und sein Stunt-Team erarbeiteten mit McMurrays Leuten Szenarien, in denen Hulk eine Schneise der Zerstörung hinterlässt, die unglaublich realistisch aussieht.


Auge in Auge: Zwei Titanen in Manhattan

Im Drehbuch stand außerdem ein Zweikampf monumentalen Ausmaßes: Hulk muss ganz New York vor Abominations Zorn retten. Petruccelli erinnert sich: „Als Louis mir sagte, der Höhepunkt des Films sollte in Harlem vor dem Apollo Theater stattfinden, meinte ich nur, ’Klar, kein Problem, aber wir müssen es nachbauen’, denn es war absolut undenkbar, dass man uns dort Autos durch die Gegend werfen und Sachen in die Luft sprengen – also mehr oder weniger eine historische Stätte in Schutt und Asche legen ließ.“
Das Team prüfte ein paar andere Drehorte und Optionen, entschied sich aber letztlich dafür, die Sequenz in drei verschiedenen Locations über einen Zeitraum von mehreren Wochen zu drehen. Der Kampf der Titanen, von Visual-Effects-Supervisor Kurt Williams spaßeshalber „die größte Kneipenschlägerei der Geschichte“ genannt, war mit fast 80 verschiedenen Visual-Effects-Szenen eine der aufwändigsten und kompliziertesten Sequenzen des ganzen Films. Hier war die Zusammenarbeit zwischen Art Department und Visual-Effects-Team besonders gefragt. Williams sagt: „Wo Hulk ist, geht’s rund. Unsere Aufgabe war es, die Sets und CGIs zu einem möglichst realistischen Szenario zusammenzubasteln.“
Ein Abschnitt von Torontos Yonge Street entpuppte sich als ideal, um als Harlemer Fassade zu dienen und Mitte September erhielt die Produktion die Erlaubnis, einen vier Häuserblock langen Teil der Straße für vier Nächte abzusperren. Genug Zeit für Crew und Second-Unit-Crew, um die gewaltige Sequenz mit dem Visual-Effects-Team, dem Special-Effects-Team, Stuntmen, Hunderten von Statisten und haufenweise Pyrotechnik zu drehen: ein Chaos aus zerstörten Autos, explodierenden Bussen, Fassaden und Geschäftszeilen, die extra dafür errichtet wurden, darunter auch die Front des Apollo Theaters samt seines legendären Marquee.
Dank Visual Effects ging die Zerstörung in der Innenstadt von Hamilton weiter, in einem zwei Häuserblocks langen Abschnitt. Dort errichteten Petruccelli und sein Team auf einem Parkplatz eine weitere Häuserfassade von Harlem, die in dem brutalen Kampf dem Erdboden gleichgemacht wird und bei Leterrier und den Produzenten nur „Abomination Alley“ hieß.
Die Action gipfelte auf dem Gelände der Toronto Film Studios, auf dem Set vor einem virtuellen Gerichtsgebäude. Dort wurden u. a. ein Hubschrauberabsturz und die verheerenden Folgen gedreht. Die Requisitenabteilung war monatelang damit beschäftigt, Steintrümmer zu gießen und zahllose Stein-, Marmor- und Dachziegelbrocken aus Gips herzustellen, damit niemand durch die herumfliegenden Trümmer verletzt wurde.
In Toronto drehten die Filmemacher auch auf dem Campus der Universität, im Morningside Park und im Bankenviertel. Die Sets für Innenaufnahmen, darunter Banners Labor, entstanden in den Toronto Film Studios. Weitere Drehorte waren die Canadian Air Force Base in Trenton, Ontario und ein Gletscher in Bella Coola, British Columbia.
Egal wo gedreht wurde, an eines mussten sich die Schauspieler und die Crew schnell gewöhnen: Regisseur Louis Leterriers Einsatz der fünf, zhngt: das volle Action-Programm. „Die Zuschauer stecken in Bruce Banners Haut, weil wir ihm buchstäblich auf den Fersen sind, wenn er durch die Favelas flüchtet. Dank Kabelkameras sitzen sie neben ihm auf dem Motorrad. Sie sind direkt hinter ihm, wenn er sich in Hulk verwandelt hat, da der „russische Arm“, der Haupt-Kamerakran, uns ermöglichte, so schnell wie Hulk zu sein, so hoch zu springen, sich wie er zu bewegen, mit Sachen um sich zu werfen. Das Publikum wird sich fühlen wie er. Es bekommt das totale Hulk-Erlebnis!“


DER UNGLAUBLICHE HULK: auch im Geiste ein Grüner

In einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen für den Umweltschutz und wohltätige Organisationen einsetzen, beschlossen die Schauspieler, Filmemacher und die ganze Crew von DER UNGLAUBLICHE HULK, die ganze Produktion unter diesen Aspekt zu stellen.
Gale Anne Hurd erklärt: „Bei den ersten Meetings zu DER UNGLAUBLICHE HULK wurde uns klar, dass wir es hier mit dem bekanntesten „Grünen“ der Welt zu tun haben. Viele von uns, wie Edward, setzen sich schon lange für Umweltschutz ein. Da brauchten wir nur Eins und Eins zusammenzählen: Menschen mit Umweltbewusstsein und eine grüne Hauptfigur – das war die Gelegenheit.“
Das Produktionsteam war begeistert. Die meisten von ihnen lebten zuhause längst umweltbewusst, da war der nächste logische Schritt, diese Praktiken auch auf die Produktion zu übertragen. Deshalb galten für DER UNGLAUBLICHE HULK strikte Auflagen, die die Belastungen der Umwelt so gering wie möglich halten sollten. Jede Produktionsabteilung reduzierte ihren Müll und Energieverbrauch auf ein Minimum.
Bei einer Filmproduktion führen die Transportbedingungen häufig zur größten Umweltverschmutzung. Deshalb wurden Hybrid-Autos und Fahrzeuge mit geringem Verbrauch benutzt, wann immer es möglich war. Alle Dieselfahrzeuge und Generatoren betankte man mit einem Diesel, der nur minimalste Spuren von Sulfur enthielt. Und überall galt ein striktes Verbot, Fahrzeuge mit laufendem Motor stehen zu lassen.
Die Produktionswerkstatt verzichtete auf die Verwendung von Lauan-Holz, obwohl es sehr günstig und schnell zu haben war, um den Raubbau an der tropischen Hartholzsorte nicht zu unterstützen. Stattdessen benutzte man heimisches Gelbkiefernholz, das umweltverträglich geschlagen wurde. Außerdem wurde das Holz recycelt und wiederverwendet, so oft es ging, und anschließend u. a. Habitat for Humanity zur Verfügung gestellt, einer gemeinnützigen Organisation, die in Dritte-Welt-Ländern Bauprojekte durchführt. Die Mitarbeiter des Scenic Art Department benutzten nur Farben, die wenige oder gar keine flüchtigen Kohlenstoffverbindungen enthielten, und brachten ihre leeren Farbeimer am Wochenende persönlich zur Sammelstelle für Sondermüll.
Das Craft Department und das Catering verwendeten nur Produkte aus lokalem Anbau und ersetzten Plastiktüten durch Stofftaschen. Das Essen am Set wurde in biologisch abbaubaren statt Styroporbehältern serviert, statt Papptellern und Plastikbesteck gab es Porzellan und Silberbesteck. Zu Produktionsbeginn schenkte Gale Anne Hurd jedem Crew-Mitglied einen Edelstahlbecher, um den Gebrauch von Plastik-Wasserflaschen und Styropor-Kaffeebecher zu vermeiden. Außerdem wurden an jedem Drehort und Set Altpapier-, Plastik-, Glas- und Dosen-Container aufgestellt.

Zu den weiteren Umweltschutzmaßnahmen gehörten:

- Verzicht auf Papier bzw. Verwendung von Altpapier
- Verwendung wiederaufladbarer Batterien in der Tonabteilung
- Biologisch abbaubare Seifen und Reinigungsmittel in Trailern und Produktionsbüros
- Kompost- und Biotonnen in der Produktionsküche, den Cateringzelten und Craft Trucks.

Gale Anne Hurd fasst zusammen: „Als Filmemacher haben wir eine Vorbildfunktion und die Verpflichtung, einen Film möglichst umweltverträglich zu produzieren. Die Schauspieler und die Crew von DER UNGLAUBLICHE HULK haben das sehr ernst genommen. Ich finde, es ist an der Zeit, dass das im Film- und TV-Geschäft Schule macht und die Regel wird.“

Am Ende der Produktion von DER UNGLAUBLICHE HULK sagte das Team Goodbye zu Dreharbeiten in den Bergen um halb vier morgens, dem Lärm der Propangas-Bomben, Männern in grünen Anzügen und natürlich dem Hulkinator.
Edward Norton alias Bruce Banner fasst zusammen, warum der gequälte Wissenschaftler und sein mächtiges Alter Ego nun schon jahrzehntelang Generationen fasziniert, und welche Rolle die TV-Serie mit Bill Bixby dabei spielt: „Der Grund, jede Woche einzuschalten, war, dass man hoffte, der arme Kerl würde endlich ein Gegenmittel finden und von einem besessenen Flüchtling wieder zu einem normalen Menschen werden. Dieser tragische, traurige Aspekt von Hulk macht den Unterschied.“
Dazu passt das Schlusswort des Hulk-Schöpfers Stan Lee: „Ich bin wirklich froh, dass Hulk immer noch so beliebt ist. Mein Dank gilt den vielen brillanten Autoren und Künstlern, die ihn am Leben erhalten haben, nachdem sich Jack und ich anderen Projekten zuwandten. Jetzt kommt dieser tolle Film und ich frage mich, wie viele Fortsetzungen wohl folgen? Ich darf es mir mit den Jungs bei Marvel jedenfalls nicht verscherzen, damit ich auch weiterhin meine Cameo-Auftritte bekomme.“




ÜBER DIE SCHAUSPIELER


Edward Norton („Bruce Banner“)

Edward Norton spielte in so unterschiedlichen Filmen wie Primal Fear (Zwielicht, 1996), Everyone Says I Love You (Alle sagen – I Love You, 1996), The People vs. Larry Flynt (Larry Flynt – Die nackte Wahrheit, 1996), American History X (1998 ), Rounders (1998 ), Fight Club (1999), Keeping the Faith (Keeping the Faith – Glauben ist alles!, 2000), The Score (2001), Death to Smoochy (Tötet Smoochy, 2002), Frida (2002), Red Dragon (Roter Drache, 2002), 25th Hour (25 Stunden, 2002), The Italian Job (The Italian Job – Jagd auf Millionen, 2003), Down in the Valley (2005), The Illusionist (2006), The Painted Veil (2006) und dem kommenden Film Pride and Glory (2008 ).
Für seine Leistungen in Primal Fear und American History X wurde Norton für zwei Oscars© nominiert sowie mit einem Golden Globe und diversen anderen Preisen ausgezeichnet. Das Drama Frida, für das Norton das Drehbuch schrieb, wurde für sechs Oscars© nominiert, wovon der Film zwei gewann. Außerdem gewann Norton für seine Performance in dem Off-Broadway-Stück „Burn This“ von Lanford Wilson den Obie Award 2003.
Norton produzierte und inszenierte Keeping the Faith (Keeping the Faith – Glauben ist alles!, 2000), produzierte Down in the Valley (2005), der in der offiziellen Filmauswahl von Cannes lief sowie The Painted Veil (2006). Derzeit produziert er Leaves of Grass und arbeitet an den Adaptionen von Dan O’Briens „Buffalo for the Broken Heart“ und (als Regisseur und Drehbuchautor) an Jonathan Lethems Roman „Motherless Brooklyn“.
Gemeinsam mit seinen Partnern Stuart Blumberg und Produzent Bill Migliore gründete er Class 5 Films. Die ersten beiden Filme der Produktionsfirma waren Down in the Valley und The Painted Veil (2005 und 2006). Außerdem entstehen bei Class 5 Films Natur-, Wissenschafts- und andere unabhängig produzierte Dokumentarfilme. Derzeit wird dort an einer Doku über Barack Obama und das amerikanische Polit-System gearbeitet.
Zu Class 5 Films weiteren Dokus gehören: The Great Rivers Expedition von Jim Norton über ein historisches Wildwasser-Abenteuer, das 2003 in China stattfand, und Dirty Work von David Sampliner, der auf dem Sundance Festival Premiere feierte und danach im Sundance Channel ausgestrahlt wurde. Darüber hinaus arbeitete Class 5 Films mit Sea Studios Foundation an der zweiten Staffel der hochgelobten, Millionen Dollar teuren National-Geographic-Wissenschaftsserie „Strange Days on Planet Earth“, die im April 2008 auf PBS ausgestrahlt wurde, moderiert und gesprochen von Norton.
Kürzlich gab Class 5 Films bekannt, dass sie gemeinsam mit Brad Pitts Plan B Entertainment und National Geographic für HBO ein zehnteiliges Serien-Epos über die Lewis-und-Clark-Expedition produzieren werden, welches auf dem gefeierten Buch „Undaunted Courage“ von Stephen Ambrose basieren wird. Norton und Pitt fungieren dabei als ausführende Produzenten.


Filmographie (Auswahl):

1996
Primal Fear (Zwielicht)
Regie: Gregory Hoblit

1996
The People vs. Larry Flynt (Larry Flynt – Die nackte Wahrheit)
Regie: Milos Forman

1996
Everyone Says I Love You (Alle sagen – I Love You)
Regie: Woody Allen

1998
American History X (American History X)
Regie: Tony Kaye

1999
Fight Club (Fight Club)
Regie: David Fincher

2000
Keeping the Faith (Keeping the Faith – Glauben ist alles!)
Regie: Edward Norton

2001
The Score (The Score)
Regie: Frank Oz

2002
Red Dragon (Roter Drache)
Regie: Brett Ratner

2002
25th Hour (25 Stunden)
Regie: Spike Lee

2003
The Italian Job (The Italian Job – Jagd auf Millionen)
Regie: F. Gary Gray

2005
Kingdom of Heaven (Königreich der Himmel)
Regie: Ridley Scott

2008
THE INCREDIBLE HULK (DER UNGLAUBLICHE HULK)
Regie: Louis Leterrier


Liv Tyler („Betty Ross“)

Zur Ikone wurde Liv Tyler durch ihre Rolle der Elfenkönigin Arwen in der Blockbuster-Trilogie The Lord of the Rings (Der Herr der Ringe, 2001-2003). Zuletzt spielte sie in Steve Buscemis Lonesome Jim (2005) neben Casey Affleck und Buscemi und in Reign Over Me (Die Liebe in mir, 2007) mit Adam Sandler und Don Cheadle. Als nächstes ist sie in dem Suspense-Thriller The Strangers (2008 ) und in der Komödie Smother (2007) neben Diane Keaton zu sehen.
Zu Tylers weiteren Credits gehören Kevin Smiths Jersey Girl (2004) mit Ben Affleck und Jennifer Lopez, eine Hauptrolle in Bernardo Bertoluccis Stealing Beauty (Gefühl und Verführung, 1996) mit Jeremy Irons, Inventing the Abbotts (Die Abbotts – Wenn Hass die Liebe tötet, 1997) von Pat O’Connor mit Joaquin Phoenix und Billy Crudup, und natürlich Michael Bays Armageddon (Armageddon – Das jüngste Gericht, 1998 ) neben Bruce Willis und Ben Affleck. Weiterhin sah man sie in Robert Altmans Cookie’s Fortune (Aufruhr in Holly Springs, 1999) neben Glenn Close, Julianne Moore und Charles S. Dutton, neben Ralph Fiennes in Plunkett & Macleane (Plunkett & Macleane – Gegen Tod und Teufel, 1999) von Jake Scott und in One Night at McCool’s (Eine Nacht bei McCool’s, 2001) neben Matt Dillon, Paul Reiser und John Goodman.
Ihr Filmdebüt gab Liv Tyler neben Richard Dreyfuss 1994 mit der Hauptrolle in Bruce Beresfords Silent Fall (Stummer Schrei). Nach einer weiteren Hauptrolle in Empire Records (Das Empire Team, 1995) porträtierte sie die Kellnerin eines Provinz-Diners in James Mangolds Heavy (Liebeshunger, 1995). Der Film avancierte zum Favoriten des Sundance Film Festivals 1995.
Liv Tyler wurde in New York geboren und wuchs in Portland, Maine auf. Als sie in der sechsten Klasse war, zog ihre Familie jedoch zurück nach Manhattan. Mit vierzehn Jahren begann sie zu modeln und war in zahlreichen Print- und TV-Werbekampagen zu sehen, bevor sie schließlich Schauspielerin wurde.

Filmographie (Auswahl):

1994
Silent Fall (Stummer Schrei)
Regie: Bruce Beresford

1996
Stealing Beauty (Gefühl und Verführung)
Regie: Bernardo Bertolucci

1997
U-Turn (U-Turn – Kein Weg zurück)
Regie: Oliver Stone

1998
Armageddon (Armageddon – Das jüngste Gericht)
Regie: Michael Bay

1999
Cookie’s Fortune (Aufruhr in Holly Springs)
Regie: Robert Altman

2001
One Night at McCool’s (Eine Nacht bei McCool’s)
Regie: Harald Zwart

2001
The Lord of the Rings: The Fellowship of the Rings (Der Herr der Ringe: Die Gefährten)
Regie: Peter Jackson

2002
The Lord of the Rings: The Two Towers (Der Herr der Ringe: Die zwei Türme)
Regie: Peter Jackson

2002
The Lord of the Rings: The Return of the King (Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs)
Regie: Peter Jackson

2004
Jersey Girl (Jersey Girl)
Regie: Kevin Smith

2007
Reign Over Me (Die Liebe in mir)
Regie: Mike Binder

2008
THE INCREDIBLE HULK (DER UNGLAUBLICHE HULK)
Regie: Louis Leterrier


Tim Roth („Emil Blonsky“)

Tim Roth hat sich mit Porträts unvergesslicher Figuren in zahlreichen Independentfilmen eine beispiellose Filmkarriere aufgebaut. Sein Debüt in einem großen Studio-Film gab er in MGMs Rob Roy (1995) neben Liam Neeson und Jessica Lange. Seine Rolle als Archibald Cunningham wird immer wieder zu den besten Bösewichten der Filmgeschichte gezählt und brachte Roth eine Golden-Globe- und eine Oscar©-Nominierung als bester Nebendarsteller ein. Außerdem spielte er neben Mark Wahlberg und Helena Bonham Carter eine der Hauptrollen in Tim Burtons Remake Planet of the Apes (Planet der Affen, 2001).
Schlagartig berühmt wurde Roth jedoch durch zwei Rollen, die er für Quentin Tarantino spielte: In dem Thriller Reservoir Dogs (Reservoir Dogs – Wilde Hunde, 1992) mit Harvey Keitel, Michael Madsen, Chris Penn und Steve Buscemi beeindruckte Roth als Mr. Orange. Als Undercover-Cop gerät er zwischen die Fronten eines missglückten Juwelenraubs und überzeugt – langsam verblutend – mit einem realistischen wie erschütternden Todeskampf. Unvergessen bleibt auch seine Rolle als Räuber Pumpkin in Tarantinos Kultfilm Pulp Fiction (1994), der zur falschen Zeit am falschen Ort einen Überfall startet. Zum Ensemble der Thrillerkomödie, die einen Golden Globe und einen Oscar© in der Kategorie „Bestes Drehbuch“ gewann, gehörten außerdem John Travolta, Samuel L. Jackson, Uma Thurman und Harvey Keitel.
Zuletzt konnte man Roth in Michael Hanekes Funny Games U. S. (2007) zusammen mit Naomi Watts sehen, darüber hinaus spielte er an der Seite von Alexandra Maria Lara in Francis Ford Coppolas Youth Without Youth (Jugend ohne Jugend, 2007) und in Wim Wenders Don’t Come Knocking (2005). Demnächst startet The Other Side (2008 ), in dem Roth neben Ryan Gosling und Brittany Murphy spielt.
Vor kurzem kehrte Roth außerdem zum Theater zurück: Er trat in einer Off-Broadway-Produktion von Sam Shepards „The God of Hell“ auf. Seit Beginn seiner Karriere, als er für seine Leistung in Kafkas „Die Verwandlung“ gefeiert wurde, war es das erste Mal, dass er wieder auf einer Bühne stand.
Sein Regiedebüt gab Tim Roth 1999 mit dem beeindruckenden und hochgelobten Drama The War Zone (War Zone). Basierend auf dem Roman von Alexander Stuart und mit Ray Winstone in einer Hauptrolle, feierte der Film seine umjubelte Premiere auf dem Sundance Film Festival und lief darüber hinaus auf den Festivals von Cannes und Toronto.
Seine Laufbahn schlug der britische Schauspieler rein zufällig ein. In seiner Jugend wollte der Kunstliebhaber Roth eigentlich Maler und Bildhauer werden. Doch als er aus Spaß an einem Vorsprechen für eine Highschool-Aufführung teilnahm und die Rolle tatsächlich bekam, entdeckte er seine wahre Leidenschaft, die Schauspielerei. Nach seinem Abschluss nahm er ein Schauspielstudium an einer Londoner Kunstschule auf.
Anschließend spielte er regelmäßig Theater, bevor er mit der Hauptrolle in dem TV-Film „Made in Britain“ 1982 sein Filmdebüt gab. Das kontroverse Skinheaddrama gewann den Prix Italia. Gleich im Anschluss drehte er für Mike Leigh den hochgelobten TV-Film „Meantime“.
Es folgten über fünfzehn weitere Film- und TV-Projekte, darunter Stephen Frears’ The Hit (Die Profi-Killer, 1984) – für den Roth den Evening-Standard-Award in der Kategorie „Best Newcomer“ bekam – The Cook, The Thief, His Wife and Her Lover (Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber, 1989), Rosenkrantz & Guildenstern are Dead (Rosenkrantz und Güldenstern sind tot, 1990) mit Gary Oldman sowie Vincent & Theo (1990) von Robert Altman, in dem Roth Vincent Van Gogh porträtierte.
Aufgewachsen mit US-Filmen wie Mean Streets und Taxi Driver, träumte Roth immer davon, in die USA zu gehen. Er nutzte seine Chance, als eine Publicity-Tour zu Vincent & Theo anstand. Bereits kurz darauf zog er nach Amerika und hat seitdem seinen Weg des abseitigen, unabhängigen Films kontinuierlich verfolgt.
Zu seinen weiteren Filmen zählen u. a. Nora Ephrons Lucky Numbers (2000), Guiseppe Tornatores The Legend of 1900 (Die Legende vom Ozeanpianisten, 1998 ), Werner Herzogs erster englischsprachiger Film Invincible (Unbesiegbar, 2001), Jumpin’ at the Boneyard (Manny und Dan – Leben und sterben in der Bronx, 1992), Bodies, Rest & Motion (Bodies, Rest and Motion – Liebe im Quadrat, 1993), Four Rooms (1995), Little Odessa (Little Odessa – Eiskalt wie der Tod, 1994), Captives (Captives – Gefangen, 1994), Gridlock’d (Gridlock’d – Voll drauf!, 1995), Woody Allens Everyone Says I Love You (Alle sagen – I Love You, 1996), Hoodlum (Harlem, N.Y.C., 1997), Dark Water (Dark Water – Dunkle Wasser, 2005), The Beautiful Country (2004) sowie die TV-Filme „Heart to Kill“ (1993) und „Herz der Finsternis“ (1994) mit John Malkovich.

Filmographie (Auswahl):

1989
The Cook, The Thief, His Wife and Her Lover (Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber)
Regie: Peter Greenaway

1990
Vincent & Theo (Vincent & Theo)
Regie: Robert Altman

1992
Reservoir Dogs (Reservoir Dogs – Wilde Hunde)
Regie: Quentin Tarantino

1994
Pulp Fiction (Pulp Fiction)
Regie: Quentin Tarantino

1995
Rob Roy (Rob Roy)
Regie: Michael Caton-Jones

1996
Everyone Says I Love You (Alle sagen – I Love You)
Regie: Woody Allen

1998
The Legend of 1900 (Die Legende vom Ozeanpianisten)
Regie: Guiseppe Tornatore

2001
Planet of the Apes (Planet der Affen)
Regie: Tim Burton

2005
Dark Water (Dark Water – Dunkle Wasser)
Regie: Walter Salles

2007
Youth Without Youth (Jugend ohne Jugend)
Regie: Francis Ford Coppola

2007
Funny Games U. S. (Funny Games U. S.)
Regie: Michael Haneke

2008
THE INCREDIBLE HULK (DER UNGLAUBLICHE HULK)
Regie: Louis Leterrier


Tim Blake Nelson („Samuel Sterns“)

Tim Blake Nelson hat bislang in über dreißig Filmen mitgespielt, darunter Meet the Fockers (Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich, 2004), Holes (Das Geheimnis von Green Lake, 2003), Wonderland (2003), The Good Girl (2002), Minority Report (2002), O Brother, Where Art Thou? (O Brother, Where Art Thou? – Eine Mississippi-Odyssee, 2000) sowie der TV-Film „Warm Springs“ (2005). Zuletzt konnte man ihn in Syriana (2005), The Amateurs (Dirty Movie, 2005), The Big White (The Big White – Immer Ärger mit Raymond, 2005), Come Early Morning (2006) und Fido (Fido – Gute Tote sind schwer zu finden, 2006) sehen.
Auch als Regisseur und Drehbuchautor hat sich Nelson einen Namen gemacht. Sein Film The Grey Zone (Die Grauzone, 2001), in dem er neben Harvey Keitel, Steve Buscemi, Mira Sorvino, David Arquette, Allan Corduner und Natasha Lyonne auch selbst mitspielte, feierte 2001 auf dem Toronto International Film Festival Premiere. Das Drama handelt von einem jüdischen Sonderkommando, das zur Leichenvernichtung im KZ Birkenau gezwungen wird. Der Film entstand in Bulgarien und basiert auf Nelsons eigenem, preisgekröntem Theaterstück. Das National Board of Review ehrte The Grey Zone 2002 mit der Sonderauszeichnung „Special Recognition of Films that Reflect the Freedom of Expression“.
Außerdem inszenierte Nelson O (O – Vertrauen, Verführung, Verrat, 2001), eine zeitgemäße Adaption von Shakespeares „Othello“ mit Martin Sheen, Julia Stiles, Josh Hartnett und Mekhi Phifer in den Hauptrollen. 2001 wurde Nelson dafür auf dem Seattle International Film Festival in der Kategorie „Bester Regisseur“ ausgezeichnet.
Sein Regiedebüt gab Tim Blake Nelson mit dem Film Eye of God (Das Auge Gottes, 1997), den er auch schrieb und in dem Martha Plimpton, Hal Holbrook und Kevin Anderson die Hauptrollen spielten. Eye of God feierte der auf dem Sundance Film Festival Premiere und gewann 1997 den Hauptpreis des Seattle International Film Festival sowie den Bronze-Preis des Tokio Film Festival.

Filmographie (Auswahl):

1997
Donnie Brasco (Donnie Brasco)
Regie: Mike Newell

1998
The Thin Red Line (Der schmale Grat)
Regie: Terrence Malick

2000
O Brother, Where Art Thou? (O Brother, Where Art Thou? – Eine Mississippi-Odyssee)
Regie: Joel Coen

2002
Minority Report (Minority Report)
Regie: Steven Spielberg

2004
Meet the Fockers (Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich)
Regie: Jay Roach

2005
Syriana (Syriana)
Regie: Stephen Gaghan

2006
Fido (Fido – Gute Tote sind schwer zu finden)
Regie: Andrew Currie

2006
The Astronaut Farmer (Astronaut Farmer)
Regie: Michael Polish

2008
THE INCREDIBLE HULK (DER UNGLAUBLICHE HULK)
Regie: Louis Leterrier


Ty Burrell („Leonard“)

Vor kurzem konnte man Ty Burrell in Steven Shainbergs Fur: An Imaginary Portrait of Diane Arbus (Fell – Ein imaginäres Porträt von Diane Arbus, 2006) sehen, einem Drama um die weltberühmte Fotografin mit Nicole Kidman und Robert Downey jr. in den Hauptrollen. Burrell spielt in dem Film, der auf dem Telluride und Rome Film Festival Premiere feierte, Arbus’ Ehemann Allan. Außerdem war Burrell in Finn Taylors romantischer Komödie The Darwin Wards (2006) dabei, die in Sundance Premiere feierte.
Zu Burrells weiteren Filmen zählen Nicole Holofceners Friends With Money (Freunde mit Geld, 2006) mit Catherine Keener, Frances McDormand und Jennifer Aniston, David Jacobsons Down in the Valley (2005) mit Evan Rachel Wood, In Good Company (Reine Chefsache, 2004) von den Weitz-Brüdern, Dawn of the Dead (2004), Ridley Scotts Black Hawk Down (2001) und Ivan Reitmans Evolution (2001).
Außerdem ist Burrell ein vielbeschäftigter Broadway- und Off-Broadway-Schauspieler. So stand er neben Edward Norton, Catherine Keener und Dallas Roberts in der hochgelobten Off-Broadway-Produktion „Burn This“ des Signature Theatre auf der Bühne. Neben Peter Dinklage spielte er am Public Theater Lord Buckingham in „Richard III.“ (Regie: Peter DuBois) und trat in Paul Weitz’ „Show People“ an der Seite von Debra Monk und Judy Greer am Second Stage Theatre auf (Regie: Peter Askin).
Zuletzt spielte er gemeinsam mit Stephen Dillane die Hauptrollen in der Weltpremiere von Caryl Churchills „Drunk Enough to Say I Love You?“ am Royal Court Theatre in London (Regie: James McDonald). In dem Stück, das seit Frühjahr 2008 am Public Theater in New York läuft, geht es um eine gestörte Männerbeziehung.
Im Fernsehen kann man ihn aktuell in der halbstündigen Fox-Sitcom „Back to You“ neben Kelsey Grammar und Patricia Heaton sehen. Vorher spielte er an der Seite von Stockard Channing und Henry Winkler in der CBS-Sitcom „Out of Practice – Doktor, Single, sucht“.

Filmographie (Auswahl):

2001
Evolution (Evolution)
Regie: Ivan Reitman

2001
Black Hawk Down (Black Hawk Down)
Regie: Ridley Scott

2004
Dawn of the Dead (Dawn of the Dead)
Regie: Zack Snyder

2004
In Good Company (Reine Chefsache)
Regie: Paul Weitz

2006
Friends With Money (Freunde mit Geld)
Regie: Nicole Holofcener

2007
National Treasure: Book of Secrets (Das Vermächtnis des geheimen Buches)
Regie: Jon Turteltaub

2008
THE INCREDIBLE HULK (DER UNGLAUBLICHE HULK)
Regie: Louis Leterrier


William Hurt („General Thaddeus ‘Thunderbolt’ Ross“)

William Hurt studierte Schauspielerei an Tufts University und New Yorks Juillard School of Music and Drama. Er wurde bislang einmal mit dem Oscar© ausgezeichnet und drei weitere Male nominiert, zuletzt für seine Leistung als bester Nebendarsteller in David Cronenbergs A History of Violence (2005). Der Thriller lief sowohl auf dem Cannes Film Festival als auch auf dem Toronto International Film Festival mit großem Erfolg. Die Los Angeles Film Critics Association und der New York Film Critics Circle zeichneten Hurt ebenfalls für seine Rolle aus.
Zuletzt spielte er in Yellow Handkerchief (2008 ) unter der Regie von Udayan Prasad mit. Der Film ist ein Remake des gleichnamigen Dramas von Yoji Yamada aus dem Jahr 1977 und erzählt die Geschichte eines entlassenen Strafgefangenen, der für einen tödlichen Unfall verurteilt wurde.
Kürzlich sah man William Hurt als US-Präsidenten in dem Thriller Vantage Point (8 Blickwinkel, 2008 ) neben Dennis Quaid, Sigourney Weaver und Forest Whitaker, in Sean Penns Drama Into the Wild (2008 ) mit Emile Hirsch, Marcia Gay Harden, Catherine Keener und Vince Vaughn, und neben Kevin Costner in dem Psychothriller Mr. Brooks (Mr. Brooks – Der Mörder in Dir, 2007) von Bruce Evans.
Anfang 2007 brillierte Hurt zusammen mit Matt Damon, Angelina Jolie und Robert De Niro in dessen The Good Shepherd (Der gute Hirte, 2006). Der Agententhriller schildert rund vierzig Jahre CIA aus der Sicht eines ihrer führenden Köpfe, Edward Wilson.
2006 war Hurt in James Marshs The King (The King oder Das 11. Gebot, 2005) neben Gael García Bernal zu sehen. Darin geht es um einen jungen Mann, der nach seiner Entlassung bei der Navy in seinen texanischen Heimatort zurückkehrt, um sich mit seinem Vater (Hurt) auszusöhnen. Der Film wurde in Cannes gezeigt. Im selben Jahr spielte Hurt in Beautiful Ohio (2006) von Chad Lowe und in der Independentkomödie Noise (2007) neben Tim Robbins und Bridget Moynahan mit.
2005 trat er in dem Politthriller Syriana von Stephen Gaghan auf, in dem George Clooney, Matt Damon und Amanda Peet weitere Rollen spielten. Außerdem drehte Hurt im selben Jahr den Independentfilm Neverwas (2005) mit Ian McKellen, Alan Cumming und Aaron Eckhart.
2004 überzeugte Hurt neben Joaquin Phoenix und Sigourney Weaver in M. Night Shyamalans Thriller The Village (The Village – Das Dorf) sowie in dem Independentfilm The Blue Butterfly (Das Geheimnis des blauen Schmetterlings). Darin spielt er einen berühmten Insektenforscher, der einen todkranken Jungen in den Regenwald mitnimmt, um ihm seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Der Film lief 2004 auf dem Tribeca Film Festival.
2002 spielte Hurt in Disneys Tuck Everlasting (Bis in alle Ewigkeit) von Jay Russell mit, der auf dem Toronto International Film Festival Premiere feierte, und hatte einen Cameo-Auftritt in Changing Lanes (Spurwechsel) mit Ben Affleck und Samuel L. Jackson.
2001 war er in dem Independentfilm Rare Birds zu sehen, der ebenfalls auf dem Toronto International Film Festival gezeigt wurde. Außerdem hatte er eine Nebenrolle in Steven Spielbergs Artificial Intelligence: AI (A. I. – Künstliche Intelligenz).
2000 konnte man seine erinnerungswürdige Performance in István Szabós Sunshine (Sunshine – Ein Hauch von Sonnenschein, 1999) bewundern, der insgesamt mit drei Genie Awards ausgezeichnet wurde, u. a. in der Kategorie „Bester Film“.
1980 gab er in Ken Russells Altered States (Der Höllentrip) sein Spielfilmdebüt. 1986 gewann er den Oscar© in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ (sowie Darstellerpreise der British Academy und des Cannes Film Festivals) für seine Leistung in Kiss of the Spider Woman (Der Kuss der Spinnenfrau, 1985). Die beiden Folgejahre wurde er ebenfalls in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ für einen Oscar© nominiert: für Children of a Lesser God (Gottes vergessene Kinder, 1986) und Broadcast News (Broadcast News – Nachrichtenfieber, 1987).
Zu seinen weiteren Credits zählen u. a. Body Heat (Eine heißkalte Frau, 1981), Eyewitness (Der Augenzeuge, 1981), The Big Chill (Der große Frust, 1983), Gorky Park (1983), The Accidental Tourist (Die Reisen des Mr. Leary, 1988 ), Alice (1990), I Love You to Death (Ich liebe dich zu Tode, 1990), The Doctor (Der Doktor – Ein gewöhnlicher Patient, 1991), The Plague (Die Pest, 1992), Smoke (1995), Jane Eyre (1996), Michael (1996), Dark City (1998 ), The Proposition (Wunsch & Wirklichkeit, 1998 ), One True Thing (Familiensache, 1998 ) und The Big Brass Ring (Die Akte Romero, 1999).
Auch im TV war Hurt immer wieder zu sehen. 2006 übernahm er eine Rolle in der Folge „Battleground“ der TNT-Special-Event-Serie „Nightmares and Dreamscapes: From the Stories of Stephen King“. Die acht Geschichten basierten auf der gleichnamigen King-Anthologie und verfügten über eine All-Star-Besetzung, zu der u. a. William H. Macy, Samantha Mathis, Claire Forlani und Ron Livingston gehörten. Zu seinen weiteren TV-Credits zählen die „Frankenstein“-Miniserie „Die Kreatur – Gehasst und gejagt“ (2004) mit Donald Sutherland, die Titelrolle in der CBS-Miniserie „Master Spy: The Robert Hanssen Story“ (2002), CBS’ „The Flamingo Rising“ (2001), Showtimes „Varian’s War“ (2001) und Sci-Fi-Channels „Dune – Der Wüstenplanet“ (2000). „Varian’s War“, den Lionel Chetwynd inszenierte und Barbra Streisands Barwood Films produzierte, erzählt die wahre Geschichte von Varian Fry (Hurt), der während des Zweiten Weltkriegs über 2000 Menschen vor den Nazis rettete, darunter viele berühmte europäische Künstler.
Die ersten Jahre seiner Karriere verbrachte er auf den Theaterbühnen der Schauspielschule, bei Sommeraufführungen, auf Regionalbühnen und Off-Broadway. Er trat in über fünfzig Produktionen auf, darunter „Henry V.“, „Hamlet“, „Richard II.“, „Hurlyburly“ (was ihm eine Tony-Nominierung einbrachte), „My Life“ (was ihm einen Obie Award einbrachte), „Eine Mitsommernachtskomödie“ und „Good“.
Außerdem las Hurt für BBC Radio 4 Paul Theroux’ „The Great Railway Bazaar“ und E. Annie Proulx’ „Schiffsmeldungen“. Er nahm „Der Polarexpress“ und „The Boy Who Drew Cats“ auf und fungierte als Erzähler der Dokumentationen „Searching for America: The Odyssey of John Dos Passos“, „A. Einstein: How I See The World“ und „To Speak the Unspeakable: The Message of Elie Wiesel“.
1988 erhielt William Hurt als Erster den Spencer-Tracy-Award der UCLA.

Filmographie (Auswahl):

1980
Altered States (Der Höllentrip)
Regie: Ken Russell

1983
The Big Chill (Der große Frust)
Regie: Lawrence Kasdan

1983
Gorky Park (Gorky Park)
Regie: Michael Apted

1985
Kiss of the Spider Woman (Der Kuss der Spinnenfrau)
Regie: Hector Babenco

1986
Children of a Lesser God (Gottes vergessene Kinder)
Regie: Randa Haines

1987
Broadcast News (Broadcast News – Nachrichtenfieber)
Regie: James L. Brooks

1988
The Accidental Tourist (Die Reisen des Mr. Leary)
Regie: Lawrence Kasdan

1990
Alice (Alice)
Regie: Woody Allen

1995
Smoke (Smoke)
Regie: Wayne Wang

1999
Sunshine (Sunshine – Ein Hauch von Sonnenschein)
Regie: István Szabó

2004
The Village (The Village – Das Dorf)
Regie: M. Night Shyamalan

2005
A History of Violence (A History of Violence)
Regie: David Cronenberg

2005
Syriana (Syriana)
Regie: Stephen Gaghan

2008
Vantage Point (8 Blickwinkel)
Regie: Pete Travis

2008
Into the Wild (Into the Wild)
Regie: Sean Penn

2008
THE INCREDIBLE HULK (DER UNGLAUBLICHE HULK)
Regie: Louis Leterrier





ÜBER DIE FILMEMACHER


Louis Leterrier (Regie)

Louis Leterrier inszenierte zuletzt den Adrenalin kickenden Actionkracher Transporter 2 (Transporter II – The Mission, 2005), die Fortsetzung seines erfolgreichen Regiedebüts The Transporter (Transporter, 2002). Beide Filme wurden von Luc Besson geschrieben und produziert und zeigten Jason Statham in der Hauptrolle eines mysteriösen Transportfahrers. Außerdem führte Louis Leterrier bei Unleashed (Unleashed – Entfesselt, 2005) mit Jet Li, Morgan Freeman und Bob Hoskins Regie.
Leterrier wurde in Paris geboren und entdeckte früh seine Liebe zum Film. Bevor er 18 war, hatte er bereits zahlreiche Kurzfilmpreise gewonnen. Er verließ Frankreich, um an der renommierten Tisch School of the Arts der New York University Film zu studieren. Anschließend war er Regieassistent und arbeitete an den Visual Effects von Alien: Resurrection (Alien – Die Wiedergeburt, 1997), den sein Landsmann Jean-Pierre Jeunet inszenierte. Danach arbeitete er als Regieassistent an Luc Bessons Historienepos The Messenger: The Story of Joan of Arc (Johanna von Orleans, 1999) und der Big-Budget-Comicverfilmung Astérix & Obélix: Mission Cléopâtre (Asterix & Obelix: Mission Kleopatra, 2002).


Zak Penn (Story, Drehbuch)

Seit über fünfzehn Jahren ist Zak Penn im Filmgeschäft äußerst erfolgreich. Als Drehbuchautor von Hollywood-Blockbustern ist er längst eine Institution, doch mit gleicher Leidenschaft inszeniert er immer wieder Independent-, Experimental- und Improvisationsfilme.
Zusammen mit Werner Herzog führte er bei dem preisgekrönten Doku-Schwindel Incident at Loch Ness (2004) Regie, der von dem legendären Monster handelt. Der Film wurde komplett mit Nicht-Schauspielern improvisiert, so dass die Grenzen zwischen Fiktion und Realität völlig verwischten.
Für seinen zweiten Film The Grand (2007), eine Komödie, die im professionellen Pokermilieu spielt, wählte Penn den gleichen Improvisations- und Experimental-Ansatz, verfügte aber im Gegensatz zu Incident über eine phänomenale Besetzung: Woody Harrelson, David Cross, Ray Romano, Cheryl Hines, Dennis Farina und abermals Werner Herzog. In dem Film geht es um sechs Pokerspieler, die in die Endrunde eines Wettkampfs kommen, bei dem zehn Millionen Dollar auf dem Spiel stehen. Das Besondere an dem Film war, dass der Schluss nicht vorher feststand. Alle Darsteller spielten als ihre Filmfiguren in Echtzeit um den Sieg. Penn entwickelte das Filmende dann aus dem tatsächlichen Ausgang des Turniers.
Zak Penn wuchs in seiner Geburtsstadt New York auf. Er besuchte die Wesleyan University und begann schon kurz darauf seine Karriere als Drehbuchautor: Mit 23 Jahren verkaufte er sein erstes Skript Last Action Hero (1993). Seitdem hat er u. a. die Drehbücher zu PCU (1994), Inspector Gadget (1999), Behind Enemy Lines (Im Fadenkreuz – Allein gegen alle, 2001), X2 (X-Men 2, 2003), Suspect Zero (2004), Elektra (2005) und X-Men: The Last Stand (X-Men – Der letzte Widerstand, 2006) geschrieben. Derzeit arbeitet Penn für Warner Bros. an einem Remake von The Dirty Dozen (Das dreckige Dutzend, 1967).
Darüber hinaus hat Penn ungenannt die Drehbücher von Men in Black (1997), The Mask of Zorro (Die Maske des Zorro, 1998 ), Mighty Joe Young (Mein großer Freund Joe, 1998 ), Charlie’s Angels (3 Engel für Charlie, 2000), Reign of Fire (Die Herrschaft des Feuers, 2002) und Rescue Dawn (2006) überarbeitet. Außerdem fungierte er als Co-Autor der Originalstory von Antz (1998 ), spielte in diversen Filmen mit, darunter Star Maps (1997) und Chuck & Buck (2000), und produzierte für Warner Bros. den Animationsfilm Osmosis Jones (2001).


Avi Arad (Produzent)

Bis vor kurzem war Avi Arad Vorsitzender, Geschäftsführer und kreativer Leiter von Marvel Studios, der Kino- und TV-Abteilung von Marvel Entertainment. Im Juni 2006 machte er sich mit seiner eigenen Produktionsfirma selbständig und produziert Filme, die auf einigen von Marvels bekanntesten Helden basieren wie „Iron Man“, „Hulk“ und „Spider-Man“. Arad war die treibende Kraft hinter Marvels rekordverdächtigem Hollywood-Comeback, inkl. acht aufeinander folgender Nummer-1-Boxoffice-Hits. Als ausführender Produzent und Produzent gehören Spider-Man (2002) und die beiden Fortsetzungen Spider-Man 2 (2004) und Spider-Man 3 (2007) zu seinen Erfolgen, wobei letzterer alle Opening-Day- und Opening-Weekend-Rekorde am Box-Office brach und kommerziell zum erfolgreichsten Film 2007 avancierte. Außerdem produzierte er neben THE INCREDIBLE HULK (DER UNGLAUBLICHE HULK, 2008 ) die X-Men-Trilogie (2000-2006), Ang Lees Hulk (2003), Daredevil (2003), The Punisher (2004), die Blade-Trilogie (1998-2004), Elektra (2005), Fantastic Four (2005), die Fortsetzung 4: Rise of the Silver Surfer (Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer, 2007), Bratz (2007) sowie Ghost Rider (2007), den aktuellen Mega-Hit Iron Man (2008 ) und den kommenden Robosapiens: Rebooted (2009).
Für das Fernsehen produziert Arad darüber hinaus seit mehr als zwanzig Jahren Zeichentrickserien wie „X-Men“, „Fantastic Four“, „Silver Surfer“, „Iron Man“, „Spider-Man“, „Conan the Adventurer“, „King Arthur and the Knights of Justice“ und „The Bots Master“ sowie DVD-Premieren wie „Avengers“, „Iron Man“ uva.
Arad wurde in Zypern geboren, wuchs in Israel auf und kam während seiner College-Zeit in die USA, wo er an der Hofstra University Wirtschaftsmanagement studierte. 1972 schloss er das Studium als Betriebswirt ab.
Als langjähriger Experte für Jugend-Entertainment gehört Arad zu den weltweit wichtigsten Spielzeug-Designern. Er war an der Erfindung und Entwicklung von über zweihundert erfolgreichen Produkten beteiligt, darunter Actionfiguren, Spielsets, Puppen, Fahrzeugmodelle, elektronische Produkte, Lernsoftware und Videospiele. Praktisch alle großen Spielzeughersteller – von Toy Biz, Hasbro, Mattel, Nintendo, Tiger, Ideal, Galoob, Tyco bis Sega – verkaufen seine Produkte seit über zwanzig Jahren.


Gale Anne Hurd (Produzentin)

Gale Anne Hurd ist eine der innovativsten und angesehensten Produzenten der Unterhaltungsbranche. Zu ihren Credits gehören über zwei Dutzend Filme, die Milliarden von Dollars eingespielt haben sowie zahlreiche Oscar©-Nominierungen und weitere namhafte Filmpreise. Sie hat sich längst ihren Platz in der vormals rein von Männern dominierten Welt epischer SF-, Action- und Abenteuerfilme gesichert, nicht zuletzt auch durch viele bahnbrechende, technische Erfindungen.
Als Vorsitzende ihrer eigenen Produktionsfirma Valhalla Motion Pictures arbeitet Hurd permanent an diversen Projekten, derzeit an Marvels Punisher: War Zone (2008 ).
Zu ihren weiteren Filmen zählen der futuristische SF-Thriller Aeon Flux (2005) mit Academy-Award©-Gewinnerin Charlize Theron und Frances McDormand sowie The Punisher (2004), der ebenfalls auf einem Marvel-Comic basiert und einer der erfolgreichsten Filme 2004 war. Davor produzierte sie den Marvel-Actionfilm Hulk (2003) von Academy-Award©-Gewinner Ang Lee.
Außerdem arbeitete sie als ausführende Produzentin an Terminator 3: Rise of the Machines (Terminator 3 – Rebellion der Maschinen, 2003) von Regisseur Jonathan Mostow. Die Figuren des Films hatte sie seinerzeit zusammen mit James Cameron für den SF-Klassiker Terminator (Der Terminator, 1984) entworfen. T3 war ein internationaler Hit, der weltweit über 420 Millionen Dollar einspielte.
Gale Anne Hurd, Absolventin der Stanford University, begann ihre Karriere im Unterhaltungsgeschäft als Assistentin des Filmemachers Roger Corman und seiner legendären Produktionsfirma New World Pictures, wo sie alle Aspekte des Business kennen lernte. Schon als Marketingchefin und spätere Produzentin von New World bewies sie das kreative Gespür und die Geschäftstüchtigkeit, die sie seither auszeichnen.
Ihren Platz in der Filmgeschichte sicherte sie sich 1984 gleich mit dem ersten einer ganzen Reihe von Event-Filmen, die sie noch produzieren sollte: Terminator, den sie mit Regisseur James Cameron auch zusammen schrieb. Danach folgte Aliens (Aliens – Die Rückkehr, 1986), die Fortsetzung von Ridley Scotts SF-Thriller Alien (Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, 1979). Ungewöhnlich für damalige Hollywoodfilme war es, dass beide Filme Frauen als Actionheldinnen präsentierten. Auch mit dem beeindruckenden Film The Abyss (Abyss – Abgrund des Todes, 1989) blieb Hurd dem Action/Abenteuer-Genre treu. Aliens gewann zwei Oscars© bei insgesamt sieben Nominierungen und The Abyss gewann bei insgesamt vier Nominierungen den Oscar© in der Kategorie „Best Visual Effects“.
Während der 1990er Jahre festigte Gale Anne Hurd ihren Ruf als eine der erfolgreichsten Filmproduzentinnen mit Terminator 2: Judgement Day (Terminator 2 – Tag der Abrechnung, 1991) – Kassenschlager des Jahres und technologische Tour de Force in einem. Für seine bahnbrechenden Effekte wurde auch dieser Film mit dem Oscar© ausgezeichnet.
1996 produzierte sie den Academy-Award©-Gewinner The Ghost and the Darkness (Der Geist und di