Tomtec

Seine Taten sind legendär und sein Name ist die Definition des Abenteuers an sich: Indiana Jones.
Der peitschenschwingende, schlagkräftige, weltreisende Archäologe mit dem Filzhut kehrt in„Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ am Donnerstag, dem 22. Mai, weltweit auf die Leinwand zurück.
Das neueste Abenteuer beginnt 1957 mitten im kalten Krieg: Im Südwesten der USA entkommen Indy und sein Kumpel Mac (Ray Winstone) auf einem entlegenen Flugfeld in der Wüste nur knapp einer Auseinandersetzung mit skrupellosen sowjetischen Agenten.
Als Professor Jones nach Hause ans Marshall College zurückkehrt, muss er feststellen, dass er auch hier in Schwierigkeiten steckt: Der mit Indy eng befreundete Dekan des Colleges (Jim Broadbent) erklärt ihm, dass die jüngsten Aktivitäten des Professors Verdacht erregt haben – die US-Regierung besteht darauf, dass Indy seinen Lehrstuhl verliert. Auf dem Rückweg lernt Indy den
jungen Rebellen Mutt (Shia LaBeouf) kennen. Obwohl Mutt auf den Archäologen sauer ist, macht er ihm dennoch einen attraktiven Vorschlag – falls Indy ihn bei einer persönlichen Mission unterstützt, könnte er einen der spektakulärsten Funde in der Geschichte der Archäologie machen: den mysteriösen Kristallschädel von Akator, den von alters ebenso faszinierende wie grauenerregende Legenden umranken.
Im abgelegensten Winkel Perus entdecken Indy und Mutt ein Land, in dem Gerüchte von uralten Grabstätten, vergessenen Entdeckern und einer sagenhaften Stadt aus Gold umgehen. Bald müssen sie allerdings feststellen, dass sie nicht die einzigen Schatzsucher sind: Auch die sowjetischen Agenten setzen alles daran, den Kristallschädel zu finden. Anführerin der militärischen
Elitetruppe ist die eiskalte und wunderschöne Irina Spalko (Cate Blanchett), die den Sowjets mit dem schaurigen Kristallschädel zur endgültigen Weltherrschaft verhelfen will… falls sie sein Geheimnis entschlüsseln kann.
Indy und Mutt müssen also nicht nur den erbarmungslosen Sowjets ausweichen, sondern auch den rätselhaften Spuren folgen und sich dabei mit Freunden und Feinden auseinandersetzen, weil niemand seine wahren Motive preisgibt. Vor allem müssen sie dafür sorgen, dass der unschätzbare Kristallschädel nicht in die falschen Hände fällt und tödliches Unheil anrichtet.
Paramount Pictures präsentiert eine Lucasfilm-Ltd.-Produktion: „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” mit Harrison Ford, Cate Blanchett, Karen Allen, Ray Winstone, John Hurt, Jim Broadbent und Shia LaBeouf. Steven Spielberg inszenierte den Film nach einem Drehbuch von David Koepp. Die Story schrieben George Lucas und Jeff Nathanson. Die Produktion verantwortet
Frank Marshall. Als Executive Producers fungieren George Lucas und Kathleen Kennedy. Co-Produzent ist Denis L. Stewart. Hinter der Kamera stand Janusz Kaminski. Zum Team gehören auch Produktionsdesigner Guy Hendrix Dyas, Cutter Michael Kahn, A.C.E., Kostümbildnerin Mary Zophres und Filmkomponist John Williams. Die visuellen Effekte steuerte Industrial Light & Magic bei.

DIE RÜCKKEHR DES GROSSEN ABENTEUERS
Spielberg, Lucas und Ford erneuern ihre Partnerschaft für ein Abenteuer,
das dem Namen INDIANA JONES alle Ehre macht
Wie seine Vorgänger spielt auch „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” dank Steven Spielbergs beispielloser Vision, George Lucas’ grenzenlosem Ideenreichtum und Harrison Fords Darstellung eines zeitlosen Abenteuerhelden in einer ganz eigenen Liga, wenn man ihre Werke mit dem üblichen Kinoangebot vergleicht.
Seit seinem ersten Auftritt vor fast 27 Jahren zählt Indiana Jones zu den beliebtesten Leinwandhelden – und seit dem Erfolg von „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ verlangen die Zuschauer rund um den Globus nach neuen Indiana-Jones-Abenteuern.
„Wir haben Indiana Jones erschaffen, aber er gehört der ganzen Welt”, sagt Regisseur Steven Spielberg. „Und jetzt sind wir die Konservatoren. Unsere Aufgabe besteht nicht nur darin, dem Publikum, das mit Indiana Jones aufgewachsen ist, genau das zu servieren, was es von ihm erwarten darf, sondern wir müssen den Helden auch einem Publikum vorstellen, das ihn noch
nicht kennt. Wir machen den neuen Film für die Fans.“ Executive Producer und Co-Autor George Lucas beschreibt sein Ziel, dem Publikum ein vollkommen neues Abenteuer zu bieten, das jedoch in einer vertrauten Welt spielt – einer Welt, die Generationen von Fans kennen und lieben. „Der Stil ist derselbe, der Humor ist derselbe. Alles kommt uns bekannt vor. Aber wir fügen auch neue Aspekte hinzu. Unsere Interaktion beim Dreh und auf der Leinwand ist intensiver, überzeugender, und sie bringt mehr Spaß denn je“, sagt Lucas.
Wenige Schauspieler sind so untrennbar mit einer Figur verbunden wie Harrison Ford mit Indiana Jones – nach wie vor prägt er die Rolle mit Mut und Eleganz, die den Archäologen und Abenteurer zu einer Kino-Ikone gemacht haben. „Nachdem ich weltweit alle möglichen anderen Filme gedreht habe, war ich nur zu gern bereit, wieder als Indiana Jones aufzutreten, weil das so viel Spaß
macht“, sagt Ford. „Ich arbeite gern mit Steven und George und habe mich auch diesmal wieder bestens amüsiert.“
Spielberg sieht die Fords Besetzung als das entscheidende Element bei der Gestaltung des charismatischen Indiana Jones. „Wichtiger als meine Mitwirkung als Regisseur und wichtiger als alle Drehbuchautoren, fast noch wichtiger als die Summe aller einzelnen Elemente des Films ist die Tatsache, dass diese Serie nie ein solcher Hit geworden wäre, hätte Harrison Ford nicht die Hauptrolle übernommen“, berichtet Spielberg. „Harrison fühlt sich in der Haut von Indiana Jones einfach wie zu Hause.“
Noch viele Jahre nach der Premiere von „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug” glaubte Spielberg, dass die Zeit von Indiana Jones endgültig vorbei sei. „Ich habe Indiana Jones damals in den Sonnenuntergang reiten lassen, weil ich dachte, dass dies ein guter Abschluss für die Geschichte wäre“, bemerkt er. „Und auf eine nette, romantische Art und Weise fand ich das damals auch ganz
in Ordnung. Aber es gab etliche Leute, denen das gar nicht gefiel – und diesen Fans haben wir den neuen Film zu verdanken .“
Harrison Fords Dynamik, sein Enthusiasmus und Stehvermögen inspirierten das Team, gemeinsam ein weiteres Abenteuer zu wagen. „Harrison rief mich an und fragte: ‚Warum drehen wir nicht eine weitere Fortsetzung? Es gibt Fans da draußen, die ihn sehen wollen’“, erinnert sich Spielberg. „Er war hartnäckig. Er rief George an, und George begann nachzudenken. Dann rief George mich an
und fragte: ‚Na, Steve, wie sieht’s aus? Es könnte doch lustig werden, einen neuen Film zu drehen.’”
„Ich muß neidlos anerkennen, dass Harrison den Ball ins Rollen gebracht hat. George wiederum hat mich so lange bearbeitet, bis ich zumindest die Möglichkeit einer neuen Geschichte in Betracht zog“, erklärt Spielberg. Spielberg, Lucas und Ford waren sich einig, dass sie einen vierten Indiana-Jones- Film nur machen würden, wenn die Idee – und die Ausführung – den ersten drei Filmen in nichts nachstände. Es sollte 19 Jahre dauern, bis das erste Drehbuch vorlag – und alle drei waren
sich einig, dass auch in Indiana Jones’ Leben 19 Jahre vergehen sollten. „Er ist sicherlich älter geworden – wenn auch nicht weiser“, scherzt Ford.
EINE ANDERE ZEIT,
EINE NEUE AUFGABE
Indiana Jones erlebt die
aufregende Welt der 50er-Jahre
Als wir Indiana Jones zuletzt auf der Leinwand gesehen haben, stand und die Welt im Jahr 1938 am Rande des Krieges, während Dr. Jones auf der Suche nach dem heiligen Gral fiese Schurken verfolgte.
Neunzehn Jahre später knallt er wieder mit der Peitsche. Vieles hat sich geändert… manches ist aber auch nicht. Wieder einmal steht die Welt am Abgrund, diesmal aufgrund einer drohenden atomaren Auseinandersetzung. Indy muss sicherstellen, dass ein mysteriöses, unschätzbares Objekt nicht in die Hände derer gerät, die die Menschheit vernichten wollen. Die Geschichte von „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ – so wie sie von George Lucas und Jeff Nathanson erdacht und dann von David Koepp als Skript aufgeschrieben wurde – spielt in einer ganz andere Epoche als die ersten drei Filme und führt, was den Stil des vierten Indiana-Jones-
Abenteuers betrifft, zu einigen unerwarteten – und auf kreativer Ebene äußerst willkommenen – Entscheidungen.
„Jäger des verlorenen Schatzes“ war untrennbar mit Spielbergs and Lucas’ Begeisterung für die Kinoserien der 30er-Jahre verbunden. Diese Abenteuerklassiker beeinflussten nachhaltig die Action, Abenteuer und Spannung der ersten drei Indiana-Jones-Filme. Aber 19 Jahre nach dem
Handlungszeitraum des dritten Films ist auch im Entertainment eine neue Epoche angebrochen: Serien finden im Fernsehen statt, aber die Ideen dazu sind von der Leinwand durchaus nicht verschwunden. Mitte der 50er-Jahre traten Science-Fiction-Filme an ihre Stelle – sie kamen besonders beim jungen Publikum an, das sich für Action und Abenteuer begeisterte.
Obwohl oft mit sehr kleinem Budget gedreht, garantierten diese Filme Spannung pur, weil sie die sich rapide verändernde Welt der Wissenschaft und Technologie mit paranoiden Angstträumen anreicherte. Obwohl sich Auswirkungen des kalten Krieges deutlich in ihnen widerspiegelte, bleiben sie doch optimistisch, vor allem setzten sie unterschütterlich auf den Erfindungsgeist des Menschen, mit dem jeder Angriff aus dem Weltraum, aus den Tiefen des Meeres oder aus den den eigenen Reihen abwehren ließ. Der Geist dieser Filme prägt „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“.
„Es war mir wichtig, die Figuren ins Atomzeitalter zu katapultieren“, sagt Spielberg. „Unser Film spielt im Jahr 1957 – es steht ganz im Zeichen des kalten Krieges, des McCarthyismus, hochgetunter Autos, der Pferdeschwänze und Mädchen in engen Pullovern. Für mich bedeuten die 50er Musik, die Anfänge des Rock’n’Roll, Technicolor. Die 50er werden repräsentiert von den strahlenden jungen Gesichtern, die Norman Rockwell so gern gemalt hat.“ Executive Producer Kathleen Kennedy sieht dies genauso: „Die 50er waren eine interessante Zeit, weil es sich immer noch um eine Zeit der Unschuld handelte. Wir hatten gerade den Zweiten Weltkrieg hinter uns und waren neugierig auf das, was die Zukunft uns bringen würde”.
Diese Veränderungen bedeuteten auch, dass die Filmemacher eine andere Art von Bösewichtern ins Spiel bringen konnten. Spielberg erklärt: „Dadurch, dass die Geschichte 1957 spielt, landeten wir mitten im kalten Krieg – ein Atomkrieg droht, damals nannte man das in Amerika die Rote Gefahr. Dieses Thema bestimmte damals täglich die Schlagzeilen. Als wir also überlegten, wer die
Bösewichter sein sollten, bekamen die Russen den Job.“ Trotz der veränderten Handlungszeit und Atmosphäre blieben etliche Aspekte der Serie durchaus unverändert.
„All die Traditionen von Indiana Jones nehmen wir wieder auf”, erklärt Spielberg. „Wir zeigen die Landkarte; wir zeigen das Flugzeug und die Fahrzeuge auf der kleinen roten Linie, die sich über die Weltkugel bewegt – eben den Stil, den wir vor vielen Jahren etabliert haben.“
Das Resultat ist ein Film für alte und neue Fans. „Wir alle haben dieses unglaubliche Gefühl, dass wir den ungeheuren Erwartungen an diesen Film entsprechen müssen“, sagt Produzent Frank Marshall. „Und wenn Leute mich fragen: ‚Wie ist der neue Film so?’, kann ich nur eines sagen: Wir machen einen Indiana-Jones-Film!“
HELDEN UND BÖSEWICHTER ...
Bekannte Gesichter und talentierte Newcomer
im Abenteuer ihres Lebens
„Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” wäre ohne seinen legendären Titelhelden nicht denkbar. Aber auch wenn Indy sich selbst vielleicht als gelehrten Einzelgänger und einsamen Wolf sieht, wird er auf seinen Reisen immer von einer bunt zusammengewürfelten Gruppe aus Freunden und Feinden begleitet.
„In unserer Geschichte spielen immer auch melodramatische Aspekte eine wesentliche Rolle“, erklärt Executive Producer Kathleen Kennedy. „Es gibt den Bösewicht – und dieser Film hat wirklich einen überragenden Bösewicht. Hinzu kommt dann der ironische Schlagabtausch zwischen Indy und seinem Partner – und wir haben auch diesmal einen tollen Sidekick. Außerdem verliebt sich Indy jedes Mal, und er hat Freunde, die er auf seinen Reisen immer wieder trifft, Leute, die ihn betrügen, und Menschen, die etwas zu verbergen haben. All das trägt entscheidend zum Filmspaß bei.“
Für das jüngste Indiana-Jones-Abenteuer stellten die Filmemacher eine Traumbesetzung zusammen, die natürlich von dem unnachahmlichen Harrison Ford angeführt wird.
Regisseur Steven Spielberg nennt Ford „die Geheimwaffe. Von Anfang an war und ist Harrison Ford der zentrale Fixpunkt der Serie.“ Mit Dr. Jones hat Ford einen Leinwandhelden erschaffen, dessen nachhaltiger Reiz in einer Kombination aus schnörkelloser Härte, Bescheidenheit und Angst vor Schlangen besteht.
„Er ist ein echter Mann“, sagt Co-Star Shia LaBeouf, der auf der Suche nach dem legendären Kristallschädel Indys Sidekick wider Willen darstellt. „Wenn man ihn dann aber in Situationen versetzt, in denen er auch Schwächen zeigen darf, ist das zum Totlachen. Indys Schwächen – und da gibt es ganze Menge – sind durchweg urkomisch. Indiana Jones hat viele Ecken und Kanten, aber er ist auch ein wirklich guter Mensch – was Harrison genau entspricht. Er ist ein Mann der Tat – und das hat er zur Kunstform erhoben. Niemand sonst ist Indiana Jones.“ Ford war klar, dass seine Rückkehr in die Rolle des unerschrockenen Archäologen einige schwierige Stunts mit sich bringen würde. Deshalb trainierte er im Voraus, um sein Stunt-Double so selten wie möglich zu bemühen. „Er will Indiana Jones sein und mag es nicht, wenn ein anderer die Stunts ausführt“, sagt
Produzent Marshall. „In diesem Film wird viel gerannt, gejagt, gesprungen, gepeitscht, im Dschungel herumgerollt – und Harrison hat alles gemacht. Es zeigt seine Leidenschaft für die Figur, und das wird auf der Leinwand auch sehr deutlich. Wir wissen, dass er die Szenen selbst spielt – wir wissen, dass dass er echt ist.“
Seit nunmehr drei Jahrzehnten ist Ford einer der legendärsten Leinwandstar. Sein Durchbruch (nach einer kleinen Rolle als Hotelpage in “Immer wenn er Dollars roch” 1966) gelang ihm 1973 mit George Lucas’ „American Graffiti”. Lucas besetzte Ford daraufhin als Han Solo in „Krieg der Sterne”, obwohl der eigentlich nur zum Vorsprechen kam, um den anderen Darstellern die Stichworte zu geben.
Auch für die Rolle des Indiana Jones war Ford nicht die erste Wahl – heute können wir uns kaum jemand anderen in dieser Rolle vorstellen. Das stimmt inzwischen laut Lucas umso mehr, als Indy inzwischen als Figur gealtert ist. „In diesem Film darf Harrison zeigen, wie die Figur eine große Entwicklung durchmacht, wie er von den 30ern in die 50er-Jahre hineinwächst“, erklärt er.
„Die Handlung in eine spätere Zeit zu verlegen war auch deshalb ein kleines Abenteuer, weil wir die Grundvoraussetzungen verändern mussten, die Filme aber trotzdem stringent bleiben sollen. Warum das diesmal genauso funktioniert wie damals, dafür gibt es nur einen Grund: Harrison Ford.“ Dass der Schauspieler diese Rolle erneut übernahm, löste in allen Beteiligten
nostalgische Gefühle aus – vor allem in Spielberg. „Wen man erlebt, wie Harrison am Drehort erscheint, die Peitsche greift und mit ihr einen der Bösewichte einwickelt, ist schon unglaublich“, sagt er. „Es ist erstaunlich, wie schnell Harrison das hinbekommt. Und dann Indys Tasche und seine anderen Utensilien zu sehen… das war nicht nur Nostalgie. Es war der Moment, in dem mir klar wurde, dass wir diese Figur und alles, wofür sie steht, dem Publikum wiedergeben, das mit ihr aufgewachsen ist – und sie gleichzeitig einem ganz neuen Publikum vorstellen.“
LaBeouf glaubt, dass die Zuschauer jeden Alters nachempfinden werden, was er am Drehort erleben durfte, sobald sie Indiana Jones wieder in Action sehen. „Leute in meinem Alter haben die Indiana-Jones-Filme vielleicht nie im Kino gesehen, aber Indiana Jones bedeutet uns trotzdem sehr viel“, sagt er. „Das gilt für alle Generationen.“
LaBeoufs übernimmt die Rolle des Mutt, der in Indys neuen Eskapaden eine wichtige Rolle spielt. Allein diese Darstellung erlebte der Schauspieler als Abenteuer. Der Newcomer aus „Transformers“, „Disturbia” und dem in Herbst anlaufenden „Eagle Eye” stand in dem Moment vor seiner größten
Herausforderung, als er erfuhr, dass er die Rolle übernehmen sollte. „Steven schreib mir eine kleine Notiz auf mein Drehbuch: ‚Okay, nun musst du dich in Mutt verwandeln. Steven.’ Und gab mir dann drei Filme, die ich mir ansehen sollte”, berichtet LaBeouf über die Vorbereitung auf seine Rolle. Die Filme? „Die Saat der Gewalt“, „…denn sie wissen nicht, was sie tun“ und „Der Wilde“. Letzterer Titel entlockt LaBeouf ein Lachen: „Als hätte ich nach Hause gehen, mir ‚Der Wilde’ anschauen und sagen können: ‚Ach so hat Marlon Brando das also gemacht!’“
Nichts desto trotz fand er schnell heraus, was seine den Mutt so besonders macht: „Mutt hat keine normale Kindheit erlebt. Er hat die Schule geschmissen und ist ganz besessen von Motorrädern und Maschinen“, sagt er. „Über viele Dinge hat Mutt nie reden können – also zieht er es vor zu schweigen. Er ist ein Junge, der wie ein Mann wirken will – aber er ist anders, als er nach außen hin vorgibt.“
Mutt ist ein Einzelgänger, ein Rebell der 50er-Jahre, der einen interessanten Gegenpol zu Dr. Jones darstellt, wie LaBeouf erklärt: „Irgendwie geht es bei diesem Abenteuer darum, eine Familie zu gründen oder neu zu schaffen. Erst mit Indiana, dann mit anderen, die sie treffen. Je mehr verrückter die Dinge sich entwickeln, desto stärker wird ihre Bindung – jeder Schlag bringt sie näher zusammen.“
Die Vorbereitung auf seine Figur war aber nur eine erste Etappe in LaBeoufs Indiana-Jones-Abenteuer. Als er die Rolle annahm, wusste er, das da noch mehr kommen würde – sehr viel mehr. „Man weiß einfach, dass irgendetwas passieren wird, wenn man einen Indiana-Jones-Film macht. Das war mein erster Gedanke: Mir wird etwas Schlimmes zustoßen.” Doch trotz aller Schlangen,
Schwerter, Messer und Motorräder erlebte LaBeouf seinen aufregendsten Moment, als er Harrison Ford zum ersten Mal als Indiana Jones sah. „Mir stockte der Atem”, sagt er. „Ich bekam echt keine Luft mehr. Meine Reaktion hatte allerdings mit dem Augenblick zu tun, als ich ihn zum ersten Mal
in voller Montur sah. Wir waren auf einem Luftwaffenstützpunkt und übten den Umgang mit den Fahrzeugen. Harrison kam in einem Helikopter an, stieg aus, ging fünf oder sechs Schritte – und griff nach hinten: Er packte seine Peitsche! Komisch, aber in diesem Moment war er nicht mehr Harrison Ford, sondern Indiana Jones. Ich sah zu, wie er eine Peitsche rausholte, entrollte, mit Fett
einschmierte und packte – und ich dachte nur: ‚Oh mein Gott! Das passiert gerade wirklich!’“
Aber Indiana Jones ist nicht der einzige Leinwandfavorit, der in „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” wieder auftritt. Zu Indys Überraschung trifft er die große Liebe seines Lebens wieder, die eine Frau, die er nie wirklich vergessen konnte: Marion Ravenwood, natürlich dargestellt von Karen Allen. Marion wieder an Bord zu holen, war laut Drehbuchautor David Koepp absolut
logisch: „Marion und Indy gehören einfach zusammen.“ Executive Producer Kathleen Kennedy fügt hinzu: „In dem Moment, in dem Karen zum ersten Mal lächelte, erinnerte sie uns sofort an die Dreharbeiten des ersten Films. Sie hat sich eigentlich überhaupt nicht verändert.” Allen lächelt tatsächlich, wenn sie über Marions wildes Temperament nachdenkt, das in „Jäger des verlorenen Schatzes“ so deutlich Geltung kam. „Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit“, sagt Allen. „Wahrscheinlich hat sie sich als Teenager sehr in Indy verliebt – auf eine wundervolle, altmodische, romantische Art ist Indiana Jones die Liebe ihres Lebens.“
„Aber leider“, fügt sie hinzu, „war er nie der sesshafte Typ, und das hat sie eben von Anfang an verstanden. Sie war ein modernes Mädchen – viele Leute bezeichneten sie als couragiert. Aber es geht nicht nur Courage – sie hat Ideen. Sie kann auf sich und andere Menschen aufzupassen, und sie lässt Indy so sein, wie er ist.“
Allens Rückkehr auf die Leinwand gefiel auch ihren Schauspielkollegen: „Nach ihrem ersten Take haben alle gejubelt“, sagt Co-Star Cate Blanchett. „Sie wirkt bei ihren Auftritten sehr frei und selbstbestimmt. Ich erinnere mich, wie ich sie zum ersten Mal sah und dachte, dass ich noch nie eine so unabhängige und freche Heldin erlebt hatte. Karen ist sehr lebhaft. Man verliebt sich in sie als Person und aufgrund ihrer Leinwandpräsenz.“
Für Lucas gibt es einen guten Grund, warum das Publikum Marion für die unvergesslichste und vielleicht auch eindrucksvollste von Indys Leinwandpartnerinnen hält: „Marion hat einen großartigen Sinn für Humor, und das ist typisch für Karen“, sagt er. „Man ist gern mit ihr zusammen: Sie ruht in
sich selbst, sie kann mit Indys mithalten, und man nimmt ihr durchaus ab, dass nur sie ihn in seine Schranken weisen kann. Zusammen sind sie ein echtes Team.“
Marion ist nicht der einzige starke Frau, der Indiana Jones auf seiner Abenteuerreise begegnet – der Bösewicht ist diesmal nämlich die verruchte Sowjetagentin Irina Spalko: Die Anführerin der sowjetischen Armeetruppe auf der Suche nach dem Kristallschädel wird von der Oscar®- und BAFTAPreisträgerin Cate Blanchett dargestellt. Es ist das erste Mal, dass sie eine „richtig
böse Frau“ spielt hat, sagt Blanchett und fügt hinzu, dass ihr dies riesigen Spaß macht.
„Spalko wirkt eine fast undurchdringlich unf stahlhart – in jeder Lebenslage sitzt ihr Haar absolut korrekt. Sie hat nie auch nur einen Fleck auf ihren Stiefeln, egal wie tief sie durch den Schlamm waten muss“, erklärt Blanchett. „Sie geht mit bemerkenswerter Präzision vor. Sie ist sehr eindringlich und deshalb auch potenziell tödlich.”
Am Drehort muss man laut Blanchett „auf alles gefasst sein, weil Steven gern Details ändert.“ Blanchett nahm Fechtunterricht für eine anstrengende Schwertkampfszene, die im Dschungel auf rasenden Fahrzeugen ausgetragen wird. Und als wäre das nicht genug, entschied der Regisseur, noch einen weiteren Aspekt in die Mischung einzubringen: „Wir drehten diese
Verfolgungsjagd durch den Dschungel auf Hawaii, und plötzlich wollte er auch eine Karatesequenz einbringen“, erinnert sich Blanchett, „Wir mussten das also sehr schnell einstudieren. Das ist tatsächlich eine großartige Art zu arbeiten, denn alles, was wir machen, wird von Adrenalin dominiert.“
Executive Producer George Lucas ist überzeugt, dass die Zuschauer begeistert auf Blanchett reagieren werden. „Filmstars bekommen nicht oft die Chance, richtige Schurken zu spielen. Deshalb erlebt sie die Rolle als ganz besonderen und aufregenden Spaß”, sagt er. „Spalko lässt sich von nichts und niemandem beirren oder von ihrem Ziel abbringen – das macht sie zu einem guten Bösewicht. Als Zuschauer müssen wir ihr das abnehmen, sie muss uns Angst einjagen. Und wie Cate Irina spielt, verbreitet sie echt Panik.“ Als Neuling in der Welt von Indiana Jones war Blanchett über die hohen Erwartungen an dieses Projekt erstaunt: „ Ich hatte vor dem Drehstart keine Ahnung, wie viele Leute sich seit Jahren einen weiteren Teil wünschten. Das ist ein tolles Gefühl.“
Blanchett gibt allerdings zu, dass sie sich nicht nur über die spektakuläre Rolle einer formidablen Schurkin freute, sondern auch überglücklich war, in einem Indiana-Jones-Film mitwirken zu dürfen. „Alle Mädchen in meiner Grundschule wollten Harrison Ford küssen, aber ich wollte Harrison Ford sein. Ich wollte Indiana Jones sein! Wenn Harrison und Karen Allen auf der Leinwand
zusammen zu sehen waren, knisterte die die Atmosphäre förmlich. Bei der Indiana-Jones-Titelmelodie bekomme ich heute noch Gänsehaut.”
... FREUNDE UND SIDEKICKS
Ein talentiertes Ensemble erweckt alte Bekannte
und neue Gefährten zum Leben
Zu jedem großen Abenteurer gehören auch großartige Freunde – und in „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” werden sie von einigen der angesehensten Schauspieler der Welt gespielt, die die Geschichte um unvergessliche Figuren bereichern.
“Wenn Steven einen Action- oder Abenteuerfilm wie „Indiana Jones“ inszeniert, kann er immer auf hochkarätige Darsteller zurück greifen”, erklärt Executive Producer Kathleen Kennedy. „Das gilt umso mehr für „Königreich des Kristallschädels“.”
Im hervorragenden Ensemble finden sich Schauspieler wie der Oscar®-Kandidat John Hurt – er spielt Indys alten Kollegen Oxley, von dessen Verschwinden wir zu Beginn von „Königreich des Kristallschädels” erfahren. Oxley hat einen großen Teil seines Lebens damit verbracht, den Kristallschädel von Akator zu suchen und hat dabei fast den Verstand verloren.
Regisseur Steven Spielberg erzählt, dass er von Anfang auf Hurt als Oxley gehofft hatte – die Figur ist von dem berühmten Ben Gunn in Robert Louis Stevensons Klassiker Die Schatzinsel inspiriert. „Ich habe John das Drehbuch geschickt und ihm gesagt: ‘John, wenn du das Skript liest, denk’ an Ben Gunn.’ Das hat er getan. Und er spielt die Rolle großartig.”
Dazu Hurt: „Gunn ist der Mann, der auf der Insel vor 20 Jahren zurückgelassen wurde. Oxley ist allerdings kein Mann, der einfach zurückblieb – er ist ein Mann, der besessen ist, fast geisteskrank. Natürlich sind inzwischen auch die Russen an dem Schädel interessiert, wenn auch aus ganz anderen Gründen. Und hier beginnt die Geschichte des Films.“
Der erfahrene Darsteller Ray Winstone, der dem internationalen Publikum vor allem durch das harte Gangsterdrama „Sexy Beast“ bekannt ist, übernimmt eine weitere neue Rolle in der Welt von Indiana Jones. Für Indy ist George McHale oder „Mac” ein Freund, aber Drehbuchautor Koepp erklärt, dass dies Verhältnis nicht ganz so einfach ist, wie es aussieht: „Das Witzige bei Mac ist: Man weiß eigentlich nie, ob man ihm glauben kann. Er verdreht die Wahrheit, wie es ihm in den Kram passt. Aber er ist äußerst charmant und ein echter Fachmann auf seinem Gebiet – genauso wie Indy. Deshalb ist er uns sympathisch, und wir vertrauen ihm – wider besseres Wissen.“
Winstone war Spielbergs erste und einzige Wahl für die Rolle des Mac. „Ich kannte Ray Winstone aus ,Sexy Beast’. Als ich den Film sah, sagte ich mir, ,Mit diesem Schauspieler will ich unbedingt arbeiten!’ Er ist einer der brillantesten Darsteller unserer Zeit.”
Winstone selbst sagt, er habe Sympathie für Mac, der auf einem schmalen Grat zwischen den konkurrierenden Großmächten Amerika und Sowjetunion wandert. „Nach dem zweiten Weltkrieg entstand durch den eisernen Vorhang und den Beginn des kalten Krieges ein fürchterliches Chaos. Es muss sehr schwierig gewesen sein zu herauszufinden, für wen man eigentlich arbeitet und gegen wen man vorgeht.“
Eine der beliebtesten Figuren in „Jäger des verlorenen Schatzes“ und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ war Marcus Brody, der Museumskurator und langjährige Freund von Indy und seinem Vater. Obwohl Brody-Darsteller Denholm Elliott bereits 1992 starb, wird seiner Figur in „Königreich des Kristallschädels“ Tribut gezollt. Außerdem hat Indy einen neuen Vertrauten und Berater am Marshall College.
Auch Dekan Charles Stanforth, der von Oscar®-Preisträger Jim Broadbent gespielt wird, ist „ein enger Freund und Kollege von Indiana. Beide kennen sich seit vielen Jahren durch die Arbeit an der Universität”, berichtet Broadbent. “Stanforth ist Indys unmittelbarer Vorgesetzter, aber beide haben eine gute, vertrauensvolle Beziehung zueinander entwickelt. Mit Harrison zu arbeiten ist großartig.”
Spielberg sagt, dass Broadbent „seine wundervolle Persönlichkeit in die Geschichte bringt und so den Verlust von Denholm Elliott ausgleicht. Jim besitzt genau die Menschlichkeit, mit der Denholm den Marcus Brody gestaltet hat. Die tiefe Freundschaft zwischen Stanforth und Indiana Jones ist sehr wichtig und spielt in der Geschichte eine große Rolle.”
Auf der Seite der bösen Agentin Spalko führt der Film eine neuen Figur ein: Oberst Dovchenko ist der Anführer von Spalkos reisenden Schergen. Igor Jijikine, der als Hochseilakrobat im Cirque du Soleil aufgetreten ist, übernimmt diese Rolle. Seine Kameraden sind Dmitri Diatchenko und der aus der Hitserie „Lost” bekannte Andrew Divoff.
„Pat Roach, der traditionell unser muskelbepackter Bösewicht war, ist inzwischen verstorben – wir waren sehr betrübt, dass wir ihn für diesen Film nicht besetzen konnten“, erklärt Spielberg. „Ich suchte jemanden, der von der Art der Rolle entspricht, die Pat gespielt hätte. Als uns Besetzungschefin Debbie Zane Igor vorstellte, erkannte ich sofort, dass er einen großartigen Bösewicht abgeben würde. ”
Helden und Schurken, Sidekicks und Rivalen – sie entsprechen unseren Erwartungen. Und Spielberg sagt, genau diese Erwartungen möchte er auch bedienen: „Ich wollte diesen Film weder größer noch besser machen“, sagt er. „Ich möchte die enge Verwandtschaft zu den drei ersten ,Jäger-Filmen‘ betonen – so nenne ich sie gerne. Die Welt kennt sie als die Indiana-Jones-Filme, aber für mich bleiben sie die ‚Jäger-Filme’.“
NEW MEXICO ... NEW HAVEN ... UND EIN NEUER INDY
Endlich liefen die Kameras für das erste
Indiana-Jones-Abenteuer für eine neue Generation
Passiert ist es auf der Ghost Ranch, nördlich von Santa Fe in New Mexico: Indiana Jones kam zurück.
So wie es bei seinen Filmen Tradition ist, ließ Steven Spielberg Champagnerflaschen öffnen und brachte einen Toast aus, bevor die ersten Bilder zu „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” gedreht wurden. „Es war so, als würden wir am Ende des letzten Films weitermachen”, sagt Produzent Frank Marshall. „Alles war genau wie damals. Die Beziehungen, die kreative Atmosphäre am Drehort, der gegenseitige Respekt – all diese Elemente
waren wieder da.”
„Es gab nicht eine Person auf dem Set, die nicht überzeugt war, einen magischenbMoment mitzuerleben”, sagt Co-Produzent Denis L. Stewart. „Alle waren so glücklich, dass sie wieder zusammenkommen durften, um einen Film zu machen. Das hat den ganzen Tag lang angehalten und uns durch einen schwierigen Drehplan begleitet.”
Der erste Teil des Drehs spielte sich vor der atemberaubenden und einsamen Wüstenkulisse von New Mexico ab. Von der Ghost Ranch reiste das Team 300 Meilen südwestlich nach Deming. Dort befinden sich die Hangars eines alten Armeestützpunkts aus dem Zweiten Weltkrieg – und mit ein wenig Ausstattung,neinigen Armeejeeps und ein paar Sowjetsoldaten lieferten sie den perfekten
Hintergrund für die Eröffnungssequenz des Films.
Von New Mexico ging es dann nach Osten zum Haus von Professor Jones und ans Marshall College. Dazu Marshall: „Eine der Schwierigkeiten bei diesem Film war die Tatsache, dass wir die Schauplätze, die wir in den ersten drei Filmen etabliert hatten, nun duplizieren mußten.“ Die Aufnahmen im Hörsaal aus „Jäger des verlorenen Schatzes” war in London entstanden und die
Außenaufnahmen an der University of the Pacific im kalifornischen Norden. Für „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” mussten die Filmemacher beide Drehorte nachbauen. Die Lösung fand sich laut Marshall an einer berühmten Universität in New Haven/Connecticut.
Die Filmemacher waren begeistert von der einzigartigen Atmosphäre die das Marshall College an der Yale University entfaltet. „Das Ambiente entspricht vollkommen jener Epoche, die Hörsäle sind großartig und die Zusammenarbeit mit der Universität und der Stadt entwickelte sich prächtig”, sagt Marshall. Vom Hörsaal bis zur Motorradjagd durch die Flure, über die Höfe und durch die Stadt boten Yale und New Haven den perfekten Hintergrund für Professor Jones, Dekan Stanforth und Mutts ersten Auftritt.
Fast vergaßen die Produzenten des Films, dass Indys Arbeitsplatz einen sehr bekannten Namen hat: „Als ich nach New Haven kam, sah ich überall „Marshall’. Da wurde mir erst richtig klar, dass wir damals bei ‚Jäger des verlorenen Schatzes’ diesen unglaublich originellen Namen Marshall College gewählt hatten“, witzelt Frank Marshall.
Einige der kompliziertesten und schwierigsten Sequenzen der Geschichte spielen
im dichten Dschungel des peruanischen Regenwalds. „Iquitos wird auch das ,Tor zum Amazonas’genannt”, sagt Drehbuchautor David Koepp. “Das ist die letzte Stadt, bevor man in den wirklichen Dschungel kommt: die Grenze, an der Wildnis und Zivilisation aufeinander treffen – der perfekte Ort für ein Indiana- Jones-Abenteuer.”
In einer kleinen Stadt am Rand des Dschungels finden Indy und Mutt wichtige Hinweise, die sie den Geheimnissen des mysteriösen Kristallschädels näher bringen. Während die Außenaufnahmen der Stadt auf dem Universal- Studiogelände gedreht wurden, wo Produktionsdesigner Guy Hendrix Dyas eine staubige peruanische Straße aus dem Boden stampfte, war der Dschungel selbst schwerer zu finden. Die Filmemacher suchten weiträumig nach einem geeigneten Drehort für den urzeitlichen Wald.
„Man findet kaum noch unberührten Dschungel”, erklärt Co-Produzent Stewart. “Wir suchten in Mexico, Guatemala, Südamerika und auf Puerto Rico.” Schließlich fand die Produktion das, was sie suchten, gar nicht so weit von der
Heimat entfernt. „Wir suchten überall nach einem angemessenen Drehort und kamen schließlich darauf, uns auch auf Hawaii umzusehen.“ Die Crew fand ihren Dschungel in der südöstlichen Ecke der großen Hawaii- Insel. Auf einem privaten Grundstück und unter dem dichten Baumdach drehten
die Filmemacher etliche Wochen lang die schwierigsten Sequenzen des Films, einschließlich eines Schwertkampfs auf fahrenden Autos. „Hawaii war die perfekte Kulissen für einige der kompliziertesten Szenen”, sagt Marshall. „Es geht um jede Menge Action und viele Stunts mit den Schauspielern – also benötigten wir ein Ambiente, in dem wir ungestört arbeiten konnten.” Von Hawaii reiste die Crew zurück in den kalifornischen Süden, wo der Dreh auf praktisch alle Studiogelände verteilt wurde – auf Dutzenden der gewaltigsten Sets, die Dyas und sein Team je gebaut haben.
Indiana Jones’ Haus entstand in Halle 29 der berühmten Universal Studios. „Dieses Set ist ein Ausdruck der privaten Seite unseres Helden“, sagt Dyas. Der Produktionsdesigner und sein Team gaben sich jede erdenkliche Mühe, um Indiana Jones’ Haus anhand der Vorlagen aus den früheren Filmen nachzubauen. „Wir haben versucht, den Stil von Dr. Jones’ Haus aus den 30ern beizubehalten, aber wir vergessen auch nicht, dass wir uns nun im Jahr 1957 befinden. Zusammen mit den Ausstatter Larry Dias versuchte Dyas ein Haus zu bauen, das zwar Indys persönlichen Stil und seine Interessen spiegelt, uns aber auch zeigt, dass seit dem letzten Film viel Zeit vergangen ist. „Wir haben sein Wohnzimmer und seinen Bürobereich mit wunderschönen und interessanten archäologischen Artefakten gefüllt, Objekte, die Indy in all den Jahren auf seinen anderen Abenteuern in aller Welt gesammelt hat.”
Dyas’ Team baute außerdem mehrere Außensets in den Universal Studios, zum Beispiel die gefährliche Stadt, in der Indy und Mutt auf der ersten Etappe ihrer Reise landen, und ein massives, nahezu 25 Meter hohe Gebäude, das als Teil eines Tempels ist am Schluss des Films eine große Rolle spielt. Eine „verschwindende” Steintreppe, die um einen zehn Meter hohen Zylinder herumgebaut wurde, entstand in einer Studiohalle am anderen Ende von Los Angeles in den ehemaligen MGM Studios, die heute Sony Studios heißen. Die Aufgabe, funktionierende Stufen zu bauen, die in der Mauer verschwinden, als unsere Helden die Treppe auf ihrer hektischen Jagd benutzen wollen, fiel Spezialeffekte-Koordinator Dan Sudick zu. (Im Gegensatz zu den visuellen Effekten, die Industrial Light & Magic verantwortet, bezieht sich der Ausdruck „Spezialeffekte” immer auf real gefilmte Effekte, die am Drehort kreiert werden.)
Sudick hatte schon bei Spielbergs „Krieg der Welten” die Spezialeffekte geleitet, und der Regisseur war so begeistert von seiner Arbeit, dass er ihn für diesen Film wieder engagierte. „Ich kam zum Drehort und habe seit Joe Alves’ Set für „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ im Hangar in Mobile/Alabama noch nie etwas so Überwältigendes erlebt”, erinnert sich Spielberg.
Die Universal-Halle 27 enthielt beherbergte weiteren Teil des Produktions- Puzzles: einen peruanischen Friedhof. In dieser riesigen, mehrstöckigen Kulisse konnten die Darsteller zwischen staubigen Ruinen und alten Artefakten unter den Augen der Wächter des Friedhofs und seiner Geheimnisse herumkriechen. Auf der Flucht vor einer grauenerregenden Meuter gelangen Indy und Mutt in den tiefsten Teil der Grube, der wiederum 30 Kilometer entfernt in Downey eingerichtet wurde.
In den Downey Studios entstanden eine Reihe von Sets in einem massiven Hangar, der mit seinen 55.000 Quadratmetern einst der Entwicklung des Space Shuttle und der Apollo-Raumschiffe diente. In Downey drehte man etliche entscheidende Sequenzen zu „Indiana Jones und das Königreich des
Kristallschädels” – zum Beispiel in einem Labyrinth von Höhlentunneln und in einem experimentellen Militärbunker, der zu einer weiteren Location in New Mexico gehörte.
Auf dem Gelände der Paramount Studios wurde ein Diner-Restaurant im Stil der 50er-Jahre errichtet, das von Edward Hoppers berühmtem Gemälde „Nighthawks“ inspiriert ist und zu den Szenen passte, die man in Connecticut gedreht hatte.
Von allen Drehorten sticht einer für die Fans der Indiana-Jones-Filme ganz besonders hervor: das riesige Lagerhaus. Vor 27 Jahren war es mithilfe von detaillierten Hintergrundzeichnungen und vielen Kameratricks entstanden – für „Königreich des Kristallschädels” wollte Spielberg seinem damaligen „Matte Painting“ allerdings echtes Leben einhauchen. „Ich erinnere mich noch daran,
wie ich als Kind die letzte Szene von ,Jäger des verlorenen Schatzes‘ sah und mich fragte, wie sie das nur gemacht haben“, sagt Dyas. „Ich konnte natürlich nicht ahnen, dass ich eines Tages ganz ernsthaft mit Steven Spielberg und George Lucas darüber diskutieren würde. Es war wirklich aufregend, die Stimmung dieser Szene aus dem allerersten Indiana-Jones-Film nachzuempfinden.“
Auf dem Gelände der Warner Bros. Studios mietete die Produktion den die gewaltige Studiohalle 16, um dort einige der komplizierteren Sets für den Showdown des Films zu bauen.
„Guy übernahm eine sehr schwere Aufgabe, weil wir all diese Sets real gebaut haben wollten“, sagt Marshall. „Er musste Sets errichten, die uralt aussehen, eine Geschichte hatten, furchterregend wirken – und sie dabei auf Studios überall in und um Los Angeles verteilen. Wir konnten den Film nicht auf einem einzigen Studiogelände drehen, so wie wir es mit den ersten drei Filmen in London
gemacht hatten – also habe ich zum ersten Mal in meiner Karriere einen Film in fünf verschiedenen Studios gedreht, was möglicherweise ein Rekord ist.“ Trotz der der großen Entfernungen zwischen den Sets empfand Spielberg doch einen gewissen Nervenkitzel, wenn er auf Dylas’ Sets herumspazierte: „Immer wieder betrat ich einen Drehort und sagte mir: Ich bin auf dem Set eines Indiana- Jones-Films. Gibt es ein größeres Glück, als noch einen weiteren inszenieren zu
dürfen?!“
SCHÄDEL, PEITSCHEN UND LEDERJACKEN
Detailliert gestaltete Gegenstände und Kostüme
Sorgen für Indiana Jones’ Authentizität
Die 50er-Jahre. Indiana Jones.
Dieser legendäre Kult ist schwer nachzuempfinden – und genau das war die große Herausforderung für das talentierte Team, das für die Ausstattungsgegenstände und Kostüme von „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” verantwortlich zeichnet. Von Indiana Jones’ Peitsche und Schlapphut bis hin zu Mutts Bikerjacke mussten sie Elemente für eine neue, aber immer noch vertraut wirkende Welt erschaffen.
Kostümdesignerin Mary Zophres, Co-Kostümdesignerin und ihre Mitarbeiterin Jenny Eagen sowie Harrison Fords Kostümbildner Bernie Pollack mussten sich der Aufgabe stellen, nahe am Look der ersten drei Filme zu bleiben und dennoch neue Aspekte einzubringen. Die Ära bot Unmengen an Inspiration für die neuen Figuren. Produzent Frank Marshall erklärt: „Jede unserer neuen Figuren ist
durch die 50er inspiriert, und Mary schien sehr viel Spaß daran zu haben, einen Look für sie zu erschaffen.”
Zophres stöberte durch alte Life-Magazine, College-Jahrbücher der 50er-Jahre, alte russische Militärhandbücher, Fotos von Maya-Ruinen und Geschichtsbücher, um Anregungen für das Design von „Königreich des Kristallschädels“ zu finden. „Ich habe mir jedes Jahrbuch besorgt, das ich aus dem Nordosten der USA bekommen konnte, besonders die von Yale“, erklärt sie. Für Zophres, die für ihre Kostüme zu Spielbergs 60er-Jahre-Film „Catch Me If You Can” eine BAFTA-Nominierung erhalten hatte, war die Arbeit an den Kostümen deswegen so aufregend, weil der Regisseur so großen Enthusiasmus verbreitete: „Sein Gesamtwerk bedeutet mir sehr viel – umso befriedigender ist es, wenn ich ihn begeistern kann. Wenn man Steven zum Lächeln bringen kann, ist der Tag gerettet.“
Zophres übernahm sich eine komplizierte Aufgabe: Sie musste einen unverwechselbaren Look für die Femme fatale Irina Spalko kreieren. Inspiration fand sie in der Leinwandgöttin der 30er-Jahre, Marlene Dietrich. „Sie hatte großes Charisma mit einem gewissen Maß an Härte und Zähigkeit, was gut zu Spalko passt“, erklärt Zophres. Sie und ihr Team fanden einen Bestand echter russischen Militäruniformen für Spalkos Crew. „Ich bekam fast einen Herzinfarkt, als wir sie entdeckten, aber sie waren nur in den Größen 40 und 42 vorhanden, also suchten wir uns passenden Stoff, färbten ihn entsprechend ein und schneiderten dann die restlichen Größen für all die anderen russischen Soldaten“, berichtet sie. „Aber wir haben die echten Uniformen gefunden. Man knöpft die Jacken auf, und da ist ein echter sowjetischer Stempel drin. Für Marion Ravenwoods Rückkehr ließ Zophres sich von einer früherenb Ära und dem Look der realen Flugpionierin Amelia Earhart aus den 30er-Jahren inspirieren. „Marion ist ein kleiner Wildfang”, erklärt Zophres, “aber gleichzeitig extrem mutig, schön und feminin.”
Zophres half Schauspieler Shia LaBeouf, seine Figur durch eine „Rebellenuniform” – bestehend aus Lederjacke und Motorradstiefeln – zu unterstreichen. „Mutts Vorbild ist Marlon Brando in ,Der Wilde“ inspiriert‘“, sagt Zophres. Sie und Co-Kostümdesignerin Jenny Eagen trieben authentische alte Motorradjacken auf und ließen LaBeouf alle anprobieren, bis sie eine gefunden hatten, die ihnen am besten gefiel – dann schneiderten sie sie nach, um die verschiedenen Versionen zu erstellen, die im Laufe des Abenteuers benötigt würden. „Wir mussten um die 30 von diesen Motorradjacken anfertigen, weil Shia viele seiner Stunts selbst ausführte und sein Kostüm oft schmutzig und zerrissen war”, erklärt sie.
Auch der von Ray Winstone dargestellte Mac wurde von großen Vorbildern inspiriert. „Mac trägt eines meiner Lieblingskostüme im Film”, sagt Zophres. „Ich besitze ein Foto von Ernest Hemingway, auf dem er tolle, hohe Stiefel trägt und einen Fuß in die Luft streckt. Daher habe ich Stiefel mit einer derartigen, wirklich interessanten Sohle gefunden. Mac trägt seine Hosenbeine den ganzen Film lang in seine Stiefel gestopft.“
Auch wenn Zophres eigentlich schon genug zu tun hatte, mussten sie und Egan auch noch die Kostüme für die Statistenscharen beschaffen – über 200 allein für den in Peru spielenden Szenen, für die Zophres einen Einkäufer in das südamerikanische Land schickte, der dort Textilien als Material für die Kostüme kaufte. "Weil uns diese Geschichte rund um die Welt führt, wollte ich auch durch die Kostüme ausdrücken. Wir haben dies durch Variationen der Farbpaletten und stilistische Unterscheidungen hinbekommen, die jedem Ort mit einem eigenen Look prägen.”
Pollack, der schon seit 15 Jahren mit Ford zusammenarbeitet, ging auf seine eigene Odyssee, um Indys Garderobe als Akademiker und Abenteurer nachzubilden und zu erneuern. „Bernie hat den Indiana Jones aus den früheren Filmen in die 50er-Jahre verpflanzt”, sagt Marshall. Pollack sagt, dass seine Aufgabe teilweise ganz einfach war: „Denn Indy ist ein klassischer Typ, mit eigenen Stil und Look, den er nicht verändert.“
Es stellte sich heraus, dass nicht nur Indiana Jones Veränderungen ablehnt. „Ich hatte das Indiana-Jones-Kostüm 18 Jahre nicht getragen“, sagt Ford. „Also schickte Bernie es zu mir nach Hause, damit ich es anprobieren konnte, um zu sehen, was wir ändern mussten. Ich zog es an, und es passte wie angegossen. Ich fühlte mich darin total zu Hause und wollte am liebsten gleich loslegen.“
Während Indy auf der Leinwand nur ein Kostüm zu tragen scheint, musste Pollack tatsächlich 60 Paar Hosen und 72 Hemden anfertigen. Er beschloss außerdem, Indys Jacke ein wenig größer zu schneidern, damit die Polster für Fords Stunts darunter passten. Mit Standfotos aus den früheren Filmen als optischen Anhaltspunkt gestaltete er die die unverkennbare Lederjacke und suchte dann jemandem, der sie herstellen konnte. Seine Suche führte ihn quer durch die USA, über England bis nach Europa – und dann machte ihn der für die Garderobe verantwortliche Bob Morgan mit einem Lederausstatter namens Tony Novak aus El Segundo in California bekannt. Novak sagte, er brauche nur eine Musterjacke, dann könne er über Nacht einen Prototypen anfertigen. Aber das Lucasfilm-Archiv, in dem das Original seit über zwei Jahrzehnten aufbewahrt, hat strenge Sicherheitsauflagen. Pollack stellte einen Assistenten ab, der die Jacke persönlich in Novaks Firma brachte.
„Um neun Uhr abends hatten wir die Jacke und den Prototyp zurück. Und sie war perfekt. Also habe ich ihn gebeten, gleich 30 davon zu machen! Ich liebe den Kerl.“
Den berühmten Filzhut neu anzufertigen, war jedoch nicht ganz so leicht. Pollack machte verschiedene Entwürfe, verwendete verschiedene Stoffe und engagierte eine ganze Reihe von Hutmachern. Zwar fand er Letzteren in Deutschland, war sich aber nicht sicher, ob die Hüte in nur einem Monat angefertigt und zum Drehort versandt werden konnten. Dann erwähnte Pollacks deutscher Kontaktmann einen gewissen Steven Delk von der Adventurebilt Hat Company in Columbus/Missouri.
“Steven stellte viele verschiedene Hutversionen her und modifizierte sie so lange, bis wir den perfekten Hut vor uns hatten”, erinnert sich Pollack. Der preisgekrönte Requisiteur Doug Harlocker übernahm die Aufgabe, alle Requisiten von Peitschen über Mumien bis zu Motorrädern und Lamas
herzustellen, zu finden oder zu kaufen. Auch er versuchte, bei der großen Anzahl von Einzelstücken, die er beschaffen sollte, der Atmosphäre der Filme treu zu bleiben und dennoch ein paar neue Ideen einzubringen. „Wir reden ständig darüber, wie man Dinge aus den vorherigen Filmen nachempfinden kann, weil sie das Publikum gern sehen würde“, sagt Kennedy, „aber er hat auch alle möglichen neuen Ideen gehabt.“
Für „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” lieferten Harlocker und sein Team einen riesigen Fundus von Gegenständen, darunter ein Bobber Style Motorrad für Mutt, AK47s und Tacarov-Pistolen für die Russen, ein Satz Fechtschwerter, einen Stall voller Tiere sowie ein anderes unverzichtbares Requisit.
„Indiana Jones’ große Schwäche ist seine panische Angst vor Schlangen”, erzählt Harrison Ford. “Also brauchten wir unbedingt Schlangen.” Er erinnert sich, dass bei den Dreharbeiten zu „Jäger des verlorenen Schatzes” 1980 „ganze Wäschecontainer voller Schlangen herumstanden. In einen dieser Container passten vielleicht 8.000 Schlangen. Davon haben wir Dutzende in der Tempelszene des ersten Films eingesetzt.“
Zum Glück kommt in „Königreich des Kristallschädels” nur eine Schlange vor – die allerdings hat es in sich, da es sich um eine gigantische Olivpython handelt. „Wir hatten die richtige Schlange, die wir als wunderschön empfinden, aber Indy natürlich nicht”, lacht Spielberg. „Es war eine ziemlich große Python. Das Publikum würde es uns nie verzeihen, wenn nicht zumindest eine Schlange im Film vorkommt.” Zusätzlich zu der echten Schlange (zwei für den Dreh), lieferte Stan Winstons Studio in Zusammenarbeit mit Harlocker eine perfekte Nachbildung aus Gummi.
Dank des Lucasfilm-Archivs kam Harlocker an Originalrequisiten heran, um sie dann nachzubauen oder zu verbessern. Zu Indianas persönlichen Gegenständen gehören die Peitsche, die Umhängetasche, sein Pistolengürtel, seine Peitschenhalterung, seine Aufzeichnungen, die Uhr seines Vaters und seine Brille – und auch wenn die Brille in diesem Film anders aussieht, bleibt die
Umhängetasche dieselbe, die er auch bei seinem letzten Abenteuer trug. Harlocker ließ Indys Peitschen speziell von einer australischen Firma anfertigen, so dass sie für Ford einfacher zu handhaben waren. Das machte es dem Schauspieler dann auch leichter, die Kunst des Peitschenknallens wieder zu erlernen. „Das ist eine relativ ungewöhnliche Technik“, sagt Ford. „Und ich habe sie sowieso nie besonders gut beherrscht – aber ich glaube, fürs Showgeschäft hat es letztes Mal gereicht. Wir hatten bei diesem Film einen neuen Peitschentrainer, der eine etwas andere Technik hatte. Nach ein paar Wochen geduldigen Übens hatte ich das alles auch wieder drauf.“
Indys Peitsche löste laut Spielberg bei allen Mitwirkenden nostalgische Gefühle aus: „Wenn man erlebt, wie Harrison am Drehort erscheint, die Peitsche greift und mit ihr einen der Bösewichte einwickelt, glaubt man das einfach nicht“, sagt er. „Erstaunlich, wie schnell Harrison das hinbekommt. Und wenn man dann Indys Tasche und seine anderen Sachen sieht… das war nicht nur Nostalgie. Das war der Moment, in dem mir klar wurde, dass wir diese Figur mit allem, wofür dir steht, dem Publikum zurückgeben, das mit Indy aufgewachsen ist – und gleichzeitig stellen wir ihn einem ganz neuen Publikum vor.“
DIE GESCHICHTE HINTER DEM GEHEIMNIS
80 Jahre Forschung lüften
das Geheimnis des Kristallschädels… oder auch nicht
1924 leitete der berühmte britische Bankier und Abenteurer F.A. Mitchell-Hedges eine Expedition in den südamerikanischen Dschungel von British Honduras (inzwischen Belize). Seine Mission: Beweise für die Existenz des verlorenen Kontinents von Atlantis zu finden. Allerdings machte Mitchell-Hedges’ Adoptivtochter Anna den Fund, durch den die Expedition berühmt wurde: An ihrem 17. Geburtstag, als Mitchell-Hedges und sein Team die uralten Ruinen eines Maya-Tempels bei Lubaantun ausgruben, entdeckte Anna ein glitzerndes Objekt am Boden unter einem zusammengebrochenen Altar: einen wunderschön geformten menschlichen Schädel, der mit unglaublicher Kunstfertigkeit aus einem einzelnen Block durchsichtigen Quarzkristalls geschliffen worden war.
Als sie das Artefakt zum ersten Mal berührte, habe sie etwas Seltsames gefühlt, sagte Anna. Und jedes Mal, wenn sie den Schädel nachts neben ihr Bett stellte, hatte sie lebhafte Träume von den Mayas, die vor Tausenden von Jahre gelebt hatten, und ihren täglichen Ritualen und Opfern. Nach den Aussagen der wenigen Indianer, die noch in der Gegend lebten, wurde der Schädel vom
Hohepriester dieser Kultur dazu benutzt, den Tod herbeizuführen. Ihr Vater behauptete, der Schädel sei 3600 Jahre alt, und nannte ihn den „Schädel des Unheils“ aufgrund seiner angeblichen magischen Kräfte und dem Schicksal, das diejenigen ereilte, die mit ihm in Berührung kamen.
Die Nachricht von der ungewöhnlichen Entdeckung lösten in der Kunst- und Antiquitätenwelt eine kleine Sensation aus. Nach und nach kam eine Reihe von Kristallschädeln ans Licht der Welt, von denen einige ihren Weg in Museen fanden, während andere im Privatbesitz blieben. Bis zum heutigen Tage wird über die Herkunft dieser Artefakte heftig gestritten. Manche behaupten, die
Schädel seien Überbleibsel aus Atlantis und könnten von Außerirdischen stammen. Andere bestehen darauf, dass es sich um Matrizen mit strahlender übersinnlicher Energie handelt, mit deren Hilfe man Zaubersprüche aussprechen, Geister herbeirufen, Krankheiten heilen und die Zukunft vorhersagen kann.
Viele dieser Hypothesen berufen sich auf die Zahl 13. Eine solche Theorie behauptet, dass die Schädel von einer Gesellschaft hinterlassen wurden, die im Innern der Erde lebte, und dass 13 „Master-Schädel“ die Geschichte dieser Kultur in sich tragen. Andere theoretisieren, dass jeder der 13 „Master-Schädel“ eine spezielle Eigenschaft hat und dass, brächte man alle 13 zusammen, deren Eigenschaften sofort zur Verfügung stehen und ein neues Zeitalter einleiten würden.
Die meisten der Kristallschädel, die auftauchten, nachdem Mitchell-Hedges seinen Fund publik gemacht hatte, weisen eine stilisierte Struktur auf: Die Zähne wurden in ein einzelnes Schädelstück hineingeritzt – im Gegensatz zum Mitchell- Hedges-Schädel, der einen abnehmbaren Unterkiefer hat. Beispiele dafür sind ein paar – bekannt als der Britische Kristallschädel und der Pariser Kristallschädel –, die momentan im Museum of Mankind in London und dem Musée de L’Homme in Paris ausgestellt sind. Ein anderes Paar von Schädeln — der Maya- Kristallschädel und der Amethyst-Schädel – wurde angeblich von einem Maya- Priester in die USA gebracht.
Zwei bekannte Schädel aus privaten Sammlungen haben die Spitznamen „Max” und „ET”. Max, auch bekannt als der texanische Kristallschädel, fand angeblich in den frühen 80ern über einen tibetanischen Heiler zu JoAnn Parks in Houston. Der Schädel bekam seinen Spitznamen, weil Parks behauptete, der Heiler habe ihr gesagt, sein Name sei Max. Der E.T.-Schädel – so genannt, weil seine spitze Schädelkapsel und sein übertriebener Überbiss wie der Schädel eines Außerirdischen aussehen – gehört zur privaten Sammlung von Joke van Dieten Maasland, die behauptet, der Schädel habe sie von einem Gehirntumor geheilt. Der einzige Kristallschädel, der sich von der Qualität der Handwerkskunst mit dem Mitchell-Hedges-Schädel vergleichen lässt, ist der Rose-Quarz- Kristallschädel, der ebenfalls einen abnehmbaren Unterkiefer hat, aber etwas größer und nicht durchsichtig ist.
Der Mitchell-Hedges-Schädel — 5,2 kg schwer, 12,7 cm hoch, 17,8 cm lang und 12,7 cm breit – ist der berühmteste Kristallschädel. 1970 lieh die Familie Mitchell- Hedges den Schädel angeblich für Tests an die Hewlett-Packard Laboratories aus – ein führendes Labor für Kristallforschung in Santa Clara/California. Der Kunstrestaurator Frank Dorland behauptet, die Untersuchungen überwacht zu haben – sie hätten erstaunliche Resultate hervorgebracht. Er berichtete, die HPForscher hätten herausgefunden, dass der Schädel gegen die natürliche Achse des Kristalls geschliffen sei. Moderne Kristallbildhauer kennen immer die Achse oder molekulare Symmetrie des Kristalls, weil man – selbst bei Anwendung von Lasern oder anderen High-Tech-Schnittmethoden – den Kristall zum Zersplittern bringen kann, wenn man gegen seine Achse schneidet.
Dorland behauptete außerdem, HP habe keine mikroskopischen Kratzer auf dem Kristall finden können, die ein metallisches Werkzeug normalerweise hinterlassen hätte. Dies brachte Dorland zu der Schlussfolgerung, der Kristall sei erst mithilfe von Diamanten in seine Rohform gebracht worden, um dann mit einer milden Lösung aus Silikonsand und Wasser detailliert bearbeitet zu werden – ein fast unmögliches Verfahren, das nach seinen Berechnungen bis zu 300 Jahre an Arbeitsstunden erfordert hätte. Dorland behauptete außerdem, der Schädel stamme aus Atlantis und sei während der Kreuzzüge von den Tempelrittern aufbewahrt worden.
Es gibt allerdings keine Dokumente, die die Behauptungen über die exotische Herkunft des Schädels belegen. Einige Fachleute haben sogar behauptet, Mitchell-Hedges habe den Schädel 1943 bei einer Auktion bei Sotheby’s erstanden – ein Vorwurf, der von Dokumenten des British Museum gestützt wird, das angeblich gegen ihn bot. Dies würde erklären, warum Mitchell-
Hedges vor 1943 amscheinend nie von dem Artefakt gesprochen hat — obwohl er behauptete, Anna habe es fast 20 Jahre zuvor gefunden. Allerdings behauptete Mitchell-Hedges seinerseits, er habe den Schädel zurückgekauft, nachdem ein Freund, dem er ihn zur Aufbewahrung anvertraut hatte, ihn bei Sotheby’s versteigern lassen wollte.
Es gibt auch Zweifel, ob die Tests bei Hewlett-Packard jemals ausgeführt wurden, da die Firma nie Beweise für solche Tests geliefert hat. Spätere Tests ergaben sogar, dass der Schädel mithilfe von Juwelierwerkzeug aus dem 19. Jahrhundert geschliffen worden sei, was seine angebliche vorkolumbianische Herkunft noch suspekter macht.
Anna Mitchell-Hedges, die den Schädel bis zu ihrem Tod 2007 im Alter von 100 Jahren besaß, stand zu der Geschichte ihres Vaters und wurde von anderen loyal unterstützt, die an die bedeutenden mythischen Kräfte des Kristallschädels glaubten.
Anmerkung: Einige Quellen dieses Artikels sind die folgenden Webseiten:
http://www.world-mysteries.com/sar_6_1.htm
http://www.si.edu/opa/insideresearch/articles/V9_CrystalSkulls.html
http://www.mitchell-hedges.com/
http://www.youtube.com/watch?v=XTOe7c0n-oc
http://www.youtube.com/watch?v=OwrGQuFyRDQ

Die Schauspieler
HARRISON FORD verkörpert erneut den legendären Archäologen Indiana Jones.
Durch die Indiana-Jones-Reihe und als großspuriger Pilot Han Solo in der „Krieg der Sterne“-Reihe ist er für Kinogänger auf der ganzen Welt zum Inbegriff des vollkommenen amerikanischen Helden geworden. Seine Filmografie umfasst über 40 Spielfilme – elf davon haben über 100 Millionen Dollar an der Kinokasse eingespielt, darunter Filme wie „Auf der Flucht“, „Air Force One“ und „Die
Stunde der Patrioten“.
Sein überzeugendes Spiel im Thriller „Der einzige Zeuge“ wurde 1985 mit Darsteller-Nominierungen für den Oscar® und den Golden Globe gewürdigt. Weitere Golden-Globe-Nominierungen erhielt er für seine Hauptrollen in „Sabrina“ (1995), „Auf der Flucht“ (1993) und „Mosquito Coast“, zudem kürte
ihn die National Association of Theatre Owners 1994 zum „Star des Jahrhunderts”, und das People-Magazin kürte ihn 1998 zum „Sexiest Man Alive“. Er hat außerdem drei Publikumspreise gewonnen, und im Jahr 2000 erhielt er vom American Film Institute den renommierten Preis für sein Lebenswerk. 2002 wurde er bei der Verleihung der Golden Globes mit dem Cecil B. DeMille Preis
für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Ford wurde in Chicago geboren. Vor seinem Umzug nach Los Angeles hat er das Ripon College in Wisconsin besucht. In Los Angeles begann er zielstrebig an seiner Schauspielkarriere zu arbeiten. Zunächst war er Vertragsschauspieler bei Columbia Pictures. Seine erste Rolle spielte er 1966 in „Immer wenn er Dollars roch“. Nach einer kleinen Rolle in „Getting Straight“ (1970) entschied er sich, seine Rollenwahl nicht mehr nach seinen finanziellen Bedürfnissen auszurichten, sondern lieber als Zimmermann zu arbeiten, während er auf das richtige Angebot wartete.
Drei Jahre sollte seine Abwesenheit von der Leinwand dauern, bis er 1973 von George Lucas für die Rolle des Bob Falfa in dem Klassiker „American Graffiti“ gecastet wurde. Bereits ein Jahr später ergatterte er einen Part als Nebendarsteller in Francis Ford Coppolas Film „Der Dialog“, gefolgt von einer wichtigen Rolle in der Fernsehproduktion „Judgement: The Court Martial of Lt. William Calley“ von Stanley Kramer.
Zum Spielfilm kehrte Ford 1977 zurück. George Lucas castete ihn für die Rolle des Weltraumpiloten Han Solo – der Rest ist Geschichte. „Krieg der Sterne” brach sämtliche Einspielrekorde. Fords Darstellung eines rauflustigen Helden wurde zu einem komplett neuen Markenzeichen. Es folgten Hauptrollen in der Liebesgeschichte „Das tödliche Dreieck“ (1978 ) und in „Ein Rabbi im Wilden Westen“ (1979), zudem übernahm er Gastrollen in „Apocalypse Now“ (1979) und in „Noch mehr American Grafitti“ (1979), bevor Steven Spielberg ihn zum unerschrockenen Abenteurer Indiana Jones in „Jäger des verlorenen Schatzes“ machte: ein weiterer großer Kassenerfolg.
Zwischen den beiden Fortsetzungen von „Krieg der Sterne“ 1980 und 1983 und den beiden Fortsetzungen der Indiana-Jones-Reihe übernahm Ford die Hauptrollen in unvergesslichen Filmen wie beispielsweise im futurischen Zukunftsthriller „Blade Runner“ (1982), in dem von der Kritik gefeierten Film „Der einzige Zeuge“ (1985), in „Mosquito Coast“ (1986), „Frantic“ (1988 ), sowie in der romantischen Komödie „Die Waffen der Frauen“ (1988 ).
Er spielte einen des Mordes angeklagten Anwalt in „Aus Mangel an Beweisen“ (1990), einen arroganten Yuppie, der sich in „In Sachen Henry“ (1991) komplett ändert, den heldenhaften Ex-CIA-Agent Jack Ryan in „Die Stunde der Patrioten“ (1992) und den zu Unrecht des Mordes an seiner Frau verdächtigten Arzt in „Auf der Flucht“ (1993); einen New Yorker Polizisten in „Vertrauter Feind“ (1997) und den fiktiven amerikanischen Präsidenten James Marshall in „Air Force One”. Darüber hinaus war Ford im Remake von „Sabrina“ (1995) zu sehen. Zu seinen Filmen der letzten Jahren gehören der High-Tech-Thriller „Firewall“ (2006), die romantische Action-Komödie „Sechs Tage, sieben Nächte“ (1998 ), das romantische Drama „Begegnungen des Schicksals“ (1999) und der Thriller „Schatten der Wahrheit“ (2000). Im Jahr 2002 spielte er neben Liam Neeson einen russischen U-Boot-Kapitän in „K-19: Showdown in der Tiefe“, Regie führte Kathryn Bigelow. Im Juni 2003 kam der Film „Hollywood Cops“ von Ron Shelton in die Kinos, in dem Ford neben Josh Hartnett eine der Hauptrollen übernahm. Es folgte Wayne Kramers „Crossing Over“ mit Sean Penn.
Ford fühlt sich zudem sehr dem Umweltschutz verpflichtet und ist aktiv für die unterschiedlichsten Gruppen tätig. Er gehört zum Vorstand von Conservation International und hat in Jackson/Wyoming fast 160 Hektar eigene Ländereien dem Jackson Hole Land Trust zur ökologischen Nutzung zur Verfügung gestellt.
Für seinen Einsatz zum Erhalt der Umwelt hat er die unterschiedlichsten Auszeichnungen bekommen. Außerdem wurde er im Jahr 2003 mit einem Stern auf dem berühmten „Walk of Fame“ in Hollywood geehrt.
CATE BLANCHETT spielt die russische Agentin Irina Spalko. In diesem Jahr war sie gleich zwei mal für den Oscar® nominiert, in der Kategorie Beste Schauspielerin für „Elizabeth – Das goldene Königreich“ und in der Kategorie Beste Nebendarstellerin in „I’m Not There“. Damit gehört sie zu den nur fünf Schauspielern auf der Welt, die jemals im selben Jahr in beiden Kategorien nominiert waren. Für „Elizabeth – Das goldene Königreich“ war sie auch für den BAFTA und den SAG Award nominiert. Für den Film „I´m Not There“ erhielt sie Nominierungen für den BAFTA und den SAG Award, zudem gewann sie hierfür einen Preis bei den Filmfestspielen in Venedig, den Golden Globe als Beste Nebendarstellerin und den Independent Spirit Award.
Zuvor hat sie schon den Oscar® als Beste Nebendarstellerin für ihre überzeugende Darstellung der Katharine Hepburn in Martin Scorcesess „Aviator“ gewonnen. Die Rolle wurde zudem mit dem BAFTA und SAG Award ausgezeichnet. Ihre erste Oscar®-Nominierung erhielt Blanchett im Jahr 1999 für ihre Leistung als Königin Elizabeth in Shekar Kapurs „Elizabeth“. Auch hierfür wurde sie für einen BAFTA und für einen Golden Globe nominiert. Ihre Darstellung neben Judi Dench im Film „Tagebuch eines Skandals“ wurde danach wiederum für den Oscar®, den Golden Globe und den Screen Actors Guild Award nominiert.
In der jüngeren Vergangenheit spielte Blanchett neben George Clooney und Tobey Maguire eine Hauptrolle in „The Good German – In den Ruinen von Berlin“ (Regie: Steven Soderbergh) und neben Brad Pitt in „Babel“. Demnächst können wir sie in dem David-Fincher-Film „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ wieder zusammen mit Brad Pitt erleben.
Zu ihren vielen anderen Filmen gehören Rollen in „Die Journalistin“ (Nominierung für den Golden Globe), „Banditen!“ (Nominierung für den Golden Globe), Wes Andersons „Die Tiefseetaucher“, Jim Jarmuschs „Coffee and Cigarettes“, Ron Howards „The Missing“ an der Seite von Tommy Lee Jones,
Gillian Armstrongs „Die Liebe der Charlotte Gray“, Lasse Hallströms „Schiffsmeldungen“ an der Seite von Kevin Spacey, Rowan Woods „Little Fish“ mit Sam Neill und Hugo Weaving, Mike Newells „Turbulenzen und andere Katastrophen“ mit John Cusack, Oliver Parkers „Ein perfekter Ehemann“, Anthony Minghellas „Der talentierte Mr. Ripley“, Sam Raimis „The Gift – Die dunkle Gabe“ und Sally Potters „In stürmischen Zeiten“.
Blanchett fühlt aber auch im Theater zu Hause. Ihre umfangreichen Bühnenauftritte schließen auch Produktionen des Company B Ensembles ein, dem auch Geoffrey Rush, Gillian Jones und Richard Roxburgh angehören. So spielte sie die Miranda in „Der Sturm“, die Ophelia in „Hamlet“, Nina in „Die Möwe“ und Rose in „The Blind Giant Is Dancing“.
Für die Sydney Theatre Company übernahm sie Rollen in Caryl Churchills „Top Girls“, David Mamets „Oleanna“, Michael Gows „Sweet Phoebe“ und Timothy Dalys „Kafka Dances“ – auch für ihr überzeugendes Spiel in Theaterproduktionen erhielt Blanchett diverse Preisen bzw. Nominierungen. Sie debütierte als Regisseurin für die Sydney Theatre Company mit dem Stück
„A Kind of Alaska“ und übernahm danach die Regie bei „The Year of Magical Thinking“.
Blanchett studierte am Australia National Institut of Dramatic Art, und zusammen mit ihrem Ehemann wurde sie erst kürzlich zur Co-Regisseurin der Sydney Theatre Company berufen. Ihre erste Spielzeit beginnt 2009.
KAREN ALLEN übernimmt erneut in der Rolle der Marion Ravenwood – wie schon in dem Kassenerfolg „Jäger des verlorenen Schatzes“. Ihr Schauspielkarriere begann Allen 1974, sie schloss sich der Washington Theatre Laboratory Company an, ihr Filmdebüt gab sie bereits zwei Jahre später mit dem preisgekrönten Kurzfilm „The Whidjitmaker“. Im nächsten Jahr zog
Allen jedoch zurück nach New York, um an der Lee-Strasberg-Schule zu studieren, im Laufe der Jahre ist sie dort in zahlreichen Produktionen am und um den Broadway herum aufgetreten.
Ihr Lehrjahre zahlten sich 1978 mit ihrem Debüt als Katy im Erfolgsfilm „Ich glaub mich tritt ein Pferd“ aus, denn daraus ergaben sich Rollen in Philip Kaufmans „The Wanderers – Terror in der Bronx“ (1979), „Cruising“ (1980) und in Woody Allens „Manhattan“ (1979). Ihr Spiel in Rob Cohens Drama „Unter guten Freunden“ (1980) erregte die Aufmerksamkeit von George Lucas und Steven Spielberg, die sie sogleich für die Rolle der kratzbürstigen Barbesitzerin Marion Ravenwood in „Jäger des verlorenen Schatzes“ casteten. 1982 debütierte sie am Broadway im Stück „The Monday after the Miracle“, wofür sie mit dem Theatre World Awward als Beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. 1984 übernahm sie die Hauptrolle in „Liebe ohne Ausweg“ und stand neben Jeff Bridges in John Carpenters „Starman“ vor der Kamera.
Allen gewann 1982 den Saturn Award der Academy of Science Fiction, Fantasy and Horror Film als Beste Schauspielerin für ihren Auftritt als Marion Ravenwood, 1985 war sie für „Starman“ erneut nominiert. 1988 wurde sie in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für den Independent Spirit Award und in der Kategorie Beste ausländische Schauspielerin für die Sant Jordi Awards in
Barcelona nominiert – beide Nominierungen erhielt sie für ihre Rolle in Paul Newmans „Die Glasmenagerie“.
Zu ihren aktuellsten Filmen gehören „The Basket“ (1999), Wolfgang Petersens „Der Sturm“ (2000) und Todd Fields Drama „In the Bedroom“ (2001). Ihr jüngster Film „Poster Boy“ wurde 2004 auf dem Tribeca Film Festival gezeigt. Allens Sohn Nick kam 1990 zur Welt. Sie unterrichtet am Simon´s Rock College of Bard, führt Regie, gründete Berkshire Mountain Yoga und 2003 ein Design- Studio für Strickwaren: das „Karen Allen – Fiber Arts Studio“. 2005 eröffnete sie einen Shop für Strickwaren in Great Barrington/Maine: „Karen Allen Fiber Arts“.
RAY WINSTONE, spielt George „Mac“ McHale. Er wurde in Hackney im East End von London geboren. Mit zölf Jahren begann er zu boxen, wurde dreimal Schulchampion und kämpfte zweimal für England.
Er studierte Schauspiel an der Corona-Schule und wurde danach von Alan Clarke als Carlin in „Scum – Abschaum“ gecastet. Mit dieser BBC-Produktion hat er sich seinen Namen gemacht – seitdem ist er in diversen TV-Produktionen und Spielfilmen aufgetreten. Er spielte die Hauptrolle in Franc Roddams
„Quadrophenia“, gehörte zum Ensemble in Ken Loachs „Ladybird, Ladybird“, spielte die Hauprolle in Gary Oldmans Drama „Nil by Mouth“, für die er mit dem British Independent Film Award als Bester Schauspieler geehrt und für einen BAFTA Award nominiert wurde. Sein vielseitiges Talent trug dazu bei, dass man ihn für die unterschiedlichsten Rollen castete, zum Beispiel als Dave in
dem Gangsterfilm „Face – Abgerechnet wird zum Schluss“ oder als Vater in Tim Roths Drama „War Zone“, darüber hinaus in „The Mammy“, „Fanny & Elvis“, „Sexy Beast“, „Ripley´s Game“, „Unterwegs nach Cold Mountain“, „König Artus“, „The Departed – Unter Feinden“ und „Beowulf“.
Winestone hat zudem in vielen Fernsehfilmen mitgewirkt und unter anderem 2006 einen Emmy als Bester Schauspieler für seine Rolle in „Vincent“ gewonnen. 2007 wurde er mit dem Richard Harries Award geehrt.
Vor kurzem hat er die Arbeit an dem Film „The Changeling“ beendet, eine Co- Produktion mit ITV und der dritte Fernsehfilm, den seine eigene Firma Size 9 Productions hergestellt hat.
JOHN HURT (Professor Oxley) wurde in Chesterfield/Derbyshire geboren und hat seine Kindheit in den britischen Midlands in einem kleinem Dorf namens Woodville verbracht. Als Sohn eines Pfarrers hat er zunächst die Grimsby Art School und danach die St.Martins School of Art in London besucht, im Anschluss bekam er ein Stipendium für die RADA.
Nach seinem Theater- und Leinwanddebüt im Jahr 1962 gewann er den Critics Award als viel versprechender Schauspieler mit Harold Pinters „The Dwarfs“. Seine Leistung in der Londoner Produktion „Little Malcolm and His Struggle Against Eunuchs“ brachte ihm 1966 die Rolle des Richard Rich in dem Oscar®- preisgerkrönten Film „Ein Mann zu jeder Jahreszeit“ ein. Hurt stand seitdem in zahlreichen Inszenierungen auf der Bühne und hat dafür im Lauf der Jahre sehr
viel Lob von der Kritik erhalten. Zudem findet sich in seiner Filmografie eine beeindruckende Anzahl von Fernsehfilmen, für die er mit dem Emmy als Bester Schauspieler und dem BAFTA Award als Bester TV-Schauspieler ausgezeichnet wurde.
Ins internationale Rampenlicht rückte er mit seinen Rollen als Max in „12 Uhr Nachts“ (1978 ) und als John Merrick in „Der Elefantenmensch“ (1980), mit dem er als in den Kategorien Bester Schauspieler bzw. Bester Nebendarsteller für den BAFTA bzw. den Oscar® nominiert war. Zu seinen übrigen Filmen gehören die drei Filme „Die Profi-Killer“, „Sein größter Sieg“ und „1984“, für die er 1984 mit dem Evening Standard Award als Bester Schauspieler des Jahres ausgezeichnet
wurde, sowie „Alien“, „Das Osterman-Weekend“, „Scandal“, „Das Feld“, „Rob Roy“, „Corellis Mandoline“ und „Harry Potter und der Stein der Weisen“, um nur einige zu nennen.
Hurt war schon immer bekannt für seine unverwechselbare Stimme, die er als Sprecher für Dokumentationen, in Animationsfilmen und in einer sehr bekannten Kampagne gegen AIDS eingesetzt hat. 2002 hat er die Rolle des Sprechers in Lars von Triers „Dogville“ übernommen und 2004 in „Manderlay“, zudem war er 2006 der Erzähler im Tom Tykwers Film „Das Parfüm“.
2003 gewann er mit Brian Friels „Afterplay“ zusammen mit Penelope Wilton den Variety Club Award für „außergewöhnliche Leistungen als Schauspieler in einem Theaterstück”. Danach drehte er Guillermo del Toros Film „Hellboy“ sowie „The Alan Clark Diaries“ für die BBC. Im selben Jahr bekam er den Richard Harris Award bei der Verleihung der British Independent Film Awards.
2004 drehte Hurt für Universal „Der verbotene Schlüssel“, „Shooting Dogs“ für BBC Films und „The Proposition – Tödliches Angebot“, zudem bekam der den britischen Ritterorden C.B.E.
Im folgenden Jahr drehte er den Warner-Bros.-Film „V wie Vendetta“ und spielte im Theaterstück „Heroes“, das 2006 den Olivier Award als Beste neue Komödie gewonnen hat. 2006 drehte er „Boxes“ (Regie und Buch: Jane Birkin) und „Outlander“. 2007 folgten die Filme „Oxford Murders“ (Regie: Alex de Iglesia), „Lecture 21“ (Regie: Alessandro Baricc), „Recaunt“ (Regie: Jay Roach)
und „Hellboy 2 – Die goldene Armee“ unter der Regie von Guillermo del Toro. Zurzeit stellt er ein neues Projekt mit Jim Jarmusch fertig und bereitet sich auf „44 Inch Chest“ vor, das Drehbuch schrieben Louis Mellis und David Scinto („Sexy Beast“), Regie führt Malcolm Venville.
Oscar®-Preisträger JIM BROADBENT schließt sich dem Indiana-Jones- Ensemble als Dekan Charles Stanforth an. Er ist ein vollkommener britischer Schauspieler, der sich auf der internationalen Bühne einen Namen machte, indem er in drei Welterfolgen mitwirkte: zuerst als Bridget Jones’ Vater in „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“, dann als Harold Zindler in dem für den Oscar® nominierten Film „Moulin Rouge“ und schließlich in dem Biopic „Iris“ über die britische Romanschriftstellerin Iris Murdoch (gespielt von Judi Dench), die an Alzheimer litt. Für seine schauspielerische Leitung als Murdochs ergebenem Ehemann John Bayley gewann Broadbent den Oscar® und den Golden Globe als Beste Nebendarsteller.
Zu seinen aktuellsten Filmen gehört die Action-Komödie „Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis“, davor war er in „Topsy Turvy – Auf den Kopf gestellt“ (1999), „Richard III“ (1995), „Bullets Over Broadway“ (1994), „Verzauberter April“ (1994) und in Neil Jordans „The Crying Game“ (1992) zu sehen. Broadbent studierte Kunst, bevor er seine Karriere als Schauspieler anschob,
indem er sich bei der London Academy of Music and Dramatic Art bewarb. Auf der Theaterbühne stand er für das Royal National Theatre und die Royal Shakespeare Company. Er hat ununterbrochen Theater gespielt und in Fernsehfilmen mitgewirkt, sein Leinwanddebüt gab er 1978 in dem Film „Der Todesschrei“ von Jerzy Skolimowski.
Demnächst spielt er neben Colin Firth in „And When Did You Last See Your Father“ und in der Harry-Potter-Reihe in „Harry Potter und der Halbblutprinz“, sowie in Iain Softleys Fantasy-Abenteuer „Tintenherz“.
SHIA LaBEOUF übenimmt zum ersten Mal in einem Indiana-Jones-Film eine Rolle, er ist als Mutt Williams zu sehen. LaBeouf hat erst kürzlich die Herzen der Zuschauer mit seinen Auftritten in D.J. Carusos Thriller „Disturbia“ und als Sam Witwicky in Michael Bays Blockbuster „Transformers“ erobert. Zudem hat er seine Stimme dem jungen Pinguin Cody Maverick in dem für den Oscar®
nominierten Animationsfilm „Könige der Wellen“ geliehen SHIA LaBeouf ist in Los Angeles aufgewachsen und begann seine Schauspielkarriere bereits mit drei Jahren, nur um seine Mutter und seinen Vater zu unterhalten. Später besuchte er die Magnet School of Performing Arts unter dem Dach der University of Southern California und besorgte sich bereits mit elf Jahren einen
Schauspielagenten.
1998 dreht er seinen ersten Fernsehfilm „Breakfast With Einstein“, und danach wurde er für die erfolgreiche und preisgekrönte Disney-Serie „Eben ein Stevens“ gecastet. Über vier Jahre spielte er in der Serie und gewann dafür 2003 einen Emmy für eine „herausragende Leistung in einer Tages-TV-Serie“. Außerdem wurde er dreimal in Folge (2000–2002) für den Young Artist Award in der
Kategorie „Junger Hauptdarsteller in einer Comedy-TV-Serie” nominiert. Seinen ersten Spielfilm drehte er 2003 an der Seite von Sigourney Weaver und Jon Voight mit der Komödie „Das Geheimnis von Green Lake“ – auch mit dieser Leitstung wurde er für den Young Artist Award 2004 in der Kategorie Beste Hauptrolle eines Newcomers in einem Spielfilm und für den MTV Movie Award in der Kategorie Bester Newcomer nominiert. Noch im selben Jahr gehörte er zum Ensemble des Kinohits „Charlie´s Angels – Volle Power“ und spielte eine Hauptrolle in dem HBO-Film „The Battle of Shaler Heights“, der von Matt Damon und Ben Affleck produziert wurde.
Schon als junger Schauspieler ist er bestrebt, auch anspruchsvolle Rollen anzunehmen, wie zum Beispiel neben Robert Downey Jr. in „Kids – In den Straßen New Yorks“ (2006) und in Emilio Estevez´ Drama „Bobby“ (2006). 2005 spielte er den Amateur-Golfer Francis Ouiment in Bill Paxtons „Das größte Spiel seines Lebens“ nach dem Bestseller von Mark Frost. Er spielte aber auch neben Will Smith in „I, Robot“ (2004) und in „Constantine“ (2004) neben Keanu Reeves.
Für seine Leistungen in „Disturbia“ und „Transformers“ bekam er 2007 den ShoWest Award als „männlicher Star der Zukunft“, er war mit „Transformers“ vierfach für den Teens Choice Award nominiert und hat ihn in der Kategorie Bester männlicher Newcomer gewonnen. Zudem hat er den Teens Choice Award als Bester Filmschauspieler – Horror/Thriller und einen Scream Award
für „Disturbia“ gewonnen. LaBeouf dreht – wieder mit dem Regisseur D.J. Caruso – für DreamWorks den Action-Thriller „Eagle Eye“.

Die Filmemacher
STEVEN SPIELBERG ist dreifacher Oscar®-Gewinner, er bekam zwei Oscars® in den Kategorien Beste Regie und Bester Film für „Schindlers Liste“ und den dritten Oscar® als Regisseur von „Der Soldat James Ryan“. Zudem war er in der Regie-Kategorie nominiert für die Filme „München“, „E.T. – Der Außerirdische“, „Jäger des verlorenen Schatzes“ und „Unheimliche Begegnung der dritten Art“.
Der international viel beachtete Film „Schindlers Liste“ gehörte 1994 zu den am meist ausgezeichneten Filmen, darunter sieben Oscar®-Nominierungen inklusive der zuvor erwähnten Nominierungen in den Kategorien Bester Film und Beste Regie. Der Film wurde von den meisten Kritikerverbänden mit Preisen geehrt, dazu kommen sieben BAFTA Awards, von denen Steven Spielberg zwei erhalten hat. „Schindlers Liste“ gewann einen Golden Globe und den Preis der Directors Guild of America (DGA). Der von der Kritik gefeierte Film „Der Soldat James Ryan“ – mit Tom Hanks in der Hauptrolle – gehörte 1998 zu den Filmen mit den höchsten
Einspielergebnissen in den USA. Er wurde mit fünf Oscars® ausgezeichnet, davon ging einer an Regisseur Steven Spielberg, hinzu kommen zwei Golden Globes für das Beste Drama und die Beste Regie sowie zahlreiche andere Preise, unter anderem Kritikerpreise als Bester Film und für die Beste Regie. Zusätzlich gewann Steven Spielberg den DGA Award und den Award der Producers Guild of America (PGA). Im selben Jahr erhielt Spielberg von der PGA außerdem den renommierten Milestone Award für seine historischen Beitrag zur Filmwirtschaft.
Spielberg gewann seinen ersten DGA Award für „Die Farbe Lila“ , zudem war er nominiert für „E.T. – Der Außerirdische“, „Jäger des verlorenen Schatzes“, „Unheimliche Begegnung der dritten Art“, „Das Reich der Sonne“, „Der weiße Hai“, „Amistad“ und „München“. Mit insgesamt zehn Nominierungen ist er der am meisten nominierte Regisseur in der Geschichte der DGA Awards. Im Jahr 2000 wurde er von der DGA für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen: der „Preis für das Lebenswerk“ vom Amerikanischen Filminstitut, die angesehene Irving G. Thalberg Auszeichnung von der Academy of Motion Picture Art and Scienes, sowie die Ehrung im Kennedy Center. Im Kielwasser von „Der Soldat James Ryan“ drehten Spielberg und Tom Hanks als Executive Producer die TV-Miniserie „Band of Brothers – Wir waren wie Brüder”, die von HBO und Dreamworks Televison hergestellt wurde. Das auf Fakten basierende Projekt über den Zweiten Weltkrieg nach dem gleichnamigen Buch von Stephen Ambrose gewann den Emmy und den Golden Globe als Beste Miniserie. Momentan entwickeln Spielberg und Hanks das Projekt „The Pacific“, eine weitere Miniserie über den Zweiten Weltkrieg, in der es um die Schlachten im Pazifik geht.
Spielberg gewann als Executive Producer den Emmy für die Herausragende Miniserie mit der SciFi-Channel-Produktion „Steven Spielberg Presents Taken“ über Entführungen durch Außerirdische. Für den SciFi Channel entwickelt er zur Zeit eine neue Miniserie, die „Nine Lives“ heißen wird. Ein weiteres TV-Projekt war die vom ihm als Executive Producer hergestellte Western-Miniserie „Into the West“, die auf dem TNT Cable Network ausgestrahlt wurde. Amblin Entertainment produziert zusammen mit Warner Bros. Televison die mehrfach ausgezeichnete, bahnbrechende Serie „Emergency Room – Die Notaufnahme“, deren 15. Staffel ab Herbst auf NBC gezeigt wird.
Steven Spielberg wurde in Cincinnati/Ohio geboren und wuchs in den Vororten von Haddonfield/New Jersey und Scottsdale/Arizona auf. Bereits als Teenager versuchte er sich als Amateurfilmer, um dann an der Califonia State University in Long Beach Film zu studieren. Sein Kurzfilm „Amblin“ wurde 1969 auf dem Atlanta Film Festival gezeigt – daraus ergab sich ein Vertrag mit Universal. Mit diesem Vertrag wurde er zum jüngsten Regisseur, der je bei einem großen Studio unterschrieben hat.
Schon vier Jahre später drehte er den spannenden Fernsehfilm „Duell“, der für Aufmerksamkeit bei Kritikern und Publikum sorgte. Mit dem Film „Sugarland Express“ debütierte er als Kinoregisseur, hier hat er zudem auch am Drehbuch mitgeschrieben. Außerdem inszenierte er die beiden Filme „Hook“ und „Always“.
2006 produzierte Spielberg zusammen mit Clint Eastwood und Rob Lorenz die beiden Filme „Flags of our Fathers“ und „Letters From Iwo Jima“, der Letztere wurde für vier Oscars® nominiert, unter anderem in der Kategorie Beste Regie. Beide Filme, die unter der Regie von Clint Eastwood entstanden sind, zeigen die Schlacht von Iwo Jima – der erste aus der Perpektive der Amerikaner und der zweite aus der Perpektive der Japaner.
Im Jahr 2000 führte Spielberg bei zwei Filmen Regie: „Krieg der Welten“ mit Tom Cruise und Dakota Fanning in den Hauptrollen sowie „München“ mit Eric Bana, Daniel Craig und Geoffrey Rush. „München“ wurde für fünf Oscars® nominiert, unter anderem in den Kategorie Bester Film und Beste Regie. Im selben Jahr wurde er mit dem Stanley Kubrick Britannia Award for Excellence in Film, präsentiert von der BAFTA/Los Angeles ausgezeichnet. Zu Spielbergs neueren Filmen gehören auch „Catch Me if You Can“ mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks in den Hauptrollen, der futuristische Thriller „Minority Report“ mit Tom Cruise und „Terminal“ mit Tom Hanks. Zudem schrieb, produzierte und inszenierte Spielberg „AI: Künstliche Intelligenz“ – dieser Film entstand nach einem letzten Konzept von Stanley Kubrick.
Im Jahr 1984 gründete Spielberg seine eigene Produktionsfirma Amblin Entertainment. Unter dem Amblin-Label brachte er als Produzent oder Executive Producer viele erfolgreiche Filme heraus: „Gremlins“, „Die Goonies“, die „Zurück in die Zukunft“-Trilogie, „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, „Feivel der Mauswanderer“, „In einem Land vor unserer Zeit“, „Die Flintstones“, „Casper“,
„Twister“, „Die Maske des Zorro“, „Men in Black“ und „Men in Black II“. Im Oktober 1994 gründete er zusammen mit Jeffrey Katzenberg und David Geffen das Studio DreamWorks SKG, das 2006 an Paramount Pictures verkauft wurde. Unter ihrer Führung konnte sich das Studio an vielen kommerziellen Hits und Kritikererfolgen erfreuen. Viele Filme, die in den letzten Jahren ausgezeichnet wurden, verantwortet DreamWorks. Dazu gehören auch die drei Oscar®-Gewinner „American Beauty“, „Gladiator“ und „A Beautiful Mind“ – bei den beiden letztgenannten fungierte Universal Pictures als Co-Produzent – und natürlich auch der aktuelle Blockbuster „Transformers“. Spielberg widmet seine Zeit und Energie zudem vielen karitativen Aufgaben.
Seine Erfahrungen bei der Herstellung von „Schindlers Liste“ brachten ihn dazu, den gesamten Profit des Films für die Einrichtung der Stiftung Righteous Persons
Foundation zu verwenden. Zudem gründete er die Survivors of the Shoah Visual Foundation (mittlerweile bekannt als die USC Shoah Foundation Institute for Visual History and Education), die mehr als 50.000 Aussagen von HolocaustÜberlebenden aufgezeichnet hat.
Zusätzlich fungiert Spielberg als Executive Producer von „The Last Days“, der dritten Dokumentation der Shoah Foundation, die den Oscar® als Beste Dokumentation gewann. Darüber hinaus ist er der Ehrenpräsident der Starlight Starbright Children´s Foundation, die sich bemüht, Kinderheilkunde, Technologie und Unterhaltung für schwerkranke Kinder zu kombinieren.
DAVID KOEPP (Drehbuch) schrieb und inszenierte „Das geheime Fenster“, „Echos – Stimmen aus der Zwischenwelt“, „Der große Stromausfall – Eine Stadt im Ausnahmezustand“, „Suspicious“ sowie die kommende DreamWorks- Komödie „Ghost Town“. Als Drehbuchautor bzw. als Co-Autor verantwortete er „Krieg der Welten“, „Zathura – Ein Abenteuer im Weltraum“, „Spider-Man“, „Panic Room“, „Spiel auf Zeit“, „Jurassic Park: Die vergessene Welt“, „Mission: Impossible“, „Schlagzeilen“, „Jurassic Park“, „Carlito’s Way“, „Der Tod steht ihr gut“, „Todfreunde – Bad Influence“ und „Apartment Zero“. Koepp ist in Wisconsin geboren und besuchte die Filmschule am UCLA. Er lebt in New York.
GEORGE LUCAS´ (Story / Originalfiguren / Executive Producer) Passion für zeitlose Geschichten und bahnbrechende Innovationen haben dem Kino die erfolgreichsten und beliebtesten Filmen aller Zeiten beschert. Seine Karriere begann 1971. Mit der in San Fransisco angesiedelten
amerikanischen Produktionsfirma Zoetrope und seinem langjährigen Freund Francis Ford Coppola als Executive Producer erweiterte er seinen preisgekrönten Studentenfilm zu seinem ersten abendfüllenden Spielfilm: „THX 1138“.
Lucas´ zweiter Low-Budget-Spielfilm „Amercian Graffiti“ wurde zum erfolgreichsten Film seiner Zeit, zudem wurde er mit einem Golden Globe prämiert und mit den Preisen der New Yorker Filmkritiker sowie der National Society of Film Critics ausgezeichnet. Der Film brach mit allen etablierten
Erzähltraditionen, indem er eine vielschichtige Geschichte aus kurzen Handlungssträngen zusammensetzte, die von einem Soundtrack mit zeitgenössischer Musik untermalt werden.
Doch es war Lucas´ dritter Spielfilm „Krieg der Stern“, der 1977 die gesamte Branche auf den Kopf stellte, indem er sämtliche Kassenrekorde brach, vollkommen neue Maßstäbe für Filmbild und Filmton vorgab und acht Oscar®- Nominierungen verbuchte. Der Erfolg von „Krieg der Sterne“ erlaubte es George Lucas, in seiner Hochburg in Marin County/California vollkommen
unabhängig zu arbeiten. Lucas ist Autor und Executive Producer einer ganzen Reihe von Blockbustern, beginnend mit den Fortsetzungen der „Krieg der Sterne“-Saga: „Das Imperim schlägt zurück“ (1980) und „Die Rückkehr der Jedi- Ritter“ (1983). 1981 schuf er den klassischen Abenteurer Indiana Jones – als Co- Autor und Executive Producer der erfolgreichen Serie, zu der die Filme „Jäger der verlorenen Schatzes“ (1981), „Indiana Jones und der Tempel des Todes“
(1984) und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (1989) gehören. Die Trilogie hat acht Oscars® gewonnen.
Er fungierte zudem als Executive Producer bei den unterschiedlichsten Filmen, so zum Beispiel bei „Willow“ (Regie Ron Howard, Drehbuch George Lucas) oder „Tucker: The Man and His Dream“ (Regie: Francis Ford Coppola). Beide Filme wurden jeweils für drei Oscars® nominiert. Außerdem verantwortete Lucas als Executive Producer Filme wie Akira Kurosawas „Kagemusha – der Schatten des Kriegers“ (1986), „Mishima – Ein Leben in vier Kapiteln“ (1985), „Latino“ (1985),„Howard – Ein tierischer Held“ (1986), „Die Reise ins Labyrinth“ (1986) und „Radioland Murders“ (1994).
Lucas’ Vorliebe für Geschichte und die Bildung von Jugendlichen und Kindern brachten ihn in den frühen 1990ern dazu, die Serie „Die Abenteuer des jungen Indiana Jones“ zu konzipieren. Die Besonderheit der Serie ist ohne Zweifel die Kombination der Episoden mit einem dokumentarisch-historischen Hintergrund. Während ihrer ersten Ausstrahlung wurde die Serie von der Kritik gefeiert und für 26 Emmy nominiert, zwölf Emmy hat sie gewonnen. Lucas setzte sich 1999 erneut auf den Regiestuhl, um die erste von den drei neuen Episoden der „Star Wars“ Saga zu drehen: „Star Wars: Episode 1 – Die dunkle Bedrohung“ – der größte Kassenhit, der zudem als erster Action-Film
überhaupt digital projiziert wurde. Drei Jahre später folgte mit „Star Wars: Episode 2 – Angriff der Klonkrieger“ ein neuer Superlativ, da dieser Film komplett digital gedreht wurde. „Star Wars: Episode 3 – Die Rache der Sith“, der letzte Film der Trilogie, stellte 2005 erneut Kassenrekorde auf.
Zurzeit überwacht Lucas die Herstellung von „Star Wars: The Clone Wars“, der seine Spielfilmpremiere am 15. August 2008 feiern wird. Im Herbst folgt die TVSerie „Star Wars: The Clone Wars“, die den Zuschauern unglaubliche neue Abenteuer bietet. Die Serie kombiniert die Lucasfilm-Tradition des Geschichtenerzählens mit einer vollkommen neuen Animationsqualität.
Zusätzlich übernimmt Lucas eine führende Rolle, wenn es darum geht, seine technischen und erzählerischen Errungenschaften mit anderen zu teilen. Er unterrichtet Studenten über interaktive und multimediale Medien. Er ist Präsident der Stiftung George Lucas Educational Foundation, sitzt im Vorstand der Film Foundation und ist Mitglied des Beratungsgremiums der USC School of Cinematic Arts.
JEFF NATHANSON (Story) hat zuvor bereits mit Steven Spielberg an „Terminal“ und „Catch Me if You Can“ zusammengearbeitet. Für „Catch Me if You Can“ wurde er für den BAFA Award nominiert. 2007 unterzeichnete seine Produktionsfirma – Invisible Ink Entertainment – einen First-Look-Vertrag mit DreamWorks SKG.
Er schrieb auch „Rush Hour 3“, „The Last Shot – Die letzte Klappe“ – den er auch inszenierte – und„Rush Hour 2“. Momentan arbeitet er an dem Biopic „Milli Vanilli“ für die Produzentin Kathleen Kennedy. Nathanson studierte an der University of California in Los Angeles und nahm an der Drehbuchausbildung des American Film Institute teil. Mit seiner Frau und drei Kindern lebt er in Los Angeles.
„Jäger des verlorenen Schatzes“ legte den Grundstein für die langjährige Zusammenarbeit von Steven Spielberg, George Lucas, Kathleen Kennedy und FRANK MARSHALL. Eine Partnerschaft brachte auch „Indiana Jones und der Tempel des Todes“, „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ sowie „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ hervor.
Als visionärer Produzent war er an über 50 Filmen beteiligt und ist auf diese Weise maßgeblich an der Entwicklung des amerikanischen Films beteiligt. Marshall ist außerdem ein gefeierter Regisseur, ein aktiver Sportler sowie eine Person des öffentlichen Lebens. Zu den Filmen, die er produziert hat, gehören die erfolgreichsten und beliebtesten Filme aller Zeiten: „Poltergeist“, „Gremlins“, „Die Goonies“, „Die Farbe Lila“, „Feivel der Mauswanderer“, „Das Reich der Sonne“, „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, „In einem Land vor unserer Zeit“, die „Zurück in die Zukunft“-Trilogie, „The Sixth Sense“, „Seabiscuit“ und die „Bourne“-Trilogie.
Seine Filme wurde für die verschiedensten Oscars® nominiert, darunter Nominierungen in der Kategorie Bester Film für „Jäger des verlorenen Schatzes“ (1982), „Die Farbe Lila“ (1985 – den er zusammen mit Steven Spielberg, Quincy Jones und seiner Frau Kathleen Kennedy produziert hat), M.Nights Shyamalans Kassenknüller „The Sixth Sense“ (1999) und der von der Kritik hoch gelobte Film „Seabiscuit“.
Regie führte er bei dem Kassenhit „Antarctica – Gefangen im Eis“, dem Thriller „Arachnophia“, dem Drama „Überleben!“, „Congo“ und bei einer Episode der Miniserie „From the Earth to the Moon“.
Marshall begann seine Karriere in der Filmbranche als Assistent von Peter Bogdanovich beim Klassiker „Bewegliche Ziele“. Danach wurde er von Bogdanovich als Location Manager für die Filme „Die letzte Vorstellung“ und „Is´ was, Doc?“ angestellt, um später als Associate Producer für ihn tätig zu sein. So arbeitete er mit Bogdanovich an fünf weiteren Filmen, unter anderen an „Paper Moon“ und „Nickelodeon“.
Als Herstellungsleiter betreute Marshall Martin Scorseses „The Band“. Dann unterschrieb er einen Vertrag über zwei Filme mit dem Regisseur Walter Hill, zunächst als Associate Producer bei „Driver“, später als Executive Producer bei „Die Warriors“. Beide Filme gneißen unter Cineasten Kultstatus. Als Herstellungsleiter arbeitete Marshall auch für Orson Welles an dem legendären niemals fertig gestellten Film „The Other Side of the Wind“, an dem er periodisch 1971 und 1976 immer wieder arbeitete.
Marshalls lange und fruchtbare Zusammenarbeit mit Spielberg begann 1981 mit „Jäger des verlorenen Schatzes“. Darauf folgten die Produktionen „E.T. – Der Außerirdische“ als Production Supervisor und „Poltergeist“. 1981 gründete das Trio gemeinsam die Produktionsfirma Amblin Entertainment. Für Amblin produzierte er unter anderem Kevin Reynolds’ „Fandango“, Barry Levinsons „Das Geheimnis des verborgenen Tempels“, Joe Dantes „Gremlins“, Robert Zemeckis´ „Zurück in die Zukunft“-Trilogie und „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, Steven Spielbergs „Always“, „Hook“ und „Das Reich der Sonne“ sowie sein eigenes Regiedebüt „Arachnophobia“.
Im Herbst 1991 hat Marshall Amblin verlassen, um seine eigene Regiekarriere anzuschieben. Dazu gründete er die Kennedy/Marshall Company mit Kathleen Kennedy. Die Firma hat die unterschiedlichsten Filme produziert, zum Beispiel Frank Oz’ „Der Indianer im Küchenschrank“, „Die Geheimnisse der Spiderwicks“ nach der sehr erfolgreichen Kinderbuchreihe, Scott Hicks’ „Schnee, der auf Zedern fällt“, „Unschuldig verfolgt“ mit Sigourney Weaver und Julianne
Moore, „The Sixth Sense“ mit Bruce Willis und Haley Joel Osment, „Olympic Glory“ (der erste offizielle Langfilm über die Olympischen Spiele), Shyamalans „Signs – Zeichen“, die wahre Geschichte „Seabiscuit“ nach dem Bestseller von Laura Hildebrand (Regie Gary Ross) und natürlich die drei Blockbuster der „Bourne“-Trilogie mit Matt Damon in der Hauptrolle: Doug Limans „Die Bourne-Identität“ sowie Paul Greengrass’ „The Bourne-Verschwörung“ und „Das Bourne-Ultimatum“, außerdem „Schmetterling und Taucherglocke“, die erfolgreiche Adaption der bewegenden Lebensgeschichte von Jean-Dominique Bauby. Regie führte hier der Kritikerliebling Julian Schnabel, der sowohl als Maler als auch als Regisseur bekannt ist. Das Buch wurde von Oscar®-Gewinner Ron Harwood geschrieben. Julian Schnabel wurde für den Film mit dem Regiepreis in Cannes ausgezeichnet, zudem erhielt der Film vier Oscar®- Nominierungen, darunter in der Kategorie Bester Film. Hinzu kommen die englischsprachige Version des französichen Animationsfilms „Persepolis“, der auf dem autobiographischen Comic von Marjane Satrapi basiert: Sie erzählt die Geschichte eines Mädchens, das während der Revolution im Iran aufwächst. Der Film wurde in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet und als Animationsfilm für den Oscar® nominiert. Schließlich produziert Kennedy/Marshall auch „Crossing Over“ von Wayne Kramer.
„Roving Mars“ ist ein weiterer aktueller Film: In der IMAX-Dokumentation geht es um die Erforschung des Mars – sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Regisseur George Butler. Demnächst wird die Kennedy/Marshall Company David Finchers „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ herausbringen, eine epische Romanze mit Brad Pitt und Cate Blachett in den Hauptrollen. Marshall wurde in Los Angeles als Sohn des Komponisten Jack Marshall geboren. Als Student an der UCLA war er ein guter Läufer und gehörte drei Jahre zu Uni-Auswahlmannschaft im Fußball an.
Seine Vorliebe für Musik und Sport verbindet ihn mit dem Leichtathleten Steve Scott, der nach wie vor den Usö-Rekord über eine Meile hält: Sie gründeten den Rock`n`Roll-Marathon, der erstmals 1998 in San Diego als längster „erster“ Marathon in die Geschichte eingegangen ist.
Über 10 Jahre lang saß Marshall im Vorstand des Olympiakomitees der USA, 2005 erhielt er das angesehene Olympic Shield, eine Auszeichnung für seine außerordentlichen Verdienste um die USOC.
Momentan gehört er den Vorständen des Los Angeles Sport Council, der Athletes for Hope Vereinigung und dem The Governor´s Council on Physical Fitness an, zudem ist er Co-Präsident von Mentor LA und Mitglied der Stiftung UCLA Foundation Board of Governors. Er wurde mit dem angesehenen Amercian Academy of Achievment Award, dem UCLA Alumni Professional Achievement Award und dem California Mentor Initiative´s Leadership Award ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt er 2008 zusammen mit Kennedy für beider Karriere den David O. Selznick Award der Producers Guild of America.
KATHLEEN KENNEDY gehört zu den erfolgreichsten Filmproduzenten unserer Zeit. Sie war an drei der erfolgreichsten Filmen aller Zeiten beteiligt: „E.T. – Der Außerirdische“, „Jurassic Park“ und „The Sixth Sense“. „Jäger des verlorenen Schatzes“ ist einer ihrer ersten Filme gewesen, hier arbeitete sie zusammen mit Regisseur Steven Spielberg und dem Prouzenten George Lucas als Associate Producer. Auch an den weiteren Filmen der Serie war sie beteiligt: „Indiana
Jones und der Tempel des Todes“ produzierte sie zusammen mit Frank Marshall und George Lucas, „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ zusammen mit Lucas als Executive Producer.
Zurzeit leitet Kennedy die Kennedy/Marshall Company, die sie 1992 zusammen mit dem Regisseur und Produzenten Frank Marshall gegründet hat. Unter diesem Label produzierte sie Filme wie „Congo“, „Der Indianer im Küchenschrank“, „Schnee, der auf Zedern fällt“, „Unschuldig verfolgt“, „The Sixth Sense“ und „Seabiscuit“ produziert hat.
Ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit Spielberg begann als Produktionsassistentin bei dem Film „1941“. Neben „Jäger des verlorenen Schatzes“ war sie Spielbergs Associate Producer auch bei „Poltergeist“, und sie produzierte „E.T. – Der Außerirdische“. Während sich „E.T. – Der Außerirdische“ zu einem internationalen Phänomen entwickelte, produzierten Marshall, Kennedy und Spielberg bereits „Indiana Jones und der Tempel des Todes“. 1982 gründete sie zusammen mit Spielberg und Marshall die Produktionsfirma Amblin Entertainment, für die sie als Produzentin oder als Executive Producer Filme wie „Hook“, „Always – Der Feuerengel von Montana“, „Gremlins“ „Gremlins 2: Die Rückkehr der kleinen Monster“, „Feivel der Mauswanderer“, „In einem Land vor unserer Zeit“, „Das Geheimnis des verborgenen Tempels“, „Die Goonies“, „Die Reise ins Ich“, „Geschenkt ist noch zu teuer“, „Das Wunder in der 8. Straße“, „Dad“, „Die Flintstones“, „Joe gegen den Vulkan“, „Noises off – Der nackte Wahnsinn“, „Feivel der Mauswanderer im Wilden Westen“, „Kap der Angst“, „Poltergeist III“ und Frank Marshalls Regiedebüt „Arachnophobia“ produzierte.
Zudem arbeitete sie zusammen mit Spielberg, Marshall und Quincy Jones am Film „Die Farbe Lila“, der 1985 für elf Oscars® nominiert wurde, unter anderem in der Kategorie Beste Regie. Noch im selben Jahr produzierten Kennedy, Spielberg und Marshall „Zurück in die Zukunft“, den erfolgreichsten Film des Jahres 1985, und später die beiden ebenfalls erfolgreichen Fortsetzungen
„Zurück in die Zukunft, Teil 2“ und „Zurück in die Zukunft, Teil 3“. 1988 produzierte Kennedy zusammen mit Frank Marshall und Robert Watts den erfolgreichsten Film des Jahres: „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“. Dann folgte zusammen mit Spielberg und Marshall der Film „Das Reich der Sonne“, der vom National Board of Review zum Besten Film des Jahres gekürt wurde.
Kennedy verantwortete als Executive Producer das von der Kritik hoch gelobte Meisterwerk „Schindlers Liste“, das unter der Regie von Steven Spielberg entstanden ist. Der Film erhielt 1993 sieben Oscars®, unter für die Beste Regie und als Bester Film. Noch im selben Jahr arbeitete sie erneut mit Robert Watts zusammen und produzierte Marshalls zweite Regiearbeit „Überleben!“.
1995 produzierte Kennedy die Amblin Entertainment/Malpaso-Produktion „Die Brücken am Fluss“ unter der Regie von Clint Eastwood. Unter der Regie von Jan De Bont folgte 1996 der von Amblin Entertainment produzierte Thriller „Twister“ zusammen mit Ian Bryce. Zudem arbeitete sie als Executive Producer an dem Steven-Spielberg-Film „Jurassic Park“ sowie an der Fortsetzung
„Vergessene Welt: Jurassic Park“.
In den Jahren 1999 und 2000 wurden drei Filme herausgebracht, die von der Kennedy/Marshall Company produziert wurden. Der erste: Universals „Schnee, der auf Zedern fällt“ (Regie: Scott Hicks, der für „Shine – Der Weg ans Licht“ einen Oscar® gewonnen hat), gefolgt von „The Sixth Sense“ mit Bruce Willis in der Hauptrolle. Der Film bekam sechs Oscar®-Nominierungen, unter anderem in der Kategorie Bester Film. Der dritte war „Unschuldig verfolgt“ mit Sigourney Weaver und Julianne Moore. Zudem produzierte die Kennedy/Marshall Company den IMAX-Film „Olympic Glory“, der im Mai 2000 herausgebracht wurde.
2001 produzierte Kennedy mit Bonnie Curtis Steven Spielbergs „AI: Künstliche Intelligenz“ und im selben Jahr zusammen mit Spielberg und Gerald Molden „Jurassic Park III“. 2002 arbeitete sie als Executive Producer an M. Night Shyamalans „Signs – Zeichen“ mit Mel Gibson in der Hauptrolle. Im folgenden Jahr entstand in Zusammenarbeit mit Marshall, Gary Ross und Jane Shield der
von der Kritik gepriesene Film „Seabiscuit“, der für sieben Oscars® nominiert war und zudem zu den bestverkauften DVD-Titeln des Jahres 2003 zählt. 2005 produzierte Kennedy zusammen mit Colin Wilson Steven Spielbergs „Krieg der Welten“ mit Tom Cruise in der Hauptrolle, gefolgt von Steven Spielbergs „München“, den sie im Team mit Wilson, Barry Mendel und Spielberg produziert hat. Der Film wurde für fünf Oscars® nominiert, darunter in der Regie-Kategorie. Zwei Jahre später produzierte sie den Film „Schmetterling und Taucherglocke“, eine Adaption der bewegende Memoiren von Jean-Dominique Bauby. Regie führte der gefeierte Maler und Regisseur Julian Schnabel, das Drehbuch schrieb der Oscar®-Preisträger Ronald Harwood. Schnabel wurde für diesen Film als Regisseur in Cannes ausgezeichnet und für für den Regie-Oscar® nominiert, weitere Oscar®-Nominierungen erhielt er für das Drehbuch, den Schnitt und die Kameraarbeit. Im selben Jahr (2007) produzierte Kennedy zu dem die englischsprachige Version des französischen Animationsfilms „Persepolis“, der auf dem autobiografischen Comic von Marjane Satrapi basiert und die Geschichte eines Mädchens während der Revolution im Iran erzählt. „Persepolis“ wurde mit dem großen Preis der Jury in Cannes geehrt und zudem für den Animations-Oscar® nominiert.
Zu Kennedys aktuellsten Produktionen gehören „Die Geheimnisse der Spiderwicks“ nach der sehr erfolgreichen Kinderbuchreihe und David Finchers „Der seltsame Fall des Benjamin Button“, eine epische Romanze nach dem Drehbuch von Oscar®-Preisträger Eric Roth. Die Hauptrollen haben Brad Pitt und Cate Blanchett übernommen, ins Kino kommt der Film Ende 2008. Als nächstes wird Kennedy „Tintin“ produzieren – eine Reihe von Spielfilmen, die Steven Spielberg und Peter Jackson inszenieren. Die beiden berühmten Filmemacher werden dafür die neueste Technik verwenden, um die weltbekannte Comic - Helden Tim und Struppi von Georges Rimi (besser bekannt unter dem Namen „Hergé“) auf die Leinwand zu bringen. Kennedy sitzt im Vorstand der Produzentenabteilung der Academy of Motion Pictures Arts and Sciences und ist Mitglied des Academy Board of Governors. Kürzlich vollendete sie ihre Amtszeit als Präsidentin der Producers Guild of America, von der sie 2006 mit der höchsten Auszeichnung, dem Charles Fitzsimons Service Award, geehrt wurde. 2008 erhielten Kennedy und Frank Marshall von der Producers Guild of Amercia den David O. Selznick Award für ihr Lebenswerk.
Der zweimalige Oscar®-Gewinner JANUSZ KAMINSKI (Kamera) bekam seinen ersten Oscar® für Steven Spielbergs „Schindlers Liste“. Seine Arbeit an diesem Film wurde zudem mit dem BAFTA Award und zahlreichen Kritikerpreisen, darunter in Los Angeles und New York ausgezeichnet.
Den zweiten Oscar® erhielt er für Steven Spielbergs Kriegsdrama „Der Soldat James Ryan“. Oscar®-Nominierungen erhielt er zudem für Steven Spielbergs „Amistad“ und Julian Schnabels „Schmetterling und Taucherglocke“, für den er auch in Cannes ausgezeichnet wurde.
Mit Steven Spielberg drehte er auch die Komödie „Catch Me if You Can“, den futuristischen Thriller „Minority Report“ und den Polit-Thriller „München“ sowie „AI: Künstliche Intelligenz“ und „Vergessene Welt: Jurassic Park“. Weitere Filme: „Die Abenteuer von Huck Finn“, „Ein amerikanischer Quilt“, Camerons Crowes „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“ und Kathryn Bigelows „Mission Zero“. Kaminski stammt aus Polen und siedelte 1981 in die USA über. Er
studierte Kamera am Columbia College in Chicago und machte 1987 seinen Bachelor. Nach seinem Abschluß zog er nach Los Angeles und wurde dort Kameramann am American Film Institute. Seine professionelle Karriere begann mit dem Film „Fallen Angel“, außerdem war er für die Kamera bei zwei TV Projekten zuständig: der Amblin-Produktion „Class of 61“ und bei Diane Keatons „Wilde Alice“. Seine Regiedebüt folgte 2000 mit dem Thriller „Lost Souls – Verlorenen Seelen“ mit Winona Ryder, Ben Chaplin und John Hurt in den Hauptrollen. Außerdem inszenierte er das polnische Drama „Hania“.
Für GUY HENDRIX DYAS (Produktionsdesign) ist „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ der erste Film mit dem Regisseur Steven Spielberg und seine erste Arbeit als Produktionsdesigner für George Lucas, für den er bereits bei Industrial Light & Magic (ILM) als Art Director gearbeitet hat.
Dyas begann seine Karriere in Tokio als Industrie-Designer für Sony, er zog nach Japan, nachdem er sein Studium am Royal College of Art in London mit einem Master in Industriedesign abgeschlossen hatte. In die Filmbranche kam er durch ILM: 1994 wurde er von der Firma eingestellt,
um als Art Director an den visuellen Effekten zu „Twister“ zu arbeiten. Danach arbeitet Dyas als Konzeptkünstler an Filmen wie „König Artus“, Tim Burtons „Planet der Affen“, „Matrix Reloaded“, „Vanilla Sky“ und „Pearl Harbor“. Als Assistent Art Director war er zudem an „Passwort: Swordfish“ und „The Cell“ beteiligt.
2003 erhielt er die Chance, das Produktionsdesign zu Bryan Singers „X-Men 2“ zu gestalten. Seitdem arbeitete er zusammen mit Singer an den unterschiedlichsten Projekten – eines der aktuellsten Projekte war „Superman Returns“, der ihm eine Nominierung den Art Directors Guild einbrachte. Dyas arbeitete auch für Terry Gilliam – er verantwortete das Produktionsdesign von
„Brothers Grimm“. 2006 betreute er den Film „Elizabeth – Das goldene Königreich“, der mit Nominierungen der BAFTA und der Art Directors Guild gewürdigt wurde. Momentan arbeitet er zusammen mit dem spanischen Regisseur und Oscar®-Gewinner Alejandro Amenabar an „Agora“, einer römisch/ägyptischen Saga mit Rachel Weisz und Max Minghella in den Hauptrollen.
MICHAEL KAHN, A.C.E. (Schnitt) war auch schon für den Schnitt der ersten drei Indiana-Jones-Filme zuständig. Er hat bisher drei Oscars® gewonnen – für Filme, die alle unter der Regie von Steven Spielberg entstanden sind. Seinen ersten Oscar® erhielt er 1982 für „Jäger des verlorenen Schatzes“, zudem wurde er mit dem Eddie Award der American Cinema Editors gewürdigt. 1984 folgte der zweite Oscar® für „Schindlers Liste“, für den er auch den BAFTA Award bekommen hat. Seinen aktuellsten Oscar® erhielt er für Spielbergs „Der Soldat James Ryan“, der ihm auch einen weiteren Eddie Award einbachte. Zusätzliche Oscar®-Nominierungen sammel