Tomtec
Ben X
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Originaltitel: Ben X
Enstehungsjahr: Belgien / Niederlande 2007
Regie + Drehbuch / Buch: Nic Balthazar
Musik: Praga Khan
Kinostart in Deutschland: 08.05.2008
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 90 Minuten
Genre: Drama
Darsteller:
Greg Timmermans, Laura Verlinden, Marijke Pinoy, Pol Goossen, Titus De Voogdt, Maarten Claeyssens, Tania Van der Sanden
Inhalt:
Ben (Greg Timmermans) ist anders. Er lebt in seiner eigenen Welt, in der er in seinem liebsten Onlinespiel "Archlord" Heldentaten besteht. Er spielt es, wann immer er kann und versucht, für die Widrigkeiten des wahren Lebens zu trainieren. Mit seiner Internetgefährtin Scarlite (Laura Verlinden) meistert er alle Herausforderungen und Gefahren, die ihn in der realen Welt überfordern. Der harte Alltag in der Schule ist für den verschlossenen Außenseiter eine tägliche Höllenqual. Immer wieder wird er von seinen Mitschülern gemobbt und tyrannisiert. Ben fasst einen Plan: Er will mit allem Schluss machen. Game Over. Da tritt das Mädchen aus dem Onlinespiel in sein Leben…
svenjacobs1
Ben X - Deutscher Trailer, Poster und 14 Szenenbilder zum Drama
~> Zur News
Die Story hört sich auf jeden Fall interessant an, aber fürs Kino wäre er nichts, für mich zumindest nicht!
Frank Castle
Ich konnte den Film gestern in der Sneak sehen und kann sagen, dass er schon beeindruckend ist.
Für das Sneak-Publikum im Ganzen, das nicht unbedingt für solche Filme prädestiniert ist, war der Film zwar eher befremdend aber was kann man schon erwarten, wenn man diverses Stöhnen bei Aufleuchten des "Arthaus"-Logos im Vorspann zu hören bekommt.
Jedenfalls nicht viel, wenn dann so ein extrovertierter und ernster Film wie dieser kommt, der sich so intensiv mit den Verknüpfungen eines komplexen Geistes und Möglichkeiten einer virtuellen Welt beschäftigt.
Gerade diese Kombination führt bisweilen zu befremdlichen und für viele wohl lächerliche Bildern und Dialogen, die aber, in den richtigen Kontext mit Story und den Personen gesetzt, nie die nötige Ernsthaftigkeit, die dem Thema bedarf, verliert.
Selbst die "witzigen" Kommentare und Sprüche wirken im Kontext meist doch eher traurig, deswegen aber nicht minder unterhaltend. Das tragende Element des Filmes bildet natürlich die Hauptfigur Ben, die durch ihre einzigartige Wahrnehmung der Umwelt und durch die speziellen Bedürfnisse einer Person mit Asperger-Syndrom die Optik und den Verlauf des Filmes maßgeblich prägt.
Wirklich unikat wird die Optik zudem dadurch, dass die Szenen im Film sehr oft, ganz gemäß Bens Affinität zur Onlinerollenspiel-Welt von ArchLord, mit Szenen aus dem Spiel ergänzt werden. Szenen werden nachgestellt und auch die Interaktion zwischen Personen werde auf diese Weise noch einmal nachgestellt.
Die ganze Geschichte an sich ist ebenso einfach wie erschütternd. Man kann sich nur schwer wirklich in Ben hineinversetzen, auf der anderen Seite dann aber wieder doch sehr gut, denn wer hat bitte schön in der Schule nie (in der Hauptzahl natürlich nicht so schlimme) Hänseleien an sich selbst erlebt, selbst gehänselt oder zumindest Handlungen von dritten miterlebt. Die Geschichte dreht sich in der Folge darum, welche Auswege es aus diesem Zustand der Qual gibt.
Ben X lässt den Zuschauer dabei sehr lange im Unklaren darüber, was wirklich passieren wird. Es wird erheblichen Grund gegeben die verschiedensten Ausgänge zu vermuten, nichts wirkt bis einige Zeit vor dem Ende des Filmes als unrealistisch. Da muss man es eigentlich noch einmal viel höher bewerten, dass es dem Film am Ende doch gelingt noch einmal zu überraschen, ohne dabei eine abwegige Richtung einzuschlagen. Leichte Plausibilitätsprobleme tun sich zwar im Endeffekt doch auf, als nicht zumindest möglich kann man es aber nicht bezeichnen. Da der Film durch wahre Begebenheiten inspiriert wurde bin ich mir eigentlich fast sicher, dass man zumindest diesen Teil doch wohl wahrheitsgetreu wiedergegeben hat.
Dieser Umstand macht den Effekt der Story und ihr Ziel natürlich enorm interessant.
Was schon in den ersten Momenten des Filmes sofort volle Wirkung entfaltet ist der tolle Score des Filmes. Egal ob es die Szenen in der realen Welt oder aber die in der virtuellen sind, sie alle wurden sehr schön, eindrücklich aber doch nicht aufdringlich musikalisch unterlegt. Meistens trägt gerade der Score auch dazu bei dem Film das gewisse Maß an Suspense behält.
Großartig nötig hat er das aber nicht einmal, da der Film eigentlich nie die Dynamik verliert, nie irgendwelchen Längen zum Opfer fällt.
Ene solche Produktion lebt natürlich auch immer stark von den Schauspielern und auch diese können durchweg überzeugen. Egal ob das Greg Timmermann ist (dieser aber ganz besonders), oder aber Laura Verlinden und Marijke Pinoy, sie alle leisten viel und wirken dabei auch angenehm engagiert, was man nur zu oft von Hollywood nicht erwarten darf.
Nur lesen, wenn man den Film schon gesehen hat:
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Besonders gut ist doch, wie man ein Ende hinbekommt, in dem alles schön ist, irgendwie aber eben doch nicht. Ben hat zwar sein Endgame hinbekommen, er hat neue Erfahrungen erhalten, Respekt und das nötige Maß an Aufmerksamkeit.
Doch was hat es ihn gekostet? Es hat ihn einen weiteren Teil seines Verstandes gekostet. Denn die Projektion von Scarlyte in die wirkliche Welt, die Vorstellung des Zusammenseins wird keinesfalls zu Bens Gunsten sein. Es kann ihm zwar zunächst Vorteile bringen indem es seine Selbstsicherheit stärkt und seine Neurosen mitunter zunächst unterdrückt doch zu welchem Preis?
E wird ihn in jedem Fall davon abhalten wieder in Kontakt mit Scarlyte in der wirklichen Welt zu treten und sollte er dies doch, dann ist die Wahscheinlichkeit, dass die Offenbarung, dass sie nicht wirklich bei ihm ist, ihn noch weiter zurückwirft, sehr hoch.
Zudem erreicht er mit seiner imaginären Freundin, deren Nicht-Existenz für ihn nicht so einfach zu erkennen ist, wie dies anderen Personen sein könnte, seine Entfremdung mit der Gesellschaft eher noch weiter forttreiben denn aufhalten. Er mag sich durch die gesamte Aktion Zeit verschafft haben. Viel aber nicht.
Alles in allem gehören die Szenen mit Scarlyte aber zu den schönsten im Film. Sie personifizieren sein Unterbewusstsein und machen dadurch einen tieferen Blick in seinen Geist möglich, als dies nur durch seine immer wieder bissigen Kommentare zu seiner Umwelt, wirklich möglich gewesen wäre.
SPOILER ENDE
Als Fazit könnte man sagen, dass sies ein Film ist, der es sehr gut schafft eine, zweifelsohne bereits öfters erzählte, Geschichte in einen hochmodernen Kontext zu setzen und dabei gekonnt die menschliche Komponente zu beachten. Gute Schauspieler und ein toller Score tun ihr übriges zu diesem Film. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass der Film zumindest die Nominierung für den Auslandsoscar geschafft hätte. Ein Jammer.
9/10 Punkte
DarkWizard
Hatte gestern auf 3sat ne Vorschau in "KulturZeit" gesehen und vorher schon in der "gameStar" davon gelesen. Hoffe sehr, dass mein Kino ihn bringt und bin gespannt wie das Thema Computerspielsucht wiedergegeben wird. Zumal ich selbst einmal schwer süchtig war (14 Std. am Tag zocken waren da keine Seltenheit), es jedoch aus eigener Kraft da wieder raus geschafft habe - paradoxer Weise ausgerechnet durch Internetforen. Ich kenne die Verführungen und Verhängnisse von virtuellen, avatarisierten Welten deshalb doch recht gut. Vor allem, weil ich in einer ähnlichen Situation war wie Ben im Film.
Nach Frank Castles Kritik bin ich umso gespannter.
Das Metall
Auf Filmstarts.de ist doch immer wieder verlass.

Wenn die einen Film mit maximal mittelmäßig bewerten, kann ich davon ausgehen, dass der mir mit ziemlicher Sicherheit gefallen wird. Diese "Garantie" hat auch bei BEN X wieder super funktioniert (5/10 bei filmstarts.de).
Ich kann mich dem Review von Frank Castle zu 100% anschließen, da ist eigentlich schon alles gesagt mit, was auch meine Meinung angeht.
Eine ergreifende Geschichte, sympatischer und toller Hautdarsteller, starker Score und ein gelungenes Ende. Dazu noch die orginell und effektiv eingestreuten Online Sequenzen, die die Sicht von Ben verdeutlichen.
ACHTUNG, Spoiler über das Ende: Bei der Entwicklung zum Ende hin war ich zunächst auch etwas skeptisch und fand es zunächst übertrieben und unrealistisch
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
den vorgetäuschten Tod und vor allem die Trauerfeier mit der "Wiedergeburt". Aber mit etwas Abstand find ich die Idee Klasse das "Endgame" so darzustellen inkl. Wiedergeburt mit einem neuen Leben, so wie das Ben aus dem Game gewohnt ist. Das eigentlich gute und doch düstere Ende (oder umgekehrt)
fand ich brilliant!!!SPOILER ENDE
Würde micht nicht wundern, wenn es zu dem holländisch/belgischen Film mal ein US Remake geben würde. Belgien macht sich, nach Ex Drummer nun der 2. Klasse Filme in kürzester Zeit aus dem kleinen Land.
Für mich aufjedenfall ein absolutes Kinohighlight diese Jahr!
8,5 - 9/10 Mobbings
Ben London
Hab die Filmstarts Kritik auch gestern überflogen, kann ich schon nachvollziehen, dass die die Schauspieler teilsweise als zu alt für ihre Rollen halten und dass das Mobbing teilweise zu heftig dargestellt war. Den Film deswegen so schlecht zu Bewerten bzw. mittelmäßig find ich schon etwas übertrieben. Ben X ist halt ein Film und keine Doku und soll Unterhalten.
Ich fand das Thema ganz interessant, der Film war auch gut und kurzweilig umgesetzt und man bekommt noch einen Crashkurs zum Thema Autismus.
Einziger Kritikpunkt wäre halt das gerade der Schauspieler der den Ben spielt, etwas zu alt wirkt, aber egal kann man drüber hinwegsehen.
8/10 Punkten
DarkWizard
@Ben London
Ich hab den Film noch nicht sehen können (Mein Kino spielt ihn natürlich wieder mal nicht!

), aber kann man Mobbing überhaupt zu heftig darstellen? Ich finde die Aussage ist in sich schon ein Widerspruch.
Das Metall
Mein erster Gedanke war auch, dass das vielleicht zu viel auf einmal war. Aber eigentlich scheint das ja heutzutage in dem Maße keine Seltenheit zu sein an Schulen und unter Jungendlichen (natürlich nicht allgemein gemeint). Auch mit dem "im Internet bloßstellen" ist ja standard bei solchen Mobbing Geschichten. Von daher fand ich das alles schon realistisch dargestellt.
Der Kritikpunkt dass die Darsteller teilweise zu alt sind, kann ich schon nachvollziehen wenn mans oberflächlich betrachtet. Aber der Hauptdarsteller hat seine Sache so gut gemacht, dass ich mich das überhaupt nicht gestört hat.
Aber Ben X ist eh so ein Film der polarisiert, wenn man sich allgemein die Presse Kritiken anguckt. Und solche Filme find ich klasse.
Ben London
| Zitat: |
Original von DarkWizard
@Ben London
Ich hab den Film noch nicht sehen können (Mein Kino spielt ihn natürlich wieder mal nicht!
), aber kann man Mobbing überhaupt zu heftig darstellen? Ich finde die Aussage ist in sich schon ein Widerspruch. |
Ich fand wie Ben gemobbt wurde schon sehr heftig, und konnte mir nicht vorstellen das sowas auch wirklich passiert. Andererseits war ja auch vor ein paar Jahren so einen ähnlichen Fall groß in den Nachrichten der noch etwas heftiger war.
Die Aussage scheint wohl ein widerspruch zu sein.
Kurgan
Mobbing, eine meistens auf Gruppendynamik zurückzuführende Verhaltensweise von vielen, die sich meistens auf eine einzelne Person fokussiert.
Ben ist diese Person. Er leidet am Asperger-Syndrom . Eine Form von Autismus, die als unheilbar gilt. Er ist nicht in der Lage seine Gefühle zu zeigen oder zu formulieren. Ebenso sind ihm zwischenmenschliche Aktivitäten, wie etwa Küssen, Lachen, Lächeln oder Weinen fremd. Um sie zu verstehen hat er permanent eine Videokamera bei sich und versucht so durch beobachten zu lernen.
Oder zu verstehen, denn er muss es verstehen.
Weil seine Umwelt ihn nicht versteht. Seit seiner frühsten Kindheit, war er ein Aussenseiter. Permanent dem Spott anderer ausgesetzt. Durch eine Verstrickung verschiedener Umstände, seien es Fehldiagnosen, menschliches Versagen oder Fehleinschätzungen, besucht er eine normale allgemeine Schule. Seine Noten sind ja schließlich in Ordnung.
Dieser Ort, Bens persönliche Hölle, stellt ihn jeden Morgen vor eine Prüfung. Er ist den Launen seiner Mitschüler, ins besondere denen der Klassen-Clowns Bogaert und Desmet, komplett ausgesetzt. Grade in diesen Szenen, entfacht der Film seine Stärke.
Als Zuschauer kann man diese Stellen nur ertragen, wenn man sich permanent vorruft, das es nur ein Film ist. Es entsteht ein Gefühl von Unbehagen, Fremd-schämen und viel Mitleid. Doch leider ist dies auch Realität.
Trotzdem findet Ben einen Ausweg, seinen Garten Eden. Jeden Tag besucht er die virtuelle Spielewelt Archlord. Dort ist er jemand, ein Level 80 Ritter. Darüberhinaus lernt er im Spiel ein Mädchen kennen, Scarlite. Mit ihr erlebt er Abenteuer, macht ihr den Hof, dort kann er leben. Er ist ein Held und kann sich sogar Artikulieren. Wahrscheinlich ist Scarlite der einzige Mensch, der mehr über Bens Innenleben weiß, als alle anderen.
Für seine Mutter, ist er ein Rätsel. Sie versucht ihn zu verstehen, hat viele Dinge in Kauf genommen um ihm ein optimales Leben zu schaffen. Aber der Autismus ist eine undurchdringliche Mauer für Sie und wohl auch der Grund, warum so viele falsche Entscheidungen was Ben angeht, getroffen wurden.
Der Film schildert permanent das Unverständniss und die Hilflosigkeit die Ben für seine/unsere Welt empfindet. Die visuelle Sprache die dafür eingestzt wird, eine Kombination von Bens Monologen, Vermischungen von Spiele Szenen und der Realität und teilweise gar dokumentarischen Kameraeinstellungen, hat man so noch nicht oft gesehen. Das das ganze im Mittelteil, auf einem tragischen Höhepunkt gipfelt, ist zwar vorausszusehen – weniger jedoch das eigentliche Finale. Der Regisseur Nic Balthazar hat seinen Film, mit den doch offensichtlich wenigen Mitteln, optimal inszeniert.
Natürlich kann er nicht mit den großen Produktionen aus Hollywood mithalten. Zumindest was die Bildgewalt angeht. Dennoch, Ben X ist ein intelligenter Film, der viel mehr ist, als einfach nur ein Drama um einen tragisch behinderten Jungen. An dieser Stelle sei die sensationelle Performance von Greg Timmermanns erwähnt, der die Hauptfigur Ben äußerst authentisch rüberbringt. Aber auch die Leistung von Titus de Voogdt, welcher den Tyrannen Bogaert mimt, ist bemerkenswert. Man hasst ihn wirklich, das sagt doch eigentlich schon alles.
Nein, Ben X ist mehr. Der Autismus steht meiner Meinung nach für die Unfähigkeit von jenen Unterdrückten sich ihrer vertrauten Umwelt anzuvertrauen. Sei es aus Schamgefühl, Stolz oder einfach nur Angst. Es ist nunmal so, das nicht nur geistig und körperlich behinderte Menschen Probleme mit vermeintlich stärkeren bzw. normalen Menschen haben.
Wenn sich in einer Gruppe fest definierte Zustände etabliert haben, werden diejenigen runtergemacht, die nicht in das besagte Schema passen. Dies können banale Dinge, wie etwa Kleiderfragen oder der Musikgeschmack sein. Aber auch kollektiver Drogenkonsum, die Hautfarbe, sexuelle Orientierungen oder politische Ansichten.
Menschen die in diesen Gruppen nicht in das Raster passen, werden gedemütigt. Das fängt unter Umständen schon im Kindergarten an. Da es leider oft so ist, das die eigenen Eltern einen nicht verstehen oder man, wie erwähnt, sich aus welchen Gründen auch immer nicht offenbaren möchte, müssen Auswege gesucht werden.
In Bens Fall ist es ein Videospiel. Tragische Realität wenn man sich mal überlegt das World of Warcraft mittlerweile 10 Millionen Mitglieder hat. Wir alle wissen, das es dort nicht nur Gelegenheitsspieler gibt. Sondern für viele auch eine alternative Welt, in der geheiratet, gelebt und gefeiert wird. Eine andere Rettung können durchaus auch Drogen sein, der Weg auf die Schiefe Bahn vielleicht oder auch Suizid. Nach dem Unfalltod ist in Deutschland Suizid mittlerweile die zweithöchste Todesursache. Jeden Tag nehmen sich in der BRD etwa drei Menschen unter zwanzig Jahren, das Leben. Natürlich sind die Gründe unterschiedlich und lassen sich bestimmt nicht nur auf Mobbing oder dem fristen als unverstandener und unbeachteter Jugendlicher zurückführen. Trotzdem ist es erschreckend und tragisch. Aber es gibt auch immer postive Geschichten. Nicht jeder ehemalige Aussenseiter ist für den Rest seines Lebens dazu verdammt in Einsamkeit zu verharren. Auch dieser Umstand macht den Film so stark und eindrucksvoll.
Er hat, im Gegensatz zu vielen anderen Filmen die in letzter Zeit so raus kommen, eine wichtige Message. Er bezieht Stellung für all die Missverstandenen und Unterdrückten unserer Gesellschaft. Vergisst dabei aber nicht zu unterhalten und spannend zu bleiben. Vielleicht werden die ein oder anderen Klassen bzw. Gruppenkönige ihr Verhalten bevor Sie das nächste mal auf das schwächste Glied der Kette einschlagen, überdenken.
Balthazar hat seine eigene Vorlage (das Jugendbuch “Nichts war alles, was er sagte”) mit einem bemerkenswert akribischen Hang zur Perfektion, hervorragend umgesetzt. Natürlich gibt es Dinge zu bemängeln, welche aber wohl eher auf die verwendete Hardware und die damit verbundenen Kosten, zurückzuführen sind. Weil rein vom Handwerk, konnte ich nichts negatives finden.
Ben X ist einer der wichtigsten Filme der letzten Jahre und sollte gesehen werden. Ich denke ein Hollywood Remake, ist nur eine Frage der Zeit.
10/10
Batista07
Kann mich nur Frank Castle und das Metall anschließen. Mehr hinzuzufügen ist zu deren ausführlichen Meinungen gar nicht mehr! Das einzige was mich auch ein wenig gestört hatte, war das Ben irgendwie zu alt war. Er hat die Rolle wunderbar verkörpert, aber ein jüngerer hätte das ganze vielleicht noch ein Tick Realer wirken lassen! Naja mal sehen wie die Amis kontern
8/10*