Tomtec
WARNER BROS. PICTURES präsentiert
in Zusammenarbeit mit Village Roadshow Pictures
eine Silver Pictures Produktion
in Zusammenarbeit mit Anarchos Productions

EMILIE HIRSCH
CHRISTINA RICCI
JOHN GOODMAN
SUSAN SARANDON
MATTHEW FOX
BENNO FÜRMANN
HIROYUKI SANADA
RAIN
RICHARD ROUNDTREE
Drehbuch und Regie THE WACHOWSKI BROTHERS
Produzenten JOEL SILVER, GRANT HILLl,
ANDY WACHOWSKI, LARRY WACHOWSKI
Executive Producers DAVID LANE SELTZER,
MICHAEL LAMBERTund BRUCE BERMAN
Kamera DAVID TATTERSALL, B.S.C.
Produktionsdesign OWEN PATERSON
Schnitt ZACH STAENBERG, A.C.E., ROGER BARTON
Kostümdesign KYM BARRET
Musik MICHAEL GIACCHINO
Filmlänge: 135 Minuten
Deutscher Kinostart: 8. Mai 2008
im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany
a division of Warner Bros. Entertainment GmbH
www.SpeedRacer-DerFilm.de

INHALT
Larry und Andy Wachowski haben mit Produzent Joel Silver die bahnbrechende „Matrix“-Trilogie geschaffen – jetzt bringen sie das oktanstarke Familienabenteuer „Speed Racer“ in die Kinos.
Mit halsbrecherischem Tempo fegt er über die Piste, trickst die Konkurrenten aus, prescht vorbei und lässt sie Staub schlucken – Speed Racer (Emile Hirsch) ist der geborene Rennfahrer: Aggressiv vertraut er nur seinen Instinkten – vor allem kennt er keine Angst. Und er muss keinen Rivalen fürchten – mit einer Ausnahme: seinen Bruder, den legendären Rex Racer. Rex starb im Rennwagen – sein Vermächtnis ist das Vorbild, mit dem Speed sich messen muss.
Als mustergültiger Junior hält Speed treu zu dem Rennstall, den sein Vater Pops Racer (John Goodman) als Familienunternehmen leitet. Für Speed hat Pops den Boliden Mach 5 entwickelt. Als Speed ein sehr lukratives Angebot von Royalton Industries ausschlägt, bringt er nicht nur den cholerischen Firmenchef (Roger Allam) gegen sich auf, sondern entdeckt dabei auch ein spektakuläres Geheimnis: Bei den wichtigsten Rennen wird der Sieg von einer Hand voll skrupelloser Industrieller vorab ausgehandelt. Nach ihrer Pfeife tanzen die Spitzenfahrer, um so die Profite zu maximieren. Falls Speed nicht zu Royalton wechselt, wird der dafür sorgen, dass der Mach 5 die Ziellinie nie mehr erreicht.
Speed kann sein Familienunternehmen nur retten, wenn er Royalton mit den eigenen Waffen schlägt. Die Familie und seine Freundin Trixie (Christina Ricci) stehen voll hinter Speed, als er sich mit seinem einstigen Rivalen, dem undurchsichtigen Racer X (Matthew Fox), verbündet, um jenes Rennen zu gewinnen, bei dem sein Bruder den Tod fand: die mörderische Querfeldein-Rallye The Crucible.
Doch was wirklich in ihm steckt, muss Speed Racer schließlich beim entscheidenden Rennen der World Racing League beweisen: beim Grand Prix. Bevor Speed allerdings auf die Ziellinie zusteuert, bekommt er es mit den besten – und skrupellosesten – Fahrern der Welt zu tun, denn Royalton hat ein Kopfgeld ausgesetzt: Wer Speed ein für alle Mal ausschaltet, erhält eine Million Dollar.
Seit dem Abschluss der „Matrix“-Filme ist „Speed Racer“ der erste Film, den die Wachowski-Brüder wieder gemeinsam schreiben und inszenieren. Joel Silver hat mit den Wachowskis bereits die „Matrix“-Trilogie und „V wie Vendetta“ gedreht – auch diesmal übernimmt er mit seiner Firma Silver Pictures die Produktion. Als Produzenten fungieren Grant Hill, Andy Wachowski und Larry Wachowski, und als Executive Producers verantworten den Film David Lane Seltzer, Michael Lambert und Bruce Berman.
Zum kreativen Team gehören Kameramann David Tattersall, Produktionsdesigner Owen Paterson, die Cutter Zach Staenberg und Roger Barton sowie Kostümbildnerin Kym Barrett. Michael Giacchino schrieb die Musik. Die visuellen Effekte verantworten John Gaeta und Dan Glass.
Die Hauptrollen spielen Emile Hirsch („Alpha Dog“) als Speed; Christina Ricci („The Opposite of Sex“) als Speeds Freundin Trixie: John Goodman („The Big Lebowski“) und Oscar-Preisträgerin Susan Sarandon („Dead Man Walking“) als Pops und Mom Racer; Matthew Fox (TV-Serie „Lost“) als Racer X; Roger Allam („The Queen“, „V wie Vendetta“) als Royalton; Paulie Litt (TV-Serie „Hope & Faith“) als Spritle; Benno Fürmann („The Mutant Chronicles“) als Inspector Detector; Hiroyuki Sanada („Last Samurai“) als Mr. Musha; der asiatische Pop-Superstar Rain, der als Pistenrivale namens Taejo Togokahn seine erste amerikanische Spielfilmrolle übernimmt; Richard Roundtree (TV-Serie „Heroes“, „Shaft“) als Ben Burns; und Kick Gurry („Daltry Calhoun“) als Sparky.
Der als Realfilm produzierte „Speed Racer“ beruft sich auf die klassische Serie des Anime-Pioniers Tatsuo Yoshida. Wie in den bisherigen Filmen der Wachowskis präsentieren die Brüder revolutionäre visuelle Effekte und innovative dramaturgische Konzepte, die inzwischen ihr Markenzeichen sind.

ÜBER DIE PRODUKTION
„Für mich ist das Rennen nicht nur ein Sport – sondern mein Leben.“
- Speed Racer
Ein neuer Anlasser für den Mach 5
Sie haben die „Matrix“-Trilogie geschaffen: Die Autoren/Regisseure/Produzenten Larry und Andy Wachowski haben mit ihrer unverwechselbaren Handschrift den Action-Film neu erfunden, indem sie ihre vielschichtigen Drehbücher mit innovativen visuellen Effekten kombinierten.
Die Kinoversion der klassischen Zeichentrickserie „Speed Racer“ nutzen die Wachowskis für die visionäre Neufassung eines nach wie vor populären Klassikers, der damit einem größeren Familienpublikum vorgestellt wird.
„Mit ,Matrix‘ haben Larry und Andy eine Optik geschaffen, die unser Bewusstsein beim Anschauen ihrer Filme verändert: Wir erleben Dinge auf der Leinwand, die wir nicht für möglich halten würden“, sagt Produzent Joel Silver. „Und das gilt auch wieder für ,Speed Racer‘: Sie wollen unsere Wahrnehmung erweitern. Sie entwickelten ein neues Erzählkonzept für Rennwagen, die über die spektakulärsten und schwierigsten Pisten preschen – fantastische Action-Sequenzen, wie es sie noch nie gegeben hat. Hier werden computergenerierte Bilder auf neuartige Weise mit real gefilmten Szenen kombiniert. Die Brüder legen es gern darauf an, das herkömmliche Regelwerk aufzubrechen – sie wollen Grenzen überschreiten.“
Dazu Produzent Grant Hill: „,Speed Racer‘ schätzen die Wachowskis seit ihren Kindertagen, und ein wesentliches Element ist dabei der ausgeprägte Familienaspekt der Original-Serie. Larry und Andy möchten unbedingt einen Familienfilm machen – sie wollen einen Film drehen, den sich auch ihre Nichten und Neffen anschauen dürfen.“
„Ihr Konzept ist ein reiner Familienfilm, der sich wie im Original auf Speed und seine Familie konzentriert, aber ein völlig neues Abenteuer erzählt“, fügt Silver hinzu. „,Speed Racer‘ ist ein Film für jedermann: tolle Figuren, überwältigende Action-Sequenzen und natürlich eine überragende Optik.“
Der Film erzählt die Geschichte von Speed Racer, der der beste Fahrer in der World Racing League (WRL) werden möchte. Zwei Dinge bestimmen sein Leben: Autorennen und Familie. Die Familie Racer ist eines der letzten unabhängigen Renn-Teams – es wird immer schwieriger für sie, sich gegen die starken Konkurrenten zu behaupten, die von mächtigen Sponsoren finanziert werden. Der Einsatz ist derart hoch, dass ein großes Rennen über das Schicksal eines Fahrers oder eines ganzen Rennstalls entscheiden kann.
Beim Konzept der Renn-Action ließen die Wachowskis ihren wildesten Fantasien freien Lauf, um einen Rennstil zu schaffen, wie wir ihn noch nie erlebt haben. Die Rennwagen in „Speed Racer“ verbinden auf perfekte Art Form und Funktion: Bei unglaublichen Geschwindigkeiten von über 600 km/h überwinden sie bei gewagten Manövern die Schwerkraft. Jeder Rennwagen ist ein hochgetuntes Automobil-Kunstwerk und übertrumpft seine Gegner mit ausgefallenen Designs, die die Persönlichkeit des Fahrers spiegeln.
Die dynamische, bonbon-bunte Welt von „Speed Racer“ erlaubt die Koexistenz vieler Epochen und Stile, die alle im Rennsport kulminieren. „In der Ästhetik dieses Films erleben wir gleichzeitig Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, sagt Joel Silver. „Diese Gesellschaft ist in Autos vernarrt, und Larry und Andy haben Wagen entworfen, wie wir sie uns bisher nicht vorstellen konnten. Aus Zeitschriften und Filmen kennen wir wunderschöne Auto-Designs – aber dieser Film eröffnet uns eine ganz neue Welt. Für diese Wagen ist einfach nichts unmöglich – was die Rennen spannender macht als alles, was wir bisher erlebt haben.“
Grant Hill fügt hinzu: „Larry und Andy versuchen immer wieder, völlig neuartige Bilder zu erfinden. Wir schauten uns Extremsportarten wie Skateboarding und Snowboarding an, um ein Gespür für die sehr fließenden Bewegungsabläufe zu bekommen, wir entwarfen entsprechende Rennstrecken und überlegten, wie schnell die Wagen fahren müssten, um den Fahrern ähnliche Luftmanöver zu erlauben.“
Natürlich wäre ein WRL-Rennen in „Speed Racer“ nur halb so spannend ohne die Gladiator-mäßigen Schlachttaktiken, die mit legalen Wettbewerbsmethoden eigentlich nichts mehr zu tun haben: Widerhaken, Reifenschneider und Kreissägen. Dazu Silver: „Dieses Konzept eines Motor-Extremsports mit harten Bandagen lässt sich am besten als akrobatische Kombination von Martial Arts und Formel 1 beschreiben – Larry und Andy nennes es ,Car-Fu‘: Martial Arts mit Autos. Durch die ursprüngliche Serie ,Speed Racer‘ haben die Wachowskis damals den japanischen Zeichentrick kennengelernt. Die beiden waren von den Storys, der Action und dem unverwechselbaren visuellen Stil der Serie fasziniert, die sich deutlich von den Fernseh-Zeichentrickserien jener Zeit unterscheidet. Bald waren sie nicht nur große Fans von ,Speed Racer‘, sondern von japanischen Animes überhaupt.“
Tatsächlich gibt es inzwischen „Speed Racer“-Fans aller Altersgruppen und in vielen Kulturen. Die ursprüngliche Zeichentrickserie „Speed Racer“ entstand nach einer Serie japanischer Mangas (Comic-Hefte). Der Anime-Pionier Tatsuo Yoshida schuf diese Serie unter dem Titel „Pilot Ace“. Daraus entstand 1967 die japanische TV-Serie „Mach Go Go Go“, die sechs Monate später in englischsprachiger Fassung als „Speed Racer“ auf den amerikanischen Bildschirmen und 1971 unter dem gleichen Titel in der ARD debütierte.
„Speed Racer“ war in den USA sofort ein Riesenhit, der die Fantasie der kleinen Amerikaner mit seiner Mischung aus überdrehter Auto-Action, internationalen Intrigen, Familienwerten, Teenie-Romanzen und respektlosem Humor begeisterte. Der junge und furchtlose Held in „Speed Racer“ verhielt sich so ganz anders als das, was man vom TV gewohnt war – er triumphierte über skrupellose Konkurrenten, wenn er in seinem schnellen und ultraschnittigen Mach 5 an Rennen in aller Welt teilnahm.
In den vergangenen 40 Jahren hat es mehrere TV-Fassungen von Speed Racer und seinen Abenteuern hinter dem Lenkrad des Mach 5 gegeben. Jetzt haben sich die Wachowskis der Story angenommen und sie für die große Leinwand aufbereitet – nicht nur mit spektakulären visuellen Effekten und temporeicher Action, sondern auch mit innovativen Kameratechniken und Computerbildern auf dem neuesten Stand der Technik.
Als die Hauptdarsteller von „Speed Racer“ in den Potsdamer Babelsberg-Studios eintrafen, gewährten ihnen die Wachowskis einen ersten Einblick in die Welt, die sie nun betreten sollten: Sie zeigten ihnen Konzeptbilder, Storyboards und Designentwürfe sowie eine längere Vorab-Animation (genannt „Pre-vis“/pre-visualization; die 3-D-Umsetzung des Storyboards) einer der geplanten Rennsequenzen.
„Als wir diese Pre-vis-Sequenz sahen, erstarrten wir vor Ehrfurcht“, berichtet Emile Hirsch, der die Titelrolle des Speed Racer übernahm. „Wir staunten nicht schlecht, als wir merkten, welche intensive Vorarbeit bereits geleistet war, bevor die Dreharbeiten überhaupt begannen. Das sah gar nicht nach Science-Fiction aus wie die ,Matrix‘-Filme, sondern viel magischer. Diesmal geht es eher um Farben als um Dunkelheit.“
„Zwölf Schauspieler befanden sich in diesem Raum, und ich versichere Ihnen, dass es wirklich sehr selten vorkommt, dass so viele Schauspieler beisammen und dabei völlig sprachlos sind“, erinnert sich Matthew Fox, der den Racer X spielt. „Wir sahen uns bloß an und waren total überwältigt. Das war echt aufregend. Nur selten darf man an einem Projekt mitwirken, das ein völlig neues Konzept umsetzt – und dies war ein solcher Moment.“
Familie Racer, Freunde und Feinde
Um zwei Dinge geht es in „Speed Racer“ – um Autorennen und um die Racer-Familie, wobei sich das eine nicht vom anderen trennen lässt. „Für Speeds Familie sind Autorennen das tägliche Brot. Nicht umsonst heißen sie Racer“, grinst Emile Hirsch. „Sie arbeiten als eingeschworene Gemeinschaft. Teamwork und Anstand haben oberste Priorität. Wahrscheinlich geht uns die Story deshalb so zu Herzen, denn die ganze Familie ist an dem Abenteuer beteiligt.“
Die Racer bewohnen ein Einfamilienhaus in einem idyllischen Vorort. Dort baut Pops Racer seine Rennwagen in der Garage. Sein ganzer Stolz ist der Mach 5, der mitten im Wohnzimmer geparkt ist. Mom Racer ist das Rückgrat des Haushalts, sie sorgt für eine gute Atmosphäre, weiß immer Rat und ist berühmt für ihre leckeren Backwaren. Speeds vorlauter jüngerer Bruder Spritle und der von der Familie adoptierte Schimpanse Chim-Chim lassen sich von den Erwachsenen nie ausbooten, sondern verstecken sich notfalls im Kofferraum von Speeds Mach 5 oder sonstwo, um immer nah an der Action zu bleiben. Speeds unerschrockene Freundin Trixie hält treu zur Racer-Familie und bewährt sich neben, auf und sogar über der Rennstrecke, wenn sie ihren pinkfarbenen Helikopter besteigt. Und auf Pops’ langjährigen Mechaniker Sparky ist im Familienunternehmen Racer Motors immer Verlass.
Die Poleposition des Titelhelden nahm Emile Hirsch in den Köpfen der Filmemacher schon früh ein – und er hielt sie während des langwierigen Castings, bei dem Hunderte von Darstellern auf drei Kontinenten vorsprachen. „Als ich die Rolle bekam, konnte ich es erst gar nicht fassen“, berichtet Hirsch. „Früher habe ich die ,Speed Racer‘-Serie morgens gesehen, während ich meine Cornflakes aß – ich kenne jede einzelne Folge. Außerdem bin ich ein großer Fan der ,Matrix‘-Trilogie. Entsprechend groß war meine Begeisterung über die Chance, selbst mit Larry und Andy zu arbeiten.“
„Als wir Emile kennenlernten, entsprach er äußerlich unseren Vorstellungen von Speed Racer – er wirkt sehr jugendlich und ist sehr begabt“, berichtet Joel Silver. „Zu dem Zeitpunkt war ,Into the Wild‘ noch nicht angelaufen, aber trotzdem erkannten wir bereits, dass er unseren Film als Hauptdarsteller tragen kann.“
Christina Ricci spielt Trixie, die Frau in Speeds Leben – die beiden sind seit der Grundschule befreundet, und Trixie ist Speeds größter Fan – aufgeweckt, elegant und dickköpfig. Wenn sie Speed nicht von der Tribüne aus zujubelt, kreist sie in ihrem Helikopter über der Rennstrecke und hilft ihm beim Navigieren durch gefährliche Streckenabschnitte.
„Trixie ist mir sehr sympathisch“, sagt Ricci. „Sie ist zu jedem Abenteuer bereit und den Jungs absolut ebenbürtig, ohne dass im Film besonders darauf hingewiesen wird, dass sie ein Mädchen ist. Sie kann einfach alles – sie berät Speed bei der Fahrstrategie, lenkt einen Helikopter und beherrscht Kung Fu, und in jeder Lebenslage trägt sie ein dazu passendes, richtig hübsches Kostüm. Trixie ist ein Wildfang, aber trotzdem sehr weiblich – deswegen bringt es so großen Spaß, sie zu spielen.“
Ricci weiß, wie wichtig persönlicher Stil sein kann: „Als ich bei den Wachowskis vorsprach, war ich richtig scheu, weil ich ihre Filme immer schon schätze. Ich war echt schüchtern und brachte kein vernünftiges Wort heraus, aber dann sah ich, dass sie beide die gleichen Turnschuhe von Chuck Taylor Converse trugen – plötzlich begriff ich, dass alles gut laufen würde.“
Eine weitere unverzichtbare Stütze in Speeds Welt ist die von Susan Sarandon gespielte Mom Racer. Die Oscar-Preisträgerin ließ sich vom Drehbuch der Wachowskis überzeugen, das großen Wert auf den Zusammenhalt der Familie legt. „Mir gefiel die Vorstellung, dass die Racers in ihrer zeitlosen kleinen Kapsel leben und jeden Abend gemeinsam essen“, sagt sie. „Mom Racer ist der Leim, der die Familie zusammenhält.“
„Mom Racer ist eindeutig der Fels in der Brandung“, fügt John Goodman hinzu, der mit Pops Racer den Haushaltsvorstand der Racers darstellt. „Wenn es Probleme gibt, wenden sich alle an sie.“
Pops Racer ist ein genialer Autodesigner und -konstrukteur: Er baut Speeds Rennwagen, so wie er es zuvor für Rex Racer getan hat. „Seit Speeds Kindertagen baut Pops Autos“, sagt Goodman. Der unerschütterliche Pops legt größten Wert auf seine Unabhängigkeit – ihm geht es viel mehr um die Leidenschaft für den Sport als um den Profit. „Pops ist total genervt über die Angebote, die Royalton Speed immer wieder macht“, fährt Goodman fort. „Er hofft, dass Speed sie ausschlägt, aber er überlässt seinem Sohn die Entscheidung.“
Auch Goodman hat die Zeichentrickserie „Speed Racer“ als Junge im Fernsehen gesehen: „Als die Serie anlief, fand ich sie sehr originell und habe sie mir ständig angesehen. Und als ich dann hörte, dass die Wachowskis eine Realfilm-Version drehen, packte ich die Gelegenheit beim Schopf – ich wollte auf jeden Fall dabei sein.“
Während sich Emile Hirsch, John Goodman und die Wachowskis schon als Kinder für die TV-Serie „Speed Racer“ begeisterten, erging es Matthew Fox ganz anders – er übernimmt im Film die Rolle des geheimnisvollen Racer X. „Ich bin auf einer Farm in Wyoming aufgewachsen – dort gab es kein Fernsehen. Daher habe ich ,Speed Racer‘ als Kind nie gesehen.“ Doch Fox machte seine Hausaufgaben, bevor er die Wachowskis kennenlernte: „Ich habe mir die Zeichentrickserie besorgt, bevor ich Larry und Andy vorgestellt wurde, und als ich mir anschaute, wie Racer X in der Serie auftritt, wollte ich die Rolle unbedingt spielen.“
Sofort entdeckte Fox Gemeinsamkeiten mit den Wachowskis: „Gleich zu Anfang sprachen sie davon, dass sie einen Film drehen wollen, der ihren Nichten und Neffen Spaß machen soll. Ich selbst habe eine zehnjährige Tochter und einen fünfeinhalbjährigen Sohn – daher finde auch ich die Vorstellung echt spannend, dass meine Kinder mich als Racer X sehen werden.“ Über seine Rolle sagt Fox: „Dieser Typ hat es sich durchaus nicht selbst ausgesucht, mit einer Maske herumzulaufen. Er ermittelt verdeckt für eine geheime Polizeibehörde, um die Korruption in der Rennbranche einzudämmen. Für viele Beteiligte geht es dabei um Leben und Tod – deshalb darf seine wahre Identität nicht bekannt werden.“
Auch das ebenso dynamische wie komische Duo aus Racer-Nesthäkchen Spritle und seinem Schimpansen Chim-Chim ermittelt auf seine eigene Art. Beide sind ausgesprochen abenteuerlustig, werden aber gewöhnlich von den Erwachsenen beiseite geschoben. Sie müssen sich also etwas einfallen lassen, um nicht ausgeschlossen zu werden – zum Beispiel verstecken sie sich im Kofferraum von Speeds Mach 5.
„Spritle ist ein kleiner Spitzbube, der den Erwachsenen in nichts nachstehen will“, sagt Schauspieler Paulie Litt, der den Spritle darstellt. „Keiner nimmt ihn für voll. Sie wollen ihn aus allem raushalten, weil er noch ein Kind ist. Sie kapieren einfach nicht, dass er ordentlich was auf dem Kasten hat, obwohl er noch so klein ist. Er hat reichlich Ahnung von Rennen und Wagen und will immer dabei sein. Deswegen passt er auf, dass er nicht abgeschoben wird. Wenn es nach ihm ginge, würde er jedes Rennen im Kofferraum des Mach 5 mitfahren.“
Der während der Dreharbeiten erst elfjährige Litt erhielt die Rolle und stach damit 250 junge Konkurrenten aus. „Davon kann jedes Kind nur träumen“, sagt Litt. „Ich durfte einen Sommer lang in Deutschland vor der Kamera stehen und den ganzen Tag mit einem Schimpansen spielen. Cooler geht’s nicht!“
Eigentlich wird Chim-Chim sogar von zwei Affen namens Willy und Kenzie gespielt. „Sie gehören zu den zwei oder drei Schimpansen auf der Welt, die für eine solche Rolle die entsprechende Ausbildung mitbringen“, sagt der für die Tiere verantwortliche Sled Reynolds. Willy war drei Jahre alt und hatte eine intensive Ausbildung genossen – er war der Hauptakteur, während der ein Jahr jüngere Kenzie als Willys Vertreter und Licht-Double eingesetzt wurde.
Weil Spritle und Chim-Chim praktisch immer gemeinsam auftreten, war ein gutes Verhältnis der beiden unabdingbar. Damit Litt und die Schimpansen sich entsprechend anfreunden konnten, lernten sie sich bereits acht Wochen vor Drehstart kennen. „Paulie verbrachte zwei bis drei Stunden täglich mit Willy und Kenzie und baute so allmählich eine Beziehung zu ihnen auf. Er hat die Affen sehr respektvoll behandelt und ging völlig natürlich mit ihnen um“, berichtet Reynolds.
„Ich mag Tiere sehr gern und war natürlich begeistert darüber, dass ich mit Willy und Kenzie arbeiten durfte“, bestätigt Litt. „Sie sind so freundlich und intelligent, haben sehr unterschiedliche Persönlichkeiten und unterscheiden sich auch im Gesichtsausdruck – genau wie du und ich.“
Der Milliardär E.P. Arnold Royalton erkennt schnell das überragende Talent von Speed Racer – und damit auch die Gefahr für sein eigenes Imperium, den multinationalen Konzern Royalton Industries. Deshalb macht er Speed ein lukratives Angebot: Wenn er Royalton als Sponsor akzeptiert, bekommt er die neueste Ausrüstung und die besten Trainingsbedingungen.
„Royalton macht Speed ein Angebot, wie man es nur einmal im Leben bekommt – doch daran sind bestimmte Bedingungen geknüpft“, sagt Hirsch. „Speed hat die Wahl: Wenn er für Royalton fährt, wird er reich. Wenn er weiter als Unabhängiger antritt, sind seine Gegner Fahrer, die von mächtigen Tycoonen gesponsert werden. Als Speed Royaltons Angebot ausschlägt, droht ihm Royalton mit dem Hinweis, dass alle Rennen vorab abgesprochen sind: Speed wird ohne Royaltons Hilfe kein einziges Rennen mehr gewinnen. In diesem Moment beschließt Speed, es Royalton zu zeigen und für den Sport zu kämpfen, der sein Ein und Alles ist.“
Die Rolle des habgierigen Chefs von Royalton Industries vertrauten die Wachowskis dem renommierten britischen Schauspieler Roger Allam an, der bereits in ihrem Film „V for Vendetta“ (V wie Vendetta) aufgetreten war. Dazu Allam: „Ich arbeite sehr gern wieder mit Larry und Andy zusammen. Die Brüder schaffen eine sehr lockere Atmosphäre am Set und bilden ein tolles Duo.“
Allam beschreibt Royalton als „Selfmademan. Er stammt durchaus nicht aus einem wohlhabenden Clan, wie man bei jemandem seiner Stellung vermuten könnte. Er hat als ehrgeiziger Geschäftsmann angefangen und hart für seinen Erfolg gearbeitet – so entstand sein großes Industrieimperium. Er ist so mächtig, dass er meint, jedes Rennen beeinflussen zu können.“
Bei Royaltons aktueller Intrige geht es um die Manipulation zweier konkurrierender Familien im Rennbetrieb der WRL: Musha Motors und Togokahn Motors. Der Chef von Musha Motors, Mr. Musha, wird von dem berühmten Japaner Hiroyuki Sanada dargestellt.
„Mr. Musha ist mit Haut und Haar Geschäftsmann“, stellt Sanada fest. „Schon lange möchte er die Kontrolle über seinen Hauptmitwettbewerber Togokahn Motors gewinnen. Royalton weiß das und bietet Musha an, ihm Togokahn auf dem Silbertablett zu servieren. Dafür will er das Transponder-Werk von Musha Motors übernehmen. Durch diesen Deal erhält Musha die Oberhand über seinen Konkurrenten – und Royalton beherrscht den Transponder-Markt.“
Auch Sanada hat in seiner Jugend die japanische Serie „Mach Go Go Go“ gesehen: „Ich habe die Titelmelodie heute noch im Ohr. ,Speed Racer‘ ist ein wichtiges Kapitel in der Erfolgsgeschichte des japanischen Zeichentricks in den USA. Und die Wachowskis schreiben mit jeder ihrer Produktionen Filmgeschichte – umso mehr freue ich mich, in diesem Film mitzuwirken.“
Auf seine Art macht auch der sensationelle koreanische Popstar Rain Geschichte – vor kurzem nahm ihn das Magazin TIME in die Liste der „100 einflussreichsten Menschen“ auf. Mit „Speed Racer“ gibt Rain sein amerikanisches Debüt als Taejo Togokahn, Hauptfahrer und zukünftiger Erbe von Togokahn Motors.
„Ich bin überzeugt, dass Rain die Zuschauer in diesem Film überwältigen wird. Er besitzt große Leinwandpräsenz, die uns sofort fesselt“, sagt Silver.
Als Taejo muss Rain seinen Familiennamen verteidigen, denn durch Royaltons Intrige gerät er in Bedrängnis. „Togokahn Motors wird seit fünf Generationen von Taejos Familie geleitet“, berichtet Rain. „Seit Taejos Familie in das Unternehmen einstieg, hat sich der WRL-Rennsport im Laufe der Generationen stark gewandelt. Früher galten Ehre und Anstand etwas in diesem Sport, doch jetzt scheint es nur noch um Image, Marken und Profit zu gehen. Wie Speed muss auch Taejo das Familienunternehmen schützen.“
Royaltons finsteren Plänen zur Übernahme von Togokahn Motors ist auch Inspector Detector auf der Spur – diese Rolle übernimmt Benno Fürmann. „Inspector Detector ermittelt seit Jahren wegen der Korruption in der World Racing League“, berichtet Fürmann. „Inzwischen hat er sich mit Racer X zusammengetan, um Royaltons Komplott aufzudecken. Aber damit ihnen das gelingt, brauchen sie die Unterstützung von Speed Racer.“
Zu den Hauptdarstellern gehören auch der australische Schauspieler Kick Gurry in der Rolle des Sparky, der als Mechaniker von Racer Motors praktisch zur Familie gehört, und Richard Roundtree als legendärer WRL-Fahrer und einstiger Grand-Prix-Champion Ben Burns.
Fans der Fernsehserie erinnern sich vielleicht an Speeds Erzfeinde Snake Oiler, Cruncher Block und Gray Ghost – im Film werden sie von Christian Oliver, John Benfield und Moritz Bleibtreu gespielt. Die Wachowskis stellen auch neue Rivalen vor: Jack „Cannonball“ Taylor, einen der erfolgreichsten Fahrer der WRL und Star des Royalton-Teams, gespielt von Ralph Herforth; den von Ashley Walters dargestellten Prinz Kabala, dessen Wagen von kostbaren Juwelen übersät ist und auf 22 Millionen Dollar geschätzt wird; die von Jana Pallaske gespielte Delila, Leiterin des Teams Flying Foxes Freight, die mit ihren abgedrehten Renntaktiken Speeds Chancen auf den Sieg vermindern könnte; und Kellie „Getriebe“ Kalinkov, die beim Grand Prix gegen Speed antritt und von der unabhängigen venezolanischen Fahrerin Milka Duno dargestellt wird.
Obwohl die Besetzung der internationalen Schauspieler keine leichte Aufgabe war, meint Produzent Grant Hill: „Indem sie die Welt von ,Speed Racer‘ bevölkern, haben Larry und Andy wunderbare Arbeit geleistet. Es war echt cool, so viele unterschiedliche Sprachen am Set zu hören – ein internationales Projekt wie ,Speed Racer‘ verdient auch eine wirklich internationale Besetzung.“
„Wir haben eine erstaunliche Bandbreite in unserer Besetzung, aber alle Beteiligten passen perfekt zu ihren Rollen“, bestätigt Joel Silver. „Es war toll zu beobachten, wie gut Susan und John mit den jüngeren Darstellern wie Emile, Christina und Paulie harmonieren. Sie sind am Set zu einer Familie zusammengewachsen.“
Autos, Pisten und die Geburt von „Car-Fu“
Speed Racers donnernder Mach 5 zählt sicher zu den bekanntesten Filmautos der Welt. Mit aggressivem Profil, glänzend weißer Außenhaut und einem roten M auf der Kühlerhaube hat es sich in das Gedächtnis aller „Speed Racer“-Fans rund um den Globus eingebrannt. Eine moderne Version des Mach 5 ist auf vielerlei Art vorstellbar, „aber schließlich entschieden wir uns doch für eine Art Retro-Look in Stromlinienform“, sagt Produktionsdesigner Owen Paterson.
„Nachdem Larry und Andy etliche Möglichkeiten durchprobiert hatten, besannen sie sich auf das berühmte Profil des ursprünglichen Mach 5 – sie wollten es beibehalten, weil es absolut zeitlos und unverwechselbar aussieht“, sagt Joel Silver.
Der Mach 5 ist nach wie vor der Wagen, den die treuen Fans mit Speed Racer identifizieren. Aber die Wachowskis gehen noch einen Schritt weiter und stellen eine neue Generation der Mach-Serie vor: den Mach 6.
„Wie von Larry und Andy nicht anders zu erwarten, wollten sie auch hier neue Wege gehen“, sagt Paterson. „Der Mach 6 wird nur auf Rennstrecken der World Racing League eingesetzt – wir wählten ein sehr kühnes, aber elegantes Profil, behielten jedoch das Farbmuster und die M-Form des Mach 5 bei.“
Außerdem prägten „Larry und Andy einen Begriff, um den Mach 6 und seine Wagenklasse im Film zu beschreiben“, fährt der Produktionsdesigner fort. „Sie nennen diesen Wagentyp ,T180‘, weil man die Räder 180 Grad drehen und seitlich über den Seitenstreifen fahren kann – das ergibt eine seitliche Schubkraft von etlichen Atmosphären.“
Fast ein Jahr vor Drehbeginn begannen Paterson und sein Team bereits mit dem Design der über 100 verschiedenen Wagen. „In unserer Welt gibt es Architekten, doch in der Welt von ,Speed Racer‘ engagieren die Leute ,Carchitekten‘ für das individuelle Design ihrer Wagen“, berichtet Paterson.
„Wir haben etliche sehr begabte Künstler aus dieser Branche ins Team geholt – von Storyboard-Zeichnern bis zu Top-Designern aus der Autobranche. Wir wollten unseren Spaß und schauten einfach zu, wie sie sich die Bälle zuwerfen“, sagt Hill.
Sobald das Design der Wagen feststand, wurden sie im Computer modelliert und eingefärbt. Speeds Mach 5 und Racer Xs Shooting Star wurden außerdem im Maßstab 1:1 real gebaut und beim Dreh bestimmter Szenen eingesetzt. Zwar konnten die Darsteller jeweils im Cockpit all ihrer Wagen Platz nehmen, aber sie bewegten sich darin nicht von der Stelle – all die atemberaubende, von jeder Schwerkraft unabhängige Action fand ausschließlich im Computer statt.
Zunächst überlegten die Filmemacher, ob sie Rennsequenzen mit echten Wagen auf tatsächlichen Rennstrecken filmen sollten. Dazu Paterson: „Angesichts des Fahrstils und der dynamischen Action, die uns vorschwebte, war es allerdings viel sinnvoller, diese Szenen digital zu gestalten.“
„Bei der Fahrgeschwindigkeit und den eingesetzten Kampftechniken ergeben sich auf der Piste jede Menge halsbrecherischer Momente“, sagt der für die visuellen Effekte verantwortliche Dan Glass. „Dieser Sport sieht extrem gefährlich aus, aber niemand kommt dabei ernsthaft zu Schaden, weil wir eine Spezialvorrichtung entwickelt haben, um die Fahrer zu schützen.“
Der neben Glass für die visuellen Effekte zuständige John Gaeta fügt hinzu: „Larry und Andy dachten sich ein Sicherheitssystem namens ,Kwiksave-Schaum‘ aus – es sieht wie ein großer Gummiball aus, der sich um den Fahrer aufbläst, um ihn im Fall eines Crashs zu schützen. Er gehört zur Standardausrüstung aller Wagen, die in der World Racing League an den Start gehen.“
Schon die Wagen sind sehr eindrucksvoll – aber sie brauchen natürlich eine ebenso dramatische Spielfläche, um ihre Fähigkeiten zu demonstrieren. „Die erste Vorgabe der Wachowskis war: ,Unsere Rennstrecken sollen aussehen wie eine Mischung aus einer gigantischen Skischanze und einem Skateboard-Park“, erinnert sich Paterson.
„Larry und Andy legten größten Wert darauf, dass sich jedes Rennen optisch ganz deutlich von den übrigen abhebt“, sagt Silver. „Weil uns die digital gebauten Rennstrecken und Hintergründe jede erdenkliche Freiheit erlauben, konnten wir mit unserer Fantasie richtig Gas geben. Die Zuschauer werden auf der Leinwand Spannendes und Unglaubliches erleben – bei den Rennen hält sie nichts auf ihren Sitzen.“
Die Filmemacher entwarfen vier Rennstrecken mit jeweils unverwechselbaren Merkmalen. Die Pisten bestehen nicht nur aus Loopings, Spiralen und atemberaubenden Sprungschanzen, die die Zuschauermägen rotieren lassen, sondern sie sind gleichzeitig auch eingebettet in sehr exotische Landschaften.
Speed Racers Heimatpiste ist Thunderhead, wo sein verstorbener Bruder Rex immer noch den Bahnrekord hält. Thunderhead hat zwar Weltniveau, gehört aber nicht zu den bedeutendsten Pisten der WRL. Dazu Paterson: „Die großen Tage von Thunderhead sind vorbei. Dennoch hängt Speeds Herz an dieser Strecke, weil Rex Racer dort sein Vermächtnis hinterlassen hat. Die Strecke ist genauso spannend wie die anderen Pisten – mit Spiralen, Kurven in Schräglage, Schmetterlingen und gigantischen Talfahrten.“
Die zweite Rennstrecke in „Speed Racer“ ist das Fuji Helexicon, eine A-Liga-Strecke der WRL, die auf einem tropischen Archipel vor der Kulisse natürlicher Vulkane und ultramoderner Gebäude errichtet wurde, die vom Design international bekannter Architekten inspiriert sind. Die atemberaubenden Haarnadelkurven und Serpentinen führen von Insel zu Insel über das gleißende Meer.
Das Casa Cristo 5000 ist die todesverachtende Querfeldein-Rallye, die Rex Racer das Leben gekostet hat. Die extrem gefährliche Strecke wird deshalb als „Crucible“ bezeichnet – als „Feuerprobe“. Sie führt über mehrere Kontinente und jeden nur erdenklichen Geländetyp. Die Fahrer sind extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt – von der sengenden Hitze der Zunubia-Wüste bis zu den schmalen Gletscher-Kliffs und den kalten Malteser Eishöhlen. Ein unachtsames Lenkmanöver bedeutet den Sturz in einen Hunderte Meter tiefen Abgrund und damit in den sicheren Tod. Obwohl sich die WRL bemüht, den Fahrstil bei diesem Rennen zu überwachen, werden immer wieder illegale Tricks angewendet: Widerhaken, Reifenschneider und Katapulte. Dadurch wird das Casa Cristo 5000 zum brutalsten Ausdauertest in „Speed Racer“.
„Das Casa Cristo 5000 ist das gefährlichste Querfeldeinrennen der Welt – die Fahrer schrecken vor nichts zurück, um es zu gewinnen“, erklärt Paterson. „Wir haben eine Art römisches Streitwagen-Rennen entwickelt: Große Schwerter kommen aus den Wagen hervor, und Schilde schützen die Räder.“
Der Druck auf die Fahrer ist enorm, denn wer das Casa Cristo 5000 gewinnt, ist automatisch für den Grand Prix qualifiziert – das wichtigste Rennen der WRL. Wer den Grand Prix gewinnt, ist nicht nur reich und berühmt, sondern sofort eine Legende der World Racing League.
„Man muss sich das noch bedeutender als eine Kombination aus dem Daytona 500, dem Indianapolis 500 und der Weltmeisterschaft vorstellen“, sagt Joel Silver. „In der Welt von ,Speed Racer‘ ist nichts wichtiger als der Grand Prix der WRL.“
„Die Rennstrecke des Grand Prix führt mitten durch die Stadt Cosmopolis“, berichtet Paterson. „Eine gewaltige Anlage. Die fantastische Strecke führt hoch wie Wolkenkratzer, über bodenlose Abfahrten, durch Loopings und Schmetterlingskurven, in denen die Wagen ein halsbrecherisches Tempo erreichen.“
Die Vorgaben für das Streckendesign des Grand Prix und die Stadtlandschaft der Umgebung stammen von den Wachowskis, „die in Chicago aufgewachsen sind und immer schon die Idee faszinierend fanden, ein Baseball-Spiel im Stadion Wrigley Field von den Dächern der umstehenden Gebäude anschauen zu können“, fährt Paterson fort. „So entstand die Idee, ganze Wolkenkratzer zu Tribünen umzufunktionieren. Im Endeffekt wird die gesamte Stadt zur Tribüne für das größte Rennen des Jahres.“
Eine weitere Besonderheit der Grand-Prix-Rennstrecke ist eine optische Täuschung, die die Wachowskis als Hommage an Eadweard Muybridge einbauten: Dieser Fotograf des 19. Jahrhunderts wurde als Filmpionier berühmt, indem er Bewegungsabläufe mit einer Serie nebeneinander stehender Fotokameras sichtbar machte. Dieses Prinzip beeinflusste die Entwicklung des „Bullet Time“-Effekts für „Matrix“.
An einem geraden Streckenabschnitt der Grand-Prix-Piste platzierten die Filmemacher eine Serie von Zebra-Bildern auf einer Wand im Hintergrund. Und wenn Speed Racer und seine Konkurrenten über die Leinwand preschen, ergeben diese Hintergrundbilder – in rascher Abfolge gesehen – den Effekt, als ob das Zebra läuft, entsprechend der Muybridge-Fotoserie namens „Pferd in Bewegung“.
„Wir verbeugen uns gern vor all jenen, die uns inspiriert haben – und das Zebra-Zoetrop ist im Grunde ein Hinweis auf das buchstäbliche Vorbild für ,Bullet Time‘“, sagt Gaeta. „In den Hintergrund dieses Films haben wir viele optische Illusionen eingefügt – und dazu zählt eben auch diese Hommage an Muybridges Fotografiertechnik, die sich hier als Werbeplakat am Rande der Grand-Prix-Piste tarnt.“
Sehr sorgfältig wurden auch die vielen Kamerablickwinkel geplant, die nötig sind, um während der temporeichen Action-Sequenzen die Reaktionen jedes einzelnen Fahrers in Großaufnahme zeigen zu können. Zwar wurden die Wagen an sich digital erstellt, aber original große Cockpits mit Lenkern, Gas- und Bremspedal und beleuchteten Armaturen baute man auf eine hydraulische Kippbühne, auf der man mithilfe eines virtuellen Fahrprogramms die Bewegungen echter Rennwagen simulieren konnte.
Der Regisseur des 2. Drehteams, James McTeigue, der bereits „V wie Vendetta“ inszeniert hat, drehte mit seinem Team die vier großen Rennsequenzen des Films vor einer 30 x 12 Meter großen Greenscreen. Auf der Kippbühne ließen sich die Bewegungen der verschiedenen Wagen unter den Gegebenheiten der Strecken nachahmen. Durch die Hydraulik der Plattform sind Bewegungen im dreidimensionalen Raum möglich. So entstehen die authentischen Bewegungen, denen der Fahrer auf jeder beliebigen, vorher programmierten Strecke ausgesetzt ist.
„Die Plattform wird von Software gesteuert, die die Bewegung des Cockpits auf die vorab genau durchchoreografierte Szene abstimmt. Unterstützt wurde die Bewegung durch Live-Elemente wie Wind, damit die Schauspieler das Gefühl bekommen, tatsächlich selbst zu fahren, statt gefahren zu werden“, sagt Owen Paterson.
Aus der Perspektive des Fahrers kommentiert Rain: „Die Fahrt auf der Plattform war recht anstrengend. Wahrscheinlich werde ich einem Formel-1-Wagen nie im Leben näher kommen – zum Glück war die Sache erheblich weniger gefährlich.“
„Die Arbeit auf der Plattform hat Spaß gebracht und mich auf ganz neue Art gefordert“, erinnert sich Emile Hirsch. „Man wird wirklich hin- und hergeworfen, muss gar nicht so tun, als ob. Das wirkt sehr viel echter, als wenn man vorgibt, einen Wagen zu fahren, der sich überhaupt nicht bewegt.“
Und Matthew Fox fügt hinzu: „Die Plattform agiert sehr hektisch – man muss sich höllisch konzentrieren. Die Action muss unbedingt überzeugend aussehen, denn bei den Rennen in ,Speed Racer‘ geht es richtig zur Sache. James und sein Team haben die Plattform aber voll im Griff, sie können die Intensität einstellen und das Ding je nach Belieben manipulieren. Ich habe jedesmal gesagt: ,Legt noch einen Zahn zu!‘“
Die hyperstilisierte Welt von „Speed Racer“
Speeds Ruhmsucht führt ihn rund um die Welt, von der Thunderhead-Rennstrecke seiner Heimatstadt über die Kontinente umspannende Rallye Casa Cristo 5000 bis zum Grand Prix in Cosmopolis. Um die zahlreichen Schauplätze und Action-Sequenzen zu gestalten, verließen sich die Wachowskis auf das Know-how einiger sehr innovativer Designer, Fotografen und Experten für visuelle Effekte – viele von ihnen kannten sie bereits von früheren Filmprojekten. Die entscheidende Aufgabe, die über 2000 visuellen Effekte für den Film zu erstellen, legten die Regisseure in die bewährten Hände von Dan Glass und Oscar-Preisträger John Gaeta.
„Wir stellten uns Schauplätze in aller Welt vor, an denen man normalerweise nicht drehen könnte – exotisch-fremdartige Städte, unzugängliche Wüsten und eisige Gebirgsstraßen“, erklärt Owen Paterson. „Also Drehorte, von denen die meisten Regisseure träumen, die sich aber nicht realisieren lassen, weil sie entweder zu entlegen oder für Filmteams unzugänglich sind. Stattdessen beschlossen wir, die schönsten dieser seltenen und exotischen Schauplätze zu ,virtualisieren‘ und so dem Effekte-Team zu ermöglichen, sie in die Szenen einzubauen.“
Die Filmbilder in „Speed Racer“ entstanden, indem die Schauspieler vor Greenscreens gefilmt und dann mit digitalen High-Definition-Bildern kombiniert wurden, die man an unzugänglichen Drehorten fand: in Italien, Marokko, Österreich, der Türkei und im kalifornischen Death Valley. Diese Bilder wurden von einem kleinen Kamerateam mit extrem auflösenden digitalen Fotokameras aufgenommen und später so kombiniert, dass sich ein kompletter Rundhorizont von 360 Grad ergab, der als QuickTime Virtual Reality (QTVR)-Sphäre bezeichnet wird. Das „Speed Racer“-Team nannte ihn kurz auch „Seifenblasenfoto“.
Dazu Dan Glass: „Weil das Seifenblasenfoto-Team nur aus wenigen Leuten besteht und nur den Bruchteil der Ausrüstung eines üblichen Filmteams benötigt, konnten wir exotische Locations einbringen, die sich für große Filmteams normalerweise verbieten.“
„Unser Konzept: Wir wollen uns beim kreativen Prozess von den Fesseln der Technik lösen“, meint Gaeta. „Wenn die aufgenommenen Fotos zusammengesetzt sind, entsteht ein Rundum-Panorama, in dem man die Kamera bei der Endfertigung völlig frei kreisen lassen kann – der Hintergrund bildet brauchbare Bilder für praktisch jede Brennweite. Damit erweitern wir das Konzept ,Bullet Time‘ aus ,Matrix‘ um die ,Racer Time‘, die ähnlich wie die ,Bullet Time‘ funktioniert, aber jetzt auch noch Tiefenwirkung hinzufügt.“
Die Wachowskis waren die ersten Filmemacher, die die HD-Kamera F-23 von Sony verwendeten – als die Dreharbeiten begannen, war diese Kamera noch gar nicht auf dem Markt.
„Unsere Fotos schossen wir mit den ersten fünf F-23-Kameras, die bei Sony hergestellt wurden, und die Kameras haben sich wunderbar bewährt“, sagt Kameramann David Tatersall, der bereits „Star Wars: Episode II und III“ auf HD gedreht hat. „Das war die optimale Methode für den Look, der Larry und Andy vorschwebte. Unsere Fotos sind extrem scharfe, voll gesättigte Hochglanzbilder.“
„Wir gestalten die Farben intensiver als üblich, um sogenannte ,pop-timistische‘ oder ,Techno-color‘-Bilder zu bekommen“, fügt Glass hinzu.
Bei der Gestaltung der zahllosen visuellen Effekte erreichten die Wachowskis den von ihnen als „Realfilm-Anime“ bezeichneten Look, der jede der Bildebenen – Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund – gleichermaßen scharf abbildet, ähnlich wie wir es von der traditionellen 2-D-Animation kennen. Diese Technik nannten die Filmemacher „2½-D- Technologie“. Glass erklärt: „Für den Film wurde jede Ebene – die Vordergründe, Mittelgründe und Hintergründe – getrennt erstellt. Wie sich diese Ebenen zueinander verhalten, ergibt eine Bildqualität, die wir aus den Zeichentrickserien unserer Kindheit kennen – die Kids sind das gewohnt.“ Ganz bewusst stellten die Filmemacher die emotionale Wirkung über den Realismus – Perspektiven wurden verzerrt, was das Effekte-Team zum Beispiel sehr befreiend fand. „Wir vernachlässigen die Perspektive und schaffen Bilder, die bewusst die Regeln brechen.“
„Anime ist ein sehr ausdrucksvolles Format“, sagt Gaeta. „In der Zeichentrickserie, die natürlich von Hand gezeichnet war, gibt es bewusst unrealistische Perspektiven, um bestimmte Gefühle zu forcieren. Es geht weniger darum, was real wirkt, als darum, welche Emotion der Zeichner in uns wecken will. Wenn man das in Realfilm-Bilder übersetzt, ist das ein Verfahren, das man – einfach ausgedrückt – als bewegliche Collagen bezeichnen kann.“
Viele der Sets und Schauplätze in „Speed Racer“ wurden virtuell im Computer erstellt, aber eine Hand voll wurden auch real im Studio gebaut. Produktionsdesigner Owen Paterson beschreibt die „Speed Racer“-Welt als „eine Fusion aus Retro und Futurismus, eine Parallel-Realität, in der der Optimismus und die Mode der 1960er-Jahre neben dem extremen Konkurrenzdenken und der Technik der Zukunft auftauchen. Larry und Andy wollten ,Speed Racer‘ auf keine konkrete Epoche festlegen.“
Zwei gegensätzliche Milieus werden in „Speed Racer“ präsentiert: Die Welt der Familie Racer ist in den Vororten angesiedelt, wirkt vertraut und sicher; das andere Milieu zeigt eine stromlinienförmige, ultramoderne Welt, die von der Bandenwerbung der Großkonzerne geprägt wird. „Die Racers wohnen in einem unkomplizierten Vorort mit warmen, strahlenden und sehr satten Farben“, sagt Paterson. „Viele der Konzeptzeichnungen entstanden in Los Angeles und sind von dem modernen Stil der um die Jahrhundertmitte dort entstandenen Häuser beeinflusst.“
Dagegen ist der Konzern Royalton Industries im ultramodernen Cosmopolis angesiedelt, einer kühlen Atmosphäre, die von Reklametafeln und Konzern-Logos künstlich erhellt wird. Dazu Paterson: „Wir übernehmen die Skyline aufstrebender moderner Städte wie Shanghai oder Hongkong sowohl in Bezug auf die Architektur als auch im Werbesinn, um sie dann mit dem von Royalton regierten multinationalen Konzern-Konglomerat zu kombinieren. Als ob globale Marken und Marketing mit Steroiden aufgeputscht wären.“ Das Innere des Royalton-Büros wirkt riesig, aber steril, ganz in Silbergrau gehalten, mit violetten Akzenten, die ein Ambiente der Macht, des Wohlstands und der Extravaganz charakterisieren.
Da die Racer-Familie das Herz der Story bildet, entwickelte sich das Haus der Racers entsprechend zum Zentrum der Dreharbeiten. Auf diesem Set fanden viele der rührendsten Familienszenen statt. Aber im Gegensatz zu üblichen Wohnzimmern wird der Mittelpunkt des Racer-Hauses vom dort geparkten Mach 5 beherrscht.
Unabdingbar waren präzise Absprachen zwischen Owen Paterson und der Kostümbildnerin Kym Barrett. Dazu Barrett: „Allen Figuren wird eine komplette Farbpalette zugeordnet: Pops und Mom tragen jeweils Rot und Grün, Speed trägt Blau und Weiß. Um die Kostüme vom Haushintergrund abzuheben, sind die Zimmer vor allem von Orange, Türkis und Fuchsien-Rosa geprägt. Das verbindende Element ist der rote Fußboden, den wir ,Racer-Rot‘ nennen.“ Für die Sequenzen, die vor der Greenscreen gedreht wurden, musste sich Barrett Alternativen einfallen lassen, denn in diesem Fall werden alle Grüntöne unsichtbar.
„Bei unserem ersten Treffen betonten Larry und Andy, dass sie sich satte Grundfarben wünschten“, fährt Barrett fort. „Statt sich gleich in Einzelheiten zu verlieren, beschrieben sie zunächst ihr Konzept, einen Realfilm-Cartoon für Zuschauer jeden Alters zu drehen. Sobald das klar war, haben sie mir die Umsetzung selbst überlassen.“
In Anlehnung an die Original-Serie entwarf Barrett ein stilisiertes Pop-Americana der 1960er-Jahre, aus dem sich die Kostüme der Racer-Familie entwickelten. Barrett verwendete teils gemusterte Stoffe in den Grundfarben, um den retro-futuristischen Look zu schaffen. Speed Racer trug in der Serie immer dasselbe Outfit: sein typisches blaues Polohemd mit weißem Kragen, weiße Hosen und braune Rennhandschuhe sowie ein rotes Halstuch und rote Socken. Als Tatsuo Yoshida in den 1960er-Jahren seinen Helden für „Mach Go Go Go“ konzipierte, orientierte er sich seinerseits an Elvis Presleys Look in „Viva Las Vegas“ (Tolle Nächte in Las Vegas). Bei der neuen Version von Speed erlaubte sich Barrett einige Freiheiten, ohne die Originalserie zu vergessen: Das klassische Speed-Outfit trägt Emile Hirsch bei der Rallye Casa Cristo 5000.
Trixie trägt ein Bonbon-Rosa, das zu ihrem spritzigen Helikopter und ihrer dynamischen Persönlichkeit passt. „Ich finde meine Outfits toll“, sagt Christina Ricci. „Ich spiele eine sehr mädchenhafte Trixie, die aber durchaus etwas von einem Wildfang hat.“
Barrett dachte an Spritle und Chim-Chim, als sie den in Los Angeles ansässigen Designer Paul Frank ansprach, dessen Affengesicht-Emblem zum Erkennungszeichen seines sehr beliebten Kinder- und Erwachsenen-Modelabels wurde. Frank lud Barrett in das Lagerhaus seiner Firma ein, wo sie die berühmten Pyjamas mit dem Affengesicht entdeckte – sie sind wie für Spritle gemacht.
Barrett erinnert sich: „Während meines Gesprächs mit Paul überlegten wir: ,Warum ziehen wir nicht auch Chim-Chim den Pyjama an – aber mit dem umgekehrten Design?‘ Paul erklärte sich also bereit, ein Emblem mit einem Jungengesicht zu entwerfen, das wir dann auf Chim-Chims Pyjama anbrachten. Alle waren begeistert.“
Für die Rennfahrer, darunter Snake Oiler und Gray Ghost, wollte Barrett Outfits entwerfen, die zu den jeweiligen Wagen passen. „Weil das Design der Wagen bereits vorab fertiggestellt war, setzte ich mich mit Owen zusammen und diskutierte mit ihm Motive, Farben und Struktur jedes Fahrers“, erklärt Barrett. Snake Oilers schuppiges, an einen Rockstar erinnerndes Kostüm und das von Wikingern inspirierte Outfit des Teams Thor-Axine Inc. mochte Barrett persönlich am liebsten. „Ich hatte Glück, denn viele Fahrer waren Stuntleute, die sich auf alles einließen und sich nicht darum scherten, ob sie lächerlich aussahen. Diese Kostüme haben viel Spaß gemacht.“
Beim Design und bei der Anfertigung der ledernen Overalls der Fahrer im Film holte sich Barrett die Unterstützung zweier erfahrener Leder-Schneider aus London, mit denen sie bereits an „Eragon“ (Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter) zusammengearbeitet hatte: Patrick Whitaker und Keir Malem.
Bei Racer X ging es laut Barrett darum, „die physisch beeindruckende Gestalt des maskierten Fahrers aus der Serie zu übernehmen. Racer X ist ein Superheld, aber ohne Cape – wir entwarfen also einen Look, der die Merkmale eines Superhelden mit einem Motorrad-Rennfahrer kombiniert. Wir wählten einen Lederanzug aus, der eher praktisch wirkt, in dem man sich bewegen mag und der wenig Pflege erfordert – er soll nicht so aussehen, als ob er nur aus der Schublade gezogen wird, wenn der Held gegen Verbrecher kämpft.“
„Als Larry und Andy mich besetzten, sagten sie gleich: ,Der Anzug wird reichlich eng“, was wohl indirekt andeuten sollte: ,Bring dich in Form!‘“, lacht Matthew Fox.
Am Set bekam Fox Probleme mit dem ledernen Overall: „Im Anzug wird mir sofort sehr heiß. Während der Kampfsequenzen konnte ich nur kurze Einstellungen drehen – dann musste ich mich erstmal wieder abkühlen.“
Die komplizierteste Kampfsequenz fand auf einem Set statt, der ein Nachtquartier während der Rallye Casa Cristo 5000 darstellt. Royaltons Mann fürs Grobe, Cruncher Block, hat Ninjas angeheuert, die nachts in die Hotelzimmer von Speed Racer und Racer X eindringen, um sie zu ermorden.
„Wir hatten beim Kampf zwischen Racer X, Speed und den Ninjas richtig Spaß“, sagt der für die Stunts verantwortliche Chad Stahelski. „Die Atmosphäre jedes Kampfes setzte sich deutlich von den übrigen ab. Der Ninja, der gegen Racer X antritt, meint es sehr ernst und macht Racer X das Leben wirklich schwer, aber der Ninja, der gegen Speed kämpft, ist eher ein ,Nonja‘, weil wir auch ein paar komische Elemente mit einbringen wollten.“
„Wenn Racer X zuschlägt, splittern die Knochen“, bestätigt Fox. „Er wehrt Schläge sehr effektiv und rhythmisch ab.“ Fox hatte Glück, weil er schon vor „Speed Racer“ intensiv Martial Arts trainiert hatte. „Seit Jahren praktiziere ich Tae Kwon Do, und ich habe bereits an Turnieren teilgenommen – die Martial-Arts-Stunts in diesem Film waren also eine Gelegenheit, diese Techniken wieder aufzufrischen.“
Für Emile Hirsch waren die Kampfsequenzen allerdings etwas ganz Neues. „Ich fand die Arbeit mit dem Stuntteam sehr kompliziert. Ein bisschen Kung Fu habe ich mir dabei angeeignet – das bringt echt Spaß. Das Einstudieren der unterschiedlichen Sequenzen hat mir gefallen – vor allem weiß ich jetzt, wie engagiert und konzentriert gute Stuntleute arbeiten müssen.“
„Wir haben Emile einen Grundkurs für Stuntleute machen lassen – er lernt sehr schnell“, fügt Stahelski hinzu. „Speed Racer“ ist bereits Stahelskis fünfter Film mit den Wachowskis: Er war an allen drei „Matrix“-Filmen und „V wie Vendetta“ beteiligt.
„Die Brüder arbeiten immer wieder gern mit demselben Team“, kommentiert Joel Silver den Umstand, dass sich die Wachowskis üblicherweise auf bereits bewährte Mitarbeiter wie Owen Paterson, John Gaeta, Dan Glass und Kym Barrett verlassen. „Denn dadurch wird die Verständigungsphase abgekürzt – das ist bei jedem Dreh ganz entscheidend, vor allem bei einem Projekt dieser Größenordnung.“
Über seine Erfahrung bei der Arbeit mit den Wachowskis berichtet Hirsch: „Ich ahnte ja nicht, wie witzig sie sind. Wenn man die ,Matrix‘-Trilogie anschaut, meint man: ,Die Jungs meinen es richtig ernst.‘ Aber beide sind sie sehr lustig. Im Grunde sind sie Kids geblieben – deshalb sind sie die idealen Regisseure für dieses Projekt. Sie mögen ihre Arbeit wirklich sehr – und das merkt man ihnen an.“
Dazu Fox: „Die Arbeit mit Larry und Andy, mit so tollen Darstellern und Team-Mitgliedern war eine echt verblüffende Erfahrung: Manchmal, wenn alle Darsteller im Kostüm zusammenkamen, schaute ich mich um und konnte kaum glauben, dass ich dabei sein durfte. Das war ein beeindruckendes Erlebnis.“
„Es ist eine Ehre für mich, mit den Wachowskis zu arbeiten“, sagt Rain. „Was mir an diesem Projekt am meisten gefällt: Die Story handelt von Hoffnungen, von Träumen. Wenn sich die Kids den Film anschauen, dann inspiriert sie die Geschichte vielleicht dazu, die Hoffnung nie aufzugeben. Denn wer sich Mühe gibt, kann Erstaunliches zustande bringen.“
Silver sagt abschließend: „Wir hatten schon lange vor, diesen Film zu machen. Glücklicherweise haben wir nun ein wunderbares Team aus Darstellern, Künstlern und Technikern zusammenbekommen, das diesen Klassiker des 20. Jahrhunderts in ein neues Jahrtausend übersetzt. Wir sind wirklich begeistert, weil wir ,Speed Racer‘ jetzt einer neuen Generation vorstellen dürfen. Und wir sind stolz darauf, einen Familienfilm zu machen, der die Zuschauer aller Altersgruppen anspricht.“

DARSTELLER
EMILE HIRSCH
Speed Racer
Hirsch war aktuell in Autor/Regisseur Sean Penns von der Kritik gefeiertem „Into the Wild“ (In die Wildnis – Allein nach Alaska) zu sehen, der auf dem Bestseller von Jon Krakauer beruht. Hirsch spielt den idealistischen College-Studenten Christopher McCandless, der die Zivilisation gegen die Wildnis von Alaska eintauscht. Vom National Board of Review (branchenunabhängige Institution zur Förderung der Filmkunst) wurde Hirsch mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet, und auf dem Internationalen Filmfestival in Palm Springs gewann Hirsch 2008 den Rising Star Award. Nominiert wurde er außerdem für zwei Preise der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler), den Critics Choice Award und den Gotham Award.
Zuvor trat Hirsch in Nick Cassavetes’ authentischem Krimi „Alpha Dog“ (Alpha Dog – Tödliche Freundschaft) als Mitglied eines Ensembles auf, zu dem auch Justin Timberlake, Sharon Stone und Bruce Willis zählen. Der Film wurde 2006 in Sundance uraufgeführt und erhielt begeisterte Kritiken.
Weitere Filme: Catherine Hardwickes „Lords of Dogtown“ (Dogtown Boys) mit Heath Ledger; Dan Harris’ „Imaginary Heroes“ (Imaginary Heroes) mit Sigourney Weaver und Jeff Daniels; „The Girl Next Door“ (The Girl Next Door) mit Elisha Cuthbert; der auf vielen Festivals gezeigte „The Mudge Boy“; „The Emperor’s Club“ (Club der Cäsaren) mit Kevin Kline und Embeth Davidtz; sowie „The Dangerous Lives of Altar Boys“ (Lost Heaven) mit Kieran Culkin und Jodie Foster.
Derzeit arbeitet Hirsch in San Francisco an Gus Van Sants Filmbiografie „Milk“, in dem er neben Sean Penn, Josh Brolin und James Franco auftritt. Es geht um den Stadt-Supervisor Harvey Milk aus San Francisco, den ersten bekennenden Schwulen, der in den USA in ein Amt gewählt wurde. Er fiel 1978 einem Attentat zum Opfer. Hirsch spielt den Schwulen-Aktivisten Cleve Jones, der mit Milk zusammenarbeitete und später das NAMES-Projekt AIDS Memorial Quilt gründete.
Hirsch stammt aus Los Angeles. Er wuchs dort und in Santa Fe/New Mexico auf.
CHRISTINA RICCI
Trixie
Im Februar 2008 war Ricci in der ungewöhnlichen zeitgenössischen Fabel „Penelope“ (Penelope) neben Reese Witherspoon und James McAvoy zu sehen.
Davor trat Ricci in Craig Brewers „Black Snake Moan“ (Black Snake Moan) neben Samuel L. Jackson auf. Zuvor hat sie in dem von der Kritik gefeierten „Monster“ (Moster) mitgewirkt, der Charlize Theron den Oscar einbrachte. Ricci erhielt eine Emmy-Nominierung für ihren Gastauftritt in der erfolgreichen ABC-Serie „Grey’s Anatomy“ (Grey’s Anatomy – Die jungen Ärzte).
Bereits als Kinderdarstellerin begeisterte Ricci nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Kritiker. Ihr Debüt gab sie in „Mermaids“ (Meerjungfrauen küssen besser) neben Cher und Winona Ryder. Unvergesslich bleibt ihr Auftritt als seltsam liebenswerte Wednesday Addams in Barry Sonnenfelds „The Addams Family“ (Die Addams Family) und im Sequel „Addams Family Values“ (Die Addams Family in verrückter Tradition). Eine Hauptrolle übernahm sie in dem Sommerhit des Jahres 1995, „Casper“ (Casper), der wie „Die Addams Family“ allein in den USA über 100 Millionen Dollar einspielte. Diese Auftritte brachten Ricci auf dem NATO ShowEast (Kongress der US-Kinobetreiber) den begehrten Preis „Star des Jahres“ ein, und der Motion Picture Booker’s Club zeichnete sie als „Star von morgen“ aus.
Der Übergang zu Erwachsenenrollen gelang ihr nahtlos, als sie 1997 für ihre Leistung in Ang Lees „The Ice Storm“ (Der Eissturm) hoch gelobt wurde. Die weiteren Hauptrollen übernahmen Kevin Kline, Sigourney Weaver, Joan Allen und Elijah Wood. Dann trat sie in Don Roos’ beißender Komödie „The Opposite of Sex“ (The Opposite of Sex – Das Gegenteil von Sex) auf und wurde auf dem Seattle Film Festival als Beste Darstellerin ausgezeichnet – außerdem erhielt sie Nominierungen für den Golden Globe, den American Comedy Award und den Independent Spirit Award. Neben Filmemacher Vincent Gallo war sie in seinem „Buffalo ’66“ (Buffalo ’66) zu sehen – diese Leistung zusammen mit ihren Rollen in „The Opposite of Sex – Das Gegenteil von Sex“ und John Waters’ „Pecker“ (John Waters’ Pecker) brachten ihr den Preis als Beste Nebendarstellerin des National Board of Review (branchenunabhängige Institution zur Förderung der Filmkunst) ein. Weitere Filme: Wes Cravens „Cursed“ (Verflucht), Woody Allens romantische Komödie „Anything Else“ (Anything Else), Sally Potters „The Man Who Cried“ (In stürmischen Zeiten) und Tim Burtons „Sleepy Hollow“ (Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen) mit Johnny Depp sowie nicht zuletzt ein denkwürdiger Gastauftritt in Terry Gilliams „Fear and Loathing in Las Vegas“ (Angst und Schrecken in Las Vegas).
Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin ist Ricci landesweite Sprecherin von RAINN, dem Rape, Abuse & Incest National Network (RAINN; Network gegen Vergewaltigung, Missbrauch und Inzest), und sie ist Mitglied des Führungsgremiums dieser Organisation.
JOHN GOODMAN
Pops Racer
Goodman zählt zu den renommiertesten Schauspielern der Filmbranche. 1992 erhielt er eine Golden-Globe-Nominierung für seine mitreißende Darstellung im berühmten Coen-Brothers-Film „Barton Fink“ (Barton Fink). Zuvor gelang ihm sein Durchbruch mit „Raising Arizona“ (Arizona Junior) der Coen Brothers. Mit den Brüdern arbeitete er auch in „The Big Lebowski“ (The Big Lebowski) und „O Brother, Where Art Thou?“ (O Brother, Where Art Thou? – Eine Mississippi-Odyssee).
Aktuell war Goodman neben Steve Carell in der Komödie „Evan Almighty“ (Evan Allmächtig) zu sehen, dem mit Spannung erwarteten Sequel zu „Bruce Almighty“ (Bruce Allmächtig). 2007 trat er auch in „Death Sentence“ (Death Sentence – Todesurteil) mit Kevin Bacon und in „Drunkboat“ neben John Malkovich auf. Zuvor wirkte er neben Marisa Tomei und Danny DeVito in der Liebeskomödie „Marilyn Hotchkiss Ballroom Dancing & Charm School“ (Ballroom Dancing) mit.
Daneben hat er als Sprecher an zahlreichen Animationsfilmen mitgearbeitet – zu seinen Synchronrollen zählen „Monsters, Inc.“ (Die Monster AG), „The Emperor’s New Groove“ (Ein Königreich für ein Lama), „Tales of the Rat Fink“, „The Jungle Book 2“ (Das Dschungelbuch 2) und aktuell der von Jerry Seinfeld geschriebene und produzierte „Bee Movie“ (Bee Movie – Das Honigkomplott) mit Seinfeld und Renée Zellweger. Außerdem sprach er eine Hauptrolle in der animierten NBC-Serie „Father of the Pride“ (Ein Löwe in Las Vegas).
Zu Goodmans umfangreicher Filmografie zählen auch „Beyond the Sea“ (Beyond the Sea – Musik war sein Leben), „Masked and Anonymous“ (Masked and Anonymous), „Storytelling“ (Storytelling), „One Night at McCool’s“ (Eine Nacht bei McCool’s), „Coyote Ugly“ (Coyote Ugly – Sie wollen alles, und das sofort), „What Planet Are You From?“ (Good Vibrations – Sex vom andern Stern), „Bringing Out the Dead“ (Bringing Out the Dead – Nächte der Erinnerung), „The Runner“ (Running Game; auch: Mit hohem Einsatz), „Blues Brothers 2000“ (Blues Brothers 2000), „Fallen“ (Dämon), „The Borrowers“ (Ein Fall für die Borger), „Mother Night“ (Schatten der Schuld), „Pie in the Sky“ (Mr. Traffic), „The Flintstones“ (Flintstones – Die Familie Feuerstein), „Born Yesterday“ ( Born Yesterday – Blondinen küsst man nicht), „Matinee“ (Matinee – Die Horrorpremiere), „The Babe“ (The Babe – Ein amerikanischer Traum), „King Ralph“ (King Ralph), „Arachnophobia“ (Arachnophobia), „Stella“ (Stella), „Always“ (Always – Der Feuerengel von Montana), „Sea of Love“ (Sea of Love – Melodie des Todes), „Everybody’s All-American“ (Ein Leben voller Leidenschaft), „Punchline“ (Punchline – Der Knalleffekt), „The Wrong Guys“ (Scout Academy), „The Big Easy“ (Der große Leichtsinn – The Big Easy), „Burglar“ (Die diebische Elster), „True Stories“ (True Stories), „Sweet Dreams“ (Der süße Traum vom Glück), „Maria’s Lovers“ (Maria’s Lovers), „C.H.U.D.“ (C.H.U.D. – Panik in Manhattan), „Revenge of the Nerds“ (Die Rache der Eierköpfe) und „Eddie Macon’s Run“ (Kopfjagd; auch: Eddie Macons Flucht).
Goodman stammt aus St. Louis und machte seine Schauspielausbildung mit Kommilitoninnen wie Kathleen Turner und Tess Harper an der Southwest Missouri State University, wo er 1975 seinen Bachelor machte. Bühnenrollen übernahm er in „Henry IV, Parts I and II“ (König Heinrich IV., Teil 1 und 2), „Antony and Cleopatra“ (Antonius und Kleopatra) und „As You Like It“ (Wie es euch gefällt). Mit „The Robber Bridegroom“ ging er auf Tournee, und dreimal ist er am Broadway aufgetreten: 1979 in „Loose Ends“, 1985 in „Big River“ und 2002 in „The Resistible Rise of Arturo Ui“ (Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui). 2001 übernahm er neben Meryl Streep und Kevin Kline eine Hauptrolle in der Shakespeare-in-the-Park-Inszenierung „The Seagull“ (Die Möwe).
Seine nächste Kinorolle spielt Goodman in „In the Electric Mist“ neben Tommy Lee Jones und Peter Sarsgaard. Derzeit arbeitet er an P.J. Hogans „Confessions of a Shopaholic“ nach dem berühmten Roman von Sophie Kinsella und an der Liebeskomödie „Gigantic“ mit Paul Dano und Zooey Deschanel.
SUSAN SARANDON
Mom Racer
Engagement und Intelligenz prägen alle Rollen, die Susan Sarandon übernimmt – von ihrer berühmten unerschrockenen Darstellung in „Bull Durham“ (Annies Männer) bis zu ihren Oscar-Nominierungen für „Atlantic City“ (Atlantic City, USA), „Thelma & Louise“ (Thelma & Louise), „Lorenzo’s Oil“ (Lorenzos Öl) und „The Client“ (Der Klient). Den Oscar und den Preis der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) gewann sie mit „Dead Man Walking“ (Dead Man Walking – Sein letzter Gang).
Aktuell spielte Sarandon die böse Königin in der erfolgreichen Kombination von Realfilm und Animation: „Enchanted“ (Verwünscht). Außerdem trat sie in Regisseur John Turturros Musical-Komödie „Romance & Cigarettes“ (Romance & Cigarettes) neben James Gandolfini, Kate Winslet und Steve Buscemi auf. Weitere aktuelle Filme: „In the Valley of Elah“ (Im Tal von Elah) mit Tommy Lee Jones und die Komödie „Mr. Woodcock“ mit Billy Bob Thornton.
Ihr Schauspieldebüt gab Sarandon in dem Film „Joe“ (Joe – Rache für Amerika). Dann übernahm sie eine Ensemble-Rolle in der Soap-Serie „A World Apart“. Zu ihren frühen Kinorollen zählen „The Great Waldo Pepper“ (Tollkühne Flieger), „Lovin’ Molly“ (Aus Liebe zu Molly), „The Front Page“ (Extrablatt), der musikalische Kultklassiker „The Rocky Horror Picture Show“ (The Rocky Horror Picture Show; 1975) und Louis Malles kontroverser Film „Pretty Baby“ (Pretty Baby; 1978 ).
Zu ihrer umfangreichen Filmografie gehören außerdem „Elizabethtown“ (Elizabethtown), den Cameron Crowe schrieb und inszenierte; „Alfie“ (Alfie) mit Jude Law; „Shall We Dance?“ (Darf ich bitten?) mit Richard Gere; „Noel“ (Noel – Engel in Manhattan) mit Robin Williams und Penelope Cruz; Brad Silberlings „Moonlight Mile“ (Moonlight Mile – Eine Familiengeschichte) mit Dustin Hoffman und Jake Gyllenhaal; „The Banger Sisters“ (Groupies Forever) mit Goldie Hawn; die Komödie „Igby Goes Down“ (Igby!); Stanley Tuccis „Joe Gould’s Secret“ (Joe Goulds Geheimnis); Wayne Wangs „Anywhere But Here“ (Überall, nur nicht hier) mit Natalie Portman; Tim Robbins’ „Cradle Will Rock“ (Das schwankende Schiff); die anrührende Komödie „Stepmom“ (Seite an Seite) mit Julia Roberts; John Turturros erotische Farce „Illuminata“ (Illuminata); und „Twilight“ (Im Zwielicht) mit Paul Newman und Gene Hackman.
Neben ihren Auftritten auf der Leinwand hat sie auch als Sprecherin in Animationsfilmen mitgewirkt: „Rugrats in Paris“ (Rugrats in Paris – Der Film), „James and the Giant Peach“ (James und der Riesenpfirsich) und „Cats & Dogs“ (Cats & Dogs – Wie Hund und Katz). Als Erzählerin war sie in Laleh Khadivis Dokumentarfilm „900 Women“ zu hören, in dem es um weibliche Strafgefangene geht. Weitere Filme: „King of the Gypsies“ (König der Zigeuner), „The Hunger“ (Begierde), „The Buddy System“ (Biete Mutter – suche Vater), „Compromising Positions“ (Tödliche Beziehung), „The Witches of Eastwick“ (Die Hexen von Eastwick), „Sweet Hearts Dance“ (Sweethearts Dance – Liebe ist mehr als nur ein Wort), „The January Man“ (Im Zeichen der Jungfrau), „A Dry White Season“ (Weiße Zeit der Dürre), „White Palace“ (Frühstück bei ihr), „Light Sleeper“ (Light Sleeper), „Bob Roberts“ (Bob Roberts), „Little Women“ (Betty und ihre Schwestern) und „Safe Passage“ (Safe Passage).
Auf dem Bildschirm spielte Sarandon 2003 Dr. Jerri Nielson in dem CBS-Film „Ice Bound“ (Gefangen im ewigen Eis – Die Geschichte der Dr. Jerri Nielson) und die Prinzessin Wensicia Corrino in der Miniserie „Children of Dune“ (Dune) des Sci Fi Channel. Sie trat in Bob Balabans TV-Film „The Exonerated“, in James Lapines HBO-Film „Earthly Possessions“, nach dem Roman von Anne Tyler, in dem CBS-Film „Women of Valor“ (Hell Zone – Im Vorhof zur Hölle) und in der HBO-Miniserie „Mussolini and I“ mit Bob Hoskins und Anthony Hopkins auf.
Am Broadway spielte Sarandon in Gore Vidals „An Evening with Richard Nixon“, und Off-Broadway begeisterte sie in „A Coupla White Chicks Sitting Around Talking“ und im Thriller „Extremities“ (Bis zum Äußersten). Off-off-Broadway war sie in dem bewegenden Stück „The Guys“ zu sehen, der das Trauma vom 11. September aufarbeitet.
Aktuell trat Sarandon neben Ralph Fiennes in der hoch gelobten TV-Biografie „Bernard and Doris“ auf, die im Februar 2008 erstmals auf HBO zu sehen war.
MATTHEW FOX
Racer X
Fox ist derzeit als getriebener, heldenhafter Dr. Jack Shepherd in der erfolgreichen ABC-Serie „Lost“ (Lost) zu sehen. Für seine Leistung in der Emmy-preisgekrönten Serie wurde Fox als Mitglied des Ensembles 2005 mit dem Ensemble-Preis der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) ausgezeichnet. Außerdem erhielt er Nominierungen für den Golden Globe und den Preis der Television Critics Association.
Im Februar 2008 lief Fox’ Film „Vantage Point“ (8 Blickwinkel) an – in diesem Polit-Thriller trat er neben Dennis Quaid, Sigourney Weaver, Forest Whitaker und William Hurt auf. Zuvor wirkte er neben Matthew McConaughey in dem Sportfilm „We Are Marshall“ (Sie waren Helden). In der bewegenden, wahren Geschichte spielt er einen Football-Trainer in einer Kleinstadt, die von einer Tragödie heimgesucht wird. Außerdem war Fox in Autor/Regisseur Joe Carnahans Thriller „Smokin’ Aces“ (Smokin’ Aces) neben Ben Affleck, Ray Liotta und Ryan Reynolds zu sehen.
1999 spielte er eine bewegende Rolle neben Donald Sutherland in dem TV-Film „Behind the Mask“ (Vaterliebe hält ewig). 2002 übernahm er die Hauptrolle eines Privatdetektivs in der UPN-Serie „Haunted“ – darin stellt er durch sein Nahtod-Erlebnis eine Verbindung zur Geisterwelt her.
In den USA wurde Fox mit der äußerst populären Serie „Party of Five“ (Party of Five) bekannt und viel gepriesen – er spielte Charlie Salinger, das älteste von fünf verwaisten Geschwistern. Die Serie lief von 1994 bis 2000 auf dem FOX Network und wurde zweimal hintereinander in der Kategorie Beste dramatische Serie für den Golden Globe nomininert – 1996 gewann sie den begehrten Preis.
ROGER ALLAM
Royalton
Allam spielte aktuell Sir Robin Janvrin in Stephen Frears’ gefeiertem biografischem Film „The Queen“ (Die Queen), mit dem Helen Mirren den Oscar gewann. Weitere Kinorollen: das irische Kriegsdrama „The Wind That Shakes the Barley“ (The Wind That Shakes the Barley), Michael Winterbottoms „Tristram Shandy: A Cock and Bull Story“ und der Comedy-Thriller „The Misadventures of Mr. Wilt/auch: Wilt“ (Puppenmord). „Speed Racer“ ist sein zweiter Film mit den Wachowskis und Produzent Joel Silver, mit denen er bereits den Action-Thriller „V for Vendetta“ (V wie Vendetta) gedreht hat.
Allams zahlreiche Auftritte in britischen und amerikanischen TV-Produktionen umfassen Rollen in den Serien „The Thick of It“, „MI-5/auch: Spooks“, „The Catherine Tate Show“, „Waking the Dead“ (Wer die Toten weckt) und „Between the Lines“. Zu seinen TV-Filmen zählen auf Showtime „The Roman Spring of Mrs. Stone“ mit Helen Mirren; auf HBO „RKO 281“ (Citizen Kane – Die Hollywood-Legende), in dem er als Walt Disney auftrat; für Hallmark Entertainment „Stranded“ (Schiffbrüchig); für die BBC „A Landing on the Sun“; und für HBO „The Investigation: Inside a Terrorist Bombing“ (Attentat in Birmingham). Kürzlich war er auf BBC in dem biografischen Film „The Curse of Steptoe“ zu sehen.
Daneben hat sich Allam als Bühnendarsteller profiliert – seine bekanntesten Rollen spielte er im Ensemble der Royal Shakespeare Company und am Royal National Theatre. Zweimal gewann er den Laurence Olivier Theatre Award: 2000 als Bester Nebendarsteller mit „Money“ am Royal National Theatre und 2002 als Bester Darsteller mit „Privates on Parade“ am Donmar Warehouse. Er war die Originalbesetzung des Javert in dem langjährigen Musical-Hit „Les Misérables“ (Les Misérables), und aktuell bekam er begeisterte Kritiken für seinen Auftritt neben Jodhi May in David Harrowers düsterem psychologischen Drama „Blackbird“ (Blackbird) im Londoner West End.
PAULIE LITT
Spritle
Kinorollen spielte Litt in „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ (Vergiss mein nicht!) neben Jim Carrey und Kate Winslet sowie in „Jersey Girl“ (Jersey Girl) mit Ben Affleck und Jennifer Lopez.
Seine wohl bekannteste Rolle übernahm Litt als kauziger kleiner Bruder in der beliebten ABC-Sitcom „Hope & Faith“ – dafür erhielt er 2006 den Young Artist Award als Bester junger Nebendarsteller in einer TV-Komödienserie. Zuvor trat Litt in der NBC-Serie „Third Watch“ (Third Watch – Einsatz am Limit) und zwei Jahre lang gelegentlich in der „Sesame Street“ (Sesamstraße) auf. Zusammen mit Regis Philbin sang er im Duett in „Live with Regis & Kelly’s 2004 Christmas Eve Special“.
Daneben hat Litt in über 20 landesweit ausgestrahlten TV-Werbespots mitgewirkt.
Als Sänger trat er in „Showtime at the Apollo“ auf, und er ist auf Radio Disneys „Incubator“-Programm zu hören. Er ist in etlichen Radio-Disney-Sendungen aufgetreten und war mit einem Song auf XM Kids Radio 16 Wochen in den Top Ten Charts.
BENNO FÜRMANN
Inspector Detector
Der gefeierte Schauspieler hat sich nicht nur in Deutschland einen Namen gemacht, sondern ist inzwischen auch in etlichen internationalen englischsprachigen Filmen und TV-Produktionen aufgetreten, darunter Brian Helgelands „The Order“ (Sin Eater – Die Seele des Bösen) mit Heath Ledger; Richard Loncraines berühmtem HBO-Film „My House in Umbria“ (Mein Haus in Umbrien) mit Maggie Smith; der Miniserie „Ring of the Nibelungs/auch: Dark Kingdom: The Dragon King“ (Die Nibelungen); „Merry Christmas/auch: Joyeux Noël“ (Merry Christmas) mit Diane Kruger; „Kruistocht in spijkerbroek“ (Kreuzzug in Jeans); und aktuell in „The Mutant Chronicles“ mit Thomas Jane und John Malkovich; Marc Rothemunds „Pornorama“; und Leander Haußmanns „Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können“.
2005 erhielt Fürmann zusammen mit Schauspielerin Nina Hoss und Autor/Regisseur Christian Petzold den begehrten Adolf-Grimme-Preis für „Wolfsburg“. 2001 wurde er auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin zum Shootingstar gekürt. Mit seiner Leistung in „Freunde“ gewann er 2000 den Bayerischen Filmpreis.
Nach seinem Filmdebüt in „Einfach nur Liebe“ trat Fürmann in Til Schweigers Spielfilmregiedebüt „Der Eisbär“ auf. Weitere Filme: Caroline Links „Pünktchen und Anton“ nach dem Roman von Erich Kästner; Sönke Wortmanns „St. Pauli Nacht“; Stefan Ruzowitzkys „Anatomie“; Doris Dörries „Nackt“; Tom Tykwers „Der Krieger und die Kaiserin“; und „Kanack Attack“.
Fürmanns Karriere begann 1991 mit Edgar Reitz’ Miniserie „Die zweite Heimat“ und dem TV-Film „Schuld war nur der Bossanova“. Weitere Fernsehauftitte: die RTL-Serie „Und tschüss!“; die Titelrolle als legendärer Boxer Bubi Scholz in Roland Suso Richters Miniserie „Die Bubi-Scholz-Story“, die ihm den Deutschen Fernsehpreis als Bester Darsteller in einem TV-Film einbrachte; und die beliebte Miniserie „Die Sturmflut“.
Ab Oktober 2008 ist Fürmann in Autor/Regisseur Philipp Stölzls Spielfilm „Nordwand“ zu sehen.
HIROYUKI SANADA
Mr. Musha
Hiroyuki Sanada begeisterte ein weltweites Publikum mit seiner Wandlungsfähigkeit in legendären Filmen wie „The Last Samurai“ (Last Samurai) mit Tom Cruise, Yoji Yamadas 2004 für den Oscar nominierten „Tasogare Seibei“ (Twilight Samurai; auch: Samurai der Dämmerung) oder „Sharaku“, der 1995 auf dem Filmfestival in Cannes lief. Sanada trat auch in der japanischen Originalversion des modernen Horrorklassikers „Ringu“ (Ring – Das Original) auf.
Aktuell war Sanada in Danny Boyles Science-Fiction-Abenteuer „Sunshine“ (Sunshine) neben Cillian Murphy, Chris Evans und Michelle Yeoh sowie in „Rush Hour 3“ (Rush Hour 3) als Hauptschurke neben Jackie Chan und Chris Tucker zu sehen. Zuvor übernahm er eine Hauptrolle in Chen Kaiges epischer Fantasy-Lovestory „Wu Ji/auch: The Promise“ (Wu Ji – Die Reiter der Winde) – dafür musste er seinen Mandarin-Rollentext phonetisch einstudieren. 2005 gab er sein englischsprachiges Debüt in dem Merchant-Ivory-Film „The White Countess“ (The White Countess) neben Ralph Fiennes und Natasha Richardson.
Sein jüngster Auftritt ist neben Anthony Hopkins in dem Drama „The City of Your Final Destination“, das von James Ivory inszeniert wird.
Auch als Bühnendarsteller hat sich Sanada international profiliert: Er spielte Romeo in einer gefeierten japanischen Inszenierung von „Romeo & Juliet“ (Romeo und Julia), um dann die Titelrolle in einer berühmten Inszenierung von „Hamlet“ (Hamlet) zu übernehmen. In London spielte er neben Nigel Hawthorne den Narren in der Millennium-Inszenierung „King Lear“ (König Lear) der Royal Shakespeare Company. Für diese Leistung wurde er von Königin Elizabeth II. mit dem Orden Member of the Order of the British Empire (MBE) ausgezeichnet.
RAIN
Taejo Togokahn
Rain gehört in Korea zu den Spitzensängern im Bereich Pop und R&B. 2006 nahm ihn das Magazin TIME in die Liste der „100 einflussreichsten Menschen, die unsere Welt gestalten“ auf. 2007 nahm ihn das Magazin People in die jährliche Ausgabe der „Most Beautiful People“ auf.
Sein erstes Album „Rain“ veröffentlichte er 2002. Daraus ging die Hit-Single „Bad Guy“ hervor. 2003 übernahm Rain die Hauptrolle in der Serie „Sangdooja hakgyo kaja/auch: Sang Doo! Let’s Go To School“. Sein zweites Album „How to Avoid the Sun“ folgte und verbuchte mit der ausgekoppelten Single des Titellieds einen weiteren Hit.
2004 trat er in der Serie „Poolha wooseu/auch: Full House“ auf, die in Korea Spitzenquoten verbuchte. Sie wurde in vielen Ländern ausgestrahlt und brachte ihm bei der Preisverleihung des Korean Broadcasting System den Preis als Bester Darsteller ein. Die Dreharbeiten zur Miniserie „I jukilnomui sarang/auch: A Love to Kill“ (2005) forderten von Rain eine intensive darstellerische Leistung, die ihn als Schauspieler deutlich reifen ließ.
Rains drittes Album „It’s Raining“ wurde in Asien über eine Million Mal verkauft und ist damit sein bisher in Korea und international erfolgreichstes Album. Die anschließende Tournee „Rainy Day“ verbuchte erfolgreiche Konzerte in Korea, Japan, China, Taiwan und den USA, wo er zweimal im New Yorker Madison Square Garden auftrat. Das vierte Album „Rain’s World“ erschien 2006 und führte zur gefeierten Welttournee „Rain’s Coming“.
2005 war Rain der erste asiatische Künstler, der während der Verleihung der MTV Video Music Awards auftrat. Auch beim MTV Asia Grand Slam wurde Rain geehrt. 2005 wurde er in Bangkok bei der Veranstaltung MTV Asia Aid zum beliebtesten koreanischen Künstler gekürt. Auf dem Channel [V] Thailand wurde er zum beliebtesten asiatischen Künstler gewählt. 2005 gewann er den Best Buzz Asia Award im Rahmen der Verleihung der MTV Japan Video Music Awards, und den Preis als Bester koreanischer Sänger erhielt er in Beijing bei der Veranstaltung MTV-CCTV Mandarin Music Honors.
Sein Filmdebüt gab Rain in Chan-wook Parks „Saibogujiman kwenchana“ (I’m a Cyborg But That’s OK). Der Film und sein Regisseur erhielten 2007 auf der Berlinale den Alfred-Bauer-Preis, und Rain wurde bei der 43. Verleihung der Baeksang Arts Awards als Bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet.
Derzeit dreht Rain den Action-Film „Ninja Assassin“ – wieder in Zusammenarbeit mit den Produzenten Joel Silver, Andy Wachowski und Larry Wachowski.
RICHARD ROUNDTREE
Ben Burns
Roundtree spielt seit über 30 Jahren Hauptrollen. Aktuell gewann er den Peabody Award als Erzähler in der PBS-Dokumentation „The Rise and Fall of Jim Crow“.
Seine wohl berühmteste Rolle spielte Roundtree in Gordon Parks’ Action-Film „Shaft“ (Shaft; 1971). Damit stieg er zum Weltstar auf – die Kinoserie wurde mit „Shaft’s Big Score!“ (Liebesgrüße aus Pistolen) und „Shaft in Africa“ (Shaft in Afrika) sowie der TV-Serie „Shaft“ (Shaft) fortgesetzt.
Roundtree ist mit etlichen der berühmtesten Hollywood-Stars aufgetreten: Clint Eastwood, Robert Shaw, Peter O’Toole, Richard Harris, David Niven, Tony Curtis und Laurence Olivier. Zu seinen über 70 Spielfilmen zählen der sehr erfolgreiche Thriller „Se7en“ (Sieben); der von der Kritik gefeierte „Once Upon a Time… When We Were Colored“; das Remake „Shaft“ (Shaft – Noch Fragen?; 2000), in dem er erneut in seiner berühmtesten Rolle auftrat; „Steel“ mit dem Basketball-Superstar Shaquile O’Neal; „George of the Jungle“ (George – Der aus dem Dschungel kam) mit Brendan Fraiser; und „Corky Romano“ (Mr. Undercover) mit Chris Kattan.
Auf dem Bildschirm spielte Roundtree im Ensemble der CBS-Serie „Outlaws“ (Outlaws – Die Gesetzlosen); in der Serie „413 Hope Street“, die ihm als Hauptdarsteller eine Nominierung für den Preis der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP; Vereinigung zur Förderung der Farbigen) einbrachte; und in der ABC-Serie „Buddies“ mit Dave Chappel. Daneben trat er in zahlreichen TV-Filmen auf, zum Beispiel im Quotenrenner „Having Our Say“ (Essig und Melasse – Das schwarze Amerika erwacht), in der er als Booker T. Washington zu sehen war; „Christmas in Connecticut“ (Weihnachten in Connecticut; auch: Lametta und Familienglück), inszeniert von Arnold Schwarzenegger; und in der Starz!-Produktion „Joe and Max“ (Joe and Max – Rivalen im Ring).
Roundtree begann seine Karriere als Model, bevor er Mitglied der berühmten New Yorker Negro Ensemble Company wurde. Eine Reihe von Off-Broadway-Rollen folgte, was ihm die Hauptrolle als Jack Johnson in „The Great White Hope“ einbrachte.
Roundtree unterstützt den Kampf gegen Brustkrebs, tritt häufig als Gastredner auf und nimmt regelmäßig an Veranstaltungen teil, die das Bewusstsein für diese Krankheit schärfen und Mittel für die Krebsforschung aufbringen sollen.
KICK GURRY
Sparky
Gurry begann seine Laufbahn in Australien mit einer Hauptrolle neben Anthony LaPaglia in „Looking for Alibrandi“ (Das Geheimnis der Alibrandis), der 2000 vom Australian Film Institute (AFI) zum Besten Film des Jahres gekürt wurde.
Seitdem hat Gurry mit etlichen der berühmtesten Regisseure und Schauspieler der Gegenwart zusammengearbeitet: Zu seinen Filmen zählen Terrence Malicks „The Thin Red Line“ (Der schmale Grat); „Buffalo Soldiers“ (Army Go Home) mit Joaquin Phoenix; David Mamets „Spartan“ (Spartan); und Executive Producer Quentin Tarantinos „Daltry Calhoun“.
In Australien spielte Gurry für den berühmten Regisseur Alex Proyas die Hauptrolle in „Garage Days“ (Garage Days) sowie in Rachel Wards AFI-preisgekröntem „The Big House“.

HINTER DER KAMERA
Die WACHOWSKIS
Drehbuch/Regie/Produzenten
Die Wachowskis stammen aus Chicago und arbeiten schon seit über 30 Jahren zusammen. Bevor sie „Speed Racer“ (Speed Racer) schrieben, inszenierten und produzierten, schrieben und produzierten sie James McTeigues „V for Vendetta“ (V wie Vendetta) mit Natalie Portman und Hugo Weaving in den Hauptrollen. Außerdem waren die Wachowskis als Autoren, Regisseure und Executive Producers an der „Matrix“-Trilogie mit Keanu Reeves und Laurence Fishburne in den Hauptrollen beteiligt. 1996 schrieben und inszenierten sie ihren ersten Spielfilm, den Thriller „Bound“ (Bound – Gefesselt) mit Gina Gershon, Jennifer Tilly und Joe Pantoliano.
JOEL SILVER
Produzent
Silver gehört zu den erfolgreichsten Produzenten der Filmgeschichte – seine über 50 Filme – darunter die innovative „Matrix“-Trilogie, die vier Blockbuster der „Lethal Weapon“-Serie sowie die Actionfilm-Meilensteine „Die Hard“ (Stirb langsam) und „Predator“ (Predator) – haben in allen Medien weltweit insgesamt über zehn Milliarden Dollar eingespielt.
Aktuell produzierte Silver die Weihnachtskomödie „Fred Claus“ (Die Gebrüder Weihnachtsmann) mit Vince Vaughn und Paul Giamatti sowie Neil Jordans von der Kritik gefeierten Psycho-Thriller „The Brave One“ (Die Fremde in dir) mit Jodie Foster und Terrence Howard.
Silver hat vor kurzem für seine Produktionsfirma Dark Castle Entertainment einen Vertrag strukturiert, der ihm für alle Filme des Labels die wirtschaftliche und kreative Verantwortung sichert. Am 31. Oktober 2008 soll der nächste Dark-Castle-Film anlaufen: Guy Ritchies „RocknRolla“ mit Gerard Butler, Tom Wilkinson, Thandie Newton, Chris „Ludacris“ Bridges und Jeremy Piven. Unter dem Label Dark Castle folgen dann Dominic Senas Thriller „Whiteout“ mit Kate Beckinsale, der Horrorfilm „The Factory“ mit John Cusack; der Horror-Thriller „Orphan“; und James McTeigues Action-Film „Ninja Assassin“, den Silver mit den Wachowskis produziert.
Silver gründete die Firma Dark Castle Entertainment zusammen mit Robert Zemeckis in Erinnerung an den verstorbenen Horror-Produzenten William Castle. Unter dem neuen Label entstand ein Remake von Castles Horrorklassiker „The House on Haunted Hill“ (Haunted Hill), der am Rekord-Halloween-Wochenende 1999 auf Platz eins der Kinocharts landete. Es folgten „Thir13en Ghosts“ (Dre13ehn Geister; 2001), „Ghost Ship“ (Ghost Ship; 2002), „Gothika“ (Gothika; 2003) und „House of Wax“ (House of Wax; 2005). 2007 folgte „The Reaping“ (The Reaping) mit Hilary Swank.
Silvers bahnbrechender Hit von 1999, „The Matrix“ (Matrix), setzte weltweit über 456 Millionen Dollar um und war zum Zeitpunkt seines Kinoeinsatzes der erfolgreichste Film in der Geschichte des Warner-Bros.-Studios. Der Film wurde einhellig für seine neuartige, mitreißende Erzählstruktur und Optik gefeiert und gewann vier Oscars – nicht zuletzt für die Besten Special Effects. Auf DVD war „Matrix“ der erste Film, der über eine Million Mal verkauft wurde und so den Absatz von DVD-Playern intensiv ankurbelte.
Inzwischen hat der zweite Teil der „Matrix“-Trilogie, „The Matrix Reloaded“ (Matrix Reloaded), weltweit über 739 Millionen Dollar eingespielt – damit ist er der größte Kassenknüller mit R-Rating (entspricht etwa der Freigabe „Ab 16 Jahren“) in der Geschichte des Kinos. Das letzte, explosive Kapitel der Trilogie „The Matrix Revolutions“ (Matrix Revolutions), setzte am Startwochenende weltweit überwältigende 203 Millionen Dollar um. Insgesamt hat die „Matrix“-Reihe in allen Medien weltweit über drei Milliarden Dollar umgesetzt.
Neben „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ produzierte Silver das zur Saga gehörende Videogame „Enter the Matrix“ mit Jada Pinkett Smith und Anthony Wong, die ihre Rollen aus „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ wieder aufnehmen. Die Wachowskis inszenierten selbst und drehten dafür eine Stunde zusätzlichen Filmmaterials. Als Executive Producer betreute Silver auch „The Animatrix“ (Animatrix), die innovative Sammlung von neun Kurzfilmen, die die visionäre Action und die ungewöhnliche Story von „Matrix“ weiterspinnen.
Später produzierte Silver den Action-Thriller „V for Vendetta“ (V wie Vendetta) mit Natalie Portman und die Action-Thriller-Komödie „Kiss Kiss, Bang Bang“ (Kiss Kiss, Bang Bang), geschrieben und inszeniert von „Lethal Weapon“-Autor Shane Black; Robert Downey Jr., Val Kilmer sowie Michelle Monaghan spielen Hauptrollen. Zuvor produzierte Silver die Filmhits „Swordfish“ (Passwort: Swordfish) mit John Travolta, Hugh Jackman und Halle Berry; „Exit Wounds“ (Exit Wounds – Die Copjäger) mit Steven Seagal und DMX; sowie „Romeo Must Die“ (Romeo Must Die) mit Jet Li und Aaliyah.
Der erfolgreiche TV-Produzent Silver betreut als Executive Producer die neue CBS-Freitagabendserie „Moonlight“ – einen romantischen Thriller mit einer neuen Variante der Vampirlegende, der sich 2007 als Hit profiliert hat und als beliebteste neue dramatische Serie den People’s Choice Award gewann. In der gleichen Funktion war Silver an der UPN-Hit-Serie „Veronica Mars“ (Veronica Mars) mit Kristen Bell beteiligt. Für den Kabelsender HBO entwickelte er die TV-Serie „Tales From the Crypt“ (Geschichten aus der Gruft), bei der er sich die Funktion als Executive Producer mit Richard Donner, David Giler, Walter Hill und Robert Zemeckis teilte. Die preisgekrönte Serie lief acht Jahre lang, außerdem entstanden zwei „Geschichten aus der Gruft“-Kinofilme.
Joel Silver stieg als Assistent von Lawrence Gordon ins Filmgeschäft ein. Schon nach kurzer Zeit wurde er Leiter der Kinoabteilung bei Lawrence Gordon Productions. Als Associate Producer betreute er „The Warriors“ (Die Warriors), und zusammen mit Gordon produzierte er „48 HRS.“ (Nur 48 Stunden), „Streets of Fire“ (Straßen in Flammen) und „Brewster’s Millions“ (Zum Teufel mit den Kohlen).
1985 gründete Silver seine eigene Firma Silver Productions und schwamm sich mit dem Schwarzenegger-Film „Commando“ (Phantom-Kommando) frei. Es folgten „Jumpin’ Jack Flash“ (Jumpin’ Jack Flash) und „Predator“ (Predator). Anschließend produzierte er die vier „Lethal Weapon“-Filme sowie „Die Hard“ (Stirb langsam), „Die Hard 2: Die Harder“ (Stirb langsam 2), „The Last Boy Scout“ (Last Boy Scout – Das Ziel ist Überleben), „Demolition Man“ (Demolition Man), „Richie Rich“ (Richie Rich), „Executive Decision“ (Einsame Entscheidung) und „Conspiracy Theory“ (Fletchers Visionen).
Lange vor seiner Produzentenkarriere erfand Silver 1967 mit einigen Schulfreunden an der Columbia High School in Maplewood/New Jersey ein Spiel namens Ultimate Frisbee. Das rasante Team-Spiel hat sich inzwischen weltweit durchgesetzt und wird in 50 Ländern wettbewerbsmäßig ausgetragen.
GRANT HILL
Produzent
Zuletzt produzierte Hill „V for Vendetta“ (V wie Vendetta). Als Executive Producer und Herstellungsleiter war er an „The Matrix Reloaded“ (Matrix Reloaded) und „The Matrix Revolutions“ (Matrix Revolutions) beteiligt. Zuvor produzierte er Terrence Malicks „The Thin Red Line“ (Der schmale Grat), und er co-produzierte James Camerons „Titanic“ (Titanic). Derzeit produziert er Terrence Malicks „Tree of Life“ sowie „Ninja Assasin“ mit Joel Silver, Andy Wachowski und Larry Wachowski.
DAVID LANE SELTZER
Executive Producer
Seltzer ist Mitbegründer von Management 360, einer der führenden Management- und Produktionsfirmen in Hollywood. Seine Arbeit an „Speed Racer“ (Speed Racer) begann bereits 1986, als er sich mit 21 Jahren die Kinorechte an der originalen Zeichentrickserie sicherte. Seit 20 Jahren ist Seltzer an der Entwicklung des Projekts aktiv beteiligt.
Seltzer begann seine Laufbahn in der Künstleragentur Industry Entertainment, wo er innerhalb von zehn Jahren zahlreiche Klienten aus der Film- und TV-Branche vertrat – mit vielen von ihnen arbeitet er nach wie vor zusammen. Daneben vertrat Seltzer den inzwischen verstorbenen, legendären Filmstar Jack Lemmon, für den er als Executive Producer den preisgekrönten Showtime-Film „Inherit the Wind“ (Wer Sturm sät) betreute.
Seltzer studierte Geschichte und Literatur an der Harvard University in Boston, wo er 1987 seinen Abschluss machte. Nach einer Zwischenstation bei Columbia Pictures machte er 1991 seinen Master an der Wharton School of Business unter dem Dach der University of Pennsylvania.
MICHAEL LAMBERT
Executive Producer
Seit 1974 arbeitet Lambert in der Filmbranche – damals begann er seine Laufbahn bei Viacom in New York City. Er war am Aufbau der Kabelsender Showtime und Lifetime beteiligt und verantwortete die Akquisition und den Vertrieb von Spielfilmen für die Kinoauswertung, Fernseh- und Kabel-TV-Ausstrahlung. Mit 27 übernahm er die Leitung der TV-Abteilung. Dann wechselte er zu HBO, wo er für die internationalen Film-Coproduktionen verantwortlich war, darunter die Titel von HBO Premiere Films und Original Television Series. Lambert baute die HBO-Video-Abteilung auf und verantwortete zahlreiche Joint Ventures im internationalen Produktions- und Verleihbereich.
1985 wechselte Lambert in Los Angeles zur 20th Century Fox Film Corporation und wurde Leiter der US-Fernsehabteilung. Er verantwortete die Produktions- und Vertriebsaktivitäten der Firma im TV-Bereich – dazu zählten die Serien „21 Jump Street“ (21 Jump Street – Tatort Klassenzimmer), „In Living Color“, „L.A. Law“ (L.A. Law – Staranwälte, Tricks, Prozesse), „M.A.S.H.“ (M.A.S.H.), „Mr. Belvedere“, „Mr. President“, „The Simpsons“ (Die Simpsons) und „The Tracey Ullman Show“ (Die Tracey Ullman Show), außerdem einige der ersten TV-Reality-Serien: „A Current Affair“, „Studs“, „America’s Most Wanted“ und „COPS“. Außerdem war Lambert für den Vertrieb von Filmen der 20th Century Fox im Kabel- und TV-Bereich zuständig. Er war maßgeblich an der Übernahme der Metromedia Television Station Group beteiligt, aus der dann das Fox Broadcast Network entstand.
1992 entstand Lambert Television, Inc. als eine Medieninvestment-, Holding- und Management-Firma mit Aktivitäten im Sende-, Technik-, Programm- und Vertriebsbereich. Die Firma besitzt und betreibt TV-Sender in den USA, produziert TV-Programme und vertreibt die Erstausstrahlungsrechte. Zusammen mit seinen langjährigen Freunden und Geschäftspartnern Hal Gaba und Norman Lear gründete Lambert die Firma Crescent Entertainment, die durch ihre Verbindung mit Village Roadshow Pictures an der Produktion von Spielfilmen wie „Charlie and the Chocolate Factory“ (Charlie und die Schokoladenfabrik), „Ocean’s 13“ (Ocean’s 13), dem Oscar-preisgekrönten „Happy Feet“ (Happy Feet), „Unaccompanied Minors“ (Oh je, du Fröhliche!) und „I Am Legend“ (I Am Legend) beteiligt war.
BRUCE BERMAN
Executive Producer
Seit Februar 1998 ist Berman als Vorsitzender und Chefmanager bei Village Roadshow Pictures tätig. Zusammen mit Warner Bros. Pictures arbeitet die Firma an 65 Spielfilmen in unterschiedlichen Produktionsstadien, die bis Ende 2008 entstehen werden. Alle Filme werden weltweit von Warner Bros. Pictures verliehen – in einigen Ländern übernimmt Village Roadshow Pictures den Verleih.
Zu den ersten Filmen dieses Vertrags zählten Hits wie „Practical Magic“ (Zauberhafte Schwestern) mit Sandra Bullock und Nicole Kidman; „Analyze This“ (Reine Nervensache) mit Robert De Niro und Billy Crystal; „The Matrix“ (Matrix) mit Keanu Reaves und Laurence Fishburne; „Three Kings“ (Three Kings) mit George Clooney; „Space Cowboys“ (Space Cowboys) von und mit Clint Eastwood; sowie „Miss Congeniality“ (Miss Undercover) mit Sandra Bullock und Benjamin Bratt.
Unter dem Label Village Roadshow Pictures betreute Berman dann als Executive Producer eine große Bandbreite von Erfolgen wie „Training Day“ (Training Day), der Denzel Washington den Oscar einbrachte; „Ocean’s 11“ (Ocean’s 11) mit George Clooney, Brad Pitt und Julia Roberts plus die beiden Fortsetzungen; „Two Weeks’ Notice“ (Ein Chef zum Verlieben) mit Sandra Bullock und Hugh Grant; Clint Eastwoods „Mystic River“ (Mystic River) mit Sean Penn und Tim Robbins in Oscar-prämierten Rollen; Teil 2 und 3 der „Matrix“-Trilogie: „The Matrix Reloaded“ (Matrix Reloaded) und „The Matrix Revolutions“ (The Matrix Revolutions); Tim Burtons „Charlie and the Chocolate Factory“ (Charlie und die Schokoladenfabrik) mit Johnny Depp; die Oscar-preisgekrönte animierte Abenteuerkomödie „Happy Feet“ (Happy Feet); Neil Jordans „The Brave One“ (Die Fremde in dir) mit Jodie Foster; und aktuell den Blockbuster „I Am Legend“ (I Am Legend) mit Will Smith.
Zu den neuesten Village-Roadshow-Projekten zählen „Get Smart“ mit Steve Carell und Anne Hathaway; der Liebesfilm „Nights in Rodanthe“ mit Richard Gere und Diane Lane; die Komödie „Yes Man“ mit Jim Carrey; sowie „Gran Torino“ von und mit Clint Eastwood.
Seinen Einstand in der Filmbranche gab Berman als Assistent von Jack Valenti in der MPAA in Washington/DC, während er noch studierte. Seinen Jura-Abschluss machte er 1978 an der Georgetown Law School. Im September 1978 trat er in Los Angeles seine Stellung als Peter Grubers Assistent bei Casablanca Filmworks an. Dann wechselte er zu Universal Pictures, und dort wurde er 1982 stellvertretender Produktionschef.
1984 wurde Berman Vizechef der Produktionsabteilung bei Warner Bros. und vier Jahre später Chef der Spielfilmabteilung. 1989 stieg er dort zum Leiter der weltweiten Kinoproduktion auf. Diese Stellung behielt er bis Mai 1996. Unter seiner Führung produzierte und verlieh Warner Bros. Filme wie „Presumed Innocent“ (Aus Mangel an Beweisen), „Robin Hood: Prince of Thieves“ (Robin Hood – König der Diebe), Oscar-Sieger „Driving Miss Daisy“ (Miss Daisy und ihr Chauffeur), „Batman Forever“ (Batman Forever), „Under Siege“ (Alarmstufe: Rot), „Malcolm X“ (Malcolm X), „The Bodyguard“ (Bodyguard), „JFK“ (John F. Kennedy – Tatort Dallas), „The Fugitive“ (Auf der Flucht), „Dave“ (Dave), „Disclosure“ (Enthüllung), „The Pelican Brief“ (Die Akte), „Outbreak“ (Outbreak – Lautlose Killer), „The Client“ (Der Klient), „A Time to Kill“ (Die Jury) und „Twister“ (Twister).
Im Mai 1996 gründete Berman unter dem Dach der Warner Bros. Pictures die unabhängige Produktionsfirma Plan B Entertainment.
DAVID TATTERSALL, B.S.C.
Kamera
Tattersall stammt aus dem wunderschönen Lake District im Norden Englands. Er studierte an der Goldsmith’s University in London, wo er seinen Abschluss in Kunst mit Auszeichnung machte. Dann studierte er an der britischen National Film and Television School und spezialisierte sich auf die Kameraarbeit und Ausleuchtung.
Mit zwei Studentenfilmen verdiente Tattersall sich erste Lorbeeren: „Father Christmas“ erhielt 1987 als Kurzfilm eine Nominierung für den British Academy Award (BAFTA), und „Caprice“ lief im Wettbewerb der Festivals von Edinburgh und Mailand. Sein Kurzfilm „Metropolis Apocalypse“ wurde 1988 in Cannes gezeigt.
Tattersall wechselt mühelos zwischen Filmaufnahmen und den technisch ausgefeiltesten digitalen Kameras – er dreht epische, effektgespickte, spannende Action-Filme ebenso wie kleinere Filme mit „Kunst“-Anspruch. Beide Fähigkeiten konnte er bei folgenden Projekten anwenden: „Radioland Murders“ (Radioland Murders – Wahnsinn auf Sendung), „Con Air“ (Con Air), „The Majestic“ (The Majestic), „The Green Mile“ (The Green Mile), „Vertical Limit“ (Vertical Limit), „Die Another Day“ (Stirb an einem anderen Tag), „Lara Croft Tomb Raider: The Cradle of Life“ (Lara Croft Tomb Raider – Die Wiege des Lebens), „Star Wars: Episodes I, II, III“ (Star Wars: Episode I, II, III), „xXx: State of the Union“ (xXx2 – The Next Level), „Next“ (Next), „The Matador“ (Mord und Margaritas) und „The Hunting Party“ (Hunting Party – Wenn der Jäger zum Gejagten wird). Im Fernsehbereich drehte Tattersall „Yellowthread Street“ (Yellowthread Street – Straße der Angst) und die Reihe „The Young Indiana Jones Chronicles“ (Die Abenteuer des jungen Indiana Jones), die ihm den Emmy und Nominierungen der American Society of Cinematographers (US-Verband der Kameraleute) einbrachte.
Derzeit arbeitet er an einem Remake von „The Day the Earth Stood Still“ (Der Tag an dem die Erde stillstand).
OWEN PATERSON
Produktionsdesign
Paterson stattete zuletzt „V for Vendetta“ (V wie Vendetta) sowie „The Matrix Revolutions“ (Matrix Revolutions) und auch „The Matrix Reloaded“ (Matrix Reloaded) aus, nachdem er bereits Andy und Larry Wachowskis ersten Teil der „Matrix“-Trilogie als Produktionsdesigner betreut hatte. Aktuell arbeitet er in Australien an George Millers „Justice League of America“.
Mit Stephan Elliotts „The Adventures of Priscilla, Queen of the Desert“ (Priscilla – Königin der Wüste) gewann Paterson den Preis des Australian Film Institute (den australischen Oscar) als Bester Produktionsdesigner. Weitere Filme: „Red Planet“ (Red Planet), Stephan Elliotts „Welcome to Woop Woop“ (Welcome to Woop Woop), „Race the Sun“ (Race the Sun – Im Wettlauf mit der Zeit), „Minnamurra“ (Meine Pferde – meine Liebe), „The Place at the Coast“ und „Traveling North“ (Reise in den Norden). Als Ausstatter arbeitete Paterson an den australischen Spielfilmen „Bliss“ (Bliss) und „The Coolangatta Gold“ (Der große Preis).
Zu seinen Fernseharbeiten gehören „Noriega: God’s Favorite“ (Noriega – Gottes Liebling oder Monster?), „Beast“ (Beast – Schrecken der Tiefe) sowie die TV-Filme „Shout! The Story of Johnny O’Keefe“ (Shout – Ein Leben für den Rock ’n’ Roll) und „The Riddle of the Stinson“.
ZACH STAENBERG, A.C.E.
Schnitt
Der Oscar-preisgekrönte Cutter lieferte seine bekannteste Arbeit mit der innovativen „Matrix“-Trilogie – mit dem ersten Teil gewann er 2000 den Oscar. Staenbergs Zusammenarbeit mit den Autoren/Regisseuren Larry und Andy Wachowski geht auf das Jahr 1996 zurück, als er den Neo-Noir-Thriller „Bound“ (Bound – Gefesselt) mit Gina Gershon und Jennifer Tilly betreute. „Speed Racer“ (Speed Racer) ist sein fünfter Film mit den Wachowskis.
Staenberg studierte Kommunikationswissenschaft an der University of Wisconsin und begann als Produktionsassistent bei Brian De Palmas „The Fury“ (Teufelskreis Alpha), um dann ins Cutter-Fach zu wechseln – als Azubi arbeitete er an „Damien: Omen II“ (Damien – Omen II). 1996 schnitt er Robert Harmons HBO-Fernsehfilm „Gotti“ (Der Untergang der Cosa Nostra), der ihm den ersten von zwei Eddies (den Preis des US-Cutter-Verbands American Cinema Editors) einbrachte. Zusätzlich wurde er erstmals für den Emmy nominiert.
Staenbergs weitere Kino- und TV-Projekte: „Lord of War“ (Lord of War – Händler des Todes) für Andrew Niccol; Peter Howitts „Antitrust“ (Startup); für A&E „The Crossing“ (The Crossing – Die entscheidende Schlacht; auch: George Washington: Sieg über die hessischen Söldner); und der Comedy-Klassiker „Police Academy“ (Police Academy – Dümmer als die Polizei erlaubt). Zuletzt schnitt er „Mongol“ (Der Mongole), der 2008 in der Kategorie Fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert wurde.
ROGER BARTON
Schnitt
Aktuell war Barton als Cutter und Co-Produzent an dem Blockbuster „Eragon“ (Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter) beteiligt. Zuvor schnitt er für Regisseur Jim Sheridan „Get Rich or Die Tryin’“ (Get Rich or Die Tryin’) und für Regisseur Michael Bay das Remake „The Amityville Horror“ (Amityville Horror – Eine wahre Geschichte). Als zusätzlicher Cutter arbeitete er an Bays „The Island“ (Die Insel).
2004 arbeitete Barton im nördlichen Kalifornien an George Lucas’ „Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith“ (Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith). Zuvor schnitt er vier Filme für Produzent Jerry Bruckheimer: „Bad Boys II“ (Bad Boys II), „Pearl Harbor“ (Pearl Harbor), „Gone in Sixty Seconds“ (Nur noch 60 Sekunden) und, als zusätzlicher Cutter, „Armageddon“ (Armageddon – Das jüngste Gericht).
Als zusätzlicher Cutter arbeitete er auch an James Camerons „Titanic“ (Titanic), der mit elf Oscars ausgezeichnet wurde, darunter für den Besten Schnitt. Bartons weitere bedeutende Filme: „Ghost Ship“ (Ghost Ship – Das Geisterschiff) und das Remake des Familienfilms „That Darn Cat“ (Dieser verflixte Kater). Als zusätzlicher Cutter betreute er auch „Detroit Rock City“ (Detroit Rock City) sowie als Schnittassistent „Needful Things“ (In einer kleinen Stadt), „Rough Magic“ (Wilder Zauber) und „Alaska“ (Alaska – Die Spur des Polarbären).
Seine Karriere begann Barton als 1. Schnittassistent bei Fernsehshows. Er arbeitete an „Love, Honor & Obey“ für CBS, „Not Without My Children“ für ABC und „Indictment“ (Unter Anklage – Der Fall McMartin) für HBO, der mit dem Schnitt-Emmy für die Beste Miniserie ausgezeichnet wurde.
Barton machte 1989 seinen Collegeabschluss an der California State University in Long Beach, nachdem er aus dem pazifischen Nordwesten nach Los Angeles gezogen war. Derzeit lebt er mit Frau, Kind und dem schokoladenbraunen Labrador Retriever Buddy im kalifornischen Pacific Palisades.
KYM BARRETT
Kostümdesign
Barrett begann ihre Laufbahn am Theater – acht Jahre lang sammelte sie Erfahrungen als Kostümbildnerin. Mit ihrem ersten Spielfilm, Baz Luhrmanns „Romeo + Juliet“ (William Shakespeares Romeo & Julia), wurde sie von der Academy of Science Fiction, Fantasy and Horror Films für den Saturn Award nominiert. Dann arbeitete sie intensiv in der Werbung, um anschließend für Regisseur Jake Kasdan den Spielfilm „Zero Effect“ (Zero Effect) zu betreuen – bei dieser Arbeit zeigte sich vor allem Kameramann Bill Pope von ihrem Können beeindruckt. Als Pope dann darauf bestand, dass sie die Regisseure seines nächsten Films „The Matrix“ (Matrix) kennenlernte, begann Barretts fruchtbare Zusammenarbeit mit den Wachowskis.
„Matrix“ entwickelte sich zum Phänomen und brachte Barrett eine Nominierung für den Preis der Costume Designer Guild (Gewerkschaft der Kostümbildner) sowie eine zweite Saturn-Nominierung ein. Dann lieferte sie die Kostüme zu dem Golfkriegs-Film „Three Kings“ (Three Kings), zum technisch aufwändigen Science-Fiction-Action-Film „Red Planet“ (Red Planet) und zum im viktorianischen London angesiedelten Thriller „From Hell“ (From Hell), der ihr eine Nominierung für den Golden Satellite und eine dritte Saturn-Nominierung bescherte. Weitere Filme: „The Matrix Reloaded“ (Matrix Reloaded); „The Matrix Revolutions“ (Matrix Revolutions), mit dem sie ihre vierte Saturn-Nominierung verbuchte; der Horror-Thriller „Gothika“ (Gothika) mit Halle Berry und Robert Downey Jr.; sowie die Liebeskomödien „Monster-in-Law“ (Das Schwiegermonster) mit Jane Fonda und „Rumor Has It…“ (Wo die Liebe hinfällt...) mit Jennifer Aniston. 2007 wurde Barrett wieder von der Costume Designers Guild nominiert – diesmal für ihre Kostüme zum Fantasy-Action-Film „Eragon“ (Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter).
Demnächst sind Barretts Kostüme in dem Historienfilm „The Children of Huang Shi“ mit Jonathan Rhys Meyers und Radha Mitchell sowie in dem Science-Fiction-Remake von „The Day the Earth Stood Still“ (Der Tag an dem die Erde stillstand) zu sehen – bei letzterem entwarf sie die Kostüme für die Hauptdarsteller Keanu Reeves, Jennifer Connelly und Jaden Smith.
Michael Giacchino
Musik
2008 wurde Giacchino mit seinem Score zum animierten Blockbuster „Ratatouille“ (Ratatouille) für den Oscar nominiert – der Film wurde dann als Bester Animationsfilm mit dem Oscar ausgezeichnet. Sein Durchbruch als Filmkomponist gelang ihm mit seinem gefeierten Soundtrack zu „The Incredibles“ (Die Unglaublichen). Daraufhin komponierte er die Musik zu der Realfilmversion des Superheldenabenteuers „Sky High“ (Sky High – Diese Highschool hebt ab!), zur dramatischen Komödie „The Family Stone“ (Die Familie Stone – Verloben verboten), zu Albert Brooks’ „Looking for Comedy in the Muslim World“ und zum Thriller „Mission: Impossible III“ (Mission: Impossible III).
Sein nächstes Spielfilmprojekt ist J. J. Abrams’ mit Spannung erwarteter Science-Fiction-Action-Film „Star Trek“ (Star Trek).
Neben seiner Filmarbeit ist Giacchino in vielen Genres und Medien tätig: TV-Serien, animierte Kurzfilme, Videogames, Symphonien. Er schreibt Themen, die die gesamte emotionale Skala abdecken – von „melancholisch“ über „spannend“ bis „erhaben“. Fans der erfolgreichen ABC-Serien „Lost“ (Lost) und „Alias“ (Alias – Die Agentin) begeistern sich schon seit mehreren Staffeln für seine Filmmusik. Zuvor komponierte Giacchino den Score zum PlayStation-Videogame nach Steven Spielbergs Sommerhit „The Lost World“ (Vergessene Welt: Jurassic Park) – das war das Debüt eines live eingespielten Orchesterscores für ein PlayStation-Game, aufgenommen mit der Seattle Symphony. Dann schrieb er Musiken für interaktive Medien, darunter die äußerst erfolgreiche „Medal of Honor“-Serie, ein von Spielberg konzipiertes Simulationsspiel über den Zweiten Weltkrieg.
Am 13. Mai 2000 führte das