Run, Fatboy, Run - Special

Tomtec

PICTUREHOUSE und Entertainment Films präsentieren
eine Material Entertainment-Produktion





Simon Pegg
Thandie Newton
Hank Azaria
Dylan Moran
und Harish Patel


Regie DAVID SCHWIMMER
Drehbuch MICHAEL IAN BLACK und SIMON PEGG
Story MICHAEL IAN BLACK
Produzenten ROBERT JONES und SARAH CURTIS
Executive Producers JOSEPH INFANTOLINO, ALEXA L. FOGEL
Executive Producers NIGEL GREEN, CAMELA GALANO,
ROLF MITTWEG, MARTHA COLEMAN
Herstellungsleitung CATHY LORD
Kamera RICHARD GREATREX, B.S.C.
Produktionsdesign SOPHIE BECHER
Schnitt MICHAEL PARKER
Kostümdesign ANNIE HARDINGE
Musik ALEX WURMAN
Music Supervisor KLE SAVIDGE
Besetzung MICHELLE GUISH



Filmlänge: 97 Minuten
Deutscher Kinostart: 3. April 2008
im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany
a division of Warner Bros. Entertainment GmbH
www.RunfatboyRun.de





KURZINHALT

Dass Dennis (Simon Pegg) ein paar Rettungsringe um die Hüften hat und beruflich absolut nichts gebacken kriegt, hätte Libby (Thandie Newton) ihm vielleicht noch verziehen. Aber als er sie am Hochzeitstag hochschwanger sitzen lässt, beschließt sie, den gemeinsamen Sohn Jake (Matthew Fenton) lieber allein aufzuziehen.
Fünf Jahre später hat Dennis erkannt, dass er ohne Jake und Libby zwar ungebunden, aber auch extrem unglücklich ist. Um den größten Fehler seines Lebens ungeschehen zu machen, begeht er den zweitgrößten Fehler seines Lebens: Er fordert Libbys neuen Verlobten, den smarten und überaus sportlichen Börsenfachmann Whit (Hank Azaria), zum Duell vor laufenden TV-Kameras – beim Marathon-Lauf quer durch London.



INHALT

DENNIS (Simon Pegg) ist ein ganz normaler Typ. Er raucht zwar und hat auch ein paar Rettungsringe um die Hüften, aber er ist charmant, bescheiden und nett. Gar nicht nett war allerdings der Ausrutscher, den er sich vor fünf Jahren geleistet hat: An seinem Hochzeitstag mit seiner schwangeren Freundin LIBBY (Thandie Newton) hat er im letzten Moment gekniffen. Er hat’s einfach nicht gepackt. Plötzlich fand er sich nicht mehr gut genug für Libby – statt ihr also das ganze Leben zu versauen, hat er ihr nur das große Fest versaut.
Inzwischen hat Dennis längst begriffen, dass er damals den größten Fehler seines Lebens gemacht hat. Denn er liebt Libby immer noch. Wegen ihres fünfjährigen gemeinsamen Sohnes JAKE (Matthew Fenton) treffen sie sich regelmäßig – aber mit der Liebe ist es endgültig vorbei. Libby ist mittlerweile mit dem smarten Börsenfachmann WHIT (Hank Azaria) liiert, den Dennis logischerweise überhaupt nicht ausstehen kann. Der immer lockere und erfolgreiche Whit geht außerdem sehr liebevoll mit Jake um – was Dennis genauso wenig passt. Gegen einen solchen Konkurrenten hat Dennis natürlich absolut keine Chance.
Denn Dennis bietet das totale Kontrastprogramm zu Whits elegantem Lebensstil: Er jobbt als Wachmann in einem Laden für Damenmoden. Da bleibt unterm Strich nicht viel übrig – schon seit Monaten hat er die Miete nicht bezahlt, was seinem Vermieter MR. GHOSHDASHTIDAR (Harish Patel) gar nicht schmeckt. Vor allem Mr. Gs Tochter MAYA (India de Beaufort) will Dennis endlich loswerden und durch einen betuchteren Mieter ersetzen. Während Whit sein Leben mühelos im Griff hat, bekommt Dennis offenbar nichts auf die Reihe – so sehr er sich auch abstrampelt. Selbst als er sich mit Jake „Der Herr der Ringe – Das Musical“ anschauen will, bekommt er Ärger, weil der Ticket-Schwarzhändler, den er anspricht, ein verkappter Polizist ist. Auch Dennis’ nichtsnutziger bester Freund GORDON (Dylan Moran) kann ihm nicht helfen, denn der hangelt sich ebenfalls von einem Schlamassel zum nächsten. Gordon interessiert sich eigentlich nur für die Pokerrunden, zu denen er sich im Hinterzimmer eines Klaviergeschäfts mit seiner Loser-Clique trifft: GROVER (Tyrone Huggins), CLAUDINE (Ruth Sheen) und MICKEY (Nevan Finegan), die sich von dem herrischen VINCENT (Simon Day) herumkommandieren lassen.
Angesichts der Leistungen von Strahlemann Whit kann Dennis wirklich nur in Depressionen versinken. Um Libby zu beweisen, dass er sich geändert hat, klammert er sich an einen letzten Strohhalm: Spontan kündigt er an, dass er beim Londoner Marathonlauf antreten wird, für den Whit seit Monaten trainiert. Die Frage ist nur: Passen Dennis’ notorisch kalte Füße in Joggingschuhe?
Die romantische Komödie „Run, Fatboy, Run“ bestätigt einmal mehr: Wahre Liebe ist kein Sprint, sondern ein Marathon.



ÜBER DIE PRODUKTION

„Run, Fatboy, Run“ entspringt der komödiantischen Fantasie des aus Chicago stammenden Autors/Schauspielers/Regisseurs Michael Ian Black, den die Zuschauer von „The State“ auf MTV, „Reno 911!“ auf dem Kanal Comedy Central sowie aus den Kinofilmen „Wet Hot American Summer“ (Wet Hot American Summer) und „The Ten“ kennen. Als David Schwimmer nach einem Stoff suchte, der sich für sein Spielfilmregiedebüt eignen könnte, stieß er auf Blacks Drehbuch. „Ich las jede Menge Skripts, aber in diesem Fall habe ich erstmals von vorn bis hinten ständig laut gelacht – und es hat mich auch wirklich angerührt“, sagt Schwimmer.
Ursprünglich war die Story in New York City vor dem Hintergrund des berühmten Marathons angesiedelt, doch als die in London ansässige Firma Material Entertainment – das neu gegründete Joint Venture zwischen New Line Cinema und dem britischen Verleih Entertainment Film Distributors – die Produktion übernahm, wurde „Run, Fatboy, Run“ kurzerhand nach Großbritannien verlegt.
„Wir arbeiten in England und möchten uns gern auch thematisch, mit unserem Team und unseren Schauplätzen einbringen, um unseren Filmen einen eigenen Touch zu geben“, erklärt Produzent Robert Jones. „Gerade dieses Skript eignete sich sehr gut für die Anpassung an London.“
So entstand die Story, die gerade durch den Sprung über den Atlantik eine eigene Dynamik entwickelte: Die moderne, in London angesiedelte Romanze in der Tradition von „About a Boy“ (About a Boy), „High Fidelity“ (High Fidelity) und „Four Weddings and a Funeral“ (Vier Hochzeiten und ein Todesfall) bietet versierte Komiker wie Simon Pegg aus „Shaun of the Dead“ (Shaun of the Dead) und „Hot Fuzz“ (Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis), Hank Azaria, Star der Serie „Huff“ und legendärer Sprecher in der Serie „The Simpsons“ (Die Simpsons), die berühmte Schauspielerin Thandie Newton sowie Gastauftritte von Serienschöpfer Stephen Merchant („The Office“/The Office) und David Walliams („Little Britain“/Little Britain).
„Als die Produzenten Simon Pegg für die Hauptrolle vorschlugen, war ich begeistert. Und plötzlich passte alles zusammen“, sagt Schwimmer. „Wir fanden derart hochkarätige Mitwirkende in London – ich kann mir heute kaum noch vorstellen, dass der Film irgendwo sonst spielen könnte.“

Ein britischer Pass

Sobald der Entschluss gefasst war, die Geschichte von New York nach London zu verlegen, benötigten die Produzenten einen hervorragenden Comedy-Autoren, der die Story, die Figuren und Fettnäpfchen auf dem neuen Schauplatz verankerte. Glücklicherweise fanden sie in Simon Pegg nicht nur einen Star, sondern auch einen versierten Comedy-Schreiber, der als Co-Autor „Shaun of the Dead“, „Hot Fuzz“ und die britische Hitserie „Spaced“ verantwortet hat.
„Die erste Skript-Fassung war hervorragend“, berichtet Pegg. „Die Arbeit daran machte also Spaß, weil praktisch alles schon vorhanden war. Wir mussten das Buch sorgfältig überarbeiten, wobei wir uns praktisch nur auf die kulturellen Unterschiede konzentrierten und ein paar Kleinigkeiten änderten.“ Pegg lacht, als er erklärt, wie er den Film an sein Londoner Lieblingsviertel anpasste: „Ich siedelte die Story ausdrücklich in North London an, und der Aufnahmeleiter hat sie dann ein wenig nach Osten verschoben. Vor einem Jahr drückte ich mich auf der Isle of Man herum – ich freue mich also sehr darüber, wieder mal zu Hause arbeiten zu dürfen. Denn hier gehöre ich her – das ist einfach wunderbar.“
Mit der endgültigen Drehbuchfassung wurden die Erwartungen der Filmemacher sogar noch übertroffen. „Keine Ahnung, wie sehr Simon zu Hause daran getüftelt hat – jedenfalls lässt er alles ganz einfach aussehen“, sagt Jones. „Michaels Originalskript ging sehr zu Herzen und war urkomisch, und Simon brachte noch mehr Humor, noch mehr Gefühle ein und verpasste den Helden einen britischen Pass.“

Lockendes London

„In vielerlei Hinsicht machen wir einen unglaublich ehrgeizigen Film“, sagt Jones. „Mit jedem Schauplatz möchten wir die Hauptstadt von ihrer besten Seite zeigen.“
„Run, Fatboy, Run“ überzeugt also nicht nur als romantische Komödie, sondern auch als idyllische Rundfahrt durch die atemberaubende Londoner Stadtlandschaft: 37 Drehtage lang filmte das Team an 52 verschiedenen Schauplätzen – unaufdringlich bilden Wahrzeichen wie die Waterloo Bridge, St. Paul’s Cathedral und die Millennium Bridge den Hintergrund der Szenen. Trotz des relativ kleinen Budgets wollten die Filmemacher unbedingt alle Chancen nutzen, die die britische Hauptstadt bietet, und dabei möglichst viel Terrain abdecken (ein Marathonlauf umfasst nun einmal eine Strecke von 42 Kilometern), um dem urbanen Ambiente möglichst gerecht zu werden.
„Ich habe mich noch nie mit derart viel Bürokratie herumschlagen müssen“, lacht der für die Schauplätze verantwortliche Ben Greenacre. „Für die Koordination der Locations habe ich eigens einen Mann abgestellt, der täglich genauso lange geschuftet hat wie die Mitarbeiter am Set – nur um den umfangreichen Papierkram zu erledigen.“ Nach diesen Vorbemerkungen gibt Greenacre aber sofort zu, dass er überall in der Stadt großzügig unterstützt wurde, sogar an den berühmtesten Wahrzeichen von London: „Wir haben vor der Bürgermeisterresidenz an der Tower Bridge gedreht. Das war ein großes Ding, aber alle Beteiligten haben uns in jeder Hinsicht sehr zuvorkommend und gut organisiert unter die Arme gegriffen.“
Zwar war es eher ungewöhnlich, eine britische Produktion mit überwiegenden Außendrehs ausgerechnet in den trüben Monaten November und Dezember zu drehen, aber glücklicherweise blieb die Crew von ungünstigem Wetter verschont. Und im Lauf der Dreharbeiten wurde immer deutlicher, dass London in diesem Film selbst eine Hauptrolle spielt. „Wir diskutierten über Filme, die das pulsierende Großstadtleben überzeugend einfangen, und wir suchten bewusst nach einem Umfeld, das das Zusammenleben der Menschen repräsentiert und auf die Bilder überträgt“, erklärt Jones. „Uns schwebte ein Viertel vor, in dem die Bewohner zusammenhalten, wo diese Gemeinschaft auch auf den Straßen spürbar ist. Und wir fanden das in und um die Columbia Road und in Shoreditch.“
Aufgrund des mitreißenden Stoffs, der Mitwirkung von Schwimmer und Pegg und der attraktiven Schauplätze konnten die Filmemacher etliche hochkarätige technische Mitarbeiter gewinnen. Zu ihnen zählen der Kameramann und Oscar-Kandidat Richard Greatrex („Shakespeare in Love“), der Schwimmer, Pegg und Produzentin Sarah Curtis bereits von früheren Dreharbeiten kannte. Über Greatrex sagt Curtis: „Er ist nicht nur ein kreativer und cleverer Kopf, sondern er arbeitet extrem schnell, was sich für uns gerade beim Dreh an verkehrsreichen Locations auszahlte.“
Zum Team gehören auch Produktionsdesignerin Sophie Becher und Kostümbildnerin Annie Hardinge. Becher hat mit Schwimmer und Pegg bereits die Buddy-Komödie „Big Nothing“ gedreht, und Hardinge entwickelte im Lauf von etlichen Produktionen (unter anderem „Hot Fuzz“) eine enge Beziehung zu Pegg.
Großartige Filmkomödien sind nie allein das Verdienst eines dynamischen Drehbuchs und überzeugender Darsteller – genauso unabdingbar ist der Zusammenhalt fähiger Mitarbeiter hinter der Kamera. Curtis verweist in diesem Zusammenhang auf eine ihrer Lieblingsszenen in „Run, Fatboy, Run“, die schließlich auch für den Teaser-Trailer des Films verwendet wurde und die laut Curtis vor allem Hardinge zu verdanken ist: „Am Morgen stolpert Dennis erstmals aus seiner Wohnung, um mit dem Lauftraining zu beginnen, und er hat einfach das angezogen, was er im Schrank vorgefunden hat. Das ist ein so toller, urkomischer Moment. Denn er sagt wirklich viel aus: ,Perfekt: Genauso sieht ein Mann aus, der kein Jogging-Outfit besitzt und einfach beschließt, loszulaufen.‘ Ich glaube, es gehört sehr viel Talent dazu, Kostüme zu gestalten, die uns zum Lachen bringen, ohne dass das irgendwie aufdringlich oder platt wirkt.“
Tragödie plus Zeit plus Jogging-Schuhe
„Eigentlich ist es ja eine traurige Geschichte“, sagt die BAFTA-Preisträgerin Thandie Newton – sie spielt die unerschütterliche Libby, die einst am Hochzeitstag von Dennis sitzengelassen wurde. „Aber das ist die Gleichung, aus der sich die Komödie ergibt: Tragödie plus Zeit.“
Während „Run, Fatboy, Run“ ursprünglich als Schenkelklatscher-Liebeskomödie angelegt war, bemühten sich Schwimmer und Pegg ab dem Moment, als sie an Bord kamen, auch der emotionalen Dimension des Stoffs gerecht zu werden, indem sie sich um die Ausarbeitung glaubwürdiger, überzeugender und mitreißender Hauptfiguren bemühten. So entstand das jüngste Beispiel jenes Typs romantische Komödie, den Kritiker David Denby in The New Yorker kürzlich als „Faulenzer/Streber-Romanze“ definierte – Beispiele dafür sind „High Fidelity“, „About a Boy“, „Fever Pitch“ (Fever Pitch) und „Knocked Up“ (Beim ersten Mal), in denen ein ausgesprochen unreifer (junger) Mann seine pubertären Anwandlungen überwinden und sich einer Frau als würdig erweisen muss, die ehrgeiziger und erfolgreicher ist als er.
„Wahrscheinlich sind gute Komödien immer auf starke Figuren zurückzuführen“, sagt Jones. „Mir fallen Dutzende von Filmen ein, die zwar oberflächlich komisch sind, das aber nur eine gewisse Zeit lang durchhalten. Wenn man die Zuschauer ,ernsthaft‘ zum Lachen bringen will, muss man sie vor allem ernsthaft für die Figuren interessieren.“
Dazu Newton, die mit dramatischen Auftritten in Paul Haggis’ Oscar-preisgekröntem „Crash“ (L.A. Crash), Jonathan Demmes „Beloved“ (Menschenkind) und Bernardo Bertoluccis „Besieged“ (Shandurai und der Klavierspieler) überzeugte: „David legt großen Wert auf Realismus, um die gefühlsmäßige Reaktion der Zuschauer – also auch ihr Lachen – zu gewährleisten, indem er sie hautnah am Schicksal dieser Leute teilhaben lässt: Wir können nachvollziehen, was diese Menschen durchmachen. Mir ist dabei klargeworden, dass sich Komödien darin gar nicht von ernsthaft gespielten, überzeugenden Dramen unterscheiden.“

Star-Ensemble

„Zu Beginn von ,Run, Fatboy, Run‘ lässt ein Mann seine schwangere Verlobte am Hochzeitstag sitzen“, sagt Jones. „Solch ein Verhalten ist für die Hauptfigur reichlich riskant, und es gibt nur wenige Schauspieler, die damit durchkommen: Wenn man die Zuschauer in diesem Moment verliert, ist es umso schwerer, sie zurückzugewinnen.“
Logischerweise benötigten die Filmemacher einen Schauspieler, der die richtigen Qualitäten mitbringt, um Dennis als sympathisch und mitfühlend darzustellen, obwohl er sich einige kaum zu verzeihende Patzer leistet. Regisseur David Schwimmer ist vor Kurzem mit Pegg zusammen in dem Spielfilm „Big Nothing“ aufgetreten und begeisterte sich sofort für die Idee, seinen Kollegen in der Hauptrolle zu besetzen: „Simon wirkt unglaublich liebenswert, weil er eine Jedermann-Qualität mitbringt, die ihn ungeheuer sympathisch macht – jeder kann sich in seine Lage versetzen. Ich bewundere seine Fähigkeit, von sehr komischen Situationen nahtlos zu bodenständigen, dramatischen und emotionalen Momenten umzuschalten.“
Während Pegg in Edgar Wrights britischen Hits – der Zombie-Liebeskomödie „Shaun of the Dead“ und der aktuellen Bruckheimer-Genre-Parodie „Hot Fuzz“ – als Satiriker bravourös überzeugte, kann er sich nun in „Run, Fatboy, Run“ als glaubwürdiger Jedermann beweisen.
Obwohl die Rolle der Libby in Thandie Newtons Filmografie auf den ersten Blick als ungewöhnlich erscheinen mag, beeilt sich Pegg, ihre Einfühlsamkeit und ihren Humor hervorzuheben: „Sie ist urkomisch, bleibt aber immer mit beiden Beinen auf der Erde – die Arbeit mit ihr macht richtig Spaß.“ Auch Produzent Jones findet nur überschwängliche Worte für Newtons Auftritt: „Lustigerweise zeigt uns dieser Film eine Seite von Thandie, die in ihren eher ernsten Rollen noch nicht recht zum Tragen kam. Dabei hat sie einen ganz natürlichen Humor, und sie wirkt als Libby äußerst sympathisch.“
Als Dennis’ schmeichlerischen Nebenbuhler Whit gewannen die Filmemacher Hank Azaria, der in den USA mit seiner Serie „Huff“ gefeiert wird, am Broadway einen Erfolg mit „Spamalot“ verbuchte und als Sprecher unzähliger Springfield-Bewohner in der Serie „The Simpsons“ (Die Simpsons) Furore machte. „Ich bin ein eingefleischter Simpsons-Fan – mir ist sehr wohl bewusst, was Hank darin leistet“, sagt Pegg. „Er zeigte Interesse, las das Skript, mochte es, und gemeinsam überarbeiteten wir die Whit-Rolle, bis auch er mit der Charakterisierung zufrieden war.“ Dazu Azaria, der den Whit als schlitzohrigen, hochnäsigen „Master of the Universe“ spielt: „Mir gefiel das Drehbuch sehr – und mir war klar, dass diese Dreharbeiten lustig werden. Der Dreh wurde zu meiner persönlichen kleinen Stadtrundfahrt durch London.“ Den Überblick über die Stadt bekamen Azaria und Co. bereits von einem der beeindruckendsten Schauplätze des Films: Whits Penthouse-Apartment in einem Turm aus Glas und Stahl 31 Stockwerke über dem Zentrum von London, ein abgeschmacktes Stück Immobilien-Pornografie, das praktisch alles über Whit aussagt – in diesem Apartment spielt eine der Schlüsselszenen der Story.
Zum bereits hochkarätigen Darstellerteam stieß auch der versierte Komiker Dylan Moran als Dennis’ bester Freund Gordon. Moran wurde in Peggs „Shaun of the Dead“ von Zombies auf unvergessliche Weise der Bauch aufgeschlitzt – natürlich wollte er sehr gern auch in der neuen Komödie des Autors/Darstellers dabei sein. „Ich schätze Dylan als Comedian sehr“, sagt Pegg. „Er hat seine ganz eigene, wunderbare Satzmelodie, wodurch seine Sprüche ausgesprochen poetisch wirken. Er ist inspiriert und inspiriert dadurch auch uns. Es ist immer ein Vergnügen, mit ihm zu arbeiten.“
Am meisten überraschte das komische Talent des jüngsten Darstellers: Der siebenjährige Newcomer Matthew Fenton spielt Dennis’ und Libbys Sohn Jake. „Matthew wirkt völlig natürlich, und er reagiert wunderbar spontan“, sagt Schwimmer über die Leistung des jungen Amateurdarstellers. „Er hört genau zu und befolgt die Anweisungen sehr gut. Einige der besten Sprüche des Films hat er sich ganz allein ausgedacht! Ein verblüffender junger Schauspieler.“
Newton bestätigt das: „Man kann nicht anders und verliebt sich sofort unsterblich in Matthew. Er ist ein kleiner Kobold, unglaublich nachdenklich und sensibel, aber auch verrückt und ausgelassen – genauso wunderbar, wie man sich ein Kind vorstellt.“
„Run, Fatboy, Run“ darf sich auch der Gastauftritte etlicher britischer Comedy-Stars rühmen, darunter David Walliams aus der Sketch-Show „Little Britain“ (Little Britain) und Stephen Merchant, der mit anderen die Kultserie „The Office“ (The Office) konzipierte und als Co-Autor und Darsteller an „Extras“ (Extras) beteiligt war.
„Simon hatte mich gebeten, in einem seiner früheren Filme drei Sätze zu sagen – offenbar hat ihm das gefallen, denn er fragte mich erneut und gab mir ein paar Sätze“, sagt Merchant augenzwinkernd. „Daher hoffe ich, dass das auch in den nächsten Filmen so weiter geht – vielleicht lässt er mich eines Tages sogar eine ganze Szene spielen.“ Als der hochgewachsene Merchant dann aber das Drehbuch genauer las, musste er seinem Frust grinsend Luft machen: „Ich war ziemlich enttäuscht, als ich eine Rolle entdeckte, die als ,schlaksiger Eigenbrötler‘ beschrieben wird. Ich fand, dass mir die Rolle wie auf den Leib geschrieben war. Trotzdem darf ich jetzt nur einen einfachen ,Mann‘ spielen.“
Dieses Schauspielerteam warf sich gegenseitig die Bälle zu, um in der richtigen Stimmung das komische Potenzial der Vorlage voll auszuschöpfen. „Ich habe großes Glück“, sagt Schwimmer. „Denn wir können uns in unserem Team auf zum Wiehern komische Darsteller verlassen. Aber der Film geht auch zu Herzen, und das verdanken wir Thandies und Simons sehr gefühlvollen Darstellungen.“

Ein Herz und eine Sohle

Sehr unaufdringlich beginnt „Run, Fatboy, Run“ mit eher intimen kleinen Szenen zwischen Dennis und Libby, um allmählich immer beeindruckendere Ansichten von London einzubeziehen, als sich die Story auf das City-Marathon zubewegt.
Von Buster Keaton in „Seven Chances“ (Sieben Chancen) über Harold Lloyd in „The Freshman“ (Der Sportstudent) bis zu Woody Allen im Finale von „Manhattan“ (Manhattan) mussten berühmte Komiker immer wieder rennen, um sich vor ihren Herzensdamen zu profilieren. Schwimmer beschreibt Dennis’ Verwandlung vom Tollpatsch zum Sprinter in „Run, Fatboy, Run“: „Der Marathonlauf wird zur Metapher für Dennis’ Reifungsprozess: Er findet sich selbst, schöpft Selbstvertrauen und festigt seine Persönlichkeit.“
Schwimmer bestand darauf, stets auf dem schmalen Grat zwischen der Komik und den darunter verborgenen dramatischen Elementen der Story zu balancieren, und seine Darsteller bestätigen, wie gut ihm das gelingt: „David reagiert sehr intuitiv und unterstützt uns in jeder Hinsicht“, sagt Pegg. „Immer wieder lenkt er unsere Überlegungen auf Aspekte, die uns nie eingefallen wären – das hilft uns, die Szenen besser zu spielen. Es ist also wirklich sehr praktisch, mit einem Regisseur zu arbeiten, der selbst Schauspieler ist.“
Dazu Newton: „Er denkt in Bildern, bleibt aber immer ganz nah an den Figuren. Mich verblüfft vor allem, wie intensiv er sich um jedes Detail kümmert. Wir spielen eine Szene ein paar Mal durch, und dann kommt er rüber und steckt mir eine Notiz zu, auf der er Libbys Motivation oder ihre Gedanken mit einem Satz exakt auf den Punkt bringt.“
„Ich habe mit etlichen Regisseuren gearbeitet, die sich hervorragend auf Schauspieler einstellen – anderen gelingt es dagegen nicht, sensibel genug zu reagieren oder die richtigen Worte zu finden“, erklärt Schwimmer. „Es gibt einfach keine allgemeingültige Methode, wie man mit Schauspielern redet, denn jeder hat seine eigene Arbeitsmethode. Es kommt vor allem auf das Zuhören an, was zur Vertrauensbildung beiträgt. Meine Aufgabe ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, die ihnen eine abgesicherte Spielwiese bietet, auf der sie experimentieren können – ich muss ihnen klarmachen, dass sie durchaus auch mal Risiken eingehen und etwas falsch machen dürfen. Und ich muss ihnen Aufgaben stellen, sie wach halten – ich frage sie immer wieder, was sie gerade jetzt, in diesem Moment eigentlich wollen.“
Zwar erwies sich Schwimmer als Experte, wenn es darum ging, für jede Szene, für jeden einzelnen Moment die Motivation herauszuarbeiten, aber ebenso wichtig war es, am Set eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen. „Ich möchte auf jeden Fall Spaß bei der Arbeit haben – deshalb lege ich Wert darauf, dass sich auch die anderen wohlfühlen“, sagt der Regisseur. „Ich wollte diese Dreharbeiten als unvergessliches Erlebnis gestalten und ließ den Produzenten und den Teammitgliedern gegenüber keinen Zweifel daran, wie wichtig mir die Atmosphäre am Set ist. Ich habe mal mit einem Regisseur zu tun gehabt, der einen Assistenten der Requisite vor versammelter Mannschaft anschrie – ein sehr hässlicher Moment. Das ist total unproduktiv – und was noch schlimmer ist: Auch das übrige Team verliert all seinen Humor und seine Einsatzbereitschaft. Wer kann in einer solchen Situation noch komisch sein?“
Auch die Produzenten äußern sich begeistert darüber, wie Schwimmer die Technik und den Look des Films jederzeit im Griff behielt. „David reagiert instinktiv und präzise auf seine Darsteller, er erspürt die Komik der Situationen“, sagt Jones. „Aber genauso wichtig ist sein Gefühl für die Optik, für die eher technischen Aspekte des Filmemachens, das er immer wieder demonstriert. Alle Abteilungen behält er gleichermaßen im Auge – er ist hervorragend vorbereitet, kann aber auch blitzschnell neue Entscheidungen treffen, wenn die Situation es erfordert.“
Da Schwimmer nicht aus London stammt, konnte er jeden Schauplatz ganz unvoreingenommen einschätzen. Newton, die im Norden der Stadt lebt, freute sich über die Gelegenheit, die unterschiedlichen Aspekte der Stadt durch die Augen des Regisseurs ganz neu wahrzunehmen. „Genau das ist das Wunderbare an einem Regisseur, der nicht dort wohnt, wo der Film spielt“, sagt Newton. „So kann er mir die Stadt quasi neu vorstellen, die ich so gut zu kennen glaubte und die ich für selbstverständlich nehme.“
Über Schwimmers klares, unaufdringliches optisches Konzept sagt Jones: „Manchmal muss erst ein Außenseiter herkommen und London wahrnehmen, wie wir Londoner das einfach nie tun.“



DARSTELLER

SIMON PEGG
Dennis

Simon Pegg hat sich mit herausragenden TV- und Filmproduktionen einen Namen gemacht – nicht zuletzt mit dem Konzept zur bahnbrechenden Channel-4-Sitcomserie „Spaced“, an der er als Co-Autor (mit Jessica Stevenson) und Darsteller beteiligt war. Die beim Publikum und in der Branche erfolgreiche Serie führte bereits zum Auftrag für eine zweite Staffel, bevor die erste überhaupt gesendet wurde. Beide Staffeln erhielten Nominierungen für den British Comedy Award (darunter in den Kategorien Beste Sitcom und Bester TV-Newcomer für Pegg), Nominierungen für den britischen und internationalen Preis der British Film Academy (BAFTA) in der Kategorie Beste Sitcom sowie eine Nominierung für den internationalen Emmy.
Bei der Kritik und an der Kinokasse verbuchte Pegg einen riesigen Erfolg mit seinem Debüt als Spielfilmdrehbuchautor „Shaun of the Dead“ (Shaun of the Dead), in dem er auch als Titelheld auftrat. Die Working-Title-Produktion erreichte Platz eins der britischen Kinocharts und die Top 5 der amerikanischen Kinocharts. Der brillante Debütfilm wurde 2005 in der Kategorie Bester Film für den BAFTA nominiert, außerdem für den Preis der Londoner Filmkritiker (die auch das Drehbuch nominierten), den Preis des Fachblatts Empire, die South Bank Show Awards; den Preis des Magazins New Muscial Express und die British Comedy Awards. Ausgezeichnet wurde „Shaun of the Dead“ mit dem Drehbuchpreis bei den British Independent Film Awards 2004/05 und als Bester britischer Film mit dem Empire Film Award 2005.
2006 spielte Pegg Hauptrollen in „Hot Fuzz“ (Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis; auch Co-Autor), in Jake Paltrows „The Good Night“ mit Penélope Cruz, Gwyneth Paltrow, Martin Freeman und Danny DeVito) sowie in „Big Nothing“ mit David Schwimmer.
Weitere Spielfilme: „Mission: Impossible III“ (Mission: Impossible 3), „The Reckoning“ (The Reckoning), „24 Hour Party People“ und „The Parole Officer“ (Das B-Team). Er wirkte in der „Steal Away“-Episode der berühmten Serie „Tube Tales“ mit. Zu seinen TV-Auftritten gehören auf BBC One „Final Demand“ mit Tamsin Outhwaite, auf BBC Two die Sitcom „Hippies“ (als Ray) und zwei Staffeln der BBC-Sketchserie, „Big Train“, die ihm in der Kategorie Beste Entertainment-Leistung eine Nominierung der Royal Television Society einbrachte. Daneben trat Pegg in der von Steven Spielberg und Tom Hanks produzierten Miniserie „Band of Brothers“ (Wir waren wie Brüder) auf; außerdem in zwei Staffeln der preisgekrönten ITV-Sitcom „Faith in the Future“, in der er die Hauptrolle des Jools übernahm; in „I’m Alan Partridge“ (BBC); „Friday Night Armistice“/„Saturday Night Armistice“ (BBC); „Black Books“ (C4); „Brass Eye“ (C4); „Dr. Who“ (2005 BBC) und als Hauptdarsteller in dem ITV-Film „Laugh Until You Die“.
Als renommierter Autor überarbeitete Pegg kürzlich das Drehbuch für den großen Animationsfilm „Free Jimmy“. Derzeit verhandelt er über weitere Drehbuchaufträge mit amerikanischen und britischen Produktionsfirmen.


THANDIE NEWTON
Libby

Die Preisträgerin des British Academy Award (BAFTA) ist nicht nur eine der schönsten Frauen der Welt, sondern auch eine ungewöhnlich begabte Schauspielerin mit großer Bandbreite.
Vor Kurzem trat Thandie Newton in Gabriele Muccinos hoch gelobtem Kassenhit „The Pursuit of Happyness“ (Das Streben nach Glück) neben Will Smith als seine von ihm getrennt lebende Frau sowie in Brian Robbins’ Komödie „Norbit“ (Norbit) neben Eddie Murphy auf.
Begeisterte Kritiken erhielt Newton für ihre Leistung in dem Oscar-prämierten Besten Film von 2006: „Crash“ (L.A. Crash) erzählt von Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, deren Lebenswege sich aufgrund eines Autounfalls in Los Angeles kreuzen. Newtons Darstellung wurde mit dem BAFTA (Nebendarstellerin) und dem Ensemble-Preis der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) ausgezeichnet.
Newton kam in London zur Welt – ihre Mutter stammt aus Zimbabwe, ihr Vater ist Brite. Thandie Newton wuchs in London und Sambia auf. Wegen der politischen Unruhen in Sambia zog sie als Dreijährige endgültig nach England.
Als 16-Jährige machte sie eine moderne Tanzausbildung an der Londoner Arts Educational School und erhielt 1990 neben Nicole Kidman die Hauptrolle in John Duigans begeistert aufgenommenem Pubertätsfilm „Flirting“ (Flirting – Spiel mit der Liebe): Sie spielte ein Mädchen aus Uganda, das sich in einem australischen Mädcheninternat einsam fühlt und eine Beziehung mit einem Jungen aus einem Internat in der Nähe beginnt. Nach den Dreharbeiten kehrte Newton nach England zurück und setzte ihre Ausbildung fort. Ihren Bachelor in Anthropologie machte sie an der Cambridge University mit Auszeichnung. Gleichzeitig trat sie bereits unter der Regie von Hollywood-Spitzenregisseuren auf: in Neil Jordans „Interview With the Vampire“ (Interview mit einem Vampir) und James Ivorys „Jefferson in Paris“ (Jefferson in Paris). Eine Sängerin mit Problemen spielte Newton neben Tupac Shakur und Tim Roth in Vondie Curtis-Halls Komödie „Gridlock’d“ (Gridlock’d – Voll drauf!). Die Kritiker reagierten begeistert auf ihre Leistung als im Exil lebende Frau eines afrikanischen Politikers in Bernardo Bertoluccis „Besieged“ (Shandurai und der Klavierspieler).
Weitere Filme: Jonathan Demmes moderner romantischer Thriller „The Truth About Charlie“ (Die Wahrheit über Charlie), der auf Stanley Donens Film „Charade“ (Charade) von 1963 basiert, und John Woos Action-Film „Mission: Impossible II“ (Mission: Impossible 2).
Überragende Kritiken erhielt Newton auch für ihre mitreißend authentische und mutige Darstellung der Titelheldin in Jonathan Demmes Verfilmung von Toni Morrisons Roman „Beloved“ (Menschenkind; 199cool , in dem auch Oprah Winfrey mitwirkte.
Im Fernsehen trat Newton gelegentlich an der Seite von Noah Wyle als kongolesische Entwicklungshelferin Kem in der erfolgreichen NBC-Serie „ER“ (Emergency Room – Die Notaufnahme) auf – mit dieser Rolle gab sie ihr amerikanisches TV-Debüt.
Mit ihrem Mann, dem Autor/Regisseur Ol Parker, und zwei Kindern lebt Newton in England.


HANK AZARIA
Whit

Durch seine Fähigkeit, sich in die verschiedensten Figuren zu verwandeln, ist Hank Azaria heute einer der gefragtesten Schauspieler.
Er hat vier Emmys gewonnen und war siebenmal nominiert, er gewann den Preis der Screen Actors Guild (SAG; US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) und wurde viermal von der SAG nominiert – von der Tony-Nominierung am Broadway ganz zu schweigen.
Azaria produzierte die gefeiert Showtime-Serie „Huff“, in der er selbst die Hauptrolle spielte. Die Serie wurde für sieben Emmys nominiert, darunter auch Azaria als Darsteller. 2004 wurde er als Darsteller in „Huff“ auch von der SAG nominiert.
2006 kehrte Azaria an den Broadway zurück, um wieder als Sir Lancelot in dem Tony-preisgekrönten Musical „Spamalot“ unter der Regie von Mike Nichols aufzutreten. Mit seiner Leistung verbuchte er eine Tony-Nominierung in der Kategorie Musical-Darsteller.
Auch als Regisseur und Produzent bewährt sich Azaria. Als Co-Autor, Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller war er an dem Kurzfilm „Nobody’s Perfect“ beteiligt, der 2004 auf dem Filmfestival in Sundance uraufgeführt und im selben Jahr auf dem amerikanischen Comedy Arts Festival in Aspen/Colorado als Bester Kurzfilm ausgezeichnet wurde. Den Emmy und eine SAG-Nominierung erhielt er für seine Hauptrolle in dem berühmten ABC-TV-Film „Tuesdays With Morrie“ (Dienstags bei Morrie).
Im Sommer 2003 trat Azaria mit Matthew Perry und Minnie Driver in David Mamets „Sexual Perversity in Chicago“ (Sexual Perversity in Chicago) im Londoner Comedy Theatre auf.
Azaria spricht etliche Hauptrollen in der erfolgreichen animierten Comedy-Serie „The Simpsons“ (Die Simpsons). Mit seinen Leistungen gewann er drei Emmys. Vor Kurzem wirkte er auch in „The Simpsons Movie“ (Die Simpsons – Der Film) mit. Eine weitere Emmy-Nominierung erhielt er als David (Phoebes „Wissenschaftler-Typ“) in der NBC-Hit-Serie „Friends“ (Friends), und gelegentlich trat er als Hundesitter Nat in der NBC-Serie „Mad About You“ (Verrückt nach Dir) auf.
Zu Azarias TV-Auftritten zählen auch der für den Golden Globe nominierte CBS-Fernsehfilm „Fail Safe“ (Fail Safe – Befehl ohne Ausweg) und die NBC-Miniserie „Uprising“ (Uprising – Der Aufstand).
Die SAG nominierte ihn für seine unvergessliche Darstellung des guatemaltekischen Dieners Agador Spartacus in Mike Nichols’ „The Birdcage“ (The Birdcage – Ein Paradies für schräge Vögel), der alle Kollegen an die Wand spielt.
Weitere Filme: „The Aristocrats“, „Dodgeball“ (Voll auf die Nüsse), „Eulogy“ (Eulogy – Letzte Worte), „Along Came Polly“ (…und dann kam Polly), „Shattered Glass“, „Bark!“, „America’s Sweethearts“ (America’s Sweethearts), „Cradle Will Rock“ (Das schwankende Schiff), „Mystery Men“ (Mystery Men), „Mystery, Alaska“ (Mystery – New York: Ein Spiel um die Ehre), „Godzilla“ (Godzilla), „Great Expectations“ (Große Erwartungen), „Celebrity“ (Celebrity – Schön, reich, berühmt), „Quiz Show“ (Quiz Show – Der Skandal), „Heat“ (Heat), „Grosse Pointe Blank“ (Grosse Pointe Blank – Erst der Mord, dann das Vergnügen; auch: Grosse Pointe Blank – Ein Mann, ein Mord), „Now and Then“ (Now & Then – Damals und heute) und „Pretty Woman“ (Pretty Woman).
In dem animierten Fox-Film „Anastasia“ (Anastasia) sprach er die komische Fledermaus Bartok. Diese Rolle übernahm er auch in der Video-Fortsetzung „Bartok the Magnificent“ (Bartok der Großartige).
Seine Ausbildung machte Azaria an der renommierten American Academy of Dramatic Arts in New York. Den Hamlet spielte er in einer Aufführung von „Rosencrantz and Guildenstern Are Dead“ (Rosenkranz und Güldenstern sind tot) an der Columbia University. Seine Schauspielausbildung setzte er an der Tufts University for. Zu sehen war er in den Stücken „Uncle Vanya“ (Onkel Wanja), „The Merchant of Venice“ (Der Kaufmann von Venedig), „The Ballad of the Sad Café“ (Die Ballade vom traurigen Café) und „The Dumb Waiter“ (Der stumme Diener).
Dann zog Azaria nach Los Angeles, nahm Unterricht bei Roy London und trat in der Dokumentation über Londons Leben auf: „Special Thanks to Roy London“ wurde 2005 auf dem Tribeca Film Festival uraufgeführt. Er experimentierte mit dem Improvisieren und mit komischen Sketchen, machte sich in Comedy-Clubs einen Namen und war Co-Autor von „An Evening on Thin Ice“, das im Theatre-Theatre aufgeführt wurde. Den Dramalogue Award gewann Azaria mit seiner Leistung in „Conspicuous Consumption“.


DYLAN MORAN
Gordon

Der irische Autor und Comedian Dylan Moran kam 1971 in Navan im County Meath zur Welt. Ohne Abschluss verließ er die Schule mit 16 Jahren. 1992 gab er seinen Einstand als Standup-Comedian in einem Dubliner Comedy-Club. Ein Jahr später gewann er auf dem Edinburgh Festival den Preis des Channel Four für den Besten Comedy-Newcomer. Dann stellte er seine Sketche zu der Solo-Show „Gurgling for Money“ zusammen – dafür wurde er in Edinburgh 1996 mit dem renommierten Perrier Comedy Award ausgezeichnet. Mit dem Progamm ging er auf eine landesweite Tournee durch Großbritannien.
Bald darauf begann Moran als Autor und Darsteller im britischen Fernsehen zu arbeiten. Neben der inzwischen verstorbenen Charlotte Coleman trat er 1998 auf BBC Two in der Sitcom „How Do You Want Me?“ auf. Nachhaltigen Eindruck macht er als Autor und Darsteller des alkoholseligen Eigenbrötlers Bernard Black in drei Staffeln der Channel-Four-Comedy-Serie „Black Books“ mit Bill Bailey als Partner. Daneben trat er weiterhin regelmäßig in Edinburgh und auf Comedy-Festivals rund um die Welt als Standup-Comedian auf. Zu sehen war er zum Beispiel auf dem Festival Just For Laughs in Montreal. Aufzeichnungen seiner erfolgreichen Comedy-Tourneen „Monster“, „Monster II“ und „Like, Totally“ erschienen auf DVD. Mit seiner Solo-Show ist er auch im Londoner West End und in New York aufgetreten.
Sein Leinwanddebüt gab er als Dieb Rufus in „Notting Hill“ (Notting Hill). Seitdem trat er neben Michael Caine in „The Actors“ auf, spielte David in „Shaun of the Dead“ (Shaun of the Dead) neben Simon Pegg, der als Gaststar in „Black Books“ mitgewirkte hatte, und war in Michael Winterbottoms „Tristram Shandy: A Cock and Bull Story“ zu sehen.


HARISH PATEL
Mr. Ghoshdashtidar

Als indischer Folklore-Darsteller, -Sänger und -Tänzer trat Harish Patel bereits als Sechsjähriger auf – damals spielte er Männer- und Frauenrollen in dem religiösen Epos „Ramayana“, das traditionell zehn Tage ununterbrochen aufgeführt wird und mit dem größten Hindu-Fest, dem Fest der Lichter, endet.
Während seiner Ausbildung an der Schule Marwari Vidyalaya wurde Patel 1967 im Schulwettbewerb als Bester Darsteller ausgezeichnet. 1973 gewann er als Bester Künstler den Balraj-Sahney-Preis in dem College-Wettbewerb, der von der renommierten Indian Peoples’ Theatre Association organisiert wurde. 1973 und 1974 wurde Patel als Bester Darsteller im College-Theaterwettbewerb der Universität von Bombay ausgezeichnet.
Seine erste Profi-Rolle spielte Patel 1975 in dem Stück „Neela Kamra“ im Ensemble des indischen Nationaltheaters. Mehrere Jahre arbeitete er mit einem der bedeutendsten indischen Theaterregisseure, Satyadeo Dubey. Zu seinen Bühnenauftritten in klassischen und modernen indischen Inszenierungen zählen Harold Pinters „The Caretaker“ (Der Hausmeister), Jean-Paul Sartres „No Exit“ (Originaltitel: Huis clos/Geschlossene Gesellschaft), Albert Camus’ „Cross Purpose“ (Originaltitel: Le malentendu/Das Missverständnis), Eugene Ionescos „The Lesson“ (Originaltitel: La leçon/Die Unterrichtsstunde) und Slawomir Mrozeks „Vatzlav“, mit denen Patel in ganz Indien auftrat.
Dann wirkte Patel in der englischsprachigen Revue „Bottoms Up“ mit. Es folgte die Rolle des Papa in dem erfolgreichen indischen, englischsprachigen Stück „Carry on Papa“. Bühnenrollen übernahm er auch in der indischen Version von „The Seven Year Itch“ (Das verflixte 7. Jahr), in dem Theaterhit „Four at a Time“ und in „I Love You Two“, das auch in Dubai und in den USA aufgeführt wurde.
Auf der Leinwand feierte Patel Erfolge in den indischen Filmen „Chicken Tikka Masala“, „Pyaar Mein Twist“ und „Hatya: The Murder“. Daneben trat er in englischsprachigen Filmen wie „My Son the Fanatic“ und „The Buddha of Suburbia“ nach dem Roman von Hanif Kureishi auf.


MATTHEW FENTON
Jake

Fenton stammt aus Hornchurch/Essex, wo er nach wie vor lebt. Seit September 2005 lernt er an der Rhodes Theatre School, wo der Siebenjährige einen Erfolg nach dem anderen verbucht. Er ist ein begeisterter Schauspieler und Tänzer. Zu Hause hört er gern Pop-Musik, er trainiert Karate und schwimmt. Sein Lieblingsgericht ist der Apfelkuchen seiner Großmutter.
Der liebenswerte Matthew hat in der Schule viele Freunde gefunden. Und mit großer Begeisterung fügte er sich ins Team von „Run, Fatboy, Run“ ein, um die Leinwandrolle des Jake zu übernehmen.


INDIA DE BEAUFORT
Maya

Mit „Run, Fatboy, Run“ gibt Nachwuchsstar India de Beaufort ihr Spielfilmdebüt.
Auf dem Bildschirm ist sie in mehreren Staffeln der „The Basil Brush Show“ auf BBC aufgetreten, darunter auch in „The Proms in the Park“. Als BBC-Moderatorin war sie in „Dance With the Teletubbies“ zu sehen, und sie spielte eine Waise in der BBC-Produktion „Tea for Two“. Aktuell präsentierte sie als Moderatorin die Tour de France auf Cycling TV.
Daneben hat sie in etlichen Industriefilmen für Kunden wie Goodwood, Harrods, The Tour of Britain Organisation sowie in „Upper Street Events“ für das Business Design Centre mitgewirkt. Außerdem trat de Beaufort in Werbespots für Osern Perfect Pasta, Camelot Scratch Cards, Dura Shower Gel, Clean and Clear Facial Wash und Salon International auf.


SIMON DAY
Vincent

Simon Day hat sich als Comedian einen Namen gemacht – er trat auf in der beliebten Sketch-Show „The Fast Show“ – sowohl im britischen Fernsehen als auch auf der Londoner Theaterbühne. Day profiliert sich nicht nur als Darsteller, sondern auch als Autor. In beiden Funktionen wirkte er an den BBC-Produktionen „Swiss Toni“ und „Grass“ mit.
Day ist für seine große Wandlungsfähigkeit bekannt – als Sprecher wirkte er an drei animierten Spielfilmen des Aardman-Studios mit, darunter dem Kassenknüller „Chicken Run“ (Chicken Run – Hennen rennen), „Angry Kid“ und aktuell „Tortoise Vs Hare“ nach der klassischen Aesop-Fabel von der Schildkröte und dem Hasen. Aktuell trat Day in der beliebten BBC-Verfilmung von „Casanova“ mit David Tennant auf; neben Max Beesley und Tamsin Outhwaite in dem BBC-Film „Hotel Babylon“; auf BBC Two in „A Midsummer Night’s Dream“ unter der Regie von Ed Fraiman; und in Hugo Blicks „Sensitive Skin“.
Kinorollen übernahm Day unter anderem in „The Queen of Sheba’s Pearls“, in der Parodie „Churchill: The Hollywood Years“ und in der Oscar-preisgekrönten romantischen Komödie „Shakespeare in Love“ (Shakespeare in Love).

STEPHEN MERCHANT
Mann

Merchant begann seine Karriere als Standup-Comedian. 1998 erreichte er die Endauswahl für die New Comedy Awards der Tageszeitung Daily Telegraph. Nach dem großen Erfolg der Serie „The Office“ (The Office) schrieb und inszenierte Stephen Merchant mit seinem Co-Autor und Co-Regisseur Ricky Gervais zwei Staffeln der gefeierten Serie „Extras“ (Extras) für BBC und HBO.
Als Co-Autor und Co-Regisseur von „The Office“ gewann Merchant zahlreiche Preise, darunter drei Preise der British Film Academy (BAFTA), drei British Comedy Awards, zwei Golden Globes und den Emmy für die US-Fassung. 2006 gewann er bei den British Comedy Awards den Darstellerpreis für „Extras“. Aktuell war er in Simon Peggs und Nick Frosts Film „Hot Fuzz“ (Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis) zu sehen.
Derzeit moderiert Merchant seine eigene Show auf BBC 6 Music. Im Radio moderierte er auch eine Show mit Ricky Gervais für den Sender XFM 104.9. Und auf Radio 1 war er in „The Mary Ann Hobbs Show“ und „The Sara Cox Breakfast Show“ zu hören.



HINTER DER KAMERA


DAVID SCHWIMMER
Regie

Seine bekannteste Rolle spielte David Schwimmer in der TV-Serie „Friends“ (Friends), die ihm eine Emmy-Nominierung einbrachte. Sechs Staffeln hintereinander wurde Schwimmer zusammen mit dem Serien-Ensemble für den Preis der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) nominiert.
Zu Schwimmers Kinoauftritten zählen Mike Figgis’ „Hotel“, Ivan Reitmans „Six Days, Seven Nights“ (Sechs Tage, sieben Nächte), Bryan Singers „Apt Pupil“ (Der Musterschüler) sowie „Kissing a Fool“ (Zwei Männer, eine Frau und eine Hochzeit), „The Pallbearer“ (Der Zufallslover) und die Titelrolle in dem unabhängig produzierten „Duane Hopwood“, der bei der Premiere in Sundance 2005 begeisterte Kritiken bekam. Im Sommer 2006 lief „Big Nothing“ an, in dem Schwimmer neben Simon Pegg zu sehen war. Es geht um einen frustrierten arbeitslosen Lehrer, der mit einem Gauner und seiner Freundin ein Erpressungskomplott ausheckt.
Fernsehrollen übernahm Schwimmer in Jon Avnets „Uprising“ (Uprising – Der Aufstand) und auf HBO in „Band of Brothers“ (Wir waren wie Brüder) und „Breast Men“. Zuvor trat er gelegentlich in den Serien „NYPD Blue“ (New York Cops – N.Y.P.D. Blue), „L.A. Law“ (L.A. Law) und „The Wonder Years“ (Wunderbare Jahre) auf. 2006 parodierte er sich selbst in der Serie „Curb Your Enthusiasm“ (Lass es, Larry!).
Daneben hat Schwimmer viele Bühnenrollen gespielt. Sein Broadway-Debüt gab er in der Neuinszenierung von „The Caine Mutiny Court-Martial“ über den Kriegsberichtsprozess eines Navy-Lieutenants im Zweiten Weltkrieg. Schwimmer spielte den Militäranwalt, den Henry Fonda in der Uraufführung dargestellt hatte. Sein Londoner Bühnendebüt gab Schwimmer in der Welturaufführung von Neil LaButes neuem Stück „Some Girl(s)“ (Some Girl(s)) am Gielgud Theatre. Als Darsteller und Regisseur war Schwimmer an zahlreichen Inszenierungen des Ensembles Lookingglass beteiligt, das er in Chicago mitbegründet hat: Dazu zählen „Of One Blood“, „West“, „The Odyssey“ „The Jungle“, „In the Eye of the Beholder“, „The Master and Margarita“ (Der Meister und Margarita), „The Arabian Nights“ (1001 Nacht) und „The Idiot“ (Der Idiot). Zuletzt schrieb er eine Bühnenfassung von Studs Terkels Buch „Race: How Blacks & Whites Think & Feel About the American Obsession“, die er für die Einweihung des neuen Lookingglass-Theaters an der Michigan Avenue auch inszenierte. Hauprollen übernahm Schwimmer außerdem in den Uraufführungen von Roger Kumbles „d-girl“ und „Turnaround“ in Los Angeles sowie Warren Leights „Glimmer Brothers“ in Williamstown.
Als Regisseur inszenierte Schwimmer etliche Episoden der Serien „Friends“ (Friends), „Joey“ und „The Tracy Morgan Show“. Für die neue halbstündige Fox-Serie „New Car Smell“ mit Brooke Shields und Christopher McDonald drehte er den Pilotfilm.


ROBERT JONES
Produzent

Robert Jones leitete aktuell den Premiere Fund des britischen Film Council. Als Produzent betreute er „The Usual Suspects“ (Die üblichen Verdächtigen), „Sydney/Hard Eight“ (Last Exit Reno), „The Englishman Who Went up a Hill But Came Down a Mountain“ (Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam), „Dirty Pretty Things“ (Kleine schmutzige Tricks), „Gosford Park“ (Gosford Park), „Vera Drake“ (Vera Drake) und „The Constant Gardener“ (Der ewige Gärtner). Seit über 25 Jahren profiliert sich Jones mit einer beeindruckenden Filmografie in Zusammenarbeit mit etablierten Filmemachern und als Entdecker neuer Talente.
Neben seiner Produzententätigkeit bewährt er sich auch als Verleiher und Einkäufer für Firmen wie Palace und PolyGram. Für sie akquirierte er Filme wie „Shallow Grave“ (Kleine Morde unter Freunden), „When Harry Met Sally“ (Harry und Sally), „Reservoir Dogs“ (Reservoir Dogs – Wilde Hunde), „Nuevo cinema Paradiso“ (Cinema Paradiso), „My Left Foot“ (Mein linker Fuß) und „Prince – Sign o’ the Times“.
Als Chef von Material Entertainment, der gemeinsamen Firma der amerikanischen New Line Cinema und der britischen Entertainment Film Distributors, entwickelt Jones kommerzielle Stoffe für das internationale Publikum.


SARAH CURTIS
Produzentin

Seit 15 Jahren produziert Curtis Independent-Spielfilme. Sie produzierte „On a Clear Day“ (On a Clear Day) mit Peter Mullan, Brenda Blethyn und Billy Boyd – der Film eröffnete das Sundance Film Festival und wurde von Focus Features ins Kino gebracht. „On a Clear Day“ gewann 2006 zwei schottische Preise der British Film Academy (BAFTA): für das Beste Drehbuch und als Bester Film.
Weitere Filme: Gillian Armstrongs „Charlotte Gray“ (Die Liebe der Charlotte Gray) mit Cate Blanchett und Billy Crudup; Patricia Rozemas „Mansfield Park“ (Mansfield Park), Sandra Goldbachers „The Governess“ mit Minnie Driver und Tom Wilkinson; John Maddens „Mrs. Brown“ (Ihre Majestät Mrs. Brown); Christopher Mongers „The Englishman Who Went up a Hill but Came Down a Mountain“ (Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam) mit Hugh Grant, Tara Fitzgerald, Ian McNeice und Colm Meaney; und drei Filme von Regisseur Les Blair: „Bad Behaviour“ mit Stephen Rea und Sinead Cusack; „Bliss“ mit Douglas Hodge; und der in Südafrika spielende „Jump the Gun“ (Jump the Gun – Ein besseres Leben; auch: Johannesburg Blues).
Bevor Curtis Spielfilme als Produzentin oder Executive Producer betreute, produzierte sie drei TV-Filme: „The Yellow Wallpaper“ mit Dorothy Tutin und Stephen Dillane; „News Hounds“ mit Adrian Edmondson und Alison Steadman; sowie „Tell Me That You Love Me“ mit Sean Bean, James Wilby und Judith Scott.
Curtis’ Filme haben zahlreiche Preise gewonnen: 1998 den Publikumspreis auf dem Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary für „The Governess“; 1995 BAFTAs für die Beste Darstellerin und die Besten Kostüme mit „Ihre Majestät Mrs. Brown“; 1995 sechs EMNET Awards für „Jump the Gun – Ein besseres Leben“, darunter als Bester Film; 1993 den Comedy Award der Tageszeitung Evening Standard für „Bad Behaviour“; und 1991 für „News Hounds“ den BAFTA für den besten TV-Film. 1995 wurde Curtis mit dem Business Award der Organisation Women in Film ausgezeichnet.


MICHAEL IAN BLACK
Drehbuch

Der Autor, Schauspieler und Regisseur Michael Ian Black stammt aus New Jersey und studierte an der Tisch School of the Arts unter dem Dach der New York University, brach aber sein Studium vorzeitig ab. Als Student wurde er Mitglied der Urzelle des Comedy-Ensembles The State, das kurze Zeit mit ihrer Show „The State“ (1993) auf MTV zu sehen war.
Anschließend gehörte Black auf dem Kanal Comedy Central zum Ensemble von „Reno 911!“ und spielte zahlreiche weitere TV-Rollen, darunter den Phil Stubbs in der preisgekrönten Comedy-Serie „Ed“ (Ed – Der Bowling-Anwalt). Außerdem tritt er mit seinen State-Kollegen Michael Showalter und David Wain in der Comedy-Gruppe Stella auf.
In Wains Spielfilm „The Ten“ übernahm Black die kleine Rolle eines Gefängniswärters. In Kürze ist er in „Kids in America“ neben Topher Grace zu sehen. Der von Black geschriebene und inszenierte „The Pleasure of Your Company“ (Wedding Daze) mit Jason Biggs und Isla Fisher lief 2006 auf dem Internationalen Filmfestival in Toronto.


RICHARD GREATREX, B.S.C.
Kamera

Richard Greatrex war zweimal für den TV-Preis der British Film Academy (BAFTA) nominiert: mit „Truth or Dare“ (Lügenspiele) und „Warriors“ (Warriors – Einsatz in Bosnien). Mit „Lügenspiele“-Regisseur John Madden drehte Greatrex den BBC-Film „Meat“ mit Jonny Lee Miller und John Simm in den Hauptrollen sowie die berühmte Ecosse-Produktion „Mrs. Brown“ (Ihre Majestät Mrs. Brown) und den internationalen Erfolg „Shakespeare in Love“ (Shakespeare in Love). Greatrex’ Kameraarbeit in „Shakespeare in Love“ brachte ihm Nominierungen für den BAFTA und den Oscar sowie für die Preise der British Society of Cinematographers und der American Society of Cinematographers (Verbände der Kameraleute) ein. Den TV-BAFTA gewann er mit der erfolgreichen BBC-One-Verfilmung von Wilkie Collins’ klassischem Roman „The Woman in White“, mit der er auch den Preis der Royal Television Society verbuchte.
Der renommierte Kameramann drehte aktuell im Kinobereich Michael Radfords Krimi „Flawless“ mit Michael Caine und Demi Moore; Jean-Baptiste Andreas schwarze Komödie „Big Nothing“ mit „Run, Fatboy, Run“-Regisseur David Schwimmer und Simon Pegg als Darstellern; und „The Detonator“ (The Detonator – Brennender Stahl) mit Wesley Snipes. Weitere Filme: „Chaos“ (Chaos), „The Upside of Anger“ (An deiner Schulter), „Connie and Carla“ (Connie und Carla), „I Capture the Castle“ und „A Knight’s Tale“ (Ritter aus Leidenschaft). Für das Fernsehen betreute er „Sons & Lovers“, „Last of the Blonde Bombshells“ (Die legendären blonden Bombshells), „Tess of the D’Urbervilles“ und „Getting Hurt“.


SOPHIE BECHER
Produktionsdesign

Sophie Becher begann ihre Laufbahn auf den Bühnen des Edinburgh Festivals. Einen Bühnenbild-Aufbaukurs machte sie in den Londoner Riverside Studios, wo sie zunächst Low-Budget-Filme betreute. Dann arbeitete sie sich in ihrer Zunft nach oben und stattete „The Good Father“ (Good Father – Die Liebe eines Vaters), „Personal Services“ (Personal Services) und „Life Is Sweet“ (Das Leben ist süß) aus.
1992 übernahm Becher erstmals die Verantwortung als Produktionsdesignerin: Mit John Hendersons „The Borrowers“ für Working Title Television und die BBC gewann sie den Preis der Royal Television Society (RTS), und sie erhielt eine Nominierung der British Film Academy (BAFTA). Es folgten die Kinofilme „A Business Affair“ (Liebe und andere Geschäfte) mit Christopher Walken und Carole Bouquet; Regisseur John Hendersons „Loch Ness“ (Nessie – Das Geheimnis von Loch Ness) für Working Title Films; und Hendersons Sequel zu „The Borrowers“. Die letztgenannten beiden Filme brachten Becher jeweils Nominierungen für den BAFTA und den Preis der RTA ein.
Weitere Filme: Trevor Nunns „Twelfth Night“ (Was ihr wollt); Mike Radfords „B. Monkey“ (B. Monkey); Mike Barkers „Best Laid Plans“ (Best Laid Plans – Eiskalt reingelegt), „Lorna Doone“ und „To Kill a King“; sowie Charles Shyers „Alfie“ (Alfie) mit Jude Law.
Aktuell arbeitete sie für Mike Radford an „Flawless“ mit Michael Caine und Demi Moore.


ANNIE HARDINGE
Kostümdesign

Drei Jahre hintereinander gewann Annie Hardinge mit ihren Kostümen zur sensationellen Comedy-Serie „Little Britain“ (Little Britain) den Preis der Royal Television Society. Zweimal hintereinander wurde sie mit der Serie auch für den Preis der British Film Academy (BAFTA) nominiert.
Hardinge machte ihre Ausbildung am Edinburgh College of Art. Inzwischen kann sie als Kostümbildnerin im Comedy-Bereich umfangreiche Erfahrungen vorweisen. Dazu gehören zwei Staffeln der BBC-One-Filmbranchenserie „Extras“ (Extras), zwei Staffeln von Caroline Ahernes BAFTA-preisgekrönter Serie „The Royle Family“, „Blackadder II“ (Blackadder II), „Blackadder the Third“ (Blackadder the Third) und „Blackadder Goes Forth“ (Blackadder Goes Forth), zwei Staffeln der BAFTA preisgekrönten Serie „Black Books“, „The Vicar of Dibley“, „The Fast Show“ und „The IT Crowd“.
Mit Schauspieler/Autor Simon Pegg, arbeitete sie an seiner Comedy-Serie „Spaced“ und auch an der Verfilmung seines ersten Spiefilmdrehbuchs „Shaun of the Dead“ (Shaun of the Dead) sowie an dem kürzlich gestarteten „Hot Fuzz“ (Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis) zusammen.
Im Bereich der Werbung prägte Hardinge die Spots hochkarätiger Kunden wie Pizza Hut, Fox’s Biscuits, I Can’t Believe It’s Not Butter, Shape Yoghurt, Kit Kat, Weetabix und Doritos to Walkers, Marmite, Kelloggs Rice Crispies, Ready Brek und Courts.


JANE WALKER
Make-up und Frisuren

Zwischen 1981 und 1994 arbeitete Jane Walker an Serien wie „A Small Morning“, „Blackadder Goes Forth“ (Blackadder Goes Forth), „The Grass Arena“, „’Allo, ’Allo!“ und „The Chronicles of Narnia“.
1994 machte Walker sich selbstständig und betreute Serien wie die Miniserie „Rebecca“ (Rebecca) nach Daphne DuMauriers klassischem Roman, die Hallmark-Miniserie „Merlin“ (Merlin), die moderne Version von „Randall & Hopkirk (Deceased)“, beide Staffeln der Channel-Four-Komödienserie „Black Books“, „Murder in Suburbia“, „Man Stroke Woman“ und „The Lenny Henry Show“.
Weil Walker sich mit ihrem Make-up besonders in Komödienproduktionen bewährte, kam es zu ihrer ersten Zusammenarbeit mit Schauspieler Simon Pegg und Regisseur Edgar Wright an der erfolgreichen Serie „Spaced“. Anschließend schuf sie sehr realistische Zombies für „Shaun of the Dead“ (Shaun of the Dead), und sie war auch an der aktuellen Komödie „Hot Fuzz“ (Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis) beteiligt.
Ihr Können als Maskenbildnerin bewies sie außerdem mit „The Mummy“ (Die Mumie) und „The Mummy Returns“ (Die Mumie kehrt zurück). Weitere Filme: der in den 1950er-Jahren angesiedelte „Asylum“ (Stellas Versuchung), der in der viktorianischen Epoche um 1880 spielende „Shanghai Knights“ (Shanghai Knights) mit Jackie Chan und die moderne romantische Komödie „The One and Only“.


ALISTAIR CROCKER
Ton

Alistair Crocker hat für Bildschirm und Leinwand die unterschiedlichsten Projekte betreut. Mit dem Kassenhit „The Full Monty“ (Ganz oder gar nicht) wurde er für den Preis der British Film Academy (BAFTA) nominiert. Im Lauf seiner Karriere arbeitete er mit einer großen Bandbreite von Regisseuren zusammen – so entstanden Filme wie John Maddens „Mrs. Brown“ (Ihre Majestät Mrs. Brown); David Stewarts „Honest“ (Honest – Beinahe ehrlich); John Mckenzies „Quicksand“ (Quicksand – Gefangen im Treibsand); und aktuell Craig Rosenbergs Thriller „Half-Light“ (Half-Light – Gefangen zwischen Licht und Schatten) sowie Manhaj Hudas umstrittener Jugendfilm „Kidulthood“ (Streets of London – Kidulthood). Vor Kurzem betreute Crocker Martin McDonaghs Komödie „In Bruges“ mit Ralph Fiennes, Colin Farrell und Brendan Gleeson.
Für das Fernsehen arbeitete Crocker an Adrian Shergolds Jane-Austen-Kostümfilm „Persuasion“; „Sharpe’s Challenge“; Robert Dornhelms „The Ten Commandments“ (Die Zehn Gebote) für Hallmark Entertainment; an der Serie „The Last Detective“; an Giles Fosters gefeiertem „Bertie and Elizabeth“; an „The Last of the Blonde Bombshells“ (Die legendären blonden Bombshells); Nick Laughlands „Sirens“ (Sirenen der Finsternis); Andy Tennants Komödienserie „The American Embassy“; und an der Krimiserie „Jericho“ (Jericho – Der Anschlag).


MICHAEL PARKER
Schnitt

Michael Parker begann seine Laufbahn als Cutter beim Fernsehen mit dem BBC-Two-Film „Arise and Go“ von Danny Boyle; Thaddeus O’Sullivans dreiteiligem „Tell Tale Hearts“ für BBC One; und Gabrielle Beaumonts „One Last Chance“ für BBC Two. Außerdem betreute er Roger Michells „Ready When You Are, Mr. Patel“ für die BBC und drei Verfilmungen von Bernard Cornwells Bestsellern: „Sharpe’s Battle“ (Wolfsjagd), „Sharpe’s Honour“ (Der Preis der Ehre) und „Sharpe’s Sword“ (Jenseits des Todes).
Parkers Debüt beim Spielfilm war Gillies MacKinnons „The Grass Arena“, der als Bester britischer Film auf dem Edinburgh Festival und als Bester Film in Dinard ausgezeichnet wurde. Für Regisseur Thaddeus O’Sullivan schnitt er auch „Nothing Personal“ (Grenzenloser Hass) mit Michael Gambon und Ian Hart in den Hauptrollen. Es folgten „East Is East“ (East Is East), der als Bester britischer Film von der British Film Academy (BAFTA) ausgezeichnet wurde, und Terence Davies’ „The House of Mirth“ (Haus Bellomont), der Parker eine Nominierung für den technischen Filmpreis der Tageszeitung Evening Standard einbrachte.
Weitere Spielfilme: „Born Romantic“ (Born Romantic – Herzenbrecher sollen tanzen können) mit Olivia Williams, Catherine McCormack und Jimi Mistry; Peter Hewitts „Thunderpants“; die erfolgreiche britische Komödie „Calender Girls“ (Kalender Girls) mit Helen Mirren, Julie Walters und John Alderton; sowie Charles Dances „Ladies in Lavender“ (Der Duft von Lavendel). Aktuell schnitt Parker „Mischief Night“ für Regisseurin Penny Woolcock und Kenneth Branaghs Kinofassung von „The Magic Flute“ (Die Zauberflöte).


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