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Original von DarkWizard
@Tweety
Nun, Ron und Hermine sind zwar wichtig und begleiten Harry, doch letzenendes liegt alles an ihm. Seine Freunde können ihm seine Aufgabe nicht abnehmen. Es ist im Prinzip wie mit Frodo und dem Ring der Macht. Frodo wurde die Bürde auferlegt, nicht Sam, nicht Pippin, Merry oder Aragorn, sondern Frodo! Die Freunde können ihn nur begleiten und versuchen seinen Weg zu erleichern, aber gehen muss der Held ihn selbst. |
Und trotzdem ist am Ende Sam der Held in Herr der Ringe. Der seinen Freund bis zum Schluß gefolgt ist und ihm beigestanden hat. Ohne Sam hätte Frodo es nie soweit geschafft.
Assoziiert gesagt: Ohne Ron und Hermione hätte Potter schon längst aufgegeben.
Natürlich trägt Harry Potter die Bürde ganz allein. Er ist der Auserwählte, er hat die Narbe, Voldemort will IHN in erster Linie töten.
Das kann ihm sicherlich keiner abnehmen. Aber Freunde bei sich zu haben, die einen tragen, die hinter einem stehen sind meistens die "Hauptcharaktere", die wahren Helden (wie Sam bei Herr der Ringe).
Und wenn man diese, wie jetzt z.B. im vierten Teil, oder auch stellenweise in Teil fünf in den Hintergrund rückt und sie als Statisten abtut, finde ich einfach nicht richtig.
Hatte JKR mal nicht selbst gesagt, dass Harry schon längst tot wäre, wären nicht Ron und Hermione da.
Selbst im fünften Teil wird es am Ende so dargestellt, das Harry gegen Voldemort nur einen einzigen Vorteil besitzt. Er hat Freunde: Ron und Hermione.
Am Ende steht Harry sicherlich allein vor Voldemort und muss dann alles entscheiden. Aber Fakt ist das er es gar nicht soweit geschafft hätte und Voldemort höchst wahrscheinlich auch nicht besiegen könnte, wenn er nicht im Gedanken und seinem Herzen wüsste, das er Freunde hat die auf ihn vertrauen. (Oh Man, wie melodramatisch.

)
Würde aber gerne noch weiter diskutieren, finde das echt interessant, wie deine Meinung zwecks Nebencharaktere/Ron/Hermione ist.
Nochmal zu Yates:
Das was du oben zitierst hast aus dem Xperts-Forum stimme ich vollkommen zu. Ich bin aber so jemand der kann unterscheiden zwischen Drehbuch und Regisseure. Was im Endeffekt im fünften Teil zu sehen war fand ich sogar gut. Sicherlich hätte der Endkampf vielleicht noch etwas länger gehen können, aber ansonsten bin ich mit dem Drehbuch zum fünften Teil eigentlich zufrieden.
Was mich am fünften gestört hatte, und was ich halt schon im vorherigen Post angesprochen habe, ist das gewisse Etwas. Eben das was einen Regisseur ausmacht. Ich habe einfach keine persönliche Note von David Yates erkannt. Sicherlich muss ein Regisseur nicht eine eindeutige Atmosphäre in einem Film aufwerten, so krass wie z.B. ein Burton oder auch ein Cuaron. Aber trotzdem muss es etwas geben, woran man sehen kann das es
sein Film ist. Und das habe ich im fünften einfach nicht gesehen.
Der Film an sich war gut. Die Story war gut, wie auf Harry eingegangen wurde war gut, das Ende war gut. Alles ok. Aber es hat was gefehlt.
Da nehme ich z.B. als Vergleich den dritten Teil. Alfonso Curaon hat eine super Atmosphäre in die Filme gebracht. Man hat richtig den Sprung gesehen im Film, das die drei keine Kinder mehr sind. Das sie jetzt Teenager sind und Voldemort eine wahrhaftige Gefahr darstellt. Es war nichts mehr "Friede, Freude, Eierkuchen - mäßig" und ich glaube das wollte damals JKR auch zeigen, als sie den dritten schrieb.
Außerdem ist Curaon super auf die einzelnen Charaktere eingegangen. Die Beziehung bspw. zwischen Harry und Lupin. Man hat richtig die Entwicklung der Charaktere gesehen. Eine Emma Watson ist unter der Regie von Cuaron regelrecht aufgeblüht.
Und das was ich da beschreibe, kann nicht durch ein Drehbuch geschaffen werden, sondern das geschieht durch den Regisseur. Er rückt die Schauspieler ins richtige Licht.
Man kann sich jetzt natürlich streiten. Yates schaffte es aus anderer Sicht (anderem Blickwinkel) ebenso sehr gut die Beziehung zwischen Harry und bspw. Sirius darzustellen.
Aber, um es nochmal auf das wesentlich runter zu brechen.
Yates ist durchaus ein guter Regisseur und in seinen TV - Produktionen wirklich super. Hab da schon viel positives gehört, auch wenn ich leider noch nicht selbst in den Genuß kommen durfte. Aber eine TV-Produktion und eine hunderte Millionen Euro Produktion ist nunmal ein kleiner Unterschied.
Bei einem so großen Projekt wie Harry Potter hat er es, meiner Meinung nach, einfach nicht geschafft, seinen eigenen Stempel auf zu drücken in der Filmreihe.
Ich bin selbst Fan von Intependent Regisseuren. Ich liebe Alfonso Cuarons "Children of Men" und ich war auch sehr positiv gegenüber Yates eingestellt.
Sicherlich kann man nicht sagen, was die Zukunft bringt. Vielleicht wird der sechste und siebte Teil brilliant. Who knows?
Allerdings sehe ich etwas skeptisch in die Zukunft, da ich den fünften Teil eher als durchschnittlich ansehe und die Befürchtung habe, das der sechste und siebte genauso wird. Nett, schön, gut aber farblos. Eben ohne Gefühl und einer persönlichen Note. Und das fände ich echt schade. Da die Harry Potter Reihe ein bombastisches Finale verdient hätte.
Wobei ich nach wie vor der Meinung bin das die Zweiteilung des letzten Bandes reine Geldmacherei ist. Da gerade die Story des siebten Bandes perfekt in einen zweieinhalb Stunden Film gepasst hätte. Aber naja, kann man nichts ändern.
Ach, irgendwie rede ich mich hier um Kopf und Kragen.
Ich hoffe, aber trotzdem das wenigsten irgendjemand (zumindest jemand der sich das alles überhaupt durchgelesen hat

) verstanden hat, was ich meine und im Endeffekt sagen will.