Hab den auch zuhause, in so einer auf 1000 Exemplare limitierten Version.
Die Indizierung war für damalige Verhältnisse sicher mehr als gerechtfertigt, da, wie ich finde einige Gewaltszenen schon recht derb ausgefallen sind.
Wie soll man so einen Film nun bewerten?
Abgesehen davon, dass man keinerlei Neues beim Alten entdeckt und , wie könnte es anders sein, drei hoffnungslos hilflose Mädchen die Hauprotagonisten stellen, die übrigens Perfekt fürs überleben in der Wildnis ausgerüstet sind mit : Schlafsäcken (ohne Zelt), Bier und Gras

, gibt es an dem Film doch einige ganz positive Sachen.
Angefangen bei der Story, die zwar einfach gestrickt ist (Mädchen werden Opfer / später Täter/Racheengel), dennoch vom Erzähltempo für mich sehr ansprechend gestaltet wurde; was soviel heißt, auf die erste Gewaltszene, und die war doch gewaltig, musste man keine 10 Minuten warten und auch die Charaktere, vor allem die Bösewichte wurden anfänglich gleich solide eingeführt indem man etwas mehr über ihre Behausung den Alltag und das Regime, geführt von der psychopathischen Mutter, erfährt.
Der erste Teil des Films (sprich: Charakterr- und Storyeinführung) schließt mit einer sehr amüsanten und witzig-skurrilen Trainigssequenz, die die beiden zurückgeblieben Brüder unter Anleitung ihrer Mutter absolvieren müssen ab.
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
Diese Übungen, dienen vermutlich dazu, dass die Brüder, das für ihre Mutter wichtigste, nämlich: einen Mord korrekt auszuführen, lernen sollen. Bestehen aus einigen seltsam anmutenden Lektionen wie Sandsäcke aufschlitzen und dergleichenSPOILER ENDE
Am besten Beschreiben könnte man es wohl noch mit dem Untertitel : Rocky meets Trash oder so ähnlich.
Nun nach dem ersten Teil des Films, geht es nun um das übliche Blabla was unter anderem heißen soll, es werden Fluchtversuche unternommen, verletzte Kolleginnen versorgt und Rachepläne geschmieded.(Dies ist dann doch stellenweise etwas fade Kost, wie ich mal ganz unverblümt sagen darf, doch dies wendet sich natürlich immer mehr zum Positiven, da ja noch der 3 Part des Films auf uns wartet)
Eben jener, zeigt das, worauf der mitgenommene und mit den Mädchen mitfiebernde Zuschauer sehnlichst gewartet hat. Die "braven" Teens, die eigentlich nur einen harmlosen Camping-Trip geplant haben dürfen nun zurückschlagen und zwar mit aller Härte, denn sich einen Urlaub von 3 misanthropen und geistesgestörten Hinterwäldlern versauen zu lassen, geht nun echt zu weit.
Die Rachesequenzen, in denen die Mädchen ihre Widersache systematisch und grausam in ihre Einzelteile zerlegen, gehören zweifelsohne zu den härtesten und, so finde ich auch ansprechendsten und besten Sequenzen von Muttertag. Hier wird etwas mit dem Brotschneidemesser hantiert dort etwas mit chemischen Säuren und schlussendlich wird der Mutter einfach die Luft abgedreht: was wünscht Splatterfan sich mehr? Richtig: eine angemessene Reihenfolge des Tötens

, und die bekommt man hier auch nach allen Regeln der Kunst, die darin besteht sich langsam anzuschleichen und alle 3 nacheinander zu töten frei nach dem Motto: Das Beste, hier ist natürlich die Mutter gemeint, kommt zu Schluss
Wer genaueres wissen will: einfach selbst anschauen, den Film sollte es mittlerweile zu Schleuderpreisen geben
Für wen ist dieser Streifen nun geeignet?
Slasherfreunde werden an dem Teil sicherlich ihren Spaß haben zumal auch einige (unfreiwillig?!) komische Elemente enthalten sind und die beiden zurückgebliebenen Brüder dem Ganzen noch zusätzlich etwas Slapstick verpassen; die Krone setzt dem Film zweifelsohne die Titelstellende Mutter auf mit ihrer herrlich irren, kranken und doch irgendwie liebenswürdigen Art
Für Horror-Fans der neuen Schule die auf Streifen wie '28 Weeks Later", "Rob Zombies Halloween" o.Ä abfahren wird dieses doch schon in die Jahre gekommenes Teil vermutlich nichts sein, doch für all jene, die mit älterer Kost kein Problem haben und die etwas in die Jahre gekommenen Effekte + dämliche Genre-Klischees verschmerzen können, wird Muttertag ordentlich Unterhalten.
Ich würde dem ganzen
5/10 Punkten geben, natürlich sehr subjektiv, da ich anders als z.B der User 'kinski' der ja mit solch älteren Genrevertretern mehr anfangen kann (wie mir scheint), eher nicht so der Horror-Typ bin.
Hab diese "kleine Rezension", falls man das überhaupt so nennen kann, nur mal eben schnell abgetippt, da ich den Film selbst schon ewig nicht mehr gesehen habe und dieser Thread Erinnerungen geweckt hat
Ist zwar nicht qualitativ und ansprechend, doch hoffe ich, zumindest irgendjemandem ein kleines Bisschen geholfen zu haben