Tomtec
Touchstone Pictures
und
Imagine Entertainment
präsentieren
Eine
BRIAN GRAZER
Produktion

STAB
Regie
ROBERT SCHWENTKE
Drehbuch
PETER A. DOWLING
und BILLY RAY
Produziert von
BRIAN GRAZER
Executive Producers
JAMES WHITAKER
CHARLES J. D. SCHLISSEL
ROBERT DINOZZI
ERICA HUGGINS
Director of Photography
FLORIAN BALLHAUS
Production Designer
ALEXANDER HAMMOND
Schnitt
THOM NOBLE
Costume Design
SUSAN LYALL
Musik
JAMES HORNER
Casting
DEBORAH AQUILA, C.S.A.
und TRICIA WOOD, C.S.A.
JENNIFER SMITH
Unit Production Manager
LEIGH SHANTA
Erste Regieassistenz
JONATHAN WATSON
Zweite Regieassistenz
RYAN CRAIG
Visual Effects Supervisor
ROB HODGSON
Associate Producer
SARAH BOWEN
BESETZUNG
Kyle Pratt
JODIE FOSTER
Gene Carson
PETER SARSGAARD
Kapitän Rich
SEAN BEAN
Stephanie
KATE BEAHAN
Fiona
ERIKA CHRISTENSEN
Julia Pratt
MARLENE LAWSTON
Obaid
MICHAEL IRBY
Ahmed
ASSAF COHEN
Mr. Loud
SHANE EDELMAN
Mrs. Loud
MARY GALLAGHER
Brittany Loud
HALEY RAMM
Rhett Loud
FORREST LANDIS
Claudia
JANA KOLESAROVA
Elias
BRENT SEXTON
Estella
JUDITH SCOTT
David
JOHN BENJAMIN HICKEY
Eric
MATTHEW BOMER
FBI Agent
GAVIN GRAZER
Mike
CHRISTOPHER GARTIN
Katerina
BESS WOHL
Grunick
KIRK B. R. WOLLER
Anna
STEPHANIE FARACY
Direktor der Leichenhalle
CHRISTIAN BERKEL
Therapeutin
GRETA SCACCHI
KURZINHALT

Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes macht sich Flugzeugingenieurin Kyle Pratt (JODIE FOSTER) mit ihrer sechsjährigen Tochter Julia (MARLENE LAWSTON) auf den Rückflug von Berlin in die USA. Gezeichnet von den Strapazen der letzten Tage schlafen Kyle und Julia an Bord sofort ein. Als Kyle einige Stunden später aufwacht, ist Julia spurlos verschwunden. Weder Passagiere noch Mitglieder der Crew können sich daran erinnern, Julia überhaupt jemals an Bord gesehen zu haben. Als der Name ihrer Tochter nicht einmal auf der Passagierliste auftaucht, glaubt Kyle, den Verstand zu verlieren. Verzweifelt versucht sie, das Rätsel um das Verschwinden ihrer Tochter zu lösen. Als sich ihre Paranoia immer mehr auf die Passagiere in der Flugkabine überträgt, gerät die Situation mitten über dem Atlantik völlig außer Kontrolle ...
PRESSENOTIZ

Touchstone Pictures/Imagine Entertainment präsentieren FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR, inszeniert von dem deutschen Regisseur Robert Schwentke („Tattoo“, „Eierdiebe“) und Kameramann Florian Ballhaus („Eierdiebe“), produziert von Oscar®-Preisträger Brian Grazer („A Beautiful Mind“, „Apollo 13“) mit Jodie Foster („Panic Room“, „Das Schweigen der Lämmer“, „Angeklagt“) in der Hauptrolle sowie Peter Sarsgaard („Garden State“, „Shattered Glass“), Sean Bean („Der Herr der Ringe“, „Das Vermächtnis der Tempelritter“) und Erika Christensen („Traffic“, „An deiner Schulter“) in weiteren Rollen.
LANGINHALT (Achtung Spoilergefahr)
Kyle Pratt (JODIE FOSTER) steht unter Schock. Ihr Gesicht ist zu einer Maske gefroren. Sie lebt ihr Leben wie unter einer Glocke, realisiert nicht mehr, was in der Außenwelt vor sich geht. Ihre Existenz trägt surreale Züge. Sie ist allein. Sie und ihre sechsjährige Tochter Julia (MARLENE LAWSTON). Denn Kyles Mann David ist tot, von einem Dach gefallen, erst vor ein paar Tagen. Vielleicht ist er auch gesprungen. Selbstmord. Doch das will sich Kyle nicht eingestehen. Ihr ist, als wäre David noch bei ihr. Als begleitete er sie noch durch die eisigen Straßen des winterlichen Berlins.
Ein schöner Traum. Aber doch nur ein Traum. Die Realität sieht anders aus. Am nächsten Tag wird Kyle die Leiche ihres Mannes zurück in die Vereinigten Staaten überführen. Eine letzte Nacht noch in Berlin. Allein mit ihrer Tochter, an die sie sich voller Kummer und Trauer schmiegt. Im Haus nebenan stehen zwei junge Männer und starren hinüber in das Zimmer von Julia. Als Kyle erneut nach ihnen sieht, sind sie verschwunden. Julia will Berlin nicht verlassen. Sie will nicht einmal die Wohnung verlassen. Liebevoll bietet Kyle ihrer Tochter an, sie unter ihrem Mantel zu verstecken. Keiner muss sie sehen, wenn sie nicht will.
Am Flughafen herrscht hektisches Treiben. Wegen des schlechten Wetters hat der Flug nach New York Verspätung. Die Wartehalle ist gefüllt mit Menschen, die auf ihren Flug warten. Es ist hektisch. Nur einen kurzen Moment wendet Kyle den Blick ab. Checkt die Anzeigentafel. Im nächsten Moment ist Julia verschwunden. Wie ein Geist. Als wäre sie gar nicht da gewesen. Als hätte sie nie existiert. Panik macht sich breit im Gesicht von Kyle. Angst. Bis sie Julia am Zeitschriftenstand entdeckt. Sie hat nur Hunger. In einem verlassenen Trakt des Flughafens beobachten Mutter und Tochter, wie das Flugzeug aufgetankt wird. Eine nagelneue E-474. Kyle kennt sie gut. Als Ingenieurin hat sie mitgeholfen, das Flugzeug zu entwickeln. Kyle ist die erste, die an Bord geht. Mit Julia. Das gewaltige Flugzeug mit seinen Sitzreihen in zwei Stockwerken ist beängstigend, wenn es leer ist. Gespenstisch und ein wenig unheimlich. Nur langsam füllt es sich mit Passagieren. Natürlich ist es die lauteste Familie, die direkt vor Kyle und ihrer Tochter Platz nimmt, in Reihe 25. Kyle und Tochter sitzen in Reihe 26, schräg hinter ihnen nimmt ein junger Mann Platz. Doch insgesamt bleibt das Flugzeug an der Stelle, an der Kyle platziert wurde, ziemlich leer. So leer, dass sie und Julia es sich nach dem Enteisen und Start der Maschine auf ganzen Reihen bequem machen können. Als Mutter und Tochter gemeinsam aus dem Fenster blicken, sehen sie, wie Davids Sarg an Bord gebracht wird. Julia haucht gegen das Fenster und malt ein Herz.
Drei Stunden später wacht Kyle mit einem Ruck auf. Sie spürt, dass etwas nicht stimmt. Und sie hat recht: Julia ist verschwunden. Spurlos. Keiner der Passagiere hat sie gesehen. Kyle wird unruhig. Die Flugbegleiterin Fiona (ERIKA CHRISTENSEN) glaubt, sich an Julia erinnern zu können, vage, aber gesehen hat sie das Mädchen auch nicht. Kyles Unruhe schlägt in Panik um, als ihre Tochter trotz intensiver Suche nicht wieder auftaucht. Eine andere Flugbegleiterin, Stephanie (KATE BEAHAN), ist so nett und macht eine Suchdurchsage. Doch keiner der 425 Passagiere an Bord hat das Mädchen gesehen – oder überhaupt mitbekommen, dass sie an Bord gewesen sein könnte.
Kyle wird noch unruhiger und hektischer und insistierender: Die Flugbegleiter müssten ihr helfen, Julia zu finden. Doch die reagieren zunehmend unsicherer. Kyle benimmt sich nicht wie eine besorgte Mutter. Sie benimmt sich wie eine Verrückte, eine Frau, die den Verstand verloren hat, eine potenzielle Gefahr für das Flugzeug. Alle Versuche, sie zu beruhigen und wieder zu ihrem Platz zu bringen, schlagen fehl. Kyle ist sich absolut sicher, sich ihre Tochter nicht einfach einzubilden. Sie weiß, dass sie einen Boardingpass für Julia dabei hatte, in ihrer Hosentasche, zusammen mit ihrem eigenen Boardingpass. Als sie danach sucht, findet sie nur den eigenen.
Auch die Passagiere werden bereits unruhig: Was will diese verrückte Frau? Als sie sich losreißt und zum Cockpit stürmt, um den Kapitän auf ihre Situation aufmerksam zu machen, greift der junge Mann ein, der schräg hinter Kyle saß: Er stellt sich als Gene Carson (PETER SARSGAARD) vor und ist als Air Marshal zum Schutz des Flugzeugs und der Passagiere mit an Bord. Er ist sehr bestimmt und kann Kyle beruhigen. Und vor allem: Er zeigt Verständnis und will ihr helfen. Er sorgt dafür, dass der Kapitän sich Kyles Anliegen anhört. Kapitän Rich (SEAN BEAN) zeigt sich besorgt. Ihm gesteht Kyle, dass sie zwar wegen des Selbstmordes ihres Mannes Tabletten gegen ihre Angstzustände nimmt, nichtsdestotrotz genau wüsste, dass ihre Tochter mit ihr an Bord war. Dagegen spricht, dass Julias Name auf keiner Passagierliste verzeichnet ist. Und Flugbegleiterin Stephanie, deren Aufgabe es war festzustellen, ob alle Fluggäste an Bord seien, hat sie auch nicht mitgezählt.
Dennoch ordnet der Kapitän an, dass das Flugzeug von oben bis unten durchsucht werden soll. Alle Passagiere müssen auf ihre Plätze zurückkehren, die Toiletten werden bis auf weiteres gesperrt. Das Murren ist groß. Mit Ausnahmen des Gepäckbereichs werden alle vorhandenen Ecken und Winkel gecheckt. Vergeblich, von Julia keine Spur. Beim wiederholten Durchkämmen fallen Kyle zwei arabisch aussehende Männer auf. Sie ist überzeugt, dass es sich bei ihnen um die zwei Männer handelt, die am Vortag von der anderen Seite der Straße ins Zimmer ihrer Tochter gestarrt haben. Kyle bezichtigt sie der Entführung Julias, die beiden Männer streiten das empört ab. Die Stimmung an Bord ist mittlerweile geladen. Kyle geht auf einen der beiden los und kann nur mit Gewalt von ihm getrennt werden.
Carson bringt Kyle zurück an ihren Platz. Warum, fragt er, sollte man ihre Tochter ausgerechnet an Bord des Flugzeugs entführen wollen? Kyle weiß keine Antwort. Und schon folgt der nächste Schock: Der Kapitän hat per Funk Kontakt mit dem Krankenhaus aufgenommen, in das Kyles Ehemann David nach seinem Selbstmordversuch eingeliefert worden war. Kapitän Rich hat schlechte Nachrichten für Kyle... so schlechte Nachrichten, dass ihr aller Wind aus den Segeln genommen wird und sie alle Hoffnung fallen lässt... Sollte sie sich wirklich nur eingebildet haben, Julia mit an Bord genommen zu haben. Ist sie wirklich verrückt, durchgedreht, unzurechnungsfähig...? Für einen Moment glaubt sie es. Doch dann fasst sie den Entschluss, ihre Tochter niemals aufzugeben an Bord der E-474... koste es, was es wolle...
BEREIT ZUM ABFLUG
Die Ängste einer verzweifelten Mutter
Ein Flug in einem topmodernen Passagierflugzeug in einer Höhe von 12.000 Metern ... Wie ist es trotzdem möglich, dass ein Kind spurlos verschwindet? Diese Nerven aufreibende Frage bildet den Kern des aufwühlenden Suspense-Thrillers FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR, der den Zuschauer mit hineinnimmt in die beklemmende Enge eines Überseeflugs – und ihn ins Zentrum eines packenden Rätsels stellt, während die Maschine von Berlin nach New York fliegt. Die zweifache Oscar®-Gewinnerin Jodie Foster spielt Kyle Pratt, eine von innerer Unruhe und Trauer geplagte junge Mutter, deren Beschützer-instinkt auf eine harte Probe gestellt wird, als sie an Bord den schlimmsten vorstellbaren Albtraum erlebt: Während des Flugs verschwindet ihre Tochter mitten über dem Ozean spurlos.
Oder etwa nicht?
Das Dilemma, mit dem die Passagiere und die Crew an Bord konfrontiert werden, deckt sich mit der Zwickmühle, in der sich das Publikum von FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR wieder findet: Ist Kyle Pratt (JODIE FOSTER), die gerade erst ihren Ehemann bei einem Unfall verloren hat, eine Frau, die vor Schmerzen darüber verrückt geworden ist? Oder ist sie eine über sich selbst hinauswachsende Mutter, deren Kind sich in einer Gefahr befindet, die das gesamte Flugzeug bedroht? Niemand kann sich erklären, warum der Name von Kyles Kind auf keiner Passagierliste zu finden ist. Zudem kann sich keine der Flugbegleiterinnen (ERIKA CHRISTENSEN, KATE BEAHAN) daran erinnern, das Kind an Bord des Flugzeugs gesehen zu haben. Natürlich wollen Kapitän Rich (SEAN BEAN) und Air Marshal Gene Carson (PETER SARSGAARD) der zunehmend verzweifelteren Kyle Glauben schenken. Aber alle Tatsachen deuten darauf hin, dass Kyles Tochter niemals an Bord war.
Was steckt wirklich hinter Kyles Not? Wem an Bord kann man trauen? Und wie weit muss Kyle gehen, um den tatsächlichen Hintergründen des erschütternden Rätsels auf die Spur zu kommen? Während Paranoia und Angst unter den Passagieren zunehmen, wird Kyle von den verstörendsten Ängsten heimgesucht, die eine Mutter quälen können: die Angst, sie könne ihr Kind verlieren, dass man ihre eigene Realität in Frage stellt, dass sie in einer Situation gefangen ist, in der scheinbar niemand in der Lage ist, zu helfen. In die Ecke gedrängt und dem Wahnsinn nahe, ist Kyle gezwungen, über sich hinauszuwachsen, um ihre Tochter zu retten.
ABFLUG
Ein High-Concept-Thriller um ein mysteriöses Geheimnis
In Zeiten wie unseren, in dem jeder Flug von perfiden Ängsten begleitet wird, greift FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR die vorherrschende Stimmung der Unsicherheit auf und nimmt das Publikum mit in einen raffinierten Thriller, der ausschließlich an Bord eines Flugzeugs spielt – ein begrenzter, geschlossener Raum, in dem Isolation, Angst und Verdacht ohnehin exponierter zu Tage treten als in anderen Situationen des täglichen Lebens. In diesem engen Raum verschwindet die Tochter von Kyle Pratt spurlos. In der Folge wird die zu allem entschlossene Mutter in ein komplexes Netz aus Geheimnissen, Verrat und möglichen Verschwörungen verwickelt und ihre Belastbarkeit auf eine harte Probe gestellt.
Obwohl die Geschichte von FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR lange vor den Ereignissen des 11. September 2001 entwickelt wurde, nahm das Drehbuch nach den schrecklichen Ereignissen dieses Tages eine völlig neue Bedeutung an. Was zuvor ein klug und kühl geplottetes Drama war, wurde auf einmal ein Spiegel einer neuen Ära des internationalen Flugverkehrs, in dem Unsicherheit eine elementare Rolle spielt und Mitpassagiere mit einem ganz anderen Bewusstsein gemustert und wahrgenommen werden. Bei Eltern kommt ein gesteigertes Schutzgefühl noch dazu. Die Geschichte drehte sich niemals um Terrorismus, aber in der Zeit nach dem 11. September nahmen die immer schon vorhandenen Themen „Paranoia“ und „veränderte Wahrnehmung“ von Fremden eine ganz besondere Bedeutung an.
Die Mischung des Skripts aus menschlichen Emotionen, ethischen Dilemmas und atemberaubenden Thrills war es, die den Oscar®-prämierten Produzenten Brian Grazer auf den Stoff aufmerksam werden ließ. Er ist bekannt für seinen vielfältigen Geschmack für unterschiedlichstes Material, der es ihm erlaubt, harte „Straßendramen“ wie 8 MILE („8 Mile“, 2002) ebenso zu realisieren wie den Oscar®-Gewinner A BEAUTIFUL MIND („A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn“, 2001). In dem komplexen, außergewöhnlich intensiven Thriller sah er eine faszinierende Gelegenheit, der dynamischen Staffel seiner Produktionsfirma Imagine Entertainment ein weiteres Highlight hinzuzufügen.
„FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR fühlte sich an wie ein Hitchcock-Rätsel, das ausschließlich in der eingeschlossenen Welt eines modernen Passagierflugzeugs spielt und jeden letzten Winkel, jedes denkbare Versteck, alle Schäfte und geheimen Räume ausnutzt“, sagt Grazer. „Die Kombination dieser unwiderstehlichen Idee mit einer realen, greifbaren, emotionalen menschlichen Geschichte über Verlust und Trauer war ziemlich stark.“
Drehbuchautor Peter A. Dowling war zur ersten Fassung des Drehbuchs von FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR von einer ganz simplen Idee ausgegangen, die ihm durch den Kopf schoss – eine Idee mit endlosen Möglichkeiten für Spannung und Mystery. Es war eine zeitgemäße Variation eines der zwingendsten Mystery-Themen in der Geschichte des Kinos: das plötzliche, unerklärliche Verschwinden eines geliebten Menschen.
„Ein Vater an Bord eines Flugzeugs auf Reiseflughöhe entdeckt, dass sein Kind spurlos verschwunden ist, und findet niemanden, der sich daran erinnern kann, dass es überhaupt mit an Bord war. Diese Idee war aber nur der Ausgangspunkt, weil mir bewusst wurde, dass man die Geschichte in unzählige Richtungen weiter erzählen konnte“, erklärt er. „Es könnte eine übernatürliche Geschichte sein. Es könnte sich um eine Entführung von Außerirdischen handeln. Es könnte um Halluzinationen und Täuschungen der Fantasie gehen. Oder man könnte einen realistischen Thriller daraus machen. Das war die Richtung (und Herausforderung), die mich am meisten packte. Ich war schon immer fasziniert von atemlos geplotteten Suspense-Filmen, speziell wenn sie in engen, begrenzten Räumen spielen. Gleichzeitig fand ich, dass es auch eine überaus emotionale Reise sein könnte, in der eine Mutter oder ein Vater eine erschütternde persönliche Krise bewältigen muss.“
„FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR hat eine Grundidee, die einen packt und nicht mehr loslässt“, sagt der ausführende Produzent Robert DiNozzi, der Dowlings ursprüngliches Drehbuch James Whitaker von Imagine Entertainment vorlegte. „Es ist ganz offensichtlich eine sehr aufregende Idee, zumal da etwas ganz Ursprüngliches drinsteckt, das einen Nerv beim Publikum trifft. Der Gedanke, das eigene Kind könne verschwinden, und dann in eine Situation zu geraten, in der einem niemand glaubt, niemand helfen kann und man nicht weiß, wem man trauen kann, noch nicht einmal dem eigenen Verstand, ist emotional aufwühlend.“
Bei Imagine fand auch Brian Grazer Gefallen an dem Stoff von Dowling. Er hatte sofort eine Idee, wie man der ganzen Sache noch eine zusätzliche Dimension verleihen könnte: Anstatt den Elternteil, wie zunächst im Drehbuch geplant, einen Vater und damit einen traditionellen Helden sein zu lassen, schlug er etwas völlig anderes vor: Er hatte den Einfall, die zweifach Oscar®-prämierte Schauspielerin Jodie Foster, mit der Grazer bereits seit Jahren zusammen arbeiten wollte, zu besetzen, als starke und doch geheimnisvolle Figur im Zentrum der Geschichte.
„Für einen Thriller wie diesen kann man sich keine bessere Schauspielerin als Jodie Foster vorstellen“, meint Grazer. „Sie ist ein Typ, der sofort Mitgefühl auslöst, man sorgt sich um sie. Man nimmt ihr die Mutterrolle ab, sie ist aber auch glaubwürdig als jemand, der Stärke und Kraft zeigt, wenn sie auf die Probe gestellt wird.“
Als Foster ihre Zusage gab, ging förmlich ein Ruck durch die gesamte Produktion. Grazer brachte Drehbuchautor Billy Ray an Bord, der die Geschichte weiterentwickeln und an Jodie Foster anpassen sollte: Nun wurde aus Kyle Pratt (der Name wurde aus Dowlings Fassung beibehalten) eine trauernde Witwe, die nun auch noch den Albtraum als Mutter miterleben muss, dass ihre Tochter unter Umständen, die niemand verstehen oder erklären kann, verschwindet.
Ray fand sofort, dass die Geschichte das Potenzial für ein differenziertes psychologisches Drama besaß. „Wenn Fremde in einem Flugzeug auf engstem Raum sitzen und man dieser Situation noch Spannung und Verdachtsmomente beimischt, dann hat man eine sehr explosive Grundlage, um herauszufinden, wie sich Menschen unter hohem Druck verhalten. Positive wie auch negative Eigenschaften kommen in ungefilterter Form zum Vorschein, wenn man gezwungen ist, schwere Entscheidungen zu fällen.“
Er fährt fort: „In FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR geht es in meinen Augen vor allem um Furcht. All das erlebt man durch die Augen von Kyle Pratt, von Jodie Foster, die eine überaus kluge, aber womöglich instabile Witwe spielt, bei der man sich nicht ganz so sicher ist, ob man ihr trauen kann oder nicht. Ich wusste, dass Jodie die nötige Intelligenz für den Film mitbringen würde. Während wir die Geschichte um ihre Figur herum arrangierten, trieb sie uns unentwegt voran, den Plot noch smarter und packender zu erzählen.“
Auch bei der Wahl eines Regisseurs für FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR schlugen Grazer und die ausführenden Produzenten Charles J. D. Schlissel und Robert DiNozzi einen unerwarteten Weg ein. Sie verpflichteten Robert Schwentke, einen jungen deutschen Independent-Filmemacher, der mit seinen Filmen TATTOO (2001) und EIERDIEBE (2003) auf sich aufmerksam gemacht hatte. Grazer und sein Team waren beeindruckt von der Fähigkeit des Regisseurs, seine Filme zu beinahe intimen Erfahrungen voller Spannung und Energie zu machen.
Charlie Schlissel sagt: „Robert ist ein ausgezeichneter junger Regisseur, einer der visuell innovativsten und sorgfältigsten Leute, mit denen ich jemals gearbeitet habe. Er sieht die Welt auf eine ganz andere Weise, hat ein akribisches Auge für Details und ist ein wirklich liebenswerter Mensch. Er spielte eine entscheidende Rolle dabei, der Geschichte emotionales Gewicht zu verleihen.“
Und Grazer fügt hinzu: „Robert war der Regisseur des handfesten und ausgesprochen intensiven TATTOO. Als ich den Film sah, war mir sofort klar, dass er es perfekt versteht, dem Publikum eine Gänsehaut einzujagen, weiß wie man Spannung entstehen lässt und wie man einen Film von einem Moment zum nächsten beschleunigt. Ich hatte das Gefühl, dass er den idealen Gegenpol für einen Thriller finden würde, den er gegen die Genregesetze bürsten wollte.“
Schwentke gefiel die Idee eines Thrillers, der in einem ungewöhnlichen und eng geschlossenen Raum spielt. Und natürlich freute er sich darauf, mit derart gewichtigem Material zu arbeiten: „Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine Frau, die ihre Psyche nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes wieder aufbauen muss. Wie er genau ums Leben gekommen ist, erfährt man erst am Ende des Films, aber eines ist von Anfang an klar: Die Tragödie lässt sie langsam ihren Sinn für die Realität verlieren. Die Frage, ob und bis zu welchem Grad dies passiert, ist der dramatische Motor des Films. Für sie kommt noch dazu, dass sie sich nun allein um ihre sechsjährige Tochter kümmern muss. Trotz ihrer Trauer darf sie sich ihres kleinen Mädchens zuliebe nicht gehen lassen.“
„Die Geschichte war eine wunderbare Gelegenheit für mich, einen Puzzlefilm mit vielen Wendungen und Überraschungen zu machen, der aber auch ungemein emotional ist“, führt der Regisseur weiter aus. „Mir gefiel die Idee, einen Film an einem einzigen, abgeschlossenen Ort spielen zu lassen. Früh entschieden wir, nie zum Kontrolltower oder zu anderen Personen am Boden zu schneiden. Wir bleiben während des gesamten Films streng an Bord des Flugzeugs und sperren das Publikum mit den Figuren in 12.000 Meter Höhe ein. Gemeinsam müssen sie versuchen, das Geheimnis des Films zu entschlüsseln.“
VERSCHWUNDEN IN 12.000 METER HÖHE
Die Besetzung von FLIGHTPLAN stellt sich einem geheimnisvollen Rätsel
Im Zentrum der sich stetig steigernden Spannung und schwindelerregenden menschlichen Intrigen von FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR steht Kyle Pratt, eine trauernde Witwe und gleichzeitig auch Mutter, die sich in einer unfassbaren Position wiederfindet: Sie muss die komplette Besatzung eines Flugzeugs und seine Passagiere davon überzeugen, dass ihr kleines Mädchen spurlos verschwunden ist.
Jodie Foster ist eine der versiertesten Schauspielerinnen unserer Zeit und zugleich selbst eine bedeutende Regisseurin. Sie spielt die Rolle der Kyle Pratt mit außergewöhnlicher Energie und großer Komplexität. Jedes Detail ihrer Wandlung von benommener Trauer über entsetzten Schock hin zu bestimmter Aktion verkörpert sie mit Perfektion. Nichts kann sie aufhalten bei der Lösung des schrecklichen Rätsels, das ihr ihre Tochter genommen hat.
Foster, die zunächst als Teenager mit ihrer Oscar®-nominierten Darstellung einer Prostituierten in Martin Scorseses TAXI DRIVER („Taxi Driver“, 1976) zu Bekanntheit gekommen war, ist eine der herausragenden Kreativkräfte Hollywoods der letzten Jahrzehnte. Sie konnte zwei Academy Awards® gewinnen, für ihre Darstellungen eines Vergewaltigungsopfers in ACCUSED („Angeklagt“, 1988 ) und als FBI-Agentin Clarice Starling in dem Thriller-Klassiker THE SILENCE OF THE LAMBS („Das Schweigen der Lämmer“, 1991). Zuletzt sah man sie in dem Suspense-Thriller PANIC ROOM („Panic Room“, 2002), dem aufwändigen Historiendrama ANNA AND THE KING („Anna und der König“, 1999), sowie – in einem Auftritt in französischer Sprache – in Jean Pierre Jeunets UN LONG DIMANCHE DE FIANCAILLES („Mathilde – Eine große Liebe“, 2004).
Foster ist selbst zweifache Mutter. Von daher war sie sofort interessiert an FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR, als Brian Grazer ihr zum ersten Mal davon erzählte. „Was mich wirklich bewegte, war die Idee, dass es um eine Mutter geht, die ihr Kind verliert und auf einmal gezwungen ist, ihren Geisteszustand in Frage zu stellen, weil sie so sehr mit Trauer erfüllt ist, dass sie ihren Verstand zu verlieren glaubt“, sagt Foster. „Währenddessen befindet sie sich in dieser merkwürdigen internationalen Welt eines Flugzeugs, wo jeder jeden für verdächtig hält. Die Situation ist also ungemein angespannt, der Druck ist hoch.“
Foster erzählt weiter: „Ich hatte schon immer eine Vorliebe für Stoffe, die sich innerhalb enger Räume abspielen. Ich mag die Intensität und dass es in der Geschichte schließlich darum geht, wie Menschen miteinander zurechtkommen und sich in diesem engen Raum verändern. Der Film ist ein Thriller, aber er beinhaltet auch eine persönliche Reise. Ein Blick darauf, wie eine Frau sich unter dem größten vorstellbaren Stress und großer Panik verhält, wie sie sich an ihren eigenen Haaren aus diesem Abgrund aus unendlicher Trauer herauszieht und wieder aufrichtet. Ich glaube, dass Kyle gar nicht mal so sehr heroisch ist, sondern einfach getrieben. Manchmal mag sie barsch sein, manchmal
irrational, dann wieder manipulativ. Aber es gibt nichts, was sie nicht tun würde, um ihre Tochter zu finden.“
Ein weiterer Trumpf war aus der Sicht Fosters die Aussicht auf eine Zusammenarbeit mit Robert Schwentke, der zwar in den USA noch nicht allzu bekannt sein mag, die Schauspielerin aber dennoch mit TATTOO beeindruckt hatte. „Ich fand, dass TATTOO ein außergewöhnlicher Film war, und war sehr interessiert an einer Zusammenarbeit“, meint sie. „Er ist smart, interessant und hatte eine sehr, sehr starke Vision für FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR.“
Für Schwentke war die Erfahrung, Foster inszenieren zu können, wiederum durchgehend aufregend und aufschlussreich: „Sie ist einfach furchtlos. Sie ist dazu in der Lage und jederzeit bereit, sich und ihre Figur an emotional ausgesprochen unangenehme Orte zu bewegen. Sie ordnet ihrer Rolle alles andere unter. Jede ihrer Entscheidungen reflektiert diese Einstellung. Wenn etwas die Wahrheit über ihre Figur offenbart, dann wird sie das machen, auch wenn sie das weniger souverän oder sympathisch aussehen lässt. Sie verfügt über die unfassbare Fähigkeit, eine Zeile 15-mal zu wiederholen und sie jedes Mal anders klingen zu lassen und gleichzeitig so, als würde sie sie gerade zum ersten Mal sprechen. Ich habe mich sehr, sehr glücklich geschätzt.“
Mitten während des Flugs, als Kyle Pratts Terror und Paranoia überhand nehmen, gibt es einen Hoffnungsschimmer, als sich ein Passagier als Air Marshal zu erkennen gibt – ein Polizist der Lüfte und eine feste Einrichtung an Bord von Flugzeugen nach den Ereignissen des 11. September. Air Marshal Gene Carson muss versuchen herauszufinden, ob es sich bei Kyle Pratt einfach nur um eine verzweifelte Mutter handelt, die ihre verschwundene kleine Tochter sucht, oder um eine gefährliche Bedrohung für alle anderen Passagiere. Für diese Rolle konnten sich die Filmemacher die Dienste von Peter Sarsgaard sichern, der bekannt ist für seine komplexen und von der Kritik geachteten Darstellungen in Filmen wie KINSEY („Kinsey“, 2004), GARDEN STATE („Garden State“, 2004) oder SHATTERED GLASS (2003).
Sarsgaard war beeindruckt von dem intelligenten Ansatz, den FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR für das Storytelling eines so spannenden Films fand. „Ich war der Meinung, dass es eine wunderbare Kombination aus verschiedenen Genres war“, überlegt er. „Für mich ist es zunächst einmal ein Film über Trauer, aber dann wird er schnell ein Thriller und ein Drama und eine Mystery-Story mit vielen Wendungen und Überraschungen. Er ist eine Art Labyrinth. Man muss dabei definitiv an Hitchcock denken.“
Obwohl er es als spannende Herausforderung empfand, die Rolle des Gene Carson zu spielen, war Sarsgaard zunächst besorgt, er könne körperlich nicht einschüchternd genug sein, um einen Air Marshal zu spielen – nur um dann zu erfahren, dass es eine der Hauptqualitäten eines Air Marshals ist, nicht weiter aufzufallen und mit seinem Umfeld förmlich zu verschmelzen. Er lernte auch, dass Air Marshals so rekrutiert werden, dass sie aus allen möglichen Berufssparten stammen. Nach seiner Besetzung lernte Sarsgaard mehrere richtige Air Marshals kennen, um ein besseres Verständnis für den stark nachgefragten Job zu bekommen.
„Ich habe dabei erfahren, dass ein Air Marshal viel Wert auf Diskretion legt und doch gleichzeitig über ein gewaltiges Maß an Autorität verfügen muss“, erklärt Sarsgaard. „Es ist eine wirklich faszinierende Arbeit und sie neigen dazu, bei den interessantesten Flügen an Bord zu sein. Bei Flügen, die ein hohes Risiko bergen, an Bord der größten Flugzeuge mit den unterschiedlichsten Passagieren. Für den Job braucht man auch viel Geduld, denn in 99,9 Prozent aller Fälle hat man nichts anderes zu tun, als an Bord des Flugzeugs zu sitzen und sich darüber klar zu werden, wer all die Leute an Bord sind, was sie während des Fluges machen. Das ist so etwas wie eine Geduldsprobe. Aber wenn dann tatsächlich etwas passiert, muss man blitzschnell zur Stelle sein.“
Carson sieht sich an Bord des Flugs von Berlin nach New York alsbald mit einer unerwarteten Situation konfrontiert, als ein kleines Mädchen als verschwunden gemeldet wird ... oder ein Passagier womöglich den Verstand verloren hat – je nachdem, wem man Glauben schenken will. „In diesem Film geht es in besonderem Maße um erste Eindrücke und verschiedene Perspektiven und darum, wie man ein Geheimnis auf verschiedene Weise betrachten kann, je nachdem, von welcher Seite man es betrachtet“, berichtet Sarsgaard. „Ich fand das wirklich interessant.“
Sarsgaard freute sich auch auf die enge Zusammenarbeit mit Jodie Foster. „Ihre Begeisterung und Leidenschaft sind unglaublich“, meint er. „Es ist wunderbar, an der Seite einer derart engagierten Kollegin zu spielen. Sie kümmert sich um jedes noch so kleine Detail in jeder einzelnen Szene, obwohl sie bereits auf eine so erfolgreiche Karriere zurückblicken kann.“
Robert Schwentke fand, dass Sarsgaards Ansatz für die Rolle einzigartig war: „Im wahren Leben ist Peter ein begeisterter Schachspieler. Seiner Rolle hat er sich mit der Denke eines Spielers genähert. Letztlich sehen wir beide Gene als einen Mann, der zu viele Stunden an Bord von Flugzeugen zugebracht und dabei nichts anderes gemacht hat, als sich den Kopf zu zerbrechen. In Kombination mit seinem Ego erweist sich das als reichlich explosiv.“
Air Marshal Gene Carson untersteht an Bord des Flugzeugs nur einer Autorität: Kapitän Rich, dem Piloten der Maschine – dem einen Mann, der letztendlich für das Schicksal von Kyle und ihrer Tochter verantwortlich ist, ob die Kleine nun an Bord ist oder nicht. Bei der Suche nach einem Mann mit einer dominierenden und stählernen Präsenz wurden die Filmemacher alsbald bei Sean Bean fündig, der für seine starken Filmfiguren in Hits wie THE LORD OF THE RINGS („Der Herr der Ringe“, 2001), NATIONAL TREASURE („Das Vermächtnis der Tempelritter“, 2004) und GOLDENEYE („GoldenEye“, 1995) bekannt ist.
Schwentke sagt: „Sean verkörpert alle Qualitäten, die Kapitän Rich auszeichnen. Außerdem gelang es ihm, die Figur ausgesprochen menschlich darzustellen. Dieser Kapitän will die richtige Entscheidung treffen, aber findet sich mit einer Situation konfrontiert, die in keinem Regelbuch festgehalten ist.“
Bean gefielen die vielen Geheimnisse von FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR: „Als der Pilot in die Angelegenheit involviert wird, weiß niemand mehr, ob Kyle überhaupt mit einem Kind an Bord gekommen ist oder ob sie sich das alles nur einbildet“, erzählt er. „Meine Figur, selbst ein Vater, versucht Verständnis für sie aufzubringen. Er ist sich aber nicht ganz sicher ob er ihr wirklich glauben kann. Er will ihr nur zu gerne glauben, aber er kann auch den Verdacht nicht abschütteln, dass sie seinen Flug in Gefahr bringen könnte. Und Sicherheit ist seine erste Priorität.“
Viel Spaß hatte Bean bei der spannenden Interaktion seiner Figur mit Jodie Foster und Peter Sarsgaard, die einander misstrauisch mustern und herauszufinden versuchen, was genau ihre jeweiligen Absichten sind. Er erinnert sich: „Es war so aufregend, Jodie bei der Arbeit zuzusehen, weil sie unglaublich fokussiert ist. Gleichzeitig ist Peter Sarsgaards Darstellung sehr subtil und doch so realistisch und glaubwürdig. Es war inspirierend, da mit dabei zu sein.“
Eine besondere Offenbarung war es für Bean und den Rest des Casts, in einem Modell eines erfundenen, aber dennoch unglaublich detailliert umgesetzten modernen Passagierflugzeugs zu drehen. „Da herrscht eine wirklich beengte und klaustrophobische Atmosphäre, die die Spannung automatisch maximiert“, stellt er fest. „Alles ist so nah und man kann an niemandem vorbeigehen, ohne ihn anzurempeln. Aus filmemacherischer Sicht war das eine große Herausforderung, aber ich glaube, das zahlt sich bei dieser Geschichte aus, weil sich das Publikum fühlen wird, als befände es sich mit uns in der Luft, gefangen in diesem kleinen Raum, mit dabei bei diesem furchterregenden Ritt.“
TURBULENZEN:
Die Flugbegleiter von FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR
Kyle Pratts schrecklicher Flug wird noch komplizierter, als sie die Flugbegleiter an Bord um Hilfe bittet: Sie sollen die junge Mutter unterstützen, ein Kind zu finden, von dem sie nicht einmal sicher sind, ob es existiert. Foster, Sarsgaard und Bean standen bereits als Hauptdarsteller fest. Jetzt suchten die Filmemacher nach geeigneten Darstellerinnen für diese wichtigen Nebenrollen, die sich einerseits vor der Kamera neben den großen Namen behaupten können mussten, andererseits ihre Erfahrungen in erster Linie in der Welt des Independentfilms gemacht haben sollten. Also fiel die Wahl auf zwei aufstrebende Jungstars: Erika Christensen, die das Publikum mit ihrer Rolle als drogensüchtige Tochter von Michael Douglas in TRAFFIC („Traffic – Die Macht des Kartells“, 2000) begeisterte, spielt die verständnisvolle Fiona, und die australische Newcomerin Kate Beahan, die mit ihrem Auftritt in dem australischen Indiehit CHOPPER („Chopper“, 2000) auf sich aufmerksam machte, ist die misstrauische Stephanie.
Christensen musste nicht lange zu dem Part überredet werden. „Ich fand FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR aus schauspielerischer Sicht spannend, weil der Film komplett an Bord eines Flugzeugs spielt. Alle Figuren sind in allen Szenen zu sehen, und man muss genau planen, wo man sich gerade aufhält und was man gerade macht“, erklärt sie. „Außerdem fand ich das Drehbuch angesichts heutiger Sorgen und Ängste absolut zeitgemäß. Es war gleichzeitig beängstigend und bewegend.“
Bei der Vorbereitung für die Rolle kam Christensen zugute, dass ihre Familie selbst auf Erfahrungen in der Welt des Flugverkehrs verweisen kann. „Meine Großmutter war Stewardess – damals, als man sie noch ,Stewardess‘ nannte – und meine beiden Großväter sowie meine Mutter sind Piloten. Die Geschichten, die man sich in meiner Familie über das Fliegen erzählte, waren immer abenteuerlich und glamourös. Das war ein weiterer Grund, warum ich bei dem Film mitspielen wollte. Ich finde, dass sich Piloten und Flugbegleiter schon immer durch eine ,Bereit für alles‘-Einstellung ausgezeichnet haben. Aber heute müssen sie wirklich immer wachsam sein und sich blitzschnell auf neue und gefährliche Situationen einstellen können. Ich halte sie für echte Helden.“
Die Flugbegleiter von heute sehen sich natürlich auch deutlich größeren Herausforderungen ausgesetzt, als Fluggästen einfach nur Tee und Kaffee zu servieren. Sie sind auch in erster Linie um die Sicherheit im Flugzeug bemüht. Christensen stellte fasziniert fest, was Flugbegleiterinnen bei der Ausbildung und Vorbereitung für ihren Job heutzutage alles machen müssen. „Robert Schwentke schickte mir ein 15 Zentimeter dickes Manual, das Flugbegleiter von heute in- und auswendig kennen müssen. Ich studierte das Lehrbuch und nahm auch ein paar Ausbildungsstunden bei einem professionellen Flugbegleiter-Lehrer“, erinnert sich Christensen.
Ihre Figur Fiona ist noch ein Neuling – es ist erst ihr zweiter internationaler Flug. „Meine Figur ist ein auf sich allein gestellter Typ, obwohl sie nur zu gerne Teil der Gruppe wäre“, sagt die Schauspielerin. „Als sie miterlebt, was Kyle alles durchmachen muss, kann sie sich nicht einfach abwenden. Sie will unbedingt herausfinden, auf wessen Seite sie sich schlagen soll, ohne irgendjemanden vor den Kopf zu stoßen.“
Die Australierin Kate Beahan musste ihren Akzent verbergen, als sie die Rolle der anderen Flugbegleiterin, der erfahreneren und abgebrühteren Stephanie, annahm. „Das Drehbuch hatte einen viel komplexeren Text als die meisten anderen Thriller, die man heute sieht. Ich fand allein die Tatsache, einen Mystery-Stoff in Zeiten wie den unseren in ein Flugzeug zu verlegen, ausgesprochen gewagt“, meint Beahan. „Es macht sich die allgegenwärtige Angst, in einer verheerenden Situation gefangen zu sein, ohne dass einem jemand glauben will, zunutze.“
Wie Christensen freute sich Beahan auf die Aussicht, mit Jodie Foster arbeiten zu können. Sie war überrascht: „Sie war großzügig, lustig und sehr smart, ohne sich irgendwie verstellen zu müssen“, sagt sie. „Ich fühle mich absolut privilegiert, dass ich an ihrer Seite arbeiten durfte.“
Neben Foster sieht man auch – zumindest bis sie spurlos verschwindet – die siebenjährige Marlene Lawston, die in FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR mit der Schlüsselrolle von Kyle Pratts Tochter Julie ihr Filmdebüt gibt. Die Filmemacher hatten nach einem Mädchen gesucht, dass einen bleibenden Eindruck hinterlässt, damit ihr plötzliches Verschwinden eine spürbare Lücke im Film hinterlässt.
„Marlene war wunderbar“, merkt der ausführende Produzent Charlie J. D. Schlissel an. „Sie hatte viel zu bewältigen – das war nicht nur ihr erster Film, sie musste auch in jeder ihrer Szenen neben Jodie Foster spielen! Das hätte eine einschüchternde Angelegenheit sein können, aber es war eine große Freude, mit Marlene zu arbeiten. Sie bewältigte jede Herausforderung.“
Foster fühlte sich von der kleinen Marlene regelrecht inspiriert. „Marlene ist gerade einmal sieben Jahre alt, aber sie hat eine ungewöhnlich intensive, unverkennbare Ausstrahlung“, sagt Foster. „Ich stehe sehr gerne mit Kindern vor der Kamera und sehe zu, wie sie sich im Verlauf der Dreharbeiten verändern.“
Und Schwentke sagt: „Jodie war selbst eine Kinderschauspielerin. Deshalb war sie eine enorme Hilfe für Marlene, die ab einem gewissen Zeitpunkt anfing, Jodie nachzumachen. Für die Rolle war das absolut perfekt.“
ANGESCHNALLT:
Eine Tour durch den E-474 Jumbo Jet von Aalto Air
Von essenzieller Bedeutung für die Designs bei FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR war von Anfang das Bestreben, das Publikum ganz unmittelbar an der Handlung teilhaben zu lassen. Es sollte sich selbst so fühlen, als wäre es gefangen an Bord des kolossalen Flugzeugs, das mit mehreren hundert Stundenkilometern seinem Ziel entgegensteuert, während sich das Geheimnis um Kyle Pratt und ihre frenetische Suche nach ihrer wie vom Erdboden verschluckten Tochter entfaltet. Wie die Figuren verbringt auch das Publikum fast die komplette Laufzeit des Films an Bord des fiktionalen Flugzeugs, eines E-474 Jumbo Jets der Aalto Air, der letzte Schrei in Sachen hoch technisiertem, multifunktionalem Passagier-Komfort – und als Flugzeug gerade groß genug, dass ein kleines Kind darin spurlos verschwinden könnte.
Brian Grazer und Robert Schwentke stellten sich den E-474 als eine Art nächste Generation von Passagierflugzeug vor, das mehr als 700 Fluggäste fasst und sich durch eine stylische, modern gestaltete Architektur-Struktur von anderen Flugzeugen abhebt. Im schicken Oberdeck der Maschine befinden sich das Cockpit, die geräumig gestalteten Sitze der Ersten Klasse, eine im Mod-Stil gehaltene First-Class-Lounge in Orange- und Weißtönen inklusive Treppe, eine Bordküche und zwei großzügig gestaltete Couch-Kabinen mit funktionalen Videomonitoren, die in die Sitze eingelassen sind. Darunter befindet sich die langgestreckte Business Class mit ihren unverkennbaren roten Sitzen, zwei weitere Bordküchen sowie die Holzklasse, in der die Wendeltreppe zum Oberdeck einen visuellen Akzent setzt.
Der Schlüssel zum Funktionieren der Spannung war, dieses einzigartige Set auf greifbare Weise realistisch zu gestalten. Für die „Herkules-Arbeit“, all die bis ins Kleinste ausgearbeiteten Details eines Flugzeugs, das nicht wirklich existiert, in die Tat umzusetzen, vertrauten die Filmemacher auf die Dienste eines Teams talentierter visueller Künstler, darunter Ausstatter Alexander Hammond und Kameramann Florian Ballhaus. Schwentke arbeitete mit beiden Männern eng zusammen und teilte mit ihnen seine Vision, wie man den visuellen Schauder des Films gestalten könnte.
„Sich auf einem langen Flug zu befinden, ist ein bisschen, als wäre man unter Wasser. Alles wirkt gedämpft und aus der Zeit herausgenommen“, befindet Robert Schwentke. „Ich wollte diese traumartige Qualität einfangen.“
Alexander Hammond, der zuvor die Live-Action-Welt von DR. SEUSS’ THE CAT IN THE HAT („Ein Kater macht Theater“, 2003) entworfen hatte, der ebenfalls von Brian Grazer produziert worden war, stürzte sich in die Arbeit und machte sich mit den Grundzügen des modernen Flugzeugdesigns vertraut. Er studierte mehr als zehntausend Bilder, um dann einige Dutzend Blaupausen zu entwerfen, viele davon von eigener Hand. Hammond erinnert sich: „Wir sahen uns eine Reihe verschiedener Flugzeuge unterschiedlichster Manufakturen an und wählten dann nach Belieben die jeweiligen Eigenschaften aus, die einerseits bekannt wirkten, aber doch Elemente hatten, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat.“
Schließlich legten Hammond und sein Team ein erhöhtes, 100 Meter langes Set vor, dessen Seitenwände aus großen Styroporblöcken bestanden, die als Wände des Flugzeugs dienten. Die Crew verbrachte 16 Wochen mit dem Bau des Flugzeugs auf einer 27.000 Quadratfuß großen Studiobühne in Los Angeles. Anstatt ein mehrstöckiges Set zu errichten, wurde das Flugzeug so gebaut, dass es in den ersten Tagen des Drehs als Oberdeck fungierte, um dann später, komplett neu arrangiert, als Unterdeck zum Einsatz zu kommen. Das Innendesign des Flugzeugs hatte gezielt einen hippen Retrolook, mit dem man die zeitgemäße Betonung von Stil in Flugzeugen unterstützte.
Hammond meint: „Wir sahen uns viele ältere Flugzeuge und Architektur der 60er Jahre an, um uns inspirieren zu lassen. Also findet man ein unverkennbares Retrodesign in der Lounge und der Bar. Das erinnert ein bisschen an den Komfort und Spaß, den man früher an Bord eines Flugzeugs haben konnte und den man heute nicht mehr wirklich bei Flugreisen findet.“
Auf einer zweiten Studiobühne fanden sich jene Bereiche eines Flugzeugs, die Passagieren für gewöhnlich verborgen bleiben, für Kyle Pratt bei der Suche nach ihrer Tochter aber maßgebliche Bedeutung bekommen. Dazu gehören der Gepäckbereich, das Flugdeck, die Schlafquartiere der Crew, ein Speicher, in dem sich die Rohrleitungen, das Kanalnetz, die Luftventilation und Kabelsysteme befinden, das vordere Landefuhrwerk und der Elektronikraum, den man als Gehirn des gesamten Flugzeugequipments bezeichnen kann.
„Einer der entscheidenden Vorteile, wenn man ein Set von Grund auf neu baut, besteht darin, dass man das Design sämtlicher Räume nutzen kann, um gewisse Elemente einzelner Szenen zu verstärken“, sagt Robert Schwentke. „Eine strahlend weiße Bordküche konnte beispielsweise die durcheinander gebrachte und etwas gespenstische Gefühlswelt von Jodie Fosters Figur reflektieren. Oder es war uns möglich, die Decke des Flugzeugs leicht abzusenken, um den Eindruck des Gefangenseins zu verstärken. Alec war großartig, wie er einen zweiseitigen Ansatz für seine Entwürfe fand: psychologisch und funktional. Im Großen und Ganzen beziehen sich die Designs des Flugzeugs darauf, wer die handelnden Figuren an Bord sind, in welchen Situationen sie sich befinden und wo wir sie und das Publikum rein emotional positionieren wollten.“
Um mehr darüber zu lernen, wie man sich realistisch durch das Set bewegt, besuchten Cast und Crew einen regelrechten Crashkurs, eine „Flugschule“, eine pragmatische Einführung in die Welt der Aviation, die vom technischen Berater Mark Burton vorgenommen wurde. Er erklärte, wie das High-Tech-Equipment eines Flugzeugs funktioniert, und schnitt die Grundzüge der Luftsicherheit an.
Die Sets wirkten auf verblüffende Weise echt, was alle Besucher bestätigten. Aber als Kameramann Florian Ballhaus sie betrachtete, wurde ihm klar, dass seine Arbeit eine gewaltige Herausforderung sein würde. Er musste sich einige ausgeklügelte Techniken bei der Ausleuchtung und Bedienung der Kamera einfallen lassen, um innerhalb der knapp bemessenen Räume operieren zu können. Um Platz zu sparen, brachte Ballhaus die Designcrew von Hammond dazu, Teile der Beleuchtung von vornherein in das Produktionsdesign einzuarbeiten. Gleichzeitig konnte man alle Wände nach Belieben an Scharnieren öffnen, damit sich die Kameracrew an einer Vielzahl von Positionen platzieren konnte. Außerdem entwarf Hammond für Ballhaus clever installierte Schienen an den Gepäckfächern über den Sitzen. Damit konnte der Kameramann Fahrten wie auf einem Dolly absolvieren.
Da es das Aalto-Flugzeug tatsächlich ja gar nicht gibt, mussten sich die Filmemacher einen Weg einfallen lassen, wie man dennoch die E-474 mit ihrer ungewöhnlichen Silhouette von Außen beim Fliegen zeigen konnte. Dafür wandte man sich an das Visuelle-Effekte-Team um Rob Hodgson und Henric Nieminen, die nach Hammonds Design ein zehn Meter langes Modell anfertigten, das bei den ausgewählten Außenaufnahmen zum Einsatz kam.
Am Set steigerten die Filmemacher den angestrebten Realismus, indem man eine Gruppe sorgfältig ausgewählter Statisten als weitere Mitreisende vor der Kamera platzierte. Brian Grazer erklärt: „Wir wollten einen Querschnitt von unterschiedlichen Menschen, wie man sie wirklich an Bord eines internationalen Flugs findet. Also gibt es den Klugscheißer, die laute Familie, ein richtiges Potpourri verschiedenster Typen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Manche sind aufdringlich, manche verdächtig, und manche unterstützen Kyle, was die Geschichte sehr interessant und realistisch macht.“
Die verblüffend flugartige Atmosphäre am Set ließ Cast und Crew an jedem Tag des Drehs spüren, wie es ist, an einem engen und klaustrophobischen Ort zu arbeiten. Es war also eine willkommene Abwechslung, als die Produktion das Flugzeug für ein paar Tage verlassen konnte, um einige Szenen in Long Beach und der Mojave-Wüste zu drehen. Letztere wurde ironischerweise als Double für den eingefrorenen Flughafen von Goose Bay in Neufundland eingesetzt.
Die einzige Location des Films am Boden war Berlin. Dort arbeitete die Produktion zwei Wochen lang. Obwohl die Entscheidung, in der deutschen Hauptstadt zu drehen, gefällt worden war, bevor Robert Schwentke und Florian Ballhaus zu der Produktion stießen, waren die beiden Deutschen begeistert von der Aussicht, die einzigartige Atmosphäre und verblüffende Mischung aus zeitgenössischer und moderner Architektur einzufangen. Drei Tage wurde zudem in Leipzig gedreht, wo man uneingeschränkten Zutritt zu dem neu gebauten Flughafen, errichtet aus Glas und Stahl, erhielt.
Schwentke sagt: „In gewisser Weise reflektieren die Drehorte des Films immer den inneren Zustand der Figur. Auf Berlin trifft das in besonderem Maße zu. Wir wollten eine nächtliche, verlassene Stadt, die ein bisschen surreal und losgelöst von allem anderen wirkt. Weil ich schon so manchen Winter in Berlin verbracht habe, wusste ich, dass wir dort die richtige Stimmung für den Beginn des Films treffen würden.“
Atmosphäre und Stimmung waren von Anfang an ein essenzieller Bestandteil der Vision von Schwentke, wie man FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR zu einem packenden Thriller machen konnte. Er sagt: „Was ich als Filmemacher liebe, ist es, eine Welt von Grund auf zu erschaffen. Eine Welt mit eigenen Regeln, Klängen, Farben und Texturen, die das Publikum emotional berührt. Ich hoffe, dass die Zuschauer gepackt, interessiert und berührt sein werden.“
DIE DARSTELLER

JODIE FOSTER
als Kyle Pratt
Für ihre beeindruckenden Leistungen als Vergewaltigungsopfer in THE ACCUSED („Angeklagt“, 1988 ) und als Special Agent Clarice Starling in dem Erfolgsthriller THE SILENCE OF THE LAMBS („Das Schweigen der Lämmer“, 1991) gewann JODIE FOSTER jeweils Academy Awards® als Beste Schauspielerin in einer Hauptrolle und sicherte sich damit ihren Ruf als eine der besten Schauspielerinnen ihrer Generation.
Für ihre Rolle in THE SILENCE OF THE LAMBS gewann sie außerdem einen Golden Globe, einen BAFTA Award, einen New York Film Critics Award und einen Chicago Film Critics Award. Ihre erste Oscar®-Nominierung – sowie Auszeichnungen von der National Society of Film Critics und den Los Angeles Film Critics – hatte Foster 15 Jahre früher erhalten, für ihre Rolle in Martin Scorseses TAXI DRIVER („Taxi Driver“, 1976). In diesem Jahr war sie auch die erste und bislang einzige amerikanische Schauspielerin, die von der British Academy of Film and Television zwei verschiedene Preise überreicht bekam: als Beste Nebendarstellerin und als Beste Newcomerin für ihre Leistungen in TAXI DRIVER respektive BUGSY MALONE („Bugsy Malone“, 1976).
Zuletzt sah man Foster in einem französischsprachigen Cameo-Auftritt in Jean-Pierre Jeunets UN LONG DIMANCHE DE FIANCAILLES („Mathilde – Eine große Liebe“, 2004). Davor hatte sie Hauptrollen in David Finchers Boxoffice-Erfolg PANIC ROOM („Panic Room“, 2002) und in ANNA AND THE KING („Anna und der König“, 1999), der von Andy Tenant inszeniert worden war.
Insgesamt stand Foster bislang in knapp 40 Spielfilmen vor der Kamera. Dazu gehören CONTACT („Contact“, 1997) von Robert Zemeckis, NELL („Nell“, 1994) an der Seite von Liam Neeson, die Westernkomödie MAVERICK („Maverick – Den Colt am Gürtel, ein As im Ärmel“, 1994) mit Mel Gibson und James Garner sowie das romantische Drama SOMMERSBY („Sommersby“, 1993) mit Richard Gere. Zu ihren weiteren Filmen zählen Woody Allens stilisierte Schwarzweiß-Komödie SHADOWS AND FOG („Schatten und Nebel“, 1990), Mary Lamberts SIESTA („Siesta“, 1987) mit Ellen Barkin, STEALING HOME („Katies Sehnsucht“, 1988 ), Tony Bills FIVE CORNERS („Pinguine in der Bronx“, 1987) und frühere Arbeiten wie TOM SAWYER („Tom Sawyers Abenteuer“, 1973), Disneys FREAKY FRIDAY („Ein ganz verrückter Freitag“, 1976), Adrian Lynes FOXES („Jeanies Clique“, 1980), Tony Richardsons THE HOTEL NEW HAMPSHIRE („Das Hotel New Hampshire“, 1984), Claude Chabrols LE SANG DES AUTRES („Das Blut der Anderen“, 1984), für den die sprachbegabte Schauspielerin ihren Text komplett in Französisch einsprach.
Foster begann ihre Karriere im Alter von drei Jahren und trat als „The Coppertone Girl“ in einem Fernsehwerbespot auf. Danach hatte sie feste Rollen in einer Reihe von Fernsehserien wie „Mayberry RFD“, „The Courtship of Eddie’s Father“, „My Three Sons“ und „Paper Moon“. Ihr Filmdebüt gab sie im Alter von acht Jahren in NAPOLEON AND SAMANTHA („Flucht in die Wildnis“, 1972).
Aber ihre Rolle in ALICE DOESN’T LIVE HERE ANYMORE („Alice lebt hier nicht mehr“, 1975) war es, in der Foster dem Publikum erstmals auffiel. Anschließend erntete sie begeistertes Kritikerlob für ihre mutige Darstellung einer Kinderprostituierten in TAXI DRIVER, die sie auch international ins Rampenlicht rückte. In diesem Jahr, 1976, sah man sie in insgesamt vier Filmen – mit BUGSY
MALONE, ECHOES OF A SUMMER („Echos eines Sommers“), THE LITTLE GIRL WHO LIVES DOWN THE LANE („Das Mädchen am Ende der Straße“) – die allesamt beim Filmfestival von Cannes vorgestellt wurden. Alan Parkers BUGSY MALONE brachte ihr in Italien einen Komödienpreis ein.
Längst beschränkt sich Jodie Foster nicht mehr allein aufs Schauspiel, sondern beweist sich auch in anderen Bereichen des Filmemachens. 1991 gab sie ihr Regiedebüt mit LITTLE MAN TATE („Das Wunderkind Tate“), in dem sie auch die Hauptrolle übernahm. 1995 folgte ihre zweite Regiearbeit, HOME FOR THE HOLIDAYS („Familienfest und andere Schwierigkeiten“), die sie auch produzierte. Die Hauptrollen spielten Holly Hunter, Anne Bancroft und Robert Downey Jr.
1992 gründete Jodie Foster ihre eigene Produktionsfirma, Egg Pictures. Unter Leitung der Company entstanden 1994 NELL, der Foster eine vierte Nominierung für einen Oscar® bescherte, HOME FOR THE HOLIDAYS, der Showtime-Telefilm „The Baby Dance“, der einen Peabody Award sowie vier Emmy- und drei Golden-Globe-Nominierungen erhielt, und Keith Gordons WAKING THE DEAD (1997) mit Billy Crudup und Jennifer Connelly. 1996 brachte Egg den in Cannes prämierten Film LA HAINE („Hass“, 1995) in die amerikanischen Kinos. Die jüngste Produktion von Egg Pictures ist THE DANGEROUS LIVES OF ALTAR BOYS („Lost Heaven“, 2001).
Foster machte ihren Abschluss an der Yale University 1985 in Literatur
PETER SARSGAARD
als Gene Carson
Die jüngsten Filmarbeiten von PETER SARSGAARD umfassen Bill Condons Biopic KINSEY („Kinsey“, 2004) mit Liam Neeson und Laura Linney – der Film brachte Sarsgaard eine Nominierung für einen Independent Spirit Award ein – sowie Zach Braffs gefeierten Indie-Hit GARDEN STATE („Garden State“, 2004). Als Nächstes wird man ihn in Sam Mendes’ Adaption von Anthony Swaffords Golfkriegs-Memoiren JARHEAD (2005) an der Seite von Jake Gyllenhaal und Jamie Foxx sehen. Später in diesem Jahr hat er des Weiteren einen Auftritt in dem psychologischen Drama THE DYING GAUL (2004) von Autor und Regisseur Craig Lucas mit Patricia Clarkson und Campbell Scott. Jüngst landete Sarsgaard außerdem einen Erfolg mit Iain Softleys Gruselthriller THE SKELETON KEY („Der verbotene Schlüssel“, 2005), in dem auch Kate Hudson, John Hurt und Gena Rowlands zu sehen sind.
Sarsgaard erhielt großen Beifall und Auszeichnungen der Kritiker einschließlich der Preise der Filmkritiker aus Boston, San Francisco, St. Louis, Toronto und der National Society of Film Critics sowie eine Nominierung für den Golden Globe für sein Porträt des New Republic-Redakteurs Charles Lane in Billy Rays Film SHATTERED GLASS (2003). Am Bekanntesten ist er aber nach wie vor für seine hochgelobte Rolle in Fox Searchlight Pictures’ BOYS DON’T CRY („Boys Don’t Cry“, 1999) mit Hilary Swank und Chloë Sevigny von Regisseurin Kimberly Peirce.
Zu seinen weiteren Rollen gehören der U-Boot-Thriller K-19: THE WIDOWMAKER („K-19 – Showdown in der Tiefe“, 2002) mit Harrison Ford und Liam Neeson, THE SALTON SEA (2002) mit Val Kilmer, EMPIRE („Imperium – Zwei Welten prallen aufeinander“, 2003) mit John Leguizamo sowie Wayne Wangs THE CENTER OF THE WORLD („Macht der Begierde“, 2001) mit Molly Parker. Er erregte erstmals Aufmerksamkeit als Leonardo DiCaprios Rivale und John Malkovichs Sohn in THE MAN IN THE IRON MASK („Der Mann mit der eisernen Maske“, 1998 ). Außerdem war er in Larry Clarks ANOTHER DAY IN PARADISE („Ein neuer Tag im Paradies“, 1999) und in Tim Robbins’ DEAD MAN WALKING („Dead Man Walking – Sein letzter Gang“, 1995) mit Sean Penn und Susan Sarandon zu sehen.
Auf dem Bildschirm agierte Sarsgaard in Showtimes’ hochgelobtem Spielfilm „Freak City“, der von Michael Stipes und Sandy Sterns Single Cell Pictures produziert wurde.
Als Ensemblemitglied von Douglas Carter Beanes New Yorker Theater-Company The Drama Department stand Sarsgaard in deren Off-Broadway-Produktion „Kingdom of Earth“ neben Cynthia Nixon unter der Regie von John Cameron Mitchell auf der Bühne. 2003 war er in der Signature-Theatre-Company-Produktion von Lanford Wilsons „Burn This“ zu sehen. Sarsgaard hatte einen Kurs des Actors’ Studio an der Washington University in St. Louis in Missouri belegt und wurde anschließend Off-Broadway für Horton Footes „Laura Dennis“ von der Signature Theatre Company gecastet.
SEAN BEAN
als Kapitän Rich
SEAN BEAN hat auf der Leinwand und Bühne sowohl in den USA als auch in seiner britischen Heimat Erfolge verbucht. Als der gefallene Held Boromir war er in Peter Jacksons mit zahlreichen Oscars ausgezeichneter THE LORD OF THE RINGS-Trilogie („Der Herr der Ringe“, 2001–2003) zu sehen. Als Ensemble-Mitglied wurde er für Teil 3, THE RETURN OF THE KING („Die Rückkehr des Königs“, 2003), mit dem Preis der Screen Actors Guild (Gewerkschaft der Filmschauspieler), dem Kritikerpreis und dem Preis des National Board of Review (US-Pendant der FSK) ausgezeichnet.
Zuletzt sah man ihn in Michael Bays futuristischem Thriller THE ISLAND („Die Insel“, 2005) an der Seite von Ewan McGregor und Scarlett Johansson. 2004 wirkte er in Jon Turteltaubs erfolgreichem Action-Abenteuer NATIONAL TREASURE („Das Vermächtnis der Tempelritter“) mit, und er spielte den legendären Odysseus in Wolfgang Petersens Epos TROY („Troja“). Im Anschluss an FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR wird er neben Charlize Theron in Niki Caros NORTH COUNTRY (2005) und in dem Horror-Thriller SILENT HILL (2005) zu sehen sein.
Der klassisch ausgebildete Schauspieler machte seinen Abschluss an der Royal Academy of Dramatic Arts in London mit Auszeichnung. Später wurde er in die Royal Shakespeare Company aufgenommen und trat in etlichen Stücken im Londoner West End und am Glasgower Citizen Theatre auf. Seinen Durchbruch auf der Leinwand schaffte er neben Richard Harris in Jim Sheridans Drama THE FIELD („Das Feld“, 1990). International bekannt wurde Bean dann neben Harrison Ford in PATRIOT GAMES („Stunde der Patrioten“, 2002) – er spielte einen Terroristen, der sich für den Tod seines Bruder rächen will.
Im Fernsehen hat Sean Bean zahlreiche Hauptrollen gespielt. Dazu gehört die Rolle, die zu seinem Markenzeichen wurde: Autor Bernard Cornwalls beliebter Held aus den napoleonischen Kriegen, Richard Sharpe, in „Sharpe’s Rifles“ („Die Scharfschützen“) für Carlton Productions. Wie die Romanvorlage war der TV-Film von 1993 derart beliebt, dass zwischen 1994 und 1997 14 Fortsetzungen entstanden, die Bean eine internationale Fangemeinde einbrachten.
Weitere Kinofilme: GOLDENEYE („GoldenEye“, 1995), ANNA KARENINA („Anna Karenina“, 1997), RONIN („Ronin“, 1998 ), ESSEX BOYS (2000), TOM & THOMAS (2002), EQUILIBRIUM („Equilibrium“, 2002) und THE BIG EMPTY („The Big Empty“, 2003).
2002 kehrte Bean nach über einem Jahrzehnt auf die Bühne zurück und spielte in London den „Macbeth“ neben Samantha Bond. Diese Rolle brachte ihm begeisterte Kritiken ein – kein Nicht-Musical war im Londoner West End jemals schneller ausverkauft als diese Inszenierung.
ERIKA CHRISTENSEN
als Fiona
ERIKA CHRISTENSEN ist eine junge Schauspielerin, die sich als einer der talentiertesten und gefragtesten aufstrebenden Stars in Hollywood etabliert hat. Zuletzt hatte sie eine Hauptrolle in Mike Binders Ensembledrama THE UPSIDE OF ANGER („An Deiner Schulter“, 2005) mit Kevin Costner, Joan Allen,
Evan Rachel Wood, Keri Russell und Alicia Witt. Außerdem spielte sie in Arthur Allen Seidelmans THE SISTERS (2005), einer modernen Adaption von Tschechows „Drei Schwestern“ mit Maria Bellound Mary Stuart Masterson.
Christensen raubte dem Publikum den Atem als Michael Douglas’ drogenabhängige Tochter in Steven Soderberghs Oscar®- und Golden-Globe-prämiertem Film TRAFFIC („Traffic – Die Macht des Kartells“, 2000). Gemeinsam mit dem Rest des Casts erhielt sie einen Screen Actors Guild Award für Herausragende Darstellung eines Ensembles in einem Kinospielfilm. Zudem gewann sie einen MTV Movie Award für die Breakthrough Female Performance.
Christensen hatte eine Hauptrolle in John Polsons Highschool-Thriller SWIMFAN („Swimfan“) an der Seite von Jesse Bradford. Ihre erinnerungswürdige Performance hatte maßgeblichen Anteil daran, dass der Film im September 2002 auf Platz eins der US-Charts starten konnte. Außerdem spielte sie in Brian Robbins’ THE PERFECT SCORE („Voll gepunktet“, 2004) mit Scarlett Johansson und THE BANGER SISTERS („Groupies Forever“, 2003) mit Susan Sarandon und Goldie Hawn.
Im Fernsehen hatte Erika Christensen eine Rolle in der MTV-Musical-Adaption von Emily Brontës Klassiker „Wuthering Heights“, die von Suri Krishnamma inszeniert wurde. Bei den 2003 Annual Diversity Awards wurde Christensen mit dem Spirit Award prämiert, eine Ehre, die Schauspielern zuteil wird, die im Lauf ihrer Karriere eine große Bandbreite in ihrer Rollenauswahl gezeigt haben.
KATE BEAHAN
als Stephanie
KATE BEAHAN elektrisierte das Publikum mit ihrer Rolle in dem australischen Indiehit CHOPPER („Chopper“, 2000) mit Eric Bana. Außerdem sah man sie in dem Spielfilm STRANGE PLANET (1999) mit Naomi Watts. Als Nächstes spielt sie an der Seite von Sarah Michelle Gellar in dem Thriller REVOLVER (2005). Gegenwärtig steht sie mit Nicolas Cage für Regisseur Neil LaBute in dem Schocker WICKER MAN (2006) vor der Kamera.
In ihrer Heimat Australien spielte Beahan in zahlreichen Fernsehserien wie der Miniserie „After the Deluge“, „Black Jack“, „Love Is a Four Letter Word“ und „Water Rats“. In den USA spielte sie in „Farscape“.
Beahan stammt aus Perth. Sie begann ihre Karriere in der blühenden Theaterszene der Stadt mit Stücken wie „Romeo and Juliet“, „Hamlet“, „The Tempest“, „Good Grief“, „One Day for You“, „Too Far to Walk“ und „The Golden Age“.
MARLENE LAWSTON
als Julia
MARLENE LAWSTON gibt in FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR ihr Filmdebüt. Die Siebenjährige kommt aus Westchester, NY, wo sie mit ihrer Mutter, einer Anwältin, und ihrem Vater, einem New Yorker Polizisten, lebt.
Lawston besucht aktuell die zweite Klasse und begann im Alter von vier Jahren mit dem Schauspiel. Man konnte sie in einer Reihe von Fernseh-Werbespots für Nickelodeon und einem Sketch in „Saturday Night Live“ sehen. Als Freizeitbeschäftigungen nennt sie Tanzen, Schwimmen und Klavierspielen.
DIE FILMEMACHER
ROBERT SCHWENTKE
Regie
ROBERT SCHWENTKE schrieb und inszenierte zuletzt EIERDIEBE (2003), eine schwarze Komödie mit semi-autobiographischen Anklängen, die den Publikumspreis beim Filmfestival von Biberach erhielt und als bestes Drama beim Deep Ellum Festival 2003 ausgezeichnet wurde.
Als Nächstes wird Schwentke für Twentieth Century Fox RUNAWAY TRAIN inszenieren. Sein Spielfilmdebüt hatte er 2002 mit dem düsteren Thriller TATTOO gegeben, der den International Fantasy Film Festival Award in Fantosporto und den Grand Prize European Fantasy Film Award beim Sweden Fantastic Film Festival gewann.
Der gebürtige Deutsche studierte vergleichende Literatur und Philosophie, bevor er sich beim Regieprogramm des AFI einschrieb. Nach dem Abschluss begann er fürs Fernsehen zu schreiben. Sein Thriller „Bildersturm“ aus der „Tatort“-Reihe wurde 1998 für einen Adolf Grimme Preis nominiert.
PETER A. DOWLING
Drehbuch
PETER A. DOWLING wurde in Manchester im Norden Englands geboren. Nach seinem Umzug nach Deutschland verfasste er Drehbücher für Zeichentrickstoffe. 1996 zog er in die USA, wo er ein Fulbright Scholarship im Drehbuchschreiben antrat. Mittlerweile lebt er in West Hollywood.
Nach einer kurzen Zeit an der USC verkaufte Dowling 34TH FLOOR an Arnold Kopelson und Twentieth Century Fox. Die nächsten Jahre arbeitete er intensiv an eigenen Drehbüchern und erledigte Rewrites für diverse Studios. In dieser Zeit verkaufte er die Idee zu FLIGHTPLAN – OHNE JEDE SPUR mit Hilfe des ausführenden Produzenten Robert DiNozzi und Imagine Entertainment.
Um seinen Horizont zu erweitern, hob Dowling 2002 Advent Films aus der Taufe. Gegenwärtig ist er Koproduzent eines epischen Biopics bei Warner Bros., SEALAND, und er ist ausführender Produzent von NIGHT FALL, das er nach eigenem Drehbuch bei Ascendant Pictures umsetzt.
Des Weiteren bereitet Dowling sich auf sein Regiedebüt vor, den Horrorthriller STAG NIGHT, ebenfalls für Ascendant Pictures.
BILLY RAY
Drehbuch
BILLY RAY arbeitete mit FLIGHTPLAN-Kostar Peter Sarsgaard zuvor bei SHATTERED GLASS (2003) zusammen, den er schrieb und inszenierte. Ray ist Koautor von HART’S WAR („Das Tribunal“, 2003) mit Bruce Willis und Colin Farrell. Gegenwärtig arbeitet er an BREACH mit Chris Cooper und Ryan Phillippe für Universal, den er ebenfalls schrieb und auch inszenieren soll, wenn das Projekt grünes Licht erhält.
BRIAN GRAZER
Produzent
BRIAN GRAZER zeichnet als Autor und Produzent seit mehr als 20 Jahren für Filme und TV-Sendungen verantwortlich. Er war bislang für drei Academy Awards® nominiert und gewann 2002 den Oscar® für den Besten Film für A BEAUTIFUL MIND („A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn“, 2001), der außerdem drei weitere Academy Awards®, vier Golden Globes (einschließlich den für das Beste Drama) erhielt und Grazer den ersten der jährlich verliehenen Awareness Awards der National Mental Health Awareness Campaign einbrachte.
Mit den Jahren wurden Grazers Filme und TV-Sendungen mit insgesamt 39 Oscar®- und 42 Emmy-Nominierungen bedacht. Zur selben Zeit spielten seine Filme weltweit mehr als 11,2 Milliarden Dollar in Kinos, Plattenhandel und Videovertrieb ein. Angesichts dieser Kombination von kommerziellem und künstlerischem Erfolg ehrte die Producers Guild of America Grazer 2001 mit dem David O. Selznick Lifetime Achievement Award. Seine Leistungen wurden außerdem von der Hollywood Chamber of Commerce anerkannt, die Grazer 1998 in der kurzen Reihe von Produzenten mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame verewigte.
2005 produzierte Grazer den von der Kritik hymnisch gefeierten CINDERELLA MAN („Das Comeback“) mit Russell Crowe und Renee Zellweger, die bewegende wahre Geschichte von James J. Braddock, einen vom Glück verlassenen Boxer, der während der großen Depression zum Vorbild von Millionen wurde.
Darüber hinaus gehören zu Grazers Kinofilmen APOLLO 13 („Apollo 13“, 1995), mit dem Grazer sowohl den Daryl F. Zanuck Motion Picture Producer of the Year Award der Produzentengewerkschaft gewann als auch eine Oscar®-Nominierung für den Besten Film 1995 erhielt, sowie SPLASH („Splash – Eine Jungfrau am Haken“, 1984), für den er sowohl als Koautor als auch als Produzent verantwortlich zeichnete und damit eine Nominierung für den Oscar® für das Beste Originaldrehbuch erhielt.
Als Nächstes stehen für Grazer die Leinwandadaption des Sensationsbestsellers THE DA VINCI CODE (2006), den Ron Howard inszenieren wird, Spike Lees packendes Drama THE INSIDE MAN mit Denzel Washington, Clive Owen und Jodie Foster und die Komödie FUN WITH DICK AND JANE (2005) mit Jim Carrey auf dem Programm.
Zu seinen letzten Filmen zählen der Sundance-Hit INSIDE DEEP THROAT („Inside Deep Throat“, 2005), FRIDAY NIGHT LIGHTS („Friday Night Lights“, 2004), 8 MILE („8 Mile“, 2002), BLUE CRUSH („Blue Crush“, 2002), THE MISSING („The Missing“, 2003), INTOLERABLE CRUELTY („Ein (un)möglicher Härtefall“, 2003), HOW THE GRINCH STOLE CHRISTMAS („Der Grinch“, 2000), THE NUTTY PROFESSOR („Der verrückte Professor“, 1996), LIAR, LIAR („Der Dummschwätzer“, 1997), RANSOM („Kopfgeld – Ransom“, 1996), MY GIRL („My Girl – Meine erste Liebe“, 1991), BACKDRAFT („Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen“, 1991), KINDERGARTEN COP („Kindergarten Cop“, 1990), PARENTHOOD („Eine Wahnsinnsfamilie“, 1989) und SPIES LIKE US („Spione wie wir“, 1987).
Fürs Fernsehen produzierte Grazer unter anderem die Fox-Serie „24“, die in diesem Jahr acht Emmy-Nominierungen erntete, Fox-TVs „Arrested Development“, die als Best Comedy ausgezeichnet wurde und sieben weitere Emmy-Nominierungen erhielt, Fox’s „Quints“, NBCs „Miss Match“ und ABCs „The Big House“. Dazu kommen WBs „Felicity“, ABCs „SportsNight“ sowie HBOs „From the Earth to the Moon“, für den er den Emmy für Outstanding Mini-Series erhielt.
Seine Karriere begann Grazer als Produzent mit der Entwicklung von Fernsehprojekten. Während seiner Zeit als ausführender TV-Produzent für Pilotsendungen für Paramount Pictures in den frühen 80ern lernte Grazer seinen mittlerweile langjährigen Freund und Geschäftspartner Ron Howard kennen. Ihre Zusammenarbeit begann 1982 mit den Erfolgskomödien NIGHT SHIFT („Nightshift – Das Leichenhaus flippt völlig aus“, 1982) und SPLASH. 1986 gründeten die beiden Imagine Entertainment, die sie weiterhin als Co-Chairmen leiten.
JAMES WHITAKER
Ausführender Produzent
JAMES WHITAKER war zuletzt ausführender Koproduzent von Ron Howards CINDERELLA MAN („Das Comeback“, 2005) mit Oscar®-Gewinner Russell Crowe und ausführender Produzent von FRIDAY NIGHT LIGHTS („Friday Night Lights“, 2004) mit Billy Bob Thornton, der auf dem Buch von Pulitzer-Preis-Gewinner Buzz Bissinger basiert. Gegenwärtig arbeitet er an dem Animationsfilm CURIOUS GEORGE (2006) mit der Stimme von Will Ferrell. Whitaker war zudem ausführender Produzent von 8 MILE („8 Mile“, 2002) und Koproduzent von INTOLERABLE CRUELTY („Ein (un)möglicher Härtefall“, 2003), THE NUTTY PROFESSOR II: THE KLUMPS („Familie Klumps und der verrückte Professor“, 2000) und LIFE („Lebenslänglich – Life“, 1999). Whitaker begann seine Karriere mit Laufdiensten bei John Waters’ HAIRSPRAY („Hairspray“, 1988 ), arbeitete bei Produktionen als Assistent des Kameramanns und produzierte und inszenierte Dokumentarfilme, bevor er das Peter Stark Program an der USC besuchte, wo er seinen Master in Kunstwissenschaft machte. Er begann seine eigentliche Karriere vor zwölf Jahren als Auszubildender bei Imagine und wurde 2004 zum President of Motion Picture Production ernannt. Seinen BA in Wirtschaft machte Whitaker an der Georgetown University.
CHARLES J. D. SCHLISSEL
Ausführender Produzent
CHARLES J. D. SCHLISSEL war ausführender Produzent bei Christopher Nolans Thriller INSOMNIA („Insomnia – Schlaflos“, 2002) mit Al Pacino, Robin Williams und Hilary Swank sowie bei RED PLANET („Red Planet“, 1999). Des Weiteren war er Koproduzent der Warner-Bros.-Produktion MATCHSTICK MEN („Tricks“, 2003) mit Nicolas Cage und Sam Rockwell.
Schlissel studierte Film und Medienwissenschaften an der University of Washington und San Francisco State University, bevor er nach Los Angeles zog, um seine Ausbildung an der UCLA zu beenden. Um seinen Schulbesuch finanzieren zu können, arbeitete er an Independent-Filmen, Musikvideos und Werbespots. Außerdem erledigte er Recherchen für eine auf die Entertainment-Industrie spezialisierte Anwaltskanzlei, zu deren Klienten Marlon Brando und Orson Welles gehörten.
Schlissel ist Sohn eines Raumfahrtingenieurs und einer Performancekünstlerin. Er wuchs an verschiedenen Orten in den USA auf. Er absolvierte seinen Abschluss an der UCLA in Wirtschaft und Internationalen Finanzen mit Auszeichnung, wurde für das Produzentenprogramm des AFI zugelassen und wurde nur zwei Monate später Mel Brooks’ Assistent bei SPACEBALLS („Spaceballs – Mel Brooks’ verrückte Raumfahrt“, 1987). Als Produktionsassistent arbeitete er danach an einer Reihe von Filmen, bevor er eine langfristige Anstellung als Development-Executive bei dem Produzenten Stuart Cornfeld antrat.
Durch Cornfeld lernte Schlissel die Filmemacher Barry Levinson und Mark Johnson kennen, deren neu gegründeter Baltimore Pictures er sich als Leiter der Entwicklungsabteilung anschloss. Zwei Jahre später wurde er zum Produktionschef befördert und nahm sich der Postproduktionsarbeit von Levinsons Oscar®-nominiertem AVALON („Avalon“, 1990) an. Während seiner Ägide leitete Schlissel die Produktion von Projekten wie BUGSY („Bugsy“, 1991), TOYS („Toys“, 1992), WILDER NAPALM („Wildes Napalm“, 1992), Steven Soderberghs KAFKA („Kafka“, 1991) und Levinsons gelobtem Fernsehdrama „Homicide: A Year on the Street“. Seinen ersten Film, SNIPER („Sniper – Der Scharfschütze“, 1993) produzierte er, als der Vertrag der Company mit TriStar gerade auslief.
Nach seinem Abschied von Baltimore Pictures wurde Schlissel ein unabhängiger Produzent, zu dessen Arbeiten HEAVYWEIGHTS („Pfundkerle“, 1995), WHILE YOU WERE SLEEPING („Während Du schliefst“, 1995) und CELTIC PRIDE („Das große Basketball-Kidnapping“, 1996) zählen.
ROBERT DiNOZZI
Ausführender Produzent
ROBERT DiNOZZI war zuletzt Koproduzent des Telepics „Behind the Red Door“ mit Kiefer Sutherland, Kyra Sedgwick und Stockard Channing. Des Weiteren hat er eine Reihe von Spielfilmprojekten in Vorbereitung. Dazu gehören das schräge Drama SEALAND bei Warner Bros., THE ART OF LOSING mit Richard Gere sowie die Thriller KILLING TIME für New Line und THE OFFER bei Disney/Touchstone, an denen er mit FLIGHTPLAN-Drehbuchautor Peter A. Dowling arbeitet.
DiNozzi begann seine Produzentenlaufbahn beim Peter Stark Motion Picture Producing Program, Class of 1998, der USC. Nach einer kurzen Ausbildungsphase bei MGM entwickelte er eigene Projekte, die er dann bei zahlreichen Studios wie Twentieth Century Fox, Disney, Warner Bros., Paramount, New Line und MGM unterbrachte.
ERICA HUGGINS
Ausführende Produzentin
ERICA HUGGINS ist Senior Vice President of Motion Pictures bei Imagine Entertainment und arbeitet mit Universal Pictures aktiv an THE LOOK OF REAL als potenzieller Regiearbeit für Ron Howard sowie an einem Remake von LA SCORTA („Die Eskorte – Im Visier der Angst“, 1993) mit Robert Schwentke als Regisseur. Weiterhin arbeitet sie an SPLIT HOUSE, einer im Weißen Haus angesiedelten Komödie, dem Remake von SPIES LIKE US („Spione wie wir“, 1987) bei Warner Bros., und THE UNTITLED JAMES BROWN PROJECT bei Paramount.
Bevor sie 2004 zu Imagine stieß, war Huggins Senior Executive Vice President of Production bei Radar Pictures (ehemals Interscope) und produzierte SON OF THE MASK („Die Maske 2: Die nächste Generation“, 2004), HOW TO DEAL („How to Deal – Wer braucht schon Liebe?“, 2003) und GRIDLOCK’D („Gridlock’d – Voll drauf“, 1996). Sie war ausführende Produzentin von WHAT DREAMS MAY COME („Hinter dem Horizont – Das Ende ist nur der Anfang“, 1998 ) und LE DIVORCE („Eine Affäre in Paris“, 2003) und zeichnete verantwortlich für die Entwicklung von Projekten wie ZATHURA (2006) bei Sony und WAISTDEEP bei Focus.
Vor ihrer Zeit als Produzentin machte sich Huggins einen Namen als versierte Cutterin. Den Sprung in die Produktion wagte sie während des Schnitts von THE GUN IN BETTY LOU’S HANDBAG („Wanted – Betty Lou, bewaffnet bis an die Zähne“, 1992) für Interscope. Außerdem war sie am Schnitt der John-Water-Films HAIRSPRAY („Hairspray“, 1988 ), CRY-BABY („Cry-Baby“, 1990) und SERIAL MOM („Serial Mom – Warum lässt Mama das Morden nicht?“, 1994), sowie Fox’ THE GHOST IN THE MACHINE („Der Killer im System“, 1994), New Lines FREDDY’S DEAD: THE FINAL NIGHTMARE („Freddy’s Finale – Nightmare on Elm Street 6“, 1991), Michael Ciminos THE SICILIAN („Der Sizilianer“, 1987) und THE DESPERATE HOURS („24 Stunden in seiner Gewalt“, 1990). Huggins absolvierte das Hampshire College und studierte Anthropologie und Dokumentarfilm. Sie verbrachte ein Jahr in Japan, wo sie für ihr Thesenpapier recherchierte und am Kobe College lehrte.
FLORIAN BALLHAUS
Kamera
FLORIAN BALLHAUS arbeitet nach EIERDIEBE (2003) erneut mit Regisseur Robert Schwentke zusammen.
Zuletzt war Ballhaus Kameramann von Alan Rudolphs THE SECRET LIVES OF DENTISTS (2002) und INVESTIGATING SEX (2000). Außerdem war er Kameramann des zweiten Drehteams bei GANGS OF NEW YORK („Gangs of New York“, 2002), MEN IN BLACK II („Men in Black II“, 2002), THE LEGEND OF BAGGER VANCE („Die Legende von Bagger Vance“, 2000) und WHAT PLANET ARE YOU FROM? („Good Vibrations – Sex vom andren Stern“, 2000).
Der Sohn des Oscar®-nominierten Kameramanns Michael Ballhaus begann seine Karriere als Assistent des Kameramanns und arbeitete sich dann zur Bedienung der Kamera hoch. Zu seinen Filmarbeiten in dieser Funktion zählen GODZILLA („Godzilla“, 1998 ), MEN IN BLACK („Men in Black“, 1997), OUTBREAK („Outbreak – Lautlose Killer“, 1995), THE AGE OF INNOCENCE („Zeit der Unschuld“, 1993), DRACULA („Bram Stoker’s Dracula“, 1992), GOODFELLAS („GoodFellas – 30 Jahre in der Mafia“, 1990), WORKING GIRL („Die Waffen der Frauen“, 1988 ), BROADCAST NEWS („Nachrichtenfieber“, 1987) und AFTER HOURS („Die Zeit nach Mitternacht“, 1985).
Ballhaus war außerdem Kameramann bei der letzten Staffel der HBO-Serie „Sex in the City“ und vielen deutschen TV-Movies.
ALEXANDER HAMMOND
Ausstattung
ALEXANDER HAMMOND war zuletzt zuständig für das Produktionsdesign von Forest Whitakers FIRST DAUGHTER („First Daughter – Date mit Hindernissen“, 2004), des Live-Action-Animations-Mix GARFIELD („Garfield“, 2004) und des Kultfilms DONNIE DARKO („Donnie Darko“, 2001) mit Jake Gyllenhaal.
Seine weiteren Arbeiten umfassen Rod Luries THE CONTENDER („Rufmord – Jenseits der Moral“, 2000) mit Joan Allen, Gary Oldman und Jeff Bridges, VIVA LAS NOWHERE (2001) von Jason Bloom, FOUR DOGS PLAYING POKER (2000) von Paul Rachman, LET THE DEVIL WEAR BLACK („Black Devil“, 1999), OCTOBER 22 (1998 ), BACK TO EVEN („Die letzte Rechnung zahlt der Tod“, 1998 ), SELF STORAGE und DRY SPELL.
Zu seinen Filmcredits als Art Director zählen DR. SEUSS’ THE CAT IN THE HAT („Ein Kater macht Theater“, 2003), MEN IN BLACK II („Men in Black II“, 2002), K-PAX („K-Pax“, 2001) und AUSTIN POWERS: THE SPY WHO SHAGGED ME („Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung“, 1999).
SUSAN LYALL
Kostüm
SUSAN LYALL hat bei beiden Regiearbeiten von Jodie Foster, LITTLE MAN TATE („Das Wunderkind Tate“, 1991) und HOME FOR THE HOLIDAYS („Familienfest und andere Schwierigkeiten“, 1995), mit ihrem eigenwilligen Ansatz und ihrer Detailversessenheit die Kostüme beigesteuert. Genauso schwört Michael Apted auf Lyall, der sie bei NELL („Nell“, 1994) – mit Jodie Foster –, EXTREME MEASURES („Extrem ... mit allen Mitteln“, 1996) und BLINK („Blink – Tödliche Augenblicke“, 1996) beschäftigte, sowie auch David Mamet, der sie für STATE AND MAIN („State and Main“, 2000) und THE SPANISH PRISONER („Die unsichtbare Falle“, 1997) an Bord seines Teams holte.
Zuletzt entwarf Lyall die Kostüme für Mark Pellingtons THE MOTHMAN PROPHECIES („Die Mothman Prophezeiungen“, 2002). Seit ihrer ersten Filmarbeit im Jahr 1985, als sie die Leinwandlegende Bette Davis einkleidete, entwarf Lyall die Kostüme von etwa 30 Filmen. Dazu zählen Mira Nairs MISSISSIPPI MASALA („Mississippi Masala“, 1991), MUSIC OF THE HEART („Music of the Heart“, 1999) mit Meryl Streep, Barry Sonnenfelds FOR LOVE OR MONEY („Ein Concierge zum Verlieben“, 1993), 200 CIGARETTES („Eine Nacht in New York“, 1999), Edward Burns’ SHE’S THE ONE („She’s the One“, 1996) und Steven Soderberghs KING OF THE HILL („König der Murmelspieler“, 1993).
Lyall wuchs in Ottawa in Kanada auf. In den frühen 80er Jahren kam sie nach New York, um Kostümdesign am Fashion Institute of Technology zu studieren. Sie begann ihre Karriere bei der angesehenen Circle Repertory Company in New York und blieb die nächsten Jahre einer Reihe von Theaterproduktionen On- und Off-Broadway treu.
THOM NOBLE
Schnitt
THOM NOBLE ist ein Oscar®-prämierter Schnittmeister, der in der Industrie als einer der kunstvollsten und gefragtesten Männer seines Fachs gilt. Seinen Academy Award® erhielt er für seine Arbeit an Peter Weirs WITNESS („Witness“, 1985). Eine weitere Nominierung sicherte er sich für Ridley Scotts THELMA & LOUISE („Thelma & Louise“, 1991). Jüngst war er Cutter der Action-Fantasy REIGN OF FIRE („Die Herrschaft des Feuers“, 2002) und von Martin Campbells VERTICAL LIMIT („Vertical Limit“, 2000).
Noble wurde in London geboren und wuchs dort auch auf. Er begann seine berufliche Laufbahn zunächst in einem Buchverlag. Danach sicherte er sich einen Job in der Story-Abteilung der Pinewood Studios, wo er zum ersten Mal mit der Filmindustrie in Kontakt kam. Er entdeckte seine Liebe zum Filmschnitt und lernte sein Handwerk als Assistent bei einer Reihe von Filmen. Der legendäre Filmemacher François Truffaut gab Noble seinen ersten Auftrag als Schnittmeister bei dem Filmklassiker FAHRENHEIT 451 („Fahrenheit 451“, 1966).
Seither hat Noble zahllose Filme geschnitten. Dazu gehören THE MASK OF ZORRO („Die Maske des Zorro“, 1998 ), THE SCARLET LETTER („Der scharlachrote Buchstabe“, 1995), THE HUDSUCKER PROXY („Hudsucker – Der große Sprung“, 1994), MOUNTAINS OF THE MOON („Das Land der schwarzen Berge“, 1990), THE MOSQUITO COAST („Mosquito Coast“, 1986) und RED DAWN („Die rote Flut“, 1984).
JAMES HORNER
Musik
JAMES HORNER kann auf eine illustre Filmographie verweisen, die mittlerweile mehr als 130 Arbeiten für Kino und Fernsehen umspannt. Unlängst arbeitete er zum siebten Mal mit Regisseur Ron Howard zusammen, an dessen Western THE MISSING („The Missing“, 2003), und ging eine neue kreative Partnerschaft mit Regiedebütant Vadim Perelman bei dessen dramatischem Thriller HOUSE OF SAND AND FOG („House of Sand and Fog“, 2003) ein (wofür Horner seine neunte Oscar®-Nominierung erhielt). Unlängst tat er sich erneut mit Martin Campbell zusammen, um die Filmmusik für das Sequel THE LEGEND OF ZORRO („Die Legende des Zorro“, 2005) zu komponieren. Außerdem arbeitet er an dem Score für Terrence Malicks mit Spannung erwarteten neuen Film THE NEW WORLD (2005).
In Filmmusik-Kreisen gibt es wohl kaum eine Karriere, die bemerkenswerter ist als die von James Horner. Er komponierte die Musik für Dutzende der unvergesslichsten und erfolgreichsten Filme der letzten zwei Jahrzehnte und wurde mit zwei Academy Awards® und zwei Golden Globes für James Camerons TITANIC („Titanic“, 1997) ausgezeichnet. Des Weiteren erhielt er fünf Nominierungen für den Academy Award®, vier für den Golden Globe, und er gewann sechs Grammys, einschließlich der Preise für den Song of the Year 1987 („Somewhere Out There”) und 1998 („My Heart Will Go On“). Im April 1998 war Horners TITANIC-Soundtrack ununterbrochen 16 Wochen die Nummer Eins der Billboard Top 200 Album Charts und stellte damit einen neuen Rekord für Soundtrackalben auf. Es bleibt das meistverkaufte instrumentale Score-Album der Geschichte – mit beinahe 10 Millionen verkaufter Exemplare in den USA und mehr als 26 Millionen weltweit. Auf dem mehrfach platinveredelten Sequel-Soundtrack-Album „Back to Titanic” befanden sich weitere Musik aus dem Film so wie verschiedene neue Kompositionen, die Horner von den Themen des Original-Scores ableitete.
Bekannt für seine stilistische Vielfalt zählt Horner zu seinen weiteren letzten Filmcredits TROY („Troja“, 2004), THE FORGOTTEN („The Forgotten“, 2004), BOBBY JONES: STROKE OF GENIUS (2004), RADIO („Sie nennen ihn Radio“, 2003), BEYOND BORDERS („Jenseits aller Grenzen“, 2003) THE FOUR FEATHERS („Die vier Federn“, 2002), WINDTALKERS („Windtalkers“, 2002), A BEAUTIFUL MIND („A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn“, 2001), IRIS („Iris“, 2001), ENEMY AT THE GATES („Duell – Enemy at the Gates“, 2001), DR. SEUSS’ HOW THE GRINCH STOLE CHRISTMAS („Der Grinch“, 2001), THE PERFECT STORM („Der Sturm“, 2000), FREEDOM SONG („Freiheitsmarsch“, 2000), BICENTENNIAL MAN („Der 200 Jahre Mann“, 1999), MIGHTY JOE YOUNG („Mein großer Freund Joe“, 1999), THE MASK OF ZORRO („Die Maske des Zorro“, 1998 ), DEEP IMPACT („Deep Impact“, 1998 ), THE DEVIL’S OWN („Vertrauter Feind“, 1997), RANSOM („Kopfgeld – Ransom“, 1996), COURAGE UNDER FIRE („Mut zur Wahrheit“, 1996), TO GILLIAN ON HER 37TH BIRTHDAY („Schatten einer Liebe“, 1996), THE SPITFIRE GRILL („Die Geschichte vom Spitfire Grill“, 1996), BRAVEHEART („Braveheart“, 1995), APOLLO 13 („Apollo 13“, 1995), CASPER („Casper“, 1995), LEGENDS OF THE FALL („Legenden der Leidenschaft“, 1994), CLEAR AND PRESENT DANGER („Das Kartell“, 1994), THE PAGEMASTER („Der Pagemaster – Richies fantastische Reise“, 1994), BOPHA! („Bopha! – Kampf um die Freiheit“, 1993), THE PELICAN BRIEF („Die Akte“, 1994), THE MAN WITHOUT A FACE („Der Mann ohne Gesicht“, 1993), PATRIOT GAMES („Die Stunde der Patrioten“, 1992), THUNDERHEART („Halbblut“, 1992), SNEAKERS („Sneakers – Die Lautlosen“, 1992), THE ROCKETEER („Rocketeer“, 1991), GLORY („Glory“, 1989), IN COUNTRY („Zurück aus der Hölle“, 1989), FIELD OF DREAMS („Feld der Träume“, 1986), HONEY, I SHRUNK THE KIDS („Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“, 1989), THE LAND BEFORE TIME („In einem Land vor unserer Zeit“, 1988 ), WILLOW („Willow“, 1988 ), AN AMERICAN TAIL („Feivel, der Mauswanderer“, 1986), THE NAME OF THE ROSE („Der Name der Rose“, 1986), COCOON („Cocoon“, 1985) und COCOON: THE RETURN („Cocoon 2“, 1988 ), GORKY PARK („Gorky Park“, 1983), 48 HRS. („Nur 48 Stunden“, 1982) und ANOTHER 48 HRS. („Und wieder 48 Stunden“, 1990) und STAR TREK III: THE SEARCH FOR SPOCK („Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock“, 1984).
Horner wurde 1953 in Los Angeles geboren. Seine Jugend verbrachte er in London, wo er die renommierte Royal Academy of Music besuchte. Zunächst wollte er Komponist ernster, avantgardistischer Klassikmusik werden. Nach seiner Rückkehr nach Kalifornien setzte er seine Ausbildung an der University of Southern California fort, wo er seinen Bachelor in Komposition machte. Danach wechselte er zum Masters-Programm der UCLA, wo er seinen Doktor in Komposition und Musikheorie ablegte. 1980 wurde Horner vom American Film Institute angesprochen, für das er die Musik zu dem Kurzfilm „The Drought“ verfasste. Dabei entdeckte er seine Leidenschaft für die Komposition von Filmmusik.
Nach einer Reihe von Arbeiten für das AFI ließ Horner die akademische Welt hinter sich und begann mit seiner Arbeit für Roger Corman bei New World Pictures. Bei der Arbeit an billigen Horrorfilmen wie BRAINSTORM („Projekt Brainstorm“, 1983) oder BATTLE BEYOND THE STARS („Sador – Herrscher im Weltraum“, 1980) entwickelte Horner ein Gespür für das Metier. Zu dieser Zeit machte er auch die Bekanntschaft einer Reihe junger Filmemacher wie Ron Howard, für den er später die Musik zu Filmen wie WILLOW, COCOON oder APOLLO 13 schrieb. Damals lernte er auch einen jungen Kameramann namens James Cameron kennen, mit dem er später an dem Erfolgssequel ALIENS („Aliens – Die Rückkehr“, 1986) und natürlich TITANIC arbeitete. Im den kommenden Jahren schloss sich James Horner mit einer Anzahl von Hollywoods erfolgreichsten und bemerkenswertesten Filmemachern zusammen, darunter Ed Zwick, Joe Johnston, Phil Alden Robinson, Steven Spielberg, William Friedkin, Mel Gibson, Lasse Hallström, Norman Jewison und Francis Ford Coppola.
Horner fühlt sich bei üppiger Orchestrierung ebenso zu Hause wie mit zeitgemäßen elektronischen Techniken. Er hat seinen Ansatz beim Komponieren mit dem eines Malers verglichen, wobei der Film als Leinwand dient und die Musik als Farbe zum Einsatz kommt, um die emotionale Dynamik eines Films zu beschreiben und unterstützen. Horner ist auch bekannt für die Verwendung von ungewöhnlichen ethnischen Instrumenten, die er in die traditionelle Orchesterpalette verwebt, um exotische Färbungen und Texturen zu erwirken. Horner ist ein erfahrener Dirigent und zieht es vor, seine Scores direkt zum Bild selbst zu dirigieren, ohne dabei Clicktracks oder ähnliche Rhythmushilfen einzusetzen. Er hat auch eine Reihe von Orchesterarbeiten geschrieben, darunter ein Werk mit dem Titel „Spectral Shimmers“, das vom Indianapolis Symphony Orchestra aufgeführt wurde. Seine jüngste Konzertarbeit, „A Forest Passage“, wurde vom Cleveland Orchestra zum 25. Jubiläum der Cuyahoga Valley National Recreational Area in Ohio in Auftrag gegeben.
Achtung:
Das Kopieren/Verbreiten dieses Specials ist ohne vorherige Genehmigung nicht erlaubt.