SS Girls

kinski
SS Girls



Originaltitel : Casa privata per le SS

Alternativtitel :
Private House of the SS (Girls)
Perversions du 3e Reich
La Maison privee des SS
Hotel du plaisir pour SS

Produktionsland : Italien
Produktionsjahr : 1977

Genre : (S)Exploitation / Krieg
Lauflänge : 95 Minuten
Freigabe : ab 18 Jahren

Regie : Bruno Mattei
Drehbuch : Giacinto Bonacquisti, Bruno Mattei

Darsteller :
Gabriele Carrara
Marina Daunia
Macha Magall
Vassili Karis
Tamara Triffez
Luce Gregory
Walter Bigari
Thomas Rudy
Lucic Bogoliub Benny





Inhalt :
Der führertreue Hans Schellenberg wird von General Berger beauftragt ein Bordell zu errichten in dem vermeintliche Saboteuer in den eigenen Reihen enttarnt werden sollen. Zuerst beauftragt Hans seiner Gehilfin Eva eine Handvoll Mädchen zu rekrutieren, was in Kriegszeiten nicht so einfach ist. Eva treibt die Mädchen auf, die unter Schellenberg, seiner Gehilfen Inge und Professor Jürgen auf ihre Mission vorbereitet werden. Das umfasst zum einen Kampftraining und zum anderen Sextraining, darunter Einführung in die Welt der Perversionen. Nach der Ausbildung gilt es eine Gruppe führerfeindlicher Wehrmachtssoldaten (in der engl. Synchronisation als Wechmacht bezeichnet) zu enttarnen. Der Alkohol fließt in Strömen, die Frauen sind willig, was schnell dazu führt, dass sich den Soldaten die Zunge lockert. Schellenberg lässt die Verräter hinrichten. Als nächstes rückt ein psychopathischer Lagerkommandant mit zwei seiner Gefolgsleute an. Auch ihn kann Schellenberg überführen und richten. Er fühlt sich am Höhepunkt seiner Macht, doch Inge intrigiert aus Eifersucht gegen ihn, so folgt nach dem Aufstieg der Fall... (Quelle : lamyrus.blogspot.com)


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Regisseur Bruno Mattei (der wohl aus gutem Grund bei diesem Film unter einem Pseudonym firmiert) hat sich von Anfang an jeglicher Grundlage für einen ernstzunehmenden (S)Explotation-Streifen beraubt. Dabei sind durchaus gute Möglichkeiten vorhanden. Aber Mattei ging es wohl nur darum, der damaligen Nachfrage nach derlei Filmen nachzukommen.
So erinnert SS GIRLS nur an einen müden Abklatsch der sehr viel pupuläreren Tinto Brass-Filme. Alles ist eine Spur zu sehr überzeichnet, der Charakter der Hauptperson Schellenberg dermaßen überspitzt, dass es selbst für eine Persiflage zu albern wäre. Vermutlich erledigt die deutsche Synchro auch hier mal wieder den Rest. Und herrscht in der Villa Blumenstrauß lediglich dümmliches Gepoppe vor … dieses allerdings – ebenso wie alle eventuell heftigen Szenen – nur angedeutet, ohne jemals wirklich ins Detail zu gehen.
Ab und an werden dann noch ein paar Kriegsszenen lieblos eingestreut – diese sind allerdings augenscheinlich zum größten Teil aus einem anderen Film geklaut. Jedes Klischee wird hier bedient : der wahnsinnige Nazi, die sexuell frustrierte und durch eine Narbe entstellte Nazi-Braut namens Inge, willenlose Gespielinnen die der Sache des Führers zu Diensten sind … und natürlich in dem ganzen Tumult ein einziger guter Soldat, der sich in eines der Mädchen verguckt hat, und nun versucht, diese aus den Klauen des irren Schellenberg zu befreien.
Mit ein bisschen Ernsthaftigkeit hätte man hier einen durchaus passablen Film machen können. Doch SS GIRLS merkt man zu jeder Zeit an, dass das nie das Ziel gewesen ist.

2 / 10