Stirbt Hollywood?

joerch
Zitat:
Original von SlaveOfLove
Zitat:
Original von Martyy
Außerdem darf jede Pflaume in einen Film mitspielen.


Genau. Auch jede Pflaume darf einen Film drehen.
Ich sage da nur Uwe "ich will Filme drehen" Boll, "Ein Film von Rob Zombie" u. Paul "HAHA, ich hab AVP gedreht" Anderson.

man sollte sowas wie Führerscheine auch für Regisseure rausbringen, eine Art "Drehschein", damit solche Loser von der Bildfläche verschwinden.


Solange Boll das Geld für seine Filme auftreibt und Boll damit Geld verdient (denn bis auf Schwerter des Königs hat das ja wohl immer geklappt) darf Boll Filme machen - du musst sie ja nicht gucken....

Und selbst Boll hat Anhänger - und die würden den Regie-Führerschein evtl. jemanden wegnehmen wollen, den du magst Augenzwinkern

So ungern ich Bolls Filme auch habe - auch der hat eine Daseinsberechtigung Augenzwinkern
Außerdem wären Filmforen ohne "Bolldiskussion" doch durchaus ärmer Totlachen

Mal abgesehen davon hat mir kein einziges Argument gegen Hollywood bisher zugesagt - Remakes wird es geben solange sie geschaut werden - Fortsetzungen ebenso (wie viele werden in Saw IV rennen - dabei war schon in Teil 2 die Luft raus...)

Solange diese Sachen Geld bringen wird Hollywood den Kurs nicht verändern - und Krisen löst Hollywood schon seit Jahrzehnten - im Notfall werden junge kreative Leute aus Europa geholt (z.Z. scheint es Trend zu sein, daß Hollywood in Deutschland nach jungen Kreativen späht z.B. )

Als größte Bedrohung Hollywoods zähle ich persönlich die derzeitige rasante technische Entwicklung - mit steigender Kameraqualität zu günstigen Preisen und schnelleren Rechnern für wenig Geld können selbst Privatleute durchaus optisch vorzeigbare Dinge für ein schmales Geld herstellen - wer sich im I-Net mal umschaut der wird die Ansätze schon länger sehen - und wenn "jeder" billig hochwertiges herstellen kann - wie sollen sich Big Budget-Effekt-Produktionen noch davon abheben?

@Rickone

Bisher war ich dieses Jahr 3 mal im Kino - davon war "I am Legend" der schwächste - und der wäre in den letzten Jahren schon durchaus ordentlich gewesen - und als nächstes schaue ich "Sweeney Todd" - und der ist bestimmt auch etwas ganz gutes...
Von daher ist das Filmjahr 2008 bis her für mich ordentlich verlaufen....

Und ob Hollywood auf dem absteigenenden Ast ist bezweifle ich mal - trotz I-Net-Piraterie usw. steigen die Besucherzahlen - und noch viel wichtiger - die DVD-Verkäufe permanent an - das ist eher das Gegenteil..
Jean_Grey
Also ich kann da leider auch nicht zustimmen. Klar gibt es viele Fortsetzungen und Neuauflagen aber das finde ich auch total logisch. Es gab doch nun schon einfach alles. Jedes Thema wurden schon behandelt und irgendwann gibt es nichts mehr, dass verfilmt werden kann.

Und natürlich ist es alles reine Geldgier der Hollywoodbosse, aber wen bitte verwundert das denn in unserer heutigen Gesellschaft? Es geht überall nur noch um Geld. Jeder von uns selber möchte sicherlich mehr Geld haben als er hat und da sind die ohnehin schon reichen Studiobosse keinerlei Ausnahme. Denn je mehr Geld man hat, desto gieriger wird man.

Und ich hate einige geniale Filme in den letzten Jahren: Transformers, X-Men, Cloverfield, Die Vergessenen, Stirb Langsam 4.0...also nur um einge der letzten Zeit zu nennen.

Aber ich muss zustimmen, dass heutige Serien wirklich immer besser werden. Alleine Lost hat schon wirklich komplett neue Maßsäbe gesetzt. Genauso wohl 24 oder auch Alias.
Das Metall
Hollywood wird denke ich nie "sterben". Das ist Interesse an Filmen ist noch immer groß, auch wenn sich der Fokus auf DVDs und den Download aus dem Netz gelegt hat in den letzten Jahren.

Hollywood hat einfach die großen Namen zu bieten und das nötige Budget um das Interesse der Leute hochzuhalten.

Was die Qualität der Filme angeht hat der asisatische und europäische Film da inzwischen gleichgezogen, mit Hollywood, wenn nicht sogar schon überholt.

Wenn ich mir so meine aktuellen Lieblingsfilme ansehe, so finden sich da Filme aus Frankreich, Finnland, England, Norwegen, Belgien, Japan und schlussendlich noch 2 aus den USA.

Dank der Kohle können die Amis aufjedenfall die spektakulären Filme abliefern. Und ab und zu gibts ja zum Glück auch noch gute, innovative Filme aus Hollywood. Freude
harry
hollywood wird glaub ich nie sterben - leider!
ich mag hollywood-filme, so ist das nicht, ich seh die auch lieber als asiatische oder europäische produktionen, unabhängig von der qualität, hollywood hat einfach starpower, die unvergleichbar ist. da seh ich allerdings auch das problem.
das time magazine hatte zuletzt george clooney auf dem cover, betitelt mit 'the last movie star'. das seh ich ganz ähnlich. man kann von clooney halten was man will, aberder mann hat in den letzten jahren gute arbeit abgeliefert.
die nachfolgende generation glänzt weniger durch ihre arbeit, sondern vielmehr durch ihre präsenz in den medien. von den meisten jungen darstellern hört man nur noch skandale, dass sie betrunken auto gefahrn sind oder nen drogenentzug machen. und die studios nutzen diese präsenz in den medien als "billige promotion". es kommt dann schon gar nicht mehr auf den film an, ob die story gut oder schlecht ist, der film ist in aller munde und macht so am ersten wochenende das meiste geld. und das war es schon, was man von dem film gehört hat, in der nächsten woche ist ein anderer film dran.
und in unserer gesellschaft funktioniert das im moment. die arbeit der stars wird zweitrangig, die große masse interessiert mehr wo hilary duff zuletzt essen war oder aus welchen land angelina jolie und brad pitt ihr nächstes kind adoptieren werden. dass diese menschen filme drehen, das wird wahrgenommen, manche gehn dann ins kino um noch mehr von ihrem star zu sehn.
hollywood spielt das zur zeit, bewusst oder unbewusst, großartig aus. dabei bleiben aber die filme auf der strecke.
es werden kaum anspruchsvolle projekte angegangen und wenn dann immer von den gleichen und in der oscar-saison.
der remake- und prequel/sequel-trend seh ich auch als profitgier. es wird bekanntes und bewährtes wieder aufgewärmt, das rechnet sich oft ganz gut, ist aber nix besonderes oder neues. hat man alles schon gesehn. hab mal gehört, dass irgendein schauspieler gesagt hat, dass es in hollywood vielleicht 10 verschiedene storys gibt, die in unterschiedlicher form immer wieder zu nem film verarbeitet werden. und dann gibt es eben noch die wenigen besonderen filme wie 'being john malkovitch' oder 'donnie darko' etc. die wirklich gut und innovartiv sind und aus der masse rausragen, nur dass die masse zu groß ist.
insgesamt lässt es sich glaub ich darauf reduzieren, dass in hollywood masse statt klasse zählt. aber hollywood bietet eben das was nachgefragt wird und leider haben die meisten menschen zu wenig klasse Totlachen mmh, nein, das kann ich so nicht sagen. es ist eben für die meisten einfacher sich was bekanntes nochmal anzusehn, als sich etwas neuem zu öffnen.
UglyMe
Entertainment ist ein Business (es wird nicht umsonst Show Business genannt). Wenn ein Studio keine Geld generiert macht es Pleite und ist weg vom Fenster.

Finanziell erfolgreiche Filme sind notwendig um Geld für kleinere Projekte, die es ja glückerlicherweise immer noch gibt, zur Verfügung zu haben.
Die Studios drehen die anspruchslosen Filme nicht weil es ihnen gefällt, sondern weil es augenscheinlich dem Publikum gefällt. Produziere das, was Menschen sehen wollen. Eine logische Entscheidung.

Wir, das Publikum, haben letztendlich die Macht zu entscheiden, was die Studios produzieren und was nicht. Sie richten sich nach unserem Interesse (=Einspielergebnis).
Nicht das Studio bestimmt was finanziell erfolgreich ist, wir sind es, mit dem Kauf eines Kinotickets bzw. einer DVD.
Hulk
Eben. Business ist Business...

Remakes hat es schon immer gegeben. Gerde in der Anfangszeit des Kinos gab es nur wenige Produktionen, die man sich exklusiv für den Film ausgedacht hat. Man hat seine Vorbilder in Geschichte und Literatur, und hat diese als Film umgesetzt - so hat man z.B. Bühnenstücke fürs Kino "remaked". Sogar die Klassiker sind oftmals Remakes:

Ben Hur (der von W. Wyler mit Charlton Heston) 1959 war bereits das ZWEITE Remake nach Ben Hur (1907) von Sidney Olcott und Ben Hur (1925) von Fred Niblo. Zu Heston mag man ja geteilter Meinung sein, aber ich bin sehr froh, dass man da bereits zum zweiten Mal remaked hat. Auch viele historische Figuren und deren Geschichten wurden sehr oft verfilmt (Caesar, Cleopatra, Alexander, Napi, Hitler, ...), Sagen (Herkules, Troja, Niebelungen, ...), Literaturvorlagen (Romeo & Julia, Hamlet, ...), religiöse Überlieferungen (Moses, Jesus, ...) und und und....

In immer wiederkehrenden Perioden wurden immer wieder die gleichen Geschichten erzählt, eben nur mit den Mitteln der jeweiligen Zeit. Als "Untergang" würde ich das nicht bezeichnen, eher als "natürliche Entwicklung".

Das gleiche gilt für die "Sequeltauglichkeit" von Blockbustern. Wenn man ab und zu Beiträge hier im Forum liest, dann bemerkt man oft das Anspruchsverhalten von Zuschauern: da werden Tricks und Effekte, obwohl millionenteuer und eigentlich sehr gut, als mies und schlecht animiert bezeichnet. Wie gesagt, solche Effekte kosten viel Geld. Wenn man mir erzählen will, dass die Figuren in Beowulf schlecht animiert seien oder der Superbowl-Trailer von Iron Man zu künstlich aussieht, da frage ich mich schon, in welcher Welt diese Leute leben. Aber eben solche Menschen sind es, die die Studios dazu antreiben, immer besser und perfekter zu werden. Wenn also diese verlangte Perfektion für einen Film mehr als 100 Millionen Dollar (man muss die Zahl mal laut vorlesen, damit man in etwa mitkriegt, wie VIEL das ist) kostet, dann ist es mehr als legitim, dass sich Studios absichern wollen.

Ne, ne, Hollywood stirbt nicht. Es passt sich nur dem Zeitgeist an. Es gibt sie, die cleveren Filme, oder Filme, die Anspruch haben und etwas in der "realen Welt" verändern wollen. Doch diese sind eben keine Geldmaschinen. Der Großteil der Kinogänger möchte unterhalten werden - und vor allem, in diesen Zeiten, von ihrem eigenen, oftmals mit Problemen und Schwierigkeiten behangenen Leben, abgelenkt werden. Das ist verständlich - und es ist genauso logisch, dass als Folge daraus eben Transformers und Spider-Man 3 mehr Geld einnehmen als Lions for Lambs oder Lord of War.

Und allgemein: Kunst war schon immer umstritten. Und will es auch sein. Große Blockbuster wie z.B. der bereits genannte Transformers (ein Film, der auf Kinderspielzeug aus den 80ern basiert) versucht, eine Brücke zwischen Kunst und Kommerz zu schlagen. Für 10 Millionen ist so ein Film eben nicht zu machen. Die Kunst steckt in der IMHO perfekten Animation, der Kommerz in der Ausrichtung auf Merchandising und dem relativ simplen Plot - und BEIDES steckt in der rasanten Regie von Michael Bay. Einen 100-Mio-Film von Jim Jarmusch oder Wim Wenders wird es nie geben (glücklicherweise, denn das wäre das Ende des produzierenden Studios). Aber es gab bereits einen Milliarden-Film von James Cameron. Wer ist da der größere Künstler? Sollte man nicht vergleichen....

In diesem Sinne: Hollywood lebt - und zwar auf vielfältige Weise unter den beiden Gottheiten "Kunst" und "Kommerz"....

...eigentlich wie immer... Augenzwinkern
SlaveOfLove
Zitat:
Original von joerch
Solange Boll das Geld für seine Filme auftreibt und Boll damit Geld verdient (denn bis auf Schwerter des Königs hat das ja wohl immer geklappt) darf Boll Filme machen - du musst sie ja nicht gucken....

Und selbst Boll hat Anhänger - und die würden den Regie-Führerschein evtl. jemanden wegnehmen wollen, den du magst Augenzwinkern

So ungern ich Bolls Filme auch habe - auch der hat eine Daseinsberechtigung Augenzwinkern
Außerdem wären Filmforen ohne "Bolldiskussion" doch durchaus ärmer Totlachen


Bist Du jetzt der Anwalt der Bollschewitischen Bewegung? Freaky
Mir ist aufgefallen, dass Du bei jedem Boll Beitrag eine Antwort parat hast, wieso?
Wieso verteidigst du nicht z.B. Anderson oder Zombie?
Wieso tritts Du nur für Boll ein?
Verstehe ich gar nicht.
liverbird
Das Monster hat alles andere als eine "Daseinsberechtigung" !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
-=Zodiac=-
Zitat:
Original von SlaveOfLove
Zitat:
Original von joerch
Solange Boll das Geld für seine Filme auftreibt und Boll damit Geld verdient (denn bis auf Schwerter des Königs hat das ja wohl immer geklappt) darf Boll Filme machen - du musst sie ja nicht gucken....

Und selbst Boll hat Anhänger - und die würden den Regie-Führerschein evtl. jemanden wegnehmen wollen, den du magst Augenzwinkern

So ungern ich Bolls Filme auch habe - auch der hat eine Daseinsberechtigung Augenzwinkern
Außerdem wären Filmforen ohne "Bolldiskussion" doch durchaus ärmer Totlachen


Bist Du jetzt der Anwalt der Bollschewitischen Bewegung? Freaky
Mir ist aufgefallen, dass Du bei jedem Boll Beitrag eine Antwort parat hast, wieso?
Wieso verteidigst du nicht z.B. Anderson oder Zombie?
Wieso tritts Du nur für Boll ein?
Verstehe ich gar nicht.


Der Verteidigt Boll in dem Sinne nicht. Ich mag Boll genauso wenig, aber wo Joerch Recht hat, hat er nun mal Recht und wer das ganze etwas objektiver betrachtet, wird dem auch Recht geben müssen...
liverbird
Es seiden, ich muss über meinen Sponsor so reden ...
joerch
Zitat:
Original von Solomon
Das Monster hat alles andere als eine "Daseinsberechtigung" !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Endlich mal eine intellektuell stimulierende und anspruchsvolle Antwort Augen rollen

Aber mal im Ernst - ich finde diesen Post ziemlich Niveaulos - und egal ob man Boll mag oder nicht - "Dieses Monster" ist einfach eine Frechheit....

Um das mal klarzustellen: Ich persönlich finde keinen einzigen Boll-Film (den ich gesehen habe) gut - am "besten" hat mir Postal gefallen - und nicht mal der schafft 5 von 10. - Nur mal um meine Meinung zu den Filmen klarzustellen...

Aber was hier manchmal läuft hat nichts mit Bewertung von Filmen, Regiearbeit oder sonst was zu tun - das ist einfach unterirdisches Niveau....

Und wenn du der Meinung bist, das du die Person Boll aufgrund der Interviews und Filme die er gemacht hat so "anmachen" kannst - dann solltest du dir nach solch tollen Posts überlegen wie man dich beurteilt Augenzwinkern
liverbird
Zitat:
Original von joerch
Endlich mal eine intellektuell stimulierende und anspruchsvolle Antwort Augen rollen

Wenn es nach dem geht, bräuchte man eine Weile und deine anspruchsvollen Antworten aufzulisten. Aber lassen wir das, ich kann mich nur wiederholen, über einen Sponsor kann man schlecht reden.