10.000 B.C. - Special

Tomtec

WARNER BROS. PICTURES präsentiert
in Zusammenarbeit mit Legendary Pictures
eine Centropolis-Produktion
ein Roland Emmerich Film




STEVEN STRAIT
CAMILLA BELLE
CLIFF CURTIS


Regie ROLAND EMMERICH
Drehbuch ROLAND EMMERICH& HARALD KLOSER
Produzenten MICHAEL WIMER, ROLAND EMMERICH, MARK GORDON
Executive Producers HARALD KLOSER, SARAH BRADSHAW,
TOM KARNOWSKI, THMOAS TULL, WILLIAM FAY
Kamera UELI STEIGER, A.S.C.
Produktionsdesign JEAN-VINCENT PUZOS
Schnitt ALEXANDER BERNER
Musik HARALD KLOSER und THOMAS WANDER
Kostümdesign ODILE DICKS-MIREAUX, RENEE APRIL




Deutscher Kinostart: 6. März 2008
im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany
a division of Warner Bros. Entertainment GmbH
www.10000BC.de






KURZINHALT

Roland Emmerich inszeniert das gewaltige Panorama einer mythischen Urzeit, in der Götter und Geister die Welt beherrschen und mächtige Mammuts die Erde erbeben lassen.
Der junge Jäger D’Leh (Steven Strait), Mitglied eines abgeschieden lebenden Bergstamms, verliebt sich unsterblich in die schöne Evolet (Camilla Belle). Als eine Bande geheimnisvoller Krieger sein Dorf überfällt und Evolet entführt, nimmt D’Leh mit einer kleinen Gruppe von Jägern die Verfolgung auf: Er will Evolet um jeden Preis retten – selbst wenn er dafür bis ans Ende der Welt gehen müsste.
Erstmals wagen sich die Gefährten in unbekanntes Gebiet vor – sie entdecken, dass es außer ihrer eigenen noch ganz andere Kulturen gibt, dass die Welt weit über ihren bisherigen Erfahrungshorizont hinausgeht. Immer wieder stoßen sie auf andere Stämme, die ebenfalls von den Sklavenjägern heimgesucht worden sind. Und mit jeder Begegnung wächst D’Lehs kleine Gruppe, bis er ein ganzes Heer um sich geschart hat.
Auf ihrer Odyssee kämpfen die unvorbereiteten Krieger gegen Säbelzahn-Tiger und andere prähistorische Raubtiere, bis sie schließlich eine unbekannte Zivilisation entdecken. Ihr Schicksal entscheidet sich in einem Reich jenseits aller Vorstellungskraft: Im Schatten monumentaler Pyramiden organisieren sie den Aufstand gegen einen Gott, der seine Macht missbraucht und ein brutales Schreckensregime errichtet hat. Endlich begreift D’Leh, dass er nicht nur Evolet retten muss, sondern das gesamte Volk.



ÜBER DIE PRODUKTION


Odyssee eines Helden: Story und Besetzung von „10.000 BC“

Der visionäre Regisseur Roland Emmerich stellt sich immer wieder monumentalen Aufgaben – von groß angelegten Alien-Kriegen bis zu Umweltkatastrophen. So entstanden einige der erfolgreichsten Blockbuster des vergangenen Jahrzehnts: „Independence Day“ (Independence Day) und „The Day After Tomorrow“ (The Day After Tomorrow). Jetzt richtet er seine Kamera auf die Frühgeschichte und schafft sein bisher kühnstes und ehrgeizigstes Projekt überhaupt: „10,000 BC“ (10.000 BC).
Emmerich kreiert diesmal den Mythos eines Helden, der aus einem isolierten Volk stammt und sich mit einem Imperium anlegt – so entführt der Regisseur sein Publikum in ein Abenteuer, wie es noch nie zu sehen war, um gleichzeitig das Konzept Kinoerlebnis neu zu definieren. „Von jeher fasziniert mich das klassische Geschichtenerzählen, so wie es seit vielen Generationen am Lagerfeuer tradiert wurde“, sagt Emmerich. „Wenn man sich auf die Frühgeschichte einlässt, bekommt man die Chance, opulente Heldengeschichten zu erzählen, in denen ein Einzelner fast Unmögliches vollbringen muss. Mir schwebte ein Film vor, der den Zuschauern eine Welt präsentiert, die von der Anmutung, vom Gefühl her mit keiner bisherigen Erfahrung zu vergleichen ist.“
Um das Publikum auf die abenteuerliche Reise in eine Welt vor unserer Zeit mitnehmen zu können, musste Emmerich mit seinem Team zunächst selbst ans Ende der Welt reisen. Sie drehten in der bitteren Kälte des winterlichen Neuseelands, im feuchtheißen Klima des südafrikanischen Kapstadt und in der ausgedörrten Wüste von Namibia.
Dazu Produzent Michael Wimer: „Ein Filmemacher wie Roland sucht immer originelle Schauplätze, aber es ist heute sehr schwierig, sozusagen eine Leinwand zu finden, die noch nicht bemalt ist. Das bedeutet in jeder Hinsicht eine besondere Herausforderung – tatsächlich stellte Roland fest, dass diese Dreharbeiten komplizierter waren als je zuvor. Aber ein Filmemacher wie er fühlt sich durch solche Bedingungen erst recht angespornt.“
Harald Kloser hat mit Emmerich das Drehbuch verfasst, fungiert außerdem als Executive Producer und schrieb zusammen mit Thomas Wander auch die Filmmusik. Über „10.000 BC“ sagt er: „Die Handlung spielt in einer Zeit, als die Mystik, die Geisterwelt zum Alltag gehörten. Roland und ich hatten bei ,10.000 BC‘ keine dokumentarischen Ambitionen, vielmehr wollten wir ein großes Abenteuer der Frühmenschen erzählen und sie mit allen möglichen Mächten konfrontieren, die sie nicht einordnen können. Uns gefiel die Vorstellung, die beschränkte Welt dieses Stammes aufzubrechen und ihm neue Möglichkeiten zu eröffnen.“
Produzent Mark Gordon arbeitet jetzt bereits zum dritten Mal mit dem Regisseur zusammen: „Roland gehört zu den Filmemachern, die sich auf keinen Fall wiederholen wollen. Dank seiner Fantasie stößt er in immer neue Gefilde vor, die den meisten von uns verschlossen bleiben. Bei seinen Vorlieben und seiner optisch-stilistischen Bandbreite als Erzähler war er für diesen Film wie geschaffen.“
Der Film enthält alles, was man von einem Action-Spektakel erwarten darf: die Jagd auf gigantische Mammuts, gewaltige Schlachtenszenen, monumentale Panoramen der riesigen Pyramiden und untergegangene Kulturen, die von Mythen und Mystik geprägt sind. Trotzdem meint Camilla Belle, die die Rolle der Evolet übernimmt: „Das Zentrum des Films wird von einer mitreißend menschlichen Geschichte bestimmt: Das Paar D’Leh und Evolet wird getrennt, die Suche nach Evolet ist der Motor dieser unfassbaren Odyssee. Wie die Helden finden sich auch die Zuschauer plötzlich in einer fremden Welt wieder.“
„Es ist wunderbar zu erleben, dass sich die Grundstrukturen des menschlichen Daseins in all den Jahrtausenden kaum verändert haben“, sagt Schauspieler Steven Strait, der in der Rolle des jungen Kriegers D’Leh zu sehen ist. „Die menschlichen Werte sind seit der Frühgeschichte gleich geblieben: Liebe, Mitgefühl, Gewissen, Sympathie. Das alles erleben wir auch in diesem Film. Damit kann jeder etwas anfangen – egal, in welcher Epoche er aufgewachsen ist.“
„Neben den spannenden und intuitiven Elementen spielen Legenden und Prophezeiungen eine große Rolle“, kommentiert sein Kollege Cliff Curtis, der den Tic’Tic spielt. „Raubvögel versetzen die Helden ebenso in Angst und Schrecken wie Säbelzahn-Tiger, von den Mammuts ganz zu schweigen. Aber die Story wird von spirituellen Ideen getragen.“
Die Geschichte beginnt in einem abgelegenen Tal, wo der Stamm der Yagahl davon lebt, während des jährlichen Zuges der riesigen Mammutherden eines dieser gewaltigen Tiere zu erlegen. „Die Yagahl sind als Mammutjäger bekannt, weil sie von diesen Tieren leben“, kommentiert Emmerich. „Die Mammuts sind quasi das, was die Büffel für die amerikanischen Ureinwohner waren. Der Stamm jagt die Tiere, verehrt sie aber auch und fühlt sich durch sie gesegnet. Das ist eine sehr natürliche Beziehung zwischen Jäger und Tier.“
„Die Yagahl haben aber durch die Jagd kaum genug zum Leben“, sagt Kloser. „Die Eiszeit nähert sich ihrem Ende, das Klima ändert sich. Die Menschen merken, dass die Mammuts nicht mehr regelmäßig durch ihr Gebiet ziehen.“
Angeführt wird der Stamm von seiner spirituellen Führerin, der Alten Mutter, gespielt von Mona Hammond, und dem Jäger, der den weißen Speer trägt: Er ist verantwortlich für die Ernährung und den Schutz des Stammes. Die Alte Mutter kann in die Zukunft schauen und weissagt, dass ein großer Jäger kommen und zusammen mit Evolet das Volk in ein neues Leben führen wird, bevor die Mammuts vom Angesicht der Erde verschwinden. Niemand kann sich vorstellen, dass es sich bei diesem Jäger um D’Leh handelt, dessen Vater den Stamm unter seltsamen Umständen im Stich gelassen hat, als D’Leh noch ein Kind war. Deshalb wird er heute als Sohn eines Feiglings bezeichnet.
„D’Leh ist der Außenseiter der Gruppe“, sagt Steven Strait. „Man wirft ihm die Taten seines Vaters vor. Den Stamm im Stich zu lassen ist das Schlimmste, was ein Mann tun kann – mit diesem Makel muss D’Leh leben. Sein Leben ist dadurch sehr viel schwieriger, aber es macht ihn auch stärker.“
„Vater-Sohn-Konflikte finde ich besonders spannend“, sagt Emmerich. „D’Leh ist als Kind verlassen worden. Wie viele Jungen, deren Väter fortgegangen sind, wird er von seinem Stamm ausgegrenzt und ist deshalb besonders streitlustig. Doch eines Tages begreift er, dass sein Vater gute Gründe für sein Verhalten hatte.“
Emmerich suchte in den USA, Europa, Südamerika und Neuseeland Kandidaten für die Hauptrolle, bis er den idealen Schauspieler auf dem Plakat eines unabhängig produzierten Films namens „Undiscovered“ (Newcomer – Tausche Ruhm gegen Liebe) entdeckte. Dazu der Regisseur: „Ich sah Stevens Bild und fragte: ,Wer ist denn das?‘ Wir machten Probeaufnahmen mit ihm und testeten auch andere Leute, kamen aber immer wieder auf ihn zurück. Er war zu dem Zeitpunkt erst 18 Jahre alt, und zu Beginn der Dreharbeiten bewährte er sich sofort, auch wenn ihm noch ein Quäntchen Selbstsicherheit fehlte. Ich war sehr stolz auf ihn, weil er sich wie D’Leh im Film total verwandelt hat. Letztlich steht und fällt der Film mit seiner Präsenz, und er zeigt eine bravouröse Leistung. Es war verblüffend, das mitzuerleben.“
Natürlich war Strait von der Chance, mit Emmerich zu arbeiten, total begeistert: „Ich schätze seine Filme sehr und war ganz aus dem Häuschen, als ich die Gelegenheit bekam, in seinem Film mitzuwirken. Mehr als alles andere ist Roland ein Geschichtenerzähler: Selbst in seinen spektakulärsten Filmen stehen immer die Figuren im Vordergrund. Als ich das Drehbuch las, beeindruckte mich das außergewöhnliche Abenteuerpanorama, und auch die Dreharbeiten selbst waren ein Abenteuer, wie ich es mir nie hätte vorstellen können.“
D’Lehs Abenteuer beginnt in dem Moment, als er Evolet kennen lernt, die in der Gruppe ebenfalls eine Außenseiterin ist – sie ist Flüchtling eines Stammes, der von den sogenannten vierbeinigen Dämonen verschleppt worden ist. „Als man sie in den Bergen findet, klammert sie sich an eine tote Frau“, sagt Emmerich. „Bis zu diesem Zeitpunkt glaubten die Stammesmitglieder, sie seien die einzigen Menschen auf der Welt. Erstmals kommen sie in Kontakt mit einer anderen Kultur.“
Die Alte Mutter ist überzeugt, dass Evolet der Schlüssel zur Prophezeiung ist – sie ist untrennbar mit dem Jäger verbunden, der den weißen Speer erben und den Stamm in ein neues Land führen wird. Niemand traut D’Leh diese Aufgabe zu, aber dennoch schließen er und die ebenfalls ausgegrenzte Evolet heimlich einen Pakt. „Die Waise Evolet ist als Kind in den Stamm aufgenommen worden“, sagt Camilla Belle. „Sie liebt D’Leh so wie er sie. Sie will mit ihm fortgehen, aber er hält das für unmöglich. Es geht ihnen wie Romeo und Julia, weil die Alte Mutter überzeugt ist, dass das Schicksal Evolet für einen anderen Mann vorbestimmt hat.“
Michael Wimer berichtet, dass Camilla Belle genau jene exotischen Qualitäten mitbringt, die den Filmemachern für diese Rolle vorschwebten – schon beim ersten Treffen waren sie von ihr stark beeindruckt: „Als Camilla vorsprach, trug sie sehr ausgefallenen Schmuck, und ich ging davon aus, dass sie ihn extra unseretwegen angelegt hatte. Doch dann merkte ich, dass er ganz einfach ihren Stil ausdrückt. Sie ist außergewöhnlich schön und begabt, aber sie wirkt in dieser Rolle auch derart dynamisch, dass uns die Luft wegblieb.“
Mark Gordon pflichtet ihm bei: „Camilla kann sehr verletzlich wirken, doch in jeder Phase traut man ihr zu, dass sie ihre Chance nutzen und zur Heldin aufsteigen wird. Egal, was ihr auch zustößt – sie ist nie das Opfer.“
Belle ist überzeugt, dass die Odyssee der Evolet ihre innere Stärke besonders deutlich werden lässt: „Ich brauchte einige Zeit, um herauszufinden, wie ich ihre innere Kraft anschaulich machen kann. Ich möchte, dass die Mädchen im Publikum sie als Vorbild sehen, denn sie ist durchaus nicht die Jungfer, die ständig gerettet werden muss: Sie kämpft nämlich nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihr Volk.“
Tic’Tic ist der Mann, der den weißen Speer von D’Lehs Vater übernommen hat und ihn nun an den nächsten Stammeshäuptling übergeben muss – er wird von dem Neuseeländer Cliff Curtis gespielt. „Tic’Tic hat zwei Ziele: Erstens muss er dafür sorgen, dass D’Leh die Häuptlingswürde übertragen bekommt; zweitens muss er den Mythos und die Prophezeiung unterstützen, nach der D’Leh und Evolet beim Zug des Stammes in ein neues Leben die Führung übernehmen“, sagt Curtis. „Tic’Tic ist den Traditionen verhaftet. Er glaubt an die Mythen, an die Prophezeiung. Er glaubt an den jungen Mann, und schließlich ist er auch davon überzeugt, dass D’Lehs Liebe für diese junge Frau untrennbar mit dem Schicksal aller verbunden ist. Für mich war es besonders schön, Tic’Tic gerade nicht als einen alten Weisen zu spielen, der auf alles eine Antwort hat. Er ist eher mürrisch, jagt den anderen Angst ein. Er ist ein Mentor wider Willen.“
Emmerich berichtet, dass Cliff Curtis Steven Strait ebenfalls unter seine Fittiche nahm – ganz ähnlich, wie es das Drehbuch für die Rollen der beiden vorsah: „D’Leh ist sich seiner selbst noch gar nicht sicher. Er weiß nicht, was er tun soll – erst durch dieses Abenteuer wird er gezwungen, sich seiner Aufgabe, seinem Schicksal zu stellen. Es war wunderbar zu beobachten, wie Cliff Curtis, der ja ein sehr erfahrener Schauspieler ist, sich Stevens annahm. Sie warfen sich die Bälle zu, denn die Beziehung der Filmfiguren spiegelt ihr Verhältnis hinter der Kamera.“
Baku ist der einzige Freund von D’Leh und Evolet – mit dieser Rolle gibt der britische Newcomer Nathanael Baring sein Filmdebüt. „Baku ist noch sehr jung“, sagt Baring. „Er möchte D’Leh und Tic’Tic unbedingt beeindrucken und Mitglied ihres Teams werden – aber letztlich behindert er sie eher, als dass er hilft.“
Als die „vierbeinigen Dämonen“ – berittene Sklavenjäger – den Stamm überfallen und die Jugendlichen inklusive Evolet entführen, schwört D’Leh, er werde sie verfolgen, bis er seine Stammesmitglieder gerettet habe. „Sie reiten auf Pferden und wirken wie Dämonen“, erklärt Emmerich. „Sie sind derart überlegen, dass die Yagahl keine Chance haben. Letztlich wird D’Leh in diesem Moment aufgefordert, die Initiative zu ergreifen. Evolet wird entführt – also muss D’Leh ihr folgen.“
Obwohl D’Leh den weißen Speer abgegeben hat, lässt er sich nicht von seinem Vorhaben abbringen. Zu ihm stoßen Tic’Tic und sein Rivale Ka’ren (dargestellt von Mo Zainal), und auch der junge Baku weigert sich zurückzubleiben. Ihr gefährliches Unternehmen führt sie über schneebedeckte Berge in ein isoliertes Tal, wo sie nicht nur gegen die Sklavenjäger kämpfen müssen, sondern auch gegen seltsame Riesenvögel, die Jagd auf sie machen. „In diesem Tal lebt eine Herde gefährlicher Laufvögel im hohen Gras“, berichtet Emmerich. „Sie bilden eine Art Kombination aus Sauriern und Straußenvögeln, jagen aber wie Haie: Sie schießen aus dem Gras hervor und verschwinden wieder.“
Endlich erreicht die Gruppe einen neuen Stamm – die Naku. Der Sohn des Häuptlings Nakudu (dargestellt von Joel Virgel) ist ebenfalls von den Sklavenjägern entführt worden.
Halb verhungert und verdurstet erreicht die verzagte Gruppe schließlich eine Wüstenebene, in der gewaltige Pyramiden in den Himmel ragen. Dort schuften Sklavenlegionen in ständiger Furcht vor einem selbsterklärten Gott. „Für mich ist die Pyramide Ausdruck absoluter Arroganz“, sagt Emmerich. „Diese Lebensart unterscheidet sich völlig von der der Mammutjäger, die ihrer Jagdbeute größten Respekt entgegenbringen.“
Um dieser brutalen Kultur, die sein Volk versklavt, die Stirn zu bieten, muss D’Leh seine Existenz als Jäger aufgeben und jener Anführer werden, zu dem ihn das Schicksal auserkoren hat. „D’Leh muss praktisch bis ans Ende der Welt gehen, um Evolet zu retten“, fährt Emmerich fort. „Doch auf dieser Reise begreift er, dass seine Aufgabe weit über die Verantwortung für dieses Mädchen hinausgeht.“
Zur internationalen Besetzung gehören auch Marco Khan als einäugiger Sklavenjäger und Ben Badra als Anführer der Sklavenjäger. „Wir haben sehr breit gestreut gesucht und wählten ein Ensemble von Schauspielern aus, die die Besetzung durch ihr ungewöhnliches Aussehen bereichern“, sagt Emmerich. „Unsere Darsteller stammen aus Asien, Südamerika, Indien, Afrika und anderswo. In diesem Film entfaltet sich eine Landschaft der Gesichter – wir haben wirklich unglaubliche Physiognomien ausgesucht.“
Besonders geehrt fühlten sich die Filmemacher, als der legendäre Ägypter Omar Sharif die Rolle des Erzählers übernahm. „So wie er die Geschichte erzählt, bringt er seine geballte Erfahrung und Menschlichkeit mit ein. Er wirkt wie eine Offenbarung“, berichtet Wimer.
Um jene Jäger und Sammler darzustellen, die ihr gesamtes Leben in freier Natur verbringen, machten die Schauspieler unter Anleitung von Stunt Coordinator Franklin Henson eine Grundausbildung in einem Lager im südafrikanischen Kapstadt. Neben dem üblichen Fitnesstraining lernten sie auch spezielle Tänze und Kampftechniken, wie sie in einem solchen Stamm üblich sind. Nat Baring musste zum Beispiel lernen, wie man in Windeseile Bäume erklimmt, um den rabiaten Laufvögeln zu entkommen. Strait und die übrigen Mammutjäger übten, wie man sich auf der Jagd verhält.
Strait hatte für einen früheren Film an Gewicht zugelegt und musste nun über 15 Kilo Muskelmasse abhungern und abtrainieren, um der Statur des sehnigen Jägers D’Leh gerecht zu werden. „Natürlich gibt es keine schriftlichen Quellen darüber, wie die Menschen damals aussahen“, sagt der Schauspieler. „Deshalb orientierte ich mich an Stammeskulturen in aller Welt. Ich informierte mich nicht nur über ihre Lebensweise, sondern passte meine Körperbewegungen, meinen Laufstil der Vorstellung an, dass solche Stämme sich ihr Leben lang durch die Jagd ernährten. Wer nicht sportlich war, musste verhungern. Um abzunehmen, bin ich also vor allem gerannt.“
Die Darsteller der Sklavenjäger absolvierten zusätzlich umfangreiche Reitkurse. Der für die Pferde verantwortliche Peter White bildete nicht nur die Schauspieler, sondern auch die Pferde aus. White betreute 20 Pferde, die er aus Reiterhöfen um Kapstadt zusammenstellte. „Wir bevorzugten Mischrassen, die besser gegen Infektionen abgehärtet sind – außerdem sind sie nicht so temperamentvoll wie Vollblüter“, berichtet White. „Wir haben sie lange und sorgfältig auf die Situation am Drehort vorbereitet: auf die Kameras, die Scheinwerfer, Rauch, Feuer und so weiter.“
Den Darstellern musste White beibringen, beim Reiten Stöcke, Schwerter, Seile und Netze zu handhaben – wobei sie jeweils nur eine Hand für die Zügel frei hatten. Außerdem mussten sie sich an sperrige Requisiten und Kostüme gewöhnen. „Die Kostüme bestanden aus rigiden Brustpanzern, die die Bewegungsfreiheit sehr einschränkten und das Beugen des Körpers erschwerten“, sagt White. „Als Sättel verwendeten wir normale leichte Sättel, die für Reiter und Pferd bequem sind, aber wir statteten sie mit Taschen und Fellen aus.“
Von Kapstadt aus gingen die Pferde auf eine viertägige Reise nach Namibia, wo sie am Drehort unter Quarantäne gehalten wurden, um Infektionen durch örtliche Pferde möglichst zu vermeiden. In der ausgedörrten Wüste musste White zudem ständig darauf achten, dass die Pferde genug Wasser bekamen.
Mit ganz anderen Problemen bekam White es zu tun, als das Drehteam nach Neuseeland umzog, wo er mit Pferden arbeitete, die er bereits kannte. „Vor Beginn des Drehs standen uns zwei Wochen zur Verfügung, damit wir die Pferde in die Berge bringen konnten – sie mussten sich zunächst an die Höhenluft und das kalte Wetter gewöhnen.“

EINE ZEITREISE – Verlorene Welten erwachen zu neuem Leben

In seiner Karriere hat Emmerich stets die Weiterentwicklung der visuellen Effekte forciert – er schuf so unvergessliche Bilder wie das explodierende Weiße Haus in „Independence Day“ und die Monsterwoge in „The Day After Tomorrow“. Die ständige Weiterentwicklung der Technologie erlaubte es Emmerich, seiner Fantasie auch jetzt bei der epischen Gestaltung von „10.000 BC“ freien Lauf zu lassen.
Wieder engagierte Emmerich die Effekte-Expertin Karen Goulekas, mit der er bereits bei „Godzilla“ (Godzilla) und „The Day After Tomorrow“ zusammengearbeitet hat. Sie übernahm auch diesmal die Leitung bei der Gestaltung der umfangreichen visuellen Effekte. „Karen gehört zu den genialsten und optisch erfindungsreichsten Leute, die mir je untergekommen sind“, berichtet der Regisseur. „Für sie ist ,unmöglich‘ ein Fremdwort. Selbst meine ehrgeizigsten Vorstellungen weiß ich bei ihr in guten Händen – oft werden sie schließlich noch spektakulärer umgesetzt, als ich sie mir ausgemalt habe.“
Die umfangreichste Aufgabe war die Schaffung jenes Arsenals von Urtieren, die den Film bevölkern: Mammuts, Säbelzahn-Tiger und gigantische Laufvögel. Emmerich verlangte, dass sie sich lebensecht verhalten, und orientierte sich daher an ihren heutigen Verwandten. „Als Vorbilder diente uns umfangreiches Filmmaterial von Elefanten, Tigern und Straußen“, sagt er. „Leider weiß niemand genau, wie Mammuts sich bewegt haben. Sie hatten einen ganz eigenen Charakter. Um zu verstehen, wie Tiere sich bewegen, ist man auf Filmaufnahmen angewiesen.“
Am schwierigsten bei der Darstellung der Tiere aus der Pleistozän-Epoche erwies sich das Fell: lang und zottig im Fall der Mammuts, gefiedert bei den Laufvögeln, und das Fell des Säbelzahn-Tigers sollte auch tropfnass aussehen. „Wir mussten quasi das Rad neu erfinden, um das Fell dieser Tiere fotorealistisch darzustellen“, kommentiert Emmerich. „Das war eine echte Herausforderung. Deswegen beauftragten wir zwei Firmen in England, um die Tiere so echt zu gestalten, dass man sie praktisch anfassen könnte.“
Goulekas stieß schon zwei Jahre vor Drehbeginn zu dem Projekt und teilte das Drehbuch zunächst nach den Effekte-Anforderungen ein – jede Sequenz wurde durch Konzeptzeichnungen und dreidimensionale Modelle (die dann in den Computer gescannt wurden) vorbereitet. Dabei konzentrierte sie sich auf drei wesentliche Sequenzen des Films: Die Mammut-Jagd, die Szenen mit dem Angriff der Laufvögel und D’Lehs Begegnung mit dem Säbelzahn-Tiger.
Für alle Filmtiere stellte Goulekas eine Referenzbibliothek aus Illustrationen, Fotos und Computerbildern aus TV-Dokumentationen zusammen. Außerdem besuchte sie die La-Brea-Pechgruben in Los Angeles, wo sie ausführliches Studienmaterial zu Mammuts vorfand, und das Tala-Wildreservat im südafrikanischen Durban, wo sie etliche Wildtiere mit einer HD-Kamera filmte: Löwen, Tiger, Leoparden, Elefanten und Strauße. Anhand dieses Filmmaterials konnten die Animatoren die Tierbewegungen aus verschiedenen Blickwinkeln studieren.
Ein besonders kniffliges Problem stellten die Laufvögel dar: flugunfähige Raubvögel mit gewaltigen Schnäbeln. Als Vorlage dienten Tiere, wie es sie einst in Südamerika gegeben hat. „Sie waren riesengroß“, sagt Goulekas. „Wir wissen ja, wie schnell Strauße laufen können und welchen Schaden sie mit ihren kräftigen Füßen anrichten. Diese Details kombinierten wir mit der Tatsache, dass die Vögel unseres Films direkt von Sauriern abstammen. Wir gestalteten sie also als Hybrid aus verschiedenen Illustrationen.“
Um die Bewegung aller Tiere zu vervollkommnen, waren etliche Überarbeitungsphasen nötig – immer in enger Absprache mit Emmerich. „Das war eine Entdeckungsreise“, sagt Goulekas. „Man ändert die Bilder so lange, bis sie stimmen. Der Film war ein gemeinsamer kreativer Prozess, eine stetige Entwicklung. Roland stand mit seinen Ideen ständig zur Verfügung, ließ mir aber eine Menge kreativer Freiheit.“
Als man sich auf das Aussehen der Tiere festgelegt hatte, machte sich Goulekas’ 18-köpfiges Team (inklusive der Animatoren und Objektgestalter) an die vorläufige grobe Animation (pre-visualization oder previs), mit der alle Effekt-Sequenzen als animierte 3-D-Sequenz dargestellt werden. „Ein Beispiel: D’Leh geht durch die Tigerschlucht. Wir bauten also eine 3-D-Szenerie der Schlucht im Computer, und der Animator gestaltete dann den Tiger, wie er, aus der Vogelperspektive gesehen, in die Schlucht springt. So ergibt sich die Choreografie der Szene“, berichtet Goulekas. „Dann gestalten wir weitere Kamerawinkel, und zusammen mit unserem Previs-Cutter Steve Pang legen alle für die Previs-Phase Verantwortlichen fest, wo geschnitten wird und welche Aufgaben auf die einzelnen Animatoren zukommen.“
Die Previs-Aufnahmen erwiesen sich für alle Darsteller und Teammitglieder am Set als wertvolle Orientierungshilfe. „Bei der Vorbereitung einer Szene zeigte ich den Schauspielern zunächst jeweils die Previs-Bilder – so bekamen sie einen Gesamteindruck von dem, was um sie herum abläuft“, kommentiert Emmerich.
Für Kameramann Ueli Steiger stellten diese Bilder eine unschätzbare Hilfe beim Ausleuchten der Sets dar. „Previs ist eine echte Orientierungshilfe beim Konzept für den Dreh einer Szene“, bestätigt er. „Natürlich sieht sie immer etwas anders aus, wenn dann tatsächlich gedreht wird, und beim Dreh wird auch häufig improvisiert, aber als Richtschnur ist das sehr hilfreich.“
Weil Emmerich den Input aller Teammitglieder sehr schätzt, durfte Goulekas’ Crew der Fantasie freien Lauf lassen – alles in engem Kontakt zur Crew-Chefin und dem Regisseur. „Wir diskutierten ihre Vorschläge und haben ihre Ideen oft ins Konzept aufgenommen“, stellt sie fest. „Was der Qualität unserer Arbeit sehr zugute kommt. Die Künstler bekommen so das Gefühl, etwas Eigenes zu schaffen, selbst Anteil zu haben am Erzählprozess.“
Während der Dreharbeiten waren Goulekas und ihr Team ständig am Set, um Abstände zu messen, Fähnchen aufzustellen und blaugestrichene Markierungen zu setzen, die später durch digitale Tiere ersetzt werden sollten. „In der Vogelszene verwendeten wir einen blauen Vogelkopf auf einem Stab, so dass wir ihn uns beim Einrichten des Bildausschnitts vorstellen konnten“, erklärt sie. „In der Tigersequenz setzten wir einen originalgroßen Papptiger ein, mit dem wir zur Probe durch das Bild gingen. Denn wenn der Bildausschnitt nicht stimmt, lässt sich das später nicht mehr reparieren. Ein Stock mit einer Höhenmarkierung gibt dem Schauspieler genau vor, wohin er blicken muss, und mit diesen Vorgaben kann der Regisseur drehen, was er will.“
Es war eine interessante Übung für die jungen Schauspieler, mit den Requisiten des Effekte-Teams zu interagieren. „Nirgends sonst ist die eigene Fantasie derart gefordert“, kommentiert Steven Strait. „Man kann alle möglichen Varianten durchspielen, weil man physisch in keiner Weise eingeschränkt ist. Gerade bei der Mammut-Jagd fühlte ich diese Freiheit besonders stark, weil ich auf etwas reagierte, was es gar nicht gibt.“

DURCHQUERTE KONTINENTE – die Welt von „10.000 BC“ entsteht

Emmerich arbeitete eng mit den Kreativen hinter der Kamera zusammen, um eine unerbittliche Urwelt zu erschaffen, die den Zuschauern ein völlig neues Erlebnis bietet. Obwohl sich der Film in Bezug auf den Schauplatz nicht eindeutig festlegt, handelte es sich für Emmerich von vornherein um Afrika. „Dort befand sich die Wiege der Menschheit“, stellt er fest. „Wegen der Anforderungen unserer Geschichte haben wir allerdings unser ganz eigenes Afrika geschaffen.“ Der Film entstand überwiegend an realen Schauplätzen in Neuseeland und Afrika, wo im südafrikanischen Kapstadt und auch vor mondbeschienenen Landschaften in Namibia gedreht wurde.
Ursprünglich wollte das Team nur wenige Tage in Neuseeland drehen, aber nur sechs Wochen vor Drehstart entdeckte Emmerich auf Motivsuche per Helikopter das sprichwörtliche „Eden“. „Wir saßen den ganze Morgen lang im Helikopter, und ich war auf dem Rückweg zum Hotel, als mich eine dringende Nachricht erreichte: ,Steig sofort wieder in den Helikopter. Roland möchte, dass du dir etwas anschaust“, erinnert sich Produzent Wimer. „Mir lag schon der Spruch auf der Zunge: ,Wir können die Schauplätze derart kurzfristig vor Drehstart nicht mehr ändern.‘ Doch dann stieg ich mit dem Helikopter auf, und als wir über eine bestimmte Bergkuppe flogen, lag vor mir der perfekte Schauplatz – so wie er im Drehbuch beschrieben und in allen Storyboards gezeichnet war. Er war derart vollkommen, dass wir dort einfach drehen mussten.“
Die eisige weiße Landschaft vor den schwarzen Felsformationen der wilden Naturkulisse bilden einen atemberaubenden Kontrast zum satten Grün des südafrikanischen Tropendschungels, das den Mittelteil des Films dominiert, und dem bleichen Orange und Rot der namibischen Wüste, wo der dritte Akt des Films gedreht wurde. Diese Panoramen machten Neuseeland einfach unwiderstehlich, trotz der Unbeständigkeit des Wetters dort, durch die das Team neben traumhaften Sonnentagen auch mit Nebel und Schneestürmen rechnen musste.
Dazu Wimer: „Unter anderem wollten wir durch diese Bilder deutlich machen, wie schwierig die Lebensbedingungen unserer Helden damals waren – um gleichzeitig auch zu zeigen, wie grandios, spirituell und zeitlos schön ihre Umgebung war. Auch deswegen haben wir dort gedreht: Es war so außergewöhnlich, so gewaltig, dass es tatsächlich unwirklich erschien.“
Die unberührte Landschaft steht unter Naturschutz, was dem Filmteam auferlegte, wirklich nichts außer Fußspuren zu hinterlassen. „Wir verwendeten Geländewagen mit Vierrad-Antrieb, kleine Buggys, die kaum Reifenspuren hinterlassen, sodass der Boden nicht aufgerissen wurde“, kommentiert der für die neuseeländischen Drehorte verantwortliche Jared Connon. „Außerdem setzten wir vor allem Helikopter ein, um Requisiten und Setteile für das Dorf der Mammut-Jäger einzufliegen und auch wieder abzutransportieren.“
Die Waiorau Snow Farm liegt auf 1500 Meter Höhe in der Nähe der Stadt Wanaka auf der Südinsel. Dort befinden sich fünf wesentliche Locations des Films, vor allem das Dorf der Mammut-Jäger, Bakus Felsen, der Ort, wo das Mammut erlegt wird, und das Grasland. Etwa ein Drittel des Films entstand an diesen Schauplätzen. In Neuseeland wurde außerdem im Mount Aspiring National Park und am Poolburn-Damm gedreht.
Für Emmerich war die Waiorau Snow Farm die denkbar beste Kulisse für den Film, wie er ihn sich vorstellte. „In dieser Landschaft kann man die Kamera auf eine Bergspitze stellen und nach allen Seiten drehen – als ob man auf der Mondoberfläche filmen würde“, berichtet er begeistert. „Man fühlt sich wie in der Urzeit. Weil unsere Helden im Film eine weite Reise machen, benötigen wir überwältigende Panoramen, um den Kontrast zu den neuen Welten zu verdeutlichen, die sie entdecken. Zu diesem Zweck sollen die Landschaften so unterschiedlich wie nur möglich aussehen.“
Vor Drehstart bat das Filmteam die Ngi Tahu (den bedeutendsten Mori-Stamm der Südinsel), den Drehort mit einer traditionellen Mori-Zeremonie zu segnen. „Die Ureinwohner leben dort schon sehr viel länger als die heutige Bevölkerung“, erklärt Schauspieler Cliff Curtis, der selbst Mori ist. „Es ist also sehr wichtig, eine spirituelle Beziehung zum Land herzustellen. Wir vom Filmteam hatten alle das Gefühl, dass es nur recht und billig war, diese Beziehung zu würdigen – gerade und vor allem bei dem Sujet, das wir uns vorgenommen hatten.“
Beim Bau des Yagahl-Dorfes richteten die Filmemacher sich nach der Lebensart des Stammes und nach dem Land, auf dem er zu Hause ist. „Den Mammut-Jägern steht wenig Material zur Verfügung“, sagt Emmerich. „Sie verwenden Mammutknochen, Stoßzähne und Felle, um ihre Hütten zu bauen. Da wir sie uns als gläubige Menschen vorstellen, legte ich Wert darauf, ihren Behausungen ein besonderes Gepräge zu geben, das ihre außergewöhnliche Kreativität spiegelt.“
Produktionsdesigner Jean-Vincent Puzos gestaltete die Hütten der Mammut-Jäger sehr glaubwürdig und optisch ansprechend aus Knochen und Fellen. „Das Innere der Hütte der Alten Mutter besteht aus 10.000 Mammutknochen, die von einem Mammut-Skelett herunterhängen“, berichtet er. „Das bildet die Kulisse für den Beginn des Films, als die Alte Mutter eine Zeremonie vollzieht – wir wollten ihr eine ausgesprochen kosmische Dimension geben.“
Nach intensiven Studien vor allem in archäologischen Fachpublikationen entwarf Puzos 20 verschiedene Mammut-Skelette. „Die Knochen sind ein wenig überdimensioniert, damit sie auf der Leinwand besonders beeindruckend wirken“, sagt Puzos. „Wir beschlossen, die Hütte der Alten Mutter mit Schädeln und Knochen auszustatten, die mit Schnitzereien verziert sind – das sorgt in der Eröffnungszeremonie für die angemessene spirituelle Atmosphäre.“
Statt echter Knochen verwendete man Holz: Puzos’ Modellierteam arbeitete im Produktionshauptquartier im südafrikanischen Kapstadt einen Monat lang an den Skeletten, während ein weiteres Team Mammutfelle und -leder aus Tierhäuten herstellte. Die fertigen Knochen und Felle wurden dann per Luftfracht ins neuseeländische Wanaka geflogen, wo man zum Bau des Dorf-Sets fünf Arbeitswochen benötigte.
Wimer erinnert sich: „In mehreren Räumen schmirgelten Heerscharen von Mitarbeitern die hölzernen Mammut-Knochen ab. Gestaltet wurden sie in Kapstadt, dann auseinandergenommen und zum Drehort geflogen. Wir mussten den Behörden tatsächlich versichern, dass es sich nicht um echte Mammutknochen handelt“, lacht er. „Logistisch war das extrem kompliziert, aber der fantastische Look hat das alles wettgemacht.“
Bei der Ausstattung des übrigen Dorfes improvisierte das Team mit verschiedenen Materialien, die es in Neuseeland vorfand. „Die Farmer sammelten Knochen für uns“, sagt Ausstatterin Emelia Weavind. „Und wir fanden eine Menge traumhaftes Seegras, das wir in Tic’Tics Hütte verwenden.“
Puzos entwarf auch den wichtigen weißen Speer, den Jägerhäuptling Tic’Tic an seinen Nachfolger übergeben muss. Der Speer sollte praktisch verwendbar sein, aber ungewöhnlich aussehen. Heraus kam ein etwa 1,80 Meter langer Speer mit abnehmbarem, reich verziertem Schnitzwerk aus Elfenbein an der Spitze.
Ähnlich wie die Ausstatter bemühten sich auch die Kostümbildnerinnen Odile Dicks-Mireaux und Renee April um einfache Kleidung, die ihren Trägern gerecht wird. Dicks-Mireaux recherchierte zunächst im Londoner British Museum sowie in Sammlungen in Kapstadt. Allerdings stellte sie fest: „In Bezug auf Kleidung findet man im British Museum kaum etwas. Aus dieser Zeit gibt es nur einige Felszeichnungen in Südafrika. Also ließen wir uns vom Drehbuch inspirieren. Den verschiedenen Stämmen ordneten wir jeweils bestimmte Farben zu: Die Mammut-Jäger haben praktisch farblose Kostüme und passen sich ganz der Landschaft an. Wir entwickelten die Idee, Springbock-Fell abzuschaben – daraus ergibt sich eine interessante Struktur.“
Die Kostümbildnerinnen stellten sich mit den Yagahl-Kostümen auf das kalte, unfreundliche Wetter dieses Lebensraums ein. „Sandalen kennen sie nicht“, sagt April. „Sie tragen mehrere Felle übereinander, um sich zu wärmen. Also schneiderten wir schwere Kostüme aus Antilopenfellen, die das Mammut-Fell ersetzen.“ Angesichts der Witterung musste moderne Kleidung die authentischen Kostüme ergänzen. „Unter dem Fell trugen die Schauspieler Thermalanzüge, weil es am Drehort bitterkalt war“, grinst April.
Strait merkte bald, dass ihm die Kombination aus Kostümen, Frisur, Make-up und Umgebung das Einfühlen in seine Rolle deutlich erleichterte. „Wenn man in Neuseeland auf einer Bergspitze steht und die Dreadlocks bis auf die Brust herunterreichen, fällt es wirklich nicht schwer, sich als Mammut-Jäger auszugeben“, sagt er. „Mein Bart war echt, aber ich trug eine Perücke, und meine Haut wurde so dunkel geschminkt, als ob ich mein Leben lang unter freiem Himmel gelebt hätte. Diese Prozedur dauerte jeden Morgen ziemlich lange, aber das Resultat hat sich wirklich gelohnt.“
Für die Sklavenjäger entwarf Dicks-Mireaux Kostüme, die den eher primitiven Mammut-Jägern besonders exotisch vorkommen müssen. „Wir wählten entsprechend ein komplettes Kontrastprogramm zu den Brauntönen der Mammut-Jägerkleidung“, sagt sie. „Also verwenden wir für die Leinen-, Jute- und Wollstoffe der Sklavenjäger vor allem Blau- und Rottöne. Um sie als Reiterstamm besonders zu charakterisieren, sind ihre Kostüme mit Pferdeschwänzen dekoriert. Außerdem entwarfen wir Masken für sie und eine Art urzeitlicher Rüstung aus Gamsleder – dabei orientierten wir uns an Vorbildern afrikanischer Stämme.“
Bei der Gestaltung der Kostüme für die Stämme der Naku, Hoda und Flussmenschen, denen die Mammut-Jäger auf ihrer Reise begegnen, ließ sich Dicks-Mireaux auch von heutigen afrikanischen Stammeskulturen inspirieren. „Die Naku kleiden sich eher farbenfroh, und sie tragen Halsketten aus Tonperlen – um auszudrücken, dass sie weiter entwickelt sind als die Mammut-Jäger“, sagt sie.
Für die Schlussszenen, in denen D’Leh mit dem Gott und seinen Priestern konfrontiert wird, entwarf April weinrote Kostüme, die sich auf verschiedene Kulturen beziehen, zum Beispiel auf Tibet und Ägypten. Vervollständigt wird der Look durch detailfreudigen Schmuck und Gesichtstätowierungen, die der Maskenbildner Thomas Nellen entwarf.
Durch die Kostüme lebten sich die Schauspieler viel schneller in ihre Rolle ein. „Schon wenn man diese Kleidung anlegt, fühlt man sich als Teil jener Welt“, bestätigt Camilla Belle. „Dadurch wird es einfacher, sich in die Figur hineinzuversetzen. Im Kostüm entsteht ein völlig anderes Gefühl.“
Neben den Hauptdarstellern mussten die Kostümbildnerinnen mit ihrem Team fast 800 Statisten einkleiden, die in der Abschlusssequenz als Sklaven auftreten. Trotz solcher Massen „konnten wir die Kostüme nicht von der Stange kaufen“, berichtet April. „Und mit der Maschine konnten wir sie auch nicht nähen. Alles musste von Hand angebracht werden – sonst hätte man das sofort gemerkt. Eine ganze Armee von Mitarbeitern fertigte in unseren Werkstätten Perlen aus Ton und Glas an, um sie dann auf die Kostüme zu nähen. Auch die Stoffe und der Kopfschmuck mussten von Hand hergestellt und genäht werden.“
Sechs unterschiedliche Stämme treten im Film auf – jeder ist durch einen spezifischen Stil gekennzeichnet – von Kopf bis Fuß. Das Team schusterte über 1000 Sandalen, die alle den Statisten-Schuhgrößen entsprechend speziell angefertigt wurden.
„Außerdem legten wir Wert darauf, dass die Sandalen wie grundsätzlich alle Kostüme gebraucht aussehen. Wir mussten also das Leder und die Stoffe so behandeln, dass sie abgenutzt wirken“, erinnert sich April. „Es handelt sich hier um ein sehr ehrgeiziges Filmprojekt, und die Arbeit an Originalschauplätzen macht alles erheblich komplizierter. Zum Glück konnte ich in Südafrika und auch in Namibia mit tollen Teams arbeiten. Außerdem kooperierten wir mit sehr fähigen Handwerkern, Schustern und Hutmachern, die exakt das lieferten, was wir wollten.“
Von Neuseeland reiste das Produktionsteam ins südafrikanische Kapstadt, wo es bereits eine ausgeprägte Film-Infrastruktur gibt – dort entstehen jedes Jahr fast so viele Filme wie in Los Angeles. Auf einer Weizenfarm und in den Table Mountain Studios drehte man dort die Szenen im üppigen Dschungel des isolierten Tals, wo D’Leh und seine Stammesgefährten auf die angriffslustigen Laufvögel stoßen. Die in Kapstadt für die Drehorte verantwortliche Katy Fife brauchte mit ihrem Team drei Monate, um auf der Farm Gras, Bäume und Büsche zu pflanzen und so das Labyrinth mit dem hohen Gras zu kreieren, in dem sich die Riesenvögel bei der Jagd verbergen. In Thunder City in Kapstadt baute das Team in einem großen Flugzeughangar die Grube, die im Film als Falle für den Säbelzahn-Tiger dient.
Die Schlusssequenz des Films entstand in der ausgedehnten Wüstenregion im südwestlichen Nambia, darunter auch an der unberührten Spitzkoppe, die laut Emmerich „absolut perfekt wirkt. Solche Sanddünen, so zauberhafte Landschaften gibt es wirklich nur in Namibia.“ Der Filmemacher kombinierte bestimmte Einstellungen, um eine optische Brücke zwischen den Bergen und der Wüste zu illustrieren, und in beiden Fällen war er von der atemberaubenden Naturschönheit der Locations überwältigt.
Auch aus einem anderen Grund war diese Gegend für Emmerich besonders wichtig. „Die Spitzkoppe liegt mir sehr am Herzen, denn hier hat Stanley Kubrick die Hintergrundbilder für die Affensequenz in ,2001: A Space Odyssey‘ (2001 – Odyssee im Weltraum) aufgenommen“, verrät er. „Ein magischer Ort.“
Produzent Wimer bestätigt: „Die Spitzkoppe ist ungewöhnlich, weil sie eine außergewöhnliche Energie ausstrahlt, wie man sie auf der Erde nur sehr selten findet. Das ist schwer zu beschreiben, aber man hat deutlich das Gefühl, als ob diese Felsen ein eigenes Wesen haben.“
Die Filmemacher bekamen die Genehmigung, an der Spitzkoppe mit ihren ungewöhnlichen Felsformationen zu drehen – sie ist in den Szenen zu sehen, in denen die Yagahl-Jäger auf den Naku-Stamm stoßen und D’Leh zu begreifen beginnt, was das Schicksal von ihm erwartet. Die Naku sind ein gut entwickelter Savannenstamm, der Herden besitzt und Felder bewirtschaftet. Dazu Art Director Robin Auld: „Die Häuser ihres Dorfes stehen auf einem Felsplateau. Die Häuser haben entweder vier Wände, oder sie sind rund. Die Dächer sind mit Lehm bestrichen. Der Bau dieser Häuser erwies sich als sehr schwierig.“
Der Nationalpark Spitzkoppe befindet sich auf Gemeindegrund, und alle Gebühren für die Nutzung des Drehorts kommen der örtlichen Gemeinde zugute. 130 Anwohner wurden für die Vorbereitungen des Drehs engagiert – sie bauten Zufahrtswege und Gehege für die im Film mitwirkenden Springböcke und Zebras. Nach den Dreharbeiten überließ man die Tiere der Gemeinde, die in der Gegend einen Naturpark anlegen will.
In der näheren und weiteren Umgebung der Spitzkoppe gibt es keinerlei Hotels. Deshalb kampierten Darsteller und Team in einem eigens errichteten Zeltdorf – dort gab es warmes Wasser, Fernsehen und Internetanschlüsse. Während des Drehs wurden jeden Tag 60.000 Liter Trinkwasser aus 70 Kilometer Entfernung zum Camp transportiert.
Ein Geheimnis des Films ist die Frage, auf welche untergegangene Zivilisation D’Leh in der Wüste stößt. Dazu Kloser: „Als unsere Helden den Kamm einer Düne erreichen, entdecken sie gigantische Bauwerke, die ,Berge der Götter‘, Pyramiden von mythischen Proportionen, die fast über ihre Vorstellungskraft gehen. Teil ihrer Reise ist der Versuch zu verstehen, wie diese Kultur derartige Massen von Menschen versklaven konnte, und wie man ein derartiges Reich zu Fall bringen kann.“
Die Pyramiden entstanden in der Wüste bei Düne 7 in der Nähe von Swakopmund. Hier baute das Produktionsteam einen Steinbruch, eine gewaltige Rampe und die Fassade des Gottespalastes. Schon in den früheren Sequenzen des Films setzt Emmerich Flugaufnahmen ein, um die Dimensionen der Odyssee seiner Helden zu vermitteln – und auch hier zeigt er Flugaufnahmen von den Pyramiden: Von seinem Effekteteam ließ er gigantische Pyramidenmodelle errichten, die er mit einer Spydercam, einer per Leitung ferngesteuerten Kamera, filmte.
Das Team installierte die Miniaturmodelle der Pyramiden, des Palasts, der Sklavenquartiere und des Nils ganz in der Nähe der originalgroßen Filmpyramiden. Gebaut wurden sie im Maßstab 1:24 in München, um anschließend in 15 Containern nach Namibia verschifft zu werden. Der Modellset hatte eine Größe von etwa 100 Quadratmetern. Mithilfe der Spydercam konnte sich der Regisseur frei über den Set bewegen. So entstanden spektakuläre 360-Grad-Rundumflugbewegungen, die den übrigen Flugaufnahmen des Films absolut harmonisch entsprechen.
„Die Spydercam bewegt sich genauso wie ein Helikopter“, kommentiert Emmerich. „Man kann sie programmieren, und sie filmt in Echtzeit. Das Licht ist dasselbe wie an den real großen Sets, und im Hintergrund befinden sich echte Dünen. Auf diese Sequenz bin ich sehr stolz, denn hier werden altmodische Modelle wunderbar mit hoch entwickelter Technik kombiniert.“
Kameramann Ueli Steiger arbeitet bereits zum fünften Mal mit Emmerich zusammen – sehr gern ließ er sich auch auf dieses neue provokante Abenteuer ein. „Er ist ein großartiger Teamarbeiter und entwickelt wunderbare Visionen“, sagt Steiger. „Wenn man zum Projekt stößt, hat er bereits das Konzept fast fertig, aber immer ist er auch bereit, neue Ideen aufzunehmen. Jedermanns Input ist willkommen.“
Weil der Film naturalistisch angelegt ist, hielt sich Steiger mit Kamera- und Beleuchtungstricks ganz zurück und drehte eher im klassischen Stil, der das Epische der Story in den Vordergrund rückt und sich ganz auf natürliches Licht verlässt. „Oft haben wir mehrere Kameras gleichzeitig eingesetzt, um die Sonne voll auszukosten, wenn sie schien“, berichtet er. „Dabei muss man sehr schnell arbeiten. Oft haben wir stundenlang geprobt, und dann setzten wir drei oder vier Kameras ein – in der Hoffnung, alles mit einem Take abzudrehen.“
Das letzte noch fehlende kreative Element war die Musik. Harold Kloser übernahm bei diesem Film auch noch eine dritte Funktion und schrieb den Score zusammen mit dem Komponistenkollegen Thomas Wander. Dabei arbeiteten die Komponisten eng mit Emmerich zusammen, um die Handlung und Stimmungen vor der einzigartigen Kulisse des Films angemessen zu unterstützen.
Dazu der Regisseur: „Die Story ist ein klassischer Heldenmythos, und dem trägt die Musik Rechnung. Aber hinzu kommen viele ethnische Elemente, oft auch Waldhörner, Chor und Schlagzeug. Bei der Filmgestaltung begeistert mich immer wieder, wie die Musik sich den Bildern anpasst. Man erlebt dann den magischen Moment, in dem ein Track mit dem Orchester eingespielt wird, und es passt genau zur Szene.“
Am befriedigendsten erlebt Emmerich den Moment der endgültigen Abmischung, wenn nach langer, mühevolle Arbeit alle kreativen Komponenten harmonieren. „Mir macht die Filmarbeit unglaublich viel Spaß, weil man so viele Details bedenken muss. Es gibt jede Menge Facetten, und ich kümmere mich gern um jede Einzelheit, wobei ich mich immer bemühe, möglichst viele Aspekte von einer ganz neuen Seite zu beleuchten. Doch trotz all der technischen Details geht es letztlich immer nur um Figuren, denn selbst die ausgeklügeltste Sequenz funktioniert nicht, wenn der Zuschauer nicht mit den Helden fiebert, die die Story erleben.“
Anhand der außergewöhnlichen Odyssee eines jungen Mannes werden im Abenteuer „10.000 BC“ viele unterschiedliche Themen berührt: was zum Beispiel einen Helden ausmacht, worin Führungsqualitäten bestehen, welche Dynamik die menschliche Gemeinschaft entfalten kann. „Jeder muss selbst entscheiden, wie groß der Kreis ist, dem er sich anschließt“, sagt Emmerich. „Geht es nur um seine Familie, oder ist die Gruppe viel größer? Unser Held unternimmt eine Entdeckungsreise: Der anfangs egozentrische Junge reift und steigt zum Menschenführer auf. Der Schlüssel liegt immer darin, wie groß der Kreis ist… wie viele Menschen in diesem Kreis Platz finden.“



DARSTELLER


CAMILLA BELLE
Evolet

Mit ihren 21 Jahren hat sich Belle bereits einen internationalen Namen gemacht. Sie war in der Neuverfilmung des Thrillers „When a Stranger Calls“ (Unbekannter Anrufer) zu sehen, die beim Start im Februar 2006 die Spitze der Kinocharts erreichte. Demnächst wirkt sie in dem Science-Fiction-Thriller „Push“ neben Djimon Hounsou, Dakota Fanning und Chris Evans mit.
2005 trat Belle in drei sehr unterschiedlichen Independent-Filmen auf: Begeisterte Kritiken verbuchte sie neben Daniel Day-Lewis in Rebecca Millers „The Ballad of Jack and Rose“. Sie gehörte zum Ensemble von „The Chumscrubber“ (Glück in kleinen Dosen), in dem Ralph Fiennes, Glenn Close, Jamie Bell, Allison Janney und Carrie-Anne Moss mitwirkten. Und neben Elisha Cuthbert und Edie Falco spielte sie eine Hauptrolle in „The Quiet“ (The Quiet – Kannst du ein Geheimnis für dich behalten?), der 2005 auf dem Toronto International Film Festival uraufgeführt wurde.
Auch in der Modebranche macht Belle aktuell großen Eindruck. Ihr raffinierter Stil wird in etlichen Top-Modemagazinen in aller Welt gefeiert – unter anderem wurde sie von der Vogue in die Liste der „Bestgekleideten von 2006“ aufgenommen. Derzeit ist sie das Gesicht von Vera Wangs Parfüm-Kampagne für Princess. Zuvor lieh sie neben Kim Basinger ihr Gesicht der Frühlingskollektion 2006 von Miu Miu.
Camilla (Betonung auf dem lang gesprochenen „i“) Belle stammt aus Kalifornien. Sie spricht mehrere Sprachen fließend, darunter Spanisch und Portugiesisch. Ihr Vater ist Songschreiber, ihre Mutter stammt aus Brasilien, das auch die junge Schauspielerin als zweite Heimat empfindet. Ihr auffallend exotisches Aussehen verschaffte ihr schon mit neun Monaten einen ersten Auftritt in einer Print-Anzeige. Bald drehte sie Werbespots und Fernsehfilme – ihr Debüt gab sie in „Trapped Beneath the Earth“ (Rettet uns! Hilfeschreie unter Trümmern) mit Kris Kristofferson.
Weitere TV-Filme: „Empty Cradle“ (Wiegenlied des Schreckens), „Deconstructing Sarah“ (Undercover Sarah; auch: Verbotenes Verlangen – Eine Frau spielt mit dem Feuer; auch: Von Sex besessen! – Eine Frau wird Opfer ihrer Lust) und „Annie: A Royal Adventure“. Ihr Kinodebüt gab sie in Alfonso Cuaróns berühmter Neuverfilmung von Shirley Temples Klassiker „A Little Princess“ (Die Traumprinzessin). Dann folgte „Poison Ivy II“ (Duplicate) mit Alyssa Milano und der TV-Film „Marshal Law“ (Kalifornia Nightmare) mit Jimmy Smits.
1997 ergatterte Belle eine Rolle in Steven Spielbergs Blockbuster-Sequel „The Lost World: Jurassic Park“ (Vergessene Welt: Jurassic Park). Ein Jahr darauf trat sie neben Sandra Bullock und Nicole Kidman in Griffin Dunnes Hit „Practical Magic“ (Zauberhafte Schwestern) auf, der ihr eine Nominierung für den Young Artist Award einbrachte. Weitere Kinofilme: „The Patriot“ (The Patriot) mit Steven Seagal; „Secret of the Andes“; „The Invisible Circus“ (Deadly Shadows) mit Cameron Diaz; und „Back to the Secret Garden“. Daneben spielte sie in den TV-Filmen „Replacing Dad“ (Replacing Dad – Eine Familie ohne Vater) und „Rip Girls“ (Surfer Girls) – mit beiden verbuchte sie Nominierungen für den Young Artist Award.
2002 studierte Belle an der Royal Academy of Dramatic Arts in London, wo sie in Szenen aus den Stücken „The Crucible“ (Hexenjagd) und „12 Angry Men“ (Die zwölf Geschworenen) auftrat.


STEVEN STRAIT
D’Leh

Demnächst ist Strait in Kimberly Peirces „Stop Loss“ (Stop Loss) als Partner von Ryan Phillippe zu sehen.
2005 gab Strait sein Spielfilmdebüt in der Action-Komödie „Sky High“ (Sky High – Diese Highschool hebt ab!), in der es um eine Schule für Superheld-Azubis geht. Die Hauptrollen übernahmen Kurt Russell und Kelly Preston. Strait spielte den Schulrebellen Warren Peace, dessen Hände wie Flammenwerfer funktionieren.
Dann trat er neben Ashlee Simpson in dem Independent-Film „Undiscovered“ (Newcomer – Tausche Ruhm gegen Liebe) auf. Darin spielt er den ehrgeizigen Nachwuchs-Rocker Luke Falcon, der wie viele andere hoffnungsvolle Talente in Los Angeles auf den Durchbruch wartet. Aktuell war er in dem Horror-Thriller „The Covenant“ (Der Pakt – The Covenant) zu sehen.
Strait stammt aus dem New Yorker Viertel Greenwich Village. Seine Karriere begann er auf New Yorker Bühnen. Schauspielunterricht nahm er unter anderem im berühmten Studio von Stella Adler und im Black Nexus Acting Studio. Neben seinen Bühnenauftritten arbeitete Strait als Model für Fotografen wie Bruce Weber, Herb Ritts, Steven Klein und Tony Duran.
Strait wollte in den Süden Kaliforniens ziehen, um sein Glück beim Film zu versuchen, und suchte gerade in Los Angeles nach einer Wohnung, als er zu einem Vorsprechen ging und auf Anhieb die Rolle in „Sky High – Diese Highschool hebt ab!“ bekam.
Strait lebt heute abwechselnd in Los Angeles und New York.


CLIFF CURTIS
Tic’Tic

Als einer der erfolgreichsten neuseeländischen Schauspieler übernahm Curtis seine wohl bekannteste Rolle in dem Familienfilm „Whale Rider“ (Whale Rider), der ihm seinen dritten New Zealand Film Award als Bester Nebendarsteller einbrachte. 2007 trat Curtis in drei Spielfilmen auf: im Action-Film „Live Free or Die Hard“ (Stirb langsam 4.0) mit Bruce Willis; im Thriller „Fracture“ (Das perfekte Verbrechen) mit Anthony Hopkins und Ryan Gosling; und in Danny Boyles Science-Fiction-Thriller „Sunshine“ (Sunshine). Aktuell war er in Wayne Kramers „Crossing Over“ neben Sean Penn, Harrison Ford und Ray Liotta sowie in dem Science-Fiction-Abenteuer „Push“ neben Dakota Fanning, Chris Evans und Camilla Belle zu sehen.
Sein Spielfilmdebüt gab Curtis 1993 in Jane Campions Oscar-preisgekröntem Film „The Piano“ (Das Piano) neben Holly Hunter, Harvey Keitel und Anna Paquin. Im selben Jahr trat er in „Desperate Remedies“ auf, für den er als Bester Nebendarsteller mit dem New Zealand Film Award ausgezeichnet wurde. 2000 gewann er seinen zweiten New Zealand Film Award, diesmal als Bester Darsteller in „Jubilee“. 2005 wurde er mit „River Queen“ (River Queen) in der Kategorie Bester Darsteller für den New Zealand Screen Award nominiert.
Weitere Filme: Lee Tamahoris Durchbruchsfilm „Once Were Warriors“ (Die letzte Kriegerin); Ivan Reitmans „Six Days Seven Nights“ (Sechs Tage, sieben Nächte) mit Harrison Ford; „Virus“ (Virus – Schiff ohne Wiederkehr) mit Jamie Lee Curtis und Donald Sutherland; David O. Russells „Three Kings“ (Three Kings – Es ist schön König zu sein) mit George Clooney und Mark Wahlberg; Martin Scorseses „Bringing Out the Dead“ (Bringing Out the Dead – Nächte der Erinnerung); Michael Manns „The Insider“ (Insider) mit Russell Crowe und Al Pacino; Ted Demmes „Blow“ (Blow) mit Johnny Depp; „Training Day“ (Training Day) mit Denzel Washington und Ethan Hawke; „Runaway Jury“ (Das Urteil – Jeder ist käuflich) mit John Cusack, Gene Hackman und Dustin Hoffman; sowie Darren Aronofskys „The Fountain“ (The Fountain) mit Hugh Jackman und Rachel Weisz.
Im Fernsehen war Curtis in dem TV-Film „Overnight“ zu sehen, der ihm eine Nominierung für den New Zealand Television Award in der Kategorie Bester Darsteller einbrachte. Im amerikanischen Fernsehen trat Curtis auf dem USA Network in der Miniserie „Traffic“ (Traffic – Die Macht des Kartells) unter der Regie von Stephen Hopkins auf.
Neben seiner Filmarbeit ist Curtis oft auf neuseeländischen Bühnen zu sehen. Seine Ausbildung absolvierte er an der New Zealand Drama School und dann an der renommierten Scuola Teatro Dimitri in der Schweiz. Zu seinen Theaterrollen zählen „Macbeth“ (Macbeth), „The Cherry Orchard“ (Der Kirschgarten) „The Merry Wives of Windsor“ (Die lustigen Weiber von Windsor), „Happy End“ (Happy End), „Fiddler on the Roof“ (Anatevka), „Man of La Mancha“ (Der Mann von La Mancha) und „Porgy and Bess“ (Porgy und Bess).



HINTER DER KAMERA


ROLAND EMMERICH
Regie/Drehbuch/Produzent

Emmerich begann seine Karriere in seiner deutschen Heimat: Er studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film München, und sein Abschlussfilm „Das Arche-Noah-Prinzip“ lief 1984 im Wettbewerb der Filmfestspiele Berlin. Das erfolgreiche Science-Fiction-Abenteuer wurde in über 20 Länder verkauft. Bald darauf gründete Emmerich seine eigene Produktionsfirma Centropolis Film Productions – mit diesem Label produzierte und inszenierte er „Joey“, „Hollywood Monster“ und „Moon 44“.
1992 folgte Emmerichs erster amerikanischer Film: der Hit „Universal Soldier“ (Universal Soldier). 1994 drehte er „Stargate“ (Stargate) mit Kurt Russell und James Spader. 1996 war er als Regisseur, Co-Autor und Executive Producer an dem Blockbuster „Independence Day“ (Independence Day) mit Will Smith beteiligt: Damit stieg Emmerich in die Riege der Spitzenregisseure in Hollywood auf. „Independence Day“ war der umsatzstärkste Film des Jahres, spielte weltweit über 816 Millionen Dollar ein und gewann den Oscar für die Besten visuellen Effekte.
Zwei Jahre später folgte Emmerichs „Godzilla“ (Godzilla). 2000 war er Regisseur und Executive Producer des im Revolutionskrieg spielenden Films „The Patriot“ (Der Patriot) mit Mel Gibson und Heath Ledger. Sein aktuellster Kassenhit war 2004 „The Day After Tomorrow“ (The Day After Tomorrow) mit Dennis Quaid und Jake Gyllenhaal.
2007 produzierte Emmerich den mitreißenden Independent-Film „Trade“ (Trade – Willkommen in Amerika) über Menschenhandel zwischen Mexiko und den USA.


HARALD KLOSER
Drehbuch/Executive Producer/Musik

In der Filmbranche bekannt wurde Kloser als Komponist. Er lieferte die Scores zu zahlreichen Kino- und TV-Projekten – aktuell zu „Dresden“ (Dresden – Das Inferno), „AVP: Alien vs. Predator“ (Alien vs. Predator) und Roland Emmerichs „The Day After Tomorrow“ (The Day After Tomorrow). Zuvor schrieb er die Musik zu „The Thirteenth Floor“ (The 13th Floor – Du bist was du denkst; auch: Abwärts in die Zukunft) und „Comedian Harmonists“ sowie zum Fernsehfilm „Sins of the Father“ (Die Sünden der Väter), um nur einige zu nennen.
Kloser stammt aus dem kleinen österreichischen Dorf Hard. Er arbeitete zunächst als Musiklehrer, dann als Profi-Musiker. Seine Laufbahn als Komponist begann er im Bereich Pop und Rock: Er schrieb für Stars wie Elton John, Falco, Al Jarreau, Tom Waits und José Feliciano. 1991 zog Kloser mit seiner Familie nach Los Angeles, wo er seine Karriere als Filmkomponist begann.
Mit „10,000 BC“ (10.000 BC) debütiert Kloser als Drehbuchautor.


MICHAEL WIMER
Produzent

Wimer ist Roland Emmerichs Partner in der Firma Centropolis Entertainment. Als Executive Producer betreute er zuletzt „Trade“ (Trade – Willkommen in Amerika) über den Menschenhandel zwischen Mexiko und den USA.
Zuvor arbeitete Wimer als leitender Agent und Partner in der Kinoabteilung der Künstleragentur Creative Artists Agency (CAA) in Beverly Hills/Kalifornien. In den 18 Jahren bei CAA vertrat Wimer viele der führenden Filmschaffenden, darunter Emmerich, Michael Crichton, Pedro Almodóvar, Tony Scott, Joel Schumacher, Alan Parker, John Hughes, Harold Ramis und Oliver Stone. Unter anderem war er an den Filmen „The Day After Tomorrow“ (The Day After Tomorrow), „Independence Day“ (Independence Day), „Man on Fire“ (Mann unter Feuer), „Angela’s Ashes“ (Die Asche meiner Mutter), „Twister“ (Twister), „Analyze This“ (Reine Nervensache) und „Stuart Little“ (Stuart Little) sowie an der TV-Serie „ER“ (Emergency Room – Die Notaufnahme) beteiligt.
Seinen Bachelor of Arts machte Wimer an der Harvard University in Boston und seinen Master an der Stanford Business School in Kalifornien. Er war Rotary-Stipendiat und absolvierte ein Aufbaustudium in Spanien. Seine Laufbahn begann er als Investment-Banker bei der First Boston Corporation in New York. Nach einem Praktikum bei Walt Disney Productions stieß Wimer 1986 zur CAA.
Wimer ist Vorstandsmitglied der Environmental Media Association, begeisterter Surfer, und er besitzt den Pilotenschein.


MARK GORDON
Produzent

Der preisgekrönte Produzent hat bereits über 60 Spielfilme und TV-Projekte betreut.
Aktuell produzierte Gordon Kasi Lemmons’ „Talk to Me“ (Talk to Me) mit Don Cheadle; Lasse Hallströms „The Hoax“ mit Richard Gere in der Hauptrolle; sowie John Currans „The Painted Veil“ mit Edward Norton und Naomi Watts.
Fürs Fernsehen betreut Gordon als Executive Producer aktuell die ABC-Hitserie „Grey’s Anatomy“ (Grey’s Anatomy – Die jungen Ärzte), die den Golden Globe gewann und in der Kategorie Beste dramatische Serie zweimal für den Emmy nominiert wurde. Als Executive Producer fungierte er auch bei der Ablegerserie zu „Grey’s Anatomy – Die jungen Ärzte“, „Private Practice“ (Private Practice), sowie bei der erfolgreichen CBS-Serie „Criminal Minds“ (Criminal Minds), der Lifetime-Serie „Army Wives“ und bei „Reaper“ auf CW.
Zuvor wurde Gordon als Produzent von Steven Spielbergs Weltkriegsfilm „Saving Private Ryan“ (Der Soldat James Ryan) mit dem Golden Globe ausgezeichnet und für den Oscar sowie für den British Academy Award (BAFTA) nominiert. Außerdem wurde der Film unter anderem von den Kritikern in New York, Los Angeles, Chicago, London sowie von den Rundfunkkritikern zum Besten Film des Jahres gekürt. Die Producers Guild of America zeichnete Gordon als Produzenten des Jahres aus.
Zu Gordons umfangreicher Filmografie als Produzent gehören Lasse Hallströms „Casanova“ (Casanova) mit Heath Ledger; „Hostage“ (Hostage – Entführt) mit Bruce Willis; Roland Emmerichs Regiearbeiten „The Day After Tomorrow“ (The Day After Tomorrow) mit Jake Gyllenhaal und Dennis Quaid sowie „The Patriot“ (Der Patriot) mit Mel Gibson; „Paulie“ (Paulie – Ein Plappermaul macht seinen Weg), der den BAFTA als Bester Kinderfilm gewann; „Broken Arrow“ (Operation: Broken Arrow) mit John Travolta; und Jan de Bonts Action-Hit „Speed“ (Speed), mit dem Keanu Reeves und Sandra Bullock zu internationalen Stars aufstiegen.
Als Executive Producer betreute Gordon „Prime“ (Couchgeflüster) mit Meryl Streep und Uma Thurman; „The Matador“ (Mord und Margaritas) mit Pierce Brosnan; Sam Raimis „A Simple Plan“ (Ein einfacher Plan); sowie „The Jackal“ (Der Schakal) mit Richard Gere, Bruce Willis und Sidney Poitier. Beteiligt war Gordon an der Finanzierung und Produktion von Filmen wie „Lara Croft: Tomb Raider“ (Lara Croft: Tomb Raider) mit Angelina Jolie; Curtis Hansons „Wonder Boys“ (Die WonderBoys) mit Michael Douglas; Milos Formans „Man on the Moon“ (Der Mondmann) mit Jim Carrey; und Mike Nichols’ „Primary Colors“ (Mit aller Macht) mit John Travolta.
Außerdem hat Gordon über ein Dutzend Fernsehfilme produziert. Als Executive Producer fungierte er bei dem HBO-Film „Warm Springs“ (Warm Springs) mit Kenneth Branagh, der 16 Emmy-Nominierungen verbuchte und fünf der Preise gewann, darunter als Herausragender Fernsehfilm. In gleicher Funktion betreute er für HBO Bruce Beresfords „And Starring Pancho Villa as Himself“ (Pancho Villa – Mexican Outlaw) mit Antonio Banderas, der neun Emmy-Nominierungen verbuchte; und er produzierte „The War Between the Classes“, der Gordon den Emmy für die Beste Kindersendung einbrachte. Außerdem inszenierte und produzierte er „Children Remember the Holocaust“.
Gordons erste Produktion war die Off-Broadway-Inszenierung „The Buddy System“ am Circle in the Square in New York City. Außerdem produzierte und inszenierte er zahlreiche Promos und Werbespots für MTV, an dessen Sendestart er 1981 beteiligt war.
Gordon ist Vorstandsmitglied der Producers Guild of America, des Virginia Film Festival und der Institution Teach for America in Los Angeles. Seine Ausbildung absolvierte er an der Film School unter dem Dach der New York University.


SARAH BRADSHAW
Executive Producer

Als Associate Producer und Herstellungsleiterin betreute Bradshaw Michael Manns Action-Film „Miami Vice“ (Miami Vice) mit Jamie Foxx und Colin Farrell sowie Stephen Gaghans gefeierten Thriller „Syriana“ (Syriana) mit George Clooney in der Hauptrolle.
Als Produktionsleiterin war sie an Oliver Stones Historienfilm „Alexander“ (Alexander), an der Merchant-Ivory-Produktion „The Golden Bowl“ (Die goldene Schale) und an Luc Bessons Scicence-Fiction-Thriller „The Fifth Element“ (Das fünfte Element) beteiligt. Als Supervisor der Produktion fungierte sie bei Tony Scotts „Spy Game“ (Spy Game – Der finale Countdown) mit Robert Redford und Brad Pitt sowie bei Jon Amiels „Entrapment“ (Verlockende Falle) mit Sean Connery und Catherine Zeta-Jones.
Bradshaw begann ihre Spielfilmkarriere als Produzentin der visuellen Effekte zu Stephen Frears’ Kostüm-Thriller „Mary Reilly“ (Mary Reilly) mit Julia Roberts in der Titelrolle.


TOM KARNOWSKI
Executive Producer

Als Co-Produzent und Herstellungsleiter war Karnowski aktuell an drei Filmen beteiligt: an dem gefeierten Thriller „The Illusionist“ (Der Illusionist) mit Edward Norton und Paul Giamatti; an Autor/Regisseur Liev Schreibers dramatischer Komödie „Everything Is Illuminated“ (Alles ist erleuchtet); und an der Komödie „EuroTrip“ (Eurotrip). Als Herstellungsleiter betreute er die Action-Komödien „Shanghai Knights“ (Shanghai Knights), mit Jackie Chan und Owen Wilson sowie „I Spy“ (I Spy) mit Eddie Murphy und Owen Wilson; außerdem den Kriegsfilm „Behind Enemy Lines“ (Im Fadenkreuz – Allein gegen alle) mit Owen Wilson und Gene Hackman.
Zuvor arbeitete Karnowski als Produzent, Regieassistent, Associate Producer und Produktionsleiter. Für seinen ersten Film „The Sword and the Sorcerer“ (Talon im Kampf gegen das Imperium), an dem er als Co-Autor und Co-Produzent beteiligt war, erhielt er 1982 eine Drehbuch-Nominierung für den Saturn Award der Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films.


THOMAS TULL
Executive Producer

Tull ist Vorsitzender und Chief Executive Officer bei der Firma Legendary Pictures, einer durch Privatkapital finanzierten Filmproduktionsfirma, die über 1,5 Millarden Dollar aufgebracht hat. Legendary Pictures hat aktuell den mit Warner Bros. Pictures abgeschlossenen Fünf-Jahres-Vertrag verlängert, in dessen Rahmen Filme co-produziert und co-finanziert werden. Der erste Kinostart von Legendary war „Batman Begins“ (Batman Begins), es folgten Bryan Singers „Superman Returns“ (Superman Returns) und aktuell die neue Batman-Fortsetzung „The Dark Knight“ (The Dark Knight) sowie Spike Jonzes „Where the Wild Things Are“. Tull verantwortet die ungewöhnliche, von Privatkapital unterstützte Struktur von Legendary Pictures und erhielt 2005 vom IDD Magazine den renommierten Preis „Deal of the Year“.
Tull ist außerdem Mitbegründer und Vizechef der neu entstandenen Videogame-Firma Brash Entertainment, deren Finanzierung er durch das Arrangement einer Investition von 400 Millionen Dollar sicherte. Inzwischen hat sich die Firma Auswertungsrechte von fünf großen Studios gesichert und verfügt aktuell über eine Sammlung von über 40 Lizenzen, darunter etlichen Originalrechten.
Zuvor war Tull President und einer der Direktoren der Convex Group, einer Media und Entertainment Holding Company in Atlanta, die in Networks der neuen Medien investiert. Gegründet hat die Firma WebMD-Gründer Jeff Arnold. Er betreute Firmenaufkäufe und Übernahmen, darunter die Akquisitionen der Content Company How Stuff Works und der Content-Vertriebsplattformen LidRock und FlexPlay. Außerdem entwickelte er die Firmenbeziehungen und Partnerschaften mit Film-, Musik- und Videogame-Firmen. Vor Convex war Tull Manager bei Southeast Interactive Technology Funds, des größten Betriebskapital-IT-Fonds im Südosten.
Tull gehört zum Treuhänderausschuss des American Film Institute (AFI). Daneben sitzt er im Vorstand des Zoos von San Diego und im Stiftungsvorstand der Zoological Society of San Diego. Seinen Studienabschluss machte er 1992 am Hamilton College.


WILLIAM FAY
Executive Producer

Fay verbucht seit über 20 Jahren Erfolge als Produzent und Executive Producer. Er ist Produktionschef bei Legendary Pictures, einer durch Privatkapital finanzierten Filmproduktionfirma, die über 1,5 Millarden Dollar aufgebracht hat. Aktuell hat Legendary den Fünf-Jahres-Vertrag mit Warner Bros. Pictures verlängert, in dessen Rahmen Co-Produktionen und Co-Finanzierungen abgewickelt werden. Der erste Legendary-Film in dieser Partnerschaft war der Welthit „Batman Begins“ (Batman Begins).
Seitdem betreute Fay als Executive Producer Filme wie Bryan Singers „Superman Returns“ (Superman Returns), die wahre Football-Story „We Are Marshall“ (Sie waren Helden) und den Blockbuster „300“ (300). Zuvor war er an Roland Emmerichs Regiearbeiten „The Patriot“ (Der Patriot) mit Mel Gibson und dem Blockbuster „Independence Day“ (Independence Day) beteiligt, der bei seinem Kinoeinsatz der zweiterfolgreichste Film aller Zeiten war, als er weltweit ein Kassenergebnis von über 816 Millionen Dollar verbuchte.
Sechs Jahre lang war Fay der Chef von Centropolis Entertainment, einer der erfolgreichsten Produktionsfirmen in Hollywood. In diesen Jahren produzierte Centropolis Filme mit einem Gesamtkassenumsatz von fast 1,5 Milliarden Dollar. Daneben entstanden erfolgreiche Entwicklungen digitaler Unterhaltungsunternehmen wie Centropolis Effects (eine Spitzenfirma im Bereich visuelle Effekte, die im April 2001 mit Das Werk fusionierte) und mothership.com (eine führende Science-Fiction-Online-Firma, die im Juni 2000 an USA Networks verkauft wurde).


UELI STEIGER, A.S.C.
Kamera

Steiger arbeitet seit Jahren mit Regisseur Roland Emmerich, erstmals war er als zusätzlicher Kameramann an „Independence Day“ (Independence Day) beteiligt. Als verantwortlicher Kameramann drehte er mit Emmerich „The Day After Tomorrow“ (The Day After Tomorrow) und „Godzilla“ (Godzilla) sowie als Kameramann des 2. Drehteams „The Patriot“ (Der Patriot).
Derzeit arbeitet Steiger an Peter Hewitts Krimi-Komödie „The Lonely Maiden“ mit Morgan Freeman, Christopher Walken und William H. Macy. Zu Steigers Filmen zählen „Stealing Harvard“ (Schwere Jungs) mit Jason Lee und Tom Green; „Rock Star“ (Rock Star) mit Mark Wahlberg und Jennifer Aniston; „Just Visiting“ (Just Visiting – Mit Vollgas in die Zukunft) mit Jean Reno und Christina Applegate; Frank Ozs „Bowfinger“ (Bowfingers große Nummer) mit Steve Martin und Eddie Murphy; Jay Roachs „Austin Powers: The Spy Who Shagged Me“ (Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung) mit Mike Myers; Cameron Crowes „Singles“ (Singles – Gemeinsam einsam); Dennis Hoppers „The Hot Spot“ (The Hot Spot – Spiel mit dem Feuer); sowie Michael Hoffmans „Soapdish“ (Lieblingsfeinde – Eine Seifenoper), „Some Girls“ (Some Girls) und „Promised Land“ (Gelobtes Land).
Der Schweizer Ueli Steiger studierte an der Universität Zürich. Seine Filmausbildung machte er an der International Film School in London.


JEAN-VINCENT PUZOS
Produktionsdesign

Puzos hat bereits viele internationale Filme ausgestattet, zum Beispiel Andrew Niccols „Lord of War“ (Lord of War – Händler des Todes) mit Nicolas Cage; „Dead Fish“ mit Gary Oldman und Robert Carlyle; „The Wooden Camera“ (Die hölzerne Kamera); „Paradise Found“ (Paradies – Die Leidenschaft des Paul Gauguin) mit Kiefer Sutherland und Nastassja Kinski; Peter Bogdanovichs „The Cat’s Meow“; und „La fidélité“ (Die Treue der Frauen) mit Sophie Marceau, um nur einige zu nennen.
Puzos studierte an der Architekturschule in Paris, bevor er seine Entertainment-Karriere am Theater begann. Er schuf zum Beispiel Bühnenbilder für Lambert Wilsons Inszenierung „Les caprices de Marianne“ (Die Launen der Marianne) und „Morphine“, adaptiert und inszeniert von Patrick Sommier. Daneben entwarf Puzos Sets für Modeshows von Miyake, Yamamoto und Galliano. Außerdem war er an zahlreichen internationalen Werbespots beteiligt.


ALEXANDER BERNER
Schnitt

Aktuell schnitt Berner den gefeierten Kostüm-Thriller „Perfume: The Story of a Murderer“ (Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders) für Autor/Regisseur Tom Tykwer – mit dieser Leistung gewann er den Deutschen Filmpreis. Weitere Filme: „AVP: Alien vs. Predator“ (Alien vs. Predator); „Resident Evil“ (Resident Evil), der ihm eine Nominierung für den Deutschen Kamerapreis einbrachte; „The Calling“ (The Calling); und „Prince Valiant“ (Prinz Eisenherz).
Berner stammt aus München. Er lebte zeitweilig in Israel und London, wo er eine Ausbildung als Computergrafiker machte und später als Film- und Video-Cutter für New Decade Productions Ltd. arbeitete. Er konzentrierte sich auf Industriefilme, Dokumentationen und Werbespots und betreute dann auch Musikvideos für MTV.
Nachdem er 1988/1989 eine Dokumentation über eine multikulturelle Rockband in San Francisco inszeniert hatte, kehrte Berner nach Deutschland zurück, um dort als Ton- und Filmcutter zu arbeiten. 1996 gewann er seinen ersten Deutschen Filmpreis für den Schnitt von „Schlafes Bruder“ und den Dokumentarfilm „Wie die Zeit vergeht“.


THOMAS WANDER
Musik

Wander stammt aus dem österreichischen Graz, wo er schon als Kind Musikunterricht bekam. 1992 zog er nach Los Angeles, um unter berühmten Filmkomponisten wie Jerry Goldsmith und David Raksin an der University of Southern California zu studieren. Nach Abschluss des Studiums begann er mit Kompositionen für Film- und TV-Projekte.
Zu Wanders Filmen zählen Roland Emmerichs „The Day After Tomorrow“ (The Day After Tomorrow), „The Thirteenth Floor“ (The 13th Floor – Du bist was du denkst; auch: Abwärts in die Zukunft) und „Feindliche Übernahme – althan.com“.
Im Fernsehbereich schrieb Wander die Musik zu über 40 Episoden zur langjährigen Hitserie „Buffy the Vampire Slayer“ (Buffy – Im Bann der Dämonen). Außerdem lieferte er die Scores zu etlichen TV-Filmen, zu denen aktuell die FX-Network-Filme „Sins of the Father“ (Die Sünden der Väter) und „RFK“ gehören.


ODILE DICKS-MIREAUX
Kostümdesign

Aktuell entwarf Dicks-Mireaux die Kostüme zu Roger Donaldsons „The Bank Job“ sowie zu „Dean Spanley“ mit Peter O’Toole. Weitere Filme: der unabhängig produzierte „Like Minds“ (Verwandte Seelen) mit Toni Collette; Fernando Meirelles’ „The Constant Gardener“ (Der ewige Gärtner) mit Ralph Fiennes und Rachel Weisz; Stephen Frears’ „Dirty Pretty Things“ (Kleine schmutzige Tricks) mit Audrey Tautou und Chiwetel Ejiofor; „Buffalo Soldiers“ (Army Go Home!) mit Joaquin Phoenix, Ed Harris und Anna Paquin; und „Captives“ (Captives – Gefangen; auch: Gefesselt; auch: Captives – Leidenschaft hinter Gittern) mit Julia Ormond und Tim Roth.
Oft hat Dicks-Mireaux für das britische Fernsehen gearbeitet. Für ihre Kostüme zum BBC-Fernsehfilm „The Lost Prince“ gewann sie den Emmy und den Preis der Royal Television Society. 1999 erhielt sie den British Academy Award (BAFTA) für den BBC-Film „Great Expectations“ nach Charles Dickens. BAFTA- und RTS-Nominierungen verbuchte sie mit dem TV-Film „Gormenghast“, und eine BAFTA-Nominierung erhielt sie für „The Woman in White“. Weitere TV-Filme: Stephen Frears’ „The Deal“ (Doppelspitze) und „Clothes in the Wardrobe/The Summer House“ (Ein blühendes Leben) mit Jeanne Moreau, Joan Plowright und Julie Walters; außerdem zahlreiche Episoden der klassischen Serien „The Black Adder“ (Blackadder) und „Doctor Who“ (Doctor Who).


RENEE APRIL
Kostümdesign

April arbeitete mit Regisseur Roland Emmerich bereits an dessen internationalem Hit „The Day After Tomorrow“ (The Day After Tomorrow). Seitdem entwarf sie die Kostüme zu dem Action-Abenteuer „Pathfinder“ (Pathfinder – Fährte des Krieges); zur Hit-Komödie „Night at the Museum“ (Nachts im Museum) mit Ben Stiller; zu Darren Aronofskys „The Fountain“ (The Fountain) mit Hugh Jackman und Rachel Weisz; und zu Bill Paxtons „The Greatest Game Ever Played“ (Das größte Spiel seines Lebens). Zuletzt war sie an Fernando Meirelles’ Spielfilm „Blindness“ (Stadt der Blinden) beteiligt, der im August 2008 anlaufen soll.
Die große Bandbreite von Aprils Filmen umfasst George Clooneys „Confessions of a Dangerous Mind“ (Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind); David Mamets „Heist“ (Heist – Der letzte Coup); „Waking the Dead“ (Im Auftrag der Toten); „Mother Night“ (Schatten der Schuld); Alan Rudolphs „Mrs. Parker and the Vicious Circle“ (Mrs. Parker und ihr lasterhafter Kreis) und „The Moderns“ (The Moderns; auch: Wilde Jahre in Paris); „Map of the Human Heart“ (Flucht aus dem Eis); Bruce Beresfords „Black Robe“ (Black Robe – Am Fluss der Irokesen); „Children of a Lesser God“ (Gottes vergessene Kinder) mit William Hurt und Marlee Matlin; sowie Norman Jewisons „Agnes of God“ (Agnes – Engel im Feuer) mit Anne Bancroft, Jane Fonda und Meg Tilly. Dreimal hat April den kanadischen Genie Award gewonnen – für „Grey Owl“ (Grey Owl), „The Red Violin“ (Die rote Violine) und „The Bay Boy“ (Das nächste Opfer).
Außerdem gewann April drei kanadische Gemini Awards – für ihre TV-Projekte „Tales From the Neverending Story“, „The Hound of the Baskervilles“ (Sherlock Holmes – Der Hund von Baskerville) und „Million Dollar Babies“ (Der Mutter entrissen). Daneben entwarf sie die Kostüme zu den TV-Filmen „The Audrey Hepburn Story“ und „Pretty Poison“ (Pretty Poison).
Derzeit arbeitet April als Kostümbildnerin für die neue Show des Cirque du Soleil, die im Oktober 2008 im Disney Resort in Tokio uraufgeführt wird.


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