Horton hört ein Hu! - Special

Tomtec

TWENTIETH CENTURY FOX ANIMATION
Presents
A BLUE SKY STUDIOS PRODUCTION



JIM CARREY
STEVE CARELL
WILL ARNETT
SETH ROGEN
DAN FOGLER
JONAH HILL
AMY POEHLER
ISLA FISHER
JAIME PRESSLY
CHARLES OSGOOD
And
CAROL BURNETT





Am fünfzehnten Mai, im Dschungel von Nümpels
In der Hitze des Tages, in der Kühle des Tümpels,
Planschte und blies sich das Nass auf die Haut
Der Elefant Horton – da ertönte ein Laut.

Mit seinen originellen, eingängigen Reimen hat der Autor und Zeichner Dr. Seuss Generationen junger Menschen zum Lachen gebracht – und nun wird ein neues Kapitel von seiner beliebtesten Geschichte geöffnet: „Horton hört ein Hu!“.
50 Jahre, nachdem Dr. Seuss (eigentlich Theodor Seuss Geisel) seinen Kinderbuch-Klassiker erstmals herausbrachte, erwecken die Macher von „Ice Age“ zusammen mit den Comedy-Giganten Jim Carrey und Steve Carell das Buch auf eine nie gesehene Weise zu neuem Leben. Zum ersten Mal versetzt ein Kinofilm dank allerneuester Animationstechnik die Zuschauer direkt in Dr. Seuss’ unglaubliche Fantasiewelt. „Horton hört ein Hu!“ ist Seuss, wie man ihn schon immer im Kino erleben wollte.
Die Hauptfigur des Films ist, wie schon im Buch, ein fantasiebegabter Elefant namens Horton (im Original gesprochen von Jim Carrey), der einen leisen Hilfeschrei hört, der anscheinend von einem winzigen Staubkorn, das durch die Luft fliegt, zu ihm dringt. Was Horton noch nicht weiß: Auf diesem Staubkorn befindet sich eine ganze Stadt namens Hu-Heim, wo die mikroskopisch kleinen Hus leben, angeführt von ihrem Bürgermeister (den Steve Carell spricht). Hortons Freunde glauben, er sei verrückt geworden, sie lachen ihn aus und verspotten ihn, doch Horton ist entschlossen, dieses Staubkorn zu retten – einfach schon deshalb, weil „ein Mensch ein Mensch ist, wie klein er auch sei“. Hortons knappe Erklärung für sein Benehmen gibt die einfache und doch tiefgründige Idee des Buches, das so vielen Menschen so viel bedeutet, in aller Kürze wieder. Und der Film bietet noch mehr Nachdenkens wertes, etwa, wenn Horton seinen ungläubigen Dschungelmitbewohnern die Sache so erklärt: „Wenn ihr draußen im Weltraum wärt und hinunterschauen würdet auf uns, dann sähen wir auch nur wie ein Staubkorn aus!“
Und dann ist da noch Hortons Grundsatz: „ein Elefant ist hundertprozentig treu“ – dies erklärt seine aufrichtige Entschlossenheit, niemals von seiner Aufgabe abzulassen, für das Staubkorn mit der unglaublichen Welt der Hus eine neue Heimat zu finden.
Hortons philosophische Äußerungen deuten schon an, auf welch unnachahmliche Art und Weise Dr. Seuss es verstand, komplexe Fragen so zu behandeln, dass sie auch schon von den Kleinsten verstanden werden können.
Die künstlerische Vision eines Meistererzählers, die Magie der Computeranimation und die spezielle Chemie zwischen Comedystars aus drei Generationen – zu Carrey und Carell gesellen sich die legendäre Carol Burnett und neue Talente wie Isla Fisher, Amy Poehler, Seth Rogan und Jonah Hill – kommen hier zusammen, um ein großartiges Komödienerlebnis für Jung und Alt zu schaffen.



Die Geburt von Horton (dem Film)

Seine Reise auf die große Leinwand begann für Horton 2003, als sich der ausführende Produzent Christopher Meledandri, damals Leiter von Fox Animation, der die Blue Sky Studios an der amerikanischen Ostküste unterstehen, mit der Idee an Dr. Seuss Enterprises und Audrey Geisel (die Witwe des Autors) wandte, aus „Horton hört ein Hu!“ einen 3-D-Animationsfilm zu machen. Meledandris Vorschlag an Audrey ging weit über eine normale Geschäftsidee hinaus. „Ted Geisel besaß eine Vorstellungskraft wie kaum ein anderer im gesamten 20. Jahrhundert,“ sagt Meledandri: „Seine Bücher haben meine Kindheit geprägt, und mich hat schon lange der Wunsch beherrscht, einen Weg zu finden, einen digital animierten Dr.-Seuss-Film zu machen.“
Auch die Erzählstruktur des Buches sprach Meledandri und Fox Animation ganz besonders an. „Als eines der wenigen Dr.-Seuss-Bücher hat es eine Einteilung in drei Akte: Beginn, Mittelteil und Schluss. Und natürlich ist ,ein Mensch ist ein Mensch, wie klein er auch sei’ ein wunderbares Filmthema.“
Audrey Geisel war es sehr wichtig, dass die Filmfassung respektvoll mit der Buchvorlage ihres verstorbenen Ehemannes umgehen würde. Meledandri nahm ihr die Besorgnis, indem er ihr die Verdienste der Computeranimation vor Augen führte – und insbesondere die der Blue Sky Studios, deren Erfolgsfilme „Ice Age“ und „Ice Age 2: Jetzt taut’s“ wunderbare Trickfiguren erfanden und deren „Robots“ eine fantastische, ganz eigene Welt erschuf. Diesen Filmen gelang es, das Publikum so sehr in die künstlichen Welten mit ihren Bewohnern zu entführen, dass es ganz und gar vergaß, dass nichts davon „real“ war. Dieselbe Magie, so versicherte Meledandri Audrey, würde für „Horton hört ein Hu!“ denselben Effekt bewirken.
Um sich endgültig ihrer Unterstützung zu versichern, bat Meledandri Mike De Feo, den Leiter der Modellbau-Abteilung von Blue Sky, eine der Schlüsselszenen des Buches nachzustellen, in welcher der Bürgermeister seinen Sohn Jo-Jo über seinem Kopf in die Luft hält. Wie sich herausstellte, war dies auch eine von Audreys Lieblingsszenen – und sie liebte das Modell auf Anhieb.
Einige Zeit später begann die Entwicklungsphase des ersten CGI-Animationsfilms nach einem Buch von Dr. Seuss. Horton, der Bürgermeister, Jo-Jo, das Känguru – und überhaupt alle liebenswerten Figuren aus dem Dschungel von Nümpels und aus Hu-Heim – begaben sich auf ihren Weg zum Ruhm als Filmstars.
Als „Reiseleiter“ verpflichtete das Studio Jimmy Hayward und Steve Martino als Regisseure – ein perfektes Paar, um Horton zu digitalem Leben zu erwecken. Hayward arbeitete als Animator an den bahnbrechenden Pixar-Filmen „Toy Story“, „Toy Story 2“, „Das große Krabbeln“ „Die Monster AG“ und „Findet Nemo“ mit und war als Story Consultant und Regisseur einiger zusätzlicher Szenen an „Robots“ beteiligt. Martino war als Art Director von „Robots“ dafür zuständig gewesen, die komplett imaginierte Welt des Films zu kreieren – ein quietschendes und knarzendes Universum, das ausschließlich von mechanischen Wesen bevölkert wird.
Hayward und Martino bekamen den Auftrag, Dr. Seuss’ Themen, Charakteren und seinem Zeichenstil treu zu bleiben. So gründeten sie den Look des Films auf Zeichnungen, die direkt aus „Horton hört ein Hu!“ stammen, und auch andere in Film vorkommende Entwürfe beruhen auf Zeichnungen und Notizen des Autors. Gleichzeitig ging es den beiden darum, die Grenzen der Animationstechnik auszutesten und zu erweitern, indem sie schon vorhandene mit neuen Techniken verbanden, um eine Welt zu schaffen, die so noch nie auf der Leinwand zu sehen war und doch einen Anklang an die 50er Jahre – die Zeit, in der das Buch erschien – enthalten sollte. „Wir haben alles bis an die Grenzen des Machbaren ausgereizt und ganz merkwürdige und verrückte Farben und Formen, ganz wie bei Seuss, geschaffen, nur dass die Oberflächen hier ganz und gar real wirken“, sagt Hayward.
Die Macher der vorigen Realfilme, die nach Büchern von Dr. Seuss entstanden, mussten mit den Beschränkungen in Sachen Design, Bewegung und Anatomie zurechtkommen, die ihnen die wirkliche Welt auferlegte. „Das Problem hatten wir nicht“, sagt Hayward: „eben weil dies ein Animationsfilm ist. Zum ersten Mal in meiner Laufbahn konnten wir mit der Animation alle möglichen verrückten Dinge anstellen, um all diese irrwitzigen Orte zu schaffen, die Seuss sich einfallen ließ.“

Das Who-is-who von Hu-Heim und die Getüme von Nümpels: So entstanden die Figuren

Horton ist kein Elefant wie alle anderen. In vielerlei Weise ist er überlebensgroß – und das bezieht sich nicht nur auf seinen Leibesumfang: Er hat ein großes Herz und viel Sinn für Humor. Und auch wenn er es mit übermächtigen Gegnern, mit Spott, Beschimpfungen und Drohungen aufnehmen muss, bleibt er in seinem Entschluss felsenfest, Hu-Heim in Sicherheit zu bringen. Er ist eben immer hundertprozentig treu.
Die Filmemacher finden, dass Jim Carrey der Rolle des Horton viel mehr als nur seine sprachlichen Fähigkeiten als Comedy-Superstar verliehen hat. „Jims Humor und menschliche Wärme sind faszinierend – und dank ihm ist auch unser Horton die freundliche, liebenswerte Figur, wie wir sie aus dem Buch kennen“, sagt Jimmy Hayward: „Jim ist leidenschaftlich und kreativ und hat sich richtig in die Figur hineinversetzt.“
„Jim hat auch sein Gesicht ganz und gar genutzt“, so Hayward weiter: „Er spielt jede Szene und spricht jedes Wort genau so, als ob er vor der Kamera stünde. Er hat uns mit unglaublich viel Material versorgt, was Augenausdrücke betraf, und wir haben für die Animation des Charakters viel von dem verwendet, was Jim Carrey eigentlich nur als Tonaufnahmen geliefert hat.“
So sehr, wie Carrey sich in seine Rolle hineinversetzte, ist es kein Wunder, dass einiges von seiner Ausdrucksstärke mit in die äußere Erscheinung von Horton eingeflossen ist. Der leitende Animator Dave Torres sagt: „In den ersten Entwürfen hatte Horton einen viel kleineren Mund. Aber nachdem Jim dazugekommen war, wurde die Figur nach und nach immer ausdrucksvoller, es war wirklich so, das Jim uns bis an die Grenzen dessen getrieben hat, was eine Animationsfigur ausdrücken kann.“
Hortons wichtigster Mitspieler in der Geschichte ist der Bürgermeister von Hu-Heim, den Horton niemals sieht – und der wiederum Horton nicht sehen kann. Doch die Bindung, die zwischen beiden entsteht, könnte enger nicht sein: voller Warmherzigkeit, Freundschaft und Humor, auch wenn es für beide um Leben und Tod geht. Während Horton sich auf den gefahrvollen Weg begibt, Hu-Heim in Sicherheit zu bringen, muss der Bürgermeister alles aufs Spiel setzen, um seine Mitbürger davon zu überzeugen, in welch großer Gefahr sie alle schweben.
Dr. Seuss führt den Bürgermeister mit den unvergesslichen Worten ein: ...“devoted and fair, and a little bit odd. The Mayor and his wife, they had children to spare.“ Das kann man wohl sagen! Sie sind schließlich die stolzen Eltern von 96 Töchtern und einem Sohn. Wir lernen die schier endlose Reihe des Bürgermeister-Nachwuchses kennen, wie sie auf Stühlen sitzen, die auf einem Förderband stehen, das um den Tisch herum verläuft, damit jede einmal kurz dem Vater zu Gesicht kommt – diese Prozession ist so choreographiert wie eine Szene in einem Musical.
Wie Regisseur Steve Martino sagt, verleiht Steve Carell allen seinen Filmfiguren eine tiefe Menschlichkeit, wie etwa dem orientierungslosen Chef Michael Scott in der US-Fassung der Fernsehserie „The Office“ oder dem schwer unter Druck stehenden Bürgermeister von Hu-Heim: „Steves Figuren haben alle tief im Inneren ein großes Herz“, sagt Martino: „Man fühlt einfach mit ihnen.“
„Es macht Spaß zuzusehen, wie Steves Figuren mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben“, fügt Jimmy Hayward hinzu: „Ihm zuzusehen, wie er sozusagen alle rotierenden Teller gleichzeitig in der Luft hält, ist pures Vergnügen. Er schafft es, in jeder Digitalzeile die richtige Menge ,Steve’ unterzukriegen. Er ist der eine Hu, den wir richtig kennen lernen, also möchte man zu ihm auch eine Beziehung aufbauen, und dank Steve gelingt das auch.“
Carell beschreibt den Bürgermeister als „freundlich und großherzig, jemand mit den besten Absichten und großer innerer Stärke. Er ist eine Art Jedermann – ein Typ, der einfach versucht, in einer sehr schwierigen Situation das Beste zu geben.“ Golden-Globe-Gewinner Carell gefiel besonders die philosophische Idee, die der Geschichte zugrunde liegt – Hortons Gewissheit, dass eine noch so kleine Person dennoch eine Person ist. „Das sagt wirklich etwas über die Welt, in der wir leben, aus – egal, wie verschieden wir alle nach außen hin wirken mögen, kann man doch zusammen etwas bewirken, solange Anstand, Anteilnahme und Engagement vorhanden sind. Das ist eine gute, schöne und auch tragfähige Botschaft, die auf Mitgefühl beruht – und sie ist es auch, was ich an der Geschichte so liebe.“
Der ganze Stolz des Bürgermeisters ist sein Sohn Jo-Jo, der kleinste der Hus. Der Bürgermeister hegt große Pläne für den Winzling und bereitet ihn schon darauf vor, eines Tages, wenn er selber in Rente geht, die Familientradition fortzusetzen und sein Nachfolger als Anführer der Hus zu werden. Jo-Jo aber hat schon deutlich klargemacht, dass er diese Karriere nicht einschlagen möchte. Stattdessen verfolgt der junge Mann ganz eigene Pläne...
Die größte Bedrohung für Hortons Mission – und damit für das Überleben von Hu-Heim - ist das Känguru, das, wie es im Buch heißt „made every law and enforced every rule, as self-proclaimed head of the jungle of Nool.” Es ist charakterlich mies veranlagt und ist zudem sehr engstirnig; es behauptet einfach: „Was man nicht sehen kann, das gibt es auch nicht!“ Die beschränkte Sichtweise des Kängurus hat potentiell tragische Konsequenzen für Horton, den Bürgermeister und alle in Hu-Heim.
Aber ist es deswegen der Schurke? Martino ist sich da nicht so sicher: „Es ist ideologisch verblendet, aber es ist kein echter Bösewicht“, findet er. „Es mag verbohrt sein, aber es ist nicht böse.“
In einer Schlüsselszene, in der das Känguru voll und ganz den Tyrannen herauskehrt, schreit es aus Leibeskräften eine wahre Gardinenpredigt darüber heraus, dass so etwas wie Hu-Heim unmöglich existieren könne – eine der Szenen, in der das außerordentliche Stimmtalent und das komische Timing der legendären Carol Burnett voll zum Tragen kommen, die dabei voll in ihrer Rolle aufgeht. Zu Burnetts unzähligen Fans gehören auch Jim Carrey und eine große Mehrheit der Crew von „Horton hört ein Hu!“. „Carol hat ein mächtiges Organ“, sagt Hayward über Burnett, zu deren unvergesslichen Szenen in ihrer langjährigen Fernsehshow auch ein „Tarzanschrei“ gehörte, der so etwas wie den Vorboten zu ihrer Känguru-Rolle darstellt. „Das Känguru ist völlig außer sich“, sagt Burnett: „Ich fand es sehr befreiend, wenn man aus vollen Leibeskräften herumbrüllen darf und auch noch dafür bezahlt wird!“
Was den schlechten Charakter des Kängurus betrifft, weist Burnett darauf hin, dass „man eine Figur nicht als böse empfindet, wenn man den Bösewicht spielt. Der Schurke hält sich nicht für böse. Er sieht das Gute – er fühlt sich im Recht, und wenn nur jeder seiner Meinung wäre, dann wäre die Welt in Ordnung.“
„Das Känguru ist ein Kontrollfreak und ganz schön starrsinnig“, gibt Burnett durchaus zu: „Es regiert den Dschungel mit eiserner Faust. Es hat seinen Sohn Rudy zu lange in seinem Beutel behalten; es hat ihn einfach nicht ausziehen lassen.“ Wenn sich andere Teenager schon als Gefangene ihrer Eltern vorkommen, hat einer wie Rudy wirklich Grund zur Beschwerde...!
Der übelste Scherge des Kängurus ist Vlad Vlad-I-Koff, ein riesiger Adler mit zerrupftem, öligem Gefieder und einem großen, zerfurchten Schnabel. Er spricht mit einem starken russischen Akzent. Vlad ist kein böses Genie – er ist einfach nur böse. „Vlad bewegt sich wie eine Echse oder wie eine Fledermaus“, sagt Jimmy Hayward: „Er handelt immer instinktiv. Diese Figur ist eine wilde Mischung aus popkulturellen Anspielungen. Er ist wie ein Gangster mit dicker Goldkette, der in einem rotbraunen Trainingsanzug herumläuft.“
Will Arnett („Arrested Development“), der Vlad spricht, nennt seine Figur „eine ganz eigene Spezies. Er ist ein gefährlicher Typ, ein Auftragskiller. Er ist pseudo-hip – er ist lächerlich weit hinter der Zeit zurück, aber er denke, er sei das letzte Wort in Sachen Hipness.“
„Mich ziehen Figuren an, die von sich selbst überzeugt, aber kreuzdämlich sind“, fügt Arnett hinzu: „Das ist einfach eine tolle Kombination. Nicht um damit zu leben, aber für die Zwecke der Komödie. Im echten Leben ist das eine ziemlich traurige Kombination. Ich liebe solche Leute, die auftrumpfen und dabei keinerlei Gespür dafür haben, was für eine lächerliche Figur sie abgeben.“
Vlad ist vielleicht nicht der hellste, aber auch so stellt er für Horton und Hu-Heim eine Bedrohung dar. Vlad kann wie ein Kampfjet zwischen den Bäumen hindurchsausen – man hört fast den Lärm der Düsentriebwerke – und in einer mitreißenden Szene jagt er Horton quer durch den Dschungel. „Wir haben das Ganze wie in einem klassischen Horrorfilm aufgezogen“, sagt Hayward: „Es geht dabei nicht blutig zu, und wir haben auch keine Schockeffekte. Aber das Ganze hält die Balance zwischen Gags und plötzlichen Überraschungen.“
Das Oberhaupt des Wickersham-Clans ist Yummo, gesprochen von Tony-Gewinner Dan Fogler, der, um doppelt Spaß zu haben, auch dem Stadtratsvorsitzenden von Hu-Heim seine Stimme lieh. Fogler genoss beide Rollen, aber näher am Herzen lag ihm letztlich doch Yummo: „Ich komme aus Brooklyn“, erklärt er, und Yummo ist Brooklyn, er ist tough und kennt sich aus auf der Straße.“
An Gegenspielern herrscht für Horton kein Mangel. Aber er hat in Nümpels auch einen Freund und Verbündeten: die Maus Morton, der seinem übergroßen Freund gegenüber die Rolle der Stimme der Vernunft einnimmt. „Du redest mit einem Kleeblatt, und das ist nicht gut“, lässt der clevere Nager Horton wissen. Seth Rogen („Beim ersten Mal“, „Superbad“), einer der profiliertesten jungen Komödienschauspieler und -autoren, verleiht dieser Rolle seine typische, leicht verzerrte Weltsicht: „Morton lässt sich vielleicht zu sehr von Gruppendruck leiten. Er ist ein wenig neurotisch und gar nicht so sehr er selbst.“
In Hu-Heim, während der Bürgermeister versucht, die Bevölkerung von der drohenden Gefahr zu überzeugen, ist seine Frau Sally, die 97-fache Mutter, unterdessen damit beschäftigt, den Haushalt so reibungslos wie möglich am Laufen zu halten. Die anscheinend ganz mühelose Art, mit der sie ihren Haushalt, der ständig aus allen Nähten zu platzen droht, führt, wird alle Eltern im Publikum amüsieren; auf jeden fall ging es Steve Martino so: „Ich habe zwei Kinder zuhause, und es ist schon eine Herausforderung“, sagt er: „Und jetzt stelle man sich einmal vor, man hätte 97 von der Sorte!“
Der „Saturday Night Live“-Star Amy Poehler – im wirklichen Leben verheiratet mit Vlad alias Will Arnett – macht aus ihr eine sympathische Figur, die ihrem Ehemann sein fahriges Benehmen vorhält, aber immer mit viel Verständnis und Sinn für Humor.
„Durch Amy wirkt die Figur echt und von heute, aber mit einer ironischen Ader dabei“, sagt Martino. Poehler fügt hinzu: „Ich habe in meiner Karriere viele unterschiedliche Irre gespielt – viele Charaktere mit extremen Stimmungsschwankungen. Sally dagegen ruht in sich selber. Sie sorgt auf eine ganz liebe Art und Weise dafür, dass ihr Mann nicht die Bodenhaftung verliert. Und das muss sie auch, weil faktisch sie das Oberhaupt dieser riesigen Familie ist. Aber jetzt macht sie sich schon Sorgen um ihn: Kann es sein, dass er einen Knacks abbekommen hat so dass er nun so aufgescheucht herumrennt und vor dem Ende der Welt warnt?“
Ungeachtet von Sallys Zweifeln läuft etwas falsch in Hu-Heim. Um Beweise für seinen Verdacht zu finden, sucht der Bürgermeister Hilfe bei Dr. Mary Lou LaRue, der abgedrehten, aber äußerst beschlagenen Wissenschaftlerin der Hu-Universität. Dr. LaRue trägt eine Brille mit Gläsern wie Flaschenböden, sie hat eine wilde lila Haarmähne auf dem Kopf und ein Defizit im Sozialverhalten. Alles, was für sie zählt, ist die Wissenschaft. Isla Fisher, die die ganze Bandbreite ihres Faches von Komödien wie „Die Hochzeits-Crasher“ bis zu Dramen wie „Die Regeln der Gewalt“ beherrscht, merkt an, dass Mary Lou der einzige Hu ist (vom Bürgermeister abgesehen), die „wirklich versteht, was die Ursachen für die plötzlichen Klimaveränderungen in Hu-Heim sein könnten (die ja dadurch hervorgerufen werden, dass Horton mit den Hus durch den Dschungel von Nümpels flüchtet). Sie ist die erste, die sich von der Furcht des Bürgermeisters vor dem Weltuntergang anstecken lässt.“ Isla Fisher, die es auf eine Körpergröße von 1,58 Meter bringt, fügt hinzu: „Die Aussage, dass ein Mensch ein Mensch ist, egal wie klein, hat für mich eine ganz besondere Bedeutung.“
Von den Gelehrten zu den nicht ganz so Hellen: Willkommen bei den Wickershams, einer Affenhorde mit einer vom Menschen nur allzu bekannten Mob-Mentalität. „Erst sind sie nur eine Bande von lustigen Typen“, sagt Hayward. „Sie sind keine richtigen Bösewichter. Aber als Horton in Schwierigkeiten kommt, können sich die Wickershams keinen größeren Spaß vorstellen. Sie leben auf der dunklen Seite der menschlichen Natur.“

Damit es wie „Seuss“ aussieht: der Look des Films

Jimmy Hayward und Steve Martino waren entschlossen, während des ganzen Prozesses, Dr. Seuss’ Schöpfung aus Feder- und Pinselstrichen in 3-D zu übertragen, der künstlerischen Vision und speziellen Magie von Dr. Seuss’ Welt und seinen Figuren treu zu bleiben. Grund genug, die Geisel Library an der University of California in San Diego zu besuchen, wo seine sämtlichen Zeichnungen archiviert sind. Auf der Suche nach Anregungen für Seuss’sche Entwürfe gingen die Filmemacher das komplette Material durch, einschließlich seiner handschriftlichen Notizen. Steve Martino: „Mich haben besonders manche seiner Skulpturen beeindruckt, denn sie gaben uns eine Richtung vor, wie er seine Schöpfung dreidimensional umgesetzt hätte. Einige dezente Hinweise auf Farbe, Form und Oberflächenbeschaffenheit haben wir direkt in den Film aufgenommen.“ Martino weiter: „Wir haben uns beim Wühlen im Archiv richtig in seine Denkweise hineingesteigert. Sein Werk wirkte richtig ansteckend, und wir begannen bald, in seiner visuellen Sprache zu reden. Wenn wir etwa digital das Haar eines Hus kämmten, fragten wir uns: Wie könnten wir es im Seuss-Stil machen? Sich in seiner Welt zu bewegen, hat unsere Phantasie immer wieder neu entfacht.“
Aus dem mühevoll zusammengetragenen Material aus den Archiven entwickelte Martino einen Stilkatalog, der als Fundament für die zu schaffende dreidimensionale, realistisch ausgeleuchtete Filmwelt diente. „Wir konnten wie mit einer Kamera durch unsere 3-D-Welt, die wir gerade bauten, fahren und sie bis ins Detail erforschen“, sagt Martino.
Seuss hatte seinen Spaß daran, Leute mit kleinen Details und schrägen Designs in seinen Zeichnungen zu überraschen. Diese Details in ihrer lustigen Eigenart zu übernehmen und glaubhaft zu machen, dass sie funktionieren, war der Schlüssel dazu, sie ins Reich der Computeranimation zu übertragen. Die Filmmacher nannten ihre Handlungsweise dabei „Seuss’sche Logik“ – ein Prozess, der dafür sorgte, dass jede noch so verrückte technische Spielerei tatsächlich funktionsfähig erscheint.
In gewisser Weise ähnelt das winzige Hu-Heim auf seinem Staubkorn natürlich schon unserer alltäglichen Welt: Leute gehen zur Schule oder zur Arbeit oder sie kaufen ein. Aber eine Arbeitsstelle zu haben, kann in Hu-Heim auch bedeuten, dass man den ganzen Tag auf dem Sofa liegen und Bonbons essen muss.“
Auch die Transportmittel von Hu-Heim sind ziemlich verrückt – und dabei doch nachvollziehbar. Die mehrstöckigen Straßen der Stadt sind voll von Sockenmobilen, Rollerblades auf Stelzen und Einrädern, um nur einige der ungewöhnlichen Arten sich fortzubewegen zu nennen. „Musste jemand irgendwohin, dann war es unsere Aufgabe, seinen Weg so interessant und lustig wie nur möglich zu machen“, sagt Martino. Das schon erwähnte Sockenmobil – ein Auto mit vier Beinen, die in dicken Socken stecken – war eines der Lieblingsstücke der Filmemacher, ideal für den Bereich um ein Krankenhaus oder eine Bücherei herum – überall dort, wo es möglichst leise zugehen soll. Sehr beliebt war auch das Bettmobil: „So etwas würde es einem morgens viel leichter machen“, sagt Hayward: „Man könnte noch ein wenig auf dem Weg zur Arbeit lesen oder ein wenig Schlaf nachholen.“
Für wen Sockenmobil oder Bettmobil noch zu althergebracht klingen, der könnte es ja einmal mit Jo-Jos Riesenzwille probieren, mit der er sich Zugang zu einem alten Observatorium verschafft, das in der Geschichte eine bedeutsame Rolle spielt. Als erstes setzt sich Jo-Jo auf ein Einrad, das mit der Gerätschaft verbunden ist, dann tritt er rückwärts, als ob er gleich gegen die Wand fahren wollte, dann ergreift er einen Hebel und zieht ihn bis zum Anschlag zurück, woraufhin er hoch in die Luft hinauf geschossen wird bis zum unteren Ende einer Hängeleiter...
Und wie wäre es mit etwas Ausgleichssport, einer Runde Tennis zum Beispiel? Auch hier sind Phantasie und Spaß gefragt. „Dr. Seuss nahm niemals den kürzesten Weg von A nach B, also haben wir uns überlegt, dass die Hus garantiert nicht auf einem normalen Tennisplatz spielen würden, sagt Hayward: „Wir haben uns gesagt: warum erhöhen wir nicht die eine Hälfte des Platzes und verbinden die beiden Hälften mit einer dieser verrückten Treppen?“
Die Schwerkraft ist kein gewichtiges Thema in Hu-Heim, wo enge Wendeltreppen ohne Geländer bis in den Himmel ragen und wo die Hus ständig die Wände riesiger Gebäude hinauflaufen. „Man kann sich in Hu-Heim nicht verletzen“, erklärt Hayward: „Denn sich wehzutun macht keinen Spaß.“
Auch wenn Hayward, Martino und ihre Teams eigene Entwürfe schufen, wollten sie doch auch immer die Zuschauer das originale Seuss-Gefühl spüren lassen: „Wir haben hart daran gearbeitet, zu einem authentischen Gesamteindruck zu kommen, der dem entspricht, was Leute aus den Büchern erinnern“, erklärt Martino. Seuss’ ursprüngliche Hus waren käferähnliche Kreaturen mit runden Köpfen. Um die Figuren ausdrucksstärker zu machen, erfanden die Filmemacher diese Charaktere neu und verliehen ihnen eine größere Spannbreite an Mimik und Bewegungen der Augenbrauen.
Die Filmemacher bauten auf dem minimalistischen Nümpels auf, wie Seuss es in seinem Buch angedeutet hatte. Art Director Thomas Cardone erläutert: „Seuss hat in seinen Zeichnungen große Flächen einfach weiß gelassen, zum Teil einfach, um den Text dort unterzubringen. Das heißt, wir konnten uns gar nicht an einen Seuss-Dschungel als Vorlage halten, weil er ihn gar nicht bildlich ausformuliert hat.“ Das Nümpels des Films ist denn auch wie kein Dschungel, den wir jemals gesehen haben; er strotzt vor riesigen wogenden Farnwedeln, blauen Gebüschen und gigantischen Palmen, deren Baumkronen wie Frisuren aussehen.
Doch auch hier war Seuss die Hauptinspirationsquelle. „Wir mussten diesen Weiß raum irgendwie füllen“, erklärt Steve Martino: „Wir hielten uns an Seuss’ ungewöhn liche Farbpalette für den Dschungel: rot, blau und andere seltsame Farben“ – das völlige Gegenteil des üppigen Grüns, das man normalerweise erwarten würde. „Jedes einzelne Blatt in Nümpels hat das besondere Seuss-Flair, zum Beispiel asymmetrische Kurven und kleine Muster im Geäder.“ Und Cardone fügt hinzu: „Wenn man sich einen Seuss-Baum anschaut, wird einem immer auffallen, dass er zu einer Seite hin schwerer ist und auch aus allen Blickwinkeln anders aussieht.“



Fell ist die Farbe der Saison: wie die Charaktere herausgeputzt wurden

In Hu-Heim ist ein Fell viel mehr als nur Haar, das die Haut bedeckt – es ist ein Teil des Outfits. Alle Kleidung in der winzigen Stadt besteht aus Fell. Ein Hu ohne sein Fell (oder Anzug, Jackett und Hemd) sieht ziemlich genau so aus, wie das Fell-Animationsteam bei Blue Sky es scherzhaft nannte: wie „eine Erdnuss“. Das Ergebnis im Film: ein sehr stilisierter Fell-Look.
Die Idee, dass die Hus ihr Körperhaar als Modeaccessoire verwenden, kommt direkt von Dr. Seuss. „Er hat Fell in seinen Büchern auf absolut großartige Art und Weise dargestellt“, sagt Hayward, der auf eine seiner persönlichen Lieblingsstellen aus seiner Kindheit hinweist: „Ich erinnere mich an diese eine Zeichnung in ,Horton’ – ein Typ mit einem Fellhemd. Diese Figur wurde bei mir zu einer regelrechten Besessenheit – vielleicht, weil ich Hayward heiße und der Typ auf seinem Hemd den Buchstaben ,H’ trägt“, fügt er lachend hinzu.
„Die Hus gehen zum Frisör, wo sie ihr Körperhaar neu zurechtgeschnitten bekommen“, erklärt Martino. Und was sind die aktuellen Trends der Hu-Mode? „Zurzeit sind Kragen das große Ding. Man sieht viele Roll- und große Hemdkragen.“
Alles, von Haute Couture bis hin zu Arbeitskleidung, ist das Produkt des Frisörs von Hu-Heim – und natürlich der erfinderischen Fell- und Haar-Abteilung der Blue Sky Studios. Die Felle und andere einzigartige optische Effekte wurden mit Blue Sky-eigener Technologie erzeugt, deren Herzstück die lasergestützte Formwiedergabe „CGI Studio“ ist. Dieses Programm, das schnellste und am weitesten fortgeschrittene seiner Art, ermöglichte es den Filmemachern, die Haare und ihre Umgebung so zu behandeln, als ob sie mit richtigem Licht an einem richtigen Filmset arbeiteten, mit Materialien, die sich wie in der wirklichen Welt verhielten. Die entstehenden Oberflächen sehen so echt aus, dass man versucht ist sie zu berühren.
Das Wiedergabeprogramm erlaubte überhaupt erst, Szenen mit großen Menschenmengen aufzunehmen, die tausende pelziger Wesen enthielten. Für das Entwicklungsteam ging es um viel mehr als nur um Fell und Mode: Ihre Aufgabe war es, ein Feld mit einer halben Milliarde Kleepflanzen zu kreieren, das der Schauplatz einer Schlüsselszene des Films ist. Nachdem Vlad den Klee mit Hu-Heim darauf aus Hortons Kiste gestohlen hat, lässt er die Pflanze über einem riesigen Feld identischer Pflanzen, etwa 500 Millionen von ihnen, fallen. Eine nach der anderen untersucht Horton die Pflanzen in dem bis zum Horizont reichenden Feld – die ultimative Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Dies ist eine der wichtigsten Szenen in Seuss’ Buch, und auch für Jimmy Hayward eine ganz entscheidende: „Ich fand es unglaublich spannend, wenn Horton (im Buch) dem Adler hinterher rennt und „Nein!“ schreit, als das Staubkorn in dieses Meer von Kleeblüten herabschwebt“, erzählt er. Wie Millionen anderer Leser konnte Hayward es kaum erwarten, die Buchseite umzublättern und zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht – eine Erinnerung, die ihm sehr präsent war, als es darum ging, die Szene aufzubauen. Als Horton klar wird, was gerade passiert ist, „schwenken wir die Kamera aus seinem Blickwinkel herum und blicken so auf dieses riesiges Kleefeld, von links nach rechts, ganz als ob man eine Buchseite umblättert, erklärt Hayward: „Dies schien uns die richtige Art und Weise, die Szenerie zu enthüllen“.
Das Entwicklungs-Team von Blue Sky baute in sein Programm außerdem noch eine Rechenfunktion ein, die es den Filmemachern erlaubte zu zeigen, wie der Wind über das Kleefeld hinwegweht und die Pflanzen bewegt (genau so, wie es in einem Getreidefeld in Kansas aussehen würde – kein Wundern, dass Martino, der aus dem mittleren Westen der USA stammt, für diesen Effekt eine besonderes Schwäche hatte).
Die gesuchte Kleeblume – die, auf der sich Hu-Heim befindet – bestand aus einer Million Haaren. Für die Szene im Kornfeld hatten die Kleepflanzen, die der Kamera am nächsten standen, die volle Anzahl von Haaren; die „Statisten“-Pflanzen bestanden durchschnittlich aus 50.000 Haaren.



Knautschen und zerren, Ursache und Wirkung: Horton überquert eine Brücke, der Bürgermeister geht zum Zahnarzt

In Ihrem Bestreben, die wundersamen und wild imaginierten Welten des Dr. Seuss wiederzugeben, zwangen die Filmemacher die Animation und die optischen Täuschungen weit über die normalen Grenzen der sonst geltenden physikalischen Gesetze hinaus.
Sie verwendeten Knautsch-und-Zerr-Techniken, um Horton und den Bürgermeister zu extremen Gesichtsausdrücken und Bewegungen zu treiben. In der traditionellen 2-D-Animation verleiht Knautschen und Zerren den Figuren Elastizität und Beweglichkeit. Hayward, Martino und die Künstler, Animatoren und Techniker von Blue Sky waren angetreten, diese Technik auf ein neues Niveau zu heben.
Man kann wohl an kaum einer Szene besser demonstrieren, wie wirkungsvoll ihre Knautsch-und-Zerr-Techniken waren, als an jener, in der Horton (mit dem Klee im Schlepptau) sich anschickt, eine tiefe Schlucht auf einer langen, klapprigen Hängebrücke aus Bambusstäben zu überqueren. Zur selben Zeit, als der Bürgermeister den Zahnarzt besucht, der gerade im Begriff ist, ihm eine Injektion aus einer riesigen Spritze zu verpassen. Hayward und Martino blenden zwischen diesen beiden äußerst prekären Situationen hin und her und erschaffen so eine dicht strukturierte Szene von Ursache und Wirkung – jede Bewegung von Horton hat eine ähnliche (oder besser: ähnlich verrückte) Wirkung auf den Bürgermeister.
In dieser Szene nutzten die Filmemacher ihre Knautsch-und-Zerr-Technik auch, um Hortons Rüssel aufzublasen – der 5000-Kilo-Elefant glaubt, als unerschütterlicher Optimist, dass Luft „leichter“ als alles andere ist und nimmt an, dass er einfach wie ein Luftschiff über die Schlucht hinwegschweben kann. Unnötig zu erwähnen, dass seine Erwartungen nicht wirklich erfüllt werden. Während Horton, mit aufgeblähtem Leib herüberstolpert und bei jedem Schritt die Brücke weiter zerlegt, landet die Spritze schließlich im Arm des Bürgermeisters statt in seinem Mund. Auch hier nutzten die Filmemacher wieder die Gelegenheit, die Animation zu übersteigern, in dem sie den gepieksten Arm des Bürgermeisters auf zehn Meter Länge streckten. Als der Bürgermeister aus der Praxis flieht, verpasst seine verlängerte und kraftlos herumschlenkernde Extremität mehreren Passanten eine Ohrfeige.
Die Ehre, auf die Idee für diese Szene gekommen zu sein, gebührt Jim Carrey, sagt Hayward: „Jim fragte: Wenn ein Elefant seine Welt auf einem Staubkorn herumtransportiert, was wäre der unangenehmste Ort, an dem der Bürgermeister sich aufhalten könnte?“, erinnert sich Hayward. „Nachdem er zunächst etwas mit Elektrowerkzeugen vorgeschlagen hatte, stellte er die Frage: Was wäre, wenn der Bürgermeister beim Zahnarzt ist – und der mit einer Betäubungsspritze hantiert?“
Die Knautsch-und-Zerr-Technik verwendeten die Animatoren auch für einen Verwischungs-Effekt, wenn zum Beispiel eine Figur so schnell läuft, dass ihre Beine verschwimmen und es so wirkt, als würden sie sich verdoppeln oder verdreifachen.

Der Elefant hört zu: Ton und Musik finden in „Horton hört ein Hu!” zueinander

Da das Wort „hört“ so herausgehoben im Filmtitel und in der Storyline vorkommt, ist es kein Wunder, dass das Sounddesign und die Filmmusik zwei ganz besonders wichtige Elemente des Films waren. „Die grundsätzliche Vorgabe der Geschichte ist, dass die beiden Hauptfiguren einander nie begegnen – sie können sich bloß gegenseitig hören“, führt Hayward aus. „Beide sind gezwungen, das zu glauben, was sie hören. Und wenn das keine Grundlage für ein tolles Sounddesign ist, dann weiß ich es auch nicht!“
Sounddesign und Musik so eng wie möglich miteinander zu verweben, war dem Talent des zweimaligen Oscargewinners Randy Thom („Die Unglaublichen“, „The Right Stuff“) überlassen, dessen Arbeit als Sounddesigner schon eine Bandbreite von Filmen wie „Jäger des verlorenen Schatzes“ bis zu „Ratatouille“ umfasst – und dem Komponisten John Powell, zu dessen Arbeiten die Filmmusiken zu „Shrek“, „Happy Feet“, „Ice Age 2: Jetzt taut’s“ und den drei „Bourne“-Filmen gehören.
Thom und Powell begannen bereits extrem früh im Entstehungsprozess des Films zusammenzuarbeiten. „John und ich haben über ein Jahr vor dem angepeilten Filmstart ein Brainstorming mit den Regisseuren zusammen gehabt“, sagt Thom: „Uns allen war klar, dass der Film eine echte Spielwiese sein würde, was den Klang betraf. Es ist immer ein Genuss, wenn man seine Töne mit einem Komponisten teilen kann, und unsere Arbeit bestand darin, die beiden Bereiche so weit wie möglich miteinander zu verschränken.“
Thom ging das Wagnis ein, die Ohren des Publikums für eine andere, neue Klangwahrnehmung zu öffnen – und es dazu zu bringen, einfach zu glauben, dass eine mikroskopisch kleine Person und ein Fünf-Tonnen-Elefant einander hören können. Der erste Kontakt von Horton und dem Bürgermeister enthält komplexe Übergänge von einem Ton zum anderen. Während das Staubkorn durch die Luft segelt, hören wir die Hilfeschreie der Hus. Die Filmemacher springen zwischen Horton – dessen übergroße Ohren die „mikroskopischen“ Klänge winziger Stimmen vom Staubkorn auffangen – und dem plötzlich vom Boden abgehobenen Hu-Heim hin und her, wo wir die überraschten Schreie der Hus in voller Lautstärke hören.
Um Kontakt mit den Urhebern der leisen Töne aufzunehmen, ruft Horton „Hallo!“ in Richtung des Staubkorns. Wir folgen der Schallwelle, wie sie sich – ganz wie ein Raumschiff im Landeanflug auf die Erde – auf das Staubkorn zu bewegt. Sie trifft auf den Klee, durchdringt die Wolkendecke, verschwindet in einem riesigen Luftschacht, rast durch ein Labyrinth von Rohren – und dringt schließlich aus einem Abflussrohr außerhalb des Büros des Bürgermeisters.
Während die Welle ihren Weg durch die Atmosphäre nimmt, moduliert Thom sie auf verschiedene Weisen, indem er ihre Tonhöhe verändert oder indem er ihr einen an- und abschwellenden Klang verpasst – als Gegenstück zum Bild der Schallwelle.
Bei der Reise durch das Abwasserrohr fügt Thom noch einige metallische Klirr- und Knarr-Geräusche hinzu, die das andauernde „Hallo!“ begleiten.
Es ist ein wunderbarer Gag für das Publikum – und für Horton ein überwältigender Moment der Erkenntnis: „Wir sind mitten in einem unglaublichen kosmischen Zusammentreffen“, ruft Horton dem Bürgermeister zu: „Zwei völlig gegensätzliche Welten, deren Wege sich auf wundersame Weise kreuzen! Meine Welt ist riesig, deine ist winzig, und trotzdem konnten wir Kontakt aufnehmen!“
In der großartigen Schlusssequenz des Films steht der Ton im Mittelpunkt, wenn sämtliche Hus mit allen möglichen Gegenständen, die Lärm machen können, zusammenkommen, um in der großen Welt gehört zu werden um so ihren sicheren Untergang abzuwenden. Wie aus einem Munde schreien alle: „Wir sind hier! Wir sind hier!“ Die entscheidende Hilfe kommt schließlich aus einer unerwarteten Richtung: von Jo-Jo, dem Sohn des Bürgermeisters, der zu der vielschichtigen, die ganze Stadt umfassenden Symphonie noch die Töne seines Sinfonofons beisteuert – ein kurioses Musikinstrument, das er aus lauter Fundsachen gebastelt hat.
Zur selben Zeit, als das Team dem Film den letzten Schliff verpasste, fragte sich Audrey Geisel, die Ehefrau des verstorbene Schöpfers dieser magischen Welten, was ihr Mann wohl dazu gesagt hätte, dass „Horton hört ein Hu!” nun zu einem großen Animationsfilm wird. „Er hätte wahrscheinlich gesagt“, meint sie, „dass der Film so groß werden musste, weil Horton einfach selbst schon so groß ist und er ein so großes Herz hat!“



BESETZUNG


Jim Carrey

Jim Carrey (Horton) hat gerade die Komödie „Yes Man“ unter der Regie von Peyton Reed abgedreht. Im Film, der auf der Autobiographie des britischen Schauspielers Danny Wallace beruht, ist er als ein Mann zu sehen, der beschließt, sein Leben zu ändern, indem er einfach zu allem, was ihm vorgeschlagen wird, „Ja“ sagt. Auf „Yes Man“ folgt für Carrey „A Christmas Carol“, eine Neufassung der Geschichte von Charles Dickens, die Robert Zemeckis für Walt Disney Pictures geschrieben hat und bei der er auch Regie führen wird. In diesem Film spielt Carrey den Geizkragen Ebenezer Scrooge und die drei Geister, die Scrooge am Weihnachtsabend erscheinen. Zemeckis verwendet dabei dreidimensionale digitale „Performance Capture“-Animation, die von Disney entwickelt wurde.
Danach dreht Carrey mit Tim Burton „Ripley’s Believe It Or Not!“ für Paramount Pictures. Der Film, der 2009 in die Kinos kommen soll, führt Carrey ein weiteres Mal mit Drehbuchautor Steve Oedekerk („Ace Ventura – Jetzt wird’s wild“) zusammen. Carrey hat auch bereits für die Hauptrolle in „I Love You Phillip Morris“ zugesagt, eine schwarze Komödie, die von Glenn Ficarra und John Requa, dem Autorenteam von „Bad Santa“ geschrieben wurde, und bei dem sie auch Regie führen. Der Film nach einem Buch von Steve McVicker, Polizeireporter des „Houston Chronicle“, erzählt die wahre Geschichte des Steven Russell (Carrey), einem Familienvater, den seine Geschäfte hinter Gitter bringen. Im Gefängnis verliebt er sich in seinen Zellengenossen, der nach seiner Freilassung Russell dazu bringt, insgesamt vier Mal aus texanischen Gefängnissen auszubrechen.
Im vergangenen Jahr spielte Carrey die Hauptrolle in Joel Schumachers Thriller „The Number 23“. 2005 war er, an der Seite von Téa Leoni, in der Erfolgskomödie „Fun With Dick And Jane“ zu sehen. Regie führte Dean Parisot („Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall“); Produzent war Brian Grazer. 2004 hatte Carrey Hauptrollen in „Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse“, nach der Kinderbuchserie von Daniel Handler, und in dem viel gelobten Drama „Vergiss mein nicht!“ mit Kate Winslet.
2003 war Carrey in der höchst erfolgreichen Komödie „Bruce allmächtig“ zu sehen. der Film gehörte zu den umsatzstärksten des ganzen Jahres; er spielte weltweit über 470 Millionen Dollar ein. „Bruce allmächtig“ stellte für Carrey auch ein Wiedersehen mit Regisseur Tom Shadyac („Ace Ventura: Ein Tierischer Held“, „Der Dummschwätzer“) und Drehbuchautor Steve Oedekerk („Ace Ventura – Jetzt wird’s wild“) dar.
2001 spielte Carrey in dem Drama „The Majestic“ unter der Regie von Frank Darabont; im Jahr zuvor hatte er die Ehre, der Star des erfolgreichsten Films des Jahres zu sein: „Der Grinch“. Für die Rolle des Grinch war Carrey für einen Golden Globe als Bester Schauspieler in Musical oder Komödie und für einen People’s Choice Award als Bester Komödienhauptdarsteller nominiert.
2000 tat sich Jim Carrey für die Twentieth-Century-Fox-Komödie „Ich, beide & sie“ wieder mit den Regisseuren Peter und Bobby Farrelly zusammen. Für seine Darstellung einer gespaltenen Persönlichkeit wurde er für einen MTV Movie Award in der Kategorie „Beste Darstellung in einer Komödie“ nominiert. 2000 gewann er auch einen Golden Globe als Bester Schauspieler in Musical oder Komödie für seine Darstellung des Komikers Andy Kaufman in „Man On The Moon“ (1999). Im Jahr zuvor hatte er einen Golden Globe als Bester Darsteller in einem Drama für seine Rolle in dem mit viel Kritikerlob bedachten Film „The Truman Show“ gewonnen – Carreys erste Auszeichnung für eine nicht-komödiantische Rolle.
Golden-Globe-Nominierungen in der Kategorie „Bester Schauspieler in Musical oder Komödie“ gab es für Jim Carrey bereits 1997 für „Der Dummschwätzer“ und 1995 in „Die Maske“. 2000 wurde er auf dem ShoWest-Festival als „Star des Jahres“ ausgezeichnet.
Carrey, der 1962 in Newmarket in der kanadischen Provinz Ontario geboren wurde, wusste schon in Alter von drei Jahren, dass ihm das Showgeschäft im Blut lag. Mit 15 ging Carrey nach Toronto, um im berühmten Club Yuk Yuks aufzutreten. Danach ging es mit seiner Karriere als Comedian steil nach oben: In den folgenden Jahren trat Carrey in Clubs in ganz Kanada auf. 1981, im Alter von 19 Jahren, zog er mit Sack und Pack nach Los Angeles, wo er sofort zur Stammbesetzung von Mitzi Shore’s Comedy Store aufrückte – und wo er der Comedy-Legende Rodney Dangerfield auffiel. Dangerfield war von dem jungen Komödianten so beeindruckt, dass er ihn mit auf Tournee nahm – von da an startete Carreys Karriere erst richtig durch.
1982 übernahm er die Hauptrolle in der NBC-Fernsehserie „Duck Factory“, die zwar nur ein Vierteljahr lief, aber Hollywood auf ihn aufmerksam werden ließ. Im Jahr darauf konnte er sich die Hauptrolle in „Einmal beißen – bitte“ mit Lauren Hutton sichern und war danach in Francis Ford Coppolas „Peggy Sue hat geheiratet“ und in Geena Davis’ Komödie „Zebo der 3. aus der Sternenmitte“ zu sehen. 1988 hatte Carrey einen kurzen, aber einprägsamen Auftritt als selbst zerstörerischer Rockstar in Clint Eastwoods „Das Todesspiel“.
1990 stieß Carrey zum Ensemble von „In Living Color“, der Erfolgs-Comedyserie von Fox Television. Im November 1991 erntete sein Solo-Special „Jim Carrey’s Unnatural Act“ begeisterte Kritiken; danach folgte eine Hauptrolle als von Leben überforderter Alkoholiker im Fox-Fernsehfilm „Doing Time On Maple Drive“, der für einen Emmy nominiert wurde.
Nach mehreren erfolgreichen „In Living Color“-Staffeln zog es Carrey 1994 wieder zum Film: Seine extrovertierte Hauptrolle in „Ace Ventura: Ein tierischer Held“ machte ihn praktisch über Nacht zum Star und den Film zu einem Hit. Dem ließ Carrey die Titelrolle in der Action-Fantasykomödie „Die Maske“ nach der gleichnamigen Comicserie folgen. „Die Maske“ spielte allein in den USA, nicht zuletzt dank der überragenden Kritiken für Carrey, über 100 Mio. Dollar ein.
Im selben Jahr spielte er an der Seite von Jeff Daniels in der Komödie der Farrelly-Brüder „Dumm und dümmer“. 1995 war er in der Doppelrolle als Riddler/Edward Nygma in „Batman Forever“ zu sehen. Im folgenden Jahr nahm er die Rolle des weltbesten Tierdetektivs für „Ace Ventura – Jetzt wird’s wild“ wieder auf; und er spielte die Hauptrollen in „Die Nervensäge“ für Columbia Pictures und „Der Dummschwätzer“ für Universal Pictures. Dieser triumphale Dreierschlag brachte ihm den Ehrentitel NATO/ShoWest-Star des Jahres ein.


Steve Carell

Steve Carell (Bürgermeister) hat sich als einer der gefragtesten Komödienschauspieler Hollywoods etabliert. Nachdem er zunächst als „Korrespondent“ in der Emmy-prämierten „The Daily Show With Jon Stewart“ auf dem Kabelkanal Comedy Central bekannt wurde, gelang Carell mühelos der Schritt in die TV-Hauptsendezeit – und nach ganz oben auf den Filmplakaten.
Carells erste Hauptrolle in der Komödie „Jungfrau (40), männlich, sucht...“, die er zusammen mit Regisseur Judd Apatow geschrieben hatte, stieg in den USA und in zwölf weiteren Ländern sofort auf Platz 1 der Kino-Charts ein. Der Überraschungshit von 2005 spielte weltweit über 175 Millionen Dollar ein und erlöste allein in Nordamerika über 100 Millionen Dollar an DVD-Verkäufen. Die Komödie wurde als einer der „10 herausragenden Filme des Jahres“ mit einem AFI Award und dem Preis als beste Komödie bei den Critic’s Choice Awards ausgezeichnet. Carell und Apatow wurden außerdem für den Preis für das Beste Drehbuch von der WGA nominiert.
Carell spielt die Hauptrolle in der US-Fassung der viel gelobten Fernsehserie „The Office“, die auch in der vierten Staffel weiterhin beste Quoten erzielt. 2006 und 2007 wurde Carell für seine Rolle als aufgeblasener und inkompetenter Chef einer Papierhandelsfirma in Pennsylvania mit einem Golden Globe als Bester Darsteller in einer Fernsehserie ausgezeichnet.
2006 war Carell an der Seite von Toni Collette und Greg Kinnear Teil des Ensembles der Komödie „Little Miss Sunshine“, die für den Oscar als Bester Film nominiert war und mit einem SAG Award für die Beste Ensembleleistung in einem Spielfilm geehrt wurde. 2007 war Carell mit Juliette Binoche in der Romanverfilmung „Dan In Real Life“ und in der Komödie „Evan Allmächtig“ zu sehen. Als nächstes wird man Carell in der Actionkomödie „Get Smart“ an der Seite von Anne Hathaway sehen können.
Carell, der aus Massachusetts stammt, lebt mit seiner Frau, der Schauspielerin Nancy Walls („Saturday Night Live“) in Los Angeles – begegnet sind sich die beiden in ihrer Zeit als Ensemblemitglieder der Second City Theater Group in Chicago. Carell ist stolzer Vater einer Tochter und eines Sohnes.


Carol Burnett

Die sechsfache Emmy-Gewinnerin Carol Burnett (Känguru) hat seit dem Ende ihrer über elf Jahre laufenden Fernsehsendung „The Carol Burnett Show“ eine solche Vielseitigkeit gezeigt, dass sie nicht nur für ihre komödiantisches und musikalisches, sondern auch für ihr dramatisches Talent weithin anerkannt ist. In den USA hat Burnett den Status einer lebenden Legende, was sich nicht zuletzt daran zeigt, dass sie mehr „People’s Choice“-Publikumspreise als jede andere Frau einsammeln konnte. 2003 erhielt sie die Kennedy Center Honors und 2005 wurde sie mit der Presidential Medal of Freedom geehrt. Zu ihren weiteren Auszeichnungen zählen fünf Golden Globes, ein Peabody Award für „Friendly Fire“ und ein Ace Award für „Between Friends“ mit Elizabeth Taylor. Von einer Karriere, wie Carol Burnett sie hatte, träumen andere Künstler – sie feierte Erfolge auf der Bühne und im Fernsehen, mit Kino- und Fernsehfilmen und mit Varieté-, Musik- und Comedy-Specials.
In ihrer 2005er-Version von „Once Upon A Mattress“ für ABC TV spielte sie Queen Aggravain, und Tracey Ullman war als Prinzessin Winnifred zu sehen – in jener Rolle, die Carol am Broadway berühmt gemacht hatte. Burnett hatte die Winnifred auch in zwei Fernsehproduktionen des Musicals gespielt.
Das CBS-Special „The Carol Burnett Show: Let’s Bump Up The Lights“, das im Mai 2004 ausgestrahlt wurde, brachte Carol wieder mit Tim Conway, Harvey Korman, Vicki Lawrence und Lyle Waggoner zusammen. Auch in dieser Sendung gab es wieder die spontanen, großartigen Gags, die traditionell am Anfang jeder Folge der „Carol Burnett Show“ standen, wenn Carol und ihre Gang Fragen des Studiopublikums beantworteten. Carols voriges Special „The Carol Burnett Show: Show Stoppers“ mit Korman, Lawrence und Conway hatte annähernd 30 Millionen Zuschauer in den USA, womit es auf den vierten Platz der meistgesehenen Sendungen des Jahres 2001 kam. Das Special wurde für drei Emmys nominiert, darunter als „Bestes Varieté-, Musik- oder Comedy-Special“.
Im April 2002 feierte das Stück „Hollywood Arms“ unter der Regie von Harold Prince am Goodman Theatre in Chicago seine Weltpremiere. Die Idee für das Stück stammte von Carols Tochter Carrie Hamilton, die im Januar 2002 an Krebs gestorben war. Carrie and Carol hatten das Stück zusammen geschrieben; ihre Vorlage war Carols 1986 erschienene Autobiographie „One More Time“. Die Broadway-Premiere des Stücks fand am 31. Oktober 2002 am Cort Theater statt. Als Fortführung ihrer andauernden Liebe zur Bühnenkunst hat Carol die Carrie Hamilton Foundation gegründet, die zurzeit die nötigen Spenden einwirbt, um am Pasadena Playhouse eine weitere Bühne mit dem Namen The Carrie Hamilton Theater einzurichten. Das Carrie Hamilton Theater soll die Arbeit junger Bühnenautoren, Regisseure und Schauspieler unterstützen. Außerdem soll es ein Programm zur Unterstützung von Kindern aus benachteiligten Familien geben, die so die Welt des Theaters und den Wert ihrer eigenen Kreativität kennen lernen sollen.
Carols letzter Auftritt am Broadway datiert zurück auf das Jahr 1999, als sie im Stephen-Sondheim-Musical „Putting It Together“ zu sehen war; die Produktion wurde zunächst 1998 am Mark Taper Forum in Los Angeles gezeigt und war bei Kritikern und Publikum gleichermaßen erfolgreich. Vor „Putting It Together“ spielte sie am Broadway 1995 mit Philip Bosco in Ken Ludwigs Farce „Moon Over Buffalo“. Sowohl Burnett als auch Bosco wurden für ihre Leistungen mit Nominierungen für einen Tony Award belohnt.
1996 übernahm Carol die Rolle der Mutter von Jamie Buchman (gespielt von Helen Hunt) in der NBC-Serie „Mad About You“, wofür sie mit einem Emmy als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde. Ihre Episoden, die zu den erfolgreichsten der gesamten Serie gehörten, setzten sich bis 1997 fort. 1994 war für Carol ein sehr produktives Jahr, mit zwei TV-Specials für CBS mit dem Titel „Men, Movies & Carol“: Satiren auf das Kino mit Gaststars wie Tony Bennett, Scott Bakula, Michael Jeter und Barry Bostwick; und mit „Carol Burnett: The Special Years“, das die unvergesslichsten Szenen aus ihren neun TV-Specials zeigte. Schließlich strahlte NBC noch das TV-Drama „Seasons of the Heart“ aus, in dem Carol an der Seite von George Segal und Malcolm McDowell spielt.
Den größten Teil ihrer Kindheit verbrachte Carol in einem nicht besonders glamourösen Teil Hollywoods. Sie besuchte die UCLA und ging nach dem Studium nach New York. Nach einer steinigen Anfangsphase brachte Carol eine eigene Musikrevue auf die Bühne, für die sie ihre arbeitslosen Mitbewohner rekrutierte, um Songs und Texte ebenfalls arbeitsloser Autoren und Komponisten aufzuführen. Bald darauf folgten Angebote für Saisontheater und für einen Job bei Paul Winchells Fernsehshow für Kinder. Kurz darauf, bei einer Aufführung von „Der blaue Engel“ in New York, wurden Talentsucher, die für die „Jack Paar Show“ und für die „Ed Sullivan Show“ arbeiteten, auf sie aufmerksam. Und bald bogen sich die Fernsehzuschauer vor Gelächter, wenn Carol dort Songs wie das inzwischen legendäre „I Made a Fool of Myself Over John Foster Dulles“ zum Besten gab.
Nach TV-Gastauftritten bei Garry Moores Morgenshow war Carol auch bald in der abendlichen „Garry Moore Show“ zu sehen. Während des ersten Jahres der „Garry Moore Show“ spielte sie gleichzeitig die Hauptrolle im Off-Broadway-Musical „Once Upon a Mattress“. Die Show wurde ein sofortiger Hit und später am Broadway übernommen.
Danach folgte das erste ihrer zahlreichen Specials mit Julie Andrews: „Julie and Carol at Carnegie Hall“, eine einstündige Musicalshow für CBS. Immer zwischen dem Broadway und Fernsehauftritten hin- und herpendelnd, war Carol auf der Bühne in „Fade Out, Fade In“ zu sehen, außerdem in mehreren TV-Specials, darunter „Carol & Company“ mit Robert Preston, in einer 90-Minuten-Version von „Once Upon a Mattress“, im Musical „Calamity Jane“, in „Carol + 2“ mit Lucille Ball und Zero Mostel, und schließlich in „Carol & Company“ mit Rock Hudson. 1967 kehrte Carol nach Los Angeles für die Vorbereitungen dessen zurück, was schließlich als die Musik-Varietéshow mit der längsten Laufzeit in die Geschichte des amerikanischen Fernsehens eingehen sollte: die Emmy-prämierte „Carol Burnett Show“.
Auch wenn die elfjährige Laufzeit der „Carol Burnett Show“ sie äußerst stark in Anspruch nahm, fand sie dennoch Zeit für andere Aktivitäten: So trat sie in „Plaza Suite“ am Huntington Hartford Theater in Los Angeles erstmals in einem „klassischen“ Bühnenstück auf, und war bald darauf in „Same Time, Next Year“ mit Dick Van Dyke und in „I Do, I Do!“ mit Rock Hudson zu sehen. Es folgten ihr zweites Special mit Julie Andrews mit dem Titel „Julie and Carol at Lincoln Center“ sowie Hauptrollen in den Kinofilmen „Peter und Tillie“ mit Walter Matthau und „Extrablatt“, wieder mit Matthau sowie mit Jack Lemmon. Während der 1973/74er-Staffel der „Carol Burnett Show“ drehte sie mit Alan Alda „6 Rms Riv Vu“ für CBS und spielte im folgende Jahre gleich vier Rollen in der Fernsehfassung von George Furths dramatischer Komödie „Twigs“. Für ihren gemeinsamen Auftritt mit Opernstar Beverly Sills in „Sills & Burnett at the Met“ gewann Carol 1977 einen Christopher Award.
Seit sie die „Carol Burnett Show“ 1978 – nach 25 gewonnenen Emmys und nach wie vor hervorragenden Quoten – bewusst vorzeitig beendete, hat sie an einer Vielzahl von Film- und Fernsehprojekten gearbeitet, darunter das Musical-Special „Julie and Carol: Together Again“ und 1998 der Fernsehfilm „The Marriage Fool“, in dem ein weiteres Mal Walter Matthau ihr Ko-Star war. In Anerkennung ihrer enormen Verdienste um das Fernsehen, nahm die amerikanische National Association of Broadcasters sie in ihre Hall of Fame auf.
Zu ihren weiteren Kinofilmen gehören „Vier Jahreszeiten“, „Chu Chu and the Philly Flash“, „Annie“ sowie zwei Filme unter der Regie von Robert Altman: „Der Gesundheits-Kongreß“ und „Eine Hochzeit“. Für „Eine Hochzeit“ wurde sie beim Filmfestival von San Sebastian als Beste Schauspielerin ausgezeichnet. Ihr bislang letzter Kinofilm ist Peter Bogdanovichs „Noises Off! – Der nackte Wahnsinn“ (1992), die Kinofassung der köstlichen englischen Bühnenfarce „Noises Off“.
Es folgten weitere Fernsehrollen, etwa in „The Grass Is Always Greener Over the Septic Tank“, „Friendly Fire“ – was ihr eine Emmy-Nominierung einbrachte –, „The Tenth Month“ sowie die von HBO produzierten Filme „Between Friends“ mit Elizabeth Taylor und Robert Altmans „The Laundromat“. Hinzu kamen die TV-Specials „Dolly and Carol In Nashville“ mit Dolly Parton, „Burnett/Discovers/Domingo“ mit Placido Domingo und eine zweistündige Fernsehfassung von Neil Simons Bühnenstück „Plaza Suite“. 1991 präsentierte sie zwei große Specials für den Sender CBS: „The Very Best of the Ed Sullivan Show“ und „The Carol Burnett Show: A Reunion“, die beide zu den quotenstärksten CBS-Sendungen der Saison gehörten. Dabei verlor Carol nie die Lust daran, vor einem Livepublikum aufzutreten, und so ist sie seit 1990 in mehreren Produktionen von „Love Letters“ aufgetreten, wobei unter anderem Leslie Nielsen, Tony Roberts, Charlton Heston, Tom Selleck, Brian Dennehy und Cliff Robertson an ihrer Seite die männliche Hauptrolle spielten. 1993 kehrte sie für die Produktion der Long Beach Civic Light Opera von „From The Top!“ zum Genre der Musicalkomödie zurück. Dieses Musical hatten ihre langjährigen Mitarbeiter und Freunde Ken und Mitzie Welch extra für sie verfasst.
Was ursprünglich nur als ein Brief an ihre Tochter gedacht war, in dem sie einige Erinnerungen schildern wollte, entwickelte sich zu einer vollständigen Autobiographie: 1986 erschienen unter dem Titel „One More Time“ Carol Burnetts Memoiren, die rasch zum Bestseller wurden.
Carol engagiert sich für eine Vielzahl sozialer und wohltätiger Zwecke und Organisationen. So vergibt sie Stipendien für ihre alte Universität, die UCLA, wo sie auch einen Sitz im Stiftungsrat innehat. An der UCLA hat sie „The Carol Burnett Musical Theater Competition“ begründet.
Außerdem finanziert sie einen Stipendienfonds zum Thema „Ethik im Journalismus“ an der University of Hawaii mit und hat Stipendienfonds für Bühnenkünstler am Emerson College in Boston und am College von Santa Fe ins Leben gerufen. Darüber hinaus spendet sie, ohne zu zögern, gern einer Vielzahl von Wohltätigkeitsorganisationen, aus dem Bewusstsein heraus, dass auch ihr selbst in ihrem Leben viel gegeben wurde.


Will Arnett

Will Arnett (Vlad) war zuletzt in der Basketball-Komödie „Semi Pro“ mit Will Ferrell und Woody Harrelson zu sehen. 2007 spielte er in der Eislauf-Komödie „Die Eisprinzen“ an der Seite seiner Ehefrau Amy Poehler und von Will Ferrell und Jon Helder sowie in „The Brothers Salomon“ mit Will Forte. Außerdem gehörte er zu den Synchronsprechern des Animations-Blockbusters „Ich Age 2: Jetzt taut’s“ und spielte in Barry Sonnenfelds „Die Chaos-Camper“ zusammen mit Robin Williams.
Zu Arnetts nächsten Projekten gehören „Most Likely To Succeed“ für Universal, „Dad Can’t Lose“ und „Get ’Em Wet“ für Paramount sowie „The Ambassador“ für Dreamworks und Paramount. Bei „The Ambassador“ wird Arnett auch als ausführender Produzent tätig sein.
Seine erste Emmy-Nominierung bekam Arnett für seine Rolle als Gob Bluth in „Arrested Development“, der mit viel Kritikerlob bedachten Fox-Sitcom. Die Serie selbst war zweimal als „Outstanding Comedy Series“ nominiert und gewann den Preis für die erste Staffel. Außerdem hat die Serie eine Golden-Globe-Nominierung gewonnen – und bei ihren zahlreichen Fans genießt sie ohnehin Kultstatus.
Vor „Arrested Development“ war Arnett Ensemblemitglied der NBC-Comedyserie „The Mike O’Malley Show“. Zu seinen vielen Gastrollen im Fernsehen gehören Auftritte in „Sex and the City“, „Die Sopranos“, „Boston Public“, „Third Watch – Einsatz am Limit“, „Law & Order: New York“ und „Will & Grace“ – dort war er in einer Episode als Jacks Gegenspieler zu sehen, mit der er sich um einen Job als Bühnentänzer für Janet Jackson stritt. Zuletzt spielte Arnett, in der Rolle des Devon Banks, in zwei Folgen der NBC-Serie „30 Rock“ mit.
Zu seinen weiteren Filmen gehören „Das Schwiegermonster“, „The Waiting Game“, „The Broken Giant“, „Southie – Terror in South Boston“ und „Am Anfang war es Liebe“. Außerdem war er die Erzählstimme in „Series 7: The Contenders“; und er ist auch in einer Reihe von Werbespots, unter anderem für GMC Trucks, zu hören.
Zurzeit lebt Arnett abwechselnd in Los Angeles und New York, wo seine Frau, Schauspielerin und „Saturday Night Live“-Star Amy Poehler wohnt.


Isla Fisher

Isla Fisher (Dr. Mary Lou LaRue) ist als nächstes an der Seite von Ryan Reynolds und Abigail Breslin in der Komödie „Vielleicht, vielleicht auch nicht“ zu sehen, bei der Adam Brooks Regie führt. Davor spielte sie in Scott Franks viel gelobtem „Die Regeln der Gewalt“ mit Joseph Gordon-Levitt und Jeff Daniels sowie in „Hot Rod – Mit Vollgas durch die Hölle“ mit „Saturday Night Live“-Star Andy Samberg. Außerdem hatte sie eine Rolle in Michael Ian Blacks „Blind Wedding – Hilfe, sie hat ja gesagt“ mit Jason Biggs.
Einem breiten Publikum wurde Isla Fisher durch ihre Rolle als Schwester der Braut und Vince Vaughns „love interest“ in der Erfolgskomödie „Die Hochzeits-Crasher“ bekannt. Ihre erste Rolle in einer US-Produktion spielte sie 2002 in „Scooby-Doo“. Es folgten Auftritte in David O. Russells „I Heart Huckabees“ und in der teilweise improvisierten Fernsehserie „Pilot Season“ mit David Cross, Andy Dick und Sarah Silverman.
Isla Fisher wurde in Oman geboren; noch als kleines Mädchen zog sie mit ihrer Familie nach Perth im Westen Australiens. Mit neun hatte Fisher dort ihre ersten Rollen in Fernseh-Werbespots. In der beliebten Soap „Home and Away“, in der auch Guy Pearce, Naomi Watts und Heath Ledger ihre ersten beruflichen Schritte taten, spielte sie die Rolle der Shannon Reed. Während ihrer Zeit bei „Home and Away“ schrieb sie zwei Teenager-Romane, die beide zu Bestsellern wurden.


Amy Poehler

Amy Poehler (Sally O’Malley) ist seit sieben Jahren festes Ensemblemitglied von „Saturday Night Live“ (und seit vier Jahren Ko-Moderatorin des „Weekend Update“). Ihre nächsten, gerade abgedrehten Filme sind die Komödien „Spring Breakdown“ mit Parker Posey und „Baby Mama“ mit Tina Fey. Außerdem produziert Poehler derzeit eine neue Animationsserie für den Kinderkanal Nickelodeon mit dem Titel „Mighty B“. Poehler hat auch das Drehbuch geschrieben und leiht der Titelheldin, einer zehnjährigen Pfadfinderin, ihre Stimme.
Kürzlich war Poehler in der Eislauf-Komödie „Die Eisprinzen“ an der Seite von Will Ferrell, Will Arnett und Jon Heder zu sehen. In der Originalfassung des Animations-Hits „Shrek der Dritte“ sprach sie Schneewittchen.
In „Saturday Night Live“ konnte man Poehler in einer Vielzahl extremer – und extrem lustiger – Rollen sehen: von der hyperaktiven Caitlin über die einbeinige Reality-Show-Teilnehmerin Amber bis hin zur durchgeknallten Moderatorin von „Good Morning Meth“. Hinzu kamen unvergesslichen Auftritte, in denen sie Kelly Ripa, Avril Lavigne, Sharon Osbourne, Paula Abdul, Hillary Clinton, Sharon Stone und Michael Jackson imitierte.
Zu „Saturday Night Live“ kam Poehler von der „Upright Citizens Brigade“, einer Improvisationstheatergruppe, die ursprünglich in Chicago beheimatet war. Nach dem Umzug nach New York trat Poehler mit der U. C. B. in einer eigenen Show auf dem Kabelsender Comedy Central auf, die über drei Staffeln lief. Die U. C. B. legte sich darüber hinaus ein Theater zu, das inzwischen als eine der ersten Adressen für Sketche und Improvisations-Comedy gilt. Poehler und die U. C. B. waren auch in dem Comedy-Special „A. S. S. S. S. C. A. T.: Improv.“ zu sehen, das auf dem Sender Bravo lief.
Zu Poehlers weiteren Filmen zählen „Girls Club – Vorsicht bissig!“, „Mr. Woodcock“, „Southland Tales“, „Kings of Rock – Tenacious D“, „Neid“ und „Wet Hot American Summer“.
Außerdem war sie bei Gastauftritten und in Gastrollen in „Late Night with Conan O’Brien“, „Arrested Development“, „Wonder Showzen“ und „Undeclared“ zu sehen; als Synchronsprecherin übernahm sie Rollen in „O’Grady“ und bei den „Simpsons“.
Poehler ist mit Schauspieler Will Arnett verheiratet und lebt in New York.


Seth Rogen

Seth Rogen (Morton) tritt als Schauspieler, Autor und Produzent in Erscheinung. Zuletzt war er in einer Hauptrolle an der Seite von Katherine Heigl in der Erfolgskomödie „Beim ersten Mal“ zu sehen, die allein in den USA über 150 Millionen Dollar einspielte. Und auch die von ihm mitgeschriebene und produzierte Teenie-Komödie „Superbad“ wurde zu einem Erfolg. Der halb-autobiographische Film, in dem Rogen auch selbst mitspielt, brachte es in den USA auf ein Einspielergebnis von 120 Millionen Dollar.
In der Originalfassung des Fantasy-Abenteuers „Die Geheimnisse der Spiderwicks“ ist Rogen die Erzählstimme; bei die Komödie „Ein Mann für alle Unfälle“ mit Owen Wilson war er Ko-Autor des Drehbuchs.
Rogens Karriere begann im zarten Alter von 13 Jahren, als er erstmals als Standup-Comedian in Vancouver auftrat. Rogen zog nach Los Angeles, wo er Nebenrollen in Judd Apatows viel gelobten TV-Komödienserien „Freaks And Geeks“ und „Undeclared“ an Land ziehen konnte. Diese Auftritte verschafften ihm einen Ruf als herausragender Darsteller von Losern, Herumhängern und sonstigen Durchschnittsversagern. Mit 18 wurde er in das Autorenteam von „Undeclared“ aufgenommen.
2005 besetzte Apatow Rogen im Komödien-Hit „Jungfrau (40), männlich, sucht...“, der auf Platz 1 der Kinocharts einstieg und weltweit 175 Millionen Dollar einspielte; Rogen war auch als Koproduzent am Film beteiligt. „Jungfrau (40), männlich, sucht...“ wurde als einer der „10 herausragenden Filme des Jahres“ mit einem AFI Award und dem Preis als beste Komödie bei den Critic’s Choice Awards ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde Rogen für seine Arbeit an der HBO-Serie „Da Ali G Show“ für einen Emmy in der Kategorie „Outstanding Writing for a Variety, Music or Comedy Program“ nominiert.
Der 26-jährige Kanadier hat sich als einer der wichtigsten Komödienautoren, -schauspieler und -produzenten einer neuen Generation etabliert, was nicht zuletzt ein Blick auf seine weiteren Filmprojekte belegt: die Actionkomödie „Pineapple Express“ und der Animationsfilm „Kung Fu Panda“. Rogen und sein Ko-Autor Evan Goldberg entwickeln zur Zeit des Skript für „The Green Hornet“, ein Projekt, an dem Rogen auch als Hauptdarsteller und ausführender Produzent beteiligt ist.



STAB

Jimmy Hayward (Regie)

Jimmy Hayward hat im Bereich der Computeranimation ein breites Spektrum an Erfahrungen: Sein Regiedebüt, die computeranimierte Adaption des geliebten Dr.-Seuss-Klassikers „Horton hört ein Hu!” ist das zweite Projekt der Blue Sky Studios, an dem er beteiligt ist. Hayward stieß zum ebenfalls von Blue Sky produzierten „Robots“ als Autor und Story-Berater hinzu und fungierte auch als Regisseur einiger zusätzlicher Szenen.
Haywards erster Fernsehjob war der des leitenden Animators der ABC-Serie „Reboot“, der allerersten computeranimierten Fernsehshow.
Bevor er zu den Blue Sky Studios kam, war Hayward bei Pixar Animation angestellt, wo er bereits an deren Debütfilm „Toy Story“ als Animator mitarbeitete. Er blieb auch für „Toy Story 2“ dabei. Zusammen mit Regisseur Ash Brannon entwickelte er die Story, er stellte, als die Produktionsphase näher rückte, das Animationsteam zusammen, das er zunächst auch leitete. Er wirkte an „Toy Story 2“ als Animator weiter mit – eine Rolle, die er auch für die folgenden Pixar-Filme „Das große Krabbeln“, „Die Monster AG“ und „Findet Nemo“ ausfüllte. Während er bei Pixar so seine Fertigkeiten schulte, wurde es Hayward klar, dass er ein Talent zum Lehren hatte. Diese Fähigkeit machte er für die Pixar University nutzbar, wo er ein Unterrichtsprogramm zusammenstellte und auch lehrte, das aus traditionellen Künstlern und „Stop Motion“-Animatoren echte Pixar-Animatoren machen sollte. Hayward unterrichtete im Fach Animation auch im Rahmen des „Pixar Program“ der San Francisco Academy of Arts. Dort stellte er den Lehrplan für den von Pixar gesponserten Studiengang Animation zusammen und lehrte auch sieben Jahre lang selbst.
Nach seinen Erfolgen für namhafte Studios hat Hayward auch einen Markt für seine persönlichen Projekte aufgetan. Die von ihm mitkreierte Show „Chumps“ wurde als Entwicklungsprojekt an MTV Networks verkauft, wo Hayward die Skripte für die erste Staffel schrieb und bei mehreren Pilotfolgen auch Regie führte. Bei MTV ist Hayward weiterhin als Autor tätig, zurzeit in der Entwicklung der Formate „Mulletheads“ und „The Ready, Set, Go! Kids“.


Steve Martino (Regie)

Steve Martino ist ein Pionier auf dem Gebiet der Computeranimation. In diesem Bereich hat er schon seit 1981 – als Designer und als Director of Animation – gearbeitet. Nach einem Abschluss in Grafikdesign setzte Martino sein Studium im Bereich Computeranimation bei der Computer Graphics Research Group der Ohio State University fort – der erste Studiengang überhaupt, der Künstler und Computerwissenschaftler gleichberechtigt zusammenbrachte, um neue Techniken der Animation zu entwickeln. Dieses Studium schloss Martino mit einem Master ab; seine Magisterarbeit behandelte Design und Storyboards im Rahmen der Computeranimation.
Martino war an der Speerspitze der noch ganz neuen CGI-Industrie, als er 1983 bei Cranston/Csuri Productions anheuerte, wo er für Fernsehsender wie ABC, CBS, NBC, HBO und ESPN Computeranimationen entwickelte und produzierte. Martinos Entwürfe und fertige Animationen machten ihn selbst bekannt und trugen dazu bei, dass sein Studio eine Reihe von Auszeichnungen, etwa der Broadcast Designers Association und den International Monitor Awards, erhielt.
1987, als die Computeranimation dank neuester technologischer Fortschritte sich geradezu explosionsartig entwickelte, zog Martino nach Los Angeles, wo er am Aufbau der MetroLight Studios beteiligt war, die sich bald einen Ruf für ihre preisgekrönten Desings, optischen Spezialeffekte und Computeranimation erwarben. In Martinos Zeit als leitender Creative Director gewann MetroLight 1991 einen Oscar für die Spezialeffekte von „Total Recall – Die totale Erinnerung“. Im selben Jahr wurde Martino mit einem Primetime Emmy Award für seine Arbeit an der Titelsequenz der ABC-Serie „World of Discovery“ geehrt. Bei MetroLight gestaltete Martino Animationen für Kino- und TV-Werbespots, bei denen das Studio die Grenzen der Computeranimation beständig erweiterte, indem es oft als allererste „Motion Capture“-Technologie anwandte oder real gedrehte Szene mit Animationen vermischte.
Es war jedoch Martinos Wunsch, auch einmal eigene Ideen zu entwickeln und zu produzieren. So ging er 1994 zu den 7th Level Studios als Vizepräsident der Kreativabteilung, wo es seine Aufgabe war, interaktive Unterhaltungs- und Lehrprogramme zu entwickeln. Martinos Zusammenarbeit mit Howie Mandel an der Serie „Lil’ Howie’s Fun House“ und die Zusammenarbeit mit Terry Gilliam und Eric Idel an „Die Ritter der Kokosnuss“ und an „Der Sinn des Lebens“ brachte ihm zahlreiche Preise auf dem Gebiet der interaktiven Unterhaltung ein.
1997 war Martino an der Gründung eines weiteren Studios, Click 3X LA, beteiligt, wo er als Partner und Leiter der Animationsabteilung fungierte. Click 3X LA machte sich bald mit visuellen Effekten und Animationen für Fernseh-, Kino- und IMAX-Filme einen Namen. Mit seiner Leidenschaft für Figuren-Animation konzentrierte sich Martino auf die Produktion von Werbesport für Kunden wie Toyota und Terminix. Der Höhepunkt unter seiner Leitung war seine Animationsregie für einen Fernsehfilm, in dem eine Vielzahl animierter Charaktere, darunter ein drei Meter großer Troll, in Realfilm-Sequenzen integriert wurde. Martino koordinierte alle Aspekte der Produktion, an der eine Crew von 40 Personen beteiligt war – vom Modellieren der Figuren über die Beleuchtung bis hin zur fertigen Animation und dem Compositing.
Zu den Blue Sky Studios kam Martino 2002 als Art Director für den Kinofilm „Robots“. In Zusammenarbeit mit Chris Wedge und William Joyce schuf er eine seltsame, komplett imaginierte Welt.
Martino war auch für die Marketing-Kampagne des Films unverzichtbar: Er reiste um die Welt, um den Film der Presse vorzustellen und nahm auch an einer in dieser Form noch nie da gewesenen Presseveranstaltung nach Filmstart teil, bei der es ausschließlich um die visuellen Effekte und den Look des Films ging, den Martino mit geschaffen hatte.


Cinco Paul (Drehbuch)

Cinco Paul studierte in Yale und schloss dort mit „summa cum laude“ ab; was er einem allerdings nur in Kurzbiographien wie dieser hier unter die Nase reibt – man möge also gnädig mit ihm sein. Nach Yale erwarb er an der University of Southern California einen Abschluss im Drehbuch-Studiengang und verkaufte bald darauf die ersten seiner Drehbücher. Er sollte allerdings noch einige Jahre als völliger Unbekannter vor sich hin arbeiten, bevor er seinen heutigen Mitautoren Ken Daurio bei einer Laienaufführung in einer Kirche traf. Diese kreative Partnerschaft führte zu den Drehbüchern von „Bubble Boy“, „Santa Clause 2 – Eine noch schönere Bescherung“, „College Road Trip“ und schließlich zu „Horton hört ein Hu!”. Cinco Paul lebt im kalifornischen Agoura Hills mit seiner Frau und seinen drei Kindern.


Ken Daurio (Drehbuch)

Ken Daurio zog bereits mit acht Jahren nach Hollywood und träumte davon, Filme zu machen. Kaum ein Jahr später war er bereits auf dem besten Weg, als er animierte Kurzfilme und Special-Effects-Kracher auf seiner gebraucht gekauften Super-8-Kamera drehte. Gleich nachdem er die High School abgeschlossen hatte, arbeitete er als Musikvideo-Regisseur für aufstrebende Bands wie Blink-182, AFI und Jimmy Eat World. Sechs Jahre und 100 Videodrehs später tat er sich mit Cinco Paul zusammen, um sein erstes Kinodrehbuch zu schreiben. Dass es ihnen tatsächlich gelang, es zu verkaufen, zementierte ihre Partnerschaft, und die beiden schreiben seither grundsätzlich gemeinsam. Zu Ken Daurios verwirklichten Skripten zählen „Bubble Boy“, „Santa Clause 2 – Eine noch schönere Bescherung“ und „College Road Trip“, Als klar wurde, dass er „Horton hört ein Hu!” adaptieren sollte, ging für Ken Daurio ein Wunschtraum in Erfüllung, denn es ist das absolute Lieblingsbuch seiner Kindheit gewesen. Daurio lebt mit Frau und drei Kindern in Westlake Village, Kalifornien.


Bob Gordon (Produzent)

Bob Gordon wirkte als Line Producer an „Ice Age 2: Jetzt taut’s“ mit und war Koproduzent von „Robots“ – beide Filme für Twentieth Century Fox. Zu seinen weiteren Animationsfilmen gehören „Titan A. E.“ und der erste „Ice Age“-Film.
Gordon wurde in Südkalifornien geboren und verbrachte in seiner Kindheit viele seiner Samstage in Hollywoods großen historischen Kinopalästen, wo er seine Liebe zum Film entwickelte. Nach einem Bachelor-Abschluss an der California State Polytechnic University in Pomona und Uni-Jobs im Bereich Computerwissenschaften arbeitete er zunächst für WED, die technische Entwicklungsabteilung der Walt Disney Company. Seine Kinokarriere begann mit dem Film „Drei Männer und ein Baby“, für den er bei Disney als Produktionsbuchhalter arbeitete.
Gordon wirkte außerdem an folgenden Filmen mit: „True Lies“, „Abyss“,
„Jimmy Hoffa“, „Die Spur führt zurück – The Two Jakes“, „Bulworth“, „Sag irgendwas“, „Waterworld“, „Die Kammer“, „Filofax – Ich bin Du und Du bist nichts“, „Hot Shots 2 – Der zweite Versuch“, „Back In The USSR“, „When A Man Loves A Woman“, „For The Boys – Tage des Ruhms, Tage der Liebe“ und „Spacecop L. A. 1991“.


Audrey Geisel (ausführende Produzentin)

Audrey Geisel ist Präsidentin und Geschäftsführerin von Dr. Seuss Enterprises. Die Firma wurde 1993 gegründet, um Qualität und Glaubwürdigkeit der Marke Dr. Seuss weiter zu erhalten und kontrolliert seitdem die Produktion aller lizenzierter Adaptionen der Werke von Dr. Seuss.
Mrs. Geisel ist außerdem die Präsidentin des Dr. Seuss Fund und der Dr. Seuss Foundation, die Gelder an eine Reihe von Organisationen vergeben, die sich der Förderung der Alphabetisierung verschrieben haben, darunter die Family Literacy Foundation, das National Center for Family Literacy, Rolling Readers USA und das San Diego Council on Literacy. Der Dr. Seuss Fund und die Dr. Seuss Foundation stellen darüber hinaus auch einer Reihe weiterer Wohltätigkeitsorganisationen Geldmittel zur Verfügung.
Mrs. Geisel hat ebenfalls eine beaufsichtigende Funktion bei literarischen und Unterhaltungsprojekten, die auf Büchern von Dr. Seuss beruhen; ebenso bei wohltätigen Unternehmungen zu Ehren des verstorbenen Autors.


Christopher Meledandri (ausführender Produzent)

Christopher Meledandri war 13 Jahre lang bei der Twentieth Century Fox beschäftigt, zuletzt als Präsident von Fox Animation. Derzeit ist Meledandri Präsident und Geschäftsführer von Illumination Entertainment.
1998 erwarb Fox sämtliche Anteile an den Blue Sky Studios, nachdem Meledandri die Gelegenheit gekommen sah, deren Kreativteam Animationsfilme herstellen zu lassen.
Nachdem er die Reorganisation und Erweiterung von Blue Sky vollzogen hatte, begann Meledandri mit der Produktion von „Ice Age“, ein Projekt, des er persönlich vorangetrieben hatte und das ihm passend erschien, um Regisseur Chris Wedge damit zu betrauen. Zu den Original-Synchronstimmen von „Ice Age“ gehören Ray Romano, John Leguizamo, Denis Leary und Jack Black. An „Ice Age“ war Meledandri als ausführender Produzent beteiligt; ebenso am Oscar-nominierten „Ice Age“-Ableger, dem Kurzfilm „Gone Nutty“.
Das nächste Projekt nach „Ice Age“ war für Fox Animation und Blue Sky „Robots“, bei dem wieder Wedge als Regisseur und Meledandri als ausführender Produzent fungierten. Bei „Robots“ waren im Original unter anderem Robin Williams, Ewan McGregor, Halle Berry, Greg Kinnear, Amanda Bynes und Mel Brooks als Synchronsprecher zu hören.
2006 war Meledandri ausführender Produzent von „Ice Age 2: Jetzt taut’s“, bei dem Carlos Saldanha Regie führte. „Ice Age 2“ wurde zum dritterfolgreichsten Film des Jahres 2006 und spielte weltweit 637 Millionen Dollar ein. Zu den Originalstimmen des ersten Teil gesellten sich für die Fortsetzung Queen Latifah und Seann William Scott dazu.
Meledandri beaufsichtigte „Die Simpsons: Der Film“, den James L. Brooks, Matt Groening und Al Jean produzierten.
Meledandri ist Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Er besuchte das Dartmouth College und ist Mitglied des Governance Council des Kenter-Canyon-Grundschule im kalifornischen Brentwood sowie des Stiftungsrates des Hotchkiss School in Lakeville, Connecticut.

John Powell (Musik)

John Powells sicherte sich 1988 seinen ersten Job als Komponist für Werbespots und Fernsehsendungen bei Air-Edel Music in London, wo er zusammen mit den Komponisten Hans Zimmer und Patrick Doyle arbeitete und seine ersten Erfahrungen mit Spielfilmmusik sammelte – als Doyles Assistent bei der Filmmusik zu „Das weiße Zauberpferd“ und als Ideengeber für Zimmer, der am Score zu „Wolfsblut“ arbeitete.
Es liegt nicht in Powells Natur, sich an einen bestimmten musikalischen Stil zu halten. Bevor er nach Los Angeles zog, spielte er 15 Jahre lang bei den Fabulistics, einer Londoner Soulband, die wahrhaftig schon für jeden gespielt hat – von Lady Diana bis zu den Besuchern des Pubs um die Ecke.
Für Powell kam der große Erfolg mit seiner eindringlichen, gespenstischen Filmmusik für „Im Körper des Feindes“ mit Nicolas Cage und John Travolta. Danach schrieb er romantische Melodien mit einem leicht komödiantischen Einschlag für „Auf die stürmische Art“ mit Ben Affleck und Sandra Bullock. Für den Dreamworks-Animationsfilm „Antz“ erschuf er eine musikalische Mischung aus Jazz, Latin und klassischen Klängen.
Darauf folgte der von Terence Malicik entwickelte und koproduzierte Film „Endurance“, der fast komplett ohne Dialog auskommt. Hier diente stattdessen Powells Filmmusik als Dialog, die die Gefühle und den inneren Kampf der Hauptfigur vermittelten. Powell überraschte sowohl Kritiker als auch das Publikum mit seinem erlesenen und intelligenten Score für die beiden Animationsfilme „Shrek“ und „Shrek 2“; und auch mit der einfühlsamen Filmmusik von „I Am Sam“ eroberte er die Herzen der Filmzuschauer.
In der Zwischenzeit hat Powell für eine Reihe weiterer Filme die Musik geschrieben, darunter „Alfie“, „Be Cool – Jeder ist auf der Suche nach dem nächsten großen Hit“, „The Italian Job“, „Die Bourne Identität“, „Die Bourne Verschwörung“, „Das Bourne Ultimatum“, „Paycheck – Die Abrechnung“ und „X-Men: Der letzte Widerstand“.
Zu seinen weiteren Filmen gehören das viel gelobte Drama „Flug 93“, „Drumline“ und jüngst die romantische Komödie „P.S. Ich liebe Dich“. Außerdem komponierte er die Filmmusik für ein Trio von Animations-Hits: „Robots“ und „Ice Age“ für Fox und „Happy Feet“ für Warner Bros.




Christoph Maria Herbst (Horton)

Die Synchronisation von „Horton hört ein Hu!“ brachte den 1966 in Wuppertal geborenen Christoph Maria Herbst ein weiteres Mal mit seiner „Ladykracher“-Partnerin Anke Engelke zusammen; zuletzt waren beide 2007 gemeinsam in TV-Werbespot für das „Bildblog“ zu sehen.
Seit „Ladykracher“, das von 2002 bis 2004 lief, ist Christoph Maria Herbst zum Comedian ersten Ranges geworden. Seine Titelrolle als unerträglicher Abteilungsleiter einer Versicherung in der TV-Serie „Stromberg“, die erstmals 2004 ausgestrahlt wurde, brachte Herbst diverse Auszeichnungen ein, darunter den Bayerischen Fernsehpreis 2005, einen Adolf-Grimme-Preis, einen Deutschen Fernsehpreis und von 2005 bis 2007 nicht weniger als drei deutsche Comedypreise.
Neben sein Film- und Fernsehrollen ist Herbst auch, wie schon zu Beginn seiner Karriere, als Theaterschauspieler aktiv – zuletzt in „Männerhort“ am Berliner Theater am Kurfürstendamm zusammen mit Bastian Pastewka.
Außerdem produzierte er zahlreiche Hörbücher, etwa zu den Romanen des „Ladykracher“-Ko-Autors Tommy Jaud: „Vollidiot“ (2004), „Resturlaub“ (2006) und „Millionär“ (2007).
2008 wird Herbst im Kino nicht nur, wie in „Horton hört ein Hu!”, zu hören, sondern auch sehen sein: Er spielt, an der Seite von Hannelore Elsner und Klaus J. Behrendt, die Hauptrolle in Daniel Waltas Familiendrama „Jakobs Bruder“. Außerdem spielt er in der Sat.1-Produktion „Don Quichote“ die Titelrolle des legendären Ritters, den es in die Jetztzeit verschlägt.

Filmografie (Auswahl)

2008 Jakobs Bruder
2008 Don Quichote (TV)
2008 Horton hört ein Hu! (Stimme)
2007 Hände weg von Mississippi
2007 Neues vom Wixxer
2007 Die Aufschneider
2006 Wo ist Fred
2006 Hui Buh – Das Schlossgespenst
2006 Wo ist Fred?
2005 Der Fischer und seine Frau
2004-2007 Stromberg (TV)
2004 Erkan und Stefan: Der Tod kommt krass
2004 Vom Suchen und Finden der Liebe
2003 (T)Raumschiff Surprise – Periode 1
2002-2004 Ladykracher (TV)
1998 Der wirklich letzte Junggeselle


Anke Engelke (Känguru)

Anke Engelke, Deutschlands bedeutendste Fernsehkomikerin, wurde am 21. Dezember 1965 in Montréal geboren. 1971 zog sie mit ihrer Familie in die Nähe von Köln.
Ihre Fernsehkarriere begann mit zwölf Jahren, als sie Kindersendungen bei Radio Luxemburg moderierte. 1979 führte sie mit Désirée Nosbusch durch die ZDF-Show „Spielexpress“. Hinzu kamen Moderationen für das ZDF-Ferienprogramm und die Sportsendung für Kinder „Pfiff“. Ab 1986 machte Engelke eine Ausbildung beim Südwestfunk zur Redakteurin und war bis 1998 Moderation verschiedener Radiosendungen, u. a. „Pop Shop“ auf SWF 3. Dort sammelte sie bei der Gruppe „SWF 3 Gagtory“ erste Comedy-Erfahrungen.
Als Sängerin ist Anke Engelke seit 1989 ständiges Bandmitglied der Formation „Fred Kellner und die famosen Soul Sisters“.
1996 war sie erstmals in der Comedy-Sendung „Die Wochenshow“ auf Sat 1 zu sehen. Mit ihren Sketchen wie „Rickys Popsofa“ wurde sie einem großen Publikum als neues Comedy-Talent bekannt.
1999 startete das ganz auf sie zugeschnittene Comedy-Format „Anke“. Das bis 2001 laufende „Anke“ und die Nachfolge-Serie „Ladykracher“ (ab 2002) etablierten sie als Fernsehstar – von 2000 bis 2002 wurde Anke Engelke dreimal in Folge mit dem Deutschen Comedypreis als Beste Komikerin ausgezeichnet. „Ladykracher“ war 2003 für den internationalen Fernsehpreis Emmy nominiert; im selben Jahr gewann Engelke, zusammen mit Olli Dittrich, für „Taxi nach Schweinau“ der zweiten Folge ihre gemeinsamen Improvisations-Serie „Blind Date“, neben vielen weiteren Auszeichnungen auch den renommierten Adolf-Grimme-Preis.
2004 stellte Anke Engelke 78 Folgen lang – als weltweit erste Frau – ihr Talent als Moderatorin einer Late Night Show unter Beweis, als sie mit „Anke Late Night“ die Nachfolge von Harald Schmidt antrat. 2006 startete ihr neues Comedyformat „Ladyland“, das mit einem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet wurde – wie bislang alle von Engelkes Sendungen!
Anke Engelkes Kinokarriere begann 2000 mit der Rolle der biederen Ehefrau Christine in Detlev Bucks Komödie „Liebesluder“. Seither war sie in mehreren weiteren Filmen zu sehen, wie etwa „Der Wixxer“ (2004) und Helmut Dietls „Vom Suchen und Finder der Liebe“. (2005); für zahlreiche andere Kinoproduktionen stand sie im Synchronstudio – darunter „Disney’s Tarzan“, „Der kleine Eisbär“, „Findet Nemo“ und zuletzt als Marge Simpson in „Die Simpsons – der Film“. Seit Anfang 2007 leiht sie Marge Simpson auch in der Fernsehserie „Die Simpsons“ ihre Stimme.
Von 1994 bis 2005 war Engelke mit dem Musiker Andreas Grimm verheiratet; aus dieser Ehe stammt ihre Tochter Emma Renée. Seit 2005 ist Anke Engelke mit Claus Fischer verheiratet, dem Vater ihres zweijährigen Sohnes Lasse Emil.

Filmografie (Auswahl)

2008 Horton hört ein Hu! (Stimme)
2007 Die Simpsons – Der Film (Stimme)
seit 2007 Die Simpsons (TV; Stimme)
2006-2007 Ladyland (TV)
2006 Oh, wie schön ist Panama (Stimme)
2006 Vollidiot
2005 Vom Suchen und Finden der Liebe
2005 Der kleine Eisbär 2 (Stimme)
2004 Findet Nemo (Stimme)
2004 Der Wixxer
2004 Germanikus
2004 Anke Late Night (TV)
2002 Der kleine Eisbär (Stimme)
2002-2004 Ladykracher (TV)
2001-2005 Blind Date (TV)
2000 Liebesluder
1999-2001 Anke (TV)
1999 Disney’s Tarzan (Stimme)
1997 Tatort: „Tod im All“ (TV)


Malte Arkona (Tommy)

„Tigerenten Club“-Moderator Malte Arkona wurde am 1. Oktober 1978 in Hannover geboren. Bereits als Kind war er im Theater zu sehen: in Inszenierungen am Neuen Theater Hannover und am niedersächsischen Staatsschauspiel. 1989 zog seine Familie nach München, wo er 1998 sein Abitur machte. Anschließend leistete er seinen Zivildienst an der Bayerischen Landesschule für Körperbehinderte ab.
Seit März 2003 moderiert er in der ARD und im Ki.Ka – bis 2007 zusammen mit Pamela Großer, seit 2008 mit Katharina Gast – die Kindersendung „Tigerenten Club“. 2005 wurde er dafür beim Deutschen Kinderfilm- und Fernsehfestival mit dem „Goldenen Spatzen“ als bester Moderator ausgezeichnet.
Neben seiner Arbeit als Moderator spielte Malte Arkona diverse Fernsehrollen, u. a. in „Marienhof“, „Aktenzeichen XY ungelöst“ und der Serie „Die Fallers“ (2005). Er hatte 2006 und 2007 Gastauftritte in mehreren Folgen des „Quiz Quark Clubs“ auf Ki.Ka. Außerdem ist Malte Arkona als Sprecher von Radiosport und als Hörbuch-Sprecher, u. a. von sechs „Lillebi“-CDs, aktiv.
Daneben hat er zahlreiche Live-Events wie Open-Air-Veranstaltungen, Kinopremieren („Ice Age 2“ mit Otto Waalkes; „7 Zwerge“ mit Otto Waalkes; „Lapislazuli“ u. a.) und Weihnachtskonzerte moderiert.
Sein soziales Engagement zeigt sich bei vielen Benefizaktionen, wie Lesungen, z. B. für die „Aktion Gesicht zeigen!“; bei Moderationen für UNICEF oder „children e.V.“, sowie viele weiteren Veranstaltungen für Kinder in Deutschland.
2007 war Arkona, der bereits als Kind mit Gesangsunterricht begonnen hatte, am Staatstheater am Gärtnerplatz in München in der Rolle des Papageno in der freien Mozart-Adaption „Die Entdeckung der Zauberflöte“ zu sehen.
Im selben Jahr machte Malte Arkona seine erste Erfahrung mit dem großen Kino: Für die Zeichentrick-Märchenparodie „Es war (k)einmal im Märchenland“ synchronisierte er die Hauptrolle des Rick.

Filmografie (Auswahl)

2008 Horton hört ein Hu! (Stimme)
2007 Es war (k)einmal im Märchenland (Stimme)
2005 Die Fallers (TV)
1999 Marienhof (TV)


beFour (Song zum Film)

beFour sind Alina, Dan, Manou und Angel. Die Gruppe ging aus der Doku-Soap „beFour – Das Star-Tagebuch“ hervor, die 2007 auf Super RTL lief. Ihr Debütalbum „All 4 One“, das im Juli 2007 erschien, erreichte in Deutschland und der Schweiz Platz XY und in Österreich Platz 2 der Charts. Im Dezember erreichte „All 4 One“ in Deutschland Platin-Status.
Ende 2007 erschien ihr zweites Album mit dem Titel „The Winter Album“, das in Deutschland die Top Ten und Gold-Status erreichte; in Österreich kletterte es sogar bis auf Platz 3. Die großen Erfolge der Band wurden mit gleich zwei Nominierungen für den Echo 2008 belohnt: als „Erfolgreichster Newcomer National“ und als „Gruppe National Rock/Pop“.
Am 14. März, einen Tag nach dem Kinostart von „Horton hört ein Hu!“, veröffentlichen beFour mit „Live Your Dream“ den Titelsong zum Film als Single-CD.
Den liebenswerten Elefanten Horton haben beFour sofort ins Herz geschlossen. Sein vehementer Einsatz für die Kleinen und vermeintlich Schwächeren ist auch für beFour ein wichtiges Anliegen, zumal die vier gerade bei Kindern und Jugendlichen eine große Fangemeinde haben. So lag es für beFour nahe, mit einem eigens für den Kinofilm komponierten Song einen musikalischen Beitrag zu leisten. Zudem haben es sich Alina und Dan nicht nehmen lassen, Synchronsprecherrollen zu übernehmen.
Zurzeit arbeiten Alina, Dan, Manou und Angel am dritten beFour-Album, das im Lauf des Jahres herauskommen soll.
Achtung:
Das Kopieren/Verbreiten dieses Specials ist ohne vorherige Genehmigung nicht erlaubt.