Tomtec
WARNER BROS. PICTURES und DreamWorks Pictures präsentieren
eine Malpaso/Amblin Entertainment-Produktion

Flags of Our Fathers
RYAN PHILLIPPE
JESSE BRADFORD
ADAM BEACH
JOHN BENJAMIN HICKEY
JOHN SLATTERY
BARRY PEPPER
JAMIE BELL
PAUL WALKER
ROBERT PATRICK
NEAL McDONOUGH
MELANIE LYNSKEY
TOM McCARTHY
CHRIS BAUER
JUDITH IVEY
MYRA TURLEY
JOSEPH CROSS
BENJAMIN WALKER
ALESSANDRO MASTROBUONO
SCOTT REEVES
STARK SANDS
GEORGE GRIZZARD
HARVE PRESNELL
GEORGE HEARN
LEN CARIOU
Regie Clint Eastwood
Drehbuch William Broyles, Jr. und Paul Haggis
produziert von Clint Eastwood, Steven Spielberg
Produktion Robert Lorenz
nach dem Buch von James Bradley mit Ron Powers
Kamera Tom Stern
Produktionsdesign Henry Bumstead
Schnitt Joel Cox, A.C.E.
Co-Produktion TIM MOORE
Visuelle Effekte, Regie 2. Drehteam MICHAEL OWENS
Kostüme Deborah Hopper
Besetzung PHYLLIS HUFFMAN
Produktionsleitung TIM MOORE
Regieassistenz DONALD MURPHY
2. Regieassistenz KATIE CARROLL
Musik CLINT EASTWOOD
Orchestriert und dirigiert von LENNIE NIEHAUS
Spezielle Arrangements KYLE EASTWOOD und MICHAEL STEVENS
Deutscher Kinostart: 28. Dezember 2006
im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany
a division of Warner Bros. Entertainment GmbH
www.flagsofourfathers.de

INHALT
Dieses Foto aus dem Pazifikkrieg hat sich uns unauslöschlich eingeprägt – ein kurzer Augenblick, auf Film verewigt: Fünf Marines und ein Navy-Sanitäter hissen die US-Fahne auf dem Mount Suribachi nach Tagen heftiger Kämpfe um die japanische Garnison Iwo Jima, eine einsame Insel mit schwarzen Sandstränden und Schwefelhöhlen.
Für die Soldaten, die auf dem Bild zu sehen sind, ist das Hissen der Fahne nur eine Formalität während der zermürbenden Schlacht. Doch für die Daheimgebliebenen verwandelt sich das Foto der Männer, die wortlos gemeinsam anpacken, um sich gegen die ungeheure Übermacht zu behaupten, sofort zum Inbegriff von Heldentum. Es fasziniert die amerikanische Öffentlichkeit, die nach jedem Strohhalm der Hoffnung greift, weil der Krieg anscheinend niemals enden will. Mütter können wieder darauf vertrauen, dass ihre Söhne heil nach Hause kommen, und die Trauernden haben jetzt etwas, an das sie glauben können, auch wenn ihre Söhne nie zurückkehren.
Da das Foto diesen Gefühlsüberschwang auslöst, werden die noch lebenden „Fahnenhisser“ von der Front abgezogen und nach Hause in die Staaten geschickt, um diesem Gefühl neue Nahrung zu geben: Sie sollen weiterhin ihrem Vaterland dienen, aber nicht auf dem Schlachtfeld, sondern mitten in der begeisterten Menge, die zusammenströmt, um die „wahren Helden“ zu feiern – und um die dringend benötigten Schecks zu unterschreiben, mit denen der Rest des Krieges finanziert werden soll.
Nur drei kehren lebend zurück – Navy-Sanitäter John „Doc“ Bradley (Ryan Phillippe); der öffentlichkeitsscheue Indianer Ira Hayes (Adam Beach); und Rene Gagnon (Jesse Bradford), ein Kriegskurier, der nie seine Waffe benutzen musste.
Die drei Fahnenhisser spielen die Heldenrolle perfekt – unermüdlich reisen sie durchs Land, schütteln die richtigen Hände, finden vor dem Mikrofon die richtigen Worte… allein die Sogkraft ihres Fotos bringt die erlahmte Begeisterung für den Kriegseinsatz wieder auf Touren. Doch innerlich empfinden sie völlig anders – sie spüren, dass ein Teil ihrer Seele auf dem schwarzen Sand von Iwo Jima zurückgeblieben ist… zusammen mit ihren gefallenen Freunden und Kameraden.
Der vom zweifachen Oscar-Sieger Clint Eastwood inszenierte „Flags of Our Fathers“ ist eine mitreißende Darstellung des Krieges, wie er von den Soldaten vor Ort erlebt und von den Daheimgebliebenen aus der Ferne wahrgenommen wird. Die sehr persönliche Geschichte von Freundschaft, Mut, Überlebenswillen und Opferbereitschaft vor dem gewaltigen, infernalischen Panorama der Schlacht um Iwo Jima fixiert jenen Augenblick, in dem Fotograf Joe Rosenthal auf den Auslöser drückte. Dabei geht es nicht nur um die Auswirkungen auf das Land, das sich von dem Foto aufrütteln ließ, sondern auch um das Schicksal jener Männer, die das Kameraauge festgehalten hat.

ÜBER DIE PRODUKTION
Clint Eastwood interessierte sich für das Projekt, seit er den Bestseller „Flags of Our Fathers“ von James Bradley (mit Ron Powers) gelesen hatte. „Es gibt eine ganze Reihe von Handlungssträngen – das macht das Buch so interessant“, sagt Eastwood. „Hinzu kommt natürlich das berühmte Foto, das Joe Rosenthal für die AP aufgenommen hat. Das Foto hat das gewisse Etwas. Keiner kann das genau beschreiben. Man sieht die Jungs bei der Arbeit, sie richten einen Mast auf – wahrscheinlich würden die Sechs im Bild das selbst so beschreiben. Doch 1945 wirkte das Bild wie ein Symbol für den Kriegseinsatz. Als Gegenpol zu einer der blutigsten Schlachten des Krieges symbolisierte das Bild all das, was auf dem Spiel stand, wofür sie kämpften. Und wenn man dann erfährt, was die Jungs anschließend erlebt haben, wie sie von der Front abgezogen und nach Hause geholt wurden, um für Kriegsanleihen zu werben, reagiert man mit sehr komplexen Gefühlen, vor allem Leute im Alter von 19, 20, 22 Jahren.“
„Flags of Our Fathers“ beruft sich auf James Bradleys Memoirenbestseller und schildert die Schlacht um Iwo Jima aus der Sicht eines der „Fahnenhisser“. Erzählt wird aber auch die Geschichte eines Sohnes, der sich aufmacht, die Rolle seines Vaters auf dem berühmten AP-Foto zu ergründen: Durch das Foto will er nicht nur erfahren, was für ein Mann sein Vater war, sondern auch, an wessen Seite er kämpfte, wen er 60 Jahre nach dieser Aufnahme betrauert. „Ursprünglich hatte ich gar nicht vor, ein Buch zu schreiben“, berichtet James Bradley, dessen 2000 im Verlag Bantam veröffentlichtes Buch 46 Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times stand – davon sechs Wochen auf Platz 1. „Mir ging es zunächst nur darum herauszufinden, warum mein Vater schwieg. Zur Buchveröffentlichung entschloss ich mich dann, als ich merkte, dass jeder das Foto, aber niemand die Geschichte dahinter kennt.“
Eastwood fand bald heraus, dass sich Steven Spielberg die Filmrechte an Bradleys Buch gesichert hatte. „Wie sich herausstellte, hatte DreamWorks den Stoff erworben“, berichtet Eastwood. „Steven Spielberg gegenüber erwähnte ich einmal, dass ich den Stoff sehr schätze – und dabei beließ ich es vorerst. Dann traf ich Steven vor zwei Jahren bei einer Veranstaltung, und er sagte: ,Warum machst du das Projekt nicht mit uns zusammen? Du inszenierst, ich übernehme für dich die Produktion.‘ Darauf ich: ,OK, abgemacht.‘“
Spielberg hat bereits einen außergewöhnlichen Film über den Zweiten Weltkrieg gedreht: „Saving Private Ryan“ (Der Soldat James Ryan) brachte ihm den Oscar als Bester Regisseur ein. Spielberg zweifelte angesichts der Ausnahmekarriere und Eastwoods Prinzipien als Filmemacher keinen Augenblick daran, dass das Projekt bei ihm gut aufgehoben war. „Ich habe Clint vor 35 Jahren kennen gelernt – seitdem beobachte ich, wie sich die Bandbreite seines Werks mit großer Selbstsicherheit und Meisterschaft entwickelt“, sagt Spielberg. „Seine Filmografie lässt sich allein schon aufgrund der sehr unterschiedlichen Themen und Stimmungen mit niemandem sonst in der Welt des modernen Films vergleichen. Genauso schön ist es für mich mitzuerleben, wie begeistert die Welt Clint und seine Filme feiert und ihn als großen Künstler ehrt – eine Anerkennung, die Clint selbst nie eingefordert hat. Das ist vielleicht das Wunderbarste an dieser Geschichte: Clint ist immer der Mensch geblieben, der er war; das heißt: er ist von sich selbst überhaupt nicht beeindruckt. ,Weniger ist mehr‘, sagt er gern, und das gilt vor allem für sein Ego. Er baut Vertrauen zu seinem Team auf. Sein Vertrauen in seine Darsteller, seine Mitarbeiter wird in seinem Selbstvertrauen gespiegelt. Er verlässt sich auf seinen Instinkt, wenn er Schauspieler besetzt, Stoffe auswählt oder eine Kameraeinstellung plant.“
Sobald das Projekt als sein nächstes feststand, studierte Eastwood die Geschichte der Schlacht um Iwo Jima, las alle verfügbaren Materialien zum Thema und sprach mit Veteranen, die dort auf beiden Seiten gekämpft haben. Iwo Jima zählt nach wie vor zu den verlustreichsten Kampfeinsätzen in der Geschichte des Marine Corps – in keiner Schlacht wurden mehr Ehrenmedaillen (Congressional Medals of Honor) verliehen als in dieser: 27 Stück. Aus Eastwoods Recherchen entstand nicht nur der Film „Flags of Our Fathers“, sondern auch ein weiteres Projekt, das der Regisseur parallel zu seinem amerikanischen Film entwickelte: ein Film in japanischer Sprache, der die andere Seite zu Wort kommen lässt: „Letters From Iwo Jima“. „In den Kriegsfilmen meiner Jugend war die Welt klar in die Guten und die Bösen aufgeteilt“, stellt Eastwood fest. „Das hat aber mit dem wirklichen Leben, mit dem wahren Krieg nichts zu tun. In meinen Filmen geht es nicht um Sieg oder Niederlage. Es geht um das, was der Krieg in den Menschen anrichtet, es geht um jene, die viel zu früh sterben müssen.“
Fahnen hissen
Das berühmte Foto vom Hissen der Fahne auf Iwo Jima, das der Fotograf Joe Rosenthal für Associated Press aufnahm, zeigt eigentlich das zweite Hissen der Fahne auf der Insel. Nach der Invasion am 19. Februar versucht die fünfte Marine-Division – zu der die Fahnenhisser gehören –, den Mount Suribachi einzunehmen. In den fünf folgenden Tagen müssen die amerikanischen Truppen verheerende Verluste hinnehmen, aber sie drängen die Japaner in die Höhlen der Insel zurück. An jenem Morgen wird befohlen, eine Fahne auf dem Gipfel des Berges zu hissen – als Geste der Hoffnung und als Anerkennung der an dem Unternehmen beteiligten Männer.
Wie es heißt, forderte der für die Navy zuständige Minister diese Fahne als Souvenir für sich selbst. Um die Fahne für seine Einheit zu erhalten, gab der ranghöchste Offizier Colonel Chandler Johnson (Robert Patrick) dem Marine-Melder Rene Gagnon den Befehl, eine weitere, größere Fahne auf den Gipfel zu bringen und statt der ursprünglichen zu hissen.
Gagnon klettert auf den Gipfel des Berges, wo er die Marines Michael Strank, Harlon Block, Ira Hayes und Franklin Sousley vorfindet, die an diesem Morgen eine Telefonleitung verlegt haben. Schnell machen sie ein altes japanisches Wasserrohr ausfindig, das sich nur von sechs Männern gemeinsam anheben lässt. Navy-Sanitäter John Bradley packt mit an.
Rosenthal begreift, was da vor sich geht, legt seine Kamera ab und baut sich einen Steinhaufen, um seine Perspektive zu verbessern. Dann merkt er, dass er den entscheidenden Moment zu verpassen droht, und drückt auf den Auslöser. Mit dieser 4/100-Sekunde schreibt er Geschichte. Rosenthal schickt den Film zum Entwickeln nach Guam. AP-Fotoredakteur John Bodkin entdeckt das Bild und schickt es per Kabel nach New York. Siebzehneinhalb Stunden nach der Aufnahme wird das Foto von AP veröffentlicht.
Drei der Männer auf dem Foto fallen nach der Aufnahme in der Schlacht. Die drei übrigen Soldaten – die Marines Gagnon und Hayes sowie Navy-Sanitäter Bradley – werden nach Hause geholt. Denn die US-Regierung versucht zu dieser Zeit verzweifelt, den Zweiten Weltkrieg über Kriegsanleihen zu finanzieren – deshalb fordert man die Männer auf, weiterhin ihrem Vaterland zu dienen, jetzt aber als Prominente bei den Spendenaktionen im Rahmen der siebten Kampagne für Kriegsanleihen.
Ryan Phillippe („Crash“/L.A. Crash; „Gosford Park“) spielt John „Doc“ Bradley, der als Navy-Sanitäter den anderen Soldaten Erste Hilfe leistet. „John Bradley hat keinen komplizierten Charakter“, sagt Phillippe. „Er ist ein aufrechter, einfacher, ehrlicher Mann. Bei einer solchen Darstellung habe ich große Freiheiten. Er sagt die Wahrheit, gibt sich so, wie er ist. Ein großartiger Mann. Ich spürte die Verantwortung, ihn auf die denkbar aufrichtigste, umfassendste Weise darzustellen.“
Bei der Vorbereitung auf die Rolle traf Phillippe auch Bradleys Sohn, James Bradley, den Autor von „Flags of Our Fathers“. Dazu Phillippe: „Es war schon merkwürdig, als ich mich ihm als den Mann vorstellte, der seinen Vater spielt. Aber er war begeistert bei der Sache und hält mich für eine gute Wahl.“
Abgesehen von der gefühlsmäßigen Auslotung der Rolle sah sich Phillippe vor allem von der akkuraten Darstellung der medizinischen Handgriffe gefordert, die Doc als Sanitäter beherrschen muss. „Ich lernte, wie man Gliedmaßen abbindet, Druckverbände und Tragetücher anlegt“, berichtet er. Im Gemetzel auf Iwo Jima muss Doc vielen sterbenden Kameraden beistehen. Die Erinnerung an den jungen Soldaten Iggy (Jamie Bell), den Doc unter seine Fittiche nimmt, wird den Sanitäter noch Monate verfolgen, nachdem er Iwo Jima längst verlassen hat.
„In meiner Familie hat es viele Soldaten gegeben“, sagt Ryan Phillippe. „Mein Vater hat während des Vietnamkriegs in der Navy gedient, meine Onkel ebenfalls. Meine beiden Großväter kämpften im Zweiten Weltkrieg. Ich empfinde es als gewaltige Verantwortung und als Ehre, ihnen auf diese Weise Respekt zu zollen.“
Ob Schicksal oder Zufall – jedenfalls gehört Doc zu den drei überlebenden Fahnenhissern, zu denen auch Rene Gagnon zählt. Ihn spielt Jesse Bradford („Happy Endings“/Happy Endings; „Bring It On“/Girls United). Im Gegensatz zu dem in sich gekehrten, schweigsamen Bradley ist Gagnon ein lebendiger, geselliger Typ. Er schwelgt in seinem Ruhm, den die Kriegsanleihentournee mit sich bringt, bis er schließlich begreift, welchen Opfern er diesen Umstand zu verdanken hat. „Als Rene all das erlebt, ist er 19 Jahre alt“, sagt Bradford. „Er ist eine Art **************, zum Soldaten nicht gerade geboren. Andererseits versucht er sich zu bewähren. Was man von ihm verlangt, das tut er auch.“
„Als sie durch die Staaten touren, werden sie überall wie Stars empfangen, man gibt Partys für sie und erweist ihnen eine Menge Aufmerksamkeit“, berichtet Eastwood. „Das muss die jungen Leute ja völlig durcheinander bringen. Sie selbst haben auf Iwo Jima nicht viel durchgemacht, aber sie kennen andere, denen es viel dreckiger ging.“
Bradford gibt zwar zu, dass der freche Gagnon einen deutlichen Kontrast zu den beiden anderen „Helden wider Willen“ darstellt, aber dennoch ist er wie seine Kameraden zwischen widersprüchlichen Empfindungen hin- und hergerissen. „Ich habe mich mit seinem Sohn ausführlich über seinen Charakter unterhalten“, erzählt der Schauspieler. „Er war 19 und wollte unbedingt alles richtig machen. Sicher hatte er seine Fehler, aber auf seine Art war auch er ein Held. Er war davon überzeugt, dass ihr Einsatz für den Ausgang des Krieges unbedingt nötig war. Und ich wollte ihn als positive Figur darstellen.“
Als die drei Fahnenhisser auf das Podium am Times Square treten, an dem sich Tausende drängen, sagt Gagnon vor der Menge, dass nicht die drei die eigentlichen Helden sind – die wahren Helden hat man nämlich auf Iwo Jima verscharrt. „Um die völlig überhöhten Erwartungen zu erfüllen, bekommen diese jungen Männer ein öffentliches Image aufgedrückt, das sie stark unter Druck setzt. Sie mussten sich sehr ins Zeug legen, um diesen Druck auszuhalten – nicht allen ist das gelungen“, sagt Eastwood.
Der dritte Fahnenhisser ist der komplizierte, unzugängliche Ira Hayes, dem sein Ruhm und sein „normales Leben“ derart zu schaffen machen, dass er zur Flasche greift. Eastwood vertraute die Rolle Adam Beach („Windtalkers“; „Smoke Signals“) an, der sie sehr unmittelbar emotional und überzeugend gestaltet. „Adam hat eindeutig das getroffen, was Ira Hayes ausmacht“, lobt der Regisseur.
„In vielerlei Hinsicht ist Ira ein klassischer Kriegsheld“, sagt Beach. „Er nahm an drei der blutigsten Schlachten im Südpazifik teil und kam mit heiler Haut davon. Er will einfach nur so schnell wie möglich zurück an die Front, an der Seite seiner Kameraden kämpfen. Er kann es nicht ertragen, dass er in Sicherheit ist, während seine Freunde, seine Brüder, weiter dem Grauen des Krieges ausgesetzt sind. Er weiß einfach nicht, wie er damit umgehen soll.“
Beach versuchte sich in Hayes hineinzuversetzen und stellte sich vor, was man empfindet, wenn man vor einer nach Tausenden zählenden Menge steht, die ihm zujubelt: „Es ist nämlich gerade mal eine Woche her, dass er den Tod seiner engsten Freunde miterleben musste“, berichtet der Schauspieler. „Wie soll er damit fertig werden? Ich hätte das auch nicht geschafft… aber er musste seine Aufgabe erfüllen. Wahrscheinlich hat er sich gesagt, dass er diesen Job einfach so gut wie möglich bewältigen musste. Das hat er dann auch getan. Die Auftritte der drei brachten mehr Geld zusammen als alle anderen Kampagnen.“
Der Film schildert auch das Schicksal der drei Fahnenhisser, die die Schlacht nicht überlebt haben: Michael Strank, Harlon Block und Franklin Sousley. Sergeant Strank, der Führer der Einheit, wird von Barry Pepper („Der Soldat James Ryan“; „The Green Mile“) dargestellt. „Durch seinen Einsatz an der Front inspiriert er die anderen, das Letzte zu geben – so ein Typ ist er“, berichtet Pepper. Bei seinen Recherchen zu Strank merkte Pepper bald, dass der Sergeant einhellig gelobt wurde. „Alle Berichte der Männer, die unter ihm gedient haben, bestätigen, wie großartig er als Vorgesetzter war“, sagt er. „Ein guter Mann, der mit gutem Beispiel voranging.“
„Mike Strank war bei seinem Einsatz auf Iwo Jima 25 Jahre alt – die Jungs in seiner Einheit waren 18 oder 19“, fügt Phillippe hinzu. „Er war bereits altgedient und schlachterfahren. Witzigerweise übernahm Barry in unserem Team eine ganz ähnliche Funktion, denn er hatte bereits in ,Der Soldat James Ryan‘ und ,We Were Soldiers‘ (Wir waren Helden) mitgewirkt. Mit seiner Kriegsfilmerfahrung wurde er unser Anführer und brachte uns bei, was wir wissen mussten.“
Damit sie glaubhafte Soldaten abgaben, unterzogen sich die Hauptdarsteller einem intensiven militärischen Lehrgang unter Leitung der vier Militärberater des Films, statt irgendeine Grundausbildung für Schauspieler abzuleisten. „Clint legte offenbar großen Wert darauf, uns die Grundausbildung zu ersparen“, sagt Pepper. „Denn es ging ihm wohl mehr darum, die tatsächliche Situation auf dem Schlachtfeld zu beschreiben – man steckt junge Männer in Uniform und überlässt sie ihrer heillosen Verwirrung. Daraus ergeben sich die entsprechenden Gefühle ganz automatisch.“
In den ersten Zeitungsberichten über das Foto wird der Gefreite Harlon Block mit einem anderen Marine verwechselt, nämlich mit Hank Hansen, im Film von Paul Walker dargestellt). Dazu Benjamin Walker, der Harlon Block spielt: „Harlon gehörte in der Highschool zum Footballteam – er hatte bereits eine erstklassige Kondition, als er seine Grundausbildung begann.“ Vor den Dreharbeiten absolvierte Walker ein intensives Fitnessprogramm, um Blocks Kondition zu erreichen, und das zahlte sich voll aus. „Ein paar Mal drehten wir nachts bei minus 20 Grad – der Wind am Strand war mörderisch“, sagt er. „Ich rannte so schnell wie möglich durch den Sand, kam aber kaum voran. Körperlich war das echter Stress, aber trotzdem eine fantastische Erfahrung.“
Den letzten Fahnenhisser Franklin Sousley spielt Joseph Cross. „Franklin hat gern seinen Spaß, er lebt in den Tag hinein“, sagt Cross. „Vielleicht ist er noch ein bisschen naiver als die anderen. Er sorgt in der Einheit dafür, dass es nie langweilig wird. Sie ziehen ihn gern damit auf, aber er lässt sich das gefallen. Sie sehen ihn als eine Art ,jüngeren Bruder‘ an.“
Cross hat die Dreharbeiten mit Eastwood ähnlich erlebt wie seine Darsteller-Kollegen und spricht für sie, wenn er sagt: „Die Erfahrung war einfach unglaublich. Clint will herausbekommen, was wir draufhaben, und in seiner ruhigen, höflichen Art lässt er uns die Freiheit, die Rolle so zu spielen, wie wir wollen. Deswegen glauben wir alle an Clints Vision, alle zeigen wir hundertprozentigen Einsatz.“
„Diese mageren Jungs hatten gerade die Wirtschaftskrise überstanden – viele Amerikaner mussten damals einiges durchmachen“, stellt Eastwood fest. „Viele Jungs meldeten sich zum Marine Corps oder wurden in die Army eingezogen, aber sie waren alle beseelt – sie glaubten an ihre Mission. Weil sie daran glaubten, hielten sie durch.“
Eastwood arbeitete eng mit Besetzungschefin Phyllis Huffman zusammen, die während der Endfertigung des Films starb. „Mit Phyllis verband Clint ein enges Vertrauensverhältnis“, sagt sein langjähriger Produzent Robert Lorenz. „Bei weit über 100 Sprechrollen in ,Flags of Our Fathers‘ hatte sie alle Hände voll zu tun. Sie hat buchstäblich Hunderte von Schauspielern zwischen New York und Los Angeles vorsprechen lassen.“
Gemeinsam stellten sie eine illustre Schauspielerriege zusammen, die all jene historischen Figuren darstellt, die das Schicksal auf Iwo Jima zusammenführte. Neil McDonough spielt den zähen, starken Captain Severance; John Benjamin Hickey spielt den Offizier Keyes Beech, der bei der Navy für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und die Fahnenhisser bei ihren unzähligen Auftritten begleitet – dabei behandelt er sie anfangs so unpersönlich wie ein Spediteur, um dann aber Mitgefühl für die unfreiwilligen Repräsentanten zu entwickeln. Tom Verica spielt Lieutenant Pennel; John Slattery spielt Bud Gerber; und Stark Sands spielt Walter Gust.
In der amerikanischen Heimat warten die Gold Star Mothers – die Mütter jener Fahnenhisser, die auf Iwo Jima gefallen sind: Myra Turley spielt Madeline Evelley, Hank Hansens Mutter; Ann Dowd spielt Mike Stranks Mutter; und Connie Ray spielt Franklin Sousleys Mutter. Judith Ivey spielt Mrs. Block, die schwört, dass sie ihren Sohn Harlon auf dem Foto erkennt, als ihr offiziell mitgeteilt wird, dass es sich um einen anderen Soldaten handelt. Und Christopher Curry spielt ihren Mann Ed. Rene Gagnons Mutter wird von Beth Grant dargestellt, seine Verlobte Pauline von Melanie Lynskey. Weitere Rollen übernehmen David Patrick Kelly als Präsident Truman; Brian Kimmet als Sergeant Boots Thomas; und Matt Huffman als Lieutenant Bell.
Kameradschaft hinter der Kamera
Um „Flags of Our Fathers“ auf die Leinwand zu bringen, setzte Eastwood auf sein bewährtes Team langjähriger Mitarbeiter. Produzent Robert Lorenz hat bei Eastwoods fünf aktuellsten Filmen alle Aspekte von der Entwicklung über die Dreharbeiten, die Endfertigung, das Marketing und den Vertrieb betreut. Michael Owens, der bei „Space Cowboys“ (Space Cowboys) zu Eastwood stieß, verantwortete beim Dreh die wichtigen Bereiche Visuelle Effekte und Regie des 2. Drehteams. Hinzu kommen Kameramann Tom Stern (fünf Eastwood-Filme als Kameramann, zahlreiche weitere als Oberbeleuchter), Kostümbildnerin Deborah Hopper (fünf Eastwood-Filme als Kostümbildnerin, neun weitere in anderen Funktionen), Cutter Joel Cox (20 Filme mit Eastwood) und der kürzlich verstorbene Henry Bumstead (elf Filme mit Eastwood). Als Vermächtnis der engen Zusammenarbeit und ihrer langjährigen Freundschaft hat Eastwood den Film Huffman und Bumstead gewidmet.
Bevor er im Mai 2006 mit 93 Jahren starb, sagte Bumstead: „Mir macht es immer noch Spaß, vor einem weißen Blatt Papier zu sitzen, ein Set zu entwerfen und dann zuzuschauen, wie es gebaut wird. Daraus bestand mein Leben, und ich habe es immer genossen.“
Vor seinem Tod konnte Bumstead seine Entwürfe für die Sets zu „Letters From Iwo Jima“ abschließen, Eastwoods Begleitfilm zu „Flags of Our Fathers“. „Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich Clint schätze“, sagte er. „Man muss sich nur ansehen, wie er die Kamera auf meine Sets richtet – schon merkt man, dass wir gut zusammenarbeiten: Ich weiß, wie er inszeniert, wie er die Positionen der Kamera auswählt; ich entwerfe die Sets entsprechend dieser Vorgaben, und er platziert die Kamera dann genau an der vorgesehenen Stelle. Ich halte ihn für den besten Regisseur der Vereinigten Staaten.“
Tom Stern leuchtete seit „Honkytonk Man“ (Honkytonk Man, 1982) über 20 Jahre lang alle Eastwood-Filme aus, bis er 2002 auch die Verantwortung als Kameramann übernahm. Die lange Zusammenarbeit zahlt sich aus. „Ich nenne Clint gern den eloquentesten Schweiger, den ich kenne. Ich spüre sehr genau, was er will. Zunächst zeige ich ihm Bilder oder Bildbände, die ich ausgesucht habe, und wir reden darüber. Meist bleibt Clint bis zum letzten Augenblick sehr flexibel. Und er fordert auch alle Beteiligten auf, sich möglichst spontan auf die Dinge einzustellen.“
Bei „Flags of Our Fathers“ konzentrierte sich Eastwood laut Stern stets intensiv auf den menschlich-emotionalen Kern der Story – egal, wie gewaltig die Panoramen auch gerieten. „Wir treiben sehr viel Aufwand, aber die Geschichte bleibt immer sehr persönlich“, sagt er. „Immer wieder ergeben sich optische Gelegenheiten, um das zu demonstrieren.“
Die Schlachtsequenzen auf Iwo Jima werden deutlich durch die Augen der beteiligten Soldaten gesehen, die durch ihre Erlebnisse traumatisiert sind, während die anschließende PR-Tournee und ihr Leben in der amerikanischen Heimat eher naturalistisch gezeigt werden. „Mit dem Look des Films versuchen wir dem emotionalen Gehalt der Story gerecht zu werden“, erklärt Stern. „Das haben Clint und ich schon bei ,Mystic River‘ (Mystic River) und ,Million Dollar Baby‘ (Million Dollar Baby) versucht – und da hat sich das bereits bewährt. Wir manipulieren, bleichen die Farben, verwenden sehr, sehr tiefe, schwarze Schatten, um mit dem Look auszudrücken, was in den Figuren vorgeht.“
Deborah Hopper übernahm die gewaltige Aufgabe, Kostüme zu liefern, die präzise der damaligen Zeit entsprechen – nicht zuletzt gehören dazu die Uniformen für 500 Statisten. Hopper fand den richtigen Stoff – ein heute seltenes, absolut authentisches Körpergewebe, mit dem sie die Kostüme gestaltete, um sie dann einzufärben und künstlich zu verschleißen. „Die Schauspieler müssen sich in ihre Rollen einfühlen, und oft beginnt das in dem Moment, wo sie ihre Kleidung anziehen“, stellt Hopper fest. „John Bradley war eher konservativ, deshalb kleide ich ihn im Zivilleben in Anzüge des Herrenausstatters Brooks Brothers. Rene könnte man als ,Filmstar‘ der Gruppe bezeichnen, also tritt er immer wie aus dem Ei gepellt auf, was sich durch seine Kleidung ausdrückt. Weil Ira Probleme hat, trägt er alte und schmutzige Anzüge, die er auch nicht gerade vorteilhaft zusammenstellt.“
Sergeant Major James Dever, der dem Filmteam bei „Flags of Our Fathers“ als Militärberater zur Verfügung stand, beriet die Filmabteilungen Kostüme, Requisiten und Spezialeffekte in Bezug auf die damalige Zeit, um die historische Authentizität jedes Details auf der Leinwand zu gewährleisten.
Wie bei allen Eastwood-Filmen spielt die Musik eine wesentliche Hauptrolle. Für „Flags of Our Fathers“ komponierte Eastwood die Musik selbst, wobei er nostalgische Motive der Epoche verwendet: Themen von Irving Berlin, Sammy Cahn, Jule Styne und John Philip Sousa. Auf dem Soundtrack sind auch Original-Aufnahmen von Dinah Shore und Artie Shaw and His Gramercy Five zu hören.
Spezielle Arrangements auf dem Soundtrack stammen von Eastwoods Sohn Kyle und seinem Komponistenpartner Michael Stevens. Lennie Niehaus, der mit dem Regisseur schon bei „Heartbreak Ridge“ (Heartbreak Ridge) und „Bird“ (Bird) zusammengearbeitet hat, verantwortet die Arrangements und dirigiert das Orchester.
Japan und Island: Rückkehr nach Iwo Jima
In der ersten Phase der Vorbereitung reiste Eastwood auf die Insel Iwo Jima. „Die japanische Regierung erlaubte mir im April 2005 freundlicherweise, Iwo Jima zu besuchen“, berichtet er. „Ich war sehr bewegt, als ich über die Insel ging, wo im Krieg auf beiden Seiten so viele Mütter ihre Söhne verloren haben.“
Eastwood wusste genau, dass die Invasion einer gewaltigen Filmarmee nicht ohne Auswirkungen auf die Strandzonen bleiben würde – er wollte diesen Ort nicht den harten Bedingungen beim Dreh intensiver, zerstörerischer Schlachtszenen aussetzen. Doch er machte Filmaufnahmen auf Iwo Jima, weil die Insel – und die historischen Ereignisse, die mit ihrem Sand verbunden ist – in der Geschichte eine entscheidende Rolle spielt. „Wenn man dort am Strand sitzt, löst das starke Gefühle aus“, berichtet er. „Niemand lebt dort außer einem kleinen japanischen Militärkommando und ein paar amerikanischen Air-Force-Soldaten, die manchmal dort auftauchen, um den Betrieb am Laufen zu halten. Wenn man dort am Strand sitzt, glaubt man die Landung der Truppen und das Chaos förmlich zu hören.“
Für die kompromisslose Invasion suchten die Filmemacher einen der wenigen Schauplätze aus, der Iwo Jima geologisch und topografisch täuschend ähnelt – die vulkanische Halbinsel Reykjanes südwestlich der isländischen Hauptstadt Reykjavik. „Ein mit Iwo Jima vergleichbarer Drehort lässt sich kaum finden, denn der ist auf der Welt ziemlich einmalig“, kommentiert Eastwood. „Doch Reykjanes ist eine geothermische Vulkaninsel genau wie Iwo Jima, das heißt, sie wird ständig von kleinen Erdbeben erschüttert. Es gibt dort völlig schwarzen Sand, wie auf Iwo. Auf beiden zischt vulkanischer Dampf aus dem Boden. Natürlich liegen sie nicht auf derselben Breite, doch Island im August bietet recht ähnliche Bedingungen wie Iwo im Februar, außer dass es etwas kühler ist.“
Bald darauf schlugen die etwa 700 Darsteller und Mitarbeiter des Teams auf Reykjanes ihr Hauptquartier auf, um sich auf das kommende Feuerwerk vorzubereiten. „In Island kommt man sich vor wie auf dem Mond“, sagt Ryan Phillippe. „Es ist sehr schwierig, dort zu drehen, weil der Drehort so abgelegen ist – wir waren vom Rest der Welt ziemlich isoliert. Daraus ergab sich, dass wir als Team so eng zusammenwuchsen, wie das bei einem Dreh in Hollywood wohl kaum möglich gewesen wäre.“
Damit der Sandvik-Strand auf Island Iwo Jima möglichst ähnlich sah, musste das Team eine Menge Sand verschieben. Das flache Gelände auf Island musste massiv aufgeschüttet werden, um jene Böschung zu schaffen, die den Japanern als Verteidigungsmauer gegen die Invasoren diente. „Wir haben auf Island über 1,5 Millionen Kubikmeter schwarzen Sand bewegt, um die Uferböschungen nachzubauen, die die japanische Armee auf den Stränden von Iwo Jima errichtet hatten“, sagt Ausstatter Jack Taylor, Jr., der ebenfalls schon oft mit Eastwood gearbeitet hat. „Auf einer Länge von 250 Metern errichteten wir einen vier bis viereinhalb Meter hohen Sandwall, um jene Uferzone nachzuahmen, an der die U.S. Marines auf Iwo Jima landeten, und sie sieht dem Original täuschend ähnlich.“
Die eigentliche Film-Invasion stellte ein monumentales Unterfangen dar, bei dem sich alle Abteilungen genauestens abstimmen mussten. Die Filmemacher legten größten Wert darauf, diese Sequenzen absolut detailgetreu und realistisch nachzustellen. Bei diesem Bemühen war der Beitrag des für die visuellen Effekte zuständigen Michael Owens entscheidend: Er arbeitete eng mit den Filmemachern zusammen, um dann die visuellen Effekte zu schaffen, die das Panorama links und rechts der Hauptakteure verlängern, um die gewaltigen Dimensionen der Invasion einzufangen. „Die tatsächliche Invasion auf Iwo Jima war ein unvorstellbar riesiges Unternehmen, viele Einzelkomponenten spielten dabei zusammen“, berichtet Lorenz. „Nicht nur die Mörser am Boden feuerten unentwegt, sondern auch die Flugzeuge in der Luft, die Schiffe auf See. Hinzu kommen die Soldaten in gewaltiger Truppenstärke – ein unendliches Puzzle aus Einzelbildern, das Mike Owens nahtlos mit den real gedrehten Aufnahmen kombinierte.“
„Der Film bleibt immer eng an seinen Hauptfiguren, aber zu ihrer Geschichte gehört auch eine realistische Darstellung des alles entscheidenden Augenblicks in ihrem Leben“, sagt Owens. „Schon die Dimension der Invasion ist überwältigend. Clint legt großen Wert darauf, dass wir diese Dimension mithilfe der Effekte ins Bild bringen.“
Der für die Spezialeffekte verantwortliche Stephen Riley leitete vor Ort alle real gefilmten Aspekte der Invasion und alles, was mit Pyrotechnik verbunden war. Dabei erwies sich der schwarze Sand als sehr vorteilhaft – er erlaubte Riley sehr viel realistischere Explosionen als üblich. „Die Standard-Explosion im Boden mit einem Feuerball aus Benzin und schwarzem Rauch in der Luft lehnte Clint von vornherein ab“, sagt er. „Er wollte realistisch zeigen, wie es aussieht, wenn die Geschosse auf dem Boden aufschlagen und das Erdreich explodiert. Die Tests haben viel Zeit gekostet, weil wir entsprechende Sicherheitsmaßnahmen entwickeln mussten, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.“
Oft informierte Eastwood seine Schauspieler gar nicht, wann und wo die vorbereiteten Sprengsätze explodieren würden. Die Akteure waren nie in Gefahr, aber immer überrascht. „Ständig wurden wir kalt erwischt“, erinnert sich Phillippe. „Wenn etwas neben dir explodiert, dann reagierst du absolut überzeugend. Diese Erfahrung ist mit nichts zu vergleichen: Ich stand auf dem Strand, schaute nach links, wo 500 Leute aus allen Rohren feuerten. Uns klopfte das Herz bis zum Hals, wir waren voll auf Adrenalin, die Emotionen gingen mit uns durch. Es ist einfach unmöglich, in dieser Situation unbeeindruckt zu bleiben.“
Neben seiner Arbeit mit den Hauptdarstellern trainierte Sergeant Major Dever auch die 500 Statisten, die jene Marines darstellen, die den Strand hinaufstürmen – er fühlte sich in die tatsächliche Invasion zurückversetzt. „Ich beobachtete 500 Männer, denen wir beigebracht hatten, wie sie ihre Ausrüstung handhaben, ihre Waffen abfeuern müssen. Sie bildeten den Hintergrund der Einstellung – um sie herum überall Explosionen, wobei immer darauf geachtet wurde, dass Verletzungen ausgeschlossen waren. Alles lief wie am Schnürchen“, erinnert er sich. „Einfach überwältigend.“
Der für die Marines-Ausrüstung zuständige Jimmy O’Connell besorgte zahlreiche 60 Jahre alte LVTs (Landing Vehicle Tracked) – das sind Landefahrzeuge, die aus dem Wasser direkt den Strand hochfahren können, weil sie wie Panzer Kettenfahrzeuge sind. Hinzu kamen etliche 40 Jahre alte LCVPs (Landing Craft, Vehicle, Personnel, auch als „Higgins Boats“ bekannt), die die Marines bis an den Strand transportieren, und bei denen dann vorn eine Rampe hinuntergeklappt wird.
Für die Szenen auf dem Truppentransporter, der auf dem Meer in Richtung Japan unterwegs ist, verwendeten die Filmemacher die S.S. Lane Victory, ein noch voll funktionsfähiges Frachtschiff aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs mit Heimathafen Long Beach. Es wurde von Henry Bumsteads Team ausgestattet. „Wir mussten einfach nur den Zustand wie damals im Krieg wiederherstellen“, erklärt Eastwood. „In der Ausstattungsabteilung nehmen sie das sehr genau.“
„Es war traumhaft, auf einem echten Schlachtschiff zu arbeiten“, erinnert sich Darsteller Benjamin Walker, der Harlon Block spielt. „Dieses Schiff hat damals seinen Beitrag geleistet, die Vereinigten Staaten zu schützen – für mich war es eine Ehre, mit dabeizusein. Auf diesem authentischen Schiff waren wir von echten Seeleuten umgeben – da mussten wir dann nur noch unseren Anteil am großen Ganzen einbringen.“
Niemand war überrascht, als sich der Drehtag, an dem das Hissen der Fahne nachgestellt wurde, als einer der bewegendsten Momente der Produktion erwies. Jeder Darsteller, jedes Teammitglied war natürlich bemüht, die Einstellung so präzise wie nur möglich hinzubekommen. „Als wir die Fahne hissten, spürte man förmlich die Energie, die das Team beflügelte – da passierte etwas Außergewöhnliches“, erinnert sich Barry Pepper. „Wir schüttelten uns die Hände und gratulierten uns gegenseitig, als wir es geschafft hatten. Dass wir diese Männer darstellen, ihre Geschichte erzählen dürfen, aber auch, was die Marines auf Iwo Jima geleistet haben – das bedeutet uns allen sehr viel.“
„Die Szene gehört zu den wenigen, die Clint wiederholen ließ“, sagt Benjamin Walker. „Wir haben sie vier oder fünf Mal gedreht, um sie wirklich richtig hinzubekommen. Wir sechs haben am Abend vorher geprobt – wir sahen uns die Filmaufnahmen in Zeitlupe an und probierten, um die Bewegungen möglichst exakt nachzuahmen.“
Sergeant Major Dever fügt hinzu: „Wie die Schauspieler das Marine Corps an diesem Tag repräsentiert haben, ist wirklich hervorragend.“
„Flags of Our Fathers“ entstand an 61 Drehtagen an Schauplätzen in und um Los Angeles/Kalifornien; Arlington/Virginia; Chicago/Illinois; Houston/Texas; am Strand auf Island; und auf Iwo Jima.
Die Schlacht um Iwo Jima
Die Schlacht um Iwo Jima wurde von den Alliierten für notwendig erachtet, um dem Sieg über Japan im Pazifik einen entscheidenden Schritt näher zu kommen. Die Alliierten flogen damals bereits von den Marianen aus tägliche Bombenangriffe auf Japan. Die von den Japanern besetzte Insel Iwo Jima diente dem Gegner als Frühwarnstation – per Funk wurden die Hauptinseln informiert. Wenn die alliierten Bomber dann Japan erreichten, wurden sie bereits von der Flugabwehr erwartet. Angeschossene amerikanische Flugzeuge auf dem Rückweg waren dann leichte Ziele für die feindlichen Piloten am Himmel rund um Iwo Jima. Die Insel diente als Luftstützpunkt, und fast täglich flogen die japanischen Bomber von dort aus Angriffe auf die Flughäfen von Saipan. Falls man die alliierten Bombenangriffe fortsetzen wollte, musste man Iwo Jima zuvor neutralisieren. Die Alliierten konzentrierten sich zwar vorwiegend auf andere strategische Ziele – vor allem auf Okinawa –, aber diese Invasionen schienen noch in weiter Ferne zu liegen, und Iwo Jima bot sich als aktuelles Ziel an. Die Insel war der Schauplatz der ersten Schlacht des Zweiten Weltkriegs, die auf japanischem Territorium stattfand.
Am 16. Februar 1945 begannen die Vereinigten Staaten zu Wasser und aus der Luft einen massiven Angriff auf die Insel, die von 22.000 Japanern verteidigt wurde. Drei Tage später begann die amerikanische Invasion.
Im Kampf um die Insel kam es zunächst darauf an, den höchsten Gipfel der Insel einzunehmen: Mount Suribachi, einen 166 Meter hohen Berg im Süden der Insel. Als die 33.000 Amerikaner am Strand landeten und den Mount Suribachi umstellten, gerieten sie unter schweren Beschuss. (40.000 weitere Marines folgten an den kommenden Tagen). Ein heftiger Kampf um den Berg entbrannte, doch am 23. Februar nahmen die Marines Suribachi ein und hissten die Fahne (zweimal).
Weitere 31 Tage dauerte der Inselkampf zwischen den Amerikanern und Japanern. Die Marines stießen nach Norden in Richtung der Landebahnen vor; die Japaner kämpften mit Todesverachtung, um die Insel zu halten. Am Ende, am 26. März, wurden die schweren Verluste vor allem der Japaner offenbar: Von den 22.000 Verteidigern überlebten nur 1083. 6821 Amerikaner fielen, darunter drei der Fahnenhisser (Sergeant Michael Strank, Harlon Block und Franklin Sousley). 20.000 Amerikaner wurden im Kampf verwundet.
Für Tapferkeit bei der Invasion von Iwo Jima wurden 27 Ehrenmedaillen verliehen – mehr als in allen anderen Schlachten des Zweiten Weltkriegs – es sind mehr als ein Viertel dieser Orden, die im gesamten Krieg verliehen wurden.
„Es geht in dieser Geschichte um eine ganze Generation, die sich für ihr Land geopfert hat, und die daraus folgenden Konsequenzen“, sagt Eastwood. Der Regisseur möchte jedem im Film dargestellten Mann Ehre erweisen und bemühte sich außerordentlich, von den Schlachtveteranen und ihren Angehörigen so viele Einzelheiten wie nur möglich zu erfahren.
„Clint hat dafür gesorgt, dass wir die Story wahrheitsgemäß und korrekt umsetzen, denn das sind wir diesen Männern schuldig“, sagt Darsteller Neil McDonough, der Captain Severance spielt. „Wir bildeten eine unzertrennliche Gruppe, und als Team zeigen wir, wie es war, welches Grauen diese Männer durchstehen mussten.“
Der Vater von Alan Murray, einem Mitglied des Tonaufnahmeteams, hat an der Schlacht teilgenommen, aber nie darüber gesprochen. Das traf offenbar auf viele Veteranen von Iwo Jima zu.
„Ich habe an der Gedenkfeier zum 60. Jahrestag der Schlacht in San Francisco teilgenommen und mich ausführlich mit den Veteranen unterhalten“, erinnert sich Eastwood. „Sie hatten viel zu erzählen. Da gab es einen Mann, der auch im Buch erwähnt wird, er hieß Danny Thomas. Auch er war Sanitäter, eine Art Pendant zu John Bradley. Ähnlich wie John Bradley hatte er nie über Iwo Jima gesprochen. Über den Krieg schwieg er sich aus. Er kehrte nach Hause zurück und lebte sein Leben. Erst als er älter wurde, merkte er, dass er darüber reden konnte. Ich habe zwei Stunden mit ihm gesprochen, und er war sehr bewegt, als er erzählte, wie er sich damals gefühlt hat. Eine wirklich beeindruckende Gruppe.“
Über AP-Fotograf Joe Rosenthal
Joe Rosenthals Foto wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und ist eines der meistgedruckten Bilder in der Geschichte der Fotografie. Es wurde auf Briefmarken, Postern, auf zahllosen Zeitschriften-Titeln reproduziert und diente sogar als Vorlage für das Kriegsdenkmal des Marine Corps in Arlington/Virginia.
Ebenso wie die drei Überlebenden der auf dem Foto abgebildeten Männer wurde auch Rosenthal berühmt. Bei der Musterung wurde er zunächst als 4-F eingestuft und war damit für den Militärdienst untauglich, weil er eine starke Brille benötigte. Doch dann wurde seine Einstufung in 2-AF (grundsätzlich zurückgestellt) geändert, weil – so hieß es in einem Artikel des Time-Magazins damals – er aufgrund dieses Fotos „eine bessere Einstufung als 4-F verdiente“.
Dennoch war das Bild umstritten. Wenige Tage nach dem Erscheinen des Fotos auf den Titelblättern der Zeitungen im ganzen Land fragte ein Reporter Rosenthal, ob er das Bild inszeniert habe. Rosenthal glaubte, der Reporter beziehe sich auf ein anderes, ganz offensichtlich gestelltes Bild mit Marines, die der Fahne zujubeln, und sagte: „Klar.“ Auch die Tatsache, dass das Foto das zweite Fahnehissen an diesem Tag zeigt, trug zur Verwirrung bei, und in den folgenden 50 Jahren warf man Rosenthal immer wieder vor, er habe das Ereignis, das er zuvor miterlebt hatte, nachgestellt.
Um die zahlreichen Anfragen nach Interviews und Auftritten in den Griff zu bekommen, richtete die AP ein „Rosenthal-Büro“ ein. Rosenthal lernte Präsident Truman kennen, erhielt aus dem Fonds der Kriegsanleihen einen Zusatzlohn für ein ganzes Jahr und gewann den Pulitzer-Preis.
Im August 2006 starb Rosenthal im Alter von 94 Jahren. Im Nachruf der New York Times würdigte Richard Goldstein das berühmteste Werk des Fotografen: „Das triumphale Bild repräsentierte die erste Eroberung japanisch verwalteten Gebiets durch amerikanische Truppen und löste eine überschwängliche Gefühlsreaktion an der Heimatfront aus – es hat sich uns als Symbol für die Vielfältigkeit amerikanischen Lebens eingebrannt.“
Für Rosenthal gab es keinen Zweifel, wer die wirklichen Helden waren. In einem Artikel im Magazin Collier’s wird er zitiert: „Bei allem, was zur Entstehung dieses Bildes beigetragen hat, spielte ich die geringste Rolle. Um diese Fahne dort aufzupflanzen, mussten amerikanische Soldaten auf der Insel ihr Leben lassen, aber auch auf anderen Inseln, zur See und in der Luft. Was bedeutet es schon, wer das Foto aufgenommen hat? Ich habe es gemacht, aber die Marines haben Iwo Jima eingenommen.“
DARSTELLER
RYAN PHILLIPPE
John „Doc“ Bradley
Als Schauspieler, Produzent und Autor hat sich Phillippe mit seinem vielseitigen Talent schnell in Hollywood etabliert.
Aktuell war er in Paul Haggis’ „Crash“ (L.A. Crash) zu sehen, der als Bester Film den Oscar gewann. Seitdem trat er neben Laurence Fishburne in dem unabhängig produzierten Spielfilm „Five Fingers“ (Five Fingers) auf.
Inzwischen abgedreht ist „Breach“, inszeniert von Billy Ray („Shattered Glass“) – es geht um die wahre Geschichte eines ehrgeizigen FBI-Agenten und sein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Spion Robert Hanssen. Der Film kommt 2007 in die Kinos. Derzeit dreht Phillippe ein noch namenloses Projekt von Kimberly Peirce („Boys Don’t Cry“): Erzählt wird die Geschichte eines Sergeants der US-Army, der nach seinem Einsatz im Irak von seiner Versicherung fallen gelassen wird.
Die erste seiner höchst unterschiedlichen Rollen spielte Phillippe für Disney in „White Squall“ (White Squall) – er durfte dabei mit dem berühmten Regisseur Ridley Scott arbeiten. Hervorragende Kollegen und Regisseure lernte er auch bei den folgenden Filmen kennen: „Little Boy Blue“ (Wait Till Dawn – Warte, bis es dunkel wird) mit Nastassja Kinski; Greg Arakis „Nowhere“ (Nowhere; der dritte Teil in Arakis umstrittener Trilogie); „Homegrown“ (Homegrown) mit Billy Bob Thornton; und „Playing By Heart“ (Leben und lieben in L.A.) – zum hochkarätigen Ensemble gehörten Sean Connery, Angelina Jolie und Gena Rowlands.
Hauptrollen übernahm Phillippe in dem Kassenhit „I Know What You Did Last Summer“ (Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast), in „Cruel Intentions“ (Eiskalte Engel) mit Reese Witherspoon und Sarah Michelle Gellar sowie für Miramax in „54“ (Studio 54) mit Mike Myers.
Weitere Filme: Robert Altmans Oscar-Kandidat „Gosford Park“ (Gosford Park); „Igby Goes Down“ (Igby!) mit Susan Sarandon und Kieran Culkin; für MGM „Anti-Trust“ (startup) mit Tim Robbins; für Paramount Classics „Company Man“ (Cuba libre) mit Sigourney Weaver; für Artisan „Way of the Gun“ (Way of the Gun); und für Miramax „The I Inside“ (The I Inside – Im Auge des Todes).
Daneben gründete Phillippe die Produktionsfirma Lucid Films, die unter dem Dach von Intermedia Films angesiedelt ist. Lucid Films produziert Projekte für alle Medien. Die erste Produktion der Firma heißt „White Boy Shuffle“.
JESSE BRADFORD
Rene Gagnon
Als einer der begabtesten Schauspieler seiner Generation macht sich Bradford in Hollywood einen Namen und fordert sich selbst immer wieder mit sehr unterschiedlichen Rollen heraus.
Aktuell war Bradford in Merchant/Ivorys „Heights“ neben Glenn Close, James Marsden und Elizabeth Banks zu sehen. Zuvor übernahm er eine Hauptrolle in Don Roos’ „Happy Endings“ (Happy Endings) mit Lisa Kudrow.
Demnächst beginnt Bradford mit den Dreharbeiten zu Yann Samuells „My Sassy Girl“, einem Remake der erfolgreichen Liebeskomödie aus Südkorea. Bradford spielt neben Elisha Cuthbert die Hauptrolle.
Populäre Rollen übernahm Bradford in Peyton Reeds „Bring it On“ (Girls United) neben Kirsten Dunst und in John Polsons Thriller „Swimfan“ (Swimfan) mit Erika Christensen. Beide Filme erreichten in der Startwoche Platz 1 der Charts – im August 2000 beziehungsweise im September 2002.
Bekannt wurde Bradford mit Steven Soderberghs berühmtem „King of the Hill“ (König der Murmelspieler). Mit diesem Auftritt wurde er für den Preis der Filmkritiker in Chicago nominiert. Weitere Filme: James Ivorys „A Soldier’s Daughter Never Cries“ (Zeit der Jugend), Iain Softleys „Hackers“ (Hackers), Baz Luhrmanns „William Shakespeare’s Romeo + Juliet“ (William Shakespeares Romeo + Julia), Michael Radfords „Dancing at the Blue Iguana“ (Dancing at the Blue Iguana) und Nickolas Perrys „Speedway Junky“ (Speedway Junky).
Auf dem Bildschirm wirkte Bradford als Gaststar in der Emmy-preisgekrönten NBC-Serie „The West Wing“ in der Rolle des Ryan Pierce mit, des Praktikanten von Joshua Lyman (Bradley Whitford).
Bradford machte seinen College-Abschluss an der Columbia University in New York. Heute lebt er in Los Angeles.
ADAM BEACH
Ira Hayes
Seine wohl bekannteste, von der Kritik gefeierte Rolle spielte Adam Beach als Victor Joseph in „Smoke Signals“ (Smoke Signals), der auf dem Sundance Film Festival den Filmmaker’s Trophy Award und den Publikumspreis gewann. Beach trat auch neben Nicolas Cage in „Windtalkers“ (Windtalkers) auf – es geht darin um die Navajo-Funker, die zur Verschlüsselung von Meldungen im Zweiten Weltkrieg ihre eigene Sprache benutzten.
Inzwischen hat Beach die sechsstündige CBS-Miniserie „Comanche Moon“ abgedreht. Das Drehbuch schrieben Diana Ossana und Larry McMurtry (der kürzlich den Oscar für sein Drehbuch zu „Brokeback Mountain“/Brokeback Mountain gewann). Er spielt den Blue Duck in einer hochkarätigen Besetzung, zu der auch Val Kilmer und Steve Zahn zählen.
Demnächst übernimmt Beach die Hauptrolle des Charles Eastman in der HBO-Verfilmung des weltberühmten Buchs „Bury My Heart at Wounded Knee“ (Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses). In weiteren Hauptrollen sind Aidan Quinn und Anna Paquin zu sehen – Paquin spielt jene junge Missionarin, die Eastman heiratet.
Zu Beachs zahlreichen Studio- und Independent-Filmen gehören „The Big Empty“ (The Big Empty), „The Art of Woo“, „Posers“, „Last Stop“ (Last Stop), „Now and Forever“, „My Indian Summer“ (dafür gewann er den Spielfilm-Darstellerpreis der Organisation First Americans In The Arts, die die Leistungen der US-Ureinwohner in der Entertainment-Branche würdigt), „A Boy Called Hate“ (Sein Name war Hass), „The Adventures of Joe Dirt“ (Joe Dreck) mit David Spade und „Mystery, Alaska“ (Mystery – New York – Ein Spiel um die Ehre).
Auf dem Bildschirm übernahm Beach Hauptrollen in den Filmen „Johnny Tootall“, „Skinwalkers“, „Spirit Rider“ und anderen. Daneben wirkte er in etlichen Serienepisoden mit, zum Beispiel in „JAG“ (J.A.G. – Im Auftrag der Ehre), „Third Watch“ (Third Watch – Einsatz am Limit) „The Dead Zone“ (Dead Zone), „Lonesome Dove“ (Wildes Land), „Touched by an Angel“ (Ein Hauch von Himmel), „Walker, Texas Ranger“ (Walker, Texas Ranger), „Madison“ (Madison) und „Dead Man’s Gun“. Er spielte den Charlie in der CBC-Serie „The Rez“ und übernahm eine Gastrolle in „First Wave“ (First Wave – Die Prophezeiung). In Kanada tritt Beach demnächst in „Moose TV“ auf, einer Komödienserie für das kanadische Fernsehen.
Beach stammt aus der kanadischen Provinz Manitoba und begann seine Schauspielkarriere schon als Teenager in Winnipeg. Mit 16 Jahren wurde er einem Talentsucher vorgestellt – dadurch erhielt er eine Rolle in dem Film „Lost in the Barrens“ (Allein in der Wildnis) – er paddelte mit Graham Greene in einem Kanu. Vier Jahre lang spielte Beach Theater in Manitoba.
Bald darauf erhielt Beach die Hauptrolle in „Squanto: A Warrior’s Tale“ (Squanto – Der große Krieger) neben Mandy Patinkin. Doch erst der kanadische Regisseur Bruce McDonald erkannte Beachs wahres Talent und sein Faible für das Absurde – McDonald besetzte ihn als Frank Fencepost in der Verfilmung des Romans „Dance Me Outside“ (Dance Me Outside; auch: Tanz mit einem Mörder) von W.P. Kinsella. Dieser Film bescherte Beach begeisterte Kritiken in Kanada und den USA. Auf dem American Indian Film Festival gewann er den Darstellerpreis.
Beach beruft sich in seiner Arbeit intensiv auf seine Herkunft, was seinen Auftritten eine besondere und vielfältige Perspektive verleiht. Auch sein Engagement für spirituelle Entwicklung durch traditionelle Grastänze schlägt sich in seinen Filmen nieder. In seiner Freizeit spielt Beach Hockey und macht sich mit seiner Persönlichkeit und großem Enthusiasmus für den indianischen Nachwuchs stark. Als Sänger und Gitarrist tritt er mit seiner eigenen Band Jesus Murphy auf.
BARRY PEPPER
Mike Strank
Im mit dem Oscar und Golden Globe ausgezeichneten „Saving Private Ryan“ (Der Soldat James Ryan) spielte Barry Pepper den Private Jackson derart beeindruckend, dass die Kritiker ihn nicht nur begeistert hervorhoben, sondern er gewann auch den Preis für die Durchbruch-Darstellung des Jahres – sowohl vom Magazin Premiere als auch vom Motion Picture Club.
Kürzlich trat Pepper in Tommy Lee Jones’ Kinoregiedebüt „The Three Burials of Melquiades Estrada“ auf, der 2005 im Wettbewerb des Filmfestivals in Cannes lief und auf dem Filmfestival des American Film Institute mit einer Gala präsentiert wurde. Mit diesem Auftritt wurde Pepper 2006 in der Kategorie Bester Nebendarsteller für den Independent Spirit Award nominiert.
Als Executive Producer und Titelheld war Pepper an dem ESPN-Film „3: The Dale Earnhardt Story“ beteiligt: In dem biografischen Film geht es um den NASCAR-Rennfahrer, der 2001 während des Rennens Daytona 500 in der letzten Runde bei einem Unfall starb. Peppers Leistung wurde für den TV-Darstellerpreis der Screen Actors Guild (Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) nominiert.
Als Executive Producer und Hauptdarsteller wirkte Pepper an „The Snow Walker“ (The Snow Walker – Wettlauf mit dem Tod) mit. In dem packenden Epos geht es ums Überleben und um die Liebe vor der imposanten Kulisse der kanadischen Arktis. Der Film lief auf den Festivals in Toronto und Vancouver. Er wurde für neun Genie Awards (kanadischer Filmpreis) nominiert, darunter in der Kategorie Bester Darsteller (Pepper). Er gewann außerdem sechs Leos (darunter den Darstellerpreis für Pepper); mit dem Leo werden Film- und Fernsehleistungen in British Columbia gewürdigt. Außerdem lief der Film erfolgreich auf verschiedenen weiteren Festivals.
Weitere Filme: Spike Lees „25th Hour“ (25 Stunden); „We Were Soldiers“ (Wir waren Helden) mit Mel Gibson, „Knockaround Guys“ (Knockaround Guys), „The Green Mile“ (The Green Mile), „Enemy of the State“ (Der Staatsfeind Nr. 1) und viele andere.
Mit seiner Hauptrolle in dem HBO-Film „61*“ (61*) erhielt Pepper Nominierungen für den Golden Globe, den Emmy und den Critic’s Choice Award.
Pepper übernimmt aktuell neben Jim Caviezel und Greg Kinnear eine Hauptrolle in dem Film „Unknown“ der Weinstein Company.
Pepper wuchs an der kanadischen Westküste in sehr unkonventioneller Umgebung auf. Als er fünf war, erlebte er den Stapellauf des 15 Meter langen Segelboots „Moonlighter“ mit, das seine Familie in einer Scheune auf dem eigenen Grundstück von Hand gebaut hatte. Das Boot war in den folgenden fünf Jahren das Zuhause der Familie – ihre unglaubliche Abenteuerreise führte sie durch die Inselwelt der Südsee. Wie einst die ersten Entdecker richtete man sich nach dem Sextanten und der Sternenkonstellation, um Inseln wie Fiji, Tahiti, Hawaii und die Marquesas-Inseln anzulaufen. Peppers Eltern unterrichteten den Jungen mit Fernkurs-Schulstoff, außerdem besuchte er, wenn möglich, normale Schulen zum Beispiel in Raratonga und Neuseeland. Besonders beeindruckt war Pepper von den Polynesiern auf den abgelegenen Inseln mit ihren faszinierenden Geschichten, Tänzen und Musikdarbietungen. In diesen prägenden Jahren entdeckte er seine Liebe für das Schauspielen. Da er während der Seereisen von Land zu Land monatelang ohne Fernsehen auf das kleine Boot beschränkt war, hatte er reichlich Gelegenheit, seiner Fantasie und Kreativität freien Lauf zu lassen.
Dann kehrten die Peppers nach Kanada zurück und bewirtschafteten eine Farm auf einer kleinen Insel vor der Westküste. Die Ortsbewohner dort waren bunt zusammengewürfelt – die Gemeinde bestand aus Farmern, Hippies, Dichtern, Malern und Musikern. Seine endgültige Leidenschaft für den Schauspielerberuf entwickelte Pepper schließlich im Vancouver Actors Studio.
JOHN BENJAMIN HICKEY
Keyes Beech
Den TV- und Filmzuschauern ist Hickeys Gesicht wohlbekannt. Er spielte den Adam Solomon in der Serie „Law & Order“ (Law & Order) und Gastrollen in Serien wie „C.S.I.“ (C.S.I. – Den Tätern auf der Spur), „Alias“ (Alias) und „Sex and the City“ (Sex and the City).
Auf der Leinwand übernahm Hickey Rollen in „Flightplan“ (Flightplan), „The Bone Collector“ (Der Knochensammler) und „The Anniversary Party“ (Beziehungen und andere Katastrophen). Derzeit ist er in „Infamous“ als Jack Dunphy neben Toby Jones als Truman Capote zu sehen. Im Januar startet der Paramount-Film „Freedom Writers“ mit Hilary Swank. Inzwischen dreht Hickey „Then She Found Me“ mit Helen Hunt und Bette Midler.
JOHN SLATTERY
Bud Gerber
Die Kritiker lobten Slatterys Leistungen auf Leinwand, Bildschirm und Bühne, wo er zuletzt neben Cynthia Nixon in dem Tony-Kandidaten „Rabbit Hole“ am Broadway auftrat. Im Herbst ist er in Philip Haas’ Independent-Film „The Situation“ zu sehen, in dem es um den amerikanischen Einsatz im Irak geht. Weitere Filme: Der in Sundance ausgezeichnete „The Station Agent“ (Station Agent), „Traffic“ (Traffic – Macht des Kartells), „Mona Lisa Smile“ (Mona Lisas Lächeln), „Sleepers“ (Sleepers) und „City Hall“ (City Hall). Mittlerweile hat Slattery den Disney-Film „Underdog“ abgedreht. Außerdem schreibt er die Filmversion des Stücks „The Extra Man“ des Tony-Preisträgers Richard Greenberg. Derzeit dreht er mit Regisseur Mike Nichols „Charlie Wilson’s War“ und „Reservation Road“ mit Autor/Regisseur Terry George. Slattery lebt in New York City.
PAUL WALKER
Hank Hansen
Durch sein unübersehbares Leinwandcharisma und seine große Begabung gelang es Walker, in etlichen der erfolgreichsten Filme der letzten Jahre mitzuwirken und zum Star aufzusteigen. Die Chance, mit Regisseur Clint Eastwood zu arbeiten, ließ er sich nicht entgehen.
Begeistert reagierten die Kritiker Anfang 2006 auf seine Leistung in „Running Scared“ (Running Scared – Renn oder stirb) und auf den Kassenknüller „Eight Below“ (Antarctica). Zuvor trat er unter der Regie von John Stockwell in „Into the Blue“ (Into the Blue) auf.
2003 übernahm er die Hauptrolle in Regisseur John Singletons „2 Fast 2 Furious“ (2 Fast 2 Furious). In dieser Fortsetzung des Kassenhits „The Fast and the Furious“ (The Fast and the Furious) aus dem Vorjahr (in dem er ebenfalls die Hauptrolle spielte) war Walker wieder als Cop Brian O’Connor zu sehen, der seine Dienstmarke verliert und als Bewährung die Aufgabe übernimmt, sich undercover in die Banden einzuschleusen, die in Miami illegale Straßenrennen veranstalten.
Weitere Filme: „Joy Ride“ (Joyride – Spritztour), „The Skulls“ (The Skulls – Alle Macht der Welt), „Varsity Blues“ (Varsity Blues), „Pleasantville“ (Pleasantville), „She’s All That“ (Eine wie keine), „Brokedown Palace“ (Brokedown Palace) und „Noel“ (Noel – Engel in Manhattan).
Wenn er nicht zu Dreharbeiten unterwegs ist, lebt Walker in Los Angeles.
JAMIE BELL
Ralph Ignatowski
Preisgekrönt wurde Bell für seine bekannteste Rolle in Stephen Daldrys gefeiertem „Billy Elliot“ (Billy Elliot – I Will Dance). Mit dieser Leistung gewann er den British Academy Award (BAFTA) als Bester Darsteller und den Nachwuchspreis bei den British Independent Film Awards. Dann wirkte Bell als Smike im hochkarätig besetzten Ensemble von Douglas McGraths „Nicholas Nickleby“ (Nicholas Nickleby) mit. Es folgte die Hauptrolle in David Gordon Greens „Undertow“ mit Dermot Mulroney und Josh Lucas.
2005 war für Bell ein ereignisreiches Jahr: Er spielte die Hauptrolle in dem Spielfilm „Chumscrubber“ (Glück in kleinen Dosen) neben Ralph Fiennes und Carrie-Anne Moss. Nach der Uraufführung auf dem Sundance Film Festival 2005 kam der Film am 5. August 2005 in die Kinos. Nach „Chumscrubber“ übernahm Bell die Hauptrolle in „Dear Wendy“ (Dear Wendy), inszeniert vom preisgekrönten Thomas Vinterberg. Auch „Dear Wendy“ erlebte seine Premiere auf dem Sundance Film Festival 2005 und startete dann im September 2005 auf der Leinwand. Den Abschluss des Jahres bildete Bells Auftritt im Starensemble von Peter Jacksons „King Kong“ (King Kong).
Demnächst übernimmt Bell die Titelrolle des britischen Films „Hallam Foe“. Derzeit dreht er den Science-Fiction-Abenteuer-Thriller „Jumper“ unter der Regie von Doug Liman.

HINTER DER KAMERA
CLINT EASTWOOD
Regie/Produktion/Musik
2005 gewann Eastwood mit „Million Dollar Baby“ (Million Dollar Baby) zum zweiten Mal Oscars für den Besten Film und als Bester Regisseur. Der Film erhielt außerdem Oscars für Hilary Swank (Beste Darstellerin) und Morgan Freeman (Bester Nebendarsteller) sowie drei weitere Nominierungen (Eastwood als Darsteller, Schnitt und Drehbuch nach einer Vorlage). 2003 wurde sein begeistert gefeiertes Drama „Mystic River“ (Mystic River) in Cannes uraufgeführt, wo er die Goldene Karosse gewann. „Mystic River“ erhielt sechs Oscar-Nominierungen (in den Kategorien Bester Film, Regie, Darsteller, Nebendarsteller, Nebendarstellerin und Drehbuch) und gewann zwei Oscars (Bester Darsteller und Bester Nebendarsteller). 1993 erhielt Eastwoods düsterer Spätwestern „Unforgiven“ (Erbarmungslos) neun Oscar-Nominierungen (in den Kategorien Bester Film, Regie, Darsteller, Nebendarsteller, Drehbuch, Kamera, Produktionsdesign, Schnitt und Ton) und gewann vier Oscars (Bester Film, Regie, Nebendarsteller, Schnitt). 1995 erhielt Eastwood von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences den Irving Thalberg Memorial Award.
Eastwood wurde erstmals 1971 bei der Verleihung der Golden Globes mit dem Henrietta Award als beliebtester Star der Welt gewürdigt. 1988 erhielt er den Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk. Im Jahr darauf gewann er den Golden Globe als Bester Regisseur mit „Bird“ (Bird). 1993 folgte ein weiterer Golden Globe für seine Regie von „Unforgiven“. 2004 wurde er als Regisseur von „Mystic River“ nominiert. Seinen dritten Golden Globe gewann Eastwood 2005 als Regisseur von „Million Dollar Baby“. Gleichzeitig war er als Komponist des Films nominiert.
Neben dem Thalberg Award und dem DeMille Award erhielt Eastwood zahlreiche weitere Preise für sein Lebenswerk – von der Directors Guild of America (Gewerkschaft der US-Regisseure), der Producers Guild of America, der Screen Actors Guild (Gewerkschaft der Film- und Fernsehschauspieler), vom American Film Institute und der Film Society of Lincoln Center, der französischen Filmvereinigung, dem National Board of Review (US-Pendant der FSK), dem Henry Mancini Institute (Hank Award für außergewöhnliche Beiträge zur amerikanischen Musik) und dem Filmfest Hamburg (Douglas-Sirk-Preis). Außerdem wurde er im Kennedy Center geehrt, erhielt den Preis der American Cinema Editors (Vereinigung der US-Cutter) und der Publicists’ Guild (Gewerkschaft der Publizisten), einen Ehrendoktor der Künste von der Wesleyan University in Middletown/Connecticut, und fünfmal gewann er den People’s Choice Award als Beliebtester Filmstar – 1999 war er zudem in der Kategorie Beliebtester Filmstar aller Zeiten nominiert. Die Hasty Pudding Theatrical Society an der Harvard University in Boston ehrte in 1991 als „Mann des Jahres“. 1992 gewann er in Kalifornien auch den Kunstpreis des Gouverneurs.
Als häufiger Gast auf dem Filmfestival in Cannes übernahm Eastwood 1994 den Vorsitz der Jury. Für die Goldene Palme (Bester Film) war er 1990 mit „White Hunter Black Heart“ (Weißer Jäger, schwarzes Herz), 1988 mit „Bird“ (Bird; der Film wurde mit den Preisen für den Besten Darsteller und den Besten Ton ausgezeichnet) und 1985 mit „Pale Rider“ (Pale Rider – Der namenlose Reiter) nominiert.
Filmografie Clint Eastwood
„Letters From Iwo Jima“ (2007) – Regie, Produktion
„Flags of Our Fathers“ (2006) – Regie, Produktion
„Million Dollar Baby“ (Million Dollar Baby, 2004) – Regie, Produktion, Hauptrolle
„Mystic River“ (Mystic River, 2003) – Regie, Produktion
„Blood Work“ (Blood Work, 2002) – Regie, Produktion, Hauptrolle
„Space Cowboys“ (Space Cowboys, 2000) – Regie, Produktion, Hauptrolle
„True Crime“ (Ein wahres Verbrechen, 1999) – Regie, Produktion, Hauptrolle
„Midnight in the Garden of Good and Evil“ (Mitternacht im Garten von Gut und Böse, 1997) – Regie, Produktion
„Absolute Power“ (Absolute Power, 1997) – Regie, Produktion, Hauptrolle
„The Stars Fell on Henrietta“ (Der wunderliche Mr. Cox, 1995) – Produktion
„The Bridges of Madison County“ (Die Brücken am Fluss 1995) – Regie, Produktion, Hauptrolle
„A Perfect World“ (Perfect World, 1993) – Regie, Produktion, Hauptrolle
„In the Line of Fire“ (In the Line of Fire – Die zweite Chance, 1993) – Hauptrolle
„Unforgiven“ (Erbarmungslos, 1992) – Regie, Produktion, Hauptrolle
„The Rookie“ (Rookie – Der Anfänger, 1990) – Regie, Hauptrolle
„White Hunter Black Heart“ (Weißer Jäger, schwarzes Herz, 1990) – Regie, Produktion, Hauptrolle
„Pink Cadillac“ (Pink Cadillac, 1989) – Hauptrolle
„Thelonious Monk: Straight, No Chaser“ (Thelonious Monk: Straight, No Chaser, 1988 ) – Executive Producer
„Bird“ (Bird, 1988 ) – Regie, Produktion
„The Dead Pool“ (Das Todesspiel, 1988 ) – Hauptrolle
„Heartbreak Ridge“ (Heartbreak Ridge, 1986) – Regie, Produktion, Hauptrolle
„Pale Rider“ (Pale Rider – Der namenlose Reiter, 1985) – Regie, Produktion, Hauptrolle
„City Heat“ (City Heat – Der Bulle und der Schnüffler, 1984) – Hauptrolle
„Tightrope“ (Der Wolf hetzt die Meute, 1984) – Produktion, Hauptrolle
„Sudden Impact“ (Dirty Harry kommt zurück, 1983) – Regie, Produktion, Hauptrolle
„Honkytonk Man“ (Honkytonk Man, 1982) – Regie, Produktion, Hauptrolle
„Firefox“ (Firefox, 1982) – Regie, Produktion, Hauptrolle
„Any Which Way You Can“ (Mit Vollgas nach San Fernando, 1980) – Hauptrolle
„Bronco Billy“ (Bronco Billy, 1980) – Regie, Hauptrolle
„Escape From Alcatraz“ (Flucht von Alcatraz, 1979) – Hauptrolle
„Every Which Way But Loose“ (Der Mann aus San Fernando, 1978 ) – Hauptrolle
„The Gauntlet“ (Der Mann, der niemals aufgibt, 1977) – Regie, Hauptrolle
„The Enforcer“ (Der Unerbittliche, 1976) – Hauptrolle
„The Outlaw Josey Wales“ (Der Texaner, 1976) – Regie, Hauptrolle
„The Eiger Sanction“ (Im Auftrag des Drachen, 1975) – Regie, Hauptrolle
„Thunderbolt and Lightfoot“ (Die Letzten beißen die Hunde, 1974) – Hauptrolle
„Magnum Force“ (Calahan, 1973) – Hauptrolle
„Breezy“ (Begegnung am Vormittag, 1973) – Regie
„High Plains Drifter“ (Ein Fremder ohne Namen, 1973) – Regie, Hauptrolle
„Joe Kidd“ (Sinola, 1972) – Hauptrolle
„Dirty Harry“ (Dirty Harry, 1971) – Hauptrolle
„Play Misty for Me“ (Sadistico – Wunschkonzert für einen Toten, 1971) – Regie, Hauptrolle
Hauptrollen:
„The Beguiled“ (Betrogen, 1971)
„Kelly’s Heroes“ (Stoßtrupp Gold, 1970)
„Two Mules for Sister Sara“ (Ein Fressen für die Geier, 1970)
„Paint Your Wagon“ (Westwärts zieht der Wind, 1969)
„Where Eagles Dare“ (Agenten sterben einsam, 1968 )
„Coogan’s Bluff“ (Coogans großer Bluff, 1968 )
„Hang ’Em High“ (Hängt ihn höher, 1968 )
„The Witches“ (Hexen von heute, 1967)
„The Good, the Bad, and the Ugly“ (Zwei glorreiche Halunken, 1966)
„For a Few Dollars More“ (Für ein paar Dollar mehr, 1965)
„A Fistful of Dollars“ (Für eine Hand voll Dollar, 1964)
Nebenrollen:
„Lafayette Escadrille“ (1957)
„Ambush at Cimarron Pass“ (1957)
„Escapade in Japan“ (Verschollen in Japan, 1957)
„Star in the Dust“ (Noch heute sollst du hängen, 1956)
„The First Traveling Saleslady“ (1956)
„Away All Boats“ (Klar Schiff zum Gefecht!, 1956)
„Never Say Goodbye“ (Nur du allein, 1956)
„Tarantula“ (Tarantula, 1955)
„Lady Godiva“ (Die nackte Geisel, 1955)
„Francis in the Navy“ (1955)
„Revenge of the Creature“ (Die Rache des Ungeheuers, 1955)
Fernsehen:
„Amazing Stories“ (Fantastische Geschichten, 1985) Regie der Episode „Vanessa in the Garden“ (Verliebt in die Kunst)
„Rawhide“ (Cowboys; auch: 1000 Meilen westwärts, 1959–1966) Hauptrolle
„Mister Ed“ (Mr. Ed, 1962) Gastauftritt
„Maverick“ (Maverick, 1959) Gastauftritt
„Highway Patrol“ (1958 ) Gastauftritt
„West Point“ (1957) Gastauftritt
WILLIAM BROYLES, JR.
Drehbuch
Broyles schrieb aktuell die Filmfassung des Buchs „Jarhead“ (Jarhead – Willkommen im Dreck) von Anthony Swofford. Zuvor lieferte er die Leinwandfassung zum animierten Warner-Bros.-Hit „The Polar Express“ (Der Polarexpress) von Robert Zemeckis mit Tom Hanks. Mit „Apollo 13“ (Apollo 13) wurde er 1996 für den Oscar und den Preis der Writers Guild (Gewerkschaft der Autoren) nominiert. 2001 kürte man ihn auf dem ShoWest-Kongress der US-Kinobetreiber zum Drehbuchautor des Jahres.
Nach literarischen Vorlagen schrieb Broyles auch die Drehbücher zu Adrian Lynes „Unfaithful“ (Untreu, 2002), Tim Burtons „Planet of the Apes“ (Planet der Affen, 2001) und zur Miniserie „J.F.K.: Reckless Youth“ (John F. Kennedy – Wilde Jugend). Zu seinen Originaldrehbüchern gehören „Cast Away“ (Cast Away – Verschollen), seine erste Zusammenarbeit mit Zemeckis und Hanks, und „Entrapment“ (Verlockende Falle, 1999) mit Sean Connery and Catherine Zeta-Jones in den Hauptrollen. Hinzu kommt der abendfüllende Pilotfilm zu der von ihm konzipierten TV-Serie „China Beach“ (China Beach – Frauen am Rande der Hölle).
Broyles studierte an der Rice University in Houston, gründete die angesehene Zeitschrift Texas Monthly und arbeitete als Redakteur für Newsweek. Als Marines-Pilot flog er Kampfeinsätze in Vietnam. Über seine Rückkehr in dieses Land als Journalist 15 Jahre später schrieb er das Buch „Brothers in Arms“.
PAUL HAGGIS
Drehbuch
Seit dem 5. März 2006 ist Haggis der erste Drehbuchautor in der Oscar-Geschichte, dessen Filme in zwei aufeinanderfolgenden Jahren als Beste Filme ausgezeichnet wurden: „Crash“ (L.A. Crash) und im Vorjahr „Million Dollar Baby“ (Million Dollar Baby).
An „Crash“ war Haggis als Co-Autor, Regisseur und Produzent beteiligt. Der Film war für sechs Oscars nominiert, Haggis wurde bei der Verleihung als Produzent und Autor ausgezeichnet. Zuvor gewann das Darstellerensemble den Preis der Screen Actors Guild. Mit Co-Autor Bobby Moresco erhielt Haggis den Preis der Writers’ Guild (Gewerkschaft der US-Autoren), den British Academy Award (BAFTA) und den Critics’ Choice Award. Haggis wurde auch von der Directors Guild (Gewerkschaft der US-Regisseure) nominiert, und der Film verbuchte etliche weitere Auszeichnungen, darunter eine Golden-Globe-Nominierung und den Großen Preis auf dem Filmfestival in Deauville. Beim Kinostart im Mai 2005 erwies sich „Crash“ als einer der wenigen Independent-Hits des Jahres: Bei einem Budget von 6,5 Millionen Dollar spielte der Film allein in den USA 55 Millionen Dollar ein.
Haggis’ Filmkarriere begann 2000 nach erfolgreichen Jahren im Fernsehbereich: Er sicherte sich die Filmrechte an der Kurzgeschichte „Million Dollar Baby“ und schrieb das Drehbuch ohne Auftrag. Als Haggis’ Produktionspartner das Skript an Clint Eastwood schickte, konnte das Projekt realisiert werden: 2004 drehte Eastwood Haggis’ ursprüngliche Drehbuchfassung ohne irgendwelche Änderungen; nachdem Eastwood das Skript gelesen hatte, dauerte es nicht einmal ein Jahr, bis der Film im Kino anlief. „Million Dollar Baby“ spielte in den USA über 100 Millionen Dollar ein und gewann vier Oscars.
Aktuell schrieb Haggis das Drehbuch zu „The Last Kiss“ (Der letzte Kuss) nach Gabriele Muccinos italienischem Film „L’ultimo bacio“ (Ein letzter Kuss).
Mit Eastwood arbeitet Haggis an „Letters From Iwo Jima“, dem Begleitfilm zu „Flags of Our Fathers“. Außerdem war Haggis am Drehbuch des aktuellen James-Bond-Films „Casino Royale“ (Casino Royale) beteiligt, der Ende 2006 anläuft.
Derzeit betreut Haggis eine ganze Reihe von Projekten, zum Beispiel für Sony Pictures „Against All Enemies“ nach dem Buch von Richard A. Clarke; mit Journalist Mark Boal „Death and Dishonor“ für Warner Bros. Pictures; und für New Line „Honeymoon With Harry“ nach dem Buch von Bart Baker. Seine neue TV-Serie „The Black Donnellys“ läuft ab Herbst auf NBC.
Für das Fernsehen hat Haggis eine Reihe von Serien konzipiert – sein Lieblingsprojekt war die von der Kritik gefeierte CBS-Serie „EZ Street“. Sie lief zwar nur kurz, erscheint aber immer wieder auf den Top-10-Listen der Kritiker. Die New York Times bezeichnete sie kürzlich als „eine der einflussreichsten TV-Serien aller Zeiten“ mit dem Zusatz: „Ohne ,EZ Street‘ gäbe es keine ,Sopranos‘.“
Im März 2003 veröffentlichte das Magazin Razor eine Liste von „Nonkonformisten, die sich nichts vorschreiben lassen, Bilderstürmern, die ihre Unabhängigkeit ernst nehmen, Radikalen, die Nachahmungen ablehnen – die uns durchatmen lassen. Sie sind der Stoff, aus dem Legenden entstehen.“ Neben Sam Shepard, Julian Schnabel, Baz Luhrmann, Lance Armstrong, Richard Branson, Robert Shapiro, John Irving und Bill Clinton setzte Razor auch Autor-Regisseur Paul Haggis auf die Liste der „25 Mavericks“ des Jahres.
Haggis hat zahlreiche Preise gewonnen: zwei Oscars, den Preis der Writers Guild of America, einen BAFTA, zwei Emmys, den Humanitas Prize, den Preis für das Beste Programm des Jahres von der TV Critics Association (Verband der Fernsehkritiker), den Founders Award der Viewers For Quality Television (Zuschauer für Qualitätsfernsehen), den Banff TV Award, den Columbia Mystery Writers Award (Preis der Krimi-Autoren), sechs Geminis (kanadischer TV-Preis), zwei Gold Awards auf dem Houston Worldfest sowie den Prism Award (für korrekte Darstellung von Drogenmissbrauch in den Medien).
Außerdem erhielt er den Preis der EMA (Environmental Media Association) für Aufklärung von Umweltproblemen in den Medien, den Genesis Award (Preis für Medienengagement im Tierschutzbereich), the Ethel Levitt Memorial Award für humanitäres Engagement und den renommierten Valentine Davies Award der Writers Guild of America, der Haggis für sein Engagement „für die Ehre und Würde der Autoren allerorten“ verliehen wurde.
Haggis ist Mitbegründer der Artists for Peace and Justice, Vorstandsmitglied der Organisationen The Hollywood Education and Literacy Project; For the Arts – For Every Child; der Environmental Media Association; und Gründungsmitglied von ECO, des Earth Communications Office. Außerdem gehört er dem Präsidentenkomitee zum Schutz wilder Tiere an, und er berät das Center for the Advancement of Non-Violence (Zentrum zur Förderung von Gewaltlosigkeit).
STEVEN SPIELBERG
Produktion
Spielberg ist einer der Partner der Firma DreamWorks Studios, die er im Oktober 1994 mit Jeffrey Katzenberg und David Geffen gründete und Anfang 2006 an Paramount Pictures verkaufte. Unter dieser Führung war das Studio bei der Kritik und an der Kinokasse erfolgreich – es verantwortet einige der am meisten ausgezeichneten Filme der letzten Jahre, darunter Beste Filme bei drei aufeinander folgenden Oscar-Verleihungen: „American Beauty“ (American Beauty) „Gladiator“ (Gladiator) und „A Beautiful Mind“ (A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn) – die letzten beiden entstanden in Co-Produktion mit Universal.
Steven Spielberg gehört zu den einflussreichsten, erfolgreichsten und angesehensten Filmemachern der Branche. Als Regisseur, Produzent und Executive Producer betreute er einige der umsatzstärksten Filme aller Zeiten, zum Beispiel „Jurassic Park“ (Jurassic Park) und „E.T. The Extra-Terrestrial“ (E.T. – Der Außerirdische). Neben zahllosen anderen Preisen gewann er drei Oscars – als Bester Regisseur für „Saving Private Ryan“ (Der Soldat James Ryan) und „Schindler’s List“ (Schindlers Liste), der ihm außerdem den Produzenten-Oscar für den Besten Film einbrachte.
Die DreamWorks/Paramount-Co-Produktion des von der Kritik begeistert aufgenommenen Weltkriegsdramas „Saving Private Ryan“ (Der Soldat James Ryan) mit Tom Hanks war 1998 der erfolgreichste Film an den US-Kinokassen. Außerdem zählt er zu den am meisten ausgezeichneten Filmen des Jahres: Er gewann fünf Oscars, darunter für Spielbergs Regie, sowie zwei Golden Globes: als Bester Film (Drama) und für die Beste Regie. Die Directors Guild of America (DGA; US-Gewerkschaft der Regisseure) zeichnete Spielberg aus, und mit den anderen Produzenten des Films teilte er sich den Darryl F. Zanuck Award der Producers Guild of America (PGA). Im selben Jahr verlieh die PGA Spielberg außerdem den renommierten Milestone Award für seinen historischen Beitrag zur Filmbranche.
„Saving Private Ryan“ erhielt als Bester Film zudem die Preise der Kritiker in New York, Los Angeles, Chicago, Toronto, Großbritannien sowie der Rundfunkkritiker. Die Kritiker in Los Angeles, Toronto sowie die Rundfunkkritiker kürten Spielberg außerdem zum Besten Regisseur.
1994 gewann Spielberg zwei Oscars – als Bester Regisseur und für den Besten Film – mit dem weltweit gepriesenen Film „Schindlers’s List“ (Schindlers Liste), der insgesamt sieben Oscars erhielt. Als Bester Film wurde er auch von den wichtigsten Kritikervereinigungen ausgezeichnet, außerdem mit sieben British Academy Awards (BAFTA), davon zwei für Spielberg. Außerdem bekam Spielberg den Golden Globe und seinen zweiten Preis von der DGA.
Die DGA zeichnete Spielberg erstmals für „The Color Purple“ (Die Farbe Lila) aus. Oscar-Nominierungen erhielt er als Regisseur für „Munich“ (München), „E.T.“, „Raiders of the Lost Ark“ (Jäger des verlorenen Schatzes) und „Close Encounters of the Third Kind“ (Unheimliche Begegnung der dritten Art). Daneben nominierte ihn auch die DGA für diese Filme, außerdem für „Empire of the Sun“ (Das Reich der Sonne), „Jaws“ (Der weiße Hai) und „Amistad“ (Amistad). Zehnmal wurde Spielberg von der DGA nominiert – öfter als alle Kollegen, und 2000 würdigte die DGA ihn mit dem Lifetime Achievement Award für sein Lebenswerk. Auch vom American Film Institute wurde er mit dem Lifetime Achievement Award für sein Lebenswerk geehrt. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat Spielberg mit dem Irving G. Thalberg Award ausgezeichnet.
2005 inszenierte Spielberg zwei Filme, eine Neufassung von H.G. Wells’ Science-Fiction-Thriller „War of the Worlds“ (Krieg der Welten) mit Tom Cruise, Dakota Fanning, Miranda Otto und Tim Robbins sowie den Thriller „Munich“ (München), der vom Nachspiel der Ermordung von elf israelischen Sportlern während der Olympischen Spiele 1972 in München berichtet – der Film wurde für fünf Oscars nominiert, darunter in den Kategorien Bester Film und Regie. In dieser Universal/DreamWorks-Co-Produktion übernahmen Eric Bana, Daniel Craig und Geoffrey Rush die Hauptrollen. Im selben Jahr gewann der von Spielberg produzierte „Memoirs of a Geisha“ (Die Geisha) drei Oscars für die Beste Kamera, die Beste Ausstattung und die Besten Kostüme. Regie bei dieser Verfilmung des Bestsellers von Artur Golden führte Rob Marshall. Aktuell inszenierte Spielberg auch „The Terminal“ (Terminal) mit Tom Hanks und Catherine Zeta-Jones und „Catch Me If You Can“ (Catch Me If You Can) mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks. Spielberg schrieb, inszenierte und produzierte „A.I.: Artificial Intelligence“ (AI – Künstliche Intelligenz) nach einer Vorlage des verstorbenen Stanley Kubrick. Im Herbst 2000 war Spielberg der erste Preisträger des Stanley Kubrick Britannia Award: Die British Academy of Film and Television Arts/Los Angeles würdigte ihn damit als Hervorragenden Filmemacher.
Spielberg kam am 18. Dezember 1946 in Cincinnati/Ohio zur Welt, er wuchs in den Vororten von Haddonfield/New Jersey und Scottsdale/Arizona auf. Schon früh begann er sich intensiv fürs Filmemachen zu interessieren, als Schüler drehte er eine Reihe von Amateurfilmen. Er studierte Film an der California State University in Long Beach. Sein 22-minütiger Kurzfilm „Amblin“ lief 1969 auf dem Atlanta-Filmfestival – daraufhin bekam er als jüngster Regisseur aller Zeiten einen Langzeitvertrag bei einem großen Hollywood-Studio.
Vier Jahre später machte Spielbergs erster Fernsehfilm „Duel“ (Duell) die Kritiker und das Publikum auf ihn aufmerksam. Sein Kinofilmdebüt, zu dem er auch das Drehbuch schrieb, war „The Sugarland Express“ (Sugarland Express, 1974). Zu seinen frühen Regiearbeiten gehören auch „Always“ (Always), „Hook“ (Hook) und die „Raiders“-Fortsetzungen „Indiana Jones and the Temple of Doom“ (Indiana Jones und der Tempel des Todes) und „Indiana Jones and the Last Crusade“ (Indiana Jones und der letzte Kreuzzug).
1984 gründete Spielberg seine eigene Produktionsfirma Amblin Entertainment. Unter dem Amblin-Logo betreute er als Produzent oder Executive Producer über ein Dutzend Filme, zum Beispiel die Erfolge „Gremlins“ (Gremlins – Kleine Monster), „The Goonies“ (Die Goonies), „Back to the Future I, II, III“ (Zurück in die Zukunft I, II, III), „Who Framed Roger Rabbit?“ (Falsches Spiel mit Roger Rabbit), „An American Tail“ (Feivel, der Mauswanderer), „The Land Before Time“ (In einem Land vor unserer Zeit), „The Flintstones“ (The Flintstones – Die Familie Feuerstein), „Casper“ (Casper), „Twister“ (Twister), „The Mask of Zorro“ (Die Maske des Zorro), „Men in Black“ (Men in Black) und „Men in Black II“ (Men in Black II). Zusammen mit Warner Bros. TV produziert Amblin Entertainment auch die erfolgreiche Serie „ER“ (Emergency Room).
Weitere TV-Produktionen: Als Executive Producer betreute Spielberg zusammen mit Tom Hanks die preisgekrönte Miniserie „Band of Brothers“ (Wir waren wie Brüder) für HBO und DreamWorks Television. Die Verfilmung des gleichnamigen Weltkrieg-Sachbuchs des verstorbenen Stephen Ambrose gewann den Emmy und den Golden Globe als Beste Miniserie. Ebenfalls mit dem Emmy für die Beste Miniserie ausgezeichnet wurde „Taken“ (Taken; 2002), die Spielberg als Executive Producer für DreamWorks Television und den Sci-Fi Channel betreute. 2005 fungierte Spielberg für DreamWorks Television und TNT als Executive Producer der zwölfstündigen Miniserie „Into the West“ (In den Westen), die dramatische Geschichten von Amerikanern und Indianern während der Entwicklung des Westens jeweils aus ihrer ganz persönlichen Sicht schildert. Für 2007 ist die drehbuchlose Serie „On the Lot“ geplant, in der sich hoffnungsvolle Nachwuchs-Regisseure/Filmemacher um einen Studiodeal bei DreamWorks bewerben können. „On the Lot“ wird von Mark Burnett Productions, DreamWorks Television und Amblin Television produziert. Die Reality-Serie, die auf dem Fox-Kanal ausgestrahlt wird, wurde von Spielberg und Mark Burnett konzipiert, die auch als Executive Producers fungieren.
Spielberg hat seine Zeit und Fähigkeiten auch in viele karitative Projekte investiert. Aufgrund seiner Erfahrungen bei „Schindlers Liste“ gründete er die Righteous Persons Foundation (Stiftung der Rechtschaffenen), in die sein gesamter Profit aus dem Film fließen. Außerdem gründete er die Stiftung Survivors of the Shoah Visual History Foundation (Visuelle Geschichte der Shoah-Überlebenden), in deren Rahmen über 50.000 Holocaust-Überlebende Zeugnis von ihren Erlebnissen ablegten. Später betreute Spielberg als Executive Producer „The Last Days“ (Die letzten Tage), den dritten Dokumentarfilm der Shoah Foundation, der als Beste Doku mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. 2005 wurde das Archiv mit den Zeitzeugenberichten der University of Southern California übergeben. Das neue Shoah Foundation Institute for Visual History and Education an der USC widmet sich der Forschung im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Außerdem ist Spielbeg emeritierter Vorsitzender der Kinderstiftung Starlight Starbright Children’s Foundation, in der unter einem Dach Kindermedizin, Technik und Unterhaltung zusammengeführt werden, um schwerkranken Kinder zu helfen.
ROBERT LORENZ
Produktion
Lorenz hat in über zehn Jahren mit Clint Eastwood an zehn Filmen gearbeitet. Mit „Mystic River“ (Mystic River) wurde Lorenz als Produzent für den Oscar nominiert. Als Executive Producer betreute er den Oscar-prämierten „Million Dollar Baby“ (Million Dollar Baby) sowie „Blood Work“ (Blood Work). Derzeit produziert er mit Eastwood und Steven Spielberg „Letters From Iwo Jima“, den Begleitfilm zu „Flags of Our Fathers“.
Erstmals arbeitete Lorenz für Eastwood als 2. Regieassistent an „The Bridges of Madison County“ (Die Brücken am Fluss). Als 1. Regieassistent betreute er „Absolute Power“ (Absolute Power), „Midnight in the Garden of Good and Evil“ (Mitternacht im Garten von Gut und Böse), „True Crime“ (Ein wahres Verbrechen) und „Space Cowboys“ (Space Cowboys).
Lorenz kümmert sich in Eastwoods Firma Malpaso Productions um alle Aspekte bei der Umsetzung eines Drehbuchs in Filmbilder: von der Entwicklung über die Dreharbeiten bis hin zur Endfertigung, dem Marketing und dem Vertrieb. Derzeit entwickelt er auch „Rails and Ties“, den Alison Eastwood inszenieren wird. Das Warner-Independent-Projekt wird im Frühjahr 2007 gedreht, Lorenz produziert.
Lorenz begründet seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Clint Eastwood mit ihrem gemeinsamen Interesse an menschlich bewegenden Geschichten und mit der für beide Filmemacher typischen nüchternen Vorgehensweise beim Drehen. Er kann auf seinen Anteil am Ruf der Firma als effiziente, gut geölte Produktionsmaschine besonders stolz sein.
Lorenz wuchs in den Vororten von Chicago auf und zog 1989 nach Los Angeles, um dort die Filmlaufbahn einzuschlagen. Über 20 Filme betreute er als Regieassistent. Als solcher kam er 1994 in Eastwoods Firma. Seit 1993 ist er Mitglied der Directors Guild of America (Gewerkschaft der US-Regisseure) und seit 2005 Mitglied der Producers Guild of America. Seine Frau Melissa lernte Lorenz während der gemeinsamen Arbeit an „The Bridges of Madison County“ (Die Brücken am Fluss) kennen. Mit ihren beiden Kindern leben sie bei Los Angeles.
TIM MOORE
Co-Produktion
Moore hat die Dreharbeiten von Clint Eastwoods letzten vier Filmen betreut: „Flags of Our Fathers“ und den aktuellen „Letters From Iwo Jima“, den Oscar-Kandidaten „Mystic River“ (Mystic River) und den Oscar-preisgekrönten „Million Dollar Baby“ (Million Dollar Baby). Weil er seinen Beitrag zu Eastwoods legendärem Drehstil leistet – wenige Szenenwiederholungen, Abschluss des Drehs vor der geplanten Zeit und ohne das Budget ganz auszuschöpfen – hat Moore sich in der Branche einen hervorragenden Ruf erworben.
Neben Eastwood arbeitet Moore auch eng mit Regisseur Rowdy Herrington zusammen: Gemeinsam drehten sie „Jack’s Back“ (The Ripper; auch: Jack the Ripper – Die Rückkehr), „Road House“ (Road House) und „A Murder of Crows“ (A Murder of Crows – Diabolische Versuchung).
Daneben produzierte Moore „Animal Factory“ (Animal Factory – Rache eines Verurteilten) von und mit Steve Buscemi für Franchise Pictures, und er co-produzierte „White River Kid“ für Produzent Eli Samaha. Als Produktionsleiter betreute er für DreamWorks/NBC den Action-Thriller „Semper Fi“ (Semper Fi – Treu bis in den Tod) über das Marine Corps. Und er produzierte den TV-Film „Stolen From the Heart“ (Dem Herzen entrissen) für CBS mit dem legendären Leonard Hill.
Seine Fähigkeiten als Manager entwickelte Moore während seines Studiums an der University of California/Los Angeles, wo er seinen Verbindungsbruder John Shepherd kennen lernte. Shepherd und Moore produzierten dann vier preisgekrönte Independent-Spielfilme: „The Climb“, „The Ride“, „Eye of the Storm“ (Im Auge des Sturms) und 2004 „Bobby Jones: Stroke of Genius“ (Bobby Jones – Die Golflegende), der für den Preis Excellence in Sports Performance Yearly (ESPY) nominiert war.
Moore und seine Frau Bobbe leben mit ihren beiden Hunden in Hermosa Beach. Die beiden engagieren sich für die Amanda Foundation, die sich um die Adoption herrenloser Haustiere in den gesamten USA bemüht.
TOM STERN
Kamera
Mit Clint Eastwood drehte Stern den Oscar-prämierten „Million Dollar Baby“ (Million Dollar Baby). Zuvor war der für den Oscar nominierte „Mystic River“ (Mystic River) Sterns zweiter Film als Eastwoods Kameramann. In „Blood Work“ (Blood Work) erschien Sterns Name erstmals als verantwortlicher Kameramann – Clint Eastwood übertrug ihm diese Aufgabe, nachdem Stern für Malpaso über zwei Jahrzehnte als Chefbeleuchter gearbeitet hatte. Als Kameramann drehte er „Bobby Jones: Stroke of Genius“ (Bobby Jones – Die Golflegende); John Turturros Regiearbeit „Romance & Cigarettes“ (Romance & Cigarettes); „The Exorcism of Emily Rose“ (Der Exorzismus von Emily Rose); und „The Last Kiss“ (Der letzte Kuss).
Neben Eastwoods Filmen arbeitete Stern als Oberbeleuchter an „The Road to Perdition“ (Road to Perdition, 2002), „American Beauty“ (American Beauty, 1999), „The Phantom“ (The Phantom; Drehteam Los Angeles, 1996), „Dangerous Minds“ (Dangerous Minds – Wilde Gedanken, 1995), „Class Action“ (Der Preis der Macht, 1991) und „Impulse“ (Impulse – Von gefährlichen Gefühlen getrieben, 1990).
Als Chefbeleuchter wirkte Stern an Eastwoods „Space Cowboys“ (Space Cowboys), „A Perfect World“ (Perfect World), „Unforgiven“ (Erbarmungslos) und „The Rookie“ (Rookie – Der Anfänger) mit. Bei „Bird“ (Bird) ist er als Berater der Abteilung Beleuchtung verzeichnet; und als Beleuchter wird er im Abspann von „Heartbreak Ridge“ (Heartbreak Ridge), „Pale Rider“ (Pale Rider – Der namenlose Reiter), „Tightrope“ (Der Wolf hetzt die Meute), „Sudden Impact“ (Dirty Harry kommt zurück) und „Honkytonk Man“ (Honkytonk Man) aufgeführt.
Als Beleuchter wirkte er an „Spaceballs“ (Spaceballs, 1987), „Twice in a Lifetime“ (Zweimal im Leben, 1985), „All the Right Moves“ (Der richtige Dreh, 1983), „White Dog“ (Der weiße Hund von Beverly Hills, 1982) und „Harper Valley P.T.A.“ (Die Rache der blonden Hexe) mit. Als Kameraassistent des 2. Drehteams war er an „Running Scared“ (Auf Teufel komm raus – Im Fadenkreuz des CIA, 1980) beteiligt.
HENRY BUMSHEAD
Produktionsdesign
Henry Bumstead hat nicht umsonst zwei Oscars gewonnen – für „The Sting“ (Der Clou) und „To Kill a Mockingbird“ (Wer die Nachtigall stört) –, denn er hat einige der wichtigsten Hollywoodproduktionen ausgestattet. Schon seine frühen Filme zeigten ihn auf der Höhe seines Talents: „Come Back, Little Sheba“ (Kehr zurück, kleine Sheba), „The Bridges at Toko-Ri“ (Die Brücken von Toko-Ri), „The Man Who Knew Too Much“ (Der Mann, der zu viel wusste) und „Vertigo“ (Vertigo – Aus dem Reich der Toten; 1. Oscar-Nominierung).
Es folgten „Topaz“ (Topas), „Joe Kidd“ (Sinola), „High Plains Drifter“ (Ein Fremder ohne Namen), „Slaughterhouse Five“ (Schlachthof 5), „The Great Waldo Pepper“ (Tollkühne Flieger), „The Front Page“ (Extra-Blatt), „Family Plot“ (Familiengrab), „Slapshot“ (Schlappschuss), „Father Goose“ (Der große Wolf ruft), „Same Time Next Year“ (Nächstes Jahr, selbe Zeit), „A Little Romance“ (Ich liebe dich – I love you – Je t’aime), „The World According to Garp“ (Garp – und wie er die Welt sah), „The Little Drummer Girl“ (Die Libelle), „Knock on Wood“ (Die Lachbombe), „A Time of Destiny“ (Zeit des Schicksals), „Funny Farm“ (Funny Farm), „Her Alibi“ (Ninas Alibi), „Ghost Dad“ (Ghost Dad – Nachricht von Papa; auch: Bill Cosby: Unser Papa ist ein Geist), „House Calls“ (Hausbesuche) und Martin Scorseses „Cape Fear“ (Kap der Angst).
Für Eastwoods Malpaso Productions übernahm Bumstead das Produktionsdesign von „Unforgiven“ (Erbarmungslos; Oscar-Nominierung), „A Perfect World“ (Perfect World), „The Stars Fell on Henrietta“ (Der wunderliche Mr. Cox), „Absolute Power“ (Absolute Power), „Midnight in the Garden of Good and Evil“ (Mitternacht im Garten von Gut und Böse), „True Crime“ (Ein wahres Verbrechen), „Space Cowboys“ (Space Cowboys), „Blood Work“ (Blood Work), „Mystic River“ (Mystic River) und „Million Dollar Baby“ (Million Dollar Baby).
Zum letzten Mal erscheint Bumsteads Name in Eastwoods „Letters From Iwo Jima“, dem Begleitfilm zu „Flags of Our Fathers“.
JOEL COX
Schnitt
Cox arbeitet seit über 30 Jahren mit Clint Eastwood zusammen, zum Beispiel an „Million Dollar Baby“ (Million Dollar Baby), „Mystic River“ (Mystic River), „Blood Work“ (Blood Work), „Space Cowboys“ (Space Cowboys), „True Crime“ (Ein wahres Verbrechen), „Midnight in the Garden of Good and Evil“ (Mitternacht im Garten von Gut und Böse, „Absolute Power“ (Absolute Power), „The Bridges of Madison County“ (Die Brücken am Fluss) und „A Perfect World“ (Perfect World); für „Unforgiven“ (Erbarmungslos) wurde Cox als Bester Cutter mit dem Oscar ausgezeichnet.
Er hat seine gesamte Karriere hindurch für Warner Bros. gearbeitet, mit Schwerpunkt auf Eastwoods Filmen. Schon 1975 war Cox als Schnittassistent an Eastwoods „The Outlaw Josey Wales“ (Der Texaner) beteiligt, und mittlerweile hat er an über 20 Filmen mitgewirkt, die Eastwood als Produzent, Regisseur und/oder Star geprägt hat.
Dazu gehört auch Cox’ Zusammenarbeit mit seinem Mentor, dem renommierten Cutter Ferris Webster, an „The Enforcer“ (Der Unerbittliche), „The Gauntlet“ (Der Mann, der niemals aufgibt), „Every Which Way But Loose“ (Der Mann aus San Fernando), „Escape From Alcatraz“ (Flucht von Alcatraz), „Bronco Billy“ (Bronco Billy) und „Honkytonk Man“ (Honkytonk Man).
Bei „Sudden Impact“ (Dirty Harry kommt zurück) erschien Cox erstmals als alleinverantwortlicher Cutter im Vorspann, es folgten „Tightrope“ (Der Wolf hetzt die Meute), „Pale Rider“ (Pale Rider – Der namenlose Reiter), „Heartbreak Ridge“ (Heartbreak Ridge), „Bird“ (Bird), „The Dead Pool“ (Das Todesspiel), „Pink Cadillac“ (Pink Cadillac), „White Hunter Black Heart“ (Weißer Jäger, schwarzes Herz) und „The Rookie“ (Rookie – Der Anfänger).
DEBORAH HOPPER
Kostüme
Deborah Hopper begann ihre Zusammenarbeit mit Clint Eastwood vor über 20 Jahren als Supervisor der Kostümabteilung bei „Tightrope“ (Der Wolf hetzt die Meute). Dieselbe Funktion übernahm sie bei Eastwoods Filmen „Pale Rider“ (Pale Rider – Der namenlose Reiter), „Heartbreak Ridge“ (Heartbreak Ridge), „Bird“ (Bird), „The Dead Pool“ (Das Todesspiel), „Pink Cadillac“ (Pink Cadillac), „White Hunter Black Heart“ (Weißer Jäger, schwarzes Herz) und „The Rookie“ (Rookie – Der Anfänger), bevor sie für alle Filme Eastwoods die Kostüme betreute, zunächst als Supervisor bei „Absolute Power“ (Absolute Power), „Midnight in the Garden of Good and Evil“ (Mitternacht im Garten von Gut und Böse) und „True Crime“ (Ein wahres Verbrechen), dann als verantwortliche Kostümbildnerin bei „Blood Work“ (Blood Work), „Mystic River“ (Mystic River) und „Million Dollar Baby“ (Million Dollar Baby) sowie bei „Flags of Our Fathers“ und aktuell bei „Letters From Iwo Jima“.
Den Emmy gewann Hopper für die Frauenkostüme im TV-Film „Shakedown on the Sunset Strip“ (Sunset Strip), der in den 1950er-Jahren spielt. Als Supervisor der Kostümabteilung betreute sie außerdem „Mulholland Falls“ (Mulholland Falls), „Showgirls“ (Showgirls), „Chaplin“ (Chaplin), „Exit to Eden“ (Insel der geheimen Wünsche), „Intersection“ (Begegnungen – Intersection), „The Haunting“ (Das Geisterschloss), „Strange Days“ (Strange Days), „Dear God“ (Hilfe, ich komm’ in den Himmel), „Basic Instinct“ (Basic Instinct) und zahlreiche andere.
Am Anfang ihrer Laufbahn entwarf Hopper Kostüme für Broadway- Tourneeinszenierungen, Eisshows, für die Cincinnati Opera und das Cincinnati Ballet. Sie stammt aus Cincinnati/Ohio, zog dann nach San Francisco und arbeitete vier Jahre in der Kostümabteilung der San Francisco Opera und des San Francisco Ballet. Dort hatte sie mit vielen Hausproduktionen und Tourneeinszenierungen zu tun, in denen unter anderem die Opernweltstars Beverly Sills und Luciano Pavarotti sowie Ballettlegenden wie Mikhail Baryshnikov und Suzanne Farrell auftraten. Bei einer Stippvisite in ihrer Heimat begann sie ihre Filmlaufbahn als Näherin bei den Dreharbeiten zur TV-Miniserie „Centennial“ (Colorado Saga). Bald darauf begann sie ihre Tätigkeit in den Universal Studios – zunächst im TV- und dann im Spielfilmbereich. Später wechselte Hopper zu Eastwoods Produktionsfirma Malpaso.
Achtung:
Das Kopieren/Verbreiten dieses Specials ist ohne vorherige Genehmigung nicht erlaubt.
Das Kopieren/Verbreiten dieses Specials ist ohne vorherige Genehmigung nicht erlaubt.