Departed - Unter Feinden - Special

Tomtec

WARNER BROS. PICTURES präsentiert
eine Plan B/Initial Entertainment Group/
Vertigo Entertainment-Produktion
In Zusammenarbeit mit Media Asia Films
ein Martin Scorsese Film


Leonardo DiCaprio
Matt Damon
Jack Nicholson
und Mark Wahlberg



(The Departed)

Martin Sheen
Ray Winstone
Vera Farmiga
und Alec Baldwin

Regie Martin Scorsese
Produzenten Brad Pitt, Brad Grey, Gianni Nunnari und Graham King
Drehbuch William Monahan
Executive Producers Roy Lee, Doug Davison,
G. Mac Brown, Kristin Hahn
Kamera Michael Ballhaus, A.S.C.
Produktionsdesign Kristie Zea
Schnitt Thelma Schoonmaker, A.C.E.
Kostümdesign Sandy Powell
Co-Produktion Joseph Reidy
Musik Howard Shore


Filmlänge: 149 Minuten
Deutscher Kinostart: 7. Dezember 2006
im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany
a division of Warner Bros. Entertainment GmbH




INHALT

Leonardo DiCaprio, Matt Damon und Jack Nicholson übernehmen die Hauptrollen in Martin Scorseses neuem Kriminalfilm „Departed – Unter Feinden“ (The Departed).
„Departed“ spielt in South Boston, wo die Polizei dem organisierten Verbrechen den Krieg erklärt. Der junge Undercover-Cop Billy Costigan (DiCaprio) ist in diesem Viertel aufgewachsen. Er bekommt den Auftrag, sich in das Syndikat des Unterweltbosses Costello (Nicholson) einzuschleusen. Während Billy schnell Costellos Vertrauen gewinnt, hat sich der hartgesottene junge Kriminelle Colin Sullivan (Damon), der ebenfalls aus South Boston stammt, seinerseits bei der Polizei eingeschleust, um für Costello zu spionieren. Er erarbeitet sich in der Ermittlungsspezialeinheit eine Machtposition und gehört zu der Hand voll Elite-Cops, die Costello dingfest machen sollen. Natürlich wissen Colins Vorgesetzte nicht, dass er für Costello arbeitet – der Unterweltboss ist der Polizei immer einen Schritt voraus.
Beiden Männern steigt dieses Doppelleben zu Kopf: Sie sammeln Informationen über die Pläne und strategischen Reaktionen der Systeme, in die sie eingedrungen sind. Doch sowohl die Gangster als auch die Cops merken, dass in ihren Reihen ein Maulwurf tätig ist, und plötzlich laufen Billy und Colin Gefahr, entdeckt und gefasst zu werden – hektisch versuchen beide, den anderen zu enttarnen, um selbst unerkannt zu bleiben.



ÜBER DIE PRODUKTION


VON HONGKONG NACH BOSTON


Martin Scorseses schnörkelloser Kriminalfilm „Departed – Unter Feinden“ erzählt von zwei Cops: Der kluge und rücksichtslos ehrgeizige Colin Sullivan macht bei der Massachusetts State Police offenbar eine steile Karriere: Er arbeitet in der Ermittlungsspezialeinheit, die es vor allem auf den mächtigen irischstämmigen Unterweltboss Frank Costello abgesehen hat. Der hartgesottene Billy Costigan ist auf den Straßen von South Boston groß geworden – sein Jähzorn kostet ihn die Dienstmarke, und so landet er wieder in seinem Viertel, wo er in Costellos Organisation aufgenommen wird. Doch beide Männer verheimlichen etwas, und während sie unbewusst gegeneinander arbeiten, entwickelt sich ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel, in dem es buchstäblich um alles geht.

Die Handlung von „Departed“ beruft sich auf den Hongkong-Thriller „Infernal Affairs“ (Infernal Affairs – Die achte Hölle; 2002), der in Asien einen riesigen Erfolg verbuchte und 2004 auch in den USA anlief. Bald darauf bekam William Monahan den Auftrag, das Drehbuch für eine amerikanische Fassung zu schreiben.

Der Drehbuchautor erinnert sich: „Ich hatte ,Infernal Affairs‘ nicht gesehen und schaute ihn mir auch nicht an, bevor ich mit meiner Fassung begann. Als Vorlage diente mir eine Übersetzung des chinesischen Skripts. Die zentrale Handlung ist großartig, und um sie herum konnte ich neue Figuren einbauen. Mir gefiel vor allem das Doppelspiel der Hauptfiguren im chinesischen Original, aber thematisch geht es in meiner Version vor allem um die Tragödie, die in Gang gesetzt wird, als die Figuren von ihren Grundsätzen abweichen.“
„,Infernal Affairs‘ gehört zu den Filmen, die mich zum Fan des Hongkong-Kinos gemacht haben, doch ,Departed‘ ist kein Remake dieses Films“, sagt Martin Scorsese. „In Bezug auf die Handlung lassen wir uns von ,Infernal Affairs‘ inspirieren, doch William Monahan erfindet eine Welt, die sich stark von der Hongkong-Vorlage unterscheidet. Als ich das Skript erhielt, brauchte ich zum Lesen ziemlich viel Zeit, weil ich mir sofort die Action vorzustellen begann und mich in die Handlung und die Figuren hineinversetzte. Mir fiel zum Beispiel auf, wie kompromisslos die Figuren geschildert werden – was sich auf ihre Weltsicht natürlich auswirkt. Vor allem das bewog mich, die Regie zu übernehmen.“

Dazu Produzent Graham King: „Man könnte behaupten, dass Martin Scorsese mit ,The Departed‘ zu Filmen wie ,GoodFellas‘ (GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia) und ,Mean Streets‘ (Hexenkessel) zurückkehrt – mit diesem Genre wurde er früher immer in Verbindung gebracht. Doch diesmal verwandelt er die Genremotive in etwas Neues, Originelles. Auch dafür ist Marty bekannt.“
„Die Arbeit mit Martin Scorsese war eine ganz besondere Erfahrung“, sagt Monahan. „Ich durfte miterleben, wie er den Film in seinem Kopf schon zusammensetzte, während wir über das Drehbuch diskutierten. Für mich war das, als ob jeder dieser Tage ganze Jahre der Filmschulausbildung komprimierte.“
Monahan siedelt „Departed“ in einem Milieu an, das er bestens kennt: „Ich bekam den Auftrag zu einem Zeitpunkt, als ich über meine Bostoner Herkunft nachdachte, über die Menschen, die ich im Laufe meines eigenen Lebens verloren habe. Ich konnte mich also sehr persönlich einbringen.“

Thomas B. Duffy hat 30 Jahre lang für die Massachusetts State Police gearbeitet – er stand dem Filmteam als technischer Berater zur Verfügung. Und er bestätigt, dass es durchaus der Realität entspricht, wenn der Drehbuchautor den Krieg zwischen den „Staatsbullen“ und den irischstämmigen Gangstern von Boston in den Mittelpunkt stellt. „Besonders in ,Southie‘ hat die irische Mafia die Unterwelt der Stadt beherrscht – zumindest von den frühen 1970er-Jahren bis in die jüngste Zeit. Die Iren waren die Könige des organisierten Verbrechens.“

Zum dritten Mal übernimmt Leonardo DiCaprio für Scorsese eine Hauptrolle: „,Departed‘ ist zwar ein Gangsterfilm, unterscheidet sich aber trotzdem stark von Martys bisherigen Filmen“, sagt er. „Die Umstände sind völlig andere – es geht nicht nur um die irischstämmige Unterwelt, sondern auch um die Polizei, um die Korruption im System. Außerdem ist der Schauplatz ein völlig anderer – eben Boston, nicht New York. Doch im Laufe unserer Arbeit hatten wir immer deutlicher das Gefühl, dass es in der Geschichte um Amerika ganz allgemein geht, um korrupte Systeme in unserem gesamten Land.“
In der Story geht es laut Scorsese „um zwei junge Männer, deren Leben von bestimmten Einflüssen geprägt wird: die Polizei als Institution und eine kriminelle Bande, die von einem gewissen Frank Costello angeführt wird. Costello nimmt Colin schon als kleinen Jungen unter seine Fittiche und baut ihn scheinbar zur Stütze der Gesellschaft auf, damit er in der Hierarchie der Staatspolizei aufsteigen kann. Tatsächlich ist er aber Costellos Spion. Gleichzeitig erweist sich Billy als sehr geeignet, verdeckt für die Polizei zu arbeiten, denn er stammt aus der Arbeiterklasse von South Boston. Es gelingt ihm, in Costellos Bande aufgenommen zu werden – in Wirklichkeit aber soll er Costello ans Messer liefern. Billy und Colin fahren praktisch auf parallelen Gleisen… um schließlich trotzdem auf Kollisionskurs zu gehen.“


COP ODER VERBRECHER…
WENN MAN IN DIE MÜNDUNG EINER GELADENEN KNARRE SCHAUT – WAS MACHT DAS DANN NOCH FÜR EINEN UNTERSCHIED?


Leonardo DiCaprio spielt Billy Costigan, einen vielversprechenden Kadetten der Massachusetts State Police Academy, der für einen gefährlichen Undercover-Einsatz ausgewählt wird, bevor er überhaupt die Gelegenheit hatte, eine reguläre Dienstmarke zu tragen. Laut DiCaprio ging es ihm dabei um mehr als nur um eine weitere Gelegenheit, mit Scorsese zu arbeiten: „Ich las das Skript und wollte sofort mitmachen. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen und sagte zu, ohne eine Sekunde zu überlegen. Die Story erzählt absolut mitreißend von sehr vielschichtigen, überzeugenden Figuren.“

Billy Costigan ist in den Straßen von Boston aufgewachsen, und laut DiCaprio will Billy Polizist werden, um einen Schlussstrich unter sein bisheriges Leben zu ziehen: „Billy ist in der Unterwelt groß geworden, in mehrfacher Hinsicht hat er kaum eine Chance, dem Milieu zu entkommen. Wahrscheinlich will er zur Polizei, weil ihm gar keine andere Wahl bleibt. Er will sich bewusst von seiner Familie distanzieren. Die Ironie liegt darin, dass er den Undercover-Auftrag bekommt und jetzt genau die Existenz vorgeben muss, der er unbedingt entkommen wollte. Letztendlich versucht Billy, aufrichtig zu sein, will sich von seiner Umgebung absetzen, doch dabei gerät er in eine äußerst gefährliche und undurchsichtige Situation. Oft entgeht er nur um Haaresbreite der Entdeckung – alle Spitzel-Hinweise deuten auf ihn, das Lügengebäude beginnt einzustürzen.“

„Als Schauspieler kann Leo sehr gut den Konflikt eines jungen Mannes darstellen, der tief im Schlamassel steckt und sich fragt, wie zum Teufel das passieren konnte“, sagt Scorsese. „Man kann das auf seinem Gesicht, in seinen Augen lesen. Deshalb arbeite ich gern mit Leo – er weiß, wie man Emotionen ausdrückt, ohne ein Wort zu sagen. Er strahlt das einfach aus. Ein außergewöhnliches Erlebnis, ihm dabei zuzuschauen.“

Colin Sullivan gehört ebenfalls der Massachusetts State Police an, und auch er stammt aus South Boston. Auch er führt ein Doppelleben, wobei Colin wie Billys Spiegelbild wirkt. Der gebürtige Bostoner Matt Damon spielt den jungen Heißsporn Colin, der im Revier bereits zum Sergeant der Ermittlungsspezialeinheit befördert wird, während seine Jahrgangskameraden noch die Uniform tragen. Doch im Gegensatz zu dem Eindruck, den Colin auf seine Vorgesetzten macht, akzeptiert er nur eine einzige Autorität über sich: Mafiaboss Frank Costello.

„Matt bringt sich intensiv in die Colin-Rolle ein“, sagt Scorsese. „Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich beobachte, wie es in seinem Hirn fieberhaft arbeitet, während Colin einen Weg aus seiner prekären Situation sucht, um seine Haut zu retten, und dabei immer tiefer in Schwierigkeiten gerät. So gesehen ist Colins Schicksal noch tragischer als Billys, weil er ernsthaft glaubt, dass er mit seinem Verhalten durchkommt und dass er sich als Advokat des Teufels einen persönlichen Ausweg schafft – die Oberen Zehntausend im Nobelviertel Beacon Hill und das Parlamentsgebäude mit seiner goldenen Kuppel scheinen zum Greifen nah. Am Anfang des Films erleben wir mit, wie Costello Colin im Sinne der falschen Werte erzieht, und irgendwann hat Colin dann gar keine Werte mehr.“

Dazu Damon: „In Colins Milieu wirkt Frank Costello überlebensgroß. Jeder kennt ihn, jeder hat Angst vor ihm. Colin ist etwa zwölf, als er Costello kennen lernt – und diese Begegnungen beeinflussen einen Jungen aus dieser Umgebung natürlich ganz extrem. Costello wird für Colin zu einem Übervater – wir erleben von Anfang an mit, wie sich diese Beziehung entwickelt.“
Costello kann sich Zeit lassen, wie Damon analysiert: „Aus Jungen werden Männer, und Costello weiß genau, dass er auf Colins Loyalität zählen kann. Er bringt Colin dazu, bei der Staatspolizei anzufangen, als Spitzel zu arbeiten. Während also der eine als Undercover-Cop in der Mafia arbeitet, arbeitet der andere als Cop undercover FÜR die Mafia.“
„Unsere Figuren sind die beiden Seiten derselben Medaille – wir kommen sogar aus demselben Viertel“, bestätigt DiCaprio. „Colin hat einen Weg eingeschlagen, Billy einen anderen, aber ihre Existenz ist untrennbar verbunden, obwohl sie das nie begreifen werden. Daraus entsteht dieses mitreißende Schachspiel aus Information und Desinformation.“

Die offensichtlichste Parallele zwischen Billy und Colin ist ihre jeweilige Verbindung zu Frank Costello, von der sie aber nichts wissen. Costello wird von dem legendären Jack Nicholson gespielt. „Departed“ ist Nicholsons und Scorseses erster gemeinsamer Film. Dabei, so der Regisseur, kennen „Jack und ich uns schon 30 Jahre. Aus irgendeinem Grund hat es nie mit einem gemeinsamen Film geklappt – also wollte ich doch mal ausprobieren, ob ihn die Costello-Rolle interessiert. Er ließ sich mit der Entscheidung Zeit, aber das Warten hat sich gelohnt, weil wir bei diesem Film dann viel Spaß zusammen hatten.“
Graham King erinnert sich: „Als Marty Jack Nicholson ins Gespräch brachte, hielt ich das für einen Wunschtraum, aber er ist tatsächlich Realität geworden. Jack gibt der Costello-Figur eine ganz neue Dimension – so wie nur er das kann. Ich nenne das die ,Jack-Momente‘, von denen es sehr viele in diesem Film gibt – einfach traumhaft.“
„Jack hat sich die Figur richtig einverleibt“, bestätigt Scorsese. „Costello hat in seinem Leben alles erreicht – ihn interessiert überhaupt nichts mehr. Warum auch? Er vereint alle Macht auf sich. Doch mittlerweile wird er leichtsinnig, exponiert sich mit Drogengeschäften. Er weiß genau, dass er das nicht nötig hat. Aber er braucht das, um sich nicht zu langweilen. Costello wird alt, und er weiß letztlich selbst, dass es wahrscheinlich mit ihm zu Ende geht. Es war höchst interessant zuzuschauen, wie Jack den vom Thron stürzenden Costello darstellt.“

„Jack Nicholson ist eine Naturgewalt“, fügt DiCaprio hinzu. „Vor der Kamera kann er völlig unberechenbar sein – man muss sich auf seine Tiefschläge gefasst machen. Was ich meine: Bei manchen Szenen hatte ich wirklich keine Ahnung, was als Nächstes passieren würde. Ich wusste nie genau, welche Seite von Costello er heute zeigen würde. Das gibt mir als Schauspieler richtig Auftrieb, weil ich mich ständig absolut konzentrieren muss.“

Nur zwei Männer der Staatspolizei von Massachusetts wissen, dass das neueste Mitglied in Costellos Syndikat ein Undercover-Cop ist: Captain Queenan und Sergeant Dignam.
Mark Wahlberg spielt Sergeant Dignam, einen ruppigen Detective, der, wie der Schauspieler sagt, „ein gemeiner, ruppiger Typ ist und auch gar nicht versucht, das zu verheimlichen. Er ist sehr direkt, dabei aber auch recht anständig.“

„Mark Wahlberg wirkt als Dignam sehr überzeugend“, sagt Scorsese. „Er stammt aus der Bostoner Gegend, kennt sich in dieser Umgebung also recht gut aus und kann sich in seine Figur bestens hineinversetzen. Dignam ist einfach so. Er lässt sich von nichts und niemandem beeinflussen. Er ist mit allen Wassern gewaschen, lässt sich von niemandem auf den Arm nehmen. Man kann es zwar versuchen, aber er wird immer die letzten beiden Worte haben – ich brauche sie wohl nicht zu nennen“, lacht Scorsese.
Wahlberg wuchs im Arbeitermilieu von Dorchester auf. Wie selbstverständlich reaktivierte er den heimatlichen Bostoner Akzent. Augenzwinkernd sagt er: „Ich glaube, Marty hat die Hälfte meiner Dialoge gar nicht verstanden. Er sagt in solchen Fällen: ,Das müssen wir dann wohl untertiteln.‘“
Wahlberg beschreibt seine Heimatstadt als „reichlich raues Milieu für einen Jugendlichen“ und sagt: „Boston ist einmalig. Es hat den Ruf als hervorragende Universitätsstadt, aber es gibt auch Viertel, in denen man nur Verbrecher, Cop oder Bauarbeiter werden kann. Dazwischen gibt es praktisch gar nichts. Dass ich dort aufgewachsen bin, beeinflusst direkt oder indirekt mein gesamtes Leben. Auf diesen Film musste ich mich also nicht besonders vorbereiten – ich kenne solche Typen zur Genüge. Der Unterschied war diesmal nur, dass ich einen jener Cops spiele, die mich damals ständig eingebuchtet haben.“

Den Gegenpol zum aggressiven Dignam bildet der gemäßigte Captain Queenan, den Martin Sheen darstellt. Der Schauspieler gesteht, dass er die Rolle annahm, ohne das Drehbuch überhaupt zu kennen. „Ich habe praktisch sofort zugesagt, weil ich die Chance bekam, mit Martin Scorsese zu arbeiten. Ich hatte bisher nicht die Gelegenheit, aber er zählte immer schon zu meinen Lieblingsregisseuren. So gesehen konnte ich gar nichts falsch machen. Anschließend habe ich das Skript natürlich gelesen – eine großartige Story über Loyalität und Verrat im Spannungsfeld zwischen Polizei und Verbrechtertum. Manchmal verwischen sich die Grenzen, Schwarz und Weiß sind kaum noch zu unterscheiden.“
Sheen sagt weiter, dass Queenan Billys wachsende Verzweiflung zwar durchaus nachvollziehen kann, doch er kann es sich nicht leisten, sein Ziel aus den Augen zu verlieren. „Er begreift, dass Billy seine Identität verliert, als er undercover arbeitet. Außer Queenan und Dignam halten alle Cops Billy für einen Gangster. Und falls Costello erfährt, dass Billy ein Cop ist, ist es aus mit ihm. Die Lage ist äußerst prekär, denn auf beiden Seiten ist sein Leben keinen Pfifferling wert.“

Wer Billy wirklich ist, weiß nicht einmal der Leiter der Ermittlungsspezialeinheit, Captain Ellerby, dargestellt von Alec Baldwin. „Ellerby ist besessen davon, Costello zu schnappen und sein Syndikat zu zerschlagen“, berichtet Baldwin. „Er sieht Costello als verkommenes, gewalttätiges Subjekt. Ellerby nimmt also in Kauf, selbst die Regeln zu verletzen, um sein Ziel zu erreichen. Dennoch ist er ein guter Cop.“

Tatsächlich macht Frank Costello seinem Brutalo-Ruf alle Ehre, aber er hat sich selten persönlich die Hände schmutzig gemacht. Stattdessen verlässt er sich auf eine Bande gewalttätiger Gorillas, unter denen sich vor allem ein gewisser Mr. French hervortut. Der Brite Ray Winstone spielt Costellos rechte Hand – er beschreibt seine Rolle als „einen unzugänglichen Typen – er traut niemandem, mag niemanden… wahrscheinlich nicht mal sich selbst. In seinen Augen ist jeder ein Verräter. Als Schauspieler versuche ich immer die Gefühle meiner Figuren zu analysieren, ihre Schwächen und Stärken. Doch sehr schnell habe ich kapiert, dass French keine Gefühle hat. Ihn kann nichts erschüttern, er kennt keine Angst, aber wer sich ihm in den Weg stellt, den bringt er ohne zu zögern um. Nur Costello kann auf ihn zählen.“

Eine einzige Hauptfigur in „Departed“ ist weder Cop noch Gangster – und sie ist die einzige Frau. Vera Farmiga spielt die Psychiaterin Madolyn, die sich auf Problemfälle beiderseits des Gesetzes spezialisiert hat. Wie das Schicksal es will, bildet sie unwissentlich eine weitere Verbindung zwischen Colin, in den sie sich verliebt hat, und Billy, der ihr Patient wird. Dazu Farmiga: „Madolyn hat den Eindruck, dass Colin die Situation voll im Griff hat. Er bietet ihr Sicherheit, engagiert sich für sie, während Billy eher für Intimität und Leidenschaft steht. Er scheint zwar ziemlich kaputt zu sein, aber dennoch fühlen sie sich zueinander hingezogen.“

Dazu DiCaprio: „Madolyn ist der einzige Mensch, dem er seine Gefühle offenbaren kann. Nur ihr kann Billy sich anvertrauen, wenn auch nur sehr begrenzt, weil er nichts von sich und seiner Tätigkeit verraten darf. Zunächst versucht sie ihn zu beraten, doch dann entwickelt sich zwischen ihnen eine intensivere Beziehung.“

„An Madolyn gefällt mir, dass sie als Psychiaterin zwar Intuition hat, aber nicht ihren Instinkten folgt. Diesen Widerspruch finde ich sehr schön“, sagt Farmiga.

Weitere Hauptdarsteller in „Departed“: Anthony Anderson und James Badge Dale als Polizisten Brown und Barrigan, die dann in die Ermittlungsspezialeinheit aufgenommen werden; sowie David O’Hara und Mark Rolston als Fitzy und Delahunt, zwei von Costellos Gorillas.

„Zu den schönsten Erlebnissen bei einem Scorsese-Film gehört die Besetzung“, sagt Produzent Graham King. „Marty sucht immer die erstaunlichsten Schauspieler aus, und dieser Film bildet da keine Ausnahme.“

Dazu Matt Damon: „Man kann sich als Schauspieler kaum etwas Schöneres vorstellen, als mit Martin Scorsese zu arbeiten. Nur dadurch, dass ich ihm zuschaue, lerne ich bei diesem Film jede Menge. Er hat ein untrügliches Auge für Verhaltensweisen, er merkt sofort, was echt ist und was nicht. Viele der wunderbaren Momente, die wir ihm verdanken, haben mit der Auslotung der Charaktereigenschaften zu tun. Wir Schauspieler beschäftigen uns liebend gern mit solchen Momenten – deswegen wollen wir auch alle in seinen Filmen mitspielen.“

„Wie dreht man einen Film?“ fragt Scorsese. „Dafür stehen sozusagen verschiedene Instrumente zur Verfügung. Die Story, die Sprache, das Milieu, die Leute, die die Rollen übernehmen – alle sind Instrumente. Im Kanon all dieser außergewöhnlichen Elemente verlasse ich mich beim Erzählen der Geschichte vor allem auf die Darsteller. Es war etwas ganz Besonderes, mit all den Schauspielern zu arbeiten, die uns für diesen Film zur Verfügung standen.“


VERHALTE DICH ENTSPRECHEND


Schon vor Drehstart begannen etliche Darsteller mit der Vorbereitung auf ihre Rollen, vor allem mit Unterstützung des technischen Beraters Tom Duffy. Duffy hat sich vor kurzem zur Ruhe gesetzt, nachdem er drei Jahrzehnte lang für die Massachusetts State Police tätig war. Einen wesentlichen Teil seiner Laufbahn verbrachte er in der Ermittlungsspezialeinheit, die sich auf das organisierte Verbrechen konzentriert, also auch auf die irische Mafia. Er brachte die Voraussetzungen und Erfahrungen mit, um die Schauspieler und Filmemacher mit unschätzbaren Ratschlägen zu unterstützen.
Executive Producer G. Mac Brown sagt: „Wenn man einen technischen Berater braucht, weiß man nicht immer, wo oder ob man überhaupt einen findet. Von Tom wussten wir, dass er bei der State Police war, also haben wir einfach mal bei ihm angefragt. Er erwies sich als genau der richtige Mann.“
Duffy wirkte erstmals an einem Spielfilm mit und zeigt sich beeindruckt davon, wie sehr sich Scorsese um jedes Detail kümmert – vom Polizeijargon bis zur Kleidung. „Mich hat seine Präzision regelrecht überwältigt“, gibt Duffy zu. „Wir haben uns unendlich viel Mühe gegeben, alles so authentisch wie nur möglich zu gestalten – nicht nur die Abläufe der Polizeiarbeit, sondern wir versuchten auch, uns mental in die Cops hineinzuversetzen. Wenn man bedenkt, dass der Film eigentlich unterhalten will, ist er wirklich äußerst realistisch.“
Nicht nur der Regisseur profitierte von Duffys Spezialkenntnissen. Matt Damon bestätigt: „Ich stamme aus Boston – die Kultur der Stadt ist mir also bestens vertraut, aber was die State Police angeht, habe ich natürlich keine Ahnung. Für mich war es also eine unschätzbare Bereicherung, von Duffy unter die Fittiche genommen zu werden – bei seiner langjährigen Erfahrung vor Ort. Duffy beantwortete meine Fragen, führte mich in die Kreise ein und stellte mir die Polizisten vor. Ich habe mehrere Tage mit ihnen verbracht, habe sie ausgefragt, ihnen bei der Arbeit zugeschaut. Ich habe sie begleitet und war bei einer Drogenrazzia dabei. Solche Erfahrungen sind durch nichts zu ersetzen. In solchen Momenten macht mir meine Arbeit am meisten Spaß“, grinst er.
Brown berichtet, dass ihm überhaupt nicht zum Grinsen zumute war, als er von Damons Tuchfühlung mit der Bostoner Unterwelt hörte – nachdem es bereits passiert war. „Matt rief an und erzählte ganz begeistert, wie er den Einsatz miterlebte. Ich dachte nur: ,Herzlichen Dank, Duffy‘“, sagt Brown augenzwinkernd. „Für Matt mag das ja ganz spannend sein, aber als Produzent mache ich mir natürlich Sorgen, wenn mein Star bei einer echten Razzia mit echten Polizisten und echten Schusswaffen an einem echten Tatort dabei ist. Aber offenbar ist ja alles gut gegangen.“

Für Damon hatte die Erfahrung mit den echten Cops Auswirkungen auf seine Darstellung des Colin, die über das Praktische hinausgehen. „Ich kam mir unendlich klein vor, als ich miterlebte, mit welchem Engagement und oft erheblichem Risiko sie ihre Arbeit tun“, sagt Damon. „Als ich Colin analysierte, wurde mir klar, dass er nicht nur Recht und Gesetz abgrundtief verachtet, sondern auch die Polizisten selbst. Wenn man tagtäglich diese selbstlose Opferbereitschaft miterlebt und sie trotzdem unterminieren will, dann sagt das eine Menge über Colin aus. Ich konnte viele Dinge in meine Darstellung einfließen lassen, von denen ich keine Ahnung hätte, wenn ich die Experten nicht begleitet hätte – es ist unschätzbar, was ich Duffy verdanke.“

Duffy beriet auch Martin Sheen und Alec Baldwin in Bezug auf das korrekte Verhalten der Vorgesetzten innerhalb der State Police. Dazu Sheen: „Ich habe mich bei meiner Darstellung deutlich an Tom Duffy selbst orientiert. Bei jeder Szene versuchte ich mir vorzustellen, wie Tom wohl reagieren würde… und er war ja immer dabei, um darauf zu achten, dass ich alles richtig machte.“
Obwohl DiCaprio als Billy Costigan im Film selten als Cop auftritt, sondern vielmehr vorgibt, ein Krimineller zu sein, profitierte auch er von Duffys jahrelanger Erfahrung als verdeckter Ermittler. „Undercover-Einsätze sind nur mit einer bestimmten Mentalität durchführbar“, sagt Duffy. „Ich habe mich mit Leo lange darüber unterhalten, welche Konsequenzen das langfristig haben kann.“
„Die speziellen Voraussetzungen eines Cops, der unter diesen Umständen arbeitet, das Konzept, das ich mir aneignen musste, hätte ich ohne ihn niemals so authentisch darstellen können“, bestätigt DiCaprio. „Er hat uns während des gesamten Drehs ungeheuer geholfen.“
DiCaprio begriff natürlich auch, wie wichtig es war, das Bostoner Milieu kennen zu lernen, bevor er einen Einheimischen überzeugend verkörpern konnte. „Mir war klar: Ich musste vor Ort durch Boston gehen und ein Gefühl für die Einwohner bekommen“, sagt er. „Alle dort haben mich sehr zuvorkommend unterstützt und mir in jeder Hinsicht geholfen. Ich fand jemanden, mit dem ich durch die alten Viertel streifen konnte, der mir den Akzent beibrachte. Umso leichter konnte ich mich in die Rolle versetzen.“
„Leo war bei diesem Film echt benachteiligt“, sagt Damon. „Das heißt, er musste sich intensiv vorbereiten, was Mark Wahlberg und ich uns sparen konnten, weil wir beide in Boston aufgewachsen sind. Das Lebensgefühl, die Kultur haben ein ganz bestimmtes Flair, und Leo hat sich das wunderbar angeeignet. Ich war schwer beeindruckt.“


THE BIG APPLE KOMMT NACH BEANTOWN


„Departed“ spielt komplett in Boston, während die Dreharbeiten in und um Boston (Spitzname: Beantown) und auch New York stattfanden. Produktionsdesignerin Kristi Zea, die bereits Scorseses „GoodFellas“ ausgestattet hat, meint: „,The Departed‘ ähnelt in mancher Hinsicht ,GoodFellas‘, aber diesmal spielt die Handlung in Boston. Weil wir bereits zusammengearbeitet hatten, konnte Marty sich auf den damaligen Dreh berufen und sagte dann: ,Weißt du noch, wie wir das damals bei ,GoodFellas‘ gemacht haben? So ähnlich möchte ich das jetzt auch haben… aber wie sieht das in Boston aus? Dann kratzte ich mir den Kopf und sagte: ,Das weiß ich auch nicht so recht, Marty, aber ich kann’s rauskriegen‘“, lacht sie. „Es war toll, wieder mit ihm zu drehen.“

Fast alle Außenaufnahmen des Films entstanden in Boston, zum Beispiel im Boston Common (der ältesten Grünanlage in den USA), im Hafen, in Chinatown, und natürlich in South Boston, das von den Einheimischen „Southie“ genannt wird. Daneben drehte das Team außerhalb in den Vororten Braintree, Quincy und Mark Wahlbergs Geburtsort Dorchester. In New York vermied das Team Aufnahmen in Manhattan fast völlig. Stattdessen drehte man in Brooklyn, das Boston doubelte, vor allem bei Innenaufnahmen.

„Dass wir in zwei Städten drehen, ist nicht ungewöhnlich“, berichtet Zea. „In diesem Fall merkt man die Unterschiede zwischen New York und Boston natürlich sehr deutlich, wenn man durch diese Städte fährt. Außerhalb des Zentrums von Boston gibt es fast nur flache Gebäude, der Himmel ist frei, während der New Yorker Himmel von Wolkenkratzern verdeckt ist. Man findet in New York also kaum Schauplätze, die als Boston durchgehen könnten – zumindest was die Außenaufnahmen angeht. Deshalb konzentrierten wir uns vor allem auf Brooklyn. In Boston herrscht auch ein spezifischer Neuengland-Baustil vor, den es in New York nicht gibt, zum Beispiel dreistöckige Holzhäuser mit Balkons auf jeder Etage. So etwas findet man besonders in Boston, und natürlich wollen wir das in unserem Film zeigen. Mich fasziniert dort auch ein weiteres Element: der „brutalistische“ Baustil, der Beton-Look, der bestimmte Gebäude in Boston prägt, zum Beispiel das Rathaus und das Hurley Building.“

Das zementgraue, imposante Hurley Building liegt gleich in der Nachbarschaft der historischen Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Boston am Government Square – es diente als Außenansicht des Hauptquartiers der Massachusetts State Police. Zea und ihr Team bauten dann die Innenräume der Behörde in einer gewaltigen Studiohalle im Williamsburg-Viertel in Brooklyn/New York nach. „Wir übernahmen das Grau und Braun des realen Gebäudes, was auf den nachgebauten Sets sehr gut aussieht“, sagt sie.

Kameramann Michael Ballhaus ging bei der Ausleuchtung des Polizeigebäudes ähnlich vor: „In Polizeirevieren besteht die Beleuchtung gewöhnlich aus Neonröhren, was ich aber vermeiden wollte, weil das Licht verwaschen wirkt, keine Spannung erzeugt. Ich benutzte also lieber direktes Licht, das Schatten wirft, um die Atmosphäre interessanter zu gestalten, ihr eine Struktur zu geben.“
Ballhaus hat bereits sechs Filme mit Scorsese gedreht. Er sagt: „Wir haben wohl noch nie so intensiv über das Licht diskutiert wie diesmal. Der ganze Film ist in gewisser Weise vom Film noir beeinflusst. Wir leuchten ihn fast wie einen Schwarzweißfilm aus, vor allem im Polizeirevier, wo es kaum Farben gibt. Aber selbst wenn Farben nicht dominieren, kann man sie durchaus für dramatische Zwecke einsetzen.“
Kostümbildnerin Sandy Powell verwendet Farben, um Jack Nicholson von den übrigen Figuren abzusetzen: „Grundsätzlich tragen alle anderen normale Straßenkleidung in neutralen Tönen: Schwarz, Braun, Grau und Beige. Mehr gibt es eigentlich nicht. Zunächst hatten wir vor, Frank Costello genauso zu kleiden, aber als wir uns mit Jack zusammensetzten, äußerte er, dass er sich Costello in Bezug auf Farben und Stil etwas auffälliger vorstellt. Costello ist derart mächtig, dass er tragen kann, was er will – niemand würde es wagen, darüber ein Wort zu verlieren. Mit Costellos Outfits konnten wir uns also richtig austoben.“

Wenn dann auf den fast farblosen Sets gelegentlich die Farbe Rot auftaucht, war der dramatische Kontrast durchaus beabsichtigt. „Ganz bewusst gestalten wir Kostüme und Sets fast einfarbig. Marty, Michael Ballhaus und ich beschlossen gemeinsam, dass Rot nur dann auftaucht, wenn es dafür einen spezifischen Grund gibt. So deuten wir unterschwellig an, dass Gefahr im Verzug ist – natürlich liegt die Assoziation mit Blut nahe.“

Auch der Buchstabe X taucht im Film immer wieder als Symbol auf, weil Scorsese damit Howard Hawks’ „Scarface“ (Scarface – Das Narbengesicht; 1932) Tribut zollen möchte – Produzent des Films war Howard Hughes. Das X spielt in diesem Gangsterfilm eine ganz bestimmte Rolle. „Marty forderte uns auf, das X so oft wie möglich ins Bild zu bringen“, berichtet Zea. „Es taucht also an Fenstern, Wänden und auf Fußböden auf…“

„Das X ist ein Zeichen des Todes – deswegen wollte Marty es verwenden – manchmal subtil, manchmal ganz offensichtlich“, fügt Ballhaus hinzu, der das X manchmal sogar durch die Beleuchtung in bestimmte Szenen projiziert.
Das Todeskonzept bezieht sich auf den Filmtitel. Dazu Autor Monahan: „Wir Katholiken bezeichnen die Toten als ,the faithful departed‘ – die treuen Verstorbenen. Ich spielte mit dem Begriff, denn im Film geht es ironischerweise um Treulosigkeit. Natürlich sind die Hauptfiguren vor allem ihren Kollegen und Gefährten gegenüber untreu; viel schlimmer aber ist doch, dass sie ihren eigenen Prinzipien untreu werden – deswegen fand ich den Titel so passend.“

Dazu Scorsese abschließend: „William Monahan ist Amerikaner irischer Abstammung aus Boston, also hat er seine Figuren in diesem Milieu angesiedelt. Dennoch geht es im Film um Menschen in einer Situation, wie man sie eigentlich in jeder Stadt der Welt vorfinden könnte. Es geht um Vertrauen und Verrat, um Täuschung und Loyalität – so etwas könnte überall passieren.“



DARSTELLER

LEONARDO DiCAPRIO
Billy

DiCaprio war bereits zweimal für den Oscar nominiert, zuletzt für seine Darstellung des Howard Hughes in Martin Scorseses gefeierter Filmbiografie „The Aviator“ (Aviator). Mit dieser Leistung gewann er auch den Golden Globe als Bester dramatischer Darsteller und erhielt Nominierungen für den Critics’ Choice Award und den British Academy Award (BAFTA). Außerdem wurde er mit zwei Nominierungen der Screen Actors Guild (SAG; Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) gewürdigt – eine in der Kategorie Bester Darsteller, die andere als Mitglied des „Aviator“-Ensembles in der Kategorie Bestes Darstellerensemble. 2004 wurde DiCaprio auf dem Hollywood Film Festival zum Star des Jahres gekürt.
DiCaprio stammt aus Hollywood/Kalifornien und übernahm im Alter von 14 Jahren erste Rollen. Nach kleinen Auftritten im Fernsehen, in Werbespots und im Kino ergatterte er eine Ensemblerolle in der erfolgreichen Sitcom „Growing Pains“ (Unser lautes Heim). Sein Durchbruch gelang ihm, als Regisseur Michael Caton-Jones ihn in der begehrten Rolle als Tobias Wolff in der Verfilmung von Wolffs autobiografischem Drama „This Boy’s Life“ (This Boy’s Life) besetzte, in der DiCaprio neben Robert De Niro und Ellen Barkin auftrat.
Dann war DiCaprio 1993 neben Johnny Depp in „What’s Eating Gilbert Grape“ (Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa) zu sehen – sein Auftritt als geistig behinderter junger Mann brachte ihm Nominierungen für den Oscar und den Golden Globe ein. Außerdem gewann er den Nebendarstellerpreis des National Board of Review (US-Pendant der FSK) und den New Generation Award der Kritiker von Los Angeles.
1995 spielte DiCaprio Hauptrollen in drei sehr unterschiedlichen Filmen, angefangen mit Sam Raimis Western „The Quick and the Dead“ (Schneller als der Tod) mit Sharon Stone und Gene Hackman. Immer wieder forderte DiCaprio sich selbst mit anspruchsvollen Aufgaben – viel Lob erhielt er für seine Darstellung des drogensüchtigen Jim Carroll in dem verstörenden Drama „The Basketball Diaries“ (Jim Carroll – In den Straßen von New York). Dann spielte er den verwirrten, triebgesteuerten Poeten Arthur Rimbaud in Agnieszka Hollands „Total Eclipse“ (Total Eclipse – Die Affäre von Rimbaud und Verlaine).
Im folgenden Jahr wirkte DiCaprio in Baz Luhrmanns moderner Kinofassung von „William Shakespeare’s Romeo + Juliet“ (William Shakespeares Romeo + Julia) mit, die ihm auf der Berlinale den Darstellerpreis einbrachte. Im selben Jahr trat er neben hochkarätigen Stars wie Meryl Streep, Diane Keaton und Robert De Niro in „Marvin’s Room“ (Marvins Töchter) auf und wurde für den Ensemble-Preis der SAG nominiert.
1997 übernahm DiCaprio die Hauptrolle in dem Blockbuster „Titanic“ (Titanic), der ihm eine Nominierung für den Golden Globe einbrachte. Der Film brach alle Kassenrekorde und gewann elf Oscars, darunter als Bester Film, und ist nach wie vor der umsatzstärkste Film aller Zeiten. Anschließend spielte DiCaprio eine Doppelrolle in „The Man in the Iron Mask“ (Der Mann in der eisernen Maske). Es folgten „The Beach“ (The Beach) und Woody Allens „Celebrity“ (Celebrity).
Seine dritte Golden-Globe-Nominierung erhielt DiCaprio für seine Darstellung des Betrügers Frank Abagnale in Steven Spielbergs „Catch Me If You Can“ (Catch Me If You Can, 2002). Im selben Jahr lief „Gangs of New York“ (Gangs of New York) an, sein erster Film mit Regisseur Martin Scorsese.
Demnächst ist DiCaprio in Edward Zwicks Drama „Blood Diamond“ zu sehen, der im Dezember in den USA und im Januar in Deutschland anläuft.


MATT DAMON
Colin

Damon hat als Autor den Oscar gewonnen, ist aber auch als Schauspieler ausgezeichnet worden. Aktuell war er in dem politisch brisanten „Syriana“ (Syriana) neben George Clooney zu sehen. Demnächst tritt er als Partner von Angelina Jolie und Robert De Niro in De Niros „The Good Shepherd“ auf. Derzeit arbeitet er an Steven Soderberghs Sequel „Ocean’s 13“, in dem er erneut neben Clooney, Brad Pitt, Don Cheadle, Andy Garcia und Bernie Mac mitwirkt. Neben Anna Paquin spielt er in Kenneth Lonergans „Margaret“ die Hauptrolle.
Der aus Boston stammende Matt Damon studierte an der Harvard University in Cambridge/Massachusetts und verdiente sich am American Repertory Theatre seine Sporen als Schauspieler. Nach kleinen Rollen in „Mystic Pizza“ (Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel) und „School Ties“ (Der Außenseiter) beeindruckte er Kritiker und Zuschauer mit seinem Auftritt in „Courage Under Fire“ (Mut zur Wahrheit, 1996): Er spielte einen Soldaten im Golfkrieg, der im Gefecht versagt und mit seiner Schuld nicht fertig wird.
1997 schaffte Damon dann seinen Durchbruch: Zusammen mit seinem langjährigen Freund Ben Affleck schrieb er das viel gepriesene Drama „Good Will Hunting“ (Good Will Hunting) und spielte auch die Hauptrolle eines genialen Mathematikers, dem die optimale Entwicklung seiner Begabung aufgrund sozialer Umstände verwehrt ist. Dafür gewann er zusammen mit Affleck den Oscar und den Golden Globe für das Beste Drehbuch. Für beide Trophäen wurde er auch als Darsteller nominiert. Außerdem wurde er gleich doppelt für den Preis der Screen Actors Guild (SAG, US-Gewerkschaft der Filmschauspieler) nominiert – als Darsteller und als Teil des Darstellerensembles. 1997 spielte Damon außerdem eine Gastrolle in Kevin Smiths „Chasing Amy“ (Chasing Amy) und den idealistischen jungen Anwalt in Francis Ford Coppolas „The Rainmaker“ (Der Regenmacher).
1998 übernahm Damon die Hauptrollen in zwei Aufsehen erregenden Filmen: als Titeldarsteller in Steven Spielbergs Oscar-preisgekröntem Weltkriegsdrama „Saving Private Ryan“ (Der Soldat James Ryan), das ihm als Ensemble-Mitglied eine weitere SAG-Nominierung einbrachte, und in John Dahls „Rounders“ mit Edward Norton.
Dann wurde Damon mit Anthony Minghellas „The Talented Mr. Ripley“ (Der talentierte Mr. Ripley, 1999) in der Kategorie Bester Darsteller zum dritten Mal für den Golden Globe nominiert. In Kevin Smiths heiß diskutierter Komödie „Dogma“ (Dogma) spielte er wieder neben Ben Affleck.
2000 übernahm Damon Hauptrollen in Regisseur Robert Redfords „The Legend of Bagger Vance“ (Die Legende von Bagger Vance) und in Billy Bob Thorntons Verfilmung des Romans „All the Pretty Horses“ (All die schönen Pferde) von Cormack McCarthy. Ein Jahr später gehörte Damon neben George Clooney, Brad Pitt, Julia Roberts und Don Cheadle zur Star-gespickten Besetzung in Steven Soderberghs erfolgreichem Remake der „Rat Pack“-Komödie „Ocean’s Eleven“ (Ocean’s Eleven). Seine erste Action-Rolle spielte Damon 2002 als Jason Bourne in dem Mega-Hit-Thriller „The Bourne Identity“ (Die Bourne-Identität). 2004 folgten die Sequels „Ocean’s Twelve“ (Ocean’s Twelve) und „The Bourne Supremacy“ (Die Bourne-Verschwörung).
Außerdem trat Damon neben Greg Kinnear in der Farrelly-Bros.-Komödie „Stuck on You“ (Unzertrennlich); in Terry Gilliams „The Brothers Grimm“ (Brothers Grimm – Lerne das Fürchten) mit Heath Ledger; und als Gaststar in George Clooneys „Confessions of a Dangerous Mind“ (Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind) auf.
Zusammen mit Affleck gründete Damon die Produktionsfirma LivePlanet, mit der sie neben anderen Film- und TV-Projekten drei Emmy-nominierte Staffeln von „Project Greenlight“ produzierten. Damons aktuelles LivePlanet-Projekt ist „Running the Sahara“, eine Doku des Oscar-Preisträgers James Moll.


JACK NICHOLSON
Costello

Jack Nicholson zählt zu den renommiertesten Darstellern aller Zeiten, in seiner außergewöhnlichen Filmografie finden sich etliche der erfolgreichsten und bedeutendsten Filme der Branche. In fünf Jahrzehnten hat er über 60 Spielfilme gedreht.
Mit seiner zwölften Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Darsteller für seine Titelrolle in Alexander Paynes „About Schmidt“ (Schmidt) stellte er 2002 einen einzigartigen Rekord auf: Er ist öfter für den Oscar nominiert worden als alle anderen männlichen Darsteller. Seine drei Oscars gewann er als Bester Darsteller für James L. Brooks’ „As Good as It Gets“ (Besser geht’s nicht) und Milos Formans „One Flew Over the Cuckoo’s Nest“ (Einer flog über das Kuckucksnest) und als Bester Nebendarsteller für Brooks’ „Terms of Endearment“ (Zeit der Zärtlichkeit). Nominiert wurde er außerdem für seine Rollen in Rob Reiners „A Few Good Men“ (Eine Frage der Ehre), John Hustons „Prizzi’s Honor“ (Die Ehre der Prizzis), Warren Beattys „Reds“ (Reds), Hector Babencos „Ironweed“ (Wolfsblut), Roman Polanskis „Chinatown“ (Chinatown), Hal Ashbys „The Last Detail“ (Das letzte Kommando), Bob Rafelsons „Five Easy Pieces“ (Five Easy Pieces – Ein Mann sucht sich selbst) und Dennis Hoppers „Easy Rider“ (Easy Rider).
Mit „Schmidt“ gewann Nicholson auch den Golden Globe – diesen Preis erhielt er außerdem für „As Good as It Gets“, „Prizzi’s Honor“, „Terms of Endearment“, „One Flew Over the Cuckoo’s Nest“ und „Chinatown“. Golden-Globe-Nominierungen bekam er für „Something’s Gotta Give“ (Was das Herz begehrt), „A Few Good Men“, Danny DeVitos „Hoffa“ (Jimmy Hoffa), Tim Burtons „Batman“ (Batman), „Ironweed“, „Reds“, „The Last Detail“, „Five Easy Pieces“ und „Easy Rider“.
Nicholsons Filmrollen wurden mit unzähligen Kritikerpreisen ausgezeichnet. Außerdem wurde er vom American Film Institute und bei der Verleihung der Golden Globes mit dem Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk geehrt.
Zu seiner umfangreichen Filmografie gehören auch die Hitkomödie „Anger Management“ (Die Wutprobe); Regisseur Sean Penns „The Pledge“ (Das Versprechen) und „The Crossing Guard“ (Crossing Guard – Es geschah auf offener Straße); Tim Burtons SF-Komödie „Mars Attacks!“ (Mars Attacks!); Mike Nichols’ „Wolf“ (Wolf – Das Tier im Manne) und „Carnal Knowledge“ (Der obskure Vogel der Lust; auch: Die Kunst zu lieben); James L. Brooks’ „Broadcast News“ (Nachrichtenfieber – Broadcast News); George Millers „The Witches of Eastwick“ (Die Hexen von Eastwick); Bob Rafelsons „The Postman Always Rings Twice“ (Wenn der Postmann zweimal klingelt); Stanley Kubricks „The Shining“ (Shining); Elia Kazans „The Last Tycoon“ (Der letzte Tycoon); und Michelangelo Antonionis „The Passenger“ (Beruf: Reporter).
Sein Regiedebüt gab Nicholson 1971 mit „Drive, He Said“ (Drive, He Said), den er auch schrieb und produzierte. Dann inszenierte er sich selbst in „Goin’ South“ (Der Galgenstrick). Regie, Produktion und die Hauptrolle übernahm er bei „The Two Jakes“ (Die Spur führt zurück – The Two Jakes), der Fortsetzung von „Chinatown“.


MARK WAHLBERG
Dignam

Wahlberg arbeitet derzeit an „Shooter“ für Regisseur Antoine Fuqua. Inzwischen abgedreht ist „We Own the Night“ mit Joaquin Phoenix und Robert Duvall. Aktuell trat er in „Invincible“ als authentischer Football-Held Vince Papale auf. Zuvor war er in John Singletons „Four Brothers“ (Vier Brüder) zu sehen. Beide Filme erreichten beim Start Platz 1 der Charts.
Davor war er in der von der Kritik gefeierten lebensphilosophischen Komödie „I Heart Huckabees“ (I Heart Huckabees) zu sehen und führte die Star-gespickte Besetzung des Bankraub-Films „The Italian Job“ (The Italian Job – Jagd auf Millionen) an. Weitere sehr unterschiedliche Rollen spielte Wahlberg für visionäre Filmemacher wie David O. Russell, Tim Burton und Paul Thomas Anderson.
Wahlbergs bemerkenswerte Filmkarriere begann mit Penny Marshalls „Renaissance Man“ (Mr. Bill) und Scott Kalverts „The Basketball Diaries“ (Jim Carroll – In den Straßen von New York). Dann spielte er neben Reese Witherspoon die Hauptrolle in „Fear“ (Fear – Wenn Liebe Angst macht). Weltweit bekannt wurde er mit „Boogie Nights“ (Boogie Nights). Es folgten Hauptrollen in „Three Kings“ (Three Kings) und „The Perfect Storm“ (Der Sturm) jeweils mit George Clooney. Wahlberg wirkte anschließend in „Rock Star“ (Rock Star), „Planet of the Apes“ (Planet der Affen) und „The Truth About Charlie“ (The Truth About Charlie; auch: Die Wahrheit über Charlie) mit.
Außerdem betreut Wahlberg als Executive Producer die erfolgreiche HBO-Komödienhitserie „Entourage“ und den Dokumentarfilm „Juvies“ über Jugendliche im Strafvollzug. Daneben engagiert er sich intensiv für seine karitative Stiftung Mark Wahlberg Youth Foundation, die sich um Jugendliche in Problembezirken von Großstädten kümmert.


MARTIN SHEEN
Queenan

Sheen wurde 2006 gleich zweimal für den Emmy nominiert – für seinen Gastauftritt in der Komödienserie „Two and a Half Men“ (Mein cooler Onkel Charlie) mit seinem Sohn Charlie Sheen in der Hauptrolle; und auch für seine Hauptrolle in Aaron Sorkins gefeierter NBC-Serie „The West Wing“. Während seiner siebenjährigen „Amtszeit“ als Präsident Josiah Bartlet gewann Sheen auch den Golden Globe als Bester Seriendarsteller, er erhielt vier weitere Golden-Globe-Nominierungen sowie fünf weitere Emmy-Nominierungen in derselben Kategorie. Außerdem würdigten ihn seine Kollegen viermal mit dem Preis der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler): zweimal als Bester Seriendarsteller, und zweimal als Ensemble-Mitglied der Serie „The West Wing“.

Seinen ersten Emmy gewann Sheen 1994 für seinen Gastauftritt in der Komödienserie „Murphy Brown“ (Murphy Brown). Eine Emmy-Nominierung erhielt er zuvor für seine Titelrolle in „The Execution of Private Slovik“ (Die Hinrichtung des Soldaten Slovik). Golden-Globe-Nominierungen bekam er für die Darstellungen von John Dean in „Blind Ambition“ (Watergate – Die Macht der Intrigen) und John F. Kennedy in „Kennedy“ (Kennedy).
Sheen stammt aus Dayton/Ohio. Die Kritiker wurden erstmals auf ihn aufmerksam, als er am Broadway die Hauptrolle in „The Subject Was Roses“ spielte. Als er 1968 in der Filmfassung des Stücks auftrat, brachte ihm diese Darstellung eine Nominierung für den Golden Globe ein.
Dann erhielt Sheen begeisterte Kritiken für seine verstörende Darstellung des Serienkillers Kit Carruthers in Terrence Malicks „Badlands“ (Badlands) und für seine Leistung als rätselhafter Captain Willard in Francis Ford Coppolas Vietnam-Epos „Apocalypse Now“ (Apocalypse Now). Weitere bedeutende Filme: Richard Attenboroughs als Bester Film Oscar-preisgekrönter „Gandhi“ (Gandhi); Oliver Stones „Wall Street“ (Wall Street); Rob Reiners „The American President“ (Hallo, Mr. President), geschrieben von Aaron Sorkin; und Steven Spielbergs „Catch Me If You Can“ (Catch Me If You Can).
Demnächst tritt Sheen in Gregory Navas „Bordertown“ neben Jennifer Lopez und Antonio Banderas auf; außerdem in Kasi Lemmons’ „Talk to Me“ mit Don Cheadle; und in „Bobby“, in dem Sheen unter der Regie seines Sohnes Emilio Estevez spielt.


RAY WINSTONE
Mr. French

Winstone ist aktuell in Anthony Minghellas „Breaking and Entering“ neben Jude Law und Juliette Binoche zu sehen – der Film wurde 2006 auf dem Toronto International Film Festival uraufgeführt. Als Titelheld wirkt er in Robert Zemeckis’ Fantasy-Abenteuer „Beowulf“ mit, der 2007 anlaufen soll.
1998 gewann Winstone den British Independent Film Award als Bester Darsteller mit Gary Oldmans Drama „Nil by Mouth“, außerdem wurde er für den British Academy Award nominiert. Ein Jahr später wurde er erneut für den British Independent Film Award nominiert, und zwar mit Tim Roths Drama „The War Zone“ (The War Zone).
Seine dritte Nominierung für den British Independent Film Award erhielt Winstone 2000 mit dem Krimi „Sexy Beast“ (Sexy Beast), in dem er neben Ben Kingsley auftrat. 2001 gewann er als Ensemble-Mitglied von „Last Orders“ (Letzte Runde) den Preis des National Board of Review. Aktuell wurde Winstone mit „The Proposition“ vom Australian Film Institute nominiert.
Winstone stammt aus Hackney im Londoner East End. In der Schule profilierte er sich als Boxmeister, zweimal kämpfte er für England. Seine Schauspielausbildung machte er an der Corona School. Dann besetzte ihn Regisseur Alan Clarke in dem heiß diskutierten Projekt „Scum“, das ursprünglich als BBC-Fernsehspiel geplant war, aber wegen seiner ultrabrutalen Szenen nicht gezeigt werden durfte. Mit dem daraus entstandenen Spielfilm „Scum“ (Abschaum – Scum) begann Winstone seine Karriere. Weitere Filme: „Quadrophenia“ (Quadrophenia), „Ladybird Ladybird“ (Ladybird Ladybird), „Face“ (Face – Abgerechnet wird zum Schluss), „The Sea Change“ (Sea Change), „The Very Thought of You“, „Agnes Browne“ (Frauen unter sich) und „Fanny and Elvis“ (Fanny und Elvis). Kürzlich war Winstone in Anthony Minghellas „Cold Mountain“ (Unterwegs nach Cold Mountain) und Antoine Fuquas „King Arthur“ (King Arthur – Beherrsche dein Schicksal) zu sehen. Und er sprach den Mr. Beaver in dem Fantasy-Blockbuster „The Chronicles of Narnia: The Lion, The Witch and the Wardrobe“ (Die Chroniken von Narnia).
Winstone ist häufig im Fernsehen aufgetreten – in Serien und in TV-Filmen. Aktuell spielte er die Titelrollen in den britischen Fernsehfilmen „Henry VIII“ und „Sweeney Todd“.


VERA FARMIGA
Madolyn

Farmiga spielte die Hauptrolle in dem gefeierten Independent-Film „Down to the Bone“ – dafür erhielt sie auf dem Sundance Film Festival den Spezialpreis der Jury. Außerdem gewann sie den Darstellerpreis der Filmkritiker in Los Angeles, und sie wurde für den Independent Spirit Award nominiert. Demnächst ist Farmiga in Anthony Minghellas „Breaking and Entering“ neben Jude Law und Juliette Binoche zu sehen. Der Film wurde 2006 auf dem Toronto International Film Festival uraufgeführt.
Daneben hat Farmiga etliche weitere Filme abgedreht: George Ratliffs Thriller „Joshua“ mit Sam Rockwell; Tom Roberts’ in St. Petersburg gedrehter „In Tranzit“ mit John Malkovich und Thomas Kretschmann; den ungewöhnlichen Liebesfilm „Quid Pro Quo“; und das romantische Drama „Never Forever“, geschrieben und inszeniert von Gina Kim.
Anfang 2006 war Farmiga neben Paul Walker in dem Thriller „Running Scared“ (Running Scared – Renn oder stirb) zu sehen. Weitere Filme: Jonathan Demmes „The Manchurian Candidate“ (Der Manchurian-Kandidat) mit Denzel Washington, Meryl Streep, Liev Schreiber und Jon Voight; „Dummy“ (Dummy) mit Adrien Brody; „Love in the Time of Money“ mit Michael Imperioli und Adrian Grenier; „Fifteen Minutes“ (15 Minuten Ruhm) mit Robert De Niro und Edward Burns; „Autumn in New York“ (Es begann im September) mit Richard Gere und Winona Ryder; und „The Opportunists“ (Sein letzter Coup; auch: Kleine Ganoven) mit Christopher Walken.


ALEC BALDWIN
Ellerby

Mit Regisseur Martin Scorsese arbeitete Baldwin bereits an dem gefeierten Howard-Hughes-Biopic „The Aviator“ (Aviator) zusammen – damit wurde er als Ensemblemitglied für den Preis der Screen Actors Guild (SAG; US-Gewerkschaft der Filmschauspieler) nominiert. Eine Oscar-Nominierung erhielt Baldwin als Nebendarsteller in dem Independent-Film „The Cooler“ (The Cooler – Alles auf Liebe; 2003). Für diese Leistung erhielt er auch den Preis des National Board of Review (US-Pendant der FSK) als Bester Nebendarsteller, außerdem Nominierungen für den Golden Globe, den Preis der SAG und den Critics’ Choice Award.
Aktuell ist Baldwin in zwei weiteren Filmen zu sehen: „Running With Scissors“ – zur hochkarätigen Besetzung gehören auch Annette Bening und Gwyneth Paltrow; und Robert De Niros „The Good Shepherd“ mit Matt Damon, Angelina Jolie und De Niro. Außerdem spielt er die Hauptrolle in der neuen TV-Serie „30 Rock“ mit Tina Fey und Tracy Morgan.
Zu Baldwins umfangreicher Filmografie zählen auch „Along Came Polly“ (...und dann kam Polly); „The Cat in the Hat“ (Ein Kater macht Theater); David Mamets „State and Main“ (State and Main), ausgezeichnet vom National Board of Review mit dem Preis für das Beste Ensemble; „The Edge“ (Auf Messers Schneide – Rivalen am Abgrund); Rob Reiners „Ghosts of Mississippi“ (Das Attentat); „Heaven’s Prisoners“ (Mississippi Delta); „The Juror“ (Nicht schuldig); „The Shadow“ (Shadow und der Fluch des Khan); „Malice“ (Malice – Eine Intrige); die Kinofassung von Mamets „Glengarry Glen Ross“ (Glengarry Glen Ross); „Prelude to a Kiss“ (Bodyswitch); „The Hunt for Red October“ (Jagd auf ,Roter Oktober ‘); Mike Nichols’ „Working Girl“ (Die Waffen der Frauen); Jonathan Demmes „Married to the Mob“ (Die Mafiosi-Braut); und Tim Burtons „Beetlejuice“ (Beetlejuice).
Auch Baldwins TV-Auftritte sind schon oft gewürdigt worden: Aktuell wurde er 2005 und 2006 für den Emmy nominiert – als Gaststar in der Komödienserie „Will & Grace“ (Will & Grace). 2002 erhielt er Nominierungen für den Emmy und den Golden Globe Award mit seiner Darstellung des Verteidigungsministers Robert McNamara in dem HBO-Film „Path to War“. Für den Emmy, Golden Globe und den Preis der SAG wurde Baldwin mit seinem Auftritt in „A Streetcar Named Desire“ (Endstation Sehnsucht) nominiert. Als Hauptdarsteller und Executive Producer verantwortete er die Miniserie „Nuremberg“ (Nürnberg – Im Namen der Menschlichkeit), die ihm als Darsteller Nominierungen für den Emmy und den Preis der SAG einbrachte, außerdem eine Nominierung für den Golden Globe in seiner Funktion als Produzent.
Baldwin stammt aus Massapequa auf Long Island/New York. Seine Ausbildung machte er an der Tisch School of the Arts unter dem Dach der New York University. Als versierter Bühnendarsteller erhielt er 1992 eine Tony-Nominierung mit seiner Darstellung des Kowalski in der Broadway-Neuinszenierung „A Streetcar Named Desire“. Außerdem gewann er 1991 den Off-Broadway-Preis Obie für „Prelude to a Kiss“. Weitere Bühnenrollen: am Broadway „Twentieth Century“, „Serious Money“ und „Loot“ (Beute); auf dem New York Shakespeare Festival „Macbeth“ (Macbeth); und Off-Broadway David Mamets „A Life in the Theatre“ (Leben im Theater).


ANTHONY ANDERSON
Brown

Anderson spielte 2005 neben Terrence Howard die Hauptrolle in dem urbanen Drama „Hustle & Flow“. Diese Leistung brachte Anderson seine dritte Nominierung für den Image Award der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP; Vereinigung zu Förderung der Farbigen) ein, außerdem war er mit dem Ensemble für den Preis der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) nominiert. Weitere Image-Award-Nominierungen erhielt er für den Überraschungshit „Barbershop“ (Barbershop) und die romantische Komödie „Two Can Play That Game“ (Die 10 Regeln der Liebe). Seine nächste Rolle übernimmt Anderson in Michael Bays Science-Fiction-Action-Film „Transformers“, der im Juli 2007 anläuft.

Sein Filmdebüt gab Anderson 1999 in „Life“ (Lebenslänglich) mit Eddie Murphy und Martin Lawrence. Es folgten Barry Levinsons „Liberty Heights“ (Liberty Heights), Andrzej Bartkowiaks Action-Film „Romeo Must Die“ (Romeo Must Die) und die Hit-Komödie „Big Momma’s House“ (Big Mamas Haus). Kritiker und Publikum wurden erstmals auf ihn aufmerksam, als er einen von Jim Carreys Söhnen in der Farrelly-Brothers-Komödie „Me, Myself & Irene“ (Ich beide & sie) spielte. Dann drehte Anderson „See Spot Run“ (Spot), „Exit Wounds“ (Exit Wounds – Die Copjäger), „Kangaroo Jack“ (Kangaroo Jack), „Cradle 2 the Grave“ (Born 2 Die), „Malibu’s Most Wanted“ (Malibu’s Most Wanted), „King’s Ransom“ (Wer entführt Mr. King?) und „Scary Movie 3 & 4“ (Scary Movie 3 & 4).

Auf dem Bildschirm übernahm Anderson die Hauptrolle in seiner eigenen WB-Serie „All About the Andersons“, die sich in Motiven auf sein eigenes Leben bezieht. 2005 stieß er zum Ensemble der preisgekrönten FX-Polizeiserie „The Shield“ (The Shield – Gesetz der Gewalt), und sporadisch war er in der Serie „The Bernie Mac Show“ zu sehen.

Anderson wuchs in Los Angeles auf und machte seinen Schulabschluss an der High School for the Performing Arts. Mit dem klassischen Monolog aus dem Stück „The Great White Hope“ gewann er als Schüler den ersten Preis bei der Verleihung der ACTSO Awards der NAACP. Der Preis brachte ihm ein Theater-Stipendium an der Howard University in Washington/DC ein. Ab 1996 machte er sich als Star der beliebten Sitcom-Serie „Hang Time“ einen Namen. Frühe Gastrollen übernahm er in den Serien „JAG“ (J.A.G. – Im Auftrag der Ehre) und „NYPD Blue“ (New York Cops – NYPD Blue). David E. Kelley war derart von Anderson beeindruckt, dass er ihm eine Gastrolle in zwei Episoden der Hit-Serie „Ally McBeal“ (Ally McBeal) auf den Leib schrieb.



HINTER DER KAMERA

MARTIN SCORSESE
Regie

Scorsese inszenierte zuletzt das Biopic „The Aviator“ (Aviator), das fünf Oscars gewann, außerdem drei Golden Globes, darunter für den Besten dramatischen Film, und vier British Academy Awards (BAFTA), darunter für den Besten Film, sowie zahlreiche weitere Auszeichnungen. Scorsese selbst wurde für den Oscar, den Golden Globe und den BAFTA nominiert, außerdem erhielt er eine Nominierung der Directors Guild of America (DGA; US-Gewerkschaft der Regisseure). Die Londoner Filmkritiker kürten ihn zum Regisseur des Jahres.
Scorsese kam 1942 in New York City zur Welt. Er wuchs im Stadtzentrum im Viertel Little Italy auf, das ihn später zu etlichen Filmen inspirierte. 1966 machte er seinen Master in Film Communications an der Filmschule unter dem Dach der New York University. Während seines Studiums drehte er etliche preisgekrönte Kurzfilme wie beispielsweise „The Big Shave“.
1968 inszenierte Scorsese seinen ersten Spielfilm „Who’s That Knocking at My Door?“ (Wer klopft denn da an meine Tür?). Als Regieassistent und Cutter war er 1970 an der Dokumentation „Woodstock“ (Woodstock) beteiligt. Großen Erfolg bei den Kritikern und beim Publikum hatte er 1973 mit „Mean Streets“ (Hexenkessel). Ein Jahr später drehte Scorsese seinen ersten Dokumentarfilm „Italianamerican“ (Italianamerican).
1976 gewann Scorsese mit „Taxi Driver“ (Taxi Driver) die Goldene Palme in Cannes. Es folgten „New York, New York“ (New York, New York), „The Last Waltz“ (The Band) und „Raging Bull“ (Wie ein wilder Stier), der für zwei Oscars nominiert war. Anschließend inszenierte Scorsese „The King of Comedy“ (King of Comedy), „The Color of Money“ (Die Farbe des Geldes), „The Last Temptation of Christ“ (Die letzte Versuchung Christi), „GoodFellas“ (GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia) „Cape Fear“ (Kap der Angst) „Casino“ (Casino), „Kundun“ (Kundun) und „The Age of Innocence“ (Zeit der Unschuld).
1996 schloss Scorsese die vierstündige Dokumentation „A Personal Journey with Martin Scorsese Through American Movies“ (Bilder in Bewegung: Das Jahrhundert des Kinos) ab – Co-Regisseur war Michael Henry Wilson. Die Doku wurde vom British Film Institute in Auftrag gegeben, um den 100. Geburtstag des Kinos zu feiern. 2001 drehte Scorsese „Il Mio Viaggio in Italia“ (Meine italienische Reise), eine umfassende Doku, in der er seine Liebe zum italienischen Kino zum Ausdruck bringt.
Scorseses lange geplantes Filmprojekt „Gangs of New York“ (Gangs of New York) kam 2002 in die Kinos und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Golden Globe für die Beste Regie. Ein Jahr später strahlte der öffentliche Sender PBS die siebenteilige Doku-Serie „Martin Scorsese Presents: The Blues“ (The Blues) aus.
2005 lief „No Direction Home: Bob Dylan“ (No Direction Home: Bob Dylan) als Teil der „American Masters“-Serie auf PBS und kam weltweit auf DVD heraus. Mit dieser Doku gewann Scorsese den Grammy für das Beste lange Musikvideo.
Scorsese ist Begründer und Vorsitzender von The Film Foundation, einer Stiftung, die sich der Konservierung von Filmen verschrieben hat. Als Co-Vorsitzender ist er für das Tribeca Film Festival tätig. Im Laufe seiner Karriere hat er zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, darunter 1995 den Goldenen Löwen in Venedig; 1997 den Life Achievement Award des American Film Institute für sein Lebenswerk; 1998 eine Würdigung auf der 25. Gala der Film Society of Lincoln Center; 2000 den Cavaliere di Gran Croce, die höchste Auszeichnung in Italien; 2003 den Lifetime Achievement Award der DGA; und 2005 den Orden „Officier de la Legion d’Honneur“, präsentiert vom französischen Kulturminister für hervorragende Verdienste um Frankreich.


WILLIAM MONAHAN
Drehbuch

Monahan war bereits ein erfolgreicher Journalist und Autor, als er sich dem Drehbuchschreiben zuwandte. In den wenigen Jahren seiner professionellen Tätigkeit auf diesem Gebiet hat er mit einigen der bedeutendsten Filmemacher der Branche gearbeitet.

Vor „The Departed“ (Departed – Unter Feinden) schrieb Monahan 2005 das Buch zu dem Kreuzzug-Epos „Kingdom of Heaven“ (Königreich der Himmel), das Ridley Scott mit Orlando Bloom in der Hauptrolle inszenierte. Im Mai 2006 wurde der Director’s Cut des Films auf DVD veröffentlicht und von der Kritik begeistert aufgenommen.

Monahan stammt aus Boston und wuchs in Massachusetts auf. Er studierte an der University of Massachusetts in Amherst. Dann begann er in New York City seine Laufbahn als Journalist, Essayist und Kritiker, und er arbeitete als Redakteur für das Magazin SPY. 1997 gewann er den Pushcart Prize für Kurzprosa und veröffentlichte seinen ersten Roman, den hoch gelobten „Light House: A Trifle“ (Light House).

2001 wandte er sich dem Drehbuchschreiben zu. Er verkaufte sein Skript „Tripoli“ über William Eatons gewaltigen Marsch auf Tripolis während der Barbaren-Kriege – Ridley Scott sollte Regie führen. Das Projekt wurde nie realisiert, aber Monahan bekam daraufhin den Auftrag, ein Originalepos vor dem Hintergrund des Mittelalters zu schreiben. Daraus entstand Scotts „Königreich der Himmel“.

Derzeit schreibt Monahan an mehreren neuen Projekten, darunter an „Penetration“, der Filmfassung des Romans von David Ignatius, an der er erneut mit Regisseur Ridley Scott zusammenarbeitet, und „The Venetian“, ein Geschichtsepos über Marco Polos Reisen.


BRAD PITT
Produzent

Pitt zählt zu den prominentesten Stars der Filmbranche – er hat Preise gewonnen und ist inzwischen auch mit seiner Firma Plan B Entertainment als Produzent erfolgreich.
Demnächst ist er neben Cate Blanchett in Alejandro González Iñárritus Drama „Babel“ (Babel) zu sehen, der 2006 im Wettbewerb von Cannes sehr gut ankam und den Regiepreis gewann. Außerdem spielt er Jesse James in Andrew Dominiks „The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford“, den Pitt auch produziert hat. Der Film soll 2007 anlaufen. Derzeit arbeitet Pitt an „Ocean’s 13“, der für den Sommer 2007 angekündigt ist, und anschließend dreht er mit David Fincher „The Curious Case of Benjamin Button“, in dem erneut Cate Blanchett seine Partnerin ist.
Als Produzent bereitet Pitt für Plan B folgende Filme vor: „Running With Scissors“ mit Annette Bening, Gwyneth Paltrow, Joseph Fiennes und Alec Baldwin; „Peace Like a River“ mit Billy Bob Thornton; „A Mighty Heart“ mit Angelina Jolie und Dan Futterman; „Shantaram“ mit Johnny Depp; und „A Million Little Pieces“. Plan B produzierte zuvor Tim Burtons Fantasy-Hit „Charlie and the Chocolate Factory“ (Charlie und die Schokoladenfabrik) mit Johnny Depp sowie Wolfgang Petersens Historienepos „Troy“ (Troja), in dem Pitt auch die Hauptrolle übernahm.
Brad Pitt stammt aus Oklahoma. Seine Schauspielkarriere begann er mit kleineren Rollen auf der Leinwand und im Fernsehen. Bekannt wurde er 1991 als verführerischer Tramper in Ridley Scotts Aufsehen erregendem „Thelma & Louise“ (Thelma & Louise). Anschließend spielte er Hauptrollen in Dominic Senas „Kalifornia“ (Kalifornia), Robert Redfords „A River Runs Through It“ (In der Mitte entspringt ein Fluss) und Neil Jordans „Interview With the Vampire“ (Interview mit einem Vampir).
Mit seiner Leistung in „Legends of the Fall“ (Legenden der Leidenschaft) wurde er für den Golden Globe nominiert. Er gewann diesen Preis zwei Jahre später mit einer Nebenrolle in Terry Gilliams „12 Monkeys“ (12 Monkeys), die ihm auch eine Oscar-Nominierung einbrachte.
Gute Kritiken brachten ihm auch David Finchers „Se7en“ (Sieben) und „Fight Club“ (Fight Club), Jean-Jacques Annauds „Seven Years in Tibet“ (Sieben Jahre in Tibet) und Guy Ritchies „Snatch“ (Snatch – Schweine und Diamanten) ein. Dann zählte er neben George Clooney, Julia Roberts, Matt Damon, Don Cheadle und Bernie Mac zum Star-Ensemble in Steven Soderberghs erfolgreichem Remake „Ocean’s Eleven“ (Ocean’s Eleven). Er wirkte auch im Sequel „Ocean’s Twelve“ (Ocean’s Twelve) mit, das Regisseur Soderbergh mit demselben Ensemble inszenierte. Es folgte die äußerst erfolgreiche Action-Komödie „Mr. & Mrs. Smith“ (Mr. & Mrs. Smith) mit Angelina Jolie.
Weitere Filme: der von Tony Scott inszenierte „Spy Game“ (Spy Game) mit Robert Redford; Gore Verbinskis „The Mexican“ (Mexican) mit Julia Roberts und James Gandolfini; die Titelrolle in Martin Brests „Meet Joe Black“ (Rendezvous mit Joe Black); Alan J. Pakulas „The Devil’s Own“ (Vertrauter Feind); Barry Levinsons „Sleepers“ (Sleepers); Tony Scotts „True Romance“ (True Romance); Ralph Bakshis „Cool World“ (Cool World); und „Johnny Suede“ (Johnny Suede), der 1992 auf dem Filmfestival in Locarno als Bester Film mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet wurde. Gastrollen spielte Pitt in Soderberghs „Full Frontal“ (Voll frontal) und Clooneys „Confessions of a Dangerous Mind“ (Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind). Und er lieh Sinbad seine Stimme in dem Zeichentrickfilm „Sinbad: Legend of the Seven Seas“ (Sinbad: Der Herrscher der sieben Meere).


BRAD GREY
Produzent

Grey ist Vorsitzender und Chief Executive Officer der Paramount Motion Pictures Corporation.
Als einer der führenden Film- und Fernsehproduzenten baute Grey zuvor die Firma Brillstein-Grey Entertainment zu einer Eliteorganisation in der Branche auf –Forbes kürte sie zu „Hollywoods erfolgreichster Management- und Produktionsfirma“.
Grey gründete zusammen mit Brad Pitt auch die Filmproduktionsfirma Plan B. Als erster Film der Firma kam Wolfgang Petersens Historienepos „Troy“ (Troja) mit Pitt und Orlando Bloom in die Kinos.
2005 produzierte Grey Tim Burtons „Charlie and the Chocolate Factory“ (Charlie und die Schokoladenfabrik) mit Johnny Depp. Daneben produzierte Grey einige der beliebtesten TV-Serien, zum Beispiel für HBO die Emmy-preisgekrönte Serie „The Sopranos“ (Die Sopranos).
Den Golden Globe und den Emmy sowie vier der renommierten George Foster Peabody Awards (für gemeinnützige TV-Sendungen) gewann Grey mit seiner Tätigkeit als Executive Producer.
Grey sitzt im Vorstand der School of Medicine unter dem Dach der University of California/Los Angeles und im Beratungsteam der School of Cinema-Television unter dem Dach der University of California, sowie im Direktionsvorstand des Project A.L.S. (Projekt zur Bekämpfung der amyotrophen Lateralsklerose) und der Tisch School of the Arts unter dem Dach der New York University.


GRAHAM KING
Produzent

King ist President und Chief Executive Officer der Initial Entertainment Group, einer der führenden unabhängigen Produktionsfirmen in Hollywood, die Filme für den Weltmarkt akquiriert, produziert oder co-produziert. King hat Initial 1995 gegründet – inzwischen zählt er zu den renommiertesten Produzenten von Studio- und Independent-Filmen.
„The Departed“ (Departed – Unter Feinden) ist Kings dritter Film mit Martin Scorsese. 2004 produzierte er Scorseses hoch gelobte Howard-Hughes-Biografie „The Aviator“ (Aviator) mit Leonardo DiCaprio. King wurde mit dem Film für den Oscar nominiert und gewann den British Academy Award (BAFTA) für den Besten Film. Außerdem zeichnete ihn die Producers Guild of America (Vereinigung der US-Produzenten) als Produzent des Jahres mit dem Goldenen Lorbeer aus. Zuvor betreute King als Co-Executive Producer Scorseses Epos „Gangs of New York“ (Gangs of New York) mit DiCaprio, Daniel Day-Lewis und Cameron Diaz.
Unter dem Firmenlabel von Initial Entertainment betreute King als Executive Producer Filme wie „The Dangerous Lives of Altar Boys“ (Lost Heaven), produziert von Darstellerin Jodie Foster; Michael Manns Filmbiografie „Ali“ (Ali) mit Will Smith in der Titelrolle; und Steven Soderberghs Oscar-preisgekrönten Ensemble-Film „Traffic“ (Traffic – Macht des Kartells). Anschließend verantwortete King als Executive Producer die TV-Miniserie „Traffic“ (Traffic – Die Macht des Kartells), die ihm eine Emmy-Nominierung in der Kategorie Hervorragende Miniserie einbrachte.
Derzeit produziert King Edward Zwicks Drama „Blood Diamond“ mit Leonardo DiCaprio, Djimon Hounsou und Jennifer Connelly, der im Dezember in den USA und im Januar in Deutschland anläuft; sowie „Next“ mit Nicolas Cage.
King stammt aus Großbritannien. Er begann seine Laufbahn auf Studioebene, als er 1982 in die USA zog und eine Stellung in der internationalen Vertriebsabteilung von Twentieth Century Fox antrat. 1987 wechselte King von der Fox zu Cori Films, einem Weltvertrieb in Los Angeles, wo er weitere Erfahrungen auf dem internationalen Markt sammelte. Nach fünf Jahren bei Cori Films wechselte King zu Kings Road Productions. Diese Firma verließ er drei Jahre später, um die Initial Entertainment Group zu gründen.
Kürzlich schloss die Initial Entertainment Group einen First-Look-Produktionsvertrag mit Warner Bros. Pictures ab. Initial ist außerdem durch einen Produktionsvertrag mit Johnny Depp und seiner Firma Infinitum Nihil verbunden. Initial arbeitet derzeit an einer umfangreichen Palette von Filmen in verschiedenen Vorbereitungs- und Produktionsphasen. King selbst produziert zum Beispiel „Shantaram“ mit Warner Bros. und Infinitum Nihil, „Benighted“ und „Prince of Thieves“, um nur einige zu nennen.


ROY LEE
Executive Producer

Lees erster Film als Executive Producer war Gore Verbinskis Blockbuster „The Ring“ (Ring, 2002) mit Naomi Watts. Der Film war die erste Produktion der Filmentwicklungs- und Produktionsfirma Vertigo Entertainment, die Lee zusammen mit Doug Davison gegründet hat. Lee betreute auch das Sequel „The Ring Two“ (Ring 2), inszeniert von Hideo Nakata, dem Regisseur des japanischen Hits, auf den „The Ring“ sich beruft.
Außerdem produzierte Lee „The Grudge“ (Der Fluch – The Grudge) mit Sarah Michelle Gellar – als Vorlage diente ihm Takashi Shimizus japanischer Thriller „Ju-on“ (Ju-on: The Grudge). Seit Oktober 2004 hält der Kassenknüller den Rekord des besten Horror-Filmstartwochenendes aller Zeiten. Aktuell produzierte Lee das Sequel „The Grudge 2“ mit Gellar und Amber Tamblyn. Der Film soll im Herbst in die Kinos kommen. Weitere Produktionen: „Dark Water“ (Dark Water – Dunkle Wasser) mit Jennifer Connelly; das authentische Familienabenteuer „Eight Below“ (Antarctica) mit Paul Walker; und das romantische Drama „The Lake House“ (Das Haus am See) mit Keanu Reeves und Sandra Bullock.
Lee stammt aus einer koreanisch-amerikanischen Familie und kam in Brooklyn zur Welt. Er wuchs in Bethesda/Maryland auf. Seinen Bachelor machte er an der George Washington University und seinen Abschluss in Jura an der American University. Kurze Zeit arbeitete er als Anwalt, dann zog er 1996 von Washington/DC nach Los Angeles und stieg in die Filmbranche ein. Seine erste Stelle bekam er bei der Produktionsfirma Alphaville, wo er an Filmen wie „The Mummy“ (Die Mumie), „The Jackal“ (Der Schakal) und „Michael“ (Michael) arbeitete.
Aufgrund seiner Erfahrung mit der Beurteilung von Drehbüchern bei Alphaville gründete er später mit anderen die Website ScriptShark.com, über die Nachwuchsautoren die Gelegenheit bekamen, ihre Drehbücher von Branchenprofis bewerten zu lassen. Aufgrund dieses Erfolgs bekam Lee von einer Künstleragentur den Auftrag, Kurzfilme für den Vertrieb auf PCs auszuwählen. Als unabhängiger Produzent und Entwicklungsmanager begann Lee 2001, Filme aus Japan, Korea, Hongkong und Indonesien zu importieren, um die Rechte im Auftrag der asiatischen Verleiher an amerikanische Studios zu verkaufen – 2003 bezeichnete ihn ein Porträt im New Yorker als „The Remake Man“.
Mit seinem Partner Doug Davison gründete Lee 2001 Vertigo Entertainment. Die beiden Produzenten entwickeln und produzieren etliche Projekte für verschiedene Studios, darunter „The Visiting“ (ein Remake des Science-Fiction-Klassikers „Invasion of the Body Snatchers“/Die Dämonischen von 1956 mit Nicole Kidman und Daniel Craig unter der Regie von Oliver Hirschbiegel), der Thriller „The Strangers“ mit Liv Tyler, und ein Remake von „Jinan gui“ (The Eye), einem Hongkong-Thriller mit übernatürlichen Elementen, in dem Jessica Alba die Hauptrolle übernimmt.


DOUG DAVISON
Executive Producer

2001 gründete Davison zusammen mit seinem Partner Roy Lee die Firma Vertigo Entertainment, mit der sie Filmstoffe entwickeln und produzieren. Unter diesem Label produzierte Davison den Riesenhit „The Grudge“ (Der Fluch – The Grudge) mit Sarah Michelle Gellar. Als Vorlage diente ihm Takashi Shimizus japanischer Thriller „Ju-on“ (Ju-on: The Grudge). Seit Oktober 2004 hält der Kassenknüller den Rekord des besten Horror-Filmstartwochenendes aller Zeiten. Dann produzierte Davison Walter Salles’ Horror-Thriller „Dark Water“ (Dark Water – Dunkle Wasser) mit Jennifer Connelly. 2006 wechselte Davison die Gangart und produzierte das Liebesdrama „The Lake House“ (Das Haus am See) mit Sandra Bullock und Keanu Reeves.
Aktuell produzierte Davison „The Grudge 2“ in Japan. Die Hauptrollen spielen Amber Tamblyn und Sarah Michelle Gellar. Der Film kommt in diesem Herbst ins Kino. In der Endfertigung befindet sich die Vertigo-Produktion „The Visiting“ (ein Remake des Science-Fiction-Klassikers „Invasion of the Body Snatchers“/Die Dämonischen von 1956 mit Nicole Kidman und Daniel Craig unter der Regie von Oliver Hirschbiegel). Davison entwickelt außerdem mehrere Projekte: den Horrorfilm „The Strangers“ mit Liv Tyler; Joel Bergvalls und Simon Sandquists Psycho-Thriller „Addicted“ mit Sarah Michelle Gellar; und Yann Samuells Liebeskomödie „My Sassy Girl“ mit Elisha Cuthbert.
Davison stammt aus Washington/DC. Er studierte am Hamilton College im Staat New York. Nach seinem Abschluss in Englischer Literatur zog er nach New York City, wo er in die Filmbranche einstieg – zunächst als Produktionsassistent bei „Die Hard: With a Vengeance“ (Stirb langsam – Jetzt erst recht), dann als Drehbuchlektor bei New Line Cinema. Davison zog später nach Los Angeles und landete bei Mad Chance Productions, wo er unter den Fittichen von Andrew Lazar die Leitung der Entwicklungsabteilung übernahm, um dann die Leitung der Produktion zu übernehmen. Er co-produzierte „Death to Smoochy“ (Smoochy), den Adam Resnick schrieb und Danny DeVito inszenierte. Die Hauptrollen spielten Robin Williams und Edward Norton. Bei Mad Chance entwickelte Davison außerdem Projekte wie „Space Cowboys“ (Space Cowboys), „Cats & Dogs“ (Cats & Dogs – Wie Hund & Katz’) und „Confessions of a Dangerous Mind“ (Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind).


G. MAC BROWN
Executive Producer

Brown arbeitet derzeit mit Baz Luhrmann an einem noch titellosen Drama, das am Vorabend des Zweiten Weltkriegs in Australien spielt. Nicole Kidman und Hugh Jackman übernehmen die Hauptrollen. Vor „The Departed“ (Departed – Unter Feinden) betreute Brown Sydney Pollacks Thriller „The Interpreter“ (Die Dolmetscherin) mit Nicole Kidman und Sean Penn, und er produzierte Adrian Lynes viel gepriesenen Thriller „Unfaithful“ (Untreu) mit Diane Lane und Richard Gere. Bei Beeban Kidrons „To Wong Foo, Thanks for Everything, Julie Newmar“ (To Wong Foo, Thanks for Everything, Julie Newmar) mit Wesley Snipes, Patrick Swayze und John Leguizamo in den Hauptrollen erschien Browns Name erstmals als alleiniger Produzent im Vorspann.

Brown arbeitet seit langem mit Regisseurin Nora Ephron zusammen: Er co-produzierte die Komödie „Michael“ (Michael) mit John Travolta, William Hurt und Andie MacDowell; und als Executive Producer verantwortete er die Liebeskomödie „You’ve Got Mail“ (e-m@il für DICH) mit Tom Hanks und Meg Ryan sowie die Krimi-Komödie „Lucky Numbers“ (Lucky Numbers) mit John Travolta und Lisa Kudrow. Weitere Filme: „Scent of a Woman“ (Der Duft der Frauen), „In & Out“ (In & Out), „Flesh and Bone“ (Flesh and Bone), „Anna and the King“ (Anna und der König) „Gloria“ (Gloria), „She-Devil“ (Die Teufelin), „With Honors“ (Ein genialer Freak), „The Cowboy Way“ (Machen wir’s wie Cowboys) und „Last Exit to Brooklyn“ (Letzte Ausfahrt Brooklyn).


Kristin Hahn
Executive Producer

Hahn war als Co-Regisseurin, Autorin und Produzentin an der preisgekrönten Dokumentation „Anthem“ beteiligt, die im Kino und auf HBO lief. Als Co-Autorin schrieb sie auch das Begleitbuch: „Anthem: An American Road Story“, das im Verlag HarperCollins erschienen ist. Dann schrieb sie „In Search of Grace: An Exploration of Religious Faith in America“, ebenfalls von HarperCollins veröffentlicht.
Anschließend gründete Hahn zusammen mit Jennifer Aniston und Brad Pitt eine Produktionsfirma, aus der Plan B Entertainment entstand. Innerhalb von drei Jahren betreute Hahn zahlreiche Projekte. Sie produziert weiterhin einige Projekte für Plan B, während sie gleichzeitig auch unabhängig oder mit Jennifer Aniston für unterschiedliche Studios produziert.


Gianni Nunnari
Produzentin

Nunnari ist Gründer und Hauptproduzent der Firma Hollywood Gang Productions, die seit 1997 besteht. Als Produzent verantwortete Nunnari Oliver Stones „Alexander“ (Alexander), Robert Rodriguez’ „From Dusk Till Dawn“-Trilogie (From Dusk Till Dawn) und David Finchers „Se7en“ (Sieben).

Nunnari produziert auch aktuell Zack Snyders Verfilmung von Frank Millers Comic-Roman „300“ mit Gerard Butler (der Kinostart ist für 2007 vorgesehen); Paolo Virzis „N: Napoleon and Me“ mit Daniel Auteuil und Monica Bellucci, der seine Premiere auf dem Festival in Rom erlebte; „11 Minutes“, die Verfilmung des gleichnamigen Romanbestsellers von Paulo Coelho (dt.: Elf Minuten); und „Everybody’s Fine“, das Remake des italienischen Klassikers „Stanno tutti bene“ (Allen geht’s gut), das Kirk Jones inszenieren wird. Nunnari entwickelt derzeit auch die Filmfassung von Frank Millers Comic-Roman „Ronin“ mit DC Comics; sowie „Silence“, Martin Scorseses Verfilmung des Romans „Chinmoku“ (Schweigen) von Shusaku Endo.


JOSEPH REIDY
Co-Produktion/Regieassistenz

Als Co-Produzent und 1. Regieassistent arbeitete Reidy zuletzt an Martin Scorseses „The Aviator“ (Aviator). „The Departed“ ist bereits Reidys elfter Film mit dem Regisseur – in denselben Funktionen war er zuvor an „Gangs of New York“ (Gangs of New York) und „Bringing Out the Dead“ (Bringing Out the Dead) beteiligt, als 1. Regieassistent und Associate Producer an „Casino“ (Casino) und „The Age of Innocence“ (Zeit der Unschuld). Als 1. Regieassistent betreute er auch „Cape Fear“ (Kap der Angst), „The Last Temptation of Christ“ (Die letzte Versuchung Christi) und „The Color of Money“ (Die Farbe des Geldes). 1. Regieassistent und Regisseur des 2. Drehteams war er bei „GoodFellas“ (GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia).

Oft hat Reidy auch mit anderen Regisseuren gearbeitet. Mit Oliver Stone drehte er als 1. Regieassistent und Associate Producer „JFK“ (John F. Kennedy – Tatort Dallas), „The Doors“ (The Doors) und „Born on the Fourth of July“ (Geboren am 4. Juli) sowie als 1. Regieassistent „Talk Radio“ (Talk Radio). Mit Robert Redford arbeitete Reidy als 1. Regieassistent und Co-Produzent an „The Horse Whisperer“ (Der Pferdeflüsterer) und als 1. Regieassistent an „Quiz Show“ (Quiz Show). Als 1. Regieassistent wirkte er an Mike Newells „Mona Lisa Smile“ (Mona Lisas Lächeln) und „Donnie Brasco“ (Donnie Brasco) mit. Weitere Filme als 1. Regieassistent: Barry Levinsons „Sleepers“ (Sleepers), Robert De Niros „A Bronx Tale“ (In den Straßen der Bronx), Irwin Winklers „Night and the City“ (Night and the City), Adrian Lynes „Jacob’s Ladder“ (Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits), Ridley Scotts „Someone to Watch Over Me“ (Der Mann im Hintergrund), Peter Yates’ „The House on Carroll Street“ (Das Haus in der Carroll Street) und Sidney Lumets aktueller Thriller „Before the Devil Knows You’re Dead“.


MICHAEL BALLHAUS, A.S.C.
Kamera

Ballhaus erhielt 2003 seine dritte Oscar-Nominierung für seine Bilder zu Martin Scorseses Epos „Gangs of New York“ (Gangs of New York). Er ist zuvor bereits zweimal für den Oscar nominiert gewesen: Damit wurde seine Arbeit an „The Fabulous Baker Boys“ (Die fabelhaften Baker Boys) und „Broadcast News“ (Nachrichtenfieber – Broadcast News) geehrt. Nominierungen für den British Academy Award (BAFTA) verbuchte er mit „Gangs of New York“, „GoodFellas“ (GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia) und „The Age of Innocence“ (Zeit der Unschuld). Für den Independent Spirit Award wurde er mit Scorseses „After Hours“ (Die Zeit nach Mitternacht) nominiert. „The Departed“ (Departed – Unter Feinden) ist Ballhaus’ achter Film mit Scorsese – unter anderem drehten sie gemeinsam „The Color of Money“ (Die Farbe des Geldes) und „The Last Temptation of Christ“ (Die letzte Versuchung Christi).

Ballhaus stammt aus Deutschland. Er drehte 15 Filme mit Regisseur Rainer Werner Fassbinder. 1982 debütierte Ballhaus in den USA mit John Sayles’ „Baby, It’s You“ (Baby, It’s You). Weitere Filme: Francis Ford Coppolas „Bram Stoker’s Dracula“ (Bram Stoker’s Dracula); Wolfgang Petersens „Outbreak“ (Outbreak – Lautlose Killer) und „Air Force One“ (Air Force One); Mike Nichols’ „Working Girl“ (Die Waffen der Frauen), „Postcards From the Edge“ (Urlaub von Hollywood) „Primary Colors“ (Mit aller Macht) und „What Planet Are You From?“ (Good Vibrations – Sex vom andern Stern); Robert Redfords „Quiz Show“ (Quiz Show) und „The Legend of Bagger Vance“ (Die Legende von Bagger Vance); Barry Levinsons „Sleepers“ (Sleepers) und kürzlich Nancy Meyers’ „Something’s Gotta Give“ (Was das Herz begehrt).
2006 wurde Ballhaus für sein Werk auf dem 56. Internationalen Filmfest Berlin mit der Berlinale-Kamera ausgezeichnet.


KRISTI ZEA
Produktionsdesign

„The Departed“ (Departed – Unter Feinden) ist bereits Zeas dritter Film mit Regisseur Martin Scorsese. Zuvor stattete sie Scorseses „GoodFellas“ (GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia) und die Episode „Life Lessons“ zu „New York Stories“ (New Yorker Geschichten) aus. Als Produktionsdesignerin betreute sie auch etliche Filme von Jonathan Demme: „The Manchurian Candidate“ (Der Manchurian Kandidat), „Beloved“ (Menschenkind), „Philadelphia“ (Philadelphia), „The Silence of the Lambs“ (Das Schweigen der Lämmer) und „Married to the Mob“ (Die Mafiosi-Braut); sowie Brett Ratners „Red Dragon“ (Roter Drache) und „The Family Man“ (Family Man). Weitere Filme: Roger Michells „Changing Lanes“ (Spurwechsel), Barry Levinsons „Sleepers“ (Sleepers), Jon Avnets „The War“ (Das Baumhaus), George Millers „Lorenzo’s Oil“ (Lorenzos Öl) und Thomas Schlammes „Miss Firecracker“ (Miss Firecracker). Inzwischen abgedreht ist Neil Jordans „The Brave One“, der im Herbst 2007 anlaufen soll.
Die vielseitige Kristi Zea hat auch als Produzentin, Regisseurin des 2. Drehteams und als Kostümbildnerin gearbeitet. Sie produzierte James L. Brooks’ „As Good as It Gets“ (Besser geht’s nicht), der ihr zusammen mit Brooks und Bridget Johnson eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Film einbrachte. Als Regisseurin des 2. Drehteams und Associate Producer war sie an „Philadelphia“ beteiligt; als Associate Producer an „Broadcast News“ (Nachrichtenfieber – Broadcast News) und „Lucas“ (Lucas); und als Regisseurin des 2. Drehteams an „Sleepers“ (Sleepers) und „Beloved“.
Als Kostümbildnerin betreute Zea Lawrence Kasdans „Silverado“ (Silverado); George Roy Hills „The Little Drummer Girl“ (Die Libelle); Franco Zeffirellis „Endless Love“ (Endlose Liebe); und drei Filme von Regisseur Alan Parker: „Birdy“ (Birdy), „Shoot the Moon“ (Du oder beide; auch: Der Konflikt) und „Fame“ (Fame).
Neben ihren Filmen lehrt Zea Film-Produktionsdesign als Aufbaustudium an der Tisch School of the Arts unter dem Dach der New York University.


THELMA SCHOONMAKER, a.c.e.
Schnitt

Thelma Schoonmaker gewann ihre beiden Oscars für den Schnitt von Martin Scorseses „The Aviator“ (Aviator) und „Raging Bull“ (Wie ein wilder Stier). Nominiert wurde sie für zwei weitere Scorsese-Filme, „Gangs of New York“ (Gangs of New York) und „GoodFellas“ (GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia). Am Anfang ihrer Laufbahn wurde Schoonmaker als Schnittleiterin der Dokumentation „Woodstock“ (Woodstock) erstmals für den Oscar nominiert. Die Arbeit am Schnitt des Films teilte sie sich dabei unter anderem mit Scorsese. Außerdem gewann Schoonmaker den British Academy Award (BAFTA) für „GoodFellas“ und „Raging Bull“, und von ihren Kollegen im Verband der US-Cutter wurde sie für „The Aviator“, „Gangs of New York“ und „Raging Bull“ mit dem Eddie ausgezeichnet.

Schoonmaker lernte Scorsese während eines sechswöchigen Sommerkurses an der Filmschule der New York University kennen. Ein paar Jahre später schnitt sie seinen ersten abendfüllenden Spielfilm „Who’s That Knocking at My Door“ (Wer klopft denn da an meine Tür?). Dann trafen sie sich bei „Raging Bull“ wieder, und seitdem hat sie alle Spielfilme des Regisseurs geschnitten: „The King of Comedy“ (King of Comedy), „After Hours“ (Die Zeit nach Mitternacht), „The Color of Money“ (Die Farbe des Geldes), „New York Stories“ (New Yorker Geschichten), „The Last Temptation of Christ“ (Die letzte Versuchung Christi), „Cape Fear“ (Kap der Angst), „The Age of Innocence“ (Zeit der Unschuld), „Casino“ (Casino), „Kundun“ (Kundun) und „Bringing Out the Dead“ (Bringing Out the Dead) sowie die oben erwähnten Filme.
Schoonmaker schnitt für Scorsese auch mehrere Dokumentarfilme: „A Personal Journey with Martin Scorsese Through American Movies“ (Bilder in Bewegung: Das Jahrhundert des Kinos) und „Il Mio Viaggio in Italia“ (Meine italienische Reise).
Neben ihrer Arbeit als Cutterin kümmert sie sich unermüdlich um die nachgelassenen Filme und Schriften ihres verstorbenen Mannes, des Regisseurs und Oscar-Kandidaten Michael Powell.

SANDY POWELL
Kostümdesign

Powell hat zwei Oscars gewonnen und wurde fünf weitere Male nominiert. 1999 erhielt sie gleich zwei Oscar-Nominierungen – für John Maddens „Shakespeare in Love“ (Shakespeare in Love) und Todd Haynes’ „Velvet Goldmine“ (Velvet Goldmine). Den Oscar gewann sie für ihre Kostüme zu „Shakespeare in Love“. Ihren zweiten Oscar erhielt sie dann für Martin Scorseses „The Aviator“ (Aviator). Nominierungen bekam sie außerdem für Scorseses „Gangs of New York“ (Gangs of New York) sowie „Mrs. Henderson Presents“ (Lady Henderson präsentiert), „The Wings of the Dove“ (Die Flügel der Taube) und „Orlando“ (Orlando).

Auch Nominierungen für den Bristish Academy Award (BAFTA) erhielt Powell für alle oben erwähnten Titel. Sie gewann den BAFTA mit „Velvet Goldmine“. Weitere BAFTA-Nominierungen bekam sie für Neil Jordans Filme „Interview With the Vampire“ (Interview mit einem Vampir) und „The End of the Affair“ (Das Ende einer Affäre). Powell entwarf auch die Kostüme für Jordans „The Butcher Boy“ (The Butcher Boy – Der Schlächterbursche), „Michael Collins“ (Michael Collins), „The Crying Game“ (The Crying Game) und „The Miracle“ (Miracle – Ein geheimnisvoller Sommer).

Weitere Filme: „Sylvia“ (Sylvia) mit Gwyneth Paltrow; Todd Haynes’ „Far From Heaven“ (Dem Himmel so fern); Atom Egoyans „Felicia’s Journey“ (Felicia mein Engel) und „Hilary & Jackie“ (Hilary & Jackie); Mike Figgis’ „Miss Julie“ und „Stormy Monday“ (Stormy Monday); „Rob Roy“ (Rob Roy) mit Liam Neeson und Jessica Lange; und „Being Human“ (Wer hat meine Familie geklaut?) mit Robin Williams.


HOWARD SHORE
Musik

Shore hat zuvor bereits vier Filmmusiken für Martin Scorsese geschrieben: „The Aviator“ (Aviator) „Gangs of New York“ (Gangs of New York), „Made in Milan“ und „After Hours“ (Die Zeit nach Mitternacht). Mit den „The Lord of the Rings“-Filmen (Der Herr der Ringe) hat er drei Oscars gewonnen. Den ersten erhielt er 2001 für „The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring“ (Die Gefährten). Zwei Jahre später gewann er gleich zwei Oscars für den dritten Teil der Trilogie: „The Lord of the Rings: The Return of the King“ (Die Rückkehr des Königs), und zwar für die Beste Originalmusik und für den Besten Originalsong, „Into the West“. Für „Der Herr der Ringe“ erhielt Shore außerdem zwei Golden Globes in den Kategorien Beste Filmmusik und Bester Song („Die Rückkehr des Königs“); eine Golden-Globe-Nominierung für „Die Gefährten“; vier Grammys, darunter je einen für die Soundtracks zu „Die Gefährten“, „Die zwei Türme“ und „Die Rückkehr des Königs“ sowie einen für den Besten Song „Into the West“; den Preis des American Film Institute als Komponist des Jahres; sowie zahlreiche Kritikerpreise. Zudem erhielt er Nominierungen für den British Academy Award (BAFTA) für „Die Gefährten“ und „Die Rückkehr des Königs“.
Seitdem zeichnete ihn das National Board of Review (US-Pendant der FSK) für sein Lebenswerk aus. Für seine Musik zu Martin Scorseses „Aviator“ erhielt Shore den Golden Globe und eine BAFTA-Nominierung. Zuvor bekam er BAFTA-Nominierungen für Scorseses „Gangs of New York“ und Jonathan Demmes „The Silence of the Lambs“ (Das Schweigen der Lämmer).
Über lange Jahre hat Shore mittlerweile elf Filmmusiken für David Cronenberg komponiert. Die bisherigen sind „The Brood“ (Die Brut, 1979), „Scanners“ (Scanners – ihre Gedanken können töten, 1980), „Videodrome“ (Videodrome, 1983), „The Fly“ (Die Fliege, 1986), „Dead Ringers“ (Die Unzertrennlichen, 1988 ), „Naked Lunch“ (Naked Lunch – Nackter Rausch, 1990), „M. Butterfly“ (M. Butterfly, 1993), „Crash“ (Crash, 1996), „eXistenZ“ (eXistenZ, 1999), „Spider“ (Spider, 2002) und aktuell „A History of Violence“ (A History of Violence). Derzeit schreibt Shore eine Oper nach Cronenbergs „Die Fliege“ – Cronenberg wird sie in der Spielzeit 2007/2008 an der Los Angeles Opera inszenieren.
Weitere Filme: David Finchers „Panic Room“ (Panic Room) und „Se7en“ (Sieben), Kevin Smiths „Dogma“ (Dogma); Stephen Frears’ „High Fidelity“ (High Fidelity); Harold Ramis’ „Analyze This“ (Reine Nervensache); Tom Hanks’ „That Thing You Do!“ (That Thing You Do!); Tim Burtons „Ed Wood“ (Ed Wood); Joel Schumachers „The Client“ (Der Klient); Jonathan Demmes „Philadelphia“ (Philadelphia); Chris Columbus’ „Mrs. Doubtfire“ (Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen); Barbet Schroeders „Single White Female“ (Weiblich, ledig, jung sucht...); und Penny Marshalls „Big“ (Big).


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