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IZO - The WORLD CAN NEVER BE CHANGED
Japan 2004 - 123 min. - Farbe
Credits
I Z O – THE WORLD CAN NEVER BE CHANGED
Originaltitel: I Z O
Japan 2004 · 123 Minuten · 35mm · Farbe
DVD Audio : Deutsch und Japanisch
Untertitel : deutsch (optional)
Regie ....................................... Takashi MIIKE
Drehbuch ................................. Shigenori TAKECHI
Produzent ................................ Taizou FUKUMAKI, Fujio MATSUSHIMA,
Kazuyoshi OKUYAMA
Produktionsfirma...................... KSS / Excellent Film
Musik ....................................... Kouji ENDOU (Score), Kazuki TOMOKAWA (Songs)
Kamera.................................... Nobuyuki FUKAZAWA
Schnitt...................................... Yasushi SHIMAMURA
Produktionsdesign................... Matsumiya TOSHIYUKI
Ton.......................................... Kenji SHIBAZAKI
Kostüm .................................... Noboru KAWAKAMI, You – ko, Michiko KITAMURA
Special Effects......................... Misako SAKA
Darsteller
Kazuya NAKAYAMA.......... als Izo
Kaori MOMOI..................... als Saya, Izos Frau
‘Beat’ TAKESHI ................. als Premierminister
Ryuhei MATSUDA............. als Herrscher der Welt
Haruna TAKASE................ als Mutter Erde
Ryosuke MIKE................... als Fürst Hanpeida, Izos Herr

Kurzinhalt
1865: Samurai Okada IZO wird als Handlanger des Rebellen Takechi brutal hingerichtet. Von nun an wandelt sein Geist zornig umher. Auf der Suche nach dem Grund für sein trauriges Dasein mordet sich IZO durch die Jahrhunderte und fordert alle zum Kampf, die er für die Enttäuschungen seines Lebens verantwortlich macht: Angefangen bei seiner Mutter und seiner Geliebten zieht seine Rache immer weitere Kreise bis er schließlich einem übermächtigen Wesen gegenübersteht.

Pressenotiz
Könntest Du Gott töten?
Als philosophischer Splatterfilm gefeiert ist IZO Takashi MIIKEs (AUDITION, ICHI THE KILLER) erster Ausflug in das Samurai-Genre und gleichzeitig die erste, lang erwartete Zusammenarbeit der beiden Kultstars MIIKE und Takeshi KITANO (BATTLE ROYALE, ZATOICHI).
IZO ist ein Film, der Philosophie, Splatter- und Samuraifilm auf die MIIKEsche Art vereint. Grenzüberschreitend – wie man es von MIIKE gewohnt ist – konfrontiert IZO den Zuschauer mit Gewalt, Fragen nach nationaler Identität, Loyalität und existenziellen Erfahrungen seines Protagonisten. Die Figur des IZO lehnt sich gegen jegliche Form der Autorität und Bindung auf. Als Symbol hierfür steht die Auseinadersetzung mit dem ‚Premierminister’, kongenial dargestellt von ‚Beat’ Takeshi KITANO.
In Japan ist die Figur des IZO bisher Gegenstand von zwei Romanen und drei Filmen: KYOURAKU NO MAI (1942), FUUN SANJOUGAWARA (1955) und HITOKIRI (1969). Takashi MIIKEs IZO ist die wohl ungewöhnlichste und radikalste Interpretation dieser Figur.

Historischer Bezug
Okada IZO (1838 – 1865) war während des Endes des Edo-Zeitalters ein Samurai im Dienste von Takechi HANPEIDA (1829 -1865), der wiederum dem Kaiser unterstand. Ihr Ziel war der Sturz der mittlerweile Jahrhunderte andauernden Shogun-Herrschaft, des sogenannten TOKUGAWA-Shogunat, um den Kaiser erneut an die Macht zu bringen. Dies führte zu brutalen Kämpfen rivalisierender Samurai-Clans, die einen aus dem Lager des TOKUGAWAShogunats, die anderen auf dem des Kaisers Meiji. Okada IZO gilt als einer der gefürchtetsten Samurai dieser Zeit und als legendärer, unschlagbarer Kämpfer und Auftragsmörder HANPEIDAs. IZO und HANPEIDA wurden von der Polizei des Shogunats hingerichtet.

Regisseur Takashi MIIKE
24. Juni 1960, in Osaka, Japan
Takashi MIIKE studierte am Yokohama College for Television and Film (inzwischen Japan Film Academy) bei Hideo ONCHI und dem Gründer der Akademie, Altmeister Shohei IMAMURA. Auf die Frage jedoch, wo er denn die meisten Erfahrungen gesammelt hätte, antwortete er: „Ich habe mir Bruce Lee-Filme angeschaut!“ Danach sammelte MIIKE praktische Erfahrungen als Regieassistent bei Videoproduktionen, bis er Anfang der 90er Jahre selbst in den Regiestuhl wechselte. Bevor er 1995 seinen ersten Kinofilm SHINJUKU TRIAD SOCIETY realisierte, arbeitete er als Regisseur für Filme, die ausschließlich für den Videomarkt bestimmt waren. Seitdem ist er einer der meistbeschäftigten Regisseure Japans, der bis zu vier Filme pro Jahr realisiert. Neben MIIKEs Arbeitswut liegt dieser enorme Ausstoß darin begründet, dass seine Filme stets mit geringen Budgets und knappen Zeitplänen auskommen müssen. Durch die B-Movie-Produktionsweise behält der Regisseur auch große künstlerische Handlungsfreiheit und die Möglichkeit, seinen subversiven und anarchischen Visionen freien Lauf zu lassen, so unterschiedlich diese auch aussehen.
MIIKEs Gesamtwerk besteht aus allen erdenklichen Genres und könnte sprunghafter nicht sein: die Palette reicht vom Soft-Porno über Teenie-Filme bis zu Horrorthrillern, wobei der größte Teil der Filme – wie etwa FUDOH und DEAD OR ALIVE – im Yakuza-Milieu angesiedelt sind. 1997 wurde er als Bester Regisseur für KISHIWADA SHONEN GURENTAI: CHIKEMURI JUNJOHEN, 1998 vom Takasaki Film Festival als Bester Regisseur für THE BIRD PEOPLE OF CHINA ausgezeichnet. In ISOLA: TAJU JINKAKU SHOJI (2000) ist Takashi MIIKE erstmals als Darsteller zu erleben. Von den Kritikern als einer der gefährlichsten Filmemacher bezeichnet, hat MIIKE
sich auch in seinen nachfolgenden Filmen nicht gescheut für Kontroversen zu sorgen. Ob in AUDITION (1999), der als leise Liebesgeschichte in urbaner Umgebung beginnt und doch als Albtraum endet, oder in ICHI THE KILLER (2001), einer Manga-Verfilmung die die Leinwand in tiefstes Rot taucht, stets ist MIIKE ein Filmemacher, der grenzüberschreitendes Genre-Kino mit Sozialkritik verbindet. So präsentiert er dem Zuschauer in VISITOR Q (2001) ein verstörendes Familiendrama, das alle Tabuthemen durchzuspielen scheint, und mit GRAVEYARD OF HONOR (2002), ein beinahe nihilistisches Remake von Kinji FUKASAKUs Yakuza-Klassiker (1975).
Mit IZO (2004) holt MIIKE zum Rundumschlag gegen (nicht nur japanische) gesellschaftliche Missstände aus und nutzt das Samurai-Genre subversiv, um (japanische) Tabu-Themen, wie z.B. die Vergangenheitsbewältigung des Zweiten Weltkriegs, anzusprechen.
Filmographie (Auswahl):
2004 IZO
2003 ONE MISSED CALL
2002 GRAVEYARD OF HONOR
2001 ICHI THE KILLER
2001 VISTOR Q
1999 AUDITION
1999 DEAD OR ALIVE
1997 RAINY DOG
1996 FUDOH
1995 SHINJUKU TRIAD SOCIETY

Darsteller
Kazuya NAKAYAMA als Izo
Für Kazuya NAKAYAMA ist IZO, nach YAKUZA DEMON (2003), bereits die zweite Zusammenarbeit mit Regisseur Takashi MIIKE. Darüber hinaus hat NAKAYAMA bisher vor allem in Videoproduktionen mitgewirkt. In IZO überzeugt NAKAYAMA, da es ihm gelingt eine schier unglaubliche Wut und Verzweiflung in die Figur des Okuda IZO zu legen.
Filmographie (Auswahl) :
2004 IZO
2003 YAKUZA DEMON
Kaori MOMOI als Saya, Izos Frau
08.04.1952, in Tokio, Japan
Die Schauspielerin Kaori MOMOI ist eine vielseitige Künstlerin, die sich ein breites Profil erarbeitet hat. So ist sie in Japan auch als Sängerin bekannt und hat bereits 15 Alben aufgenommen.
Kaori MOMOI hat mit dem verstorbenen Großmeister des japanischen Kinos, Akira Kurosawa, in seinem Film KAGEMUSHA (1980) gearbeitet. Des weiteren war sie in einer Rolle im Film YENTOWN (1996) zu sehen. In IZO zeigt sie sich von ihrer fragilen, sensiblen Seite.
Filmographie (Auswahl):
2004 IZO
1996 YENTOWN
1980 KAGEMUSHA
‘Beat’ TAKESHI / Takeshi KITANO als Premierminister
18. Januar 1947, in Tokio, Japan
KITANO begann 1972 als ‚Beat’ Takeshi seine Bühnenkarriere. Als eine Hälfte des Comedy- Duos ‚Two Beat’ wurde er zu einer der erfolgreichsten Personen des ‚Manzai’ (Stand-Up Comedy) –Booms in den späten Siebzigern. Mit seiner unverwechselbaren Sprechweise und eigenwilligen Charakteren wurde KITANO zu einem der meistgefeierten Entertainer Japans der Achtziger Jahre. Als Schauspieler benutzt er seinen Künstlernamen ‚Beat’ Takeshi noch heute.
Hierzulande hat sich KITANO vor allem als Regisseur einen Namen gemacht. Seinen ersten Film drehte er 1989, doch erst der außergewöhnliche Erfolg von HANA-BI (1997) bestätigte KITANOs Zugehörigkeit zur Internationalen Klasse. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt HANA-BI in Venedig den Goldenen Löwen und wurde von der Europäischen Filmakademie zum ‚Besten Nicht-Europäischen Film’ gewählt. Im Jahr 2000 drehte KITANO BROTHER, seinen ersten Film, der außerhalb von Japan gedreht wurde. Wie bereits SONATINE (1993), BOILING POINT (1990) und sein Debüt VIOLENT COP (1989) ist auch BROTHER im Yakuza-Milieu angesiedelt.
Filme wie KIKUJIRO (1999) präsentieren dem Zuschauer aber auch einen völlig anderen KITANO; einen mit ganz eigenem Humor und viel Feingefühl. Dies bestätigte er erneut mit DOLLS, seinem zehnten Spielfilm, bei dem KITANO zum ersten Mal seit sechs Jahren ausschließlich hinter der Kamera blieb. Als Regisseur und Hauptdarsteller kehrte er in ZATOICHI (2003) auf die Leinwand zurück, um einen japanischen Samurai-Helden für das neue Millennium zu reinterpretieren. In IZO spielt KITANO in einer weiteren radikalen Neuinterpretation des urjapanischen Samurai - Genres mit.
Filmographie (Auswahl):
Regie, Drehbuch & Schnitt:
2003 ZATOICHI
2002 DOLLS (TAKESHI KITANOS DOLLS)
2000 BROTHER
1999 KIKUJIRO
1997 HANA-BI (FIREWORKS)
Darsteller:
2004 IZO
2001 BATTLE ROYAL (Regie Kinji FUKASAKU)
2000 BROTHER
1999 KIKUJIRO
1998 TOKYO EYES (Regie. Jean-Pierre Limosin)
1997 HANA-BI (FIREWORKS)
1995 GONIN (Regie. Takashi ISHII)
1994 JOHNNY MNEMONIC (Regie. Robert Longo)

Takashi MIIKE über IZO
"I had a wonderful time during making this film IZO. It doesn't fit for any genre. This film is just the Massacre of an assassinator. You might say it is complicated. I know it is complicated. It is really hard to understand.
But I don't care. All I want to say in this film is that how you can be a human being until the end of the world. That's all, and I want you to feel so!"
Quelle: http://www.cineasia-filmfestival.de

Die Musik von IZO
Der Score zu IZO wurde von Kouji ENDOU komponiert, einem langjährigen Weggefährten MIIKEs, der schon bei AUDITION, ICHI THE KILLER und VISITOR Q mitgearbeitet hat. Kommentiert wird der Film zudem von Kazuki TOMOKAWA, eine Größe der japanischen Musikszene. Er tritt als eigene Figur in IZO auf, und seine Lieder unterteilen den Film textlich wie auch musikalisch in verschiedene Akte und sind auf ihre Art ebenso aufwühlend wie MIIKEs Bilder. Bekannt wurde TOMOKAWA durch seinen Avantgarde-Folk in den frühen Siebzigern, als Teil des ‚Underground-Folk-Booms’ in Japan. Er tritt seit 30 Jahren im Club Apia in Tokio auf und ist als sozialkritischer Künstler bekannt.
Pressestimmen
„[…] try to imagine Luis Bunuel and novelists Haruki Murakami and William S Burroughs collaborating on a demented manga version of Highlander[…]“
impact
“Miike discards even the pretense of genre structure, delivering his own personal El Topo-styled hallucinatory head trip about the ills of Japanese society and humanity’s propensity for violence.”
http://www.phillyfests.com
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