Tomtec
FOX SEARCHLIGHT PICTURES
präsentiert
einen MANDATE PICTURES / MR. MUDD PRODUCTION
und JASON REITMAN FILM

ELLEN PAGE
MICHAEL CERA
JENNIFER GARNER
JASON BATEMAN
ALLISON JANNEY
J.K. SIMMONS
OLIVIA THIRLBY
REGIE
JASON REITMAN
DREHBUCH
DIABLO CODY
PRODUKTION
LIANNE HALFON
JOHN MALKOVICH
MASON NOVICK
RUSSELL SMITH
AUSFÜHRENDE PRODUKTION
JOE DRAKE
NATHAN KAHANE
DANIEL DUBIECKI
KAMERA
ERIC STEELBERG
PRODUKTIONSDESIGN
STEVE SAKLAD
SCHNITT
DANA E. GLAUBERMAN
KO-PRODUZENTEN
JIM MILLER
KELLI KONOP
BRAD VAN ARRAGON
MUSIC SUPERVISOR
PETER AFTERMAN und
MARGARET YEN
MUSIK
MATEO MESSINA
SONGS
KIMYA DAWSON
KOSTÜME
MONIQUE PRUDHOMME
CASTING
MINDY MARIN, CSA
KARA LIPSON
Filmlänge ca. 96 Minuten

„Können wir es nicht auf die althergebrachte Art und Weise machen? Ich könnte das Baby einfach in einen Korb legen und zu dir schicken. Wie Moses im Schilf.“
Gestatten: Juno MacGuff (Ellen Page) – selbstbewusster, offenherziger Teenager, der sich mit seiner lässigen, unkomplizierten Einstellung durch ein neunmonatiges Abenteuer ins Erwachsenenleben kämpft. Clever und einzigartig, wie sie ist, tanzt sie auf der High School niemandem nach der Pfeife – außer vielleicht den Stooges. Doch unter dieser rauen Schale verbirgt sich eine Jugendliche auf der Suche nach dem richtigen Weg.
Die meisten Mädchen auf der Dancing Elk High kümmern sich eher um ihre MySpace-Homepages oder den täglichen Shopping-Ausflug, aber Juno lebt nach eigenen Regeln. Ein typisch langweiliger Nachmittag endet sehr aufregend, als Juno beschließt, mit dem charmanten, unaufdringlichen Bleeker (Michael Cera) zu schlafen. Juno wird ungewollt schwanger und brütet gemeinsam mit ihrer besten Freundin Leah (Olivia Thirlby) einen Plan aus, um ein perfektes Elternpaar für das ungeborene Baby zu finden. Die beiden konzentrieren sich bald auf Mark (Jason Bateman) und Vanessa Loring (Jennifer Garner), ein wohlhabendes Pärchen aus der Vorstadt, die sich nichts sehnlicher wünschen, als ihr erstes Kind zu adoptieren. Zum Glück wird Juno bei alldem von ihrem Vater (J.K. Simmons) und ihrer Stiefmutter (Allison Janney) unterstützt.
Nach dem ersten Schock, dass Juno sich mit dem ach so „männlichen“ Bleeker eingelassen hat, halten die beiden zu ihrer Tochter. Vater Mac unterstützt sie bei den Nachforschungen über das auserwählte Paar, während Stiefmutter Bren Juno auf die Vorurteile gegenüber minderjährigen Schwangeren vorbereitet. Während Junos Geburtstermin näher und näher rückt, zeigen sich erste Risse im idyllischen Leben von Mark und Vanessa.
Vom Herbst über den Winter bis zum Frühjahr spiegeln Junos äußere Veränderungen ihr inneres Wachstum wider. Mit Gewitztheit und Intelligenz geht sie ihre Probleme an und zeigt ein Durchsetzungsvermögen, das ihr nur wenige zugetraut hätten.
JUNO wird von Fox Searchlight Pictures herausgebracht. Regie führte Jason Reitman (THANK YOU FOR SMOKING [„Thank you for Smoking“, 2005]) nach einem Drehbuch von Diablo Cody (Candy Girl). Mason Novick, Lianne Halfon, John Malkovich und Russell Smith produzierten den Film für Mr. Mudd, Joe Drake und Nathan Kahane von Mandate Pictures fungierten zusammen mit Daniel Dubiecki als Ausführende Produzenten. Reitmans Partner Jim Miller, der das Projekt zu Mandate geholt hatte, war gemeinsam mit Kelli Konop und Brad Van Arragon mit der Ko-Produktion betraut.
Erklärung des Regisseurs
Als ich zwölf Jahre alt war, entschieden sich meine Eltern ein Kind zu adoptieren. Ich wuchs in einem Haus auf, das dem Anwesen der Lorings sehr ähnelt, mit Räucherstäbchen, Nippes in Plexiglas, und einer Galerie von Familienporträts, auf denen wir alle weiß gekleidet sind (tja, so waren wir!).
Eines Morgens versammelten wir uns alle im Wohnzimmer und meine Schwester und ich wurden darüber informiert, dass uns ein Sozialarbeiter besuchen würde, um herauszufinden, ob wir einem Adoptionskind ein passendes Zuhause bieten könnten. Es war wie ein Vorsprechen, ein Test, um zu zeigen, was für eine gute Familie wir waren.
Rückblickend weiß ich natürlich, dass wir als Kandidaten weit vorne lagen, eine liebevolle, wohlhabende Familie, die aus gutem Grund ein Kind adoptieren wollte. Aber ich erinnere mich an den Druck, den ich damals empfand. Ich verbrachte Stunden unter den Augen dieses Sozialarbeiters und fühlte mich, als ob ich mich in der englischen Romanausgabe meines eigenen Lebens befände: „Hallo Schwester, würdest Du gerne meinen Orangensaft mit mir teilen?“
Junos Geschichte basiert in gewisser Weise auf Diablos Jugenderinnerungen. Eine ihrer besten Freundinnen wurde in der High-School schwanger und entschloss sich, das Baby auszutragen.
Diablo wurde oft gefragt, was sie dazu brachte, aus dieser Geschichte ein Drehbuch zu machen. Die erste Szene, an die sie gedacht hatte – das was JUNO ausmacht – ist das erste Treffen im Haus der Lorings, wenn Juno die potenziellen Eltern ihres Babys kennen lernt.
Diese Szene ist unglaublich komplex in Bezug auf die Dynamik der unterschiedlichen Charaktere:
- Da ist dieser Mittelschicht-Vater, der so ein Haus normalerweise nur betreten würde, um die Heizung zu reparieren und nun wie ein König behandelt wird.
- Da ist ein 30jähriger Mann, den der Gedanke an eine bevorstehende Elternschaft in Schrecken versetzt. Er muss auf der einen Seite seine Frau beschwichtigen und ist auf der anderen Seite fasziniert von diesem einzigartigen jungen Mädchen.
- Da ist eine 30jährige Frau, die selbst keine Kinder haben kann und die sich deshalb einem Teenager zuwendet, den sie in einem Einkaufszentrum einfach ignorieren würde. Sie bewegt sich wie auf rohen Eiern und hofft, das Vertrauen dieses Mädchens zu gewinnen, das seine Schwangerschaft eher als eine Unbequemlichkeit sieht.
- Da ist dieses kleine 16 Jahre alte Mädchen, das normalerweise gegen alle gesellschaftlichen Schranken anrennt, das jetzt aber diese Erwachsenen unter die Lupe nimmt.
Letzten Endes ist JUNO nicht nur ein Film über die Schwangerschaft eines Teenagers, er erzählt auch die Geschichte der schwierigen Balance zwischen all diesen Figuren. Irgendwie schafft es Diablos Drehbuch sich all diesen Charakteren auf anspruchsvolle Weise, mit der nötigen Ernsthaftigkeit und dem notwendigen Respekt zu nähern.
Es gibt so viele Dinge, die dazu beitragen, dass ein Film funktioniert. Die Prozesse des Filmemachens sind zu kompliziert, als dass man eine Sache herausnehmen könnte. Aber wenn ich mich an diese erste Szene erinnere, und an die Darstellung dieser Charaktere, dann denke ich, dass Diablo und ich in dieser Szene auf der jeweils entgegengesetzten Seite des Wohnzimmers saßen. Die Kombination dieser Erfahrungen und das Zusammenwirken dieser unterschiedlichen Perspektiven führen dazu, dass in diesem Film nicht nur Humor sondern auch so viel Wärme mitschwingt.“
Jason Reitman
Erklärung der Drehbuchautorin
Mein Name ist Diablo Cody – naja, nicht wirklich. Aber was soll’s? Zu Kunstgriffen wird man in Hollywood ermutigt, sie werden sogar honoriert. Dies ist eine Stadt, in der alle „natürlichen“ Blondinen buchstäblich bis zu den Zähnen wasserstoffblond sind und sich bräunen, bis sie sich eine gegerbte, unzersetzbare Lederhaut zugelegt haben. Es ist ein Ort, an dem Todfeinde ihren Zorn hinunterschlucken und sich in die Arme fallen. An blauen, heißen Nachmittagen wirkt sogar die Luft wie ein Seidenmalerei-Bild, wenn die Wolken so aussehen wie Jayne Mansfields Haar und die Sonne unbeständig funkelt. Es ist alles ziemlich cool, aber es ist ganz sicher nicht real.
Das ist nur ein Grund warum ich immer noch ziemlich von den Socken bin, dass JUNO, ein unkonventioneller kleiner Film, der das Herz auf der Zunge trägt, überhaupt zustande kam.
Ich habe das Buch im fernen Minnesota geschrieben, was logischerweise schon mal gegen mich sprach. Manchmal schrieb ich am Küchentisch, manchmal schrieb ich in der Kneipe, manchmal klaubte ich einige Dialogzeilen während meiner kostbaren 15-Minuten-Pausen bei der Arbeit zusammen. JUNO wurde zu meiner geheimen Leidenschaft und ich erwartete unsere gemeinsame Zeit so sehnsüchtig wie ein Schulmädchen ein Rendezvous. Ich weiß nicht, ob irgendjemand daran glaubte, dass ich wirklich ein Filmdrehbuch schreiben könnte – ich glaubte es nicht.
Im Gegensatz zu den Drehbuchautoren, die ihre Ware im grausamen Burbank anbieten müssen, schrieb ich in einem bequemen Vakuum.
Ironischerweise ist der Mann, der dieses absolute Midwestern-Drehbuch auf die Leinwand brachte, ein totaler Hollywood-Boy. Jason Reitman. Ich meine, er ist der Spross einer verdammten Filmemacher-Dynastie. Dieser Typ kannte in seiner Jugend alle Ghostbusters persönlich (und wenn du in den achtziger Jahren ein Kind warst, dann weißt du, dass das verdammt toll ist).
Und dennoch, als wir uns zum ersten Mal trafen, über einem Waffenladen am Sunset, strahlte er eine Wärme und Authentizität aus, die man nur selten findet. Für den Sohn eines A-Regisseurs wirkte er viel zu cool, viel zu real.
Sagen wir mal so: Ich verbrachte meine College-Jahre damit MTV zu glotzen und mich von meinen Mittelklasse-Eltern abzunabeln. Währenddessen verkaufte Reitman, das so genannte ‚Privilegierten-Kind’, Anzeigen in USC-Kalendern um damit seinen ersten Kurzfilm zu finanzieren. Sein Arbeitsethos täuscht über seine Herkunft hinweg.
Reitman und ich verstanden uns auf Anhieb, obwohl er Anfangs Scherze darüber machte, dass er sich vor meinen Tattoos fürchtete. Ehrlich gesagt hatte ich Angst vor seinem Talent. Ich hatte inzwischen den Mut aufgebracht, mit etwas mehr Selbstvertrauen an das Drehbuch zu gehen, aber ich hatte nicht erwartet, dass jemand wie Jason – der selbst ein wunderbarer Autor ist – seinen eigenen Kram zur Seite packen würde, um bei JUNO Regie zu führen. Aber genau das tat er und nach ein paar Monaten drehten wir in Vancouver. Es war total verrückt.
Ich finde keine Worte, um zu beschreiben, wie es war, Schauspieler wie Ellen Page und Allison Janney dabei zu beobachten, dieses Drehbuch lebendig werden zu lassen. Stundenlang hing ich vor den Monitoren und wurde fast verrückt. Es ist schwer zu sagen, was schöner war, JUNO zu schreiben oder das Drehbuch in die Hände dieser begabten Leute zu geben.
Seit JUNO habe ich weitere Drehbücher geschrieben und ich hoffe, so Gott will, dass ich noch mehr schreiben werde. Aber Jason hat mich oft daran erinnert, dass es auch beim Film nur ein ‚erstes Mal’ gibt. Und wie Juno MacGuff, die (so unwahrscheinlich das auch ist) ihre wahre Liebe mit 16 findet, habe ich das Glück gehabt, filmisch gesehen mein „erstes Mal“ auf eine höchst angenehme Weise zu erleben. Der gesamte Ablauf, vom Schreiben, über die Produktion, bis zur Herausbringung des Films, war so warmherzig, erfreulich und vor allem: so real. In Hollywood ist das viel bemerkenswerter als Sashimi auf einer CAA-Party.
Diablo Cody

Produktionsnotizen
WER IST EIGENTLICH DIESES MÄDCHEN?
Juno, die von der Roman- und Drehbuchautorin Diablo Cody entwickelt wurde, ist eine einzigartige Figur, die wenig mit Leinwandkollegen aus anderen Coming-of-Age-Filmen gemeinsam hat. Sie ist direkt, witzig, charmant und selbstbewusst. Egal, ob sie ihrer Freundin Leah intime Details ihrer Entjungferung anvertraut oder ihren Eltern von ihrer Schwangerschaft erzählt – Juno zieht mit Scharfzüngigkeit und (manchmal brutaler) Ehrlichkeit stets die Aufmerksamkeit auf sich.
Auf der Suche nach dem Stoff für ein Drehbuch sah sich Diablo Cody zeitgenössische Teenie-Filme an und fand dort eine Lücke, für junge Mädchen mit großer Persönlichkeit. „Ich hockte in meinem Haus in Minnesota und überlegte, welche Geschichte noch nicht erzählt worden ist“, erklärt Cody. „Vieles von dem, was ich sah, waren müde aufgewärmte Stories.“
Während des Schreibens versetzte sie sich zurück in ihre eigene Jugend. „Es war ganz einfach“, beschreibt Cody die Arbeit an den Figuren und den Details der Story. „Es war wie atmen. Ich legte Juno quasi als eine Art Fortsetzung meiner eigenen Person an.“
Sie erinnerte sich an Gespräche und Situationen, die sie selbst miterlebt hatte. Eine der Stärken des Films sind die offenen, komischen Dialoge zwischen Juno und ihren Freundinnen über Sex, die sich teilweise aus der Erinnerung Codys speisen. „Meine Freundinnen und ich waren wie Juno und Leah. Wir haben dauernd über Sex geredet. Es gibt eine Szene, in der Leah über Sex mit ihrem Freund erzählt und dass sie oben war, weil sie so leichter zum Orgasmus kommen konnte. Dieses Gespräch fand wirklich statt, als eine Freundin und ich gerade 16 waren. Manche Leute mag das schockieren, aber es ist ziemlich realistisch.“
Aber es gibt weitere interessante Aspekte an Juno außer der Tatsache, dass ihr der erste Sex eine Schwangerschaft beschert. Für die talentierte Hauptdarstellerin Ellen Page ist Juno ein untypischer Teenager. „Juno ist zunächst mal eine hervorragend geschriebene Jugendliche, das gibt es nicht sonderlich oft. Sie ist aufrichtig, originell, ganz ohne Klischees – wunderbar für eine Schauspielerin. Meine Aufgabe war es, eine Verbindung zu ihr herzustellen und ihre Sprechweise, ihre Dialoge – und ihre Beziehungen – authentisch wirken zu lassen. Je mehr man den Leuten vertraut, mit denen man zusammenarbeitet, umso einfacher ist so etwas. Ich konnte einfach in die Rolle eintauchen.“
JUNOS GEBURT
JUNO hätte es ohne die unermüdliche Arbeit der Filmemacher, die an dieses Projekt glaubten, niemals bis auf die Leinwand geschafft. Alles nahm seinen Anfang mit Produzent Mason Novick, der beim Surfen im Internet auf einen Blog von Diablo Cody stieß. Ihr humorvoller Stil, der unverkennbar weiblich, stets am Puls der Zeit und absolut ehrlich war, nahm ihn sofort gefangen. „Als Produzent lese ich viel, das lustig sein soll und in Wahrheit ziemlich furchtbar ist“, sagt Novick. „Ich las ihren Blog ein halbes Jahr lang jeden Tag und musste jeden Tag lachen. Also rief ich sie eines Tages aus heiterem Himmel an und sagte: ‚Hi, ich bin Produzent, lebe in Los Angeles, lese täglich Ihren Blog und lache mich scheckig darüber. Haben Sie schon mal daran gedacht, ein Drehbuch zu schreiben?’ Sie antwortete: ‚Daran gedacht schon, aber ich habe es noch nie versucht.’“
Doch sie hatte bereits ein Buch geschrieben mit dem Titel: Candy Girl: A Year in the Life of an Unlikely Stripper. Die beiden sprachen über diesen Wälzer und Novick sandte Candy Girl an einen New Yorker Literaturagenten, der das Buch an Gotham Books verkaufte. „Mittlerweile diskutierten wir über eine Adaption von Candy Girl für die Leinwand“, erinnert sich Novick, „und ich erwähnte, dass Diablo den Studios ein Exposé vorlegen müsse. Wenige Monate später rief sie an und sagte: ‚Das Exposé ist fertig“, und sie schickte mir JUNO. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen, und es haute mich um. Das Buch, nach dem wir schließlich drehten, weicht kaum davon ab. So etwas gibt es selten, das Herz der Geschichte und die Charaktere springen einen förmlich von der Seite an.“
Novick brachte das Projekt im Mai 2005 zu Jim Miller, dem Creative Executive bei Mandate. Joe Drake und Nathan Kahane sagten sofort ihre Mitarbeit für alle Phasen der Produktion zu und das war eine Bestätigung, dass dies ein Drehbuch von großer Originalität war.
Kahane brachte dann zusammen mit Drake und Novick das Projekt zu Lianne Halfon, Russell Smith und John Malkovich von der Firma Mr. Mudd. Deren vorheriger Film GHOST WORLD schien perfekt zu Codys ähnlich markanter Sprache zu passen.
Dann begaben sich alle gemeinsam, Mandate, Novick und Mr. Mudd auf die anstrengende Suche nach einem Regisseur, der Codys Drehbuch perfekt ergänzen sollte. Das Ganze entwickelte sich fast wie die Suche nach einem geeigneten Hauptdarsteller, bis im August 2006 Jason Reitman an Bord kam.
„Wir wurden von Mandate ausgewählt, weil sie wussten, dass sie ein ganz besonderes Drehbuch hatten. Und sie wollten Produzenten, die diese Besonderheit unverfälscht auf die Leinwand bringen konnten“, sagt Lianne Halfon. „Obwohl die Studios vom Drehbuch beeindruckt waren, waren sie misstrauisch wegen des Themas und sie waren nicht sicher, ob ein Regisseur es schaffen würde, die nötige Authentizität und die Gefühle dieser Geschichte einzufangen. Wir trafen uns mit fünfzig Regisseuren und als wir uns mit Jason trafen, wussten wir sofort, wir haben den Richtigen gefunden.“
„Es war einfach, sich für Jason zu entscheiden. Seine Leidenschaft für dieses Projekt war enorm. Wir entdeckten einen lustigen, gefühlvollen Filmemacher, der ein unglaubliches Talent hat“, sagt Russ Smith von Mr. Mudd.
„Diablos Sprache hat uns bei Mandate sehr angesprochen und berührt und mit Jason Reitman als Regisseur erfüllten sich all unsere Erwartungen an dieses Projekt“, stimmt Kahane zu.
Diablo Cody war begeistert, dass Jason Reitman ihr Drehbuch auf die Leinwand bringen würde. „Ich habe es nicht erwartet“, sagte sie, „darum war ich so aufgeregt, als ich hörte, er sei interessiert. THANK YOU FOR SMOKING hat gezeigt, was für ein talentierter, selbstsicherer Filmemacher Jason ist. Ich war sicher, dass der Stoff bei ihm in guten Händen sein würde, und das war dann auch der Fall. Ich weiß bis heute nicht genau, was ihn zum Drehbuch hingezogen hat, aber ich bin einfach froh, dass es so war.“
Novick meint, dass die im Film beschriebenen Gefühle und Situationen für die heutige Gesellschaft aktuell und relevant sind. „Diablo weiß wirklich, wie diese Kids reden und wie Erwachsene in ihrer Gegenwart sprechen. So hat sie sehr präzise Figuren erschaffen, die niemals verlogen wirken. Wir haben es ihr zu verdanken, dass JUNO ein Teenie-Film ist, der nicht auf Teenager herabsieht.“
DAS CASTING VON JUNO
Die Besetzung ist eine entscheidende Komponente für jeden Film. Bei JUNO mussten sich die Filmemacher der Aufgabe stellen, eine Schauspielerin zu finden, die Junos komplexer Persönlichkeit gewachsen war. Das Publikum sollte nicht nur viel über sie erfahren, sondern sie auch mit all ihren Fehlern mit offenen Armen annehmen können. Reitman wusste, dass Ellen Page – Freunden des Independent-Films bekannt durch ihre mitreißende Darstellung in dem kontroversen HARD CANDY („Hard Candy“, 2005) an der Seite von Patrick Wilson – die richtige Wahl war für diese große Herausforderung.
„Wenn man so großartige Schauspieler zur Verfügung hat, möchte man die Geschichte einfach nur mit ihren Gesichtern erzählen. Gerade Ellen kann unglaublich subtile Nuancen in ihrer Mimik ausdrücken. Ich konnte ihr 120 Anmerkungen zu einer Einstellung mitgeben, sie setzte alles um“, erklärt Reitman.
„Viele Darsteller sind mimisch stark, recherchieren intensiv über ihre Rolle oder haben einfach natürlichen Charme“, bemerkt Reitman, der Page mit Meryl Streep vergleicht. „Das Besondere an Ellen ist, dass sie weiß, was Juno in einem beliebigen Moment tun, sagen oder fühlen wird. Sie konnte diese Juno-Figur so einfach wie einen Lichtschalter an- und ausstellen. Es war unglaublich, das zu beobachten.“
Ihre Kollegen stimmen zu. „Sie ist eine schöne und beeindruckende Schauspielerin“, lobt Jennifer Garner. „Von Beginn der Proben an dachte ich mir, wer ist sie, wo kommt sie her und wie hat Jason sie gefunden? Sie wird die Leute umwerfen, in diesem Film und dann wieder und wieder und wieder. Sie wird eine sehr wichtige Darstellerin werden.“
Allison Janney fällt eine andere wichtige Schauspielerin ein, wenn sie an Page denkt. „Sie erinnert mich an die junge Audrey Hepburn. Es gibt eine schöne, weibliche Seite an ihr, und doch spielt sie diesen toughen, coolen Charakter“, sagt sie. „Sie hat vor nichts Angst. Ich war sehr beeindruckt von ihr und bewundere sie einfach. Hoffentlich kann ich wieder einmal mit ihr arbeiten; sie ist großartig.“
Auch Jason Bateman hielt die Entscheidung der Filmemacher für richtig, Ellen Page die Rolle zu geben. „Der Film steht oder fällt mit Juno“, sagt er. „Und zum Glück hatten sie Ellen Page, um sie zu spielen, so dass man sich zurücklehnen und von ihr führen lassen konnte. Sie spielte niemals forciert und schuf eine sehr starke und beständige Atmosphäre, in die wir unsere Figuren einfügen konnten.“
Sicher war es eine Hilfe, dass Page sich Juno sehr nahe fühlte. „Ich wollte unbedingt Juno sein, ich hatte große Ehrfurcht vor ihr“, sagt Page. Und um mit Junos Worten zu sprechen: „Das Skript rockt…Ich bin dankbar, dass ich ein Teil von JUNO sein kann.“
Ebenso dankbar ist sie für den Aufschwung, den ihre Karriere mit HARD CANDY nahm. „Ich hatte zuletzt sehr viel Glück. Ich konnte so viele unterschiedliche Rollen spielen, gerade vergangenes Jahr. Es war wunderbar, ich hatte großartige Möglichkeiten.“
Es ist mehr als wahrscheinlich, dass ihre Rollenauswahl in Zukunft noch ein wenig größer werden wird.
DIE LORINGS: DAS PERFEKTE LEBEN IN SUBURBIA?
Auf den ersten Blick sehen die Lorings – Junos auserwähltes Paar für die Adoption ihres Babys – wie ein typisches Vorstadt-Pärchen aus, das Plätzchen backt, über ein doppeltes Einkommen, ein schönes Haus und noble Werte verfügt. Aber es gibt unter dieser Oberfläche Aspekte in der persönlichen Geschichte der beiden, die sie noch interessanter und komplexer machen. Jennifer Garners Charakter Vanessa Loring ist der Inbegriff des post-feministischen Konsumwahns. Eine Frau, die Macht und Freiheit in ihrer Karriere findet und ihren Erfolg am Besitz materieller Güter und sogar dem Besitz eines Kindes misst.
„Mir gefiel, dass die Figuren den Konventionen widersprechen und persönliche, im Gegensatz zu politischen, Entscheidungen für sich selbst treffen – so wie im richtigen Leben“, sagt Reitman. „Die Frauenbewegung hat Vanessas Karriere den Weg geebnet, aber im Endeffekt möchte sie eine Vollzeit-Mama sein“, sagt er. „Heutzutage sind viele Frauen, die Kinder wollen, hin- und hergerissen zwischen diesem Wunsch und all dem, das sie schon in ihre berufliche Laufbahn investiert haben.“
JUNO wirft einen authentischen Blick auf die Teenager von heute. Der Film gibt darüber hinaus aber auch zwei talentierten, erfolgreichen Schauspielern, Jennifer Garner und Jason Bateman, die Möglichkeit, das gefühlvolle, facettenreiche Bild eines Paares und einer komplizierten Ehe zu zeichnen.
Das Haus, das Reitman und sein Team für Vanessa und Mark Loring ausgesucht hatten, steht in dem extrem schicken, abgeriegelten Vorort-Bezirk Glacial Valley Estates, den Reitman durch eine listige Montage von Häusern einführt, die im Vorbeifahren alle gleich aussehen.
In diesem massenproduzierten Heim führen zwei Wendeltreppen, von denen die Besucher im riesigen Foyer begrüßt werden, zu den Schlafzimmern im Obergeschoss. Eines davon ist Mark Lorings Zimmer, wo er sich mit den Gitarren beschäftigt, die er in der Rock-Band seiner verblichenen Jugend spielte.
„Mark“, so Jennifer Garner, „wird nie erwachsen, weil er nicht erwachsen werden will. Als Juno in sein Leben tritt, wird ihm klar, dass er mit einer jüngeren Frau zusammen sein will, jemandem, den er beeindrucken und kontrollieren kann. Er will ein Mann sein, zu dem ein Mädchen aufblicken kann. Vanessa ist zu dieser Zeit vielleicht nur noch mit ihm zusammen, weil sie möchte, dass ihre Ehe funktioniert. Er ist noch nicht bereit, erwachsen zu werden, sie ist es schon lange.“
Die Frage nach der Zukunft der Beziehung von Mark und Vanessa, die durch Junos Einbruch in ihr süßes Vorstadt-Leben gehörig kompliziert wird, löst sich im Film. Garner: „Eine Weile würde es wohl noch gut gehen, wenn Juno nicht auftauchen und alles kaputt machen würde. Aber es ist gut, dass sie als Antrieb für die Trennung da ist – die beiden gehören einfach nicht zusammen.“
DIE MacGUFFS: ELTERN DES 21. JAHRHUNDERTS
Ein Darsteller, der sowohl in THANK YOU FOR SMOKING als auch in JUNO auftritt, ist J.K. Simmons. Simmons spielt Nick Naylors knallharten Chef am Institut für Tabakstudien, und auch in JUNO ist er wieder ein kantiger Kerl: Junos Vater Mac. Aber trotz seines harten Auftretens hat Mac eine zärtliche Seite, die laut Reitman der Persönlichkeit Simmons’ entspricht.
„Für jeden Regisseur gibt es einen Schauspieler, mit dem er jeden Film drehen möchte“, sagt Reitman, „und für mich ist das J.K. Simmons. Wir ergänzen uns gut, sprechen dieselbe Sprache. Er hat auf den Satz ‚Mr. President, die Raketen sind in der Luft’ seine Karriere aufgebaut und so viele harte Kerle gespielt, dass mir die Idee gefiel, ihn hier als Junos Vater Mac zu besetzen. In Wirklichkeit ist J.K. ein großer Teddybär, ein Familienmensch, und es war wunderbar, diese Seite aus ihm herauszuholen.“
Zuschauern, die beide Filme gesehen haben, wird womöglich die Bedeutung auffallen, die Reitman Vater-Kind-Beziehungen beimisst. In THANK YOU FOR SMOKING macht Nick Naylor sich viele Gedanken, was sein Sohn von ihm halten mag, während die Hauptfigur in JUNO sich oft in den Armen ihres Vaters trösten lässt.
„Die Beziehung zwischen mir und meinem Vater ist wunderbar“, sagte Reitman. „Er hat mir soviel mit auf den Weg gegeben, für das ich ihm dankbar bin. Ich versuche, mein Leben so zu leben wie er. Es lässt sich wohl nicht verhindern, dass diese Dynamik sich auch in meinen Filmen wieder findet.“
Sowohl Allison Janney, die Macs Ehefrau und Junos Stiefmutter spielt, wie auch Reitman stellten unabhängig voneinander fest, dass sie in zwei Filmen seines Vaters mitspielte: in SIX DAYS, SEVEN NIGHTS („Sechs Tage, sieben Nächte“, 1998 ) und PRIVATE PARTS („Private Parts“, 1997).
Reitman fällt zu Janney ein: „Ich bin schon lange ein Fan von ihr. Ich liebte ihre Performances in AMERICAN BEAUTY („American Beauty“, 1999) und in der TV-Serie ‘The West Wing’. Sie kann alles spielen.“
Janney sagt: „THANK YOU FOR SMOKING gefiel mir außerordentlich gut. Und dann traf ich Jason und war sofort begeistert von ihm. Mir ist es enorm wichtig, mit einem Regisseur gut auszukommen und das Gefühl zu haben, dass wir einer Meinung sind. Jason ist sehr klug, unkompliziert und auf eine so nette Art und Weise zugänglich, dass ich dachte: ‘Okay, mit dem kann ich gut arbeiten.’“
Diablo Cody hat über Janneys Charakter, eine Stiefmutter, die vielen Erwartungen widerspricht, die mit einer solchen Rolle einhergehen, einiges zu sagen. „Ich liebe Allisons Figur“, sagt sie, „und es gibt einen ziemlich narzisstischen Grund, warum sie in dem Film mitspielt. Ich bin selbst Stiefmutter, und wann immer ich mir Filme mit Stiefeltern ansehe, sind sie mit ihren Kindern zerstritten, stehen als Hindernis da oder sind schlichtweg böse. Es ist frustrierend, gemeinsam mit meiner Stieftochter, die ich abgöttisch liebe, solche Filme anzusehen. Also nahm ich mir vor, eine coole Stiefmutter zu schreiben. Sie ist nach wie vor ein strenger Elternteil, aber sie ist liebevoll und jemand, mit dem man mitfühlen soll.“
Janney bemerkt, dass Cody in Bezug auf die weiblichen Charaktere in JUNO „alle Möglichkeiten durchspielt. Jede Art von Frau ist in dem Film repräsentiert. Ich spiele eine Stiefmutter aus einer früheren Generation. Jennifer Garners Rolle ist die einer modernen Figur, vielleicht die femininste im ganzen Film, die ein Baby und eine traditionelle Familie möchte. Und Juno ist natürlich eine Frau, die gerade erwachsen wird und der alle Optionen zur Verfügung stehen.“
Über die Vielzahl unterschiedlicher Frauenrollen im Film sagt Cody: „Frauen werden oft stereotyp als sehr emotionale, melancholische Wesen dargestellt, die Gefühle in die Welt tragen sollen, aber das ist Kokolores: Frauen sind clever, Frauen sind witzig, Frauen haben’s drauf. Ich wollte zeigen, dass diese Mädchen vielschichtige Menschen sind und keine klischeehaften Teenie-Girls, wie wir sie oft in den Medien sehen, wo sie als wilde, hormongesteuerte, boshafte, Image-besessene Zicken dargestellt werden.“
JUNO, BLEEKER & LEAH: FREUNDE FÜR IMMER
Für die Rollen der Sidekicks und besten Freunde Junos wählte Reitman mit Michael Cera und Olivia Thirlby zwei Schauspieler aus, die gerade schwer im Kommen sind. Ihre Darstellungen von Junos schrulligem Umfeld ergänzen Pages charismatische Performance hervorragend. Cera brilliert als Paulie Bleeker, der Vater von Junos Baby, während Thirlby den frischen Geist und die jugendliche Energie von Junos bester Freundin perfekt herausarbeitet. „Sie macht einige der besten Sprüche im ganzen Film“, sagte Thirlby. „Sie ist sehr komisch, und ich habe diese fantastische, witzige Rolle sehr gerne gespielt.“
Cera gab seiner Rolle die Möglichkeit, in das Leben eines Schülers hineinzuschnuppern, wozu er in Wirklichkeit nicht lange Gelegenheit hatte. „Ich war nur ein Jahr auf der High School und habe den Rest übers Internet erledigt“, gibt der Schauspieler zu. Die seltsame Erfahrung der ersten Liebe stellt er fabelhaft dar. „Bleeker fährt voll auf Juno ab, bei ihr fühlt er sich besser“, sagt Cera. „Offensichtlich ist er mit der Situation ziemlich überfordert und macht sich Sorgen um ihre gemeinsame Zukunft, als Juno schwanger wird. Aber Junos Entscheidung, das Kind wegzugeben, erleichtert ihn sehr. Seine Hauptsorge gilt der Freundschaft der beiden und seinen Bemühungen, Juno als feste Freundin zu gewinnen.“
Beide Schauspieler loben die präzise, wirklichkeitsgetreue Darstellung von modernen Teenagern im Film, was ihre Performances leichter und gleichzeitig noch einzigartiger machte. Thirlby fügt hinzu, es sei „sehr schwierig, einen dummen Teenie zu spielen.“ Cera stimmt dem zu: „Es ist mir wirklich lieber, wenn Jugendliche als klug dargestellt werden, das halte ich schon für authentischer.“
WIE JUNOS LOOK GESCHAFFEN WURDE
„Im Film gibt es Jahreszeiten – Herbst, Winter, Frühling – die mir beim Lesen sehr wichtig schienen“, sagt Reitman, „weil sie die Drittel von Junos Schwangerschaft widerspiegeln.“
Auf die Frage nach dem Einsatz von Farben in seinem Film – dem satten Burgunderrot und Gold der Dancing Elk-Outfits, den Blättern der Bäume, die in den Totalen quasi mit der Wärme des Herbstes oder der Hysterie des Frühlings pulsieren – weist Reitman darauf hin, wie durch Farbgebung Charaktere geformt werden können.
„Ich habe für die wichtigen Figuren in THANK YOU FOR SMOKING viele satte Brauntöne, Tabaktöne, verwendet, um sie mit dem strahlenden Weiß Hollywoods zu kontrastieren, einer Welt, die Nick Naylor sehr fremd ist. Der liberale Senator aus Vermont trägt grün, und so weiter“, erklärt er.
Beim Gespräch über die Farbenpalette, die in den frühen Szenen von JUNO Verwendung findet –„Juno unter ihrer kleinen roten Kapuze auf dem Weg durch eine Welt aus dunklem Grün und Braun“, wie Reitman es beschreibt – gibt der Regisseur eine seltene Unsicherheit zu, die ihn während des Drehs der Szene ereilte, in der Juno anscheinend an Selbstmord denkt.
„Mit dieser Stelle im Drehbuch konnte ich erst nicht viel anfangen. ‚Was soll das hier, am Anfang einer Komödie?’, dachte ich mir, aber als wir beim Drehen waren, wollte ich volles Selbstbewusstsein zeigen. Wir brauchten den richtigen Baum und ein wirklich, wirklich langes Seil aus Lakritze, also wurden diese Dinge gesucht, bzw. hergestellt, aber ich war mir wirklich immer noch nicht sicher. Doch mit einer von Ellens Ideen wurde alles anders: Sie beißt die Lakritze durch, und plötzlich machte alles Sinn. Im ersten Moment denkt Juno, ihr Leben sei vorbei, und dann ist sie auf einmal wieder Kind – das legt den Grundstein für viele ihrer Entscheidungen im Film. Sie spielt ein Mädchen, das vollkommen am Ende ist, und bringt die Leute dann zum Lachen.“
Für Produktionsdesigner Steve Saklad, der mit Reitman schon an THANK YOU FOR SMOKING gearbeitet hatte, bot sich mit JUNO die Chance, „die Zimmer drei unterschiedlicher Sechzehnjähriger zu entwerfen, die Räume von Junos unorthodoxen, bodenständigen Eltern zu gestalten, wo jedes Stück Dekoration eine langjährige Geschichte hat, und die Welt von Vanessa und Mark Loring zu erschaffen – in dem Wissen, dass Vanessa wohl jedes Design-Magazin kennt und versuchen würde, diesen mit der Einrichtung ihres Hauses so nahe wie möglich zu kommen.“
Kostümdesignerin Monique Prudhomme ging mit den gleichen Gedanken an Vanessa und Mark Lorings Garderobe heran, zumal diese den ersten Eindruck mitbestimmt, den Juno, ihr Vater und das Publikum von dem Pärchen bekommt.
„Vanessas Kleidung ist schlicht und sehr geschmackvoll – aber auch ein bisschen zugeknöpft. Sie zieht sich konservativ an, wählt sehr präzise aus, weiße Manschetten, Kragen – sie ist kantig. Jennifer Garner hat einen wunderschönen Kiefer, mit dem man sehr gut arbeiten kann, weil er der Figur ein bisschen Strenge verleiht, vor allem zu Beginn. Darum haben wir Jason Bateman in einen ähnlich konservativen blauen Pullover gesteckt, der Vanessas ergänzt: Ihm wird gesagt, wer er sein soll – jemand, der er nicht sein will. Das ist der Konflikt im Haus der Lorings. Später wird manchem auffallen, dass seine Kleidung sich mehr der Art und Weise annähert, wie sich auch Juno kleidet.“
Wenn die Kamera den Zuschauer nach draußen führt, zum Beispiel auf die Laufstrecke der Dancing Elk High, kann man förmlich die frische, kalte Luft in den Lungen spüren. Wenn Juno sich aber ihren Weg durch die Gänge oder den Speisesaal bahnt, ist die Kamera ihr dicht auf den Fersen und erzeugt so ein Gefühl der Klaustrophobie, je stärker, desto weiter ist ihre Schwangerschaft vorangeschritten.
Die Gewohnheiten echter Teenager hatten bei der Arbeit an JUNO viel Einfluss auf Reitmans Entscheidungen. Als Location-Scout hatte Reitman an einer anderen Schule ein paar Schüler beobachtet, die zwischen den Stunden an einer Vitrine für Trophäen herumhingen und sich unterhielten. Dieses Bild inspirierte Reitman dazu, Juno und Leah ähnlich zu platzieren in einer Szene, die Cody ursprünglich als Gespräch im Laufen geschrieben hatte.
Am Tag, als diese Szene aufgenommen wurde, bemerkte ein Besucher, dass die Vitrine den „Diorama“-Bildern ähnelt, die das Ende von THANK YOU FOR SMOKING markieren.
Eine Beschreibung des Stils von JUNO wäre nicht vollständig, ohne die Eröffnungssequenz zu erwähnen, die von einer Firma namens Shadowplay Studios entworfen wurde. Die Sequenz besteht aus handgemalten Einzelbildern, die jedes für sich aufgenommen und in einer Stop-Motion-Montage zusammengesetzt wurden. Shadowplay entwarf bereits den erinnerungswürdigen Vorspann von THANK YOU FOR SMOKING, der von dem Look alter Zigarettenpackungen inspiriert ist.
„Ich traf die Jungs bei einem Filmfestival in Japan, wo wir Kurzfilme vorstellten“, sagt Reitman. „Ihr fantastischer Film hieß ‘The Sky Is Falling’ und wir sahen uns auf so ziemlich allen Kurzfilm-Festivals wieder. Ich liebe ihre Arbeiten.“
Genauso wichtig wie der Look von JUNO war die Musik. Der Soundtrack zu Junos Leben ist ein wesentlicher Aspekt des Films, ob sie nun zu Mott the Hoople rockt oder sich zu den, ihrer Meinung nach, legendären The Stooges äußert. Um den Sound von JUNO zu entwickeln, arbeiteten Page und Reitman eng zusammen und setzten sich darüber auseinander, welche Musik welchen Charakter verkörpern könnte. „Als Jason mich fragte, welche Musik Juno wohl hören würde, antwortete ich sofort: ‚The Moldy Peaches’, ein Gruppe, von der er noch nie gehört hatte“, sagt Ellen Page. „Also ging ich an seinen Computer und spielte ihm die Moldy Peaches vor. Er verliebte sich in die Musik und wollte den Song für den Film haben“, erinnert sie sich. „Das Lied, das wir am Ende des Films spielen, war ein wichtiger Song in meinem Leben, er hat mich viele Jahre begleitet und ihn jetzt im Film zu hören, war wirklich ein phantastischer Augenblick für mich.“ Für Reitman wuchs sein in Page gesetztes Vertrauen in die Leichtigkeit, mit der sie ihren Charakter entwickelte parallel zur Gestaltung der Musik für den Film. „Ich denke, JUNO ist ein ‚Entdeckungsfilm’. Für viele Leute wird der Film eine Vorstellung von Ellen Page, Diablo Cody und The Moldy Peaches sein, eine Band, die ich an dem Tag entdeckte, als Ellen an meinen Computer ging, mir den Song ‚Anyone Else But You’ vorspielte und sagte, ’das ist die Musik, die Juno hören würde’’’, sagt Reitman. „Ich habe versucht, Kimya Dawson (die Sängerin der Moldy Peaches) zu erwischen und fragte, ob sie weiteres Solo-Material habe. Als Antwort bekam ich ein Paket mit sechs CDs mit über hundert Tracks. Ich kann gar nicht sagen, wie aufregend es ist, einen Brief zu öffnen und ‚den’ Soundtrack zu finden.“
Drehbuchautorin Diablo Cody sagt: „Ich liebe die Musik des Films. Ich glaube, dass Ellen Page eine Menge über Musik und Filme weiß. Sie ist einfach eine interessante Persönlichkeit und ein beeindruckender Mensch und sie drückt einer Sache einfach ihren Stempel auf.“
JUNOS REISE
Juno MacGuffs Entwicklung lässt viele Interpretationen zu. Trotz all der Hindernisse und Dilemmata, die auf ihrem Weg liegen, wird das Publikum wahrscheinlich ihrem Charme und Lebenshunger erliegen – ganz unabhängig von der persönlichen Einstellung zu Teenager-Schwangerschaften und Familie. Schließlich machen die enge Verbindung zu ihrer eigenen Familie und die Entscheidungen auf dem Weg zu sich selbst Juno zu einer unvergesslichen Figur.
Autorin Diablo Cody wünscht sich, der Film möge starke Reaktionen provozieren wegen seiner Haltung in punkto Teenager-Schwangerschaft. „Es ist ein heißes Eisen. Man kann den Film so verstehen, dass er das Leben und die Geburt feiert, und man kann ihn als Film über ein freies Mädchen sehen, das selbstsicher Entscheidungen trifft. Oder man kann ihn als verzwickte Liebesgeschichte aufnehmen, als Meditation über Reife“, sagt sie. Und fügt hinzu, dass Handlung und Figuren des Films weit über das Thema Teenager-Schwangerschaft hinausgehen. „Der Film stellt Fragen über Liebe, Freiheit, Ehe und unsere Ziele im Leben.“
Wenn sich all diese Fragen wohl auch manchem Zuschauer stellen werden, so ist Allison Janney doch sicher, dass der Film nicht um jeden Preis eine Botschaft übermitteln will. „Er will nicht politisch sein. Man sieht die Geschichte eines Mädchens, was ihr zustößt, welche Entscheidungen sie trifft“, sagt die Schauspielerin. „Der Film gibt aber kein richtiges Statement ab, was mir sehr gefällt.“
Statement oder nicht, für die Hauptdarstellerin ist Junos Reise das faszinierendste Element des Films. „Juno beschreitet einen langen, steinigen Weg“, sagt Page. „Sie besitzt eine bestimmte Vorstellung vom Erwachsensein und eine Sehnsucht danach wie alle anderen Jugendlichen auch – man hängt fest zwischen zwei Welten. Und sie kommt heil am anderen Ende heraus.“

ÜBER DIE DARSTELLER
Ellen Page (Juno)
Ellen Page, die aus Halifax, Nova Scotia stammt, hat sich als eine der meistbeschäftigten Nachwuchsdarstellerinnen längst einen Namen gemacht.
Ihre Karriere begann sie bereits im Alter von 10 Jahren in dem preisgekrönten Fernsehfilm „Pit Pony“ („Wenn der Mond zur Sonne wird“, 1997) und wurde für ihre Rolle der Maggie MacLean gleich für einen Gemini Award für die Beste schauspielerische Leistung in einem Kinderprogramm und für einen Young Artist Award als Beste Hauptdarstellerin in einer Fernsehrolle nominiert. Ihr nächster Part war der in LOVE THAT BOY (2003), gefolgt von ihrem Auftritt als Joanie in MARION BRIDGE („Marion Bridge“, 2003), der auf dem Festival von Toronto als Bester einheimischer Debütfilm ausgezeichnet wurde. Für diese Rolle gewann Ellen einen ACTRA Maritimes Award als Beste Darstellerin. Page trat außerdem in der TV-Kultserie „Trailer Park Boys“ (2001) und in der ersten Staffel von „ReGenesis“ („ReGenesis“, 2004) auf, die hierzulande bei arte lief und ihr einen weiteren Gemini Award einbrachte. Sie spielte weiterhin in „Mrs. Ashboro’s Cat“ (2003) und gewann mit dem TV-Film ebenfalls einen Gemini Award, diesmal den für die Beste Darstellung in einem Kinderprogramm.
2003 spielte Ellen Page die Hauptrolle in Alison Murrays MOUTH TO MOUTH, der in Europa gedreht wurde, und erst 2006 in die amerikanischen Kinos kam. Im selben Jahr war sie Teil des Ensembles von Daniel MacIvors WILBY WONDERFUL, der 2004 in Toronto Premiere feierte. Im Sommer 2004 spielte sie die Hauptrolle in HARD CANDY („Hard Candy“), einem Independent-Film von David Slade, in dem Page neben Patrick Wilson („Angels in America“ [„Engel in Amerika“, 2003]) agiert. HARD CANDY ist in kontroverses Kammerspiel, in dem Ellen eine Tour de Force abliefert. Der Film lief 2005 beim Sundance Festival und wurde sofort von Lion’s Gate gekauft.
Daraufhin wurde Ellen Page die Rolle der Kitty Pride im dritten Teil der X-MEN-Serie („X-Men - Der letzte Widerstand“, 2006) angeboten und direkt im Anschluss daran die Rolle der Tracey in Bruce MacDonalds THE TRACEY FRAGMENTS, der im Frühjahr 2006 gedreht wurde. Dann trat sie neben Catherine Keener in AN AMERICAN CRIME (2006) auf, einer Erzählung von Drehbuchautor und Regisseur Tommy O’Haver. Ellen Page gehörte auch dem Ensemble des kanadischen Klassikers THE STONE ANGEL (2006) von Kari Skogland an. Das Jahr 2006 endete für sie mit einer weiteren hochkarätigen Rolle neben Dennis Quaid, Sarah Jessica Parker und Thomas Haden Church in SMART PEOPLE, der 2008 in den USA anlaufen wird. Zu ihren aktuellen Projekten gehören JACK AND DIANE und DEFENDOR.
Obwohl ihr Terminkalender sehr voll ist, verfolgt Ellen noch die gleichen Interessen wie andere junge Leute ihres Alters: Fußball, Radfahren, Snowboarden, Laufen und Gitarre spielen.
Jason Bateman (Mark Loring)
Jason Bateman legte schon im Teenager-Alter den Grundstein für seine Schauspiel-Karriere, zuerst durch sein Mitwirken in der langlebigen Serie „Little House on the Prairie“ („Unsere kleine Farm“, 1974 - 1983), dann durch seine Rolle in der Familien-Sitcom „Silver Spoons“ (1982 - 1987). Den Übergang vom Kinderdarsteller zum erfahrenen Profi hat Bateman bestens gemeistert, wie der Golden Globe als Bester Darsteller in einer Comedy-Serie 2004 bewies. In der hochgelobten, mit einem Emmy ausgezeichneten Serie „Arrested Development“ (2003 – 2006) trat er neben Portia de Rossi und Jeffrey Tambor auf. Die Geschichte handelte von der abgedrehten, dysfunktionalen Familie Bluth aus dem Orange County in Kalifornien, deren Mitglieder mit nur einer Ausnahme (Batemans Figur) die Erlöse aus dem familieneigenen Immobilienunternehmen auf egoistische Weise verschwendeten.
Bateman war zuletzt in dem im Nahen Osten angesiedelten Action-Thriller THE KINGDOM („Operation: Kingdom“, 2007) von Peter Berg zu sehen, wo er wiederum neben Jennifer Garner spielte.
Außerdem trat er in THE EX („Dein Ex – mein Albtraum“, 2006) neben Zach Braff und Amanda Peet auf und absolvierte einen Cameo-Auftritt in THE BREAKUP („Trennung mit Hindernissen“, 2006) mit Jennifer Aniston und Vince Vaughn. An der Seite von Vaughn und Ben Stiller spielte Bateman in der Komödie DODGEBALL: A TRUE UNDERDOG STORY („Voll auf die Nüsse“, 2004) einen großmäuligen Sportreporter. Neben Stiller, Vaughn und Owen Wilson trat er außerdem in STARSKY & HUTCH („Starsky & Hutch“, 2004) auf. Der Film, bei dem Todd Phillips (OLD SCHOOL [„Old School – Wir lassen absolut nichts anbrennen“, 2003]) Regie führte, war ein Remake der Kult-Serie aus den 70ern und handelt von zwei ausgebufften Polizisten im Kampf gegen die Kriminalität. 2002 agierte Bateman mit Cameron Diaz, Christina Applegate und Selma Blair in der romantischen Komödie THE SWEETEST THING („Super süß und super sexy“). Für sein präzises Timing im Part des Roger erhielt er seinerzeit viel Lob von der Kritik.
Nachdem Bateman mit seinem charmanten, überaus listigen Derek Taylor aus „Silver Spoons“ die Verantwortlichen beim Fernsehen beeindruckt hatte, wurde aufgrund seiner Popularität ein Spin-Off namens „It’s Your Move“ (1984 - 1985) ins Leben gerufen. Danach spielte er neben Valerie Harper zwischen 1986 und 1991 in der Comedy-Serie „Valerie/Valerie’s Family/The Hogan Family“ („Der Hogan-Clan“). Zu seinen weiteren Arbeiten fürs Fernsehen gehören der TV-Film „Can You Feel Me Dancing“ („Tanz ins Licht“, 1986), in dem er mit seiner Schwester Justine auftrat, ebenso wie „Simon“ (1995 - 1996), „Chicago Sons“ (1997), „George and Leo“ (1997), „Love Stinks“ („Liebe? Lieber nicht!“, 1999) sowie „Some of My Best Friends“ (2001).
1987 gab Bateman mit TEEN WOLF TOO („Teen Wolf 2“), der von seinem Vater Kent Bateman produziert wurde, sein Debüt auf der großen Leinwand. Darüber hinaus war er in dem Independent-Film SOL GOODE („Sol Goode“, 2001) neben Balthazar Getty und Jamie Kennedy zu sehen.
Bateman lebt zur Zeit mit seiner Frau Amanda Anka in Los Angeles.
Jennifer Garner (Vanessa Loring)
Jennifer Garner hat für ihre Rolle in „Alias“ („Alias – Die Agentin“, 2001 - 2006) einen Golden Globe, eine Auszeichnung der Screen Actor’s Guild und einen People’s Choice Award gewonnen. Im Laufe der fünf Staffeln der Serie heimste sie für ihren Part der Sydney Bristow vier Emmy-Nominierungen, vier Nominierungen für den Golden Globe und zwei für den Screen Actor’s Guild Award ein. Garner war kürzlich in THE KINGDOM mit Jamie Foxx, Chris Cooper und Jason Bateman zu sehen. Im Film geht es um ein Team von US-Agenten, die einen Bombenanschlag auf eine amerikanische Einrichtung im Nahen Osten untersuchen.
Garner spielte außerdem in CATCH AND RELEASE („Lieben und lassen“, 2006) die Rolle der Gray, einer Frau, die nach dem Tod ihres Mannes ihr Leben neu aufbauen und mit den Geheimnissen, die er vor ihr verborgen hielt, klarkommen muss.
2005 gründete sie gemeinsam mit ihrer langjährigen Assistentin Juliana Janes ihre eigene Produktionsfirma. Vandalia Films ist nach dem ursprünglichen Namen des Bundesstaates West Virginia benannt, aus dem Garner stammt. Im Moment hat die Firma drei Projekte in Vorbereitung: BE WITH YOU, SABBATICAL und DEVIL IN THE JUNIOR LEAGUE.
Zu Garners Arbeiten fürs Kino gehören der Smash-Hit 13 GOING ON 30 („30 über Nacht“, 2004), der Blockbuster DAREDEVIL („Daredevil“, 2003), das Spin-Off namens ELEKTRA („Elektra“, 2005), PEARL HARBOR („Pearl Harbor“, 2001) und die Komödie DUDE, WHERE’S MY CAR? („Ey Mann, wo is’ mein Auto?“, 2000).
Außerdem spielte sie in MR. MAGOO („Mr. Magoo“, 1997), DECONSTRUCTING HARRY („Harry außer sich“, 1997), 1999 (1998 ) und WASHINGTON SQUARE („Die Erbin vom Washington Square“, 1997). Im Fernsehen war sie in festen Parts in der Drama-Serie „Time of Her Life“ („New York Life“, 1999 - 2001) mit Jennifer Love Hewitt und in „Significant Others“ (1998 ) sowie mit mehreren Auftritten in „Felicity“ („Felicity“, 1998 - 2002) zu sehen. Sie absolvierte Gastauftritte in „Spin City“ („Chaos City“, 1996) sowie bei der Serie „Law and Order“ („Law & Order“, 1996) und war in den TV-Filmen „Rose Hill“ („Rose Hill – Der Traum vom Wilden Westen“, 1997), „Dead Man’s Walk“ (1996), „Zoya“ (1995) sowie „Harvest of Fire“ („Die Glut der Gewalt“, 1996) zu sehen.
Jennifer Garner wurde kürzlich zur Marken-Botschafterin von Neutrogena ernannt und wird in den USA in TV-Spots und Print-Anzeigen auftreten.
Außerdem engagiert sie sich neben der Arbeit ehrenamtlich für mehrere Wohltätigkeitsorganisationen, darunter für die Elizabeth Glaser Pediatric AIDS Foundation, die National Breast Cancer Foundation und den Women’s Cancer Research Fund. Im vergangenen Sommer setzte sie sich außerdem für den Children’s Defense Fund ein und besuchte Opfer des Hurrikans Katrina.
Garner kam in Houston auf die Welt, wuchs in West Virginia auf und lebt zur Zeit mit ihrer Familie in Los Angeles.
Michael Cera (Bleeker)
Michael Cera wuchs in Brampton in der kanadischen Provinz Ontario auf. Mit neun stand der heute 19-Jährige das erste Mal für einen Spielfilm vor der Kamera. Er verkörperte den jungen Chuck Barris in George Clooneys CONFESSIONS OF A DANGEROUS MIND („Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind“, 2002). Kürzlich war er als George Michael Bluth in der Emmy-gekrönten Serie „Arrested Development“ zu sehen. Außerdem spielte er in SUPERBAD („Superbad“, 2007) von Produzent Judd Apatow, dem Überraschungshit über zwei Schüler im letzten Jahr an der High School, die sich nach einer völlig missglückten Party plötzlich mit Trennungsängsten auseinandersetzen müssen. In den USA startete kürzlich eine Serie, die Cera produziert, schreibt, für die er Regie führt und in der er spielt. „Clark und Michael“ (2006) ist eine Herzensangelegenheit von Cera und seinem besten Freund Clark Duke.
Michael Cera wirkte bei zahlreichen kanadischen Produktionen für das Kino und das Fernsehen mit. In den USA wurde er durch die feste Rolle in der Comedy-Serie „I Was a Sixth Grade Alien“ (1999) und seinen wiederkehrenden Part in der Serie „The Grubbs“ (2002) bekannt. Zu seinen weiteren Arbeiten gehören Auftritte in dem IMAX-Film „Ultimate G’s: Zac’s Flying Dream“ (2000) sowie in den Spielfilmen FREQUENCY („Frequency“, 2000) und STEAL THIS MOVIE (2000) genauso wie Rollen in preisgekrönten Fernsehproduktionen wie „My Louisiana Sky“ (2001), „Custody of the Heart“ („Sieg des Herzens“, 2000) „Familiar Stranger“ (2001) oder „Walter and Henry“ (2001). Zusätzlich war er als Sprecher in den Zeichentrickserien „Braceface“ („Alles klar, Sharon Spitz?“, 2001) mit Alicia Silverstone sowie „The Berenstein Bears“ (2003) zu hören.
Cera pendelt momentan zwischen Los Angeles und Toronto.
Allison Janney (Bren)
Allison Janney, die in den unterschiedlichsten Rollen eine verblüffende Wandlungsfähigkeit an den Tag legt, gehört zu jener Gruppe von Schauspielerinnen, die das Charisma einer leading lady mit der Kunst einer Charakterdarstellerin vereinen. Zuletzt war sie in HAIRSPRAY („Hairspray“, 2007) zu sehen, der Leinwandfassung des gleichnamigen Tony-gekrönten Broadway-Musicals.
Janney erhielt 2006 für OUR VERY OWN, der im vergangenen Jahr auf dem Filmfestival von Los Angeles Premiere feierte, eine Nominierung für den Independent Spirit Award als Beste Nebendarstellerin. Außerdem war sie in den Independent-Produktionen WINTER SOLSTICE (2004), THE CHUMSCRUBBER („Glück in kleinen Dosen“, 2005), der beim Sundance Festival erstmals vor einem breiten Publikum lief, und in PICADILLY JIM (2004), der auf dem Tribeca Film Festival uraufgeführt wurde, zu sehen.
Sie trat zudem in der Komödie STRANGERS WITH CANDY (2005) auf und lieh der Gladys in dem CGI-Spaß OVER THE HEDGE („Ab durch die Hecke“, 2006) ihre Stimme. Janney spielte weiterhin neben Meryl Streep in THE HOURS („The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit“, 2002), der eine Nominierung für den Screen Actor’s Guild Award für das Beste Ensemble in einem Kinofilm erhielt. Zu ihren anderen Arbeiten gehören der Oscar®-gekrönte AMERICAN BEAUTY („American Beauty“, 1999), mit dem sie den Ensemble-Preis der Screen Actor’s Guild gewinnen konnte, und FINDING NEMO („Findet Nemo“, 2003) ebenso wie NURSE BETTY („Nurse Betty – Gefährliche Träume“, 2000), HOW TO DEAL („How to Deal – Wer braucht schon Liebe?“, 2003), DROP DEAD GORGEOUS („Gnadenlos schön“, 1999), 10 THINGS I HATE ABOUT YOU („10 Dinge, ich an dir hasse“, 1999), PRIMARY COLORS („Mit aller Macht“, 1998 ), THE ICE STORM („Der Eissturm“, 1997), CELEBRITY („Celebrity – Schön, reich, berühmt“, 1998 ), SIX DAYS SEVEN NIGHTS („Sechs Tage sieben Nächte“, 1998 ), THE OBJECT OF MY AFFECTION („Liebe in jeder Beziehung“, 1998 ) und BIG NIGHT („Big Night – Nacht der Genüsse“, 1996).
Am bekanntesten ist sie aber wohl als CJ Cregg in der preisgekrönten Serie „The West Wing“ (1999 - 2006). Sie eroberte mit diesem Serienpart beachtliche vier Screen Actor’s Guild Awards und vier Emmys – außerdem wurde sie vier Jahre in Folge für den Golden Globe nominiert.
Auch auf der Bühne ist Janney heimisch. Während ihres Schauspielstudiums am Kenyon College in Ohio wurde Paul Newman bei einem Vorsprechen auf sie aufmerksam. Newman und seine Frau Joanne Woodward empfahlen ihr, ihre Ausbildung am Neighborhood Playhouse in New York fortzusetzen. Janney folgte diesem Rat, wurde später für ihren Part in Arthur Millers „A View from the Bridge“ für einen Tony nominiert und gewann sowohl den Outer Critics Circle Award als auch den Drama Desk Award als Beste Nebendarstellerin. Weiterhin trat sie in der Inszenierung des New York Public Theater von „Der Widerspenstigen Zähmung“ auf, die Teil der Reihe Shakespeare in the Park war.
J.K. Simmons (Mac)
J.K. Simmons spielte Nick Naylors Boss BR in Jason Reitmans Debüt THANK YOU FOR SMOKING („Thank You For Smoking“, 2005). Zu seinen anderen Arbeiten fürs Kino gehören die bislang dreiteilige SPIDER-MAN-Serie („Spider-Man“, 2002 - 2007), HIDALGO („Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm“, 2004) mit Viggo Mortensen, THE LADYKILLERS („Ladykillers“, 2004) mit Tom Hanks, THE MEXICAN ( „Mexican“, 2001) mit Brad Pitt, FOR THE LOVE OF THE GAME („Aus Liebe zum Spiel“, 1999) mit Kevin Costner, THE GIFT („The Gift – Die dunkle Gabe“, 2000), OFF THE MAP (2003) sowie FIRST SNOW (2006) und HARSH TIMES („Harsh Times – Leben am Limit“, 2005).
Außerdem besticht Simmons in einer feste Rolle in der hochgelobten Serie „The Closer“ („The Closer“, 2005 - 2007) und absolvierte zahlreiche Gastauftritte in presigekrönten Serien wie „Arrested Development“, „Nip/Tuck“ („Nip/Tuck – Schönheit hat ihren Preis“, 2004), „ER“ („Emergency Room – Die Notaufnahme“, 2004), „Spin City“ oder „Law and Order“. Er war sechs Staffeln lang der Vern Schillinger in Tom Fontanas „OZ“ (1997 - 2003).
Auf der Bühne war Simmons unter anderem am Broadway in „Guys and Dolls“, „A Few Good Men“, „Laughter on the 23rd Floor“ und „Peter Pan“ zu sehen. Mit den beiden letztgenannten Produktionen tourte er durch die USA. Zu seinen Theaterarbeiten, die nicht am Broadway zu sehen waren, gehören „Birds of Paradise“ und „Das Barbecu“.
Olivia Thirlby (Leah)
Olivia Thirlby lebt in New York City, wo sie auch aufwuchs. Sie hat eine Ausbildung in klassischem Schauspiel am New Yorker American Globe Theater und in London an der Royal Academy of Dramatic Art genossen.
2006 war Olivia in dem hochgelobten Film UNITED 93 („Flug 93“) von Paul Greengrass zu sehen. Im selben Jahr drehte sie unter der Regie von David Gordon Green SNOW ANGELS mit Michael Angarano, Sam Rockwell und Kate Beckinsale. SNOW ANGELS zog 2007 im Wettbewerb des Sundance Festivals die Aufmerksamkeit von Warner Independent Pictures auf sich. Die Firma will den Film im ersten Quartal 2008 in die amerikanischen Kinos bringen.
Als nächstes wird man Thirlby in THE SECRET, einer Produktion von Luc Besson, in der sie neben David Duchovny und Lily Taylor auftritt, und in Kenneth Lonergans MARGARET mit Anna Paquin und Matt Damon sehen können. Sie wurde von der Zeitschrift Filmmaker zu einem der Neuen Gesichter des Independent-Films 2006 erklärt.

ÜBER DAS TEAM
JASON REITMAN (Regie)
Mit zwei Kinofilmen auf seinem Konto hat Jason Reitman sich als origineller, smarter und humorvoller Geschichtenerzähler etabliert, der darüber hinaus für seine scharfen, treffenden und satirischen Kommentare über unsere Gesellschaft bekannt ist.
Er gab mit dem Hit THANK YOU FOR SMOKING, der auf dem gleichnamigen hochgelobten Roman von Christopher Buckley basiert, sein Spielfilmdebüt als Regisseur. Der Film, den er selbst für die Leinwand adaptiert hatte, feierte auf dem Toronto Film Festival 2005 seine Premiere und wurde dort von Fox Searchlight gekauft. Im Anschluss lief das Werk noch 2006 in Sundance und auf den SXSW Film Festivals, ehe Reitman für einen Golden Globe in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch nominiert wurde. Ebenfalls im Jahr 2006 wurde Reitman vom National Board of Review und von U.S. Comedy Arts zum Besten Debüt-Regisseur gewählt.
Reitman wurde am 19. Oktober 1977 in Montreal geboren. Bereits elf Tage später fand er sich bei den Dreharbeiten von NATIONAL LAMPOON’S ANIMAL HOUSE („Ich glaub, mich tritt ein Pferd“) wieder. Als Sohn des Regisseurs Ivan Reitman verbrachte er den größten Teil seiner Kindheit auf Filmsets.
Im Alter von 15 Jahren drehte der angehende Filmemacher zusammen mit Schauspielern seiner Schule einen Spot für eine Anti-Aidskampagne. Der Clip wurde mit Auszeichnungen überhäuft und wurde im Fernsehen ausgestrahlt.
Als er 19 Jahre alt war, feierte sein erster Kurzfilm „Operation“ (1998 ), eine Komödie über illegalen „Organklau“, auf dem Sundance Film Festival seine Premiere.
Es folgten viele weitere Kurzfilme, darunter „H@“ (1999), der seine Premiere beim SXSW-Festival hatte und „In God We Trust“ (2000), der seine Premiere ebenfalls auf dem Sundance Film Festival feierte und anschließend unter anderem auch in Toronto, Edinburgh und auf dem New Directors / New Filmfestival lief und viele Preise als Bester Kurzfilm u.a. in Los Angeles, Aspen, Austin, Seattle und Florida gewann. Insgesamt kamen Reitmans Kurzfilme, darunter auch „Gulp“ (Premiere in Sundance 2001) und „Consent“ (Premiere in Aspen 2004), auf über 100 Festivals weltweit zur Aufführung.
2001 wurde Reitman von der Werbefilm-Produktionsfirma Tate and Partners unter Vertrag genommen. Während seiner Karriere als Werbefilmregisseur gewann er zahlreiche Auszeichnungen (Addys One Show), und wurde u.a. in Cannes bei den Commercial Awards geehrt. Zu seinen Kunden gehörten Miller Light, Heineken, Honda, Nintendo, BMW, Kyocera, Asics, GM und Burger King.
Im Zuge des Erfolgs von THANK YOU FOR SMOKING gründeten Reitman und sein Produktionspartner Daniel Dubiecki eine neue Firma namens Hard C, die in den Gebäuden von Fox Searchlight beheimatet ist. Hard C entwickelt gerade verschiedene Projekte, unter anderem BONZAI SHADOWHANDS mit Rainn Wilson, und ein Skript mit dem Titel „The Ornate Anatomy of Living Things“. Anfang 2008 wird Hard C gemeinsam mit Mason Novick auch das neue Buch von Diablo Cody, JENNIFER’S BODY, für Fox Atomic produzieren.
DIABLO CODY (Drehbuch)
Die Autorin Diablo Cody schrieb ihren Drehbucherstling JUNO während sie ihr Geld mit Telefonsex und als Schadensreguliererin bei einer Versicherung in Minneapolis verdiente. Sie hat Harvard nie besucht.
Über sie wurde unter anderem in den Magazinen Entertainment Weekly, Playboy, Elle und JANE berichtet, im Fernsehen trat sie bei CNN, der Fox Morning Show und bei Late Night With David Letterman auf. 2004 erschienen ihre umstrittenen, von der Kritik gelobten Memoiren Candy Girl: A Year in the Life of an Unlikely Stripper. Jüngst hat Cody die halbstündige Serie „The United States of Tara“ für Showtime geschrieben und mitentwickelt, als Ausführender Produzent zeichnet Steven Spielberg verantwortlich. Die Arbeit am Pilotfilm soll demnächst aufgenommen werden. Darüber hinaus schreibt Diablo an ihrem zweiten Buch und zahlreichen höchst geheimen Skripts.
LIANNE HALFON (Produktion)
Lianne Halfon erlernte ihren Beruf beim Film von der Pike auf in New York. Sie hatte Erfahrung als Elektriker ebenso wie im Tonschnitt als sie nach L.A. zurückkehrte, um als Senior Vize-Präsident für A&M Film, der Filmabteilung von A&M Records, zu führen.
Nachdem A&M von Polygram gekauft wurde, arbeitete Halfon für die nächsten drei Jahre selbstständig. Sie produzierte zusammen mit Russell Smith das Stück „Libra“ an der Steppenwolf Theater Company in Chicago, als Regisseur firmierte John Malkovich und als Vorlage diente das Buch von Don DiLillo. Danach entwickelte und produzierte sie den HBO-Film „A Good Baby“, den Katherine Dieckmann inszenierte und bei dem Henry Thomas und David Strathairn mitspielten. Als Ausführende Produzentin war Halfon an CRUMB („Crumb“, 1994) beteiligt, der den großen Jury-Preis in Sundance gewann und auf mehr Top-10-Listen landete als jeder andere Film des Jahres.
Im April 1998 gründete Halfon mit ihren Partnern Russell Smith und John Malkovich die Firma Mr. Mudd. Gemeinsam produzierten sie Terry Zwigoffs GHOST WORLD („Ghost World“, 2000) mit Thora Birch, Scarlett Johansson und Steve Buscemi. Das Skript von Zwigoff und Daniel Clowes, ihr erstes, erhielt eine Oscar®-Nominierung. Dem Film folgte John Malkovichs THE DANCER UPSTAIRS („Der Obrist und die Tänzerin“, 2001) mit Javier Bardem sowie John Walter und Andrew Moores Dokumentation HOW TO DRAW A BUNNY („Ray Johnson – How to Draw a Bunny“), die 2002 den Jury-Preis in Sundance gewann. Weitere Produktionen von Mr. Mudd sind John Walters Dokumentarfilm „Some Assembly Required“ für die Zusammenarbeit des Sundance Channel mit Court TV. Danach gingen THE LIBERTINE („The Libertine“, 2004) mit Johnny Depp, John Malkovich und Samantha Morton sowie die Zwigoff-Clowes Ko-Operation ART SCHOOL CONFIDENTIAL. („Art School Confidential“, 2005), die von Sony Classics verliehen wurde, in Produktion. Nach zweijähriger Vorbereitung entsteht zur Zeit in Mexiko die Dokumentation WHICH WAY HOME, bei der Rebecca Cammisa Regie führt.
Nachdem JUNO abgeschlossen ist, haben sich Mr. Mudd, Mandate Pictures sowie Lianne Halfon und ihre Partner zusammen getan, um John Walter bei der Produktion seiner Lawrence-Joseph-Verfilmung LAWERLAND zu unterstützen.
JOHN MALKOVICH (Produktion)
1976 schloss sich John Malkovich, eine führende Persönlichkeit in Sachen Film und Theater, der renommierten Chicagoer Steppenwolf Theater Company an. Bis 1982 hat er dort in mehr als 50 Produktionen mitgespielt, sie inszeniert, etwa „Hysteria“ oder „Libra“ nach Don DiLillo, oder als Produktionsdesigner ausgestattet. Dann gab er sein New Yorker Bühnendebüt mit einer sogleich mit dem Obie ausgezeichneten Performance in „True West“. Anschließend stand er 1984 neben Dustin Hoffman in der Broadway-Version von „Tod eines Handlungsreisenden“ auf der Bühne. Für seine Darstellung in der Fernsehadaption des Stoffes gewann er im Jahr darauf einen Emmy.
Als blinder Untermieter absolvierte John Malkovich 1984 in Robert Bentons PLACES IN THE HEART („Ein Platz im Herzen“, 1984) sein Filmdebüt, das ihm sogleich eine Oscar®-Nominierung als Bester Nebendarsteller bescherte. Im Anschluss verpflichtete man ihn für Roland Joffes THE KILLING FIELDS („The Killing Fields – Schreiendes Land“, 1984) und THE GLASS MENAGERIE („Die Glasmenagerie“, 1986). Nach seinem Auftritt als Vicomte de Valmont im Kostümdrama DANGEROUS LIAISONS („Gefährliche Liebschaften“, 1988 ) spielte er den psychotischen Präsidentenattentäter in Wolfgang Petersens Thriller IN THE LINE OF FIRE („In The Line Of Fire – Die zweite Chance“, 1993). Erneut nominierte man ihn für einen Oscar® sowie einen Golden Globe. Dann war er in Gary Sinises OF MICE AND MEN („Von Mäusen und Menschen”, 1992), Bernardo Bertoluccis THE SHELTERING SKY („Himmel über der Wüste“, 1990) und Steven Spielbergs EMPIRE OF THE SUN („Das Reich der Sonne, 1987) zu bewundern.
Der vielbeschäftigte und wandlungsfähige Darsteller überzeugte mit einer großen künstlerischen Bandbreite in Werken wie MULHOLLAND FALLS („Nach eigenen Regeln“, 1996), THE MAN IN THE IRON MASK („Der Mann in der eisernen Maske“, 1997), BEING JOHN MALKOVICH („Being John Malkovich“, 1999), SHADOW OF THE VAMPIRE („Shadow of the Vampire“, 2000), HOTEL (2001) oder RIPLEY’S GAME („Ripley’s Game“, 2002). Obendrein finden sich THE PORTRAIT OF A LADY („Portrait of a Lady“, 1996), JOHNNY ENGLISH („Johnny English“, 2003), THE LIBERTINE („The Libertine“, 2004) und THE HITCHHIKER’S GUIDE TO THE GALAXY („Per Anhalter durch die Galaxis“, 2005), ERAGON („Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter“, 2006) und BEOWULF („Die Legende von Beowulf“, 2007) in seinem Resümee.
Malkovichs Filme THE GREAT BUCK HOWARD, THE MUTANT CHRONICLES, BURN AFTER READING, verantwortet von den Coen-Brüdern, und AFTERWARDS befinden sich derzeit in verschiedenen Stadien der (Post-)Produktion.
Zu seinen bemerkenswertesten Fernseharbeiten zählen „Heart of Darkness“ (1994), „RKO 281“(1999), „Les Miserables“ (2000) und „Napoleon“ (2002).
Neben seiner beachtlichen Schauspielkarriere betätigte sich John Malkovich auch als Autor und Regisseur, beispielsweise bei HIDEOUS MAN (2002) und THE DANCER UPSTAIRS. Als Produzent fungierte er darüber hinaus unter anderem bei GHOST WORLD, THE LONER (2001), KILL THE POOR (2003), FOUND IN THE STREET (2004) und THE LIBERTINE, sowie als Produzent und Hauptdarsteller bei ART SCHOOL CONFIDENTIAL. Fürs Fernsehen zeichnete er als Produzent von „Some Assembly Required“ verantwortlich.
MASON NOVICK (Produktion)
Mason Novick war es, der die JUNO-Autorin Diablo Cody im Internet „entdeckte“ und ihr half, einen Verlag für ihre Memoiren Candy Girl zu finden. Novick besitzt die seltene Gabe, junge, unverbrauchte Talente aufzuspüren.
Novick startete seine Karriere als Produktionsassistent während er noch in einem Vorort von Chicago die Highschool besuchte. Danach schrieb er sich an der Universität von Arizona ein, ehe er mit dem Abschluss in der Tasche nach Los Angeles umzog. Seinen ersten Job in Hollywood landete er als Assistent bei ICM, wurde dann befördert und betätigte sich als Agent in der Spielfilmabteilung. 2003 verließ Mason ICM, um sich als unabhängiger Produzent zu versuchen. Zu den vom ihm mitbetreuten Produktionen gehören „The Hollow“ für ABC Family und Wes Cravens Thriller RED EYE („Red Eye“, 2005).
RUSSELL SMITH (Produktion)
Russell Smith begann seine Karriere als Produzent von Stücken für die renommierte Chicagoer Steppenwolf Theater Company. Über einen Zeitraum von fünf Jahren produzierte er 50 Inszenierungen, darunter „True West“, „Balm in Gilead“ und „Orphans“. Während dieser Zeit festigte das Haus seinen Ruf als eines der besten Theater der USA.
1987 produzierte Smith seinen ersten Film, MILES FROM HOME („Miles from Home“, 1988 ) mit Gary Sinise als Regisseur, der sich schon bei der Steppenwolf Company einen guten Namen gemacht hatte. Es folgte QUEEN’S LOGIC („Geboren in Queens“, 1991) mit seinem Steppenwolf-Partner John Malkovich sowie Kevin Bacon und Jamie Lee Curtis.
1989 wurde Smith Produktionschef von New Visions Pictures und betreute fünf Filme, darunter THE LONG WALK HOME (1990) und MORTAL THOUGHTS („Tödliche Gedanken“, 1991). Zu seinen weiteren Credits gehören der Kurzfilm „The Witness“, die hochgelobte John-Steinbeck-Adaption OF MICE AND MEN und der Blockbuster THE MAN IN THE IRON MASK mit Leonardo DiCaprio. Im April 1998 gründete Smith zusammen mit Lianne Halfon und John Malkovich die Firma Mr. Mudd. Gemeinsam produzierten sie Terry Zwigoffs GHOST WORLD mit Thora Birch, Scarlett Johansson und Steve Buscemi, den Oscar®-nominierten THE DANCER UPSTAIRS, die Dokumentation HOW TO DRAW A BUNNY, die 2002 den Jury-Preis in Sundance gewann, ART SCHOOL CONFIDENTIAL mit Max Minghella und Sophia Myles, sowie THE LIBERTINE mit Johnny Depp, John Malkovich und Samantha Morton.
Im Frühjahr werden sich die Partner wieder zusammen tun, um John Walter (HOW TO DRAW A BUNNY ) bei der Produktion seiner Lawrence-Joseph-Verfilmung LAWERLAND zu unterstützen.
JOE DRAKE (Ausführende Produktion)
Joe Drake ist Besitzer und Präsident von Mandate Pictures, einer unabhängigen Firma, die sich auf die Entwicklung, Finanzierung und Produktion von Spielfilmen spezialisiert hat. Drake ist seit der Gründung im Jahre 2005 treibende Kraft des Unternehmens (vormals Senator International) und sein erklärtes Ziel besteht darin, Filme mit Massenappeal weltweit an Studios und unabhängige Produzenten zu verkaufen. In den vergangenen Jahren hat Drake Marc Forsters STRANGER THAN FICTION („Schräger als Fiktion“, 2006) ebenso auf den Weg gebracht wie Zach Helms Regiedebüt MR. MAGORIUM’S WONDER EMPORIUM („Mr. Magoriums Wunderladen“, 2007), Rodrigo Garcias PASSENGERS (2007), Jonas Akerlunds HORSEMEN (2007) sowie HAROLD & KUMAR ESCAPE FROM GUANTANAMO BAY (2008 ), die Fortsetzung von Danny Leiners durchgeknallter Komödie HAROLD & KUMAR GO TO WHITE CASTLE („Harold & Kumar“, 2004), bei der nun deren Drehbuchautoren Jon Hurwitz und Hayden Schlossberg ihr Regiedebüt geben werden. Drake gehört neben Sam Raimi und Rob Tapert außerdem dem Gründungstrio des erfolgreichen „Horror-Labels“ Ghost House Pictures an, das Kassenhits wie THE GRUDGE („Der Fluch - The Grudge“, 2004), BOOGEYMAN („Boogeyman – Der schwarze Mann“, 2004) und zuletzt 30 DAYS OF NIGHT („30 Days of Night“, 2007) produziert hat.
Ehedem Präsident von Lionsgate International, verschaffte Drake der Firma weltweit einen guten Namen durch die Verkäufe von unabhängig produzierten Filmen, darunter die Nicolas-Cage-Produktion SHADOW OF THE VAMPIRE („Shadow of the Vampire“, 200), Mary Harrons kontroverse Bestselleradaption AMERICAN PSYCHO („American Psycho“, 2000) oder Alejandro González Inárritus sowohl für den Golden Globe als auch den Oscar® nominiertes Menschen- und Milieu-Porträt AMORES PERROS („Amores perros“, 2000). Vor seiner Zeit bei Lionsgate war Joe Drake Senior Vizepräsident der Kinoabteilung von Rysher Entertainment und hatte diverse Positionen bei Moviestore Entertainment.
NATHAN KAHANE (Ausführende Produktion)
Mit seinem untrüglichen Gespür für das Besondere initiierte Nathan Kahane zahlreiche Geschäftskontakte zwischen Mandate Pictures (vormals Senator International) und vielversprechenden Filmemachern. Kahane verantwortet die Entwicklung und Produktion des schnell wachsenden Spielfilmstocks des Unternehmens. Darüber hinaus beaufsichtigt er alle kreativen Operationen bei Ghost House Pictures, dem Joint Venture des Unternehmens mit Sam Raimi und Robert Tapert.
Während seiner Zeit bei Mandate produzierte oder überwachte Kahane die Projekte STRANGER THAN FICTION, HAROLD & KUMAR GO TO WHITE CASTLE, den jüngst angelaufenen Chart-Stürmer THE MESSENGERS (2007) von Danny & Oxide Pang und den 188-Millionen-Dollar-Hit THE GRUDGE sowie dessen Fortsetzung THE GRUDGE 2 („Der Fluch – The Grudge 2“, 2006). Ebenso involviert war/ist er bei MR. MAGORIUM’S WONDER EMPORIUM, Rodrigo Garcias PASSENGERS, Jonas Akerlunds HORSEMEN und in HAROLD & KUMAR ESCAPE FROM GUANTANAMO BAY für New Line Cinema. Darüber hinaus arbeitet er auch an Sebastian Gutierrez’ RISE (2007) mit Lucy Liu und Robert Forster.
Nathan Kahane begann seine Laufbahn bei ICM in deren Ausbildungsprogramm für Agenten, nachdem er die Hass School of Business an der University of California, Berkeley abgeschlossen hatte. In der Folge arbeitete er viereinhalb Jahre als Ausführender Vizepräsident der Canton Company, Bereich Spielfilm.
DANIEL DUBIECKI (Ausführende Produktion)
Bereits als 18-Jähriger produzierte Daniel Dubiecki seinen ersten Spielfilm WAITING FOR MO (1996). Seitdem hat Dubiecki bei zahlreichen preisgekrönten Kurzfilmen von Jason Reitman als Produzent firmieret, etwa bei „Operation“, „H@“, „In God We Trust“, „Gulp“ und „Consent“. 2004 produzierte Dubiecki „The Big Empty“, einen Kurzfilm von Newton Thomas Sigel und J. Lisa Chang mit Selma Blair und Elias Koteas als Darsteller. Insgesamt hat er über 20 Kurz- und fünf Spielfilme produziert, die auf über 100 Festivals liefen und mehr als 30 Preise gewannen, darunter in Sundance und Aspen, auf dem Shortfest, in Toronto, Cannes und auf dem LA Film Festival, beim New Directors/New Films (MOMA), bei den ShortShorts (Tokio), in Edindurgh, Melbourne und Sydney sowie auf den US Comedy Arts.
Seit 2000 ist Dubiecki auch als erfolgreicher, vielfach ausgezeichneter Werbefilm-Produzent für Tate USA tätig. Zu seinen Kunden zählen Heineken, Honda, BMW, Wal*Mart, GM, Nintendo, Kyocera, Time Warner und Miller Lite.
Soeben haben Daniel und seine Partnerin Lara Alameddine damit begonnen, eine australische Sci-fi-Buch-Serie in Spielfilmform zu bringen. Angefangen wird mit „Galax-Arena“ und „Terra-Farma“. Obendrein haben die beiden die Rechte zu einem anderen australischen Bestseller und dessen Fortsetzung, „Undercover“ und „White Lies“, erworben.
Vor zwei Jahren produzierte Dubiecki Jason Reitmans THANK YOU FOR SMOKING, der auf dem Toronto Film Festival 2005 seine Premiere feierte und dort von Fox Searchlight gekauft wurde. Im Anschluss lief das Werk 2006 in Sundance und auf den SXSW Film Festivals, ehe sein Regisseur für einen Golden Globe in der Kategorie Beste Komödie nominiert wurde.
Nur eine Woche nachdem THANK YOU FOR SMOKING angelaufen war, gaben Dubiecki und Reitman die Gründung ihrer Produktionsfirma Hard C. bekannt, die ihre Büros bei Fox Searchlight unterhält. BONZAI SHADOWLANDS heißt eines der Projekte, das gerade von dem Unternehmen vorbereitet wird.
ERIC STEELBERG (Kamera)
Geboren in Los Angeles sieht der Kameramann Eric Steelberg seine Wurzeln in der Schwarzweiß-Fotografie. Als 16-Jähriger drehte er seinen ersten Kurzfilm, der zwei nationale Preise und eine internationale Auszeichnung gewann. Anstatt eine Filmschule zu besuchen, erlernte er sein Handwerk praxisbezogen, führte bei Kurzfilmen die Kamera und wurde so zu über 40 größeren und kleineren Festivals im In- und Ausland eingeladen. Der dreimalige Sundance-Veteran fotografierte für Jason Reitman dessen „In God We Trust“, der 2000 von Publikum wie Kritik sehr wohlwollend aufgenommen wurde. Für seine nächste Kooperation mit Reitman, „Gulp“, wurde er für den Pixie-Award in der Kategorie Beste Kameraarbeit nominiert, für „Jane“ gewann Steelberg den Kamera-Preis auf dem Da Vinci Days Festival. Von dort war es aufgrund seines sicheren Auges für Licht- und Bildkomposition zum Spielfilm nicht mehr weit. Und wieder einmal brachte dem vielseitigen Kameramann Sundance Glück, QUINCEANERA (2006) gewann sowohl den Publikums- als auch den Großen Preis der Jury. Gleich darauf wechselte Steelberg seine Arbeitsweise und gab sich für die schwarze Komödie NUMB (2006), in der Matthew Perry und Kevin Pollack mitwirkten, höchst erfolgreich düster. Es folgte seine bislang wohl wichtigste Arbeit JUNO, die ihn mit seinem langjährigen Freund und Werbepartner Jason Reitman wieder zusammen brachte. Knapp eine Woche nach Drehschluss feierte Eric Steelberg seinen 30. Geburtstag.
Wenn Steelberg Pause vom Geschichtenerzählen braucht, wendet er sich dem Werbefilm zu. Unter anderem hat er bisher für BMW, Miller Lite, Denny’s, HGTV, Heineken, Amstel Light, Axe, Dow Chemical, VW, Outback Steakhouse, The Century Council, General Motors und Wal*Mart gedreht. Außerdem hat er für Musikvideos der Gruppen Deep Dish und The Postal Service das Licht gesetzt. Eric lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Los Angeles.
STEVE SAKLAD (Produktionsdesign)
Zuletzt war Steve Saklad an der Produktion von SHADOWBOXER („Shadowboxer“, 2006) mit Helen Mirren und Cuba Gooding Jr. sowie THANK YOU FOR SMOKING beteiligt. Saklad designte bereits über 200 Werbespots, darunter für Kunden wie Harvest Films, Tate USA und Tool of North America. Außerdem kann er auf eine äußerst erfolgreiche Karriere als Art Director zurückblicken. Zu seinen Projekten zählen unter anderem SPIDERMAN 2 („Spider-Man 2“, 2004), RED DRAGON („Roter Drache“, 2002), THE QUICK AND THE DEAD („Schneller als der Tod“, 1995) und MESSAGE IN A BOTTLE („Massage in a Bottle“, 1998 ).
DANA E. GLAUBERMAN (Schnitt)
Bereits kurz nach ihrem College-Abschluss im Dezember 1990 begann Dana E. Glauberman ihre Karriere im Filmgeschäft als Postproduktionsassistentin. Sie lernte von so renommierten Cuttern wie Arthur Schmidt, Sheldon Kahn A.C.E and Wendy Greene-Bricmont A.C.E. JUNO ist ihr zweiter Film mit Jason Reitman.
Neben THANK YOU FOR SMOKING, für den Glauberman eine A.C.E. Eddie Award Nominierung in der Kategorie Schnitt (Musical/Komödie) bekam, zählen unter anderem FACTORY GIRL (2006), CHUMBSCRUBBER (2005) und MEAN GIRLS („Girls Club – Vorsicht bissig!“, 2004) zu ihren Arbeiten.
Als Schnittassistentin wirkte sie bei I’LL BE THERE („I’ll Be There”, 2003), PIRATES OF THE CARIBBEAN: THE CURSE OF THE BLACK PEARL („Fluch der Karibik”, 2003), ROAD TRIP („Road Trip”, 2000), SIX DAYS SEVEN NIGHTS („Sechs Tage Sieben Nächte”, 1998 ) sowie THE BIRDCAGE („The Birdcage - Ein Paradies für schräge Vögel”, 1996) mit.
BRAD VAN ARRAGON (Ko-Produzent)
Seit über 12 Jahren ist Brad Van Arragon im Film- und TV-Geschäft tätig und hat in dieser Zeit über 40 verschiedene Produktionen betreut. Als Herstellungsleiter war er jüngst bei THE WICKER MAN („Wicker Man - Ritual des Bösen“, 2006) mit Nicolas Cage, WHITE NOISE II: THE LIGHT („White Noise: Fürchte das Licht“, 2007) mit Nathan Fillion sowie GOING THE DISTANCE („Road Party“, 2004) tätig, als Produktionsmanager firmierte er bei SLITHER („Slither – Voll auf den Schleim gegangen“, 2006) und EDISON („Edison“, 2005). Beim Fernsehen betreute Brad für SPIKE TV als Herstellungsleiter den Pilotfilm zu „Amped“, als Produktionsmanager die „The Chris Isaak Show“ sowie den Pilot zu „Saved“ für FOX 21. Obendrein produzierte er die Independent-Arbeit FINDER’S FEE („Bloody Numbers – Alles auf eine Karte“, 2001) mit James Earl Jones, die Dokumentation „In A Nutshell: Barenaked Ladies“ und ko-produzierte Bruce Sweeneys jüngsten Spielfilm AMERICAN VENUS (2007). Zwischen 2004 und 2007 war Van Arragon Senior Vizepräsident der Produktion bei Brightlight Pictures. Zur Zeit fungiert er als Ko-Vorsitzender des Industrial Relations Committee des BC Zweiges der CFTPA.
JIM MILLER (Ko-Produzent)
Jim Miller ist Vizepräsident der Entwicklungsabteilung von Temple Hill Productions. Zu Temple Hill ist er von Mandate Pictures gekommen, wo er Projekte wie STRANGER THAN FICTION und JUNO „entdeckte“ und überwachte. Während seiner Zeit bei Mandate betreute Jim außerdem HAROLD & KUMAR GO TO WHITE CASTLE, MR. MAGORIUM’S WONDER EMPORIUM, THE MESSENGERS und BOOGEYMAN. Miller begann seine Arbeit bei Mandate 2002, davor war er bei der Canton Company von Warner Bros. tätig. Geboren im San Fernando Valley, graduierte Jim 1999 an der USC.
MONIQUE PRUDHOMME (Kostümdesign)
Monique Prudhomme begann ihre Karriere als Kostümdesignerin in Montreal, Kanada, nachdem sie ihr Fine-Arts-Studium mit einem BA abgeschlossen hatte. Zur Zeit arbeitet sie in Vancouver, wo sie schon für zahlreiche Spielfilme und TV-Produktionen der unterschiedlichsten Genres die Kleidung entworfen hat. Für ihre Arbeit wird sie unter anderem in den Abspännen von BEST IN SHOW („Best in Show“, 2000), CASE 39 (2008 ), FIERCE PEOPLE („Fierce People – Jede Familie hat ihre Geheimnisse“, 2005), THE FINAL CUT („The Final Cut - Dein Tod ist erst der Anfang“, 2004), NEVERWAS (2005), SNOW DOGS („Snow Dogs - Acht Helden auf vier Pfoten“, 2002) und THE LIZZIE MCGUIRE MOVIE („Popstar auf Umwegen“, 2003) genannt.
PETER AFTERMAN (Music Supervisor)
1983 lernte Peter Afterman Jon Peters und Peter Guber kennen, die damals gerade ihre Arbeit an FLASHDANCE („Flashdance“, 1983) beendet hatten. Afterman trat der Guber-Peters Company bei und begann mit der Arbeit an VISION QUEST („Crazy for You“, 1984). Zwei Jahre später, 1986, gründete Afterman seine eigene Musikfirma, Inaudible Productions, und war unter anderem für Filme wie GUNG HO („Gung Ho“, 1986), THE BIG EASY („Der große Leichtsinn“, 1987), THE COLOR PURPLE („Die Farbe Lila“, 1985), WILD AT HEART („Wild at Heart“, 1990), EARTH GIRLS ARE EASY („Zebo der Dritte aus der Sternenmitte“, 1988 ), HONEYMOON IN VEGAS („Honeymoon in Vegas“, 1992), CONEHEADS („Die Coneheads“, 1993), ACE VENTURA: PET DETECTIVE („Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv“, 1993) und FRENCH KISS („French Kiss“, 1995) tätig.
Zu den von Inaudible in jüngerer Zeit betreuten Werken gehören unter anderem THE EXPRESS (2008 ), BOLDEN! (2008 ), die „ Ashes and Snow”-Ausstellung in Santa Monica, THANK YOU FOR SMOKING, ME AND YOU AND EVERYONE WE KNOW („Ich und du und alle, die wir kennen“, 2005), THE PASSION OF THE CHRIST („Die Passion Christi”, 2004), HELLBOY („Hellboy”, 2004), THE GIRL NEXT DOOR („The Girl Next Door”, 2004), RUNAWAY JURY („Das Urteil – Jeder ist käuflich”, 2003), LARA CROFT TOMB RAIDER („Lara Croft Tomb Raider”, 2001), LARA CROFT TOMB RAIDER: THE CRADLE OF LIFE („Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens”, 2003), THE GOOD GIRL („ The Good Girl”, 2001), ROAD TRIP, THE LAST DAYS OF DISCO („ The Last Days of Disco”, 1998 ), STEALING BEAUTY („Gefühl und Verführung”, 1996) sowie THE APOSTLE („Apostel!”, 1997), das 1998 mit einem Grammy in der Kategorie Country, Southern oder Bluegrass Gospel Album ausgezeichnet wurde.
MARGARET YEN (Music Supervisor)
Margaret Yen machte ihren Universitätsabschluss in Kommunikationswissenschaften an der USC und stieß 1995, nach einigen Jahren in der Fernsehforschung und Filmentwicklung, zu Inaudible Productions.
Zu einigen der jüngeren Filmprojekten der Firma zählen THE EXPRESS, BOLDEN!, die Musik für die „ Ashes and Snow”-Ausstellung in Santa Monica, THANK YOU FOR SMOKING, ME AND YOU AND EVERYONE WE KNOW, THE PASSION OF THE CHRIST, HELLBOY, THE GIRL NEXT DOOR, RUNAWAY JURY, LARA CROFT TOMB RAIDER 1 & 2, THE GOOD GIRL, ROAD TRIP, THE LAST DAYS OF DISCO, STEALING BEAUTY sowie THE APOSTLE.
MATEO MESSINA (Musik)
Mateo Messina, ein ausgebildeter Komponist für klassische Musik, schreibt Filmmusiken, die eher gefühlt als gehört werden. Er zieht es vor, dass seine Musik auf ganz subtile Art und Weise originell ist: sie soll dem Regisseur einfach helfen, seine Geschichte zu erzählen. Dieser Ansatz ist auch bei seiner zweiten Zusammenarbeit mit Jason Reitman spürbar, für den er zuvor die Musik für THANK YOU FOR SMOKING komponierte.
Messina stammt aus Seattle, sein Musikstil verbindet unterschiedliche Musikrichtungen miteinander. In den frühen neunziger Jahren, während in Seattle die legendäre Grunge-Bewegung stattfand, spielte Messina Rock. Danach wurden seine Einflüsse exotischer, er studierte unter anderem die Musik der Maoris in Neuseeland und Nayflötenspieler in Dubay. Das Ergebnis dieser vielen unterschiedlichen Musikrichtungen ist eine musikalische Sensibilität, die nicht auf ein Genre beschränkt ist und durch ihre Originalität und Vielseitigkeit besticht.
Seit 1997 hat Mateo Messina vierzehn Solo-Alben veröffentlicht und 10 Symphonien für ein jährlich stattfindendes Benefiz-Konzert für das Kinder-Krankenhaus in Seattle komponiert. Zu seinen Werbeaufträgen gehören u.a. Musik-Clips für Nike, Microsoft, Sony, MTV und für die NBA. Seine Musik lief auf allen großen Filmfestivals, so u.a. in Sundance, Cannes und Toronto. Sein nächstes Projekt ist der Film THE LEAST OF THESE. Mateo Messina lebt und arbeitet zur Zeit in Hollywood, Kalifornien.
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