Tatort - Thiel & Boerne : Der doppelte Lott

kinski



Der doppelte Lott

(Erstausstrahlung: Sonntag, 20. November 2005)


Stab :
Regie : Manfred Stelzer
Buch : Jan Hinter, Stefan Cantz
Kamera : Egon Werdin
Musik : Lutz Kerschowski, Danny Dziuk

Besetzung :
Frank Thiel - Axel Prahl
Professor Karl-Friedrich Boerne - Jan Josef Liefers
Nadeshda Krusenstern - Friederike Kempter
Silke Haller (alias "Alberich") - Christine Urspruch
Wilhelmine Klemm - Mechthild Großmann
Herbert Thiel - Claus D. Clausnitzer
Dr. Joseph Roth - Joe Bausch
Frieder Lott - Alexander Held
Larissa - Chulpan Khamatova
Tom Linden - Tim Fischer
Gennadi - Rezzo Tschchikwischwili
Staatsanwalt Jansen - Wilfried Hochholdinger



Inhalt :
Münster steckt mitten im Wahlkampf als ein Mord geschieht. Doch der tote Mann am Boden ist nicht der, für den man ihn halten könnte. Unweit einer Demonstration gegen den rechtsextremen Bürgermeister-Kandidaten Frieder Lott wurde dessen Doppelgänger hinterrücks erstochen.

Als "Der wahre Lott" war der Kabarettist Joachim Montell stadtbekannt - und tatsächlich sah er Lott zum Verwechseln ähnlich. Galt der Mordanschlag ihm oder dem für seine kernigen Sprüche bejubelten und angefeindeten Populisten?

Kommissar Frank Thiel ermittelt in alle Richtungen. Er heftet sich an die Fersen von Lott und befragt Montells Lebensgefährten, den Chanson-Sänger Tom Linden. Zu seinem großen Bedauern kann der Rechtsmediziner Karl-Friedrich Boerne nicht direkt in die Ermittlungsarbeiten eingreifen: Er muss sich in eigener Sache gegen den Vorwurf verteidigen, unter Einfluss von Kräuterschnaps einen Autounfall verursacht zu haben. Doch wozu gibt es Handys? Boernes Anrufe verfolgen Thiel auf Schritt und Tritt. Auch der Kommissar ist abgelenkt. Ihn bringt Larissa, eine Studentin aus Kiew auf ganz andere Gedanken.

Quelle : daserste.de
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Getrennt und doch zusammen ... Thiel & Boerne ermitteln diesmal auf etwas verschlungenen Pfaden. Nachdem Boerne offensichtlich etwas zu tief ins Glas geschaut hat, muss sich der penible Professor vornehmliche um seinen eigenen Hintern kümmern ... was ihn aber nicht davon abhält, den ohnehin schon gernervten Thiel (neunmal)kluge Tipps zu geben. Thiel selbst muss sich in den Kreisen der Großstadt-Politik herumschlagen - in Person des Kandidaten Lott, den Alexander Held wirklich so "gut" darstellt, dass er mir auch in anderen Rollen heutzutage noch unsympathisch erscheint. Muss also eine gute Darstellung gewesen sein. Sei es drum ... auf Grund der Umgebung und des fehlenden direkten Kontakts der beiden Protagonisten fehlt diesmal leider auch die sonst so gewohnte Atmosphäre, was das Niveau des ansonsten guten Tatort-Krimis etwas drückt.

7 / 10