Tomtec
WARNER BROS. PICTURES präsentiert
eine ZADAN/MERON • REINER/GREISMAN Produktion
ein ROB REINER Film
JACK NICHOLSON
MORGAN FREEMAN
Das Beste kommt zum Schluss
(The Bucket List)
Sean Hayes
und
Rob Morrow
Regie ROB REINER
Drehbuch JUSTIN ZACKHAM
Produzenten CRAIG ZADAN, NEIL MERON,
ALAN GREISMAN, ROB REINER
Executive Producers TAVIS KNOX, NEIL MERON
JUSTIN ZACKHAM und JEFFREY STOTT
Musik MARC SHAIMAN
Kamera JOHN SCHWARTZMAN, A.S.C.
Produktionsdesign BILL BRZESKI
Schnitt ROBERT LEIGHTON
Deutscher Kinostart: 24. Januar 2008
im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany
a division of Warner Bros. Entertainment GmbH
www.dasBestekommtzumSchluss.de

KURZINHALT
Der Zufall will es, dass sich Milliardär Edward Cole (JACK NICHOLSON) und Mechaniker Carter Chambers (MORGAN FREEMAN) ein Krankenzimmer teilen. Obwohl die beiden in verschiedenen Welten leben, entdecken sie nach und nach Gemeinsamkeiten und werden Verwandte im Angesicht ihres Schicksals: Sie haben nur noch kurze Zeit zu leben.
Carter bekam während seines ersten Philosophie-Semesters am College die Aufgabe, eine „Löffel-Liste“ zu erstellen – eine Liste mit Dingen im Leben, die man tun will, bevor der „Löffel abgegeben“ wird. Sie beschließen, die ihnen verbleibende Zeit dazu zu nutzen, alles Versäumte nachzuholen, und brechen gemeinsam zu einer ebenso skurrilen wie aufschlussreichen Reise auf. Sie werden Freunde, und sie lernen, das Leben zu genießen.
Und mit jedem Abenteuer haken sie einen weiteren Punkt auf ihrer „Löffel-Liste“ ab.

INHALT
Als Carter Chambers (Morgan Freeman) vor langer Zeit sein College-Studium begann, forderte der Philosophie-Professor die Studenten auf, eine „Löffel-Liste“ zu erstellen – eine Aufstellung all der Dinge, die sie in ihrem Leben tun, sehen und erfahren wollten, bevor sie „den Löffel abgeben“.
Doch Carter hatte gerade erst angefangen, seine privaten Träume und Pläne zu formulieren, als das Leben ihn einholte: Er heiratete, bekam Kinder, musste unzählige Entscheidungen treffen. 46 Jahre lang arbeitete er als Automechaniker – ein verantwortungsvolles Leben, in dem die „Löffel-Liste“ kaum mehr als eine bittersüße Erinnerung an verpasste Gelegenheiten war – und eine mentale Übung, mit der er sich manchmal die Zeit vertrieb, wenn er sich über den Motorblock eines Wagens beugte.
Dagegen hat der Milliardär Edward Cole (Jack Nicholson) nie eine Liste zu Gesicht bekommen, die nicht unterm Strich eine Summe ergab. Das Geldverdienen stand immer im Vordergrund, und der Aufbau seines Imperiums hat ihm zwischen Akquisitionen und Latte macchiato keine Zeit gelassen, über seine wahren Bedürfnisse nachzudenken.
Doch eines Tages meldet sich das Leben mit einem ebenso unerwarteten wie unabänderlichen Alarmsignal, das beide nicht ignorieren können.
Carter und Edward landen im selben Krankenzimmer und haben plötzlich sehr viel Zeit, über die Zukunft nachzudenken – haben sie überhaupt noch die Zeit, dabei ein Wörtchen mitzureden? Obwohl sie aus unterschiedlichen Welten stammen, entdecken sie bald entscheidende Gemeinsamkeiten: das Gefühl, etwas versäumt zu haben und ihre bisherigen Entscheidungen überdenken zu müssen. Vor allem aber das Bedürfnis, die ihnen verbleibende Zeit mit Dingen zu verbringen, die ihnen wirklich am Herzen liegen.
Die Liste ist jetzt keine mentale Übung mehr. Sondern ein Programm.
Eben waren sie noch Fremde – jetzt ignorieren sie einfach alle vernünftigen Einwände und die Proteste der Ärzte, verlassen das Krankenhaus und gehen auf die abenteuerlichste Reise ihres Lebens, vom Taj Mahal bis zur Serengeti, von den nobelsten Restaurants bis zu den schmierigsten Tattoo-Spelunken, vom Cockpit klassischer Rennwagen bis zur offenen Luke eines Flugzeugs. Dabei halten sie sich ausschließlich an das Stück Papier mit der Liste – und an ihren leidenschaftlichen Lebenshunger.
Während sie die Punkte auf der Liste abhaken, neue hinzufügen und dabei die überbordende Schönheit unserer Welt erleben, stellen sie sich den komplizierten Fragen und noch schwierigeren Antworten, die jeden von uns beschäftigen. Und ohne es zu merken, entwickelt sich zwischen ihnen eine wahre Freundschaft. Dazu gehört Humor, Nachdenken, ein offenes Herz… und ein Standpunkt.
Manchmal braucht man eben eine Fristvorgabe, um das Leben auf die Reihe zu bekommen.

ÜBER DIE PRODUKTION
„Entdecke die Lebensfreude“
Regisseur/Produzent Rob Reiner hatte erst zehn Seiten des Drehbuchs „The Bucket List“ (Das Beste kommt zum Schluss) gelesen, als er seinem Produzentenpartner Alan Greisman bereits mitteilte, er habe sein nächstes Projekt gefunden. Greisman erinnert sich: „Ich forderte Rob auf, auch den Rest zu lesen, aber es gab überhaupt keinen Zweifel mehr: Dieses Thema lag ihm am Herzen – er hatte sich entschieden, ohne den Schluss zu kennen. ,Eine traumhafte Story – ich kenne diese Figuren‘, sagte er. ,Das ist es.‘“
Daraufhin sprachen die beiden die Produzenten Craig Zadan und Neil Meron von Storyline Entertainment an, die ihnen das Skript geschickt hatten, und begannen die Planung, um „Das Beste kommt zum Schluss“ noch im selben Jahr zu verfilmen.
Reiner reagierte spontan und ganz persönlich auf die Story, weil er spürte, dass die darin angesprochenen Themen uns alle etwas angehen: „Vor allem die Generation der Babyboomer ist jetzt in dem Alter, in dem sie ihr Leben ernsthaft überdenken und bilanzieren – und da fühlt man sich von ,Das Beste kommt zum Schluss‘ wirklich betroffen. Wer alte Eltern oder Großeltern hat, weiß ebenfalls, was es heißt, auf ein vergangenes Leben zurückzublicken, aber wir müssen auch nach vorn schauen und überlegen, was wir mit der verbleibenden Zeit anfangen sollen. Ich spürte, dass ich diesen Stoff unbedingt und auf der Stelle anpacken musste. Er hat das gewisse Etwas“, fügt er hinzu und verweist auf das humorvolle Potenzial der Story, aber auch auf die zutiefst menschliche Situation, ganz zu schweigen vom „grandiosen Abenteuer, das die beiden Männer einmal rund um die Welt führt, damit sie herausfinden, was sie eigentlich all die Jahre motiviert hat.“
Zadan und Meron hat diese Reaktion durchaus nicht überrascht, denn sie waren genauso begeistert von dem Skript, das der Chef ihrer Entwicklungsabteilung, Travis Knox, entdeckt hatte – er betreut den Film als Executive Producer.
„Wie an jedem Abend nahm ich einen Stapel Drehbücher zum Lesen mit nach Hause, aber dieses war seit langer Zeit wieder mal eines, das ich nicht aus der Hand legen konnte. Auf einzigartige Weise verbindet es Herz und Humor. Das wollte ich unbedingt umsetzen“, sagt Knox und berichtet dann, wie er das Skript an Zadan und Meron weitergab und Reiner als Regisseur vorschlug, mit dem die Produzenten aktuell ein ganz anderes Projekt diskutiert und sich dabei auf kreativer Ebene sofort bestens verstanden hatten.
Mit Hinblick auf Reiners beeindruckende Filmografie sagt Zadan: „Wir schätzen vor allem Robs Fähigkeit, aus emotionalen Stoffen den Humor herauszuarbeiten. Gerade diese Vielschichtigkeit macht ihn zu einem überragenden Regisseur – für unseren Film wollten wir ihn und keinen anderen.“
Und Greisman fügt hinzu: „Es geht in dieser Story um Freundschaft und Liebe, um das, was im Leben wirklich zählt. Das setzt eine Menge Gefühle frei, bringt uns aber auch zum Lachen, und letztlich lernen wir manches über das Leben an sich.“
Vor allem eine Weisheit bringt das Skript auf den Punkt, wie Jack Nicholson bestätigt: „Man bedauert nicht so sehr das, was man getan hat, sondern vor allem das, was man versäumt hat.“
Die sich – oft sehr explosiv – entwickelnde Beziehung der beiden nicht gerade füreinander gemachten Reisegefährten treibt die Story voran. Obwohl sie aus diametral entgegengesetzten Milieus stammen und auch charakterlich sehr unterschiedlich sind, entdecken sie doch entscheidende Gemeinsamkeiten, die alles andere oberflächlich erscheinen lassen.
Die Rolle des Carter übernimmt Morgan Freeman – er meint dazu: „Man freundet sich mit Leuten an, wenn man Gemeinsamkeiten entdeckt – und diese beiden haben ganz wesentliche Gemeinsamkeiten: Sie wissen genau, dass sie nicht mehr lange zu leben haben. Als Carter Edward kennenlernt, bekommt er erstmals die Chance, sein Leben ganz anders anzugehen, ganz eigennützige Entscheidungen zu treffen. Das ist eine ungeheure Erfahrung für einen Mann, der das Gefühl hat, sein Leben lang immer nur an die anderen gedacht zu haben.“
Die „Löffel-Liste“ selbst stammt aus einem College-Kurs, den Carter belegt hatte, bevor er sein Studium aufgab, um seine Familie zu ernähren. „Die Liste war eine Übung, um sich auf die Zukunft zu konzentrieren. Die jungen Leute sollten darüber nachdenken, was ihnen wirklich etwas bedeutet und was sie im Leben erreichen wollten“, erklärt Reiner. Über dieses Konzept hat der von Natur aus nachdenkliche Carter immer wieder gegrübelt, und in seinen Mußestunden hat er es überarbeitet. Sogar im Krankenhaus bewegt ihn die Liste, als er über die ihm verbleibenden Optionen nachdenkt. Falls Carter jemals ernsthaft daran geglaubt hat, die Punkte auf seiner Löffel-Liste abzuarbeiten, dann gibt er die Hoffnung spätestens jetzt auf – und er formuliert das auch, als Edward die Liste zufällig zu sehen bekommt und nachfragt.
Doch in Edwards Wortschatz existieren Worte wie „nein“ und „zu spät“ einfach nicht. Daher schlägt er vor, die Liste in die Tat umzusetzen. Auf der Stelle. Typischerweise fügt er seine eigenen Ziele noch hinzu.
Freeman berichtet, wie sich die beiden sogar in dieser Hinsicht unterscheiden: „Edward geht wie bei einer Abhak-Liste ganz praktisch vor. Während es Carter um eher geistige Werte geht, zum Beispiel ,Etwas Majestätisches erleben‘ oder ,Einem Fremden um seiner selbst willen helfen‘, sucht Edward den Adrenalinschub – er will aus einem Flugzeug springen und das schönste Mädchen der Welt küssen.“
Obwohl Edwards Arzt davon abrät und Carters liebevolle Frau Virginia besorgt protestiert, lassen sich die über 60 Jahre alten Männer nicht von ihrem Vorhaben abbringen – sie fahren zusammen los und erleben die Abenteuer zweier Leben auf einer ungewöhnlichen Reise mit offenem Ausgang. Sie wollen all das in die Tat umsetzen, was sie sich immer schon gewünscht haben, um dabei zu sich selbst zu finden und ihrem Leben einen Sinn zu geben.
„Das fand ich sehr abenteuerlich – und Abenteuer mag ich nun mal“, sagt Nicholson. „In der Story wird viel ausgesprochen, worüber wir alle nachdenken, selbst wenn wir es nicht formulieren können.“
„Auf der Reise entwickelt sich ihre Freundschaft ganz fundamental“, sagt Meron. „Am Anfang hat Edward das Ganze sicher eher als Jux angesehen, aber langsam überzeugt ihn die Art und Weise, wie Carter darüber denkt. Allmählich stellt Edward erstmals sein eigenes Leben auf den Prüfstand, entwickelt sich gefühlsmäßig, wirkt ausgeglichener. Aber natürlich hat er noch einen langen Weg vor sich. Dabei geht es darum, dass es eben nie zu spät ist. Für uns alle gilt: Wir müssen entscheiden, was wichtig ist, und uns nach besten Kräften danach richten – egal, wie alt wir sind und in welchen Umständen wir leben.“
Drehbuchautor Justin Zackham, der die Produktion auch als Executive Producer begleitete, wollte sich nie genau auf ein ideales Alter seiner beiden Globetrotter festlegen, sagt dazu aber: „Es sollten schon zwei Männer sein, die über eine gewisse Lebenserfahrung verfügen. Bestimmte Entscheidungen sollten sie bedauern. Ein junger Mann könnte über so etwas nur spekulieren.“ Übrigens verrät er, dass er schon beim Schreiben der ersten Drehbuchfassung „Morgan Freemans Stimme im Kopf hörte“.
Bald darauf nahm auch Jack Nicholsons Mitwirkung konkrete Formen an. In den Wochen vor Drehstart traf sich der Schauspieler regelmäßig mit Rob Reiner, um die Dialoge Szene für Szene durchzuarbeiten. Dazu Reiner: „Ich erzähle Ihnen mal etwas über Jack Nicholson, was kaum jemand weiß: Natürlich ist er ein überragender Darsteller – das ist allgemein bekannt. Aber er ist auch ein sehr guter Autor, ein echter Verseschmied. Er weiß, wie man Sätze interessanter, farbiger und pronocierter formuliert. Er ging genau wie ich davon aus, dass wir kaum viele derartige Filme drehen werden – tatsächlich wird es bei diesem einen bleiben. Also wollten wir uns auf jede nur denkbare Nuance konzentrieren und sie so hinbekommen, dass sie sitzt. Wir haben den Text vor dem Dreh komplett überarbeitet, und sogar während der Aufnahmen haben wir uns in seinem Wohnwagen immer wieder zusammengesetzt und Ideen ausgetauscht.“
Laut Reiner ging es darum, „den Humor mit den Emotionen der Story in Einklang zu bringen, wobei der Unterhaltungsfaktor nicht auf Kosten des Gehalts gehen darf. Wir behandeln ein ernstes Thema, das Respekt verdient. Gleichzeitig steckt darin eine Menge Komik, und es ist das reine Vergnügen zuzuschauen, wie sich diese beiden großartigen Schauspieler gegenseitig die Bälle zuwerfen.“
Wie so oft „geht es nicht so sehr um die Umstände, sondern darum, wie die Menschen damit fertig werden. Gerade dadurch beginnt ,Das Beste kommt zum Schluss‘ innerlich zu leuchten“, sagt Zadan. „Die Story geht wirklich sehr zu Herzen, sie strahlt Optimismus aus. Sie bejaht das Leben.“
„Eine Löffel-Liste kann jeder aufstellen“, weiß Zackham. „Genau wie es keinen einzigen Menschen auf der Welt gibt, der nicht geliebt werden will, gibt es auch niemanden, der nicht zumindest ansatzweise darüber nachdenken würde, was er im Leben erreichen will. Aber oft genug lassen wir uns vom Tagesgeschäft vereinnahmen, und manchmal kommen wir von dem Weg ab, den wir einschlagen wollten. Die beiden Männer in ,Das Beste kommt zum Schluss‘ korrigieren ihre Marschrichtung, sie bringen den Mut auf, ihre Träume zu verwirklichen. Und das passiert recht selten – so überraschend und traurig das auch ist.“
„Mein eigener Maßstab richtet sich nach den Menschen, die mich als Maßstab ansehen.“
– Carter Chambers
Sobald Rob Reiner beschlossen hatte, den Film zu drehen, merkte er: Ohne Morgan Freeman in der Rolle des Carter Chambers würde das nicht funktionieren: „Ich konnte mir niemanden sonst in dieser Rolle vorstellen. Er musste einfach mitmachen.“
Glücklicherweise war Freeman vom Drehbuch stark beeindruckt… und schlug einen Partner für sich vor, an den Reiner bereits gedacht hatte: Jack Nicholson als Edward Cole. Schon 1992 hatte Reiner mit Nicholson den berühmten Justizkrimi „A Few Good Men“ (Eine Frage der Ehre) gedreht, der beiden Oscar-Nominierungen einbrachte.
Freeman gesteht: „Wenn wir schon über persönliche Löffel-Listen sprechen, dann stände auf meiner jedenfalls ein gemeinsamer Film mit Jack Nicholson.“
Ob die Beziehung zwischen Edward Cole und Carter Chambers funktioniert, hängt entscheidend von Jack Nicholsons und Morgan Freemans Interaktion als Kollegen und Freunde ab. Dazu Freeman: „Wie wir aufeinander reagieren, kann ich nicht beschreiben. Wir tun es einfach. Jack bringt seine ganz eigentümliche Dynamik, seine Könnerschaft und Energie in die Rolle ein. Egal, wie man das definieren mag: Genau darum schauen wir uns jeden seiner Filme an. Man kann es Aroma nennen.“
„Jack kann auf der Leinwand durchaus auch mal explodieren, und Morgan ist der Zen-Meister, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt“, sagt Reiner. „Sie ergänzen sich auf unnachahmliche Weise. Mir war natürlich klar, dass sie wunderbar zusammenpassen und den Dialogen, der Handlung eine Dimension verleihen, die wir beim Lesen nicht mal ahnen konnten.“
„Es ist wunderbar, den beiden bei der Ausarbeitung der Figuren zuzuschauen“, sagt Zadan. „Manche Sätze im Drehbuch hielt ich bereits für hervorragend, aber ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie komisch sie sein können, bis Jack sie in den Mund nahm und wir alle losprusteten. Es gelingt ihm, jedem Wort, jedem Satz den richtigen Gehalt zu geben. Und Morgan ist per se unfähig, einen falschen Ton zu treffen. Das gibt es einfach nicht – es kommt nie vor, dass er eine Szene schmeißt.“
Beide Hauptfiguren müssen mit Enttäuschungen umgehen.
„Milliardär Edward bekommt immer, was er will – er reist erster Klasse durchs Leben“, erklärt Reiner. „Sein Lebensinhalt ist das Geldverdienen, seine gesamte Energie investiert er ins Geschäft – was man entfernt als sein Privatleben bezeichnen könnte, bleibt dabei auf der Strecke. Es gibt das Sprichwort: ,Auf dem Sterbebett wünscht sich niemand, er hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen.‘ Das kann man wunderbar auf Edward anwenden – aber ihm ist das überhaupt nicht klar.“
„Durch seine Karriere ist er ziemlich vereinsamt – das Geld ist sozusagen sein einziger Freund“, stellt Nicholson fest. Dennoch ist es die Energie des Unternehmers, die Edward auch in dieser entscheidenden Situation gute Dienste leistet, denn er beseitigt jedes Hindernis, das ihm bei seiner Reise mit Carter im Weg stehen könnte: „Er ist und bleibt der Kämpfer, der jedes Problem bei den Hörnern packt.“
Doch Greisman beobachtet: „Obwohl Edward nichts von der unbändigen Kraft einbüßt, die ihn beruflich an die Spitze katapultiert hat, zeigt Jack ihn doch als sehr verletzlich – das geht richtig unter die Haut.“
Gleichzeitig muss Charter mit seiner persönlichen Enttäuschung fertig werden. „Er ist ernüchtert… zumindest glaubt er das“, sagt Freeman. „Denn er hatte einen Lebensplan, den er aufgrund der Umstände nicht verwirklichen konnte – sein Pflichtgefühl hat ihm eine andere Richtung vorgegeben. Er hat hart gearbeitet, Kinder großgezogen, ihnen eine Ausbildung ermöglicht, und obwohl ihm seine Familie nach wie vor alles bedeutet, muss er sich wider Willen eingestehen, dass er sich ein anderes Leben gewünscht hätte. Wie Carter geht es vielen Menschen. Wenn sie großes Glück haben, begreifen sie, dass sie ihre Wünsche verwirklicht haben. Ich glaube nämlich nicht, dass wir unbedingt anders handeln würden, wenn wir eine zweite Chance bekämen, denn die meisten Entscheidungen treffen wir aufgrund der aktuellen Bedürfnisse und nicht im Hinblick auf das, was später einmal passieren könnte.“
Bei ihrem improvisierten Ausbruch werden die beiden von Edward Coles persönlichem Assistenten Thomas unterstützt, der Edward als Barmann und Mädchen für alles ständig zur Verfügung steht. Die Rolle übernimmt Emmy-Preisträger Sean Hayes. Egal, wie Thomas’ Stelle einst ausgeschrieben war – Thomas hat offenbar die Anforderungen und sich selbst übertroffen, denn er bewältigt nicht nur souverän und schlagfertig alle Tücken in Edwards stets übervollem beruflichen und persönlichen Terminkalender, sondern stellt sich auch sehr professionell auf die Launen und die kantige Persönlichkeit seines Chefs ein.
„Als Assistent zahlt Thomas Edward jede schlechte Behandlung mit gleicher Münze zurück – er gehört zu den wenigen Leute, die keine Angst vor ihm haben“, berichtet Hayes. „Thomas ist ständig erreichbar und stets korrekt gekleidet – das bietet immer wieder Anlass zu Witzen. Egal, zu welcher Tages- oder Nachtzeit, egal, in welchem entlegenen Winkel der Welt sie sich aufhalten: Immer ist Thomas wie aus dem Ei gepellt, immer trägt er Anzug und Krawatte.“
Hayes schreibt selbst gern Listen, um seine Ziele zu formulieren. Über das Skript sagt er: „Es ist ein sehr anregendes Beispiel dafür, was die Konzentration auf das Kommende bewirken kann. Mir gefallen Filme, die uns unterschwellig Lebenshilfe vermitteln oder uns neue Denkanstöße geben, die wir aus dem Kino mit nach Hause nehmen.“
Die Produzenten Zadan und Meron haben 2002 mit Hayes bereits den von der Kritik hoch gelobten TV-Film „Martin and Lewis“ gedreht, in dem Hayes Jerry Lewis darstellt. Meron meint: „Thomas ist natürlich dazu da, Edwards Anweisungen zu befolgen, aber er kennt Edwards Persönlichkeit in- und auswendig – sogar besser als Edward selbst. Manchmal meistert er Situationen, die Edward auf seinem Weg zu sich selbst voranbringen – das mitzuerleben ist einfach traumhaft.“
„Als Comedian ergänzt Sean Jack hervorragend; Manchmal gibt es richtig heftige Auseinandersetzungen zwischen Chef und Assistent, bei denen es entscheidend auf Seans unerschütterliches Pokergesicht ankommt. Außerdem bringt er oft seine eigenen Sprüche und Witze gratis mit ein“, fügt Reiner hinzu.
Genau wie Thomas weiß auch Edwards Arzt Dr. Hollins genau, wen er vor sich hat. Aber im Gegensatz zu Thomas gelingt es ihm überhaupt nicht, Edwards Verhalten vorauszusehen oder in den Griff zu bekommen. Den Mediziner spielt der mehrfache Emmy- und Golden-Globe-Kandidat Rob Morrow.
Die Therapie einfach aufzugeben, um spontan irgendwohin zu reisen, kann natürlich kein Arzt empfehlen. Und so rät Dr. Hollins Edward eindringlich von seinem Vorhaben ab, aber letztlich weiß er auch, dass er genauso wenig gegen ihn ausrichten wird wie Edwards Aktionäre, Anwälte und seine zwei Ex-Frauen.
Dazu Greisman: „Wir hatten großes Glück, dass Rob diese Rolle mit seinen Seriendrehterminen vereinbaren konnte – er zeigt eine fantastische Leistung. Als Edwards Arzt ist er die Stimme der Vernunft, aber an seinem Gesicht und seinem Auftreten können wir ablesen, dass er sich keine Illusionen macht: Keines seiner Argumente wird diesen Patienten von seinem Vorhaben abbringen.“
Unterstützung bekommt Dr. Hollins von Carters Frau Virginia, die von Beverly Todd gespielt wird – bereits zum dritten Mal tritt sie neben Morgan Freeman auf: Anfang der 70er-Jahre waren sie mit einem Zwei-Personen-Stück in Joe Papps New Yorker Public Theatre zu sehen, und 1989 folgte der Spielfilm „Lean on Me“ (Der knallharte Prinzipal).
Virginia legt nicht nur Wert darauf, dass Carter zum eigenen Wohl im Krankenhaus bleibt, sondern sie möchte ihn ganz eigennützig auch für sich behalten. Sie reagiert wütend, ist verletzt und fühlt sich im Stich gelassen, wie Todd weiß: „Sie kann einfach nicht begreifen, dass ihr Mann, den sie all die Jahre geliebt, gehegt und gepflegt hat, einfach abhaut und verrückte Abenteuer mit einem Mann erlebt, den er gerade ein paar Tage kennt, ohne zu wissen, wie viel Zeit ihnen noch bleibt. An diesem Wendepunkt in Carters Leben fürchtet sie natürlich, er könnte ihr vorwerfen, dass er sein Lebensziel nicht erreicht hat, denn so etwas passiert manchmal – und das bricht ihr das Herz.“
Freeman berichtet, wie es Todd gelingt, dieser Jahrzehnte währenden Ehe mit all ihren konfliktreichen Emotionen eine beeindruckende Dimension zu geben: „Beverly wirkt absolut glaubwürdig: Mit ihrer Gefühlsskala gelingt es ihr, den Zuschauern ihre Sorgen nahezubringen. Das habe ich schon bei unserer ersten Zusammenarbeit schätzen gelernt, als wir ein Paar in großen Schwierigkeiten spielten. Wir merkten, wie die Frauen im Publikum zustimmend nickten, denn wenn Beverly sprach, sagte sie die Wahrheit. Die Dialoge geben zwar die Richtung vor, aber das Gefühl dazu muss der Schauspieler aus sich selbst hervorbringen.“
Carters und Virginias Sohn Roger wird von Morgan Freemans tatsächlichem Sohn Alfonso Freeman gespielt. Im Gegensatz zu Virginia äußert Roger keine klare Meinung zu Carters spontaner Reise. Er ist selbst Familienvater und Anwalt und begreift, dass seine Mutter sich Sorgen macht, aber er zeigt auch Verständnis für die Bedürfnisse, die zu Carters Entschluss führen: Er gönnt seinem Vater die Freiheit und den wohlverdienten Seelenfrieden.
„Es kommt gar nicht darauf an, wohin sie reisen und was sie dort tun, sondern was sich auf ihrem Trip zwischen den beiden entwickelt. Ob sie nun im Jeep durch die Serengeti fahren oder am nächsten Tag vor einer Pyramide sitzen – immer sind ihre Unterhaltungen und Überlegungen von einem roten Faden durchzogen, und die wirklich spannende Entwicklung findet in diesen Gesprächen statt“, berichtet Reiner. „Jede Reisestation bringt sie dazu, über eine weitere Facette ihres Lebens nachzudenken.“
Als Carter und Edward über die Pracht des Taj Mahal staunen, das Shah Jahan als Grabmal für seine geliebte Frau errichtete, erinnern sie sich an die Liebe, die sie in ihrem eigenen Leben erfahren haben und was sie ihnen bedeutet. Als sie später an der gewaltigen Cheops-Pyramide rasten, denkt Carter über den Glauben der alten Pharaonen nach, wonach wir einst über unser Leben Rechenschaft ablegen müssen. Wie Edward und Carter werden die Zuschauer begeistert auf jede neue Sehenswürdigkeit während der abwechslungsreichen Reise in „Das Beste kommt zum Schluss“ reagieren, aber sie werden auch bemerken, dass es vor allem auf die seelische Landschaft ankommt.
„Ich habe schon einiges von der Welt gesehen, und auf meiner Liste stehen noch etliche weitere Ziele“, sagt Reiner im Hinblick auf das eigentliche Thema der Story. „Sicher werde ich nicht alles schaffen, aber das ist auch längst nicht so wichtig wie die Menschen, die mir nahestehen. Sicher ist es toll, um die Welt zu reisen, den Everest zu erleben und mit dem Fallschirm aus einem Flugzeug zu springen, aber für ein erfülltes Leben braucht man das nicht – und das ist die Aussage unseres Films. Im Leben kommt es vor allem auf die Beziehung zur Familie und zu den Freunden an. Nur darum geht es. Wenn man das begreift, glaube ich, macht das Leben einen Sinn.“

DARSTELLER
JACK NICHOLSON
Edward Cole
Jack Nicholson zählt zu den renommiertesten Darstellern aller Zeiten und hat in seiner Karriere mit vielen der berühmtesten Regisseure gearbeitet. Seine Filmografie umfasst über 60 Spielfilme in fünf Jahrzehnten.
Mit seiner zwölften Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Darsteller für seine Titelrolle in Alexander Paynes „About Schmidt“ (Schmidt) stellte er 2002 einen einzigartigen Rekord auf: Er ist öfter für den Oscar nominiert worden als alle anderen männlichen Darsteller. Drei Oscars hat er gewonnen – zweimal als Bester Darsteller: mit Milos Formans „One Flew Over the Cuckoo’s Nest“ (Einer flog über das Kuckucksnest) und James L. Brooks’ „As Good as It Gets“ (Besser geht’s nicht); und einmal als Bester Nebendarsteller mit Brooks’ „Terms of Endearment“ (Zeit der Zärtlichkeit).
Nominiert wurde Nicholson außerdem für seine Rollen in Rob Reiners „A Few Good Men“ (Eine Frage der Ehre), Hector Babencos „Ironweed“ (Wolfsblut), John Hustons „Prizzi’s Honor“ (Die Ehre der Prizzis), Warren Beattys „Reds“ (Reds), Roman Polanskis „Chinatown“ (Chinatown), Hal Ashbys „The Last Detail“ (Das letzte Kommando), Bob Rafelsons „Five Easy Pieces“ (Five Easy Pieces – Ein Mann sucht sich selbst) und Dennis Hoppers „Easy Rider“ (Easy Rider).
Golden Globes erhielt Nicholson für seine Leistungen in „Schmidt“, „Besser geht’s nicht“, „Die Ehre der Prizzis“, „Zeit der Zärtlichkeit“, „Einer flog über das Kuckucksnest“ und „Chinatown“. Eine Nominierung folgte aktuell für Martin Scorseses „The Departed“ (Departed – Unter Feinden), weitere Golden-Globe-Nominierungen bekam er für „Something’s Gotta Give“ (Was das Herz begehrt), „Eine Frage der Ehre“, Danny DeVitos „Hoffa“ (Jimmy Hoffa), Tim Burtons „Batman“ (Batman), „Wolfsblut“, „Reds“, „Das letzte Kommando“, „Five Easy Pieces“ und „Easy Rider“. Nicholsons Filmrollen wurden mit unzähligen Kritikerpreisen ausgezeichnet. Außerdem wurde er vom American Film Institute und bei der Verleihung der Golden Globes mit dem Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk geehrt.
Zu seiner umfangreichen Filmografie gehören auch die Hitkomödie „Anger Management“ (Die Wutprobe); Regisseur Sean Penns „The Pledge“ (Das Versprechen) und „The Crossing Guard“ (Crossing Guard – Es geschah auf offener Straße); Tim Burtons Science-Fiction-Komödie „Mars Attacks!“ (Mars Attacks!); Mike Nichols’ „Wolf“ (Wolf – Das Tier im Manne) und „Carnal Knowledge“ (Der obskure Vogel der Lust; auch: Die Kunst zu lieben); James L. Brooks’ „Broadcast News“ (Nachrichtenfieber – Broadcast News); George Millers „The Witches of Eastwick“ (Die Hexen von Eastwick); Bob Rafelsons „The Postman Always Rings Twice“ (Wenn der Postmann zweimal klingelt); Stanley Kubricks „The Shining“ (Shining); Elia Kazans „The Last Tycoon“ (Der letzte Tycoon); und Michelangelo Antonionis „The Passenger“ (Beruf: Reporter).
Sein Regiedebüt gab Nicholson 1971 mit „Drive, He Said“ (Drive, He Said), den er auch schrieb und produzierte. Dann inszenierte er sich selbst in „Goin’ South“ (Der Galgenstrick). Regie, Produktion und Hauptrolle übernahm er bei der Fortsetzung von „Chinatown“, „The Two Jakes“ (Die Spur führt zurück – The Two Jakes).
MORGAN FREEMAN
Carter Chambers
2005 gewann Morgan Freeman den Oscar als Bester Nebendarsteller für seine Rolle in Clint Eastwoods „Million Dollar Baby“ (Million Dollar Baby). Drei weitere Male wurde er für den Oscar nominiert: 1987 für seine eiskalte Darstellung eines mörderischen Zuhälters in „Street Smart“ (Glitzernder Asphalt), für die er auch von den US-Filmkritikern sowie den Kritikern in Los Angeles und New York ausgezeichnet wurde. Außerdem erhielt er den Independent Spirit Award und eine Nominierung für den Golden Globe. Seine zweite Oscar-Nominierung folgte 1989 für die Kinofassung seiner ursprünglichen Bühnenrolle in „Driving Miss Daisy“ (Miss Daisy und ihr Chauffeur). Ein drittes Mal wurde er 1994 mit Frank Darabonts „The Shawshank Redemption“ (Die Verurteilten) nominiert.
Zu seinen aktuellen Filmen zählen Luc Bessons „Unleashed/Danny the Dog“ (Unleashed – Entfesselt), Robert Redfords „An Unfinished Life“ (Ein ungezähmtes Leben), „Batman Begins“ (Batman Begins), „Lucky Number Slevin“ (Lucky # Slevin), die Komödie „Bruce Almighty“ (Bruce Allmächtig) und das Sequel „Evan Almighty“ (Evan Allmächtig), Ben Afflecks „Gone Baby Gone“ (Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel), Robert Bentons „Feast of Love“ (Fest der Liebe) und die Oscar-preisgekrönte Dokumentation „March of the Penguins“ (französischer Originaltitel: La marche l’empereur; Die Reise der Pinguine), an der er als Erzähler mitwirkte.
Demnächst ist er im Batman-Film „The Dark Knight“ (Dark Knight) und in dem Krimi „The Code“ zu sehen, die beide 2008 anlaufen sollen.
Freeman stammt aus Memphis/Tennessee. Seine Laufbahn begann er Anfang der 1960er-Jahre auf New Yorker Bühnen, nachdem er seinen Militärdienst als Mechaniker bei der Air Force geleistet hatte. Ein Jahr später machte er sich landesweit durch seine TV-Auftritte als Easy Reader in der beliebten Kindersendung „The Electric Company“ einen Namen. In den 1970er-Jahren spielte er weiterhin regelmäßig Theater. 1978 gewann er den Drama Desk Award und den Clarence Derwent Award für seine herausragende Leistung in „The Mighty Gents“, die ihm auch eine Tony-Nominierung einbrachte. Den Obie Award gewann er als Shakespeares Anti-Held „Coriolanus“ (Coriolan) auf dem New York Shakespeare Festival; als der Bote in der berühmten Inszenierung von Lee Breuers „Gospel at Colonus“ (1984) an der Brooklyn Academy (für die er 1985 auch den Dramalogue Award erhielt); und als Hoke Coleburn in Alfred Uhrys mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Stück „Driving Miss Daisy“ (1985). Diese Rolle brachte ihm auch den Dramalogue Award ein. Zum bisher letzten Mal stand Freeman 1991 als Petruchio in „The Taming of the Shrew“ (Der Widerspenstigen Zähmung) im Rahmen des New York Shakespeare Festivals neben Tracey Ullman auf der Bühne des Delacorte Theatre.
Sein Regiedebüt gab Morgan Freeman 1993 mit „Bopha!“ (Bopha!). Bald darauf gründete er seine eigene Produktionsfirma Revelations Entertainment, um Unterhaltungsstoffe zu entwickeln, „die über menschliche Erfahrungen aufklären, sie ins rechte Licht setzen und uns inspirieren“. Zuletzt produzierte die Firma Brad Silberlings Komödie „10 Items or Less“ (10 Items or Less – Du bist wen du triffst), in dem Freeman neben Paz Vega zu sehen war.
Weitere Filmrollen spielte er in „Brubaker“ (Brubaker), „Harry & Son“ (Harry & Son), „Teachers“ (Teachers – Die Aufsässigen), „Marie“ (Marie – Eine wahre Geschichte; auch: Marie – Eine Mutter in Angst), „That Was Then... This Is Now“ (Lose Control; auch: Jungs außer Kontrolle), „Clean & Sober“ (Süchtig), „Johnny Handsome“ (Johny Handsome – Der schöne Johnny) im mehrfach preisgekrönten „Glory“ (Glory), „Chain Reaction“ (Außer Kontrolle), „Kiss the Girls“ (…denn zum Küssen sind sie da), Steven Spielbergs „Amistad“ (Amistad), „Hard Rain“ (Hard Rain), „Deep Impact“ (Deep Impact), „Nurse Betty“ (Nurse Betty), „Along Came a Spider“ (Im Netz der Spinne), „High Crimes“ (High Crimes – Im Netz der Lügen) und „The Sum of All Fears“ (Der Anschlag).
SEAN HAYES
Thomas
Seine bekannteste Rolle spielte Hayes in dem großen Serienhit „Will & Grace“ (Will & Grace). Als liebeswerter, aber oft zu sehr mit sich selbst beschäftigter Jack McFarland wurde er 2000 bis 2006 siebenmal hintereinander für den Nebendarsteller-Emmy in einer Comedy-Serie nominiert. Er gewann diesen Preis gleich mit der ersten Nominierung, außerdem erhielt er drei Auszeichnungen der Screen Actors Guild (SAG; US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) und den American Comedy Award. Als Mitglied der „Will & Grace“-Besetzung gewann er den Ensemble-Preis der SAG. Hinzu kommen sechs Nominierungen für den Golden Globe und drei weitere SAG-Nominierungen für seine Einzelleistung in dieser Serie.
2002 spielte Hayes Jerry Lewis in der berühmten TV-Filmbiografie „Martin and Lewis“, die den Aufstieg und die spätere Trennung des legendären Duos erzählt. Als Lewis erhielt Hayes erneut eine Nominierung der SAG.
Hayes stammt aus Chicago, er studierte an der Illinois State University und begann seine Profi-Karriere auf Bühnen in Chicago. Er trat am Organic Theatre auf und verfeinerte sein Handwerk als Comedian durch Improvisationen im Ausbildungsprogramm des berühmten Ensembles Second City. In Chicago trat Hayes bereits in Werbespots und TV-Produktionen auf, zum Beispiel in dem Fernsehfilm „A & P“ nach einer Geschichte von John Updike.
Sein Spielfilmdebüt gab Hayes 1998 als Titelheld in dem Arthouse-Hit „Billy’s Hollywood Screen Kiss“, der auf dem Filmfestival in Sundance von der Kritik gefeiert wurde. Neben Nathan Lane, Josh Duhamel und Kate Bosworth trat er in der romantischen Komödie „Win a Date with Tad Hamilton!“ (Total verknallt in Tad Hamilton) auf, und er wirkte in dem unabhängig produzierten „Pieces of April“ (Pieces of April – Ein Tag mit April Burns) mit. Als diabolischer Kater Mr. Tinkles war er in dem erfolgreichen Familienfilm „Cats & Dogs“ (Cats & Dogs – Wie Hund und Katz) zu hören. Den Fisch sprach er in der Kinofassung von Dr. Seuss’ Klassiker „The Cat in the Hat“ (Ein Kater macht Theater), in dem er auch als Mr. Humberfloob zu sehen war.
2003 gründete Hayes mit seinem Produktionspartner Todd Milliner die Firma Hazy Mills Productions. Ihr erstes Projekt war die TV-Doku „Situation: Comedy“ über die Suche nach der nächsten erfolgreichen Sitcom-Serie – sie lief 2005 auf dem Kanal Bravo und wurde von den Kritikern gepriesen. In Vorbereitung befinden sich „Grimm“, “Man and Woman“, „The Ten Million Dollar Word“, „Cornerstone“, „Bi-Coastal“, „Eight Days a Week“, ein Remake der klassischen Jerry-Lewis-Komödie „Cinderfella“ (Aschenblödel) und „The Most Annoying Man in the World“.
ROB MORROW
Dr. Hollins
Morrow spielt derzeit einen FBI-Agenten in der erfolgreichen CBS-Serie „Numb3rs“ (Numb3rs – Die Logik des Verbrechens), die von Ridley Scott und Tony Scott produziert wird. Aktuell inszenierte Morrow eine „Numb3rs“-Episode – und auch an den folgenden Staffeln wird er als Regisseur beteiligt sein. Daneben ist er vor Kurzem in dem Lifetime-TV-Film „Custody“ neben James Denton aufgetreten.
Sehr beliebt waren Morrows viel gepriesene Auftritte als von New York nach Alaska ausgewanderter Arzt in der erfolgreichen TV-Serie „Northern Exposure“ (Ausgerechnet Alaska), die ihm Nominierungen für drei Golden Globes und zwei Emmys einbrachten.
Zu seinen TV-Titeln zählen auch die Hauptrolle in der Showtime-Serie „Street Time“ (Street Time); die Rolle des John Wilkes Booth in dem TNT-Film „The Day Lincoln Was Shot“ (Abraham Lincoln – Die Ermordung des Präsidenten); die CBS-Hallmark-Entertainment-Miniserie „Only Love“ (Nur die Liebe hält ewig); der Showtime-TV-Film „The Thin Blue Lie“ (The Thin Blue Lie); und der CBS-Film „Jenifer“.
Als Regisseur drehte Morrow eine Episode zur HBO-Krimiserie „Oz“, drei Episoden zur Showtime-Serie „Street Time“, und drei Episoden zur viel gepriesenen CBS-Serie „Joan of Arcadia“ (Die himmlische Joan). Sein Regiedebüt gab er mit „The Silent Alarm“, der 1993 auf dem Filmfestival in Seattle uraufgeführt und auch auf den Festivals in den Hamptons, in Boston, Edinburgh und Sundance gezeigt wurde. Die TV-Premiere erfolgte auf dem Kanal Bravo.
Auf der Leinwand war Morrow 2001 neben Laura Linney in dem Independent-Film „Maze/Touched“ zu sehen, den er auch geschrieben, inszeniert und produziert hat. Weitere Filme: Michael Hoffmans „The Emperor’s Club“ (Club der Cäsaren) mit Kevin Kline; Robert Redfords Oscar-Kandidat „Quiz Show“ (Quiz Show – Der Skandal) mit Ralph Fiennes und John Turturro; Daisy Von Scherler Mayers „The Guru“ (Der Super-Guru) mit Heather Graham; Albert Brooks’ Komödie „Mother“ (Mother); Bruce Beresfords „Last Dance“ (Last Dance); und Anthony Starks „Into My Heart“ (Into My Heart).
Morrow stammt aus New York. Seine Theaterkarriere begann er in Zusammenarbeit mit Tom O’Horgan und Norman Mailer. Hauptrollen spielte er in der erfolgreichen Broadway-Inszenierung „The Exonerated“ mit Penn Jillette und Mia Farrow, in „Third Street“ am Circle Repertory Theatre, und im Londoner West End in „Birdy“ (Birdy). Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Nonprofit-Ensembles Naked Angels.
Morrow gehört dem Vorstand des Project ALS (zur Bekämpfung der amyotrophe <http://dict.leo.org/ende?lp=ende&p=hPXz..&search=amyotrophe>n Lateralsklerose <http://dict.leo.org/ende?lp=ende&p=hPXz..&search=Lateralsklerose> an.
BEVERLY TODD
Virginia
Todd gewann den People’s Choice Award und war viermal für den Image Award der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP; Vereinigung zur Förderung der Farbigen) nominiert. Vor Kurzem würdigten die Kritiker ihren Auftritt als Don Cheadles Mutter in dem Oscar-preisgekrönten Film „Crash“ (L.A. Crash).
Als Autorin, Produzentin und Schauspielerin profilierte sich Todd in den 1970er-Jahren. Der Mentor ihrer Filmkarriere war Schauspieler/Regisseur Sidney Poitier, und unter seiner Regie beziehungsweise mit ihm als Kollegen stand sie in diesem Jahrzehnt mehrfach vor der Kamera – zu nennen sind vor allem „The Lost Man“ (Es führt kein Weg zurück), „They Call Me MISTER Tibbs!“ (Zehn Stunden Zeit für Virgil Tibbs) und „Brother John“ (Bruder John). Dann trat Todd neben Richard Pryor in der Komödie „Moving“ (Moving – Rückwärts ins Chaos) auf, neben Whoopi Goldberg in „Clara’s Heart“ (Claras Geheimnis) und neben Diane Keaton in „Baby Boom“ (Baby Boom – Eine schöne Bescherung). 1989 war sie neben Morgan Freeman, ihrem Partner in „Bucket List“ (Das Beste kommt zum Schluss), in dem inspirierenden „Lean on Me“ (Der knallharte Prinzipal; auch: Lean On Me – Joe Clark gibt nicht auf) zu sehen.
Auf dem Bildschirm meisterte Tod klassische Rollen, aber sie spielte auch freche moderne Großstadtfrauen. Hervorragende Leistungen zeigte sie in dem PBS-Special „Six Characters in Search of an Author“; in der berühmten Miniserie „Don’t Look Back: The Story of Leroy ,Satchel‘ Paige“, in der sie als Mrs. Paige neben Oscar-Preisträger Louis Gossett Jr. auftat; und mit einer Schlüsselrolle in dem historischen Fernsehereignis „Roots“ (Roots – Eine amerikanische Familiensaga), in dem sie als Fanta zu sehen war. In den letzten Jahren wirkte sie in der berühmten HBO-Serie „Six Feet Under“ (Six Feet Under – Gestorben wird immer) mit. Derzeit ist sie gelegentlich in den Serien „Lincoln Heights“ und „House M.D.“ (Dr. House) zu sehen.
Mit Whoopi Goldberg co-produzierte Beverly Todd das preisgekrönte Comedy-Special „A Laugh, a Tear, the Story of Black Humor in America“.
Als Executive Producer betreut sie derzeit eine Dokumentation über Leben und Karriere von Dionne Warwick.

HINTER DER KAMERA
ROB REINER
Regie/Produzent
Reiner hat einige der beliebtesten und einflussreichsten Filme der vergangenen beiden Jahrzehnte inszeniert.
Der vielseitige Filmemacher ist praktisch sein ganzes Leben in der Entertainment-Branche tätig gewesen. Er wurde zunächst Schauspieler, dann Regisseur und Produzent. Vor seinem Regiedebüt trat er in vielen TV- und Spielfilmen auf. Populär wurde er mit seiner Emmy-preisgekrönten Rolle als Schwiegersohn von Archie Bunker in der Hitserie „All in the Family“ (der US-Version von „Ein Herz und eine Seele“).
Reiner inszenierte den heute legendären „This Is Spinal Tap“ (This Is Spinal Tap); „The Sure Thing“ (Der Volltreffer); den Überraschungshit „Stand by Me“ (Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers), der ihm als Regisseur Nominierungen der Directors Guild of America (DGA; Gewerkschaft der US-Regisseure) und der Hollywood Foreign Press Association einbrachte; den sehr populären Märchenfilm „The Princess Bride“ (Die Braut des Prinzen) nach dem Drehbuch und Roman des Oscar-Preisträgers William Goldman; „Ghosts of Mississippi“( Das Attentat) über das Thema Menschenrechte; und „The Story of Us“ (An deiner Seite), die tragikomische Geschichte einer Beziehung.
Zu seinen Kassenknüllern gehören auch „When Harry Met Sally…“ (Harry und Sally), mit dem er wieder von der DGA nominiert wurde; „Misery“ (Misery); „A Few Good Men“ (Eine Frage der Ehre), mit dem er die dritte DGA-Nominierung sowie eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Film verbuchte; und „The American President“ (Hallo, Mr. President!). Zuletzt produzierte und inszenierte er die romantische Komödie „Alex & Emma“ (Alex & Emma), in der er auch vor der Kamera mitwirkte, und er inszenierte die Liebeskomödie „Rumor Has It…“ (Wo die Liebe hinfällt...). 2006 war er als Sprecher an dem animierten Familienabenteuer „Everyone’s Hero“ beteiligt.
Reiner ist Leiter und Mitbegründer von Castle Rock Entertainment.
1997 gründete er mit seiner Frau Michele Singer Reiner die Stiftung „I Am Your Child Foundation“, eine landesweite karitative Institution, die die frühe Entwicklung von Kindern fördern will und Eltern kompetente Erziehungshilfen anbietet. 2004 wurde die Organisation in „Parents’ Action for Children“ umbenannt: Die Zielsetzung wurde erweitert, um durch vielfältige Einflussnahme sicherzustellen, dass in der Landespolitik auch das Engagement für Früherziehung, Gesundheitsvorsorge und hochwertige und bezahlbare Kinderbetreuung berücksichtigt wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.parentsaction.org <http://www.parentsaction.org/>.
1998 war Reiner Vorsitzender der erfolgreichen California Children and Families Initiative, die inzwischen ein komplettes Dienstleistungsprogramn im Bereich Kinderförderung anbietet: Gesundheitsfürsorge, Vorschulprogramme und Hilfsprogramme für bedürftige Familien.
Reiner engagiert sich auch aktiv für den Umweltschutz und setzt sich für den Erhalt von Grünflächen im Bereich Los Angeles ein. Er unterstützt das National Resources Defense Council (NRDC; Rat zur Bewahrung natürlicher Ressourcen), eine karitative Einrichtung zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit, die für die Erhaltung der Natur und den sinnvollen Umgang mit den Bodenschätzen kämpft.
CRAIG ZADAN, NEIL MERON
Produzenten
Craig Zadan und Neil Meron produzieren hoch gelobte und preisgekrönte Spielfilme und TV-Projekte. Insgesamt gewannen sie mit ihren Produktionen sechs Oscars, fünf Golden Globes, elf Emmys und zwei Peabody Awards (für sozial relevante Sendungen).
2007 erwies sich Zadans und Merons Produktion „Hairspray“ (Hairspray) als Sommerhit, der das erfolgreichste Startwochenende eines Kinomusicals überhaupt verbuchte und zu den Filmen mit den glänzendsten Kritiken des Jahres zählt.
Zuvor betreuten sie als Executive Producer den Film „Chicago“ (Chicago), der in 13 Oscar-Kategorien nominiert wurde und sechs Oscars gewann. Die British Film Academy (BAFTA) nominierte „Chicago“ in elf Katgorien und zeichnete ihn in zwei aus. Die Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) würdigte ihn mit fünf Nominierungen und vergab drei Preise. „Chicago“ gewann den Preis der Producers Guild of America als Bester Film des Jahres, und Rob Marshall wurde von der Directors Guild of America (US-Gewerkschaft der Regissure) als Bester Regisseur des Jahres ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Film den Grammy für den Besten Soundtrack des Jahres, und die Vereinigung der US-Rundfunkkritiker kürte ihn zum Besten Film des Jahres. „Chicago“ ist inzwischen der umsatzstärkste Film in der Geschichte des Miramax-Studios. Erstmals nach 34 Jahren gewann mit „Chicago“ wieder ein Musical den Oscar als Bester Film.
Zadans und Merons TV-Musical „The Music Man“ mit Matthew Broderick und Kristin Chenoweth wurde 2003 von ABC ausgestrahlt, begeistert aufgenommen und mit fünf Emmy-Nominierungen gewürdigt. Regisseur Jeff Bleckner gewann den Preis der Directors Guild of America (US-Gewerkschaft der Regisseure) in der Kategorie Fernsehfilm.
Ihre TV-Filmbiografie „Life With Judy Garland: Me and My Shadows“ war ein Kritiker- und Quotenerfolg, führte etliche Jahres-Bestenlisten an, erhielt 13 Emmy-Nominierungen, darunter in der Kategorie Hervorragende Miniserie, und gewann fünf Emmys, darunter für Judy Davis in der Titelrolle. „Judy“ wurde auch für drei Golden Globes nominiert – Judy Davis gewann als Beste Darstellerin. Der Film gewann den Television Critics Association Award, zwei Preise der Rundfunkkritiker, den Preis der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler), den Preis der Costume Designers Guild (US-Gewerkschaft der Kostümbildner), den Preis des American Film Institute, den Prism Award und erhielt zahlreiche weitere Preise und Nominierungen.
Die Storyline-Produktion „The Beach Boys: An American Family“ entstand für die ABC – sie wurde für drei Emmys nominiert, darunter in der Kategorie Beste Miniserie, und Regisseur Jeff Bleckner gewann den Preis der DGA.
Als Executive Producers fungierten die Storyline-Produzenten bei der Neuverfilmung des Musicals „Annie“ (Annie – Weihnacht einer Waise), die zwei Emmys, den Peabody Award sowie den TV Guide Award als Beliebtester TV-Film/Miniserie gewann. Insgesamt wurde sie für zwölf Emmys nominiert, auch in der Kategorie Hervorragender TV-Film. Regiedebütant Rob Marshall wurde für den Emmy nominiert, gewann den Emmy als Herausragender Choreograf und wurde auch von der DGA nominiert.
Als Executive Producer betreuten Zadan und Meron „Rodgers & Hammerstein’s Cinderella“ mit Whitney Houston, Brandy, Whoopi Goldberg, Jason Alexander und Bernadette Peters in den Hauptrollen. Die Produktion wurde für sieben Emmys nominiert.
Ihr erstes TV-Projekt war 1993 das dreistündige CBS-Musical „Gypsy“ (Bette Midlers Gypsy) mit Bette Midler. „Gypsy“ war ein Quotenhit und Kritikererfolg, erhielt zwölf Emmy-Nominierungen, darunter in der Kategorie Hervorragender TV-Film – die erste Emmy-Nominierung in dieser Kategorie für ein Musical. Außerdem verbuchte der Film drei Golden- Globe-Nominierungen, unter anderem in der Kategorie Bester TV-Film. Weitere Nominierungen bekam der Film von der Producers Guild of America und der Directors Guild of America.
Zadan und Meron produzierten außerdem „Serving in Silence: The Margarethe Cammermeyer Story“. Der Film wurde für sechs Emmys nominiert und gewann drei: Glenn Close als Beste Darstellerin, Judy Davis als Beste Nebendarstellerin, Alison Cross für das Beste Drehbuch. Daneben wurde der Film für drei Golden Globes nominiert – in den Kategorien Bester Film, Beste Darstellerin und Beste Nebendarstellerin. Nominierungen verbuchte der Film von der Producers Guild of America, der Writers Guild of America und der Screen Actors Guild. Außerdem gewann er den begehrten Preis der National Education Association zur Förderung der Bildung im Fernsehen. Zudem gewannen die Produzenten den renommierten Peabody Award für Hervorragende Leistungen im TV-Bereich. Hinzu kommen der Lambda Liberty Award und der GLAAD Media Award.
Für Warner Bros. betreuten sie zuvor die Komödie „My Fellow Americans“ (Ein Präsident für alle Fälle) mit Jack Lemmon und James Garner.
Zadans erste Spielfilmproduktion war der Paramount-Film „Footloose“ (Footloose) mit Kevin Bacon. Der Film wurde für zwei Oscars und einen Golden Globe nominiert, außerdem für einen Grammy in der Kategorie Bestes Soundtrackalbum.
Als Executive Producers fungierten sie aktuell bei dem neuen Film nach Lorraine Hansberrys klassischem Theaterstück „A Raisin in the Sun“ mit Sean Combs, Phylicia Rashad, Audra McDonald und Sanaa Lathan. Der Film läuft am 25. Februar 2008 auf ABC einen Tag nach der ABC-Präsentation der Oscar-Verleihung. Demächst produzierten sie Frank Darabonts Adaption von Ray Bradburys Roman „Fahrenheit 451“ die Darabont auch inszenieren wird.
ALAN GREISMAN
Produzent
Seit sieben Jahren ist Greisman Rob Reiners Partner – aktuelle Projekte waren die romantische Komödie „Alex & Emma“ (Alex & Emma) und der TV-Film „Everyday Life“.
Greisman stammt aus New York. Seinen Abschluss in Kunstgeschichte machte er an der Northwestern University in Chicago. Dann setzte er seine Studien an der Columbia University fort, um schließlich in die Filmbranche einzusteigen. Er drehte Dokumentationen und Werbespots, bevor er 1980 seinen ersten Spielfilm produzierte: „Heart Beat“ (Herzschläge), die Geschichte der Beat-Generation-Legenden Neal und Carolyn Cassady mit Nick Nolte, Sissy Spacek und John Heard in den Hauptrollen.
Dann produzierte Greisman zwei Chevy-Chase-Komödien: „Modern Problems“ (Schatz, du strahlst ja so!) und „Fletch“ (Fletch – Der Troublemaker). Es folgte die Kinoversion des Pulitzer-preisgekrönten Theaterstücks von Marsha Norman, „’night, Mother“ (Nacht, Mutter). Als Executive Producer betreute er Harold Ramis’ „Club Paradise“ (Club Paradise) mit Robin Williams und Peter O’Toole.
Mehrere Jahre arbeitete Greisman für den Film-Impresario Ray Stark, bevor er von 1992 bis 1994 Savoy Pictures leitete. Doch er wollte lieber wieder selbst produzieren und kehrte 1999 als Executive Producer mit dem TV-Film „Earthly Possessions“ zu seinen früheren Aufgaben zurück. Dann folgte der Kinofilm „Texas Rangers“ (Texas Rangers).
Greisman produzierte außerdem „Windy City“ (Windige Stadt), „Surrender“ (Nicht jetzt, Liebling), „Satisfaction“ (Satisfaction), „Fletch Lives“ (Fletch II – Der Troublemaker kehrt zurück; auch: Fletch, der Tausendsassa), „Soapdish“ (Lieblingsfeinde – Eine Seifenoper) und „Mr. Jones“ (Mr. Jones). Als Executive Producer war er an „Three O’Clock High“ (Faustrecht – Terror in der Highschool) und „Cross My Heart“ (Was nun?) beteiligt.
JUSTIN ZACKHAM
Drehbuch/Executive Producer
„The Bucket List“ (Das Beste kommt zum Schluss) ist Zackhams erstes Drehbuch, das von einem großen Studio produziert wird, und stellt auch den Einstand seiner eigenen Firma Two Ton Films dar. Die Idee zu diesem Film kam Zackham, als er in einer Krisensituation seine eigene „Löffel-Liste“ aufschrieb.
Er arbeitet derzeit an dem Buch „Bucket Lists“, der inspirierenden Sammlung von Lebensentwürfen berühmter Zeitgenossen wie Hugh Hefner und dem intelligentesten Mann der Welt, aber auch von Lehrern, Farmern und Kindern aus aller Welt. Ein wesentlicher Teil der Gewinne fließt in die Stiftung The Prostate Cancer Foundation. Daneben entwickelt Zackham eine Website, auf der die User ihre eigenen „Löffel-Listen“ zusammenstellen, mit anderen diskutieren und lernen können, sie im Leben zu verwirklichen.
Für Regisseur Tom Shadyac und Hauptdarsteller Will Smith schreibt Zackham derzeit an der Kinoversion des Romans „Planetwalker“. Außerdem arbeitet er für Fox Television am Drehbuch und Konzept zur Serie „Lights Out“, bei der er auch als Executive Producer fungiert. Darin geht es um einen ehemaligen Schwergewichtsmeister, der die Fehler seines Lebens korrigieren möchte, bevor er der Parkinson-Krankheit zum Opfer fällt, die er sich durch seine Jahre im Ring zugezogen hat. Der berühmte Regisseur Philip Noyce wird den Pilotfilm als Regisseur und Executive Producer betreuen.
Zackham ist auch für Konzept und Drehbuch der semi-autobiografischen CBS-Serie „Riverside“ verantwortlich, die er als dramatische Serie mit Komödienelementen beschreibt – es geht um sechs Twens, die seit den Kindertagen befreundet sind und sich bemühen, die lange Freundschaft auch als Erwachsene aufrechtzuerhalten. Mit Regisseur Jon Turteltaub betreut Zackham die Serie als Executive Producer.
Die von Zackham und seinem Produktionspartner Clay Pecorin gegründete Firma Two Ton Films produziert Stoffe, die sich an erwachsene Zuschauer vor allem der Babyboomer-Generation wenden. Das nächste Projekt wird im Frühjahr 2008 realisiert.
Zackham hat die Film School unter dem Dach der New York University absolviert und lebt in Los Angeles.
TRAVIS KNOX
Executive Producer
Knox ist bei Storyline Entertainment derzeit für die Entwicklungsabteilung verantwortlich. Als Co-Produzent war er aktuell an Adam Shankmans erfolgreichem Kinomusical „Hairspray“ (Hairspray) beteiligt, in dem John Travolta, Nikki Blonsky, Christopher Walken, Queen Latifah und Michelle Pfeiffer mitwirkten.
Knox stammt aus Los Angeles und wuchs in Boston auf. Seine Laufbahn in der Unterhaltungsbranche begann er im Anschluss an sein Filmstudium am Chapman College in Orange/California. Schon bald engagierten ihn die Produzenten Craig Zadan und Neil Meron als Mitarbeiter an den TV-Film-Events „The Beach Boys: An American Family“ sowie „What Makes a Family“ mit Brooke Shields, Cherry Jones und Whoopi Goldberg. Im Rahmen von Zadan und Merons Storyline Entertainment-Gruppe war er auch an dem Emmy-preisgekrönten „Life With Judy Garland: Me and My Shadows“ und an dem Remake von „Brian’s Song“ beteiligt.
JEFFREY STOTT
Executive Producer
Stott arbeitet seit Rob Reiners Regiedebüt „This Is Spinal Tap“ (This Is Spinal Tap) mit diesem zusammen – der Film begeisterte Kritiker und Zuschauer gleichermaßen. Es folgten die ebenfalls erfolgreichen „The Sure Thing“ (Der Volltreffer), „Stand by Me“ (Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers) und „The Princess Bride“ (Die Braut des Prinzen), bei denen Stott als Co-Produzent fungierte.
Auch im Zuge der Gründung von Reiners Firma Castle Rock Entertainment setzten die beiden die gemeinsame Arbeit fort. Als Executive Vice President of Production Management verantwortete Stott über 60 Produktionen. Als Executive Producer betreute er „The American President“ (Hallo, Mr. President), „Ghosts of Mississippi“ (Das Attentat), „The Story of Us“ (An deiner Seite) und „Alex & Emma“ (Alex & Emma).
Zu Stotts Co-Produktionen gehören der Klassiker „When Harry Met Sally...“ (Harry und Sally); „Misery“ (Misery), mit dem Kathy Bates den Oscar als Beste Darstellerin gewann; und „A Few Good Men“ (Eine Frage der Ehre), der Jack Nicholson eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Nebendarsteller einbrachte. Weitere Filme: „Murder By Numbers“ (Mord nach Plan) und „Dolores Claiborne“ (Dolores).
Unter dem Castle-Rock-Label verantwortete Stott auch die Produktion der erfolgreichen TV-Serie „Seinfeld“ (Seinfeld).
Zu Stotts aktuellen Produktionen zählen Joel Zwicks Komödie „Fat Albert“ (Fat Albert), und John Moores Remake von „The Omen“ (Das Omen).
Stott studierte Kunst an der Brigham Young University in Provo/Utah, er schloss sein Studium mit dem Master ab. Anschließend promovierte er in Geschichte an der University of California in Santa Barbara.
JOHN SCHWARTZMAN, A.S.C.
Kamera
Schwartzman drehte aktuell das Action-Abenteuer-Sequel „National Treasure: Book of Secrets“ (Das Vermächtnis des geheimen Buches) und 2004 die erfolgreiche Komödie „Meet the Fockers“ (Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich). Er gewann den Preis der American Society of Cinematographers (Verband der US-Kameraleute) für den gefeierten „Seabiscuit“ (Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg; 2003).
Schwartzman stammt aus Los Angeles, er absolvierte die Film School an der University of Southern California. Seine Laufbahn als Kameramann begann er 1988 mit der Liebeskomödie „You Can’t Hurry Love“ (Man(n) hat’s nicht leicht). Es folgten zahlreiche Filme für einige der renommiertesten Regisseure der Branche: Jeremiah Chechiks Independent-Hit „Benny & Joon“ (Benny & Joon); Michael Bays „The Rock“ (The Rock – Fels der Entscheidung); Richard Donners „Conspiracy Theory“ (Fletchers Visionen); der Blockbuster „Armageddon“ (Armageddon) ebenfalls für Michael Bay; Ron Howards „EdTV“ (EdTV); und John Lee Hancocks „The Rookie“ (Die Entscheidung – Eine wahre Geschichte). Seine erste Nominierung der American Society of Cinematographers bekam er für Michael Bays Epos „Pearl Harbor“ (Pearl Harbor; 2001).
Als bedeutender Werbefilmer arbeitete er auf nationaler und internationaler Ebene für Firmen wie HBO, State Farm Insurance, Capitol One, Blue Man Group, Pacific Life, Chevy, Visa, Pizza Hut, Toyota, Hershey’s, American Express, Coca-Cola, Budweiser, Buick, Honda, Nike, Victoria’s Secret, DIRECTV, Canon, Levi’s, Mercedes-Benz, Gatorade, Universal Studios, Jeep, Kodak und AT&T.
BILL BRZESKI
Produktionsdesign
Seit über 20 Jahren arbeitet Brzeski für Film, Fernsehen, Bühne und als Innendesigner. Mit der Ausstattung von über 800 TV-Serienfolgen hat er sich einen guten Namen gemacht.
Brzeski entwarf die Sets zu Rob Minkoffs innovativem Computeranimationsfilm „Stuart Little“ (Stuart Little) und zur Fortsetzung „Stuart Little II“ (Stuart Little II), zu James Brooks’ Oscar-preisgekröntem „As Good as It Gets“ (Besser geht’s nicht), Martin Lawrences „Blue Streak“ (Der Diamanten-Cop) und Danny DeVitos „Matilda“ (Matilda).
Aktuell arbeitete er erneut für Rob Minkoff an „The Forbidden Kingdom“ mit Jackie Chan und Jet Li – der Film kommt 2008 in die Kinos. Acht Monate verbrachte Brzeski in China bei den Dreharbeiten zu dem Epos über den legendären Affenkönig.
Er entwirft auch Räume für Firmen, zum Beispiel für die preisgekrönte Susina Bakery in Los Angeles.
Seine College-Ausbildung absolvierte er an der Miami University in Ohio, und seinen Master of Fine Arts machte er im Fach Design an der Tisch School of the Arts unter dem Dach der New York University. Ursprünglich wollte Brzeski Bühnenbilder fürs Ballett und die Oper entwerfen – er wandte sich zunächst dem Theater in New York zu, um später dann nach Los Angeles zu ziehen.
Seit Kurzem arbeitet er auch als Dozent – er gibt Workshops in Produktionsdesign fürs Grund- und Aufbaustudium. Seine Seminare hält er an der Tisch School of the Arts, der Miami University, der Clemson University in South Carolina und an der Film School der Loyola University in Chicago.
ROBERT LEIGHTON
Schnitt
Leighton hat alle Filme geschnitten, die Rob Reiner inszeniert hat, nämlich „This Is Spinal Tap“ (This Is Spinal Tap), „The Sure Thing“ (Der Volltreffer), „Stand by Me“ (Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers), „The Princess Bride“ (Die Braut des Prinzen), „When Harry Met Sally…“ (Harry und Sally), „Misery“ (Misery), „A Few Good Men“ (Eine Frage der Ehre), „North“ (North), „The American President“ (Hallo, Mr. President!), „Ghosts of Mississippi“ (Das Attentat), „The Story of Us“ (An deiner Seite), „Alex & Emma“ (Alex & Emma) und „Rumor Has It…“ (Wo die Liebe hinfällt). Für „Eine Frage der Ehre“ erhielt Leighton eine Oscar-Nominierung und eine Nominierung der Editors Guild (Gewerkschaft der Cutter).
Zuletzt schnitt er Christopher Guests Komödie „For Your Consideration“, nachdem er für Guest bereits an „A Mighty Wind“ und „Best in Show“ (Best in Show) gearbeitet hatte. Außerdem betreute Leighton Regisseur Peter Chelsoms „Shall We Dance?“ (Darf ich bitten?). Zu seinen weiteren Spielfilmen gehören Ron Sheltons „Bull Durham“ (Annies Männer) und „Blaze“ (Blaze – Eine gefährliche Liebe), „Life With Mikey“ (Hilfe! Jeder ist der Größte), „Courage Under Fire“ (Mut zur Wahrheit), „Wavelength“ (Das Ende der Angst) und „Delusion“ (Haus der Schrecken; auch: Wo der Schrecken wohnt).
Leighton stammt aus London, wo er seine Ausbildung an der Film School absolvierte. Er fing bei der BBC als Schnittassistent an. 1975 emigrierte er in die USA.
MARC SHAIMAN
Musik
2007 gewann Shaiman für sein Gesamtwerk den Henry-Mancini-Preis der American Society of Composers, Authors & Publishers. Er zählt zu den berühmtesten Visionären des zeitgenössischen Musicals. Der vielseitige Shaiman profilierte sich als Komponist, Texter, Arrangeur, Musiker und Produzent im Film-, TV-, Theater- und CD-Bereich.
Shaiman komponierte die Musik und ist Co-Autor der Texte zu dem Superhit „Hairspray“, der 2002 am Broadway uraufgeführt wurde. Als Grundlage diente John Waters’ Kultklassiker „Hairspray“ (Hairspray; 1988 ). Das Musical gewann acht Tonys, unter anderem als Bestes Musical und für die Beste Originalmusik.
Zu Shaimans umfangreicher Filmografie als Komponist, Texter und Musiker zählen „Broadcast News“ (Nachrichtenfieber – Broadcast News), „Beaches“ (Freundinnen), „When Harry Met Sally...“ (Harry und Sally), „City Slickers“ (City Slickers – Die Großstadt-Helden), „The Addams Family“ (Addams Family), „Sister Act“ (Sister Act – Eine himmlische Karriere), „Sleepless in Seattle“ (Schlaflos in Seattle), „A Few Good Men“ (Eine Frage der Ehre), „The American President“ (Hallo, Mr. President!), „The First Wives Club“ (Der Club der Teufelinnen), „George of the Jungle“ (George – Der aus dem Dschungel kam), „In & Out“ (In & Out – Rosa wie die Liebe), „Patch Adams“ (Patch Adams), „South Park: Bigger, Longer & Uncut“ (South Park: Der Film – größer, länger, ungeschnitten) und „Team America: World Police“ (Team America).
Neben seinen vielen Filmaufgaben trat Shaiman kürzlich mit seinem langjährigen Freund Martin Short am Broadway in dem Originalmusical „Fame Becomes Me“ auf, das Shaiman aktuell eine Nominierung für den Drama Desk Award einbrachte. Daneben ist er als Komponist und Co-Texter an dem kommenden Musical „Catch Me If You Can“ beteiligt – als Vorlage dient Steven Spielbergs gefeierter Film.
Shaiman konnte bereits fünf Oscar-Nominierungen verbuchen: für „Patch Adams“, für den Song „Blame Canada“ aus „South Park – Der Film“; für „Hallo, Mr. President!“, „Der Club der Teufelinnen“ und für den Song „A Wink and a Smile“ aus „Schlaflos in Seattle“. Den Grammy gewann er für das Album mit der Original-Broadway-Besetzung von „Hairspray“. Zwei weitere Grammy-Nominierungen erhielt er für seine Arrangements zu den Aufnahmen „When Harry Met Sally“ und „We Are in Love“ von Harry Connick, Jr. Den Emmy gewann er als Co-Komponist des musikalischen Medleys, mit dem Billy Crystal während der Oscar-Verleihung 1992 auftrat. Für das Fernsehen betreute er auch die legendäre Show „Saturday Night Live“ (Emmy-Nominierung als Autor). In „SNL“ trat er als Pianist Skip St. Thomas der Sweeney Sisters auf.
Seine Laufbahn begann Shaiman am Theater und Kabarett. Dadurch wurde er Arrangeur für Bette Midler – schließlich wurde er Musikdirektor und Co-Produzent vieler ihrer Aufnahmen, darunter „The Wind Beneath My Wings“ und „From a Distance“. Außerdem war er an Bette Midlers Emmy-preisgekröntem Auftritt in der vorletzten Folge der „Tonight Show“ mit Johnny Carson beteiligt.
Will Ferrell, Jack Black und John C. Reilly traten aktuell in Shaimans äußerst komischem Musical-Medley „A Comedian at the Oscars“ anlässlich der Oscar-Verleihung 2007 auf.
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