hat der weh getan! die sache mit
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
dem augenlidSPOILER ENDE
ist eine der härtesten sachen, die ich jemals im kino gesehen habe. so wie es gezeigt wurde, konnte man die ganze verzweiflung miterleben, absolut unvorstellbar. und ich weiß nicht warum, aber es hat mir am ende einen unglaublichen schlag versetzt
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
zu lesen, dass er direkt nach der fertigstellung seines buches schließlich starb. er hat so etwas unglaublich großes geschafft... ein buch praktisch mit einem augenlid schreiben... vielleicht gab mir das das gefühl, er könnt eigentlich alles erreichen und es war traurig zu wissen, dass es leider nicht so war. SPOILER ENDE
ein tiefbewegender film über die macht der vorstellungskraft in tiefster nacht - allerwärmstens empfohlen. ich muss bei dieser empfehlung wahrscheinlich dazu sagen, dass die visuelle darstellung nicht jedermanns sache sein wird, aber ich fand einfach nur atemberaubend, was schnabel und kaminski mit der kamera anstellen... kamerabewegung, spiel mit (oder eher ohne

) fokus, die farben und sogar pop culture collagen... atemberaubend. sicher eine sehr andere und daher vielleicht auch anstrengende seherfahrung, aber für mich keine minute langweilig.
die schauspieler sind natürlich auch eine erwähnung wert, allen voran mathieu amalric als bauby, dem allerdings auch max von sydow natürlich in keiner weise nachsteht.
trotz all dem fehlt mir der kleine aber feine sprung zum ganz großen meisterwerk. ich habe die vorlage nicht gelesen, aber mit dem drehbuch hatte ich so meine probleme. so sehr die hymne auf die imagination auch hörenswert ist, wiederholt sie sich etwas - was im prinzip noch zu verschmerzen wäre, auch wenn es das tempo des films abbremst, leider aber hatte ich den eindruck, dass es auf kosten der figuren geht. gerade die frauen wirken so gleichförmig und austauschbar, dass ich teilweise sogar durcheinanderkam. mag das noch intention sein, um baubys frauenverschleiß selbst nach dem unfall darzustellen, erscheint mir selbst die figur des protagonisten einen tick zu flach. vielleicht weil die schilderung der methode so zeitaufwändig ist, wurde auf eine anständige entwicklung, wie sich bauby von selbstmitleid zu kämpfen aufrafft, eher verzichtet. auch die flashbacks wirken eher holzschnittartig nach dem schema f "aufstieg und fall" und lassen mich schlussendlich mit dem eher dumpfen und absolut unangenehmen gefühl zurück, dass ihm selbst nach dem unfall keine großartige charakterentwicklung zugestanden wird und ers daher praktisch "verdient" hat - ein widerlicher eindruck, und das gerade von einem film, der ja eigentlich andere dinge vermitteln will.
alles in allem aber ein absolut sehenswerter film, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
ps. natürlich habe auch ich mehr als einmal an
mar adentro denken müssen - aber die beiden filme sind wahnsinnig schwer zu vergleichen. gerade wo ich
scaphandres schwächen, nämlich dem drehbuch und der konzeption der charaktere, ansetzen würde, glänzt
mar adentro, während letzterer aber sehr viel konventioneller in seiner ästhetik ist. der eindruck, den die beiden filme beim zuschauer hinterlassen, ist natürlich entgegengesetzt.
SPOILER ZU SCHMETTERLING UND TAUCHERGLOCKE UND DAS MEER IN MIR
SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
für ramón wünscht man sich, dass er endlich sterben darf, während jean-do ums überleben kämpft.SPOILER ENDE