PowerAnimal
Nach ca einem halben Jahr des Wartens war es gestern endlich so weit! Der Tag der offenen Tür an der
Hochschule für Fernsehen und Film in München.
Nachdem ich mit zwei Freunden erst mal vorbei gegangen bin weil wir zwei Mädchen gefolgt sind (wo ich mir sooooo sicher war das die da auch hin gehn) haben wir endlich den Eingang gefunden^^.
Als erstes sind wir in den großen Kinosaal gegangen und haben dort die zweite Hälfte eines Kurzfilms gesehn, dessen Namen ich leider nicht kenne, und dann den Kurzfilm
Milan der sich scheinbar unter den Top 10 Anwärtern für den Kurzfilm Oscar befindet.
Nach diesem wirklich sehr beeindruckendem Film haben wir uns den Vortag über
Digitale Produktionstechnologien angehört. Leider konnten wir uns dann den Abschnitt über Animation nicht mehr anhörn, da sich der mit dem Vortrag
Film und Fernsehspiel überschnitt. In diesem wurde über das Studium in der Kategorie III berichtet.
Danach sind wir noch etwas rumgestreift und ham die Gerätschaften bewundert
Alles in allem hat es mir dort sehr gut gefallen und mein Wunsch dort, wenn ich nächstes Jahr mein Abi hab, zu studieren ist größer als je zuvor
War von euch auch jemand da? Falls ja, wie hat es euch gefallen?
Virtue
Die Münchner HFF ist gut, was die Ausstattung und die Möglichkeiten betrifft. Allerdings mag ich die Atmosphäre da nicht sonderlich. Was beispielsweise das "Netzwerk" der Studenten und deren Zusammenarbeit betrifft.
Ich würde dir allerdings empfehlen, wenn du ernsthaft in Betracht ziehst dort studieren zu wollen mindestens ein Jahr nach deinem Abitur zu warten.
Welchen Studiengang würdest du denn gern dort belegen wollen?
Eine Bewerbung an solch einer Hochschule macht meist erst wirklich Sinn ab 23 bis 25 Jahren.
Daher würde ich lieber das Jahr nach dem Abi intensiv nutzen für das Vorbereiten einer wirklich guten Bewerbung.
PowerAnimal
Ich würde gern Regie studiern.
Das mit dem Jahr frei nehmen wollt ich sowieso machen, aber gut das mal von einem der sich auskennt bestätigt zu bekommen

- mein Vater ist nämlich noch nicht so ganz einverstanden damit
Wo studierst du?
Virtue
Meine Eltern waren mit mienen damaligen Wünschen auch nicht einverstanden. Ist aber auch verständlich, da solch ein Studium keine Absicherung für einen späteren Job mit sich bringt. Es schwingt ein hohes Risiko mit und man muss sich eben von vielen Illusionen trennen. Du musst für dich entscheiden ob es dir all das wert ist und ob du den Enthusiasmus auf längere Zeit mitbringen kannst und ein realistisches Bild vom derzeitigen Filmmarkt hast.
Bedenken von Seiten deiner Eltern sind da nicht unbegründet, aber ich selbst habe mich dafür entschieden meine Chancen zu nutzen und mit allen Konsequenzen zu leben.
Ich bin zur Zeit in der Bewerbunsphase an der HFF Potsdam/Babelsberg. Aber ich arbeite seit einigen Jahren freiberuflich in der Branche. Dennoch nehme ich immer mal wieder an einigen Vorlesungen und Workshops der HFF teil.
PowerAnimal
Hört sich interessant an!
Ich will des auf jeden Fall machen aber hab ja noch Zeit. Jetzt muss ich erst mal mein Abi nächstes Jahr schaffen
pr0phet
Ach, wie gerne würde ich auf so eine Filmschule gehen
wäre echt ein Traum soetwas hauptberuflich zu machen, nur diese ungesicherte Zukunft gerade was berufliches angeht ist dann schon wieder ziemlich abschreckend

glaube auch nicht, dass soetwas meinen Eltern gefallen würde (obwohl die mit meinem beruflichen Werdegang sehr sehr liberal umgehen).
@ Virtue:
ist mal interessant Infos aus erster Hand bzw. von einem "Insider" zu bekommen
meine Frage wäre noch bezüglich des 1 Jahres... ist diese Bewerbungsphase denn so hart und wird dort auch soviel verlangt auf diesen Filmschulen, dass man sich wirklich vorher besser gründlichst in die Materie einarbeitet sollte??!
Virtue
@prophet:
Ich kann da nicht generell für alle Filmhochschulen sprechen. Dennoch ist es ein ziemlich stressiges Prozedere. Besonders an der HFF Potsdam wirst du mit einer einwöchigen Aufnahmeprüfung konfrotiert, welche viel abverlangt. Außerdem ist das Prüfungsgespräch in welchem du dich und deine Arbeit verteidigen musst absolut relevant. Gerade da musst du überzeugen, was deine Ansicht vom Filmmarkt, deiner Person, die Zukunft in der Branche etc. betrifft.
Man sollte im Regelfall schon eine Menge Berufspraxis mitbringen, wenn man sich für ein Studium an solch einer Filmhochschule entscheidet. Besonders zu empfehlen sind Setpraktikas. Man muss raus aufs Set und wirklich praktische Erfahrungen sammeln. Viele stellen sich den Ablauf am Set ziemlich anders vor als er dann eigentlich ist. Bei Stundentenproduktionen wird man da am ehesten fündig. Und dann sieht man auch obs was für einen ist oder ob man sich da nicht in etwas verennt.
pr0phet
danke für deine Antwort 'Virtue' . Naja hab ja noch etwas Zeit bis zu meinem Abschluss (bin gerade 17 geworden)... mal sehen was die Zukunft (filmisches) bringt