Tomtec

Spuren eines Lebens
Kinostart: 10. Januar 2008
im Verleih von
UNIVERSAL PICTURES INTERNATIONAL GERMANY
DIE BESETZUNG
Ann Grant
Claire Danes
Nina Mars
Toni Collette
Ann Lord
Vanessa Redgrave
Harris Arden
Patrick Wilson
Buddy Wittenborn
Hugh Dancy
Constance Haverford
Natasha Richardson
Lila Wittenborn
Mamie Gummer
Nachtschwester
Eileen Atkins
Lila Ross
Meryl Streep
Mrs. Wittenborn
Glenn Close
DER STAB
Regie
Lajos Koltai
Drehbuch
Susan Minot
Michael Cunningham
Basierend auf dem Roman von
Susan Minot
Produktion
Jeffrey Sharp
Ausführende Produktion
Jill Footlick
Michael Hogan
Robert Kessel
Susan Minot
Michael Cunningham
Co-Produktion
Luke Parker-Bowles
Claire Taylor
Nina Wolarsky
Kamera
Gyula Pados, H.S.C.
Produktionsdesign
Caroline Hanania
Schnitt
Allyson Johnson
Kostümdesign
Ann Roth
Michelle Matland
Musik
Jan A.P. Kaczmarek
DIE SYNCHRONISATION
ROLLE / DARSTELLER / SPRECHER
Ann Grant - Claire Danes - Nana Spier
Nina Mars - Toni Collette - Christin Marquitan
Ann Lord - Vanessa Redgrave - Judy Winter
Harris Arden - Patrick Wilson - Jaron Löwenberg
Buddy Wittenborn - Hugh Dancy - Norman Matt
Constance Haverford - Natasha Richardson - Arianne Borbach
Lila Wittenborn - Mamie Gummer - Melanie Hinze
Nachtschwester - Eileen Atkins - Luise Lunow
Lila Ross - Meryl Streep - Dagmar Dempe
Mrs. Wittenborn - Glenn Close - Kerstin Sanders-Dornseif
Buch und Dialogregie:
Elisabeth von Molo
Originaltitel:
Evening
Filmlänge:
130 Minuten
Freigegeben
ab 6 Jahren

DER INHALT
Von der Macht der Erinnerung übermannt, offenbart Ann Lord (Vanessa Redgrave) ihren besorgten Töchtern auf dem Sterbebett ein lang gehütetes Geheimnis. Zwei Töchter - wie sie verschiedener nicht sein könnten: Tochter Constance (Natasha Richardson) ist eine zufriedene Hausfrau und Mutter; Tochter Nina (Toni Collette) eine ruhelose Junggesellin. Und beide wachen am Bett der Mutter, als diese nach dem Mann ruft, den sie mehr als jeden anderen geliebt hat.
Doch wer ist dieser „Harris“, fragen sich die Töchter, und was hat er unserer Mutter bedeutet? Während Constance und Nina versuchen, im Leben ihrer Mutter sowie aus ihrem eigenen Dasein Bilanz zu ziehen, wird Mrs. Lord von einer Nachtschwester (Eileen Atkins) versorgt. In Gedanken reist die Mutter zurück in die Vergangenheit, an ein Sommerwochenende vor rund fünfzig Jahren, als Ann Lord noch Ann Grant hieß…
Ann Grant (Claire Danes) war als junges Mädchen aus New York nach Newport gereist, um bei der High-Society-Hochzeit ihrer besten Freundin aus dem College, Lila Wittenborn (Mamie Gummer), als Brautjungfer zu fungieren. Die Braut ist nervös und wendet sich - statt an die eigene Mutter (Glenn Close) - in ihrer Not auf der Suche nach Unterstützung lieber an die beste Freundin. Ann steht ihrer Freundin Lila zur Seite, aber noch näher steht sie Lilas unbezähmbarem Bruder Buddy (Hugh Dancy).
Unerwartete Gefühle werden entfacht, als Ann den Hochzeitsgast Harris Arden (Patrick Wilson) trifft, einen langjährigen persönlichen Freund der Wittenborn-Familie. Anns Liebe zu Harris wird ihr ganzes Leben - und auch das ihrer Töchter - für immer verändern.DIE PRESSENOTITZ
„EVENING“ vereint eine hochkarätige Starbesetzung wie sie selbst in Hollywoodfilmen
selten ist. Die Verfilmung basiert auf dem Roman-Bestseller aus der Feder von Susan Minot und wurde von der Autorin selbst sowie dem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Autor Michael Cunningham („The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit“) für die Leinwand adaptiert. Regie führte Lajos Koltai („Fateless“), der zuvor als Kameramann für „Der Zauber von Malèna“ für einen Oscar nominiert war.
„EVENING“ ist ein zutiefst emotionaler Film, der die zeitlose Liebe beschreibt, die Mutter und Tochter verbindet - betrachtet anhand des gesamten Spektrums im Leben einer Mutter, das voller Optimismus beginnt, auf einen Wendepunkt zusteuert und zum Ende hin verebbt. Zwei Paare von wirklichen Müttern und Töchtern - Vanessa Redgrave und Natasha Richardson sowie Meryl Streep - als Lila Ross - und Mamie Gummer - als Lila Wittenborn -, porträtieren jeweils eine Mutter und ihre Tochter, die in verschiedenen Phasen des Lebens ebenfalls zu besten Freundinnen werden.

PRODUKTIONSNOTIZEN
Als Susan Minot ihren Roman Evening schrieb, hoffte sie, dass „jeder beim Lesen der Geschichte dieser Frau darüber nachdenken würde, was im eigenen Leben wichtig ist, was uns wirklich am meisten bedeutet, und wie man sein Leben fortan gestalten möchte.“
Wie so viele Leser des beliebten Bestsellers konnte sich auch Produzent Jeffrey Sharp gleichzeitig auf persönlicher und universeller Ebene mit dieser Geschichte identifizieren. Er meint: „Der Roman handelt vom Rückblick einer Frau auf ihre Vergangenheit, während ihre Kinder an ihrem Bett wachen und mehr über das frühere Leben der Mutter erfahren möchten. Wenn ein Elternteil oder ein geliebter Mensch dem Tode nahe ist, dann kann man beobachten, wie dieser Mensch sich an einen Ort begibt, den die Angehörigen oder Kinder oft nicht begreifen können. Die Kinder sehnen sich danach, ihren Eltern an diesen Ort der Erinnerung folgen und verstehen zu können, was mit ihren Lieben in diesen Stunden geschieht. Doch das kann man wohl nicht; es geht um ein ganzes Leben, und man muss verstehen, dass man nur eines der Bestandteile dieses Lebens ist.“
Im Laufe eines Jahres war es Sharp mithilfe von Minot gelungen, die Filmrechte an dem Roman, auf die zuvor bereits eine Option gezeichnet worden war, zu erwerben. Sharp meint: „Ebenfalls durch Susans Mitwirkung konnte ich „EVENING“ als Independent-Spielfilm konzipieren.“ Es folgten etliche verschiedene Rohfassungen des Drehbuchs.
Während er 2003 mit einem anderen Romanschriftsteller und Drehbuchautor - dem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Michael Cunningham - an dessen Adaption von „A Home at the End of the World“ zusammenarbeitete, spürte Sharp, dass Cunningham sich für „EVENING“ interessieren würde. Der Produzent sagt: „Ich habe Michael das Projekt zu „EVENING“ vorgestellt; er hat es sofort gelesen und deutlich gefühlt, dass er gerne an der Leinwandadaption arbeiten wollte.“
Genau wie Sharp fühlte sich auch Cunningham intensiv vom Roman angesprochen und sagt: „Es war die Geschichte einer Mutter, die am Ende ihres Lebens steht, zurückblickt und sich fragt, ob sie Fehler begangen habe. Ich las es zu einer Zeit, als meine eigene Mutter sehr, sehr krank war, so dass es wie eine Fügung des Schicksals war.“
„Susan ist eine Schriftstellerin, die ich sehr bewundere. Der Roman gefiel mir sehr, doch mir war von Anfang an klar, dass wir große Veränderungen vornehmen mussten, um daraus einen Film zu machen. Im Roman gibt es Dutzende von Figuren, die alle gut gezeichnet sind, doch ich wusste, dass wir sie nicht alle in den Film übertragen konnten. Bevor ich für dieses Projekt zugesagt habe, rief ich Susan an und erzählte ihr, wie sehr mir das Buch gefallen hat und welch große Ehre es für mich war, am Drehbuch mitarbeiten zu dürfen. Dann sagte ich, dass ich deutliche Veränderungen vornehmen müsste, und meinte: ‚Wenn das für dich nicht OK ist, dann sag es mir einfach, und ich mache es nicht, denn meine oberste Loyalität gilt immer zuerst dem Autor!’ Aber Susan meinte: ‚Legen wir los. Sieh’ zu, was du machen kannst.’ Also habe ich es getan.“
Minot erinnert sich: „Ich habe zu Michael gesagt: ‚Was immer dazu nötig ist, um in die Geschichte einzutauchen, das tust du.' Er hat es geschafft, die Struktur und die Themen des Buches beizubehalten, aber dem Drehbuch auch eine Dosis seines eigenen Stils zu geben.“
Mit einer neuen Drehbuchfassung beschlossen die Filmemacher dann eine Lesung mit verteilten Rollen abzuhalten. Die Casting-Leiter Hopkins, Crowley und Barden stellten die Besetzung dafür zusammen - und wie sich herausstellen sollte wurde bei dieser Gelegenheit bereits die Hauptdarstellerin gefunden. Sharp erzählt: „Claire Danes las die Rolle von Ann Grant, und es war einfach eine wunderbare Erfahrung. Wir wussten, wir hatten etwas in der Hand.“
Das wusste auch einer der Manager von Focus Features, der bei der Lesung anwesend war. Sharp berichtet: „Wir waren uns einig, dass „EVENING“ ein Material von dem Kaliber ist, das der Vision von Focus für Geschichten und Independent-Filme für ein weltweites Publikum entspricht.“ Nachdem Focus als Partner mit von der Partie war und das Casting fortgesetzt wurde, machte man sich auf die Suche nach einem Regisseur.
Lajos Koltai stammt aus Budapest, war als Kameramann für einen Oscar nominiert und hatte gerade mit der einzigartigen Verfilmung der Holocaust-Geschichte „Fateless“ sein Regiedebüt gegeben. Sharp sagt: „Wir haben Regisseure aus allen Filmgenres in Betracht gezogen. Auf Empfehlung eines Focus-Verantwortlichen gingen Michael und ich eines Nachmittags in das Manhattan Film Forum-Kino, um uns „Fateless“ anzusehen.“
„Schon bei den Eröffnungsszenen wussten wir, dass dieser Regisseur ein Meister seines Faches ist - ein Virtuose. Er taucht tief in seine Charaktere ein und hat ein umfassendes Verständnis für die menschliche Natur und für unser Streben nach Besserem; auch wenn wir das Ersehnte nicht erreichen, so haben wir doch das grundlegende Bedürfnis danach, es zu versuchen. Das war in „Fateless“ eindeutig, und so sollte es auch in „EVENING“ sein. Dieses Einfühlungsvermögen in Kombination mit seinem besonderen Blick und seinem Sinn für Film als visuelles Medium war genau die richtige Mischung aus Fähigkeiten, die wir für unser Material suchten. Also gingen wir zu Focus und sagten: ‚Das ist unser Mann.’ Dann brachten wir Lajos das Drehbuch und er war sofort Feuer und Flamme.“
Der Regisseur fühlte sich nicht nur deswegen angesprochen, weil dies ihm Gelegenheit bot seinen ersten englischsprachigen Spielfilm zu drehen, sondern auch aufgrund der universellen und zeitlosen Themen der Geschichte. Koltai meint: „Das Drehbuch zu lesen war wie ein Geschenk. Es handelt von Themen, die uns allen wichtig sind: der Wunsch nach Sicherheit, die Suche nach jemandem, den man liebt, und die Tatsache, dass die Entscheidungen, die wir treffen, uns durch unser gesamtes Leben begleiten - und auch das Leben unserer Kinder beeinflussen. Wenn unsere Kinder dann ihren eigenen Weg gehen, werden sie wohl wissen, an welchen Scheidewegen wir einst standen? Und werden sie aus unseren Entscheidungen lernen?“
„In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts erlebt Ann Grant ihren großen Augenblick. Diese Erfahrung hat sie immer begleitet, obwohl sich ihre Sicht der Dinge im Laufe der Jahre verändert hat und sich im Verlauf der Geschichte endgültig wandelt, was ihre Töchter angeht.“
Sharp meint dazu: „Es hat uns nicht überrascht, dass Claire für Lajos die erste Wahl für die Besetzung der Hauptrolle war - er hatte als Kameramann bereits mit ihr zusammengearbeitet (in „Familienfest und andere Schwierigkeiten“). Sie war wie für diese Rolle gemacht - oder die Rolle war wie für sie gemacht. Genauso war es bei der Besetzung der Rolle von Ann Lord; Lajos bevorzugte Schauspielerin war Vanessa Redgrave. Obwohl sie in dieser Rolle die meiste Zeit über im Bett liegen würde, wussten wir, dass Ann Lord unter Lajos Regie dennoch dynamisch wirken kann. Glücklicherweise hatte Vanessa Redgrave ebenfalls gerade „Fateless“ gesehen und sehr gemocht, also flogen Lajos und ich nach London, um sie zu treffen. Innerhalb von Sekunden war es so, als seien sie seit Jahren alte Freunde. Bei einer Tasse Tee wurden wir uns sofort einig.“
„Das Casting von „EVENING“ war die aufregendste Erfahrung in meiner Karriere. Es gibt darin etliche wunderbare Rollen, besonders für Schauspielerinnen, doch alle Figuren waren mit einer Fülle von Details und großer Hingabe ausgestaltet.“
Cunningham fügt hinzu: „Während der Arbeit an einem Drehbuch entwickle ich immer eine klare Vorstellung von den Figuren, also denke ich nicht an einen bestimmten Darsteller. Doch als sich dieses Drehbuch weiterentwickelte, begann ich bei Ann Grant öfter an Claire Danes zu denken, die ich seit Jahren kenne. Sie verfügt im Überfluss über Ann Grants Intelligenz und Witz, hat auch ihren rebellischen Geist. Ich war begeistert, als Claire für diese Rolle zusagte.“
Claire Danes berichtet: „Sowohl der Roman als auch das Drehbuch sind fantastisch. Ich habe einen Vorteil daraus gezogen, mich als reichhaltige Ressource auch an den Roman halten zu können. Doch die Adaption interpretiert diese Geschichte für das Medium Film ganz wunderbar neu; sie hat eine ganz eigene Frische und Dringlichkeit. Dieser Film behandelt die Frage, was ein Leben ausmacht. Wir sind doch alle Menschen, die ihr Leben lang auf der Suche sind.“
„Meine Figur macht ausschlaggebende Erfahrungen und beginnt, in ihrem Leben Entscheidungen zu treffen. Es ist immer aufregendend, eine Figur zu spielen, die eine Wandlung durchmacht. Das Wochenende bei den Wittenborns ist für Ann eine wegweisende Erfahrung. Für die High-Society-Welt, in die sie sich hineinbegibt, ist Ann etwas unkonventionell. Sie ist sehr idealistisch und ehrgeizig - nicht auf zynische Weise, sondern in Bezug auf das, was sie vom Leben erwartet. Sie ist bereits dabei, ihren Wunsch nach Unabhängigkeit und den Wunsch nach einer eigenen Familie gegeneinander abzuwägen; sie möchte Mutter werden, interessiert sich aber auch für die Bühne und das Singen. Also ist die Ann Grant, die ich spiele, doch ganz anders als die Ann Lord, die von Vanessa Redgrave verkörpert wird.“
Danes und Redgrave trafen sich während der Proben; Danes lacht: „Mit einer Schauspiellegende wie Vanessa habe ich über fast alles mögliche gesprochen - außer darüber, wie wir die gleiche Rolle jeweils anlegen wollten! Wir kamen überein, dass Vanessa in den Szenen als Ann sowieso nicht „sie selbst“ ist, also war es auch nicht nötig, dass sich beide besonders ähnelten.“
„Wir haben aber über Wege gesprochen, um eine Konsistenz zu schaffen. Vanessa hat mir sehr genau beim Sprechen zugehört und sich auch eine Aufnahme angehört, die ich zuvor mit einem Sprachcoach gemacht hatte; als Engländerin, die eine Amerikanerin spielt, hielt sie das für die beste Lösung.“
Die Mutter-Tochter-Themen, die in der gesamten Geschichte präsent sind, beeinflussten auch bald das Casting. Redgrave ist im wahren Leben, genau wie Ann, Mutter von zwei Töchtern. Ihre älteste Tochter Natasha Richardson wurde auf die Rolle der Constance angesetzt, Anns älteste Tochter. Redgrave und Richardson standen bereits zwei Jahre zuvor für „The White Countess“ gemeinsam vor der Kamera; doch in „EVENING“ sollten sie zum ersten Mal auch in den Rollen als Mutter und Tochter in einem Spielfilm mitwirken. Sharp sagt: „Ich wollte schon immer mit Natasha zusammenarbeiten. Ich denke, die Gelegenheit mit ihrer Mutter vor der Kamera zu stehen und ein so persönliches Drama zu spielen hat Natasha wirklich sehr angesprochen - und sie hat tolle Ideen beigetragen, um die Rolle der Constance auszugestalten.“
Richardson offenbart: „Meine Mutter und ich haben zu Lajos gesagt: ‚Das wird unsere einzige Chance sein, in einem Spielfilm auch Mutter und Tochter zu sein, und das wollen wir ausnutzen.’ Also hat Michael extra für uns eine besonders schöne Szene ins Drehbuch aufgenommen. Es war eine große Freude, in einem Film mit dieser Thematik mitwirken zu können, in dem wir so vieles aus unserer eigenen Beziehung und Geschichte mit einbringen konnten und mit diesem Pfund wuchern durften. Außerdem war ich davon begeistert, mit ihr zusammenarbeiten zu können - wer wäre das nicht? Auch wenn ich nicht ihre Tochter wäre - sie ist nun mal Vanessa Redgrave.“
„Im Film spiele ich die ‚gute Tochter’, die mit sich im Reinen ist, ein Heim und ein geregeltes Familienleben hat. Meine Rolle, Constance, steht ihrer jüngeren Schwester Nina sehr nahe - auch wenn sie sich manchmal gegenseitig an die Gurgel gehen. Constance und Nina sehen die Dinge nicht immer auf die gleiche Weise, doch es eint sie eine große Liebe und warmherzige Zuneigung, wie so oft bei Schwestern.“
Cunningham meint: „Es gibt eine Szene zwischen Constance und Nina, die durch ihre Aufrichtigkeit und Rührung eine echte Herausforderung für das Drehbuch war. Sie haben diesen Streit, der mir aus meiner eigenen Erfahrung mit meiner Familie in der Zeit, als meine Mutter verstarb, sehr bekannt vorkam. Während einer solchen Krise ist man gerade gegenüber den Menschen, die einem besonders am Herzen liegen, furchtbar unbeherrscht und ungerecht.“
Angesprochen von der Zeitlosigkeit der Geschichte und Thematik sollte schon bald ein weiteres Mutter-Tochter-Gespann bei „EVENING“ mit an Bord kommen. Sharp sagt: „Mamie Gummer kam zum Vorsprechen für die Rolle der Braut Lila Wittenborn und traf genau den Kern dieser Figur.“
Gummer erklärt: „Lila stammt aus einem privilegierten Elternhaus, fühlt sich in dieser elitären Umgebung aber gefangen. Sie würde im Nu alles aufgeben, wenn der Mann, in den sie wirklich verliebt ist - und das ist nicht ihr Bräutigam - sie nehmen würde. Ich fühlte mich von ihrer Traurigkeit angesprochen, ebenso wie von der Art und Weise, in der diese Geschichte die Konflikte zwischen Liebe und sozialem Rang analysiert, ein Thema, das so alt wie die Menschheit ist.“
„Ann Grant und Lila haben nicht wirklich viel gemeinsam, sind aber dennoch beste Freundinnen, die sich in großer Zuneigung treu sind. Sie haben sich auf dem College kennen gelernt und wie Schwestern zueinander gehalten. Nach den Dreharbeiten haben Claire und ich diese Freundschaft vertieft.“
Danes meint: „Ich fand es großartig, die Szenen mit Mamie zu spielen. Ich habe nicht oft Gelegenheit dazu, auf der Leinwand eine wirklich tiefe Frauenfreundschaft zu spielen. Sie ist eine wunderbare und begabte Schauspielerin, und jetzt sind wir auch im wahren Leben gute Freundinnen.“
Sharp sagt: „Mamie hatte uns bei einem einzigen Vorsprechen alle begeistert, und dann wieder bei einem zweiten Termin, den wir angesetzt hatten, weil sie beim ersten Mal so großartig gewesen war. Lajos wollte sie sofort für die Rolle als Lila Wittenborn besetzen; erst danach haben wir ihm erzählt, dass sie mit einer Schauspielerin namens Meryl Streep verwandt ist.“
„Die Idee, Meryl für die Rolle als Lila Ross (der verheirateten Lila Wittenborn) zu besetzen gebührt unser Kostümdesignerin Ann Roth und unserem Haar- und Make-Up-Designer J. Roy Helland, die beide bereits über Jahre hinweg mit Meryl zusammengearbeitet haben. Ann gab Roy, der mit Meryl im Central Park für „Mutter Courage“ probte, das Drehbuch. Er ließ einfach eine Kopie davon auf ihrem Schminktisch liegen. Sie hat es gelesen, war begeistert und dachte, es würde Spaß machen in diesem Film mitzuspielen. Mamie sagte, sie sei wirklich glücklich darüber gewesen, ihrer Mutter zu einem Job zu verhelfen.“
Danes fügt hinzu: „Mamie und ich konnten uns die Tagesproduktion einer Szene anschauen, in der Meryl und Vanessa zusammen vor der Kamera stehen, um das dann für eine Parallelszene zwischen uns aufzugreifen. Wir waren beim Zuschauen begeistert, fragten uns aber gleichzeitig, wie wir das bloß hinkriegen sollten… Doch unsere Szene, der Morgen von Lilas Hochzeit, war einfach toll geschrieben; es gibt darin drei ganz unterschiedliche Kapitel.“
Gummer ergänzt: „Es stand alles dort auf dem Papier; im Film ist das meine Lieblingsszene, sie ist so ergreifend.“
„Meine Mutter und ich hatten gewitzelt, dass Lila aus Gründen der Kontinuität vielleicht hinken sollte, aber das haben wir dann doch gelassen. Also haben Claire und ich uns am Abend vor unserem Dreh die Tagesproduktion einer anderen - absolut mitreißenden - Szene angeschaut und versucht, uns dieser Vorgabe irgendwie zu nähern.“
Koltai hatte bereits eine ganz bestimmte Schauspielerin vor Augen, die im Film Lilas Mutter verkörpern sollte.
Sharp erzählt: „Lajos hatte zuvor als Kameramann bereits mit Glenn Close zusammengearbeitet (bei „Zauber der Venus“), und sie hatten sich glänzend verstanden. Deshalb war sie die erste Darstellerin, an die er für die Rolle der Mrs. Wittenborn dachte; er wusste genau, dass sie diese Matriarchin verkörpern und ihr gleichzeitig echte menschliche Tiefe verleihen konnte.“
Glenn Close meint: „Lajos und ich sind Freunde geblieben; doch wenn man eine so gut geschriebene Story mit wundervoll vielschichtigen Figuren, die von so herausragenden Darstellerinnen wie Vanessa Redgrave gespielt werden, in die Finger bekommt, dann will man sich das einfach nicht entgehen lassen. Ich finde es immer sehr rührend, Figuren in ihrer Jugendzeit zu sehen, von großen Hoffnungen für ihr zukünftiges Leben beseelt - und dann als Erwachsene, die zurückblicken. In „EVENING“ geht es um die Familie und darum, wie die Entscheidungen einer Generation die folgenden Generationen beeinflussen.“
„Ich mag Mrs. Wittenborn; sie erinnert mich stark an viele der Frauen, die ich als Heranwachsende in Connecticut kannte. Das Drehbuch hat die Aura dieser Frauen genau eingefangen. Mrs. Wittenborn will immer das gesellschaftlich akzeptierte tun, statt sich den Problemen innerhalb ihrer Familie zu stellen. Es ist die amerikanische Version der britischen ‚stiff upper lip’.“
Für die Rolle von Anns jüngerer Tochter Nina schwebte Sharp sofort die Schauspielerin Toni Collette vor, die gerade in „The Night Listener“ eine Hauptrolle hatte. Sharp lacht: „Aufgrund der unheimlichen Intensität ihrer Rolle in jenem Film hatte ich Toni danach versprochen, ihr eine Rolle zu besorgen, die sie etwas mehr genießen könnte. Also sagte ich: ‚Ich habe diese tolle Rolle für dich; darin darfst du so wunderschön und großartig sein, wie du im echten Leben auch bist!’ Eine Woche, nachdem ich ihr das Drehbuch gegeben hatte, rief sie an und sagte für die Rolle der Nina zu.“
„Während ich sie bei ihren Szenen mit Vanessa und Natasha beobachtete, konnte ich sehen, wie sie dem bereits sehr tiefgründigen Stoff noch mehr Reichhaltigkeit verlieh.“
Eine der Rollen, die für einen Darsteller die größten Herausforderungen mit sich brachte - und die gegenüber dem Roman sehr erweitert wurde - war die des Buddy Wittenborn, gespielt von Hugh Dancy. „Der Dreh- und Angelpunkt von „EVENING“ ist jetzt Buddy“, meint Sharp. „Für diese Rolle brauchten wir einen Schauspieler, mit dem sich jeder Zuschauer mit der Figur identifizieren und sympathisieren kann. Hugh hat diese Anforderungen genau erfasst und wunderbar umgesetzt. Er sieht sehr gut aus, hat aber außerdem das Talent, sich in eine Figur hineinzuversetzen und eine großartige Performance abzuliefern. Das habe ich in den verschiedenen Rollen, die er über die Jahre gespielt hat, immer wieder festgestellt, und auch Lajos kannte Hughs Arbeit schon. Hugh fühlte sich von der Rolle des Buddy und von dem Drehbuch wirklich sehr angesprochen.“
Hugh Dancy meint: „Das Drehbuch hat mich umgehauen; die Entwicklung der Charaktere war komplex, mitreißend und sehr menschlich dargestellt. Wir sind doch alle dabei, uns einen Weg durch das Labyrinth des Lebens zu bahnen, und versuchen in einem Stück ans Ziel zu kommen - es war schon ungewöhnlich, so etwas in einem Drehbuch zu finden. Buddy ist ziemlich charmant; um mit seiner Familie umzugehen, trinkt er zuviel und macht über alles Scherze. Im Laufe der Ereignisse und des Wochenendes stellt man fest, dass unter dieser
Oberfläche eines scheinbar unglaublich lebhaften und freien Geistes in Wahrheit eine ganzer Haufen Komplikationen steckt.“
Danes fügt hinzu: „Ann hat eine langjährige Freundschaft mit Buddy, doch mittlerweile fühlt sie sich für ihn verantwortlich und macht sich übermäßige Sorgen um ihn. Als sie Harris
Arden kennenlernt, stellt sie fest, dass dieser Mann jemand ist, den sie nicht retten muss.“
Sharp berichtet: „Aufgrund seines Talents schien uns Patrick Wilson immer der Richtige für die Rolle des Harris zu sein, doch wir befürchteten, er würde nicht zur Verfügung stehen. Trotzdem schickten wir ihm das Drehbuch - und er war begeistert. Als Schauspieler verfügt er über diese zeitlose Männlichkeit, durch die er sich genau in die Welt der 50er Jahre einfügt, die wir im Film wieder aufleben lassen.“
Patrick Wilson meint: „Ich habe mich in die Geschichte verliebt, genau wie wir alle. Sie inspiriert einen dazu, das Leben auszukosten und das zu lieben, was man hat. Mutig fand ich an diesem Drehbuch, dass es um eine romantische Geschichte geht, in die solch wunderbare Szenen zwischen einer Mutter und ihren Töchtern verwoben sind. Vanessa Redgrave ist eine so großartige Darstellerin, dass ich es kaum erwarten kann zu sehen, wie sich Ann Lords Geschichte auf der Leinwand entwickelt.“
„Als Schauspieler sagte mir die Tatsache zu, dass ich viel zu spielen haben würde, denn vieles dreht sich um Harris, Ann Grant, Lila und Buddy. Es geht drunter und drüber - genau wie im richtigen Leben.“
Um die Besetzung abzurunden sicherten sich die Filmemacher die Mitwirkung einer weiteren Schauspielerin, die zuvor bereits mit Vanessa Redgrave vor der Kamera gestanden hatte:
Eileen Atkins spielt Ann Lords Krankenschwester. Eileen Atkins berichtet: „Ich spiele eine Betreuerin, deren Gefühle nie im Vordergrund stehen. Dennoch ist sie gegenüber Ann sehr warmherzig und freundlich - und wenn der eine Mensch, den man die ganze Zeit über sieht, eine Krankenschwester ist, dann kann sich diese Krankenschwester in deiner Vorstellung in alles mögliche verwandeln.“
„Als Regisseur hat Lajos eine wunderbare Art, dir unmittelbar vor dem Dreh einer Szene genau das Richtige mit auf den Weg zu geben; mit seiner Empathie taucht er mit dir in die Rolle ein. Da er Kameramann war, weiß er genau, wie man einen Film drehen muss; als Schauspieler kann man alles geben und wunderbar sein, aber wenn um dich herum nicht alles andere auch gut und richtig aussieht, dann vergiss es.“
Danes fügt hinzu: „Er hat einen akkuraten Spürsinn für zwischenmenschliche Beziehungen und konzentriert sich sehr auf die Darstellungen, denn er weiß Schauspieler zu schätzen. Das ist nicht bei allen Regisseuren der Fall. Lajos steht immer bei der Kamera, nie sitzt er einfach vor dem Monitor. So erschuf er eine absolut sichere Umgebung, damit wir alle so verletzlich und ausdrucksstark wie möglich sein konnten.“
„Er ermutigt jeden und schafft eine entspannte Stimmung“, fügt Dancy hinzu. „Er ist begeisterungsfähig und trotzdem immer präzise.“
Gummer meint: „Man spürt, dass ihm jedes Detail am Herzen liegt; ihm entgeht nichts, er vernachlässigt nichts. Bei ihm fühlt man sich extrem gut aufgehoben.“
Minot berichtet: „Lajos tut am Filmset etwas, das mir ideal zu sein scheint: er nimmt die Schauspieler beiseite und spricht unter vier Augen mit ihnen, so dass es kein anderer hören kann. Es ist eine intimere und sanftere Form der Zusammenarbeit.“
Cunningham meint: „Er ist ein wahrer Künstler, intelligent und intuitiv. Er liebt Schauspieler und Autoren und hat Respekt für ihre Fähigkeiten. Nach Jahrzehnten als Kameramann verfügt er auch über eine hochentwickelte und magische visuelle Vorstellungskraft.“
Close ergänzt: „Lajos entstammt einer traditionsreichen Linie ungarischer Filmemacher. Viele von ihnen mussten damals in Ungarn „aus Nichts alles machen“, wenn nicht genug Filmmaterial zur Verfügung stand, also mussten sie bereits in Gedanken die besten Schnitte erschaffen. Daher verfügt er über große Disziplin und verschwendet keine Zeit.“
In „EVENING“ werden zwei verschiedene Welten in zwei unterschiedlichen Epochen der Geschichte dargestellt: in der Gegenwart sehen wir eine private Krankenwache, fünfzig Jahre zuvor erleben wir ein prägendes Wochenende. Obwohl der Roman im US-Bundesstaat Maine spielt, bleibt in der Drehbuchadaption der Schauplatz offen. Aufgrund des sozialen Status der Familie Wittenborn machten sich die Filmemacher jedoch entlang der Küste von New England auf die Suche. Besonders ermutigt wurde man auch durch die auf Rhode Island gewährten steuerlichen Vergünstigungen, erinnert sich Sharp: „Sobald wir einen Blick auf Newport geworfen hatten und den Ocean Drive entlangfuhren, spürten wir, dass dies der richtige Ort war.“
Die Dreharbeiten auf Rhode Island fanden in Tiverton, Jamestown und Newport statt. Unter den herausragenden Locations in Newport waren Rose Cliff, die Trinity Church und Easton Beach. Außerdem wurde auch in New York City gedreht, darunter in der West 12th Street in Greenwich Village sowie an der Upper West Side.
Um alle Drehorte zur Geltung zu bringen und die Atmosphäre beider Welten aus Anns Vergangenheit und Gegenwart bestmöglich zu vermitteln engagierten die Filmemacher die Oscar-preisgekrönte Kostümdesignerin Ann Roth (die mit etlichen der beteiligten Schauspieler bereits zuvor zusammengearbeitet hatte), Produktionsdesignerin Caroline Hanania (deren langjährige Zusammenarbeit mit Regisseur Peter Chelsom besonders aufgefallen war) sowie Kameramann Gyula Pados, der unter der Regie von Koltai bereits bei „Fateless“ hinter der Kamera stand.
Pados, so Sharp, stehe „am Beginn einer herausragenden Karriere. Er und Lajos haben eine einzigartige Vision für die Filme, die sie gemeinsam realisieren wollen.“
Close meint: „Gyula ist brillant; er und Lajos weisen eine wunderbare Synergie auf. Sie leuchten die Szenen so schön aus - und bemerkenswert schnell!“
Wilson, der vor wenigen Jahren für „Angels in America“ von Kostümdesignerin Roth ausgestattet worden war, sagt, sie sei „die Beste in der Branche. Bei der Anprobe schlüpfte ich in einen Anzug und meinte: ‚Der sitzt wirklich gut, Ann.’ Sie antwortete: ‚Das sollte er auch; den hast du in „Angels in America“ getragen.“
„Letztendlich haben wir diesen Anzug nicht verwendet, aber ich fand es toll, wieder von ihr ausgestattet zu werden - diesmal im Stil der 50er Jahre. Diese Epoche spricht mich wirklich an, genau wie die damalige Kleidung, der Schnitt der Hosen mit hoher Taille und alles andere aus jener Zeit.“
Die Hochzeitsfeier und die Verwicklungen unter den Anwesenden spielen sich in und um den „Landsitz“ der Wittenborns in Newport ab; die Filmemacher fanden dort ein Haus, das sowohl die Pracht als auch die geforderte Privatsphäre bot. Das im Film zu sehende Anwesen gibt es wirklich; es wurde 1865 errichtet, liegt am Ende der bedeutendsten Altstadtstraße von Newport und „ist absolut perfekt“, so Hanania. „Diese Villa springt einem sofort ins Auge, genau wie in einem Gemälde von Edward Hopper. Sie ist für unsere Familie Wittenborn genau richtig.“
„Die Wittenborns sind stolz auf ihre Abstammung, also wollte Lajos, dass an den Wänden viele Porträts hängen - auf diese Weise spiegeln sie sich praktisch selbst wider.“ So ließ das Team etliche Replikas von Werken und Porträts der 50er Jahre anfertigen. Hanania fügt hinzu: „Zusätzlich konnten wir Gemälde aus dem Erbe des Großvaters des jetzigen Besitzers verwenden, die sehr schön sind. Außerdem lieh uns die Familie auch Fotos einer Hochzeit aus den 50er Jahren, die Ann Roth und mir als Recherchequelle hilfreich waren. Um jene Epoche nachzubilden, kauften wir vor Ort viele Ausstattungsgegenstände. In dieser Gegend gibt es aber natürlich kein Magazin für Requisiten, also haben wir die Pfandleihen und Antiquare der Gegend durchforstet - und eine Menge wunderbarer Dinge gefunden.“
Das zeitgenössische Haus von Ann Lord ist etwas bescheidener, außerdem etwas voll gestopfter. Hanania sagt: „Wir fanden ein Privathaus in Tiverton, dessen Flair und Lage für diese Figur angemessen war; es sollte so wirken, als habe Ann Lord schon sehr lange dort gelebt. Das, was eigentlich das Wohnzimmer war, haben wir in ein Schlafzimmer verwandelt, denn Lajos hatte die Vorgabe, dass sich an jeder Seite des Bettes ein Fenster befinden musste, um eine der letzten Szenen des Films zu drehen.“
„Lajos, Gyula, Ann Roth und ich haben für das Farb- und Designschema der beiden Wohnorte klare Entscheidungen getroffen. Ann Roths Haus ist relativ monochromatisch gehalten, was mir wiederum Gelegenheit gab, viele verschiedene Texturen zum Einsatz zu bringen. An den Wänden haben wir Damast, und es gibt viele Glasobjekte, die das Licht einfangen. Die Villa der Wittenborns ist viel großzügiger und förmlicher, doch gleichzeitig leichter und strahlender. Die vielen Räume lösen eine optimistische Stimmung aus und reflektieren so die strahlende Stimmung jenes Wochenendes und der Jugendzeit von Ann, Harris, Buddy und Lila.“
Koltai fügt hinzu: „Jene Welt, an die sich Ann Lord erinnert, ist ein strahlender, begehrenswerter Ort, voller Freunde, Brautjungfern, schicker Smokings, Blütenkränze, Whiskeygläser, Sonnenschein, Meerwasser und Jugend. Am Ende ihres Lebens blüht sie angesichts dieser Erinnerungen förmlich auf. Ihre letzten Lebenstage sind mit dieser Vergangenheit verwoben, und sie kommt mit beiden Epochen ins Reine - und das wiederum verleiht auch ihren Töchtern und ihrer Beziehung wieder neue Kraft.“
Für die Proben hatten die Schauspieler bereits einige Zeit auf Rhode Island verbracht, denn alle Beteiligten wussten, dass diese Vorbereitung für die dramatischen Szenen und die Interaktion der Charaktere unverzichtbar war. In dieser Phase kamen die Themenkreise der Geschichte schon häufig zur Sprache und beeinflussten den kreativen Prozess. Sharp erinnert sich: „Eines Abends versammelte sich eine ganze Gruppe am Lagerfeuer des Hotels und - wie es eben so ist, wenn die Schauspieler und das Team gemeinsam herumhängen - wir begannen Geschichten zu erzählen. Es wurden etliche amüsante Anekdoten zum Besten gegeben, und dann kam jemand auf das Thema Lieblingssongs. Bald sind mehrere aus der Gruppe aufgestanden und haben abwechselnd jeweils ein oder zwei Songs vorgetragen.“
„Claire stand auf und sang für uns - aber nicht irgendeinen Song: es war „I See the Moon“; als sie noch klein war, sang ihre Mutter es oft für sie. Als Claire sang, waren wir außer uns vor Begeisterung.“
Obwohl Ann im Film eigentlich Sängerin werden möchte, hat Claire Danes das bisher nicht vor. Sie gibt zu: „Ich bin ausgebildete Tänzerin, aber das Singen habe ich nicht gelernt. Vor „EVENING“ hatte ich nie in einem Film gesungen, und ich war sehr eingeschüchtert. Aber ich habe mit einer wunderbaren Gesangslehrerin zusammengearbeitet, Deb Lapidus, mit der ich die Atemtechnik trainiert habe und die mir beigebracht hat, wie man beim Singen wirklich den gesamten Körper einsetzt. In diesem Sinne hat mir meine Tanzausbildung geholfen. Was den Gesang als solches angeht, da hatte ich wohl gute Instinkte beim Phrasieren. Ich war inspiriert genug, um mich weiterhin damit zu beschäftigen.“
Sharp sagt bewundernd: „Eine Woche nach jenem Abend am Lagerfeuer waren wir bereits dabei, eine der stärksten Szenen des Film zu drehen - die auch für Claire eine der bedeutendsten ist. Es geht um eine sehr intime Szene, in der Ann mit ihren beiden Töchtern zuhause ist; wir brauchten einen Song, den Ann ihren zwei kleinen Mädchen vorsingen sollte. Es kam nur ein Song in Frage: der, den Claire von ihrer Mutter gelernt hatte.“

DIE BESETZUNG
CLAIRE DANES (Ann Grant)
In „EVENING“ steht Claire Danes erneut mit etlichen Schauspielern - Eileen Atkins, Toni Collette und Meryl Streep - vor der Kamera, mit denen sie bereits bei Stephen Daldrys mit dem Golden Globe ausgezeichneten „The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ zusammenarbeitete; das Drehbuch zu diesem auf einem Roman basierenden Film hatte ebenfalls Michael Cunningham mitverfasst.
In diesem Herbst wird Claire Danes außerdem in Matthew Vaughns „Der Sternwanderer“ an der Seite von Michelle Pfeiffer, Robert De Niro, Ricky Gervais, Peter O’Toole und Charlie Cox zu sehen sein.
Zu ihren Spielfilmen gehören u.a. Anand Tuckers „Shopgirl“, Thomas Bezuchas „Die Familie Stone - Verloben verboten!“, Richard Eyres „Stage Beauty“, Jonathan Mostows „Terminator 3: Rebellion der Maschinen“, Burr Steers „Igby“, Francis Coppolas „Der Regenmacher“, Oliver Stones „U Turn - Kein Weg zurück“, Baz Luhrmanns „William Shakespeare’s Romeo & Julia“, Michael Pressmans „Schatten einer Liebe“, Billy Hopkins „I Love You, I Love You Not“, Jodie Fosters „Familienfest und andere Schwierigkeiten“ - bei dem Lajos Koltai hinter der Kamera stand -, Jocelyn Moorhouses „Ein amerikanischer Quilt“ und Gillian Armstrongs „Betty und ihre Schwestern“.
Ins Rampenlicht trat Claire Danes erstmals mit ihrer unvergesslichen Darstellung der Angela Chase in der TV-Serie „My So-Called Life“; diese Rolle brachte ihr eine Emmy-Nominierung sowie einen Golden Globe Award ein.
Vor kurzem stand sie in zwei gefeierten Tanzaufführungen auf der Bühne des P.S. 122 in ihrer Heimatstadt New York City: in „Christina Olson: American Model“ sowie „Edith an Jenny“.
TONI COLLETTE (Nina Mars)
Für ihre Rolle in M. Night Shyamalans „Sixth Sense“ bekam Toni Collette eine Oscar-Nominierung; für die Inszenierung von „The Wild Party“ von George C. Wolfe und Michael John LaChiusa wurde sie für einen Tony nominiert; und bereits drei Mal bekam sie eine Nominierung zum Golden Globe Award, jüngst mit Bharat Nalluris Miniserie „Tsunami: The Aftermath“, davor für Jonathan Daytons und Valerie Faris „Little Miss Sunshine“.
„Little Miss Sunshine“ war einer der größten Überraschungserfolge des Jahrzehnts und brachte ihr außerdem eine Nominierung zum BAFTA-Award ein. Gemeinsam mit den Schauspielkollegen dieses Oscar-preisgekrönten Spielfilms teilte sie sich einen Screen Actors Guild (SAG) Award in der Kategorie Herausragende Leistung eines Spielfilmensembles.
Ihre erste Golden Globe-Nominierung erhielt Toni Collette für ihre unvergessliche Darstellung in einem der großen Filmhits der 90er, P.J. Hogans „Muriels Hochzeit“. Für die Titelrolle wurde sie mit dem Australian Film Institute (AFI) Award in der Kategorie Beste Schauspielerin ausgezeichnet. Seither wurden ihr drei weitere AFI-Awards zuteil: für Sue Brooks „Japanese Story“, Rowan Woods’ „The Boys“ und Jerzy Domaradzkis „Lilian’s Story“. Zusätzlich wurde sie zwei Mal für diesen Preis nominiert, und zwar für ihre Rollen in Curtis Hansons „In den Schuhen meiner Schwester“ und in Mark Joffes „Ein Manager mit Herz“.
Eine weitere SAG-Nominierung teilte sie sich mit ihren Schauspielkollegen für Stephen Daldrys „The Hours- Von Ewigkeit zu Ewigkeit“, darunter mit Eileen Atkins, Claire Danes und Meryl Streep. Für diesen Film wurde Toni Collette von den Kritikerverbänden in Vancouver und in Boston als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet, wobei sie in Boston im Tandem mit ihrer Darstellung in „About a Boy“ von Chris und Paul Weitz prämiert wurde.
Zu ihren weiteren Filmen zählen auch „Emma“ von Douglas McGrath, „Velvet Goldmine“ von Todd Haynes, der TV-Film „Dinner with Friends“ von Norman Jewison, „Spurwechsel“ von Roger Michells, „The Last Shot“ von Jeff Nathanson, „The Dead Girl“ von Karen Moncrieff sowie Patrick Stettners „The Night Listener“, ebenfalls eine Produktion von Jeffrey Sharp.
Toni Collette ist in Australien geboren und aufgewachsen und studierte dort am renommierten National Institute of Dramatic Art (NIDA). Zu ihren Bühnenauftritten gehören neben dem oben genannten „The Wild Party“ am Broadway auch Inszenierungen am Belvoir Street Theater sowie mit der Sydney Theater Company.
VANESSA REDGRAVE (Ann Lord)
Für die Titelrolle in „Julia“ - unter der Regie von Fred Zinnemann, adaptiert von Alvin Sargent nach Lilian Hellmans gleichnamigem Roman und an der Seite von Meryl Streep - wurde Vanessa Redgrave mit einem Oscar, einem Golden Globe Award sowie mit den Preisen der Los Angeles Film Critics Association und des Kansas City Film Critics Circle ausgezeichnet.
Vier weitere Oscar-Nominierungen und elf weitere Golden Globe-Nomierungen wurden ihr zuteil; ihren zweiten Golden Globe bekam sie für ihre Rolle im Fernsehfilm „If These Walls Could Talk 2“ in der Episode aus der Feder und unter der Regie von Jane Anderson. Diese Darstellung brachte ihr außerdem einen Emmy-Award ein. Zuvor war sie bereits für ihre Darstellung der Holocaust-Überlebenden Fania Fénelon in „Playing for Time“, einer Adaption von Fénelons Autobiographie, unter der Regie von Daniel Mann, mit einem Emmy ausgezeichnet worden; seither ist sie mit drei weiteren Emmy-Nominierungen bedacht worden.
Vanessa Redgrave stammt aus London und durchlief eine achtjährige Ausbildung an der Ballet Rambert School; später machte sie ihren Studienabschluss an der Central School of Speech and Drama. Ihr Bühnendebüt in Großbritannien gab sie an der Seite ihres Vaters Michael Redgrave in „A Touch of the Sun“ im Januar 1958. Im Juli 1961 trat sie der Royal Shakespeare Company bei. Zu ihren Bühnenhauptrollen in britischen und amerikanischen Inszenierungen gehörten seither u.v.a. „The Cherry Orchard“, „Lady Windermere’s Fan“, „Daniel Deronda“, „The Threepenny Opera“, „Design for Living“ und „The Lady from the Sea“. Am National Theatre zeichnete sie für die Produktion und Co-Regie der Inszenierung des neu entdeckten Tennessee Williams-Stückes „Not About Nightingales“ verantwortlich; neben Eileen Atkins stand sie in „Vita and Virginia“ auch selbst auf der Bühne.
2003 wurde Vanessa Redgrave für ihre Rolle im Revival von Eugene O’Neills „Long Day’s Journey Into Night“ unter der Regie von Robert Falls mit einem Tony Award ausgezeichnet. Derzeit steht sie am Broadway in Joan Didions „The Year of Magical Thinking“ unter der Regie von David Hare auf der Bühne.
Für denselben Regisseur stand sie auch in seinem Spielfilm „Wetherby“ vor der Kamera und wurde für diese Rolle von der National Society of Film Critics in der Kategorie Beste Schauspielerin ausgezeichnet. Zu ihren weiteren Filmen gehören Fred Zinnemanns „Ein Mann zu jeder Jahreszeit“, Michelangelo Antonionis „Blow Up“, Karel Reisz’ „Isadora“ (für den sie auf den Filmfestspielen in Cannes sowie von der National Society of Film Critics als Beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde), Sindey Lumets „Mord im Orient Express“, Michael Apteds „Das Geheimnis der Agatha Christie“, Merchant Ivorys „Die Damen aus Bosten“ (für den sie von der National Society of Film Critics als Beste Schauspielerin nominiert wurde), Stephen Frears’ „Prick Up Your Ears“ (für den sie vom New York Film Critics Circle als Beste Nebendarstellerin nominiert wurde), Simon Callows „Die Ballade vom traurigen Café“, Marleen Gorris’ „Mrs. Dalloway“ (von Eileen Atkins nach Virginia Woolfs gleichnamigem Roman für die Leinwand adaptiert), „The Fever“ unter der Regie ihres Sohnes Carlo Nero und Roger Michells „Venus“, sowie in Joe Wrights „Abbitte“.
„EVENING“ ist nach Merchant Ivorys „The White Countess“ der zweite Spielfilm, in dem Vanessa Redgrave an der Seite ihrer Tochter Natasha Richardson vor der Kamera steht. Mit ihrer Tochter Joely Richardson war sie außerdem vor kurzem in verschiedenen Episoden der erfolgreichen TV-Serie „Nip/Tuck“ zu sehen.
PATRICK WILSON (Harris Arden)
Für seine Darstellung in Mike Nichols’ Miniserie „Angels in America“, von Tony Kushner nach seinen eigenen Theaterstücken adaptiert, wurde Patrick Wilson sowohl für einen Emmy als auch für den Golden Globe nominiert.
Patrick Wilson stammt aus Virginia und ist zum Großteil in St. Petersburg im US-Bundesstaat Florida aufgewachsen. Seinen Bachelor-Abschluss machte er an der Carnegie Mellon University. Nach seinem Umzug nach New York City hatte er seinen Durchbruch in Michael Greifs Off-Broadway-Inszenierung des Musicals „Bright Lights, Bright City“, für die er eine Nominierung zum Drama Desk Award bekam und mit dem Drama League Award ausgezeichnet wurde. Ein zweiter Drama League Award wurde ihm für seinen Auftritt in der Broadway-Revue „The Gershwins’ Fascinating Rhythm“ unter der Regie von Mark Lamos zuteil.
Daraufhin bekam er zwei Tony-Award-Nominierungen in Folge, und zwar für seine Rollen in Trevor Nunns Revival von „Oklahoma!“ sowie in Jack O’Briens Inszenierung von „The Full Monty“, für die ihm außerdem Nominierungen zum Drama Desk Award, zum Drama League Award sowie für den Preis des Outer Critics Circle zuteil wurden. Vor kurzem kehrte er an der Seite von Jill Clayburgh, Amanda Peet und Tony Roberts in Scott Elliotts Revival von „Barefoot in the Park“ an den Broadway zurück.
Zu seinen Spielfilmen gehören u.a. „Das Phantom der Oper“ von Joel Schumacher - adaptiert nach Andrew Lloyd Webbers Musical -, „The Alamo“ von John Lee Hancock sowie zwei der meist diskutierten Filme des Jahres 2006: Todd Fields’ preisgekrönter „Little Children“ an der Seite von Kate Winslet und Jennifer Connelly und David Slades „Hard Candy“ mit Ellen Page. Derzeit arbeitet er an Rodrigo Garcías „Passengers“ und wird demnächst in Edward Burns’ „Purple Violets“ zu sehen sein, der 2007 auf dem Tribeca Film Festival Weltpremiere feiern wird.
HUGH DANCY (Buddy Wittenborn)
Hugh Dancy bekam für seine Rolle in Tom Hoopers Miniserie „Elizabeth I“, in der er an der Seite von Hellen Mirren vor der Kamera stand, eine Emmy-Nominierung.
Er stammt aus Stoke-on-Trent in Staffordshire, Großbritannien, und begann schon als Teenager im Schultheater mitzuwirken. Nach seinem Studienabschluss in Oxford zog er nach London, um sich der Schauspielerei zu widmen.
Erste Fernsehauftritte führten schon bald zu einer Hauptrolle im TV-Film-Remake „David Copperfield“ unter der Regie von Peter Medak. Zu seinen weiteren TV-Rollen gehören u.a. Tim Fywlles Remake von „Madame Bovary“ und Tom Hoopers Miniserie „Daniel Deronda“.
Zu seinen weiteren Filmen gehören Tommy O’Havers „Ella - Verflixt & zauberhaft“, Michael Caton-Jones’ „Shooting Dogs“, Ridley Scotts „Black Hawk Down“ und Antoine Fuquas „King Arthur“, beide produziert von Jerry Bruckheimer.
Demnächst wird er in Tom Kalins „Savage Grace“ an der Seite von Julianne Moore und in Robin Swicords „The Jane Austen Book Club“ zu sehen sein.
Zu seinen Bühnenauftritten in Großbritannien zählt auch Sam Mendes’ Inszenierung von „To the Green Fields Beyond“, in den USA z.B. David Grindleys Revival von „Journey’s End“, das gerade am Broadway läuft.
NATASHA RICHARDSON (Constance Haverford)
1998 wurde Natasha Richardson für ihre Darstellung in Sam Mendes’ und Rob Marshalls Revival von „Cabaret“ mit dem Tony Award, dem Drama Desk Award sowie dem Preis des Outer Critics Circle ausgezeichnet. 1993 bekam sie für die Titelrolle im Revival von Eugene O’Neills „Anna Christie“ unter der Regie von David Leveaux Nominierungen zum Tony und Drama Desk Award; ausgezeichnet wurde sie hierfür mit dem Theatre World Award sowie dem Outer Critics Circle Award in der Kategorie Herausragendes Debüt einer Schauspielerin.
Ausgebildet wurde sie an der britischen Central School of Speech and Drama; sie trat in vielen Theaterstücken auf, darunter „A Midsummer Night’s Dream“ und „Hamlet“. 1986 wurde sie für ihre Darstellung in „The Seagull“, in dem sie zum ersten Mal an der Seite ihrer Mutter Vanessa Redgrave auftrat, vom London Drama Critics Circle zur Vielversprechendsten Newcomerin ernannt.
Vor kurzem hatte sie eine Hauptrolle in „Lady from the Sea“ unter der Regie von Trevor Nunn und spielte am Roundabout Theatre die Blanche Du Bois im Revival von „A Streetcar Named Desire“ unter der Regie von Edward Hall; für diese Rolle wurde sie ebenfalls vom Outer Critics Circle für einen Preis nominiert.
Zu ihren TV-Filmen gehören John Grays Miniserie „Heaven“, Richard Eyres Remake von „Suddenly, Last Summer“ und die Titelrolle in Pat O’Connors „Zelda“, für die sie mit einem CableACE Award ausgezeichnet wurde.
Zu ihren frühen Spielfilmen zählen z.B. „Gothic“ von Ken Russell, „A Month in the Country“ von Pat O’Connor, die Titelrolle in „Patty Hearst - Schreie im Dunkel“ sowie „Der Trost von Fremden“, beide unter der Regie von Paul Schrader, und Volker Schlöndorffs „Die Geschichte einer Dienerin“. Die letztgenannten zwei Filme brachten ihr den Evening Standard Award in der Kategorie Beste Schauspielerin ein.
Zu ihren weiteren Spielfilmen gehören John Irvins „Die Witwen von Widows Peak“, für den sie auf dem Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary als Beste Schauspielerin nominiert wurde, Michael Apteds „Nell“, Nancy Meyers „Ein Zwilling kommt selten allein“, Wayne Wangs „Manhattan Love Story“ und David Mackenzies „Asylum“, bei dem sie als ausführende Produzentin verantwortlich zeichnete und für den sie 2005 in der Kategorie Beste Schauspielerin mit dem Evening Standard Award ausgezeichnet sowie für den British Independent Film Award nominiert wurde.
Vor kurzem war sie an der Seite von Ralph Fiennes sowie ihrer Mutter Vanessa Redgrave und ihrer Tante Lynn Redgrave in der Titelrolle von Merchant Ivorys „The White Countess“ zu sehen.
MAMIE GUMMER (Lila Wittenborn)
Mamie Gummer, die Tochter von Maryl Streep, stammt aus New York und machte ihren Studienabschluss an der Northwestern University; an der British Academy of Dramatic Arts studierte sie außerdem Theaterwissenschaften.
2005 gab sie an der Seite von Michael C. Hall am Roundabout Theatre in der Inszenierung von Noah Haidles „Mr. Marmalade“ unter der Regie von Michael Greif ihr Bühnendebüt. Vor kurzem war sie an der Seite von Kate Burton und Tony Goldwyn in Theresa Rebecks „The Water’s Edge“ unter der Regie von Will Frears am Second Stage Theatre in New York City zu sehen.
Zu ihren bisherigen Spielfilmen zählen z.B. Lasse Hallstöms „The Hoax“ mit Richard Gere und Hope Davis; demnächst wird sie in Kimberly Peirces „Stop Loss“ zu sehen sein.
EILEEN ATKINS (Nachtschwester)
Eileen Atkins stammt aus London und studierte an der Guildhall School of Music and Drama. Ihre erste Theaterrolle war in Robert Atkins’ Inszenierung von Shakespeares „Love’s Labour’s Lost“ im Open Air Theatre im Regents Park. Es folgten mehrere Saisons mit Repertoire-Rolle, darunter zwei Jahre mit der Royal Shakespeare Company in Stratford-upon-Avon. Daraufhin hatte sie in verschiedenen Shakespeare-Stücken am Old Vic Theater Hauptrollen inne, u.a. als Miranda und Viola.
Nachdem sie sich dem modernen Theater zugewandt hatte, wurde sie 1965 für ihre Rolle als Childie in Frank Markus’ Stück „The Killing of Sister George“ mit dem Evening Standard Award als Beste Schauspielerin ausgezeichnet; im gleichen Stück gab sie auch ihr Theaterdebüt in New York. Zu ihren unzähligen Rollen auf britischen Bühnen gehören auch Saint Joan und Medea sowie die Präsentation eines Abends mit Texten von T.S. Eliot am Lyric Theatre. Für ihre Rolle als Elizabeth in Robert Bolts „Vivat! Vivat! Regina“ wurde sie mit dem Variety Club Award ausgezeichnet; für ihre Darstellung in Richard Eyres Inszenierung von Tennessee Williams „The Night of the Iguana“ bekam sie den London Critics Circle Award sowie eine Nominierung für den Olivier Award in der Kategorie Beste Nebendarstellerin; für ihre Rolle in Shakespeares „A Winter’s Tale“ unter der Regie von Peter Hall wurde sie mit dem Olivier Award ausgezeichnet.
1989 wurde sie für ihre One-Woman-Show „A Room of One’s Own“, in der sie Virginia Woolf porträtierte, einstimmig gefeiert. Diese Off-Broadway-Produktion brachte ihr den Drama Desk Award in der Kategorie Beste Solo-Performance sowie eine Besondere Erwähnung vom New York Drama Critics Circle ein. Mit dieser Show ging sie in den USA auf Tournee und zeichnete das Projekt vor Ort am Girton College in Cambridge, wo Virginia Woolf ihre echte Ansprache gehalten hatte, für das britische Fernsehen auf. 1992 nahm sie in „Vita and Virginia“, ein Stück, das sie auch selbst verfasste, diese Rolle erneut auf; in England spielte sie darin an der Seite von Penelope Wilton als Vita Sackville West, in den USA stand sie mit Vanessa Redgrave auf der Bühne. Die US-amerikanische Inszenierung brachte Eileen Atkins eine weitere Besondere Erwähnung von Seiten des New York Drama Critics Circle ein, sowohl als Autorin als auch als Darstellerin.
Zu ihren neuesten Bühnenauftritten in England gehört z.B. Anthony Pages Inszenierung von Edward Albees „A Delicate Balance“, die ihr in London den Evening Standard Award einbrachte; in England und in New York war sie in Matthew Warchus Inszenierung von Yasmina Rezas „The Unexpected Man“ zu sehen, für die sie mit dem Olivier Award ausgezeichnet wurde; am Broadway trat sie in Daniel Sullivans Inszenierung von William Nicholsons „The Retreat from Moscow“ auf, die ihr eine Tony-Nominierung sowie den Preis des Outer Critics Circle einbrachte.
Zu ihren vielen TV-Rollen gehören Simon Langtons Miniserie „Smiley’s People“, Norman Stones „The Vision“, Nigel Finchs „The Lost Language of Cranes“ und der Fernsehfilm „Wit“ von Mike Nichols.
In Zusammenarbeit mit Jean Marsh zeichnete sie auch für die Kreation der klassischen TV-Serie „Upstairs Downstairs“ verantwortlich. Für ihre Drehbuchadaption von Virginia Woolfs „Mrs. Dalloway“, in dem Vanessa Redgrave die Hauptrolle spielte und Marleen Gorris Regie führte, wurde sie mit einem Evening Standard Award in der Kategorie Bestes Drehbuch ausgezeichnet.
Zu Eileen Atkins’ weiteren Spielfilmen zählen auch „Equus - Blinde Pferde“ von Sidney Lumet, „Ein ungleiches Paar“ von Peter Yates, „Gib’s ihm Chris“ von Peter Medak, „Wolf - Das Tier im Manne“ von Mike Nichols, „Jahrmarkt der Eitelkeiten“ von Mira Nair sowie drei Oscar-preisgekrönte Spielfilme: Robert Altmans „Gosford Park“, Anthony Minghellas „Unterwegs nach Cold Mountain“ und Stephen Daldrys „The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit“, ebenfalls mit Toni Collette, Claire Danes und Meryl Streep, mit denen sie sich eine Nominierung zum Screen Actors Guild Award teilte.
MERYL STREEP (Lila Ross)
Meryl Streep ist die Schauspielerin mit den meisten Nominierungen in der Geschichte der Oscars; vierzehn Mal wurde sie nominiert, zwei Mal mit dem Oscar ausgezeichnet: für Robert Bentons „Kramer gegen Kramer“ und für Alan J. Pakulas „Sophies Entscheidung“.
Zusätzlich wurde sie 21 Mal für den Golden Globe Award nominiert; sechs Mal wurde ihr dieser Preis verliehen, darunter jüngst für David Frankels „Der Teufel trägt Prada“.
Ihre Schauspielkarriere nahm an der Yale Drama School ihren Lauf. In New York City war sie dann sowohl am Broadway wie auch Off-Broadway zu sehen und wurde mit zwei Theatre World Awards ausgezeichnet. Sie erfreute sich einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem The Public Theatre und seinem Gründer Joseph Papp und wirkte u.a. in vielen herausragenden Shakespeare-Inszenierungen der Truppe mit.
Zu ihrem großen Spielfilmoeuvre zählen u.a. Fred Zinnemanns „Julia“ mit Vanessa Redgrave, Michael Ciminos mehrfach mit dem Oscar preisgekrönter „Die durch die Hölle gehen“ mit Robert De Niro, Christopher Walken und John Cazale, für den sie ihre erste Oscar- und Golden Globe-Nominierungen erhielt, Woody Allens „Manhattan“, Karel Reisz’ „Die Frau des französischen Leutnants“, für den sie mit einem BAFTA Award ausgezeichnet wurde, Mike Nichols’ „Silkwood“, „Sodbrennen“ und „Grüsse aus Hollywood“ - bei denen sie u.v.a. ebenfalls von Kostümdesignerin Ann Roth eingekleidet wurde -, Fred Schepisis „Eine demanzipierte Frau“ und „Ein Schrei in der Dunkelheit“, für den sie auf den Filmfestspielen in Cannes als Beste Schauspielerin nominiert wurde, Sydney Pollacks mehrfach mit dem Oscar ausgezeichneter „Jenseits von Afrika“, Albert Brooks’ „Rendezvous im Jenseits“, Steven Spielbergs „A.I. - Künstliche Intelligenz“, Stephen Daldrys „The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ an der Seite von Eileen Atkins, Toni Collette und Claire Danes sowie Robert Altmans „A Prairie Home Companion: Last Radio Show“.
Zu ihren aktuellen Projekten gehören Shi-Zheng Chens „Dark Matter“, Gavin Hoods „Rendition“, Phyllida Lloyds „Mamma Mia!“ und Robert Redfords „Von Löwen und Lämmern“.
Auch im Fernsehen hatte sie Hauptrollen in bahnbrechenden TV-Filmen, Specials und Miniserien inne, darunter in Marvin J. Chomskys „Holocaust“, für den sie mit einem Emmy ausgezeichnet wurde, Robert Markowitz’ „The Deadliest Season“, Emile Ardolinos „Alice at the Palace“, Dwight Hemions „The Earth Day Special“, Jim Abrahams’ „First Do No Harm“, für den sie auch als ausführende Produzentin verantwortlich zeichnete, und Mike Nichols’ „Angels in America“, von Tony Kushner nach seinen eigenen epischen Dramen adaptiert. Für ihre Darstellung in dieser Miniserie wurde sie mit dem Emmy, dem Golden Globe und dem Screen Actors Guild Award ausgezeichnet.
2003 wurde ihr der Ehren-César für ihr Filmisches Schaffen zuteil, außerdem wurde sie zum Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt. 2004 wurde ihr vom American Film Institute die Auszeichnung für ihr Lebenswerk verliehen.
GLENN CLOSE (Mrs. Wittenborn)
Ihr Spielfilmdebüt gab Glenn Close in George Roy Hills „Garp und wie er die Welt sah“; ihre Rolle in diesem Film brachte ihr Preise des Kritikerverbandes in Los Angeles und des National Board of Review sowie eine Oscar-Nominierung ein.
Seither wurden ihr weitere Oscar-Nominierungen zuteil: für ihre Rollen in Lawrences Kasdans „Der große Frust“, Barry Levinsons „Der Unbeugsame“, Adrian Lynes „Eine verhängnisvolle Affäre“ und Stephen Frears’ „Gefährliche Liebschaften“, für den sie auch zu einem BAFTA Award nominiert wurde.
Zu ihren weiteren Filmen zählen auch Richard Marquands „Das Messer“ - einer von vielen Filmen, in denen sie von Ann Roth eingekleidet wurde -, Barbet Schroeders „Die Affäre der Sunny B.“, Franco Zeffirellis „Hamlet“ (1990), István Szabós „Zauber der Venus“, bei dem Lajos Koltai hinter der Kamera stand, Ron Howards „Schlagzeilen“, Stephen Hereks „101 Dalmatians“ und Kevin Limas „102 Dalmatians“, Wolfgang Petersens „Air Force One“, Robert Altmans „Aufruhr in Holly Springs“, Merchant Ivorys „Eine Affäre in Paris“, Chris Terrios „Heights“ sowie zwei Spielfilme unter der Regie von Rodrigo García, „Gefühle die man sieht… Things You Can Tell“ und „Nine Lives“.
Acht Mal wurde sie für einen Golden Globe Award nominiert; ausgezeichnet wurde sie mit diesem Preis für ihre Rolle in Andrei Konchalovskys TV-Remake von „The Lion in Winter“, für die ihr auch ein Screen Actors Guild Award zuteil wurde.
Dieser Film gehört auch zu den TV-Projekten, die ihr insgesamt zehn Emmy-Nominierungen einbrachten; gewonnen hat sie den Emmy für ihr Porträt der Margarethe Cammermeyer in Jeff Bleckners „Serving in Silence: The Margarethe Cammermeyer Story“, für den sie auch als ausführende Produzentin verantwortlich zeichnete. Ihre jüngste Emmy-Nominierung erhielt sie für die dramatische Serie „The Shield“, in der sie eine Staffel lang mitwirkte. Zu ihren aktuellen TV-Projekten gehört die Serie „Damages“.
Zu ihren weiteren herausragenden TV-Rollen gehören Jack Hofsiss aufgezeichnete Inszenierung von „The Elephant Man“, Randa Haines „Something About Amelia“, Jack Golds „Stones for Ibarra“, Christoper Reeves „In the Gloaming“, für den sie mit einem CableACE Award ausgezeichnet wurde, Richard Pearces TV-Remake des Musicals „South Pacific“, in dem sie die Hauptrolle der Nellie Forbush übernahm, sang und auch als ausführende Produzentin fungierte, sowie die Trilogie „Sarah, Plain and Tall“, jeweils unter der Regie von Glenn Jordan und Joseph Sargent, bei der sie ebenfalls als ausführende Produzentin verantwortlich zeichnete.
Ihr professionelles Broadway-Debüt gab sie in Harold Princes Revival von „Love for Love“. Zu ihren vielen weiteren Bühnenauftritten gehören außerdem Paul Giovannis „The Crucifer of Blood“, in dem sie zum ersten Mal von Kostümdesignerin Ann Roth eingekleidet wurde, uns Simone Benmussas Adaption von „The Singular Life of Albert Nobbs“, für den sie mit einem Obie Award ausgezeichnet wurde.
Ihre erste Nominierung zum Tony Award bekam Glenn Close für ihre Rolle in Joe Laytons Musical „Barnum“; der Tony wurde ihr dann für ihre Darstellungen in „The Real Thing“ sowie in „Death and the Maiden“, beide unter der Regie von Mike Nichols, zuteil.
Für ihr Porträt der Nora Desmond in Andrew Lloyd Webbers Musical „Sunset Boulevard“ bekam sie einen Tony Award, einen Drama Desk Award, einen Los Angeles Drama Critics Circle Award sowie den Dramalogue Award. Gemeinsam mit dem Regisseur dieser Inszenierung, Trevor Nunn, arbeitete sie dann an seinem Revival von „A Streetcar Named Desire“ am Royal National Theatre.
Zu ihren vielen Auszeichnungen gehören auch der Crystal Award von Women in Film, der GLAAD Media Award, der ShoWest Female Star of the Year Award von der National Association of Theatre Owners und ein Gotham Award für ihren Beitrag zur Gemeinschaft der unabhängigen Filmschaffenden in New York.
Glenn Close ist Mitglied des Sundance Institute, an welchem sie über sechzehn Jahre lang mitwirkte; außerdem gehört sie der Wildlife Conservation Society an und unterstützt aktiv die Riverkeeper Alliance.

DER STAB
LAJOS KOLTAI (Regie)
Lajos Koltai stammt aus Budapest, Ungarn und machte sich zunächst als Kameramann, dann als Regisseur international einen guten Namen.
„EVENING“ ist sein zweiter Spielfilm als Regisseur. 2001 bat ihn sein Landsmann, der Schriftsteller und Nobelpreisträger Imre Kertész, bei der Spielfilmversion seines autobiographischen Romans Fateless, in dem die Odyssee eines jungen Mannes während des Holocaust nachgezeichnet wird, die Regie zu übernehmen. Koltai sagte zu; der daraus entstandene Film, „Fateless“, ging in der Kategorie Bester Fremdsprachiger Film bei den Oscars ins Rennen und wurde weltweit auf rund 60 Filmfestivals gezeigt, darunter das Ungarische Filmfestival und die Berlinale. Die Hauptrolle spielte Marcell Nagy, und im Laufe der Jahre 2005 und 2006 wurde der Film international begeistert aufgenommen.
Lajos Koltais Arbeit als Kameramann kam besonders in Zusammenarbeit mit einem weiteren Landsmann, dem Regisseur István Szabó, zur Geltung. Zu ihren gemeinsamen Filmen, die im Laufe von einem Vierteljahrhundert entstanden, gehören z.B. „Mephisto“, ausgezeichnet mit dem Oscar in der Kategorie Bester Fremdsprachiger Film, „Oberst Redl“ und „Hanussen“ - beide in der gleichen Kategorie nominiert -, „Zauber der Venus“ mit Glenn Close, „Sunshine - Ein Hauch von Sonnenschein“ - der bei den Genie Awards als Bester Film nominiert war -, „Alle lieben Julia“ - für den Annette Bening mit einem Golden Globe Award ausgzeichnet wurde - und jüngst „Rokonok“, den Koltai direkt nach „Fateless“ und vor „EVENING“ drehte.
Er erfreute sich auch mehrfacher Zusammenarbeit mit Guiseppe Tornatore, z.B. bei „Der Zauber von Malèna“ - für den Koltai für einen Oscar nominiert und mit einem David di Donatello ausgezeichnet wurde - und bei „Die Legende vom Ozeanpianisten“, für den Koltai mit dem Europäischen Filmpreis und einem weiteren David di Donatello geehrt wurde. Unter der Regie von Luis Mandoki drehte er „Gaby- Eine wahre Geschichte“ - für den Norma Aleandro zum Oscar und zum Golden Globe nominiert wurde -, „Frühstück bei ihr“, „Blondinen küsst man nicht“ und „Eine fast perfekte Liebe“.
Zu seinen weiteren Filmen als Kameramann gehören Jodie Fosters „Familienfest und andere Schwierigkeiten“ mit Claire Danes, Albert Brooks’ „Mother“, Martha Coolidges „Tango gefällig?“ und Menno Meyjes „Max“.
SUSAN MINOT (Romanvorlage, Drehbuch, Ausführende Produktion)
Susan Minot verfasste 1998 den Roman Evening, außerdem Monkeys, der 1987 in Frankreich mit dem Prix Femina Étranger ausgezeichnet wurde, Lust & Other Stories, Folly, Rapture sowie die Gedichtsammlung Poems 4 a.m. „EVENING“ ist die erste Verfilmung eines ihrer Werke.
Die Autorin stammt aus Boston und ist in Manchester-by-the-Sea aufgewachsen. Sie studierte Malerei und Schriftstellerei an der Brown University und erwarb ihren Master-Titel an der Columbia University. Ihre ersten veröffentlichten Werke waren Kurzgeschichten in Grand Street und im The New Yorker.
Sie verfasste auch journalistische Beiträge u.a. für Vogue, The New York Times Traveller, McSweeney’s, HG, Condé Nast Traveller, Playboy und The Paris Review.
Nachdem sie von Regisseur Bernardo Bertolucci eingeladen wurde, mit ihm zusammenzuarbeiten, um seine Filmidee auf die Leinwand zu bringen, hat sie auch das Drehbuch zu „Gefühl und Verführung“ geschrieben, das mit Liv Tyler und Rachel Weisz in den Hauptrollen verfilmt wurde.
MICHAEL CUNNINGHAM (Drehbuch, Ausführende Produktion)
Für seinen Roman „The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ wurde Michael Cunningham mit dem Pulitzer-Preis für Fiktion und mit dem PEN/Faulkner Award ausgezeichnet. Die Verfilmung des Romans entstand 2002 unter der Regie von Stephen Daldry; die Hauptrollen übernahmen u.a. Eileen Atkins, Toni Collette, Claire Danes und Meryl Streep. Für „The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ wurde Nicole Kidman mit dem Oscar als Beste Schauspielerin ausgezeichnet, der Film bekam den Golden Globe in der Kategorie Bester Film/ Drama, und es kamen noch viele weitere internationale Preise hinzu.
Michael Cunningham stammt aus Cincinnati, Ohio und ist in La Cañada, Kalifornien, aufgewachsen. Seinen Bachelor in Englischer Literatur machte er an der Stanford University, seinen Master-Titel in Kreativem Schreiben erwarb er an der University of Iowa.
Sein Roman A Home at the End of the World wurde 1990 veröffentlicht und begeistert aufgenommen. 2004 wurde das Buch, zu dem Cunningham selbst die Drehbuchadaption verfasste, unter der Regie von Michael Mayer mit Colin Farrell, Robin Wright Penn, Dallas Roberts und Sissy Spacek in den Hauptrollen verfilmt; produziert wurde dieser Spielfilm ebenfalls von Jeffrey Sharp.
Cunninghams folgender Roman, Flesh and Blood, wurde 1995 veröffentlicht und wird derzeit als Miniserie für das Kabelfernsehen umgesetzt. Sein einziges bisheriges Sachbuch, Land’s End: A Walk in Provincetown, kam 2002 auf den Markt; sein neuester Roman Specimen Days wurde 2005 veröffentlicht.
Er verfasste auch Beiträge für verschiedenste Publikationen, darunter The New Yorker, The Atlantic Monthly und The Paris Review. Eine seiner Kurzgeschichten, White Angel, wurde 1989 für den Sammelband The Best American Short Stories ausgewählt; eine weitere Kurzgeschichte mit dem Titel Mister Brother erschien in der Ausgabe von Prize Stories 2000: The O. Henry Awards.
Zu seinen Auszeichnungen gehören u.a. der Whiting Writer’s Award, ein Guggenheim-Stipendium, ein Stipendium der National Endowment for the Arts sowie ein Michener-Stipendium der University of Iowa.
JEFFREY SHARP (Produktion)
Jeffrey Sharp ist einer der renommiertesten unabhängigen Produzenten in New York, und hat im Laufe der vergangenen zehn Jahre etliche herausragende Spielfilme verwirklicht.
Zu seinen Produktionen zählen Kimberly Peirces Regiedebüt „Boys Don’t Cry“, zu dem sie auch das Drehbuch verfasste, mit Hilary Swank und Chloe Sevigny in den Hauptrollen, dessen Premiere im Herbst 1999 stürmisch gefeiert wurde. Zu den vielen Auszeichnungen, mit denen dieser Film bedacht wurde, gehört ein Oscar und ein Golden Globe für Hilary Swank sowie eine Oscar- und eine Golden Globe-Nominierung für Chloe Sevigny. Gemeinsam mit seinen Produzenten-Kollegen wurde Sharp u.a. für den Independent Spirit Award in der Kategorie Bester Spielfilm nominiert.
Im darauf folgenden Winter produzierte Sharp Kenneth Lonergans Debüt „You Can Count on Me“, der auf dem Sundance Film Festival Premiere feierte und dort mit zwei Preisen ausgezeichnet wurde, darunter der Grand Jury Prize for Dramatic Features. Regisseur und Drehbuchautor Lonergan wurde in der Kategorie Bestes Drehbuch auch für einen Oscar und einen Golden Globe nominiert. Hauptdarstellerin Laura Linney bekam u.a. ebenfalls Nominerungen für den Oscar und den Golden Globe, Hauptdarsteller Mark Ruffalo wurde zum Independent Spirit Award nominiert. Gemeinsam mit seinen Produzenten-Kollegen erhielt Sharp auch hierfür u.a. eine weitere Nominierung für den Independent Spirit Award in der Kategorie Bester Spielfilm.
Dann produzierte er „Nicholas Nickleby“, adaptiert nach Charles Dickens’ Roman von Drehbuchautor und Regisseur Douglas McGrath, und bekam als einer der Produzenten eine Nominierung zum Golden Globe in der Kategorie Bester Spielfilm Comedy/Musical.
Zu seinen weiteren Produktionen gehören auch Michael Mayers Debüt „Ein Zuhause am Ende der Welt“, adaptiert von Michael Cunningham nach seinem eigenen Roman, John Maddens „Proof“, adaptiert nach David Auburns mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnetem Drama, für den Gwyneth Paltrow mit einer Golden Globe-Nominierung bedacht wurde, und Patrick Stettners „The Night Listener“, adaptiert nach Armistead Maupins Roman mit Toni Collette und Robin Williams in den Hauptrollen.
Jeffrey Sharp ist einer der Gründer der Produktionsfirma Hart Sharp Entertainment, die er von 1996 bis 2006 gemeinsam mit John Hart leitete. Beide sind auch Geschäftspartner der Firma Hart Sharp Video, einer unabhängigen Vertriebsgesellschaft, die etliche erfolgreiche Videos und DVD herausgebracht hat, darunter Morgan Spurlocks Oscar-nominierten Dokumentarfilm „Super Size Me“ und die Anthologie der New York Yankees unter dem Titel „Yankeeography“.
Seinen Bachelor machte er an der Colgate University, seinen Master-Titel erwarb er an der Columbia University. Er betätigt sich bei den Literacy Partners, der National Foundation for Facial Reconstruction sowie im Beirat des Hamptons International Film Festival, bei dem er außerdem den Vorsitz innehat.
2005 wurde Sharp für seinen Beitrag zur Independent-Filmbranche mit dem Andrew Sarris Award der Columbia University School for the Arts ausgezeichnet.
Er ist Vorsitzender und Geschäftsführer von Sharp Independent, einer in New York ansässigen unabhängigen Filmproduktionsgesellschaft.
JILL FOOTLICK (Ausführende Produktion)
Jill Footlick ist unabhängige Filmproduzentin. Ihre Firma, Grow Pictures, wurde 2006 für die Entwicklung und Produktion von aussagekräftigen Filmen ins Leben gerufen; sowohl etablierte Filmemacher als auch Neulinge der Branche sollen gefördert werden, indem Filme sowohl nach adaptierten als auch nach Originaldrehbüchern verwirklicht werden.
Sie machte ihren Abschluss an der Northwestern University mit einem Bachelor in Philosophie. Dann begann sie ihre Laufbahn in der Filmindustrie, indem sie als Produktionskoordinatorin von großen (wie Mimi Leders „Projekt: Peacemaker“) und kleinen Spielfilmen (wie James Mangolds „Liebeshunger“) fungierte.
Daraufhin betätigte sie sich für Produzent Jeffrey Sharp als Line-Producer von Kimberly Peirces „Boys Don’t Cry“ mit der Oscar-preisgekrönten Darstellung von Hilary Swank sowie an Kenneth Lonergans „You Can Count on Me“. Sie produzierte außerdem Kelly Andersons „Shift“ und zeichnete bei Franc. Reyes „Empire“ mit John Leguizamo als Co-Produzentin verantwortlich.
2001 war sie eine der Mitbegründerinnen von Archer Entertainment; unter diesem Banner produzierte sie Alan Hruskas „Nola“ mit Emily Rossum und „The Warrior Class“ mit Erica Leehrsen in der Hauptrolle. Ihre darauffolgenden Projekte waren Sue Kramers „Gray Matters“ mit Heather Graham, sowie, erneut in Zusammenarbeit mit Jeffrey Sharp, Patrick Stettners „The Night Listener“ mit Toni Collette und Robin Williams in den Hauptrollen.
In einer weiteren Zusammenarbeit mit Autor und Regisseur Franc. Reyes und Hauptdarsteller John Leguizamo produziert sie derzeit Grow Pictures ersten Spielfilm, „The Ministers“. Dieser romantische Thriller befindet sich gerade in der Post-Produktion. Sie produziert auch den zweiten Spielfilm unter dem Banner von Grow Pictures, der Thriller „Manhattan Nocturne“ mit Campbell Scott unter der Regie von Brian DeCubellis.
MICHAEL HOGAN (Ausführende Produktion)
Von 1999 bis 2007 war Michael Hogan Partner der in New York ansässigen unabhängigen Filmproduktionsgesellschaft Hart Sharp Entertainment.
In dieser Zeit war er für die Kreation und das Management von True Film Fund I und II verantwortlich, privaten Investmentfonds zur Finanzierung der Spielfilmproduktionen des Unternehmens. Zu seinen Credits als ausführender Produzent gehören u.a. Douglas McGraths „Nicholas Nickleby“, Michael Mayers „Ein Zuhause am Ende der Welt“ - die erste Zusammenarbeit der Firma mit Autor Michael Cunningham -, Dylan Kidds „P.S.“, John Maddens „Der Beweis“ und Patrick Stettners „The Night Listener“.
ROBERT KESSEL (Ausführende Produktion)
Robert Kessel ist Executive Vice President der Sparten Produktion und Kundenwerbung der Verleihfirma Overture Films, mit Sitz in New York City, und fungiert als einer der Geschäftsführer dieser Abteilungen.
Bevor er 2006 zu Overture Films kam, war er Partner und Leiter der Produktionsabteilung der in New York ansässigen unabhängigen Produktionsfirma Hart Sharp Entertainment, wo er sieben Jahre lang tätig war. In dieser Zeit war er nicht nur für das Management der Produktion und der Entwicklung, sondern auch für die Leitung des privaten Investmentfonds des Unternehmens mitverantwortlich.
Zu seinen Produktionen gehören z.B. DeMane Davis’ und Khari Streeters „Lift“, Douglas McGraths „Nicholas Nickleby“, John Leguizamos „Undefeated“, Michael Mayers „Ein Zuhause am Ende der Welt“, Dylan Kidds „P.S.“, John Maddens „Der Beweis“ und Patrick Stettners „The Night Listener“.
Vor seiner Tätigkeit bei Hart Sharp arbeitete Kessel fünf Jahre lang als Vice President der Abteilung Kundenwerbung bei Miramax Films. In dieser Funktion war er federführend beim Erwerb von etlichen bedeutenden unabhängigen und ausländischen Filmproduktionen,
darunter Jan Svéraks „Kolya“ - der u.a. mit dem Oscar und dem Golden Globe in der Kategorie Bester Ausländischer Film ausgezeichnet wurde -, Doug Limans epochemachender „Swingers“, Majid Majidis „Children of Heaven“ und Caroline Links „Jenseits der Stille“, die beide in der Kategorie Bester Ausländischer Film zum Oscar nominiert waren, sowie Chris Eyres „Smoke Signals“, der auf dem Sundance Film Festival mit dem Publikumspreis und dem Filmmakers Trophy ausgezeichnet wurde.
Seine Karriere begann bei New Line Cinema, später arbeitete er dann bei Chao, Inc als Leiter der Entwicklungsabteilung für Stephen Chao.
Robert Kessel machte seinen Studienabschluss als Bachelor in Politik- und Filmwissenschaften am Vassar College.
LUKE PARKER-BOWLES (Co-Produktion)
Luke Parker-Bowles ist Vice President von Sharp Independent, einer in New York ansässigen unabhängigen Filmproduktionsgesellschaft.
Seine Laufbahn in der Filmindustrie begann 1999 bei International Creative Management (ICM) in London, nachdem er an der University of London seinen Studienabschluss in Englisch und Theaterwissenschaften gemacht hatte. Während seiner Tätigkeit bei ICM arbeitete er unter der Leitung von Duncan Heath und war mitverantwortlich für die Vertretung und das Management von hochkarätigen Schauspielern und Regisseuren.
2001 ging er zur Kreativabteilung von Working Title Films; hier betätigte er sich an der Entwicklung so erfolgreicher Produktionen wie „About a Boy“ von Chris und Paul Weitz sowie „Tatsächlich…Liebe“ von Richard Curtis.
Im Herbst 2003 zog er nach New York und begann seine Zusammenarbeit mit Produzent Jeffrey Sharp bei Hart Sharp Entertainment. Im Laufe der folgenden drei Jahre arbeitete er als Manager der Entwicklungsabteilung, um dann Vice President der Produktionsabteilung zu werden. Außerdem betätigte er sich an der Produktion von Patrick Stettners „The Night Listener“ mit Robin Williams und Toni Collette in den Hauptrollen.
Luke Parker Bowles studierte nicht nur an der University of London, sondern auch in Yale sowie an der Carnegie Mellon University.
CLAIRE TAYLOR (Co-Produktion)
Nach ihrem Universitätsabschluss in Oxford arbeitete Claire Taylor als Assistentin des Vorsitzenden bei ICM, dann mit der The Really Useful Group von Andrew Lloyd Webber, wo sie als Assistentin von Mr. Webber fungierte und somit mit vielen Aspekten der Kino-, Bühnen- und Musikindustrie in Berührung kam. Nach fast drei Jahren in dieser Funktion entschied sie sich für eine Karriere in der Filmbranche.
Sie ging zu CiBy Sales (später in United Artists umbenannt), wo sie acht Jahre lang arbeitete und bis zur Leiterin der Abteilung Internationaler Vertrieb befördert wurde. In dieser Position zeichnete sie für den Verkauf und Vertrieb von Dutzenden Spielfilmen verantwortlich, darunter Oscar-preisgekrönte Filme wie Jane Campions „Das Piano“, Mike Leighs „Topsy-Turvy - Auf den Kopf gestellt“ und Pedro Almodóvars „Alles über meine Mutter“.
Daraufhin wechselte sie zu Renaissance Films, wo sie Geschäftsführerin der Abteilung Internationaler Vertrieb wurde. Zu diesen Produktionen gehören u.a. Phil Morrisons „Junebug“, für den Amy Adams eine Oscar-Nominierung erhielt, Roger Michells „Mutter - The Mother“ und Michael Caton-Jones „Shooting Dogs“ mit Hugh Dancy in der Hauptrolle.
Zurzeit arbeitet Claire Taylor u.a. als Beraterin des internationalen Vertriebs bei Pathé Pictures.
NINA WOLARSKY (Co-Produktion)
Nina Wolarsky ist Vice President der Spielfilmabteilung von Smoke House, die Produktionsfirma von George Clooney und Grant Heslov, die über einen First-Look-Deal mit Warner Bros. verfügt.
Vor dieser Tätigkeit arbeitete sie als Vice President der Entwicklung und Produktion bei Hart Sharp Entertainment und betätigte sich u.a. an Projekten wie dem neuen „Revolutionary Road“ mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet unter der Regie von Sam Mendes.
Bei Hart Sharp war sie Associate Producer von Patrick Stettners „The Night Listener“ und Dylan Kidds „P.S.“
Ihren Studienabschluss machte sie an der University of Pennsylvania und begann ihre berufliche Laufbahn als unabhängige Literaturagentin für etliche ausländische Verleger und Filmunternehmen.
GYULA PADOS (Kamera)
Gyula Pados stammt aus Ungarn und arbeitete mit seinem Landsmann Lajos Koltai bereits als Kameramann bei „Fateless“ zusammen.
In seinem ersten Studienjahr an der Filmhochschule in Budapest führte er bei dem preisgekrönten Kurzfilm „Dawn“ Regie und stand bei einem weiteren preisgekrönten Kurzfilm, „Lost Movie“, hinter der Kamera. Seinen Studienabschluss machte er an der Film- und Theaterakademie in Budapest.
Seine Karriere in der Unterhaltungsindustrie begann als Kameraassistent des renommierten ungarischen Kameramanns Vilmos Zsigmond, mit dem er u.a. an Ivan Passers TV-Film „Stalin“ zusammenarbeitete.
Er drehte auch etliche Kurzfilme in Großbritannien; zu seinen darauf folgenden Kameraarbeiten gehören u.a. „Hotel Splendide“ von Terence Gross, „The Heart of Me“ von Thaddeus O’Sullivan, „Kontroll“ von Nimród Antal, der weltweit mit Preisen ausgezeichnet wurde, darunter für die Beste Kamera auf den Internationalen Filmfestival in Kopenhagen und „Basic Instinct - Neues Spiel für Catherine Tramell“ mit Hugh Dancy unter der Regie von Michael Caton-Jones.
CAROLINE HANANIA (Produktionsdesign)
Caroline Hananie kam im Libanon zur Welt und ging in England zur Schule. Später studierte sie Kunst an der Hochschule der Künste in Rom, Italien. Dort arbeitete sie auch ein Jahr lang als Assistentin des surrealistischen Künstlers Mayo, dessen Kostümdesigns in Marcel Carnés Klassiker „Die Kinder des Olymp“ zu sehen waren.
Nach Abschluss ihres Bachelors an der Camberwell School of Art in London begann sie ihre Karriere als Designerin am Theater in London und war drei Jahre lang bei der Common Stock Theatre Company beschäftigt. Zum Film kam sie durch ihre Zusammenarbeit mit Produktionsdesigner Andrew McAlpine als Art Director bei Spielfilmen wie „Sid & Nancy“ von Alex Cos und „Künstler, Killer & Kanonen“ unter der Regie von Clare Peploe.
Im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte hat Caroline Hanania als Produktionsdesignerin für viele internationale Filmproduktionen gearbeitet. Sie erfreut sich auch einer langjährigen Zusammenarbeit mit Regisseur Peter Chelsom, zu der u.a. Filme wie „Hear My Song - Ein Traum wird wahr“, „Funny Bones - Tödliche Scherze“, „The Mighty - Gemeinsam sind sie stark“, „Stadt, Land, Kuss“, „Weil es dich gibt“ und „Darf ich bitten?“ gehören.
Zu ihren weiteren Filmen als Produktionsdesignerin zählen z.B. Pen Denshams „Moll Flanders“, John Duigans „Die Stunde des Verführers“, Mika Kaurismäkis „L.A. Whithout a Map“ sowie der TV-Film „The Five People You Meet in Heaven“ unter der Regie von Lloyd Kramer.
ALLYSON C. JOHNSON (Schnitt)
Für Regisseurin Mira Nair zeichnete Allyson C. Johnson für den Schnitt von „Monsoon Wedding“, „Der Jahrmarkt der Eitelkeiten“, „The Namesake - Zwei Welten, eine Reise“ sowie eine Episode von „11’9’’01“ verantwortlich.
Als Cutterin betätigte sie sich an etlichen Independent-Filmen, darunter Griffin Dunnes „Fierce People“ und sein Dokumentarkurzfilm „Your Product Here“, Matthew Coppolas „Fresh Cut Grass“, Alex Steyermarks „Prey For Rock & Roll“ und Bob Giraldis „Dinner Rush - Killer zum Dessert“, der 2001 bei der New Directors/ New Films-Serie des Museum of Modern Art Premiere feierte. Unter der Regie von Spike Lee war sie einer der Cutter von „Summer of Sam“; auch am Schnitt von Public Enemys Musikvideo zu „He Got Game“ wirkte sie mit.
Zu ihren TV-Arbeiten gehört auch die gefeierte Serie „The Wire“; zu ihren „Rockumentary“-Credits zählen z.B. „The Who’s ‚Tommy’: The Amazing Journey“, für den sie zum Emmy nominiert wurde, und „The History of Rock & Roll: Up from the Underground“, beide unter der Regie von Barry Alexander Brown, außerdem „Say It Loud: Can I Get a Witness“ von Nanette Burstein und Brett Morgen.
ANN ROTH (Kostümdesign)
Für das Kostümdesign zu Anthony Minghellas „Der englische Patient“ wurde Ann Roth mit einem Oscar ausgezeichnet; drei weitere Oscar-Nominierungen wurden ihr zuteil, und zwar für Minghellas „Der talentierte Mr. Ripley“, Robert Bentons „Ein Platz im Herzen“ und Stephen Daldrys „The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit“, basierend auf dem Roman von Michael Cunningham.
Sie stammt aus Hanover im US-Bundesstaat Pennsylvania; ihre erste Arbeit als Kostümdesignerin war George Roy Hills Klassiker „Henrys Liebesleben“ mit Peter Sellers in der Hauptrolle. Zu ihren über 100 weiteren Spielfilmen gehören u.a. John Schlesingers mehrfach mit dem Oscar ausgezeichneter „Asphalt-Cowboy“, „Der Tag der Heuschrecken“ - für den sie mit einem BAFTA Award ausgezeichnet wurde -, Robert Mulligans „Up the Down Staircaise“ und „The Pursuit of Happiness“, „Die Eule und das Kätzchen“, „Der Untermieter“ und „California Suite“, alle drei unter der Regie von Herbert Ross, „Klute“ von Alan J. Pakula, „Eine Leiche zum Dessert“ von Robert Moore, „Sie kehren heim“ von Hal Ashby, „Hair“ von Milos Forman, „Dressed to Kill“ von Brian De Palma, „Warum eigentlich…bringen wir den Chef nicht um?“ von Colin Higgins, „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Philip Kaufman, „Dave“ von Ivan Reitman, „Der gute Hirte“ von Robert De Niro und der neue „Margot at the Wedding“ unter der Regie von Noah Baumbach.
Sie kleidete Glenn Close u.a. für Spielfilme wie George Roy Hills „Garp und wie er die Welt sah“, Richard Marquands „Das Messer“ und Jeff Bleckners TV-Film „Serving in Silence: The Margarethe Cammermeyer Story“ ein.
Auch Meryl Streep wurde für etliche Filme von ihr eingekleidet, darunter in „Silkwood“, „Sodbrennen“ und „Grüsse aus Hollywood“, alle drei unter der Regie von Mike Nichols. Für diesen Regisseur zeichnete Ann Roth ebenfalls in über einem Dutzend Filmproduktionen als Kostümdesignerin verantwortlich, z.B. in der epischen Miniserie „Angels in America“ - für die Ann Roth zum Emmy nominiert wurde -, außerdem in fast ebenso vielen Theaterinszenierungen, darunter das Original der Broadway-Produktionen „The Odd Couple“ und „Hurlyburly“.
Ihre vielen Entwürfe für Theaterkostüme brachten ihr insgesamt vier Tony-Nominierungen ein, darunter für Paul Giovannis „The Crucifer of Blood“, wo sie zum ersten Mal Glenn Close einkleidete. Vor kurzem zeichnete sie für das Kostümdesign von gleich vier Bühnenshows in der Broadway-Saison 2006/2007 verantwortlich, darunter die Inszenierung „The Year of Magical Thinking“ mit Vanessa Redgrave in der Hauptrolle.
Im Jahr 2000 verlieh der Theatre Development Fund ihr den Irene Sharaff Award für ihr Lebenswerk. 2003 wurde sie in der gleichen Kategorie mit dem Preis der Costume Designers Guild ausgezeichnet, außerdem mit dem Preis des Hollywood Film Festival in der Kategorie Herausragende Leistung im Kostümdesign.
MICHELLE MATLAND (Kostümdesign)
Zu Michelle Matlands weiteren Entwürfen für den Bereich Spielfilm zählen auch David Auburns neuer „The Girl in the Park“ mit Sigourney Weaver und Gus Van Sants „Last Days“.
Über zehn Jahre lang arbeitete sie als Assistentin des Kostümdesigns mit Ann Roth zusammen, darunter an Projekten wie Mike Nichols’ preisgekrönte Miniserie „Angels in America“, dem TV-Film „Wit“ und den Spielfilmen „Hautnah“ und „Mit aller Macht“, Stephen Daldrys „The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit“, Anthony Minghellas „Unterwegs nach Cold Mountain“ und Robert De Niros „Der gute Hirte“.
JAN A.P. KACZMAREK (Musik)
Für die Originalmusik zu Marc Fosters „Wenn Träume fliegen lernen“ wurde Jan A.P. Kaczmarek mit dem Oscar und dem Preis der National Board of Review geehrt; für dieses Werk bekam er außerdem Nominierungen zum Golden Globe und zum BAFTA Award.
Zu seinen weiteren Kompositionen gehört auch die Filmmusik zu Adrian Lynes „Untreu“, Frank Piersons „Soldier’s Girl“ und Max Färberböcks „Aimée & Jaguar“. Der aus Polen stammende Komponist schrieb auch die Musik zu einigen Filmen unter der Regie seiner Landsmännin Agnieszka Holland, darunter zu „Die Affäre von Rimbaud und Verlaine“, „Das dritte Wunder“, „Shot in the Heart“ und „Washington Square“.
Inspiriert durch seine Erfahrungen mit dem Theaterworkshop des Regisseurs Jarzy Grotowksi begann er, für Theaterinszenierungen und für sein eigenes Mini-Orchester The Orchestra of the Eighth Day zu komponieren. Dieses Ensemble ging erst in Europa, dann in den USA auf Tournee; Kaczmarek nahm dann sein Debütalbum „Music for the End“ auf.
Daraufhin komponierte er für Bühnenstücke in den USA, die u.a. im Goodman Theatre in Chicago, am Mark Taper Forum in Los Angeles und Off-Broadway in New York aufgeführt wurden. Seine Musik zu JoAnne Akalaitis’ Inszenierung von John Fords „’Tis Pity She’s a Whore“ mit Val Kilmer und Jeanne Tripplehorn in den Hauptrollen brachte ihm einen Obie sowie einen Drama Desk Award ein.
Als Auftragsarbeiten schrieb er zwei Kompositionen für Symphonieorchester und Chor, die live im polnischen Fernsehen ausgestrahlt wurden: „Cantata for Freedom“ in 2005 anlässlich des 25. Jahrestages der Solidarnosz-Bewegung, im Jahr 2006 dann das Oratorium „1956“, anlässlich des 50. Jahrestages des Aufstandes gegen das Poznan-Regime.
Zu seinen aktuellen Projekten gehört die Errichtung von Rozbitek, einem in Polen ansässigen Institut, das die europäische Zentrale für die Entwicklung von neuen künstlerischen Arbeiten in verschiedenen Medien werden soll.
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