Untraceable (Diane Lane)

SonOfTheDark
Zitat:
nachträglich eingefügt von kane
UNTRACEABLE

( usa, 2008 )




kinostart usa:
28. januar 2008
kinostart deutschland: 3. april 2008

genre: thriller
regie: gregory hoblit (zwielicht, fracture - das perfekte verbrechen)
buch: robert fyvolent, mark brinker, allison burnett
darsteller: diane lane (jennifer marsh), billy burke (detective eric box), colin hanks (griffin dowd), joseph cross (owen reilly), mary beth hurt (stella marsh)...
score: christopher young
länge: noch unbekannt
fsk: noch unbekannt (usa: r)

trailer: click
offizielle seite: click
movie-infos datenbank: click
imdb: click
rottentomatoes: click

mord 2.0 - auch in den virtuellen weiten des webs lauert allzu reale gewalt.

im krieg gegen die online-kriminalität steht die fbi-spezialistin jennifer marsh an vorderster front. hat sie einen verbrecher erst mal auf dem schirm, lässt sie ihn nicht mehr entkommen. doch diesmal wird aus der jägerin die gejagte, als ein erbarmungsloser gegner sie in ein grausames katz-und-maus-spiel zwingt. auf der website www.killwithme.com lädt ein high-tech-serienmörder ein, dem todeskampf seiner gefangenen beizuwohnen, und macht die besucher seiner internetseite gleichzeitig zu mittätern. je mehr menschen auf die seite klicken, umso schneller stirbt das opfer. alle versuche, den sadistischen psychopathen aufzuspüren, laufen ins leere. er scheint jeden trick zu kennen und ist jennifer und ihrem kollegen cross immer einen schritt voraus. nicht nur das - er dreht den spieß um und bedroht auf einmal jennifer und ihre kleine tochter und erhöht damit noch den einsatz in diesem packenden wettlauf gegen die zeit.


MadMax
Der Trailer sieht zwar sehr Geil aus aber ich glaube er hält nicht was er verpricht ansonsten Diane Lane seh ich immer gerne und die Regie ist auch in Ordnung lass mich mal überraschen is ja auch noch ne weile zum April.
Uatu
Von der Thematik her sehr interessant:
Die Neugier der Menschen am Leid von Anderen, egal ob diese real oder künstlich hergestellt wird > siehe Filme wie SAW oder Hostel.
Ich musste auch gleich an SAW und den Film "Feed" denken,
als ich den Trailer gesehen hatte.

Ich persönlich würde mir solche Filme wenn überhaupt nur zu Hause ansehen,
denn wenn ich im Kino die Reaktionen des Publikums mitbekomme, wie sie den Sadisten noch anfeuern oder sich am Leid des Gepeinigten ergötzen, dann würde es mich zu sehr gelüsten, daß Selbige an diesen Personen auszuüben...
und damit würde sich der Kreis der Gewalt schliessen.

Lieber sehe ich mir einen Splatter mit irrealen Schlächtern und Wesen an.
dredd
Der Trailer macht doch Lust auf mehr, ich denke ich werde mir den Film im Kino anschauen. So richtig sehe ich da auch keine Ähnlichkeiten zu solch abstrusen "Gewaltpornos" wie Saw oder Hostel, eher zu Thrillern wie Sieben, Das Schweigen der Lämmer oder auch Copycill.
Wenn dann Untraceable nur ein wenig an die Klasse genannter Streifen herankommt wäre ich schon zu frieden.
Spannend ist der Trailer allemal.
Seven
Irfgendwie hat mich der Trailer gar nicht so vom Hocker gerissen... Head Scratch Hab den Film aber trotzdem vorgemerkt, vielleicht schau ich ihn mir doch an.
Blade
Fand bisher alle Filme von Gregory Hoblit ("Pefektes Verbrechen", "Tribunal" und "Dämon") mindestens gut, "Dämon" sogar top. Der Mann ist ein typischer Thriller-Regisseur, der sein Handwerk versteht. Bin mir auch sicher, dass bei "Untraceable" auch nichts schiefgegangen ist. Werde ich mir sicherlich im Kino anschauen, der Trailer überzeugt auch.
burtons
"Dämon" fand ich persönlich total furchtbar, mies gedreht und auch ohne Spannung. Wenn der Film net Denzel Washington in der Rolle hätte würde sich auch keiner mehr daran erinnern. "Perfektes Verbrechen" war da schon etwas besser.

Zu Untraceable: Der Trailer sieht "ok" aus, könnte ein netter Thriller sein nach bisher bekanntem Muster, wobei mir die Idee mit dem I-Net Killer ganz gut gefällt (erinnert mich etwas auch an "Hangman" oder wie er auch hiess) und Diane Lane sehe ich eh sehr gerne, allerdings steht bei mir ein Kinobesuch noch offen (warte erstmal einige Meinungen ab).
carmine
"Dämon" hat mir auch nicht so gut gefallen und "Fracture" war auch nicht wirklich die Perle, die versprochen wurde - gerade da haben mich die positiven Kritiken nach dem Gang ins Kino sehr überrascht. Klasse Trailer, knapp überdurchschnittlicher Film. Der Trailer zu "Untraceable" sieht allerdings gar nicht einmal so übel aus. Wenn er hält, was er verspricht, wird das durchaus ein spannender Thriller. Das Ende bzw. die Auflösung soll scheinbar - habe ein paar IMDB Reviews gelesen - unter aller Sau sein. Mich persönlich hat schon das Ende in "Fracture" nicht überzeugt. Mal schauen. Wird eh noch ein wenig dauern, bis wir den zu sehen bekommen. Aber ich werde sicherlich im Kino sitzen. smile
quattropack
Der Internet Serienkiller - wie schick ! Grins Der Trailer hat mich überhaupt nicht angesprochen. 08/15 und dazu noch teilweise unfreiwillig komisch. Ganz bestimmt nicht im Kino für mich ...
Stone
Trailer hat mir ehrlich gesagt sehr gefallen, is eig. genau die Art von Film die ich liebe...auch wenn manche ihn schon als 0815 abstempeln, denk ich mal das man ihn eine chance geben könnte...ja gut hier und da klingt die story schon etwas an den haaren herbei gezogen und auch errinert das ganze ein bissl an Saw aber dennoch freu ich mich drauf und werd ihn sicherlich auch im kino ansehen Hammer
MadMax
Kritik Online

Bei Moviemaze gibt es die Erste Kritik.....


Click
burtons
Naja bei dem Regisseur hab ich auch kein 2.tes "Sie7en" erwartet. Scheint höchstens ein solider Thriller zu sein. Mehr auch nicht.
dredd
So schlecht ist die Kritik doch gar nicht.
Hoblit ist nunmal ein "Auftragsregisseur" der passable Arbeit abliefert, nicht mehr und nicht weniger.
Ins Kino würde ich schon gehen, nur ob der bei uns läuft und wenn ja, mit wievielen Kopien muss man erstmal abwarten.
Ansonsten reichts sicher für einen netten DVD Abend.
svenjacobs1
Ich habe den Film am Mittwoch in der Sneak Preview gesehen. Hier ist meine Kritik:

"Untraceable" ist genau der richtige Titel für diesen gnadenlosen Thriller, denn "untraceable" heißt soviel wie "unauffindbar" oder "nicht zurückverfolgbar". Und genau darum geht es in diesem Film. Wie findet man einen Serienkiller, der unauffindbar ist? Und wie kann man seine Opfer retten, deren Qualen man via Internet mitverfolgen, aber im Grunde nicht verhindern kann? Dieser Psychothriller thematisiert genau das, übt zudem kräftig Kritik an der Sensationslust der Gesellschaft und schafft es zu schocken.

Agent Jennifer Marsh (Diane Lane) ist FBI-Agentin macht Internetverbrechern das Leben schwer. Zusammen mit Agent Griffin Dowd (Colin Hanks) scheint ihr die Arbeit sogar richtig Spaß zu machen, doch der nächste Fall, der bereits in den Startlöchern steht, wird ihnen keinen Spaß bereiten. Eine Person tötet im Internet eine Katze, je mehr Besucher auf die Seite gehen, desto schneller stirbt das Tier. Bereits am nächsten Tag ist die Katze tot, sie ist elendig und langsam in einer Rattenfalle zu Grunde gerichtet worden. Jeder Versuch, die Seite aus dem Netz zu nehmen, schlägt fehl. Die Person hinter dieser Internetseite hat alles gut durchdacht und macht dem FBI die Arbeit zu einem unmöglichen Unterfangen. Bisher ist auch noch wenig passiert, aber als ein Mann auf der Seite auftaucht, halbnackt und mit der Internetseite killwithme.com auf die Brust geritzt, wird die Sache ernst. Der Mann bekommt ein Mittel eingeflößt, welches sein Blut verdünnt und ihn zum Bluter macht. Je mehr Menschen auf die Internetseite gehen, desto schneller wird das Mittel injeziert. Bald ist der Mann tot, elendig und langsam verblutet. Doch er soll nur das erste Opfer bleiben. Und auch Agent Jennifer Marsh und ihre Familie sind nicht mehr sicher. Fieberhaft versucht das FBI herauszufinden, wer hinter dieser Internetseite steckt und ob es Verbindungen zwischen den Opfern gibt, doch in der Zwischenzeit denkt sich der Killer neue Grausamkeiten aus und die Besucherzahlen der Internetseite schnellen unaufhaltsam in die Höhe.

"Untraceable" geht gleich los. Er beginnt mit dem Mord an einer Katze und dann geht es unaufhaltsam weiter. Die Methoden des Serienkillers sind ziemlich perfide, grausam und brutal. Der Film ist skrupellos und verharmlost nichts, dadurch wirkt er ziemlich glaubhaft und realistisch. Auch hat er einige heftige Szenen, die teilweise wirklich schocken.

Während die "Saw"-Filme lediglich schocken, ohne dass ein großer Sinn dahinter steckt, geht es in "Untraceable" um viel mehr. Der Film ist sehr gesellschaftskritisch und veranschaulicht genau das immer und immer wieder. Während in "Saw" die Menschen vom "Killer" höchstpersönlich kritisiert werden, wird die ganze Gesellschaft hier durch eine gewisse "Mediengeilheit" und Sensationslust kritisiert. Alle wollen wissen, was auf der Internetseite passiert, klicken drauf und sind am schnelleren Tod der Person auf der Seite schuld. Alle tuen es, aber keine will es gewesen sein. Sogar nach einem öffentlichen Aufruf, nicht auf diese Seite zu gehen, schnellen die Besucherzahlen in die Höhe. Bis zu 24 Millionen Besucher hat die Seite innerhalb kürzester Zeit, anfangs waren es keine fünf Millionen... Die Nachricht verbreitet sich wie ein Laubfeuer und die Menschen sind neugierig, was sie wohl auf der Seite finden werden. Diese Kritik wird sehr interessant rübergebracht, alleine schon wenn man sieht, wie schnell die Besucherzahl in die Höhe steigt, muss man als Zuschauer mit dem Kopf schütteln, wenn man im nächsten Bild einen Menschen sieht, der brutal gequält wird.

Wieso ich "Saw" als Gegenbeispiel nehme, könnte man sich jetzt fragen. Die Beantwortung dieser Frage ist aber eigentlich ganz einfach: "Untraceable" ist genauso schonungslos wie zum Beispiel "Saw". Auch könnten die Foltermethoden aus eben diesem Film stammen. Sie sind schockierend und äußerst brutal. Aber einen Gegenteil gibt es noch: Hier wird nicht die Brutalität gezeigt, um den Zuschauer zu befriedigen, wie es bei den "Saw"-Filmen der Fall ist, sondern um den Effekt zu zeigen, was durch die Gesellschaft passiert ist. Dass das ziemlich drastisch dargestellt ist, könnte man natürlich auch so sehen, dass der Film so mehr Zuschauer ins Kino locken möchte, so waren ein paar Meinungen, die ich gehört habe, aber ich sehe das nichts so, denn der Film hätte anders auch funktioniert.

An und für sich ist der Film für einen Psychothriller mit einer solchen Thematik sehr ruhig, aber dennoch schafft er es, kontinuierlich Spannung aufzubauen. Für manch einen wird die Spannung nicht offensichtlich sein, aber so wie die Handlung voranschreitet, fand ich das sehr spannend. Die "Ruhe" wird immer dann unterbrochen, wenn auf der Internetseite ein neues Opfer erscheint und natürlich im ziemlich spannenden Ende.

Die Schauspieler haben mir insgesamt sehr gut gefallen. Diane Lane hat mit Klasse gespielt. Sie hat Emotionen gezeigt, war aber auch knallhart. Sie hat die FBI Agentin, die Job und Familie unter einen Hut bekommen muss, sehr gut und glaubhaft verkörpert. Colin Hanks macht seine Sache ebenfalls gut. Er verkörpert den charmanten Agenten, der eine Frau nach der anderen datet, sehr sympathisch und glaubhaft. Seine Rolle lockert die Story teilweise ein wenig auf, da sein Charakter witzige Seiten und eine komische Mimik hat. Tom Hanks Sohn hat das alles sehr gut verkörpert. Weiter fällt Joseph Cross stark heraus. Er spielt sehr glaubhaft und authentisch. Ebenfalls haben mir Billy Burke als Detective und Mary Beth Hurt als Jennifers Mutter sehr gut gefallen. Insgesamt ist das schauspielerische Niveau in "Untraceable" sehr hoch.

Im Grunde kommt der Film die ganze Zeit über ohne wirkliche Klischees aus. Der ein oder andere Charakter ist vielleicht ein wenig klischeebehaftet, aber das macht kaum etwas. Leider ändert sich das zum Ende hin, denn da gibt es dann doch das ein oder andere Klischee. Diese Klischees erkennt man sofort, da ist es von Vorteil, dass die letzten zwanzig Minuten sehr spannend sind, auch wenn man genau diese Minuten schon erahnen konnte.

Fazit:
"Untraceable" ist ein ziemlich ruhiger, aber sehr spannender Psychothriller, der zum Ende hin immer mehr in Fahrt kommt. Der Film konzentriert sich auf die Sensationslust der Gesellschaft und setzt sich kritisch damit auseinander. Diese Thematik sieht man nicht in jedem Film, unter anderem deshab ist der Film auch so interessant. Wenn man solche Filme mag, dann sollte man "Untraceable" eine Chance geben, denn als Psychothriller mit sehr guten Schauspielern und einer interessanten Thematik funktioniert er meiner Meinung nach sehr gut!

8/10
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dredd
Klasse Kritik svenjacobs1,
das macht für mich den Film noch interessanter, der Kinobesuch ist gebongt.
Milan
Das Poster im Anfangspost wirkt irgendwie so billig. Vorallem das mit dem Mauspfeil. großes Grinsen Ich werde den Film im Kino nicht ansehen, erst auf DVD. Die Story ist zwar nicht schlecht, aber Trailer fand ich nur "okay".
Bloodraven
Auch in meiner Stamm-Sneak lief letzten Mittwoch Untraceable mit Diane Lane. Bitte entschuldigt die erst jetzt folgende Kritik, warum, naja wenn ihr vorspult und euch meine Bewertung anseht, werdet ihr verstehn warum.

"Untraceable" ist der Titel des neusten Folter-Krimis, von denen in letzter Zeit soviele den Markt überschwemten. Ob nur reiner Folter-Slasher, oder mit etwas Story, wie in der jüngsten Fortsetzung, der erfolgreichen SAW Reihe, im Moment stehn die Sterne für Folter Filme gut. Aber was heißt eigentlich "Untraceable"? Der Begriff kommt aus dem Internet und bedeutet, dass eine Person über das Internet nicht zurückverfolgbar ist. Jetzt werden sicher einige denken, verdammt ich gerate in einen Film, der absolut nur für Computer Nerds geeignet ist, aber da braucht ihr euch keine Sorge machen, alle Fachbegriffe sind absolut lächerlich ins Deutsche übersetzt worden. Ich finds aber klasse, spricht wenigstens auch das ältere Publikum an, die höchstens noch die Enigma bedienen können, aber selbst bei der heimischen Windows Installation verzweifeln.

Worum gehts eigentlich in "Untraceable"? Nunja, wer den Trailer gesehn hat, oder sich 1 und 1 zusammenreimen kann, der wirds schon wissen. Ein mysteriöser Killer stellt eine Website ins Internet, auf dem man per Live-Schaltung ein Opfer in einer Foltermaschiene beobachten kann. Umso mehr Leute auf diese Website klicken, umso schneller stirbt das Opfer.
Die junge Mutter und Witwe Jennifer Marsh (Diane Lane), ihrerseits Mitglied einer hochmodernen Sonderabteilung des FBI, zur Verfolgung von Internetverbrechen, wird auf die Seite aufmerksam und fortan gilt es den nunmehr Serienkiller zu schnappen.
Die Methoden des Killers werden immer perfider und bald gerät auch Marsh selbst ins Visier des Killers.
Jegliche weitere Inhaltsangabe erspar ich mir mal, ihr könnt sie bei svenjacobs Kritik nachlesen.

"Untraceable" deutet zweifelsohne ein großes Problem in unserer Gesellschaft an, der Mensch ist viel zu Sensationsgeil geworden. Täglich, stündlich, im Minutentakt sogar im Internet, der Mensch bekommt seine Nachrichten und Infos dann, wenn er sie braucht und will. Er bekommt nicht nur die wichtigen, er wird mit einer Flut von Informationen überrollt, die er gar nicht braucht, aber doch so stark konsumiert.
Leider bringt der Film diese Botschaft und Kritik nur halb rüber, zwar wird deutlich, worauf der Film hinauswill, aber letztendlich verkommt der Killer dann doch zu einem 08/15 Killer. Gerade hier hätte ich mir mehr Härte, Spannung und Finsterniss gewünscht. Die Thematik ist hervorragend, aber kommt im Endeffekt viel zu weichgespült daher. Die Härte und den faden Beigeschmack eines SAW's sucht man hier vergebens

Obwohl der Film recht gut mit einigen Hobby-Amateur Aufnahmen beginnt und ein mysteriöses Gerät vor eine Katze setzt, kommt die düstere Stimmung nicht wirklich auf.
Auch wirkt er weniger schockierend, dafür blendet er bei Gewaltszenen viel zu schnell aus. Die letztendliche Verbindung zwischen den Opfern und die Motive des Killers sind einleuchtend, wenn auch nicht überraschend. Ich frage mich allerdings bis heute, warum die arme Katze dran glauben musste.

Gesellschaftskritik übte bereits der Film SAW, der dieses Jahr wohl schon in die fünfte Runde geht. Allerdings sind die Motive des Killers hier ganz anders. Er bezieht nicht nur seine Opfer selber mit ins Spiel ein, die Öffentlichkeit, ja die Besucher seiner Seite werden selber Teil seiner Tat. Das Schicksal seiner Opfer liegt in der Hand von Klicks.
Die Foltermethoden sind recht interessant gestaltet, wer allerdings Blutgehalt, wie in SAW erwartet, wird enttäuscht sein. Der Film läuft in dieser Hinsicht unspektakulär ab.

In der Schauspiel Abteilung sieht es genauso mau aus. Diane Lane spielt ihre Rolle als Mutter und FBI Agentin ordentlich, aber verfällt dann doch in die Klischee Schiene. Genauso geht es Billy Burke, der einen Polizisten spielt und Lanes Abteilung unterstützt.
Joseph Cross machte auf mich einen ordentlichen Eindruck, leider blieb seine Mimik während des Films unverändert und ich habe mich des öfteren Gefragt, ob er vielleicht immer so komisch, böse reinschaut.
Unterm Strich sind die Leistungen der Darsteller in Ordnung, allerdings nicht besonders hervorzuheben. Einen Tara Reid Cast, wie in Alone in The Dark findet man hier allerdings nicht.

Der Film wimmelt nur so von Klischees. Die allein stehende Mutter, die mit ihrer Mutter und ihrer Tochter alleine lebt. Ihr Mann starb auf mysteriöse Weise. Der pakistanische Arbeitskollege und der alleinstehende, Anfang dreißigjährige Arbeitskollege, der versucht Frauen zu Daten. Dazu kommt noch ein Polizeibeamter, der anscheinend kein Privatleben hat und mit absolut unpassenden Sätzen sich penibel versucht an Jennifer Marsh heranzumachen.
Auch wenn die Motive des Killers nicht gerade Klischee Haft sind, so verkommt der Killer bei der ersten Begegnung mit dem Publikum doch letztendlich wieder zum 08/15 Killer. Das liegt zuletzt nicht nur am leeren und typisch kranken "Killer-blick".

Nocheinmal besonders will ich hier die technische Ausstattung des FBIs hervorheben. Microsoft hat mal wieder klasse Schleichwerbung plaziert. Wo es in anderen Filmen 5 Sekunden Nahaufnahmen von bekannten Handy-Herstellern gibt, gibt es hier 5 Sekunden Pop-Up Screens von Windows Vista. Wie sich jeder denken kann, gibt es in einem Internet-Thriller natürlich des öfteren Szenen, die an einem PC spielen.
Diese Tatsache trug leider nicht minder zur Unglaubwürdigkeit des Films bei.

Fazit:
"Untraceable" ist ein etwas ruhigerer durchschnitts Psychothriller. Der Film versucht ein aktuelles Thema, die Gesellschaft und ihre Konsumlust, aufzugreifen und Kritik zu üben. Das ist relativ neu, schwimmt aber im Endeffekt dann doch auf der SAW Schiene mit. Wer Firewall oder die SAW Filme mag und es etwas ruhiger und weniger blutiger will, der ist mit dem Film gut bedient. Ich halte ihn für rohe Durchschnittskost, der durchaus auch als Direct-to-Video Produktion durchgegangen wäre.

5/10 Spiegelungen

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burtons
@Bloodraven

hast ne PN! Augenzwinkern
Stone
Letztens gesehen und war schon sehr enttäuscht, war zwar stellenweise schon spannend aber irgendwie konnte er mich zu keinen einzigen zeitpunkt richtig fesseln....warscheinlich liegts auch daran das man SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
ab der Mitte des Films bereits den Killer gesehen hat
SPOILER ENDE Augen rollen was daher einiges an spanung genommen hat und man eig. nur noch auf das ende des films gewartet hat, naja ich denk mal das Untraceable schon den ein oder anderen begeistern kann, ich hab mir schlichtweg mehr erwartet da die story ja viel bieten kann aber man leider zuviel potential verschenkt hat, schauspielerische leistung ist auch nur solide, wie Bloodraven schon in seiner ausführlichen kritik schrieb einfach zu viele Klischees die der film abspielt, daher eher nur 0815 kost, schade war deutlich mehr drin

4 / 10 Websites
svenjacobs1
Zitat:
Original von Stone
Letztens gesehen und war schon sehr enttäuscht, war zwar stellenweise schon spannend aber irgendwie konnte er mich zu keinen einzigen zeitpunkt richtig fesseln....warscheinlich liegts auch daran das man SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
ab der Mitte des Films bereits den Killer gesehen hat
SPOILER ENDE Augen rollen was daher einiges an spanung genommen hat


Das fand ich eigentlich nicht schlecht. Stell dir mal vor, SPOILER (Zum lesen den Text markieren!)
sie wird am Ende entführt und sieht dann den Typen... Dann kommt: Wer bist du denn? Anfangs dachte ich, der Killer wäre einer aus dem Büro, aber man kannte den Killer überhaupt nicht. So wäre es auch am Ende keine Überraschung gewesen.
SPOILER ENDE

Da weiß der Zuschauer mehr als die Charaktere, finde das in diesem Fall sehr interessant, zumal man die Beweggründe nicht wirklich kennt.