Tomtec
WARNER BROS. PICTURES präsentiert
in Zusammenarbeit mit Legendary Pictures
eine Jon Peters-Produktion zusammen mit Bad Hat Harry Productions
einen Film von Bryan Singer-Film

BRANDON ROUTH
KATE BOSWORTH
JAMES MARSDEN
FRANK LANGELLA
EVA MARIE SAINT
PARKER POSEY
KAL PENN
SAM HUNTINGTON
und KEVIN SPACEY
Regie BRYAN SINGER
Drehbuch MICHAEL DOUGHERTY & DAN HARRIS
Story BRYAN SINGER & MICHAEL DOUGHERTY & DAN HARRIS
Based upon Superman Characters created by JERRY SIEGEL & JOE SHUSTER
erschienen bei © DC Comics
Produzenten JON PETERS, BRYAN SINGER und GILBERT ADLER
Executive Producers CHRIS LEE, THOMAS TULL und SCOTT MEDNICK
Kamera NEWTON THOMAS SIGEL, A.S.C.
Produktionsdesign GUY HENDRIX DYAS
Schnitt JOHN OTTMAN und ELLIOT GRAHAM
Musik JOHN OTTMAN
Kostümdesign LOUISE MINGENBACH
Deutscher Kinostart: 17. August 2006
im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany
a division of Warner Bros. Entertainment GmbH
www.supermanreturns.de

KURZINHALT
„Obwohl du unter Menschen aufgewachsen bist, gehörst du nicht zu ihnen.
Manche von ihnen sind großartig, Kal-El. Sie bemühen sich redlich. Doch für den richtigen Weg fehlt ihnen die Erleuchtung. Dennoch sind sie in der Lage, Gutes zu tun – vor allem aus diesem Grund habe ich dich zu ihnen geschickt… meinen einzigen Sohn.“ – Jor-El
Superman stammt von einem Planeten, den es schon lange nicht mehr gibt – er ist bei Adoptiveltern auf der Kent-Farm in Kansas aufgewachsen. Der junge Kal-El erhält den Namen Clark Kent, und obwohl er unter Menschen lebt, ist er keiner von ihnen: Er hat die Fähigkeit, außergewöhnliche Dinge zu vollbringen, von denen Menschen nur träumen können. Doch um unter ihnen nicht aufzufallen, muss er ein Doppelleben führen: Vom sanftmütigen und unauffälligen Clark Kent verwandelt er sich nur dann in den „Mann aus Stahl“, wenn ihn ein Hilferuf aus der Welt erreicht.
Inzwischen sind allerdings schon fünf lange Jahre vergangen, seit Superman spurlos verschwunden ist – alle Katastrophen musste die Welt ohne seine Hilfe bewältigen. In seiner Abwesenheit ist die Kriminalitätsrate in Metropolis und anderswo angestiegen – und zwar auch ohne die Zerstörungswut eines Lex Luthor, der gerade erst aus dem Gefängnis entlassen wurde und sich vornimmt, Supermans Überlegenheit für seine eigenen finsteren Zwecke zu nutzen.
Lois Lane, Starreporterin des Daily Planet, ist Supermans große Liebe. Doch nachdem Superman ohne ein Wort verschwunden ist, hat sie ein neues Leben begonnen. Ihr Artikel „Warum die Welt auch ohne Superman auskommt“ brachte ihr sogar den Pulitzer-Preis ein. Heute hat Lois ganz andere Dinge im Kopf: Sie ist mit dem Neffen des Chefredakteurs verlobt und kümmert sich um ihren kleinen Sohn.
Lange Zeit hat Superman seine Bestimmung im Universum gesucht – jetzt kehrt er auf die Kent-Farm zurück, denn hier lebt die einzige Familie, die er als seine eigene kennt. Sein Schicksal ist mit Metropolis verbunden, und es reicht nur ein Blick in Lois’ Augen aus, um zu erkennen, dass dieser Ort mit seinen unvollkommenen, aber letztlich doch aufrichtigen Menschen, seine wahre Heimat ist.
Und weil Lex seinen Plan schon Stunden nach Supermans Rückkehr umsetzt, braucht die Welt ihren Retter dringender denn je.
Warner Bros. Pictures präsentiert „Superman Returns“ als mitreißendes neues Kapitel in der Saga eines der beliebtesten Superhelden der Welt. Regie führt Bryan Singer („X-Men 2“, „Die üblichen Verdächtigen“). Das außergewöhnliche Konzept präsentiert innovative visuelle Effekte in einer zutiefst menschlichen Geschichte: Supermans unerfüllbare Liebe, seine Suche nach einem Platz im Leben entfaltet sich vor dem gigantischen Panorama des modernen Metropolis.

ÜBER DIE PRODUKTION
Das Phänomen und der Filmemacher
„Es gibt kein Land auf der Welt, in dem Superman unbekannt ist“, sagt „Superman Returns“-Regisseur Bryan Singer, der sich mit dem preisgekrönten „The Usual Suspects“ (Die üblichen Verdächtigen) einen Namen machte und inzwischen die berühmten Blockbuster „X-Men“ (X-Men) und „X2“ (X-Men 2) inszenierte. „Brächte man das Emblem mit dem ,S‘-Logo in den Dschungel, würden es sicher die Hälfte der Einheimischen erkennen. So gesehen ist er ein globaler Superheld.“
„Wir alle sind mit der einen oder anderen Version von Superman aufgewachsen“, sagt Dan Harris, der das Drehbuch zusammen mit Michael Dougherty geschrieben hat. „Ob wir die Comic-Hefte gelesen, die Fernsehserie oder die Kinofilme gesehen haben – der Mann aus Stahl ist uns vertraut. Ganz einfach.“
„Es ist die Mischung aus seiner Tapferkeit, seiner Unüberwindlichkeit und seinem Flugvermögen, die mir und all den anderen so gefällt“, sagt Singer. „Superman tut, was getan werden muss, er stellt sich jeder Gefahr, er steigt pfeilschnell in den Himmel auf… irgendwann haben wir alle davon geträumt, es ihm gleichzutun.“
Seit seinem Comic-Heftdebüt 1938 ist Superman aus der Weltkultur nicht mehr wegzudenken – er entwickelte sich zu einem zeitlosen Symbol menschlicher Ideale. „Als Erster kam er von einem fremden Planeten zu uns – er verkörpert all das, was wir Menschen gern erreichen möchten, vor allem natürlich die Fähigkeit zu fliegen“, sagt Executive Producer Chris Lee. „Hinzu kommt auch seine Superkraft, sein Blick, der alles durchdringt, und sein Gerechtigkeitssinn. Er zweifelt nie, das macht ihn so attraktiv, und er ist es in den 70 Jahren seiner Geschichte immer geblieben.“
Über 30 Jahre lang trat der Held in Zeitung-Comicstrips auf. Heute freuen sich Millionen Fans auf die monatlichen Comic-Hefte von DC Comics, die in 25 Sprachen und über 40 Ländern erscheinen. Auf der Kinoleinwand tauchte der Mann aus Stahl 1941 erstmals in 17 innovativen Zeichentrickkurzfilmen aus den berühmten Fleischer Studios, aber auch in zwei real gefilmten Action-Serien auf. Inzwischen gibt es fünf Kinofilme, zahlreiche erfolgreiche Fernsehserien und 35 Titel auf Video und DVD. Der erste Kinofilm war 1951 „Superman and the Mole-Men“ mit George Reeves, der als Pilotfilm für die anschließende Fernsehserie diente.
In jüngerer Zeit kam als erster Film Richard Donners „Superman: The Movie“ (Superman – Der Film, 197
in die Kinos. Der verstorbene Christopher Reeve spielte den Mann aus Stahl, der legendäre Marlon Brando seinen Vater Jor-El. Regisseur Bryan Singer sah den Film am Startwochenende mit seiner Mutter in einem Dorfkino in New Jersey. „Ich war begeistert“, erinnert er sich. „Die Figur wurde wunderbar lebendig, wobei das Ambiente gleichzeitig stark nostalgisch, aber auch sehr modern war – die Epochen vermischten sich ganz mühelos.“Während sich die Kultur, die Wirtschaft und Technologie in unserer Zeit ständig wandeln, tritt Superman weiterhin unerschütterlich für die Wahrheit, Gerechtigkeit und das Gute ein. „Die Welt 1941 unterschied sich sehr deutlich von 1978, und seitdem hat sie sich wieder entscheidend verändert“, sagt Singer. „Deswegen erlebe ich das Superman-Vermächtnis auch weniger als Wandel, viel mehr als Evolution. Natürlich bekommt er es immer wieder mit neuen Schurken zu tun, und sein Kostüm hat sich in all den Jahren unzählige Male verändert. In unserem Film muss er sich ganz besonders mit Veränderungen auseinandersetzen, weil er fünf Jahre fort war. Doch es gibt eine Konstante… die unveränderliche Entschlossenheit, mit der er seine außergewöhnlichen Fähigkeiten einsetzt, um ein Beispiel zu geben und für das Gute zu kämpfen.“
Mehrere Generationen hat Superman immer wieder daran erinnert, welch hervorragendes Potenzial in der Menschheit schlummert. Er ist ein mächtiger Retter, an den jeder glauben mag. In Donners „Superman – Der Film“ erzählt Brando als Jor-El seinem Sohn posthum, dass dieser nun unter den Menschen leben soll, weil sie das Zeug zu wahrer Größe haben – doch für den richtigen Weg fehlt ihnen die Erleuchtung.
Spirituell ist Bryan Singers „Superman Returns“ der Nachfolger von „Superman – Der Film“ – Elemente von Brandos Auftritt als Jor-El fließen in den neuen Film mit ein. „Wir beschlossen, eine Art Sequel von Donners Film zu drehen – dadurch sind wir flexibel, und wir können die Sache mit Zuversicht angehen“, sagt Drehbuchautor Michael Dougherty. „Wir merkten, dass jedermann Supermans Ursprungsgeschichte kennt – ob er sich nun genau daran erinnert oder nicht. Jeder hat mehr oder weniger präzise Vorstellungen von Superman. Darauf versuchen wir einfach aufzubauen.“
Singer fühlte sich immer schon stark mit Superman verbunden – er entwickelte ganz klare Vorstellungen davon, welche Richtung der Superheld in seinem Film einschlagen soll. „Mit Superman habe ich gemein, dass wir beide adoptiert wurden“, sagt er. „Er ist wie ich ein Einzelkind. Aus diesen ganz einfachen Gründen habe ich mich ihm immer verbunden gefühlt – deswegen bleibt er mein liebster Superheld. Deswegen liegt mir auch so viel daran, seine Geschichte auf meine Art zu erzählen.“
Produzent Jon Peters erinnert sich, wie er sich damals Singers Konzept anhörte: „Ich bekam richtige Gänsehaut, weil ich spürte: ,Wow… der trifft es auf den Punkt. Die Story ist modern, gefühlsbetont, voller Action, aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Alle Elemente eines Superman-Films sind vorhanden.“
„Bryan ist ein überragender Filmemacher“, sagt Produzent Gilbert Adler. „Er hat Erfolg, weil ihm das Geschichtenerzählen im Blut liegt. Bryan erzählt immer mitreißende Storys – ob bei der Essensausgabe im Kantinenzelt oder auf der großen Leinwand. Bryan ist ein Maestro!“
Supermans Zeit ist wieder einmal gekommen. Singer hat Jahrzehnte fest daran geglaubt, dass der Mann fliegen kann: Als Kind mit Cape und Superman-Pyjamas, dann als begeisterter Comic-Heftsammler und schließlich als Zuschauer in den 20 Jahren seit dem letzten Kinofilm.
„Unsere Gesellschaft – die ganze Welt – hat sich in den etwa 30 Jahren seit Richard Donners Film drastisch verändert“, sagt der in „Superman Returns“ mitwirkende Schauspieler Frank Langella. „Ich bin begeistert, dass Superman jetzt zurückkehrt. Er kommt zu einer Zeit, in der die Menschen das große Bedürfnis haben, zwei Stunden mit ihrer Riesenportion Popcorn im Kino zu verbringen, damit er sie von den Sitzen reißt.“
Die Story und die Darsteller
Seit er vor fünf Jahren so geheimnisvoll von der Erde verschwunden ist, hat Superman die entferntesten Winkel des Weltalls durchforscht, um mehr über seine Vergangenheit und seine Familie zu erfahren oder auch Schicksalsgefährten aufzuspüren. Doch wo sich einst Krypton befand, trudeln nur noch radioaktive Trümmer durchs All. Deswegen kehrt der einstige Kal-El nach Hause zurück – eine Notlandung bringt ihn nach Kansas, auf die Farm der Kents.
Laut Singer ist Kal-El, den die Kents Clark nennen, stark von seiner Erziehung beeinflusst. „Oft heißt es: ,Welches ist sein Kostüm, welches seine Verkleidung?‘“, sagt der Regisseur. „Doch letztlich wird er von zwei Identitäten bestimmt. In seinem Auftritt als Superman steckt auch ein bisschen Angabe. Und als Clark zeigt er ganz klar ein ausgeprägtes Charakterbild in den Charaden, mit denen er sich linkisch und fast unsichtbar macht. Doch der echte Clark Kent ist der Mann, der von Martha und Jonathan Kent auf der Farm großgezogen wurde. Dieses Element war mir sehr wichtig. Selbst wenn er als unbeholfener Clark auftritt, bleibt doch das Superman-Fundament seiner Jugend auf der Farm.“
Singer suchte also einen Schauspieler, der alle Facetten von Kal-El, Clark Kent und Superman darstellen kann, gleichzeitig die sportlich wie emotional anspruchsvolle Rolle bewältigt und sich damit als würdiger Nachfolger des verstorbenen Christopher Reeve erweist. Dennoch nahm er sich von Anfang an vor, diese Aufgabe nur einem unbekannten Darsteller anzuvertrauen. „Natürlich ist es ein gewaltiger Anspruch, in die Stiefel von Christopher Reeve zu steigen, aber trotzdem darf unser Superman-Darsteller nicht das Handicap eines bereits etablierten Filmstars mitbringen“, sagt Singer. „Vielmehr suchte ich jemanden, der unser aller Vorstellung von Superman repräsentiert und ihr vom Aussehen her entspricht.“
Genau dieses Problem hatte Richard Donner vor fast 30 Jahren, als er Reeve besetzte. Wer Superman spielt, muss laut Donner „den Sohn von Jor-El lebendig machen. Er muss diese Figur real und klar verkörpern. Dann muss er sich in einen Superhelden verwandeln. Es wäre also ein gravierender Fehler, wenn dieser Darsteller beim Publikum schon durch andere Rollen bekannt wäre. Bryan stand vor genau demselben Problem. Wenn man den Schauspieler mit einer früheren Rolle verbindet, kann er dieser neuen Rolle nicht mehr gerecht werden. Wenn wir ihm glauben sollen, dass er fliegen kann, muss er unbekannt sein – das gilt heute mehr denn je.“
Während der monatelangen Suche tauchte die Videokassette eines bisher unentdeckten Schauspielers auf, der sich für einen früheren von Warner Bros. Pictures entwickelten Superman-Film vorgestellt hatte. Der 26-jährige Brandon Routh hatte wie zahllose andere als Kind den Superman-Pyjama übergestreift und war durch seinen Heimatort Norwalk/Iowa „geflogen“. Schon auf diesem Casting-Video erkannte Singer Rouths Qualitäten, die über seine erstaunliche Ähnlichkeit mit Superman hinausgehen. „Schon in meinem ersten Gespräch mit ihm spürte ich seine Herkunft aus dem Mittelwesten – all die klassischen Ideale, die mit einer solchen Kindheit verbunden sind: Genau die verkörpert Superman“, sagt Singer. „Hinzu kommt natürlich der körperliche Eindruck. Er sieht so aus, als ob er direkt aus einer Comic-Heftseite herausgetreten wäre. Schon in diesem Moment war er für mich praktisch die erste und einzige Wahl, weil ich ihm zutraute, alle DREI Rollen zu bewältigen – Kal-El, Clark Kent und Superman.“
Routh hatte noch nicht einmal die offizielle Zusage, als er bereits zur Kostümprobe musste und sein Fitness-Programm in Angriff nahm. Doch erst als er in Australien den Set der Kent-Farm betrat, wurde ihm klar, dass er all das wirklich erlebte. „Als ich die Treppe zu Clarks, Kal-Els Zimmer hinaufstieg, sah es genau wie in meiner Vorstellung aus“, sagt Routh. „In meiner ersten Szene vor der Kamera musste ich über den Hof gehen, und da spürte ich dasselbe. Als Darsteller dieser Rolle ist man schier überwältigt. Die Verantwortung ist enorm, wenn ich mich bemühe, Bryans Vision zu entsprechen und eine Figur darzustellen, auf die so viele Zuschauer in aller Welt sehr konkrete Erwartungen projizieren.“
Weil der Regisseur ihm voll vertraute, konnte Routh selbstbewusst aus seiner eigenen Persönlichkeit schöpfen, um selbst ein Konzept für die Rolle zu entwickeln. „Ich ließ mich von Bryans Leidenschaft und Enthusiasmus für dieses Projekt anstecken“, sagt Routh.
Vor einem Publikum trug Routh das Kostüm erstmals beim Dreh einer Szene in der Redaktion des Daily Planet. „Ich bin ja nun einmal nur ein Mensch – wie denke ich mich also in den Umstand hinein, dass ich übermenschlich bin?“, fragte er sich. „Wie drücke ich diese überlebensgroße Tugend aus? Ich wollte all dem entsprechen, was wir bisher von Superman gesehen haben, aber ich musste die Rolle irgendwie auch so spielen, dass die Crew sie mir auch abnahm und selbst Lust bekam, an diesem Film mitzuwirken.“
Rouths erste Szene als Superman überzeugte alle, die ihn dabei erlebten. „Als Schauspieler wie als Mensch hat er ein wahrhaft großes Herz“, sagt Produzent Gilbert Adler. „Das nahm uns alle sofort für Brandon ein. Er kennt die menschliche Natur sehr genau, und deswegen reißt er uns als Superman so mit. Clark war für ihn ein Selbstgänger – und von einem Moment zum anderen entwickelte er sich zu Superman.“
„Clark fällt ihm besonders leicht, weil er einfach Clark ist“, sagt Drehbuchautor Dougherty. „Dieser 1,90 Meter lange, attraktive Typ aus Iowa ist nämlich schüchtern und manchmal auch ein bisschen linkisch.“
Im Gegensatz zur Suche nach Superman war sein teuflisch intelligenter Erzfeind sofort gefunden: Unter Singers Regie gewann Kevin Spacey seinen ersten Oscar (als Bester Nebendarsteller) für seine Leistung als Verbal Kint in „Die üblichen Verdächtigen“. „Wir schrieben Kevin die Rolle auf den Leib“, sagt Singer. „Denn seit den ,Üblichen Verdächtigen‘ wollten wir wieder zusammenarbeiten, und er ist einfach die perfekte Besetzung mit seiner Mischung aus Humor und Zynismus. Abgesehen davon ist er natürlich auch ein hervorragender Schauspieler.“
Am schwierigsten gestaltete sich bei der Besetzung der Terminplan, denn Spacey war duch seine Bühnenauftritte in London gebunden. „Weil er am Old Vic in London derart viele Vorstellungen absolvieren musste, stand er uns in Australien nur für einen sehr begrenzten Zeitraum zur Verfügung“, sagt Singer. „Wir konnten wohl nur sechs Wochen mit ihm arbeiten. Aber wir haben alle erforderlichen Szenen gedreht und schickten ihn rechtzeitig nach London zurück, wo bereits sein nächstes Projekt auf ihn wartete.“
„Die Dreharbeiten waren fantastisch und haben riesigen Spaß gemacht“, sagt Spacey. „Die Zusammenarbeit mit Bryan gestaltete sich wunderbar, nachdem schon ,Die üblichen Verdächtigen‘ ein so außergewöhnliches Erlebnis für uns war. Oft hatte ich das Gefühl, dass seitdem kein Tag vergangen war. Ich war aber schwer beeindruckt, wie sehr er sich in den letzten zehn Jahren als Filmemacher weiterentwickelt hat.“
Der zweifache Oscar-Gewinner (seinen zweiten bekam er als Bester Darsteller für seine Leistung als Lester Burnham im Oscar-prämierten Besten Film „American Beauty“) beschreibt seinen Lex als „sehr düster, verbittert und rachsüchtig, aber auch mit dem Schalk im Nacken. Er ist der Kapitalist par excellence. Seine verzwickten Pläne lösen eine gefährliche Kettenreaktion aus. Doch letztlich geht es ihm nur um eines: Er will absahnen.“
Lex hat fünf Jahre im Gefängnis gesessen, wird aber entlassen, als Superman nicht zum Bewährungstermin erscheint. Für die Zeit nach seiner Entlassung hat er bereits vorgesorgt – unterstützt wird er von der wohlhabenden Gertrude Vanderworth (gespielt von Noel Neill, der ersten Darstellerin der Lois Lane in den beiden Kino-Serien der 1940er-Jahre und in der Fernsehserie der 1950er-Jahre mit George Reeves – damals übernahm sie die Rolle von Phillis Coates). Nach ihr nennt Lex seine Luxusyacht, und schon bald wird sie ihn zum schwerreichen Witwer machen. „Lex hat sich immer wieder verwandelt – er fühlt sich derart betrogen, dass jetzt die Zeit seiner Rache gekommen ist“, berichtet Spacey. „Er war einige Zeit von der Bildfläche verschwunden – genau wie Superman, und deswegen entwickelt er jetzt einen ausgeklügelten Plan für ihr nächstes Treffen – wie immer geht es dabei um Immobilien. Lex Luthor hat sich immer schon für Grundstücke interessiert.“
Als Kal-El in Kansas notlandet, stellt er fest, dass seine Welt sich stark verändert hat. Das wird schon an der Schlagzeile des Daily Planet deutlich: „Warum die Welt auch ohne Superman auskommt“ stammt ausgerechnet aus der Feder von Lois Lane. „Nichts könnte Superman stärker verstören als die Frau, die er liebt, die ihm aber eröffnet, dass er nicht mehr gebraucht wird. Wofür das Schicksal ihn bestimmt hat, spielt offenbar gar keine Rolle mehr“, sagt Harris. „Lois schreibt, dass das Leben weitergehen muss: Die Menschen sollen gefälligst selbstständig werden und sich nicht auf einen Retter verlassen. Natürlich versucht sie ihn auf diese Weise selbst zu vergessen.“
„Die Welt hat ihren Wohltäter vergessen“, sagt Chris Lee. „Als er von seiner Reise zurückkehrt, steht er vor einem Dilemma, denn er findet keinen Platz mehr in der Welt – er war sehr lange fort, und Lois posaunt heraus, warum er überflüssig ist. Aber wie immer weiß seine Mutter Rat.“
Martha „Ma“ Kent, Clarks Adoptivmutter, wird von der legendären Eva Marie Saint („North by Northwest“/Der unsichtbare Dritte; „On the Waterfront“/Die Faust im Nacken) dargestellt. Martha freut sich riesig, als ihr Sohn zurückkehrt, erkennt aber sofort, dass sich seine Bestimmung gewandelt hat. „In seiner Jugend haben ihn seine Eltern dazu angehalten, seine besonderen Fähigkeiten für gute Taten einzusetzen“, sagt Saint. „Doch als er zurückkehrt, ist er völlig mutlos. Er braucht sie: Sie muss ihm Mut machen und sein Selbstbewusstsein aufbauen, damit er wieder Superman werden kann.“
Saint gewann den Oscar für „Die Faust im Nacken“ als Partnerin von Marlon Brando – Supermans Kino-Vater Jor-El. Als einzigartig empfindet sie das Privileg, eine Rolle spielen zu dürfen, mit der sie ihre Enkel beeindrucken kann. „Ich habe den Part sehr freudig angenommen, weil ich immer noch gern arbeite – das ist halt mein Beruf“, sagt sie. „Als meine drei Enkel das hörten, reagierten sie ganz spontan: ,Das ist ja voll cool!‘ Und gleich haben sie es ihren Freunden weitererzählt. Das ist gut fürs Geschäft, stimmt’s?“
Saint bedankt sich bei Singer für dessen Unterstützung bei einer emotional, aber auch körperlich anstrengenden Szene, in der Ma Kent das brennende Raumschiffwrack ihres Adoptivsohns findet. „Das war eine lange Drehnacht“, erinnert sich Saint. „Aber Bryan hat viel Geduld und reagiert ganz instinktiv – er lässt seine Schauspieler durchaus verschiedene Varianten ausprobieren. Man spürt wirklich die Liebe zwischen der Mutter und ihrem einzigen Sohn. Mir fiel es sehr leicht, Brandon Rouths liebevolle Mutter zu verkörpern, denn er ist ein sehr angenehmer junger Mann und ein sehr begabter Schauspieler.“ Und sie fügt hinzu: „Ich habe mir immer gewünscht, fliegen zu können, und heimlich habe ich mir vorgestellt, mal mit Superman zu fliegen. Doch der Traum hat sich nicht erfüllt.“
Als Brillenträger Clark Kent kehrt Superman nach Metropolis zurück und muss leider feststellen, dass nur sein alter Freund, der Nachwuchsfotograf Jimmy Olsen, sein Verschwinden bemerkt hat. „Jimmy glaubt, dass Clark all die Jahre per Anhalter um die Welt gereist ist“, sagt Sam Huntington, der den Fotografen spielt. „Also fragt er Clark über die berühmten Orte aus, die er doch gesehen haben muss, aber Clark kennt sie alle nicht.“
Von Jimmy erfährt Clark auch die niederschmetterndste Nachricht überhaupt: Lois, die Liebe seines Lebens und seine dringend benötigte Verbindung zur Menschenwelt, hat sich verlobt und ist Mutter eines Sohnes namens Jason, dargestellt von Newcomer Tristan Leabu. „Dieses Hindernis erweist sich als hartnäckig wie Kryptonit“, sagt Singer. „Das will erst einmal umschifft sein – hier kommen wir zum emotionalen Kern des Ganzen.“ Und Routh fügt hinzu: „Er ist also wieder der totale Außenseiter, obwohl er doch zurückgekehrt ist, weil er überzeugt war, gerade hier akzeptiert zu werden.“
Um jene Frau zu verkörpern, die weltweit fast so bekannt ist wie Superman selbst, war eine junge Schauspielerin gefragt, die Lois’ bekannte Eigenschaften, ihre Intelligenz und ihren Witz darstellen kann, doch sie muss ihr auch weitere Dimensionen hinzufügen: Lois ist reifer geworden, ihr Charakter hat sich in den Jahren, die sie auf Superman warten musste, verhärtet.
Die Lösung fand sich mithilfe von Singers altem Freund und Mitarbeiter Kevin Spacey: 2004 inszenierte Spacey die Filmbiografie „Beyond the Sea“ (Beyond the Sea) über den 1950er-Jahre-Sänger Bobby Darin, den er selbst spielte. Seine Partnerin war Kate Bosworth als Sandra Dee. „Ich hatte das Glück, eine Voraufführung von Kevins Film sehen zu dürfen, und war überwältigt von Kates Leistung als Sandra Dee“, erinnert sich Singer. „Kevin berichtete, wie wunderbar man mit ihr arbeiten kann. Ich lud sie also ein, zusammen mit Brandon vorzusprechen. Es war ziemlich offensichtlich, dass die beiden sich auf Anhieb verstanden – wir alle waren sofort überzeugt, dass sie eine traumhafte Lois Lane abgeben würde.“
„Es ist für mich eine große Ehre, in diesem Film mitwirken zu dürfen“, sagt Bosworth, die als peppige Surferin in „Blue Crush“ (Blue Crush) international bekannt wurde. „Ich fühle aber auch die große Last der Verantwortung auf meinen Schultern – der Druck ist gewaltig, denn Fans in aller Welt kennen diese Figuren in- und auswendig. In unserem Film entwickeln sie sich weiter, sie offenbaren ihr Innenleben, was uns beim Spielen natürlich viel Spaß gemacht hat. Ich bin überzeugt, dass Lois und Clark den Zuschauern auch auf der großen Leinwand wieder gefallen werden.“
Gleich nach seiner Rückkehr erfährt Clark, dass Lois in großer Gefahr schwebt: Ein Shuttle hebt vom Rumpf eines Flugzeugs ab, und Lois ist mit an Bord. „Sie begegnen einander wieder, als die ganze Welt miterlebt, dass Superman zurückgekehrt ist“, sagt Routh.
Nach einer atemberaubenden Rettungsaktion, bei der Hunderte Tonnen brennender Metalltrümmer durchs All trudeln, und nach der gefährlichen Notlandung in einem Baseball-Stadion schauen sich Lois und Superman nach fünf Jahren erstmals wieder in die Augen. „Superman sorgt für eine sichere Landung“, erzählt Routh. „Er kommt durch die Tür, um sich zu vergewissern, dass alle Passagiere unversehrt sind – und da begegnet er Lois’ Blick. Das ist für beide ein sehr emotionaler Moment, wenn auch nur sehr kurz. Sie wendet sich nicht von ihm ab. Obwohl sie den Artikel über ihn verfasst hat, merkt er also, dass noch Hoffnung besteht.“
Außerdem freundet er sich mit Lois’ kleinem Sohn an, der die Welt nur ohne Superman kennt.
Ein Mann hält seine Freude über Supermans Rückkehr ganz gewiss nicht zurück: Perry White, der Chefredakteur des Daily Planet, dargestellt von dem erfahrenen Frank Langella („Dracula“). „Egal ob man sieben oder 70 ist – wenn ein Held zurückkehrt, dann läuft uns ein wohliger Schauder über den Rücken“, sagt Langella. „Zeitlose Begeisterung löst eine solche Ikone von epischen Proportionen aus, wenn sie wieder auftaucht. Es ist schon etwas ganz Besonderes, auf solche Helden zählen zu können.“ Ein eher praktischer Aspekt ist, „dass Perry White natürlich auch an sein Blatt und die Auflage denkt – auch deswegen ist er sehr glücklich, dass Superman auftaucht, weil er ab jetzt auch wieder exklusive Superman-Stories drucken wird, die die Kassen zum Klingeln bringen. Kein Wunder, dass er überglücklich ist.“
Jimmy-Olsen-Darsteller Sam Huntington ist seit frühester Kindheit Superman-Fan und freute sich besonders, eine Szene mit Jack Larson spielen zu dürfen, der den Jimmy Olsen in der TV-Serie der 50er-Jahre verkörpert hat. „Für mich ist Jack einer der Größten – ich fühle mich besonders geehrt… nicht nur weil ich neben ihm auftreten darf, sondern zudem auch noch in der Rolle, die er als Erster gespielt hat“, sagt Huntington. „Außerdem erzählt er tolle Geschichten darüber, wie sehr sich sein Leben veränderte, weil er eine so berühmte Rolle gespielt hat. Damit ist für mich ein Traum wahr geworden – als Schauspieler und auch als Superman-Fan.“
Neben all den bestens bekannten Figuren führt „Superman Returns“ auch zwei neue Personen ins Universum des Superhelden ein: Lex Luthors Kumpanin Kitty Kowalski, gespielt von Parker Posey; und Perry Whites Neffen Richard White (James Marsden), der mit Lois verlobt ist.
Kitty Kowalski gehört selbst nicht zu den Bösewichten, hat aber mit manchem Ganoven gemeinsame Sache gemacht. Doch als sie zu einer Schlüsselfigur im Komplott zu Supermans Vernichtung aufsteigt, ist das deutlich eine Nummer zu groß für sie. „Kitty findet das Leben toll, das Lex ihr bietet“, sagt Posey, die sich mit Filmen wie „Personal Velocity“, „Best in Show“ (Best in Show) und „The House of Yes“ (Wer hat Angst vor Jackie-O?) einen Namen gemacht hat. „Außerdem steht sie auf seinen Humor und sogar auf seine Abartigkeit“, fährt Posey fort. „Doch die ganze Affäre wächst ihr einfach über den Kopf, und am Ende klammert sie sich nur noch krampfhaft an den kleinen Hund, den sie geerbt hat.“
„Parker eröffnet Kitty unglaubliche Dimensionen, sie kommt als eine Art geistiger Verwandte der Miss Teschmacher aus den ersten beiden Filmen daher“, sagt Singer. „Wie Teschmacher wirkt Parkers Kitty sehr komisch und unverschämt, sie kann Lex durchaus das Wasser reichen, aber andererseits regt sich in ihr noch ein Gewissen, das Lex eindeutig nicht kennt.“
Richard White arbeitet als Redakteur beim Daily Planet. Er ist mit Lois verlobt – Lois’ kleiner Sohn Jason nennt ihn „Daddy“. „Richard White taucht als Neuling in Supermans Welt auf“, sagt Marsden, der den Superheld Cyclops in Singers „X-Men“-Filmen spielt und aktuell auch in „X-Men: The Last Stand“ (X-Men: Der letzte Widerstand) dabei war. „Ich fand es interessant, für Bryan eine so total andere Rolle darzustellen. Denn es ist echt cool, einen Typen zu spielen, der sich zwischen Lois und Superman drängen darf.“
„Richard ist kein übler Typ – ganz im Gegenteil –, aber ist er auch der Richtige für Lois?“ fragt Routh, um dann selbst die Antwort zu geben: „Nein, denn der Richtige ist natürlich Superman.“
Während Superman noch einen Ansatzpunkt sucht, um Lois wieder näherzukommen, muss er sich laut Routh „gleichzeitig damit auseinandersetzen, was seine Verantwortung, sein Schicksal von ihm fordern: Er ist der gewaltigste Schutzherr der Erde.“ In spannenden und auch komischen Trips rund um den Globus bekämpft er das Böse, wo immer es auftaucht. Die Welt reagiert begeistert auf die Rückkehr des Superhelden, den viele schon vergessen hatten.
Doch seine größte Bewährungsprobe steht ihm noch bevor: Lex Luthors teuflischster Plan richtet sich nämlich nicht nur gegen Superman, sondern gegen die gesamte Menschheit. Diesmal wird nicht nur Supermans Glauben an die Menschen auf eine harte Probe gestellt, sondern auch seine Fähigkeit, jedes von seinen Feinden aufgetürmte Hindernis aus dem Weg zu räumen.
Australien und Metropolis: Die Dreharbeiten
Die Außenaufnahmen begannen nahe dem australischen Breeza in einer ländlichen Gegend, wo man Farmland in ein Außenstudio umfunktionierte. Das Filmteam legte eine zehn Kilometer lange Straße an, um die Zufahrt zum „Basislager“ zu ermöglichen. Es bestand aus den Wohnwagen der Stars und Filmemacher, dem Küchen- und Kantinenzelt und Wohnwagen für alle Filmabteilungen von der Maske bis zu den Kostümen, Spezialeffekten und visuellen Effekten. Das Basislager verfügte auch über eine IT-Einheit, mit der per Satellit mitten im australischen Busch eine Internetverbindung geschaffen wurde.
Alle Straßen auf dem Gelände führten zur Kent-Farm, wo Produktionsdesigner Guy Hendrix Dyas das berühmte Haus von Ma, Pa und Clark Kent in Kansas nachbaute. Vom Briefkasten am Ende der Auffahrt bis zur Schaukel auf der Veranda des einfachen Farmhauses bedachten Dyas und seine Designer, Künstler, Handwerker und Bauteams jedes kleine Detail der Umgebung, in der Superman aufwuchs. Die zehn Meter hohe Scheune wurde im klassischen Blutrot gestrichen, und auch die extra mit zwei Meter hohem Mais bepflanzten Felder, die zwei Hektar Fläche einnahmen, gehören zu den Highlights der Farm.
Drei Wochen lang drehte das „Superman Returns“-Team auf dem atemberaubenden Kent-Farm-Set, das sich in der Nähe der kleinen Stadt Tamworth in New South Wales befand. Es war verblüffend anzusehen, wie Supermans irdische Heimat wieder erstand – neue Straßen wurden angelegt, kilometerlange Telefonleitungen an Masten befestigt, Mais wurde speziell für den Film ausgesät.
Drei Wochen lang pendelten alle Teammitglieder zwischen dem Drehort und Tamworth hin- und her, wo man fast alle Hotelzimmer, Restaurants und Pubs mit Beschlag belegte. So konnten die Filmemacher zusammen mit ihren Stars Brandon Routh, Eva Marie Saint, James Karen (er spielt jenen Ben Hubbard, der Martha Kent den Hof macht) und Stephan Bender (der den kleinen Clark in mehreren Rückblenden spielt) die an die berühmten Bilder von Norman Rockwell erinnernde, typisch amerikanische Idylle genießen – mit allem was dazugehört: drückender Hitze, aber auch den schönsten Sonnenuntergängen, die sie je erlebt haben.
„Den Mais in Tamworth auszusäen und wachsen zu lassen war ein riesiges Problem“, sagt Dyas. „Gerade in dieser Gegend Australiens herrschte nämlich seit vielen Jahren Dürre. Wir mussten extra ein Bewässerungssystem installieren, um das Getreide auf der Kent-Farm bis zum Ende der Dreharbeiten grün zu halten. Das war eine unglaubliche Leistung, und mit unserem Mais haben wir vor Ort eine Menge Vieh ernährt, als wir endlich unsere Zelte abbrachen und verschwanden. Es kostete sehr viele Arbeitsstunden, mitten in der Einöde so viel aufzubauen, aber Bryan und mir ist es letztlich doch gelungen, unsere Vorstellung von Martha Kents Farm umzusetzen – so konnten wir sehr schöne Momente für den Film aufnehmen. Vom ersten Tag bis zum Drehschluss haben Bryan und ich uns beim Look des Films immer wieder auf Supermans bereits existierende Welt bezogen: auf die Comics, die TV-Serie oder die früheren Spielfilme. Darauf legt Bryan größten Wert. Entsprechend achtete ich bei all meinen Entwürfen peinlich genau darauf, den früheren Superman-Versionen gerecht zu werden. Wir wollten Supermans Welt der heutigen Zeit anpassen, aber sie nicht neu erschaffen. Als Erstes habe ich die Kent-Farm für den Film entworfen – das erlaubte mir einen wunderbaren Einstieg, denn von Anfang an konnte ich viele klassische und romantische Elemente einbringen.“
„Genau wie die Story ist auch der Look des Films stark romantisch geprägt“, sagt Singer. „Es gelang uns recht überzeugend, die berühmten Designs von John Barry nachzuempfinden, die er 1978 für den Donner-Film schuf und die für das romantische Feeling der 1940er-Jahre sorgen – von der Farbpalette über die optischen Kompositionen bis zu den Art-Deco-Fassaden und gleißenden Wolkenkratzern in Metropolis. Natürlich handelte es sich auch 1978 nicht um einen historischen Film, sondern um eine Mischung aus Alt und Neu, die letztlich einen zeitlosen Look schafft. Genau diesen Ansatz haben wir bei allen Design-Aspekten jetzt auch wieder verfolgt.“
Nachdem die Szenen auf der Kent-Farm abgedreht waren, kehrte das Team in die australischen Fox-Studios zurück, die in Sydney das Film-Hauptquartier bildeten. Die Produktion benötigte alle sieben Studiohallen und beschäftigte das Bauteam rund um die Uhr. „Sobald eine Szene abgedreht war, wurde der Set abgerissen, um Platz für die nächste Szene zu schaffen.“ Einmal herrschte derartige Platznot, dass Dyas sich gezwungen sah, einen seiner Bauschuppen in ein Studio umzufunktionieren und dort die Innenräume der 60 Meter langen Film-Yacht Gertrude unterzubringen.
„Wenn man all die kardanischen Aufhängungen für die Flugzeug- und Yacht-Szenen, die Wasserbecken und die Greenscreen-Bühnen mitrechnet, haben wir etwa 80 Sets gebaut“, sagt Produzent Gilbert Adler. „Das war zwar problematisch, aber da auf dem Studiogelände keine anderen Filme gedreht wurden, haben wir es komplett mit Beschlag belegt und uns häuslich eingerichtet. Dadurch konnten wir den Drehplan und die Baumaßnahmen sehr viel flexibler und kreativer handhaben – anders hätten wir den fantastischen Look und die reibungslose Funktion der Sets auch nicht hinbekommen.“
Singer wollte aber neben der Kent-Farm auch andere Schauplätze des Superman-Universums in seine Rückkehr-Geschichte mit aufnehmen, vor allem natürlich die Innen- und Außenansichten sowie das Dach des Daily Planet-Redaktionsgebäudes und die bei den Fans so beliebte Festung der Einsamkeit. „An der Festung der Einsamkeit kann man gut demonstrieren, wie wir das Konzept übernahmen, das John Barry für Donners Superman-Film entworfen hat“, sagt Singer. „Wir sind heute durch die weiterentwickelte Technik der visuellen Effekte in der Lage, das Konzept noch auszubauen.“
Dyas ließ sich von den 1978er-Sets von John Barry inspirieren und konstruierte ein „Kristallschiff“ für Superman, das 45 Meter lang, 41 Meter breit und etwa drei Stockwerke hoch war. „Dieser Set erinnert ganz bewusst an die Kristallkapsel, mit der Superman im ersten Richard-Donner-Film auf die Erde kommt“, sagt Dyas. „Wir haben sie allerdings erheblich modernisiert – sie erinnert heute an die wissenschaftlichen Experimentierkästen für Kinder – wir haben damals Kristalle wachsen lassen. Superman verwendet seine eigene ,Kristall-Technologie‘, um ein Schiff zu schaffen. Das Ergebnis sieht wirklich äußerst ungewöhnlich und elegant aus – es strahlt von innen heraus und wirkt überirdisch schön. Ähnlich sind wir beim Design von Supermans Festung der Einsamkeit vorgegangen, und mithilfe der neuen Techniken können wir die Kristall-Idee erheblich ausbauen. Im Film von 1978 ist der Set nur von einer Seite zu sehen – wir sind jetzt in der Lage, es von allen Seiten zu zeigen. Bryan kann also mit der Kamera ganz um dieses riesige, Kathedralen-ähnliche Gebilde herumfahren. Das wirkt sehr spektakulär.“
Auch für das Daily Planet-Gebäude dachte Dyas sich etwas Ungewöhnliches aus – er ging davon aus, dass dieses Gebäude in Metropolis genau wie viele Art-Deco-Häuser in New York im Lauf der Jahre in manchen Aspekten renoviert worden ist, um die neuesten Medien- und Drucktechniken zu integrieren. „Guy gelingt es ganz hervorragend, die Deco-Atmosphäre der Hausfassade und der Eingangshalle mit den neuesten Plasma-Bildschirmen und flachen Computer-Monitoren zu kombinieren“, kommentiert Singer. „Wieder wird das Alte mit dem Neuen verbunden und wirkt dadurch zeitlos… genau wie Superman.“
Sechs Monate waren nötig, um den Daily Planet-Set zu entwerfen, vier Monate dauerte der Bau, einen Monat die entsprechende Ausleuchtung. „Allein in diesem Set wurden an die 3000 Leuchten und 30 Kilometer Kabel verbaut“, erinnert sich Adler.
„Bryan wünschte sich auf seinen Sets jede Menge Details – beim Daily Planet konnte ich meiner Fantasie also freien Lauf lassen“, sagt Dyas. „In der Vorbereitungsphase recherchierten wir, und wir besuchten das originale Daily News-Gebäude in New York, das Raymond Hood 1929 entworfen hat. Diese wunderbare Epoche der amerikanischen Art-Deco-Architektur hat mich bei meinen Entwürfen stark beeinflusst, vor allem beim Büro des Chefredakteurs in der Redaktion des Daily Planet. Der Stil unseres Films soll zwar modern sein, aber dennoch ließ ich mich von den für die 1930er-Jahre typischen geometrischen Linien, von dem Einsatz von Glas und kräftigen Farben inspirieren.“ Dieser Einfluss lässt sich auch an der klassisch-ornamentalen Fassade des Daily Planet-Gebäudes und der viel frequentierten Plaza nachweisen. Dazu Dyas: „Unbedingt sollte wieder der berühmte rotierende Globus oben auf dem Daily Planet-Gebäude prangen, und auch das Flachdach hoch über Metropolis spielt eine Rolle. Auf diesem traumhaften Set spielt eine der Liebesszenen.“
Der Plaza-Set war derart umfangreich, dass er in keine der Fox-Studiohallen passte. Die Filmemacher entschieden sich also zu dem ungewöhnlichen Schritt, den Set unter freiem Himmel zu bauen, wobei sie die Straße zwischen zwei vorhandenen Studiohallen mit einbezogen. „Ob Sie es glauben oder nicht: Der Außenset hat bestens funktioniert“, stellt Dyas fest. „Wir hatten fantastisches Wetter, und wir konnten die umliegenden Straßen mit gelben Taxis, Bussen und dem üblichen Straßenverkehr vollstopfen. Außerdem verwandelten wir ein angrenzendes Gelände in einen winzigen Central Park und richteten auch eine U-Bahn-Station ein. Dieses Set machte uns eindeutig die größten Probleme, aber alles hat wunderbar geklappt.“
Neben der Vanderworth-Yacht schuf Dyas zwei weitere Sets, die ausschließlich in „Superman Returns“ zu sehen sind. Dyas entwarf ein kompliziertes Modelleisenbahnset im Keller der Vanderworth-Villa – zusammen mit einem enormen Insel-Set, der einfach als New Krypton bezeichnet wurde. „New Krypton kann man wohl nicht anders beschreiben als Kreuzung zwischen der Arizona-Wüste und der Arktis“, sagt Dyas. „Wir verwendeten Kristallformen und -formationen, die optisch zur Superman-Mythologie gehören. Das erinnert an Supermans Festung der Einsamkeit, leuchtet aber nicht so stark und wirkt fast farblos.“
„Dagegen wirkt die Modelleisenbahn wie ein Miniatur-Spielplatz. Mein Team setzte begeistert Hunderte von Modellbausätzen zusammen, um hyper-realistische Städte und Landschaften zu kreieren“, sagt Dyas. „Wir haben uns bei den Details äußerst viel Mühe gegeben, denn wenn Lex die Modelleisenbahn mit seinem Kristall-Experiment vernichtet, ist das eine Metapher für die Zerstörung, die er für die Menschenwelt plant. Unser Eisenbahnset war im Vergleich zu anderen bereits riesig, aber es sollte noch gewaltiger erscheinen – also bauten wir einen Keller-Set drum herum und setzten dabei perspektivische Tricks und Ähnliches ein. Ein Beispiel: Die Betonpfeiler des Kellers stehen vorn auf dem Set weit auseinander, rücken aber nach hinten hin immer näher zusammen. Außerdem verwendeten wir Eisenbahnzüge in unterschiedlichen Maßstäben: Die größten fuhren im Vordergrund vor der Kamera vorbei, die kleineren im Hintergrund“, erklärt Dyas. „Wir haben Aberhunderte von Modellbausätzen verplant, um die Eisenbahnanlage realistisch zu gestalten, und ohne die großzügige Unterstützung der Firma Märklin wäre das unmöglich gewesen. Die Märklin-Züge und Bausätze sind einfach hervorragend, und über mehrere Monate hinweg schickten sie uns zahllose Kisten voller Schätze.“ Zu den vielen Details der Eisenbahnanlage zählen zum Beispiel die mit Kakteen gespickte Arizona-Wüste, das gleißende Stadtpanorama von Metropolis und die schneebedeckten Gipfel der Schweizer Alpen.
Die gleiche Mischung aus klassischen und allerneuesten Motiven bestimmte auch die Filmkostüme. Zunächst richtete sich die gesamte Energie der Macher natürlich auf das Superman-Kostüm. Singer wollte damit nicht nur den Ikonen-Charakter transportieren, der sich seit Anfang an kulturell etabliert hat, sondern der Figur auch einen modernen Touch verleihen.
„Ich erinnere mich, wie Brandon erstmals bei mir auftauchte“, sagt Kostümbildnerin Louise Mingenbach, die sich mit Superhelden-Garderobe bestens auskennt, seit sie die Kostüme zu Singers beiden „X-Men“-Filmen lieferte. „Er betonte, dass er sich ein besonders bequemes Kostüm wünschte, das ihn möglichst wenig einschränken sollte. Ich wollte nicht unsensibel reagieren, aber ich lachte nur: ,Baby, du wirst dich in deinem ganzen Leben nie so unwohl fühlen wie in diesem Kostüm. Das Leben eines Superhelden ist nicht leicht – und mit Bequemlichkeit hat es wirklich nichts zu tun.‘“
„Irgendwie war das richtig süß“, sagt Mingenbach. „Denn zu dem Zeitpunkt hatte Brandon noch keine Ahnung, worauf er sich da einließ.“
Die nächsten Monate verbrachte er in einem blaufarbigen, enganliegenden Stoff namens Milliskin, unter dem er einen konturierten „Muskelanzug“ trug. „Weil der Stoff so straff ist, drückte er Brandons echte Muskeln flach, die er in hartem Training entwickelt hatte. Deshalb mussten wir einen Muskelanzug entwickeln, um ihm seine eigenen Körperkonturen zurückzugeben“, sagt Mingenbach.
Das berühmte „S“-Emblem auf dem Kostüm besteht aus einem gegossenen Latex-Relief, in das dann per Laser Tausende kleine S-Insignien geschnitten wurden. Das Futter des Capes wurde aus speziell in Frankreich gefertigter Wolle hergestellt. Durch die Ombre-Behandlung wirkt das Cape vor allem in der Mitte leuchtend rot. Außen verstärkte man das Cape „mit Gummi, um es fester und schwerer zu machen“, sagt Mingenbach. „Man kann jetzt also verstehen, warum von Bequemlichkeit keine Rede sein kann, wenn man zwei hautenge Trikots und darüber ein fünf Kilogramm schweres Cape tragen muss.“
Um Supermans Anzug wirklich auszufüllen, musste Routh sich einem intensiven Körpertraining unterziehen, das schon begann, als er die Rolle noch gar nicht in der Tasche hatte. In Los Angeles trainierte Routh mit Gudni Gunnarsson. „Die Trainingsmonate in L.A. dienten eigentlich nur dazu, mir die Kondition für das eigentliche Bodybuilding anzutrainieren“, sagt Routh. „Es ging nur darum, meinen Körper vorzubereiten, damit er auf das spätere Gewichtheben in Australien eingestellt war.“
In Sydney angekommen, begann Routh sein Programm mit dem australischen Trainer Michael Ryan, der dem Schauspieler fast Übermenschliches abverlangte. „Das Pensum ging gleich heftig los und blieb die gesamte Zeit auf diesem intensiven Niveau“, erinnert sich Routh. „Oft kam ich mir eher als Athlet und nicht als Schauspieler vor. In 15 Meter Höhe in der Luft zu baumeln oder fünf Meter tief unter Wasser die Luft anzuhalten, während ich von dem Kostüm behindert wurde, war für alle Körperteile ungeheuer stressig, vor allem, wenn wir solche Szenen den ganzen Tag und viele Tage hintereinander drehten. Es klingt zwar verrückt, aber ich habe mich angepasst, und mein Körper gewöhnte sich daran.“
An normalen Tagen stemmte Routh mindestens eine Stunde lang Gewichte, absolvierte sein Lauftraining, machte dann Kostümproben, Frisuren- und Makeup-Tests und Testaufnahmen vor der Kamera. „Ich lernte eine Menge, habe eine Menge erreicht. Und das hat mein Selbstbewusstsein ungeheuer gestärkt, denn ich war rundum von Fachleuten umgeben.“
Die Physik des Fliegens und die Genesis-Kamera
Seit den 1970er-Jahren, als Richard Donner „Superman – Der Film“ drehte, hat sich die Technik in einer Weise entwickelt, von der die Filmemacher damals nur träumen konnten. Dank des Riesenfortschritts in den Bereichen Kameratechnik und visuelle Effekte weiß Bryan Singer, dass „wir uns heute wirklich überzeugen lassen, dass ein Mensch fliegen kann.“
Singer und sein Team bemühten sich vor allem, den körperlichen Fähigkeiten der Superman-Figur in seiner Welt gerecht zu werden. „Brandon und ich entwickelten unsere eigenen physikalischen Gesetze, die dann unsere Richtschnur für die Flugsequenzen darstellten“, sagt Singer. „Zum Beispiel: Wie viel Aufwand kostet es, ein fliegendes Flugzeug einzuholen? Wann springt er vor, wann lässt er sich treiben? Welche Handbewegungen führt Superman aus, um während des Flugs seine Richtung zu ändern? Diese Fragen haben Brandon, ich und die Stunt-Koordinatoren und Flugteams immer wieder diskutiert. Und dank der heutigen Technik fliegt Brandon, wie es noch keinem Superman möglich war.“
„Eine Technik mit den heutigen Möglichkeiten gab es auch vor zwei Jahren noch nicht“, sagt Singer. „Was sich auf dem Gebiet der visuellen Effekte tut, ist einfach verblüffend. Im Gegensatz zu einem Superheld wie Spider-Man ist Supermans Haar und Gesicht den Elementen ausgesetzt – deshalb muss er auch im Flug als Darsteller auftreten und seine gesamte Persönlichkeit einsetzen.“
Bei den realen Filmaufnahmen mit Routh gingen die Filmemacher genauso sorgfältig vor wie bei der Berechnung der Computerbilder, beim Scannen und Animieren der Figur – und all das, um einen Mann darzustellen, der fliegen kann, wie und wohin er will.
Die aktuellste technische Entwicklung, die bei den Dreharbeiten zum Einsatz kam, ist die digitale Genesis-Kamera, die von Sony und Panavision gemeinsam entwickelt wurde. Das Genesis-Kamerasystem wird bei „Superman Returns“ erstmals für einen ganzen Spielfilm verwendet.
„Dass der Einsatz der Genesis-Kamera vielleicht möglich sein würde, erfuhr ich, als ich Brandon bereits besetzt hatte“, erinnert sich Singer. „Wir machten Probeaufnahmen in dem vorgesehenen Filmformat Super 35mm, und aus Spaß drehten wir auch einen Test in 70mm. Nachdem beide Aufnahmen entwickelt waren, schauten wir uns zunächst den 35mm-Film an und schalteten dann um auf den 70mm-Projektor. Die Brillanz, Tiefe und die völlig unsichtbare Körnung machten das Bild derart klar, dass der 35mm-Film daneben aussah, als ob wir schlechtes Filmmaterial benutzt hätten… So unterschiedlich wirken die beiden Formate. Ich forschte also nach, welche Möglichkeiten es gibt, auf 70mm zu drehen“, erklärt Singer. „Sehr schnell fand ich heraus, dass es eine Million Gründe gibt, die 70mm als unpraktisch verbieten – man ist in Bezug auf Kamerabeweglichkeit und Filmmaterial zu sehr eingeschränkt.“
Etwa zur selben Zeit erfuhr Singer von seinem langjährigen Kameramann Newton Thomas Sigel, dass Sony und Panavision die neue Genesis-Kamera entwickelt hatten. „Damals befand sich wohl nur eine dieser Kameras in L.A. – mit der haben wir einen von Brandons Kostümtests aufgenommen“, erinnert sich Singer. „Dann begannen wir einen der umfassendsten Material-Vergleichstests aller Zeiten: Mit der Genesis drehten wir Probeaufnahmen draußen in weichem Licht, warmem Licht, nachts, mittags, abends, morgens, Innenaufnahmen, Kostüme, Frisuren und Makeup, alles, was man sich nur vorstellen kann. Tom und ich sahen uns die Tests in einem Vorführraum an, und aufgrund dieser Vergleiche entschieden wir gemeinsam, den Versuch zu wagen und den gesamten Film mit dem Genesis-System zu drehen.“
Innerhalb kurzer Zeit waren weitere Kameras für „Superman Returns“ einsatzbereit. „Als wir die Kameras in Australien benötigten, hatten wir wohl nur eine oder zwei“, sagt Singer. „Doch nach ein paar Monaten Drehzeit standen uns acht oder zehn zur Verfügung.“
Singer und auch Sigel geben zwar zu, dass es mit der Genesis viele technische Probleme zu bewältigen galt, aber dennoch waren sie mit dem Endergebnis mehr als zufrieden.
„Sony und Panavision haben sich sehr viel Mühe mit der Kameraentwicklung gegeben, um das ganze Filmspektrum abzudecken“, sagt Sigel. „Das Beleuchtungskonzept unterscheidet sich also nicht wesentlich von anderen Systemen. Unbearbeitet sieht das mit der Genesis-Kamera aufgenommene Material etwas blass aus. Aber wir entschieden uns gegen eine Korrektur des gesamten Materials, vielmehr ließen wir die täglichen Musteraufnahmen überarbeiten, wobei wir dem Farbexperten Standbilder als Referenz vorgaben. Auf diese Weise lernten wir die Grenzen des Systems kennen, und wir legten fest, was in der Endfertigung noch nachbearbeitet werden musste, um dem Film sein endgültiges Aussehen zu geben. Der Bonus dabei war, dass alle Effekte-Firmen von uns Testmaterial bekamen, das den von uns angestrebten endgültigen Look repräsentiert – das ist ihnen beim Erstellen der Effekte eine unschätzbare Hilfe. Bei einem Film wie unserem ist es ganz entscheidend, sich mit den Experten für visuelle Effekte genauestens abzusprechen, um nicht nur ,den Look‘ zu schaffen, sondern ihn auch durchgehend beizubehalten.“
Wie in vielen anderen Bereichen beim Dreh dieses Films stellt auch der Einsatz der Genesis-Kamera wieder das Zusammenwachsen von Alt und Neu dar. „Ich bin noch mit der ganz traditionellen Filmtechnik aufgewachsen“, sagt Singer. „Ich drehe am liebsten auf Filmmaterial. Tom ist Kameramann und Kameraassistent gewesen – der digitale Dreh war also für uns beide völlig neu. Wir setzten häufiger Weitwinkel und Totalen als bei meinen früheren Filmen ein, weil das ,Superman Returns‘-Panorama derart gewaltig ist. Als wir uns dann die Aufnahmen der ersten Drehtage auf der Kent-Farm anschauten, merkten wir beide, dass wir hier die Chance hatten, einen hervorragenden, wunderschönen Film-Look zu schaffen.“

DARSTELLER
BRANDON ROUTH
Kal-El/Clark Kent/Superman
Mit „Superman Returns“ gibt Routh sein Spielfilmdebüt.
Routh wurde am 9. Oktober 1979 in Des Moines/Iowa geboren. Er wuchs im benachbarten Norwalk auf (etwa 160 Kilometer sind es von dort bis nach Woolstock, der Heimat des ersten TV-Supermans George Reeves). Der 1,90 Meter große Schauspieler profilierte sich in der Schule als Schwimmer und Fußballer, trat aber auch schon in mehreren Theaterinszenierungen auf. Ein Jahr studierte er an der University of Iowa, bis er nach Hollywood aufbrach, um Schauspieler zu werden.
Seine erste wichtige Rolle bekam Routh 1999 in einer Episode der kurzlebigen ABC-Sitcom „Odd Man Out“, 2000 trat er in der Serie „Gilmore Girls“ (Gilmore Girls) auf. Eine regelmäßige Rolle erhielt er dann in der ABC-Soap „One Life to Live“ (Liebe, Lüge, Leidenschaft): von 2001 bis 2002 spielte er den Seth Anderson. Anschließend übernahm er Gastrollen in der CBS-Krimiserie „Cold Case“ (Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen), der erfolgreichen NBC-Sitcom „Will & Grace“ (Will & Grace) und in der bald wieder abgesetzten Fox-Serie „Oliver Beene“ (Oliver Beene).
Bevor Routh als Superman besetzt wurde, arbeitete man bei Warner Bros. Pictures über zehn Jahre an einer Neuauflage der Serie. Als Regisseur Bryan Singer an Bord kam, bestand er darauf, einen Unbekannten zu engagieren – ganz in der Tradition des berühmtesten Mannes aus Stahl auf der Kinoleinwand: Christopher Reeve.
Der damals 25-jährige Routh bekam von Singer den Zuschlag, nachdem die Filmemacher in den USA, Großbritannien, Kanada und Australien nach einem geeigneten Darsteller gesucht hatten. Singer war von Rouths Ähnlichkeit mit dem berühmten Comic-Helden beeindruckt, und er hielt die Herkunft des Schauspielers aus einfachen Verhältnissen im Mittelwesten für die beste Voraussetzung der Heldenrolle – so wurde Routh zum neuen Kino-Superman gekürt.
KATE BOSWORTH
Lois Lane
Bosworth gelang der nahtlose Übergang vom jungen Hollywood-Starlet zu einer der meistgefragten Hauptdarstellerinnen. Kürzlich war sie in Kevin Spaceys „Beyond the Sea“ (Beyond the Sea) auf der Leinwand zu sehen: Neben Spacey als Bobby Darin spielte sie die Sandra Dee.
Ihr Kinofilmdebüt gab sie mit 14 Jahren in Robert Redfords „The Horse Whisperer“ (Der Pferdeflüsterer). Weitere Filme: Robert Luketics „Win a Date With Tad Hamilton“ (Total verknallt in Tad Hamilton); John Stockwells „Blue Crush“ (Blue Crush); „Wonderland“ (Wonderland) mit Val Kilmer; Roger Avarys „Rules of Attraction“ (Attraction – Spirale der Gewalt) und Jerry Bruckheimers Spielfilm „Remember the Titans“ (Gegen jede Regel) mit Denzel Washington. Aktuell übernahm sie eine Gastrolle in „Bee Season“ mit Richard Gere. Viel Lob brachte ihr das Fernsehdebüt in der Serie „Young Americans“ (Rawley High – Das erste Semester) ein.
James Marsden
Richard White
Durch seine erstaunliche Wandlungsfähigkeit hat sich James Marsden in Hollywood mit den unterschiedlichsten Filmen einen Namen gemacht.
Aktuell überzeugte er auf der Leinwand in „X-Men: The Last Stand“ (X-Men: Der letzte Widerstand). Unter der Regie von Brett Ratner spielte Marsden wieder die Rolle des Scott Summers/Cyclops in der äußerst erfolgreichen Filmserie nach den Marvel-Comics.
Inzwischen abgedreht ist sein Auftritt in Kevin Limas „Enchanted“ mit Susan Sarandon, Amy Adams, Idina Menzel und Patrick Dempsey. In dieser romantischen Geschichte werden real gedrehte Szenen mit Computeranimationen kombiniert.
Zwei seiner Independent-Filme warten auf ihren Kinostart: „10th and Wolf“ und „The Alibi“ (Alibi – Ihr kleines schmutziges Geheimnis ist bei uns sicher!). In „10th and Wolf“ ist Marsden als Mitglied einer Gang zu sehen, das sich freiwillig zum Militär meldet, um einer Haftstrafe wegen Beteiligung an einem Gangstermord zu entgehen. „Alibi“ erzählt die Geschichte von Ray Elliott (Steve Coogan), der ein erfolgreiches Unternehmen betreibt, indem er Männern und Frauen Alibis verschafft, während sie ihre Ehepartner betrügen. Marsden spielt Wendall Hatch, der seine Freundin ermordet, nachdem sich die beiden am Wochenende heimlich getroffen haben. Selma Blair, John Leguizamo und Rebecca Romijn übernehmen weitere Hauptrollen.
Kürzlich war Marsden in James Ivorys „Heights“ zu sehen. Es geht darin um eine Fotoreporterin (Elizabeth Banks), die sich mit einer komplizierten Beziehung auseinandersetzen muss. Marsden spielt Banks’ Verlobten, Glenn Close ihre Mutter. Außerdem übernahm er Rollen in Nick Cassavetes’ Liebesfilm „The Notebook“ (Wie ein einziger Tag) mit Rachel McAdams, James Garner, Gena Rowlands, Joan Allen und Ryan Gosling; sowie in den Blockbustern „X-Men“ (X-Men) und „X2“ (X-Men 2) mit Patrick Stewart, Rebecca Romijn, Halle Berry, Famke Janssen, Anna Paquin und Ian McKellen.
Zu Marsdens Spielfilmen zählen außerdem der MGM-Thriller „Disturbing Behavior“ (Dich kriegen wir auch noch!) mit Katie Holmes und Nick Stahl; Davis Guggenheims „Gossip“ (Tödliche Gerüchte) mit Kate Hudson; Tony Piccirillos „24th Day“; Francine McDougalls Komödie „Sugar & Spice“ (Sugar & Spice) mit Mena Suvari und Marley Shelton; und „Interstate 60“ (Interstate 60) mit Gary Oldman, Chris Cooper, Ann-Margaret, Amy Smart und Christopher Lloyd. Wichtige Fernsehauftritte absolvierte er unter anderem als Glen Floy in der letzten Staffel der Emmy-preisgekrönten TV-Serie „Ally McBeal“ (Ally McBeal).
Der am 18. September 1973 in Stillwater/Oklahoma geborene James Marsden lebt mit seiner Ehefrau Lisa und ihren zwei gemeinsamen Kindern in Los Angeles.
FRANK LANGELLA
Perry White
Über fünf Jahrzehnte steht Langella bereits auf der Bühne und vor den Film- und Fernsehkameras. Für seine Vielseitigkeit wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: 2003 wurde er in die Theatre Hall of Fame aufgenommen; er gewann zwei Tonys, fünf Drama Desk Awards, drei Obies, zwei Outer Critics Circle Awards, den Drama League Award, den Preis des National Board of Review (US-Pendant der FSK) und den Kabel-TV-Preis ACE. Zweimal war er für den Golden Globe nominiert und einmal für den Emmy.
In Langellas Filmografie finden sich unter vielen anderen Titeln „Good Night, and Good Luck“ (Good Night, and Good Luck), „Lolita“ (Lolita), „The Ninth Gate“ (Die neun Pforten), „I’m Losing You“, „Dave“ (Dave), „1492: Conquest of Paradise“ (1492 – Die Eroberung des Paradieses), „Those Lips, Those Eyes“ (Deine Lippen, deine Augen), „Dracula“ (Dracula – eine Love Story), „The Twelve Chairs“ (12 Stühle) und „Diary of a Mad Housewife“ (Tagebuch eines Ehebruchs). 2007 spielt er in Andrew Wagners „Starting Out in the Evening“ die Hauptrolle.
Am Broadway übernahm er Bühnenrollen in „Match“, „Fortune’s Fool“, „The Father“, „Present Laughter“, „Amadeus“ (Amadeus), „Hurlyburly“, „Passion“, „Seascape“, „Design for Living“, „Sherlock’s Last Case“, „Dracula“, „A Cry of Players“ und „Yerma“ (Yerma).
Off-Broadway war Langella in „Cyrano“ zu sehen, außerdem in „After the Fall“ (Nach dem Sündenfall), „The Old Glory – Benito Cereno“, „The White Devil“, „The Prince of Homburg“ (Der Prinz von Homburg), „The Immoralist“ und „Booth“. Besondere Provinztheatererfolge verbuchte er mit „Les Liaisons Dangereuses“ (Gefährliche Liebschaften), „Ring Round the Moon“, „The Devils“, „A Man for All Seasons“ (Thomas More), „My Fair Lady“ (My Fair Lady), „The Tooth of Crime“ (Zahn der Zeit) und „Scenes From an Execution“.
Fernsehrollen spielte er unter anderem auf HBO in „Unscripted“, auf Showtime in „Monkey House“, auf HBO in „The Doomsday Gun“ (Doomsday Gun – Die Waffe des Satans), auf ABC in „The Beast“, sowie auf dem öffentlichen Sender PBS in „The Seagull“ und „Eccentricities of a Nightingale“.
EVA MARIE SAINT
Martha Kent
Saints außergewöhnliche Karriere begann neben Marlon Brando in „On the Waterfront“ (Die Faust im Nacken), mit dem sie den Oscar gewann. Viele bedeutende Filme folgten: „A Hatful of Rain“ (Giftiger Schnee), „That Certain Feeling“ (Ich heirate meine Frau), „Raintree County“ (Das Land des Regenbaums), „Exodus“ (Exodus), „North by Northwest“ (Der unsichtbare Dritte), „All Fall Down“ (Mein Bruder... ein Lump), „The Russians Are Coming! The Russians Are Coming!“ (Die Russen kommen! Die Russen kommen!), „Grand Prix“ (Grand Prix), „The Stalking Moon“ (Der große Schweiger), „Loving“ (Loving), „Nothing in Common“ (Nothing in Common – Sie haben nichts gemeinsam) und „I Dreamed of Africa“ (Ich träumte von Afrika).
Die Schauspielerin wuchs in Delmar/New York auf und studierte an der Bowling Green State University in Ohio – sie wollte Lehrerin werden. Als sie sich traute, für das Schultheater vorzusprechen, ergatterte sie die Hauptrolle – ein Ereignis, das ihr Leben veränderte. Die Universität hat ihr inzwischen einen Ehrendoktor verliehen und das Theater auf dem Campus in The Eva Marie Saint Theatre umbenannt.
Nach ihrem College-Abschluss nahm sie Schauspielunterricht im New Yorker American Theatre Wing und bei Lee Strasberg im Actors Studio. Ihre Karriere begann im goldenen Zeitalter des Fernsehens: Eva Marie Saint wurde mit mehreren TV-Auftritten für den Emmy nominiert. Dann spielte sie am Broadway in „The Trip to Bountiful“ – das Stück brachte ihr den Drama Critics Award und Outer-Circle Critics Award ein. Regisseur Elia Kazan sah sie in dem Stück und besetzte sie in „Die Faust im Nacken“.
Ihre erste Emmy-Nominierung erhielt Saint für die Philco-Playhouse-Inszenierung „Middle of the Night“. Dann sang sie die Rolle der Emily in der live gesendeten Musical-Fassung von Thornton Wilders „Our Town“ (Unsere kleine Stadt) mit Frank Sinatra und Paul Newman und wurde erneut für den Emmy nominiert. Die dritte Emmy-Nominierung folgte mit „Taxi“, präsentiert in der Hallmark Hall Of Fame, und die vierte Emmy-Nominierung erhielt sie für die Minisere „How the West Was Won“ (Das war der Wilde Westen). 1990 gewann sie den begehrten Emmy endlich nach ihrer fünften Nominierung mit ihrer Leistung in der Miniserie „People Like Us“ (Menschen wie wir; auch: Leute wie wir).
Zu ihren vielen TV-Auftritten zählen auch Cybill Shepherds Mutter in der Serie „Moonlighting“ (Das Model und der Schnüffler), die Miniserie „The Titanic“ (Titanic), „Time to Say Goodbye?“ (Ein Abschied für immer), „The Klooster Family Story“, „Jackie’s Back“, „Fatal Vision“ (Ich bin kein Mörder), „When Hell Was in Session“, „The Last Days of Patton“, „The Achille-Lauro Affair“ (Die Entführung der Achille Lauro), „Best Little Girl in the World“, „After Jimmy“ (Jimmys Tod – Und was kam danach?), „My Antonia“ (Wege der Liebe) und „Open House“. Außerdem spielte sie in vier denkwürdigen Weihnachts-Specials: „A Christmas to Remember“, „I’ll Be Home for Christmas“ (Weihnachten komm’ ich nach Hause), „Breaking Home Ties“ und „Papa’s Angels“ (Papa’s Angels – Bewegte Zeiten).
Neben „The Trip to Bountiful“ trat sie auf New Yorker Bühnen auch in „The Lincoln Mask“ und „Duet for One“ (Duett für eine Stimme) sowie auf bedeutenden Bühnen in den gesamten USA auf.
Eva Marie Saint und ihr Mann, Regisseur Jeffrey Hayden, produzierten die PBS-TV-Dokus „Primary Colors: The Story of Corita“, bei der sie auch als Sprecherin mitwirkte, und „Children in America’s Schools“ mit Bill Moyers.
Aktuell war Saint in Wayne Wangs „Because of Winn-Dixie“ (Winn-Dixie – Mein zotteliger Freund) neben Jeff Daniels, Cicely Tyson und Dave Matthews und in Wim Wenders’ „Don’t Come Knocking“ neben Sam Shepard und Jessica Lange zu sehen.
PARKER POSEY
Kitty Kowalski
Mit ihrem Auftritt in Rebecca Millers „Personal Velocity“ wurde Parker Posey kürzlich für den Independent Spirit Award nominiert, und eine Golden-Globe-Nominierung erhielt sie für ihre Rolle neben Shirley MacLaine in dem CBS-Film „Hell on Heels: The Battle of Mary Kay“. Gefeiert wurde sie für ihre Leistung in der schwarzen Komödie „The House of Yes“ (Wer hat Angst vor Jackie-O?), die ihr 1997 einen besonderen Jury-Preis auf dem Sundance Film Festival einbrachte.
Weitere Filme: „The Oh in Ohio“, Nora Ephrons „You’ve Got Mail“ (e-m@il für DICH), Wes Cravens „Scream 3“ (Scream 3), „The Anniversary Party“ (Beziehungen und andere Katastrophen), „Clockwatchers“ (Clockwatchers), Richard Linklaters „Dazed and Confused“ (Dazed and Confused; auch: Sommer der Ausgeflippten) und „subUrbia“ (subUrbia – Sixpacks, Sex + Supermarkets); vier Filme mit Hal Hartley („Fay Grim“, „Amateur“/Amateur, „Flirt“/Flirt und „Henry Fool“/Henry Fool); sowie vier Filme mit Christopher Guest („Waiting for Guffman“/Wenn Guffman kommt, „Best in Show“/Best in Show, „A Mighty Wind“ und „For Your Consideration“).
Für ihre Bühnenrolle in David Rabes „Hurlyburly“ erhielt Posey kürzlich den Lucille Lortell Award. Off-Broadway trat sie zuvor neben Robert Sean Leonard in Lanford Wilsons „Fifth of July“ auf – damit wurde sie ebenfalls für den Lucille Lortell Award in der Kategorie Beste Darstellerin nominiert. In Los Angeles spielte Posey eine Hauptrolle in der Uraufführung von John Patrick Shanleys Stück „Four Dogs and a Bone“, das Lawrence Kasdan inszenierte. Im Frühjahr 2000 debütierte sie am Broadway neben Matthew Broderick in Elaine Mays „Taller Than a Dwarf“.
Sam Huntington
Jimmy Olsen
Der dynamische junge Schauspieler steht in Hollywood kurz vor seinem Durchbruch.
Seine Bühnenlaufbahn begann Huntington bereits mit neun Jahren im Ensemble der renommierten Peterborough Players in seiner Heimat New Hampshire. Vier Spielzeiten lang trat er zum Beispiel als Jem in „To Kill a Mockingbird“ (Wer die Nachtigall stört) neben James Rebhorn auf.
Abgedreht hat Huntington inzwischen „Fanboys“ mit Kristen Bell, Chris Marquette, Dan Fogler und Jay Baruchel. Huntington spielt den Autoverkäufer Eric, der mit drei Freunden durchs Land fährt, um den letzten Wunsch ihres sterbenden Freundes zu erfüllen: Sie wollen „Star Wars: Episode I – The Phantom Menace“ (Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung) auf George Lucas’ Skywalker Ranch sehen, bevor der Film weltweit in die Kinos kommt.
Weitere wichtige Rollen übernahm Huntington als Jam in „Detroit Rock City“ (Detroit Rock City) mit Edward Furlong, als Ox in „Not Another Teen Movie“ (Nicht noch ein Teenie-Film), als Dinkadoo Murphy in Thomas Hayden Churchs „Rolling Kansas“, und als Mimi Siku in „Jungle 2 Jungle“ (Aus dem Dschungel in den Dschungel) mit Tim Allen und Martin Short.
KAL PENN
Stanford
Penn zählt inzwischen zu den angesagten jungen Darstellern in Hollywood. Seine bekannteste Rolle spielte er als Kumar in dem Independent-Hit „Harold and Kumar Go to White Castle“ (Harold & Kumar) – mit diesem Auftritt wurde Penn für den MTV Movie Award nominiert.
Weitere Filme: „The Namesake“, Mira Nairs Verfilmung des Romans des Pulitzer-Preisträgers Jhumpa Lahiri; die Komödie „Vegas Baby“; Mike Binders „Man About Town“ mit Ben Affleck; „Sueño“ mit John Leguizamo und Elizabeth Peña; „A Lot Like Love“ (So was wie Liebe) mit Ashton Kutcher und Amanda Peet; „Dancing in Twilight“ mit Mimi Rogers und Erik Avari; „Arrangement“ mit Lisa Ray; „Love Don’t Cost a Thing“ (Love Don’t Cost a Thing) mit Nick Cannon, Christina Milian und Steve Harvey; das preisgekrönte Independent-Drama „American Made“; „Malibu’s Most Wanted“ (Malibu’s Most Wanted) mit Jamie Kennedy; die Rolle des Taj in „Van Wilder“ (Party Animals – Wilder geht’s nicht) mit Ryan Reynolds, Tara Reid und Tim Matheson; die Multi-Kulti-Komödie „American Desi“; Regisseur Tom Huangs „Freshmen“; und die Emmy-preisgekrönte HBO-Komödie „Express: Aisle to Glory“. Aktuell wirkt er in dem Action-Film „Crash Bandits“ mit Hayden Christensen mit, den John McTiernan im Sommer 2006 in Südafrika inszeniert.
Fernsehrollen übernahm Penn in Episoden der Serien „Spin City“ (Chaos City), „Buffy the Vampire Slayer“ (Buffy – Im Bann der Dämonen), „Sabrina the Teenage Witch“ (Sabrina – total verhext!) und „The Steve Harvey Show“ (Mr. Funky). 1999–2000 spielte er in dem ABC/Touchstone-Pilotfilm „Brookfield“, und 2001–2002 trat er als Gaststar in „NYPD Blue“ (New York Cops – NYPD Blue), „The Agency“ (The Agency – Im Fadenkreuz der CIA), „Angel“ (Angel – Jäger der Finsternis) und „ER“ (Emergency Room) auf. Daneben wirkte Penn in mehreren Kurzfilmen der Filmemacher-Kooperative The Lonely Island mit, die von den „Saturday Night Live“-Autoren Andy Samberg, Jorma Taccone und Akiva Schaffer gegründet wurde.
Penn stammt aus New Jersey und bekam so Gelegenheit, im Großraum New York ausführliche Theatererfahrungen zu sammeln. Beste Erinnerungen hat er an seine Arbeit im George Street Playhouse, in der Atlantic Theatre Company, in der New Jersey Governor’s School of the Arts und am Rutgers University Summer Arts Institute.
Nachdem er seinen Abschluss an der Performing Arts High School im Freehold Regional High School District gemacht hatte, wurde Penn in der renommierten School of Theatre, Film and Television an der University of California/Los Angeles aufgenommen. Während seines UCLA-Studiums trat er in Studentenfilmen, aber weiterhin auch im Film und TV auf.
Penn lebt heute in New York City.
KEVIN SPACEY
Lex Luthor
Der am 26. Juli 1959 in South Orange, New Jersey, geborene Kevin Spacey fühlt sich seit seiner Kindheit mit dem Theater verbunden. Er trat bereits in der Schule auf und machte dann Karriere am Broadway. Er nahm Schauspielunterricht an der Juilliard School of Drama und gab 1981 sein New Yorker Bühnendebüt in Joseph Papps im Central Park aufgeführter Inszenierung von „Henry IV, Part 1“ (Heinrich IV., Teil 1).
Bekannt wurde er als Jamie Tyrone in Jonathan Millers Inszenierung von Eugene O’Neills „Long Day’s Journey Into Night“ (Eines langen Tages Reise in die Nacht) mit Jack Lemmon, die 1986 am Broadway und in London Triumphe feierte und auch fürs Fernsehen aufgezeichnet wurde. Anschließend übernahm er neben Colleen Dewhurst eine Hauptrolle in Tschechows „The Seagull“ (Die Möwe) im Kennedy Centre. Außerdem trat er als Ben in „National Anthems“ auf; als Paul in Barrie Keefes „Barbarians“ im Soho Repertory Theatre; und in Athol Fugards „Playland“ im Manhattan Theatre Club. 1991 wurde er für seine Leistung als Onkel Louie in Neil Simons „Lost in Yonkers“ als Bester Nebendarsteller mit dem Tony ausgezeichnet.
Seitdem war Spacey neben Jack Lemmon auch auf dem Bildschirm in George Stevens Jr.s „The Murder of Mary Phagan“ (Der Fall Mary Phagan), David Goldbergs „Dad“ (Dad) und David Mamets Filmversion von „Glengarry Glen Ross“ (Glengarry Glen Ross) mit Al Pacino, Ed Harris und Alec Baldwin zu sehen.
1995 lernten die Kinozuschauer Spacey in drei prägnanten Rollen kennen: als Buddy Ackerman in George Huangs „Swimming With Sharks“ (Unter Haien in Hollywood); als Verbal Kint in Bryan Singers „The Usual Suspects“ (Die üblichen Verdächtigen); und als John Doe in David Finchers „Se7en“ (Sieben). Weitere bedeutende Filmauftritte folgten: „L.A. Confidential“ (L.A. Confidential), „Midnight in the Garden of Good and Evil“ (Mitternacht im Garten von Gut und Böse), „The Negotiator“ (Verhandlungssache), „Hurlyburly“ (Hurlyburly), „Looking for Richard“ (Looking for Richard), „The Big Kahuna“ (The Big Kahuna – Ein dicker Fisch), „K-Pax“ (K-Pax), „The Shipping News“ (Schiffsmeldungen), „The Life of David Gale“ (Das Leben des David Gale) und „American Beauty“ (American Beauty). Für etliche dieser Rollen wurde er nominiert und ausgezeichnet: Oscars gewann er als Bester Nebendarsteller in „Die üblichen Verdächtigen“ und als Bester Darsteller in „American Beauty“, der ihm auch den Preis der Screen Actors Guild (Gewerkschaft der Filmschauspieler) und den British Academy Award (BAFTA) einbrachte.
1998 kehrte er in Howard Davies’ Inszenierung von Eugene O’Neills Klassiker „The Iceman Cometh“ (Der Eismann kommt) auf die Bühne zurück. Die Uraufführung fand im Londoner Almeida Theatre statt. Später lief das Stück am Old Vic Theatre und am Broadway, wo die umjubelte Spielzeit ausverkauft war. Mit seiner Darstellung des Hickey wurde Spacey für den Tony nominiert, außerdem gewann er den Preis der Tageszeitung Evening Standard und den Laurence Olivier Award als Bester Darsteller.
Fernsehzuschauer kennen Spacey auch in der Rolle des Mel Profitt aus der Serie „Wiseguy“ (Kampf gegen die Mafia) und aus dem Film „Darrow“ auf dem öffentlichen Sender PBS.
Spaceys Regiedebüt war der Miramax-Film „Albino Alligator“ (Albino Alligator) mit Matt Dillon, Faye Dunaway, Gary Sinise und Viggo Mortensen. Aktuell inszenierte er sich selbst als Bobby Darin in dem Film „Beyond the Sea“ (Beyond the Sea) mit Kate Bosworth. Mit diesem Auftritt erhielt er eine Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie Bester Darsteller im Musical/Komödie. Der Soundtrack brachte ihm eine Grammy-Nominierung ein.
1997 gründete Spacey die Firma Trigger Street Productions, mit der er „The Iceman Cometh“ sowie Off-Broadway Lee Blessings „Cobb“ am Lucille Lortel Theatre produzierte. Trigger Street produziert auch Spielfilme: „The Big Kahuna“ mit Danny DeVito; „The United States of Leland“ (State of Mind) mit Don Cheadle und Ryan Gosling; und „The Sasquatch Dumpling Gang“, der 2006 auf dem Slamdance Film Festival ausgezeichnet wurde und auf dem Aspen Comedy Festival den Darsteller- und den Regiepreis gewann.
Ein Ableger der Firma, Trigger Street Independent, produzierte aktuell Bob Balabans „Bernard and Doris“ mit Susan Sarandon und Ralph Fiennes; und „Mr. Gibb“ mit Timothy Daly. Im Sommer 2006 beginnt Robert Luketic mit der Produktion von „21“ nach Ben Mezericks Buch „Bringing Down the House“, der wahren Geschichte von Studenten, die die Kunst des Kartenzählens lernten und in Las Vegas Millionen erspielten. Inzwischen abgedreht ist die Abenteuerkomödie „Fanboys“.
Im November 2002 starteten Spacey und Geschäftspartner Dana Brunetti TriggerStreet.com, einen Internet-Treffpunkt für Filmemacher und Drehbuchautoren – die interaktive Website will neue Talente entdecken und vorstellen. Budweiser sponsert die Website mit Real Networks, und nach nur drei Jahren hat die Site über 150.000 Mitglieder in aller Welt. Die Top Ten des Kurzfilmwettbewerbs wurden unter anderem auf den Filmfestivals in Tribeca, Toronto und Sundance gezeigt.
Spacey ist heute künstlerischer Leiter des Old Vic Theatre in London. In den ersten 18 Monaten liefen dort unter seiner Leitung das von ihm inszenierte „Cloaca“; der Hit „Panto Aladdin“ mit Ian McKellen; Dennis McIntyres „National Anthems“ mit Mary Stuart Masterson, inszeniert von David Grindley; „The Philadelphia Story“ mit Jennifer Ehle, inszeniert von Jerry Zaks; „Richard II“ (König Richard II.), inszeniert von Trevor Nunn; Stravinskys „A Soldier’s Tale“ (Die Geschichte vom Soldaten), in dem britische und irakische Schauspieler und Musiker zusammen auftraten; und Arthur Millers „Resurrection Blues“ mit Maximilian Schell und Matthew Modine unter der Regie von Robert Altman. Ab September 2006 tritt Spacey im Old Vic in Eugene O’Neills „A Moon for the Misbegotten“ (Ein Mond für die Beladenen) auf. Dabei arbeitet er erneut mit Regisseur Howard Davis und dem kreativen Team von „The Iceman Cometh“ zusammen.

HINTER DER KAMERA
BRYAN SINGER
Regie – Produktion – Story
Von seinem Spielfilm „Public Access“, der 1993 auf dem Sundance Film Festival den großen Jurypreis gewann, bis zur Superhelden-Kinoserie „X-Men“ (X-Men) gestaltet Singer seine preisgekrönten Filme durch präzise gezeichnete Figuren und kühne Optik.
Bekannt wurde er 1995 mit dem Mystery-Thriller „The Usual Suspects“ (Die üblichen Verdächtigen), der in der Kategorie Bester Film für den British Academy Award (BAFTA) nominiert war. Die Hauptrollen übernahmen Benicio Del Toro, Gabriel Byrne, Kevin Pollack und Kevin Spacey, der als Nebendarsteller den Oscar gewann. Einen weiteren Oscar erhielt Christopher McQuarrie für sein Originaldrehbuch. „Die üblichen Verdächtigen“ war der erste Film, den Singer mit seiner 1994 gegründeten Film-, TV- und Videogame-Produktionsfirma Bad Hat Harry Productions herstellte. Bad Hat Harry Productions produzierte oder co-produzierte alle Singer-Filme und auch die sehr erfolgreiche TV-Serie „House“ (Dr. House), die aktuelle abendfüllende Dokumentation „Look, Up in the Sky!: The Amazing Story of Superman“ und für den Sci-Fi Channel die Miniserie „The Triangle“, die im Dezember 2005 erstmals ausgestrahlt wurde.
Singers dritter Spielfilm war der von der Kritik gefeierte „Apt Pupil“ (Der Musterschüler) nach einer Novelle von Stephen King. Die Hauptrolle spielte Oscar-Kandidat Sir Ian McKellen.
Anschließend drehte Singer zwei äußerst erfolgreiche Filme – im Sommer 2000 lief der Blockbuster „X-Men“ (X-Men) an, und 2003 folgte das noch erfolgreichere Sequel „X2: X-Men United“ (X-Men 2). In der Fortsetzung wirkten alle Stars des ersten Teils wieder mit: Hugh Jackman, Halle Berry, Anna Paquin, Sir Ian McKellen, Patrick Stewart, James Marsden, Famke Janssen und Rebecca Romijn. Singer inszenierte die Kinofassung ganz im Hinblick auf die Fanlegionen der 40 Jahre alten Comic-Serie. Auf seine Umsetzung, in der Science-Fiction und Action-Abenteuer nahtlos zu einer Einheit verschmelzen, reagierten die Comic-Fans genauso begeistert wie neue Zuschauer. Als erster Spielfilm überhaupt wurde „X2“ in großem Stil (in 93 Ländern) gleichzeitig gestartet – bisher hat die „X-Men“-Serie weltweit über eine Milliarde Dollar eingespielt.
Daneben inszenierte Singer den Pilotfilm zur Emmy-preisgekrönten TV-Serie „House“ (Dr. House), die er auch als Executive Producer betreut und die weiter im Fernsehen zu sehen ist. 2005 wurde sie in fünf Kategorien für den Emmy nominiert, darunter Hauptdarsteller und Drehbuch. Den Drehbuch-Emmy gewann Autor/Schöpfer/Executive Producer David Shore. 2006 war die Serie in zwei Kategorien für den Golden Globe nominiert, und Hugh Laurie gewann den Golden Globe als Bester dramatischer Serien-Hauptdarsteller. In der ersten und zweiten Staffel hielt sich „House“ fast ständig unter den Top-Ten-Serien – durchschnittlich schalten jede Woche 19 Millionen Zuschauer ein. Inzwischen läuft die Serie auch in Deutschland und in anderen Ländern.
MICHAEL DOUGHERTY
Drehbuch und Story
Als Autor und Regisseur bewährt sich Dougherty in einer ganzen Reihe von Genres.
Vor seiner Mitarbeit an „Superman Returns“ schrieben Dougherty und sein Autorenpartner Dan Harris den Blockbuster „X2: X-Men United“ (X-Men 2, 2003), den ebenfalls Bryan Singer inszenierte. Im von der Kritik gefeierten Sequel spielten Patrick Stewart, Hugh Jackman, Ian McKellen und Halle Berry. Weltweit setzte der Film 415 Millionen Dollar um. Aufgrund dieses Drehbuchs wurde Dougherty in die Variety-Liste der „10 Drehbuchautoren, auf die man achten sollte“ aufgenommen.
Neben seiner Arbeit im Spielfilmbereich hat sich Dougherty auch als Animator und Illustrator etabliert. Seine preisgekrönten Filme liefen auf MTV, dem Sci-Fi Channel, Spike & Mikes „Sick and Twisted Festival of Animation“ sowie auf G4-TV. Seine morbiden Illustrationen werden von Nobleworks als Glückwunschkarten vertrieben.
Derzeit arbeitet er an der Filmversion des Bestsellers „I, Lucifer“, die Dan Harris inszenieren wird; und an dem Horrorfilm „Trick or Treat“, mit dem Dougherty sein Regiedebüt gibt– die Produktion übernimmt Bryan Singer.
Daneben investieren Harris, Bryan Singer und Dougherty ein ganzes Jahr in „X-Men“- Comic-Bücher und in die Comic-Bücher über die Vorgeschichte zu „Superman Returns“.
Dougherty stammt aus Columbus/Ohio, er studierte Film an der New York University. Heute lebt er in Los Angeles.
DAN HARRIS
Drehbuch und Story
Der Autor hat sich mit den unterschiedlichsten Projekten bewährt.
Sein Debüt als Spielfilmregisseur gab er kürzlich mit „Imaginary Heroes“ (Imaginary Heroes), einer ebenso bewegenden wie komischen Pubertätsgeschichte mit Sigourney Weaver, Jeff Daniels, Emile Hirsch und Michelle Williams. Die Gala-Premiere fand während des 29. internationalen Filmfestivals in Toronto statt, und der Film kam im Winter 2005 in die Kinos, nachdem das National Board of Review (US-Pendant der FSK) seine hervorragende Machart besonders gewürdigt hatte.
Neben „Superman Returns“ schrieben Harris und sein Autorenpartner Michael Dougherty im Alter von 22 Jahren für Regisseur Bryan Singer den Blockbuster „X2: X-Men United“ (X-Men 2; 2003). Der Regisseur übertrug ihnen diese Aufgabe, nachdem er das Drehbuch zu „Imaginary Heroes“ gelesen hatte. In „X2“ spielten Patrick Stewart, Hugh Jackman, Ian McKellen und Halle Berry. Weltweit setzte der Film 415 Millionen Dollar um. Im selben Jahr wurde Harris in die Variety-Liste der „10 Drehbuchautoren, auf die man achten sollte“ aufgenommen.
Im Sommer 2006 inszeniert Harris den Bestseller „I, Lucifer“, zu dem er mit Michael Dougherty das Drehbuch schrieb.
Daneben investieren Harris, Bryan Singer und Dougherty ein ganzes Jahr in „X-Men“- Comic-Bücher und in die Comic-Bücher über die Vorgeschichte zu „Superman Returns“.
Aktuell waren Harris’ Fotos zweimal im New Yorker Mode- und Kunstmagazin Visionaire zu sehen. Und 2005 wurde ihm die Ehre zuteil, zum Hollywood-Portfolio des Magazins Vanity Fair beizutragen.
Harris’ „Urban Chaos Theory“ gewann als Bester Kurzfilm den Jurypreis auf dem NoDance Film Festival, und 2002 erhielt sein Kurzfilm „The Killing of Candice Klein“ begeisterte Kritiken auf dem Sundance Film Festival.
Harris machte seinen Bachelor an der Columbia University. Er wuchs in Pennsylvania auf. Als 17-jähriger Produktionsassistent wurde er aus Versehen von einem Tennisball getroffen, den Woody Allen geworfen hatte. Seitdem wollte er Filmemacher werden.
JON PETERS
Produktion
Sein unangepasster Stil, sein Gespür für Kinostoffe und sein einzigartiger Instinkt als Filmemacher ermöglichten es Jon Peters, einige der populärsten und erfolgreichsten Filme aller Zeiten auf die Leinwand zu bringen – von „A Star Is Born“ (A Star Is Born) über „Flashdance“ (Flashdance) bis zur „Batman“-Serie.
Peters stammt aus dem kalifornischen San Fernando Valley, er hat italienische und indianische Vorfahren. Sein Einstieg in die Filmbranche war eher unkonventionell – als einer der erfolgreichsten Frisöre in Hollywood. Dadurch ergaben sich wertvolle Kontakte zu Filmemachern. Auf dem Höhepunkt von Barbra Streisands Karriere wurde er ihr Partner und Manager – 1976 produzierte er den Kinohit „A Star Is Born“ mit Streisand und Kris Kristofferson in den Hauptrollen. Der Film spielte über 100 Millionen Dollar ein und wurde für vier Oscars nominiert – ausgezeichnet wurde er für den Besten Song: „Evergreen“. Außerdem produzierte Peters eine Reihe von Hit-Alben für Streisand und einen weiteren Streisand-Film: „The Main Event“ (Was, du willst nicht?). Daneben produzierte er den Grusel-Thriller „The Eyes of Laura Mars“ (Die Augen der Laura Mars) und den Kultklassiker „Caddyshack“ (Caddyshack – Wahnsinn ohne Handicap) mit Chevy Chase und Bill Murray.
1982 fand Peters in Peter Guber die perfekte Ergänzung zu seiner Cowboy-Art: Gemeinsam gründeten sie die dynamische Filmfirma Guber-Peters, die eine ganze Reihe von Hits produzierte, zum Beispiel „Vision Quest“ (Crazy for You – Liebe auf der Ringermatte), „The Witches of Eastwick“ (Die Hexen von Eastwick), „Missing“ (Vermisst) und den Blockbuster „Flashdance“. Guber-Peters verantworteten auch sozialkritische Filme wie „The Color Purple“ (Die Farbe Lila), „Gorillas in the Mist“ (Gorillas im Nebel), „A Few Good Men“ (Eine Frage der Ehre) und „Rain Man“ (Rain Man), der 1998 den Oscar als Bester Film gewann. Dann produzierten sie die äußerst erfolgreiche „Batman“-Kinoserie. Peters war auch an der Neuentdeckung von „Spider-Man“ beteiligt, der als Film später von seiner langjährigen Freundin Laura Ziskin produziert wurde. In der Branchenchronik „Hit and Run“ wurde Guber und Peters nach echter Hollywood-Tradition ein Denkmal gesetzt.
Die Guber-Peters-Firma wurde 1989 von Sony erworben, und die beiden wurden als Chefs von Columbia Pictures engagiert, aber schon bald verließ Peters seinen Posten, um seine eigene Produktionsfirma Peters Entertainment zu gründen. Sein neues Unternehmen produzierte Filme wie „Money Train“ (Money Train), „My Fellow Americans“ (Ein Präsident für alle Fälle), „Rosewood“ (Rosewood Burning), „The Wild, Wild West“ (Wild, Wild West) und die mitreißende Film-Biografie „Ali“ (Ali) mit Will Smith als Muhammad Ali. „Ali“ wurde für mehrere Oscars nominiert und besonders auch von der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP; Vereinigung zur Förderung der Farbigen) und anderen afro-amerikanischen Institutionen gewürdigt.
Heute widmet sich Peters seinen vier Kindern und prägt mit seinem Motto „Nichts ist unmöglich“ etliche karitative Projekte und Organisationen. Weil er weiß, wie viel Gutes ihm selbst widerfahren ist, stellt er sich weiterhin in den Dienst der anderen und bemüht sich, der Welt das zurückzugeben, was er selbst in so reichem Maße empfangen hat.
Bei einem Aufenthalt in New York stieß Peters zufällig auf ein Exemplar des Superman-Comic-Buchs „The Death of Superman“ – sofort forschte er wegen der Filmrechte nach. „Superman Returns“ ist das Ergebnis einer Produktionsodyssee von über zehn Jahren.
GILBERT ADLER
Produktion
Als Executive Producer betreute Adler den Hit „Constantine“ (Constantine) mit Keanu Reeves für Warner Bros. Pictures sowie das erfolgreiche Remake der TV-Serie „Starsky & Hutch“ (Starsky & Hutch) aus den 70er-Jahren – die Hauptrollen spielten Ben Stiller und Owen Wilson.
Der mehrfach preisgekrönte Autor, Regisseur, Produzent und Executive Producer verantwortete populäre Filme wie „Ghost Ship“ (Ghost Ship), „Thirteen Ghosts“ (13 Geister), „House on Haunted Hill“ (Haunted Hill) und „Demon Knight“ (Ritter der Dämonen), die Adler produzierte, sowie „Bordello of Blood“ (Bordello of Blood), an dem er als Produzent, Regisseur und Co-Autor beteiligt war.
Als Regisseur, Produzent und Autor fungierte er auch bei den TV-Serien „Fantasy Island“ (Fantasy Island), „Charmed“ (Charmed – Zauberhafte Hexen), „Perversions of Science“ und der vielfach ausgezeichneten Serie „Tales From the Crypt“ (Geschichten aus der Gruft), die er fünf Jahre lang begleitete. Beim HBO-Film „Double Tap“ (Cypher) übernahm Adler die Funktion des Produzenten.
CHRIS LEE
Executive Producer
Lee hat einst die Produktionsabteilungen von TriStar Pictures und Columbia Pictures geleitet. Als Manager in Hollywood betreute er Oscar-preisgekrönte Filme wie „Jerry Maguire“ (Jerry Maguire – Spiel des Lebens), „Philadelphia“ (Philadelphia) und „As Good as It Gets“ (Besser geht’s nicht). Weitere bedeutende Filmhits: „My Best Friend’s Wedding“ (Die Hochzeit meines besten Freundes), „Legends of the Fall“ (Legenden der Leidenschaft), „The Fisher King“ (Der König der Fischer), „The Mask of Zorro“ (Die Maske des Zorro) und „The Patriot“ (Der Patriot).
Lee produzierte den innovativen computeranimierten Spielfilm „Final Fantasy: The Spirits Within“ (Final Fantasy – Die Mächte in dir), den Action-Hit „SWAT“ (S.W.A.T. – Die Spezialeinheit) und „Ballistic: Ecks vs. Sever“ (Ballistic). Aktuell produzierte er die dramatische Komödie „One Foot to Heaven/Ji quan bu ning“, inszeniert vom berühmten chinesischen Regisseur Chen Da Ming. Den Verleih übernehmen die Huayi Brothers („Kung Fu Hustle“/Kung Fu Hustle, „Tian di ying xiong“/Wächter über Himmel und Erde).
„Superman Returns“ ist Lees zweiter Film mit Bryan Singer – bei TriStar war er bereits für Singers „Apt Pupil“ (Der Musterschüler) verantwortlich.
Lee wuchs in Hawaii auf. Er gründete die Academy for Creative Media (ACM) an der University of Hawaii. Die neue Schule soll einheimischen Geschichtenerzählern aus dem pazifischen Raum eine digitale Plattform für Filme, Computeranimationen und Videogames zur Verfügung stellen. Die ACM dient als ökonomischer Katalysator für die wachsende haiwaiianische Branche, die sich mit geistigem Eigentum befasst. Dabei wird berücksichtigt, dass sich die Entertainmentmedien durch die Technik und die weltweite Popkultur verändern. Es geht also darum, digitale Technologie, Software-Entwickler und Firmen im interaktiven Programmierbereich in den Staat Hawaii zu holen.
Als Executive Producer betreute Lee die Animationsserie „Heavy Gear“, und er produzierte Musikvideos für Janet Jackson, The Backstreet Boys, Faith Hill, Elton John und Destiny’s Child.
Seinen Abschluss in Politischen Wissenschaften macht Lee an der Yale University in New Haven/Connecticut. Er arbeitete zunächst für die TV-Sendung „Good Morning America“. Dann wurde er Regieassistent des berühmten Regisseurs Wayne Wang. Als Schnittassistent war er an Wangs Film „Dim Sum“ (Dim Sum – Etwas fürs Herz) beteiligt. Bei TriStar Pictures in Los Angeles begann Lee als Drehbuchlektor. Er arbeitete sich zum Chef der Filmproduktion empor und übernahm später diese Funktion auch bei Columbia Pictures.
Lee gehört zu den Gründungsmitgliedern der Coalition of Asian Pacifics in Entertainment (CAPE; Koaliton der pazifischen Asiaten im Entertainmentbereich). Das A Magazine nahm ihn in der Gruppe der „einflussreichsten asiatischstämmigen Amerikaner“ auf. Er war Vorstandmitglied des National Asian Pacific American Legal Consortium in Washington/DC und Mitglied des Committee of 100. Er ist stolzer Preisträger unter anderem des Justice in Action Award des New York Asian American Legal Defense and Education Fund (Fonds zur juristischen Verteidigung und Bildung der asiatischen Amerikaner), des Visionary Award der East-West Players in Los Angeles, und des Role Model Awards (Vorbildpreis) des Museum of Chinese in the Americas.
THOMAS TULL
Executive Producer
Tull ist Vorsitzender und CEO von Legendary Pictures. Diese Produktionsfirma hat kürzlich einen Fünf-Jahres-Vertrag über 25 Filme mit Warner Bros. abgeschlossen. Großen Erfolg erntete die Firma mit dem ersten gemeinsamen Projekt „Batman Begins“ (Batman Begins). Neben Bryan Singers „Superman Returns“ entstehen bei Warner derzeit auch M. Night Shyamalans „Lady in the Water“ (Das Mädchen aus dem Wasser), Roland Emmerichs „10,000 B.C.“ und Spike Jonzes „Where the Wild Things Are“.
Aktuell war Tull Leiter und einer der Direktoren der Convex Group, einer Medien- und Entertainment-Holdinggesellschaft in Atlanta, die WebMD-Gründer Jeff Arnold gründete und die in Networks der neuen Medien investiert. Tull war für Fusionen und Übernahmen zuständig, zum Beispiel für die Akquisitionen der Content Company How Stuff Works und der Content-Vertriebsplattformen LidRock und FlexPlay. Er entwickelte die Beziehungen und Partnerschaften der Firma mit Film-, Musik- und Videogame-Firmen. Vor Convex gehörte Tull zu den Leitern des Southeast Interactive Technology Funds, des größten Unternehmenskapital-IT-Fonds im Südosten.
Tull wuchs in Endwell im Staat New York auf. Sein erster Ausflug nach Hollywood ergab sich, als er Partner in einem in North Carolina ansässigen Investment-Fonds war, der sich auf Medien und Technologie spezialisierte. 1996 war er an der Abfassung des Vertrags beteiligt, durch den Red Storm Entertainment entstand – diese Firma entwickelte Spiele aus den Büchern von Tom Clancy. Seine Erfahrung im Bereich Beteiligungskapital brachte er ein, um das Kapital zur Gründung von Legendary Pictures durch ein Konsortium von Bluechip-Investoren aufzubringen – darunter ABRY Partners, Bank of America Capital Investors und AGI Direct Investments. Tull war der Architekt der ungewöhnlichen Firmenstruktur, die 2005 vom IDD Magazine mit dem renommierten „Deal of the Year“-Preis der Entertainmentbranche ausgezeichnet wurde.
SCOTT MEDNICK
Executive Producer
Mednick ist President of Worldwide Marketing and Distribution bei Legendary Pictures. Diese Produktionsfirma hat kürzlich einen Fünf-Jahres-Vertrag über 25 Filme mit Warner Bros. abgeschlossen. Großen Erfolg erntete die Firma mit dem ersten gemeinsamen Projekt „Batman Begins“ (Batman Begins). Neben Bryan Singers „Superman Returns“ entstehen bei Warner derzeit unter dem Legendary-Label auch M. Night Shyamalans „Lady in the Water“ (Das Mädchen aus dem Wasser), Roland Emmerichs „10,000 B.C.“ und Spike Jonzes „Where the Wild Things Are“.
Seit 25 Jahren ist Mednick in führender Position im Entertainment-, Marketing- und Technologie-Sektor tätig. Er war am Marketing von fast 200 Filmen beteiligt, zum Beispiel an so unterschiedlichen Titeln wie „Jerry Maguire“ (Jerry Maguire – Spiel des Lebens), „Coal Miner’s Daughter“ (Nashville Lady), „This Is Spinal Tap“ (This Is Spinal Tap), „X-Men“ (X-Men) und „Dirty Dancing“ (Dirty Dancing). Als Künstleragent betreute er unter anderem Tom Cruise, Arnold Schwarzenegger und Denzel Washington. Daneben schuf Mednick Logos für Hollywood-Firmen wie Sony Pictures, Columbia Pictures und TriStar Pictures.
Zuvor war er President und CEO in Peter Gubers Firma Mandalay Branded Entertainment. Vor Mandalay gründete Mednick die Marketing- und Communications-Firma THINK New Ideas, Inc., die als Dienstleister im interaktiven Bereich für große Konzerne wie Oracle, Coca-Cola, Reebok, Sega, Time Warner, Sony, Pioneer Electronics, Disney, Chrysler und viele andere arbeitete. Als Vorsitzender und CEO überwachte Mednick die Aktionen, mit denen THINK innerhalb von 18 Monaten nach seinem Börsengang seinen Börsenwert verfünffachte. Außerdem erschien die Firma schon in jenem ersten Jahr sowohl im Adweek Magazine und im Advertising Club of New York unter den Top Ten der interaktiven Agenturen.
Neben seinen Konzernaufgaben wurde Mednick unter Präsident Clinton in die Arbeitsgruppe für gefährdete Kinder und Jugendliche des President’s Committee on the Arts and Humanities (Präsidentenkomitee für Kunst und Geisteswissenschaften) berufen – den Vorsitz hatte First Lady Hillary Rodham Clinton. 15 Jahre lang war er im nationalen Ausschuss der Inner City Games Foundation von Arnold Schwarzenegger tätig – heute sitzt er im Vorstand von Schwarzeneggers California All-Stars. Mednick gehörte 1990 zum Vorstand des „Earth Day“, für den er das Logo und Presseunterlagen gestaltete. Er zählt zu den Gründungsmitgliedern von ECO (Earth Communications Office), das die Unterhaltungsbranche für ökologische Belange mobilisiert. Daneben ist er einer der Treuhänder der University of Santa Monica.
Mednick stammt aus Boston. Seinen Master machte er in angewandter Psychologie, seinen Bachelor als Grafiker. Das Adweek Magazine kürte ihn zum Print Art Director des Jahres im Westen. Vier von Mednicks Arbeiten wurden für die ständige Sammlung der Library of Congress ausgewählt.
NEWTON THOMAS SIGEL, A.S.C.
Kamera
„Superman Returns“ ist bereits der fünfte Film, den Sigel in den letzten zehn Jahren mit Regisseur Bryan Singer gedreht hat – ihr erster gemeinsamer Film war 1995 „The Usual Suspects“ (Die üblichen Verdächtigen), der Sigel eine Nominierung für den Independent Spirit Award einbrachte.
Zusammen mit Autorin/Regisseurin Lisa Chang inszenierte und schrieb Sigel aktuell „The Big Empty“, die Filmversion einer Story von Alison Smith. Der Kurzfilm lief auf über 25 Filmfestivals und gewann den Großen Preis auf dem USA Film Festival. Sigel inszenierte auch den HBO-Film „Point of Origin“ (Der Brandstifter) mit Ray Liotta; eine Episode zur ersten Staffel der erfolgreichen TV-Serie „House“ (Dr. House); und zusammen mit Pamela Yates den Dokumentarfilm „When the Mountains Tremble“ (Wenn die Berge erzittern – Das Land Guatemala).
Seine Karriere begann Sigel als Gast-Künstler des Whitney Museum in New York. Er arbeitete zunächst als Kunstmaler, begann dann Kurzfilme zu drehen und interessierte sich bald schwerpunktmäßig für die Kameraarbeit.
Seitdem profilierte er sich sehr erfolgreich mit vielen bedeutenden Filmen, zum Beispiel „The Brothers Grimm“ (Brothers Grimm), „Confessions of a Dangerous Mind“ (Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind), „Three Kings“ (Three Kings), „X-Men“ (X-Men) und „X2: X-Men United“ (X-Men 2), „Brokedown Palace“ (Brokedown Palace), „Apt Pupil“ (Der Musterschüler), „Fallen“ (Dämon), „Blood & Wine“ (Blood & Wine – Ein tödlicher Cocktail), „The Trigger Effect“ (Trigger Effect), „Foxfire“ (Foxfire) und „Into the West“ (Into the West/Das weiße Zauberpferd).
Zu seinen wichtigsten Fernseharbeiten gehören die Pilotfilme zur Serie „The Wonder Years“ (Wunderbare Jahre), Steven Bochcos „Cop Rock“ (Cop Rock) und Bryan Singers „House“ (Dr. House). Sigel drehte auch den gefeierten TV-Film „Roe vs. Wade“ und Edgar Schericks „Home Fires“, der ihm mit seiner Kameraarbeit eine Nominierung für den Kabel-TV-Preis ACE einbrachte.
Für die Dokumentation „Witness to War: Dr. Charlie Clements“ wurde Sigel mit dem Oscar ausgezeichnet. Ein weiterer Dokumentarfilm, „El Salvador, Another Vietnam“ erhielt eine Oscar-Nominierung.
GUY HENDRIX DYAS
Produktionsdesign
Dyas begann seine Laufbahn in Tokio als Industriedesigner für Sony unter den Fittichen des legendären Firmengründers Akio Morita. Aufgrund einer Ausstellung seiner Arbeiten bekam er ein Jobangebot von Industrial Light and Magic (ILM) – er wurde Mitglied des kreativen Teams in Kalifornien.
2003 bekam Dyas die Gelegenheit, seinen ersten Film als Produktionsdesigner zu betreuen: „X2: X-Men United“ (X-Men 2), Bryan Singers mit Spannung erwartetes Sequel zu „X-Men“ (X-Men). Seitdem haben Singer und Dyas mehrfach zusammengearbeitet – „Superman Returns“ ist ihr vierter gemeinsamer Film. Dyas arbeitete auch für den renommierten Regisseur Terry Gilliam und entwarf die Sets zu dessen Fantasy-Film „The Brothers Grimm“ (Brothers Grimm). Derzeit erschafft er das England des 16. Jahrhunderts neu, indem er zusammen mit Schauspielerin Cate Blanchett und Regisseur Shekhar Kapur die Geschichte von Elizabeth I. in „Elizabeth: The Golden Age“ weitererzählt.
Als Konzeptdesigner arbeitete Dyas an „The Matrix: Reloaded“ (Matrix: Reloaded) und „Vanilla Sky“ (Vanilla Sky); als Ausstattungsassistent an „The Cell“ (The Cell); als Konzeptkünstler unter anderem an Tim Burtons „Planet of the Apes“ (Planet der Affen).
Seinen Master machte Dyas am Royal College of Art in London und den Bachelor of Arts in Architektur und Innendesign an der Chelsea School of Art and Design.
John Ottman
Schnitt, Musik
„Superman Returns“ ist bereits der sechste Film, den Ottman und Regisseur Bryan Singer gemeinsam gestalten. 1988 arbeiteten sie erstmals als Regisseur-Team an dem Kurzfilm „Lion’s Den“, den Ottman außerdem schnitt.
Als Cutter und Komponist arbeitete Ottman dann an Bryan Singers „Public Access“, „The Usual Suspects“ (Die üblichen Verdächtigen), „Apt Pupil“ (Der Musterschüler) und „X2: X-Men United“ (X-Men 2).
Neben seinen Aufgaben als preisgekrönter Cutter ist Ottman auch einer der angesehensten und gefragtesten Filmkomponisten. Zu seinen Soundtracks zählen „Fantastic Four (Fantastic Four), „Kiss Kiss, Bang Bang“ (Kiss Kiss, Bang Bang), „House of Wax“ (House of Wax), „Hide and Seek“ (Hide and Seek – Du kannst dich nicht verstecken), „Cellular“ (Final Call), „Gothika“ (Gothika), „Trapped“ (24 Stunden Angst), der HBO-Film „Point of Origin“ (Der Brandstifter), „Eight Legged Freaks“ (Arac Attack – Angriff der achtbeinigen Monster), „Pumpkin“, „Bubble Boy“ (Bubble Boy), „Lake Placid“ (Lake Placid), „Incognito“ (Incognito) und „The Cable Guy“ (Cable Guy – Die Nervensäge).
Ottman inszenierte und schnitt „Urban Legends: Final Cut“ (Düstere Legenden 2), zu dem er auch den Soundtrack lieferte.
Als Cutter gewann er den British Academy Award (BAFTA) für „Suspects“ und den Saturn Award für die Musik zu diesem Film. Den BMI Film Music Award erhielt er für „X-Men 2“. Eine Nominierung für den Eddie, den Preis der American Cinema Editors (Verband der US-Cutter), erhielt Ottman für „Suspects“. Mit seiner Musik zu Barry Sonnenfelds Pilotfilm von „Fantasy Island“ (Fantasy Island; 1998-99) wurde er für den Emmy nominiert. Nominierungen für den Saturn Award erhielt er für „X-Men 2“ und „Kiss Kiss, Bang Bang“.
ELLIOT GRAHAM
Schnitt
Aktuell schnitt Graham Schauspieler/Regisseur Bill Paxtons „The Greatest Game Ever Played“.
Bei „Superman Returns“ arbeitet Graham zum dritten Mal mit Regisseur Bryan Singer zusammen. Die früheren Projekte waren „X2: X-Men United“ (X-Men 2) und der Pilotfilm zu Singers Emmy-preisgekrönter Arzt-Serie „House“ (Dr. House).
Zu Grahams Arbeiten gehören auch Regisseur Stephen Norringtons „The Last Minute“ und verschiedene Musikvideos unter anderem für Michael Jackson und Britney Spears.
Graham studierte Film und Geschichte an der Tisch School of the Arts an der New York University.
LOUISE MINGENBACH
Kostüme
Zum fünften Mal innerhalb von zehn Jahren arbeitet Mingenbach bei „Superman Returns“ mit Regisseur Bryan Singer zusammen – ihr erster gemeinsamer Film war 1995 „The Usual Suspects“ (Die üblichen Verdächtigen).
Zu Mingenbachs Spielfilmen zählen „Spanglish“ (Spanglish), „Starsky & Hutch“ (Starsky & Hutch), „The Rundown“ (Welcome to the Jungle), „X-Men“ (X-Men) und „X2: X-Men United“ (X-Men 2), „K-Pax“ (K-Pax), „Gossip“ (Tödliche Gerüchte), „Apt Pupil“ (Der Musterschüler), „Permanent Midnight“ (Permanent Midnight – Voll auf Droge), „Nightwatch“ (Freeze – Alptraum Nachtwache), „The Spitfire Grill“ (Die Geschichte vom Spitfire Grill) und „One Night Stand“ (One Night Stand).
Im Fernsehbereich betreute sie die Serien „House“ (Dr. House) und „The Naked Truth“.
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