Control

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Drama, 2007
Kinostart (D): 10.Januar

Regie: Anton Corbijn
Drehbuch: Matt Greenhalgh

Schauspieler:
Sam Riley als Ian Curtis
Samantha Morton als Deborah Curtis
Craig Parkinson als Tony Wilson
Alexandra Maria Lara als Annik Honoré
Nicola Harrison als Corrine Lewis


Ian Curtis (SAM RILEY) ist 19 Jahre alt, als er Debbie (SAMANTHA MORTON) kennen lernt. Wenig später sind sie verheiratet und bekommen eine Tochter. Curtis stößt als Sänger zu der Band Joy Division, die er mit seiner ominösen Stimme und seinem düsteren Charisma schnell zum Geheimtipp auch außerhalb seiner Heimatstadt Manchester macht. Doch er kommt mit der Aussicht auf schnellen Ruhm nicht zurecht. Eine Affäre mit der Journalistin Annik (ALEXANDRA MARIA LARA) beschleunigt das Ende seiner Ehe und verstärkt seine Schuldgefühle. Epileptische Anfälle und eine schwere Depression lassen Curtis’ Abstieg in seine persönliche Hölle eskalieren. Am Abend vor der ersten Amerika-Tournee fasst er einen folgenschweren Entschluss...

Mit CONTROL, der Geschichte des kurzen Lebens des legendären Joy Division-Sängers Ian Curtis, gibt der weltberühmte Fotograf Anton Corbijn sein fulminantes und überragendes Debüt als Filmregisseur. In exquisitem, expressiven Schwarzweiß fotografiert, zeichnet Corbijn das Porträt eines gequälten und verlorenen Mannes, der, von Depression, Schuldgefühlen und Epilepsie geplagt, mit seinem einzigartigen Gesang zu einer der Ikonen der Postpunk-Bewegung wird, aber am Druck des Ruhms und seines Privatlebens zerbricht. Das bewegende wie mitreißende Drama mit Newcomer Sam Riley, Samantha Morton (MINORITY REPORT) und Alexandra Maria Lara (DER UNTERGANG, YOUTH WITHOUT YOUTH) in den Hauptrollen erhielt Auszeichnungen im Rahmen der Filmfestivals in Cannes, Edinburgh, Köln und Hamburg und wurde von der European Film Academy als einer von vier Filmen für die Auszeichnung "Europäische Entdeckung 2007" nominiert. CONTROL erhielt außerdem 10 Nominierungen in 9 Kategorien für den British Independent Film Award. (Stand 12. Nov. 07) Anton Corbijn wurde mit Fotos und Musikvideos von U2, Depeche Mode, R.E.M., David Bowie, Rolling Stones, Herbert Grönemeyer, Nirvana, Brian Ferry, Coldplay sowie zahlreichen Schauspielern, Regisseuren und Models weltweit berühmt.
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Control

Das war er also, der Film über den Mythos Ian Curtis, Begründer und Sänger der Band Joy Division. Und ich muss sagen, er hat mir sehr gut gefallen.
Hauptdarsteller Sam Riley spielt wirklich sehr gut, so dass man fast meinen könnte, man sieht gerade den echten Ian Curtis beim Performen zu, aber auch die anderen Schauspieler passen gut in Ihren Rollen. Inhaltlich gibt es eigentlich keine großen Überraschungen im Film, da jeder der Joy Division ein wenig kennt, auch weiss wie die ganze Sache ausgeht. Aber so ist es ja meistens bei Biopics. Trotzdem bleibt der Film interessant, man sieht den Aufstieg von Ian Curtis und seiner Band, seine Krankheit, seine Zerrissenheit dem Leben und Familie gegenüber und sein Ende.

Optisch ist Anton Corbijn Erstlingswerk gelungen, komplett in Schwarzweiß gehalten, gibt es einige schöne Kameraeinstellungen zu sehen. Aber das ist auch nicht anders zu erwarten, bei jemand, der sonst Fotos, Musikvideos und Konzertaufnahmen macht. Von der Musik her, ist der Film natürlich spitze. Beeindruckend ist die Tatsache, dass die Schauspieler der Band die Songs wirklich selber spielen und Sam Riley selber singt. Und sie machen die Sache wirklich sehr gut. Klar hört es sich ein wenig anders an als bei den Original Songs, aber es ist auf jeden Fall sehr nah dran, und mir ist das tausend Mal lieber als zum Playback so zu tun als würde man spielen. Auch Riley schafft es stimmlich recht nah an Ian Curtis ranzukommen.

Ich denke dass so ziemlich jeder, der den einen oder anderen Song von Joy Division lieb gewonnen hat, auch ein wenig daran interessiert ist, unter welchen Lebensumständen Ian Curtis ihn grad verfasst hat und diesen Leuten wird der Film sicherlich gefallen. Wer nicht wirklich was mit der Musik von Joy Division anfangen kann, für den wird es nur ein weiteres Biopic/Drama um einen Sänger sein und er wird denk ich mal auch nicht so begeistert von dem Film sein.

Ich gebe dem Film 9/10 Punkten.

„JOY DIVISION, YOU CUNT!“
Das Metall
Als großer Fan von Musikfilmen hab ich mir Control nun zumindest auf DVD angesehen.

Von Joy Division und Ian Curtis war mir vorher kaum was bekannt außer 1, 2 Songs und der Tatsache dass der Sänger Selbstmord beging.

Dennoch hat mich der Film größtenteils gefesselt und konnte von Anfang bis Ende mein Interesse hochhalten.

Im Gegensatz zu FALCO funktioniert CONTROL als Spielfilm für Nicht-Fans wesentlich besser. Obwohl auch dieser Film sehr ruhig ist, fand ich ihn weit weniger langatmig als die Verfilmung über den Österreicher. Diese konnte dafür mich eher mit ihren Musikeinlange begeistern.

Dank Walk the Line besteht ja der Trend, dass die Musik und der Gesang für die Filme neu eingespielt werden und es keine Playback Performance gibt. Dieses funktioniert bei Control ebenso überzeugend wie bei Falco oder Walk the Line.

CONTROL kann man eigentlich jedem der auf Bio-Pics oder Filme über Rock Musiker steht empfehlen.

Würde mich freuen wenn es mal Spielfilme über die Ramones, Lemmy oder AC/DC geben würde. Es muss ja nicht immer ein bereits Verstorbener Musiker im Blickpunkt stehen.

8/10 Buzzcocks