Texas Chainsaw Massacre: The Beginning - Special

Tomtec

NEW LINE CINEMA präsentiert
in Zusammenarbeit mit MICHAEL BAY
eine PLATINUM DUNES/NEXT ENTERTAINMENT-Produktion
eine VORTEX/HENKEL/HOOPER-Produktion




JORDANA BREWSTER
TAYLOR HANDLEY
DIORA BAIRD
MATT BOMER
LEE TERGESEN
und R. LEE ERMEY

Regie JONATHAN LIEBESMAN
Drehbuch SHELDON TURNER
Story SHELDON TURNER und DAVID J. SCHOW
Produzenten MICHAEL BAY, MIKE FLEISS
TOBE HOOPER, KIM HENKEL
ANDREW FORM, BRAD FULLER

Executive Producers TOBY EMMERICH, MARK ORDESKY,
GUY STODEL, JEFFREY ALLARD, ROBERT J. KUHN
Kamera LUKAS ETTLIN
Produktionsdesign MARCO RUBEO
Schnitt JONATHAN CHIBNALL
Musik STEVE JABLONSKY
Co-Produzenten ALMA KUTTRUFF, K.C. HODENFIELD


Filmlänge: 83 Minuten
Deutscher Kinostart: 18. Januar 2007
im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany
a division of Warner Bros. Entertainment GmbH
www.TCM-thebeginning.de




INHALT

Seit über drei Jahrzehnten ist die Legende vom „Texas Chainsaw Massacre“ (Blutgericht in Texas) eine der schaurigsten und nachhaltigsten Geschichten, die je das Licht der Leinwand erblickt haben. Seit der Originalfilm 1974 anlief, haben sich die Fans gefragt, wie die Story wohl entstanden ist – jetzt bekommen sie die Antwort: New Line Cinema präsentiert zusammen mit Michael Bay, wie es dazu kam: „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“. Der Film wurde von Platinum Dunes/Next Entertainment sowie von Vortex/Henkel/Hooper produziert.
Die Produzenten des erfolgreichen Remakes „The Texas Chainsaw Massacre“ (Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre) stellen nun das gruselige Prequel vor, in dem die Ursprünge des Hewitt-Clans und ihrer psychotischen „Familienspäße“ geschildert werden. Erstmals erfahren die Zuschauer, wie „Leatherface“ entstand, die vielleicht berühmteste Horrorfigur aller Zeiten.
1969: Der Vietnam-Konflikt ist außer Kontrolle geraten, mit katastrophalen Folgen und unermesslichen Verlusten für die Vereinigten Staaten. Per Wehrpflicht bekommt die Militärmaschine neues Futter. Der 18-jährige Dean Hill (Taylor Handley) wird eingezogen, doch bevor er sich zur Musterung melden kann, beschließt Deans Bruder Eric (Matthew Bomer), Dean zu überraschen: Eric hat bereits Kampferfahrung in Vietnam und möchte sich trotz der Einwände seiner treuen Verlobten Chrissie (Jordana Brewster) zusammen mit Dean erneut zu seiner geschätzten Marine-Corps-Einheit melden, damit er als Älterer den ziellosen Rekruten im Auge behalten kann. Doch leider will Dean von den Plänen seines älteren Bruders nichts wissen. Deans Plan ist viel einfacher: Er will sich vor der Einberufung drücken und nach Mexiko fliehen. Seine energische Freundin Bailey (Diora Baird) unterstützt ihn dabei. Doch weil die beiden Paare nicht ahnen, welche Auseinandersetzung tatsächlich auf sie wartet, wollen sie auf einer Fahrt durch Texas noch einmal richtig einen draufmachen.
Auf ihrem Ausflug bekommt das fröhliche Gespann von den unheimlichen Motorradfahrern Holden (Lee Tergesen) und Freundin Alex (Cyia Batten) einen gehörigen Schrecken eingejagt: Alex verfolgt den Jeep der vier und provoziert einen gefährlichen Unfall – Chrissie wird aus dem Wagen geschleudert. Alex will die Verletzten gerade ausrauben, als Sheriff Hoyt (R. Lee Ermey) am Unfallort erscheint und die Killerin vom Schlimmsten abhalten kann. Chrissie versteckt sich in einem Gebüsch und beobachtet, wie der Sheriff Alex kaltblütig umbringt, anschließend die Freunde grundlos verspottet und sie dann in den Streifenwagen verfrachtet. Was Chrissie nicht ahnt: Hoyt ist auf dem Weg zum Haus der Hewitts, wo Thomas – der sich später in das grausige Monster Leatherface (Andrew Bryniarski) verwandeln wird – und der übrige Hewitt-Clan bereits warten. Die entsetzte Chrissie muss miterleben, was die Hewitts mit ihren Gefährten anstellt – jetzt sind die drei allein auf Chrissies Hilfe angewiesen.
Jonathan Liebesman inszenierte „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ nach einer Story von Sheldon Turner und David J. Schow sowie dem Drehbuch von Sheldon Turner. Die Produktion übernahmen Andrew Form, Brad Fuller, Tobe Hooper, Kim Henkel, Michael Bay und Mike Fleiss.
New Line Cinema präsentiert zusammen mit Michael Bay „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ – die grausige Geschichte einer Familie, die als einzige in einer verlassenen Kleinstadt zurückbleibt: Ohne Hoffnung, ohne Zukunft hat sie nichts zu verlieren. Ihr exzentrisches Verhalten verwandelt sich bald in ein grausam-sadistisches Ritual. Die Hauptrollen übernehmen Jordana Brewster, Taylor Handley, Diora Baird, Matt Bomer, Lee Tergesen, Cyia Batten und R. Lee Ermey.
R. Lee Ermey, Andrew Bryniarski, Marietta Marich, Terrence Evans und Kathy Lamkin spielen wieder die Rollen, in denen sie bereits im Remake von 2003 zu sehen waren.



ÜBER DIE PRODUKTION

Platinum Dunes verfilmt erstmals ein Originaldrehbuch: „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ entstand als Gemeinschaftsarbeit von Michael Bay und seinen Produzentenpartnern Andrew Form und Brad Fuller. Die drei vergleichen ihre Teamarbeit mit der von Studenten, die ihr Projekt mit Unterstützung ihres Professors (Bay) entwickeln und vorantreiben. Bay überwacht dabei jede Phase und hilft ihnen mit seiner Erfahrung, seinem Instinkt, seinem Erfolg und nicht zuletzt mit seinem Gespür für das Publikum.
„Die Firma Platinum Dunes entstand aus einer Laune heraus“, sagt Bay. „Zunächst überlegten wir, wie wir jungen Regisseuren helfen könnten, in der Branche Fuß zu fassen. Ich gründete die Firma also mit zwei meiner besten Freunde, aber wir ahnten nicht, welchen Erfolg wir mit unseren ersten beiden Filmen haben würden. Uns ging es einfach nur um Filme mit geringem Budget – sie sollen selbst der Star sein, nicht die Schauspieler. Und besonders in Horrorfilmen können sich Regisseure austoben.“
Als die Platinum-Dunes-Filmemacher 2003 ihre neue Version von „The Texas Chainsaw Massacre“ fertigstellten, erwarteten sie keinen sonderlichen Erfolg und dachten nicht an weitere Filme in diesem Genre. Doch seitdem wurden sie immer wieder auf das seltsame Gebaren der Hewitt-Familie angesprochen – ständig tauchte die Frage auf, wie es wohl dazu kam, dass sie zu derart methodisch-gewalttätigen Killern mutierte. Schließlich begannen Form und Fuller während der Vorbereitung zu ihrem aktuellen Remake von „The Amityville Horror“ (The Amityville Horror – Eine wahre Geschichte) über die Familiengeschichte der Hewitts nachzudenken und merkten, dass diese Ursprünge einen interessanten Filmstoff abgeben.
„Die Fans wollten eine Fortsetzung sehen – so einfach war das“, sagt Bay. „Doch ganz so einfach war es auch wieder nicht, weil dem Bösewicht ja am Ende des ersten Films ein Arm abgeschnitten wird. Die Geschichte wäre also recht kompliziert geworden, doch als wir uns entschlossen, lieber ein Prequel als eines der üblichen Sequels zu drehen, ergaben sich endlose Möglichkeiten. Wir mussten uns nur selbst etwas zügeln und nicht allzu sehr über die Stränge schlagen.“
Dazu Brad Fuller: „Andrew, Michael und ich setzten uns zusammen und überlegten, was man aus der Familiengeschichte machen könnte. Reicht es aus, dass die Familie aus Killern besteht? Der erste Schritt war klar: Wir brauchten einen Autor, der uns die Einzelheiten lieferte.“
Die Filmemacher sprachen Scott Kozar an, der das Remake von 2003 geschrieben hat, doch der war anderweitig verpflichtet. Also wandte man sich sofort an „Amityville“-Autor Sheldon Turner. Um das Projekt anzuschieben, gaben die Produzenten Turner nicht nur eine DVD mit der Filmversion von 2003 – und mit der Bitte, ein paar Ideen zu entwickeln –, sie trugen ihm auch auf, die Fragen zu beantworten, die sich aus der Originalgeschichte ergeben. Zum Beispiel: Wie ist die Familie zu dem geworden, was sie ist? Warum ist Onkel Monty doppelt amputiert? Warum hat Hoyt keine Zähne, und wie in aller Welt konnte er jemals Sheriff werden? Vor allem aber: Warum verhält sich Leatherface so, wie er sich verhält, und was sind das für grausige Häute, die er trägt?
Die Produzenten reagierten begeistert auf die Ideen, die Turner entwickelte. Kurz darauf fanden sie auch den richtigen Regisseur: Jonathan Liebesman.
„Wir engagierten einen großartigen Autor“, sagt Fuller. „Und als sich das Skript tatsächlich als sehr stark erwies, wollten wir es gleich umsetzen – deshalb war Jonathan schon früh im Gespräch. Unsere Konferenz begann, Jonathan präsentierte seine Ideen und zeigte uns, wie er das Drehbuch umsetzen wollte – mehr brauchten wir gar nicht zu hören.“
Die Produzenten lernten Regisseur Jonathan Liebesman 2002 kennen, als sie mit wenigen ausgewählten Regisseuren über das kommende Projekt des Remakes zu „The Texas Chainsaw Massacre“ sprachen, doch Sony schnappte sich Liebesman bereits, bevor alle Gespräche gelaufen waren – er bekam den Auftrag, „Darkness Falls“ (Der Fluch von Darkness Falls) zu inszenieren. Man blieb in Kontakt, und er bekam auch den zweiten Film von Platinum Dunes angeboten: „The Amityville Horror“. Aber stattdessen engagierten die Produzenten ihn für das Sequel zu „The Texas Chainsaw Massacre“. Obwohl Liebesman in jeder Hinsicht von den Produzenten unterstützt wurde, war er sich nicht sicher, ob er zusagen sollte – bis er merkte, dass seine Vorbehalte gegen ein weiteres „Chainsaw“-Projekt auch von den Produzenten geteilt wurden.
„Der Auftrag für ein Sequel zu einem derart großartigen Film sprach mich nicht sonderlich an, vor allem weil der Haupt-Bösewicht seine bedrohlichen Fähigkeiten eingebüßt hat“, erklärt Liebesman. „Viel interessanter war dagegen die Aussicht, die Ursprünge der Legende auszuloten. Als Fan des ersten Films stellte auch ich mir die Fragen, die darin aufgeworfen werden. Bei meinem ersten Treffen mit Michael, Andrew und Brad habe ich mein Grundkonzept zu dem neuen Film vorgestellt und brachte auch Ideen ein, die ich gern im Drehbuch verwirklicht sehen wollte. Am Ende waren wir uns alle einig: Der Film sollte eine Atmosphäre kreieren, die man als Vorhof zur Hölle erlebt.“
Dazu Andrew Form: „Im Prequel geht es vor allem um die Vorgeschichte des Killers Leatherface. Wir erleben mit, wie sich die Wut in Thomas Hewitt aufbaut, wie sie ihn übermannt, und dann sind wir dabei, als dieser traurige Mann erstmals einen anderen Menschen umbringt. Immer unentrinnbarer gerät Thomas in Hoyts Klauen, während Hoyt die Fäden zieht und ihn auf sehr kalkulierte, verschlagene Art manipuliert.“
Als man sich auf das Prequel geeinigt hatte, mussten die Filmemacher festlegen, wie weit sie in der Familiengeschichte zurückgehen wollten.
„Der Film beginnt 1969, etwa drei Jahre vor dem Originalfilm“, sagt Brad Fuller. „Das texanische Städtchen ist um einen Schlachthof entstanden, der aber stillgelegt wird – und damit stirbt auch der Ort. Wie alle anderen verliert auch Thomas Hewitt seine Arbeit, und die Wut, die sich seit seiner Kindheit in ihm aufgestaut hat, bricht jetzt aus ihm hervor, erstmals bringt er einen Menschen um. Dadurch sieht sich sein ebenfalls sehr labiler Onkel gezwungen, das Gesetz selbst in die Hand zu nehmen und hemmungslos zuzuschlagen.“
„Gleichzeitig fährt eine Gruppe von Kids, die ihre ganz eigenen Probleme haben, durch Texas, und aufgrund einer Reihe grausiger Umstände stranden sie in dieser Albtraumstadt“, fährt Fuller fort. „Als die Kids den Hewitts begegnen, kann die Familie bereits nicht mehr zurück – sie killen einen nach dem anderen, um die Zeugen für den ersten Mord zu beseitigen, wodurch die Situation völlig außer Kontrolle gerät.“
Forms lapidare Schlussfolgerung: „So kommt es zum Kettensägenmassaker.“
Als die Vorgeschichte stand, überlegten die Filmemacher, wie man den Film am besten präsentiert.
„Der schwierigste Aspekt des Horrorgenres ist der Versuch, dem Stoff sein Geheimnis zu lassen, denn wenn man das Böse erklärt oder zu ausführlich zeigt, gruselt man sich nicht mehr“, sagt Jonathan Liebesman. „Man bewegt sich auf einem schmalen Grat, wenn man die Irrationalität von Serienkillern zeigt – jedenfalls sollte man vermeiden, zu viel zu erklären oder ihr Verhalten zu begründen, denn irgendwann ist das Geheimnis aufgedeckt. Natürlich geht es letztlich genau darum: ,The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning‘ zeigt den Tag, an dem das Morden begann, aber nicht allzu ausführlich die Gründe dafür.“
Bei der Vorbereitung des Prequels ging es den Filmemachern zunächst um die Besetzung. Welche der Darsteller aus dem vorigen Film sollten wieder dabei sein? Andrew Form behauptet, dass sein Produktionspartner Brad Fuller bei Besetzungsfragen gern das Heft in die Hand nimmt. Sie begannen mit dem stärksten Glied in der Kette der Kettensäge: R. Lee Ermey.
„Leider haben Horrorfilme einen schlechten Ruf, weil die Filmemacher sich manchmal drücken und gar nicht erst Spitzendarsteller engagieren“, sagt Fuller. „Mit Lees Besetzung setzen wir einen Qualitätsstandard, und als wir ihn engagiert hatten, konnten wir ihn auch mit Leuten umgeben, die ein vergleichbares Talent mitbringen. Wir haben nicht gekniffen, vermeiden die üblichen Klischees. Wir bemühten uns um Vollblutschauspieler, die dieser Familie Leben einhauchen. Sie bilden die Urzelle der Interaktionen zwischen allen Figuren, sie müssen die Zuschauer überzeugen.“
Und Form fügt hinzu: „Lee entwickelte seine eigene Theorie über seine Figur. Als Darsteller kennt er keine Grenzen. Immer wieder hat er mir gesagt, dass er Hoyt als den politisch unkorrektesten Typen überhaupt spielen will. Also ist Hoyt immer wieder auf der Suche nach Personen, die er aufs Korn nehmen kann. Vor ihm ist niemand sicher.“
Entsprechend bildet Ermeys Darstellung ein Highlight des Films. „Lee hat damals für die unterhaltsamsten Szenen des ersten Films gesorgt“, sagt Jonathan Liebesman. „Hoyt ist wahnsinnig, man wird zunächst nicht schlau aus ihm, aber gerade dadurch wirkt er so interessant, denn es gibt dafür keine Erklärung. Er bleibt undurchschaubar. Lee hat persönlich sehr viel dazu beigetragen, diese Figur auszuloten und zu gestalten.“
„Er verleiht der Sache den rechten Humor“, bestätigt Michael Bay. „Besonders bei heftigen Horrorfilmen ist es wichtig, komische Szenen einzubauen, damit das äußerst gespannte Publikum auch mal durchatmen kann. Lee stellt Hoyt äußerst realistisch dar, doch gleichzeitig wirkt er bizarr und auch ein bisschen komisch.“
Ermey engagiert sich leidenschaftlich für Sheriff Hoyt. „Mir gefällt es gar nicht, wenn ich mir als Schauspieler nur als Marionette vorkomme – jemand anderer legt mir die Worte in den Mund und zieht die Fäden, an denen ich dann zappele“, sagt der erfahrene Schauspieler. „Ich sehe es als Aufgabe des Schauspielers an, selbst Vorschläge zu machen und so das Skript zu verbessern. Aus meiner Sicht muss sich der Autor um alle Figuren kümmern, während ich mich voll auf die eine konzentrieren kann. Ich spiele gern irre, schockierende, schillernde Typen. Sprechen wir’s doch aus: Hoyt ist ein sexuell perverser, manischer Killer. Wie soll man so etwas noch übertreiben? Bei Hoyt sind mir keine Grenzen gesetzt. Ich würde Sheriff Hoyt als die hinterhältigste Figur einstufen, die ich je gespielt habe.“
Dazu Jonathan Liebesman: „Hoyt lockt Thomas aus seinem Schneckenhaus heraus: Er glaubt an ihn und ermöglicht ihm, Leatherface zu werden.“
Es war also eminent wichtig, dass Ermey wieder zum Team stieß – genau wie Marietta Marich als Luda Mae und Terrence Evans als Old Monty sowie Kathy Lamkin als die Tea Lady, aber ebenso entscheidend war die erneute Mitwirkung von Andrew Bryniarski als Leatherface: Er hat mit seinem Auftritt als maskierter Mörder eine ganz persönliche Fangemeinde um sich geschart.
„Diese Schauspieler haben sich voll und ganz in ihre Figuren eingelebt“, sagt Liebesman. „Sie waren voller Ideen, weil sie vor drei Jahren manches gar nicht umsetzen konnten, und wir gaben ihnen Zeit, diese Optionen auszuloten. Heraus kamen tolle, oft bizarre Dinge, manche konnten wir nicht mal im Film unterbringen. Aber weil Regisseur Marcus Nispel 2003 den ersten Film sehr gut durchstrukturiert und atmosphärisch gestaltet hat – der Film lebt vom Wechselspiel der Schauspieler und ihrer Umgebung – und weil sie improvisieren durften, hatte jeder von ihnen bereits klare Vorstellungen von ihrem eigenen Beitrag.“
„Marietta steht zum Beispiel schon etwa 50 Jahre vor der Kamera“, fährt Liebesman fort. „Wer so lange im Geschäft ist, bringt immer richtig gute Ideen ein: Inmitten der Folterqualen singt sie für Bailey, was eine der gruseligsten Szenen des Films ergibt, und beim Vorbereiten des Essens spielt sie mit der Zunge – abgedrehte, verrückte Ideen, die uns nie eingefallen wären und die uns bei einer Frau ihres Alters echt überrascht haben.“
Die scheinbar harmlose Luda Mae nimmt in der Hierarchie der Hewitt-Familie eine wichtige Position ein. „Sie ist die Einzige, die Hoyt im Zaum halten kann“, erklärt Liebesman. „Als Egomane glaubt er die ganze Welt zu beherrschen, aber wenn er durchdreht, erinnert Luda Mae ihn daran, dass er zwar Menschen umbringen und essen kann, aber gefälligst auf seine Tischmanieren zu achten hat.“
„Luda Mae ist die Matriarchin der ,Killerbrut‘, wie ich sie nenne“, sagt Marich, die beim Casting einen alten Mantel ihres Mannes anzog, mit ungekämmten Haaren auftrat und so tat, als ob sie Tabak kaute, indem sie sich Schokolade übers Kinn laufen ließ.
„Ich lege mir immer eine Vorgeschichte für meine Rolle zurecht – ich stelle mir also vor, Luda Mae wäre einst eine junge Obdachlose gewesen, die sich in der Wirtschaftskrise allein durchschlagen musste“, erzählt Marich. „Als sie Thomas findet, nimmt sie ihn mit nach Hause, obwohl er entstellt und schrecklich hässlich ist, und beschützt ihn nach Kräften vor den grausamen Mitmenschen und der Welt da draußen. Das ist ihr Lebensziel, und nur deshalb bleibt Luda Mae dort, wo sie ist.“
Im Gegensatz zu Luda Mae kann man dem zurückhaltenden Monty keinerlei verborgenes Selbstbewusstsein oder leidenschaftliche Überzeugungen nachsagen. Laut Liebesman ist Monty „der Lakai der Familie. Er sorgt dafür, dass der Schrottplatz mit rostigem Krimskrams gefüllt wird. Er fungiert als Hausmädchen, er ist der Bruder, der nie von zu Hause weggekommen ist, der nichts auf die Reihe bekommt, aber er dient Leatherface auch als Versuchskaninchen bei dessen Sägeexperimenten an Fleisch und Knochen.“
Schauspieler Terrence Evans verteidigt seine Figur: „Monty ist letztlich ein weitgehend unschuldiger Typ – mit Hoyt und Thomas nicht zu vergleichen. Ich sehe Monty als Nebenfigur, weil Hoyt die Szenen dominiert, in meiner Rolle reagiere ich eher. Niemand fragt Monty nach seiner Meinung, nicht einmal Luda Mae, als sie Thomas mit nach Hause bringt. Er passt sich also an und erträgt alles, was auf ihn zukommt.“
„Wahrscheinlich hätte sich Thomas’ Leben durchaus anders entwickeln können“, fährt Evans fort. „Aber weil er unter dem Spott leiden musste, jähzornig ist und Hoyt wie ein Hund hinterherläuft, gerät er total unter Hoyts Einfluss. Hoyt ist der Ersatzvater, und ich übernehme meine Rolle als Onkel.“
In „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ ist Leatherface eine durchaus differenzierte Figur – eine überraschend engagierte Rolle, die sehr schwer darzustellen ist, weil Thomas nicht sprechen kann, um seine Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken. Er ist dabei völlig auf die Körpersprache und seine Augen angewiesen.
„Natürlich ist es schwieriger für den Schauspieler, wenn er nicht sprechen darf“, bestätigt Produzent Andrew Form. „Gesten und Bewegungen wirken leicht übertrieben, der Darsteller bewegt sich also auf schmalem Grat, weil er eine Menge ausdrücken muss. Diesen Mittelweg beschreitet Andrew Bryniarski besonders gut, weil er seine Rolle bestens kennt. Er ist Leatherface und nimmt den Part äußerst ernst.“
„Der Mann ist ein Sozialkrüppel, da gibt es keine zwei Meinungen“, sagt Bryniarski. „Er leidet unter schweren Phobien, weil man ihm sein ganzes Leben lang übel mitgespielt hat, was ihn sehr verändert, und als er das lange genug ertragen hat, verwandelt er sich in die Person, die das Kettensägenmassaker verantwortet.“
Weil jedermann Bryniarski mit Leatherface identifiziert, muss er sich hier umso mehr anstrengen, einen sympathischen Typen darzustellen, um das Image des Serienkillers herunterzuspielen. „Ich habe im Lauf der Jahre jede Menge von Irren überzeugend gespielt, bin es also gewohnt, dass die Menschen auf Distanz zu mir gehen“, sagt er. „Aber ich musste diese Rolle einfach spielen. Michael Bay drückt das gern so aus: ,Die Maske wurde dir in die Wiege gelegt.‘“
„Tatsächlich hat er sie in meinem Büro zerrissen“, lacht Bay. „Das ist eine echte Hollywood-Story! Er war überzeugend und sagte immer wieder: ,Der Typ, das bin ich!‘ Ganz im Ernst: Wie kann man einen derart engagierten Mann abweisen?“
Eine Frage wird wohl in keiner Folge der Serie beantwortet werden: Wie sind die Hewitts miteinander verwandt? Alle Beteiligten – Darsteller und Stab – haben unterschiedliche Ansichten. In den Drehpausen entwickelte sich der Sport, wer die irreste Geschichte für die drei erfinden konnte.
„Wir haben nie eindeutig festgelegt, in welcher Verbindung sie zueinander stehen“, gibt Produzent Brad Fuller zu. „Wir glauben einfach, dass es interessanter ist, wenn wir das nicht klären. Warum nennt Hoyt Luda Mae ,Mama‘, obwohl sie offensichtlich nur wenig älter ist als er? Sie kann unmöglich seine Mutter sein. Das bleibt unverständlich. Und ist Monty Luda Maes Ehemann? Oder sind er und Hoyt Brüder? Schon wenn man nur darüber nachdenkt, entwickelt das eine beunruhigende Dynamik.“
Terrence Evans präsentiert eine ganz eigene Theorie: „Luda Mae ist meine Schwester und Hoyt mein Bruder. Den meisten Grips in der Familie hat Hoyt sicher nicht, aber dafür ist er umso gemeiner. Und was Hoyt sagt, das wird gemacht.“
„Jeder hat seine eigene Theorie“, lacht Form. „Wahrscheinlich sind nicht einmal wir uns einig.“ Die Hewitt-Familie ist ebenso komisch wie bizarr, aber weil es ja darum geht, den Zuschauern Angst und Schrecken einzujagen, funktioniert sie wunderbar. Als Familie nehmen sie einen entstellten, mutterlosen Jungen auf, der sich in ihrer Obhut zu einem blutrünstigen Killer entwickelt.
„Sie ziehen ihn auf wie ein eigenes Kind“, sagt Fuller. „Doch in mancher Hinsicht ist er eher ein Haustier als ein Familienmitglied. Andererseits lieben und bewundern sie einander auch, allerdings auf seltsame und ungewöhnliche Weise.“
„Man lernt eine fremde Familie erst kennen, wenn man mit ihr zusammenlebt“, fährt er fort. „Man isst zusammen, vergnügt sich mit ihr bei Veranstaltungen, weiß aber noch lange nicht, was daheim wirklich abläuft. Wir fanden die Idee mitreißend, dieses Familienleben von echten Irren zu zeigen. Der bizarrste Umstand besteht natürlich darin, dass sich die Hewitts selbst gar nicht als unnormal erleben. Wenn man über ihre Schwelle tritt, gelten nur noch ihre Regeln, und die bedeuten letztlich totale Anarchie. Deshalb lernen wir das Fürchten, denn eigentlich kann das überall passieren: Wer weiß schon, was unsere Nachbarn hinter verschlossenen Türen treiben?“
Die Filmemacher entschieden sich nicht für den einfachen Weg, indem sie die Äußerlichkeiten, Thomas Hewitts Entstellung und deren soziale Konsequenzen kommentieren. Stattdessen konzentrieren sie sich auf die Hewitts als Fallstudie einer Familienbeziehung. „Wodurch wird eine Familie zur Familie?“ fragt Produzent Brad Fuller.
Die Verlagerung des Schwerpunkts von den Kids im Remake „The Texas Chainsaw Massacre“ von 2003 auf die Hewitt-Familie im Prequel gibt den Zuschauern nicht nur die Gelegenheit, die Familie besser kennen zu lernen, sondern dem Publikum wird dadurch auch eine neue Gruppe junger Schauspieler vorgestellt, die unschuldig und ahnungslos Opfer der Umstände werden. Die Produzenten nennen diese Filmfiguren „die Vertreter der Zuschauer“.
„Mit den Kids, die in die grausige Falle tappen, kann sich das Publikum am einfachsten identifizieren“, erklärt Fuller. „Ihre Gefühle sind die Gefühle, die hoffentlich auch die Zuschauer haben – wir brauchen für diese Rollen also Schauspieler, die Emotionen transportieren können. Die Zuschauer müssen mit ihnen fühlen, mit ihnen bangen. Wir bemühten uns, die besten, überzeugendsten, sympathischsten jungen Darsteller zu finden, denen man gern zuschaut und dann sagt: ,Ich würde das ganz genauso machen.‘ Das ist die Voraussetzung für guten Horror.“
Regisseur Jonathan Liebesman fügt hinzu: „Meine Lieblingsfiguren in Horrorfilmen sind immer die, die stark sein wollen, obwohl sie genauso viel Angst haben wie wir Zuschauer. Alle Figuren des Films fragen sich, ob sie den nötigen Mut aufbringen. Es geht nicht darum, ob sie heulen oder nicht; ob sie stark oder im Grunde Feiglinge sind; wichtig ist, dass die Figuren alles geben, um einander zu retten. Und Jordana Brewster, die die Hauptheldin Chrissie spielt, hat genau diese Ausstrahlung.“
Brewster wurde als erste neue Darstellerin engagiert. Sie verkörpert die junge Chrissie, die sehr an ihrem Freund Eric Hill hängt und alles für die Beziehung tut. Als sie erfährt, dass Eric sich erneut zum Dienst in Vietnam melden will, bleibt sie ihm treu und unterstützt ihn, obwohl sie Angst hat, dass er vielleicht nie zurückkehrt. Denn obwohl sie seinen erneuten Militärdienst ablehnt, weiß sie natürlich, dass Ehre und Verantwortung Erics Persönlichkeit ausmachen – und dafür liebt und bewundert sie ihn.
Als die Kids um ihr Leben kämpfen müssen, zögert Chrissie keinen Moment, alles für die Rettung der anderen drei einzusetzen. „Sie ist verletzlich, sie hat Angst, und jedesmal, wenn sie hilft, merken wir, wie sie sich überwinden muss“, sagt Liebesman. „Wie Sigourney Weaver in ,Alien‘ (Alien – Die Rückkehr) oder Jodie Foster in ,Silence of the Lambs‘ (Das Schweigen der Lämmer) hat Chrissie panische Angst vor dem, was sich hinter der nächsten Tür verbirgt, aber trotzdem wird sie hindurchgehen. Das macht eine Heldin aus.“
Brewster und auch den Filmemachern war natürlich klar, dass Jessica Biel mit ihrer Darstellung der Erin in „The Texas Chainsaw Massacre“ die Messlatte 2003 sehr hoch gelegt hatte. „Wir konnten mit Jessie arbeiten, als sie in ihrer Karriere gerade durchstartete“, sagt Michael Bay. „Das war unser Glück, denn sie ist nicht nur sehr begabt und engagiert, sondern mag ihren Beruf wirklich und tut alles, was in ihrer Macht steht, um den Film als Ganzes zu verbessern. Sie arbeitet sehr hilfsbereit mit ihren Kollegen zusammen und ist generell ein sehr angenehmer Mensch. Und obwohl sie sich in vieler Hinsicht stark von Jordana unterscheidet, war uns das Glück wieder hold, denn in diesen Qualitäten gleichen sich die beiden.“
„Wahrscheinlich ahnen die Zuschauer nicht, wie smart Jordana ist“, fährt Bay fort. „Zunächst sind wir von ihrer Schönheit angetan, aber wenn man mit ihr redet, staunt man nicht schlecht, wie intelligent sie ist, wie sehr sie sich für alles und jeden um sie herum interessiert. Sie bringt Erfahrung im Horrorgenre mit; sie weiß, wo es lang geht.“
Für Brewster war es vor allem wichtig, ihre Darstellung anders anzulegen als die übliche bedrängte junge Frau, die man so häufig in dieser Art Filme zu sehen bekommt. „Jonathan und ich bemühten uns, Chrissie ausgewogen zu zeigen: Einerseits stellt sie sich ganz unrealistisch dem Drei-Zentner-Mann Leatherface, andererseits wird sie wie die übliche Filmheldin bedroht – das wirkt sehr irritierend“, sagt sie.
„In dem Moment, als sie praktisch alles verloren hat, was ihr lieb war, schlägt sie zurück“, fährt Brewster fort. „In einer Szene zwischen R. Lee Ermey und mir begründet Hoyt, warum seine Familie Chrissie und ihren Freunden so übel mitspielt – er nennt uns Sünder. Das reichte mir; da wurde ich richtig sauer, das setzte ich ein, als es darum ging, sich nicht unterkriegen zu lassen und als weiteres Opfer der Hewitts zu enden.“
Als Nächste wurde Diora Baird besetzt, die die Rolle der Bailey übernimmt. Die schöne, unabhängige und entschlossene Bailey überzeugt ihren Freund Dean davon, dass er als Soldat völlig ungeeignet wäre – ihre einzige Aussicht auf ein bisschen Glück liegt also allein in ihrer gemeinsamen Flucht nach Mexiko, um dem Wahnsinn des Krieges zu entkommen.
Baird beschreibt Bailey als „frech und einen typischen Hippie der damaligen Zeit – sie glaubt an den Frieden und an die Liebe. Sie ist hoffnungslos romantisch, lässt sich aber andererseits nichts gefallen, auch nicht von den Hewitts. Ich mag sie, weil sie sich durchsetzen kann. Selbst als sie leidet, lässt sie sich nicht unterkriegen.“
„Bailey sprüht vor Energie“, bestätigt Regisseur Jonathan Liebesman. „In einem anderen Horrorfilm wäre sie vielleicht das hübsche, aber blöde Girl – doch bei uns hat sie mehr Mumm.“
Die Filmemacher suchten sie ganz bewusst als Gegenpol zu Chrissie aus – beide Mädchen sind schön, aber ansonsten sehr verschieden. „Chrissie ist gebildet und nachdenklich, während Bailey simpler gestrickt ist und in den Tag hineinlebt“, sagt Brad Fuller. „Wenn Bailey Angst bekommt, kann man das förmlich fühlen. Es macht einen richtig fertig, wenn man Diora in diesen grausigen Situationen erlebt und sie schreien hört.“
Liebesman forderte die Schauspielerin ständig zum Schreien auf, nachdem er gehört hatte, wie sie bei einer Folterszene zu Anfang der Dreharbeiten beim Kreischen improvisierte. Er ist von ihrer Darstellung begeistert: „Wie dem kleinen mechanischen Hasen in der Werbung geht ihr die Batterie nie aus, wenn sie schreit.“
„Beim Vorsprechen habe ich überhaupt nicht geschrien, und ich glaube, das stand auch gar nicht im Drehbuch“, sagt Baird. „Aber als ich loslegte, hat Jonathan mich ständig animiert weiterzumachen. Nach einiger Zeit spürte ich das körperlich – ich hoffe nur, dass die Zuschauer nicht durchdrehen“, lacht sie.
Der 21-jährige Taylor Handley ist das jüngste Mitglied des Darstellerensembles. Sein Casting-Video war derart unglaublich, dass die Filmemacher ihm die Rolle des Dean anboten, ohne ihn persönlich zu kennen. Als Brad Fuller das Video sah, rief er Andrew Form an, der sich auf Motivsuche in Austin/Texas aufhielt, um ihm begeistert von seiner Entdeckung zu berichten. Als Michael Bay die aufgezeichneten Probeaufnahmen sah, stimmte er sofort zu.
„Im Normalfall laden wir die Leute fünf- oder sechsmal ein, aber Taylor war kein einziges Mal in unserem Büro“, sagt Fuller. „Er ist noch sehr jung und bringt nicht viel Erfahrung mit, aber er ist ungeheuer begabt.“
Dass Handley die Rolle im Handumdrehen ergatterte, spricht für seine ausgeglichene Persönlichkeit. Der freundliche und sympathische Schauspieler kam bei allen Mitarbeitern am Set bestens an. Trotzdem wird Handley das Publikum mit seiner emotionalen Bandbreite überraschen.
„Dean ist ein Künstler und sehr verliebt“, beschreibt Handley seine Rolle. „Er ist sehr unerfahren und hat keine Ahnung, was ihn in Vietnam erwartet. Aber er weiß, dass er dafür nicht gemacht ist.“
„Horrorfilme mag ich als Genre sehr“, gibt er zu. „Als Schauspieler kann ich dabei in die schrecklichen Abgründe meiner Seele hinabsteigen und all das aktivieren, was ich in den üblichen Teenie-Filmen oder Dramen nicht machen darf. Im Horrorfilm schreit man sich die Seele aus dem Leib, man rennt um sein Leben, stolpert, stürzt und man gerät ganz real in Panik, wenn ein Typ mit einer Kettensäge hinter einem her ist. Natürlich ist man vom Filmteam umgeben, aber trotzdem muss man sich in diese Situation versetzen, denn das macht ja gerade Spaß – dieser Adrenalinschub.“
Als schwierigste Besetzungsentscheidung erwies sich die Rolle des Eric Hill. „Man findet nicht so leicht einen Typen, der hartgesotten und trotzdem sympathisch ist“, sagt Fuller. „Wir suchten jemand, der Taylor ähnlich sieht, aber letztlich kommt es natürlich vor allem auf die schauspielerischen Fähigkeiten an. Wir baten Jordana, als Partnerin beim Vorsprechen zur Verfügung zu stehen – mit zehn Schauspielern pro Tag. Etwa eine Woche ging das so. Und als Matt Bomer herein kam, merkte man, dass die Chemie stimmte. Man spürte, dass Chrissie Eric liebt und umgekehrt. Außerdem konnte Matt überzeugend ausdrücken, dass er in Vietnam gewesen ist.“
Bomer hat seine Schauspielausbildung an der renommierten Carnegie-Mellon University in Pittsburgh/Pennsylvania absolviert. Er bereitete sich auf den Film vor, indem er etliche Vietnam-Filme anschaute und „Born on the Fourth of July“ (Geboren am 4. Juli) las. „So konnte ich mir vorstellen, was eine Verwundung im Krieg bedeutet und wie es war, nach Hause zurückzukehren. Das hat mir als Vorbereitung viel gebracht, ich bekam eine Ahnung davon, wie fremd sich die Typen in der Heimat vorkamen, wie sehr sie sich anstrengen mussten, ihr Leben in den Griff zu bekommen.“
Während der Dreharbeiten konnte Bomer sich auch bei R. Lee Ermey kundigen Rat holen. „Ich habe mich ausführlich mit R. Lee unterhalten“, sagt Bomer über den ehemaligen Marine-Soldaten. „Er war sehr hilfsbereit und hat mir jede Frage beantwortet.“
Nach dem Vorsprechen mit Matt Bomer fragte Michael Bay Jordana Brewster: „Hat er dir gefallen?“ Ihre Antwort war einfach: „Ich fand ihn toll.“ Das gab den Ausschlag – das Quartett war komplett.
Neben der Hewitt-Familie spielt Lee Tergesen die kleine, aber wichtige Rolle des Motorradfahrers und Cyia Batten seine Freundin Alex.
Als alle wichtigen Darsteller besetzt waren, sorgten die Filmemacher dafür, dass die Chemie zwischen ihnen stimmte. „Im Vergleich zu unseren anderen Filmen klappte das sehr schnell“, sagt Fuller. „Und dass die Kids sich zusammenrauften, war schon in der ersten Drehwoche klar, denn gleich zu Anfang drehten wir die intimeren Sequenzen mit den beiden Paaren. Der Film steht und fällt natürlich damit, dass die Zuschauer uns abnehmen, dass die Paare sich wirklich mögen.“
Nachdem sich Regisseur Jonathan Liebesman alle Muster von Marcus Nispels „The Texas Chainsaw Massacre“ angeschaut hatte, zeigte er sich besonders vom großen Engagement der Schauspieler beeindruckt. Bald merkte er, dass man bei Platinum Dunes eine besondere Methode hat, um für gute Stimmung unter den Darstellern zu sorgen.
Bei „The Texas Chainsaw Massacre“ gaben die Filmemacher Jessica Biel, Jonathan Tucker, Erica Leerhsen, Mike Vogel und Eric Balfour viel Zeit, um sich gut kennen zu lernen, bevor die erste Klappe fiel. Das Resultat war derart positiv, dass die Filmemacher darauf bestanden, auch mit der neuen Besetzung so vorzugehen – inzwischen gehört es zum Standardprogramm der Firma.
„Dass man sich dafür Zeit nimmt, ist besonders wichtig, weil die Filmhelden sich ja bestens verstehen, sich schon lebenslang kennen und feste Beziehungen pflegen“, sagt Michael Bay. „Manchmal dauert es Wochen, bis die Schauspieler derart echte Beziehungen zueinander entwickeln. Deswegen lege ich großen Wert darauf, die Leute schon sehr früh zusammenzubringen, damit sie sich anfreunden und ihre Eigenarten kennen lernen. Dadurch wächst die Gruppe zusammen.“
Brewster, Baird, Handley und Bomer kamen schon zwei Wochen vor Drehbeginn zum Filmteam nach Austin/Texas. „Wir haben viel zusammen unternommen“, erklärt Produzent Andrew Form. „Dabei ging es nicht um Proben, sondern wir aßen zusammen, schauten Filme an, gingen einkaufen, gingen abends aus, führten Gespräche, damit wir einander kennen lernten. Wir hatten Glück – denn dass wir uns um die Gruppenatmosphäre bemüht haben, zahlt sich jetzt auf der Leinwand aus.“
Am Sonntag vor Drehbeginn besuchten Bay, seine Partner, Regisseur Liebesman und die jungen Darsteller das Hewitt-Haus – dasselbe Haus wie im Film von 2003. Es stammt aus dem Jahr 1854 und steht auf einer 300 Hektar großen Farm in Texas. Seit den 1960er-Jahren wird es nicht mehr bewohnt. Niemand war dort, seit das Filmteam im September 2002 die letzte Einstellung drehte. Die Produzenten hatten Glück – die unheimliche Atmosphäre hat sich nicht verändert. Diesmal bekommt das Publikum mehr vom Haus zu sehen: die Schlafzimmer im oberen Stock, eine kleine, frei stehende Garage und die Umgebung des Hauses, die im ersten Film keine Rolle spielen.
„Wir haben mit den Schauspielern einen Rundgang gemacht“, sagt Andrew Form. „Und dann gingen Michael, Brad und ich beiseite, um bestimmte Szenen durchzusprechen – die Kids konnten allein herumwandern und die Gegend erkunden. Unser Besuch dort ohne das Team, ohne Scheinwerfer und Ausrüstung, ohne die 100 Leute, die herumlaufen und ablenken, schuf genau die richtige Stimmung, denn das Haus ist wirklich unheimlich. Es ist sehr geschichtsträchtig, und das spürt man vor Ort. Die Dreharbeiten dort intensivieren die Geschichte erheblich.“
Nach dem ersten Film fanden die Fans heraus, wo das Haus steht, so dass die Besitzer manchmal sogar die Polizei rufen mussten, um die Eindringlinge zu verscheuchen.
Auch einen anderen beliebten Schauplatz verwenden die Filmemacher wieder: eine Fabrik von 1887, 45 Minuten südlich des Orts Martindale. Dort wurde damals Baumwolle entkörnt. Jetzt entstanden dort die Szenen im Keller der Hewitts und die Schlachthofszenen, denn die Fabrik eignet sich für Innen- wie für Außenaufnahmen. In unmittelbarer Umgebung konnten sich die Darsteller und das Team an einem wunderschönen, friedlichen See von den ständigen Folterszenen erholen – hier entstand 2002 für den ersten Film die Eröffnungssequenz am See.
„Ich setze dann die Kopfhörer ab, gehe zum Wasser hinunter und mache mir klar, dass wir nur einen Film drehen“, lacht Brad Fuller. „Es ist sehr schön dort – wir haben es einfach nicht fertig gebracht, wieder in dem echten Schlachthof zu drehen, den wir für den ersten Film verwendet haben.“
„Wir haben Jessica Biel damals in einen echten Tiefkühlraum für Fleisch gesperrt, was richtig heftig war, denn es stank dort bestialisch“, erklärt Andrew Form. „Das hat alle reichlich mitgenommen, und das wollten wir uns diesmal ersparen. Außerdem sieht der Schlachthof zu modern aus. Unser Film beginnt 1939 – wir brauchten also einen Schlachthof aus der damaligen Zeit, den wir dann in eine heruntergekommene, baufällige Version für die Szenen 30 Jahre später verwandeln konnten – als dort nämlich Ende der 1960er-Jahre der Betrieb eingestellt wurde.“
Marco Rubeo, Sohn des berühmten Produktionsdesigners Bruno Rubeo („Driving Miss Daisy“/Miss Daisy und ihr Chauffeur) hat bisher als Ausstatter gearbeitet – bei diesem Film wurde er zum Produktionsdesigner befördert, um den Look verantwortlich zu gestalten. Die Produzenten erkannten sein Talent, als er als Ausstatter an „The Amityville Horror“ mitarbeitete – die Zeit war reif, dass er diesmal die Leitung übernahm. Rubeo musste nicht nur viele Sets des Films von 2003 nachbauen, er sollte sie auch in jüngerem Zustand etliche Jahre früher zeigen, was durch wenige, aber erkennbare Unterschiede deutlich wird. Daneben baute Rubeo neue, bisher nicht verwendete Sets.
Rubeo und sein Design-Team studierten wie auch Regisseur Jonathan Liebesman und Kameramann Lukas Ettlin die DVD des ersten Films sehr genau, um sich die Schauplätze und den Look des Originals anzueignen. Das neue Team musste da weitermachen, wo Regisseur Marcus Nispel, Kameramann Daniel Pearl und Produktionsdesigner Greg Blair aufgehört hatten – das war eine große Herausforderung, weil der Film von 2003 derart gut angekommen war.
Sobald Jonathan Liebesman an Bord kam, überlegte man, wer ihm als Kameramann zur Seite stehen sollte. Sofort schlug er seinen Freund und langjährigen Mitarbeiter Lukas Ettlin vor, der Liebesmans Studentenfilme gedreht und beiden im Lauf der Jahre etliche Preise eingebracht hat.
Form und Fuller geben unumwunden zu, dass sie diesen Vorschlag überhaupt nicht ernst nahmen. „Wir lachten ihn aus“, gesteht Fuller. „Unsere Reaktion: ,Das kommt nicht infrage, also vergiss es ganz schnell.‘ Es war für uns unvorstellbar, einem Regisseur, der erst einen Film gedreht hatte, einen Kameramann zur Seite zu stellen, der noch nie einen großen Film gemacht hatte. Doch Michael Bay fand die Idee nicht so abwegig wie wir. Der Vorschlag war einfach eine echte Herausforderung.“
„Wir setzten uns also mit Lukas zusammen und merkten, dass er sehr konkrete Vorstellungen zum Film entwickelte“, fährt Fuller fort. „Er hatte den Look, den wir im ersten Film angestrebt hatten, voll durchdrungen, wollte dem neuen Film aber auch seine eigene Handschrift geben. Andrew, Michael und ich haben eine Weile überlegt und beschlossen dann, das Wagnis einzugehen. Das war eine sehr weise Entscheidung, denn Lukas leistete ganze Arbeit. Und der Regisseur fühlt sich viel wohler, weil er sich mit Lukas ohne viele Worte verständigt – er musste sich ja erst an die unbekannte Kameracrew gewöhnen.“
Ettlin kam in der Vorbereitungsphase nach Austin, um eine Kameracrew zusammenzustellen, und dabei erfuhr er eine Menge über die Arbeitsmethode beim ersten Film. Er verließ sich auch auf die Erfahrung und die Fähigkeiten seiner beiden erfahrenen Kameraassistenten Michael Scott und Brown Cooper.
„Ich bin sehr enthusiastisch an dieses Projekt herangegangen“, sagt Ettlin. „Aber es ist eine bekannte Tatsache, dass man einen Film nicht allein drehen kann – ich war natürlich sehr stark vom gesamten Team abhängig.“
Liebesman, Ettlin und Rubeo beschlossen, vor allem die Farben Rot, Weiß und Blau zu verwenden. „Wir diskutierten ausführlich unser Konzept für die unschuldige, hart arbeitende Farmerfamilie, die in den Jahren der Armut praktisch mit nichts auskommen muss. Und aus diesen Gesprächen ergab sie die Idee, als Farbpalette die ausgebleichten Farben der amerikanischen Fahne einzusetzen“, sagt Produktionsdesigner Rubeo. „Außerdem fügten wir Ockergelb und Sepia-Töne hinzu, die den früheren Film dominierten, um beide Filme miteinander zu verbinden.“
Liebesman erinnert sich, wie er einen Fotoband aus den 1940er-Jahren durchblätterte. „Die verblichenen Fotos zeigten, wie Amerika damals aussehen wollte und was diese Familie anstrebte, ohne es je zu schaffen. Die blassen Farben der Fahne scheinen fast den Untergang des amerikanischen Traums zu repräsentieren – in diesem Fall eine vom rechten Weg abgekommene Familie.“
Liebesman weiß auch, was er der Innenausstatterin Randy Huke zu verdanken hat, die bereits am Remake von 2003 mitarbeitete: Sie hat ein untrügliches Auge für Details und gab der Ausstattungsabteilung die Richtung vor. „Die Teamarbeit funktionierte bestens und legt Zeugnis ab für Randys Geduld und Professionalität, denn sie musste sich ja mit all den neuen Mitarbeitern arrangieren“, sagt Liebesman.
„Wir haben uns deutlich am Film von 2003 orientiert“, sagt Ettlin. „Dessen Erfolg ist sicher darin zu suchen, dass er so realistisch wirkt. Er war so inszeniert, dass man sich als Zuschauer in die Handlung versetzt fühlt, fast wie beim Dokumentarfilm. Dadurch wurde er zum Kultfilm. Man weiß nie, was als nächstes kommt, nie hat man Zeit, Atem zu holen. Diesen Stil wollen wir jetzt übernehmen – die Spannung lässt niemals nach, die Kamera steht nie still, ist immer in Bewegung. Das Konzept ergab sich aus den Dreharbeiten.“
„Im Verlauf der Handlung verwandeln sich die schön ausgeleuchteten Liebesszenen in Horror, der mit dem Autounfall beginnt. Dabei änderten wir die Blendenöffnung von 180 Grad auf 90 Grad, um ein stetiges Staccato zu erzeugen“, sagt er. „Die Action wird also immer hektischer und extremer, und das Publikum merkt, dass jetzt eine wilde Achterbahnfahrt beginnt.“
Meist werden Filme nicht in der Szenenreihenfolge des Skripts gedreht. Viele andere Faktoren sind wichtiger: die Verfügbarkeit der Schauplätze, die Terminpläne der Darsteller, der beschränkte Drehplan, die Unwägbarkeit des Wetters – es ist einfach zu kompliziert, den Drehplan so anzulegen, dass er mit der Handlung korrespondiert. Und trotzdem wurde „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ fast in chronologischer Reihenfolge gedreht, was zum Beispiel bedeutete, dass man zunächst bei Tage arbeitete und dann langsam zu Nachtaufnahmen überging, die etliche Wochen andauerten.
„Bei einem Film wie diesem möchte man die Schauspieler an die Situation gewöhnen“, erklärt Andrew Form. „Am Ende des Films haben die Figuren derart viel durchgemacht, dass sie völlig erschöpft sind. Außerdem muss man die Gefühle, den Schrecken sorgfältig aufbauen. Es ist sehr wichtig, eine Todesszene nicht etwa schon am zweiten Tag zu drehen – gerade weil der Film auch derart körperliche Anstrengungen mit sich bringt.“
„Ich habe mitbekommen, dass Brad Fuller einigen Schauspielern ausreden wollte, den Job anzunehmen“, erinnert sich Form grinsend. „Denn er wusste, wie anstrengend es werden würde. Brad sagte dann: ,Ist dir klar, worauf du dich da einlässt? Es wird sehr heiß, es wird eiskalt, du wirst wie ein Verrückter durch die Gegend hetzen und zu Boden stürzen. Und das musst du dann tausendmal wiederholen. Willst du dir das wirklich antun?‘ Wir verlangten den totalen Einsatz.“
Jordana Brewster fand diese Warnungen sehr lustig: „Ich war regelrecht schockiert, als ich merkte, wie wenig mir Brad und Andrew zutrauten – als ob ich die Prinzessin auf der Erbse wäre. „Andrew machte sich über meinen Laufstil lustig, denn ich war das Laufen auf dem Laufband gewohnt, das mir eine gute Haltung abverlangt. Als ich dann erstmals vor Leatherface davonrannte, sagte er, das sähe aus wie in ,Chariots of Fire‘ (Die Stunde des Siegers). Er erklärte mir, dass ich ,unkontrolliert‘ laufen, also die Arme in die Luft werfen sollte“, lacht sie.
„Aber manchmal muss man dem Team schon deutlich machen, dass wir keine Roboter sind – wir können nicht noch zehnmal mehr hinfallen, nachdem wir den ganzen Tag nichts anderes getan haben“, gibt sie zu. „Dennoch hoffe ich, dass ich dem Prinzessinnen-Image nicht entsprochen habe. Am härtesten fand ich letztlich die Aufnahmen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt – und ich hatte dabei nur Jeans und ein knappes Top an.“
Der Film spielt zwar im Sommer, aber viele Nachtszenen entstanden im November und Dezember, als eine rekordverdächtige Kaltfront Texas und große Teile des amerikanischen Südens heimsuchte. Deshalb musste Regieassistent K.C. Hodenfield die Schauspieler bitten, vor jeder Einstellung Eiswürfel zu lutschen, damit man ihren Atem nicht sah. Das war recht unangenehm – gelinde ausgedrückt –, denn die Schauspieler mussten ständig durchs Gelände hetzen und in ihrer gespielten Angst heftig atmen.
Wer würde schon auf die Idee kommen, dass ausgestreckt liegen schwierig sein könnte? Matt Bomer weiß es besser: Er fühlte sich gerädert, nachdem er etliche Tage stundenlang liegend auf einem harten hölzernen Tisch verbringen musste. Während Bryniarski sich als Leatherface an Eric austobt, ist Bomer an den Tisch im Keller der Hewitts gekettet – ohne Hemd, überströmt von feuchtem Kunstblut – und natürlich wurde der Dreh auch nicht während des unerwarteten Eissturms unterbrochen, der das Thermometer auf zehn Grad unter Null fallen ließ.
Die Filmemacher verließen sich auf den gefeierten Stunt Coordinator Kenny Bates und seine rechte Hand, Coordinator Kurt Bryant, um die kompliziertesten Einstellungen zu drehen, ohne Darsteller oder Mitarbeiter einer Gefahr auszusetzen. Die beiden Stuntexperten arbeiten schon lange mit Michael Bay zusammen – im Spielfilmbereich, an Musikvideos und Werbespots. In puncto Action wissen sie ganz genau, was sie wollen.
„Kenny kann auch die schwierigste Stuntsequenz so aufteilen, dass jeder kapiert, worum es geht, sogar die Anfänger“, sagt Brad Fuller. „Er ist für Qualitätsarbeit bekannt, und Kurt übernimmt diesen Stil, wobei er ganz akribisch auf die Sicherheit achtet. Bei Filmen wie unserem bleibt es nicht aus, dass es Abschürfungen und blaue Flecken gibt, aber wir haben nie Angst, dass sich jemand ernsthaft verletzen könnte, und diese Gewissheit garantieren Kenny und Kurt durch ihre Arbeit.“
Bryant arbeitete unermüdlich mit den Darstellern – bei der Koordination des Autounfalls, mit dem das Unheil der Kids beginnt; wenn Andrew Bryniarski Diora Baird aus einem fahrenden Wagen zerrt; wenn Taylor Handley und Matt Bomer in der leeren Garage auf der Hewitt-Farm am Dachbalken baumeln; bei der komplizierten Kampfsequenz zwischen Handley und R. Lee Ermey; und natürlich bei den Einstellungen mit dem bedrohlichen Tanz der omnipräsenten Kettensäge.
Brewster stand vor dem ungewöhnlichen Problem, ohne Partner agieren zu müssen und direkt in die Kamera zu spielen. „Das habe ich noch nie gemacht“, gibt sie zu. „Noch nie hat ein Regisseur bei laufender Kamera mit mir gesprochen. Ich schleiche herum, verstecke mich, schaue um Ecken, und Jonathan gibt mir Anweisungen: ,OK, jetzt siehst du dies, jetzt entdeckst du das. Schau nach links und bewege dich etwas nach rechts.‘ Das ist unglaublich technisch, und als Schauspielerin würde man meinen, das wird langweilig, was aber nicht der Fall war.“
Wenn man über die Dreharbeiten eines Horrorfilms spricht, muss man natürlich auch über das Konzept der Quälereien reden. Wo ziehen die Filmemacher die Grenze? Gibt es eine solche Grenze überhaupt? Darüber tauschten sich Form, Liebesman und Fuller ständig aus.
„Jonathan und Brad fanden, dass wir viel zu wenig Folterszenen zeigen“, behauptet Form, bevor Fuller ihn unterbrechen kann.
„Folterszenen sind wirklich schwer zu ertragen“, erklärt Fuller. „Das will ich gar nicht verschweigen. Ich bin ein ängstlicher Typ. Und wenn ich das auf dem Monitor beobachtete, musste ich mich manchmal abwenden – so brutal war das. Aber die Familie tut nun mal solche Dinge, und für den Zuschauer würde das nicht funktionieren, wenn es ihnen egal wäre, dass diese Menschen Opfer sind.“
„Die Quälereien sind eine der Hauptkomponenten des Films“, fährt er fort. „Aber sie dürfen nie wichtiger werden als die eigentliche Geschichte – wenn sie uns also aus der Situation herausziehen, sind sie übertrieben. Das weiß man allerdings nicht, wenn man die einzelnen Szenen dreht – wir haben es also bis zum Äußersten getrieben.“
„Um Blut geht es dabei nicht“, stellt Fuller fest. „Wir gehen nicht willkürlich vor, denn der Horror und das Grauen ergeben sich aus den Situationen, nicht aus der Menge des spritzenden Blutes.“
KNB Effects, Inc. übernahm das Spezial-Makeup, die Masken für Leatherface und die Blutszenen. Greg Nicotero, Jake Garber, Kevin Wasner und die anderen Experten bei KNB haben zusammen schon an über 500 Filmen mitgewirkt und stellten sich jeder Idee, die während des Drehs an sie herangetragen wurde.
Vor allem Jordana Brewster war überwältigt von den Blutmengen, die in ihren Szenen zum Einsatz kommen. Augenzwinkernd sagt sie, dass die ersten drei Drehtage die angenehmsten waren, weil sie und ihre Partner noch sauber und trocken sein durften.
„Mich hat das viele Blut zunächst richtig beeinträchtigt“, sagt sie. „Emotional geriet ich benahe aus der Fassung, aber mit der Zeit verliert das Blut den Schockeffekt und war nur noch unangenehm, weil es nass und kalt ist, zudem ist es sehr klebrig und riecht süßlich. Die Insekten stürzten sich auf mich wie auf Fliegenfängerpapier. Das ist ekelhaft, vor allem wenn man Tag und Nacht so herumlaufen muss.“
Die meisten Darsteller mussten etliche Drehtage „bluten“, einige trugen spezielle künstliche Körperteile aus Latex, die bei KNB in Los Angeles schon angefertigt wurden, bevor der Dreh in Texas am 10. Oktober 2005 begann.
KNB lieferte nicht nur literweise Kunstblut und die entsprechenden Körperteile, sondern man fertigte dort auch zwei neue Frühversionen der berühmten Leatherface-Maske an.
„Einer der wichtigen Erzählstränge im Film zeigt die Entstehung der Maske“, sagt Andrew Form. „Während der ersten Hälfte des Films trägt Thomas Hewitt eine Maske, die er sich als Kind wahrscheinlich selbst angefertigt hat, um sein vernarbtes und geschwollenes Gesicht zu verbergen und sich so vor Gespött zu schützen. Wir beschlossen, dabei eine so genannte Halbmaske zu verwenden.“
„KNB hat sich für das Design dieser Maske viel Zeit genommen“, bestätigt Michael Bay. „Vor meinem geistigen Auge sah ich immer einen Lederriemen, den er sich über die Nase bindet, um eine Hautkrankheit zu verbergen. Von dieser Situation ausgehend stellte ich mir vor, wie er Tierhäute verwendet, die dann später durch Menschenhaut ersetzt werden.“
„Im letzten Viertel des Films zieht Thomas dann eine volle Maske über, die er nach einem Mord angefertigt hat“, fährt Andrew Form fort. „Ganz offensichtlich beweist er dabei weniger Geschick als im Film von 2003, denn in diesem Fall zieht er erstmals jemandem die Gesichtshaut ab.“
Unter der Voraussetzung, dass Leatherface noch drei Jahre Erfahrung in der Kunst des Mordens fehlen, achteten die Filmemacher darauf, Schauspieler Andrew Bryniarski zurückzuhalten, vor allem, wenn es darum ging, die Kettensäge zu schwingen.
„Hier begeht er seine ersten Morde“, erinnerte Regisseur Jonathan Liebesman Bryniarski in solchen Fällen. „Er hat das noch nicht zur Kunstform entwickelt. Du bist unbeholfen und stolperst durch die Handlung. Thomas ist nicht aggressiv, er mordet nicht einfach drauflos. Er braucht einige Zeit, um sich in die Situation hineinzusteigern und zu Leatherface zu werden.“
Über die Parallelen von „The Beginning“ und dem Hit von 2003 sagt Liebesman: „Ich ließ mich von Regisseur Marcus Nispels Stil inspirieren, wollte ihn aber nicht nachahmen. Wir sind die Sache fast dokumentarisch angegangen, weniger stilisiert als im ersten Film. Aber bestimmte Einstellungen dürfen einfach nicht fehlen – sie bilden die Hommage an die berühmten Leatherface-Bilder.“
„Jonathan hat wirklich einen ganz eigenständigen Film gedreht“, sagt Michael Bay. „,The Beginning‘ zeigt mehr Persönlichkeit als unser Remake des Originals, weil jener Film eben gar nicht mehr wollte, als ein Remake zu liefern. Jonathan konzentriert sich auf andere Dinge und macht seinen eigenen Horrorfilm.“
Bay besuchte die Dreharbeiten zwar nur zweimal, schaute sich aber alle Muster an und besprach sie täglich mit Liebesman. „Tatsächlich ist es besser, wenn ich nicht vor Ort bin“, sagt er. „Aber ich erinnere mich gut daran, als ich selbst noch Regieneuling war und der Produzent mich anrief. Da hatte ich immer etwas Muffe, obwohl die Ratschläge natürlich sehr nützlich waren – man sammelt dadurch Erfahrung. Es ist schwierig, die Versatzstücke eines früheren Films zu verwenden und sich trotzdem von dem Vorbild abzusetzen, um eine eigene Handschrift zu entwickeln. Aber genau das gelingt Jonathan mit ,The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning‘. Er bietet eine neue Sicht auf das populäre, klassische Meisterwerk des Horrors.“
Die Filmemacher gehen davon aus, dass die Zuschauer gespannt und schockiert entdecken, wie aus den Hewitts ein Clan irrer Mörder wird – sie hoffen, dass die neue Story bei den Fans des Films von 2003 und des Originals von 1974 genauso gut ankommt und dass sie ihren Spaß haben an diesem aktuellen Kapitel brutaler Schrecken, wie sie für das Genre typisch sind.



DARSTELLER

Jordana Brewster
Chrissie

Jordana Brewster war kürzlich neben James Franco in dem Disney-Film „Annapolis“ (Annapolis – Kampf um Anerkennung) zu sehen. In dem Drama unter der Regie von Justin Lin geht es um Boxer an der Annapolis Naval Academy.
Demnächst spielt Brewster in „Nearing Grace“, einem Independent Film nach Scott Sommers Roman „Nearing’s Grace“, der am 13. Oktober in die US-Kinos kommt. „Nearing Grace“ ist die Geschichte eines exzentrischen Teenagers, der nach dem Tod seiner Mutter beinahe am Leben verzweifelt, seinen Lebensmut jedoch in den Armen einer Frau names Grace (Brewster) wiederfindet. Kürzlich war Brewster in dem Sundance-Hit „D.E.B.S.“ (Spy Girls – D.E.B.S.; 2004) nach Angela Robinsons Kurzfilm-Komödie zu sehen. Samuel Goldwyn Films brachte den Film im März 2005 in die US-Kinos.
Davor übernahm Brewster die Hauptrolle in dem Universal-Pictures-Hit „The Fast and the Furious“ (The Fast and the Furious) unter der Regie von Rob Cohen. Ebenfalls eine Hauptrolle spielte sie in „The Invisible Circus“ (Invisible Circus) unter der Regie von Adam Brooks. In diesem 2001 in Sundance uraufgeführten Film waren Cameron Diaz, Blythe Danner und Christopher Eccleston in weiteren Hauptrollen zu sehen. Brewster übernahm auch die Hauptrolle der Delilah in dem Science-Fiction-Thriller „The Faculty“ (Faculty – Trau keinem Lehrer!) unter der Regie von Robert Rodriguez für Miramax’s Dimension Films. Gute Kritiken erhielt sie für ihre Leistung in der hochkarätigen NBC-Miniserie „The Sixties“.
Brewster sammelte Schauspielerfahrung in der Soap „As the World Turns“: Sie ging noch zur Schule, als sie die Nikki Munson in dieser Emmy-preisgekrönten Serie spielte.
Nach „The Fast and The Furious“ unterbrach Brewster ihre Filmarbeit für vier Jahre, um ihren Abschluss an der Yale-Universität in New Haven/Connecticut zu machen. 2003 legte sie ihre Prüfung ab. Sie hat zeitweilig in Brasilien, England und New York gewohnt.


Taylor Handley
Dean

Der 21-jährige Taylor Handley begann seine Schauspielkarriere im Alter von acht Jahren mit regelmäßigen Auftritten in den Sommeraufführungen des Theaters in seiner Heimatstadt Santa Barbara. In der ersten Staffel des Fox-Superserienhits, „The O.C.“ (O.C., California) glänzte er als charmanter, aber rätselhafter Oliver, dem die Hass-Liebe der Zuschauer gewiss war. Handley spielte gelegentliche Rollen in „Dawson’s Creek“ (Dawson’s Creek) auf The WB und wird demnächst in Kevin Williamsons Serie „Hidden Palms“ auf dem CW Network zu sehen sein: Es geht um unheimliche Vorfälle in einem beliebten Ferienort der oberen Zehntausend.
Kürzlich abgeschlossen hat Handley das Highschool-Drama „The Standard“ sowie Chris Cains „September Dawn“ über den tödlichen Zusammenstoß eines Siedlertrecks mit einer Gruppe abtrünniger Mormonen. Außerdem spielte er die Hauptrolle in dem Independent-Film „Zerophilia“, einer romantischen Komödie, die einen ungewöhnlichen Blick auf Geschlechterrollen und Geschlechteridentität wirft.
Zu weiteren Fernsehrollen zählen gelegentliche Auftritte in „C.S.I.“ (C.S.I. – Den Tätern auf der Spur), „Becker“ (Becker), „Touched by an Angel“ (Ein Hauch von Himmel), „NYPD Blue“ (New York Cops – N.Y.P.D. Blue) und „Frasier“ (Frasier). Neben Hauptrollen in mehreren Pilotfilmen gehörte Handley als Kiernan Culkins unbeschwert-vergesslicher Freund zur Stammbesetzung der Sitcom „Go Fish“ auf NBC. Außerdem spielte er den traumatisierten Neffen von Oscar-Gewinnerin Marcia Gay Harden in dem TV-Film „In From the Night“ für die Hallmark Hall of Fame.
Sein Spielfilmdebüt gab er neben Michael Keaton in „Jack Frost“ (Jack Frost – Der coolste Dad der Welt) von Warner Bros. Dann übernahm er die Hauptrolle in dem Disney-TV-Film, „Phantom of the Megaplex“ (Das Megaplex-Phantom). Handley, dessen Vater die bekannte Sportbekleidungsfirma Pornstar gründete, hat zwei ältere Zwillingsbrüder, mit denen er die Leidenschaft für Extremsportarten wie Surfen, Snow- und Skateboarden teilt. In seiner Freizeit singt er außerdem in einer Band, die er mit Freunden gegründet hat.


Diora Baird
Bailey

Obwohl sie als Kind extrem schüchtern war, begann Diora ihre Showbusiness-Karriere bereits im Alter von ein paar Monaten – in Werbekampagnen für Osh Kosh und K-mart in Miami/Florida. Als sie zehn war, drängte ihre Mutter sie zum Theaterspielen, um ihre Schüchternheit zu überwinden. In der Highschool fand sie Gefallen an dem Beruf und packte ihre Koffer für Los Angeles.
Während ihrer Ausbildung bei der angesehenen Comedy-Truppe The Groundlings absolvierte Baird die üblichen Jobs aller arbeitslosen Schauspieler: vom Catering über Tellerwäscherin und Clown bei Kinderpartys bis zu Jobs auf dem Bau. Bei einem dieser Bau-Jobs wurde sie von ihrem jetzigen Manager entdeckt – danach änderte sich ihr Leben schnell. Baird wurde als Model für eine Guess-Kampagne ausgewählt – ihr Foto prangt derzeit in den Vereinigten Staaten auf Werbetafeln und Bussen.
Ihr Spielfilm-Debüt gab sie in dem New-Line-Film „Wedding Crashers“ (Die Hochzeits-Crasher): Baird begeisterte das Publikum mit einer anzüglichen Darstellung, indem sie als eine von Owen Wilsons Eroberungen in der Eröffnungsszene einen sketchartigen Auftritt absolviert. Danach spielte sie in mehreren Episoden von „South Beach“ (South Beach) auf UPN, produziert von Jennifer Lopez.
Aktuell war Baird in der Teenie-Komödie „Accepted“ (S.H.I.T. – Die Highschool GmbH) neben Justin Long, Jonah Hill und Blake Lively zu sehen.
Demnächst übernimmt sie in der ABC-Komödienserie „Big Day“ eine gelegentliche Rolle neben Marla Sokoloff und Wendie Malick. Die Serie zeigt in „24“-Manier in Echtzeit den hektisch-chaotischen Verlauf eines Hochzeitstages und wird Ende 2006 ausgestrahlt. Baird leiht ihre Stimme auch einer der Femme Fatales in dem „Scarface“-Videospiel nach dem berühmten Al-Pacino-Spielfilm, das im Oktober von Vivendi/Universal auf den Markt gebracht wurde.
Zu Bairds früheren Spielfilmen zählen auch „Fifty Pills“ mit Kristen Bell und der unabhängig produzierte „Hot Tamale“ mit Carmen Electra und Jason Priestly. „Hot Tamale“ gewann kürzlich den Preis für den Besten Spielfilm auf dem International Film Festival in Boston.
Baird lebt derzeit in Los Angeles.


Matt Bomer
Eric

Matt Bomer war kürzlich in dem Hit-Thriller „Flight Plan“ (Flight Plan – Ohne jede Spur) neben Jodie Foster, Peter Sarsgaard und Sean Bean zu sehen.
Zur Zeit spielt Bomer die Hauptrolle in der ABC-Fernsehserie „Traveler“, die im Januar 2007 anläuft. Bomer stellt einen zu Unrecht beschuldigten Jura-Studenten auf der Flucht dar. Die Serie wird von Dan Jinks und Bruce Cohen („American Beauty“/American Beauty) produziert. Co-Stars sind Logan Marshall-Green und Aaron Stanford.
Bomer wurde als Sohn von John Bomer – einst Football-Star der Dallas Cowboys – und seiner Frau Sissi in Spring/Texas geboren. Er machte seinen Bachelor of Fine Arts im Fach Schauspiel an der renommierten Carnegie Mellon University in Pittsburgh/Pennsylvania. Nach dem Examen arbeitete Bomer in New York zunächst am Theater. Wenig später bekam er eine gelegentliche Rolle in der ABC-Soap-Serie „All My Children“. Er stieß dann zur Stammbesetzung von „The Guiding Light“ (Springfield Story) auf CBS und verkörperte zwei Jahre lang erfolgreich den Ben Reade.
Zu seinen weiteren Fernsehrollen zählen eine Staffel der Fox-Serie „Tru Calling“ (Tru Calling – Schicksal reloaded) über eine junge Frau mit der ungewöhnlichen Fähigkeit, den gleichen Tag immer wieder zu durchleben – in der Hoffnung, damit vermeidbare Tragödien zu verhindern. Seine Partnerin ist Eliza Dushku. Kürzlich spielte er die Hauptrolle neben Tom Berenger, Bill Bellamy und Ashley Williams in dem einstündigen Fox-Pilotfilm „Amy Coyne“.
Zu seinen Bühnenrollen zählt ein Auftritt in „Roulette“ von Autor Paul Weitz („About a Boy“/About a Boy oder Der Tag der toten Ente) unter der Regie von Jace Alexander am Theater New York Stage & Film in New York; „Spring Awakening“ (Frühlings Erwachen) unter der Regie von Michael Mayer am Sundance Theatre Lab; „A Streetcar Named Desire“ (Endstation Sehnsucht) am Alley Theatre in Houston/Texas, sowie etliche Inszenierungen von „Romeo & Juliet“ (Romeo und Julia), darunter eine von Regisseur Terence Mann in New York, eine weitere unter der Regie von Peter Frisch an der Heinz Hall, Pittsburgh/Pennsylvania und eine auf dem Utah Shakespeare Festival, wo Bomer auch die Hauptrolle in „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“ spielte.
Bomer hat zwei Geschwister: Sein Bruder Neill ist Ingenieur, und seine Schwester Megan studiert. Zu seinen Hobbys zählen Sport (besonders Football und Golf) und Musik.


Lee Tergesen
Holden

Lee Tergesen spielte den Peter McMillian in der ABC-Hitserie „Desperate Housewives“ (Desperate Housewives). Davor verkörperte Tergesen in der TNT-Serie „Wanted“ den U.S. Marshal Eddie Drake, Mitglied einer aus verschiedenen Polizeieinheiten zusammengestellten Elitetruppe, die die 100 gefährlichsten Kriminellen zur Strecke bringen sollen. In weiteren Hauptrollen sind Gary Cole, Ryan Hurst, Rashida Jones, Benjamín Benítez und Josey Scott zu sehen.
Tergesen hat intensiv für Film und Fernsehen gearbeitet und dabei eine große Bandbreite von Figuren dargestellt – von seiner Rolle als Wayne und Garths Sidekick Terry in den Hit-Komödien „Wayne’s World“ (Wayne’s World) und „Wayne’s World 2“ (Wayne’s World 2) bis zum fesselnden Porträt des Gefangenen Tobias Beecher in der von der Kritik hoch gelobten HBO-Serie „Oz“.
Kürzlich verkörperte er Vincent Corey in dem gefeierten „Monster“ (Monster). Indem er Aileen Wournos (gespielt von Oscar-Gewinnerin Charlize Theron) vergewaltigt und misshandelt, löst er ihre Tötungsorgie aus. Weitere Rollen: „The Forgotten“ (Die Vergessenen), „Shaft“ (Shaft – Noch Fragen?), „Bark!“, „Mergers & Acquisitions“, „The Boys of Sunset Ridge“ und „Diamonds“ (Diamonds – Der Gauner mit dem Diamantenherz) .
Im Fernsehen ersetzte Tergesen zeitweilig Serienstar Denis Leary in drei Episoden der F/X-Serie „Rescue Me“ (Rescue Me), die im Sommer 2006 ausgestrahlt wurden. Er gehörte zur Stammbesetzung der USA-Network-Serie „Weird Science“ (Weird Science; 1994–1997) sowie zu UPNs „The Beat“ (2000) und hatte gelegentliche Auftritte in der NBC-Serie „Homicide: Life on the Street“ (Homicide). Tergesen spielte in Filmen wie „Darkness Before Dawn“ (Die Hölle in mir) auf NBC, „Wild Iris“ (Wild Iris – Der Traum vom Leben) auf Showtime und „Shot in the Heart“ (Schuss ins Herz) auf HBO. Daneben absolvierte er unter anderem zahlreiche Gastauftritte in „JAG“ (J.A.G. – Im Auftrag der Ehre), „C.S.I.“ (C.S.I. – Den Tätern auf der Spur) und „Third Watch“ (Third Watch – Einsatz am Limit).
Mittlerweile ist Tergesen in New York auch auf der Bühne zu sehen, wo er neben Matthew Broderick in „The Foreigner“ am Roundabout Theatre die Hauptrolle übernahm.
Tergesen stammt aus Ivoryton/Connecticut und ist Absolvent der American Musical and Dramatic Academy. In New York arbeitete er teils am Theater und teils als Kellner, als er den Produzenten Tom Fontana kennenlernte, der ihm 1990 seine erste Rolle in einer Episode der erfolgreichen Serie „Law & Order“ (Law & Order; auch: Die Aufrechten – Aus den Akten der Straße) verschaffte. 1991 ergatterte Tergesen seine erste größere Rolle in dem Spielfilm „Point Break“ (Gefährliche Brandung) – seitdem hat er kontinuierlich gearbeitet.


R. Lee Ermey
Sheriff Hoyt

Nach 25 Jahren in der Unterhaltungsindustrie ist R. Lee Ermey heute einer der erfolgreichsten und talentiertesten Film- und Fernsehschauspieler. Mit seiner Rolle in Stanley Kubricks „Full Metal Jacket“ (Full Metal Jacket) wurde er für den Golden Globe nominiert und als Bester Nebendarsteller von der Boston Society of Film Critics ausgezeichnet.
Zu seinen zahlreichen Spielfilmrollen gehören „The Texas Chainsaw Massacre“ (Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre; 2003) für New Line Cinema; seine Hauptrolle in „Switchback“ (Switchback – Gnadenlose Flucht) neben Dennis Quaid und Danny Glover; „Dead Man Walking“ (Dead Man Walking – Sein letzter Gang); „Se7en“ (Sieben); „Leaving Las Vegas“ (Leaving Las Vegas – Liebe bis in den Tod); „Murder in the First“ (Murder in the First – Lebenslang Alcatraz); „Life“ (Lebenslänglich); „The Frighteners“ (The Frighteners) und „Sommersby“ (Sommersby) ebenso wie seine von der Kritik hoch gelobte Rolle neben Jared Leto in „Prefontaine“ (Steve Prefontaine – Der Langstreckenläufer). Zudem lieh er seine Stimme einer Reihe von Animationsfilmen und -serien wie „The Simpsons“ (Die Simpsons), „Toy Story“ (Toy Story) und „Toy Story 2“ (Toy Story 2).
Ermey leistete elf Jahre aktiven Dienst im U.S. Marine Corps. Er brachte es bis zum Rang eines Staff NCO (Stabsunteroffizier), war zwei Jahre als Ausbilder tätig und leistete eine volle Dienstzeit in Vietnam. 1971 verließ er die Armee aus gesundheitlichen Gründen. Mit dem Sold für geleistete G.I.-Dienste in der Tasche schrieb er sich an der University of Manila auf den Philippinen im Fach Drama ein. In der Nähe filmte Francis Ford Coppola gerade „Apocalypse Now“ (Apocalypse Now) und besetzte Ermey in einer größeren Rolle. Seitdem hat Ermey in etwa 60 Filmen Haupt- und Nebenrollen gespielt.
Ermey ist aber auch in anspruchsvollen TV-Produktionen zu sehen. So übernahm er Hauptrollen in zahlreichen Fernsehfilmen wie in „Weapons of Mass Distraction“ (Im Sog der Gier) für HBO, in „The Rough Riders“ (Rough Riders – Das furchtlose Regiment) für TNT, in „You Know My Name“ (You Know My Name) neben Sam Elliott für TNT sowie für Showtime in „The Apartment Complex“ (Apartment Complex).
Ermey spielte neben Elizabeth Peña die Hauptrolle in dem Spielfilm „On the Borderline“ (Borderline – Kein Weg zuück). Davor trat er in dem Spielfilm „Skipped Parts“ (Mittendrin und voll dabei) mit Jennifer Jason Leigh und Drew Barrymore auf.
Kürzlich übernahm Ermey Hauptrollen in „Man of the House“ (Herr des Hauses) mit Tommy Lee Jones, „The Salton Sea“ (The Salton Sea) mit Val Kilmer sowie „Saving Silverman“ (Zickenterror – Der Teufel ist eine Frau) mit Jason Biggs, Jack Black, Steve Zahn und Amanda Peet. Er trat neben Jeff Bridges in „Scenes of the Crime“ und neben Harvey Keitel in „Taking Sides“ (Taking Sides – Der Fall Furtwängler) auf. Für New Line war er in „Run Ronnie Run“ zu sehen, und er übernahm die Hauptrolle in dem Remake von „Willard“ (Willard) neben Crispin Glover. Außerdem moderiert Ermey die Sendung „Mail Call“ auf dem History Channel, die sich mit dem Gestern, Heute und Morgen der Militärtechnologie beschäftigt.


Andrew Bryniarski
Thomas Hewitt/Leatherface

Andrew Bryniarski spielt wie schon in „The Texas Chainsaw Massacre“ (Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre) von 2003 die Rolle des Leatherface. Muskeln und Humor gehen in seiner Darstellung eine einzigartige Verbindung ein. Zu seinen Filmrollen zählen „Scooby-Doo“ (Scooby-Doo), „Rollerball“ (Rollerball), „Pearl Harbor“ (Pearl Harbor), „Any Given Sunday“ (An jedem verdammten Sonntag), „Necessary Roughness“ (Armadillo Bears – Ein total chaotischer Haufen), Tim Burtons „Batman Returns“ (Batmans Rückkehr), John Singletons „Higher Learning“ (Higher Learning – Die Rebellen), „The Program“ (Challenge – Die Herausforderung), „Hudson Hawk“ (Hudson Hawk – Der Meisterdieb), „Street Fighter“ (Streetfighter – Die entscheidende Schlacht), „Cyborg 3“ (Cyborg 3) und der kürzlich fertiggestellte „Be the Man“.
Zu Bryniarskis zahlreichen TV-Rollen gehören Gastauftritte in „Cheers“ (Cheers), „L.A. Law“ (L.A. Law – Staranwälte, Tricks, Prozesse), „Renegade“ (Renegade – Gnadenlose Jagd), „Lois & Clark“ (Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark), „Barefoot in Paradise“, „Conan the Adventurer“ (Conan, der Abenteurer), „The Sentinel“ (Der Sentinel) und eine gelegentliche Rolle in „Night Man“ (Night Man).


Terrence Evans
Monty

In seiner langen Karriere hat Terrence Evans zahlreiche unvergessliche Rollen gespielt und in über drei Jahrzehnten für Film und Fernsehen vielschichtige, lebendige Figuren gestaltet. Zu seinen Filmrollen zählen „Terminator 2: Judgment Day“ (Terminator 2 – Tag der Abrechnung), „The Pumpkin Karver“, „Mr. Fix It“, „Down in the Valley“, „Welcome Home Roxy Carmichael“ (Ein Mädchen namens Dinky), „Crocodile“ (Crocodile), „The Silencing“, „The Runner“ (Running Game; auch: Mit hohem Einsatz), „Thick as Thieves“ (The Last Bandit; auch: Zwei Gangster heizen ein), „The Last Embrace“, „What’s Love Got to Do With It“ (Tina, What’s Love Got to Do With It) und „Pale Rider“ (Pale Rider – Der namenlose Reiter), ganz abgesehen von seiner Rolle als Monty in „The Texas Chainsaw Massacre“ (Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre) von 2003.
Zu seinen vielen Fernsehauftritten gehören „Cold Case“ (Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen), „ER“ (Emergency Room – Die Notaufnahme), „Star Trek: Voyager“ (Star Trek – Raumschiff Voyager), „Fresh Prince of Bel Air“ (Der Prinz von Bel-Air), „The Golden Girls“ (Golden Girls), „Hill Street Blues“ (Polizeirevier Hill Street), „The A-Team“ (Das A-Team), „The Dukes of Hazzard“ (Ein Duke kommt selten allein) und „The Incredible Hulk“ (Hulk).


Kathy Lamkin
Tea Lady

Kathy Lamkin ist eine Veteranin im Schauspielergeschäft: Man sieht sie oft und kennt ihr Gesicht. Sie deckt eine große Bandbreite von Rollen in Filmen und Werbespots ab. Viele Zuschauer kennen Lamkin aus „The Texas Chainsaw Massacre“ (Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre) als Tea Lady und durch ihren Gastauftritt in der dritten Staffel von „Nip/Tuck“ (Nip/Tuck – Schönheit hat ihren Preis) als Momma Boone.
Die erfahrene Schauspielerin hat in unzähligen Theateraufführungen, Industrie- und Spielfilmen sowie Werbespots in Kalifornien, Texas, New Mexico, Missouri, Maryland und Tennessee mitgewirkt. Lamkin stand in über 100 Bühneninszenierungen auf der Bühne und war in 40 Filmen und Fernsehproduktion zu sehen. Manchmal wird ihr Körper vor der Kamera besonders betont, aber Lamkin wiegt im richtigen Leben KEINE 200 bis 400 Kilogramm! Sie spielte eine psychisch Kranke in „Kiss Kiss, Bang Bang“ (Kiss Kiss, Bang Bang) mit Robert Downey, Jr. und Val Kilmer sowie eine texanische Farmersfrau im ABC-Pilotfilm „Comfort Texas“ mit Brian Benben und Bruce Dern. Sie war Bar-Besitzerin, Bar-Mieze, tugendhafte Frau im Wilden Westen, Kinderschwester, Besitzerin eines Fast-Food-Restaurants, Arbeiterin auf dem Bau, sowohl liebevoll sorgende als auch böse Mutter.
Lamkin ist sowohl am Set als auch auf der Bühne zu Hause. Über die Jahre hat sie sich vom Theater ab und mehr der Film- und Fernseharbeit sowie unabhängig produzierten Spielfilmen zugewandt. Lamkin war 2006 für ihre Darstellung der Momma Boone in der dritten Staffel von „Nip/Tuck“ (Nip/Tuck – Schönheit hat ihren Preis) sowohl für den Emmy als auch für den Preis der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und Fernsehschauspieler) nominiert. Judy Kerr würdigt in ihrem neuen Buch „Acting Is Everything“ auch Kathy Lamkin.
Seit kurzem produziert Lamkin selbst – sie hat inzwischen zwölf Kurzfilme betreut und außerdem über 80 Bühnenproduktionen inszeniert. Jahrelang hat sie Film- und Werbespot-Schauspiel gelehrt – viele ihrer Schüler arbeiten erfolgreich am Theater, in Film und Fernsehen. Lamkin ist Gründerin und künsterische Leiterin der UNICORN School of Acting und des USA Theatre in Houston. Zur Zeit gibt sie Privatunterricht am Actorsite in Los Angeles. Ihren Bachelor machte sie in Theaterwissenschaften und ihren Master im Fach Massenkommunikation mit Schwerpunkt Radio, Film und Fernsehen.
Demnächst laufen ihre Filme „Astronaut Farmer“ mit Billy Bob Thornton, „No Country for Old Men“ der Coen-Brüder und ein noch unbetitelter Film der Farrelly-Brüder mit Ben Stiller an.


Marietta Marich
Luda Mae

Marietta Marich, Tochter von Theater-Profis, gab ihr Bühnendebüt im Alter von fünf Jahren und hat seitdem ein großes künstlerisches Spektrum abgedeckt. Sie war Tänzerin, Sängerin, Schauspielerin, Produzentin, Regisseurin, Bühnenbildnerin, Kostümdesignerin, Radiosprecherin, Filmschauspielerin, Autorin, Komponistin und Malerin.
Als Kind ist Marich in Unterhaltungsshows vor Soldaten auf Armee-, Marine- und Luftwaffenstützpunkten sowie in Militärkrankenhäusern aufgetreten. Während ihrer Highschool-Zeit moderierte sie eigene TV- und Radio-Shows in der Umgebung von Dallas/ Ft. Worth. Sie studierte an der Southern Methodist University in Dallas und machte ihren Abschluss in Fine Arts. Sie sang in der S.M.U. Jazz Band, der große Tommy Dorsey hörte sie und bot ihr einen Job als Solistin der nächsten Tournee mit seinem Orchester an. Während sie als Sängerin in Hollywood arbeitete, bekam sie ein Filmangebot, und sie begann ihre Karriere als Schauspielerin in Film und Fernsehen.
Sie trat in Bühnenstücken und Musicals auf, spielte Lola in „Damn Yankees“, Anna in „The King and I“ (Der König und ich), Annie in „Annie Get Your Gun“ und viele andere Rollen. Als sie die Daisy Mae in „Lil’ Abner“ spielte, debütierte ihre kleine Tochter Allison als eines der Bühnenkinder. In „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ spielt Allison die Rolle der jüngeren Luda Mae.
Zu Marichs zahlreichen Spielfilmen gehören „Rushmore“ (Rushmore), „Children of the Corn IV“ (Kinder des Zorns IV – Mörderischer Kult), „Leap of Faith“ (Der $chein-Heilige) und „Simple Men“ (Simple Men). Fernsehrollen spielte sie zum Beispiel in „Picnic“ (Picknick), „Two Mothers for Zachary“ (Zwei Mütter für Zachary), „A Woman of Independent Means“ (Wechselspiel des Lebens) und „The Fulfillment of Mary Gray“ (Ich kann mein Herz nicht teilen).
Sehr stolz ist Marich auf ihre eigene NBC-TV-Talkshow „Midnight with Marietta“ in Houston, die in den 50er- und 60er-Jahren lange und erfolgreich lief. Marietta interviewte Experten, Prominente und Politiker und diskutierte in dieser turbulenten Zeit in der amerikanischen Geschichte soziale und kontroverse Themen.
Mit ihrem Schauspieler/Produzenten-Ehemann Robert ist sie seit 54 Jahren verheiratet. Marietta möchte ihren Auftritt in diesem Film ihrem verstorbenen Sohn, dem Schauspieler Michael Marich, widmen.


Cyia Batten
Alex

Als ausgebildete Ballerina wählte Cyia Batten während ihrer Ausbildung auch das Nebenfach Schauspiel und hat es nie bereut. Mit derselben Energie und Konzentration wie in ihrem Beruf als Tänzerin betrieb sie auch die Schauspielerei und fasste im Film- und Fernsehbereich schnell Fuß. Ihre Karriere entwickelt sich ausgesprochen erfolgreich. Zur Zeit dreht Batten unter der Regie von Mike Nichols den Spielfilm „Charlie Wilson’s War“ mit Tom Hanks, Philip Seymour Hoffman und Julia Roberts. Gerade abgeschlossen hat sie Gastauftritte in der neuen NBC-Serie „Studio 60 on the Sunset Strip“ neben Matthew Perry sowie in der 100. Episode von „CSI: Miami“ (C.S.I.: Miami). 2005 gewann sie auf dem Screamfest in Los Angeles den Preis als Beste Schauspielerin für ihre Darstellung in dem surrealen Thriller „Cookers“. Der Film erhielt außerdem etliche Preise auf dem Film Festival in Mailand. Weitere Filmrollen übernahm sie zum Beispiel in „American Crime“ (American Crime – Video Kills) mit Annabella Sciorra, Cary Elwes, Kip Pardue und Rachael Leigh Cook sowie in „Senseless“ (Senseless) mit Marlon Wayans und David Spade in den Hauptrollen. Als Tänzerin war sie in „Charlie’s Angels: Full Throttle“ (Drei Engel für Charlie – Volle Power), in „The Sweetest Thing“ (Super süß und super sexy) und in „Bubble Boy“ (Bubble Boy) zu sehen. Darüber hinaus spielte sie Hauptrollen in mehreren Fernsehfilmen: „At Any Cost“ mit James Franco und „Sins of the Mind“ mit Jill Clayburgh; Gastrollen übernahm sie in Serien wie „CSI“ (C.S.I. – Dem Täter auf der Spur), „CSI: NY“ (C.S.I.: New York), „NYPD Blue“ (New York Cops – N.Y.P.D. Blue), „Strong Medicine“ (Strong Medicine – Zwei Ärztinnen wie Feuer und Eis) und „The Guardian“ (The Guardian – Retter mit Herz).
Als Gründungsmitglied des außerordentlich erfolgreichen burlesken Tanz-Ensembles Pussycat Dolls tourte sie durch die USA, Europa und Asien. Zuvor tanzte sie im Lincoln Center in „The Nutcracker“ (Der Nussknacker) und übernahm die Titelpartie in „Festival of the Siren“, das live in ganz Europa übertragen wurde. Sie studierte Tanz an der renommierten School of American Ballet und an der New York State School of the Arts, an der sie als eine von 50 Studenten unter mehr als tausend Bewerbern aufgenommen wurde. Batten ist auch Mitbesitzerin der kürzlich vorgestellten Schmuck-Kollektion „T.Cyia“ die in den Magazinen Lucky, InStyle UK, In Touch und Us Weekly beworben wurde. Die Kollektion ist in Hollywood-Kreisen äußerst angesagt.


Lew Temple
Sheriff Winston

Kürzlich spielte Lew Temple in Tony Scotts kontroversem Film „Domino“ (Domino; auch: Domino – Live Fast, Die Young) mit Keira Knightley, Mickey Rourke und Christopher Walken in den Hauptrollen sowie in „The Devil’s Rejects“ (The Devil’s Rejects), den Rob Zombie mit Sid Haig, Bill Moseley und William Forsythe in den Hauptrollen inszenierte.
Temple kam in der Sumpflandschaft von Louisiana zur Welt und wuchs in Texas auf. Er studierte am Rollins College in Florida und machte dann seine Schauspielausbildung am Brooklyn College in New York. Nach seinem Abschluss spielte er vier Jahre Baseball in den Minor-League-Teams Seattle Mariners und Houston Astros, wo er zum Assistant Director der Minor Leagues und zum Talentsucher aufstieg. Nachdem er sich endgültig für die Schauspielerei entschieden hatte, gab er Baseball auf und begann seine Arbeit am vielfach ausgezeichneten Alley Theatre in Houston/Texas. Dort arbeitete er mit berühmten Kollegen wie Vanessa Redgrave in Shakespeares „Antony and Cleopatra“ (Antonius und Kleopatra) und „Julius Caesar“ (Julius Cäsar) ebenso wie mit den gefeierten Autoren/Regisseuren Michael Wilson, Terrance McNally und Edward Albee.
Temple begann für das Fernsehen zu arbeiten und spielte gelegentlich in der CBS-Serie „Walker, Texas Ranger“ (Walker, Texas Ranger). Außerdem war er in kleineren Rollen zu sehen in Filmen wie „The Newton Boys“ (Die Newton Boys) und „Angels in the Outfield“ (Angels – Engel gibt es wirklich!). Schnell wurde er nicht nur zum Favoriten der unabhängigen Filmemacher, sondern auch der Mainstream-Regisseure, weil er die chamäleonähnliche Fähigkeit besitzt, in die unterschiedlichsten Figuren zu schlüpfen. Zu Temples Filmen zählen der von der Kritik hoch gelobte „21 Grams“ (21 Gramm) von Regisseur Alejandro Iñárritu mit Sean Penn, Benicio Del Toro und Naomi Watts; Thomas Hayden Churchs „Rolling Kansas“ mit Kevin Pollak und Rip Torn in den Hauptrollen sowie „On the Borderline“ (Borderline – Kein Weg zurück) mit Marley Shelton und R. Lee Ermey in weiteren Hauptrollen.
Aktuell spielt Temple unter der Regie von Robby Henson in dem Thrillerdrama „The Visitation“ (The Visitation) mit Martin Donovan, Edward Furlong und Kelly Lynch in den Hauptrollen sowie in Terry Greens „Heavens Fall“, der dramatischen Schilderung der wahren Ereignisse im Verfahren der so genannten Scottsboro Boys im Alabama der 1930er-Jahre mit David Strathairn, Timothy Hutton und Leelee Sobieski in den Hauptrollen. Gerade abgedreht hat Temple die Hauptrolle in Robby Hensons Thriller „House“ mit Michael Madsen und Bill Moseley, produziert von 20th Century Fox und Ralph Winter.



HINTER DER KAMERA

Jonathan Liebesman
Regie

Liebesman stammt aus dem südafrikanischen Johannesburg, interessierte sich schon früh für die Kunst und träumte davon, eines Tages in der Filmbranche zu arbeiten. Nach dem Schulabschluss studierte er an der South African School of Film and Drama, um dann in den USA an der Tisch School of the Arts unter dem Dach der New York University sein Studium fortzusetzen. Während seiner Ausbildung an dieser renommierten Uni schrieb und inszenierte Liebesman den preisgekrönten Kurzfilm „Genesis and Catastrophe“ nach der Kurzgeschichte von Roald Dahl. Diesen Film reichte er als Abschlussarbeit ein – er wurde auf dem Hollywood Film Festival und auf dem Austin Film Festival ausgezeichnet und wird an der Tisch School inzwischen als Lehrfilm eingesetzt.
2003 inszenierte er für Revolution/Sony Studios seinen ersten Spielfilm „Darkness Falls“ (Der Fluch von Darkness Falls), der auf Anhieb Platz eins der Kino-Charts erreichte. Der Film wurde in der Kategorie Bester Horror/Thriller für den Teen Choice Award nominiert, und die Hauptdarstellerin Emma Caulfield (Caitlin Greene) gewann den Preis „Gesicht der Zukunft“ der Academy of Science Fiction, Fantasy and Horror Films.
Dann drehte Liebesman den Kurzfilm „Rings“, den er zusammen mit Ehren Kruger schrieb – der Film wurde von den Fans der Spielfilme „The Ring“ (Ring) und „The Ring 2“ (Ring 2) begeistert aufgenommen, weil er eine intelligente Überleitung zwischen beiden Filmen herstellt.
Produzent Michael Bay wählte Liebesman persönlich als Regisseur für die New-Line-Produktion „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ aus.


Sheldon Turner
Drehbuch

Von Turner stammt das Skript zum Paramount-Pictures-Hit „The Longest Yard“ (Spiel ohne Regeln; 2005) mit Adam Sandler. Das populäre Remake spielte weltweit über 189 Millionen Dollar ein. Ohne Erwähnung im Vorspann arbeitete Turner für Platinum Dunes an „The Amityville Horror“ (Amityville Horror – Eine wahre Geschichte), der bisher über 108 Millionen Dollar eingespielt hat und weiter in den Kinos läuft.
Derzeit schreibt er einen Thriller namens „In Dark Woods“, in dem Leonardo DiCaprio die Hauptrolle spielen soll, und das Drama „Wanted“ für Meryl Streep und Jennifer Aniston – beide Filme entstehen für Warner Bros.
Aktuell ging Turner eine Partnerschaft mit Jerry Bruckheimer Productions ein, für die er das TV-Projekt „The Business“ über das harte Leben eines Privatschnüfflers schreibt. Verhandlungen über die Ausstrahlung laufen mit NBC.
Der 31-jährige Turner stammt aus dem Norden Kaliforniens und lebt heute in Los Angeles. Er machte seinen Jura-Abschluss an der New York University, wo er auch Football spielte. Anschließend versuchte er sich als Drehbuchautor und ließ sich nicht davon beirren, dass er in Hollywood keinerlei Kontakte hatte. Im Nachhinein bezeichnet er sich „von unbändiger Liebe zum Kino und einer gefährlichen Mischung aus Ignoranz und Dummheit angespornt“. Er jobbte nachts als Barmann, um tagsüber schreiben zu können, bis er vor sechs Jahren sein erstes Spielfilmdrehbuch verkaufen konnte.


David J. Schow
Drehbuch

Schow schreibt Kurzgeschichten, Romane und Drehbücher (für TV und Kino), Zeitungskolumnen und Essays. Er arbeitet als Redakteur und Fotograf und hat mehrfach den Preis der World Fantasy and International Horror Guild gewonnen – für Kurzprosa und im Nonfiction-Bereich.
Seine Verbindung mit New Line Cinema begann mit den Horror-Ikonen Freddy Krueger („A Nightmare on Elm Street: Freddy’s Nightmares“/Freddy’s Nightmares), Leatherface („Leatherface: Texas Chainsaw Massacre III“/Leatherface) und den Critters („Critters 3“/Critters 3 – Die Kuschelkiller kommen; und „Critters 4“/Critters 4 – ...Das große Fressen geht weiter). 1994 schrieb er das Drehbuch zum modernen Klassiker „The Crow“ (The Crow – Die Krähe). Seitdem hat er mit Regisseuren wie Alex Proyas, James Cameron, E. Elias Merhige, Rupert Wainwright, Mick Garris und William Malone gearbeitet.
Er schrieb 41 Beiträge zu seiner beliebten Kolumne „Raving & Drooling“ im Magazin Fangoria – sie erschienen später gesammelt in dem Buch „Wild Hairs“. Für die erste Staffel der Serie „Masters of Horror“ (Masters of Horror) schrieb er die Filmversion seiner eigenen Kurzgeschichte „Pick Me Up“ für Regisseur Larry Cohen, und für die zweite Staffel schrieb er „We All Scream for Ice Cream“ (nach einer Story von John Farris) für Regisseur Tom Holland. Zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen gehören sein vierter Roman „Bullets of Rain“ und seine siebte Kurzgeschichtensammlung „Havoc Swims Jaded“.
Als Experte ist er in vielen Dokumentationen und DVD-Specials aufgetreten, die Zusatzmaterial zu „Creature From the Black Lagoon“ (Der Schrecken vom Amazonas), „Incubus“ (Incubus – Mörderische Träume), „Reservoir Dogs“ (Reservoir Dogs), „From Hell“ (From Hell), „The Shawshank Redemption“ (Die Verurteilten), „The Dirty Dozen“ (Das dreckige Dutzend) und zur neuen Doppel-DVD-Edition „Dark City“ (Dark City) liefern. Als Co-Produzent und Kameramann drehte er etliches Zusatzmaterial für die DVDs zu „I, Robot“ (I, Robot) und „Chronicles of Narnia: The Lion, The Witch & The Wardrobe“ (Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia). Mit „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ kehrt er zu New Line zurück.


MICHAEL BAY
Produktion

Filmemacher Michael Bays sechs Filme haben weltweit über 1,9 Milliarden Dollar eingespielt. Seine aktuellste Regiearbeit „The Island“ (Die Insel) mit Ewan McGregor, Scarlett Johansson, Djimon Hounsou, Sean Bean und Steve Buscemi setzte international mehr als 160 Millionen Dollar um. Derzeit arbeitet Bay für DreamWorks und Paramount Pictures an der Endfertigung des mit Spannung erwarteten „Transformers“, der in den USA am 4. Juli 2007 anlaufen soll.
Bay zählt zu den erfolgreichsten Action-Regisseuren der Filmbranche. Dennoch hatte er das Bedürfnis, seiner Firma Platinum Dunes eine weitere Abteilung hinzuzufügen, mit der er Filme mit kleinerem Budget produziert, um neuen Regisseuren eine Startchance zu geben, bevor sie sich größeren und teureren Filmen zuwenden. Der erste gemeinsame Titel mit seinen Produktionspartnern Andrew Form und Brad Fuller war das Remake des Horror-Kultfilms von 1974: „The Texas Chainsaw Massacre“ (Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre). Der Film erhielt hervorragende Kritiken und spielte weltweit über 110 Millionen Dollar ein. Der zweite Film der Firma, „The Amityville Horror“ (Amityville Horror – Eine wahre Geschichte), setzte weltweit über 108 Millionen Dollar um.
2003 inszenierte Michael Bay „Bad Boys II“ (Bad Boys II), seinen fünften Film für Produzent Jerry Bruckheimer. Zuvor inszenierte er „Pearl Harbor“ (Pearl Harbor), den er mit Bruckheimer produzierte. Der Film spielte weltweit über 450 Millionen Dollar ein. Sein Regiedebüt gab Bay 1995 mit dem ersten Teil „Bad Boys“ (Harte Jungs – Bad Boys), mit dem sich Will Smith und Martin Lawrence als Action-Stars profilierten. Kritiker und Zuschauer reagierten begeistert, der Umsatz betrug international 140 Millionen Dollar. „Bad Boys“ war damit der erfolgreichste Columbia-Film des Jahres. Ein Jahr später übertrumpfte Bay seinen ersten Erfolg mit dem aufwändigen Action-Film „The Rock“ (The Rock – Fels der Entscheidung) mit Sean Connery, Nicolas Cage und Ed Harris. Der Film begeisterte Kritiker wie Zuschauer und spielte weltweit über 300 Millionen Dollar ein. Bay und Bruckheimer setzten ihre Erfolgsstory mit „Armageddon“ (Armageddon) fort. Die Hauptrollen übernahmen Bruce Willis, Ben Affleck, Billy Bob Thornton und Liv Tyler. „Armageddon“ setzte international über 550 Millionen Dollar um.
Bay begann seine Laufbahn in der Werbung als Regisseur von Werbespots und Musikvideos für Propaganda Films. 1995 kürte ihn die Directors Guild of America (Gewerkschaft der US-Regisseure) zum Werberegisseur des Jahres. Mit 24 wagte er sich aus der Filmschule erstmals in die Musikvideo-Branche vor. Er inszenierte Videos für Meat Loaf, Aerosmith, Tina Turner, Donny Osmond und The DiVinyls, die großes Aufsehen erregten und auf MTV mehrfach in der Kategorie Bestes Musikvideo nominiert wurden. Bay gewann den begehrten Preis im Jahr 1992.
Dann gewann er den begehrten Clio mit seinem ersten Fernsehspot – für das Amerikanische Rote Kreuz. Bay, der aus Los Angeles stammt und an der Wesleyan University in Middletown/Connecticut studiert hat, inszenierte daraufhin etliche der bekanntesten und unvergesslichsten Werbespots in der Fernsehgeschichte, unter anderem für Nike, Budweiser, Coca-Cola, Reebok und Miller Lite, um nur einige Kunden zu nennen.
Bay ist der jüngste Regisseur, der praktisch alle Preise der Werbebranche gewonnen hat. Mit dem Aaron-Burr-Spot „Got Milk?“ gewann er den Clio für den Spot des Jahres. Zusammen mit zwei weiteren Spots aus dieser Kampagne wurde „Got Milk?“ vom Museum of Modern Art als Beste Kampagne des Jahres ausgezeichnet. In Cannes, dem größten Wettbewerb der Werbebranche, gewann Bay den Goldenen Löwen für die Miller-Kampagne „The Best Beer“ und den Silbernen Löwen für den „Got Milk?“-Spot.


MIKE FLEISS
Produktion

Mike Fleiss gelang mit seiner Firma Next Entertainment, was nur sehr wenige unabhängige Produktionsfirmen erreicht haben: Er arbeitet gleichzeitig erfolgreich für Kino und Fernsehen.
Der Produzent, Autor und Regisseur produzierte 2003 „The Texas Chainsaw Massacre“ (Michael Bay’s The Texas Chainsaw Massacre), das Remake von Tobe Hoopers Horrorfilmklassiker, nachdem er sich acht Jahre lang um die Filmrechte bemüht hatte. Außerdem produzierte er für Warner Bros. Wolfgang Petersens Remake von „The Poseidon Adventure“ (Die Höllenfahrt der Poseidon), das 2006 in die Kinos kam, und aktuell den Horrorfilm „Hostel“ (Hostel) für Screen Gems/Lion’s Gate, präsentiert von Quentin Tarantino. Daneben war er als Produzent und Co-Regisseur an „The Quest“ (Beach Party Animal) beteiligt.
Bekannt wurde Fleiss als Pionier der immer ausgeklügelteren Sendungen im Bereich des Reality-TV. Derzeit dreht er die beispiellose elfte Staffel der ungeheuer beliebten ABC-Serie „The Bachelor“ und für WB eine noch titellose Serie.
Im Bereich Reality-TV arbeitete er an „High School Reunion“, „The Bachelorette“, „Who Wants to Marry a Multi-Millionaire?“, „Million Dollar Mysteries“ sowie „Are You Hot?“.
Vor seiner Fernsehtätigkeit schrieb Fleiss zwei Comedy-Bücher: „Sports With an Attitude“ und „Hollywood With an Attitude“. Bevor er 1991 nach Los Angeles kam, arbeitete er als Sportjournalist für etliche Zeitungen im kalifornischen Norden. Seinen Bachelor machte er in Philosophie an der University of California in Berkeley.


Andrew Form, Brad Fuller
Produktion

Andrew Form und Brad Fuller sind Partner in der Firma Platinum Dunes, die mit Dimension Films einen First-Look-Vertrag verbindet. Derzeit arbeiten sie an der Endfertigung ihres Remakes des Thrillers „The Hitcher“ (Hitcher – Der Highwaykiller) von 1986. Die Hauptrollen übernehmen Sophia Bush (Serie „One Tree Hill“) als Raststättenkellnerin, die einem unschuldigen jungen Mann beisteht, als er von einem Serienkiller in eine Falle gelockt wird. Dave Meyers gibt damit sein Regiedebüt.
Zusammen mit Michael Bay produzierte das Duo den erfolgreichen Erstling der Firma, das Remake „The Texas Chainsaw Massacre“ (Michael Bay’s The Texas Chainsaw Massacre) von 2003. Der Film gewann den Teen Choice Award als Bester Horrorfilm/Thriller und wurde in derselben Kategorie für den MTV Movie Award nominiert. Weltweit spielte er über 110 Millionen Dollar ein. Der nächste Film, die Neufassung von „The Amityville Horror“ (Amityville Horror; 2005), setzte beeindruckende 108 Millionen Dollar um.
2004 nahm das Fachblatt Variety Form und Fuller in die Liste der „Zehn Produzenten, die man im Auge behalten sollte“ auf. Im Oktober 2006 waren sie als Newcomer, die sich in der Branche etablieren, im Magazin Fade In in der List der „Top 100 in Hollywood“ vertreten.
Aktuell arbeitet man bei Platinum Dunes an einer neuen Version des erfolgreichen Hitchcock-Films „The Birds“ (Die Vögel) von 1963 sowie an einem weiteren Kapitel der erfolgreichen Kinoserie „Friday the 13th“ (Freitag der 13.).
In Bezug auf „The Birds“ sind die Filmemacher mit Universal im Gespräch. Der Film gehört zu Hitchcocks Markenzeichen, er basiert auf einer Kurzgeschichte der Romanautorin Daphne du Maurier. Die Werbesprüche für den Film entsprachen ganz typisch den 60er-Jahren: „Suspense und Schock jenseits Ihrer Vorstellungskraft! Nichts, was Sie bisher erlebt haben, bereitet sie auf diese schockierenden Ereignisse vor! Die Vögel kommen!… und der nächste Schrei, den Sie hören, könnte Ihr eigener sein!“ Die Besetzung vereinte Hollywoods Spitzengarde von Rod Taylor über Jessica Tandy bis zu Suzanne Pleshette mit den damaligen Newcomern Tippi Hedren und Veronica Cartwright. Entsprechend möchte Platinum Dunes eine ebenso überzeugende Besetzung aus bewährten Darstellern und aufregenden neuen Schauspielern präsentieren – und das vor einer Kulisse, die sich mit den spektakulären Ansichten von Bodega Bay im Original messen kann.
Bevor die beiden Produzenten Partner wurden, produzierte Fuller die Filme „Emmett’s Mark“ (Ohne jeden Ausweg) mit Gabriel Byrne und Tim Roth sowie „A Better Way to Die“ (Sterben... aber richtig) mit Natasha Henstridge und Andre Braugher. Form produzierte „The Shrink Is In“ (The Shrink Is In – Wahnsinn auf zwei Beinen!) mit Courteney Cox und David Arquette; „Kissing a Fool“ (Zwei Männer, eine Frau und eine Hochzeit) mit Jason Lee, David Schwimmer und Bonnie Hunt; sowie „Do Me a Favor“ (Do Me a Favor) mit Rosanna Arquette. Außerdem produzierte er „Making of“-Dokumentationen zu „Crimson Tide“ (Crimson Tide – In tiefster Gefahr) und „Bad Boys“ (Harte Jungs – Bad Boys).
Form machte seinen Bachelor an der University of Arizona. Fuller absolvierte sein Studium an der Wesleyan University in Middletown/Connecticut und arbeitete zunächst als Künstleragent.


Tobe Hooper
Produktion

Tobe Hooper ist für seine Filme und Leistungen im Horrorgenre mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Bevor er zum Film kam, war der aus Austin in Texas stammende Hooper in den 60er-Jahren College-Dozent und Kameramann für Dokumentarfilme. Mit einer kleinen Besetzung aus Lehrerkollegen und Studenten drehte er 1974 „The Texas Chainsaw Massacre“ (Blutgericht in Texas). Der Einfluss auf die Horrorfilmbranche war gewaltig – der Film avancierte sofort zum Klassiker. Noch heute ist er auf allen Listen der beliebtesten Horrorfilme aller Zeiten verzeichnet. Hooper bezog sich auf die authentischen Morde des Kannibalen Ed Gein, der in den 1950er-Jahren mehrere Menschen grausam umgebracht hat. Durch seinen Erfolg mit „Texas Chainsaw Massacre“ konnte Hooper in Hollywood Fuß fassen. Der Film gehört zur ständigen Ausstellung des Museum of Modern Art und lief 1975 offiziell im Programm der Quinzaine des realisateurs in Cannes.
Hooper holte seine „Chainsaw“-Besetzung für „Eaten Alive“ (Blutrausch; auch: Death Trap – Die Nacht der Bestie; 1976) wieder zusammen. Die Hauptrollen spielten diesmal Mel Ferrer, William Finley und Marilyn Burns. Der Film erhielt den ersten Saturn Award. In diesem Film gab Robert Englund sein Leinwanddebüt. Hooper war dann auch mit der Stephen-King-Miniserie „Salem’s Lot“ (Brennen muss Salem; 1979) erfolgreich. 1981 inszenierte Hooper „The Fun House“ (Das Kabinett des Schreckens) für Universal Pictures. 1982 engagierte ihn dann Steven Spielberg, um den erfolgreichen Spukhaus-Schocker „Poltergeist“ (Poltergeist) für MGM zu inszenieren. Mitte der 80er-Jahre inszenierte Hooper etliche Filme und TV-Projekte, darunter „Lifeforce“ (Lifeforce – Die tödliche Bedrohung; 1985) mit Patrick Stewart für Tri-Star, „Amazing Stories“ (Fantastische Geschichten), „The Equalizer“ (Der Equalizer – Der Schutzengel von New York), „Invaders From Mars“ (Invasion vom Mars), „Freddy’s Nightmares“ (Freddy’s Nightmares), „Tales From the Crypt“ (Geschichten aus der Gruft) mit Whoopi Goldberg und „The Texas Chainsaw Massacre 2“ mit Dennis Hopper.
Auch in den 90er-Jahren drehte er für Film und Fernsehen: „I’m Dangerous Tonight“ (Im Bann des Grauens), „Nowhere Man“ (Nowhere Man – Ohne Identität), „Dark Skies“ (Dark Skies – Tödliche Bedrohung), „Perversions of Science“ mit Jamie Kennedy und Jason Lee, „The Apartment Complex“ (Apartment Complex) mit Amanda Plummer für Showtime, „Night Terrors“ (Tobe Hooper’s Living Nightmare; 1993) und „The Mangler“ (The Mangler; 1995) für New Line. Nach der Jahrtausendwende setzte Hooper seine Karriere mit „Night Visions“, „The Shadow Realm“ und der Pilotfolge zu Steven Spielbergs preisgekrönter Miniserie „Taken“ (Taken) fort. 2004 lief das erfolgreiche New-Line-Remake von „The Texas Chainsaw Massacre“ in den Kinos.
2005 gründete Hooper seine eigene Low-Budget-Horror-Firma TH Nightmare – der erste Film war für Lion’s Gate „Toolbox Murders“ (Toolbox Murders) mit Angela Bettis in der Hauptrolle. Angelaufen ist auch „Mortuary“ (Mortuary – Wenn die Toten auferstehen, wird die Hölle Wirklichkeit <http://cinomat.kim-info.de/filmdb/filme....d2d46da67112333>). In Vorbereitung befindet sich „Zombies“, und Hooper produziert/inszeniert die Miniserie „Ghosts“ für den Sender A&E.


Kim Henkel
Produktion

Henkel arbeitet bereits viele Jahre als Autor, Regisseur und Produzent in der Filmbranche. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „The Texas Chainsaw Massacre: The Next Generation“ (Texas Chainsaw Massacre: Die Rückkehr), „Doc’s Full Service“, „Last Night at the Alamo“ (Die letzte Nacht im Alamo), „Legend of the Bayou“ und der Originalfilm „The Texas Chainsaw Massacre“ (Blutgericht in Texas) von 1974, den er zusammen mit Tobe Hooper schrieb und produzierte. Der Film lief in Cannes, gewann den Großen Preis des Cine Fantastique Film Festival und wurde von den Londoner Filmkritikern als Herausragender Film gewürdigt.
Daneben schrieb Henkel etliche Drehbücher wie „Exurbia“, „Critical Mass“, „The King of Texas“, „Deadly Encounter“, „Vipers“ und „Bleeding Hearts“.
Seinen Master machte Henkel im Fach Englisch an der Texas A&M University in Corpus Christi, seinen Master of Fine Arts im Fach Kreatives Schreiben an der University of Houston und seinen Bachelor im Fach Englisch an der University of Texas in Austin.


Lukas Ettlin
Kamera

Ettlin gibt mit „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ sein Spielfilmdebüt. Seitdem drehte er für die Weinstein Company „Fanboys“ unter der Regie von Kyle Newman und Brad Furmans „The Take“ mit John Leguizamo und Tyrese. Daneben arbeitet er weiter mit Michael Bay zusammen und war als zusätzlicher Kameramann an „Transformers“ beteiligt. Derzeit bereitet er für 20th Century Fox „Revenge of the Nerds“ vor, den McG produziert und Kyle Newman inszeniert.
Zuvor arbeitete Ettlin mit Regisseur Jonathan Liebesman an den hoch gelobten Kurzfilmen „Rings“ und „Genesis and Catastrophe“ – der letztere erhielt bedeutende Auszeichnungen auf dem Hollywood Film Festival und dem Austin Film Festival. Der Kurzfilm war die Abschlussarbeit des Duos an der Tisch School of the Arts unter dem Dach der New York University. Neben den zahlreichen Auszeichnungen für „Genesis and Catastrophe“ erhielt Ettlin 2000 als Bester Kameramann den Arthur Miller Heritage Award von der American Society of Cinematographers (Vereinigung der US-Kameraleute).
2003 lieferte Ettlin zusätzliche Aufnahmen zu Takashi Shimizus Sony-Film „The Grudge“ (Der Fluch – The Grudge) mit Sarah Michelle Gellar. Zuvor sammelte er etliche Jahre lang Erfahrungen mit einer Reihe von Musikvideos für so unterschiedliche Musiker wie 50 Cent, Usher und Queens of the Stone Ages, um nur einige zu nennen. 2005 wurde er mit Marilyn Mansons Video „Personal Jesus“ von der Music Video Production Association nominiert.
Ettlin verantwortete auch die Kamerabilder zu den Independent-Filmen „Life on the Ledge“, einer Komödie, die Lewis Helfer schrieb und mit sich selbst in der Hauptrolle inszenierte und die aktuell auf dem Austin Film Festival lief; „The Stranger“ mit Steve Guttenberg, geschrieben und inszeniert von Brad Furman – Ettlin übernahm auch die Produktion; das Drama „Southbounders“, geschrieben und inszeniert von Ben Wagner; Furmans „Unbroken“ mit Rachel Bilson; „Pirates“ unter der Regie von Eric McCormack („Will & Grace“/Will & Grace); und Stefan Avalos’ Western-Thriller „The Ghosts of Edendale“ (The Ghosts of Edendale).
Während der Arbeit an „The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ drehte Ettlin auch einen SBC-Werbespot für Regisseur Michael Bay.
Ettlin stammt aus Basel in der Schweiz. Heute lebt er in Los Angeles.


Marco Rubeo
Produktionsdesign

Aktuell arbeitete Marco Rubeo für Platinum Dunes und die Produzenten Michael Bay, Andrew Form und Brad Fuller an dem Hit „The Amityville Horror“ (Amityville Horror – Eine wahre Geschichte; 2005) als Ausstatter; Produktionsdesignerin war Jennifer Williams. Zuvor betreute er als Ausstatter „The Run Down“ (Welcome to the Jungle) für Produktionsdesigner Tom Duffield und Regisseur Peter Berg.
„The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“ ist sein erster großer Film als Leiter der Ausstattungsabteilung: Als Produktionsdesigner ist Rubeo für den gesamten Look des Films verantwortlich – er leitet die Bauteams und Dekorateure an, kümmert sich um Schauplätze, stimmt sich mit dem Kamerateam und sogar mit der Kostümabteilung und den Maskenbildnern ab, um eine einheitliche Farbpalette für den Film zu gewährleisten.
Als Ausstattungsassistent arbeitete Rubeo an „After the Sunset“ (After the Sunset), „The Ring“ (Ring), „O Brother, Where Art Thou“ (O Brother, Where Art Thou; das Produktionsdesign war für den British Academy Award/BAFTA nominiert) und „The Truman Show“ (Die Truman Show; ausgezeichnet mit dem BAFTA für das Beste Produktionsdesign). Sein jüngster Film in dieser Funktion war „The Break Up“ (Trennung mit Hindernissen) mit Jennifer Aniston und Vince Vaughn.
Als Innenausstatter wirkte Rubeo an sehr unterschiedlichen Filmen mit: „Lemony Snicket’s: A Series of Unfortunate Events“ (Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse), „Cradle 2 the Grave“ (Born 2 Die), „Austin Powers in Goldmember“ (Austin Powers in Goldständer), „Evolution“ (Evolution), „Panic Room“ (Panic Room), „Mission to Mars“ (Mission to Mars), „Batman & Robin“ (Batman & Robin), „Men in Black“ (Men in Black), „The Ghost and the Darkness“ (Der Geist und die Dunkelheit), „Waterworld“ (Waterworld), „Beverly Hills Cop III“ (Beverly Hills Cop III), „The Client“ (Der Klient), „Sommersby“ (Sommersby) und „Born on the Fourth of July“ (Geboren am 4. Juli), um nur einige zu nennen.
Bevor er sich der Entertainmentbranche zuwandte, arbeitete Rubeo für etliche Architekten in Los Angeles. Sein fünfjähriges Architekturstudium absolvierte er an der Woodbury University. Für Kunst begann er sich als Schüler der Notre Dame International High School in Rom zu interessieren, die er mit Auszeichnung abschloss. Vor allem aber diente ihm sein Vater als Vorbild, der berühmte Produktionsdesigner Bruno Rubeo, der Filme wie „The Thomas Crown Affair“ (Die Thomas-Crown-Affäre; 1999), „Platoon“ (Platoon) und „Driving Miss Daisy“ (Miss Daisy und ihr Chauffeur) gestaltete – letzterer brachte ihm eine Oscar-Nominierung ein.
Rubeo stammt aus Rom – er wuchs in New York City, Toronto, Orlando und Los Angeles auf. Heute lebt er teils in Whistler in der kanadischen Provinz British Columbia, teils in Mammoth Lakes/Kalifornien. Zwischen seinen Filmaufträgen verbringt er seine Freizeit mit Snowboarden, Surfen und auf dem Mountainbike. Nachdem er das unwegsame Küstengebirge in British Columbia („die Sierra“), das Chugach-Gebirge und die italienischen Alpen ausgiebig erkundet hat, bereitet er sich derzeit auf seine Prüfung als offizieller kanadischer Bergführer vor.